Baukosten in Karlsruhe: Sporthallen

Vorlage: 2025/0321
Art: Antrag
Datum: 03.04.2025
Letzte Änderung: 21.01.2026
Unter Leitung von: Stabsstelle Projektcontrolling
Erwähnte Stadtteile: Oberreut

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 27.05.2025

    TOP: 25

    Rolle: Kenntnisnahme

    Ergebnis: verwiesen in Fachausschuss

  • Bauausschuss (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 18.09.2025

    TOP: 7

    Rolle: Vorberatung

    Ergebnis: Keine Angabe

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 21.10.2025

    TOP: 24

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: verwiesen in den Gemeinderat

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 16.12.2025

    TOP: 20

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: keine Abstimmung

Zusätzliche Dateien

  • Antrag
    Extrahierter Text

    Antrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2025/0321 Eingang: 03.04.2025 Baukosten in Karlsruhe: Sporthallen Antrag: CDU Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Gemeinderat 27.05.2025 25 Ö Kenntnisnahme Bauausschuss 18.09.2025 7 Ö Behandlung Gemeinderat 21.10.2025 24 Ö Entscheidung Gemeinderat 16./17./18.12.2025 20 Ö Entscheidung Die CDU-Gemeinderatsfraktion Karlsruhe beantragt: Als Grundlage für die Beratungen im Bauausschuss erstellt die Stadtverwaltung einen Bericht hinsichtlich der bisherigen und zukünftigen Herstellungskosten (Euro/m² Nettofläche nach DIN-Norm 18032) für Sporthallen. Dieser Bericht soll die Aspekte umfassen: o Darstellung der Gründe für höhere Herstellungskosten für Sporthallen in Karlsruhe gegenüber anderen Kommunen in Baden-Württemberg, anhand der Fragen: Was macht das Bauen in Karlsruhe so teuer, was sind die Kostentreiber? Was ist in anderen Kommunen günstiger? Gibt es hier weniger Auflagen oder niedrigere Standards? o Auflistung der Gemeinderatsbeschlüsse, die das Bauen in Karlsruhe systematisch verteuern, und der gesetzlichen Regelungen, die in Karlsruhe übererfüllt werden. o Darstellung der Herstellungskosten für Sporthallen, die in den letzten fünf Jahren in Karlsruhe fertiggestellt wurden. o Darstellung der prognostizierten Herstellungskosten bei den dringend benötigten Sportstätten (Südendschule/Kimmelmannschule, Oberwaldschule Aue, Werner-von- Siemens-Schule, Heinrich-Köhler-Schule, Max-Planck-Gymnasium und Weiherwaldschule) o Erklärung bezüglich der städtischen Anstrengungen, um Herstellungskosten für Sporthallen so effizient wie möglich zu reduzieren. Sachverhalt / Begründung Immer wieder entsteht in Karlsruhe der Eindruck, dass in unserer Stadt trotz Suffizienzstrategie viel teurer gebaut wird als in anderen Kommunen in Baden-Württemberg. Dies können wir uns aufgrund unserer Position als am höchsten verschuldete Stadt in Baden-Württemberg jedoch nicht länger leisten: Wer die höchsten Schulden hat, kann beim Bauen nicht die höchsten Standards anlegen. Eine einfache Möglichkeit, um Baukosten zwischen den Kommunen zu vergleichen, bieten Sporthallen – und zwar aus zwei Gründen: Zum einen werden Sporthallen in nahezu jeder Stadt benötigt, saniert, abgerissen und neugebaut. Zum anderen unterliegt der Bau von Sporthallen der DIN-Norm 18032 (in Abhängigkeit der Spielfläche): – 2 – Sporthallen nach DIN-Norm 18032 Zur Vergleichbarkeit bezieht sich die Nettofläche jeweils auf die für den Sport nutzbare Fläche ohne Tribünen, Geräteräume, Sanitäranlagen, Zugänge usw. Typ Maße Nettofläche (m²) Einfeldhalle 15 m x 27 m 405 m² Zweifeldhalle 22 m x 44 m 968 m² Dreifeldhalle 27 m x 45 m 1.125 m² Wenn die jeweils veranschlagten Gesamtkosten durch die Nettofläche geteilt werden, werden die Herstellungskosten pro Quadratmeter ersichtlich. Beim Neubau der Dreifeldhalle am Bismarck- Gymnasium bzw. der Hebelschule fallen etwa 15.226.34 Euro/m² an (Gesamtkosten: 18.500.000 Euro), bei der zweifachen Dreifeldhalle beim Schulzentrum Südwest in Oberreut sind es 15.176,95 Euro/m² (Gesamtkosten: 36.880.000 Euro). Beim Neubau der Dreifeldhalle am Traugott-Bender- Sportpark belaufen sich die Herstellungskosten auf 15.898,41 Euro/m² (Gesamtkosten: 19.316.570 Euro). Aktuelle Beispiele aus Baden-Württemberg zeigen jedoch, dass Sporthallen andernorts tatsächlich günstiger gebaut werden. So belaufen sich die Herstellungskosten der Wentalhalle in Steinheim (Dreifeldhalle) auf 12.757,20 Euro/m² (Gesamtkosten: 15.500.000 Euro) und die des Neubaus der Sporthalle in Asperg (Vierfeldhalle) auf 11.817,62 Euro/m² (Gesamtkosten: 22.878.905 Euro). Die Zweifeldhalle als Ersatzneubau an der Heidelberger Geschwister-Scholl-GMS kostet 8.780,99 Euro/m² (Gesamtkosten: 8.500.000 Euro) und der Neubau der Sporthalle Manzenberg (Dreifeldhalle) in Tettnang sogar nur 7.276,28 Euro/m² (Gesamtkosten: 8.840.684 Euro). Die Herstellungskosten für die Zweifeldhalle beim Sportcampus in Reichenbach an der Fils belaufen sich zwar auf 18.595,04 Euro/m², allerdings verwirklicht die Stadt am Sportcampus gleichzeitig auch eine Mensa (Gesamtkosten: 18.000.000 Euro). Alle Gesamtkosten beziehen sich auf Kalkulationen aus den Jahren 2024 und 2025. Offensichtlich ist es in anderen Städten und Kommen Baden-Württembergs also möglich, „mehr für sein Geld“ zu bekommen, als in Karlsruhe. Und dies, obwohl alle anderen Kommunen unter den gleichen Herausforderungen (Baupreissteigerungen, Ressourcen- und Personalmangel, Denkmalschutzauflagen, Entsorgungskosten usw.) leiden. Als CDU-Fraktion fragen wir uns daher, worin sich Karlsruhe von anderen Städten unterscheidet. Was macht Bauen in Karlsruhe so teuer? Mit Blick auf die Prioritätenliste für Schulbaumaßnahmen (Vorlage-Nr. 2025/0102) beantragen wir daher auch eine Darstellung, auf welche Beträge sich die prognostizierten Herstellungskosten (Euro/m² Nettofläche nach DIN 18032) bei den dringend benötigten Sportstätten (Südendschule/Kimmelmannschule, Oberwaldschule Aue, Werner-von-Siemens-Schule, Heinrich- Köhler-Schule, Max-Planck-Gymnasium und Weiherwaldschule) belaufen werden. Welche Anstrengungen unternimmt die Stadt Karlsruhe, um die Herstellungskosten so effizient wie möglich abzusenken? Diese Themen und Aspekte sollen in einem Bericht zusammengefasst und zur Behandlung im Bauausschuss vorgelegt werden. Unterzeichnet von: Stadtrat Detlef Hofmann Stadtrat Dirk Müller Stadträtin Katrin Schütz Stadtrat Tilman Pfannkuch

  • Protokoll GR 27.05.2025 TOP 25
    Extrahierter Text

    Niederschrift 10. Plenarsitzung des Gemeinderates 27. Mai 2025, 15:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus am Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup Punkt 25 der Tagesordnung: Baukosten in Karlsruhe: Sporthallen Antrag: CDU Vorlage: 2025/0321 Beschluss: Beratung im Bauausschuss am 18. September 2025, öffentlich Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 25 auf und teilt mit, der Antrag werde ohne Aussprache in den Bauausschuss verwiesen. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten – 12. Juni 2025

  • Stellungnahme Baukosten in Karlsruhe_Sporthallen
    Extrahierter Text

    Stellungnahme zum Antrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2025/0321 Verantwortlich: Dez. Dienststelle: SPC Baukosten in Karlsruhe: Sporthallen Antrag: CDU Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Bauausschuss 18.09.2025 7 ö Beratung Gemeinderat 21.10.2025 24 Ö Entscheidung Gemeinderat 16./17./18.12.2025 20 Ö Entscheidung Kurzfassung Die Kosten von Sport- und Mehrzweckhallen in Karlsruhe hängen maßgeblich von Nutzung, Standort und technischer Ausstattung ab. Zentrale Einflussfaktoren sind Spielflächen, Beleuchtung, Belüftung und Klimatisierung, technische Anlagen sowie Sicherheitsinfrastruktur, ergänzt durch regionale Preisunterschiede. Die Sportbauten der Stadt Karlsruhe liegen entsprechend des durchgeführten Baukostenvergleichs im mittleren Bereich. Die Stadt verfolgt eine nachhaltige, lebenszyklusorientierte Kostenbetrachtung mit Fokus auf Standardisierung, Kosteneffizienz, Ressourcenschonung und bevorzugter Bestandnutzung statt Neubau. Zukünftig sollen Leitlinien weiterentwickelt, Planungsprozesse standardisiert und Kostenkontrollen gestärkt werden. Das Suffizienzprinzip, die Berücksichtigung grauer Energie, Standardbauweisen und innovative Finanzierungsmodelle wie Contracting sollen Kosten senken, ohne Funktionalität zu beeinträchtigen. Insgesamt wird eine nachhaltige, kosteneffiziente Sportinfrastruktur über den gesamten Lebenszyklus angestrebt. Die Verwaltung empfiehlt, den Antrag mit der ausführlichen Stellungnahme als erledigt zu betrachten. Finanzielle Auswirkungen Ja ☐ Nein ☒ ☐ Investition ☐ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☐ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☒ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☒ Ja ☐ Korridorthema: Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Erläuterungen Sportstätten spielen eine zentrale Rolle in der gesellschaftlichen Entwicklung, da sie nicht nur Orte der sportlichen Betätigung sind, sondern auch soziale Treffpunkte, die Gemeinschaft fördern und Integration unterstützen. Im Kontext von Schule, Stadt und Gesellschaft tragen sie wesentlich zur Gesundheitsförderung, zur Förderung von Teamgeist und sozialer Verantwortung bei. Durch ihre vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten leisten Sportstätten einen wertvollen Beitrag zur Lebensqualität und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt. Jede Sportstätte hat unterschiedliche Anforderungen, die sich vor allem aus der geplanten Nutzung ergeben. Während die normative Grundlage für die Planung von Sporthallen in der DIN 18032 gegeben ist, wird das gesamte Raumprogramm des Bauwerks, also die Anordnung und Größe von zusätzlichen Räumen, Umkleiden, Geräteräumen, Tribünen oder Sanitäranlagen sowie die Ausstattung, maßgeblich von dem jeweiligen Nutzungs- und Betriebskonzept bestimmt. Darüber hinaus ist zu beachten, wie häufig und von welchen Nutzergruppen die Halle in Anspruch genommen wird. Der Standort (z. B. Baugrund, Städtebau, B-Plan, Denkmalschutz) beeinflusst die Gestaltung des Gebäudes und der Außenanlagen. Faktoren wie die Beschaffenheit des Bodens, Vorgaben aus städtebaulichen Verträgen oder Bebauungsplänen und gegebenenfalls Belange des Denkmalschutzes spielen hierbei eine wichtige Rolle und können die architektonische Gestaltung sowie die Planung der Freiflächen maßgeblich bestimmen. Hinzu kommen bauspezifische Faktoren wie Energieeffizienz, Materialwahl und technische Ausstattung. Beispielsweise müssen Sporthallen heutzutage meist hohe energetische Standards erfüllen, was sich auf die Auswahl von Dämmmaterialien, Heizsystemen und Fensterflächen auswirkt. Auch die Wahl langlebiger, pflegeleichter Materialien für Böden und Wände sowie eine moderne Lüftungs- und Beleuchtungstechnik sind entscheidend für einen wirtschaftlichen und nachhaltigen Betrieb. Alle diese grundlegenden Faktoren unterliegen diversen gesetzlichen Vorgaben und technischen Richtlinien. Rahmenbedingungen und Zielvorgaben Das Planen und Bauen der öffentlichen Hand ist allgemein einer großen, weiter steigenden Zahl verbindlich zu beachtender Vorgaben unterworfen. Neben den Gesetzen des Bundes und Landes, sind dies bau- und betriebstechnische Anforderungen sowie Vorgaben der Sachversicherer und der Unfallkassen. Neben den einschlägigen Baunormen und Sicherheitsvorschriften gibt es häufig weitere Regelwerke, die im Planungsprozess berücksichtigt werden müssen, um den Betrieb der Sporthallen langfristig sicherzustellen. Für Sporthallen gelten zusätzlich spezielle Normen, etwa DIN 18032-01 bis 06 (Sporthallen), DIN EN 13200-01 bis 06 (Zuschaueranlagen) und DIN EN 14904 (Sportböden). Dazu kommen Beschlüsse kommunaler Gremien wie zum Beispiel des Karlsruher Gemeinderates, die entsprechende Rahmenbedingungen definieren. Durch festgelegte Ziele für Umweltbelange (Klimaschutzkonzept 2030), Nachhaltigkeit, Sicherheit und städtebauliche Integration werden die Weichen für langfristige Planungen und Entwicklungen gestellt. Diese Vorgaben bilden die Grundlage für die strategische Ausrichtung und beeinflussen langfristig die planerische und strukturelle Entwicklung kommunaler Bauvorhaben. Die Wahl der Standards erfüllt allgemein den Aspekt der lebenszyklusorientierten Kostensenkung. Standardsetzungen dienen nicht nur der Reduzierung von Investitionskosten, sondern sollen auch den Einsatz von Ressourcen bei Betrieb, Instandhaltung, Instandsetzung und Rückbau inkl. Verwertung oder Entsorgung optimieren. Ein Gebäude bindet im Rahmen ihrer Nutzungsphase das Mehrfache der Erstinvestition. Dabei wird fortlaufend kritisch hinterfragt, welche Stellschrauben der Qualität das günstigste Kosten-Nutzen-Verhältnis aufweisen. – 3 – Eine Gegenüberstellung der Rahmenbedingungen ist der Anlage 1 beigefügt. Aus dieser ist ersichtlich, welchen Leitlinien und Vorgaben das Planen und Bauen der Stadt Karlsruhe folgt. Welche Regelungen mit welchem Umfang umgesetzt werden, wird bei jedem Projekt im Vorfeld abgewogen. Zur Optimierung und Vereinheitlichung der Planung hat die Stadt Karlsruhe diese Rahmenbedingen in den Leitlinien Energieeffizienz und Nachhaltigkeit (GR 2011) zusammengefasst. Diese werden aktuell überarbeitet. Baukosten von Sport- und Mehrzweckhallen im Vergleich Eine Sportstätte besteht in der Regel aus mehreren funktionalen und technischen Elementen, die je nach Nutzungskonzept, Standort und Nutzeranforderungen stark variieren können. Um die Kostensituation in Bezug auf die unterschiedlichen Bauvorhaben bzw. Hallentypen angemessen und vergleichbar einordnen zu können, ist es wichtig, diese Vielschichtigkeit der Anforderungen zu berücksichtigen. Die Dimensionierung und das Bauvolumen einer Sportstätte können in Abhängigkeit von ihrem Nutzungskonzept erheblich variieren. Neben den Spielflächen umfassen viele Sportstätten zusätzliche Funktionen wie Gymnastikräume, Hausmeister- und Büroräume sowie weitere Funktionsräume. Insbesondere für Versammlungsstätten (Sporthallen mit Zuschauern) mit hoher Besucherfrequenz sind erweiterte Flächen für Tribünen, Eingangsbereiche, zusätzliche Umkleiden, Sanitäranlagen sowie Cateringbereiche oder großzügige Foyers erforderlich. Diese konzeptionellen Unterschiede nehmen maßgeblichen Einfluss auf die Höhe der Baukosten und die Anforderungen an die technische Ausstattung. Nachfolgend sind zentrale Einflussfaktoren aufgeführt, die maßgeblich die Kostenstruktur beim Bau bestimmen: • Sportflächen: Die Größe und Anzahl der Spielfelder werden durch die jeweiligen Sportarten definiert (z. B. Turnhalle, Einfeld-, Zweifeld-, Mehrzweckhalle, spezielle Hallen für Ballsportarten, Ligabetrieb etc.). • Zusätzliche Nutzflächen: Gymnastikräume, Umkleiden, Büroräume, etc. • Beleuchtungssysteme: Die Beleuchtung wird auf die spezifischen Anforderungen der vorgesehenen Sportarten und die benötigte Lichtintensität abgestimmt. • Belüftung und Klimatisierung: Belüftungs- sowie Klimasysteme werden nach dem Nutzungsprofil und unter Berücksichtigung energetischer Vorgaben geplant und implementiert. • Technische Einrichtungen: Sportgeräte, digitale Anzeigesysteme sowie Beschallungsanlagen. • Zugangs- und Sicherheitsinfrastruktur: Eingangsbereiche, Fluchtwege und umfassende Brandschutzmaßnahmen. • Standortabhängigkeit: In Ballungsräumen werden verstärkt groß dimensionierte, multifunktionale Hallen benötigt, während im ländlichen Raum häufig kleinere, spezialisierte Hallen konzipiert werden. Die tatsächlichen Kosten des Bauwerks hängen maßgeblich von den spezifischen Komponenten, der technischen Ausstattung, der Nutzungsintensität sowie den standort- und nutzungsabhängigen Anforderungen ab. Betrachtet man reine Sporthallen, beschränkt sich der Vergleich auf die Netto- Sportfläche mit den notwendigen Umkleiden, Geräteräumen und Sanitäranlagen sowie auf die notwendige Erschließung. Erweiterte Raumprogramme und Nutzungsanforderungen wie Zuschauerbereiche, Ligaanforderungen etc. führen in der Gesamtbetrachtung zu größeren Bauwerken mit aufwändigerer Ausstattung. So wurden z. B. bei der Lina-Radke-Halle ca. 2.200 m² Mehrflächen für Tribünen, Catering und Ligabetrieb errichtet. Zusätzlich zu den hierfür angefallenen Baukosten fielen auch Mehrkosten beim Ausbau und bei der Ausstattung von ca. 10 % der Gesamtkosten an. – 4 – Die Sportstätten, die in den vergangenen Jahren in Karlsruhe errichtet oder saniert wurden, weisen alle erweiterte Nutzungskonzepte auf. Somit berücksichtigt der Vergleich der Baukosten bezogen auf die reine Sporthallenfläche nach den Kategorien Einfeldhalle, Zweifeldhalle oder Dreifeldhalle diese unterschiedlichen Rahmenbedingungen nicht in ausreichendem Maße. Um dem tatsächlichen Bauvolumen und dem funktionalen Gesamtzuschnitt der Gebäude besser gerecht zu werden, werden in der Praxis die gesamte Brutto-Grundfläche (BGF) als Bezugsgröße verwendet. Um eine Vergleichbarkeit von Baukosten zwischen den einzelnen Projekten sicherzustellen, ist des Weiteren eine einheitliche Abgrenzung der vergleichbaren Kostenbestandteile erforderlich. Das Baukosteninformationszentrum Deutscher Architektenkammern (BKI), das standardisierte Baukostendaten bereitstellt, zieht für den bundesweiten Kostenvergleich vor allem die Kostengruppen 300 (Baukonstruktion) und 400 (Technische Anlagen) gemäß DIN 276 heran. Diese Kostengruppen umfassen die wesentlichen Baukosten für die Errichtung der Sporthalle, also die Bauwerkskosten für die tragende und technische Infrastruktur. Weitere Kostenbestandteile wie Grundstückskosten (KG 100), Außenanlagen (KG 500) oder Baunebenkosten (z. B. Honorare, Gutachten, etc. KG 700) variieren stark je nach Projekt, Standort und kommunaler Praxis und sind für die Einschätzung von Kostengrößen nur eingeschränkt geeignet. Außerdem muss bei Preisangaben an den verschiedenen Standorten auch ein zusätzlicher Regionalfaktor zum Vergleich eingerechnet werden, der ebenfalls vom BKI ermittelt wird. Statistisch ermittelte Baukosten liegen in strukturell schwachen Regionen bundesweit betrachtet bis zu 40% unter den Preisen in wirtschaftlich besser aufgestellten Regionen. Karlsruhe liegt hier im oberen Bereich der Baukosten. In dem vorliegenden Vergleich wurden daher ausschließlich die KG 300 + 400 einbezogen, um eine sachgerechte Vergleichbarkeit herzustellen. In der Anlage 2 beigefügten Tabelle sind die Kostenkennwerte abgerechneter, laufender und geplanter städtischer Sport- und Mehrzweckhallen dargestellt. Zum Vergleich wurden kommunale Sport- und Mehrzweckhallen aus Baden-Württemberg, vergleichbare Projekte von Vereinen und BKI- Werte im Bundesvergleich aufgelistet. Im Rahmen der durchgeführten Kostenanalyse wurden insgesamt 20 Vergleichsobjekte herangezogen. Eine vollständige Auswertung konnte bei 15 Projekten vorgenommen werden. Bei den restlichen 5 lagen uns nicht alle Positionen differenziert vor. Die analysierten Baukosten der Stadt Karlsruhe liegen beim Sport- und Mehrzweckhallenneubau zwischen 3.523 €/m² und 4.283 €/m². Allein die Lina-Radke-Halle weist aufgrund der großen Anzahl zusätzlicher Nutzungsanforderungen einen höheren Kennwert auf. Im Vergleich dazu bewegen sich die ermittelten Werte anderer Kommunen in Baden-Württemberg in einer breiteren Spanne von 3.284 €/m² bis 5.067 €/m². Die BKI-Werte liegen im Bundesvergleich zwischen 2.562 €/m² und 5.255 €/m² (bereinigte Bandbreite). Somit liegen Sport- und Mehrzweckhallenprojekte der Stadt Karlsruhe insgesamt im mittleren Bereich des Vergleichsspektrums. Gesamtkostenbetrachtung Für die umfassende Betrachtung werden in der Stadt Karlsruhe neben den reinen Bauwerkskosten sämtliche relevanten Kostenbestandteile eines Projektes ausgewiesen. Dazu zählen unter anderem unvorhergesehene Ausgaben (UVG), Ansätze für Baupreissteigerungen bis zum mittleren Vergabezeitpunkt, Bauverwaltungskosten sowie alle anfallenden Kosten zur umweltbezogenen Vorbereitung des Baufeldes. Durch diese Erfassung können die Gesamtkosten gegenüber der von anderen Kommunen ausgewiesenen Kosten teilweise höher erscheinen. Die Ausweisung dieser relevanten Kostenbestandteile ist für eine belastbare Kostenkommunikation eines Bauprojektes notwendig und unterstützt eine verlässliche Haushaltsplanung bei Bauprojekten. – 5 – Ein Projektauftrag für eine neue Sport- oder Mehrzweckhalle sowie die wesentlichen Anforderungen an die Nutzung werden vorab vom Schul- und Sportamt definiert. Diese Vorgaben bilden die Grundlage für die Ausarbeitung der Planung. Im Fall einer bundesligatauglichen Basketballhalle (Lina-Radtke-Halle) hat der Oberbürgermeister die Planung in Auftrag gegeben. Aktuell sind folgende Sporthallen, zu verschiedenen Planungsständen, beim Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft in Bearbeitung. • Hebelschule – Überarbeitete Planung, Reduzierung des Raumprogramms, keine Versammlungsstätte, keine Zuschauertribüne, LHP3 / Kostenberechnung in Endabstimmung • Südend- und Kimmelmannschule – reine Schulsporthalle / Gymnastikhalle, Reduzierung des Raumprogramms, LPH2 / Kostenschätzung in Arbeit • Sporthalle Oberwaldschule Aue, Sporthalle Heinrich-Köhler-Schule, Sporthalle Max-Planck- Gymnasium, Sporthalle Weiherwaldschule – Systemsporthallen, Machbarkeitsstudie, aufgrund der Haushaltslage derzeit ruhend • Werner-von-Siemens Schule, Machbarkeitsstudie Sanierung, aufgrund der Haushaltslage derzeit ruhend Die Projekte werden in Abhängigkeit der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel weiterbearbeitet. Zukunftsperspektiven im Hinblick auf die Reduzierung der Gesamtkosten Im Grundsatzbeschluss zur nachhaltigen Modernisierung städtischer Gebäude (Vorlage Nr. 2020/1293) wurden bereits im Jahr 2020 zentrale Optimierungsansätze formuliert, mit dem Ziel, den Ressourcenverbrauch und weitere negative Auswirkungen mittelfristig zu reduzieren. Diese Vielzahl anstehender Bauprojekte kann nur durch eine klare Prioritätensetzung und unter Berücksichtigung eines suffizienten, nachhaltigen und ressourcenschonenden Bauansatzes realisiert werden. Dabei ist die Einbeziehung von Folgekosten in Bau und Betrieb von großer Bedeutung. Die überwiegende Anzahl kommunaler Bauaufgaben wird sich auch zukünftig im Bestand darstellen. Derzeit sind ca. 75% der Baumaßnahmen im Bestand verortet. Der Grundsatz der Suffizienz hat sich als ein wesentlicher, teils sogar entscheidungsleitender Faktor in der kommunalen Bauplanung etabliert. Im Rahmen dieser Strategie werden gezielt Optimierungen in den Planungs- und Bauprozessen umgesetzt. Suffizienzansatz: • Förderung eines bewussten Ressourcen- und Flächeneinsatzes • Planung einer Minimallösung; Flächenreduzierung • Bestand vor Neubau • Nutzung grauer Energie: Wiederverwendung von bereits vorhandenem Baumaterial und Ressourcen, wo dies möglich ist Bauprogramme und Standardoptimierungen: • Einsatz standardisierter Bauprogramme • Neubewertung bestehender Planungen: Überprüfung bereits vorliegender Planungen auf Möglichkeiten zur Vereinfachung und Kosteneinsparung. • Suffizienzchecks nach Wettbewerben und in der Leistungsphase 2 (LPH 2) zur Qualitätssicherung und Kostenkontrolle • Überprüfung und gegebenenfalls Anpassung von Anforderungen an DIN-Normen, Erweiterung des Katalogs für Abweichungen von DIN-Normen • Vereinheitlichung technischer Infrastrukturen • Low-Tech-Ansätze: Nutzung technischer Lösungen mit geringerer Komplexität, um Bau- und Betriebskosten zu reduzieren. – 6 – Prozessoptimierungen: • Überprüfung und Vereinfachung der Planungs- und Bauprozesse • Richtlinie Bauprozesse (GR-Beschluss Vorlage Nr. 2024/1315) frühzeitige und integrierte Planung Innovative Finanzierungsinstrumente: Einsatz von Contracting-Modellen, beispielsweise bei Photovoltaik-Anlagen, um Investitionskosten zu senken und nachhaltige Energieversorgung zu fördern. Pilotprojekte in serieller Bauweise: Standardisierte Bauweisen bei Einfeldhallen, um Effizienz und Kosteneinsparungen zu realisieren. Überarbeitung der Leitlinien: Die Leitlinien für Energieeffizienz und Nachhaltigkeit werden aktuell überarbeitet, mit dem Ziel einer deutlichen Straffung der Leitlinie. Die Aktualisierung wird Ende 2025 den Gremien zur Beratung vorgelegt. Durch diese Maßnahmen strebt die Stadt Karlsruhe an, die Baukosten für Sport- und Mehrzweckhallen nachhaltig zu reduzieren, ohne die Funktionalität der Anlagen zu beeinträchtigen. Ziel ist es, eine nachhaltige, kosteneffiziente und zukunftsfähige Infrastruktur für den Sportbereich zu schaffen. Grundsätzlich unterliegen alle verwaltungsinternen Regelungen dem übergeordneten Ziel, den städtischen Haushalt nachhaltig über den gesamten Lebenszyklus von Gebäuden hinweg zu entlasten. Im Mittelpunkt steht ein gesamtwirtschaftliches Denken, das nicht nur die Investitionskosten, sondern den gesamten Lebenszyklus städtischer Sporthallenbauten in den Blick nimmt. Dabei werden insbesondere Kriterien des Lebenszyklus, der Nachhaltigkeit sowie der langfristigen Ressourceneffizienz berücksichtigt. Nur durch eine ganzheitliche Betrachtung von Planung, Bau, Betrieb und Nutzung können wirtschaftlich tragfähige, ressourcenschonende und zukunftsfähige Lösungen für die kommunale Sportinfrastruktur geschaffen werden.

  • Anlage 1
    Extrahierter Text

    ₅₀ ⁻

  • Anlage 2
    Extrahierter Text

  • Protokoll GR 16.-18.12.2025 TOP 20
    Extrahierter Text

    Niederschrift 18. Plenarsitzung des Gemeinderates 17. Dezember 2025, 09:00 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus am Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup Punkt 20 der Tagesordnung: Baukosten in Karlsruhe: Sporthallen Antrag: CDU Vorlage: 2025/0321 Punkt 20.1 der Tagesordnung: Baukosten in Karlsruhe: Sporthallen: Karlsruher Baustan- dards wieder an gesetzliche Vorgaben anpassen Ergänzungsantrag: CDU Vorlage: 2025/0321/1 Beschluss: Das Thema wird in einem Workshop weiterverfolgt. Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkte 20 und 20.1 zur Behandlung auf und verweist auf die erfolgte Vorberatung im Bauausschuss am 18. September 2025, verwiesen aus der Gemeinderatssitzung vom 27. Mai 2025 (20.1). Stadtrat Hofmann (CDU): Vielen Dank, guten Morgen zusammen, ich denke, wir haben ja das Thema schon sehr oft hier auch im Rat besprochen. Es geht um die Baukosten insge- samt und vor allem, wir wissen nicht erst seit unseren Weißbuch-Schulen, in welchem Zu- stand unsere Schulgebäude sind und auch dabei unsere Sporthallen sind. Von daher plä- dieren wir auch schon sehr lange und haben das immer wieder auch mit Anträgen ver- sucht. In unserem Antrag ist ja auch eine Liste drauf, was man da machen kann und wie andere Kommunen uns das vormachen. Deswegen sehen wir es wirklich als sehr zielfüh- rend an, wenn man versuchen würde, mit der Auslagerung des Schulhausbaus eine Effi- zienzsteigerung zu bekommen, vor allem aber auch den Blick auf das Wesentliche. Deswe- gen habe ich den Antrag auch mit den Baukosten an Karlsruher Sporthallen mit aufrufen lassen. Wir haben dort sehr eindrucksvoll dargestellt auch wenn man die unterschiedlichen Baukosten sieht, die man natürlich nicht eins zu eins vergleichen kann, ja in den Hallen, aber es doch schon, glaube ich, ein Fingerzeig ist, wo man vielleicht deutlich zielführender und kostensparender auch bauen kann. Denn ob jetzt Heidelberg ja oder andere Beispiele, ich meine, so weit weg ist es nicht, es ist auch Baden-Württemberg. Von daher denken wir, dass wir einen großen Schritt machen könnten, wenn wir den Schulhausbau, der uns – 2 – ja auch in den nächsten Jahrzehnten immer weiter beschäftigen wird, weil wir dort jetzt gerade im Bereich des Ganztagesausbaus auch immer wieder anflanschen müssen, neu konzipieren müssen. Wir haben unterschiedliche Schülerzahlen und ich denke, dass insbe- sondere, wenn man an Sanierungen, aber auch an Neubau geht, über eine Modulbau- weise diskutieren muss. Dies ist natürlich in einem eigenen Amt, das wir noch nicht haben, wesentlich einfacher durchzuführen unserer Ansicht nach, als wenn man versuchen würde, wie man das im großen Bau macht. Das sind zwar auch Spezialisten, das soll jetzt gar nicht heißen, dass das nicht funktioniert. Von daher würden wir versuchen, diesen Weg neu zu gehen, dass wir die Auslagerung des Schulausbaus in eine eigene Abteilung entsprechend, wo dann die Verantwortung aber auch ganz klar bei dem Schulamt liegt und bei den ver- handelnden Personen vor Ort, die nämlich auch bedarfsgerecht schnell da agieren können, danke schön. Stadtrat Dr. Cremer (GRÜNE): Mir entschließt sich das wirklich nicht, wie jetzt ein neues Amt das schneller machen sollte. Wir hatten ja auch schon einige Anträge heute diskutiert, dass Gesellschaften zusammengelegt werden sollten, um Effizienzen zu heben. An der Stelle soll eine Teilung das Ganze effizienter zu machen. Das ist noch nicht gut erklärt und das andere auch, diese Standards, die Diskussion, die immer wieder aufgemacht wird. Zu- erst einmal müssen wir festhalten, dass in der Vergangenheit zumindest dieser Gemeinde- rat auch durchaus mit Mehrheiten von sehr sportbegeisterten Menschen sich Sporthallen gewünscht hat, der ein ausführliches Programm hatte und damit natürlich auch teure Bau- kosten hatte. Es ist natürlich so, wenn wir erst einmal nur Fläche und Kosten vergleichen, dann waren wir vergleichsweise teuer. Man muss halt etwas tiefer reinschauen. Die Dinge sind halt manchmal etwas komplexer und komplizierter und nicht durch eine oberflächliche Analyse nur zu beurteilen. Natürlich wünschen wir uns auch, dass wir möglichst kosteneffi- zient bauen. Deswegen ist es durchaus immer aller Ehren wert, zu schauen, wo wir die Sa- chen besser machen können, wo wir tatsächlich auch ein einfaches Programm realisieren können. Aber darauf müssen wir uns auch hier einigen. Ganz wichtig ist, uns dabei festzu- halten, wobei wir keine Abstriche machen wollen, ist beim Klimaschutz. Das heißt hier Leichtbauhallen sozusagen mit einer Pappdecke und einer Pappwand zu bauen, wird mit uns nicht gehen. Das wird auch langfristig die Kosten der Gebäudenutzung so dramatisch erhöhen, dass das ein Pyrrhussieg wäre, wenn wir dann billig bauen würden und im Unter- halt wahnsinnig viel bezahlen würden und darüber hinaus noch das Klima schädigen. Da- mit wollen wir nicht mitmachen, danke schön. Stadtrat Dr. Fechler (SPD): Der Antrag der CDU greift eine Idee der SPD, die schon ein paar Jahre alt ist, auf, und von daher können wir der Idee weiterhin viel Charme abgewinnen. Wir haben einen Investitionsstau, insbesondere im Bereich der Schulen, weil es anderen Kommunen schlechter geht. Wenn wir nach NRW gucken oder auch in andere Teile unse- res Landes, heißt es ja nicht, dass wir hier nicht aktiv werden müssen und sollen. Für uns ist das die Investition in die Zukunft, Investition in Bildung und Digitalisierung. Und wir sehen in einer entsprechenden Struktur, wie der Kollege Hoffmann es aufgeführt hat, Möglich- keiten, Potenziale zu heben. Hierbei geht es uns ja nicht um eine Amtsstruktur, sondern wir wollen eine möglichst agile Struktur. Und die sehen wir eben in der Form eines Eigen- betriebs oder einer GmbH, auch möglicherweise mit Möglichkeiten, ich verweise jetzt ein- mal auf Heilbronn, da gibt es einen finanzkräftigen Sponsor, der das Thema Digitalisierung vorangetrieben hat oder vorantreibt im schulischen Bereich, dass wir hier möglicherweise auch Menschen für das Thema Bildung in unserer Stadt begeistern können. Und ich glaube, wenn ich jetzt auch als Privatmann sprechen darf, das wäre ein Bereich, wenn ich – 3 – entsprechende Geldmittel hätte, in das ich mich gern engagieren würde und hier auch die- sen Drive aufzugreifen, auch in Verbindung mit dem Sondervermögen, das für uns ganz klar in diesem Bereich Bildung und Digitalisierung gehört. Da wären wir also auf jeden Fall dabei und würden gern dieses Thema weiter vorantreiben, vielen Dank. Stadtrat Seidler (AfD): Vom Prinzip her beißt sich ja der Antrag der CDU mit dem, den sie später stellen wird, nämlich der Zusammenlegung von Ämtern. Also das ist irgendwie nicht ganz schlüssig. Wir haben ja im neu formierten, neu organisierten Bauausschuss ja jetzt ein Instrument des Bau-Controllings, wo es vielleicht auch mehr Verständnis für die Kostentrei- ber und für die Bauabläufe für Gemeinderatsmitglieder geben wird, weil ich meine letzt- endlich, Daniel Fluhrer sagt immer, wir planen das, was ihr bestellt, und das kostet es dann auch. Und wenn dann eine Halle 18 Millionen kostet, dann hat das halt damit zu tun we- gen Holzbauweise, Bauen im Bestand in einer Halle. Da kann ich nicht über modulare Bau- weise reden. Wir haben Bauvorhaben für die Zukunft, wo wir durchaus die Möglichkeit hätten, eine modulare Bauweise zu testen, zum Beispiel da an der Stuttgarter Straße. Da ist ein neu erschlossenes Gelände, eine platte Fläche, wo man auch durchaus zwei oder drei Meter hin und her gehen kann, mit Standardbauachsen arbeiten kann, kostengünstiger werden kann. Das setzt aber wiederum voraus, dass die Wunschliste der beteiligten Sport- vereine und anderen Akteuren dann auch nicht zu groß wird. Und wenn die wieder zu groß wird, dann wird wieder die Bauaufgabe sehr kompliziert, und dann schreien wieder alle, alles zu teuer. Also ich werbe dafür, dass man sich vielleicht mal mehr auf ein Fallbeispiel, wo man wirk- lich einmal modulares Bauen testen würde, konzentriert und da einmal guckt, kosten- und termintreu zu bleiben. Und was jetzt eine neue Baugesellschaft anbelangt, die sich nur mit Stadtteilen anbelangt, ja, das mag bei anderen Städten klappen. Wir haben immerhin eine städtische Beteiligung, die was vom Bauen versteht. Das ist die Volkswohnung. Die Volks- wohnung, die baut zwar Wohn- und Gewerbebau und nicht Schule, aber sie verstehen was vom Bauen. Das heißt also, ich könnte mir theoretisch vorstellen, dass vielleicht für be- stimmte Aufgaben auch man da die Volkswohnung mit einbezieht, wenn sie die Ressour- cen hat. Das kann ich nicht beurteilen, aber die verstehen wenigstens was vom Bauen. Aber dann neue Gesellschaften zu implementieren und aufzubauen, das erscheint mir in der derzeitigen Haushaltslage nicht zielführend. Und es dauert ja auch wiederum Zeit, bis das Ganze läuft. Es ist ja nicht so, dass denn die vielen Millionen, die jetzt vom Sonder- fonds, vom Bund ausgeschüttet werden, nur irgendwie schneller verbaut werden können und kostengünstiger verbaut werden können. Also gewisse Sympathien habe ich. Der Vorsitzende: Herr Stadtrat, die Redezeit. Stadtrat Seidler (AfD): Entschuldigung, dann höre ich auf. Dann sage ich also, wir müssen leider den Antrag ablehnen, danke schön. Der Vorsitzende: Wir sind ja jetzt in den drei Minuten drin, weil es außerhalb der Redezeit läuft, aus dem Haushalt. Stadträtin Berghoff (Die Linke): Danke schön, grundsätzlich haben wir, Überraschung, er- staunliche Sympathien für den Antrag der CDU, aber, und jetzt kommt das Aber, also die Konzentration eines einzelnen losgelösten Bereichs aus den Schulhausbau, da sehen auch wir die Möglichkeit einer Effizienzsteigerung, weil ich glaube, wir müssen uns auf dieses – 4 – Thema ganz massiv konzentrieren in den nächsten Jahren. Wir sehen aber auch und teilen die Argumente, die von der GRÜNEN-Fraktion gerade eingebracht wurden, wenn wir so- was angehen, müssen wir das zwingend innerhalb der Amtsstruktur lösen. Eigenbetriebs- gründung lehnen wir ab, und da sehe ich jetzt eine Differenz von dem, was gesagt wurde, zu dem, was im Antrag steht. Und daher müssen wir das trotz Sympathien ablehnen. Stadtrat Hofmann (CDU): Vielen Dank noch einmal, ich bin jetzt doch schon ein bisschen überrascht bezüglich meiner Ausführungen, dass das als oberflächliche Analyse dargestellt wird, ich dann als Sportlobbyist, der hier entsprechend Hallen gefordert hat. Diese Hallen sind, glaube ich, von mir sehr stark immer wieder kritisiert worden, die Baukosten. Ich denke hier an die Europahalle, ich denke hier auch an das Schulzentrum in Oberreut, das ich immer wieder vehement hier auch kritisiert habe. Von daher hat man mich vielleicht da auch nicht mit gemeint. Grundsätzlich beißt es sich auch nicht, überhaupt nicht, denn es soll eine Effizienzsteigerung geben. Ob dies jetzt in einen Eigenbetrieb ausgelagert wird, das war gar nicht das Ziel. Ich würde das Ganze eher, die Fachleute eben im Bereich der Schule andocken, denn die wissen dann genau, wo ist der entsprechende Bedarf. Da soll diese zielorientierte Bauweise eben dann entsprechend auch vorhanden sein. Und dort soll auch eine Effizienzsteigerung dann dadurch erfolgen, dass man sich nicht extern immer wieder das rausnimmt, sondern das praktisch im eigenen Amt dann entsprechend machen kann. Und bei aller Liebe, ich weiß ja nicht, ob man sich einmal zumindest die Zahlen angeschaut hat. Und wenn ich einfach sehe, dass wir hier jetzt in Oberreut mit 36 Millionen für 6.000 Quadratmeter gebaut ha- ben oder die Lina-Radke-Halle mit 21 Millionen für 5.000 Quadratmeter und dann aber gleichzeitig zum Beispiel eine Halle in Stuttgart gebaut wird für 16 Millionen mit 3.500 Quadratmetern, dann muss ich mir doch schon einmal die Frage stellen, ob wir alles richtig machen. Und da ist es zwar richtig, diesen Satz, den höre ich auch immer wieder, dass un- ser Amt nur das plant, was wir bestellen, aber wir bestellen das teilweise auch nicht. Ich kritisiere auch weiterhin, dass wir jetzt an der Südendschule eine Sporthalle für 9,5 Millio- nen bauen wollen, eine Einfeld-Sporthalle, eine Minisporthalle. Das würde anders gehen meiner Ansicht nach. Das würde in einer Modulbauweise anders gehen, und ich glaube einfach, dass das Verständnis von einem schulinternen Amt dort anders wäre, und dann könnte auch das, was wir bestellen..., denn wir bestellen ja nur eine Halle. Wir wollen eine Sporthalle dort haben, wir bestellen sie nicht in diesen entsprechenden Ausführungen. Und deswegen sind wir eben der Meinung, dass es Sinn machen würde, dies entsprechend dann dort zu verankern, wo auch die Fachkompetenz ist. Und es ist noch mehr, wenn ich in den Bereich dann gehe, ja zum Beispiel Ganztagesbetreuung, wo man entsprechend an- bauen muss oder wo man auch neu bauen muss, danke schön. Stadtrat Dr. Fechler (SPD): Jetzt bin ich wiederum irritiert vom Kollegen Hoffmann, weil der Antrag als solches jetzt komplett verwässert wird. Also für uns ist einmal ganz klar, dass die Kompetenz dahin gehört, wo sie auch hingehört, nämlich bei den Leuten, die bauen. Und es ist zweifelsfrei notwendig, dass es da eine fachliche Beratung gibt, wie bei anderen Din- gen auch, dass die Nutzer entsprechend eingebunden werden, aber das Ganze in der jetzt angedachten Amtsstruktur geht aus unserer Sicht nicht. Also es muss aus unserer Sicht ganz klar der Fokus auf das Thema Bauen von Schulen gelegt werden. Und die Restriktion, von denen der Herr Hofmann gesprochen hat, das resultiert ja aus Standards, also Stan- dards, die bekanntermaßen auf Landesebene, auf Bundesebene implementiert wurden und werden. Ob der Bauturbo da den großen Durchbruch bringt, das bezweifle ich persönlich – 5 – ein bisschen, aber man kann es ja einmal ausprobieren. Und ansonsten sind es natürlich auch Standards, die wir uns als Rat gegeben haben. Und da kann man dann politisch kont- rovers darüber diskutieren, aber als solches gehört für uns dieses Thema in einen eigenen Bereich, um da auch den nötigen Drive reinzukriegen. Stadtrat Seidler (AfD): Ich spreche mal Herrn Stadtrat Hoffmann direkt an. Also ich schätze Ihr Anliegen, aber so wie Sie argumentieren, muss ich sagen, vom Bauen haben Sie nicht so viel Ahnung, weil wenn Sie vom modularen Bauen reden im Bestand, ja, und glauben, Sie könnten von Achsen..., das geht aber nicht. Wenn Sie praktisch in einem Innenhof ei- ner Schule eine Halle bauen, dann haben Sie eben 21,73 m x 34,40 m oder irgendetwas, und Sie können da nicht mit Standardbauachsen von 5 Meter modular bauen. Was wir aber könnten, man könnte natürlich von der Holzbauweise abrücken und eine andere Bau- weise nehmen, das hat nichts mit modularem Bauen zu tun, dann wird es günstiger. Der Vorsitzende: Also ich habe jetzt noch drei Wortmeldungen. Ich glaube, das nimmt langsam eine Komplexität an. Ich könnte allein auf Ihren Vortrag, Herr Hofmann, Ihnen an drei, vier Stellen recht geben, an drei, vier Stellen widerlegen, dass das aus den Erfahrun- gen genau andersrum ist. Also von daher weiß ich nicht, ob wir diese Diskussion jetzt hier weiterführen sollten oder ob es nicht zeigt, dass es hier einen hohen Diskussionsbedarf gibt zwischen Fachleuten auf der einen Seite aus verschiedenen Bereichen, der Abteilung Bauen bei uns, der Abteilung Schule und Sport, dann die Expertise von Ihnen. Es sind jetzt drei Themen berührt. Ein Thema ist, wer bestellt, und wer legt es am Ende fest. Dann müssen wir von Standards abrücken. Und die dritte Frage ist, brauchen wir eine eigene Organisati- onsform, um effizienter zu sein. Das sind drei erst einmal völlig voneinander getrennte Dinge. die jetzt hier alle so ein bisschen ineinander gehen, und jeder findet dann den Punkt, warum er den CDU-Antrag ablehnt. Ich würde heute gerne es nicht zur Abstim- mung stellen wollen, sondern wir müssen uns einmal vielleicht doch, wer Lust und Zeit hat, sich in einem etwas intensiveren Workshop mit diesen drei Dingen einmal beschäftigen. Passt die Organisationsform noch zu den Ansprüchen? Wo müssten wir uns allgemein über Standards unterhalten? Und wo ist am Ende sozusagen die Federführung in der Verwal- tung oder in einer anderen Organisationsform, um am Ende festzulegen, wann was gebaut wird und wie das begleitet wird? Das sind für mich so die drei Punkte, die sich jetzt hier rauskristallisieren. Und ich würde da wirklich ein Workshop-Format vorschlagen, zu dem wir alle ganz viel beitragen könnten. Jetzt noch die verbleibenden Redner*innen. Stadtrat Gaukel (Volt): Ja, ich kann es, glaube ich, dann etwas kürzer machen. Ich hätte auch ein bisschen geholfen, die Komplexität rauszunehmen, weil an sich ist es eigentlich ein sehr einfacher Antrag, der einfach nur heißt, mit der Zielvorgabe Effizienz und Einspar- potenziale zu identifizieren, prüft die Stadtverwaltung die Möglichkeit zur Einrichtung eines Eigenbetriebs oder einer stadteigenen GmbH für den Bau von Schulgebäuden. Also eigent- lich ist es ja ein recht simpler Antrag, jetzt die Diskussion ist dann doch in sehr vielen Ecken abgebogen, aber letztlich ist es ja jetzt genau, was Sie vorschlagen. Es sollte geprüft wer- den, diskutiert werden, und wir sind da auch definitiv offen für. Es wurden jetzt schon Ge- sellschaften genannt, auch die Stadtwerke bauen selber. Wir haben beim VBK, wo sehr viel gebaut wird und auch da klappt das ja oft gut, weil es dann auch spezifiziert auf diese Sa- chen ist. Von daher ist es sehr gut, wenn wir das dann prüfen und noch einmal diskutieren. Nichts anderes ist ja der Antrag, von daher kann man dem ja heute zustimmen und dann alle weiteren Diskussionen machen wir in andere Runde, wenn wir etwas besser ausge- schlafen sind. – 6 – Stadträtin Berghoff (Die Linke): Vielen Dank, Fabian, ich kann es jetzt noch kürzer machen. Ich kann dem Herrn Oberbürgermeister zustimmen und gehe das mit. Ich hätte sonst jetzt nämlich einen Änderungsantrag eingebracht, der auf die Potenzialanalyse besteht, aber ohne Zielsetzung Eigenbetrieb. Und ich glaube, die Diskussion ist dann der richtige Weg. Stadträtin Döring (KAL): Guten Morgen, vielen Dank auch von meiner Seite. Wir sind in eine ähnliche Richtung gegangen. Es geht heute um eine Konzeption. Das heißt, wir tref- fen weder eine Entscheidung, dass wir irgendwas auslagern oder umstrukturieren oder sonst etwas, sondern wir reden erst einmal drüber. Wir treffen heute auch keine Entschei- dung, was wir wie wann bauen, sondern es soll einfach einmal drüber nachgedacht wer- den. Und deshalb sehen wir da auch keinen Widerspruch zum nächsten Antrag der tiefer- gehenden Prüfung von der Zusammenlegung von Ämtern. Wir sollten vielleicht in gewissen Bereichen einfach grundsätzlich Strukturen einmal überdenken, uns angucken, wo können wir Dinge sinnvoller gestalten, das heißt, vielleicht an der einen Stelle etwas rausnehmen oder extra behandeln, an der anderen Seite vielleicht irgendwo Dinge zusammenführen. Aber beide Anträge wollen aus meiner Sicht, dass wir eben genau diesen Prozess anfan- gen, darüber nachzudenken. Wir hätten heute zustimmen können, wenn Sie uns das zusa- gen, haben wir damit auch keine Schmerzen, vielen Dank. Der Vorsitzende: Ich würde sogar noch weitergehen und sagen, wir diskutieren ja eh im ersten Halbjahr 26 noch einmal, welche vorgezogenen Sport- und Schulbauprojekte wir über diese Bundesmittel abbilden. Und das gibt ja dann so ein Pool an verschiedenen Ge- bäuden, die wir anfassen oder die wir teilweise auch neu bauen wollen. Lassen Sie uns doch konkret diesen Pool einmal angucken und überlegen, welche Standards wollen wir dort haben, was bedeutet das, wie können wir vielleicht das eine oder andere zusammen- fassen. Dank der LuKIFG-Mittel sind wir ja nicht so eingezwängt in die Zwei-Jahres-Rhyth- men, die wir sonst vielleicht manchmal haben. Und wir sind insgesamt ein bisschen flexib- ler. Von daher haben wir noch ein bisschen Zeit, auch über diese Organisationsfrage nach- zudenken und können das verschränken mit der Standardfrage und mit der Frage, wer hat am Ende den Hut auf, um zu entscheiden, was für das einzelne Projekt richtig ist. Ich könnte Ihnen jetzt noch einmal die Genese der Lina-Radke-Halle erzählen. Da kriegen Sie zu all diesen Punkten interessante Aspekte. Und mitunter sind sich auch einzelne Dezer- nate nicht so ganz einig in sich drin, was sie denn eigentlich am Ende vom anderen Dezer- nat bestellen. Das ist eine spannende Geschichte für alle diejenigen, die noch nicht dabei waren, denn da haben wir es einmal so versucht zu tun, wie Sie, Herr Hofmann, sich das von uns gewünscht haben. Aber wir sind nicht so weit gekommen oder es ist anders gelau- fen, so will ich es einmal formulieren, mit einem tollen Ergebnis. Aber das ist sehr hilfreich, um zu verstehen, an welcher Stelle läuft denn hier vielleicht was in eine Richtung, die Sie ursprünglich nicht wollten, die Sie aber fachlich trotzdem richtig finden. Und ich hätte gern auch, dass wir die Verantwortungsübernahme des Gemeinderates für dann die Ausführung einzelner Investitionen noch einmal klären, weil ich bin es langsam ein bisschen leid, im Nachhinein immer aus dem Gemeinderat zu hören, wir seien zu teuer oder irgendwie falsch gewickelt. Also ich habe auch als Verwaltung ein Interesse, dass wir das hinbekom- men, dass nicht am Ende immer im Nachhinein die Investitionsprojekte wieder zerredet werden, sondern es hat immer etwas mit einer klaren Bestellung zu tun, es hat etwas mit Entscheidung des Gemeinderats zu tun, und das müssen wir irgendwie besser abstimmen, weil die Ämter natürlich auch am Ende immer die sind, die sich kritisiert fühlen, obwohl sie letztlich nur das bauen, was irgendwie jemand in Abstimmung mit Gemeinderat bestellt – 7 – hat. Ich schlage Ihnen diesen Workshop vor, ich sehe ganz viele Nicken, dann gucken wir einmal, dass wir das gut organisiert kriegen, vielen Dank. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten – 19. Januar 2026