IQ-Leitprojekt "karlsruhe.digital" - Sachstand und Jahresbericht sowie weiteres Vorgehen
| Vorlage: | 2025/0265 |
|---|---|
| Art: | Informationsvorlage |
| Datum: | 09.04.2025 |
| Letzte Änderung: | 09.05.2025 |
| Unter Leitung von: | Wirtschaftsförderung |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
Beratungen
- Ausschuss für Wirtschaft und Wissenschaft (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 07.05.2025
Rolle: Kenntnisnahme
Ergebnis: Keine Angabe
Zusätzliche Dateien
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Informationsvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2025/0265 Verantwortlich: Dez. 4 Dienststelle: Wirtschaftsförderung IQ-Leitprojekt "karlsruhe.digital" - Sachstand und Jahresbericht sowie weiteres Vorgehen Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Ausschuss für Wirtschaft und Wissenschaft 07.05.2025 6 Ö Kenntnisnahme Kurzfassung Der Ausschuss für Wirtschaft und Wissenschaft nimmt den Jahresbericht 2024 des IQ-Leitprojektes im Rahmen der Initiative karlsruhe.digital zur Kenntnis. Finanzielle Auswirkungen Ja ☐ Nein ☒ ☐ Investition ☐ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☐ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☐ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☐ Ja ☒ Korridorthema: Wirtschafts- und Wissenschaftsstadt Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Ergänzende Erläuterungen Im Ausschuss für Wirtschaft und Wissenschaft wurden die jeweiligen Jahresberichte der Initiative karlsruhe.digital am 19. Februar 2020 unter TOP 6, am 25. März 2021 unter TOP 4.2, am 30. März 2022 unter TOP 3.2, am 26. April 2023 unter TOP 2.1 und am 17. Mai 2024 unter TOP 3.2 vorgestellt. Der Bericht dient als Rückblick auf das letzte Jahr, evaluiert den aktuellen Sachstand und gibt einen Ausblick auf anstehende Maßnahmen. Zwischen den Jahresberichten erhielt der Ausschuss regelmäßig Informationen zu aktuellen Entwicklungen der Initiative, insbesondere zum InnovationFestival @karlsruhe.digital, der Bunten Nacht der Digitalisierung und zur neuen Smart City Struktur, die mit dem Amt für Informationstechnik und Digitalisierung entwickelt wurde und nun gemeinsam umgesetzt wird. Zusammenfassung Neben erfolgreichen Maßnahmen innerhalb der Fokusthemen und Eventreihen entwickelte sich die Initiative karlsruhe.digital 2024 strategisch weiter. Die nach den Strategie- und Zukunftsworkshops 2023 aktualisierten neun Expert*innen-Gruppen nahmen 2024 ihre Arbeit auf und begannen mit der individuellen Entwicklung von Visionen, Zielen und Maßnahmen. Auf dieser Grundlage wird das Thesenpapier aktualisiert. Die „ganzheitliche und zielgerichtete Kommunikation“ konnte mit weiterentwickelten und neuen Formaten die Reichweite steigern und begleitete die anderen Fokusthemen sowie die dritte Bunte Nacht der Digitalisierung unterstützend. Einen besonderen inhaltlichen Fokus legte sie auf Smart-City- Thematiken und den KI-Standort. Die Fokusthemen „Gewinnung von Fachkräften“ und „Stärkung und Beschleunigung des Konsortiums“ konnten maßgebliche Erfolge durch den Besuch von 27 Fachkräftemessen, Recruitainment-Events, weiteren Networking-zentrierte Veranstaltungen und deren kommunikative Begleitung durch Plakat- und Social-Media-Kampagnen erzielen. Die dritte Bunte Nacht der Digitalisierung mit 65 Partnern und rund 250 Programmpunkten machte erneut Digitalisierung in und aus Karlsruhe für ein breites Publikum sicht- und erlebbar. Die gemeinsame Abschlussveranstaltung wurde gemeinsam mit der KI-Allianz Baden-Württemberg umgesetzt. Seit 2023 ist karlsruhe.digital gemeinsam mit dem Amt für Informationstechnik und Digitalisierung für die Smart City Karlsruhe zuständig. karlsruhe.digital verantwortet die Kommunikation sowie die Stärkung des Ökosystems mit der Einbindung von Wissenschaft und Wirtschaft. 2024 konnte die Smart City Karlsruhe auf zahlreichen Events und Panels wie beispielsweise der Smart Country Convention in Berlin oder dem Smart City Expo World Congress in Barcelona positioniert werden. Die eigene Webseite bei karlsruhe.digital wurde ausgebaut. Für die Initiative karlsruhe.digital wurden auch 2024 250.000 Euro netto durch den Gemeinderat bereitgestellt. Gleiche finanzielle Mittel in Form von Sach- und Dienstleistungen sowie Eventsponsoring steuerte die Karlsruher Wirtschaft bei. Im Folgenden werden der Inhalt des Jahresberichts 2024 sowie der Ausblick für 2025 erläutert. Inhalt des Jahresberichts aus dem Jahr 2024 Dem Jahresbericht wird eine Management Summary vorangestellt. Anschließend informiert er über Hintergrund und Zielsetzung der Initiative und geht dann im Detail auf die Fokusthemen ein. Es wird verdeutlicht, dass das Fokusthema „Ganzheitliche und zielgerichtete Kommunikation“ (ab Seite 6) mit einer systematischen Kommunikationsstrategie die Stärken des Standortes kommunikativ bündelt, die Arbeit der anderen Fokusthemen sowie Maßnahmen unterstützt und so die Positionierung Karlsruhes als Motor der Digitalisierung einer souveränen und zukunftsfähigen – 3 – Gesellschaft ermöglicht. Als Kommunikationskanäle werden dabei sowohl digitale Optionen, wie Social-Media-Kanäle und die eigene Website mit Blog-Bereich, als auch – vor allem Event-bezogen - analoge Maßnahmen wie Plakatierungen und Anzeigen genutzt. Die Reichweiten der Website inklusive Blogbereich sowie der Social-Media-Kanäle konnten gesteigert werden. 2024 rückte die Kommunikation rund um die Smart City Karlsruhe und den KI-Standort verstärkt in den Fokus. Verschiedene Event-, Projekt- und Medienpartnerschaften sowie Messeauftritte rundeten die Umsetzung der Kommunikationsstrategie ab. Das Kapitel zum Fokusthema „Gewinnung von Fachkräften“ (ab Seite 10) beinhaltet die Darstellung der 17 besuchten teils überregionalen Fachkräftemessen und deren Ergebnisse im Sinne von erzielten Gesprächen, Leads, Interviews und Aufnahmen in den Bewerberpool des CyberForums. 2024 wurden mehr Veranstaltungen und Fachkräftemessen besucht als im Vorjahr. Während die Anzahl der Gespräche nahezu gleich blieb, konnten die Leads, Interviews und vor allem Aufnahmen in den Bewerberpool im Vergleich zu 2023 deutlich gesteigert werden. Neben klassischen Messen wurde die Zielgruppe über Stände auf Afterwork-Veranstaltungen, Kaminabenden, Vorträgen und über Info- Stände an Hochschulen erreicht. Eine neue Form der digitalen Direktansprache erfolgt mittels des Tools „LinkedIn-Recruiter“. Erstmals wurden die Kommunikationsmaßnahmen um eine Plakataktion im Vorfeld am Messestandort ergänzt. Der Mix aus unterschiedlichen Plattformen und Formaten hilft, Fachkräfte für den Standort Karlsruhe zu gewinnen. Erfreulich ist, dass zwei Drittel der Kandidatinnen und Kandidaten, die in den Bewerberpool aufgenommen werden konnten, nicht aus Karlsruhe stammen. Dies verdeutlicht das große überregionale Interesse an Karlsruhe als attraktiven Arbeitsort. Die Inhalte zum Fokusthema „Stärkung und Beschleunigung des Konsortiums“ (ab Seite 12) konkretisieren die Struktur und die Art der Zusammenarbeit der Initiative und ihres Konsortiums. Der Bericht zeigt die strategische Weiterentwicklung durch die Arbeit an einem gemeinsamen Thesenpapier, wie sich der Steuerkreis und die Expert*innen-Gruppen der Initiative karlsruhe.digital aktuell zusammensetzen und welche Aufgaben beziehungsweise Aufträge die Geschäftsstelle und die Expert*innen-Gruppen 2024 umsetzten. Zur Stärkung des Konsortiums trugen, neben den Vorsitzenden-, Steuerkreis- und Expert*innen-Gruppen-Treffen, die Bunte Nacht der Digitalisierung und weitere gemeinsame Projekte im Rahmen der KI-Allianz Baden-Württemberg, des Open Data Hackathons oder auch der Smart City Karlsruhe bei. Das Fokusthema „Ansiedlung und Entwicklung von Unternehmen“ (Seite 17) wurde zugunsten der dringenderen Fachkräfteakquise bisher zurückgestellt, da die Ansiedlung und Entwicklung von Unternehmen stark von der Verfügbarkeit qualifizierter Fachkräfte abhängen. Erste Maßnahmen zur Gewinnung neuer IT- und Digitalunternehmen wurden durch das InnovationFestival und gezielte Kommunikationsmaßnahmen, etwa rund um den Smart Production Park, initiiert. Die Bunte Nacht der Digitalisierung (ab Seite 18) war 2024 das Highlight-Event der Initiative karlsruhe.digital und bot mit 65 Partnern und über 250 Programmpunkten interaktive Einblicke in die Karlsruher Digitalszene. Ziel war es, Digitalisierung erlebbar zu machen und den Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und Verwaltung zu fördern. Das Event wurde von namhaften Sponsoren wie L-Bank, Sparkasse Karlsruhe, Stadtwerke Karlsruhe und TelemaxX unterstützt und bot kostenfreien ÖPNV. Die Veranstaltung erhielt positives Feedback, insbesondere für die Organisation, die Vielfalt der Partner und Programmpunkte und die starke Präsenz in den sozialen Medien. Die nächste Bunte Nacht der Digitalisierung ist für 2026 vorgesehen. Als ein bedeutender thematischer Eckpfeiler des Digitalstandortes Karlsruhe mit herausragender Expertise folgt im Jahresbericht ein Kapitel zum KI-Standort Karlsruhe (ab Seite 20). Dieses zeigt die wichtigsten Maßnahmen, Events, Highlights und Entwicklungen zum Digital Hub für Angewandte Künstliche Intelligenz inklusive dem European Digital Innovation Hub applied Artificial Intelligence and CyberSecurity (EDIH-AICS), zur KI Allianz Baden-Württemberg und zu weiteren KI-Initiativen und - Projekten und deren Einbindung in die Initiative karlsruhe.digital auf. – 4 – Passend dazu verdeutlichen die Auszeichnungen und Entwicklungen aus dem Netzwerk (Seite 23) rund um karlsruhe.digital die große Bedeutung, die steigende öffentliche Wahrnehmung und die vielschichtige Weiterentwicklung Karlsruhes: Das CyberLab Karlsruhe feierte das 20-jährige Jubiläum des CyberChampion-Awards, bei dem herausragende IT-Start-ups für ihre innovativen Geschäftsideen ausgezeichnet wurden. Beim #CyberLabFestival24 versammelten sich rund 200 Gäste, um die Innovationskraft der Region zu feiern. Im Bereich digitale Bildung wurde die Technik-Initiative technika mit dem technikaLab als Schülerforschungszentrum ausgezeichnet und feierte ihr 10-jähriges Bestehen. Nach der Darstellung der Finanzierung (Seite 24) runden der Ausblick 2025 (Seite 25), die Ableitung von Synergien und Erkenntnissen (Seite 26) sowie die Zusammenfassung und Fazit (Seite 27) den Bericht ab. Ausblick 2025 Auch für 2025 stehen die Fokusthemen „ganzheitliche und zielgerichtete Kommunikation“, „Gewinnung von Fachkräften“ und „Stärkung und Beschleunigung des Konsortiums“ im Mittelpunkt. Für eine „ganzheitliche und zielgerichtete Kommunikation“ wird weiter an der Einbindung der Akteure der Digitalszene gearbeitet und der Digitalstandort sowohl regional als auch überregional und international als Motor der Digitalisierung einer souveränen, zukunftsfähigen Gesellschaft positioniert werden. Weiterhin unterstützt die Kommunikation als Querschnittsthema alle anderen Fokusthemen und Expert*innen-Gruppen. Sie wird dabei gerade die Smart City und den KI-Standort in den Fokus rücken und hier als Ansprechpartnerin und vernetzende Anlaufstelle dienen. 2025 werden die bestehenden Formate wie Fachkräftemessen, Social-Media-Aktionen, Recruitainment-Events sowie Vorträge an Hochschulen vom CyberForum in Kooperation mit karlsruhe.digital fortgeführt, um IT-Fachkräfte auf den Standort aufmerksam zu machen bzw. sie zu binden. Darüber hinaus soll die Zielgruppe noch direkter über Karrierenetzwerke, LinkedIn-Recruiter und Messe-begleitende Plakataktionen adressiert werden. Die strategische Weiterentwicklung wird fortgesetzt. Abgeleitet aus den überarbeiteten Erfolgsdimensionen werden die Visionen der Expert*innen-Gruppen in ein gemeinsames Thesenpapier einfließen, welches in einer der nächsten Sitzungen des Ausschusses für Wirtschaft und Wissenschaft präsentiert werden wird. Folgende Maßnahmen der Expert*innen-Gruppen sind für 2025 bereits geplant: • Bildung: LEARNTEC 2025 mit Gemeinschaftsstand karlsruhe.digital und technika | Technik- Initiative Karlsruhe • Innovationstransfer: Erstellung einer Übersicht zu den aktuellen Akteuren und Maßnahmen im Bereich Forschungstransfer in Karlsruhe und der Region • Digitale Verwaltung & Smart City: Kommunikation und Positionierung der Smart-City-Projekte u.a. bei städtischer Hausmesse, bei Wissenschaftsfestival EFFEKTE, auf dem Smart City Expo World Congress in Barcelona und bei der KIT Science Week, Umsetzung der Open Data Hack Days mit verschiedenen Partnern, Umsetzung der Digitalstrategie, Unterstützung des Projektes Cycle Sense mit Umweltsensoren, Aufbau einer Urbanen Datenplattform, Erweiterung Sensor City, Karlsruhe.App und Digitaler Zwilling inklusive Kommunikation, Analyse der Förderlandschaft und Einreichung gemeinsamer Förderanträge mit lokalen Partnern, Ausbau des Smart City Designs und kurze Projektvideos für die Kommunikation • Menschenzentrierte KI: KI-Mapping zum Standort, KI-Challenge der KI-Allianz • Wissenschaft: Fortführung Projekte rund um Digital Citizen Science, UIG-Tagung – 5 – Das Highlight-Event 2025 ist das InnovationFestival @karlsruhe.digital am 17. Oktober, das als hybrides Event im ZKM und im Rahmen der KIT Science Week stattfindet und den besten digitalen Innovationen aus Karlsruhe und der TechnologieRegion Karlsruhe die große Bühne bietet. Zusätzlich wird der Fokus 2025 auf der detaillierten Analyse von relevanten Rankings und Benchmarks liegen, aus welcher gezielte Maßnahmen für eine verbesserte (inter-) nationale Positionierung und Wahrnehmung des Digitalstandortes Karlsruhe abgeleitet werden sollen. Anlage: Jahresbericht und Evaluation 2024 des IQ-Leitprojektes karlsruhe.digital
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2 Inhaltsverzeichnis Abbildungsverzeichnis ............................................................................................................. 3 Tabellenverzeichnis .................................................................................................................. 3 1 Management Summary ................................................................................................... 4 2 Hintergrund und Zielsetzung ........................................................................................... 5 2.1 Hintergrund ............................................................................................................... 5 2.2 Zielsetzung ................................................................................................................. 5 3 Fokusthemen, Maßnahmen und Ergebnisse .................................................................... 6 3.1 Fokusthema „Ganzheitliche und zielgerichtete Kommunikation“ ................................ 6 3.1.1 Überblick ............................................................................................................. 6 3.1.2 Social Media ........................................................................................................ 6 3.1.3 Website und Blog ................................................................................................ 8 3.1.4 Projekt-, Event- und Medienpartnerschaften ........................................................ 8 3.2 Fokusthema „Gewinnung von Fachkräften“ ............................................................. 10 3.2.1 Überblick ........................................................................................................... 10 3.2.2 Fachkräftemessen .............................................................................................. 10 3.3 Fokusthema „Stärkung und Beschleunigung des Konsortiums“ ................................ 12 3.3.1 Überblick ........................................................................................................... 12 3.3.2 Strategische Weiterentwicklung ......................................................................... 13 3.3.3 Zusammensetzung des Steuerkreises.................................................................. 13 3.3.4 Geschäftsstelle .................................................................................................. 14 3.3.5 Expert*innen-Gruppen (ehemals Arbeitskreise) .................................................. 14 3.3.6 Konsortium und Netzwerk bei der Bunten Nacht der Digitalisierung ................... 17 3.4 Fokusthema „Ansiedlung und Entwicklung von Unternehmen“ ................................ 17 4 Bunte Nacht der Digitalisierung ..................................................................................... 18 4.1 Zielsetzung und Partner ............................................................................................ 18 4.2 Ablauf und Highlights .............................................................................................. 18 4.3 Feedback und Evaluation .......................................................................................... 19 4.4 Eigenmittel durch die Karlsruher Wirtschaft .............................................................. 19 4.5 Fazit und Ausblick .................................................................................................... 19 5 KI-Standort Karlsruhe .................................................................................................... 20 5.1 Digital Hub für Angewandte Künstliche Intelligenz Karlsruhe und EDIH AICS............. 20 5.2 KI-Allianz Baden-Württemberg ................................................................................. 21 5.3 Weitere KI-Initiativen & KI-Projekte ........................................................................... 22 3 6 Auszeichnungen und Entwicklungen aus dem Netzwerk ............................................... 23 7 Finanzierung ................................................................................................................. 24 8 Ausblick 2025 ............................................................................................................... 25 9 Ableitung von Synergien und Erkenntnissen .................................................................. 26 10 Zusammenfassung und Fazit ......................................................................................... 27 Abbildungsverzeichnis Abbildung 1: Übersicht Highlights Kanalentwicklung 2024 ...................................................... 7 Abbildung 2: Aftermovie zur Bunten Nacht der Digitalisierung ............................................... 18 Tabellenverzeichnis Tabelle 1: Kanalentwicklung 2024 ........................................................................................... 7 Tabelle 2: Übersicht Kooperationen 2024 ................................................................................ 9 Tabelle 3: Unterstützungsmaßnahmen im Bereich Kommunikation und Geschäftsstellenaufgaben im Jahr 2024 ................................................................................. 10 Tabelle 4: Übersicht der 2024 besuchten Ausbildungs- und Fachkräftemessen ....................... 11 Tabelle 5: Jahresvergleich Fachkräftemessen .......................................................................... 11 Tabelle 6: Übersicht der Steuerkreismitglieder der Initiative karlsruhe.digital 2024 (Stand Dezember 2024) ................................................................................................................... 13 Tabelle 7: Auflistung der Erfolgsdimensionen und Expert*innen-Gruppen .............................. 15 Tabelle 8: Übersicht der Maßnahmenpakete und des zur Verfügung gestellten städtischen Budgets 2024 ....................................................................................................................... 24 Tabelle 9: Übersicht der für 2025 geplanten Maßnahmenpakete und des zugehörigen städtischen Budgets .............................................................................................................. 24 4 1 Management Summary Die Initiative karlsruhe.digital stärkt Karlsruhe als führenden Digitalstandort und Motor der Digi- talisierung einer souveränen und zukunftsfähigen Gesellschaft. Im Jahr 2024 lag der Fokus auf den zentralen Themenbereichen: ganzheitliche Kommunikation, Fachkräftegewinnung und Stär- kung des Netzwerks. Die Kommunikationsmaßnahmen umfassten einen verstärkten Fokus auf Social Media, Website, Blog und Veranstaltungen. Erfolgreiche Formate wie #DigiWomenKA steigerten die Reichweite, während strategische Partnerschaften und Medienkooperationen Karlsruhe als Innovationsstand- ort weiter positionierten. Die Gewinnung von IT-Fachkräften blieb ein zentrales Handlungsfeld. Mit 27 Veranstaltungen, darunter 17 Fachkräftemessen, gezielten Plakat- und Social-Media-Kampagnen und Recruitain- ment-Formaten wurden Talente für Karlsruhe begeistert. Über 60 % der in den Bewerberpool des CyberForum aufgenommenen Fachkräfte kamen von außerhalb, was das überregionale In- teresse an Karlsruhe als Arbeitsort unterstreicht. Ein Höhepunkt war die Bunte Nacht der Digitalisierung am 7. Juni 2024 mit 65 Partnern und über 250 Programmpunkten. Die Veranstaltung bot interaktive Einblicke in die Karlsruher Digi- talszene, förderte den Austausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Kultur mit der Stadtgesellschaft und zog ein breites Publikum an. Die Expert*innen-Gruppen der Initiative leisteten beispielsweise in den Bereichen digitale Bil- dung, Kunst, menschenzentrierte KI, Smart City und Wissenschaft wertvolle Beiträge zur Weiter- entwicklung des Digitalstandortes und -ökosystems. Zusätzlich wurde der KI-Standort mit Initiativen wie der KI-Allianz Baden-Württemberg, dem Di- gital Hub für Angewandte KI und dem EDIH-AICS durch Vernetzungs- und Kommunikations- maßnahmen unterstützt. Für 2025 sind eine Weiterführung der Kommunikations-, Fachkräfte- und Smart-City-Maßnah- men, der Ausbau des KI-Ökosystems und das InnovationFestival @karlsruhe.digital als zentrale Aktivitäten geplant. Durch gezielte Strategiearbeit und enge Vernetzung wird die Initiative ihre Rolle als Treiberin der digitalen Transformation in Karlsruhe weiter festigen. 5 2 Hintergrund und Zielsetzung 2.1 Hintergrund Der Gemeinderat beauftragte die Stadtverwaltung 2014, ein Gesamtkonzept für die Vermark- tung der “Internethauptstadt” Karlsruhe zu entwickeln. Das Wissenschaftsbüro der Stadt Karls- ruhe wurde mit der Koordination des Gesamtkonzeptes beauftragt. Beim ersten Arbeitstreffen mit Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Wirt- schaft war es Konsens, dass in Zeiten des digitalen Wandels eine reine Vermarktungsstrategie nicht ausreicht, sondern die Thematik ganzheitlich betrachtet werden muss. In einem umfassen- den und kooperativen Ansatz unter Einbindung aller relevanten Akteure der Stadtverwaltung, städtischer Gesellschaften, Wirtschaftscluster und -netzwerke sowie Karlsruher Wissenschafts- einrichtungen und Unternehmen aus dem IT- und Hightech-Bereich wurde in der Folge ein Ge- samtkonzept für den Digitalstandort Karlsruhe entwickelt, aus dem die Initiative karlsruhe.digital hervorging. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der engen Zusammenarbeit von Verwaltung, Wissenschaft, Wirt- schaft und Kultur, dem sogenannten Karlsruher Prinzip der kurzen Wege. So kann das vorhan- dene Expert*innenwissen effizient gebündelt und Vernetzung gefördert werden. Vorsitzende der Initiative karlsruhe.digital sind die Erste Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz (Vertretung Verwaltung), Professor Dr. Thomas Hirth (Vizepräsident Transfer und Internationales, Karlsruher Institut für Technologie, Vertretung Wissenschaft) und Martin Hubschneider (Vorstand CyberForum e. V., Vertretung Wirtschaft). Dem Steuerkreis der Initiative gehören rund 20 Vertreter*innen aus der Karlsruher Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung, Kultur, IHK und TechnologieRegion Karlsruhe an. Neun Expert*innen-Gruppen zu relevanten Themen wie „Bildung, Lehre und Wissenschaft“, „Menschen-zentrierte KI“, „Fachkräfte“, „Smart City“, “Digitale Souveränität”, „Internationali- sierung“ und „Gründerexzellenz“ werden jeweils von einem Steuerkreismitglied geleitet. Die Geschäftsstelle der Initiative wird vom Wissenschaftsbüro der Stadt Karlsruhe und dem Cy- berForum geleitet und koordiniert die Aktivitäten der Initiative. 2.2 Zielsetzung Die Initiative karlsruhe.digital vereint die Gesamtheit aller Maßnahmen zur Stärkung der Wett- bewerbsfähigkeit des Digitalstandortes Karlsruhe – konkret in Form der Positionierung, Weiter- entwicklung und Vernetzung der Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Kultur des Digital- standortes. So können Impulse aus allen Bereichen aufgegriffen und ganzheitlich bearbeitet wer- den, um die digitale Zukunft der Stadt aktiv zu gestalten. karlsruhe.digital verfolgt die Vision, Karlsruhe als Motor der Digitalisierung einer souveränen und zukunftsfähigen Gesellschaft zu entwickeln und als diesen national und international zu positionieren. Die Initiative vernetzt alle relevanten Stakeholder, initiiert Projekte und ist die Plattform, um gemeinsam die Vision Wirk- lichkeit werden zu lassen. Hierdurch wird der Digitalstandort Karlsruhe mit seiner engen Verbin- dung von Innovation und Lebensqualität gestärkt sowie für Unternehmen, Bürger*innen, Stu- dierende und Fachkräfte attraktiv und über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Die Vision und die zugehörige Mission wurden 2023 in Workshop-Formaten mit Steuerkreismitgliedern aktualisiert. Die Initiative verfolgt einen agilen Ansatz, bei dem aktuelle Fokusthemen für die nächsten Jahre gesetzt und mit Einzelmaßnahmen hinterlegt werden. Anschließend erfolgt eine Evaluation, 6 anhand derer im Steuerkreis, im Ausschuss für Wirtschaft und Wissenschaft und – sofern nötig – im Gemeinderat die Entscheidung über das weitere Vorgehen getroffen wird. Im Folgenden sollen die Maßnahmen 2024 anhand der einzelnen Fokusthemen, die in der Ge- meinderatsvorlage von Juli 2018 definiert wurden, dargelegt, mit den Ergebnissen aus 2023 ver- glichen und evaluiert werden. Ziel ist es, Transparenz zu schaffen, mögliche Erkenntnisse, Syner- gien und Anknüpfungspunkte für andere städtische Ämter und Institutionen aufzuzeigen und die Notwendigkeit einer weiteren Finanzierung darzulegen. 3 Fokusthemen, Maßnahmen und Ergebnisse Die aktuell definierten Fokusthemen der Initiative sind • Ganzheitliche und zielgerichtete Kommunikation, • Gewinnung von Fachkräften, • Stärkung und Beschleunigung des Konsortiums sowie • Förderung der Ansiedlung und Entwicklung von Unternehmen. 3.1 Fokusthema „Ganzheitliche und zielgerichtete Kommunikation“ 3.1.1 Überblick Die Kommunikationsstrategie von karlsruhe.digital verfolgt das Ziel, sowohl den Digitalstandort Karlsruhe als auch die Initiative selbst wirkungsvoll zu positionieren. Sie zeichnet sich durch eine zielgerichtete, kanalübergreifende Ausrichtung aus. Über verschiedene Plattformen – Website, Social Media, Blog oder Veranstaltungen – werden umfassende Informationen zu Neuigkeiten aus der Initiative, den Fokusthemen sowie den Aktivitäten der Expert*innengruppen und des digitalen Ökosystems Karlsruhes bereitgestellt. Eine einheitliche Strategie bündelt die Stärken des Standorts unter dem Dach der Initiative und fördert so Karlsruhes Rolle als Motor der Digitalisie- rung. karlsruhe.digital setzt dabei auf zwei zentrale Ansätze: Soziale Netzwerke dienen als primäre Informationskanäle zum Digitalstandort, bündeln relevante Inhalte, kommunizieren Veranstal- tungen und greifen aktuelle Themen auf. Ergänzend dazu produziert die Initiative eigene For- mate und Inhalte, um sich als eigenständige Dachmarke zu etablieren. Dies geschieht insbeson- dere durch regelmäßige redaktionelle Artikel im Blogbereich der Website, die wöchentlich zent- rale Digitalthemen aufgreifen. Im Jahr 2024 standen die Themen Smart City, Fachkräfte, Künst- liche Intelligenz und digitale Bildung im Fokus. Die Verknüpfung verschiedener Kommunikationskanäle ermöglicht eine gezielte Ansprache einer breiten Zielgruppe und eine effektive Informationsvermittlung. Diese ganzheitliche Herangehens- weise schafft Transparenz, stärkt den Austausch und vertieft die Bindung zu relevanten Interes- sengruppen. Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Initiative so ihre Reichweite, Interaktionsrate und Follower-Zahlen signifikant steigern. 3.1.2 Social Media Soziale Netzwerke sind ein zentraler Kanal für die zielgerichtete Ansprache. Neben Suchmaschi- nen zählen sie zu den wichtigsten Quellen für Website-Besuche und sorgen für das höchste En- gagement sowie die längste Verweildauer. 7 karlsruhe.digital ist auf sechs 1 Social-Media-Plattformen aktiv, um dort jeweils gezielt unter- schiedliche Zielgruppen anzusprechen. Für Beiträge werden der allgemeine Hashtag #Karlsruhe- Digital sowie spezifische Hashtags wie #BunteNachtKA, #InnovationFestivalKA, #DigitalMindsKA und #DigiWomenKA genutzt. Abbildung 1: Übersicht Highlights Kanalentwicklung 2024 Tabelle 1: Kanalentwicklung 2024 Follower*innen Impressions Interaktionen Posts LinkedIn 3.041 + 37%* 550.000 15.000 280 Instagram 2.355 + 6% * 900.000 150.000 300 Facebook 6.412 + 2% * 1.600.000 33.000 310 Mastodon 371 + 17% * ** ** 280 Karlsruhe.App 1.374 +18% * ** ** 300 1 2023 wurden die Aktivitäten auf dem Twitter-Kanal wegen der aktuellen Entwicklungen auf der Plattform einge- stellt. Im Gegenzug wurden die Aktivitäten auf den Kanälen LinkedIn und Instagram verstärkt und der neue Kanal Mastodon eingeführt. * Im Vergleich zum Vorjahr ** Wird nicht erfasst 8 3.1.3 Website und Blog Die Website fungierte weiterhin als zentraler Content-Hub unserer Initiative und verzeichnete über 10.000 Besucher*innen im Zeitraum von April bis Dezember 2024 3 . Die durchschnittliche Verweildauer der Nutzer*innen betrug 34 Sekunden, was darauf hindeutet, dass Besucher*in- nen gezielt nach Informationen suchten und diese effizient aufnahmen. Mit einer Absprungrate von 45 % bleibt ein relevanter Teil der Nutzer*innen aktiv und setzt sich mit den Inhalten ausei- nander. Insbesondere die Unterseiten zur Smart City, zum Digitalstandort sowie die Eventseiten erfreuen sich großer Beliebtheit. Zu den meistbesuchten Bereichen zählt außerdem der Blog. Er ist eine zentrale Plattform, um die digitale Vielfalt Karlsruhes sichtbar zu machen und ein breites Publi- kum zu erreichen. Ziel ist es, sowohl die Karlsruher Stadtgesellschaft – darunter Studierende, Fachkräfte, Bürger*innen, Wissenschaftler*innen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen – als auch überregionale Interessierte anzusprechen. Mit 42 veröffentlichten Artikeln im Jahr 2024 deckt der Blog ein breites Themenspektrum ab, darunter Innovation, Unternehmen, Bildung, Forschung, Smart City, Kultur, Frauenförderung und Fachkräfteentwicklung. Besonders gefragt sind Beiträge, die zeigen, wie Karlsruhe Digitalisierung ganzheitlich in Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Kultur vorantreibt. Die Inhalte reichen von technologischer Innovation in Unter- nehmen und Verwaltung über aktuelle Forschungsprojekte der Hochschulen bis hin zu Berichten über Veranstaltungen und Kulturangebote mit digitalem Kontext. Das Redaktionskonzept setzt auf abwechslungsreiche journalistische Formate: Veranstaltungsankündigungen und -nachbe- richte, Interview-Reihen, Blog-Serien zu Schwerpunktthemen, praxisnahe How-Tos und Check- listen sowie Content Curation und Rezensionen. Die fortgeführten Serien #DigiWomenKA und #DigitalMindsKA gehören erneut zu den belieb- testen Formaten auf dem Blog, was das große Interesse an den Menschen hinter Karlsruhes digitaler Transformation unterstreicht. Besonders gefragt sind zudem Interviews und Artikel über technologische Innovationen, die neueste Entwicklungen und Projekte aus Karlsruhe beleuchten. Auch die wöchentliche Eventübersicht erfreut sich anhaltend hoher Nachfrage und ist für viele Nutzer*innen eine stetige Informationsquelle. Eine vollständige tabellarische Übersicht zu den veröffentlichten Artikeln findet sich auf dem Blog. 3.1.4 Projekt-, Event- und Medienpartnerschaften karlsruhe.digital unterstützt innovative Veranstaltungsformate und Projekte durch Kontaktver- mittlung, organisatorische Hilfe, Medienpartnerschaften und Kommunikationsmaßnahmen. Ziel ist es, die Sichtbarkeit sowohl der Veranstaltungen als auch der Initiative zu erhöhen. Digitale Events werden auf zwei Wegen unterstützt: Veranstalter können sich für das Format „supported by karlsruhe.digital“ bewerben. Zusätzlich entstehen viele Events direkt aus dem Netzwerk von karlsruhe.digital und werden gezielt vor allem kommunikativ unterstützt. So wird die Reichweite erhöht und digitale Themen einem breiten Publikum – darunter Fachkräfte, Stu- dierende, Schüler*innen, Azubis und Bürger*innen – zugänglich gemacht. Die Medien-, Event- und Projektpartnerschaften tragen dazu bei, Karlsruhe als Digitalstandort weiterzuentwickeln, zu positionieren und zu vernetzen. 3 Seit April 2024 läuft das Tracking über Google Analytics 4 (GA4), wodurch frühere Daten aus Universal Analytics (UA) nicht mehr vergleichbar sind. Aussagekräftige Analysen für 2024 sind daher erst ab April möglich. GA4 nutzt ein neues Messmodell, was die Datenauswertung verändert. Vergleiche mit Vorjahren sind aus diesem Grund ebenfalls nicht möglich. 9 2024 wurden 17 Veranstaltungen durch verschiedene Partnerschaftsmodelle unterstützt – ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der digitalen Community und zur überregionalen Wahrnehmung Karlsruhes. Tabelle 2: Übersicht Kooperationen 2024 Kooperationspartner Event Datum Art der Koope- ration Karlsruher Institut für Techno- logie und UIG e.V. Digitale Exzellenz: Wachstum durch Nutzerzentrierung 23. Januar Medienkoope- ration Green Software Development Karlsruhe Sustainable UX for sustainable digital Products 23. Januar Supported by Karlsruher Institut für Techno- logie und UIG e.V. Workshop „UX Meets Scrum“ 23. Januar Supported by Nacona Eat.Brand.Love 01. Feb- ruar Supported by Fairantwortung gAG (gemein- nützige AG) Impact-Analyse digitaler Dienste 19. März Supported by Green Software Development Karlsruhe Carbon Hack Karlsruhe 24. März Supported by codecentric AG Round Table Generative KI 18. April Medienkoope- ration Karlsruher Messe- und Kon- gress GmbH LEARNTEC 04. Juni Medienkooper- ation technika LEARNTEC 04. Juni Gemeinschafts- stand andrena objects ag Karlsruher Entwicklertag 05. Juni Medienkoope- ration Green Software Development Karlsruhe Klimabewusste Websites für ein nachhaltigeres Netz– mit Hannah Ma- gin und Michael Voith 23. Juli Supported by Karlsruher Institut für Techno- logie Mensch und Computer (MuC) 2024 „Hybrid Worlds“ 04. Sep- tember Supported by UIG e.V. UIG Tagung 2024 „Mensch und KI“ 05. Sep- tember Supported by Green Software Development Karlsruhe Klimabewusste Websites für ein nachhaltigeres Netz (Teil 2) – mit Mi- chael Voith 17. Sep- tember Supported by KTG Karlsruhe Tourismus GmbH Karlsruher Tourismustag 09. Okto- ber Medienkoope- ration Staatliche Hochschule für Ge- staltung Karlsruhe After Memory – Recalling and Fore- telling across Time, Space, and Net- works 26. Okto- ber Supported by GDW Global Digital Women GmbH Digital Female Leader X-Change 08. No- vember Medienkoope- ration Stadt Karlsruhe | Wirtschafts- förderung - Wissenschaftsbüro DigiTALK 28. No- vember Medienkoope- ration 10 2024 wurden im Bereich der Kommunikation und der weiteren (Dauer-)Aufgaben der Geschäfts- stelle außerdem u. a. folgende in Tabelle 3 ersichtlichen Projekte und Maßnahmen unterstützt: Tabelle 3: Unterstützungsmaßnahmen im Bereich Kommunikation und Geschäftsstellenaufgaben im Jahr 2024 Maßnahme Art der Beteiligung durch karlsruhe.digital Arbeitskreis Digitalisierung und IT-Planungsrat des Deutschen Städtetages Arbeitskreis-Mitglied (Geschäftsstelle und Amt für IT und Digitalisierung) de:hub für Angewandte Künstliche Intelligenz Kommunikation und Expert*innen-Netzwerk durch Geschäftsstelle, Beirat durch Steuerkreis EDIH-AICS European Digital Innovation Hub ap- plied Artifical Intelligence and Cybersecurity Assoziierter Projektpartner u.a. für Kommunika- tion, Netzwerk und Verwaltungseinbindung IQ-Prozess der Stadtverwaltung karlsruhe.digital als IQ-Leitprojekt Karlsruhe.App Assoziierter Partner, Unterstützung Marketing & Kommunikation durch Geschäftsstelle KI-Allianz Baden-Württemberg Community Ma- nagement Unterstützung Kommunikation und Mentor Community Management Kompetenznetzwerk Städtetag BW Geschäftsstelle als Mitglied Kompetenzzentrum KARL – Künstliche Intelligenz für Arbeit und Lernen in der Region Karlsruhe Geschäftsstelle im Projektbeirat Orientierungsphasen der Hochschulen Ausgabe Give-Aways an Studierende Smart City Prozess innerhalb der Stadtverwaltung Zuständigkeit für Kommunikation und Vernet- zung Smart City Board innerhalb der Stadtverwaltung Geschäftsstelle als Mitglied, Board koordiniert durch Amt für IT und Digitalisierung 3.2 Fokusthema „Gewinnung von Fachkräften“ 3.2.1 Überblick Auch für das Jahr 2024 war die Zielsetzung weiterhin verstärkt Fachkräfte und Studierende aus dem Bereich der IT in Karlsruhe zu halten, sowie IT-Professionals von anderen Standorten für die Chancen in Karlsruhe zu begeistern und sie zu rekrutieren. Diesem Fokusthema wurde eine hohe Relevanz zugeschrieben, da nur durch Behebung des ausgeprägten Mangels an IT-Spezialist*in- nen das Wachstum der Digitalbranche in Karlsruhe ermöglicht werden kann und sich neue Un- ternehmen am Standort entwickeln und niederlassen können. 3.2.2 Fachkräftemessen Im Auftrag des Steuerkreises der Initiative karlsruhe.digital präsentierte das CyberForum 2024 die Stadt und das Netzwerk auf 27 teils überregionalen Veranstaltungen. Neben 17 Fachkräfte- und Auszubildendenmessen waren dies Infostände und Verteilaktionen an den Hochschulen, Vorträge zu aktuellen Themen für den Berufseinstieg nach dem Studium sowie Recruitainment- Events wie die Afterwork in der Stadtmitte. Ziel war es, (potenzielle) Fachkräfte über den 11 Digitalstandort Karlsruhe mit den rund 4.800 Digitalunternehmen und über deren offene Stellen und Joboptionen zu informieren. Die besuchten Messen sind in Tabelle 4 dargestellt. Tabelle 4: Übersicht der 2024 besuchten Ausbildungs- und Fachkräftemessen Nr. Messe Ort Datum 1 Bonding Karlsruhe Jan 2 Einstieg Beruf Karlsruhe Jan 3 Ausbildungsbörse Ettlingen Mrz 4 Connect IT Karlsruhe Apr 5 ITCS IT & Career Summit Darmstadt Apr 6 MINT Marktplatz Mannheim Mai 7 Hochschulkontaktbörse Furtwangen Mai 8 Campustag DHBW Karlsruhe Juni 9 IT- Jobmesse Heidelberg Juli 10 Ausbildungsmesse Stutensee Stutensee Sep 11 Heise Jobs IT Tag Karlsruhe Sep 12 Do IT Pforzheim Sep 13 Forum Alsace Tech Strasbourg Okt 14 CareerContacts HKA Karlsruhe Okt 15 Career-Messe Offenburg Okt 16 MeetIT Heilbronn Nov 17 Bonding Karlsruhe Dez In der folgenden Tabelle 5 sind die Kennzahlen zu Gesprächen (=intensive Gespräche mit Kandi- dat*innen am Stand), Leads (= Erhalten der Kontaktdaten von Kandidat*innen mit dem Ziel, nach der Messe in Kontakt zu treten), Interviews (=persönliche Interviews im Videocall) und Be- werberpoolaufnahmen (=Aufnahme in den Fachkräftepool des CyberForum für eine Vermitt- lung) im Jahresvergleich dargestellt. Tabelle 5: Jahresvergleich Fachkräftemessen Gespräche Leads Interviews Bewerberpool 11 Messen 2019 643 207 64 58 13 Messen 2020 391 164 110 77 15 Messen 2021 345 205 121 91 13 Messen + Events 2022 816 235 127 109 19 Messen + Events 2023 1041 151 70 68 27 Recruitingmaßnahmen 2024 991 172 117 88 12 Die große Anzahl von Kandidat*innen, die einer Aufnahme in den Bewerberpool zustimmen, spricht dafür, dass die Gespräche auf den Messen zu einem nachhaltigen Interesse am Standort führen. Dies kann langfristig dazu führen, dass Kandidat*innen auch in Zukunft nach Stellen in Karlsruhe suchen werden, wenn sie neue berufliche Herausforderungen anstreben. Zusätzlich sollte nicht unterschätzt werden, dass diese Kandidat*innen künftig auch in ihrem Bekannten- kreis auf den Standort Karlsruhe aufmerksam machen könnten. Die Messebesuche wurden zudem sehr stark über die Social-Media-Kanäle der Initiative karls- ruhe.digital und des CyberForums begleitet und beworben. Außerdem wurden Anzeigen in On- linemedien sowie in den Stellenportalen der Hochschulen in zeitlicher Abstimmung zur jeweiligen Messe geschaltet. Die Messe „Hochschulkontaktbörse“ in Furtwangen wurde zusätzlich durch eine regionale Plakatier- und Postkartenaktion beworben. Dazu wurden aufmerksamkeitsstarke Bilderrätsel erstellt, die IT-Berufe darstellten und auf die Messe hingewiesen haben. Insgesamt wurden 275 Plakattafeln bedruckt und im Stadtgebiert verteilt aufgestellt. Die gleichen Motive wurden in Form von Postkarten in einer Auflage von 10.000 Stück im Umkreis Furtwangen/Frei- burg in der regionalen Gastronomie (Bars, Cafés, etc.) verteilt. Neben klassischen Messen wurde die Zielgruppe über Stände auf After-Work-Veranstaltungen, Kaminabenden, Vorträgen und über Info-Stände an Hochschulen erreicht. Hierzu zählt auch das neue Format der Direktanspra- che mittels LinkedIn-Recruiter. Ein Mix aus unterschiedlichen Plattformen und Formaten hilft, Fachkräfte für den Standort Karlsruhe zu gewinnen. In der persönlichen Interaktion mit Kandidat*innen, durch die Präsentation des Standorts Karls- ruhe auf den verschiedenen Veranstaltungen und mittels Beiträgen auf Social Media sowie durch die Verteilung von Werbemitteln konnte die Marke karlsruhe.digital aktiv verstärkt werden. Über 60 Prozent der Kandidat*innen, die über o.g. Aktivitäten in den Bewerberpool des CyberForum aufgenommen wurden, waren bisher außerhalb Karlsruhes wohnhaft. Dies verdeutlicht das große überregionale Interesse an Karlsruhe als attraktiven Arbeitsort. 3.3 Fokusthema „Stärkung und Beschleunigung des Konsortiums“ 3.3.1 Überblick Die Initiative karlsruhe.digital bündelt Expertise und schafft eine Plattform zur Vernetzung der relevanten Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Kultur. Im Sinne des „Karlsru- her Prinzipes der kurzen Wege“ arbeiten Akteure, Organisationen und Institutionen so gemein- sam und kooperativ zusammen. Der Steuerkreis als zentrales Gremium ermöglicht einen konti- nuierlichen, direkten Austausch, um gemeinsame Projekte zu initiieren und schnell auf neue Her- ausforderungen und Chancen reagieren zu können. So lag auch 2024 ein Fokus darauf, das Konsortium weiter zu stärken sowie zu beschleunigen, um das Karlsruher Prinzip der kurzen Wege weiter zu etablieren und es Akteuren des Netzwerks zu ermöglichen, von der gegenseiti- gen Expertise sowie einer gesamtheitlichen Perspektive zu profitieren. Regelmäßige Abstimmungen wurden 2024 durch Online- und Präsenz-Treffen der Vorsitzenden und des Steuerkreises ermöglicht. Die Vorbereitung und Durchführung der Bunten Nacht der Digitalisierung, sowie die Maßnahmen und Aktivitäten der Expert*innen-Gruppen und der Ge- schäftsstelle stärkten das Konsortium. Die enge Zusammenarbeit zahlreicher Mitglieder im 13 Rahmen der KI-Allianz Baden-Württemberg, des Open Data Hackathons und verschiedener Smart-City-Projekte trug hierzu ebenfalls bei. 3.3.2 Strategische Weiterentwicklung In den Zukunftsworkshops 2023 wurde das gemeinsame Verständnis der Initiative karlsruhe.di- gital weiterentwickelt. Die Initiative bündelt alle Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfä- higkeit des Digitalstandorts Karlsruhe, insbesondere durch Positionierung, Vernetzung und Wei- terentwicklung von Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Kultur. Die Vision wurde zu „Mo- tor der Digitalisierung einer souveränen und zukunftsfähigen Gesellschaft“ erweitert, um neben der etablierten Digitalisierungskompetenz auch Zukunftsfähigkeit zu betonen. Die Mission um- fasst die Vernetzung relevanter Akteur*innen, die Initiierung von Projekten und die Bereitstellung einer Plattform zur Umsetzung dieser Vision. Das Karlsruher Prinzip der kurzen Wege soll helfen, die definierten Erfolgsfaktoren und -dimen- sionen agil weiterzuentwickeln und kontinuierliche Fortschritte zu ermöglichen. 2024 wurden die Inhalte weiter ausgearbeitet und mit der Erstellung eines gemeinsamen Thesenpapiers, ba- sierend auf der Erfolgsdimensionen und deren individuellen Zielen und Maßnahmen, begonnen. 3.3.3 Zusammensetzung des Steuerkreises Die Steuerkreismitglieder im Jahr 2024 sind in Tabelle 6 alphabetisch aufgelistet. Tabelle 6: Übersicht der Steuerkreismitglieder der Initiative karlsruhe.digital 2024 (Stand Dezember 2024) Titel Vorname Name Unternehmen / Institution Prof. Dr.-Ing. Rose Marie Beck Hochschule Karlsruhe (HKA), seit Juli 2024 Raphael Bächle TelemaxX Telekommunikation GmbH Jochen Ehlgötz TechnologieRegion Karlsruhe GmbH Iman El Sonbaty Stadtwerke Karlsruhe Dr.-Ing. Jens Fahrenberg Karlsruher Institut für Technologie (KIT) Dr. Eberhard Fischer Stadt Karlsruhe | SAM Dirk Fox CyberForum e. V., Secorvo Security Consulting GmbH Prof. Dr. Uwe Haneke Hochschule Karlsruhe (HKA) David Hermanns CyberForum e.V. Prof. Dr. Thomas Hirth Karlsruher Institut für Technologie (KIT) Matthias Hornberger CyberForum e. V. Martin Hubschneider CyberForum e. V., CAS Software AG Dr. Helga Huskamp ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe Markus Losert Stadt Karlsruhe, Amt für Informationstech- nik und Digitalisierung Erste Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz Stadt Karlsruhe, Dezernat 4 Prof. Dr. Alexander Mädche Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Institut für Wirtschaftsinformatik (WIN) 14 Clas Meyer Stadt Karlsruhe | Wirtschaftsförderung - Wissenschaftsbüro Dr. Arne Rudolph IHK Karlsruhe, seit Dezember 2024 Ralf Schneider CyberForum e.V. Torben Stieglitz Stadt Karlsruhe | Wirtschaftsförderung, seit Dezember 2024 Dominika Szope Stadt Karlsruhe | Kulturamt Prof. Dr. Marion A. Weissenberger- Eibl Fraunhofer ISI & Karlsruher Institut für Technologie (KIT) iTM Jan Wiesenberger Forschungszentrum Informatik (FZI) 3.3.4 Geschäftsstelle Die Geschäftsstelle ist mit den operativen Tätigkeiten der Initiative karlsruhe.digital betraut und steht als Schnittstelle zwischen Dezernat 4, dem Steuerkreis und den Expert*innen-Gruppen in engem Austausch. Sie wird gemeinsam vom Wissenschaftsbüro der Wirtschaftsförderung und dem CyberForum geleitet. Das FZI prüft aktuell eine Beteiligung an der Geschäftsstelle, sodass auch diese den Dreiklang Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung repräsentieren würde. Die Geschäftsstelle bereitet die Gespräche der Vorsitzenden und Steuerkreissitzungen inhaltlich und organisatorisch vor. Dazu unterstützt sie die Expert*innen-Gruppen und erstellt bei Bedarf Dos- siers als Diskussionsgrundlage für den Steuerkreis. Die Geschäftsstelle setzt die Beschlüsse des Steuerkreises um und verantwortet die Kommunikation sowie die organisatorische Umsetzung der Eventformate. Außerdem ist sie für die Projektdokumentationen, -berichte und -abrechnun- gen zuständig. Sie steht in kontinuierlichem Austausch mit dem Dezernat 4 und bereitet die erforderlichen Informationen für die Gremien des Gemeinderats auf. Darüber hinaus ist die Geschäftsstelle der Initiative karlsruhe.digital als Tandem mit dem Amt für Informationstechnik und Digitalisierung in verschiedenen Gremien und Netzwerken vertreten, so beispielsweise im Arbeitskreis Digitalisierung und im IT-Planungsrat des Deutschen Städtetages sowie beim Städtetag Baden-Württemberg. Sie vertritt die Initiative karlsruhe.digital im städtischen Smart City Board, verantwortet zusätzlich die Kommunikation rund um die Smart City Karlsruhe, sowie die Einbindung der Wissenschaft und Wirtschaft und die Stärkung des Ökosystems. Außerdem ist sie gemeinsam mit der Wirt- schaftsförderung der Stadt Karlsruhe für die Unterstützung des lokalen Community Manage- ments der KI-Allianz Baden-Württemberg zuständig und in verschiedenen Projekt- und Pro- grammbeiräten, beispielsweise der deutsch-französischen KI-Konferenz AIxIA und des Kompe- tenzzentrums KARL. 3.3.5 Expert*innen-Gruppen (ehemals Arbeitskreise) Die Arbeitskreise der Initiative wurden 2023 in Expert*innen-Gruppen umbenannt. Um die ge- meinsame Arbeit dieser zu aktivieren, wurden konkrete Vorgehensweisen bzw. Ergebnisziele de- finiert. Expert*innen-Gruppen dienen als Plattform zur Vernetzung, definieren ihren Ist-Zustand sowie eigene Visionen, Ziele und Maßnahmen und setzen diese eigenständig um. Dabei sollen die beteiligten Expert*innen auch als Ansprechpartner fungieren, beispielsweise bei Fragen durch den Gemeinderat. Die Visionen der einzelnen Gruppen sollen in ein gemeinsames Thesenpapier einfließen und in einer der nächsten Sitzungen des Ausschusses für Wirtschaft und Wissenschaft präsentiert werden. 15 Eine Auflistung der aktuellen, aus den Erfolgsdimensionen abgeleiteten Expert*innen-Gruppen ist in Tabelle 7 aufgeführt: Tabelle 7: Auflistung der Erfolgsdimensionen und Expert*innen-Gruppen Erfolgsdimension & Expert*innen-Gruppe Sprecher*in/Expert*in: Attraktivste (harte und weiche) Standortfaktoren für Mitarbeitende inkl. Führungskräfte Dr. Eberhard Fischer Referenzstadt für Digitalisierung und Smart City (Digitale Services und Infrastruktur für die Stadtgesellschaft) Markus Losert & Carolin Engel Exzellenz in Bildung, Lehre und Forschung Dirk Fox, Prof. Dr. Alexander Mädche & Prof. Dr. Uwe Haneke Weltweit anerkannter Digitalstandort und gelebte Internationalität Prof. Dr. Thomas Hirth Vorreiter und Menschen-zentriertes Living Lab für Digitale Souveränität Raphael Bächle, Martin Hubschneider & Jan Wiesenberger Führendes Innovations-Klima und Start-up-Kultur (proaktiv Trends erkennen und setzen) David Hermanns Führender Standort im Bereich der Menschen-zentrierten Künstlichen Intelligenz Jan Wiesenberger Innovativster Standort für Digitale Kunst Dominika Szope Führender Standort für vertrauenswürdige Cybersicherheit Dirk Fox Maßnahmen der Expert*innen-Gruppen 2024 Die Expert*innen-Gruppen spielen eine zentrale Rolle bei der Entwicklung und Umsetzung stra- tegischer Maßnahmen zur digitalen Transformation der Stadt. Im Jahr 2024 haben sie durch verschiedene Initiativen, Veranstaltungen und Projekte wichtige Impulse für die Weiterentwick- lung des Digitalstandorts Karlsruhe gesetzt. Bildung Die Expert*innen-Gruppe Bildung hat Karlsruhe als MINT-Standort weiter gestärkt. Die Karlsru- her Technikinitiative "technika" wurde weiter ausgebaut, um junge Talente gezielt zu fördern. Auch im Jahr 2024 war karlsruhe.digital mit einem Gemeinschaftsstand mit der technika auf der LEARNTEC vertreten. In der dm-Arena der Messe Karlsruhe präsentierten zahlreiche Schul-AGs ihre Arbeiten. Zudem hat das Projekt "Cycle Sense", Gewinner des Jugend-forscht-Wettbewerbs 2023, wichtige Fortschritte gemacht: In Kooperation mit der Stadt Karlsruhe, den Stadtwerken Karlsruhe und dem FZI | Forschungszentrum Informatik konnte das Projekt erfolgreich aufgesetzt und erste Tests durchgeführt werden. Der Rollout mit 200 Fahrrad-Sensoren ist für das Jahr 2025 geplant. IT-Sicherheit Im Bereich IT-Sicherheit wurde die Fachveranstaltung “IT-Sicherheit hinter den Spiegeln” mit ho- her Resonanz in der Palazzo-Halle durchgeführt. Das Event unterstrich die lokale Expertise und die Relevanz des Themas für den Standort Karlsruhe. Die Initiative karlsruhe.digital unterstützte mit einer Eventpartnerschaft. 16 Digitale Kunst karlsruhe.digital war Kooperationspartner zweier Medienkunst-Projekte der UNESCO City of Me- dia Arts, welche die Bedeutung der Medienkunst für Karlsruhe unterstrichen: Fungal Frequencies während der Ausstellung „Media art is here“ machte auf künstlerische Weise Übersetzungspro- zesse zwischen biologischen und technologischen Netzen sichtbar und ließ dabei Digital sowie Fungal Computing in einem liminalen Gemenge verschwimmen. Bei der Bunten Nacht der Digi- talisierung verwandelten Installationen auf und um den Kronenplatz, die beispielsweise mit Künstlicher Intelligenz Abstraktionen der Verwaltung 4.0 halluzinierten, digitale Klangwelten und transformatives Material in interaktive Erlebnisse. Menschenzentrierte KI Die KI-Allianz Baden-Württemberg wurde neu aufgestellt: Sandra Rohner übernahm die Ge- schäftsführung zum 1. September 2024. Besonders hervorzuheben ist die erfolgreiche Partizipa- tion an der Bunten Nacht der Digitalisierung mit dem Format „w-AI-lness: Meet and Greet“. Die Expert*innen-Gruppe arbeitet zudem an einem KI-Mapping des Standortes, welches Anfang 2025 fertiggestellt werden soll. Smart City & Digitale Verwaltung Die Expert*innen-Gruppe ist für die Kommunikation und Vernetzung der Smart City Karlsruhe zuständig. Außerdem ist sie Teil des städtischen Smart City Boards. Im Kommunikationsbereich wurden eigene Formate auf den Social Media Kanälen karlsruhe.digitals etabliert. Die Bunte Nacht der Digitalisierung wurde für den Austausch mit der Stadtgesellschaft in Karlsruhe genutzt. Auf dem Stand des Innenministeriums Baden-Württemberg informierten die Ansprechpartner bei der Smart Country Convention in Berlin über aktuelle Projekte der Smart City, gemeinsam wurde eine Podcastfolge für „Smart im Ländle“ aufgenommen. Im Bereich der smarten Verwal- tung lag der Fokus 2024 auf der Umsetzung einer urbanen Datenplattform, des Open Data Hack- athons im März mit zahlreichen Partnern, der Weiterentwicklung des Digitalen Zwilllings, der Sensor City Karlsruhe, der Karlsruhe.App und dem Ausbau des KA-WLAN. Wissenschaft Die Verknüpfung von Wissenschaft und Praxis wurde durch hochkarätige Veranstaltungen ge- stärkt. Besonders hervorzuheben sind die Mensch-&-Computer-Konferenz (MuC) mit über 600 Teilnehmenden sowie die UIG-Tagung "Mensch und KI", die im Herbst 2024 über 200 Fachleute aus Praxis und Forschung zusammenbrachte. Durch die Ausrichtung der MuC-Konferenz er- langte Karlsruhe bundesweit Sichtbarkeit. Ein weiteres Projekt der Expert*innen-Gruppe war die Usability-Evaluierung der Christkindlesmarkt-App, welche als Teil der Karlsruhe.App als Best- Practice-Modell für nutzerfreundliche digitale Anwendungen dienen soll. Zusätzlicher Impuls „internationales Event“ Jan Wiesenberger schlug die Umsetzung eines internationalen Großevent-Konzeptes rund um Netzpolitik vor. Mögliche Optionen hierzu werden aktuell mit einer Arbeitsgruppe, die durch lokale Event-Expert*innen des FZI, KIT, KME, Stadt Karlsruhe und weitere besetzt ist, eruiert. Fazit Die Maßnahmen der Expert*innen-Gruppen trugen auch 2024 maßgeblich zur digitalen Weiter- entwicklung Karlsruhes bei. Mit der Fortführung bestehender Initiativen, der engeren Verzah- nung von Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung sowie neuen Formaten wurde das Netzwerk gestärkt und ausgebaut und auf die Verbesserung der Erfolgsdimensionen und somit der Errei- chung der Vision eingezahlt. 17 3.3.6 Konsortium und Netzwerk bei der Bunten Nacht der Digitalisierung Am 7. Juni 2024 war die Bunte Nacht der Digitalisierung erneut das Leuchtturm-Event der Initi- ative karlsruhe.digital. Die Veranstaltung stärkte nicht nur das Netzwerk der Initiative, sondern machte Digitalisierung in Karlsruhe für ein breites Publikum erlebbar. Die Initiative übernahm die gesamte Eventorganisation – von der Partner- und Sponsoring-Ak- quise über Kommunikation und Marketing bis hin zur zentralen Koordination. Dabei arbeiteten die Geschäftsstelle, das Wissenschaftsbüro der Stadtverwaltung und das CyberForum eng zu- sammen. Mit der Veranstaltung wurde das Konsortium weiter ausgebaut, neue Akteure einge- bunden und die digitale Transformation Karlsruhes nachhaltig in der Stadtgesellschaft verankert. 3.4 Fokusthema „Ansiedlung und Entwicklung von Unternehmen“ Das Fokusthema wurde bisher zurückgestellt. Begründet wird dies mit dem höheren Handlungs- bedarf im Bereich der Fachkräfteakquise. Die Ansiedlung und Entwicklung von Unternehmen hängt explizit von einer Entspannung des Fachkräftemangels ab, welcher sich im Bereich der Digitalbranche langsam abzeichnet. Mit dem InnovationFestival und im Bereich der Kommunika- tion – beispielsweise rund um den Smart Production Park - wurden erste Maßnahmen zum An- werben neuer IT- und Digitalunternehmen geschaffen. 18 4 Bunte Nacht der Digitalisierung Die Highlight-Veranstaltung der Initiative karlsruhe.digital war die Bunte Nacht der Digitalisierung am 7. Juni 2024. Mit rund 65 Partnern und über 250 Programmpunkten bot die Veranstaltung den Besucher*innen spannende Einblicke und interaktive Erlebnisse rund um Karlsruhes Digital- szene. 4.1 Zielsetzung und Partner Ziel der Veranstaltung war es, die Digitalisierung in und aus Karlsruhe sicht- und erlebbar zu machen. Gleichzeitig sollte der Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und Ver- waltung gefördert werden. 2024 beteiligten sich 65 Partner aus verschiedenen Bereichen, da- runter zahlreiche Unternehmen, Wissenschaftseinrichtungen sowie kulturelle und städtische In- stitutionen. Die Bunte Nacht der Digitalisierung stand erneut unter der Schirmherrschaft des Mi- nisteriums des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen Baden-Württemberg und erhielt Un- terstützung von Sponsoren wie L-Bank, Sparkasse Karlsruhe, Stadtwerke Karlsruhe und Te- lemaxX. Der KVV konnte als Mobilitätspartner und Navigate als Technikpartner gewonnen wer- den. Abbildung 2: Aftermovie zur Bunten Nacht der Digitalisierung 4.2 Ablauf und Highlights Die Veranstaltung begann um 14 Uhr erstmals im TRIANGEL Transfer I Kultur I Raum des KIT am Kronenplatz. Stefan Krebs, Beauftragter der Landesregierung für Informationstechnologie sowie CIO und CDO des Landes Baden-Württemberg, eröffnete das Event mit einem Grußwort zu den Megathemen KI und Digitale Souveränität – und der Vorreiterrolle Karlsruhes, von ihm gerne als „Herzkammer der Digitalisierung“ im Land bezeichnet. Der Austausch zwischen den drei Vorsit- zenden der Initiative karlsruhe.digital – Gabriele Luczak-Schwarz, Erste Bürgermeisterin der Stadt Karlsruhe, Martin Hubschneider, Vorstand des CyberForum e.V., und Prof. Dr. Thomas Hirth, Vizepräsident Transfer und Internationales des KIT – beleuchtete die Chancen und Risiken aktu- eller Trends im digitalen Raum und setzte mit seinen Impulsen zugleich den Ton für den weiteren Verlauf des Festivals. Ab 15 Uhr öffneten die Partner ihre Türen und ermöglichten den Besucher*innen, Digitalisierung hautnah zu erleben. Ein breites Spektrum an Programmpunkten – von Smart-City-Ausstellungen auf dem Marktplatz und im Rathaus, Coder*innen-Workshops, Start-up-Pitches, Drohnenpar- cours, Karriereberatungen oder Führungen durch Reallabore und Rechenzentren – bot für jede Zielgruppe passende Formate. Ein besonderes Highlight waren die Media-Arts-Installationen 19 rund um den Kronenplatz, die mit beeindruckenden Lichtinstallationen die Besucher*innen be- geisterten. Die Mobilität innerhalb der Stadt wurde durch den KVV mittels kostenfreiem ÖPNV und KVV.nextbikes unterstützt. Dies erleichterte die Teilhabe und den Zugang zu den verschiedenen Veranstaltungsorten. 4.3 Feedback und Evaluation Laut der Evaluation 2024 wurde die Veranstaltung insgesamt als erfolgreich bewertet. 65,5 % der Teilnehmenden gaben an, ihre persönlichen Veranstaltungsziele erreicht zu haben. Besonders gelobt wurden: • Organisation und Technik (schnelle Lösungen bei Problemen) • Vielfalt der Teilnehmenden (von Jugendlichen bis Rentner*innen) • Aktive Vermarktung in den sozialen Medien • Kostenlose Nutzung des ÖPNV 4.4 Eigenmittel durch die Karlsruher Wirtschaft Die Eventfinanzierung wurde durch Sponsoren unterstützt. Hierfür konnten die L-Bank, die Spar- kasse Karlsruhe, die Stadtwerke und die TelemaxX als allgemeine Sponsoren gewonnen werden, die hierfür jeweils 5.000 € netto einbrachten. Der KVV beteiligte sich als Mobilitätspartner mit einem Beitrag von 3.000 € netto. Die Navigate AG unterstützte das Event durch die Bereitstellung der nativen Event-App zu vergünstigten Konditionen. Für Unternehmen wurde eine Teilnahmegebühr in Höhe von 1.500 € netto erhoben. Institutio- nen aus Wissenschaft, Verwaltung und Kultur sowie Vereine und Initiativen konnten am Event kostenfrei teilnehmen. Die Eventkosten konnten somit durch Sponsorenbeiträge und Teilnahmegebühren in Summe von 45.000 € gegenfinanziert werden. Nach dem Event wurden die Partner zusätzlich gebeten, ihre entstandenen Kosten in Form von finanziellen, personellen und Sach-Ressourcen zu schätzen. 31% der Partner meldeten hierzu einen Wert. Aus diesen Werten wurde ein Mittelwert gebildet, der auf die Gesamtzahl der Part- ner hochgerechnet einen Eigenmittelwert von rund 300.000 € netto ergibt. Rein auf die teilneh- menden Unternehmen und Startups bezogen, ergibt sich ein Eigenmittel-Anteil der Wirtschaft von rund 135.000 € netto an der Bunten Nacht der Digitalisierung. 4.5 Fazit und Ausblick Die Bunte Nacht der Digitalisierung 2024 hat Karlsruhe erneut als Motor der Digitalisierung einer souveränen und zukunftsfähigen Gesellschaft erlebbar gemacht und zahlreiche Besucher*innen begeistert. Besonders der neue Veranstaltungsort für die Eröffnung, die vielseitigen Mitmachan- gebote und die Media-Arts-Installationen wurden positiv hervorgehoben. Das nächste Event die- ser Art wird voraussichtlich 2026 stattfinden. 20 5 KI-Standort Karlsruhe 5.1 Digital Hub für Angewandte Künstliche Intelligenz Karlsruhe und EDIH AICS Bereits 2019 wurde beschlossen, den Digital Hub für Angewandte Künstliche Intelligenz als Teil der bundesweiten de:hub-Initiative eng mit der Initiative karlsruhe.digital zu verzahnen, um Sy- nergien zu erzeugen und zu nutzen. Der Digital Hub hat zum Ziel, Akteure aus Wissenschaft, Startups und KMU zu vernetzen, um die Anwendung von Künstlicher Intelligenz voranzubringen. Als Teil der bundesweiten de:hub-Initiative ist der Digital Hub bundesweit und international sicht- bar und aktiv. Ende 2019 wurde der Steuerkreis des Hubs konsolidiert. Ihm gehören u. a. die Steuerkreismitglieder der Initiative karlsruhe.digital Erste Bürgermeisterin Gabriele Luczak- Schwarz, Professor Dr. Thomas Hirth, Matthias Hornberger und Jan Wiesenberger an, wodurch direkte Bindeglieder zu karlsruhe.digital etabliert wurden. Darauf aufbauend wurde der European Digital Innovation Hub Artificial Intelligence and Cyber- Security (EDIH-AICS) ins Leben gerufen. Seit Oktober 2022 baut die Europäische Union ein Netz von European Digital Innovation Hubs auf, um insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und den öffentlichen Sektor bei den Herausforderungen, die der digitale Wandel mit sich bringt, zu unterstützen. Der EDIH-AICS ist einer von insgesamt 16 EDIHs in Deutschland, die zwischen Ende 2022 und Mitte 2023 ihre Arbeit aufgenommen haben. Das von der EU geförderte Projekt bündelt die zahlreichen Kompetenzen und Aktivitäten der Region Karlsruhe in den Bereichen KI und CS, insbesondere im Hinblick auf deren Anwendung in Produktion, Mobilität, Energie, Handel & Dienstleistungen sowie in der öffentlichen Verwal- tung. Das starke regionale, nationale und europäische Netzwerk der EDIH-AICS-Partner und de- ren Netzwerkkompetenzen vervollständigen die technologische Expertise des Hubs. So verbindet EDIH-AICS die Kerninitiativen mit zahlreichen weiteren Erfahrungen, Kompetenzen, Projekten und Aktivitäten, um den Auf- und Ausbau digitaler Kapazitäten zu stärken und die Verbreitung und Akzeptanz neuer, innovativer Technologien im öffentlichen Sektor sowie in der Wirtschaft zu fördern. Zu den Aktivitäten 2024, die auf die Ziele von karlsruhe.digital einzahlen, gehörten u. a.: • Planung der nächsten AIxIA www.aixia.eu -> Nach vier erfolgreichen Durchführungen der deutsch-französischen Konferenz über die An- wendung von KI wurde die fünfte AIxIA 2024 wieder in Präsenz im SPP in Karlsruhe durchge- führt. Die Konferenz, mit Grußworten von Dr. Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz und des französischen Generalkonsuls Gaёl de Maisonneuve, bot dem deutsch-fran- zösischen Fachpublikum eine Vielzahl an innovativen Entwicklungen und zahlreiche grenzüber- schreitende Anknüpfungspunkte. Die nächste AIxIA-Konferenz ist für den 14. Oktober 2025 in Karlsruhe geplant. Die Geschäftsstelle karlsruhe.digital ist im Programmbeirat vertreten. • KI-Expertinnenrunde „TECH.minds“ -> Auch 2024 fanden mehrere Expert*innenrunden mit KI-Firmen, Dienstleistern sowie For- schungseinrichtungen aus der Region statt, mit dem Zweck sich zu vernetzen, neue Kooperati- onsprojekte anzustoßen und Formate weiterzuentwickeln. Zu den Diskussionsthemen gehörten unter anderem KI und deren aktuellen Entwicklungen, insbesondere im Hinblick auf die wach- sende Bedeutung der Generativen KI, KI und Quantencomputing sowie KI und Nachhaltigkeit. • Präsenz auf Veranstaltungen und Messen 21 -> Der de:hub Karlsruhe und der EDIH-AICS wirkten in ca. 40 Veranstaltungen mit regionaler, nationaler und internationaler Reichweite. Über die Tätigkeiten der de:hub-Initiative wurde der Digital Hub Karlsruhe und der EDIH-AICS sowie Unternehmen und Startups ebenso auf verschie- denen Fachveranstaltungen und Messen im In- und Ausland eingebunden bzw. denen Zugang zu vergünstigten Konditionen ermöglicht. Als Beispiele lassen sich die Transform in Berlin (März 2024), mit einigen Startups aus dem Karlsruher Ökosystem, die Hannover Messe (April 2024), die VIVATECH in Paris (Mai 2024) und dem Web Summit in Lissabon (Nov 2024) mit mehreren Startups aus der Region, u.v.m. nennen. Ergänzt wurden diese Aktivitäten durch Delegationsbe- suche u.a. der Bundesärztekammer sowie internationaler Delegationen z.B. aus Israel und Finn- land. Zudem ist insbesondere die Teilnahme am KI-Café des Staatsministerium Baden-Württem- berg zu erwähnen sowie die unterstützende Planung der bundesweiten Pitch Night des BMWK, die im Januar 2025 mit dem Schwerpunktthema Künstliche Intelligenz, unter der Beteiligung von Dr. Robert Habeck, in Karlsruhe stattfand. • KI-Showroom -> Im Jahr 2024 konnte der KI-Showroom weiter ausgebaut werden, sodass alle 4 bis 6 Wochen ein KI-Showroom-Insight Format unter Einbindung von Expert*innen und dem Aufzeigen von KI- Showroom Möglichkeiten erfolgreich durchgeführt werden konnte. Außerdem wurde der virtu- elle KI-Showroom, um eine übersichtlichere Brancheneinteilung zu erzielen und die weitere Auf- nahme von innovativen Use-Cases und Entwicklungen zu gewährleisten, stetig erweitert. • Anträge und Initiativen ->Nachdem die Förderung des Digital Hub Karlsruhe durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg 2024 auslief, wird eine Anschlussfinanzierung für das Jahr 2025 angestrebt. Der Fokus des Digital Hub Karlsruhe wird in dieser Förderphase auch weiterhin auf dem Ausbau und der Stärkung der KI-Community und des KI-Ökosystems in der Region liegen. Das Ziel bleibt dabei, KI-Methoden und -Technologien in die Anwendung zu bringen. 5.2 KI-Allianz Baden-Württemberg Die sechs zentralen Regionen Karlsruhe, Stuttgart, Neckar-Alb, Nordschwarzwald, Freiburg und Ostalbkreis haben die "KI-Allianz Baden-Württemberg" als Genossenschaft gegründet und ihre operative Arbeit aufgenommen. Die Vision der Allianz ist es, ein internationales und konkurrenz- fähiges Zentrum sowie ein starkes Ökosystem für künstliche Intelligenz im Land zu schaffen und das Land als führende Region für innovative KI-Lösungen zu etablieren. Ziel ist es, ein internati- onal wettbewerbsfähiges und sichtbares Zentrum und Ökosystem für Künstliche Intelligenz für Baden-Württemberg zu schaffen. Gefördert wird die KI-Allianz mit rund 5,1 Mio. Euro vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg. Zur KI-Allianz gehört auch das Community Management. Mit ihrem Community Management verfolgt die KI-Allianz Baden-Württemberg mehrere Ziele: Zum einen will die KI-Allianz so regio- nal besser sichtbar werden und die Bekanntheit ihrer Angebote steigern. Zum anderen soll das Partnernetzwerk in den Regionen ausgebaut und das Leistungsportfolio der Allianz anhand der spezifischen Bedarfe von kleinen und mittleren Unternehmen und Startups erweitert und umge- setzt werden. Mit dem Community Management wird zudem der Wissenstransfer zwischen den Regionen und der KI-Allianz vorangetrieben. Für ihr Community Management hat die KI-Allianz Baden-Württemberg eG vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württem- berg 2,43 Millionen Euro erhalten. Die Förderung läuft bis Ende 2025. 22 Für Karlsruhe wurden im März 2024 zwei Community Manager*innen über die KI-Allianz einge- stellt, welche im Smart Production Park in unmittelbarer Nähe des CyberForums verortet sind. Nach der Auftaktveranstaltung der KI-Allianz in der Region Karlsruhe am 13. März 2024 organi- sierten die Community Manager*innen am 7. Juni 2024 im Rahmen der Bunten Nacht der Digi- talisierung die Veranstaltung „_w-AI-lness_“. Vor allem bei der Kommunikation wurden sie dabei von der Geschäftsstelle karlsruhe.digital unterstützt. Für die Abschlussveranstaltung der Bunten Nacht der Digitalisierung kooperierten sie mit karlsruhe.digital und unterstützten vor allem kon- zeptionell. 2024 begannen die Beiratssitzungen zur KI-Challenge (ein Teilprojekt der KI-Allianz) der Region Karlsruhe – die Smart Eco-Events – an denen sich auch karlsruhe.digital mit einer Eventpartner- schaft aktiv beteiligt. Die Geschäftsstelle unterstützt zusätzlich die Eventkommunikation. Die Ver- anstaltung Smart Eco-Events findet am 06. und 07. Mai 2025 statt und soll für die Teilnehmer*in- nen eine Grundlage bieten, damit diese Projekt-Steckbriefe für KI-Lösungen zur Unterstützung bei der Gestaltung nachhaltiger Veranstaltungen erstellen können. Weitere in Karlsruhe verortete Teilprojekte der KI-Allianz BW sind die “Datenplattform”, die das Ziel verfolgt, eine verlässliche Dateninfrastruktur für KI-Anwendungen zu konzipieren und auf- zubauen, das „KI-Innovation-Lab“, das Unternehmen umfassende Informationen und maßge- schneiderte Lösungen, um die Vorteile von KI gewinnbringend zu nutzen, bietet und das „KI- Investoren-Plugin“, welches KI-Startups dabei unterstützt, sogenanntes Risiko-Kapital zu finden und zu sichern. Die Vermittlung von Unternehmen an diese Teilprojekte ist ebenfalls Teil der Arbeit der Community Manager*innen. 5.3 Weitere KI-Initiativen & KI-Projekte Das Kompetenzzentrum KARL ist eine Anlaufstelle in der Region Karlsruhe für alle Fragen zum Einfluss von Künstlicher Intelligenz (KI) auf die Themen Arbeit und Lernen. In KARL engagieren sich neun Forschungs- bzw. Transfereinrichtungen und elf Unternehmen als Partner. Dabei setzt das Konsortium auf ein stetig wachsendes Ökosystem. Aktuell umfasst das stetig wachsende Netzwerk von KARL insgesamt 44 Institutionen. Das Kompetenzzentrum organisierte am 25. Juni 2024 die KI-Connect – ein Pitch- und Matchmaking-Event, das KI-Anbieter mit potenziellen An- wendern vernetzte. Die Veranstaltung fand im Smart Production Park statt und zählte 90 Teil- nehmer*innen. Zudem wurden drei im Projekt entwickelte Angebote in webbasierte Tools um- gesetzt. Außerdem fand am 22. Oktober 2024 ein Workshop des Kompetenzzentrums KARL statt, der sich mit den ethischen, rechtlichen und sozialen Aspekten (ELSA) der KI-Gestaltung befasste. Die Veranstaltung bot den Teilnehmenden Einblicke in die verantwortungsvolle Ent- wicklung und Nutzung von KI-Lösungen. Eine unabdingbare Voraussetzung, um unsere demo- kratischen Werte in unserer Gesellschaft nachhaltig zu schützen. Im Rahmen des CyberLab Festival 2024 (mehr siehe unten) fand das interaktive Format „KI Meet & Match“, das von den Projekten EDIH und KARL organisiert wurde. Hier präsentierten junge Karlsruher KI-Unternehmen wie inovex, Vitas, Kinemic, prenode und ValueWorks nach einer kur- zen Pitch-Vorstellungsrunde ihre innovativen Demonstratoren und neuesten, technologischen Entwicklungen. 23 6 Auszeichnungen und Entwicklungen aus dem Netzwerk Im Jahr 2024 konnten aus dem Netzwerk der Initiative karlsruhe.digital erneut einige Erfolgsmel- dungen vernommen werden, von denen hier exemplarisch eine kleine Auswahl genannt werden soll. Das CyberLab Karlsruhe feierte 2024 sein 20-jähriges Jubiläum der Verleihung des CyberCham- pion-Awards, welcher jährlich die innovativsten IT-Startups prämiert, die mit einem aussichtsrei- chen Geschäftsmodell überzeugen. In einer feierlichen Zeremonie wurden herausragende IT- Startups und ihre zukunftsweisenden Geschäftsideen ausgezeichnet. Ministerialdirektor Michael Kleiner würdigte in seiner Rede die Bedeutung des CyberForum als treibende Kraft für das Star- tup-Ökosystem Baden-Württembergs und unterstrich die Vorreiterrolle der Region in den Berei- chen Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. Beim diesjährigen #CyberLabFestival24 stand die Innovationskraft der Region Karlsruhe im Mit- telpunkt. Rund 200 Gäste versammelten sich im CyberLab und im SmartProductionPark. Star- tups, Expert*innen und Investor*innen aus der gesamten Region strömten zusammen, um die besten IT-Startups des Jahres zu feiern und die einzigartige Gemeinschaft zu erleben, die das CyberForum und das CyberLab im Laufe der Jahre aufgebaut haben. Ehemaliger Gewinner und langjähriges Jurymitglied Markus Hennig ließ das Publikum mit spannenden Anekdoten an 20 Jahren CyberChampions Awards teilhaben, bevor die besten Startups der CyberLab Community ihre Ideen in kurzen Pitches präsentierten. Der Hauptpreis ging an Alithea bio, deren innovative Lösung die Immuntherapie gegen Krebs revolutionieren soll. PREFIRO gewann den Innovations- preis für ihre Robotiklösung zur Spargelernte und sicherte sich auch den Publikumspreis. Den Impactpreis erhielt My Sympto für ihren Beitrag zur Reduzierung von Fehldiagnosen in Notauf- nahmen. Ein besonderes Highlight war die erstmalige Vergabe des Mentor*innen-Preises, bei dem zehn engagierte Mentor*innen für ihren Einsatz in der Startup-Community ausgezeichnet wurden. Auch im Bereich der digitalen Bildung von Kindern und Jugendlichen war 2024 ein erfolgreiches Jahr: die Technik-Initiative technika wurde mit dem technikaLab als Schülerforschungszentrum ausgezeichnet. Außerdem feierte die technika ihr 10-jähriges Bestehen. Sie ist mittlerweile an 167 Schulen und Jugendhäusern in der TechnologieRegion Karlsruhe vertreten und führt jede Woche rund 2.600 Kinder und Jugendliche spielerisch an die interessante Welt von Informatik und Ingenieurswissenschaften heran. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei der Förderung von naturwissenschaftlich interessierten und begabten Mädchen. Weil Frauen in den MINT-Fächern immer noch unterrepräsentiert sind, gehen im Rahmen der technika seit 2019 regelmäßig die sogenannten Girls‘ Digital Camps über die Bühne. Ein wirklich großartiges Finale für das Trans- ferprogramm Girls‘ Digital Camps (GDC) gab es zum Schuljahresende: Nach zahlreichen infor- mativen Unternehmensbesuchen in der Region und praktischen Erfahrungen beim Tüfteln und Umsetzen ihrer eigenen Projekte waren die teilnehmenden Schülerinnen zusammen mit ihren AG-Leitern zur feierlichen Abschlussveranstaltung eingeladen. Mit dem gewonnenen Förderpro- jekt “techniKAmpus” im Rahmen des Förderprogramms “Regionale Cluster für MINT-Bildung für Jugendliche” des Bundesministeriums für Bildung und Forschung werden in Zusammenarbeit mit dem IPEK am KIT und dem Stadtjugendausschuss e.V. die Angebote im Rahmen der technika stadtweit auf Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit ausgeweitet. 24 7 Finanzierung Auch 2024 stellte der Gemeinderat 250.000 Euro netto bzw. 297.500 Euro brutto für die Initia- tive karlsruhe.digital bereit. Das Budget 2024 wurde für die in der folgenden Tabelle 8 darge- stellten Maßnahmenpakete verwendet. Aufgrund der Steuerbefreiung verschiedener Auftrags- nehmer*innen befindet sich die Netto-Gesamtsumme in Höhe von 253.000 Euro innerhalb des städtischen Brutto-Budgets von 297.500 Euro. Tabelle 8: Übersicht der Maßnahmenpakete und des zur Verfügung gestellten städtischen Budgets 2024 Maßnahmenpaket Budget (Ist, jeweils netto) Events inkl. Bunte Nacht der Digitalisierung 87.000 Euro städtisches Budget Kommunikation 117.000 Euro städtisches Budget Fachkräfte 23.000 Euro städtisches Budget Freies Budget für agiles Arbeiten / Vorschläge der Arbeitskreise 26.000 Euro städtisches Budget Gesamt 253.000 Euro städtisches Budget Im gleichen Umfang bringt sich die Wirtschaft ein. Dieser Beitrag setzt sich vor allem aus Perso- nal- und Sachkosten sowie Dienstleistungen in Form der Planung und Umsetzung der Bunten Nacht der Digitalisierung, aus der Organisation und Betreuung von Messeständen für Fachkräfte, sowie aus der Umsetzung verschiedener Maßnahmen im Rahmen des Tagesgeschäftes zusam- men. Der Steuerkreis entscheidet in seiner jährlichen Dezember-Sitzung über die Verteilung der Finanz- mittel auf einzelne Maßnahmenpakete im Folgejahr. Der Steuerkreis hat das geplante städtische Budget 2025 wie in der folgenden Tabelle 9 dargestellt vorgesehen. Tabelle 9: Übersicht der für 2025 geplanten Maßnahmenpakete und des zugehörigen städtischen Budgets Maßnahmenpaket Budget (geplant, jeweils netto) Kommunikation 110.000 Euro städtisches Budget Events 80.000 Euro städtisches Budget Fachkräfte 20.000 Euro städtisches Budget Weiteres Fokusthema / KIT-Jubiläum 10.000 Euro städtisches Budget Freies Budget (agiles Arbeiten, Vorschläge der Arbeitskreise) 30.000 Euro städtisches Budget Gesamt 250.000 Euro städtisches Budget 25 8 Ausblick 2025 Die Fokusthemen der Initiative werden weiterhin bearbeitet. Die „ganzheitliche und zielgerichtete Kommunikation“ wird auch 2025 eine Hauptaufgabe blei- ben. Hier soll weiter an der Einbindung der Akteure der Karlsruher Digitalszene gearbeitet wer- den und der Digitalstandort sowohl regional als auch überregional und international als Motor der Digitalisierung einer souveränen, zukunftsfähigen Gesellschaft positioniert werden. Verstärkt werden eigene Maßnahmen und daraus resultierende Mehrwerte der Initiative kommuniziert. Weiterhin unterstützt die Kommunikation als Querschnittsthema alle anderen Fokusthemen und Expert*innen-Gruppen durch verschiedene abgestimmte Maßnahmen und wird dabei gerade auch den Bereich „Smart City“ weiterhin in den Fokus rücken und hier als Ansprechpartnerin und vernetzende Anlaufstelle dienen. 2025 werden die bestehenden Formate wie Fachkräfte- messen, Social Media Aktionen, Recruitainment-Events sowie Vorträge an Hochschulen vom Cy- berForum in Kooperation mit karlsruhe.digital fortgeführt, um IT-Fachkräfte auf den Standort aufmerksam zu machen bzw. sie zu binden. Abgeleitet aus den überarbeiteten Erfolgsdimensionen und Expert*innen-Gruppen soll das be- gonnene gemeinsame Thesenpapier finalisiert und vorgestellt werden. Folgende Maßnahmen der Expert*innen-Gruppen sind 2025 geplant: • Bildung: LEARNTEC 2025 mit Gemeinschaftsstand karlsruhe.digital und technika | Tech- nik-Initiative Karlsruhe • Innovationstransfer: Erstellung einer Übersicht zu den aktuellen Akteuren und Maßnah- men im Bereich Forschungstransfer in Karlsruhe und der Region • Digitale Verwaltung & Smart City: Kommunikation und Positionierung der Smart City Projekte u.a. bei städtischer Hausmesse, bei Wissenschaftsfestival EFFEKTE, auf dem Smart City Expo World Congress in Barcelona und bei der KIT Science Week, Umsetzung der Open Data Hack Days mit verschiedenen Partnern, Umsetzung der Digitalstrategie, Unterstützung des Projektes Cycle Sense mit Umweltsensoren, Aufbau einer Urbanen Datenplattform, Erweiterung Sensor City, Karlsruhe.App und Digitaler Zwilling inklusive Kommunikation, Analyse der Förderlandschaft und Einreichung gemeinsamer Förderan- träge mit lokalen Partnern, Ausbau des Smart City Designs und kurze Projektvideos für die Kommunikation • Menschenzentrierte KI: KI-Mapping zum Standort, KI-Challenge der KI-Allianz • Wissenschaft: Fortführung Projekte rund um Digital Citizen Science, UIG-Tagung Das InnovationFestival @karlsruhe.digital am 17. Oktober stellt das Highlight-Event der Initiative für 2025 dar. Erneut gibt es eine enge Zusammenarbeit mit der KIT Science Week und gemein- same Kommunikationsmaßnahmen. Das InnovationFestival bietet als hybrides Event im ZKM den besten digitalen Innovationen aus Karlsruhe und der TechnologieRegion Karlsruhe die große Bühne. Zusätzlich wird der Fokus 2025 auf der detaillierten Analyse von relevanten Rankings und Bench- marks liegen, aus welcher gezielte Maßnahmen zur verbessernden (inter)nationalen Positionie- rung des Digitalstandortes abgeleitet werden sollen. Anschließend sollen die Maßnahmen suk- zessive umgesetzt werden und sich so mittelfristig bessere Ranking- und Benchmark-Ergebnisse einstellen, die sich positiv auf die Wahrnehmung Karlsruhes auswirken. 26 9 Ableitung von Synergien und Erkenntnissen Aus den in den letzten Jahren durchgeführten Maßnahmen zur Fachkräftegewinnung lassen sich einige Erkenntnisse gewinnen, die auch für andere Branchen und Bereiche – wie andere städti- sche Ämter – nützlich sein können. Der Besuch ausgewiesener Fachkräftemessen erweist sich für die Personalakquise als sehr sinnvoll, vor allem das große Interesse der Kandidat*innen außerhalb Karlsruhes (2/3 der Aufnahmen in den Bewerberpool) ist hier noch einmal zu betonen – sowohl analoge als auch virtuelle Konzepte konnten hier überzeugen. Nützlich ist auch ein zentraler Ansprechpartner, der im Sinne eines One Stop Shops den Kontakt mit potenziellen Kandidat*in- nen vom ersten Gespräch bis zur Vermittlung übernimmt, wie es im Fall der Digitalbranche das CyberForum als Partner von karlsruhe.digital leistet. Es ist zu betonen, dass neben vielfältigen digitalen Werbe-Möglichkeiten der Fachkräftegewinnung das persönliche Gespräch, wie es bei- spielsweise an einem Messestand möglich ist, nicht unterschätzt werden darf. Davon zeugt die gute Conversion-Rate von Gesprächen zu Leads, Interviews und Aufnahme in den Bewerberpool (Fachkräftemessen). Bezüglich der Kommunikation ist festzustellen, dass es sich bei sozialen Netzwerkmedien als wirtschaftlich erweist, eine Mischung aus fremden, aber themenverwandten Inhalten (beispiels- weise von Partnern und aus dem Netzwerk) sowie selbst erstellten Formaten und Inhalten zu nutzen. So kann mit angemessenem Aufwand ein regelmäßiger Kommunikationsfluss aufrecht- erhalten werden. Bezüglich der Sozialen Medien ist ebenso die Bedeutung des Community Ma- nagements zu betonen. Nutzer*innen und (potenzielle) Netzwerkpartner sollten stets die Mög- lichkeit haben, über Social Media Kanäle Kontakt aufzunehmen und hier zeitnah hilfreiche Ant- worten zu erhalten. Der erneute Erfolg der Bunten Nacht der Digitalisierung zeigt, dass es weiterhin ein großes Inte- resse der Stadtgesellschaft an digitalen Themen sowie lokalen Institutionen in diesem Bereich gibt. Gerade der persönliche Austausch auch zu teils als diskussionswürdig empfundenen Inhal- ten mit der Stadtverwaltung zu Smart City Themen und Services fördert gegenseitiges Verständ- nis, Vertrauen und Annäherung. Die große Anzahl an Event-Partnern verdeutlicht außerdem das Interesse der Karlsruher Institutionen am direkten Austausch mit der Stadtgesellschaft – sei es, um potentielle Fachkräfte und Studierende anzusprechen, Projekte vorzustellen, Kunden bzw. Besucher*innen zu gewinnen oder die eigene Bekanntheit zu steigern. 27 10 Zusammenfassung und Fazit Die Kommunikationsstrategie von karlsruhe.digital positioniert den Digitalstandort über Social Media, Website, Blog und Veranstaltungen und konnte 2024 ihre Reichweite und Interaktions- rate deutlich steigern. Besonders gefragt sind Blog-Artikel zu Themen wie Smart City, KI und Bildung sowie erfolgreiche Formate wie #DigiWomenKA. Zudem unterstützte die Initiative 17 Veranstaltungen und engagierte sich in strategischen Netzwerken wie der KI-Allianz Baden- Württemberg und dem städtischen Smart City Board. Durch diese Maßnahmen wurde Karlsruhe als führender Digitalstandort weiter gestärkt und die digitale Community intensiv vernetzt. Die Initiative karlsruhe.digital setzte 2024 verstärkt auf die Gewinnung und Bindung von IT-Fach- kräften, um das Wachstum der Digitalbranche in Karlsruhe zu fördern. Durch die Teilnahme an 27 Veranstaltungen, darunter 17 Fachkräftemessen, wurde der Standort mit seinen rund 4.800 Digitalunternehmen gezielt beworben. Ergänzend wurden eine Plakataktion, Social Media, On- line-Anzeigen und Direktansprachen über LinkedIn genutzt, um potenzielle Kandidat*innen an- zusprechen. Über 60 % der in den Bewerberpool aufgenommenen Fachkräfte kamen von au- ßerhalb, was das überregionale Interesse an Karlsruhe als Arbeitsort unterstreicht. Die Bunte Nacht der Digitalisierung am 7. Juni 2024 war das Highlight der Initiative karlsruhe.di- gital mit 65 Partnern und über 250 Programmpunkten. Ziel war es, die Digitalisierung in Karls- ruhe sichtbar zu machen und den Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur, Verwal- tung und der Stadtgesellschaft zu fördern. Das vielfältige Programm reichte von Smart-City-Aus- stellungen und Workshops über Start-up-Pitches bis zu beeindruckenden Media-Arts-Installatio- nen, ergänzt durch kostenlosen ÖPNV. Die Veranstaltung hat Karlsruhes Rolle als Motor der Di- gitalisierung gestärkt und bildet die Basis für die nächste Bunte Nacht der Digitalisierung, welche voraussichtlich 2026 stattfindet. Mit den vielfältigen Maßnahmen aus den Expert*innen-Gruppen konnte insgesamt maßgeblich zum Erreichen der Vision, Karlsruhe als Motor der Digitalisierung zu entwickeln und zu positio- nieren, beigetragen werden und die inhaltliche Expertise und Bandbreite des Digitalstandortes dargestellt werden. 2025 soll der eingeschlagene Weg der agilen, eng vernetzten Arbeitsweise rund um das Karlsru- her Prinzip der kurzen Wege konsequent weiterbeschritten werden. Als Weiterführung der Stra- tegie- und Zukunftsworkshops und abgeleitet aus den aktualisierten Erfolgsdimensionen wird der Steuerkreis das begonnene gemeinsame Thesenpapier finalisieren und vorstellen. Das Inno- vationFestival @karlsruhe.digital wird am 17. Oktober 2025 erneut den besten digitalen Innova- tionen die große Bühne bieten und dabei das Ökosystem karlsruhe.digital stärken. Weitere Maß- nahmen im Rahmen des 200-jährigen Geburtstages des KIT sind angedacht. Die konzeptionelle Ausarbeitung des bisher zurückgestellten Fokusthemas Unternehmensentwicklung und -ansied- lung, die Weiterentwicklung des KI-Standortes und der Ausbau der Smart City Karlsruhe wird die Initiative inhaltlich noch stärker aufstellen und ihre Bedeutung fokussiert ausbauen. Durch auf- einander abgestimmte Maßnahmen wird die ganzheitliche Kommunikation erweitert, das Kon- sortium gestärkt und die Fachkräftegewinnung gesteigert.
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Extrahierter Text
www.karlsruhe.digital karlsruhe.digital @karlsruhe.digital karlsruhe.digital Ausschuss für Wirtschaft und Wissenschaft Agenda 2 1. Hintergrund Vision und Fokusthemen gemeinsames Verständnis Die Initiative karlsruhe.digital vereint die Gesamtheit aller Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Digitalstandortes Karlsruhe –konkret in Form der Positionierung, Weiterentwicklung und Vernetzung der Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Kultur. Vision Karlsruhe ist Motor der Digitalisierung einer souveränen und zukunftsfähigen Gesellschaft. Mission Die Initiative karlsruhe.digital vernetzt alle relevanten Stakeholder, initiiert Projekte und stellt Services bereit, um gemeinsam die Vision Wirklichkeit werden zu lassen. Vision und Mission Ausschuss für Wirtschaft und Wissenschaft47. Mai 2025 Fokusthemen Ausschuss für Wirtschaft und Wissenschaft57. Mai 2025 Fachkräfte Rekrutierung & Bindung IT- Professionals Unternehmens- entwicklung& - ansiedlung Konsortium Stärkung + Beschleunigung Karlsruher Prinzip Kommunikation Positionierung Motor der Digitalisierung 2. Rückblick 2024 Fokusthemen, Bunte Nacht der Digitalisierung, Smart City Kommunikation Ausschuss für Wirtschaft und Wissenschaft7 ▪Fokus auf SocialMedia, Website, Blog und Veranstaltungen ▪Steigerung der Reichweite durch erfolgreiche Formate wie #DigiWomenKAoder Smart-City- Freitag ▪Zahlreiche Event-und Medienpartnerschaften zur Positionierung als Innovationsstandort ▪Inhaltlicher Fokus neben Fokusthemen und Events: Smart City und KI-Standort ▪Website: Verbesserung Barrierefreiheit und Design 7. Mai 2025 Fachkräftemessen & Events 2024 8 Fachkräftegewinnung 9 →Stärkung der Marke karlsruhe.digital →Zahl der offenen Stellen rückläufig, Nachfrage vor allem nach Professionals →Wirkung ist mittelfristig zu sehen Ausschuss für Wirtschaft und Wissenschaft7. Mai 2025 GesprächeLeadsInterviewsBewerberpool 11 Messen 2019 6432076458 13 Messen 2020 39116411077 15 Messen 2021 34520512191 13 Messen + Events 2022 816235127109 19 Messen + Events 2023 10411517068 27 Recruitingmaßnahmen2024 99117211788 Bunte Nacht der Digitalisierung ▪14 Uhr: Eröffnung im TRIANGEL Transfer | Kultur | Raum mitMD Stefan Krebs ▪15 Uhr: Start des dezentralen Programms bei Partnern ▪22 Uhr:Abschlussparty gemeinsam mit der KI-Allianz Baden-Württemberg im TRIANGEL und auf dem Kronenplatz 10 11 12 13 Bunte Nacht der Digitalisierung Ausschuss für Wirtschaft und Wissenschaft14 ▪65 Partner; davon 14 Unternehmen, 8 Startups, 41 aus Wissenschaft, Verwaltung, Kultur & Initiativen ▪260 Programmpunkte ▪2.800 Besucher*innen, 2.251 App-Besuche am Veranstaltungstag, 11.400Websiteaufrufe rund um den Veranstaltungstag ▪Rund 35% der Eventkosten durch Sponsoring und Teilnahmegebühren ▪Schirmherrschaft: Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen BW ▪300.000 € Eigenmittelanteil durch Partner, davon 135.000€ durch Startups & Unternehmen Partnerfeedback (Rücklaufquote 58,33%) 7. Mai 2025 Events & Kommunikation 15 ▪SocialMedia Reihe „Smart-City-KA- Freitag“ ▪Bunte Nacht der Digitalisierung ▪BableSmart City Podcast: Smart im Ländle ▪Smart Country Convention, Berlin: Vortrag auf Stand des Innenministeriums BW ▪ICF Global Summit: Panel zu Netzwerken mit Innovationsmanagern New York, Barcelona ▪Smart City Expo World Congress, Barcelona: Gemeinschaftsstand bw-i, „Städte Speed Dating“ 7. Mai 2025 3. Aktuelles und Ausblick 2025 Fokusthemen, Events, Smart City, weitere Maßnahmen Kommunikation ▪SocialMedia, Blog & Website-Weiterentwicklung ▪Inhaltlicher Fokus auf Smart City & KI neben Digitalstandort ▪Eventkommunikation ▪Medien-und Eventpartnerschaften ▪Verstärkte Pressearbeit für nationale und internationale Positionierung 17Ausschuss für Wirtschaft und Wissenschaft7. Mai 2025 Fachkräfte 18 ▪Präsenz bei Fachkräftemessen, Afterwork-Events, Kamingesprächen u. ä. ▪Standortspezifische zielgruppendifferente Werbung ▪Überregionale Plakatierungsaktionen an Messestandorten im Vorfeld von Messen ▪Werbung in Haltestellen der U-Strab in KA ▪Fachbeiträge & SocialMedia durch Karlsruher Kompetenzträger 18Ausschuss für Wirtschaft und Wissenschaft7. Mai 2025 7. Dezember 2023Steuerkreistreffen karlsruhe.digital19 Weitere Events 21 ▪Open Data Hackathon mit OK Lab, Amt für IT und Digitalisierung, FZI im März mit rund 45 Teilnehmer*innen (14. & 15. März) ▪LEARNTEC-Messestand mit technika Technik-Initiative (6. bis 8. Mai) ▪KI-Challenge der KI-Allianz Baden-Württemberg (6. & 7. Mai) ▪Verschiedene Medien-und Eventpartnerschaften (u.a. CyberChampions Award, digiTALK, EFFEKTE, Entwicklertag, Futuromundo, GodotCamp, LEARNTEC, MINT-Festival, UIG-Tagung) Ausschuss für Wirtschaft und Wissenschaft7. Mai 2025 Smart City ▪ ▪ ▪ ▪ ▪ ▪ 22Ausschuss für Wirtschaft und Wissenschaft7. Mai 2025 Smart City 14. & 15. Mrz Open Data Hackathon mit Amt für IT, OK Lab & FZI 24. Feb KIT-Smart-City- Seminar 17. bis 25. Mai EFFEKTE Wissenschaftsfestival 5. Juni Hausmesse der Verwaltung 30. Sep bis 2. Okt Smart Country Convention inkl. Treffen des AK Digitalisierung des DST 14. bis 19. Okt KIT Science Week & InnovationFestival @karlsruhe.digital 4. bis 6. Nov Smart City Expo World Congress Barcelona 23Ausschuss für Wirtschaft und Wissenschaft7. Mai 2025 31. Mrz& 1. Apr DST AK Digitalisierung Maßnahmen der Expert*innen-Gruppen MaßnahmeAKStatus Open Data Hackathon AK Smart Cityumgesetzt Gemeinschaftsstand LEARNTEC mit technika AK Bildungumgesetzt KI-Challenge der KI-Allianz Menschenzentrierte KIumgesetzt KI-MappingMenschenzentrierte KIIn Fertigstellung Cycle Sense Klimasensoren – Citizen Science per Fahrrad AK Smart CityIn Umsetzung, im Juni Rollout ▪Übergreifende Maßnahme: Erstellung eines gemeinsamen Thesenpapiers mit Visionen und Zielbildern der einzelnen Expert*innen-Gruppen und Themen ▪Ziel: Vorstellung in einem der nächsten Ausschüsse 24Ausschuss für Wirtschaft und Wissenschaft7. Mai 2025 Fragen, Anmerkungen, Feedback 25Ausschuss für Wirtschaft und Wissenschaft7. Mai 2025