Integriertes Stadtentwicklungskonzept Karlsruhe 2040 - Ergebnisse der Bürgerumfrage 2024
| Vorlage: | 2025/0234 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 07.03.2025 |
| Letzte Änderung: | 13.06.2025 |
| Unter Leitung von: | Amt für Stadtentwicklung |
| Erwähnte Stadtteile: | Beiertheim-Bulach, Daxlanden, Durlach, Grötzingen, Grünwettersbach, Grünwinkel, Hagsfeld, Hohenwettersbach, Innenstadt-Ost, Innenstadt-West, Knielingen, Mühlburg, Neureut, Nordstadt, Nordweststadt, Oberreut, Oststadt, Palmbach, Rintheim, Rüppurr, Stupferich, Südstadt, Südweststadt, Waldstadt, Weiherfeld-Dammerstock, Weststadt, Wolfartsweier |
Beratungen
- Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 29.04.2025
Rolle: Entscheidung
Ergebnis: mehrheitlich beschlossen
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
Beschlussvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2025/0234 Verantwortlich: Dez. 2 Dienststelle: AfSta Integriertes Stadtentwicklungskonzept Karlsruhe 2040 – Ergebnisse der Bürgerumfrage 2024 Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Haupt- und Finanzausschuss 08.04.2025 12 N Vorberatung Gemeinderat 29.04.2025 6 Ö Entscheidung Kurzfassung Der Gemeinderat nimmt die Ergebnisse der Bürgerumfrage 2024 zum Thema „Lebensqualität und Zukunftsfragen“ zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung, die gewonnenen Erkenntnisse in den weiteren Prozess zur Erstellung des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts 2040 (ISEK 2040) einfließen zu lassen. Finanzielle Auswirkungen Ja ☐ Nein ☒ ☐ Investition ☐ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☐ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☒ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☐ Ja ☐ Korridorthema: alle Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Erläuterungen Hintergrund Am 25.10.2022 hatte der Gemeinderat die Verwaltung beauftragt, einen Prozess zur Fortschreibung des „Integrierten Stadtentwicklungskonzepts Karlsruhe 2020“ (ISEK 2020) zu entwickeln. Das daraufhin vorgelegte „Konzept zur Erstellung des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts Karlsruhe 2040 (ISEK 2040)“ wurde nach Vorberatungen im Hauptausschuss (14.03.2023 sowie 09.05.2023) im Gemeinderat am 16.05.2023 mit Aufnahme eines Sperrvermerks beschlossen. Die Aufhebung des Sperrvermerks erfolgte in der Gemeinderatssitzung am 19.11.2024 für folgenden Prozess: Bürgerumfrage 2024 – Grundlagen Ein frühes und wesentliches Element der Bürgerbeteiligung im Konzept zur Erstellung des ISEK 2040 ist die in den Monaten Juni/Juli 2024 unter 7.919 Bürgerinnen und Bürgern ab 16 Jahren durchgeführte Umfrage mit dem Titel „Lebensqualität und Zukunftsfragen“. Die dort gewonnenen Erkenntnisse sind eine Grundlage für die inhaltliche Ausrichtung des ISEK 2040 und liefern Ansatzpunkte für weiter – auch in Beteiligungsprozessen – zu vertiefende Fragestellungen. Sie fließen sowohl in der Analysephase als auch in der Zielsystem- und Projektphase in das ISEK 2040 ein. Um frühzeitig die Impulse der Bürgerinnen und Bürger für die Zukunft Karlsruhes aufzunehmen, adressiert die Bürgerumfrage folgende Themen: • Lebensqualität in Karlsruhe, • Herausforderungen und Handlungsbedarfe für Karlsruhe bis 2040 mit den Vertiefungsbereichen Wohnen, Klima, Mobilität und Digitalisierung sowie • Wohnumgebung/Leben im Stadtteil. Dabei wurden die erhobenen Daten sowohl qualitativ, um die Bürgerinnen und Bürger direkt zu Wort kommen zu lassen, als auch quantitativ – für eine repräsentative Analyse von Zufriedenheiten und der Relevanz von Themen – ausgewertet. Die Lebensqualität in Karlsruhe wird von den Bürgerinnen und Bürgern alles in allem als gut eingestuft. Die Zufriedenheit mit einzelnen Bereichen variiert jedoch. So erreichen Veranstaltungen und Feste, kulturelle Einrichtungen sowie Grünflächen und Naturräume in Karlsruhe verhältnismäßig hohe Zufriedenheitswerte, während insbesondere die Betreuungsmöglichkeiten für Kinder sowie die Verkehrsinfrastruktur für Pkws geringere Zufriedenheitswerte erzielen. – 3 – Die Karlsruherinnen und Karlsruher sehen das Thema Wohnungsknappheit beziehungsweise die Versorgung der Bevölkerung mit angemessenem Wohnraum am häufigsten als die größte Herausforderung für die Stadt Karlsruhe in den kommenden 10 bis 15 Jahren an. Die am zweithäufigsten genannte Herausforderung ist der Klimawandel. An dritter Stelle identifizieren die Bürgerinnen und Bürger das Thema Migration/Integration/rasante Veränderungen in der Bevölkerungszusammensetzung als größte Herausforderung. Unter möglichen Vorhaben und Zielen der Stadt Karlsruhe bis 2040 sehen die Karlsruherinnen und Karlsruher insbesondere die Erweiterung des Wohnungsangebots, eine attraktivere Gestaltung der Innenstadt sowie die Umsetzung von Maßnahmen zur Klimaanpassung und/oder zum Klimaschutz als besonders wichtig an. Wohnen: Die Bevölkerung steht Maßnahmen zur Nachverdichtung mehrheitlich kritisch gegenüber. Auch potentielle Außenentwicklungen im Stadtgebiet werden mehrheitlich abgelehnt. Potentiale zur Schaffung von mehr Wohnraum sehen die Bürgerinnen und Bürger durch die Überbauung bestehender ebenerdige Parkplätze und Garagenhöfe in gut durch öffentliche Verkehrsmittel erschlossenen Quartieren sowie durch die Ermöglichung höherer Bauhöhen in bereits bebauten Quartieren. Einer aktiven Rolle der Stadt am Wohnungsmarkt, um Mietsteigerungen entgegen zu wirken, stehen die Bürgerinnen und Bürger positiv gegenüber. Klimaanpassung: Nahezu drei Viertel der Karlsruherinnen und Karlsruher sind der Auffassung, dass der Klimawandel und dessen Folgen ihr persönliches Leben zukünftig sehr stark oder stark beeinträchtigen werden. Nahezu alle Maßnahmen, um die Folgen des Klimawandels in der Fächerstadt für die Bürgerinnen und Bürger abzumildern, werden von mehr als der Hälfte der Bevölkerung als „sehr wichtig“ eingestuft, wobei an erster Stelle die Sicherung klimatisch relevanter Freiräume sowie Grünflächen steht. Mobilität: Mehrheitlich ablehnend stehen die Karlsruherinnen und Karlsruher der Erhöhung von Parkgebühren und der Einführung von Parkgebühren gegenüber. Jeweils mehr als die Hälfte der Bevölkerung sind für Geschwindigkeitsreduzierungen für den Autoverkehr, Vorrangschaltungen an Ampelanlagen für Bahnen, Busse, Radfahrende sowie zu Fuß Gehende oder den Rückbau von Fahrspuren für den Autoverkehr. Die Akzeptanz etwaiger Einschränkungen für den Automobilverkehr ist insgesamt deutlich beeinflusst vom aktuellen Mobilitätsverhalten der Einwohnerinnen und Einwohner, das zu gleichen Anteilen jeweils von einer schwerpunktmäßigen Nutzung des motorisierten Individualverkehrs, Auto/Motorrad, sowie des Fahrrads/Pedelecs geprägt ist. Digitalisierung: Die Bevölkerung setzt in Sachen Digitalisierung vor allem da Prioritäten, wo sie über entsprechende Dienstleistungen als Kundin beziehungsweise Kunde in Kontakt mit der Stadtverwaltung kommt: Über 70 Prozent sind der Auffassung, dass die Stadt Karlsruhe die Digitalisierung vorrangig bei Dienstleistungen für Bürgerinnen und Bürger vorantreiben sollte. Dabei legen die Bürgerinnen und Bürger besonderen Wert auf die Beschleunigung von Verwaltungsprozessen sowie eine Ausweitung des Angebots digitaler Verwaltungsleistungen/Online- Services. Insgesamt haben 6.146 Personen 15.587 Vorschläge zur Verbesserung der Lebensqualität in der Fächerstadt formuliert. Die Vorschläge erstrecken sich über 19 Themenfelder. In den Themenfeldern Entwicklung der Karlsruher Innenstadt, Grün/Klima/Umwelt/Energie, Sauberkeit/Sicherheit/Ordnung und Fahrradverkehr wurden jeweils mehr als 1.000 Vorschläge gemacht. – 4 – Jeweils rund ein Fünftel der Befragten sind den Bevölkerungsgruppen „Familien mit mittlerem Einkommen“, „Berufstätige mit mittlerem Einkommen“ sowie „Rentnerinnen und Rentner“ zuzurechnen. Das Thema Wohnungsknappheit/Versorgung der Bevölkerung mit angemessenem Wohnraum wird von allen Bevölkerungsgruppen als größte Herausforderung für die Stadt Karlsruhe in den kommenden 10 bis 15 Jahren gesehen. Ansonsten zeigen sich unterschiedliche Sichtweisen bezüglich der Einschätzung von Herausforderungen, Zielen sowie des Mobilitätsverhaltens. Zusammengenommen mehr als 90 Prozent der Bevölkerung geben an, dass sie mit ihrem Wohnumfeld sehr oder eher zufrieden sind. Besonders hohe Zufriedenheitswerte erzielen – stets auf das individuelle Wohnumfeld bezogen – die Möglichkeit, wichtige Orte zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreichen, die Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr sowie das Sicherheitsgefühl bei Tag. Neutrale Zufriedenheitswerte erreichen die Parkmöglichkeiten für private Pkws in Wohnortnähe, die mikroklimatischen Bedingungen, insbesondere an heißen Tagen, die Sauberkeit der öffentlichen Räume nahe der Wohnung, die wohnortnahen Betreuungsmöglichkeiten für Kinder unter sechs Jahren sowie die Mitsprache- und Mitgestaltungsmöglichkeiten bei Veränderungen im Wohnumfeld. Stadtteilauswertungen zeigen, dass die Zufriedenheitswerte mit einzelnen Aspekten des Wohnumfelds teilweise deutlich in Abhängigkeit vom individuellen Wohnort variieren. Ebenso weisen die von der Stadtteilbevölkerung formulierten Vorschläge zur Verbesserung des Wohnumfelds auf stadtteilspezifische Handlungserfordernisse hin. Ausblick Im Frühjahr 2025 werden sowohl die Stellenausschreibungen als auch die Ausschreibung zur Beauftragung eines externen Büros erfolgen. Die Ausschreibung zur Beauftragung des externen Büros wird in einem zweistufigen Verfahren erfolgen, bei dem über Teilnahmeanträge die Zulassung Vergabeverfahren erfolgt. Die Fraktionen im Gemeinderat werden zeitnah eine Einladung zur Teilnahme am Auswahlverfahren erhalten. Beschluss: Antrag an den Gemeinderat - nach Vorberatung im Haupt- und Finanzausschuss Der Gemeinderat nimmt die Ergebnisse der Bürgerumfrage 2024 zum Thema „Lebensqualität und Zukunftsfragen“ zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung die gewonnenen Erkenntnisse in den weiteren Prozess zur Erstellung des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts 2040 (ISEK 2040) einfließen zu lassen.
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Bürgerumfrage 2024 Lebensqualität und Zukunftsfragen Stadt Karlsruhe Amt für Stadtentwicklung Ergebnisbericht Beiträge zur Stadtentwicklung | Heft Nr. 66 2 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Impressum Stadt Karlsruhe Amt für Stadtentwicklung Zähringerstraße 61 76133 Karlsruhe Leiter: Christoph Riedel Bereich: Stadt- und Regionalentwicklung Dr. Andrea Hammer Bearbeitung: Dr. Andrea Hammer Benedikt Dierßen Tamiko Kehrer Esther Krämer Viktor Waldschmidt Carolina Romero Antonio Layout: Stefanie Groß Titelfoto: © Ralf Gosch – stock.adobe.com Auskunftsdienst und Bestellung: Telefon: 0721 133-1201 Fax: 0721 133-1209 E-Mail: stadtentwicklung@afsta.karlsruhe.de Internet: www.karlsruhe.de/stadtentwicklung Stand: März 2025 | Nr. 25-0120 Gedruckt in der Rathausdruckerei auf 100 Prozent Recyclingpapier. © Stadt Karlsruhe Alle Rechte vorbehalten. Ohne ausdrückliche Genehmigung des Herausgebers ist es nicht gestattet, diese Veröffentlichung oder Teile daraus zu vervielfältigen oder in elektronischen Systemen anzubieten. Amt für Stadtentwicklung | 3 4 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Inhalt 1. Einleitung .........................................................................................................................................................6 Methodik ............................................................................................................................................................................6 Zusammenfassung ...............................................................................................................................................................8 2. Bewertung der Lebensqualität in Karlsruhe ...................................................................................................10 3. Herausforderungen und Handlungsbedarfe für die Stadt Karlsruhe ..............................................................12 4. Relevanz und Akzeptanz von Vorhaben in den Bereichen Wohnen, Klima, Mobilität und Digitalisierung ......14 Wohnen ............................................................................................................................................................................14 Klimawandel und Klimaanpassung .....................................................................................................................................15 Mobilität ...........................................................................................................................................................................17 Digitalisierung ...................................................................................................................................................................22 5. Antworten auf die Frage „Was sollte die Stadt Karlsruhe Ihrer Meinung nach in den nächsten Jahren vor allem tun, um die Lebensqualität hier in Karlsruhe weiter zu verbessern?“ ...........................................27 Vorschläge zur Entwicklung der Karlsruher Innenstadt .......................................................................................................28 Vorschläge im Themenfeld Grün/Klima/Umwelt/Energie .....................................................................................................31 Vorschläge im Themenfeld Sauberkeit/Sicherheit/Ordnung .................................................................................................33 Vorschläge im Themenfeld Fahrradverkehr .........................................................................................................................35 Vorschläge im Themenfeld Autoverkehr .............................................................................................................................37 Vorschläge im Themenfeld Wohnen ...................................................................................................................................39 Vorschläge im Themenfeld Öffentlicher Nahverkehr (ÖPNV) ...............................................................................................40 Vorschläge im Themenfeld Kultur/Freizeit/Sport .................................................................................................................42 Vorschläge im Themenfeld Familie und Kinder ...................................................................................................................45 Vorschläge im Themenfeld Soziales/Teilhabe/Integration .....................................................................................................47 Vorschläge im Themenfeld Bautätigkeit .............................................................................................................................50 Vorschläge im Themenfeld täglicher Bedarf/Versorgung .....................................................................................................51 Vorschläge im Themenfeld öffentliche Räume ....................................................................................................................53 Vorschläge im ThemenfeldDigitalisierung/Bürgerfreundlichkeit/Kommunikation ..................................................................55 Vorschläge im Themenfeld (kommunale) Dienstleistungen .................................................................................................57 Vorschläge im Themenfeld Verkehrsorganisation ................................................................................................................59 Vorschläge im Themenfeld Fußverkehr ...............................................................................................................................60 Vorschläge im Themenfeld Wirtschaft und Arbeit ..............................................................................................................60 Vorschläge im Themenfeld Stadtbild/Architektur ................................................................................................................61 Häufigste Vorschläge zur Verbesserung der Lebensqualität .................................................................................................62 6. Blick einzelner Bevölkerungsgruppen auf Lebensqualität und Zukunft .........................................................63 Familien mit niedrigem Haushaltseinkommen ....................................................................................................................64 Familien mit mittlerem Haushaltseinkommen .....................................................................................................................66 Studierende | Schülerinnen und Schüler | Auszubildende ....................................................................................................68 Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger ........................................................................................................................70 Berufstätige mit hohem Haushaltseinkommen ...................................................................................................................72 Berufstätige mit mittlerem Haushaltseinkommen ...............................................................................................................74 Berufstätige mit niedrigem Haushaltseinkommen ...............................................................................................................76 Erwerbslose .......................................................................................................................................................................78 Rentnerinnen und Rentner.................................................................................................................................................80 Amt für Stadtentwicklung | 5 7. Lebensqualität in den Stadtteilen ..................................................................................................................82 Bewertung einzelner Wohnumfeldqualitäten in den Stadtteilen .........................................................................................84 Innenstadt-Ost ..................................................................................................................................................................88 Innenstadt-West ................................................................................................................................................................90 Südstadt............................................................................................................................................................................92 Südweststadt ....................................................................................................................................................................94 Weststadt ..........................................................................................................................................................................96 Nordweststadt ...................................................................................................................................................................98 Oststadt ..........................................................................................................................................................................100 Mühlburg ........................................................................................................................................................................102 Daxlanden .......................................................................................................................................................................104 Knielingen .......................................................................................................................................................................106 Grünwinkel .....................................................................................................................................................................108 Oberreut .........................................................................................................................................................................110 Beitertheim-Bulach ..........................................................................................................................................................112 Weiherfeld-Dammerstock ................................................................................................................................................114 Rüppurr...........................................................................................................................................................................116 Waldstadt........................................................................................................................................................................118 Rintheim .........................................................................................................................................................................120 Hagsfeld..........................................................................................................................................................................122 Durlach ...........................................................................................................................................................................124 Grötzingen ......................................................................................................................................................................126 Höhenstadtteile (Stupferich, Wolfartsweier, Palmbach, Hohenwettersbach, Grünwettersbach) ..........................................128 Neureut ...........................................................................................................................................................................130 Nordstadt ........................................................................................................................................................................132 8. Anhang .........................................................................................................................................................134 Fragebogen: Bürgerumfrage 2024 | Lebensqualität und Zukunftsfragen ...........................................................................134 6 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen 1. Einleitung Die Bürgerumfrage des Jahres 2024 trägt den Titel „Lebensqualität und Zukunftsfragen“. Sie ist ein Baustein der Bürgerbeteiligung zur Erarbeitung eines „Integrierten Stadtentwicklungskonzepts“ für Karlsruhe mit dem Zeithorizont 2040 (ISEK 2040). Das ISEK 2040 soll bis Herbst 2027 erarbeitet werden und den Orientierungsrahmen für sämtliche Handlungsfelder der Stadt Karlsruhe setzen. Um frühzeitig die Impulse der Bürgerinnen und Bürger für die Zukunft Karlsruhes aufzunehmen, adressiert die Bürgerumfrage folgende Themen: Lebensqualität in Karlsruhe, Herausforderungen und Handlungsbedarfe für Karlsruhe bis 2040 mit den Vertiefungsbereichen Wohnen, Klima, Mobilität und Digitalisierung sowie Wohnumgebung/Leben im Stadtteil. Dabei wurden die erhobenen Daten sowohl qualitativ, um die Bürgerinnen und Bürger direkt zu Wort kommen zu lassen, als auch quantitativ – für eine repräsentative Analyse von Zufriedenheiten und der Relevanz von Themen – ausgewertet. In Kapitel 2 wird zunächst die Bewertung der Lebensqualität in Karlsruhe durch die Bürgerinnen und Bürger untersucht. Herausforderungen und Handlungsbedarfe für die Stadt Karlsruhe aus Sicht der Bevölkerung sind Gegenstand der Analysen in Kapitel 3. Kapitel 4 beleuchtet die Relevanz und Akzeptanz von Vorhaben in den Vertiefungsbereichen Wohnen, Klima, Mobilität und Digitalisierung. Antworten auf die offen gestellte Frage „Was sollte die Stadt Karlsruhe Ihrer Meinung nach in den nächsten Jahren vor allem tun, um die Lebensqualität hier in Karlsruhe weiter zu verbessern?“ sind Gegenstand des Kapitels 5. Hierbei kommen die Bürgerinnen und Bürger intensiv mittels Zitaten zu Wort. In Kapitel 6 erfolgt eine Auswertung des Antwortverhaltens einzelner Bevölkerungsgruppen. Diese wurden per multivariaten Verfahren identifiziert und lassen sich folgendermaßen untergliedern: Familien mit niedrigem Haushaltseinkommen, Familien mit mittlerem Haushalts- einkommen, Studierende I Schülerinnen und Schüler I Auszubildende, Berufseinsteigerinnen und -einsteiger, Berufstätige mit hohem Haushaltseinkommen, Berufstätige mit mittlerem Haushaltseinkommen, Berufstätige mit niedrigem Haushaltseinkommen, Erwerbslose, Rentnerinnen und Rentner. Schließlich beleuchtet Kapitel 7 die Lebensqualität in den Stadtteilen der Fächerstadt. Dabei werden sowohl standardisierte Auswertungen zur Zufriedenheit mit Wohnumfeld-Eigenschaften vorgenommen als auch Antworten auf offene Fragestellungen zur Verbesserung des Wohnumfelds einbezogen. Methodik Im Juni 2024 erhielten 18.000 zufällig aus dem Einwohnerregister ausgewählte Bürgerinnen und Bürger Karlsruhes im Alter von 16 bis unter 90 Jahren eine schriftliche Einladung zur Teilnahme an der Bürgerumfrage 2024. Insgesamt war die Teilnahme über fünf Wochen bis Ende Juli 2024 im Internet sowie per Papierfragebogen, der auf Nachfrage mitsamt vorfrankiertem Rücksendekuvert verschickt wurde, möglich. Da die Teilnahmebereitschaft erfahrungsgemäß in der jüngsten Altersgruppe und bei Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit geringer ausfällt, wurde die Stichprobe nach Alter und Staatsangehörigkeit geschichtet. Die einzelnen Untergruppen wurden entsprechend gewichtet, um am Ende ein repräsentatives Bild der Karlsruher Bevölkerung zu erhalten. Den aus der Zufallsstichprobe ausgewählten Karlsruherinnen und Karlsruhern wurde ein individuelles Passwort im Anschreiben mitgeteilt, um Zugang zur Onlineumfrage zu erhalten. Ein im Anschreiben enthaltener QR-Code ermöglichte die unkomplizierte Teilnahme im Internet. Ebenso wurden 7.919 erwachsene Panel-Adressaten per E-Mail zur Teilnahme an der Online-Umfrage eingeladen. Als Anreiz zur Teilnahme wurden unter allen am Gewinnspiel interessierten teilnehmenden Befragten 32 Tageskarten für das Europabad verlost, die Ende August 2024 an die Gewinnerinnen und Gewinner zugesendet wurden. Im offiziellen Erhebungszeitraum vom 24. Juni 2024 bis zum 28. Juli 2024 haben insgesamt 7.914 Befragte teilgenommen (Tabelle 1.1). Bei insgesamt 24.546 zur Umfrage eingeladenen Personen, ergibt sich somit eine Rücklaufquote von 32,2 %. Amt für Stadtentwicklung | 7 Erhebungszeitraum24. Juni 2024 bis 28. Juli 2024. ErhebungsmethodeBefragung online, auf Anfrage schriftlich/postalisch. Grundgesamtheit Personen mit Hauptwohnsitz in Karlsruhe zwischen 16 bis unter 90 Jahren, ohne Bewohnerinnen und Bewohner der Landeserstaufnahmeeinrichtung (LEA) sowie Bewohnerinnen und Bewohner in Alten- und/oder Pflegeheimen. Sampling Disproportional geschichtete Zufallsstichprobe (Altersgruppe und Staatsangehörigkeit) von Personen zwischen 16 bis unter 90 Jahren mit Hauptwohnsitz in Karlsruhe (ohne Bewohnerinnen und Bewohner der Landeserstaufnahmeeinrichtung (LEA)) sowie im Panel erfasste Personen. Stichproben18.000 brutto, 16.918 bereinigt (1.082 Personen nicht erreichbar). Panel7.919 brutto, 7.628 bereinigt (291 Personen nicht erreichbar). Rücklaufquote insgesamt Bezogen auf den effektiven Stichproben- und Panelumfang (24.546) ergeben sich folgende Rücklaufquoten: 7.914 (32,2 %) haben insgesamt teilgenommen. Darunter haben 139 Personen einen schriftlichen Fragebogen angefragt und zurückgeschickt. Rücklaufquoten nach Quelle 5.114 (30,4 %) aus der Stichprobe haben teilgenommen. 2.800 (42,9 %) aus dem Panel haben teilgenommen. Redressment Proportionale Nachgewichtung um bekannte Randverteilung (Altersstruktur und Staatsangehörigkeit gemäß Melderegister) zu erreichen. Genauigkeit der Ergebnisse Die Genauigkeit der Ergebnisse unterliegt dem Stichprobenumfang sowie bei Anteilswerten der jeweiligen Prozentverteilung. Die maximale Breite des Konfidenzintervalls beträgt, bezogen auf einen Anteilswert von 50 %, bei allen 7.914 Befragten ± 1,1 Prozentpunkte. Für unendlich viele Stichproben umschließen 95 % der so gezogenen Stichproben den wahren Populationswert. Umfrageergebnissewww.karlsruhe.de/stadtentwicklung Tabelle 1.1 Studiendesign der Karlsruher Bürgerumfrage 2024 Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 –Lebensqualität und Zukunftsthemen. © Stadt Karlsruhe, Roland Fränkle 8 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Zusammenfassung Gute Bewertung der Lebensqualität in Karlsruhe Die Lebensqualität in Karlsruhe wird von den Bürgerinnen und Bürgern alles in allem als gut eingestuft. Die Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger mit einzelnen Bereichen variiert jedoch. So erreichen Veranstaltungen und Feste, kulturelle Einrichtungen sowie Grünflächen und Naturräume in Karlsruhe verhältnismäßig hohe Zufriedenheitswerte, während insbesondere die Betreuungsmöglichkeiten für Kinder sowie die Verkehrsinfrastruktur für Pkws geringere Zufriedenheitswerte erzielen und hier die Bürgerinnen und Bürger im Durchschnitt eher unzufrieden sind. Wohnungsknappheit, Klimaanpassung sowie Migration/Integration als größte Herausforderungen für die Stadt Karlsruhe in den nächsten 10 bis 15 Jahren Die Karlsruherinnen und Karlsruher sehen das Thema Wohnungsknappheit beziehungsweise die Versorgung der Bevölkerung mit angemessenem Wohnraum am häufigsten als die größte Herausforderung für die Stadt Karlsruhe in den kommenden 10 bis 15 Jahren an. Die am zweithäufigsten genannte Herausforderung ist der Klimawandel. An dritter Stelle identifizieren die Bürgerinnen und Bürger das Thema Migration/Integration/rasante Veränderungen in der Bevölkerungszusammensetzung als größte Herausforderung. Erweiterung des Wohnungsangebots, attraktivere Gestaltung der Innenstadt sowie Maßnahmen zu Klimaanpassung und -schutz relevanteste Vorhaben bis 2040 Unter möglichen Vorhaben und Zielen der Stadt Karlsruhe bis 2040 sehen die Karlsruherinnen und Karlsruher insbesondere die Erweiterung des Wohnungsangebots, eine attraktivere Gestaltung der Innenstadt sowie die Umsetzung von Maßnahmen zur Klimaanpassung und/oder zum Klimaschutz als besonders wichtig an. Wohnen: Mehrheitlich kritische Haltung der Bevölkerung zu Nachverdichtung und Außenentwicklung Die Bevölkerung steht Maßnahmen zur Nachverdichtung mehrheitlich kritisch gegenüber. Auch potentielle Außenentwicklungen im Stadtgebiet werden mehrheitlich abgelehnt. Potentiale zur Schaffung von mehr Wohnraum sehen die Bürgerinnen und Bürger durch die Überbauung bestehender ebenerdige Parkplätze und Garagenhöfe in gut durch öffentliche Verkehrsmittel erschlossenen Quartieren sowie durch die Ermöglichung höherer Bauhöhen in bereits bebauten Quartieren. Einer aktiven Rolle der Stadt am Wohnungsmarkt, um Mietsteigerungen entgegenzuwirken, stehen die Bürgerinnen und Bürger positiv gegenüber. Klimaanpassung: Hohe Relevanz aller Handlungsfelder Nahezu drei Viertel der Karlsruherinnen und Karlsruher sind der Auffassung, dass der Klimawandel und dessen Folgen ihr persönliches Leben zukünftig sehr stark oder stark beeinträchtigen werden. Nahezu alle Maßnahmen, um die Folgen des Klimawandels in der Fächerstadt für die Bürgerinnen und Bürger abzumildern, werden von mehr als der Hälfte der Bevölkerung als „sehr wichtig“ eingestuft, wobei an erster Stelle die Sicherung klimatisch relevanter Freiräume sowie Grünflächen steht. Mobilität: Unterschiedliche Mobilitätsmuster und polarisiertes Antwortverhalten bezüglich Einschränkungen für den Automobilverkehr Mehrheitlich ablehnend stehen die Karlsruherinnen und Karlsruher der Erhöhung von Parkgebühren und der Einführung von Parkgebühren für bisher kostenfreie öffentliche Stellplätze gegenüber. Jeweils mehr als die Hälfte der Bevölkerung sind für Geschwindigkeitsreduzierungen für den Autoverkehr, Vorrangschaltungen an Ampelanlagen für Bahnen, Busse, Radfahrende sowie zu Fuß Gehende oder den Rückbau von Fahrspuren für den Autoverkehr. Die Akzeptanz etwaiger Einschränkungen für den Automobilverkehr ist insgesamt stark geprägt vom aktuellen Mobilitätsverhalten der Einwohnerinnen und Einwohner, das zu gleichen Anteilen jeweils von einer schwerpunktmäßigen Nutzung des motorisierten Individualverkehrs, Auto/Motorrad, sowie des Fahrrads/Pedelecs geprägt ist. Digitalisierung: Bürgerinnen und Bürger priorisieren Digitalisierung bei bürgernahen Dienstleistungen Die Bevölkerung setzt in Sachen Digitalisierung vor allem da Prioritäten, wo sie über entsprechende Dienstleistungen als Kundin beziehungsweise Kunde in Kontakt mit der Stadtverwaltung kommt: Über 70 Prozent sind der Auffassung, dass die Stadt Karlsruhe die Digitalisierung vorrangig bei Dienstleistungen für Bürgerinnen und Bürger vorantreiben sollte. Dabei legen die Bürgerinnen und Bürger besonderen Wert auf die Beschleunigung von Verwaltungsprozessen sowie eine Ausweitung des Angebots digitaler Verwaltungsleistungen/Online-Services. Amt für Stadtentwicklung | 9 Rund 15.600 eigene Vorschläge der Bevölkerung zur Verbesserung der Lebensqualität in Karlsruhe: Themenfelder Innenstadt, Grün/ Klima/Umwelt/Energie, Sauberkeit/Sicherheit/ Ordnung und Fahrradverkehr im Mittelpunkt Insgesamt haben 6.146 Personen 15.587 Vorschläge zur Verbesserung der Lebensqualität in der Fächerstadt formuliert. Die Vorschläge erstrecken sich über 19 Themenfelder. In den Themenfeldern Entwicklung der Karlsruher Innenstadt, Grün/ Klima/Umwelt/Energie, Sauberkeit/Sicherheit/Ordnung und Fahrradverkehr wurden jeweils mehr als 1.000 Vorschläge gemacht. Aus Sicht aller Bevölkerungsgruppen ist das Thema Wohnungsknappheit die größte Herausforderung für die Stadt Karlsruhe bis 2040 Jeweils rund ein Fünftel der Befragten sind den Bevölkerungsgruppen „Familien mit mittlerem Einkommen“, „Berufstätige mit mittlerem Einkommen“ sowie „Rentnerinnen und Rentner“ zuzurechnen. Das Thema Wohnungsknappheit/ Versorgung der Bevölkerung mit angemessenem Wohnraum wird von allen Bevölkerungsgruppen als größte Herausforderung für die Stadt Karlsruhe in den kommenden 10 bis 15 Jahren gesehen. Ansonsten zeigen sich unterschiedliche Sichtweisen bezüglich der Einschätzung von Herausforderungen, Zielen sowie des Mobilitätsverhaltens. Hohe Zufriedenheitswerte mit dem individuellen Wohnumfeld und stadtteilspezifische Hinweise zu Handlungserfordernissen Zusammengenommen mehr als 90 Prozent der Bevölkerung geben an, dass sie mit ihrem Wohnumfeld sehr oder eher zufrieden sind. Besonders hohe Zufriedenheitswerte erzielen – stets auf das individuelle Wohnumfeld bezogen – die Möglichkeit, wichtige Orte zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreichen, die Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr sowie das Sicherheitsgefühl bei Tag. Neutrale Zufriedenheitswerte erreichen die Parkmöglichkeiten für private Pkws in Wohnortnähe, die mikroklimatischen Bedingungen, insbesondere an heißen Tagen, die Sauberkeit der öffentlichen Räume nahe der Wohnung, die wohnortnahen Betreuungsmöglichkeiten für Kinder unter sechs Jahren sowie die Mitsprache- und Mitgestaltungsmöglichkeiten bei Veränderungen im Wohnumfeld. Stadtteilauswertungen zeigen, dass die Zufriedenheitswerte mit einzelnen Aspekten des Wohnumfelds teilweise deutlich in Abhängigkeit vom individuellen Wohnort variieren. Ebenso weisen die von der Stadtteilbevölkerung formulierten Vorschläge zur Verbesserung des Wohnumfelds auf stadtteilspezifische Handlungserfordernisse hin. © Ralf Gosch – stock.adobe.com 10 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen 2. Bewertung der Lebensqualität in Karlsruhe Die Lebensqualität in Karlsruhe wird von den Bürgerinnen und Bürgern alles in allem als gut eingestuft. Dabei zeichnen sich zwischen einzelnen Bevölkerungsgruppen kaum Unterschiede in der Einschätzung ab. Abbildung 2.1 zeigt, dass drei Viertel der Karlsruherinnen und Karlsruher die Lebensqualität in der Fächerstadt mit sehr gut (15 %) oder gut (61 %) bewerten. Verhältnismäßig wenige schätzen die Lebensqualität als schlecht (3 %) oder sehr schlecht (1 %) ein. Abbildung 2.1 Einschätzung der Lebensqualität in Karlsruhe 15 61 21 3 1 Sehr gut Gut Befriedigend Schlecht Sehr schlecht Basis7.914 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 –Lebensqualität und Zukunftsfragen. „Über die Lebensqualität in Karlsruhe gibt es unterschiedliche Standpunkte. Wie ist Ihrer Meinung nach die Lebensqualität in Karlsruhe alles in allem einzustufen?" % Amt für Stadtentwicklung | 11 Während die Lebensqualität insgesamt in Karlsruhe im Durchschnitt als gut wahrgenommen wird, variiert die Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger mit einzelnen Bereichen. So erreichen Veranstaltungen und Feste, kulturelle Einrichtungen sowie Grünflächen und Naturräume in Karlsruhe verhältnismäßig hohe Zufriedenheitswerte, während insbesondere die Betreuungsmöglichkeiten für Kinder sowie die Verkehrsinfrastruktur für Pkws geringere Zufriedenheitswerte erreichen und hier die Bürgerinnen und Bürger im Durchschnitt eher unzufrieden sind. Die Zufriedenheitswerte für einzelne Bereiche sind in Abbildung 2.2 dargestellt. Abbildung 2.2 Zufriedenheit mit unterschiedlichen Bereichen in Karlsruhe 8 9 13 13 15 17 20 24 25 34 35 47 37 37 49 57 49 44 59 51 50 52 57 46 37 36 28 24 26 29 18 19 18 11 7 6 18 19 10 6 10 11 3 5 6 3 1 2 Betreuungsmöglichkeiten für Kinder Verkehrsinfrastruktur für Pkws (Parkplätze, Verkehrsfluss, Zustand der Straßen) Möglichkeit, Dinge online zu erledigen (z. B. Behördengänge, Ticketbuchungen für den ÖPNV) Clubkultur, Nachtleben und Ausgehmöglichkeiten Gesundheitsversorgung durch Ärztinnen, Ärzte und Krankenhäuser Einzelhandelsgeschäfte und Einkaufsmöglichkeiten Sportanlagen (Sportplätze, Sporthallen), Schwimmbäder Verkehrsinfrastruktur für Fahrräder (Fahrradwege, Fahrradabstellmöglichkeiten) Öffentlicher Personennahverkehr (S-Bahnen, Busse, Trams) Grünflächen und Naturräume wie öffentliche Parks, Gärten, Stadtwald Kulturelle Einrichtungen wie Konzerthäuser, Theater, Museen oder Büchereien Veranstaltungen und Feste wie „Das Fest“, Schlosslichtspiele 020406080100 Sehr zufriedenEher zufriedenEher unzufriedenSehr unzufrieden Basis7.914 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 –Lebensqualität und Zukunftsfragen. „Wie zufrieden sind Sie insgesamt mit den folgenden Bereichen in Karlsruhe?" % 12 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen 3. Herausforderungen und Handlungsbedarfe für die Stadt Karlsruhe Die Bürgerinnen und Bürger sehen das Thema Wohnungs- knappheit beziehungsweise die Versorgung der Bevölkerung mit angemessenem Wohnraum (51 %) am häufigsten als die größte Herausforderung für die Stadt Karlsruhe in den kommenden 10 bis 15 Jahren an (Abbildung 3.1). Die am zweithäufigsten genannte Herausforderung ist die Eindämmung der Folgen des Klimawandels sowie notwendige Klimaanpassungsmaßnahmen (38 %). An dritter Stelle identifizieren die Bürgerinnen und Bürger das Thema Migration/Integration/rasante Veränderungen in der Bevölkerungszusammensetzung (32 %) als größte Herausforderung. Weitere Herausforderungen, die von jeweils über 20 Prozent der Bevölkerung genannt werden, sind Kriminalität/Sicherheit der Bevölkerung (27 %), Gesundheitsversorgung der Bevölkerung (25 %) sowie soziale Ungleichheiten/geringerer gesellschaftlicher Zusammenhalt (22 %). Unter möglichen Vorhaben und Zielen der Stadt Karlsruhe sehen die Karlsruherinnen und Karlsruher insbesondere die Erweiterung des Wohnungsangebots (58 % sehr wichtig), eine attraktivere Gestaltung der Innenstadt (49 % sehr wichtig) sowie die Umsetzung von Maßnahmen zur Klimaanpassung im Stadtgebiet (48 % sehr wichtig) und/oder zur Förderung und Umsetzung von Maßnahmen zum Klimaschutz (48 % sehr wichtig) als sehr wichtig an (Tabelle 3.1). Der relativ hohe Handlungsdruck beim Wohnungsangebot sowie in den Bereichen Klimaanpassung und/oder Klimaschutz spiegelt sich auch in den zuvor identifizierten Herausforderungen wider. Jeweils mehr als 40 % der Bürgerinnen und Bürger stufen außerdem die Ausweitung der Ganztagsbetreuung von Kindern (46 %), die Schaffung von Grünflächen beziehungsweise die Stärkung von städtischen Naturräumen (45 %), die Integration von Eingewanderten (42 %), die Erhöhung der Sicherheit auf Straßen und Plätzen (42 %) sowie den Ausbau digitaler Bürgerservices (41 %) als sehr wichtige mögliche Vorhaben und Ziele der Stadt Karlsruhe in den nächsten 10 bis 15 Jahren ein. Eine Übersicht über die Einstufung der Relevanz verschiedener möglicher Vorhaben und Ziele der Stadt Karlsruhe ist in Tabelle 3.1 dargestellt. Abbildung 3.1 Größte zukünftige Herausforderungen für die Stadt Karlsruhe MFN 22 38 6 32 12 27 1515 18 51 20 25 11 0 10 20 30 40 50 60 MFN Mehrfachnennungen möglich, daher Summe ungleich 100 %. Auswahl von höchstens drei Herausforderungen. Basis7.914 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 –Lebensqualität und Zukunftsfragen. „Was werden Ihrer Meinung nach die größten Herausforderungen für die Stadt Karlsruhe in den kommenden 10 bis 15 Jahren sein?" % Amt für Stadtentwicklung | 13 Nahezu 80 Prozent der Bevölkerung (78 %) wären bereit, bei der Erstellung eines Integrierten Stadtentwicklungskonzepts für Karlsruhe mit dem Zielhorizont 2040 mitzuwirken. Unter denjenigen, die bereit sind mitzuwirken, ist die Bereitschaft zur Beantwortung weiterer Umfragen am stärksten ausgeprägt (69 %). Jeweils etwas mehr als ein Drittel könnte sich vorstellen, an Veranstaltungen in Karlsruhe, wie zum Beispiel Bürgerdebatten oder Diskussionsgruppen (34 %), teilzunehmen und/oder sich in Form von Online- Konsultationen und/oder Beiträgen auf Diskussionsplattformen (35 %) einzubringen. "sehr wichtig" Anteile in % Das Wohnungsangebot erweitern58 Ganztagsbetreuung von Kindern ausweiten (Kitas, Schulen)46 Eingewanderte besser integrieren42 Sozial Benachteiligte unterstützen und fördern31 Bürger stärker beteiligen29 Ehrenamtliches Engagement fördern28 Innenstadt attraktiver gestalten49 Nahversorgung sicherstellen36 Sicherheit auf Straßen und Plätzen erhöhen42 Sauberkeit auf Straßen, Plätzen und in Grünanlagen verbessern37 Straßen instand halten und setzen28 Verschuldung der Stadt Karlsruhe abbauen23 Grünflächen und Parks schaffen/städtische Naturräume stärken45 Maßnahmen zum Klimaschutz fördern und umsetzen (Minderung der Ursachen des Klimawandels)48 Maßnahmen zur Klimaanpassung im Stadtgebiet vorantreiben (Umgang mit Folgen des Klimawandels)48 Öffentlichen Nahverkehr (Straßenbahn, Bus) verbessern40 Radwegenetz ausbauen33 Digitale Bürgerservices ausbauen und entwickeln41 Einsatz digitaler Lösungen in allen Bereichen der Stadtentwicklung vorantreiben34 Karlsruhe als Forschungsstandort stärken37 Unternehmen und Betriebe in Karlsruhe unterstützen30 Unternehmensgründungen und -ansiedlungen unterstützen30 Zusammenarbeit mit der Region ausbauen18 Flächen für Gewerbebetriebe zur Verfügung stellen14 Sportvereine unterstützen27 Kultur fördern (Theater, Museen, Kleinkunst, Bibliotheken, Stadtteilkultur ...)25 Hallen- und Freibäder sanieren23 Grün, Klima, umweltfreundliche Mobilität Digitalisierung Ökonomie, Forschung Sport, Kultur Mögliche Vorhaben und Ziele der Stadt Karlsruhe Wohnraumversorgung I Soziales, Integration, Beteiligung Versorgung I Sauberkeit, Sicherheit Tabelle3.1 Relevanz von Vorhaben und Zielen der Stadt Karlsruhe „Wie wichtig sind Ihrer Meinung nach folgende mögliche Vorhaben und Ziele der Stadt Karlsruhe in den nächsten 10 bis 15 Jahren?" –Anteil derjenigen, die das Vorhaben "sehr wichtig" finden. – Basis7.914 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 –Lebensqualität und Zukunftsfragen. 14 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen 4. Relevanz und Akzeptanz von Vorhaben in den Bereichen Wohnen, Klima, Mobilität und Digitalisierung Wohnen In Kapitel 3 wird deutlich, dass das Thema Wohnen aus Sicht der Bürgerinnen und Bürger zu den größten Herausforderungen für die Stadt Karlsruhe in den nächsten 10 bis 15 Jahren zählt. Die Erweiterung des Wohnungsangebots ist nach Ansicht der Karlsruherinnen und Karlsruher eines der wichtigsten potentiellen Vorhaben und Ziele der Stadt Karlsruhe. Abbildung 4.1 zeigt die Akzeptanz verschiedener Strategien und Maßnahmen im Bereich Wohnen in der Bevölkerung. Dabei zeigt sich, dass die Bevölkerung Maßnahmen zur Nachverdichtung mehrheitlich kritisch gegenübersteht. Im Durchschnitt stimmt sie der Aussage „In den bestehenden Wohngebieten sollte nachverdichtet werden, auch wenn dadurch kleinere bisherige Freiflächen entfallen.“ eher nicht zu. Diese Haltung zeigt sich durch die durchschnittliche Zustimmung zur Aussage „Wegen der Hitzeentwicklung in heißen Sommern darf der Kernbereich der Stadt nur dann weiter verdichtet werden, wenn gleichzeitig Maßnahmen zur Klimaanpassung umgesetzt werden.“. Gleichzeitig gibt es eine mehrheitliche Zustimmung zu der Aussage „Die großen Grün- und Freiflächen im Außenbereich der Stadt müssen erhalten bleiben und dürfen nicht weiter bebaut werden.“. Potentielle Außenentwicklungen im Stadtgebiet werden damit mehrheitlich abgelehnt. Potentiale zur Schaffung von mehr Wohnraum sehen die Bürgerinnen und Bürger im Durchschnitt durch die Über- bauung bestehender ebenerdige Parkplätze und Garagenhöfe in gut durch öffentliche Verkehrsmittel erschlossene Quartiere sowie durch die Ermöglichung höherer Bauhöhen in bereits bebauten Quartieren. Einer aktiven Rolle der Stadt am Wohnungs- markt, um Mietsteigerungen entgegenzuwirken, stehen die Bürgerinnen und Bürger im Durchschnitt positiv gegenüber. Abbildung 4.1 Zustimmung zu Maßnahmen im Bereich Wohnen In den bestehenden Wohngebieten sollte nachverdichtet werden, auch wenn dadurch kleinere bisherige Freiflächen entfallen. In gut durch öffentliche Verkehrsmittel erschlossenen Quartieren können bestehende ebenerdige Parkplätze und Garagenhöfe zur Schaffung von Wohnraum überbebaut werden. Wegen der Hitzeentwicklung in heißen Sommern darf der Kernbereich der Stadt nur dann weiter verdichtet werden, wenn gleichzeitig Maßnahmen zur Klimaanpassung umgesetzt werden. Die großen Grün- und Freiflächen im Außenbereich der Stadt müssen erhalten bleiben und dürfen nicht weiter bebaut werden. In bereits bebauten Gebieten sollten höhere Bauhöhen möglich sein. Die Stadt sollte aktiv am Wohnungsmarkt tätig werden, um Mietsteigerungen entgegenzuwirken. Stimme voll und ganz zu Stimme eher zu Stimmeeher nicht zu Stimme überhaupt nicht zu Basis7.914 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 –Lebensqualität und Zukunftsfragen. „Der Wohnungsmarkt in Karlsruhe ist angespannt. Gleichzeitig besteht ein Konflikt zwischen der Bereitstellung von Bauflächen fürWohnraum und anderen Belangen der Stadtentwicklung. Inwieweit würden Sie den folgenden Aussagen zustimmen?" Mittelwert und Standardabweichung Amt für Stadtentwicklung | 15 Klimawandel und Klimaanpassung Nahezu drei Viertel der Karlsruherinnen und Karlsruher (74 %) sind der Auffassung, dass der Klimawandel und dessen Folgen ihr persönliches Leben zukünftig sehr stark oder stark beeinträchtigen werden (Abbildung 4.2). Dabei wird deutlich, dass insbesondere jüngere Karlsruherinnen und Karlsruher von einer sehr starken oder starken Beeinträchtigung ausgehen. Auch bei der Identifikation der größten Herausforderungen für die Stadt Karlsruhe in den nächsten 10 bis 15 Jahren rangieren die Folgen des Klimawandels sowie notwendige Klimaanpassungsmaßnahmen weit oben. Abbildung 4.2 Zukünftige Beeinträchtigung durch den Klimawandel 31 43 21 6 Sehr stark Stark Weniger stark Überhaupt nicht stark Basis7.914 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 –Lebensqualität und Zukunftsfragen. „Wie stark wird der Klimawandel nach Ihrer Einschätzung Ihr persönliches Leben in Zukunft beeinträchtigen?" % 16 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Nahezu alle Maßnahmen, um die Folgen des Klimawandels in der Fächerstadt für die Bürgerinnen und Bürger abzumildern, werden von mehr als der Hälfte der Bevölkerung als „sehr wichtig“ eingestuft (Abbildung 4.3), wobei an erster Stelle die Sicherung klimatisch relevanter Freiräume sowie Grünflächen (58 % sehr wichtig) steht. Dies spiegelt sich auch in der mehrheitlich kritischen Haltung gegenüber einer potentiellen Bebauung von Freiflächen (Innen- und Außenentwicklung) für die Schaffung von Wohnraum wider. Obwohl sie im Durchschnitt als wichtig eingestuft wird, ist die Relevanz des Themas „Öffentlichkeitsarbeit und Beratung zu den Themen Klimawandel und Klimaanpassung“ aus Sicht der Bürgerinnen und Bürger etwas geringer als andere Maßnahmen zur Klimaanpassung. Abbildung 4.3 Relevanz von Klimaanpassungsmaßnahmen 24 41 43 54 54 56 56 58 44 45 42 37 35 37 37 35 26 12 13 8 9 6 6 5 7 2 2 1 2 1 1 1 Öffentlichkeitsarbeit und Beratung zu den Themen Klimawandel und Klimaanpassung Umsetzung von Maßnahmen zur Bewältigung von Starkregenereignissen (z. B. im Zuge von Straßenumbaumaßnahmen) Naturschutz im Stadtgebiet stärken Verschattung von Spielflächen, Erholungsflächen, Verkehrswegen, Aufenthalts- und Wartebereichen Entsiegelung von Flächen und Begrünung von Gebäuden (z. B. Hofbegrünungen, Rasengleise, Dachbegrünungen, vertikales Grün) Maßnahmen zum Erhalt der Gesundheit der Bevölkerung und zum Bevölkerungsschutz (z. B. Bekämpfung der Tigermücke, Unterstützung bei der Hitzebewältigung) Klimaanpassung des Stadtwalds (z. B. Pflanzung klimastabiler Baumarten, Intensivierung von Pflanzungen) Klimatisch relevante Freiräume sowie Grünflächen (z. B. Landschaftsschutzgebiete) sichern 020406080100 Sehr wichtigWichtigWeniger wichtigGar nicht wichtig Basis7.914 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 –Lebensqualität und Zukunftsfragen. „Wie wichtig sind Ihrer Meinung nach folgende Maßnahmen der Stadt Karlsruhe, um sich in den nächsten 10 bis 15 Jahren an den Klimawandel anzupassen und seine Folgen für die Bürgerinnen und Bürger abzumildern?" % Amt für Stadtentwicklung | 17 Mobilität Das Thema Mobilität/Mobilitätsentwicklung wird von zehn Prozent der Bevölkerung als eine der größten Herausforderungen für die Stadt Karlsruhe in den nächsten 10 bis 15 Jahren identifiziert. Gleichzeitig zeigen die Analysen der Umfrageergebnisse gerade bei diesem Thema ein polarisiertes Antwortverhalten der Bevölkerung mit teils deutlich gegensätzlichen Auffassungen zur Entwicklung der Mobilität in der Fächerstadt. Anhand der Nutzungsfrequenzen verschiedener Verkehrsmittel lassen sich die Karlsruherinnen und Karlsruher in vier Mobilitätstypen unterteilen. Dabei wird eine Person jeweils dem Verkehrsmittel zugeteilt, das sie im Jahresverlauf am häufigsten nutzt. Abbildung 4.4 zeigt, dass nach diesem Schema 36 % der Bürgerinnen und Bürger dem Mobilitätstyp Auto/Motorrad, 36 % dem Mobilitätstyp Fahrrad/Pedelec, 16 % dem Mobilitätstyp ÖPNV und 12 % dem Mobilitätstyp Fußgänger beziehungsweise Fußgängerin zugeordnet werden können. Abbildung 4.4 Bevölkerung nach Mobilitätstypen 36 36 16 13 Auto/Motorrad Fahrrad/Pedelec ÖPNV zu Fuß Basis7.914 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 –Lebensqualität und Zukunftsfragen. % 18 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Wie die Karlsruherinnen und Karlsruher die Verkehrssituation in der Fächerstadt für einzelne Verkehrsmittel bewerten, ist in Abbildung 4.5 dargestellt. Für das Auto wird die aktuelle Verkehrssituation im Durchschnitt als „befriedigend“ eingeschätzt; für alle anderen abgefragten Verkehrsmittel mit „gut“. Tendenziell bewerten Karlsruherinnen und Karlsruher, die dem Mobilitätstyp Auto/Motorrad zugeordnet werden können, die aktuelle Verkehrssituation für das Auto schlechter als diejenigen, die dem Mobilitätstyp Fahrrad/Pedelec angehören. Abbildung 4.5 Einschätzung der Verkehrssituation nach Verkehrsmitteln ... für das Auto?" ... für das Fahrrad?" ... für das Pedelec (Fahrrad mit elektronischer Tretunterstützung)?" ... für das Zufußgehen?" ... hinsichtlich des öffentlichen Verkehrs (Stadtbahnen, Busse etc.)?" 0,01,02,03,04,05,0 Sehrgut Gut Befriedigend Schlecht Basis7.914 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 –Lebensqualität und Zukunftsfragen. „Wie bewerten Sie die aktuelle Verkehrssituation in Karlsruhe ... Sehr schlecht Mittelwert und Standardabweichung Amt für Stadtentwicklung | 19 In der Bürgerumfrage wurde auch abgefragt, inwieweit die Einwohnerinnen und Einwohner Maßnahmen, die mit Einschränkungen für den Autoverkehr verbunden wären, befürworten (Tabelle 4.1). Mehrheitlich ablehnend stehen die Karlsruherinnen und Karlsruher der Erhöhung von Parkgebühren und der Einführung von Parkgebühren für bisher kostenfreie öffentliche Stellplätze gegenüber. Diese Maßnahmen werden jeweils nur von rund einem Drittel (34 %) befürwortet. Eine Reduktion öffentlich zugänglicher Stellplätze für Autos, dafür mehr Grün oder Fuß- und Radverkehrsflächen, würden etwas weniger als die Hälfte (48 %) befürworten. Jeweils mehr als die Hälfte der Bevölkerung sind für Geschwindigkeitsreduzierungen für den Autoverkehr (57 %), Vorrangschaltungen an Ampelanlagen für Bahnen, Busse, Radfahrende sowie zu Fuß Gehende (57 %) oder den Rückbau von Fahrspuren für den Autoverkehr (52 %) – jeweils verbunden mit Einschränkungen für den Autoverkehr. Die Akzeptanz etwaiger Einschränkungen für den Automobilverkehr ist insgesamt stark geprägt vom aktuellen Mobilitätsverhalten der Einwohnerinnen und Einwohner. So findet keine der genannten Maßnahmen unter denjenigen, die dem Mobilitätstyp Auto/Motorrad zugeordnet werden können, mehrheitlich Zustimmung. Dagegen werden nahezu alle Maßnahmen – mit Ausnahme der Einführung von Parkgebühren für bisher kostenfreie öffentliche Stellplätze – von schwerpunktmäßig das Fahrrad/Pedelec nutzenden Personen mehrheitlich befürwortet. Auto/ Motorrad Fahrrad/ Pedelec ÖPNVzu Fuß Reduktion öffentlich zugänglicher Stellplätze für Autos, dafür mehr Grün oder Fuß- und Radverkehrsflächen 2767525048 Erhöhung von Parkgebühren1652333634 Einführung von Parkgebühren für bisher kostenfreie öffentliche Stellplätze2046353734 Geschwindigkeitsreduzierungen für den Autoverkehr, auch auf Hauptverkehrsstraßen 4070606457 Vorrangschaltungen an Ampelanlagen für Bahnen, Busse, Radfahrende sowie zu Fuß Gehende – mit der Folge verlängerter Wartezeiten für Autofahrerinnen und Autofahrer 3773675957 Rückbau von Fahrspuren für den Autoverkehr zugunsten von mehr Grün oder Fuß- und Radverkehrsflächen – mit daraus folgenden Kapazitätseinschränkungen für den Kfz-Verkehr 3273525452 Mobilitätstyp Anteile in % alle Befragten Maßnahmen, mit Einschränkungen für den Autoverkehr Tabelle4.1 Zustimmungswerte zu Einschränkungen für den Automobilverkehr nach Mobilitätstypen „Die Stadt Karlsruhe arbeitet auf eine klimagerechte und nachhaltige Mobilität hin. Dennoch scheinen aktuell die Klimaziele im Bereich Verkehr nichterreichbar. | Würden Sie folgende Maßnahmen, die mit Einschränkungen für den Autoverkehr verbunden wären, befürworten?" – Anteile der Zustimmenden. – Basis7.914 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 – Lebensqualität und Zukunftsfragen. 20 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Deutlich über 80 Prozent der Karlsruherinnen und Karlsruher (86 %) sind der Auffassung, dass das Fahrradfahren für sie attraktiver werden könnte, sofern bestimmte Maßnahmen umgesetzt werden. Tabelle 4.2 zeigt, dass insbesondere weniger Hindernisse auf dem Radweg (48 %) sowie die Schaffung neuer Radwege beziehungsweise Radverbindungen (47 %) zu diesen Maßnahmen zählen. Bei der Frage, ob es Maßnahmen gibt, die das Zufußgehen für sie persönlich in ihrer Wohnumgebung attraktiver machen würden, machen 30 % der Befragten Vorschläge. Dabei stehen die Reorganisation des Parkens – weniger Gehwegparken, Ahndung von Falschparken – sowie Beschränkungen für den Autoverkehr, zum Beispiel durch Verlangsamung, an erster Stelle der genannten Maßnahmen (26 %). Verkehrskonflikte mit Fahrrädern (9 %) sowie Behinderungen durch E-Scooter (4 %) werden ebenfalls thematisiert. Relativ häufig wird auch die Begrünung von Wegen (13 %) als Attraktivitätsfaktor genannt – teilweise mit dem Hinweis auf die notwendige Verschattung von Wegen (6 %), insbesondere in den Sommermonaten. Jeweils mehr als zehn Prozent geben außerdem an, dass das Zufußgehen für sie attraktiver wäre, wenn sie mehr Ziele in fußläufiger Entfernung (12 %) hätten – zum Beispiel Einkaufsmöglichkeiten, Freizeiteinrichtungen und weitere – und/oder die Fußwege sauberer und gepflegter wären (11 %). Eine vollständige Übersicht über die Maßnahmen, die das Zufußgehen attraktiver machen würden, kann Abbildung 4.6 entnommen werden. Die Analyse nach Stadtteilen zeigt, dass die Reorganisation des Parkens und/oder Beschränkungen für den Autoverkehr insbesondere in der Innenstadt-West (38 %), der Weststadt (36 %) sowie der Oststadt (33 %) das Zufußgehen attraktiver machen würde. Darüber hinaus wünschen sich die Bewohnerinnen und Bewohner der Oststadt zu überdurchschnittlichen Anteilen bessere Querungsmöglichkeiten des Straßenraums (18 %). Die Bevölkerung in den Höhenstadtteilen gibt überdurchschnittlich häufig an, dass mehr Ziele in fußläufiger Entfernung (35 %) und/oder eine bessere ÖPNV-Anbindung (13 %) für sie das Zufußgehen attraktiver machen würden. Das Thema der Begrünung von Fußwegen ist für die Bewohnerinnen und Bewohner der Oststadt (27 %) überdurchschnittlich relevant. Eine bessere Beleuchtung von Gehwegen (16 %) sowie mehr Sitzgelegenheiten, attraktive Aufenthaltsorte (25 %) wünschen sich vor allem die Oberreuterinnen und Oberreuter. Befragte, die der Auffassung sind, dass das Fahrradfahren für sie attraktiver werden könnte Anteile in % Weniger Hindernisse auf dem Radweg (Stichworte: parkende Autos, Werbeaufsteller)48 Schaffung neuer Radwege/Radverbindungen47 Eine Optimierung von Verkehrsflüssen für Radfahrende, zum Beispiel durch verbesserte Ampelschaltungen 44 Bessere Unterhaltung der bestehenden Radwege (Stichwort: Schlaglöcher)40 Verbreiterung von Radfahrstreifen/Radwegen33 Mehr Fahrradabstellanlagen27 Überdachung von Fahrradabstellanlagen16 Maßnahmen, die das Fahrradfahren attraktiver machen würden Tabelle4.2 Maßnahmen, die das Fahrradfahren attraktiver machen würden TG, MFN TG Teilgruppe: Nur Befragte, die der Auffassung sind, dass das Fahrradfahren für sie attraktiver werden könnte. MFN Mehrfachnennungen möglich, daher Summe ungleich 100 %. Auswahl von höchstens drei Maßnahmen. Basis6.301 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 –Lebensqualität und Zukunftsfragen. „Ein Ziel der Stadt Karlsruhe ist es, den Radverkehr im Stadtgebiet zu fördern. Welche der folgenden Maßnahmen würden das Fahrradfahren für Sie persönlich attraktiver machen?" – Mehrfachnennungen möglich. | Auswahl von höchstens drei Maßnahmen. – Amt für Stadtentwicklung | 21 Abbildung 4.6 Maßnahmen zur Attraktivierung des Zufußgehens TG,MFN 1 1 1 1 2 2 2 2 3 3 4 4 5 6 6 6 7 9 11 12 13 26 Sonstiges Besserer Ausbau und Vernetzung des Fußwegesystems Ansprechendere Umgebung, schöneres Stadtbild Wasser (Trinkbrunnen, Brunnen) Weniger Hindernisse auf Gehwegen (private Mülltonnen, Aufsteller etc.) Weniger Lärm/Lärmschutz (insbes. Kfz-Verkehr, teilweise auch Bahnen) Weniger Baustellen, Baustellen fußgängergerecht einrichten Bessere ÖPNV-Anbindung (Erreichbarkeit Haltestelle, Taktung) Weniger unangenehme Personengruppen im öffentlichen Raum Wege besser beleuchten Weniger E-Scooter auf Gehwegen (fahrende, abgestellte E-Scooter) Gehwege sanieren, absenken, begradigen, befestigen Mehr Sitzgelegenheiten, attraktive Aufenthaltsorte Breitere Gehwege, mehr Platz für Fußgänger*innen Mehr Sicherheit, Polizeipräsenz, besseres Sicherheitsgefühl Wege beschatten Bessere Querungsmöglichkeiten für Fußgänger*innen schaffen (Grünphasen, Brücken, Unterführungen, Zebrastreifen etc.) Weniger Fahrräder auf Gehwegen (fahrende, abgestellte Fahrräder) Mehr Sauberkeit (Hundekot, Müll, Laub), mehr Mülleimer, bessere Grünpflege Mehr Ziele in fußläufiger Entfernung (z. B. Einkaufsmöglichk., Gastro., Spielplätze, Ärztinnen/Ärzte, Freizeiteinrichtungen, Kinderbetreuung) Mehr Bäume, Umgebung/Wege begrünen Reorg. des Parkens (weniger Gehwegparken, weniger Falschparken), Beschränkungen für den Autoverkehr (Tempo 30, Spielstraßen) 051015202530 TG Teilgruppe: Nur Befragte, die Maßnahmen nennen, die das Zufußgehen in ihrer Wohnumgebung attraktiver machen würden. MFN Mehrfachnennungen möglich, daher Summe ungleich 100 %. Basis1.792 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 –Lebensqualität und Zukunftsfragen. „Gibt es Maßnahmen, die das Zufußgehen für Sie persönlich in Ihrer Wohnumgebung attraktiver machen würden? Wenn ja, welche?" – Mehrfachnennungen möglich. – 22 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Digitalisierung Die gesellschaftsweite Verbreitung digitaler Technologien und Dienstleistungen gewinnt zunehmend an Dynamik und wirkt sich grundlegend auf alle Bereiche der Stadtentwicklung aus. Wie relevant die Digitalisierung auch im Hinblick auf die Dienstleistungen der Stadt Karlsruhe ist, zeigen die Antworten der Bürgerinnen und Bürger auf die Frage „In welchen der folgenden Bereiche sollte die Stadt Karlsruhe in den kommenden Jahren vorranging die Digitalisierung vorantreiben?“ (Abbildung 4.7). Die Bevölkerung setzt vor allem da Prioritäten in Sachen Digitalisierung, wo sie über entsprechende Dienstleistungen als Kundin beziehungsweise Kunde in Kontakt mit der Stadtverwaltung kommt: 71 % sind der Auffassung, dass die Stadt Karlsruhe bei Dienstleistungen für Bürgerinnen und Bürger vorrangig die Digitalisierung vorantreiben sollte. Der Blick auf einzelne Aspekte (Tabelle 4.3) verdeutlicht, dass für die Bevölkerung dabei insbesondere die Beschleunigung von Verwaltungsprozessen sowie der Ausbau des Angebots digitaler Verwaltungsleistungen/Online-Services wichtig ist. Jeweils mehr als die Hälfte der Bürgerinnen und Bürger sind der Auffassung, dass die Stadt Karlsruhe vorrangig die digitale Infrastruktur im Stadtgebiet (53 %) ausbauen und/oder die Digitalisierung im Bereich Klimaschutz, Umweltschutz, Klimaanpassung (52 %) vorantreiben sollte. In Bezug auf die digitale Infrastruktur im Stadtgebiet ist den Bewohnerinnen und Bewohnern der Fächerstadt vor allem der Aspekt Internetgeschwindigkeit und -verfügbarkeit wichtig. Im Bereich Klimaschutz, Umweltschutz, Klimaanpassung ist die digitale Steuerung des Einsatzes von Ressourcen (zum Beispiel Sensoren zur Bewässerung von Stadtgrün, intelligente Straßenbeleuchtung) ein wichtiger Aspekt. Etwas weniger als die Hälfte der Karlsruherinnen und Karlsruher (45 %) sind der Auffassung, die Stadt Karlsruhe sollte vorranging die Digitalisierung im Bereich von Mobilitätssystemen vorantreiben. Die Digitalisierung von Beteiligungsangeboten für Bürgerinnen und Bürger ist für einen relativ geringen Anteil der Bevölkerung (27 %) ein Bereich, in dem die Stadt Karlsruhe vorranging digitale Angebote schaffen sollte. Abbildung 4.7 Bereiche, in denen die Digitalisierung vorangetrieben werden sollte MFN 27 45 52 53 71 Beteiligungsangebote für Bürger*innen (z. B. Online-Teilnahme bei Bürgerbeteiligungsprozessen) Mobilitätsmanagement (z. B. intelligente Verkehrssysteme) Klimaschutz, Umweltschutz, Klimaanpassung (z. B. digitale Ressourcensteuerung) Digitale Infrastruktur im Stadtgebiet (z. B. schnelles Internet) Dienstleistungen für Bürger*innen (z. B. Digitalisierung von Verwaltungsprozessen, digitale Kommunikationsmöglichkeiten) 01020304050607080 MFN Mehrfachnennungen möglich, daher Summe ungleich 100 %. Auswahl von höchstens drei Bereichen. Basis7.914 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 –Lebensqualität und Zukunftsfragen. „In welchen der folgenden Bereiche sollte die Stadt Karlsruhe in den kommenden Jahren vorranging die Digitalisierung vorantreiben?" – Mehrfachnennungen möglich.| Auswahl von höchstens drei Bereichen. – % Amt für Stadtentwicklung | 23 Sehr wichtigWichtig Weniger wichtig Gar nicht wichtig Angebot digitaler Verwaltungsleistungen/Online-Services5038102 Beschleunigung von Verwaltungsprozessen623351 Möglichkeiten der digitalen Kommunikation mit der Stadt Karlsruhe (z. B. Chatfunktion) 2835307 Digitalisierung im Bereich der Katastrophenwarnung4338164 Möglichkeit, online an Schulungen und Fortbildungen teilzunehmen2141308 Möglichkeit, an Bürgerversammlungen und Beteiligungsprozessen online teilzunehmen 2143307 Intelligente Verkehrssysteme (z. B. Park- und Verkehrsleitsysteme)3147193 Digitales Management von Ladeinfrastrukturen im Stadtgebiet2644246 Digitale Steuerung des Einsatzes von Ressourcen (z. B. Sensoren zur Bewässerung, intelligente Straßenbeleuchtung) 4244122 Internetgeschwindigkeit und -verfügbarkeit613261 Ausbau des kostenlosen W-Lan, zum Beispiel in der Innenstadt36282710 Digitales Mobilitätsmanagement Digitale Infrastruktur im Stadtgebiet Digitalisierung im Bereich Klimaschutz, Umweltschutz, Klimaanpassung Anteile in % Bereiche und Aspekte Digitale Dienstleistungen für Bürgerinnen und Bürger Digitale Beteiligungsangebote für Bürgerinnen und Bürger Tabelle4.3 Relevanz digitaler Dienstleistungen „Wie wichtig sind für Sie folgende Aspekte im Hinblick auf digitale Dienstleistungen der Stadt Karlsruhe?" Basis7.914 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 –Lebensqualität und Zukunftsfragen. 24 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Zum Zeitpunkt der Bürgerumfrage haben nahezu die Hälfte der Bürgerinnen und Bürger (46 %) bereits ein digitales Angebot der Stadt Karlsruhe genutzt (Abbildung 4.8). Etwas mehr als ein Fünftel (22 %) geben an, bisher kein digitales Angebot genutzt zu haben. Etwas mehr als 30 Prozent (32 %) beantworten die Frage „Haben Sie schon einmal ein digitales Angebot der Stadt Karlsruhe genutzt?“ mit „weiß nicht“. Das legt nahe, dass die Bürgerinnen und Bürger bei einigen digitalen Dienstleistungen keine Zuschreibung zu einem bestimmten Anbieter machen. Abbildung 4.8 Nutzung des digitalen Angebots der Stadt Karlsruhe 46 22 32 Ja Nein Weiß nicht Basis7.914 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 – Lebensqualität und Zukunftsfragen. „Haben Sie schon einmal ein digitales Angebot der Stadt Karlsruhe genutzt?" % Amt für Stadtentwicklung | 25 Bei denjenigen, die bereits digitale Dienstleistungen der Stadt Karlsruhe genutzt haben, nimmt das Thema Termin- buchungen/Terminvereinbarungen im Bürgerbüro eine prominente Rolle ein (52 %). Eine Übersicht über alle genutzten digitalen Dienstleistungen kann Tabelle 4.4 entnommen werden. Befragte, die digitale Angebote genutzt haben Anteile in % Terminbuchungen/Terminvereinbarungen im Bürgerbüro52 Ausweis/Reisepass/Führungszeugnis beantragen13 Ummeldung/Anmeldung8 An- und Abmeldung Kfz7 KA-WLAN6 Website/Apps der Stadt Karlsruhe6 (internationaler) Führerschein5 Sonstige städtische Angebote von Ämtern4 Abfallkalender/Müll/Abfuhr4 ÖPNV-App/KVV2 Bürgerbeteiligung/Bürgerumfrage2 Stadtbibliothek2 Wahlhelfer Anmeldung/Briefwahl2 Standesamt2 Veranstaltungen/Kultur/Freizeit2 Ausländerbehörde/Aufenthaltserlaubnis/Einbürgerung2 Kinderbezogene Angebote1 Sonstiges1 Digitale Angebote der Stadt Karlsruhe Tabelle4.4 Nutzung von digitalen Angeboten der Stadt Karlsruhe TG, MFN „HabenSie schon einmal ein digitales Angebot der Stadt Karlsruhe genutzt?" –Mehrfachnennungen waren möglich. – TG Teilgruppe: Nur Befragte, die digitale Angebote genutzt haben. MFN Mehrfachnennungen möglich, daher Summe ungleich 100 %. Basis6.301 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 –Lebensqualität und Zukunftsfragen. 26 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Diejenigen, die bisher keine digitalen Dienstleistungen der Stadt in Anspruch genommen haben, geben als Gründe für die Nichtinanspruchnahme insbesondere an, dass bisher kein Bedarf bestanden habe (34 %) und/oder ihnen die digitalen Dienstleistungen nicht bekannt sind beziehungsweise sie hierzu keine Informationen haben (20 %). Befragte, die digitale Dienstleistungen nicht in Anspruch genommen haben Anteile in % Kein Bedarf34 Unbekanntheit/wenig Infos20 Fehlende Angebote/Dienstleistung digital nicht verfügbar13 Persönliche Termine/Ansprache bevorzugt9 Zu kompliziert6 Fühle mich zu alt5 Kein PC/Kein Internet4 Es hat nicht funktioniert.2 Kein Interesse2 Unsicherheit/Misstrauen1 Jemand anderes kümmert sich um meine digitalen Angelegenheiten.1 Sonstiges2 Weiß nicht, keine Angabe6 Gründe für Nichtinanspruchnahme digitaler Dienstleistungen Tabelle4.5 Gründe für Nichtinanspruchnahme digitaler Dienstleistungen der Stadt Karlsruhe TG, MFN „Weshalb haben Sie bisher kein digitales Angebot der Stadt Karlsruhe genutzt?" –Mehrfachnennungen waren möglich. – TG Teilgruppe: Nur Befragte, die digitale Dienstleistungen nicht in Anspruch genommen haben. MFN Mehrfachnennungen möglich, daher Summe ungleich 100 %. Basis1.124 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 –Lebensqualität und Zukunftsfragen. Amt für Stadtentwicklung | 27 5. Antworten auf die Frage „Was sollte die Stadt Karlsruhe Ihrer Meinung nach in den nächsten Jahren vor allem tun, um die Lebensqualität hier in Karlsruhe weiter zu verbessern?“ Die Antworten auf die Frage „Was sollte die Stadt Karlsruhe Ihrer Meinung nach in den nächsten Jahren vor allem tun, um die Lebensqualität hier in Karlsruhe weiter zu verbessern?“ zeigen, welche Themen die Karlsruherinnen und Karlsruher derzeit beschäftigen und wo sie sich Veränderungen wünschen. Dabei wurde bewusst auf eine geschlossene Fragestellung mit entsprechenden Antwortvorgaben beziehungsweise Auswahlmöglichkeiten verzichtet. Insgesamt haben 6.146 Personen 15.587 Vorschläge zur Verbesserung der Lebensqualität formuliert. Am häufigsten beziehen sich die Bürgerinnen und Bürger dabei auf die Entwicklung der Karlsruher Innenstadt: Rund 40 Prozent formulieren Vorschläge und Anregungen zur Entwicklung der City. Weitere häufig in Vorschlägen adressierte Themenfelder sind Grün/Klima/Umwelt/Energie (25 %) sowie Sicherheit/ Sauberkeit/Ordnung (19 %). Das Thema Verkehr beschäftigt die Karlsruherinnen und Karlsruher intensiv: So äußern sich 19 % zum Fahrradverkehr, 14 % zum Autoverkehr, 13 % zum öffentlichen Personennahverkehr. Auch für die Themen Wohnen sowie Kultur/Freizeit/Sport werden von jeweils über zehn Prozent der Bürgerinnen und Bürger Vorschläge geäußert. Tabelle 5.1 zeigt auf welche Themen sich die jeweils formulierten Vorschläge beziehen. Dabei gilt es explizit festzuhalten, dass aufgrund der offenen Fragestellung keine Rückschlüsse auf die Akzeptanz einzelner Vorschläge in der Gesamtbevölkerung gezogen werden können. Anzahl Vorschläge Anteil an Personen mit Vorschlägen absolutAnteile in % Entwicklung der Karlsruher Innenstadt2.35939 Grün/Klima/Umwelt/Energie1.50925 Sauberkeit/Sicherheit/Ordnung1.18119 Fahrradverkehr1.16519 Autoverkehr86614 Wohnen81213 Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)80213 Kultur/Freizeit/Sport66911 Familie und Kinder59310 Soziales/Teilhabe/Integration5739 Baustellen in Karlsruhe 5729 Täglicher Bedarf/Versorgung4457 Ausgestaltung der öffentlichen Räume3776 Digitalisierung/Bürgerfreundlichkeit/Kommunikation3476 (Kommunale) Dienstleistungen3336 Verkehrsorganisation2023 Fußverkehr1302 Wirtschaft und Arbeit621 Stadtbild/Architektur591 Themenfeld Tabelle5.1 Themenfelder, in denen Vorschläge zur Verbesserung der Lebensqualität in Karlsruhe gemacht wurden TG, MFN TG Teilgruppe: Nur Befragte mit Vorschlägen zur Verbesserung der Lebensqualität. MFN Mehrfachnennungen möglich, daher Summe ungleich 100 %. Basis6.146 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 –Lebensqualität und Zukunftsfragen. Was sollte die Stadt Karlsruhe Ihrer Meinung nach in den nächsten Jahren vor allem tun, um die Lebensqualität hier in Karlsruhe weiter zu verbessern?" | –Mehrfachnennungen waren möglich. – 28 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Im Hinblick auf die Begrünung, Entsiegelung und Verschattung der Innenstadt (33 %) wird häufig auf die Hitzeentwicklung in der City Bezug genommen. Tendenziell wird der Versiegelungsgrad im Zuge des Innenstadtumbaus kritisch gesehen. Besonders häufig werden der Marktplatz sowie die Kaiserstraße in diesem Zusammenhang erwähnt. „Der Marktplatz soll mehr Grünfläche enthalten – es ist dort zu heiß im Sommer!“ weiblich, 45 bis 64 Jahre, ausländische Staatsangehörigkeit, Nordstadt „Die Stadt kann durch Kauf von großen Sonnenschirmen wie sie in Katar eingesetzt werden dieses Problem elegant lösen, denn die Schirme sind sensationell und können in Sekunden auf- und zugeklappt werden.“ männlich, 45 bis 64 Jahre, deutsch mit Migrationshintergrund, Südweststadt „Anpassung an den Klimawandel, der gegenwärtige Umbau der Innenstadt (...) ist in dieser Hinsicht unverantwortlich. Denkmalschutz sollte nicht einen höheren Stellenwert als eine lebenswerte Innenstadt haben (...).“ männlich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Durlach „Innenstadt: Mehr Bäume, Hochgärten, Wand- und Dachbegrünung.“ weiblich, 20 bis 29 Jahre, deutsch mit Migrationshintergrund, Südstadt Vorschläge zur Entwicklung der Karlsruher Innenstadt Zur Entwicklung der Karlsruher Innenstadt haben 2.359 Personen insgesamt 3.717 Vorschläge gemacht. Anteil an Personen mit Vorschlägen Anteile in % Innenstadt begrünen/entsiegeln/verschatten33 Einzelhandels-/Gastronomieangebot in der Innenstadt verbessern27 Innenstadt attraktivieren/beleben26 Unattraktive Angebote in der Innenstadt reduzieren14 Einschränkungen für Autos in der Innenstadt umsetzen11 Bessere Aufenthaltsqualität in der Innenstadt schaffen10 Situation am Europaplatz verändern7 Sicherheit in der Innenstadt verbessern7 Situation am Schloss/im Schlossgarten verändern4 Interessantere Nutzungen/Formate in die Innenstadt bringen4 Baustellen in der Innenstadt reduzieren/beschleunigen4 Leerstände in der Innenstadt reduzieren3 Erreichbarkeit der Innenstadt für Autos sicher stellen3 Weniger unangenehme Personengruppen in der Innenstadt2 Sauberkeit in der Innenstadt verbessern2 Abkühlung in der Innenstadt bereitstellen2 Fahrradverkehr in der Innenstadt einschränken1 Vorschlagskategorie Tabelle5.2 Vorschläge zur Entwicklung der Karlsruher Innenstadt TG, MFN Was sollte die Stadt Karlsruhe Ihrer Meinung nach in den nächsten Jahren vor allem tun, um die Lebensqualität hier in Karlsruhe weiter zu verbessern?" | –Mehrfachnennungen waren möglich. – TG Teilgruppe: Nur Befragte mit Vorschlägen zur Entwicklung der Karlsruher Innenstadt. MFN Mehrfachnennungen möglich, daher Summe ungleich 100 %. Basis2.359 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 –Lebensqualität und Zukunftsfragen. Amt für Stadtentwicklung | 29 Gewünschte Verbesserungen des Einzelhandels- und Gastronomieangebots (27 %) umfassen insbesondere Wünsche nach hochwertigen Läden, guten Cafés, speziellen Marken, mehr inhabergeführtem Einzelhandel, kleinen Läden sowie innovativen/kreativen Formaten. „Die Kaiserstraße mit qualitativ hochwertigen Geschäften/Cafés aufwerten, die für eine gepflegte Atmosphäre sorgen.“ weiblich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Nordweststadt Im Zuge von als unattraktiv empfundenen Angeboten in der Innenstadt (14 %) werden insbesondere Schnellimbisse/Fast Food/Döner/Burger, Handyshops, Nagelstudios, günstige Friseurstudios, Barbershops, Billigangebote, Goldankauf, Shisha-Bars und Wettbüros genannt. „Anhäufung von ‚Billigketten‘ vermeiden.“ weiblich, 65 bis 74 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Nordweststadt Vorgeschlagene Einschränkungen für Autos in der Innenstadt (11 %) beziehen sich auf die Reduktion von Parkplätzen im öffentlichen Raum oder des Auto- und/oder Lieferverkehrs im innerstädtischen Bereich. „Wieso muss zum Beispiel der Zirkel von Autos befahren werden können und Parkplätze haben? Es gibt eine Tunnel- umfahrung und zahlreiche Parkhäuser.“ männlich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Oststadt „Echte Fußgängerzonen, da ich keinen Ort kenne, wo mehr Autos in Fußgängerzonen unterwegs sind, als in Karlsruhe.“ männlich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Neureut „Absicherung der Innenstadt vor Autos; die Fußgängerzonen sind nicht geschützt und Autos können unbegrenzt einfahren, es gibt derzeit keine ‚Poller‘.“ männlich, 75 Jahre oder älter, deutsch ohne Migrationshintergrund, Waldstadt Im Hinblick auf eine bessere Aufenthaltsqualität in der City (10 %) wünschen sich die Menschen mehr Sitz- und Verweilgelegenheiten, insbesondere im Schatten, sowie Spielgelegenheiten für Kinder. Die Themen Verbesserung der Sicherheit in der Innenstadt (7 %) und Veränderung der Situation am Europaplatz (7 %) werden häufig miteinander adressiert. Bezüglich der Sicherheit in der Innenstadt sind folgende Aussagen beispielhaft: „Als Frau fühle ich mich in der vorderen Kaiserstraße und am Europaplatz oft nicht sicher. Ich würde mir wünschen, dass an diesen Orten für mehr Sicherheit gesorgt wird.“ weiblich, 20 bis 29 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Oststadt „Stadtzentrum attraktiver und sicherer machen, momentan vor allem abends hat man ‚Respekt‘ sich zum Beispiel auf dem Europaplatz aufzuhalten oder alleine unterwegs zu sein.“ weiblich, 30 bis 44 Jahre, deutsch mit Migrationshintergrund, Knielingen Folgende Aussagen illustrieren die weiteren genannten Punkte/Vorschläge im Zusammenhang mit der Entwicklung der Innenstadt: Situation am Schloss/im Schlossgarten verändern (4%). „Dieses offene Grillen auf den Rasenflächen im Schlossgarten. Wenn man da Samstag oder Sonntagsmorgens in den Schlossgarten spazieren geht, sieht es dort verheerend aus. Kein gutes Bild für Besucher und Einheimische.“ keine demografischen Angaben, Innenstadt-Ost Vorschläge zur Entwicklung der Karlsruher Innenstadt 30 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Interessantere Nutzungen/Formate in die Innenstadt bringen (4 %) „Bürgerzentrum in dem Bürger jeden Alters zusammenkommen, Vorbild Groningen, NL oder Calgary, CA mit Bücherei, Arbeitsplätzen, Kinderbereich, Computerspiele/Kino, Café, Bar, Bereich mit neuen Technologien (VR, 3D Druck).“ weiblich, 20 bis 29 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Oststadt „Der Stadtkern sollte ausgebaut werden und vielfältigere Angebote für Hobbys, Essen und Kultur bieten. Einzigartige Attraktionen wie zum Beispiel ein modernes interaktives Technik Museum (nur ein Beispiel) wären toll.“ männlich, 30 bis 44 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Daxlanden Erreichbarkeit der Innenstadt für Autos sicherstellen (3 %) „Parkmöglichkeiten zu teuer und zu umständlich (Wie wäre es zum Beispiel mit einer App wie Parkster?).“ männlich, 65 bis 74 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Grünwinkel „Mehr Auto-Parkplätze in der Innenstadt (...) schaffen. Für mich als ältere Person ist ein Auto unabdingbar.“ männlich, 65 bis 74 Jahre, ausländische Staatsangehörigkeit, Weststadt Weniger unangenehme Personengruppen in der Innenstadt (2 %) „Durchsetzen, dass nicht Gruppen von Jugendlichen/jungen Erwachsenen auf öffentlichen Plätzen und im Nahverkehr durch rücksichtsloses Verhalten andere Bürger verunsichern und dafür sorgen, Plätze zu meiden. Zum Beispiel Europaplatz am späten Abend.“ weiblich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Neureut „Soziale Fragen und Obdachlosigkeit: Die Sichtbare Zunahme der Obdachlosigkeit in der Innenstadt ist besorgniserregend. Obwohl ich bislang keine negativen Erfahrungen mit obdachlosen Menschen gemacht habe, beeinflusst deren Präsenz (vor allem in großen Gruppen) mein Sicherheitsgefühl, besonders während der Abendstunden. Ich fände es wichtig, wenn die Stadt hier nicht nur mit kurzfristigen Maßnahmen, sondern auch mit langfristigen Unterstützungsprogrammen reagieren würde, um das Leid auf den Straßen zu mindern.“ weiblich, 20 bis 29 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Innenstadt-West Abkühlung in der Innenstadt bereitstellen (2 %) „Wasserzerstäuber nach Wiener Vorbild.“ weiblich, 30 bis 44 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Grötzingen „Konzepte, um die Hitze in der Innenstadt im Sommer aushaltbar zu machen.“ weiblich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Rüppurr „Marktplatz: Hier könnte man mal nach Malaga in Spanien schauen. Es gibt einfache Lösungen, um einen Platz zu beschatten. Am Hafen von Malaga gibt es Sonnensegel, die an Stahlrohren befestigt sind, aus denen Wassernebel an heißen Tagen gesprüht wird.“ weiblich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Grünwinkel Fahrradverkehr in der Innenstadt einschränken (1 %) „In der Waldstraße die Fahrradfahrer zum langsam Fahren bewegen. Zum Beispiel durch Bodenschwellen.“ weiblich, 65 bis 74 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Innenstadt-West „Das Radfahren auf der Kaiserstraße mehr kontrollieren und in der Erbprinzenstraße sollten die Radfahrenden auf die Fußgänger Rücksicht nehmen.“ weiblich, 65 bis 74 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Wolfartsweier Vorschläge zur Entwicklung der Karlsruher Innenstadt Amt für Stadtentwicklung | 31 Deutlich am häufigsten wird der Vorschlag gemacht, das Stadtgebiet weiter zu begrünen und/oder bestehende Grünflächen zu erhalten (67 %). Dabei wird häufig auf die Folgen des Klimawandels und weitere zu erwartende Temperatursteigerungen – insbesondere in den Sommermonaten – Bezug genommen. „Mehr grüne Flächen/Bäume in der Stadt. Die Stadt ist zu heiß.“ weiblich, 30 bis 44 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Südstadt „Grüne Hinterhöfe fördern und erhalten.“ männlich, 45 bis 64 Jahre, deutsch mit Migrationshintergrund, Südweststadt „Viel mehr Fassadenbegrünung zur Reduzierung der innerstädtischen Hitze.“ männlich, 65 bis 74 Jahre, ausländische Staatsangehörigkeit, Innenstadt-West „Proaktiver Baum- und Beet-Patenschaften vermitteln. Vielleicht einfach proaktiv an Stellen, wo ein Bedarf gesehen wird, ein Schild aufstellen, das die Fläche als frei für Patenschaft kennzeichnet.“ weiblich, 30 bis 44 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Waldstadt „Es gibt immer mehr ‚wilde‘ Feigenbäume in Karlsruhe, das Gartenbauamt schneidet diese immer wieder zurück – beispielsweise an der Tischtennisplatte am Grünstreifen in der Südstadt. Warum dürfen diese nicht wachsen? Essbare und grüne Stadt sollte (...) bewusst gestärkt werden.“ männlich, 20 bis 29 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Südstadt „Noch mehr Grünflächen einführen – nicht nur große Parks, sondern auch lokaler in den Wohngebieten mehr kleinere Erholungsorte.“ männlich, 20 bis 29 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Oststadt „Außenpflanzen für Fassadenbegrünung an öffentlichen Gebäuden. “ keine Geschlechtsangabe, 30 bis 44 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Oststadt Vorschläge im Themenfeld Grün/Klima/Umwelt/Energie Im Themenfeld Grün/Klima/Umwelt/Energie haben 1.509 Personen insgesamt 1.801 Vorschläge gemacht. Anteil an Personen mit Vorschlägen Anteile in % Stadtgebiet begrünen/Grünflächen erhalten67 Maßnahmen zur Klimaanpassung/zum Klimaschutz umsetzen; Nachhaltigkeit24 Mehr Wasser im Stadtgebiet zur Verfügung stellen (insbesondere Trinkwasserspender/-brunnen, Brunnen reparieren) 11 Flächenversiegelung reduzieren, keine Nachverdichtung10 Mehr Umwelt-, Naturschutz, Biodiversität; bessere Luftqualität3 Bessere Durchlüftung des Stadtgebiets/Frischluftschneisen schaffen bzw. erhalten2 Fernwärme ausbauen/Bereitstellung verändern2 Schnakenplage bekämpfen1 Vorschlagskategorie Tabelle5.3 Vorschläge im Themenfeld Grün/Klima/Umwelt/Energie TG, MFN TG Teilgruppe: Nur Befragte mit Vorschlägen im Themenfeld Grün/Klima/Umwelt/Energie. MFN Mehrfachnennungen möglich, daher Summe ungleich 100 %. Basis1.509 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 –Lebensqualität und Zukunftsfragen. Was sollte die Stadt Karlsruhe Ihrer Meinung nach in den nächsten Jahren vor allem tun, um die Lebensqualität hier in Karlsruhe weiter zu verbessern?" | –Mehrfachnennungen waren möglich. – 32 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Maßnahmen zur Klimaanpassung und/oder zum Klimaschutz sowie mehr Nachhaltigkeit werden am zweithäufigsten (24 %) genannt. Auch dabei wird vor allem auf das Thema Hitzeentwicklung Bezug genommen. „Ein Augenmerk sollte auf das Klima der Stadt gelegt werden, da die sommerliche Hitze und Schwüle in Karlsruhe extrem geworden ist.“ weiblich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Beiertheim-Bulach „Noch mehr auf den Klimawandel einstellen (Hitze, Wind und Starkregen).“ männlich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Weststadt „Umsetzung von Hitzeschutzmaßnahmen, Schattenplätze, Fassadenbegrünung, grüne Inseln zum Luftaustausch.“ weiblich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Südweststadt „Unterstützung von Projekten zur Energieeffizienz in öffentlichen Gebäuden.“ männlich, 30 bis unter 45 Jahre, ausländische Staatsangehörigkeit, Durlach Mehr Trinkwasserbrunnen beziehungsweise die Reparatur bestehender Brunnenanlagen (11 %) werden ebenfalls adressiert. „Angesichts der Klimakrise und hoher Temperaturen: Mehr frei zugängliche Trinkwasserquellen in der Stadt (kostenlos).“ weiblich, keine Altersangabe, deutsch ohne Migrationshintergrund, Südstadt „Brunnen zum Wasserflaschen auffüllen.“ weiblich, 45 bis 64 Jahre, deutsch mit Migrationshintergrund, Daxlanden „Es sollten flächendeckend Trinkbrunnen aufgestellt werden, damit die Gefahr eines Hitzeschocks minimiert wird.“ männlich, 16 bis 19 Jahre, deutsch mit Migrationshintergrund, Waldstadt Die kritische Sicht auf das Thema Flächenversiegelung wird häufig begleitet von einer ablehnenden Haltung gegenüber möglichen Nachverdichtungsmaßnahmen (10 %). „Weniger Versiegelung beziehungsweise solche freigeben für Natur wo immer es geht.“ weiblich, 75 Jahre oder älter, keine Angabe zur Staatsangehörigkeit, Rüppurr Beispielhafte Aussagen in puncto mehr Umwelt- und Naturschutz, Biodiversität, bessere Luftqualität (3 %): „Stadtbauernhof, in dem Kinder und Jugendliche und Rentner aktiv mitarbeiten und mitgestalten können.“ weiblich, 45 bis 64 Jahre, deutsch mit Migrationshintergrund, Weststadt „Förderung von urbanem Gärtnern und Initiativen zur Steigerung der Biodiversität, um die Stadt grüner und lebenswerter zu machen.“ männlich, 20 bis 29 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Südweststadt Vorschläge im Themenfeld Grün/Klima/Umwelt/Energie Amt für Stadtentwicklung | 33 In diesem Themenfeld plädieren 41 % für mehr Sauberkeit in der Stadt. Dabei geht es nicht nur um das Thema Müll im öffentlichen Raum, auch Verschmutzungen durch Graffiti sowie die Grünpflege werden adressiert. „An der Sauberkeit im öffentlichen Raum mangelt es oft. Mehr Mülleimer könnten da vielleicht helfen, aber auch konsequente Kontrollen und Ordnungsgeld (es existiert doch bestimmt eine städtische Verordnung, die das ermöglicht). Einführung von Pfand (Steuer) auf Einweg-Fast-Food-Verpackung.“ weiblich, 65 bis 74 Jahre, deutsch mit Migrationshintergrund, Durlach „Auf mehr Sauberkeit in der Stadt, in den Unterführungen und so weiter achten. Überquellende Abfallkörbe schneller leeren. Graffiti und Hetzparolen entfernen.“ weiblich, 75 Jahre oder älter, deutsch ohne Migrationshintergrund, Hagsfeld „An einigen Kreuzungen in der Stadt bedrohen die wildwachsenden Pflanzen die Verkehrssicherheit.“ männlich, 45 bis 64 Jahre, ausländische Staatsangehörigkeit, Rintheim Nahezu gleichbedeutend wie das Thema Sauberkeit ist das Thema Sicherheit (39 %). Als Gründe für ein geringes Sicherheitsgefühl werden insbesondere unangenehme Personengruppen (im ÖPNV, auf Spielplätzen, auf Plätzen, in Grünflächen) sowie eine wahrgenommene gestiegene Kriminalität angeführt. Geforderte Maßnahmen im Bereich der Sicherheit sind insbesondere mehr Präsenz/Kontrollen durch die Polizei und/oder den kommunalen Ordnungsdienst, Beleuchtung, Angebote für Frauen sowie Alkoholverbote. „Zur Lebensqualität zählt mittlerweile auch das Sicherheitsgefühl. Ich fühle mich in Karlsruhe zunehmend unsicher und traue mich zu gewissen Uhrzeiten nicht mehr an gewohnte Orte.“ weiblich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Wolfartsweier „Frauen sollten sich nicht (mehr) überlegen müssen, ob sie spätabends oder nachts alleine unterwegs sein können: – kostenlose oder vergünstigte Taxis extra für Frauen, – Notanlaufstellen, – dunkle Ecken in der Stadt umgestalten.“ weiblich, keine Altersangabe, deutsch ohne Migrationshintergrund, Südstadt Vorschläge im Themenfeld Sauberkeit/Sicherheit/Ordnung Im Themenfeld Sicherheit/Sauberkeit/Ordnung haben 1.181 Personen insgesamt 1.420 Vorschläge gemacht. Anteil an Personen mit Vorschlägen Anteile in % Sauberkeit verbessern/Öffentliche Räume pflegen/Grün pflegen41 Mehr Sicherheit/Sicherheitsgefühl verbessern39 Mehr Verkehrskontrollen/Durchsetzung von Verkehrsregeln15 Lärm mindern11 Weniger unangenehme Personen/Personengruppen7 E-Scooter regulieren6 Weniger Polizei/Verkehrskontrollen1 Prostitution einschränken1 Vorschlagskategorie Tabelle5.4 Vorschläge im Themenfeld Sauberkeit/Sicherheit/Ordnung TG, MFN „Was sollte die Stadt Karlsruhe Ihrer Meinung nach in den nächsten Jahren vor allem tun, um die Lebensqualität hier in Karlsruhe weiter zu verbessern?" |–Mehrfachnennungen waren möglich. – TG Teilgruppe: Nur Befragte mit Vorschlägen im Themenfeld Sauberkeit/Sicherheit/Ordnung. MFN Mehrfachnennungen möglich, daher Summe ungleich 100 %. Basis1.181 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 –Lebensqualität und Zukunftsfragen. 34 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen „Erhöhung der Beleuchtung bei Nacht. Es gibt sehr viele dunkle Ecken, an denen man sich sehr unwohl fühlt, auch teilweise in den Übergängen/‚Treppenhäusern‘ der neuen U-Bahn-Station.“ weiblich, 20 bis 29 Jahre, ausländische Staatsangehörigkeit, Mühlburg Verkehrskontrollen beziehungsweise die Durchsetzung von Verkehrsregeln (15 %) werden sowohl im Hinblick auf das Verkehrsverhalten von Fahrradfahrenden als auch von Autofahrenden gefordert. „Ein großes Problem scheint mir das Verhalten der Radfahrer im Verkehrsfluss zu sein. Die Zahl der Radfahrer nimmt zu, was von der Stadt gewollt ist. Aber es gibt niemanden, der die Radfahrer dazu anleitet, sich an die Regeln zu halten. Viele Radfahrer benutzen den Gehweg, obwohl ein Radweg parallel verläuft. Und sie fahren da oft mit großer Geschwindigkeit. In Wien gibt es beispielsweise Polizisten auf Fahrrädern, die das Verkehrsgeschehen vom Fahrrad aus beobachten und einschreiten, sobald ein Radfahrer sich nicht an die Regeln hält.“ männlich, 75 Jahre oder älter, ausländische Staatsangehörigkeit, Südstadt „Konsequenteres Vorgehen gegen Parkverstöße.“ männlich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Weststadt „Kampagne/Werbung für Sensibilisierung, nicht auf dem Gehweg zu parken.“ männlich, 30 bis 44 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Durlach Im Bereich der Lärmminderung (11 %) wird insbesondere auf störenden Verkehrslärm durch Straßenbahnen und Autos verwiesen. „Die Lärmbelästigung durch quietschende Straßenbahnen eindämmen.“ weiblich, 30 bis 44 Jahre, deutsch mit Migrationshintergrund, Oststadt „Lärmschutz an Südtangente und Autobahn.“ männlich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Weiherfeld-Dammerstock Folgende Aussagen illustrieren die weiteren genannten Punkte beziehungsweise Vorschläge im Zusammenhang mit dem Thema Sauberkeit/Sicherheit/Ordnung: Weniger unangenehme Personen/Personengruppen (7 %) „Es gibt viele Bettler und andere Menschen die auf der Straße leben. Den hilfsbedürftigen Menschen sollte geholfen werden, dass sie nicht auf der Straße leben müssen.“ weiblich, 20 bis 29 Jahre, ausländische Staatsangehörigkeit, Innenstadt-West „Betteleien mit und ohne Tier (...) verbieten.“ weiblich, 75 Jahre oder älter, deutsch ohne Migrationshintergrund, Innenstadt-West E-Scooter regulieren (6 %) „E-Scooter-Firmen in die Pflicht nehmen, damit nicht wahllos diese Fortbewegungsmittel als Stolperfallen auf Gehwegen und Ähnlichem herumliegen.“ weiblich, 75 Jahre oder älter, deutsch ohne Migrationshintergrund, Neureut „E-Scooter-Parken sanktionieren, da diese oft einfach abgestellt werden, ohne darauf zu achten, ob die anderen dann auch mit Kinderwagen, Rollator oder einfach als Fußgänger den Weg benutzen können. Eine gute Idee ist eine gesondert ausgeschilderte Parkfläche, wie es sie in der Nähe des Parkhauses Marktplatz gibt. Es hat zwar etwas gebraucht, bis sie angenommen wurde, aber meist stehen dort nun E-Scooter ordentlich und andere können den Fußweg nutzen.“ weiblich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Innenstadt-Ost Vorschläge im Themenfeld Sauberkeit/Sicherheit/Ordnung Amt für Stadtentwicklung | 35 Über die Hälfte der Personen (54 %) mit Vorschlägen im Themenfeld Fahrradverkehr plädieren dabei für einen Ausbau des Radwegenetzes. Häufig ist diese Empfehlung eher allgemein gehalten, wobei es einige spezifische Hinweise gibt. „Die Infrastruktur in Richtung Rheinhafen endet faktisch am Bahnhof Mühlburg. Dadurch werden sehr viele Arbeitskräfte davon abgehalten, mit dem Rad zur Arbeit in den Hafen zu fahren.“ männlich, 20 bis 29 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Innenstadt-West „Fahrradverkehr weiter fördern, vor allem Nord-Süd-Verbindung.“ weiblich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Nordstadt „Durchgängige Radwege auch in den Randgebieten der Stadt.“ männlich, 45 bis unter 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Durlach „Mehr Radwege, bessere Durchquerbarkeit mit dem Rad entlang der Kriegsstraße, zum Beispiel mit einem ampelfreien Radweg auf Stelzen über der Kriegsstraße.“ männlich, 30 bis 44 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Südstadt „More cycle routes around Karlsruhe. Specially it is hard to reach from Durlach to KIT campus Nord and North of the city.“ männlich, 30 bis 44 Jahre, ausländische Staatsangehörigkeit, Innenstadt-Ost „Radschnellweg nach Ettlingen ausbauen.“ weiblich, 30 bis 44 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Rüppurr In puncto Verbesserung der Radwege (25 %) werden Wünsche nach einer klareren Verkehrsführung, besseren Straßenbelägen und insbesondere einer höheren Sicherheit für Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer geäußert. „Die Radwege östlich des Schlosses (besonders Hagsfelder Allee) endlich ausbessern.“ männlich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Hagsfeld „Verbesserung der Fahrradwege. Häufig sind die Fahrradwege in einem sehr schlechten Zustand. Gutes Beispiel wären die Fahrradwege an der Linkenheimer Landstraße/Willy-Brand-Allee. Während die Straße mehrfach erneuert wurde, findet sich am Fahrradweg keine Strecke von zwei Metern ohne starke Beschädigung.“ männlich, 30 bis 44 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Weststadt Vorschläge im Themenfeld Fahrradverkehr Im Themenfeld Fahrradverkehr haben 1.165 Personen insgesamt 1.288 Vorschläge gemacht. Anteil an Personen mit Vorschlägen Anteile in % Radwegenetz ausbauen/vergrößern54 Fahrradwege verbessern25 Fahrradverkehr fördern15 Fahrradverkehr weniger bevorzugen/"ausgewogenere" Verkehrsplanung9 Mehr Fahrradabstellplätze bereit stellen7 Vorschlagskategorie Tabelle5.5 Vorschläge im Themenfeld Fahrradverkehr TG, MFN „Was sollte die Stadt Karlsruhe Ihrer Meinung nach in den nächsten Jahren vor allem tun, um die Lebensqualität hier in Karlsruhe weiter zu verbessern?" | –Mehrfachnennungen waren möglich. – TG Teilgruppe: Nur Befragte mit Vorschlägen im Themenfeld Fahrradverkehr. MFN Mehrfachnennungen möglich, daher Summe ungleich 100 %. Basis1.165 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 –Lebensqualität und Zukunftsfragen. 36 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen „Qualität der Radwege teilweise schlecht (zum Beispiel in der Klotze gleicht diese teilweise einem Pump-Track).“ männlich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Rüppurr „Es reicht zudem nicht, einfach ein paar Striche auf die Straßen zu malen, die Sicherheit der Radfahrer muss auch gewährleistet sein. Spuren nur für Radfahrer schaffen.“ männlich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Waldstadt „Radwege baulich getrennt von den Straßen anlegen oder falls möglich reine Fahrradwege/-straßen ausweisen. Dies gibt mehr Sicherheit für die Fahrradfahrer und mehr Akzeptanz überhaupt das Fahrrad zu benutzen. Insbesondere für Mütter/ Väter mit Kindern. Siehe die Umsetzung in der Stadt Kopenhagen in Dänemark.“ männlich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Rüppurr „Sicherere Radwege und auch Sicherheit von Fußgängern durch klare Abgrenzung Rad/Auto.“ weiblich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Weiherfeld-Dammerstock „Fahrradroute Sophienstraße durch/um die Innenstadt bis in die Oststadt/zum KIT durchgängig machen. Sperrungen für Autos weiter mit Haltung umsetzen (Positivbeispiel Sophienstraße Sommer 2024 und Karlstraße Höhe Stephansplatz vor ein paar Jahren).“ männlich, 30 bis 44 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Weststadt Häufig wird allgemein die Förderung des Radverkehrs (15 %) gewünscht. Es gibt jedoch auch konkretere Vorschläge, zum Beispiel: „Ein benutzerfreundliches Leihsystem für Fahrradanhänger und Lastenräder aufbauen analog zu Stadtmobil.“ männlich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Weststadt Im Themenfeld Fahrradverkehr gibt es auch kritische Stimmen (9 %), die eine aus ihrer Sicht zu sehr auf das Fahrrad ausgerichtete Verkehrspolitik kritisieren. „Radwege sind schön und wichtig, aber bitte nicht nur noch Radwege und somit vielen, nicht so mobilen Bürgern, die Möglichkeit geben auch mit dem Auto mobil zu bleiben.“ männlich, 45 bis 64 Jahre, deutsch mit Migrationshintergrund, Neureut „Es gibt nicht nur Fahrradfahrer, Autofahrer sollten auch im Verkehr berücksichtigt werden.“ weiblich, 65 bis 74 Jahre, deutsch mit Migrationshintergrund, Durlach „Verkehrsteilnehmer nicht gegeneinander ‚ausspielen‘. Autos werden nach wie vor als Transportmittel für Mensch und Waren benötigt.“ weiblich, 65 bis 74 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Weststadt Bei der Bereitstellung von Fahrradabstellmöglichkeiten (7 %) wird insbesondere vorgeschlagen, mehr Fahrradabstellplätze einzurichten. Einige Personen schlagen die Einrichtung von Fahrradparkhäusern oder -garagen und überdachten Fahrradabstellplätzen vor. Orte, an denen explizit mehr Fahrradabstellplätze gewünscht werden, sind die Innenstadt, der Werderplatz, der Hauptbahnhof und der Bahnhof in Durlach. Vorschläge im Themenfeld Fahrradverkehr Amt für Stadtentwicklung | 37 Die Hälfte der Personen, die sich in puncto Autoverkehr geäußert haben, plädiert für eine Reduktion oder eine Einschränkung des Autoverkehrs. Dabei werden insbesondere folgende Vorschläge gemacht: generelle Einführung von Tempo 30, allgemein „weniger Autoverkehr“, mehr verkehrsberuhigte Straßen sowie die Einrichtung autofreier Zonen. „Tempo 30 für Autos; Mehr Platz für andere Verkehrsmittel weniger Platz fürs Auto (vergleiche zum Beispiel Tübingen ‚Blaues Band‘, Utrecht, Kopenhagen...).“ männlich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Südstadt „Autoverkehr reduzieren und verlangsamen. Stadtmobil bei Stellplätzen unterstützen.“ männlich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Oststadt Rund 30 Prozent (31 %) wünschen sich eine Verbesserung der Parksituation für Autos und schlagen hierfür vor, mehr Parkraum zu schaffen, Parkgebühren zu senken sowie verstärkt Anwohnerparken einzuführen. „Mehr Parkplätze für die Bewohner in der Innenstadt und Weststadt.“ männlich, 45 bis 64 Jahre, ausländische Staatsangehörigkeit, Durlach „Sicherstellung von Autoparkplätzen für Anwohner, zum Beispiel für von auf das Auto angewiesene Familien.“ männlich, 30 bis 44 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Durlach Dem gegenüber steht der Wunsch, die Anzahl der Parkplätze im öffentlichen Raum zu reduzieren und/oder das Parken zu verteuern (13 %). „Warum kostet der Anwohnerparkausweis so wenig Geld? Warum nehmen Autos so viel Platz weg auf gemeinschaftlichen Flächen? Auto ist Privatsache.“ weiblich, 45 bis 64 Jahre, deutsch mit Migrationshintergrund, Grünwinkel Vorschläge im Themenfeld Autoverkehr Im Themenfeld Autoverkehr haben 866 Personen insgesamt 943 Vorschläge gemacht. Anteil an Personen mit Vorschlägen Anteile in % Autoverkehr reduzieren50 Parksituation verbessern31 Parken im öffentlichen Raum einschränken13 Allgemein Verkehrssituation für Autos verbessern12 Zweite Rheinbrücke und/oder Nordtangente bauen3 Vorschlagskategorie Tabelle5.6 Vorschläge im Themenfeld Autoverkehr TG, MFN „Was sollte die Stadt Karlsruhe Ihrer Meinung nach in den nächsten Jahren vor allem tun, um die Lebensqualitäthier in Karlsruhe weiter zu verbessern?" | –Mehrfachnennungen waren möglich. – TG Teilgruppe: Nur Befragte mit Vorschlägen im Themenfeld Autoverkehr. MFN Mehrfachnennungen möglich, daher Summe ungleich 100 %. Basis866 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 –Lebensqualität und Zukunftsfragen. 38 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen „Überall, wo keine oder zu wenige Garagen sind, kommunal betriebene Quartiersgaragen bauen. Straßenparken auf ganz wenige Bereiche und nur zur Anlieferung und für Umzüge beschränken (gibt es in Schweden auch in Großstädten seit langem).“ männlich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Nordweststadt „Parkverbot für Wohnmobile und Transporter in reinen Wohngebieten durch Ausschilderung von reinen PKW-Parkplätzen.“ weiblich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Nordstadt Darüber hinaus wird der Wunsch formuliert, die Verkehrssituation für das Auto zu verbessern (12 %). Dabei wird in einigen Fällen auch auf den Bau der zweiten Rheinbrücke und/oder der Nordtangente (3 %) verwiesen. „Mobilitätseingeschränkte Menschen sind zum Teil auf das Auto angewiesen, aber den Autos wird der Zugang/Fahrt/Parken in der Stadt erschwert.“ männlich, 75 Jahre oder älter, deutsch ohne Migrationshintergrund, Rüppurr „Tempo 50 überall; nicht 30. Nicht überall Sperrungen und Verkehrsversuche und Einschränkungen für Autos.“ männlich, 20 bis 29 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Südstadt „Weniger das Auto verbannen, viele brauchen es für die Arbeit und den Alltag.“ weiblich, 30 bis 44 Jahre, deutsch mit Migrationshintergrund, Daxlanden Vorschläge im Themenfeld Autoverkehr Amt für Stadtentwicklung | 39 Die Vorschläge im Themenfeld Wohnen zielen allesamt darauf ab, die Anspannung auf dem Wohnungsmarkt zu reduzieren. Dabei beziehen sich viele Äußerungen insbesondere auf eine Reduktion oder Stabilisierung der Mieten sowie die Schaffung von neuem Wohnraum. Einige Personen wünschen sich mehr sozialen Wohnungsbau und/oder die Unterstützung von Genossenschaften. Bei der Sichtung der Schilderungen wird deutlich, dass einige Personengruppen größere Schwierigkeiten bei der Suche nach adäquatem Wohnraum haben. „Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, um Wohnungsnot und steigende Mietpreise zu bekämpfen.“ männlich, 30 bis 44 Jahre, ausländische Staatsangehörigkeit, Durlach „Die Mieten müssen gesenkt werden. Durch die stetig steigenden Mieten kann ich immer weniger am gesellschaftlichen und kulturellen Leben in Karlsruhe teilnehmen.“ weiblich, 30 bis 44 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Oberreut „Mehr (sozialen) Wohnraum bauen, Mietpreisdeckel und Bestrafung von Vermietern bei Wohnungsleerstand wie zum Beispiel durch ein Zweckentfremdungsverbot wie in Berlin.“ weiblich, 20 bis 29 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Neureut „Die Mietpreise in Karlsruhe sind meiner Meinung nach extrem hoch, was am Lebensstandard sehr viel kaputt macht. Vor allem junge Familien, die eine sehr hohe Mietbelastung haben, haben weniger Geld zur Verfügung für andere Aktivitäten.“ männlich, 30 bis 44 Jahre, ausländische Staatsangehörigkeit, Südstadt „Für ausreichend bezahlbaren Wohnraum sorgen, insbesondere für Familien. Es spricht für sich, wenn etwa in der Waldstadt ein Wohnbauprojekt geplant wird, das mehr als 40 Einheiten umfasst und dabei keine einzige 4-Zimmer Wohnung eingeplant wird. Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum wird uns in absehbarer Zeit dazu zwingen, die Stadt mit unseren Kindern zu verlassen.“ weiblich, 30 bis 44 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Durlach „Unverhältnismäßig hohe Mieten bekämpfen, von denen besonders Studenten betroffen sind.“ männlich, 20 bis 29 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Südstadt „Um die Lebensqualität in Karlsruhe weiter zu verbessern, sollte die Stadt sich besonders auf die Verbesserung der Wohnbedingungen konzentrieren. Als Student wünsche ich mir, dass die Situation der Studentenwohnheime weniger angespannt ist, so dass mehr bezahlbare Wohnmöglichkeiten zur Verfügung stehen.“ männlich, 20 bis 29 Jahre, ausländische Staatsangehörigkeit, Innenstadt-West Vorschläge im Themenfeld Wohnen Im Themenfeld Wohnen haben 812 Personen Vorschläge gemacht. 40 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Im Mittelpunkt der Äußerungen zum ÖPNV stehen die Themen Preispolitik/Tarifsystem (34 %) sowie Zuverlässigkeit (34 %). Während einige Personen vorschlagen, die Preise im ÖPNV zu reduzieren, um diesen attraktiver zu machen und damit die Nutzung des Autos zu reduzieren, verweisen andere darauf, dass das Tarifsystem bestimmte Mobilitätswünsche nur unzureichend abbildet. Beispielhafte Aussagen zur Preispolitik/Tarifsystem (34 %): „Mehrere Tage pro Jahr kostenlos Mobilität über das KVV Netz anbieten, damit weniger Leute im Auto unterwegs sind.“ männlich, 45 bis 64 Jahre, ausländische Staatsangehörigkeit, Neureut „Ticketpreise für den ÖPNV müssen günstiger werden. Eine Stadtflitzer-Fahrt (Carsharing) ist derzeit günstiger als ein KVV-Einzelticket.“ männlich, 30 bis 44 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Südstadt „Das System der öffentlichen Verkehrsmittel so organisieren, dass es für meine Familie preislich vorteilhafter sein wird, damit mal in die Stadt (aus Rüppurr) zu fahren als mit dem Auto.“ weiblich, 30 bis 44 Jahre, ausländische Staatsangehörigkeit, Rüppurr „Nahverkehrspreise sind zu teuer, gleichzeitig will man Autos aus der Innenstadt verbannen. 3,10 Euro für vier Haltestellen sind einfach zu teuer. Warum gibt es keine Kurzstrecken- oder Viererkarten mehr?“ weiblich, 30 bis 44 Jahre, deutsch mit Migrationshintergrund, Mühlburg „Günstige Nahverkehrsangebote schaffen (Rüppurrer müssen zum Beispiel für die kurze Fahrt nach Ettlingen drei Waben bezahlen!).“ weiblich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Rüppurr Beispielhafte Aussagen zur Zuverlässigkeit des ÖPNV (34 %): „[Die Zuverlässigkeit] ist so schlecht geworden, dass ich, sofern ich verbindliche Termine habe, den öffentlichen Nahverkehr nicht mehr nutze.“ männlich, 20 bis 29 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Grötzingen Vorschläge im Themenfeld Öffentlicher Nahverkehr (ÖPNV) Im Themenfeld Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) haben 802 Personen insgesamt 883 Vorschläge gemacht. Anteil an Personen mit Vorschlägen Anteile in % Preise im ÖPNV reduzieren/Tarifsystem anpassen34 Zuverlässigkeit des ÖPNV verbessern34 ÖPNV ausbauen/stärken28 ÖPNV-Services/- Qualität verbessern14 Vorschlagskategorie Tabelle5.7 Vorschläge im Themenfeld Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) TG, MFN „Was sollte die Stadt Karlsruhe Ihrer Meinung nach in den nächsten Jahren vor allem tun, um die Lebensqualität hier in Karlsruhe weiter zu verbessern?" | –Mehrfachnennungen waren möglich. – TG Teilgruppe: Nur Befragte mit Vorschlägen im Themenfeld Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV). MFN Mehrfachnennungen möglich, daher Summe ungleich 100 %. Basis802 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 –Lebensqualität und Zukunftsfragen. Amt für Stadtentwicklung | 41 „Der öffentliche Verkehr muss verbessert werden, da Straßenbahnen oft kurzfristig ausfallen, was die Fahrt zur Arbeit und zur Schule beeinträchtigt. Als fortschrittliche Stadt (...) wäre es wünschenswert, auch im Bereich des Verkehrsmanagements Fortschritte zu machen.“ männlich, 20 bis 29 Jahre, ausländische Staatsangehörigkeit, Nordstadt „Der öffentliche Nahverkehr funktioniert sehr schlecht – viele Ausfälle und man bezahlt trotzdem die KVV-Schoolcard.“ männlich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Grünwinkel „Zuverlässigkeit der Straßenbahnen verbessern. Weg von ‚Straßenbahn entfällt‘. Das ist äußerst kundenunfreundlich und ein Ärgernis, besonders wenn man einen Termin hat oder spät abends unterwegs ist, wenn die Bahnen alle 20 Minuten fahren.“ männlich, 65 bis 74 Jahre, deutsch mit Migrationshintergrund, Oberreut Im Hinblick auf die Stärkung und einen Ausbau des ÖPNV (28 %) werden neben eher allgemein gehaltenen Wünschen auch Vorschläge zu zu erschließenden Bereichen, Betriebszeiten und Taktungen gemacht. „Ausweitung der Straßenbahnanbindungen und flächendeckenderer Busverkehr. Automatisierung der Straßenbahnen.“ männlich, 20 bis 29 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Grünwinkel „Besserer ÖPNV in kleinere Orte wie Stupferich. Es gibt keine Busse von Stupferich direkt nach Pfinztal, das direkt daneben liegt.“ weiblich, 30 bis 44 Jahre, deutsch mit Migrationshintergrund, Stupferich „City Park wieder besser an Straßenbahn anbinden.“ männlich, 30 bis 44 Jahre, deutsch mit Migrationshintergrund, Südstadt „Bessere Bahnanbindung in äußere Stadtteile wie Neureut Kirchfeld (Ausbau der Straßenbahn).“ weiblich, 20 bis 29 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Neureut „S-Bahn-Strecke zum BBBank-Wildpark via Adenauerring installieren.“ männlich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Innenstadt-West „(...) könnte die Stadt in die Verbesserung der öffentlichen Verkehrsmittel investieren, bessere Anbindung und erweiterte Fahrzeiten, insbesondere abends und an Wochenenden, würden die Mobilität der Bürger erheblich verbessern.“ weiblich, 20 bis 29 Jahre, ausländische Staatsangehörigkeit, Nordweststadt „Nächtliche Betriebsruhe: Kann nicht wenigstens halbstündlich auf jeder innerstädtischen Linie 24/7 eine Fahrt stattfinden?“ männlich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Durlach Vorschläge, die auf die Verbesserung von Dienstleistungen rund um den ÖPNV abzielen (14 %), adressieren insbesondere die Themen Klimatisierung, Sauberkeit in Bahnen und an Bahnhaltestellen, Barrierefreiheit, Bereitstellung von Informationen sowie Ticketerwerb. „The city of Karlsruhe should have more air-conditioned trams in the summer.“ weiblich, 20 bis 29 Jahre, ausländische Staatsangehörigkeit, Rintheim „Funktionierende Rolltreppen und Aufzüge in der U-Strab.“ weiblich, 75 Jahre oder älter, deutsch mit Migrationshintergrund, Durlach „Die Gleisnummern sind auf den Hinweisschildern zu klein. Man muss bis ans Gleis laufen um sie lesen zu können und festzustellen, dass man am falschen Gleis steht. Bis dahin ist dann die Bahn am richtigen Gleis schon losgefahren.“ männlich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Innenstadt-West „Bahnen und Busse mit GPS ausstatten, so dass man in einer App nachschauen kann, wo sich die Bahn, die man nehmen will, befindet (oft sind Minutenanzeigen falsch).“ männlich, 20 bis 29 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Weststadt „Teilnahme für ‚alte Menschen‘ im öffentlichen Personennahverkehr ermöglichen (Karten nicht nur digital erwerben können.).“ weiblich, 65 bis 74 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Grötzingen „Mehr Sauberkeit an den Straßenbahnhaltestellen, die Haltestellen in der Nordweststadt S1/S11 sehen furchtbar aus.“ weiblich, 65 bis 74 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Neureut Vorschläge im Themenfeld Öffentlicher Nahverkehr (ÖPNV) 42 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Vorschläge im Themenfeld Kultur/Freizeit/Sport Im Hinblick auf Kultur in der Fächerstadt (41 %) wird vorgeschlagen, kulturelle Einrichtungen (mehr) zu fördern beziehungsweise entsprechende Budgets nicht zu kürzen, den Fokus nicht nur auf „kulturelle Leuchttürme“ zu setzen, kulturelle Teilhabe verschiedener Bevölkerungsgruppen zu ermöglichen beziehungsweise zu fördern, Räume für Kultur bereitzustellen, Kunst im öffentlichen Raum zu zeigen sowie die Kunst- und Kulturszene aus den Hochschulen heraus zu entwickeln. Grundsätzlich wird der Kultur- und Kunstbegriff eher breit ausgelegt und auch soziale Funktionen von Kunst und Kultur beleuchtet. „Kultur macht unsere Stadtgesellschaft stark, selbstbewusst und tolerant und schafft Identität. Daran darf nicht gespart werden!“ weiblich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Innenstadt-West „Kultur bedeutet Austausch, Bildung, Demokratie. Ohne Kultur verroht die Gesellschaft. Trotzdem steht Kultur meist an letzter Stelle, wenn es um Förderung und Ausbau der Kultur geht. Hier müssen vor allem die kleineren Kultureinrichtungen im Fokus der Stadt stehen. Denn nur ein vielfältiges, auf verschiedenste Gesellschaftsgruppen ausgerichtetes Kulturangebot macht eine Stadt attraktiv.“ weiblich, 45 bis 64 Jahre, ausländische Staatsangehörigkeit, Südweststadt „Förderung der kulturellen Vielfalt durch Festivals, Kunst- und Kulturprogramme, die das reiche Erbe der Stadt feiern und Besucher anziehen.“ keine Angaben „Pflege und Unterstützung der Kultureinrichtungen (Museen, Theater, Tollhaus, ...).“ männlich, 75 Jahre oder älter, deutsch ohne Migrationshintergrund, Grünwinkel „Mehr Raum, Freiheiten und Förderung für eine lokale (Sub-)Kultur-, Musik- und Kunstszene bereitstellen und nicht nur Leuchttürme wie das Staatstheater signifikant fördern.“ männlich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Durlach „Die Kulturszene mehr fördern. Kultur ist Teil einer jeden Gesellschaft. Kinos, Clubs, Museen, Locations für Konzerte oder andere Freizeitveranstaltungen und alles was sonst noch dazu gehört. Das Clubsterben hat schon vor Corona angefangen und immer noch ist die Kulturszene auf Unterstützung angewiesen.“ weiblich, 30 bis 44 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Waldstadt „Mehr Kulturräume/-plätze für Jung und Alt (beispielsweise ein Ort mit vielen Clubs, Bars und so weiter; Vergleich: Hawerkamp in Münster).“ männlich, 30 bis 44 Jahre, deutsch mit Migrationshintergrund, Weststadt Im Themenfeld Kultur/Freizeit/Sport haben 669 Personen insgesamt 733 Vorschläge gemacht. Anteil an Personen mit Vorschlägen Anteile in % Kultur fördern/Kulturangebot verbessern41 Mehr/andere Veranstaltungen; Nachtleben verbessern22 Schwimmbäder offen halten/neu bauen20 Sportangebote unterstützen/Sportstätten sanieren und bereit stellen19 Attraktivere Freizeit- und Erholungsangebote bereit stellen8 Vorschlagskategorie Tabelle5.8 Vorschläge im Themenfeld Kultur/Freizeit/Sport TG, MFN „Was sollte die Stadt Karlsruhe Ihrer Meinung nach in den nächsten Jahren vor allem tun, um die Lebensqualität hier in Karlsruhe weiter zu verbessern?" | –Mehrfachnennungen waren möglich. – TG Teilgruppe: Nur Befragte mit Vorschlägen im Themenfeld Kultur/Freizeit/Sport. MFN Mehrfachnennungen möglich, daher Summe ungleich 100 %. Basis669 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 –Lebensqualität und Zukunftsfragen. Amt für Stadtentwicklung | 43 „Allgemein mehr Raum für partizipative, kostenlose Kultur im öffentlichen und halb öffentlichen Raum. Warum liest Karlsruhe nicht mal ein Buch zusammen?“ männlich, 20 bis 29 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Südstadt „Förderung von öffentlicher Kunst: Durch das Reisen in Südamerika ist mir aufgefallen, wie bunt und lebendig Stadtgebiete wirken, wenn bestimmte Flächen von Künstlern (meist Graffiti) mit aussagekräftigen Gemälden genutzt werden dürfen.“ männlich, 20 bis 29 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Oststadt „Wechselnde Ausstellungsflächen für Karlsruher Studenten der HfG, Kunsthochschule und weitere Bildungseinrichtungen (U-Strab-Flächen).“ männlich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Beiertheim-Bulach „Kunstschaffende fördern. Karlsruhe hat mit der Akademie der Bildenden Künste und der Hochschule für Gestaltung zwei Hochschulen für Kunststudierende, also mehr junge KünstlerInnen als die meisten Städte. Da die Förderungen, Räume und Aufmerksamkeit in Karlsruhe jedoch so gering sind, verlassen nach dem Studium fast alle die Stadt.“ weiblich, 20 bis 29 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Weststadt „Es gibt wenig wirklich attraktive Arbeitsplätze im Spektrum von Kulturwesen, Medienproduktion, Journalistik und letztlich leider auch in der freischaffenden Kunst. Trotz drei Hochschulen, die klar auf die Kreativbranche hindeuten würden, sind die Jobs dazu in Berlin, Hamburg und Köln. Das ist kein Karlsruhe-spezifisches Problem – in Gegenwart der Hochschule für Musik, Hochschule für Gestaltung und der Akademie der Bildenden Künste hat das Problem jedoch eine andere Gewichtung.“ männlich, 20 bis 29 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Weststadt Von den Bürgerinnen und Bürgern wird teilweise der Wunsch nach mehr und/oder anderen Veranstaltungen geäußert; auch beim Nachtleben werden Verbesserungspotenziale gesehen (22 %). „Mehr Veranstaltungen, zum Beispiel Public Viewing EM; traurig, dass hier nirgends Möglichkeiten mit großen Leinwänden sind.“ weiblich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Rintheim „Als junger Mensch finde ich die Stadt sehr engstirnig, was öffentliche Veranstaltungen angeht. Auch in entlegeneren Teilen dürfen Feste meist nur bis Mitternacht stattfinden. Auch dass zur EM kein Public Viewing stattfindet ist wirklich eine verpasste Chance.“ männlich, 20 bis 29 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Oststadt „Es gibt zum Beispiel derzeit keine Veranstaltungshalle für Konzerte und so weiter. Selbst weniger bekannte Künstler treten deshalb in Karlsruhe nicht mehr auf. Endlich die Hallen fertigstellen (Stadthalle, Europahalle).“ männlich, 65 bis 74 Jahre, deutsch mit Migrationshintergrund, Oberreut „Das KSC-Stadion wieder für Konzerte nutzbar machen.“ weiblich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Waldstadt „Konzerthallen für mittelgroße Konzerte, damit nicht immer Mannheim oder Stuttgart zum Zug kommen.“ männlich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Knielingen „Nachtleben erweitern, die Innenstadt ist relativ unbelebt am Wochenende.“ männlich, 20 bis 29 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Waldstadt In Vorschlägen, in denen das Thema der Schwimmbäder aufgegriffen wird (20 %), werden häufig Wünsche nach dem Erhalt von (kleineren) Bädern, verlässlichen und längeren Öffnungszeiten sowie attraktiveren Preisen geäußert. „(...) vor allem für Freibäder Öffnungszeiten verlängern, preislich für Familien und Kinder attraktiver gestalten.“ männlich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Grünwinkel „Nicht alles zentralisieren, zum Beispiel Europabad, sondern auch die Stadtteil-Bäder am Leben halten.“ männlich, 65 bis 74 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Grünwettersbach „Rappenwörth: nicht nur dem Rheinstrandbad wieder zu normalen Öffnungszeiten verhelfen, sondern auch das Restaurant sanieren und öffnen.“ weiblich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Weiherfeld-Dammerstock Vorschläge im Themenfeld Kultur/Freizeit/Sport 44 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Im Bereich der Sportangebote wünschen sich die Antwortenden (19 %) insbesondere die Sanierung bestehender Sportanlagen sowie generell mehr Möglichkeiten sportlichen Aktivitäten nachzugehen – sowohl in Hallen als auch auf Freiflächen. „Mehr Beachvolleyball-Plätze und bestehende [Beachvolleyball-Plätze] pflegen/manche haben kaum noch Sand und das Verletzungsrisiko ist hoch.“ männlich, 30 bis 44 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Hagsfeld „In jedem Stadtteil Sportangebote in Grünanlagen schaffen, wie Fitnessgeräte, Sportplätze, ‚Trimm-dich‘-Pfade, (...).“ männlich, 45 bis 64 Jahre, ausländische Staatsangehörigkeit, Knielingen „Frei zugängliche Bewegungsmöglichkeiten (‚Trimm-dich‘-Pfad, Kletter-Parcours, und so weiter) für Menschen, die dem Spielplatz-Alter entwachsen sind.“ weiblich, 45 bis 64 Jahre, deutsch mit Migrationshintergrund, Neureut „Niederschwellige Sportangebote: Interkulturell, auch für Frauen und ältere Menschen, in geschützten Bereichen Beispiele: https://sportimpark-hannover.de/sport-im-park/ https://frauensport-muenster.de/images/pdf/IoWiS_Sport__Frauen_Munster.pdf.“ weiblich, keine Altersangabe, deutsch ohne Migrationshintergrund, Südstadt „Mehr Sportflächen für Jugendliche, wie Beachvolleyballfelder (mit Sand), Basketballfelder, Fußballfelder in der Innenstadt.“ weiblich, 30 bis 44 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Mühlburg Unter attraktiveren Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten (8 %) wünschen sich die Antwortenden insbesondere mehr Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Einige machen konkrete Vorschläge. „Mehr abwechslungsreiche Möglichkeiten seine Freizeit zu verbringen, mehr soziale Veranstaltungen wo Leute aufeinandertreffen und sich austauschen, (...).“ männlich, 20 bis 29 Jahre, deutsch mit Migrationshintergrund, Oststadt „I would like to see more activities happening in Karlsruhe, for different groups of people, to improve people‘s social life.“ weiblich, 20 bis 29 Jahre, ausländische Staatsangehörigkeit, Weststadt „I am a student, and life here is really boring, especially in the winter.“ weiblich, 20 bis 29 Jahre, ausländische Staatsangehörigkeit, keine Angabe zum Stadtteil Vorschläge im Themenfeld Kultur/Freizeit/Sport Amt für Stadtentwicklung | 45 Vorschläge im Themenfeld Familie und Kinder Deutlich mehr als die Hälfte (56 %) plädiert für den Ausbau und/oder die Verbesserung – bessere Zuverlässigkeit, längere Öffnungszeiten – der Kinderbetreuung. Dabei wird nicht ausschließlich die Betreuung von Kindern unter sechs Jahren adressiert; auch bei der Betreuung von Schulkindern wird eine Ausweitung als sinnvoll erachtet beziehungsweise werden Verbesserungspotentiale identifiziert. Häufig wird geschildert, dass die Kinderbetreuungskosten zu hoch seien. „Bezahlbare, qualifizierte Kinderbetreuung für JEDES Kind, ausreichend lange Betreuungszeiten.“ weiblich, 65 bis 74 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Durlach „Im nächsten Jahr brauchen wir uns laut Aussage mehrerer Kitas gar nicht erst bewerben, da unser Kind dann ‚ja nur ein Jahr‘ in der Kita sein wird und das wird scheinbar nicht gewollt. (...) Wir haben bei den Gesprächen mit Kitas und Tagesmüttern leider das Gefühl bekommen, dass (...) die Kita als Notlösung genutzt werden soll, wenn Eltern im Job keine Abstriche machen wollen.“ männlich, 30 bis 44 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Rüppurr „Mehr Ganztages-Kitaplätze (7:30 bis 17:30 Uhr), mindestens um Vollzeitbeschäftigung beider Elternteile zu ermöglichen.“ männlich, 30 bis 44 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Innenstadt-West „Zuverlässigkeit in der Kinderbetreuung, auch auf die Qualität und Zuverlässigkeit der anderen Träger schauen.“ weiblich, 30 bis 44 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Grünwettersbach „Unser Sohn geht in die Kita. Aufgrund von Personalmangel werden die Betreuungszeiten zunehmend verkürzt, auch mehren sich die Tage an denen gar nicht betreut wird.“ männlich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Beiertheim-Bulach „Kindergartengebühren ab vier Jahren erlassen.“ weiblich, 65 bis 74 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Innenstadt-West „Mehr Unterstützung von Familien, zum Beispiel keine Erhöhung der Kitagebühren um bis zu 20 Prozent. Gerade letzteres hat enorme soziale Folgen, wenn sich nur noch Besserverdienende einen Kitaplatz leisten können (Sprachförderung von Kindern mit Migrationshintergrund, und so weiter). Es gibt nicht genug Kita- und Hortplätze, die Platzvergabe ist intransparent.“ weiblich, 30 bis 44 Jahre, deutsch mit Migrationshintergrund, Rüppurr „Die Kita Platzvergabe sollte geändert werden, da die jetzige Vergabe nicht wirklich funktioniert.“ weiblich, 30 bis unter 44 Jahre, ausländische Staatsangehörigkeit, Mühlburg Im Themenfeld Familie und Kinder haben 593 Bürgerinnen und Bürger insgesamt 697 Vorschläge gemacht. Anteil an Personen mit Vorschlägen Anteile in % Kinderbetreuung ausbauen/verbessern56 Mehr Geld für Schulen und Bildung bereit stellen27 Mehr Angebote für Familien/Kinder bereit stellen20 Spielplätze/Spielplatzangebot verbessern14 Vorschlagskategorie Tabelle5.9 Vorschläge im Themenfeld Familie und Kinder TG, MFN „Was sollte die Stadt Karlsruhe Ihrer Meinung nach in den nächsten Jahren vor allem tun, um die Lebensqualität hier in Karlsruhe weiter zu verbessern?" |–Mehrfachnennungen waren möglich. – TG Teilgruppe: Nur Befragte mit Vorschlägen im Themenfeld Familie und Kinder. MFN Mehrfachnennungen möglich, daher Summe ungleich 100 %. Basis593 Befragte mit Antwort. 46 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Forderungen nach mehr Geld für Schulen und Bildung (27 %) beziehen sich häufig auf die baulichen Zustände an den Schulen beziehungsweise die Sanierung von Schulgebäuden, auf deren (technische) Ausstattung sowie auf die Reduktion von Unterrichtsausfällen. An einigen Stellen wird auf die gesamtgesellschaftliche Relevanz von Bildung und Bildungsangeboten eingegangen. „Sanierung und Modernisierung von Schulgebäuden (unter anderem Toiletten, Klassenzimmermöbel).“ weiblich, 30 bis 44 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Südstadt „Unsere Schulen in Ordnung bringen (sanitäre Anlagen, digitale Ausstattung verbessern).“ männlich, 30 bis 44 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Beiertheim-Bulach „Irgendjemand, der sich gut mit IT auskennt sollte sich um die IT in den Schulen kümmern. Die wird teilweise von Fünftklässlern gehackt und hängt Jahre zurück (und hiermit ist explizit nicht iPads für alle gemeint).“ männlich, 16 bis 19 Jahre, deutsch mit Migrationshintergrund, Waldstadt „Ausbau und Verbesserung von Schulen, Kindergärten und Weiterbildungseinrichtungen, um allen Bürgern Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung und Betreuung zu ermöglichen.“ weiblich, 30 bis 44 Jahre, ausländische Staatsangehörigkeit, Weststadt Wünsche nach mehr Angeboten für Familien/Kinder (20 %) beziehen sich schwerpunktmäßig auf Betreuungsangebote in den Schulferien sowie die Verfügbarkeit von Schwimmkursen, decken aber vereinzelt auch das Thema Indoor-Beschäftigungsmöglichkeiten ab. „Mehr Ferienfreizeitangebote für Kinder.“ weiblich, 30 bis 44 Jahre, deutsch mit Migrationshintergrund, Nordstadt „Die Ferienbetreuungsangebote, Angebote für Kinderschwimmkurse sind so knapp, dass es ein Kampf ist, was zu bekommen (...).“ weiblich, 45 bis 64 Jahre, ausländische Staatsangehörigkeit, Beiertheim-Bulach „Es fehlt an Beschäftigungsmöglichkeiten für Kinder, wie beispielsweise Spielplätze und interaktive Indoor-Spielhallen. Ein interessantes Konzept wären Hallen, die mit unterschiedlichen Spielgeräten ausgestattet sind, ähnlich wie auf Messen, wo man an verschiedenen Automaten spielen oder auf Imitationsgeräten wie Skisimulatoren aktiv sein kann. Solche Einrichtungen bieten den Kindern nicht nur Spaß, sondern fördern auch ihre motorischen Fähigkeiten und Kreativität.“ weiblich, 30 bis 44 Jahre, ausländische Staatsangehörigkeit, Waldstadt In puncto Spielplätze/Spielplatzangebot (14 %) wird insbesondere eine bessere Sauberkeit, deren Verschattung sowie eine allgemein attraktivere Gestaltung vorgeschlagen. „Mehr darauf achten, dass Spielplätze sauberer sind (keine Glasscherben, Zigarettenstummel, überfüllte Mülleimer).“ weiblich, 30 bis 44 Jahre, deutsch mit Migrationshintergrund, Durlach „Auf Spielplätzen sollten Verschattungen installiert werden.“ weiblich, 30 bis 44 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Mühlburg „Spielplätze attraktiver gestalten (Bewegungsförderung wie bei alla hopp Anlangen), zum Beispiel Kletterwände, Trampoline und so weiter.“ weiblich, 45 bis 64 Jahre, deutsch mit Migrationshintergrund, Südstadt Vorschläge im Themenfeld Familie und Kinder Amt für Stadtentwicklung | 47 Vorschläge im Themenfeld Soziales/Teilhabe/Integration Vorschläge in der Kategorie Vielfalt/Toleranz/Miteinander/Begegnung/Demokratie fördern (26 %) betonen häufig die Relevanz des gesellschaftlichen Zusammenhalts für ein gutes Zusammenleben in Karlsruhe. Teilweise wünschen sich die Bürgerinnen und Bürger konkrete Initiativen zur Förderung des Miteinanders. Wichtig ist nach Ansicht einiger dabei auch die Gestaltung der öffentlichen Räume. „Menschlichen Zusammenhalt fördern, ein Wir-Gefühl verbreiten.“ weiblich, 30 bis 44 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Neureut „Organize more activities to help citizens connect and get to know each other.“ männlich, 30 bis 44 Jahre, ausländische Staatsangehörigkeit, Innenstadt-West „Berührungs- und Treffpunkte verschiedener Kulturen schaffen. (...) Menschen verschiedener Kulturen müssen sich noch mehr kennen und schätzen lernen, damit dies auch in Zukunft so bleibt.“ männlich, 20 bis 29 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Grötzingen „Mehr Initiativen und Bürgerfeste in Stadtteilen, um Nachbarn besser kennenzulernen.“ männlich, 30 bis 44 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Beiertheim-Bulach „Mehr soziale Veranstaltungen wo Leute aufeinandertreffen und sich austauschen.“ männlich, 20 bis 29 Jahre, deutsch mit Migrationshintergrund, Oststadt „Gegen Rassismus vorgehen.“ männlich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Innenstadt-Ost „Vertiefung der Verbindungen, des Verständnisses und des Zusammenlebens zwischen verschiedenen Nationalitäten, Religionen und Völkern. Und die Tatsache, dass ein Mensch ein Mensch ist, egal wie unterschiedlich sein Glaube, seine Religion und seine Nationalität sind.“ weiblich, 45 bis 64 Jahre, deutsch mit Migrationshintergrund, Daxlanden „Bänke gegen Einsamkeit.“ weiblich, 45 bis 64 Jahre, ausländische Staatsangehörigkeit, Nordstadt Im Themenfeld Soziales/Teilhabe/Integration haben insgesamt 573 Personen 649 breit gefächerte Vorschläge gemacht. Anteil an Personen mit Vorschlägen Anteile in % Vielfalt/Toleranz/Miteinander/Begegnung/Demokratie fördern26 Angebote für junge Menschen (u. a. Jugendliche, Studierende) schaffen17 Quartiere/Stadtteile stärken; weniger Segregation14 Mehr Bürgerbeteiligung; Engagement und Vereinswesen fördern14 Integration fördern11 Angebote für ältere Menschen schaffen; Seniorenfreundlichkeit erhöhen10 In soziale Projekte investieren9 Zuzug beschränken, weniger Migration9 Mehr Inklusion, mehr inklusive Angebote2 Vorschlagskategorie Tabelle5.10 Vorschläge im Themenfeld Soziales/Teilhabe/Integration TG, MFN „Was sollte die Stadt Karlsruhe Ihrer Meinung nach in den nächsten Jahren vor allem tun, um die Lebensqualität hier in Karlsruhe weiter zu verbessern?" |–Mehrfachnennungen waren möglich. – TG Teilgruppe: Nur Befragte mit Vorschlägen im Themenfeld Soziales/Teilhabe/Integration. MFN Mehrfachnennungen möglich, daher Summe ungleich 100 %. Basis573 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 –Lebensqualität und Zukunftsfragen. 48 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen „Öffentliche Begegnungsstätten schaffen, zum Beispiel Parkbänke im Schatten, ohne Konsumzwang. Siehe Passeo in spanischen Städten.“ weiblich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Grünwinkel Die Wünsche, Angebote für junge Menschen (unter anderem Jugendliche, Studierende) zu schaffen (17 %), beziehen sich insbesondere auf Orte an denen Jugendliche und junge Menschen zusammenkommen können. „Mehr Raum für junge Menschen: Wo ist das (am besten selbstverwaltete) Jugendhaus in der Innenstadt? Bei gleichzeitig steigendem Leerstand, gibt es keinen konsumfreien (besonders indoor) Ort für Jugendliche – McDonalds ist keine adäquate Alternative, Schlossgarten schließt zu früh, (...).“ männlich, 20 bis 29 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Südstadt „Jugend: Die haben keine Plätze! Die hängen beim McDonalds und im Ettlinger Tor ab! Es muss Räume geben wo die Teenies ohne Konsum abhängen können. Wie Spielplätze für ältere Kinder!“ weiblich, 30 bis 44 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Rüppurr Für die Stärkung von Quartieren und Stadtteilen sowie eine geringere Trennung beziehungsweise Segregation (14 %) schlagen die Karlsruherinnen und Karlsruher insbesondere eine entsprechende Verteilung von Infrastrukturen über das Stadtgebiet vor. „Urbanität und kleine Einkaufsmöglichkeiten auch an den Stadträndern fördern (zum Beispiel in Oberreut, Bulach, Weiherfeld).“ weiblich, 30 bis 44 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Oberreut „Wieder etwas mehr Leben in einzelne Stadtteile bringen. Wie zum Beispiel in Daxlanden oder Knielingen. Diese Teile haben keine Dorfkerne mehr.“ männlich, 45 bis 64 Jahre, deutsch mit Migrationshintergrund, Daxlanden „Keine Ballung von bestimmten Gruppen von Personen auf einen Stadtteil.“ weiblich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Waldstadt Im Bereich mehr Bürgerbeteiligung; Engagement und Vereinswesen fördern (14 %) wurden verschiedene Vorschläge gemacht. „Bürger weitgehend in Entscheidungen in deren direktem Umfeld einbeziehen.“ männlich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Südweststadt „Mehr Bürgerumfragen starten.“ weiblich, 20 bis 29 Jahre, deutsch mit Migrationshintergrund, Neureut „Städtische Workshops für den Bürger anbieten und erkennbar publizieren.“ männlich, 45 bis 64 Jahre, deutsch mit Migrationshintergrund, Südweststadt „Mehr Anreize für soziales Engagement schaffen (zum Beispiel Einführung der Ehrenamtskarte).“ weiblich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Grünwettersbach „Mehr finanzielle Unterstützung für gemeinnützige Sportvereine – es gibt mehr als nur Fußball, man hat jedoch das Gefühl, dass alle anderen (oder zumindest viele) Sportvereine zu kurz kommen.“ weiblich, 20 bis 29 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Neureut „Conduct quarterly meetings with immigrants to discuss volunteer programs (such as teaching kids, contributing to society, social well-being, and more.). This can boost our networking, and the government can benefit from the skills of immigrants. I am interested in volunteering for some activities, but I’m unsure about how to approach it at the moment.“ männlich, 30 bis 44 Jahre, ausländische Staatsangehörigkeit, Neureut Vorschläge im Themenfeld Soziales/Teilhabe/Integration Amt für Stadtentwicklung | 49 Vorschläge zum Thema Integrationsförderung (11 %) umfassen verschiedene Aspekte. Dabei wird viel auf das Thema Sprache/ Spracherwerb, aber auch allgemein auf eine Verbesserung des Integrationsangebots in der Stadt Bezug genommen. „Mehr Chancen für Ausländer ohne Deutschkenntnisse schaffen. Insbesondere die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme mit Kommunal- und Landesbehörden sowie dem Jobcenter, zumindest in englischer Sprache.“ männlich, 30 bis 44 Jahre, ausländische Staatsangehörigkeit, Durlach “For immigrants, after city registration, you could offer optional one-hour sessions to explain important rules and regulations in Germany, ‘Kindergeld’, school structures, language courses, hospital facilities, pharmacy services, tenants‘ rights, volunteer programs, social clubs etc. All of these things are completely new to us, and no one is able to explain them clearly. As a result, we end up learning through mistakes.“ männlich, 30 bis 44 Jahre, ausländische Staatsangehörigkeit, Neureut „Menschen, die in Deutschland Schutz suchen, gezielt integrieren durch Wohngemeinschaften mit Karlsruher Bürgern.“ weiblich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Waldstadt „[...] mehr Engagement für die Neuankömmlinge in der Stadt, insbesondere die Integration zwischen den neuen Einwanderern und den Einheimischen.“ männlich, 30 bis 44 Jahre, keine Angabe zur Staatsangehörigkeit, Knielingen Bei Vorschlägen für Angebote für ältere Menschen und/oder eine Erhöhung der Seniorenfreundlichkeit (10 %) wird häufig dafür plädiert, die ältere Generation bei Veränderungsprozessen nicht aus dem Blick zu verlieren, allgemein bei Vorhaben auf deren Seniorenfreundlichkeit zu achten sowie Angebote für eine alternde Gesellschaft bereitzustellen. „Ermöglichen von selbstständigem Leben älterer Menschen durch Erhalt analoger Prozesse für mehrere Jahre, sodass nicht für einfache Prozesse wie Straßenbahnfahrscheinkaufen eine Betreuungsperson erforderlich ist.“ weiblich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Grünwinkel „Bei allem Tun bitte die ältere/alte Generation nicht vergessen.“ weiblich, 75 Jahre oder älter, keine Angabe zur Staatsangehörigkeit, Neureut Im Bereich der sozialen Projekte (9 %) werden Vorschläge formuliert, die darauf abzielen sozial Benachteiligte sowie entsprechende Einrichtungen zu unterstützen, um soziale Ungleichheit(en) abzumildern. „Mehr Angebote/Unterstützung für Obdachlose, Drogenabhängige, soziale Brennpunkte, vor allem benachteiligte Kinder.“ weiblich, 30 bis 44 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Durlach „Mehr Streetworker für soziale Brennpunkte.“ weiblich, 65 bis 74 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Neureut Einige schlagen vor, den Zuzug beziehungsweise die Migration zu beschränken (9 %). „Weniger Zuzug von neuen Bewohnern, keine Verdichtung.“ männlich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Rintheim „Weniger Migranten in der Stadt.“ weiblich, 65 bis 74 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Mühlburg Im Bereich Inklusion (2 %) wird eine Erleichterung der Inklusion im Bereich der Kinderbetreuung/ Bildung sowie ein inklusiverer Ansatz im Bereich der öffentlichen Dienstleistungen gefordert. „Inklusion in allen Bereichen ausbauen. Menschen, die in der Öffentlichkeit arbeiten auf die Belange der vielfältigen Beeinträchtigungen sensibilisieren. Informationen in leichter Sprache zur Normalität werden lassen.“ weiblich, 30 bis 44 Jahre, ausländische Staatsangehörigkeit, Daxlanden Vorschläge im Themenfeld Soziales/Teilhabe/Integration 50 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Vorschläge im Themenfeld Bautätigkeit Konkret wünschen sie sich eine Reduktion der Bautätigkeit in der Stadt, ein verbessertes Baustellenmanagement und/oder einen schnelleren Abschluss von bereits begonnenen Bauvorhaben. „Weniger und vor allem schneller beendete Baustellen.“ männlich, 65 bis 74 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Südstadt „Die Stadt müsste bitte dringend versuchen, die Baustellen auf ein ertragbares Maß zu senken, aktuell ist dies nicht gegeben.“ männlich, 30 bis 44 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Knielingen „Es sind momentan zu viele Baustellen gleichzeitig vorzufinden (in der Stadtmitte wie in ‚entlegenen‘ Wohnvierteln), die nicht nur den Straßenverkehr sondern auch den ÖPNV und teilweise sogar Fußgänger behindern. In den 30 Jahren, in denen ich in Karlsruhe wohnhaft bin, ist die Gleichzeitigkeit und Anzahl nach meinem Empfinden bisher beispiellos.“ männlich, 45 bis 64 Jahre, ausländische Staatsangehörigkeit, Nordweststadt „Es gibt ein Baustellenmanagement für den mobilen Verkehr, aber offenbar keines für weitere Großprojekte, wie den Umbau der Kaiserstraße, Sanierung Stadthalle, Sanierung Theater, Neubau Landratsamt. Mir ist klar, dass nicht alle Bauprojekte in die Zuständigkeit der Stadt fallen, aber als Bürger bin ich dennoch davon betroffen.“ männlich, 65 bis 74 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Südstadt „Baumaßnahmen: Besser koordinieren und transparenter machen. Das voraussichtliche Ende der Maßnahmen auf den Schildern anbringen. Die Information zum Anfangsdatum alleine auf einem Schild nach Beginn ist wertlos.“ weiblich, 45 bis 64 Jahre, ausländische Staatsangehörigkeit, keine Angabe zum Stadtteil „Mit dem Land Baden-Württemberg sollte endlich einmal wegen der seit langen Jahren nicht erfolgenden Sanierung des historischen Metallgerüstes/Botanischer Garten geredet werden.“ männlich, 65 bis 74 Jahre, deutsch mit Migrationshintergrund, Durlach „Kleine Baustellen (zum Beispiel Waldstraße/Zirkel) in wenigen Monaten abschließen. Radfahrer bei den Umleitungs- konzepten sinnvoll und mit hochwertiger Umleitungsführung mit einplanen (an der Kreuzung Moltkestraße/Willy-Brandt-Allee ist das letztes Jahr nicht gelungen!).“ männlich, 30 bis 44 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Weststadt Insgesamt 572 Bürgerinnen und Bürger beziehen sich auf die Baustellensituation in Karlsruhe. Amt für Stadtentwicklung | 51 Vorschläge im Themenfeld täglicher Bedarf/Versorgung Etwas weniger als die Hälfte der Personen (47 %) bezieht sich auf die Attraktivierung des Einzelhandels- und/oder Gastronomieangebots in der Fächerstadt. „Verbesserung der Vielfalt in Restaurants und Kneipen.“ männlich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Palmbach „Förderung von Gastronomie als Orte der Begegnung. Weshalb gibt es so wenig schöne Biergärten? Die Günther-Klotz-Anlage würde sich hierfür anbieten.“ männlich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Weststadt „Mehr Gastronomie in Bereichen, wo sonst keine ist, Schaffen von ‚Oasen‘ (Barstraße, Cafémeile).“ männlich, 20 bis 29 Jahre, deutsch mit Migrationshintergrund, Innenstadt-West „Förderung des individuellen Einzelhandels. Es gibt zu viele Ketten.“ keine Angaben zur Soziodemografie „Mehr Biergärten, mehr Gastronomie, Kioske und Verkauf von Eis und Getränken in Parkanlagen. Kiosk in der Günther-Klotz-Anlage.“ männlich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Südweststadt Im Bereich der gesundheitlichen Versorgung (28 %) wünschen sich die Menschen eine bessere Versorgung in unterschiedlichen Bereichen des Gesundheitssystems. „Es ist schwierig, eine Hebamme zu finden.“ männlich, 30 bis 44 Jahre, ausländische Staatsangehörigkeit, Beiertheim-Bulach „Anreize schaffen, damit sich mehr Haus- und Fachärzte in Karlsruhe niederlassen.“ weiblich, 65 bis 74 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Durlach „Die medizinische Versorgung wird schlechter, auf Termine bei Fachärzten muss häufig lange gewartet werden. Auch einen neuen Hausarzt zu finden ist fast unmöglich. Ich würde mir wünschen, dass von Stadt-Seite mehr getan wird, damit sich mehr Ärzte hier ansiedeln können.“ weiblich, 45 bis unter 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Rüppurr Insgesamt 445 Personen haben im Themenfeld täglicher Bedarf/Versorgung 471 Vorschläge gemacht. Anteil an Personen mit Vorschlägen Anteile in % Attraktiveres Einzelhandels-/Gastronomieangebot47 Gesundheitliche Versorgung verbessern28 Nahversorgung ausbauen/verbessern19 Ausbau Internet-Infrastruktur/-verfügbarkeit6 Märkte stärken/Markthalle schaffen6 Vorschlagskategorie Tabelle5.11 Vorschläge im Themenfeld täglicher Bedarf/Versorgung TG, MFN „Was sollte die Stadt Karlsruhe Ihrer Meinung nach in den nächsten Jahren vor allem tun, um die Lebensqualität hier in Karlsruhe weiter zu verbessern?" | –Mehrfachnennungen waren möglich. – TG Teilgruppe: Nur Befragte mit Vorschlägen im Themenfeld täglicher Bedarf/Versorgung. MFN Mehrfachnennungen möglich, daher Summe ungleich 100 %. Basis445 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 –Lebensqualität und Zukunftsfragen. 52 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Eine Verbesserung der Nahversorgung (19 %) wünschen sich die Bürgerinnen und Bürger insbesondere in bestimmten Stadtteilen; erwähnen dies aber auch allgemein. Beispielhafte Aussagen: „Waldstadt braucht eine Drogerie seid der dm geschlossen hat.“ weiblich, 30 bis unter 45 Jahre, ausländische Staatsangehörigkeit, Waldstadt „Attraktivität von einzelnen Bezirken erhöhen, wie beispielsweise Weiherfeld welches immer mehr abgehängt wird; kaum Nahversorgung und so weiter.“ männlich, 65 bis 74 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Weiherfeld-Dammerstock „Bessere Infrastruktur im Bereich Versorgung (Lebensmittel) für Bergdörfer.“ männlich, 20 bis 29 Jahre, deutsch mit Migrationshintergrund, Stupferich „Im Daxlandener Zentrum fehlt ein kleiner Supermarkt für die älteren Menschen.“ weiblich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Daxlanden Im Hinblick auf den Ausbau der Internet-Infrastruktur/-verfügbarkeit (6 %) wünschen sich die Bürgerinnen und Bürger einen zügigeren Ausbau des Glasfasernetzes sowie eine erweiterte Verfügbarkeit von kostenlosem WLAN. Weitere Äußerungen betreffen die Märkte beziehungsweise eine Markthalle in Karlsruhe (6 %). Allgemein schlagen die Bürgerinnen und Bürger mehr Märkte sowie eine Markthalle – insbesondere in der Innenstadt – vor. Vorschläge im Themenfeld täglicher Bedarf/Versorgung © Minerva Studios – stock.adobe.com Amt für Stadtentwicklung | 53 Vorschläge im Themenfeld öffentliche Räume Deutlich mehr als die Hälfte der Antwortenden (61 %) macht Vorschläge für eine bessere Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum; besonders häufig wird auf die Gestaltung von Plätzen und städtischen Naturräumen eingegangen. Neben der konkreten Ausgestaltung in Form von Möblierung, Entsiegelung und Beschattung betonen viele Menschen auch die sozialen Funktionen von öffentlichen Räumen. „Mehr Aufenthaltsmöglichkeiten, ohne etwas konsumieren zu müssen.“ weiblich, 20 bis 29 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Weststadt „Allgemein mehr Sitzmöglichkeiten in den Parks, der Innenstadt und auf dem KIT Campus. Auch Bänke mit Tischen zum Beispiel zum Lernen.“ männlich, 20 bis 29 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Durlach „Ich wohne seit drei Jahren hier und was mir am meisten auffällt ist, dass Karlsruhe extrem wenig Sitzmöglichkeiten bietet. (...) Es gibt so viele schöne Orte und Parkanlagen in Karlsruhe, an denen sich viel mehr öffentliches Leben abspielen könnte, wenn dort mehr Sitzmöglichkeiten wären.“ männlich, 20 bis 29 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Innenstadt-West „Mehr Schattenplätze und mehr Bänke zum Hinsetzen, zum Beispiel am alten Flugplatz aus Baumstämmen, die alten sind ja verrottet. Ein Mülleimer, den die Krähen nicht ausräumen können, dazu und schon ist es wieder schön dort.“ weiblich, 45 bis 64 Jahre, deutsch mit Migrationshintergrund, Nordstadt „Mehr Schattenplätze bieten in stadtnahen Gebieten (zum Beispiel City Park).“ weiblich, 20 bis 29 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Südstadt Einige Menschen wünschen sich mehr öffentliche Toiletten (27 %) im Stadtgebiet. „Einrichtung von mehr öffentlichen Toiletten beispielsweise im Schlosspark und -garten, an Spielplätzen und so weiter.“ männlich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Waldstadt „Regelmäßig gereinigte, öffentlich zugängliche Toiletten in der Innenstadt.“ männlich, 20 bis 29 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Nordweststadt „Öffentliche WCs fehlen und sollen kostenlos sein. In Japan ist das super gelöst. An jeder Haltestelle und Grünanlagen gibt es öffentliche kostenlose und saubere WCs.“ männlich, 45 bis 64 Jahre, deutsch mit Migrationshintergrund, Waldstadt Insgesamt 377 Personen haben 397 Vorschläge zur Gestaltung der öffentlichen Räume in Karlsruhe gemacht. Anteil an Personen mit Vorschlägen Anteile in % Bessere Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum/auf Plätzen schaffen61 Mehr öffentliche Toiletten bereit stellen27 Mehr Barrierefreiheit schaffen11 Attraktive (eingezäunte) Freilaufflächen für Hunde schaffen7 Vorschlagskategorie Tabelle5.12 Vorschläge im Themenfeld öffentliche Räume TG, MFN „Was sollte die Stadt Karlsruhe Ihrer Meinung nach in den nächsten Jahren vor allem tun, um die Lebensqualität hier in Karlsruhe weiter zu verbessern?" | –Mehrfachnennungen waren möglich. – TG Teilgruppe: Nur Befragte mit Vorschlägen im Themenfeld öffentliche Räume. MFN Mehrfachnennungen möglich, daher Summe ungleich 100 %. Basis377 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 –Lebensqualität und Zukunftsfragen. 54 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Bei der Gestaltung der öffentlichen Räume sollte nach Ansicht einiger (11 %) vermehrt auf Barrierefreiheit geachtet werden. „Behindertengerechter werden, vor allem für Rollstuhlfahrer.“ weiblich, 65 bis 74 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Grünwinkel „Absenken der Bürgersteigkanten an Ampeln für Rollis, Rollatoren und Kinderwägen; vor allem Rollatoren bleiben regelrecht hängen.“ weiblich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Weststadt Des Weiteren wird vorgeschlagen mehr attraktive (eingezäunte) Auslaufflächen für Hunde (7 %) zu schaffen. „Umzäunte Hundeauslaufflächen ansiedeln (nicht nur eine riesige, sondern mehrere kleinere wie beispielsweise in Wien).“ weiblich, 30 bis 44 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Rüppurr „Da ich viel mit Hunden zu tun habe, würde ich mir mehr eingezäunte Hundefreilaufzonen wünschen.“ männlich, 65 bis 74 Jahre, deutsch mit Migrationshintergrund, Waldstadt Vorschläge im Themenfeld öffentliche Räume © Stadt Karlsruhe, Tanja Meißner Amt für Stadtentwicklung | 55 Vorschläge im Themenfeld Digitalisierung/Bürgerfreundlichkeit/Kommunikation Vorschläge in der Kategorie Bürokratie abbauen/Bürgerfreundlichkeit erhöhen (50 %) beziehen sich häufig auf die städtischen Dienstleistungen in den Bürgerbüros sowie auf die Dienstleistungen der Ausländerbehörde. Von einigen Bürgerinnen und Bürgern wird dabei das Thema Digitalisierung kritisch gesehen. „Servicequalität der Bürgerbüros und Ämter der Stadt verbessern. Wartezeiten auf Termine vermindern.“ männlich, 30 bis 44 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Durlach „Auf den meisten (Bürger-)Ämtern beziehungsweise dem Finanzamt gibt es immer noch das Terminvergabeprinzip mit ‚Time- Slots‘ aus Corona-Zeiten. Das sollte bitte dringend abgeschafft werden und wieder ‚offene Sprechzeiten‘ eingeführt werden.“ weiblich, 30 bis 44 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Oststadt „Dienstleistungen vom Bürgerbüro wenn möglich wie bei DHL-Stationen mit Authentifizierung abholbar machen (zum Beispiel Personalausweis).“ männlich, 20 bis 29 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Oststadt „Kürzung der Wartezeiten bei der Terminvergabe in der Ausländerbehörde.“ männlich, 30 bis 44 Jahre, ausländische Staatsangehörigkeit, Oststadt „Analog und digital. Zugangsmöglichkeiten des persönlichen Gesprächs bei Behörden erhalten und keine digitale Abschottung betreiben.“ männlich, 45 bis 64 Jahre, deutsch mit Migrationshintergrund, Südweststadt Von der Digitalisierung von Bürgerservices und Verwaltungsvorgängen (25 %) erhoffen sich die Bürgerinnen und Bürger eine Erleichterung in der Behördenkommunikation sowie schnellere Prozesse. „Die Verwaltung und Bürgerservice komplett auf digitalen Weg umstellen, es ist sehr mühsam jedes Mal, eine Bescheinigung oder Pass oder irgendein Dokument zu bekommen.“ männlich, 45 bis 64 Jahre, deutsch mit Migrationshintergrund, Durlach „Einbürgerungsbehörde und so weiter. Manche Sachen könnte man ganz ohne Termin erledigen.“ keine Angaben zur Soziodemografie Anteil an Personen mit Vorschlägen Anteile in % Bürokratie abbauen/Bürgerfreundlichkeit erhöhen50 Bürgerservices/Verwaltungsvorgänge digitalisieren25 Gebühren/Steuern senken22 Information/Kommunikation/Öffentlichkeitsarbeit verbessern13 Vorschlagskategorie Tabelle5.13 Vorschläge im Themenfeld Digitalisierung/Bürgerfreundlichkeit/Kommunikation TG, MFN „Was sollte die Stadt Karlsruhe Ihrer Meinung nach in den nächsten Jahren vor allem tun, um die Lebensqualität hier in Karlsruhe weiter zu verbessern?" | –Mehrfachnennungen waren möglich. – TG Teilgruppe: Nur Befragte mit Vorschlägen im Themenfeld Digitalisierung/Bürgerfreundlichkeit/Kommunikation. MFN Mehrfachnennungen möglich, daher Summe ungleich 100 %. Basis347 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 –Lebensqualität und Zukunftsfragen. Insgesamt 347 Personen haben 378 Vorschläge im Themenfeld Digitalisierung/Bürgerfreundlichkeit/Kommunikation gemacht. 56 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Bei der Senkung von Gebühren/Steuern (22 %) wünschen sich die Bürgerinnen und Bürger teilweise vergünstigte Eintritte sowie die Senkung der Grundsteuer oder der Gewerbesteuer. Eine Verbesserung von Information/Kommunikation/Öffentlichkeitsarbeit (13 %) wird ebenfalls vorgeschlagen. „Zentrale Anlaufstelle für sämtliche Veranstaltungen: zum Beispiel haben karlsruhe.de und karlsruhe-erleben.de verschiedene Events und viele werden dort gar nicht aufgeführt.“ weiblich, 20 bis 29 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Neureut „Die Kommunikation mit den Bürgern scheint ausbaufähig, beispielsweise ist mir nicht klar, wo das Problem mit dem Müll liegt und was da schiefgelaufen ist. (...) Was leider auch nicht funktioniert sind mehrsprachige Erläuterungen für die Mülltrennung (...).“ keine Geschlechtsangabe, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Südstadt „Es wäre schön, wenn die Neubürger von Karlsruhe ein Dokument mit allen wichtigen Informationen über die Stadt erhalten würden.“ weiblich, 20 bis 29 Jahre, ausländische Staatsangehörigkeit, Wolfartsweier Vorschläge im Themenfeld Digitalisierung/Bürgerfreundlichkeit/Kommunikation © Tierney – stock.adobe.com Amt für Stadtentwicklung | 57 Bezüglich einer Verbesserung der Entsorgung des Hausmülls (40 %) beziehen sich sehr viele Äußerungen auf die Organisation der Wertstoffabholung und sehen dort Verbesserungsbedarf. „Müll wieder im Hinterhof abholen, auch wenn Treppen dazwischen sind.“ weiblich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Beiertheim-Bulach „Das Thema Müllabtransport wieder so regeln, dass jeder Bürger, der Gebühren dafür bezahlt, auch ohne großen Aufwand seinen Müll einmal pro Woche abgeholt bekommt.“ weiblich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Weststadt Bei der Verbesserung des Zustands der Straßen (21 %) verweisen die Vorschlagenden teilweise auf einen allgemein schlechten Erhaltungszustand von Straßen oder auf die Sanierungsbedürftigkeit einzelner Straßenabschnitte. „Nebenstraßen sind teilweise sehr marode.“ weiblich, 30 bis 44 Jahre, deutsch mit Migrationshintergrund, Südstadt „Den Belag der Straßen erneuern, vor allem der Nebenstraßen wie zum Beispiel Scheffelstraße – ist eine einzige Katastrophe.“ weiblich, 75 Jahre oder älter, deutsch ohne Migrationshintergrund, Weststadt „Manche Straßen wie Südliche Hildapromenade brauchen neue Oberflächen.“ weiblich, 20 bis 29 Jahre, ausländische Staatsangehörigkeit, Mühlburg Vorschläge im Themenfeld (kommunale) Dienstleistungen Insgesamt 338 Personen haben 369 Vorschläge im Themenfeld (kommunale) Dienstleistungen gemacht. Anteil an Personen mit Vorschlägen Anteile in % Entsorgung des Hausmülls verbessern40 Zustand der Straßen verbessern21 Weniger Groß-/Prestigeprojekte16 Keine Verlängerung der Turmbergbahn14 Infrastruktur pflegen und Instand halten11 Qualität des Trinkwassers verbessern4 (Städtische) Gebäude sanieren2 Sparen/weniger Schulden machen2 Vorschlagskategorie Tabelle5.14 Vorschläge im Themenfeld (kommunale) Dienstleistungen TG, MFN „Was sollte die Stadt Karlsruhe Ihrer Meinung nach in den nächsten Jahren vor allem tun, um die Lebensqualität hier in Karlsruhe weiter zu verbessern?" |–Mehrfachnennungen waren möglich. – TG Teilgruppe: Nur Befragte mit Vorschlägen im Themenfeld (kommunale) Dienstleistungen. MFN Mehrfachnennungen möglich, daher Summe ungleich 100 %. Basis338 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 –Lebensqualität und Zukunftsfragen. 58 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Ein Sechstel der Antwortenden (16 %) wünscht sich weniger Groß-/Prestigeprojekte und mahnt häufig in diesem Zusammenhang an, dass die Stadt sich eher um „Grundlegendes“ kümmern solle. Besonders häufig wird in diesem Zusammenhang die aus Sicht der Antwortenden nicht gewünschte Verlängerung der Turmbergbahn (14 %) erwähnt. „Bestehende Einrichtungen am Leben halten. Nicht nur neue Projekte starten. Das was schon besteht muss man mit Qualität am Leben halten. Beispiel hierfür sind Parkanlagen, Schwimmbäder, Theater, Kino, Zoo aber auch bestehende Infrastrukturen pflegen, Straßensystem, Parksystem in der Stadt, Bahnhof und so weiter.“ männlich, 30 bis 44 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Rüppurr „Abstand von Großprojekten, die viel, viel Geld verschlingen: Fußballstadion, U-Bahn, Turmbergbahn-Verlängerung, neues Staatstheater.“ männlich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Weststadt Weitere Vorschlagskategorien umfassen den Fokus auf die Pflege und Instandhaltung der Infrastruktur allgemein (11 %), eine Verbesserung der Trinkwasserqualität (4 %) – wobei damit häufig dessen zentrale Entkalkung gemeint ist –, die Sanierung der städtischen Gebäude (2 %) sowie die Ausgaben zu senken beziehungsweise weniger Schulden zu machen (2 %). Vorschläge im Themenfeld (kommunale) Dienstleistungen © Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmelin Amt für Stadtentwicklung | 59 Die Antwortkategorien lassen sich aufteilen in „Verkehrskonzept verbessern“ (53 %) und in „Verkehrswende voran bringen/Carsharing fördern E-Mobilität ausbauen“ (48 %). Im Hinblick auf eine Verbesserung des Verkehrskonzepts beziehen sich die Antwortenden häufig auf örtliche Verkehrssituationen und äußern sich hier insbesondere zu den Themen Verkehrsführung, Trennung von Verkehrsarten, Beschilderungen sowie Ampelschaltungen. „Die Stadt sollte verstärkt an einer besseren Abgrenzung der Verkehrsinfrastruktur für Kraftfahrzeuge, Fahrräder und laufende Personen arbeiten. Es gibt zu viele kombinierte Fuß-Radwege beziehungsweise Fußwege mit Fahrradfreigabe.“ männlich, 30 bis 44 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Südweststadt „Ampelschaltung: Aktuell müssen beim Eintreffen einer Straßenbahn die Verkehrsteilnehmer, die eigentlich an der Reihe wären, einen kompletten weiteren Zyklus warten.“ männlich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Südstadt „Ampelsysteme eventuell überdenken (manche Ampeln zum Beispiel Brauerstraße Höhe ZKM oder Roonstraße sind signifikant zu lange auf Rot).“ weiblich, 30 bis 44 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Südweststadt „Ampelschaltungen optimieren, da Ampeln oft rot sind obwohl niemand fährt. Ein gutes Beispiel ist die Ampel an der Kreuzung Ettlinger Straße/Augartenstraße oder Willy-Brandt-Allee/Moltkestraße, aber auch viele andere.“ weiblich, 16 bis 19 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Innenstadt-West In der Vorschlagskategorie Verkehrswende voran bringen/Carsharing fördern/E-Mobilität ausbauen beziehen sich die Antwortenden häufig auf das Thema Verkehrswende im allgemein oder schlagen explizit vor, Carsharing Angebote zu unterstützen sowie die Ladeinfrastruktur für E-Autos auszubauen. „Verkehrswende und urbane Mobilität verbessern. Weniger Autos in der Stadt.“ männlich, 30 bis 44 Jahre, deutsch mit Migrationshintergrund, Grötzingen „Wenn schon Auto, dann Carsharing. Das muss gefördert werden, damit wir die Zahl an in der Stadt rumstehenden Autos reduzieren können.“ männlich, 20 bis 29 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Neureut „Förderung von Wallboxen für Elektrofahrzeuge besonders in vermieteten Wohnungen mit Garagen/Stellplätzen.“ weiblich, 45 bis 64 Jahre, ausländische Staatsangehörigkeit, Südstadt „Traum: Ladestationen and jeder Straßenlaterne (auch wenn dann nur langsam geladen werden kann).“ männlich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Waldstadt Vorschläge im Themenfeld Verkehrsorganisation Insgesamt 202 Personen haben 204 Vorschläge im Themenfeld Verkehrsorganisation gemacht. 60 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Vorschläge im Themenfeld Fußverkehr Die Vorschläge zielen darauf ab, den Fußverkehr in Karlsruhe zu fördern und/oder die Fußwege auszubauen. „In den Stadtbezirken Fußgänger und Fahrradfahrer konsequent bevorzugen (auch bei Ampelschaltungen).“ weiblich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Weststadt „Höhere Verkehrssicherheit für zu Fuß Gehende, insbesondere konsequentes Vorgehen gegen falsch abgestellte Fahrzeuge.“ männlich, 30 bis 44 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Durlach „Die Zahl der Fußgängerzonen erhöhen, auch in den Stadtteilen außerhalb des Stadtzentrums.“ männlich, 30 bis 44 Jahre, ausländische Staatsangehörigkeit, Durlach „Fußgängerzonen ohne Rad- und Rollerverkehr, Fußgängerzonen ohne Lieferverkehr, (...).“ männlich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Mühlburg Insgesamt 130 Personen machen im Themenfeld Fußverkehr Vorschläge. Die Vorschläge umfassen die Ansiedlung von Betrieben, die Förderung bestimmter Betriebe/Unternehmen sowie die Schaffung von Arbeitsplätzen. „Aufwertung der Stadtmitte durch (...) besondere Anreize für junge Unternehmen, sich dort anzusiedeln.“ männlich, 20 bis 29 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Hagsfeld „Ich denke, dass es wichtig ist, mehr Möglichkeiten für junge Menschen zu schaffen, nach Karlsruhe zu kommen und sich hier selbstständig zu machen.“ männlich, 30 bis 44 Jahre, ausländische Staatsangehörigkeit, Beiertheim-Bulach „Weitere Investitionen in Start-ups und Technologieunternehmen sowie die Förderung von Innovationszentren können die Stadt als Technologiestandort stärken.“ weiblich, 20 bis 29 Jahre, ausländische Staatsangehörigkeit, Innenstadt-West „Ausbildung der Handwerksberufe fördern und wertschätzen. Handwerker werden zurzeit zu ‚Mangelware‘.“ weiblich, 30 bis 44 Jahre, deutsch mit Migrationshintergrund, Hagsfeld Vorschläge im Themenfeld Wirtschaft und Arbeit Insgesamt 62 Personen machen im Themenfeld Wirtschaft und Arbeit Vorschläge. Amt für Stadtentwicklung | 61 Vorschläge im Themenfeld Stadtbild/Architektur Die Vorschläge lassen sich in die Kategorien „mehr Leben am Rhein“ (68 %) sowie „allgemeine Aussagen zum Stadtbild/zur Architektur“ (34 %) aufgliedern. Bezüglich des Rheins schlagen die Antwortenden eine stärkere Anbindung des Rheins über Freizeit- und Wohnnutzungen vor: „Den Rhein mehr in die Stadt holen beziehungsweise die Stadt mehr zum Rhein bringen.“ männlich, 30 bis 44 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Weststadt „[Das] Rheinufer wäre zur Freizeit-Entwicklung interessant – derzeit geht man lieber gleich in die Pfalz oder nach Frankreich.“ männlich, 65 bis 74 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Daxlanden „Das Rheinufer mehr zum Wohnen am Stadtrand entwickeln.“ weiblich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Südweststadt „Bessere Nutzung des Rheinhafens durch beispielsweise Beachbars am Ende eines Hafenbeckens.“ männlich, 30 bis 44 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Nordweststadt „Hafengelände mit Gastronomie ausstatten und – siehe Mannheim – sanieren.“ weiblich, 45 bis 64 Jahre, deutsch ohne Migrationshintergrund, Weiherfeld-Dammerstock In puncto Stadtbild werden eher allgemein gehaltene Aussagen zu den Gebäuden in Karlsruhe gemacht. „Das alte Flair der Stadt erhalten und nicht moderne Betonklötze bauen.“ weiblich, 20 bis 29 Jahre, ausländische Staatsangehörigkeit, Weststadt „Neubauten vom Stil her ‚schöner‘ in das Stadtbild integrieren und ‚natürlicher‘ bauen.“ keine Angaben zur Soziodemografie, Weiherfeld-Dammerstock Insgesamt 59 Personen haben 60 Vorschläge im Themenfeld Stadtbild/Architektur gemacht. © Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmelin 62 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Die meisten Vorschläge entfallen auf die Kategorie Stadtgebiet begrünen/Grünflächen erhalten (1011 Vorschläge), gefolgt von dem Wunsch, die Anspannung auf dem Wohnungsmarkt zu reduzieren (812) sowie die Innenstadt zu begrünen und/oder zu entsiegeln (778). Aber auch weitere Vorschläge zur Entwicklung der Innenstadt (643 beziehungsweise 623) und zum Ausbau des Radwegenetzes (630) zählen zu den am häufigsten geäußerten Wünschen an die Stadt. Unter den zehn häufigsten Vorschlagskategorien befinden sich außerdem Baustellen reduzieren/Baustellenmanagement verbessern/Baustellen schneller abschließen (572), mehr Sicherheit/Sicherheitsgefühl verbessern (479), Sauberkeit verbessern/Öffentliche Räume pflegen/Grün pflegen (464) sowie Autoverkehr reduzieren (437). Häufigste Vorschläge zur Verbesserung der Lebensqualität Die Aufbereitung nach Themenfeldern zeigt, dass die Karlsruherinnen und Karlsruher vielfältige Vorschläge zur Verbesserung der Lebensqualität in der Fächerstadt gemacht haben. Anzahl Vorschläge absolut Stadtgebiet begrünen/Grünflächen erhalten1.011Grün/Klima/Umwelt/Energie Anspannung auf dem Wohnungsmarkt reduzieren812Wohnen Innenstadt begrünen/entsiegeln778Entwicklung der Karlsruher Innenstadt Einzelhandels-/Gastronomieangebot in der Innenstadt verbessern643Entwicklung der Karlsruher Innenstadt Radwegenetz ausbauen/vergrößern630Fahrradverkehr Innenstadt attraktivieren/beleben623Entwicklung der Karlsruher Innenstadt Baustellen reduzieren/Baustellenmanagement verbessern/ Baustellen schneller abschließen 572Bautätigkeit in Karlsruhe Mehr Sicherheit/Sicherheitsgefühl verbessern479Sicherheit/Sauberkeit/Ordnung Sauberkeit verbessern/Öffentliche Räume pflegen/Grün pflegen464Sicherheit/Sauberkeit/Ordnung Autoverkehr reduzieren437Autoverkehr VorschlagskategorieThemenfeld Tabelle5.15 Häufigste Vorschläge zur Verbesserung der Lebensqualität TG, MFN „Was sollte die Stadt Karlsruhe Ihrer Meinung nach in den nächsten Jahren vor allem tun, um die Lebensqualität hier in Karlsruhe weiter zu verbessern?" | –Mehrfachnennungen waren möglich. – TG Teilgruppe: Nur Befragte mit Vorschlägen zur Verbesserung der Lebensqualität. MFN Mehrfachnennungen möglich, daher Summe ungleich 100 %. Basis6.146 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 –Lebensqualität und Zukunftsfragen. Amt für Stadtentwicklung | 63 6. Blick einzelner Bevölkerungsgruppen auf Lebensqualität und Zukunft Mittels multivariater Analysemethoden wurden anhand soziodemografischer Variablen in den Umfragedaten verschiedene Bevölkerungsgruppen in Karlsruhe identifiziert. Teilweise beantworten diese Bevölkerungsgruppen Fragen nach der Lebensqualität in der Fächerstadt sowie zu wichtigen Herausforderungen und Zielen der Stadtentwicklung unterschiedlich. Im Folgenden werden die einzelnen Bevölkerungsgruppen sowie deren Eigenschaften und Antworten jeweils in Steckbriefen dargestellt. Die identifizierten Bevölkerungsgruppen sind: Familien mit niedrigem Haushaltseinkommen, Familien mit mittlerem Haushaltseinkommen, Studierende I Schülerinnen und Schüler I Auszubildende, Berufseinsteigerinnen und -einsteiger, Berufstätige mit hohem Haushaltseinkommen, Berufstätige mit mittlerem Haushaltseinkommen, Berufstätige mit niedrigem Haushaltseinkommen, Erwerbslose, Rentnerinnen und Rentner. Jede befragte Person wurde exklusiv einer Bevölkerungsgruppe zugeordnet. Personen, die in Haushalten mit mindestens einem minderjährigen Kind zusammenleben, wurden – je nach Einkommenssituation des Haushalts – den Kategorien „Familien mit niedrigem Haushaltseinkommen“ oder „Familien mit mittlerem Haushaltseinkommen“ zugeteilt. In der Konsequenz sind in allen anderen Bevölkerungsgruppen nur Personen enthalten, die nicht mit minderjährigen Kindern im Haushalt leben und es liegt ein besonderer Fokus auf den Familien bei der Betrachtung des Antwortverhaltens nach Bevölkerungsgruppen. Die in den Steckbriefen näher untersuchten Fragestellungen adressieren die Themen Lebensqualität sowie Zufriedenheit mit unterschiedlichen Bereichen in Karlsruhe (Kapitel 2). Darüber hinaus wird das bevölkerungsgruppenspezifische Antwortverhalten im Hinblick auf Herausforderungen und Handlungsbedarfe für die Stadt Karlsruhe (Kapitel 3) dargestellt. Bei der Relevanz und Akzeptanz von Vorhaben in den Bereichen Wohnen, Klima, Mobilität und Digitalisierung (Kapitel 4) legen die Steckbriefe einen Fokus auf das Thema Mobilität, da hier die größten Unterschiede im Antwortverhalten zwischen den einzelnen Bevölkerungsgruppen festzustellen sind. Zusätzlich enthalten die Steckbriefe Informationen zu den jeweils geäußerten Vorschlägen auf die Frage „Was sollte die Stadt Karlsruhe Ihrer Meinung nach in den nächsten Jahren vor allem tun, um die Lebensqualität hier in Karlsruhe weiter zu verbessern?“ (Kapitel 5). In allen Steckbriefen wird das Antwortverhalten eingeordnet – insbesondere im Abgleich zu den gesamtstädtischen Durchschnittswerten. © Jyoti, generiert mit KI – stock.adobe.com 64 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Familien mit niedrigem Haushaltseinkommen Personen, die der Bevölkerungsgruppe der Familien mit niedrigem Haushaltseinkommen zugrechnet werden, sind Befragte mit mindestens einem minderjährigem Kind im Haushalt und einem gewichteten Pro-Kopf-Einkommen, das weniger als 60 % des durchschnittlichen gewichteten Pro-Kopf-Einkommens der Karlsruher Bevölkerung auf Basis der Bürgerumfrage beträgt. Enthalten sind in der Bevölkerungsgruppe der Familien mit niedrigem Haushalts- einkommen sowohl erwerbslose als auch berufstätige Personen. Personen, die dieser Bevölkerungsgruppe zugerechnet werden, haben einen Anteil von 5 % an allen Befragten. Sowohl die Haushaltsgröße (4,3 Personen) als auch der Anteil an Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit (67 %) liegen über dem Durchschnitt. Zu überdurch- schnittlichen Anteilen wohnen Familien mit niedrigem Haushaltseinkommen in Oberreut (10 %), Rintheim (10 %) und der Waldstadt (10 %). Die Lebensqualität in Karlsruhe bewerten 70 % mit sehr gut oder gut. Auffällig ist die überdurchschnittlich hohe Zufriedenheit der Bevölkerungsgruppe mit der Möglichkeit, Dinge online zu erledigen, den Einzelhandelsgeschäften und Einkaufsmöglichkeiten sowie den Betreuungsmöglichkeiten für Kinder. Nichtsdestotrotz werden von Personen aus Familien mit niedrigem Haushaltseinkommen überdurch- schnittlich häufig Vorschläge zum Ausbau beziehungsweise der Verbesserung der Kinderbetreuung formuliert. Bei den Herausforderungen und Handlungsbedarfen stehen bei den Familien mit niedrigem Haushaltseinkommen die Themen Wohnungsknappheit sowie Erweiterung des Wohnungsangebots an erster Stelle. Entsprechend werden häufig Vorschläge formuliert, die darauf abzielen, die Anspannung auf dem Wohnungsmarkt zu reduzieren. Auffällig ist, dass das Thema Kriminalität/Sicherheit der Bevölkerung in dieser Bevölkerungsgruppe überdurch- schnittlich häufig als Herausforderung (36 %) gesehen wird. Dementsprechend sehen deutlich überdurchschnitt- liche 60 % die Erhöhung der Sicherheit auf Straßen und Plätzen als sehr wichtiges Ziel der Stadt Karlsruhe an. Außerdem identifiziert die Bevölkerungsgruppe der Familien mit niedrigem Haushaltseinkommen Sauberkeit (52 %) sowie Integration (51 %) als besonders wichtige Zielsetzungen. Dies spiegelt sich auch in den am häufigsten geäußerten Vorschlagskategorien zur Verbesserung der Lebensqualität wider. BevölkerungsgruppealleAbweichung 70%75% Grünflächen und Naturräume86%86% Öffentlicher Personennahverkehr74%75% Verkehrsinfrastruktur für Fahrräder84%75% Verkehrsinfrastruktur für Pkw53%45% Gesundheitsversorgung durch Ärztinnen, Ärzte und Krankenhäuser63%64% Sportanlagen und Schwimmbäder80%79% Kulturelle Einrichtungen93%92% Möglichkeit, Dinge online zu erledigen74%62% Clubkultur, Nachtleben und Ausgehmöglichkeiten68%70% Einzelhandelsgeschäfte und Einkaufsmöglichkeiten76%60% Betreuungsmöglichkeiten für Kinder56%46% Veranstaltungen und Feste 92%93% Soziodemografie Bevölkerungsgruppe 4,3 67% Bewertung der Lebensqualität in Karlsruhe mit sehr gut oder gut Sehr oder eher zufrieden mit einzelnen Bereichen: Anteil an allen Befragten Durchschnittsalter der befragten Personen [Jahre] Anteil der Befragten mit Abitur Haushaltsgröße [Personen] Oberreut [10 %] Rintheim [10 %] Waldstadt [10 %] 5% 41 54% Anteil befragter Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit I Migrationshintergrund Lebensqualität und Zufriedenheit Stadtteile mit höchsten Anteilen der Bevölkerungsgruppe Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2025 –Lebensqualität und Zukunftsfragen. Amt für Stadtentwicklung | 65 Familien mit niedrigem Haushaltseinkommen BevölkerungsgruppealleAbweichung Sehr starke oder starke Betroffenheit:69%74% Betroffenheit vom Klimawandel BevölkerungsgruppealleAbweichung Reduktion Stellplätze45%48% Erhöhung Parkgebühren21%34% Einführung Parkgebühren30%34% Geschwindigkeitsreduzierungen52%57% Verlängerte Wartezeiten an Kreuzungen53%57% Rückbau von Fahrspuren 40%52% Akzeptanz von Einschränkungen für den Automobilverkehr I Zustimmungsgrade Auto/MotorradFahrrad/PedelecÖPNVzu Fuß Bevölkerungsgruppe42%25%25%8% alle 36%36%16%12% Mobilitätstypen Priorität1.2.3.4.5. Bevölkerungsgruppe Anspannung auf dem Wohnungsmarkt reduzieren Kinderbetreuung ausbauen/verbessern mehr Sicherheit/ Sicherheitsgefühl verbessern Stadtgebiet begrünen/ Grünflächen erhalten Sauberkeit verbessern/ Öffentliche Räume pflegen/Grün pflegen alle Stadtgebiet begrünen/ Grünflächen erhalten Anspannung auf dem Wohnungsmarkt reduzieren Innenstadt begrünen/entsiegeln Einzelhandels-/Gastro- nomieangebot in der Innenstadt verbessern Radwegenetz ausbauen/vergrößern Häufigste geäußerte Vorschlagskategorien zur Verbesserung der Lebensqualität Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2025 –Lebensqualität und Zukunftsfragen Priorität1.2.3.4.5. Bevölkerungsgruppe Das Wohnungsangebot erweitern [66 %] Sicherheit auf Straßen und Plätzen erhöhen [60 %] Ganztagsbetreuung von Kindern ausweiten [54 %] Sauberkeit auf Straßen, Plätzen und in Grünanlagen verbessern [52 %] Eingewanderte besser integrieren [51 %] alle Das Wohnungsangebot erweitern [58 %] Innenstadt attraktiver gestalten [49 %] Maßnahmen zur Klimaanpassung im Stadtgebiet vorantreiben [48 %] Maßnahmen zum Klimaschutz fördern und umsetzen [48 %] Ganztagsbetreuung von Kindern ausweiten [46 %] Handlungsbedarfe I Sehr wichtige Ziele der Stadt Karlsruhe in den nächsten 10 bis 15 Jahren Priorität1.2.3. Bevölkerungsgruppe Wohnungsknappheit/Versorgung der Bevölkerung mit angemessenem Wohnraum [54 %] Kriminalität/Sicherheit der Bevölkerung [36 %] Migration/Integration/Rasante Veränderungen in der Bevölkerungs- zusammensetzung [34 %] alle Wohnungsknappheit/Versorgung der Bevölkerung mit angemessenem Wohnraum [51 %] Folgen des Klimawandels/notwendige Klimaanpassungsmaßnahmen [38 %] Migration/Integration/Rasante Veränderungen in der Bevölkerungs- zusammensetzung [32 %] Größte Herausforderungen für die Stadt Karlsruhe in den kommenden 10 bis 15 Jahren 66 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Familien mit mittlerem Haushaltseinkommen Personen, die der Bevölkerungsgruppe der Familien mit mittlerem Haushaltseinkommen zugerechnet werden, sind Befragte mit mindestens einem minderjährigem Kind im Haushalt und einem gewichteten Pro-Kopf-Einkommen, das 60 % oder mehr des durchschnittlichen gewichteten Pro-Kopf-Einkommens der Karlsruher Bevölkerung auf Basis der Bürgerumfrage beträgt. Enthalten sind in der Bevölkerungsgruppe der Familien mit mittlerem Haushalts- einkommen sowohl erwerbslose als auch berufstätige Personen. Personen, die dieser Bevölkerungsgruppe zugerechnet werden, haben einen Anteil von 17 % an allen Befragten. Die durchschnittliche Haushaltsgröße liegt bei 3,9 Personen. Zu überdurchschnittlichen Anteilen wohnen Personen dieser Bevölkerungsgruppe in den Höhenstadtteilen (29 %), Knielingen (29 %), Beiertheim-Bulach (27 %), Hagsfeld (25 %) und Rüppurr (25 %). Die Lebensqualität in Karlsruhe bewerten 80 % mit sehr gut oder gut. Bei der Zufriedenheit mit einzelnen Bereichen zeichnen sich keine größeren Abweichungen von der durch- schnittlichen Zufriedenheit der Karlsruher Bevölkerung ab. Bei den Herausforderungen steht bei den Familien mit mittlerem Haushaltseinkommen das Thema Wohnungs- knappheit an erster Stelle, gefolgt von den Folgen des Klimawandels sowie dem Erhalt und Ausbau der Bildungs- und Betreuungsinfrastruktur. Als wichtigste Ziele der Stadt Karlsruhe sieht diese Bevölkerungsgruppe die Ausweitung der Ganztagsbetreuung von Kindern, die Erweiterung des Wohnungsangebots sowie Ziele im Bereich Klimaschutz, Klimaanpassung und Stadtbegrünung. Dementsprechend werden gerade in diesen Bereichen besonders häufig Vorschläge formuliert – ergänzt um Vorschläge zum Ausbau des Radwegenetzes in der Fächerstadt. Personen, die der Bevölkerungsgruppe der Familien mit mittlerem Haushaltseinkommen zugerechnet werden, sind zu überdurchschnittlichen Anteilen dem Mobilitätstyp „Auto/Motorrad“ (42 %) zuzurechnen und nutzen den ÖPNV in geringerem Ausmaß (8 %) als die Gesamt- bevölkerung. Nichtsdestotrotz liegt in dieser Bevölkerungs- gruppe die Akzeptanz von Einschränkungen für den Automobilverkehr jeweils etwas über dem gesamt- städtischen Durchschnitt. BevölkerungsgruppealleAbweichung 80%75% Grünflächen und Naturräume89%86% Öffentlicher Personennahverkehr77%75% Verkehrsinfrastruktur für Fahrräder74%75% Verkehrsinfrastruktur für Pkws51%45% Gesundheitsversorgung durch Ärztinnen, Ärzte und Krankenhäuser66%64% Sportanlagen und Schwimmbäder77%79% Kulturelle Einrichtungen93%92% Möglichkeit, Dinge online zu erledigen58%62% Clubkultur, Nachtleben und Ausgehmöglichkeiten74%70% Einzelhandelsgeschäfte und Einkaufsmöglichkeiten63%60% Betreuungsmöglichkeiten für Kinder46%46% Veranstaltungen und Feste 95%93% Stadtteile mit höchsten Anteilen der Bevölkerungsgruppe Höhenstadtteile [29 %] Knielingen [29 %] Beiertheim-Bulach [27 %] Hagsfeld [25 %] Rüppurr [25 %] Lebensqualität und Zufriedenheit Bewertung der Lebensqualität in Karlsruhe mit sehr gut oder gut Sehr oder eher zufrieden mit einzelnen Bereichen: Anteil der Befragten mit Abitur85% Haushaltsgröße [Personen]3,9 Anteil befragter Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit I Migrationshintergrund 38% Soziodemografie Bevölkerungsgruppe Anteil an allen Befragten17% Durchschnittsalter der befragten Personen [Jahre]42 Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2025 –Lebensqualität und Zukunftsfragen Amt für Stadtentwicklung | 67 Familien mit mittlerem Haushaltseinkommen BevölkerungsgruppealleAbweichung Sehr starke oder starke Betroffenheit:75%74% Betroffenheit vom Klimawandel BevölkerungsgruppealleAbweichung Reduktion Stellplätze51%48% Erhöhung Parkgebühren38%34% Einführung Parkgebühren38%34% Geschwindigkeitsreduzierungen61%57% Verlängerte Wartezeiten an Kreuzungen57%57% Rückbau von Fahrspuren 54%52% Akzeptanz von Einschränkungen für den Automobilverkehr I Zustimmungsgrade Auto/MotorradFahrrad/PedelecÖPNVzu Fuß Bevölkerungsgruppe42%38%8%12% alle 36%36%16%12% Mobilitätstypen Priorität1.2.3.4.5. Bevölkerungsgruppe Stadtgebiet begrünen/ Grünflächen erhalten Kinderbetreuung ausbauen/verbessern Anspannung auf dem Wohnungsmarkt reduzieren Radwegenetz ausbauen/vergrößern Innenstadt begrünen/entsiegeln alle Stadtgebiet begrünen/ Grünflächen erhalten Anspannung auf dem Wohnungsmarkt reduzieren Innenstadt begrünen/entsiegeln Einzelhandels-/Gastro- nomieangebot in der Innenstadt verbessern Radwegenetz ausbauen/vergrößern Häufigste geäußerte Vorschlagskategorien zur Verbesserung der Lebensqualität Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2025 –Lebensqualität und Zukunftsfragen Priorität1.2.3.4.5. Bevölkerungsgruppe Ganztagsbetreuung von Kindern ausweiten [56 %] Das Wohnungsangebot erweitern [52 %] Maßnahmen zum Klimaschutz fördern und umsetzen [49 %] Maßnahmen zur Klimaanpassung im Stadtgebiet vorantreiben [48 %] Grünflächen u. Parks schaffen/städtische Naturräume stärken [44 %] alle Das Wohnungsangebot erweitern [58 %] Innenstadt attraktiver gestalten [49 %] Maßnahmen zur Klimaanpassung im Stadtgebiet vorantreiben [48 %] Maßnahmen zum Klimaschutz fördern und umsetzen [48 %] Ganztagsbetreuung von Kindern ausweiten [46 %] Handlungsbedarfe I Sehr wichtige Ziele der Stadt Karlsruhe in den nächsten 10 bis 15 Jahren Priorität1.2.3. Bevölkerungsgruppe Wohnungsknappheit/Versorgung der Bevölkerung mit angemessenem Wohnraum [47 %] Folgen des Klimawandels/notwendige Klimaanpassungsmaßnahmen [39 %] Erhalt und Ausbau der Bildungs- und Betreuungsinfrastruktur [37 %] alle Wohnungsknappheit/Versorgung der Bevölkerung mit angemessenem Wohnraum [51 %] Folgen des Klimawandels/notwendige Klimaanpassungsmaßnahmen [38 %] Migration/Integration/Rasante Veränderungen in der Bevölkerungs- zusammensetzung [32 %] Größte Herausforderungen für die Stadt Karlsruhe in den kommenden 10 bis 15 Jahren 68 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Studierende | Schülerinnen und Schüler | Auszubildende Personen, die der Bevölkerungsgruppe Studierende I Schülerinnen und Schüler I Auszubildende zugrechnet werden, sind Befragte, die noch nicht berufstätig sind und mit keinen eigenen minderjährigen Kindern im Haushalt leben. Sie haben in der Umfrage angegeben, dass sie noch zur Schule gehen, studieren oder sich in Ausbildung befinden. Teilweise wohnen sie noch im elterlichen Haushalt. Die Bevölkerungsgruppe der Studierenden I Schülerinnen und Schüler I Auszubildenden hat einen Anteil von 7 % an allen Befragten. Personen dieser Bevölkerungsgruppe sind im Durchschnitt 23 Jahre alt. Die durchschnittliche Haushaltsgröße liegt bei 1,7 Personen, wobei hier Mitbe- wohnerinnen und Mitbewohner in Wohngemeinschaften nicht mit einberechnet sind. Zu hohen Anteilen wohnen Personen dieser Bevölkerungruppe in den zentral gelegenen Stadtteilen Innenstadt-Ost (26 %), Innenstadt-West (16 %) und Oststadt (15 %). Die Lebensqualität in Karlsruhe bewerten 80 % mit sehr gut oder gut. Bei der Zufriedenheit mit einzelnen Bereichen fallen besonders hohe Zufriedenheitswerte mit den Einzelhandelsgeschäften und Einkaufsmöglichkeiten, der Verkehrsinfrastruktur für Pkws, den Betreuungsmöglich- keiten für Kinder und der Möglichkeit, Dinge online zu erledigen ins Auge. Als größte Herausforderungen werden in der Bevölkerungsgruppe die Themen Wohnungsknappheit, Folgen des Klimawandels sowie soziale Ungleichheiten gesehen. Enstprechend werden insbesondere die Erweiterung des Wohnungsangebots sowie Ziele im Bereich Klima, Grün als wichtig angesehen und jeweils mit entsprechenden Vorschlägen adressiert. Ein überdurchschnittlich wichtiges Ziel ist aus Sicht der Bevölkerungsgruppe der Studierenden I Schülerinnen und Schüler I Auszubildenden auch die Verbesserung des ÖPNV. Ein Blick auf die Mobilitätstypen zeigt, dass die Bevölkerungsgruppe zu überdurchschnittlichen Anteilen den Mobilitätstypen ÖPNV sowie Fahrrad/Pedelec zugeordnet werden kann. Lediglich 11 % entfallen auf den Mobilitätstyp Auto/Morrad. In diesem Zusammenhang steht auch die verhältnismäßig hohe Akzeptanz von Einschränkungen für den Automobilverkehr. Von den Studierenden I Schülerinnen und Schülern I Auszubildenden werden besonders häufig Vorschläge formuliert, die darauf abzielen, den Autoverkehr in der Fächerstadt zu reduzieren. BevölkerungsgruppealleAbweichung 80%75% Grünflächen und Naturräume83%86% Öffentlicher Personennahverkehr76%75% Verkehrsinfrastruktur für Fahrräder81%75% Verkehrsinfrastruktur für Pkw62%45% Gesundheitsversorgung durch Ärztinnen, Ärzte und Krankenhäuser68%64% Sportanlagen und Schwimmbäder80%79% Kulturelle Einrichtungen89%92% Möglichkeit, Dinge online zu erledigen72%62% Clubkultur, Nachtleben und Ausgehmöglichkeiten63%70% Einzelhandelsgeschäfte und Einkaufsmöglichkeiten79%60% Betreuungsmöglichkeiten für Kinder59%46% Veranstaltungen und Feste 92%93% Stadtteile mit höchsten Anteilen der Bevölkerungsgruppe Innenstadt-Ost [26 %] Innenstadt-West [16 %] Oststadt [15 %] Lebensqualität und Zufriedenheit Bewertung der Lebensqualität in Karlsruhe mit sehr gut oder gut Sehr oder eher zufrieden mit einzelnen Bereichen: Anteil der Befragten mit Abitur84% Haushaltsgröße [Personen]1,7 Anteil befragter Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit I Migrationshintergrund 45% Soziodemografie Bevölkerungsgruppe Anteil an allen Befragten7% Durchschnittsalter der befragten Personen [Jahre]23 Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2025 –Lebensqualität und Zukunftsfragen Amt für Stadtentwicklung | 69 Studierende | Schülerinnen und Schüler | Auszubildende BevölkerungsgruppealleAbweichung Sehr starke oder starke Betroffenheit:78%74% Betroffenheit vom Klimawandel BevölkerungsgruppealleAbweichung Reduktion Stellplätze61%48% Erhöhung Parkgebühren40%34% Einführung Parkgebühren37%34% Geschwindigkeitsreduzierungen61%57% Verlängerte Wartezeiten an Kreuzungen72%57% Rückbau von Fahrspuren 62%52% Akzeptanz von Einschränkungen für den Automobilverkehr I Zustimmungsgrade Auto/MotorradFahrrad/PedelecÖPNVzu Fuß Bevölkerungsgruppe11%46%32%11% alle 36%36%16%12% Mobilitätstypen Priorität1.2.3.4.5. Bevölkerungsgruppe Stadtgebiet begrünen/ Grünflächen erhalten Innenstadt begrünen/entsiegeln Anspannung auf dem Wohnungsmarkt reduzieren Radwegenetz ausbauen/vergrößern Autoverkehr reduzieren alle Stadtgebiet begrünen/ Grünflächen erhalten Anspannung auf dem Wohnungsmarkt reduzieren Innenstadt begrünen/entsiegeln Einzelhandels-/Gastro- nomieangebot in der Innenstadt verbessern Radwegenetz ausbauen/vergrößern Häufigste geäußerte Vorschlagskategorien zur Verbesserung der Lebensqualität Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2025 –Lebensqualität und Zukunftsfragen Priorität1.2.3.4.5. Bevölkerungsgruppe Das Wohnungsangebot erweitern [63 %] Maßnahmen zur Klimaanpassung im Stadtgebiet vorantreiben [57 %] Grünflächen u. Parks schaffen/städtische Naturräume stärken [57 %] Maßnahmen zum Klimaschutz fördern und umsetzen [57 %] Öffentlichen Nahverkehr (Straßenbahn, Bus) verbessern [51 %] alle Das Wohnungsangebot erweitern [58 %] Innenstadt attraktiver gestalten [49 %] Maßnahmen zur Klimaanpassung im Stadtgebiet vorantreiben [48 %] Maßnahmen zum Klimaschutz fördern und umsetzen [48 %] Ganztagsbetreuung von Kindern ausweiten [46 %] Handlungsbedarfe I Sehr wichtige Ziele der Stadt Karlsruhe in den nächsten 10 bis 15 Jahren Priorität1.2.3. Bevölkerungsgruppe Wohnungsknappheit/Versorgung der Bevölkerung mit angemessenem Wohnraum [61 %] Folgen des Klimawandels/notwendige Klimaanpassungsmaßnahmen [49 %] Soziale Ungleichheiten/geringerer gesellschaftlicher Zusammenhalt [28 %] alle Wohnungsknappheit/Versorgung der Bevölkerung mit angemessenem Wohnraum [51 %] Folgen des Klimawandels/notwendige Klimaanpassungsmaßnahmen [38 %] Migration/Integration/Rasante Veränderungen in der Bevölkerungs- zusammensetzung [32 %] Größte Herausforderungen für die Stadt Karlsruhe in den kommenden 10 bis 15 Jahren 70 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger Personen, die der Bevölkerungsgruppe der Berufseinsteiger- innen und -einsteiger zugerechnet werden, sind Befragte, die berufstätig sind, unter 30 Jahre alt sind und mit keinen eigenen minderjährigen Kindern im Haushalt leben. Die Bevölkerungsgruppe der Berufseinsteigerinnen und -einsteiger hat einen Anteil von 11 % an allen Befragten. Personen dieser Bevölkerungsgruppe sind im Durchschnitt 26 Jahre alt. Die durchschnittliche Haushaltsgröße liegt bei 1,7 Personen. Zu hohen Anteilen wohnen Berufseinsteiger- innen und -einsteiger in den zentral gelegenen Stadtteilen Innenstadt-Ost (26 %), Innenstadt-West (25 %) und Oststadt (21 %). Die Lebensqualität in Karlsruhe bewerten 83 % mit sehr gut oder gut. Bei der Zufriedenheit mit einzelnen Bereichen fallen besonders hohe Zufriedenheitswerte mit den Einzelhandelsgeschäften und Einkaufsmöglichkeiten sowie der Verkehrsinfrastruktur für Pkws auf. Als größte Herausforderungen werden in der Bevölkerungsgruppe – im Einklang mit der durchschnittlichen Einschätzung der Gesamtbevölkerung – die Themen Wohnungsknappheit, Folgen des Klimawandels sowie Migration/Integration/rasante Veränderungen in der Bevölkerungszusammensetzung gesehen. Bezüglich der Ziele der Stadt Karlsruhe werden die Erweiterung des Wohnungsangebots, Grün und Klima sowie der Ausbau und die Entwicklung digitaler Bürgerservices als besonders wichtig erachtet. Bei der Formulierung von Vorschlägen zur Verbesserung der Lebensqualität in der Fächerstadt adressieren die Berufseinsteigerinnen und -einsteiger insbesondere die Entwicklung in der Innenstadt – Begrünung und Belebung sowie, im Einklang mit der Einschätzung von Herausforderungen und Zielen, die Kategorien Stadtgrün, Ausbau des Radwegenetzes und Reduktion der Anspannung auf dem Wohnungsmarkt. Die Gruppe der Berufseinsteigerinnen und -einsteiger geht zu überdurchschnittlichen Anteilen von einer starken oder sehr starken zukünftigen Beeinträchtigung durch den Klima- wandel aus. Die am stärksten vertretene Mobilitätsgruppe in der Bevölkerungsgruppe der Berufseinsteigerinnen und -einsteiger sind mit 42 % Fahrrad/Pedelec-Nutzerinnen und -Nutzer. Die Akzeptanz von Einschränkungen für den Automobilverkehr – vor allem im Hinblick auf die Reduktion von Stellplätzen, verlängerte Wartezeiten an Kreuzungen für den motorisierten Individualverkehr und den Rückbau von Fahrspuren für Kfz – ist in der Gruppe der Berufseinsteiger- innen und -einsteiger überdurchschnittlich hoch. BevölkerungsgruppealleAbweichung 83%75% Grünflächen und Naturräume87%86% Öffentlicher Personennahverkehr79%75% Verkehrsinfrastruktur für Fahrräder82%75% Verkehrsinfrastruktur für Pkw55%45% Gesundheitsversorgung durch Ärztinnen, Ärzte und Krankenhäuser61%64% Sportanlagen und Schwimmbäder82%79% Kulturelle Einrichtungen91%92% Möglichkeit, Dinge online zu erledigen62%62% Clubkultur, Nachtleben und Ausgehmöglichkeiten62%70% Einzelhandelsgeschäfte und Einkaufsmöglichkeiten71%60% Betreuungsmöglichkeiten für Kinder41%46% Veranstaltungen und Feste 94%93% Stadtteile mit höchsten Anteilen der Bevölkerungsgruppe Innenstadt-Ost [26 %] Innenstadt-West [25 %] Oststadt [21 %] Lebensqualität und Zufriedenheit Bewertung der Lebensqualität in Karlsruhe mit sehr gut oder gut Sehr oder eher zufrieden mit einzelnen Bereichen: Anteil der Befragten mit Abitur89% Haushaltsgröße [Personen]1,7 Anteil befragter Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit I Migrationshintergrund 39% Soziodemografie Bevölkerungsgruppe Anteil an allen Befragten11% Durchschnittsalter der befragten Personen [Jahre]26 Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2025 –Lebensqualität und Zukunftsfragen Amt für Stadtentwicklung | 71 Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger BevölkerungsgruppealleAbweichung Sehr starke oder starke Betroffenheit:82%74% Betroffenheit vom Klimawandel BevölkerungsgruppealleAbweichung Reduktion Stellplätze59%48% Erhöhung Parkgebühren41%34% Einführung Parkgebühren38%34% Geschwindigkeitsreduzierungen59%57% Verlängerte Wartezeiten an Kreuzungen68%57% Rückbau von Fahrspuren 65%52% Akzeptanz von Einschränkungen für den Automobilverkehr I Zustimmungsgrade Auto/MotorradFahrrad/PedelecÖPNVzu Fuß Bevölkerungsgruppe27%42%22%9% alle 36%36%16%12% Mobilitätstypen Priorität1.2.3.4.5. Bevölkerungsgruppe Stadtgebiet begrünen/ Grünflächen erhalten Innenstadt begrünen/entsiegeln Radwegenetz ausbauen/vergrößern Anspannung auf dem Wohnungsmarkt reduzieren Innenstadt attraktivieren/beleben alle Stadtgebiet begrünen/ Grünflächen erhalten Anspannung auf dem Wohnungsmarkt reduzieren Innenstadt begrünen/entsiegeln Einzelhandels-/Gastro- nomieangebot in der Innenstadt verbessern Radwegenetz ausbauen/vergrößern Häufigste geäußerte Vorschlagskategorien zur Verbesserung der Lebensqualität Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2025 –Lebensqualität und Zukunftsfragen Priorität1.2.3.4.5. Bevölkerungsgruppe Das Wohnungsangebot erweitern [68 %] Maßnahmen zur Klimaanpassung im Stadtgebiet vorantreiben [57 %] Grünflächen u. Parks schaffen städtische Naturräume stärken [57 %] Maßnahmen zum Klimaschutz fördern und umsetzen [57 %] Digitale Bürgerservices ausbauen und entwickeln [49 %] alle Das Wohnungsangebot erweitern [58 %] Innenstadt attraktiver gestalten [49 %] Maßnahmen zur Klimaanpassung im Stadtgebiet vorantreiben [48 %] Maßnahmen zum Klimaschutz fördern und umsetzen [48 %] Ganztagsbetreuung von Kindern ausweiten [46 %] Handlungsbedarfe I Sehr wichtige Ziele der Stadt Karlsruhe in den nächsten 10 bis 15 Jahren Priorität1.2.3. Bevölkerungsgruppe Wohnungsknappheit/Versorgung der Bevölkerung mit angemessenem Wohnraum [60 %] Folgen des Klimawandels/notwendige Klimaanpassungsmaßnahme [47 %] Migration/Integration/Rasante Veränderungen in der Bevölkerungs- zusammensetzung [26 %] alle Wohnungsknappheit/Versorgung der Bevölkerung mit angemessenem Wohnraum [51 %] Folgen des Klimawandels/notwendige Klimaanpassungsmaßnahmen [38 %] Migration/Integration/Rasante Veränderungen in der Bevölkerungs- zusammensetzung [32 %] Größte Herausforderungen für die Stadt Karlsruhe in den kommenden 10 bis 15 Jahren 72 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Berufstätige mit hohem Haushaltseinkommen Personen, die der Bevölkerungsgruppe Berufstätiger mit hohem Haushaltseinkommen zugerechnet werden, sind Erwerbstätige im Alter von 30 Jahren oder älter mit einem gewichteten Pro-Kopf-Einkommen, das 200 % oder mehr des durchschnittlichen gewichteten Pro-Kopf-Einkommens der Karlsruher Bevölkerung auf Basis der Bürgerumfrage beträgt. Im Haushalt dieser Bevölkerungsgruppe leben keine minderjährigen Kinder. Die Bevölkerungsgruppe der Berufstätigen mit hohem Haushaltseinkommen hat einen Anteil von 4 % an allen Befragten. Ihr Durchschnittsalter beträgt 48 Jahre. Der Anteil an Befragten mit Abitur ist mit 93 % überdurchschnittlich. Zu überdurchschnittlich hohen Anteilen wohnen Berufstätige mit hohem Haushaltseinkommen in der Südstadt (7 %) und der Weststadt (7 %), wobei innerhalb dieser Stadtteile einzelne Stadtviertel besonders hervorstechen: So liegen die Anteile der Berufstätigen mit hohem Haushaltseinkommen im östlichen Teil der Südstadt (City Park) sowie im mittleren Teil der Weststadt mit jeweils 12 % relativ hoch. Die Lebensqualität in Karlsruhe bewerten 81 % der Berufstätigen mit hohem Haushaltseinkommen mit sehr gut oder gut. Bei der Zufriedenheit zeichnen sich – mit Ausnahme einer gering ausgeprägten Zufriedenheit mit Betreuungsmöglichkeiten für Kinder sowie einer etwas niedrigeren Zufriedenheit mit Einzelhandelsgeschäften und Einkaufsmöglichkeiten – kaum Auffälligkeiten ab. Gleiches gilt auch für die Einschätzung von Herausforderungen und die Relevanz von Zielen. So sind die größten Herausforderungen für die Stadt Karlsruhe in den kommenden Jahren nach Ansicht der Berufstätigen mit hohem Einkommen die Wohnungsknappheit, die Folgen des Klimawandels sowie das Thema Migration/Integration. Bei den Handlungsbedarfen stehen die Attraktivierung der Innenstadt, Klimaschutz und Klimaanpassung, die Erweiterung des Wohnungsangebots sowie der Ausbau und die Entwicklung digitaler Bürgerservices im Vordergrund. In puncto Verbesserung der Lebensqualität in der Fächerstadt adressieren Berufstätige mit hohem Einkommen besonders häufig das Thema Innenstadt, setzen ihren Fokus aber auch auf Begrünung sowie den Ausbau des Radwegenetzes. Die Nutzung des ÖPNV ist bei Berufstätigen mit hohem Haushaltseinkommen unterdurchschnittlich ausgeprägt. Überdurchschnittlich viele können dem Mobilitätstyp Auto/ Motorrad zugerechnet werden. Nichtsdestotrotz ist die Akzeptanz von Einschränkungen für den Automobilverkehr in dieser Bevölkerungsgruppe überwiegend gegeben. BevölkerungsgruppealleAbweichung 81%75% Grünflächen und Naturräume87%86% Öffentlicher Personennahverkehr80%75% Verkehrsinfrastruktur für Fahrräder72%75% Verkehrsinfrastruktur für Pkw50%45% Gesundheitsversorgung durch Ärztinnen, Ärzte und Krankenhäuser68%64% Sportanlagen und Schwimmbäder84%79% Kulturelle Einrichtungen92%92% Möglichkeit, Dinge online zu erledigen55%62% Clubkultur, Nachtleben und Ausgehmöglichkeiten74%70% Einzelhandelsgeschäfte und Einkaufsmöglichkeiten51%60% Betreuungsmöglichkeiten für Kinder30%46% Veranstaltungen und Feste 96%93% Stadtteile mit höchsten Anteilen der Bevölkerungsgruppe Südstadt [7 %] Weststadt [7 %] Lebensqualität und Zufriedenheit Bewertung der Lebensqualität in Karlsruhe mit sehr gut oder gut Sehr oder eher zufrieden mit einzelnen Bereichen: Anteil der Befragten mit Abitur93% Haushaltsgröße [Personen]1,7 Anteil befragter Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit I Migrationshintergrund 25% Soziodemografie Bevölkerungsgruppe Anteil an allen Befragten4% Durchschnittsalter der befragten Personen [Jahre]48 Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2025 –Lebensqualität und Zukunftsfragen Amt für Stadtentwicklung | 73 Berufstätige mit hohem Haushaltseinkommen BevölkerungsgruppealleAbweichung Sehr starke oder starke Betroffenheit:70%74% Betroffenheit vom Klimawandel BevölkerungsgruppealleAbweichung Reduktion Stellplätze52%48% Erhöhung Parkgebühren46%34% Einführung Parkgebühren45%34% Geschwindigkeitsreduzierungen54%57% Verlängerte Wartezeiten an Kreuzungen54%57% Rückbau von Fahrspuren 55%52% Akzeptanz von Einschränkungen für den Automobilverkehr I Zustimmungsgrade Auto/MotorradFahrrad/PedelecÖPNVzu Fuß Bevölkerungsgruppe43%34%8%15% alle 36%36%16%12% Mobilitätstypen Priorität1.2.3.4.5. Bevölkerungsgruppe Stadtgebiet begrünen/ Grünflächen erhalten Innenstadt attraktivieren/beleben Einzelhandels-/Gastro- nomieangebot in der Innenstadt verbessern Innenstadt begrünen/entsiegeln Radwegenetz ausbauen/vergrößern alle Stadtgebiet begrünen/ Grünflächen erhalten Anspannung auf dem Wohnungsmarkt reduzieren Innenstadt begrünen/entsiegeln Einzelhandels-/Gastro- nomieangebot in der Innenstadt verbessern Radwegenet ausbauen/vergrößern Häufigste geäußerte Vorschlagskategorien zur Verbesserung der Lebensqualität Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2025 –Lebensqualität und Zukunftsfragen Priorität1.2.3.4.5. Bevölkerungsgruppe Innenstadt attraktiver gestalten [52 %] Maßnahmen zur Klimaanpassung im Stadtgebiet vorantreiben [50 %] Maßnahmen zum Klimaschutz fördern und umsetzen [50 %] Das Wohnungsangebot erweitern [49 %] Digitale Bürgerservices ausbauen und entwickeln [49 %] alle Das Wohnungsangebot erweitern [58 %] Innenstadt attraktiver gestalten [49 %] Maßnahmen zur Klimaanpassung im Stadtgebiet vorantreiben [48 %] Maßnahmen zum Klimaschutz fördern und umsetzen [48 %] Ganztagsbetreuung von Kindern ausweiten [46 %] Handlungsbedarfe I Sehr wichtige Ziele der Stadt Karlsruhe in den nächsten 10 bis 15 Jahren Priorität1.2.3. Bevölkerungsgruppe Folgen des Klimawandels/notwendige Klimaanpassungsmaßnahmen [47 %] Wohnungsknappheit/Versorgung der Bevölkerung mit angemessenem Wohnraum [47 %] Migration/Integration/Rasante Veränderungen in der Bevölkerungs- zusammensetzung [31 %] alle Wohnungsknappheit/Versorgung der Bevölkerung mit angemessenem Wohnraum [51 %] Folgen des Klimawandels/notwendige Klimaanpassungsmaßnahmen [38 %] Migration/Integration/Rasante Veränderungen in der Bevölkerungs- zusammensetzung [32 %] Größte Herausforderungen für die Stadt Karlsruhe in den kommenden 10 bis 15 Jahren 74 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Berufstätige mit mittlerem Haushaltseinkommen Personen, die der Bevölkerungsgruppe Berufstätiger mit mittlerem Haushaltseinkommen zugerechnet werden, sind Erwerbstätige im Alter von 30 Jahren oder älter mit einem gewichteten Pro-Kopf-Einkommen, das zwischen 60 % und unter 200 % des durchschnittlichen gewichteten Pro-Kopf-Einkommens der Karlsruher Bevölkerung auf Basis der Bürgerumfrage beträgt. Im Haushalt dieser Bevölkerungsgruppe leben keine minderjährigen Kinder. Die Bevölkerungsgruppe der Berufstätigen mit mittlerem Haushaltseinkommen ist mit einem Anteil von 22 % an allen Befragten eine der größten Bevölkerungsgruppen. Personen dieser Bevölkerungsgruppe sind im Durchschnitt 49 Jahre alt. Die durchschnittliche Haushaltsgröße liegt bei 1,9 Personen. Zu überdurchschnittlich hohen Anteilen wohnen Berufstätige mit mittlerem Haushaltseinkommen in der Südweststadt (33 %), Daxlanden (33 %), der Südstadt (29 %), Grötzingen (29 %) und Oberreut (28 %). Die Bewertung der Lebensqualität und die Zufriedenheit mit einzelnen Bereichen in Karlsruhe liegt jeweils nahe an den Durchschnittswerten für die Gesamtbevölkerung; dies ist auch bedingt durch den relativ hohen Anteil der Berufstätigen mit mittlerem Haushaltseinkommen an allen Befragten. Gleiches gilt auch für die Einschätzung von Heraus- forderungen und die Relevanz von Zielen. So sind die größten Herausforderungen für die Stadt Karlsruhe in den kommenden Jahren nach Ansicht der Berufstätigen mit mittlerem Einkommen die Wohnungsknappheit, die Folgen des Klimawandels sowie das Thema Migration/Integration. Bei den Handlungsbedarfen sind die Erweiterung des Wohnungsangebots, die Attraktivierung der Innenstadt sowie die Themen Klima und Grün die wichtigsten Ziele aus Sicht dieser Bevölkerungsgruppe. Dies schlägt sich auch in den Vorschlagskategorien zur Verbesserung der Lebensqualität nieder – ergänzt um Vorschläge, das Radwegenetz auszubauen beziehungsweise zu vergrößern. Die Nutzung des ÖPNV ist bei Berufstätigen mit hohen Haushaltseinkommen unterdurchschnittlich ausgeprägt. Überdurchschnittlich viele können dem Mobilitätstyp Auto/ Motorrad zugerechnet werden. Nichtsdestotrotz ist die Akzeptanz von Einschränkungen für den Automobilverkehr in dieser Bevölkerungsgruppe überwiegend gegeben. BevölkerungsgruppealleAbweichung 75%75% Grünflächen und Naturräume85%86% Öffentlicher Personennahverkehr75%75% Verkehrsinfrastruktur für Fahrräder73%75% Verkehrsinfrastruktur für Pkw41%45% Gesundheitsversorgung durch Ärztinnen, Ärzte und Krankenhäuser62%64% Sportanlagen und Schwimmbäder79%79% Kulturelle Einrichtungen91%92% Möglichkeit, Dinge online zu erledigen60%62% Clubkultur, Nachtleben und Ausgehmöglichkeiten71%70% Einzelhandelsgeschäfte und Einkaufsmöglichkeiten55%60% Betreuungsmöglichkeiten für Kinder41%46% Veranstaltungen und Feste 92%93% Stadtteile mit höchsten Anteilen der Bevölkerungsgruppe Südweststadt [33 %] Daxlanden [33 %] Südstadt [29 %] Grötzingen [29 %] Oberreut [28 %] Lebensqualität und Zufriedenheit Bewertung der Lebensqualität in Karlsruhe mit sehr gut oder gut Sehr oder eher zufrieden mit einzelnen Bereichen: Anteil der Befragten mit Abitur76% Haushaltsgröße [Personen]1,9 Anteil befragter Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit I Migrationshintergrund 33% Soziodemografie Bevölkerungsgruppe Anteil an allen Befragten22% Durchschnittsalter der befragten Personen [Jahre]49 Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2025 –Lebensqualität und Zukunftsfragen Amt für Stadtentwicklung | 75 Berufstätige mit mittlerem Haushaltseinkommen BevölkerungsgruppealleAbweichung Sehr starke oder starke Betroffenheit:74%74% Betroffenheit vom Klimawandel BevölkerungsgruppealleAbweichung Reduktion Stellplätze48%48% Erhöhung Parkgebühren36%34% Einführung Parkgebühren34%34% Geschwindigkeitsreduzierungen57%57% Verlängerte Wartezeiten an Kreuzungen57%57% Rückbau von Fahrspuren 55%52% Akzeptanz von Einschränkungen für den Automobilverkehr I Zustimmungsgrade Auto/MotorradFahrrad/PedelecÖPNVzu Fuß Bevölkerungsgruppe39%36%14%12% alle 36%36%16%12% Mobilitätstypen Priorität1.2.3.4.5. Bevölkerungsgruppe Stadtgebiet begrünen/ Grünflächen erhalten Anspannung auf dem Wohnungsmarkt reduzieren Innenstadt begrünen/entsiegeln Radwegenetz ausbauen/vergrößern Einzelhandels-/Gastro- nomieangebot in der Innenstadt verbessern alle Stadtgebiet begrünen/ Grünflächen erhalten Anspannung auf dem Wohnungsmarkt reduzieren Innenstadt begrünen/entsiegeln Einzelhandels-/Gastro- nomieangebot in der Innenstadt verbessern Radwegenetz ausbauen/vergrößern Häufigste geäußerte Vorschlagskategorien zur Verbesserung der Lebensqualität Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2025 –Lebensqualität und Zukunftsfragen Priorität1.2.3.4.5. Bevölkerungsgruppe Das Wohnungsangebot erweitern [60 %] Innenstadt attraktiver gestalten [50 %] Maßnahmen zur Klimaanpassung im Stadtgebiet vorantreiben [49 %] Maßnahmen zum Klimaschutz fördern und umsetzen [48 %] Grünflächen u. Parks schaffen/städtische Naturräume stärken [42 %] alle Das Wohnungsangebot erweitern [58 %] Innenstadt attraktiver gestalten [49 %] Maßnahmen zur Klimaanpassung im Stadtgebiet vorantreiben [48 %] Maßnahmen zum Klimaschutz fördern und umsetzen [48 %] Ganztagsbetreuung von Kindern ausweiten [46 %] Handlungsbedarfe I Sehr wichtige Ziele der Stadt Karlsruhe in den nächsten 10 bis 15 Jahren Priorität1.2.3. Bevölkerungsgruppe Wohnungsknappheit/Versorgung der Bevölkerung mit angemessenem Wohnraum [53 %] Folgen des Klimawandels/notwendige Klimaanpassungsmaßnahmen [39 %] Migration/Integration/Rasante Veränderungen in der Bevölkerungs zusammensetzung [34 %] alle Wohnungsknappheit/Versorgung der Bevölkerung mit angemessenem Wohnraum [51 %] Folgen des Klimawandels/notwendige Klimaanpassungsmaßnahmen [38 %] Migration/Integration/Rasante Veränderungen in der Bevölkerungs- zusammensetzung [32 %] Größte Herausforderungen für die Stadt Karlsruhe in den kommenden 10 bis 15 Jahren 76 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Berufstätige mit niedrigem Haushaltseinkommen Personen, die der Bevölkerungsgruppe Berufstätiger mit niedrigem Haushaltseinkommen zugerechnet werden, sind Erwerbstätige im Alter von 30 Jahren oder älter mit einem gewichteten Pro-Kopf-Einkommen, das weniger als 60 % des durchschnittlichen gewichteten Pro-Kopf-Einkommens der Karlsruher Bevölkerung auf Basis der Bürgerumfrage beträgt. Im Haushalt dieser Bevölkerungsgruppe leben keine minderjährigen Kinder. Die Bevölkerungsgruppe der Berufstätigen mit niedrigem Haushaltseinkommen zählt mit einem Anteil von 2 % an allen Befragten zu den kleinsten Bevölkerungsgruppen. Personen dieser Bevölkerungsgruppe sind im Durchschnitt 51 Jahre alt. Die durchschnittliche Haushaltsgröße liegt bei 2,3 Personen. Befragte mit ausländischer Staatsangehörig- keit oder Migrationshintergrund sind mit einem Anteil von 62 % in dieser Gruppe überrepräsentiert. Zu überdurch- schnittlich hohen Anteilen wohnen Berufstätige mit niedrigem Haushaltseinkommen in Weiherfeld-Dammerstock (6 %), Oberreut (5 %) und der Innenstadt-West (5 %). Die Lebensqualität in Karlsruhe bewerten 66 % mit sehr gut oder gut. Damit liegt der Anteil der sehr guten oder guten Einschätzungen geringer als im Karlsruher Durchschnitt. Bei der Zufriedenheit mit einzelnen Bereichen fallen besonders niedrige Zufriedenheitswerte mit der Gesundheitsversorgung durch Ärztinnen, Ärzte und Krankenhäuser auf. Dementsprechend empfinden Berufstätige mit niedrigem Haushaltseinkommen neben der Wohnungsknappheit und dem Thema Migration/Integration die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung als eine der größten Herausforderungen für die Stadt Karlsruhe in den nächsten 10 bis 15 Jahren. Bezüglich der Handlungsbedarfe legen Berufstätige mit niedrigem Haushaltseinkommen neben den von der Bevölkerung häufig genannten Zielen Erweiterung des Wohnungsangebots und Attraktivierung der Innenstadt besonderen Wert auf Ziele im Zusammenhang mit Sicherheit und Sauberkeit. Die Akzeptanz von Einschränkungen für den Automobil- verkehr ist in der Bevölkerungsgruppe der Berufstätigen mit niedrigem Haushaltseinkommen in allen Punkten geringer als im Durchschnitt der Gesamtbevölkerung, wobei Geschwindigkeitsreduzierungen und verlängerte Wartezeiten an Kreuzungen innerhalb der Bevölkerungs- gruppe mehrheitlich befürwortet werden. BevölkerungsgruppealleAbweichung 66%75% Grünflächen und Naturräume82%86% Öffentlicher Personennahverkehr72%75% Verkehrsinfrastruktur für Fahrräder76%75% Verkehrsinfrastruktur für Pkw40%45% Gesundheitsversorgung durch Ärztinnen, Ärzte und Krankenhäuser51%64% Sportanlagen und Schwimmbäder81%79% Kulturelle Einrichtungen90%92% Möglichkeit, Dinge online zu erledigen70%62% Clubkultur, Nachtleben und Ausgehmöglichkeiten73%70% Einzelhandelsgeschäfte und Einkaufsmöglichkeiten60%60% Betreuungsmöglichkeiten für Kinder58%46% Veranstaltungen und Feste 90%93% Stadtteile mit höchsten Anteilen der Bevölkerungsgruppe Weiherfeld-Dammerstock [6 %] Oberreut [5 %] Innenstadt-West [5 %] Lebensqualität und Zufriedenheit Bewertung der Lebensqualität in Karlsruhe mit sehr gut oder gut Sehr oder eher zufrieden mit einzelnen Bereichen: Anteil der Befragten mit Abitur54% Haushaltsgröße [Personen]2,3 Anteil befragter Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit I Migrationshintergrund 62% Soziodemografie Bevölkerungsgruppe Anteil an allen Befragten2% Durchschnittsalter der befragten Personen [Jahre]51 Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2025 –Lebensqualität und Zukunftsfragen Amt für Stadtentwicklung | 77 Berufstätige mit niedrigem Haushaltseinkommen BevölkerungsgruppealleAbweichung Sehr starke oder starke Betroffenheit:69%74% Betroffenheit vom Klimawandel BevölkerungsgruppealleAbweichung Reduktion Stellplätze44%48% Erhöhung Parkgebühren25%34% Einführung Parkgebühren29%34% Geschwindigkeitsreduzierungen53%57% Verlängerte Wartezeiten an Kreuzungen53%57% Rückbau von Fahrspuren 43%52% Akzeptanz von Einschränkungen für den Automobilverkehr I Zustimmungsgrade Auto/MotorradFahrrad/PedelecÖPNVzu Fuß Bevölkerungsgruppe40%31%19%11% alle 36%36%16%12% Mobilitätstypen Priorität1.2.3.4.5. Bevölkerungsgruppe Anspannung auf dem Wohnungsmarkt reduzieren Einzelhandels-/Gastro- nomieangebot in der Innenstadt verbessern Stadtgebiet begrünen/ Grünflächen erhalten Sauberkeit verbessern/ Öffentliche Räume pflegen/Grün pflegen Innenstadt begrünen/entsiegeln alle Stadtgebiet begrünen/ Grünflächen erhalten Anspannung auf dem Wohnungsmarkt reduzieren Innenstadt begrünen/entsiegeln Einzelhandels-/Gastro- nomieangebot in der Innenstadt verbessern Radwegenetz ausbauen/vergrößern Häufigste geäußerte Vorschlagskategorien zur Verbesserung der Lebensqualität Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2025 –Lebensqualität und Zukunftsfragen Priorität1.2.3.4.5. Bevölkerungsgruppe Das Wohnungsangebot erweitern [68 %] Sicherheit auf Straßen und Plätzen erhöhen [53 %] Grünflächen u. Parks schaffen/städtische Naturräume stärken [52 %] Innenstadt attraktiver gestalten [51 %] Sauberkeit auf Straßen, Plätzen und in Grünanlagen [51 %] alle Das Wohnungsangebot erweitern [58 %] Innenstadt attraktiver gestalten [49 %] Maßnahmen zur Klimaanpassung im Stadtgebiet vorantreiben [48 %] Maßnahmen zum Klimaschutz fördern und umsetzen [48 %] Ganztagsbetreuung von Kindern ausweiten [46 %] Handlungsbedarfe I Sehr wichtige Ziele der Stadt Karlsruhe in den nächsten 10 bis 15 Jahren Priorität1.2.3. Bevölkerungsgruppe Wohnungsknappheit/Versorgung der Bevölkerung mit angemessenem Wohnraum [53 %] Gesundheitsversorgung der Bevölkerung [37 %] Migration/Integration/Rasante Veränderungen in der Bevölkerungs- zusammensetzung [36 %] alle Wohnungsknappheit/Versorgung der Bevölkerung mit angemessenem Wohnraum [51 %] Folgen des Klimawandels/notwendige Klimaanpassungsmaßnahmen [38 %] Migration/Integration/Rasante Veränderungen in der Bevölkerungs- zusammensetzung [32 %] Größte Herausforderungen für die Stadt Karlsruhe in den kommenden 10 bis 15 Jahren 78 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Erwerbslose Personen, die der Bevölkerungsgruppe der Erwerbslosen zugerechnet werden, haben in der Bürgerumfrage angegeben, dass sie erwerbsunfähig oder arbeitslos sind. Im Haushalt dieser Bevölkerungsgruppe leben keine minderjährigen Kinder. Die Bevölkerungsgruppe der Erwerbslosen ist mit einem Anteil von 2 % an allen Befragten eine der kleinsten Bevölkerungsgruppen. Wichtig ist an dieser Stelle, dass der Anteil von 2 % nicht einer Arbeitslosenquote entspricht, da hier andere Grundgesamtheiten zu Grunde gelegt werden. Im Durchschnitt waren die Erwerbslosen zum Zeitpunkt der Bürgerumfrage 44 Jahre alt. Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit oder Migrationshinter- grund sind in der Gruppe der Erwerbslosen überrepräsen- tiert. Zu überdurchschnittlich hohen Anteilen wohnen Erwerbslose in Oberreut (4 %). Die Lebensqualität in Karlsruhe bewerten 66 % der Erwerbslosen mit sehr gut oder gut. Damit ist die Einschätzung der Lebensqualität in dieser Bevölkerungs- gruppe etwas geringer als im gesamtstädtischen Durchschnitt. Bei der Zufriedenheit mit einzelnen Bereichen fällt auf, dass die Zufriedenheit mit Einzelhandelsgeschäften und Einkaufsmöglichkeiten sowie mit den Betreuungs- möglichkeiten für Kinder überdurchschnittlich hoch sind. Als größte Herausforderungen in den nächsten 10 bis 15 Jahren sehen erwerbslose Personen die Wohnungs- knappheit, die Folgen des Klimawandels sowie soziale Ungleichheiten/geringeren gesellschaftlicher Zusammenhalt. Bei den identifizierten Handlungsbedarfen fällt auf, dass neben der Erweiterung des Wohnungsangebots die Themen Sicherheit und Integration als besonders relevant eingeschätzt werden. Dies zeigt sich auch in den verhältnismäßig vielen Vorschlägen zur Verbesserung der Sauberkeit und der Sicherheit in Karlsruhe. Die Nutzung des ÖPNV sowie das Zufußgehen ist bei Erwerbslosen überdurchschnittlich ausgeprägt. Trotz des relativ geringen Anteils der Auto/Motorrad-Nutzenden in dieser Bevölkerungsgruppe ist die Akzeptanz von Einschränkungen für den Automobilverkehr etwas geringer als in der Gesamtbevölkerung. BevölkerungsgruppealleAbweichung 66%75% Grünflächen und Naturräume86%86% Öffentlicher Personennahverkehr76%75% Verkehrsinfrastruktur für Fahrräder81%75% Verkehrsinfrastruktur für Pkw44%45% Gesundheitsversorgung durch Ärztinnen, Ärzte und Krankenhäuser62%64% Sportanlagen und Schwimmbäder74%79% Kulturelle Einrichtungen94%92% Möglichkeit, Dinge online zu erledigen69%62% Clubkultur, Nachtleben und Ausgehmöglichkeiten69%70% Einzelhandelsgeschäfte und Einkaufsmöglichkeiten72%60% Betreuungsmöglichkeiten für Kinder56%46% Veranstaltungen und Feste 90%93% Stadtteile mit höchsten Anteilen der Bevölkerungsgruppe Oberreut [4 %] Lebensqualität und Zufriedenheit Bewertung der Lebensqualität in Karlsruhe mit sehr gut oder gut Sehr oder eher zufrieden mit einzelnen Bereichen: Anteil der Befragten mit Abitur52% Haushaltsgröße [Personen]1,8 Anteil befragter Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit I Migrationshintergrund 61% Soziodemografie Bevölkerungsgruppe Anteil an allen Befragten2% Durchschnittsalter der befragten Personen [Jahre]44 Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2025 –Lebensqualität und Zukunftsfragen Amt für Stadtentwicklung | 79 Erwerbslose BevölkerungsgruppealleAbweichung Sehr starke oder starke Betroffenheit:78%74% Betroffenheit vom Klimawandel BevölkerungsgruppealleAbweichung Reduktion Stellplätze42%48% Erhöhung Parkgebühren24%34% Einführung Parkgebühren27%34% Geschwindigkeitsreduzierungen57%57% Verlängerte Wartezeiten an Kreuzungen52%57% Rückbau von Fahrspuren 47%52% Akzeptanz von Einschränkungen für den Automobilverkehr I Zustimmungsgrade Auto/MotorradFahrrad/PedelecÖPNVzu Fuß Bevölkerungsgruppe25%27%29%19% alle 36%36%16%12% Mobilitätstypen Priorität1.2.3.4.5. Bevölkerungsgruppe Anspannung auf dem Wohnungsmarkt reduzieren Stadtgebiet begrünen/ Grünflächen erhalten Baustellen reduzieren/ Baustellenmanage- ment verbessern Sauberkeit verbessern/ Öffentliche Räume pflegen/Grün pflegen mehr Sicherheit/ Sicherheitsgefühl verbessern alle Stadtgebiet begrünen/ Grünflächen erhalten Anspannung auf dem Wohnungsmarkt reduzieren Innenstadt begrünen/entsiegeln Einzelhandels-/Gastro- nomieangebot in der Innenstadt verbessern Radwegenetz ausbauen/vergrößern Häufigste geäußerte Vorschlagskategorien zur Verbesserung der Lebensqualität Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2025 –Lebensqualität und Zukunftsfragen Priorität1.2.3.4.5. Bevölkerungsgruppe Das Wohnungsangebot erweitern [69 %] Sicherheit auf Straßen und Plätzen erhöhen [57 %] Eingewanderte besser integrieren [55 %] Grünflächen u. Parks schaffen/städtische Naturräume stärken [54 %] Digitale Bürgerservices ausbauen und entwickeln [53 %] alle Das Wohnungsangebot erweitern [58 %] Innenstadt attraktiver gestalten [49 %] Maßnahmen zur Klimaanpassung im Stadtgebiet vorantreiben [48 %] Maßnahmen zum Klimaschutz fördern und umsetzen [48 %] Ganztagsbetreuung von Kindern ausweiten [46 %] Handlungsbedarfe I Sehr wichtige Ziele der Stadt Karlsruhe in den nächsten 10 bis 15 Jahren Priorität1.2.3. Bevölkerungsgruppe Wohnungsknappheit/Versorgung der Bevölkerung mit angemessenem Wohnraum [57 %] Folgen des Klimawandels/notwendige Klimaanpassungsmaßnahmen [34 %] Soziale Ungleichheiten/geringerer gesellschaftlicher Zusammenhalt [33 %] alle Wohnungsknappheit/Versorgung der Bevölkerung mit angemessenem Wohnraum [51 %] Folgen des Klimawandels/notwendige Klimaanpassungsmaßnahmen [38 %] Migration/Integration/Rasante Veränderungen in der Bevölkerungs- zusammensetzung [32 %] Größte Herausforderungen für die Stadt Karlsruhe in den kommenden 10 bis 15 Jahren 80 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Rentnerinnen und Rentner Personen, die der Bevölkerungsgruppe der Rentnerinnen und Rentner zugerechnet werden, haben in der Bürgerumfrage angegeben, dass sie in Rente oder Pension sind. In den Haushalten dieser Bevölkerungsgruppe leben keine minderjährigen Kinder. Die Bevölkerungsgruppe der Rentnerinnen und Rentner ist mit einem Anteil von 18 % an allen Befragten eine der größeren Bevölkerungsgruppen. Das Durchschnittsalter der Rentnerinnen und Rentner liegt bei 72 Jahren. Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit oder Migrationshintergrund sind in der Gruppe der Rentnerinnen und Rentner unterrepräsentiert. Zu überdurchschnittlich hohen Anteilen wohnen Rentnerinnen und Rentner in Weiherfeld-Dammerstock (31 %), Grötzingen (28 %), Grünwinkel (27 %) und Daxlanden (26 %). Die Lebensqualität in Karlsruhe bewerten 71 % der Rentnerinnen und Rentner mit sehr gut oder gut. Im Hinblick auf die Zufriedenheit mit einzelnen Bereichen fällt auf, dass insbesondere die Zufriedenheit mit der Verkehrsinfrastruktur für Pkws sowie mit den Einzelhandels- geschäften und Einkaufsmöglichkeiten bei den Rentnerinnen und Rentnern unterdurchschnittlich ausgeprägt ist. Als größte Herausforderungen in den nächsten 10 bis 15 Jahren sehen die Rentnerinnen und Rentner die Wohnungsknappheit, die Folgen des Klimawandels sowie soziale Ungleichheiten/geringeren gesellschaftlicher Zusammenhalt. Bei den identifizierten Handlungsbedarfen fällt auf, dass neben der Erweiterung des Wohnungs- angebots die Themen Sicherheit und Sauberkeit als besonders relevant eingeschätzt werden. An erster Stelle der als relevant erachteten Zielsetzungen der Stadt Karlsruhe steht jedoch die Attraktivierung der Karlsruher Innenstadt. Entsprechend viele Vorschläge werden in diesem Bereich formuliert. Das Zufußgehen ist bei Rentnerinnen und Rentnern überdurchschnittlich ausgeprägt. Die Akzeptanz von Einschränkungen für den Automobilverkehr ist geringer als in der Gesamtbevölkerung. Dies betrifft insbesondere die potentielle Reduktion von Stellplätzen. BevölkerungsgruppealleAbweichung 71%75% Grünflächen und Naturräume87%86% Öffentlicher Personennahverkehr74%75% Verkehrsinfrastruktur für Fahrräder74%75% Verkehrsinfrastruktur für Pkw33%45% Gesundheitsversorgung durch Ärztinnen, Ärzte und Krankenhäuser73%64% Sportanlagen und Schwimmbäder79%79% Kulturelle Einrichtungen93%92% Möglichkeit, Dinge online zu erledigen60%62% Clubkultur, Nachtleben und Ausgehmöglichkeiten79%70% Einzelhandelsgeschäfte und Einkaufsmöglichkeiten49%60% Betreuungsmöglichkeiten für Kinder40%46% Veranstaltungen und Feste 92%93% Stadtteile mit höchsten Anteilen der Bevölkerungsgruppe Weiherfeld-Dammerstock [31 %] Grötzingen [28 %] Grünwinkel [27 %] Daxlanden [26 %] Lebensqualität und Zufriedenheit Bewertung der Lebensqualität in Karlsruhe mit sehr gut oder gut Sehr oder eher zufrieden mit einzelnen Bereichen: Anteil der Befragten mit Abitur54% Haushaltsgröße [Personen]1,8 Anteil befragter Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit I Migrationshintergrund 21% Soziodemografie Bevölkerungsgruppe Anteil an allen Befragten18% Durchschnittsalter der befragten Personen [Jahre]72 Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2025 –Lebensqualität und Zukunftsfragen Amt für Stadtentwicklung | 81 Rentnerinnen und Rentner BevölkerungsgruppealleAbweichung Sehr starke oder starke Betroffenheit:69%74% Betroffenheit vom Klimawandel BevölkerungsgruppealleAbweichung Reduktion Stellplätze37%48% Erhöhung Parkgebühren28%34% Einführung Parkgebühren29%34% Geschwindigkeitsreduzierungen56%57% Verlängerte Wartezeiten an Kreuzungen53%57% Rückbau von Fahrspuren 43%52% Akzeptanz von Einschränkungen für den Automobilverkehr I Zustimmungsgrade Auto/MotorradFahrrad/PedelecÖPNVzu Fuß Bevölkerungsgruppe36%33%12%19% alle 36%36%16%12% Mobilitätstypen Priorität1.2.3.4.5. Bevölkerungsgruppe Einzelhandels-/Gastro- nomieangebot in der Innenstadt verbessern Innenstadt begrünen/entsiegeln Innenstadt attraktivieren/beleben Stadtgebiet begrünen/ Grünflächen erhalten Sauberkeit verbessern/ Öffentliche Räume pflegen/Grün pflegen alle Stadtgebiet begrünen/ Grünflächen erhalten Anspannung auf dem Wohnungsmarkt reduzieren Innenstadt begrünen/entsiegeln Einzelhandels-/Gastro- nomieangebot in der Innenstadt verbessern Radwegenetz ausbauen/vergrößern Häufigste geäußerte Vorschlagskategorien zur Verbesserung der Lebensqualität Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2025 –Lebensqualität und Zukunftsfragen Priorität1.2.3.4.5. Bevölkerungsgruppe Innenstadt attraktiver gestalten [58 %] Das Wohnungsangebot erweitern [50 %] Sicherheit auf Straßen und Plätzen erhöhen [48 %] Sauberkeit auf Straßen, Plätzen und in Grünanlagen [45 %] Maßnahmen zum Klimaschutz fördern und umsetzen [43 %] alle Das Wohnungsangebot erweitern [58 %] Innenstadt attraktiver gestalten [49 %] Maßnahmen zur Klimaanpassung im Stadtgebiet vorantreiben [48 %] Maßnahmen zum Klimaschutz fördern und umsetzen [48 %] Ganztagsbetreuung von Kindern ausweiten [46 %] Handlungsbedarfe I Sehr wichtige Ziele der Stadt Karlsruhe in den nächsten 10 bis 15 Jahren Priorität1.2.3. Bevölkerungsgruppe Wohnungsknappheit/Versorgung der Bevölkerung mit angemessenem Wohnraum [44 %] Folgen des Klimawandels/notwendige Klimaanpassungsmaßnahmen [39 %] Soziale Ungleichheiten/ geringerer gesellschaftlicher Zusammenhalt [37 %] alle Wohnungsknappheit/Versorgung der Bevölkerung mit angemessenem Wohnraum [51 %] Folgen des Klimawandels/notwendige Klimaanpassungsmaßnahmen [38 %] Migration/Integration/Rasante Veränderungen in der Bevölkerungs- zusammensetzung [32 %] Größte Herausforderungen für die Stadt Karlsruhe in den kommenden 10 bis 15 Jahren 82 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen 7. Lebensqualität in den Stadtteilen Drei Viertel der Karlsruherinnen und Karlsruher bewerten die Lebensqualität in der Fächerstadt mit sehr gut (15 %) oder gut (61 %) (Abbildung 2.1). Auch mit ihrem Wohnumfeld – also den Verhältnissen in der unmittelbaren Umgebung ihrer Wohnung/ihres Hauses – sind die Karlsruherinnen und Karlsruher in weiten Teilen zufrieden: zusammengenommen 91 % der Bevölkerung geben an, dass sie mit ihrem Wohnumfeld sehr oder eher zufrieden sind (Abbildung 7.1). Abbildung 7.1 Zufriedenheit mit dem Wohnumfeld 41 50 8 2 Sehr zufrieden Eher zufrieden Eher unzufrieden Sehr unzufrieden Basis7.914 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 –Lebensqualität und Zukunftsfragen. % „Wie zufrieden sind Sie alles in allem mit Ihrem Wohnumfeld –also den Verhältnissen in der unmittelbaren Umgebung Ihrer Wohnung/Ihres Hauses?" Ein Blick auf die Zufriedenheit mit dem Wohnumfeld in den einzelnen Stadtteilen zeigt, dass die Anteile derjenigen, die mit ihrem Wohnumfeld sehr zufrieden sind, insbesondere in Hohenwettersbach (63 %), Palmbach (55 %), Grünwettersbach (53 %) sowie in Rüppurr (54 %) und Weiherfeld-Dammerstock (52 %) überdurchschnittlich hoch sind. Auch in der Waldstadt und in der Nordstadt liegen die Anteile der sehr Zufriedenen mit jeweils 50 % verhältnismäßig hoch. Deutlich unterdurchschnittlich dagegen sind die Anteile der sehr Zufriedenen in der Innenstadt-Ost (25 %), der Innenstadt-West (27 %), Oberreut (27 %), Rintheim (29 %), der Südstadt (31 %) und in Mühlburg (31 %). Eine Übersicht über die Anteile der mit dem Wohnumfeld sehr Zufriedenen nach Stadtteilen ist in Abbildung 7.2 dargestellt. Nahezu 90 Prozent der Karlsruherinnen und Karlsruher (89 %) interessieren sich stark oder teilweise dafür, was in ihrem Stadtteil geschieht. Lediglich elf Prozent haben nach eigenem Bekunden wenig oder überhaupt kein Interesse am Geschehen im Stadtteil (Abbildung 7.3). Dieser relativ geringe Anteil der wenig oder nicht Interessierten ist in den einzelnen Stadtteilen nahezu gleich hoch. Amt für Stadtentwicklung | 83 Abbildung 7.2 Zufriedenheit mit dem Wohnumfeld „Wie zufrieden sind Sie alles in allem mit Ihrem Wohnumfeld –also den Verhältnissen in der unmittelbaren Umgebung Ihrer Wohnung/IhresHauses?" | –Anteile der sehr Zufriedenen – Basis7.914 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 –Lebensqualität und Zukunftsfragen. 01 02 27 26 10 06 05 08 04 07 17 16 20 03 18 09 11 12 13 15 14 19 23 22 24 25 21 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 Stadtteile Innenstadt-Ost Innenstadt-West Südstadt Südweststadt Weststadt Nordweststadt Oststadt Mühlburg Daxlanden Knielingen Grünwinkel Oberreut Beiertheim-Bulach Weiherfeld-Dammerstock 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 Rüppurr Waldstadt Rintheim Hagsfeld Durlach Grötzingen Stupferich Hohenwettersbach Wolfartsweier Grünwettersbach Palmbach Neureut Nordstadt Anteil „sehr zufrieden“ unter 30 % 30 % bis unter 40 % 40 % bis unter 50 % 50 % bis unter 60 % 60 % und mehr 33 56 10 1 Stark Teils/teils Wenig Überhaupt nicht Basis7.914 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 –Lebensqualität und Zukunftsfragen. % „Wie stark interessieren Sie sich für das, was in Ihrem Stadtteil so alles geschieht?" Abbildung 7.3 Interesse am Geschehen im Stadtteil 84 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Bewertung einzelner Wohnumfeldqualitäten in den Stadtteilen In Anlehnung an den StadtRaumMonitor und das „Place Standard Tool“, beides Instrumente zur Bewertung des alltäglichen Lebensumfelds beziehungsweise einer (Wohn-)Umgebung, wurden die Karlsruherinnen und Karlsruher gebeten, ihr Wohnumfeld im Hinblick auf verschiedene Eigenschaften zu bewerten. Die abgefragten Eigenschaften decken dabei die Aspekte Mobilität, Umwelt/ Klima, Öffentlicher Raum, Versorgung/Arbeit/Wohnen sowie Soziales Miteinander ab. In Tabelle 7.1 sind die erreichten gesamtstädtischen Zufriedenheitswerte für einzelne Eigenschaften des Wohnumfelds dargestellt. Dabei wird deutlich, dass die Karlsruherinnen und Karlsruher gesamtstädtisch betrachtet mit keiner der abgefragten Eigenschaften ihrer Wohnumgebung im Durchschnitt eher oder sehr unzufrieden sind. Besonders hohe Zufriedenheitswerte erzielen – stets auf das individuelle Wohnumfeld bezogen – die Möglichkeit, wichtige Orte zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreichen (Aktive Mobilität), die Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) sowie das Sicherheitsgefühl bei Tag (Sicherheit [Tag]). Eher zufrieden ist die Bevölkerung im Durchschnitt mit der Ausstattung ihres jeweiligen Wohnumfelds mit Grün- und Erholungsflächen (Grün), der Luftqualität in der Nähe der Wohnung (Luftqualität), der allgemein herrschenden Lautstärke im Wohnumfeld (Lautstärke), der Aufenthaltsqualität auf Straßen und Plätzen in der Wohnumgebung (Aufenthaltsqualität), dem Zustand von Gebäuden in Wohnortnähe (Gebäude), dem Sicherheitsgefühl bei Nacht oder Dunkelheit im Wohnumfeld (Sicherheit [Nacht]) sowie mit der wohnortnahen Versorgung im Alltag mit Geschäften und Dienstleistungen (Einkaufen). Auch mit medizinischen Dienstleistungen (Ärztinnen/Ärzte), Spiel- und Freizeitangeboten (Freizeit), Begegnungsmöglichkeiten (Begegnung) sowie dem Image des Wohnumfelds sind die Karlsruherinnen und Karlsruher im Durchschnitt eher zufrieden. Neutrale Zufriedenheitswerte erreichen die Parkmöglichkeiten für private Pkw in Wohnortnähe (Parken), die mikroklimatischen Bedingungen, insbesondere an heißen Tagen (Mikroklima), die Sauberkeit der öffentlichen Räume nahe der Wohnung (Sauberkeit), die wohnortnahen Betreuungsmöglichkeiten für Kinder unter sechs Jahren (Kinderbetreuung) sowie die Mitsprache- und Mitgestaltungsmöglichkeiten bei Veränderungen im Wohnumfeld (Partizipation). Für einen schnellen, anschaulichen Überblick lassen sich die erreichten Zufriedenheitsgrade für die einzelnen Wohnumfeld- Eigenschaften in einem Übersichtsdiagramm abbilden. Das Übersichtsdiagramm für die Gesamtstadt ist in Abbildung 7.4 dargestellt. Je mehr Farbfelder markiert sind, desto höher fällt die Zufriedenheit mit der jeweiligen Eigenschaft des Wohnumfelds aus. Neutrale Zufriedenheitswerte werden erreicht, wenn fünf oder sechs Felder einer Eigenschaft farblich gefüllt sind. Bei sieben oder acht befüllten Feldern liegt der Durchschnittswert bei „eher zufrieden“. Bei neun befüllten Feldern ist die Bevölkerung mit der entsprechenden Wohnumfeld-Eigenschaft im Durchschnitt sehr zufrieden. Auf den folgenden Seiten sind die jeweiligen Wohnumfeld- Zufriedenheiten in den einzelnen Stadtteilen dargestellt. Die standardisierten Darstellungen werden jeweils ergänzt um eine Analyse der Antworten auf die offene Frage „Gibt es etwas, das Sie in Ihrem direkten Wohnumfeld stört oder das Sie gerne verbessert hätten? Wenn ja, was?“. Aufgrund geringer Grundgesamtheiten bei einzelnen Eigenschaften werden die Ergebnisse für die Höhenstadtteile (Stupferich, Wolfartsweier, Palmbach, Hohenwettersbach, Grünwettersbach) gemeinsam abgebildet. Tabelle 7.2 stellt dar, welche Wohnumfeld-Eigenschaften in den einzelnen Stadtteilen über- oder unterdurchschnittlich Zufriedenheitswerte erreichen und welche Verbesserungs- potentiale von den Bürgerinnen und Bürgern in den einzelnen Stadtteilen vor allem genannt werden. Dabei wird deutlich, dass in der Innenstadt die Zufriedenheitswerte mit der Lautstärke und dem Mikroklima unterdurchschnittliche ausgeprägt sind. In der Südstadt, der Südweststadt, der Weststadt und der Oststadt gehen die Bürgerinnen und Bürger in ihren Ausführungen häufig auf die dortigen Plätze und öffentlichen Räume ein (Werderplatz, City Park, Kolpingplatz, Nottingham-Anlage, Gottesauer Platz). Die Zufriedenheitswerte in den Höhenstadtteilen zeigen, dass die Zufriedenheit mit der Versorgungsinfrastruktur und die Anbindung an den ÖPNV unterdurchschnittlich, die Zufriedenheit mit der Luftqualität, dem Mikroklima und der Sauberkeit jedoch relativ hoch ausgeprägt ist. In Mühlburg, Oberreut, Rintheim und der Südstadt ist die Zufriedenheit mit dem Image des Stadtteils unterdurchschnittlich; in den Freitextantworten wird in diesen Stadtteilen verhältnismäßig häufig auf die Themen soziales Miteinander und problematische Personen eingegangen. In Rüppurr und Weiherfeld-Dammerstock verweisen die Bewohnerinnen und Bewohner relativ häufig auf Verbesserungspotentiale in der Nahversorgung. Die Zufriedenheitswerte mit den Wohnumfeld-Eigenschaften in Neureut liegen im gesamtstädtischen Durchschnitt. Die Freitextantworten legen jedoch offen, dass sich die dortige Bevölkerung mit vielen Themenstellungen beschäftigt; dazu gehören insbesondere Grünpflege, ÖPNV-Anbindung, Treffpunkte für Jugendliche, Ruhestörungen/Soziale Brennpunkte sowie die Durchsetzung von Verkehrsregeln/ Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung. Die Waldstadt ist der Stadtteil mit den meisten überdurchschnittlich positiven Abweichungen bei den Zufriedenheitswerten – Grün, Luftqualität, Mikroklima, Lautstärke, Freizeit –; kritische Stimmen gibt es in diesem Stadtteil zur Situation im Waldstadtzentrum sowie zu Nachverdichtungsmaßnahmen. Amt für Stadtentwicklung | 85 Sehr zufrieden Eher zufrieden Eher unzu- frieden Sehr unzu- frieden ... die Möglichkeit, wichtige Orte zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreichen?" Aktive Mobilität Mobilität514361 sehr zufrieden ... die Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr (z. B. Straßenbahn, Bus)?" ÖPNVMobilität523982 sehr zufrieden ... Parkmöglichkeiten für private Pkws?"ParkenMobilität20402515neutral ... die Ausstattung mit Grün- und Erholungsflächen?"Grün Umwelt/ Klima 3750112 eher zufrieden ... die Luftqualität?"Luftqualität Umwelt/ Klima 2356183 eher zufrieden ... die mikroklimatischen Bedingungen, insbesondere an heißen Tagen?" Mikroklima Umwelt/ Klima 10473310neutral ... die allgemein herrschende Lautstärke?"Lautstärke Umwelt/ Klima 2151218 eher zufrieden ... die Aufenthaltsqualität auf Straßen und Plätzen?" Aufenthalts- qualität Öffentlicher Raum 1558225 eher zufrieden ... die Sauberkeit im öffentlichen Raum?"Sauberkeit Öffentlicher Raum 1651259neutral ... den Zustand von Gebäuden?"Gebäude Öffentlicher Raum 1763173 eher zufrieden ... Ihr Sicherheitsgefühl bei Tag?" Sicherheit [Tag] Öffentlicher Raum 524162 sehr zufrieden ... Ihr Sicherheitsgefühl bei Nacht oder Dunkelheit?" Sicherheit [Nacht] Öffentlicher Raum 22482010 eher zufrieden ... die Versorgung im Alltag mit Geschäften (z. B. Lebensmittel, Drogeriewaren) und Dienstleistungen?" Einkaufen Versorgung/ Arbeit/ Wohnen 3646154 eher zufrieden ... medizinische Dienstleistungen (z. B. Arztpraxen)?" Ärztinnen/ Ärzte Versorgung/ Arbeit/ Wohnen 1851248 eher zufrieden ... Betreuungsmöglichkeiten für Kinder unter sechs Jahren?" Kinder- betreuung Versorgung/ Arbeit/ Wohnen 12443114neutral ... Spiel- und Freizeitangebote (z. B. Spielplätze, Sportplätze, Schwimmbäder)?" Freizeit Soziales Miteinander 2657153 eher zufrieden ... Begegnungsmöglichkeiten (z. B. Treffpunkte, Begegnungsstätten, Vereine, Veranstaltungen)?" Begegnung Soziales Miteinander 1759223 eher zufrieden ... das Image beziehungsweise den Ruf?"Image Soziales Miteinander 3153133 eher zufrieden ... Ihre Mitsprache- und Mitgestaltungs- möglichkeiten bei Veränderungen?" Partizipation Soziales Miteinander 7433812neutral Bewertung der Zufriedenheit durch- schnittl. Zufrieden- heitsgrad Anteile in % Eigenschaft Kurzbe- zeichnung Aspekt Tabelle7.1 Zufriedenheit mit einzelnen Eigenschaften der Wohnumgebung „Die Wohn-und Lebensqualität in einem Stadtteil wird von verschiedenen Gesichtspunkten beeinflusst. Wie zufrieden sind Sie mit Ihrem Wohnumfeld im Hinblick auf ... Basis7.914 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 –Lebensqualität und Zukunftsfragen. 86 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen P Gesamt- stadt Aktive Mobilität ÖPNV Parken Grün Luftqualität Mikroklima Lautstärke Aufenthalts- qualität Sauberkeit Gebäude Sicherheit – Tag – Sicherheit – Nacht – Einkaufen Ärztinnen/ Ärzte Kinder- betreuung Freizeit Begegnung Image Partizipation Abbildung 7.4 Zufriedenheit mit Wohnumfeld-Eigenschaften in Karlsruhe Basis 7.914 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 – Lebensqualität und Zukunftsfragen. Amt für Stadtentwicklung | 87 unter- durchschnittlich über- durchschnittlich Innenstadt-Ost Mikroklima, Lautstärke, Gebäude EinkaufenLautstärke, Verkehr, Obdachlosigkeit Innenstadt-West Mikroklima, Lautstärke Verkehrslärm, (Lärm-) Belästigung durch Personen, Durchsetzung von Anwohnerparken SüdstadtImage Situation am Werderplatz, ÖPNV-Anbindung im Bereich Südstadt-Ost (City Park), Gestaltung des City Parks Südweststadt Situation am Kolpingplatz, Verkehrslärm, Anwohnerparkplätze/Parken, Obdachlosigkeit WeststadtParken Situation in der Nottingham-Anlage, Das Fest, Reallabor in der Sophienstraße, Lademöglichkeiten für E-Autos NordweststadtParken Verkehr in der Landauer Straße, Zustand der Straßen im Gebiet, Nahversorgung/Gastronomie OststadtZustand der Gebäude, Situation am Gottesauer Platz MühlburgParken, ImageProblematische Personengruppen, Sauberkeit im öffentlichen Raum DaxlandenÖPNV, Neubebauung, Sportanlagen Knielingen Durchgangsverkehr/Verkehrsaufkommen, Infrastruktur für Kinder, Geruchs-Beeinträchtigungen durch die Kläranlage GrünwinkelÖPNVGewerbegebiete Oberreut Sauberkeit, Sicherheit [Tag]/[Nacht], Ärztinnen/Ärzte, Begegnung, Image Sauberkeit, Soziales Miteinander/Begegnung Beiertheim-Bulach Verkehrslärm, Versorgung/Infrastruktur Weiherfeld-DammerstockEinkaufenFreizeitNahversorgung Rüppurr Grün, Image Verkehrslärm, Nahversorgung Waldstadt Grün, Luftqualität, Mikroklima, Lautstärke, Freizeit Situation im Waldstadtzentrum, Nachverdichtungsmaßnahmen RintheimImage Bebauung des Rintheimer Felds, Verkehrssituation in der Rintheimer Hauptstraße, Sozialer Zusammenhalt/problematische Personengruppen HagsfeldEinkaufenVerkehrsaufkommen, Parken DurlachStraßenprostitution, Turmberg Grötzingen Verkehrslärm, Organisation des Parkens, Sauberkeit öffentlicher Räume/Grünpflege Höhenstadtteile Aktive Mobilität, ÖPNV, Einkaufen, Ärztinnen/Ärzte Luftqualität, Mikroklima, Sauberkeit ÖPNV, Nahversorgung, Fahrradwege Neureut Grünpflege, ÖPNV-Anbindung, Treffpunkte für Jugendliche, Ruhestörungen/Soziale Brennpunkte, Durchsetzung von Verkehrsregeln/Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung NordstadtMikroklima Bebauung, Parken, Nahversorgung/Treffpunkte Stadtteil Zufriedenheit Verbesserungspotentiale im Wohnumfeld Tabelle7.2 Übersicht zur Bewertung von Wohnumfeld-Eigenschaften und Verbesserungspotentialen nach Stadtteilen Basis7.914 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 –Lebensqualität und Zukunftsfragen. 88 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Innenstadt-Ost Auffällige Abweichungen gegenüber dem gesamtstädtischen Durchschnitt Geringere Zufriedenheit Mikroklima Lautstärke Gebäude Höhere Zufriedenheit Einkaufen P Innenstadt- Ost Aktive Mobilität ÖPNV Parken Grün Luftqualität Mikroklima Lautstärke Aufenthalts- qualität Sauberkeit Gebäude Sicherheit – Tag – Sicherheit – Nacht – Einkaufen Ärztinnen/ Ärzte Kinder- betreuung Freizeit Begegnung Image Partizipation Basis 157 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 – Lebensqualität und Zukunftsfragen. Abbildung 7.5 Zufriedenheit mit Wohnumfeld-Eigenschaften in der Innenstadt-Ost Amt für Stadtentwicklung | 89 Innenstadt-Ost Antworten auf die Frage nach gewünschten Verbesserungen im Wohnumfeld beziehen sich bei den Bewohnerinnen und Bewohnern der Innenstadt-Ost insbesondere auf die Themen Lautstärke, Verkehr sowie Obdachlosigkeit. Lautstärke „Restaurants/Biergärten im Wohngebiet halten sich oftmals nicht an die Ruhezeiten.“ „Maßnahmen gegen unnötigen Straßenlärm mitten in der Nacht (zum Beispiel Hupkonzert).“ „Die Baustellen und der damit verbundene Lärm beziehungsweise die dadurch verursachten Beeinträchtigungen.“ „Feste auf dem KIT-Campus Süd und dem Studentenzentrum Z10 sind für mich in Hörreichweite. Hierbei sollte etwas mehr Rücksicht auf Anwohner genommen werden, beispielsweise sollte die DJ-Bühne des Uni-Sommerfests nicht in unmittelbarer Nähe zur Kaiserstraße aufgebaut werden.“ Verkehr „Ich wohne in der Fritz-Erler-Straße (...). Das kurze Stück von der Kriegsstraße bis zur Waldhornstraße unterliegt keiner Geschwindigkeitsbegrenzung und wird häufig als Rennstrecke mit laut aufheulendem Motorenlärm genutzt. Links und rechts befindet sich auf der größten Strecke Wohnbebauung. Abhilfe könnte Tempo 30 schaffen!“ „Kreuzung Waldhornstraße/Zähringerstraße: Geschwindigkeitsbegrenzungen werden von vielen Autos vollkommen ignoriert, daher physische Maßnahmen wie Bremsschwellen insbesondere im Kreuzungsbereich.“ „Klare Ausweisung von Radwegen. Ist zum Beispiel der dunkle Streifen auf dem Gehweg der östlichen Fritz-Erler-Straße Radweg oder nicht? Aber auch wenn er Gehweg sein sollte, wird er von Radfahrern aggressiv in beide Richtungen (Nord/Süd) genutzt.“ Obdachlosigkeit „Mehr Sozialarbeiterinnen und -arbeiter/mehr Angebote für Obdachlose.“ „Stark wachsende Obdachlosenzahlen, teilweise bis zu fünf Menschen, die oft stark alkoholisiert über längere Zeiträume (teilweise Wochen) unter Vordächern in der Innenstadt wohnen. Gibt es Unterstützung für die Menschen? Solange alles friedlich bleibt, habe ich kein Problem damit, aber ich bemerke, dass die Stimmung aggressiver wird, je mehr an einem Platz liegen. Wie wird das Sicherheitsgefühl der Anwohner unterstützt?“ 90 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Innenstadt-West Auffällige Abweichungen gegenüber dem gesamtstädtischen Durchschnitt Geringere Zufriedenheit Mikroklima Lautstärke Höhere Zufriedenheit - - - - - P Innenstadt- West Aktive Mobilität ÖPNV Parken Grün Luftqualität Mikroklima Lautstärke Aufenthalts- qualität Sauberkeit Gebäude Sicherheit – Tag – Sicherheit – Nacht – Einkaufen Ärztinnen/ Ärzte Kinder- betreuung Freizeit Begegnung Image Partizipation Basis 292 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 – Lebensqualität und Zukunftsfragen. Abbildung 7.6 Zufriedenheit mit Wohnumfeld-Eigenschaften in der Innenstadt-West Amt für Stadtentwicklung | 91 Innenstadt-West Die Bewohnerinnen und Bewohner der Innenstadt-West adressieren in ihren Antworten auf die Frage nach gewünschten Verbesserungen im Wohnumfeld vor allem die Themen Verkehrslärm, (Lärm-)Belästigung durch Personen sowie Durchsetzung von Anwohnerparken. Verkehrslärm „Auto-Poser (...) rasen durch die Innenstadt. Unnötiges Motoren-Aufheulen-Lassen. Gerade nachts ist das in der Stadt sehr laut und gerade im Sommer will man nachts das Fenster offenlassen.“ „Autoverkehr zu stark, auch Poser-Szene, Autokorsos (...).“ „Ich wohne direkt am Europaplatz, daher ist es tagsüber allerdings auch nachts sehr laut, aufgrund von Menschen, Autos und den Öffis. Vorbeifahrende Raser stören abends ebenfalls.“ „Vollgasfahrten (Proleten) und erhebliche Geschwindigkeitsübertretungen auf der Kriegsstraße und Lammstraße führen zu Lärmbelästigungen und Gefährdungen von Radfahrern und Fußgängern.“ (Lärm-)Belästigung durch Personen „Abstellen der Lärmbelästigung durch grölende Passanten (passiert mittlerweile fast jede Nacht).“ „Am Wochenende stört die Lärmbelästigung der Feiernden auf der Straße – das geht oft bis morgens um 3 Uhr. Dazu liegen am folgenden Tag leere Bierflaschen und Ähnliches auf den Gehwegen oder im Hauseingang. Es wird oft auch gegen die Eingangstüren uriniert.“ „Belange der Nachbarschaft bezüglich der Lärmbelästigung durch Außengastronomie nach 22 Uhr an Wochentagen beziehungsweise von Arbeitstagen sollten durch entsprechende Vorgaben/Auflagen seitens der Stadt besser geschützt werden.“ „Geruchsbelästigungen durch die zahlreichen Burger- und Imbissläden rund um den Passagehof sowie nächtliche Lärmbelästigungen durch randalierende und alkoholisierte Gäste der umliegenden Clubs und Lokale bis in die frühen Morgenstunden stellen erhebliche Beeinträchtigungen dar.“ „In der Kaiserstraße fühlt man sich belästigt von recht vielen Menschen, die herumlungern und um Geld betteln.“ Durchsetzung von Anwohnerparken „Anwohnerparken wird permanent von Innenstadtbesuchern missachtet.“ „Wir zahlen für einen Anwohnerparkausweis und trotzdem stehen besonders am Wochenende viele auf den gekennzeichneten Flächen ohne Ausweis und ohne Parkticket. Hier sieht man dann aber samstags oder sonntags niemanden vom Ordnungsdienst. Es wirkt als ob dieses besonders bei Veranstaltungen ‚geduldet‘ wird, um Touristen oder Leute von außerhalb nicht zu verärgern.“ 92 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Südstadt Auffällige Abweichungen gegenüber dem gesamtstädtischen Durchschnitt Geringere Zufriedenheit Image Höhere Zufriedenheit - - - - - P Südstadt Aktive Mobilität ÖPNV Parken Grün Luftqualität Mikroklima Lautstärke Aufenthalts- qualität Sauberkeit Gebäude Sicherheit – Tag – Sicherheit – Nacht – Einkaufen Ärztinnen/ Ärzte Kinder- betreuung Freizeit Begegnung Image Partizipation Basis 504 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 – Lebensqualität und Zukunftsfragen. Abbildung 7.7 Zufriedenheit mit Wohnumfeld-Eigenschaften in der Südstadt Amt für Stadtentwicklung | 93 Südstadt Die Bewohnerinnen und Bewohner der Südstadt beziehen sich in ihren Antworten auf die Frage nach gewünschten Verbesserungen im Wohnumfeld vor allem auf die Situation am Werderplatz, die ÖPNV- Anbindung im Bereich Südstadt-Ost (City Park) sowie die Gestaltung des City Parks. Situation am Werderplatz „Starker Alkoholkonsum und erhöhte Kriminalität am Werderplatz.“ „Am Werderplatz geht es wild zu. Viele Menschen liegen zugedröhnt auf der Straße, hindern einen daran, den Bürgersteig zu benutzen oder pöbeln betrunken herum. Das ist ein Problem.“ „Drogenkonsum am Werderplatz und Ausweitung auf die umliegenden Gehwege.“ „Endlich das Geschehen am Werderplatz in der Südstadt mit den ganzen Obdachlosen und alkoholisierten Personen in den Griff bekommen.“ ÖPNV-Anbindung im Bereich Südstadt-Ost (City Park) „Bessere Straßenbahnanbindung der Südstadt-Ost, der verkommene Zustand der Stuttgarter Straße nebst kombiniertem ‚Fuß- und Radweg‘ nervt.“ „Südstadt-Ost ohne direkte/gute ÖPNV-Anbindung an den Hauptbahnhof.“ Gestaltung des City Parks „Mehr Schattenflächen im City Park.“ „Nächtliche Lärmbelästigung durch Parkbesucher (See City Park), Vermüllung und Vandalismus im Park durch junge Erwachsene und Dealer.“ „Diese provisorische Schule/Kindergarten in Containern im City Park passt nicht rein. Schlimm, dass man nur noch Container für Kinder aufstellt (...).“ „Der City Park selbst ist auch nach den im Frühjahr 2024 gepflanzten Bäumen (...) schlecht designt, denn er ist tagsüber eine totale Hitzeinsel. Hier sollten viel mehr viel schneller wachsende Bäume gepflanzt werden, und es sollte viel mehr Wasser integriert werden.“ 94 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Südweststadt Auffällige Abweichungen gegenüber dem gesamtstädtischen Durchschnitt Geringere Zufriedenheit - - - - - Höhere Zufriedenheit - - - - - P Aktive Mobilität ÖPNV Parken Grün Luftqualität Mikroklima Lautstärke Aufenthalts- qualität Sauberkeit Gebäude Sicherheit – Tag – Sicherheit – Nacht – Einkaufen Ärztinnen/ Ärzte Kinder- betreuung Freizeit Begegnung Image Partizipation Südwest- stadt Abbildung 7.8 Zufriedenheit mit Wohnumfeld-Eigenschaften in der Südweststadt Basis 588 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 – Lebensqualität und Zukunftsfragen. Amt für Stadtentwicklung | 95 Südweststadt Die Bevölkerung der Südweststadt adressiert in ihren Antworten auf die Frage nach gewünschten Verbesserungen im Wohnumfeld vor allem die Situation am Kolpingplatz, Verkehrslärm, das Thema Anwohnerparkplätze/Parken sowie Obdachlosigkeit. Situation am Kolpingplatz „Das abendliche Publikum des Kolpingplatzes hat sich seit der Neueröffnung des Kiosks sehr zum Negativen verschlechtert. Leere Flaschen werden einfach stehen- beziehungsweise liegengelassen, Kippen weggeworfen, Essensreste mit einer gewissen Regelmäßigkeit auf der Grünfläche des Platzes zurückgelassen, (...).“ „Dass wir seit zwei Jahren einen angeblichen Kiosk in unmittelbarer Nähe haben, der sich Späti nennt. Jedoch in den Abendstunden nur zwielichtige Gestalten und (...) anzieht, die dann (...) bis in die Morgenstunden feiern.“ „Kolpingplatz: Entwicklung zu einem Hotspot für Lachgasparties. Einhergehend mit Vermüllung im angrenzenden Gebiet durch Essensreste (...).“ Verkehrslärm „Die Brauerstraße ist sehr laut. Durch die Häuserreihen auf beiden Seiten hallt der Lärm der vier Straßenspuren und zwei Straßenbahnspuren laut. (...). Persönlich wäre ich hier für 30km/h, zumal bei Rush-Hour sowieso alles steht und die Autos nicht schneller fahren können.“ „In der Nähe der Brauerstraße ist die Lärmbelastung, insbesondere in der Nacht, sehr hoch. Die Schlafzimmerfenster können nachts nicht geöffnet (...) werden. Hier sollte eine Tempo 30-Begrenzung von 22 bis 6 Uhr mit Geschwindigkeitsüberwachung eingeführt werden!“ „Die Lärmbelastung durch das Quietschen der Straßenbahnen.“ „Starke Lärmbelastung und Vibrationsbelastung durch sehr laute und quietschende Straßenbahnen.“ Anwohnerparkplätze/Parken „Anwohnerparken; da Parkplätze ständig von Klinikpersonal oder Klinikbesuchern belegt werden und uns die Parkplätze blockieren.“ „Die Parknot durch Besucher der Klinik und auch die Schulen tragen dazu bei, dass permanent im Kreis fahrende Autos die Luft verschlechtern.“ „Endlich mal das Anwohnerparken kontrollieren. Mittlerweile betragen die Kosten des Anwohnerparkausweises 180,00 € /Jahr. Kontrolliert wird allerdings seltenst beziehungsweise gar nicht. Ständig parken nicht zahlende Autofahrer auch nach 18 Uhr und die ganze Nacht.“ „Bessere Parkplatzausschilderung für Zoobesucher, da zu viel im Anwohnerbereich geparkt wird. Ortsunkundige tun sich da sehr schwer.“ Obdachlosigkeit „Obdachlosigkeit entlang der Karlstraße.“ „Sich um die Obdachlosen neben der Gartenschule kümmern.“ 96 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Weststadt P Auffällige Abweichungen gegenüber dem gesamtstädtischen Durchschnitt Geringere Zufriedenheit Parken Höhere Zufriedenheit - - - - - P Aktive Mobilität ÖPNV Parken Grün Luftqualität Mikroklima Lautstärke Aufenthalts- qualität Sauberkeit Gebäude Sicherheit – Tag – Sicherheit – Nacht – Einkaufen Ärztinnen/ Ärzte Kinder- betreuung Freizeit Begegnung Image Partizipation Weststadt Abbildung 7.9 Zufriedenheit mit Wohnumfeld-Eigenschaften in der Weststadt Basis 550 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 – Lebensqualität und Zukunftsfragen. Amt für Stadtentwicklung | 97 Weststadt Die Weststädterinnen und Weststädter beziehen sich in ihren Antworten auf die Frage nach gewünschten Verbesserungen im Wohnumfeld insbesondere auf die Situation in der Nottingham-Anlage, Das Fest, das im Sommer 2024 durchgeführte Reallabor in der Sophienstraße sowie Lademöglichkeiten für E-Autos. Situation in der Nottingham-Anlage „Wir wohnen bei der Nottingham-Anlage. Jeden Morgen und jeden Abend lassen die Hundebesitzer ihre Hunde auf ALLE Grünflächen kacken und pinkeln. Nachmittags spielen auf den gleichen Flächen Kinder und Menschen legen sich auf die Wiese und machen dort ihr Picknick. Es gibt zwar kleine Mini-Hinweisschilder, aber die interessieren niemanden.“ „Bei uns in der Nottingham-Anlage werden nur noch Drogen konsumiert; unmittelbar an einem Kindergarten und einer Musikschule.“ Das Fest „Das Fest-Irrsinn, das Gelände ist nicht für diese Menschenmassen geeignet, Parkplatzsuchende sind eine sehr starke Belastung (...).“ „Das Fest sollte nach außerhalb von Karlsruhe verlagert werden.“ Reallabor in der Sophienstraße „Teilsperrung der Sophienstraße am Gutenbergplatz rückgängig machen.“ „Gutenbergplatz autofrei machen.“ Lademöglichkeiten für E-Autos „Lademöglichkeiten für E-Mobilität.“ „Mehr öffentliche Ladesäulen für E-Autos in der Weststadt. Die momentan verfügbaren zwei Ladesäulen in der Yorckstraße sind ein schlechter Witz.“ 98 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Nordweststadt P Auffällige Abweichungen gegenüber dem gesamtstädtischen Durchschnitt Geringere Zufriedenheit - - - - - Höhere Zufriedenheit Parken P Aktive Mobilität ÖPNV Parken Grün Luftqualität Mikroklima Lautstärke Aufenthalts- qualität Sauberkeit Gebäude Sicherheit – Tag – Sicherheit – Nacht – Einkaufen Ärztinnen/ Ärzte Kinder- betreuung Freizeit Begegnung Image Partizipation Nordwest- stadt Abbildung 7.10 Zufriedenheit mit Wohnumfeld-Eigenschaften in der Nordweststadt Basis 233 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 – Lebensqualität und Zukunftsfragen. Amt für Stadtentwicklung | 99 Nordweststadt Die Bevölkerung der Nordweststadt bezieht sich in ihren Antworten auf die Frage nach gewünschten Verbesserungen im Wohnumfeld vor allem auf den Verkehr in der Landauer Straße, den Zustand der Straßen im Gebiet sowie das Thema Nahversorgung/Gastronomie. Verkehr in der Landauer Straße „Durchgangsverkehr in der Landauer Straße als Schleichweg in die westliche Innenstadt von der B36 aus.“ „Fahrrad/Auto Situation Landauer Straße.“ „Verkehr in der Landauer Straße nimmt immer mehr zu.“ „Vorfahrtsregelung Landauer Straße und Seitenstraßen!“ Zustand der Straßen im Gebiet „Die Straßen sind fast alle marode.“ „Einige Straßen in der Nordweststadt sind stark sanierungsbedürftig, diese dürften bekannt sein (...).“ „Straßenbelag in ausgewählten Zufahrtsstraßen inzwischen ein reiner Flickenteppich, in 30er Zone gerade noch ok.“ Nahversorgung/Gastronomie „Mehr Gastronomie in der Nordweststadt.“ „Nordweststadt: Es gibt keinen Metzger mehr oder einen ‚kleinen‘ Edeka mit Frischetheke.“ 100 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Oststadt Auffällige Abweichungen gegenüber dem gesamtstädtischen Durchschnitt Geringere Zufriedenheit - - - - - Höhere Zufriedenheit - - - - - P Aktive Mobilität ÖPNV Parken Grün Luftqualität Mikroklima Lautstärke Aufenthalts- qualität Sauberkeit Gebäude Sicherheit – Tag – Sicherheit – Nacht – Einkaufen Ärztinnen/ Ärzte Kinder- betreuung Freizeit Begegnung Image Partizipation Oststadt Abbildung 7.11 Zufriedenheit mit Wohnumfeld-Eigenschaften in der Oststadt Basis 460 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 – Lebensqualität und Zukunftsfragen. Amt für Stadtentwicklung | 101 Oststadt Die Bewohnerinnen und Bewohner der Oststadt beziehen sich in ihren Antworten auf die Frage nach gewünschten Verbesserungen im Wohnumfeld vor allem auf den Zustand der Gebäude sowie die Situation am Gottesauer Platz. Zustand der Gebäude „Als ich meine Wohnung gemietet habe, war diese in einem katastrophalen Zustand: alles war dreckig (...).“ „Heruntergekommene Häuser bei der Eisenbahnsiedlung in der Oststadt. Hier könnten so schöner Wohnraum und Begegnungsstätten untergebracht sein.“ „Der Wohnungszustand im Allgemeinen.“ „Die Häuser müssten teils saniert werden.“ „Sehr alte Wohnung, sehr teure Miete.“ Situation am Gottesauer Platz „Besserer Umgang mit Obdachlosen und Alkoholikern in der Nähe vom Gottesauer Platz (...). Kann da den Menschen gezielter geholfen werden?“ „Ich wohne sehr nahe am Gottesauer Platz. Obwohl ich finde, dass der Platz viel Potential hat, ein schöner Aufenthaltsort in der Oststadt zu sein, meide ich den Platz, da dort häufig verwahrloste Männer rumsitzen, die auch tagsüber schon stark alkoholisiert sind. Ich würde mir wünschen, dass der Platz stärker kontrolliert wird und zum anderen auch mehr Funktionen (größerer Markt, kleinere Veranstaltungen, und so weiter) bekommt.“ 102 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Mühlburg P Auffällige Abweichungen gegenüber dem gesamtstädtischen Durchschnitt Geringere Zufriedenheit Parken Image Höhere Zufriedenheit - - - - - P Aktive Mobilität ÖPNV Parken Grün Luftqualität Mikroklima Lautstärke Aufenthalts- qualität Sauberkeit Gebäude Sicherheit – Tag – Sicherheit – Nacht – Einkaufen Ärztinnen/ Ärzte Kinder- betreuung Freizeit Begegnung Image Partizipation Mühlburg Abbildung 7.12 Zufriedenheit mit Wohnumfeld-Eigenschaften in Mühlburg Basis 372 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 – Lebensqualität und Zukunftsfragen. Amt für Stadtentwicklung | 103 Mühlburg Bürgerinnen und Bürger, die in Mühlburg wohnen, adressieren in ihren Antworten auf die Frage nach gewünschten Verbesserungen im Wohnumfeld vor allem problematische Personengruppen sowie die Sauberkeit im öffentlichen Raum. Problematische Personengruppen „Aufenthalt von Trinkern am Entenfang umdisponieren.“ „Die Haltestelle Entenfang ist tagsüber ziemlich ‚normal‘, jedoch in der Nacht verwandelt sie sich in einen Treffpunkt für Betrunkene, Obdachlose und es fahren nachts oft mit erhöhter Geschwindigkeit Leute vorbei.“ „Dass Menschen an Wochenenden oft die Spielplätze in der Nacht nutzen, um laut zu reden oder auch laute Musik hören; gerade in den warmen Jahreszeiten ist das oft sehr unangenehm.“ „(...) da man sich hier oft nicht sicher fühlt, da gerade abends größere Gruppen durch die Straßen ziehen, die einen ansprechen beziehungsweise das Kind ansprechen.“ „Ein Späti-Kiosk ist eine ständige Quelle von Lärm, Schmutz und betrunkenen Menschen; besonders in den ruhigen Stunden. Solche Orte verringern konsequent die Lebensqualität in ihren Nachbarschaften. Besonders wenn sie sich im Erdgeschoss von Wohngebäuden befinden.“ „Zuviel unzivilisierte Mitbürger. Es wird mitten in der Nacht herumgebrüllt und man fühlt sich leider immer weniger sicher, nachts/spät abends alleine unterwegs zu sein.“ Sauberkeit im öffentlichen Raum „Es liegt viel Müll auf den Gehwegen. Manche Leute entsorgen Fernseher, Waschmaschinen und so weiter, indem sie sie einfach auf den Gehweg stellen.“ „Mich stört der Müll in den Anlagen und die unzähligen Zigarettenkippen.“ „Sauberkeit des Fliederplatzes.“ 104 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Daxlanden Auffällige Abweichungen gegenüber dem gesamtstädtischen Durchschnitt Geringere Zufriedenheit - - - - - Höhere Zufriedenheit - - - - - P Aktive Mobilität ÖPNV Parken Grün Luftqualität Mikroklima Lautstärke Aufenthalts- qualität Sauberkeit Gebäude Sicherheit – Tag – Sicherheit – Nacht – Einkaufen Ärztinnen/ Ärzte Kinder- betreuung Freizeit Begegnung Image Partizipation Daxlanden Abbildung 7.13 Zufriedenheit mit Wohnumfeld-Eigenschaften in Daxlanden Basis 211 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 – Lebensqualität und Zukunftsfragen. Amt für Stadtentwicklung | 105 Daxlanden Die Einwohnerinnen und Einwohner von Daxlanden erwähnen in ihren Antworten auf die Frage nach gewünschten Verbesserungen im Wohnumfeld vor allem die Themen ÖPNV, Neubebauung und Sportanlagen. ÖPNV „An den Straßenbahn-Haltestellen in Daxlanden eine digitale Anzeige. Man bekommt leider online nicht oder zu spät mit, sobald eine Bahn ausfällt.“ „Nach Daxlanden fallen öfters die Straßenbahnen einfach aus, es gibt wenig digitale Anzeigetafeln.“ Neubebauung „Durch die Neubebauung des August-Klingler-Areals ist die Geräuschemission signifikant gestiegen. Die Neubebauung verstärkt den Lärmpegel auf Grund des Echoprinzips.“ „Es werden derzeit sehr viele neue Wohnungen (Miete, Eigentum) in meiner Nähe gebaut und weitere sind in Planung. Die wenigen Einkaufsmöglichkeiten, Arztpraxen werden nicht ausreichen.“ Sportanlagen „Mehr Vielfalt bei Sportanlagen. Es gibt sehr wenige bis gar keine guten Basketballplätze oder Outdoor-Fitness- Möglichkeiten.“ „Unser Fußballplatz in der Rheinstrandallee 5a ist nicht geeignet, um Kinder dort spielen zu lassen. Zum Beispiel liegen überall Glasscherben auf dem Boden.“ 106 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Knielingen Auffällige Abweichungen gegenüber dem gesamtstädtischen Durchschnitt Geringere Zufriedenheit - - - - - Höhere Zufriedenheit - - - - - P Aktive Mobilität ÖPNV Parken Grün Luftqualität Mikroklima Lautstärke Aufenthalts- qualität Sauberkeit Gebäude Sicherheit – Tag – Sicherheit – Nacht – Einkaufen Ärztinnen/ Ärzte Kinder- betreuung Freizeit Begegnung Image Partizipation Knielingen Abbildung 7.14 Zufriedenheit mit Wohnumfeld-Eigenschaften in Knielingen Basis 209 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 – Lebensqualität und Zukunftsfragen. Amt für Stadtentwicklung | 107 Knielingen Bürgerinnen und Bürger aus Knielingen adressieren in ihren Antworten auf die Frage nach gewünschten Verbesserungen im Wohnumfeld insbesondere die Themen Durchgangsverkehr/Verkehrsaufkommen, Infrastruktur für Kinder sowie Geruchs-Beeinträchtigungen durch die Kläranlage. Durchgangsverkehr/Verkehrsaufkommen „Das immer wieder extrem hohe Verkehrsaufkommen.“ „Durchgangsverkehr durch Knielingen in die Pfalz.“ „Knielingen ist ein Stadtteil, der durch den Durchgangsverkehr geprägt und stark belastet ist. Dies zeigt sich insbesondere im Neubaugebiet 2.0. Hier sind die Egon-Eiermann-Allee, Sudetenstraße und die Eggensteiner Straße sehr stark betroffen. Sobald sich auf der B10 beziehungsweise auf der Rheinbrücke ein Unfall ereignet oder eine kleine Baustelle ist, sind diese Straßen zu und die Seitenstraßen ebenfalls.“ Infrastruktur für Kinder „Ich bin ehrenamtlich im Verein tätig und durch das Neubaugebiet Knielingen 2.0 sind viele junge Familien (was auch wirklich gut ist) dazu gezogen. Aufgrund fehlender Hallenkapazitäten können keine Kinder und Jugendlichen mehr aufgenommen werden.“ „Auch besteht großer Mangel an Kita- und Hortplätzen! Die Kinderbetreuungsmöglichkeiten, die es gibt, schließen zu früh und machen das Arbeiten in Vollzeit für beide Partner unmöglich.“ „Kaum Betreuungsmöglichkeiten und wenn, dann sehr begrenzte Betreuung für Kinder.“ „Außerdem fehlt seit Jahren der Bau eines Bolzplatzes. Am schlimmsten sind die mangelnden Kinderbetreuungsmöglichkeiten.“ Geruchs-Beeinträchtigungen durch die Kläranlage „Geruchsentwicklung in Knielingen von dem Kompostplatz Knielingen bei der Kläranlage.“ „Ich lebe in Knielingen schon zufrieden, aber was mich stört ist der Klärwerkgestank; sehr oft und kaum auszuhalten!“ „Wir wohnen in Knielingen. Der Duft der Kompostanlage (wie volle Durchfallwindeln von Babys) ist vor allem im Sommer unerträglich.“ 108 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Grünwinkel Auffällige Abweichungen gegenüber dem gesamtstädtischen Durchschnitt Geringere Zufriedenheit ÖPNV Höhere Zufriedenheit - - - - - P Aktive Mobilität ÖPNV Parken Grün Luftqualität Mikroklima Lautstärke Aufenthalts- qualität Sauberkeit Gebäude Sicherheit – Tag – Sicherheit – Nacht – Einkaufen Ärztinnen/ Ärzte Kinder- betreuung Freizeit Begegnung Image Partizipation Grünwinkel Abbildung 7.15 Zufriedenheit mit Wohnumfeld-Eigenschaften in Grünwinkel Basis 247 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 – Lebensqualität und Zukunftsfragen. Amt für Stadtentwicklung | 109 Grünwinkel Menschen, die in Grünwinkel wohnen, beziehen sich in ihren Antworten auf die Frage nach gewünschten Verbesserungen im Wohnumfeld vor allem auf das Thema Gewerbegebiete. Gewerbegebiete „Die Ansiedelung des großen Fleischwerkes am Rande der Stadt und das dadurch erhöhte Verkehrsaufkommen durch Lkw.“ „Die Sauberkeit in Industriegebieten. Da es heutzutage auch Wohngebiete in Industriegebieten gibt, wäre es schön, wenn die Wohngebiete nicht darunter leiden müssten.“ „Einschränkung des Lkw-Verkehrs in unserer Straße, weniger Gewerbegebiet in der Umgebung, Luftverschmutzung durch Michelin.“ „Gewerbegebiet im Tabak/Bahnhof West Areal ist sehr trist.“ „Schwerlastverkehr ‚Schleichweg‘/Abkürzung durch Wohngebiet.“ 110 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Oberreut Auffällige Abweichungen gegenüber dem gesamtstädtischen Durchschnitt Geringere Zufriedenheit Sauberkeit Sicherheit [Tag] Sicherheit [Nacht] Ärztinnen/Ärzte Begegnung Image Höhere Zufriedenheit - - - - - P Aktive Mobilität ÖPNV Parken Grün Luftqualität Mikroklima Lautstärke Aufenthalts- qualität Sauberkeit Gebäude Sicherheit – Tag – Sicherheit – Nacht – Einkaufen Ärztinnen/ Ärzte Kinder- betreuung Freizeit Begegnung Image Partizipation Oberreut Abbildung 7.16 Zufriedenheit mit Wohnumfeld-Eigenschaften in Oberreut Basis 156 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 – Lebensqualität und Zukunftsfragen. Amt für Stadtentwicklung | 111 Oberreut Die Bevölkerung in Oberreut adressiert in ihren Antworten auf die Frage nach gewünschten Verbesserungen im Wohnumfeld vor allem die Themen Sauberkeit und soziales Miteinander/Begegnung. Sauberkeit „Die Sauberkeit im öffentlichen Raum verbessern.“ „Es liegt überall Müll herum, hauptsächlich an den Spielplätzen.“ „Neben mir befindet sich ein Park. Er ist komplett schmutzig.“ Soziales Miteinander/Begegung „Stärkere Durchmischung sozialer Schichten.“ „Hoher Migrationsanteil – Parallelgesellschaft.“ „Ausländer nehmen das Angebot in Oberreut – wie Bürgerverein, Weiße Rose – nur wenig an. Was nicht existiert, ist eine Begegnungsstätte wie eine gute Gaststätte, die alle Menschen anspricht und die auf unkomplizierte Weise Menschen sich begegnen lässt. (...). Man kann nicht immer noch mehr Menschen in diesen Stadtteil ziehen lassen, der schon von jeher einen schlechten Ruf hat, und so wenig für die Begegnungen tun.“ 112 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Beitertheim-Bulach Auffällige Abweichungen gegenüber dem gesamtstädtischen Durchschnitt Geringere Zufriedenheit - - - - - Höhere Zufriedenheit - - - - - P Aktive Mobilität ÖPNV Parken Grün Luftqualität Mikroklima Lautstärke Aufenthalts- qualität Sauberkeit Gebäude Sicherheit – Tag – Sicherheit – Nacht – Einkaufen Ärztinnen/ Ärzte Kinder- betreuung Freizeit Begegnung Image Partizipation Beiertheim- Bulach Abbildung 7.17 Zufriedenheit mit Wohnumfeld-Eigenschaften in Beiertheim-Bulach Basis 217 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 – Lebensqualität und Zukunftsfragen. Amt für Stadtentwicklung | 113 Beiertheim-Bulach Die Bewohnerinnen und Bewohner von Beiertheim-Bulach adressieren in ihren Antworten auf die Frage nach gewünschten Verbesserungen im Wohnumfeld vor allem die Themen Verkehrslärm sowie Versorgung/Infrastruktur. Verkehrslärm „Endlich Tempo 50 auf der Südtangente; zumindest an den Einfahrten am Bulacher Kreuz, um den (...) Hupkonzerten der Lkw entgegenzuwirken.“ „Lärm von der Südtangente (Beiertheim).“ „Lärmschutz – bei uns vor dem Haus läuft die Güterzug-Strecke zum Hauptbahnhof. Grundsätzlich besteht eigentlich ein Fahrverbot von 1 bis 4 Uhr nachts sowie an Sonn- und Feiertagen. Hieran wird sich jedoch nicht gehalten. Gerade im Sommer bei offenem Fenster enorme Lärmbelästigung.“ Versorgung/Infrastruktur „Bulach ist in Sachen Infrastruktur eine Katastrophe. Der Stadtteil ist vergleichbar mit Keltern-Dietenhausen. Hier hat es so gut wie nichts. Keine Restaurants, keine Cafés, keine Einkaufsmöglichkeiten, keine Begegnungsräume, kein Metzger, (...).“ „Die Lebensqualität geht ohne Gaststätten, Cafés, Treffpunkte und so weiter in Bulach gegen null.“ „Es fehlen Restaurants und Läden.“ „Es gibt keine Einkaufsmöglichkeiten außerhalb der klassischen Discounter. Etwas mehr Leben im Ortskern, zum Beispiel ein Café.“ 114 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Weiherfeld-Dammerstock Auffällige Abweichungen gegenüber dem gesamtstädtischen Durchschnitt Geringere Zufriedenheit Einkaufen Höhere Zufriedenheit Freizeit P Aktive Mobilität ÖPNV Parken Grün Luftqualität Mikroklima Lautstärke Aufenthalts- qualität Sauberkeit Gebäude Sicherheit – Tag – Sicherheit – Nacht – Einkaufen Ärztinnen/ Ärzte Kinder- betreuung Freizeit Begegnung Image Partizipation Weiherfeld- Dammerstock Abbildung 7.18 Zufriedenheit mit Wohnumfeld-Eigenschaften in Weiherfeld-Dammerstock Basis 143 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 – Lebensqualität und Zukunftsfragen. Amt für Stadtentwicklung | 115 Weiherfeld-Dammerstock Die Bewohnerinnen und Bewohner von Weiherfeld-Dammerstock adressieren in ihren Antworten auf die Frage nach gewünschten Verbesserungen im Wohnumfeld vor allem das Thema Nahversorgung. Nahversorgung „Einen Supermarkt, notfalls einen kleinen, der in wenigen Minuten zu erreichen ist.“ „Einkaufsmöglichkeiten, die fußläufig erreichbar wären.“ „Zu wenig Infrastruktur für Lebensmitteleinkäufe, die fußläufig erreichbar sind.“ 116 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Geringere Zufriedenheit - - - - - Höhere Zufriedenheit Grün Image Rüppurr Auffällige Abweichungen gegenüber dem gesamtstädtischen Durchschnitt P Aktive Mobilität ÖPNV Parken Grün Luftqualität Mikroklima Lautstärke Aufenthalts- qualität Sauberkeit Gebäude Sicherheit – Tag – Sicherheit – Nacht – Einkaufen Ärztinnen/ Ärzte Kinder- betreuung Freizeit Begegnung Image Partizipation Rüppurr Abbildung 7.19 Zufriedenheit mit Wohnumfeld-Eigenschaften in Rüppurr Basis 291 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 – Lebensqualität und Zukunftsfragen. Amt für Stadtentwicklung | 117 Rüppurr Rüppurrerinnen und Rüppurrer beziehen sich in ihren Antworten auf die Frage nach gewünschten Verbesserungen im Wohnumfeld insbesondere auf die Themen Verkehrslärm sowie Nahversorgung. Verkehrslärm „Die A5 muss leiser werden.“ „Die A5 bei Karlsruhe ist die einzige Stelle zwischen Frankfurt und Baden-Baden, in der Nähe von Wohngebieten, an der nicht Tempo 100 gilt. Dazu beschallt uns der Auto- und Motorsportclub AMC Albgau Ettlingen e. V. nahezu jeden Samstag.“ „Lärmschutz unzureichend zum Autobahnkreuz A5/A8. Und zur Verbindungsstraße zwischen Karlsruhe und Ettlingen.“ Nahversorgung „Angebot eines attraktiven Nahversorgers, das heißt modernen Supermarktes.“ „Fehlender Drogeriemarkt im Stadtteil.“ „Rüppurr: Es fehlt ein akzeptabler Supermarkt und eine Drogerie in der Nähe (Heinrich-Heine-Ring).“ 118 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Geringere Zufriedenheit - - - - - Höhere Zufriedenheit Grün Luftqualität Mikroklima Lautstärke Freizeit Waldstadt Auffällige Abweichungen gegenüber dem gesamtstädtischen Durchschnitt P Aktive Mobilität ÖPNV Parken Grün Luftqualität Mikroklima Lautstärke Aufenthalts- qualität Sauberkeit Gebäude Sicherheit – Tag – Sicherheit – Nacht – Einkaufen Ärztinnen/ Ärzte Kinder- betreuung Freizeit Begegnung Image Partizipation Waldstadt Abbildung 7.20 Zufriedenheit mit Wohnumfeld-Eigenschaften in der Waldstadt Basis 276 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 – Lebensqualität und Zukunftsfragen. Amt für Stadtentwicklung | 119 Waldstadt Die Bewohnerinnen und Bewohner der Waldstadt adressieren in ihren Antworten auf die Frage nach gewünschten Verbesserungen im Wohnumfeld schwerpunktmäßig die Situation im Waldstadtzentrum, einige äußern sich kritisch im Hinblick auf Nachverdichtungsmaßnahmen. Situation im Waldstadtzentrum „Das Angebot im Waldstadtzentrum entwickelt sich zurück, auch bezüglich der Marktstände. Das Angebot an Restaurants ist gering.“ „Der Drogeriemarkt im Waldstadtzentrum hat neulich zugemacht, auch wenn der Edeka einiges an Hygieneartikeln hat macht es sich bemerkbar.“ „Der Platz im Waldstadtzentrum sollte etwas ‚einladender‘ gestaltet werden. Vielleicht könnte so etwas wie die Einrichtung einer Patenschaft hilfreich sein, Bürger gestalten für Bürger.“ „Im Waldstadtzentrum gibt es zu wenig organisierte Rastplätze mit Bänken für ältere Menschen.“ Nachverdichtungsmaßnahmen „Ich wohne in der Waldstadt. Das ist eine ruhige und nicht zu stark bebaute Gegend mit einer guten sozialen Durchmischung. Ich finde es nicht gut, dass jetzt an bestimmten Stellen sehr hohe Häuser gebaut werden dürfen, ohne dass man auf die umliegenden Mitbürger Rücksicht nimmt.“ 120 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Rintheim Auffällige Abweichungen gegenüber dem gesamtstädtischen Durchschnitt Geringere Zufriedenheit Image Höhere Zufriedenheit - - - - - P Aktive Mobilität ÖPNV Parken Grün Luftqualität Mikroklima Lautstärke Aufenthalts- qualität Sauberkeit Gebäude Sicherheit – Tag – Sicherheit – Nacht – Einkaufen Ärztinnen/ Ärzte Kinder- betreuung Freizeit Begegnung Image Partizipation Rintheim Abbildung 7.21 Zufriedenheit mit Wohnumfeld-Eigenschaften in Rintheim Basis 126 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 – Lebensqualität und Zukunftsfragen. Amt für Stadtentwicklung | 121 Rintheim Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils Rintheim adressieren in ihren Ausführungen zu gewünschten Verbesserungen im Wohnumfeld insbesondere die Bebauung des Rintheimer Felds, die Verkehrssituation in der Rintheimer Hauptstraße sowie den sozialen Zusammenhalt/problematische Personengruppen. Bebauung des Rintheimer Felds „Die Verdichtung des Rintheimer Feldes ist eine Zumutung.“ Verkehrssituation in der Rintheimer Hauptstraße „In der Rintheimer Hauptstraße ist trotz Tempo 30 viel Verkehr in beide Richtungen. Es wäre möglich, die Rintheimer Hauptstraße (...) zur Einbahnstraße zu machen.“ „In der Rintheimer Hauptstraße wurde die Einbahnstraßenregelung aufgehoben. Es wäre sehr wichtig, wieder eine Einbahnstraße herzustellen.“ Sozialer Zusammenhalt/problematische Personengruppen „Es sind zu viele Jugendliche, welche vielseitigen Alkohol oder anderes konsumieren, eine Reduktion hiervon wäre angemessen.“ „Gewalttätige Jugendliche im sozialen Brennpunkt nebenan.“ „Wir wohnen in Rintheim, an dem kleinen Platz neben dem CAP-Laden, und während der wärmeren Jahreszeit ist es dort in der Nacht extrem laut durch die Versammlung der Leute, die die Stühle und Tische der örtlichen Bäckerei nutzen, um ihre Zeit mit lauter Musik zu verbringen und laut zu reden. Das kann manchmal eine bis mehrere Stunden dauern. Das beschränkt sich nicht nur auf das Wochenende. Es beginnt grob um 10 bis 11 Uhr nachts und endet spät in der Nacht. Selbst wenn die Polizei eingreift, zerstreuen sie sich, kommen aber wieder zurück (...).“ 122 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Hagsfeld Auffällige Abweichungen gegenüber dem gesamtstädtischen Durchschnitt Geringere Zufriedenheit Einkaufen Höhere Zufriedenheit - - - - - P Aktive Mobilität ÖPNV Parken Grün Luftqualität Mikroklima Lautstärke Aufenthalts- qualität Sauberkeit Gebäude Sicherheit – Tag – Sicherheit – Nacht – Einkaufen Ärztinnen/ Ärzte Kinder- betreuung Freizeit Begegnung Image Partizipation Hagsfeld Abbildung 7.22 Zufriedenheit mit Wohnumfeld-Eigenschaften in Hagsfeld Basis 209 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 – Lebensqualität und Zukunftsfragen. Amt für Stadtentwicklung | 123 Hagsfeld Hagsfelderinnen und Hagsfelder adressieren in ihren Antworten auf die Frage nach gewünschten Verbesserungen im Wohnumfeld schwerpunktmäßig das Thema Verkehr, insbesondere im Hinblick auf das Verkehrsaufkommen sowie das Thema Parken. Verkehrsaufkommen „Bau der Südumfahrung von Hagsfeld, damit der ‚Autobahn‘-Verkehr nicht mehr durch Hagsfeld muss.“ „Der immense Verkehr in Hagsfeld im Bereich Brücke/Schwetzinger Straße, der Bau der Umgehungsstraße verzögert sich/wird verzögert, es gibt zwar ein Lkw-Durchfahrverbot, das so gut wie nicht eingehalten wird, (...).“ „Durchgangs- und Umfahrungsverkehr begrenzen, mehr Geschwindigkeitskontrollen in der 30er Zone.“ „Enorm viel Durchgangsverkehr in Hagsfeld, (...).“ Parken „Parkplätze in Wohngebieten für Pkw kennzeichnen, um zu verhindern, dass überlange Firmen-Transporter oder Wohnmobile abgestellt werden, deren Heck beim Parken einen Meter auf den Gehweg ragt.“ „Parkverbot für Lkw und Transporter in Wohngebieten.“ „Über das Wochenende (und manchmal auch über Wochen hinweg) werden immer wieder Transporter oder Kleinlaster im Wohngebiet abgestellt.“ 124 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Durlach Auffällige Abweichungen gegenüber dem gesamtstädtischen Durchschnitt Geringere Zufriedenheit - - - - - Höhere Zufriedenheit - - - - - P Aktive Mobilität ÖPNV Parken Grün Luftqualität Mikroklima Lautstärke Aufenthalts- qualität Sauberkeit Gebäude Sicherheit – Tag – Sicherheit – Nacht – Einkaufen Ärztinnen/ Ärzte Kinder- betreuung Freizeit Begegnung Image Partizipation Durlach Abbildung 7.23 Zufriedenheit mit Wohnumfeld-Eigenschaften in Durlach Basis 744 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 – Lebensqualität und Zukunftsfragen. Amt für Stadtentwicklung | 125 Durlach Durlach ist sowohl im Hinblick auf die Fläche als auch auf die Bevölkerungszahl der größte Stadtteil Karlsruhes. Insbesondere deshalb sind die genannten gewünschten Verbesserungen im Wohnumfeld sehr vielfältig. Bei der Durchsicht der Antworten wird deutlich, dass die genannten Themen alle in Kapitel 5 strukturierten Aspekte beziehungsweise Vorschläge zur Verbesserung der Lebensqualität in Karlsruhe aufgreifen. Überdurchschnittlich häufig erwähnen die Durlacherinnen und Durlacher allerdings das Thema Straßenprostitution sowie den Turmberg. Straßenprostitution „Ottostraße – Prostitution wird immer mehr und kommt immer weiter in den Ort rein. Sperrbezirk?“ „Es sollte das Gebiet der Ottostraße zum Sperrbezirk für Straßen- und Wohnungsprostitution ausgewiesen werden.“ „Straßenprostitution verlegen.“ „Straßenstrich in der Nähe unterbinden.“ „Die Straßenprostitution sollte verboten werden.“ Turmberg „Ausbau der Turmbergbahn.“ „Alle Treppen am Turmberg sind sanierungsbedürftig und ungepflegt.“ „Kein Neubau der Turmbergbahn.“ 126 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Grötzingen Auffällige Abweichungen gegenüber dem gesamtstädtischen Durchschnitt Geringere Zufriedenheit - - - - - Höhere Zufriedenheit - - - - - P Aktive Mobilität ÖPNV Parken Grün Luftqualität Mikroklima Lautstärke Aufenthalts- qualität Sauberkeit Gebäude Sicherheit – Tag – Sicherheit – Nacht – Einkaufen Ärztinnen/ Ärzte Kinder- betreuung Freizeit Begegnung Image Partizipation Grötzingen Abbildung 7.24 Zufriedenheit mit Wohnumfeld-Eigenschaften in Grötzingen Basis 228 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 – Lebensqualität und Zukunftsfragen. Amt für Stadtentwicklung | 127 Grötzingen Einwohnerinnen und Einwohner von Grötzingen adressieren in ihren Antworten auf die Frage nach gewünschten Verbesserungen im Wohnumfeld schwerpunktmäßig die Themen Verkehrslärm, Organisation des Parkens sowie die Sauberkeit öffentlicher Räume/Grünpflege. Verkehrslärm „Dass endlich die Umgehung Berghausen B293 kommt, dann wäre der abendliche Stau (4 Stunden) endlich weg.“ „Der Lärmschutzwall sollte verlängert werden.“ „Lärm der B3/B10 und der A5 – hier besteht faktisch kein Schutz.“ Organisation des Parkens „Dass zu viele Autos nicht in den Garagen geparkt werden, sondern auf der Straße.“ „Die Parksituation ist vor Ort chaotisch. In den Garagen stehen nicht immer Autos. Es sind auch gerne Werkstätten oder Lagerräume und das verschärft die Situation.“ „Parkplatzsituation ist katastrophal, man nimmt Anwohnern mit Carsharing-Parkplätzen auch noch die letzten Möglichkeiten weg.“ „Bewohner mit Parkmöglichkeiten auf dem Grundstück müssten verpflichtet werden, diese auch zu nutzen.“ Sauberkeit öffentlicher Räume/Grünpflege „An der Pfinz oder aber auch an anderen Plätzen hinterlassen Menschen Müll, Zigaretten und so weiter“ „Vermüllung an der Pfinz, Grötzingen.“ „Abfall auf den Straßen. Ungepflegte Grünanlagen.“ 128 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Höhenstadtteile (Stupferich, Wolfartsweier, Palmbach, Hohenwettersbach, Grünwettersbach) Auffällige Abweichungen gegenüber dem gesamtstädtischen Durchschnitt Geringere Zufriedenheit Aktive Mobilität ÖPNV Einkaufen Ärztinnen/Ärzte Höhere Zufriedenheit Luftqualität Mikroklima Sauberkeit P Aktive Mobilität ÖPNV Parken Grün Luftqualität Mikroklima Lautstärke Aufenthalts- qualität Sauberkeit Gebäude Sicherheit – Tag – Sicherheit – Nacht – Einkaufen Ärztinnen/ Ärzte Kinder- betreuung Freizeit Begegnung Image Partizipation Höhen- stadtteile* Abbildung 7.25 Zufriedenheit mit Wohnumfeld-Eigenschaften in den Höhenstadtteilen* Basis 228 Befragte mit Antwort. * Stupferich, Wolfartsweier, Palmbach, Hohenwettersbach, Grünwettersbach. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 – Lebensqualität und Zukunftsfragen. Amt für Stadtentwicklung | 129 Höhenstadtteile (Stupferich, Wolfartsweier, Palmbach, Hohenwettersbach, Grünwettersbach) Einwohnerinnen und Einwohner der Höhenstadtteile adressieren in ihren Antworten auf die Frage nach gewünschten Verbesserungen im Wohnumfeld schwerpunktmäßig die Themen ÖPNV, Nahversorgung sowie Fahrradwege. ÖPNV „Anbindung ÖPNV von Karlsruhe-Palmbach, wieder Einführung des Schulbusses zum Gymnasium nach Durlach.“ „Ausbau des ÖPNV (Straßenbahn) von Durlach/Wolfartsweier Richtung Ettlingen.“ „ÖPNV in die Nachbarkommunen ausbauen.“ Nahversorgung „Die Einkaufsmöglichkeiten in Stupferich sind unterirdisch und sollten verbessert werden.“ „Für die älteren Leute: In Palmbach gibt es außer einem Edeka nichts. Apotheke/Post/Bankautomat und so weiter nicht ohne Auto erreichbar.“ „Einkauf des täglichen Bedarfs mittlerweile sehr stark eingeschränkt.“ „Es wäre schön, einen Lebensmittelladen zu haben, damit wir nicht nach Durlach oder Ettlingen fahren müssen.“ Fahrradwege „Einen abgetrennten Fahrradweg von Grünwettersbach nach Wolfartsweier.“ „Dass der Bau eines Fahrradwegs von Grünwettersbach nach Wolfartsweier so lange auf sich warten lässt, ist eine Zumutung. Die aktuelle Situation ist gefährlich. Es bleibt zu hoffen, dass wenigstens diesmal am Zeitplan festgehalten wird (Beginn Bau 2025).“ „Fehlender Radweg von Grünwettersbach (L623).“ „Ich warte seit sehr vielen Jahren auf den Radweg von Palmbach nach Wolfartsweier.“ 130 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Neureut Auffällige Abweichungen gegenüber dem gesamtstädtischen Durchschnitt Geringere Zufriedenheit - - - - - Höhere Zufriedenheit - - - - - P Aktive Mobilität ÖPNV Parken Grün Luftqualität Mikroklima Lautstärke Aufenthalts- qualität Sauberkeit Gebäude Sicherheit – Tag – Sicherheit – Nacht – Einkaufen Ärztinnen/ Ärzte Kinder- betreuung Freizeit Begegnung Image Partizipation Neureut Abbildung 7.26 Zufriedenheit mit Wohnumfeld-Eigenschaften in Neureut Basis 447 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 – Lebensqualität und Zukunftsfragen. Amt für Stadtentwicklung | 131 Neureut Einwohnerinnen und Einwohner Neureuts adressieren in ihren Antworten auf die Frage nach gewünschten Verbesserungen im Wohnumfeld vielseitige Themen, darunter insbesondere Grünpflege, ÖPNV-Anbindung, Treffpunkte für Jugendliche, Ruhestörungen/Soziale Brennpunkte sowie die Durchsetzung von Verkehrsregeln/Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung. Grünpflege „An den Kreuzungen die im Wachstum befindliche Pflanzen/Sträucher rechtzeitig zuschneiden, damit in dem Sichtfeld (...) die Verkehrssicherheit gewährleistet ist!“ „Die Grünanlagen müssten von der Gemeinde – hier Beispiel Neureut Hauptstraße – auch gepflegt werden, was momentan leider nur teilweise der Fall ist. Dort gibt es auch einen Brunnen; die Sitzplätze dort und das Grün außen rum sind in einem katastrophalen Zustand.“ ÖPNV-Anbindung „Bessere Anbindung an den ÖPNV.“ „Versprochener Straßenbahnanschluss wird immer wieder verschoben.“ Treffpunkte für Jugendliche „Einen Platz für Teenager. Sie hängen viel auf dem Spielplatz herum und hinterlassen leider viel Müll. Sie brauchen einen eigenen Ort, der ihren Bedürfnissen angepasst ist und für den sie sich auch verantwortlich fühlen.“ „Mehr Angebote für Teenager (kostenlose Sportanlagen).“ Ruhestörungen/Soziale Brennpunkte „Auf der anderen Seite meiner Straße (Bärenweg) wurde (...) durch die Schaffung von Hochhäusern ein Ort (...) [für sozial Schwache] geschaffen, aber es gibt keine Angebote, um (...) diese (...) zu integrieren. Dadurch entsteht unter anderem auch Gewalt.“ „Wie gesagt, es gibt hier wirklich furchteinflößende Gestalten (...), die zum Beispiel direkt vor der Badnerlandhalle ihren Joint rauchen.“ „Herumschreien gerade abends/nachts an den Haltestellen. Betrunkene sowie aggressive vorwiegend männliche Personen.“ Durchsetzung von Verkehrsregeln/Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung „Die Abraham-Lincoln-Allee (und deren 30er Zone) wird trotz bestehender und deutlicher Kennzeichnung als Beschleunigungsstrecke aus dem Blankenlocher Weg heraus genutzt. Das Ordnungsamt ist zwar durch Geschwindigkeitskontrollen ernsthaft bemüht dem Einhalt zu gebieten, jedoch gehören hier endlich bauliche Maßnahmen zur Geschwindigkeitsreduzierung geschaffen.“ „Verkehrsberuhigung der (...) ‚Autobahnen‘ Blankenlocher Weg, Abraham-Lincoln-Allee, die zum schnelleren Fahren verleiten.“ „Wir wohnen in einer 30er-Zone, die gefühlsmäßig nicht für alle gilt. Gelegentliche Geschwindigkeitskontrollen könnten eventuell Abhilfe schaffen.“ „Kontrollen von Autos, Motorrädern, Mopeds in Straßen mit 30 km/h Beschränkung.“ 132 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen Geringere Zufriedenheit - - - - - Höhere Zufriedenheit Mikroklima Nordstadt Auffällige Abweichungen gegenüber dem gesamtstädtischen Durchschnitt P Aktive Mobilität ÖPNV Parken Grün Luftqualität Mikroklima Lautstärke Aufenthalts- qualität Sauberkeit Gebäude Sicherheit – Tag – Sicherheit – Nacht – Einkaufen Ärztinnen/ Ärzte Kinder- betreuung Freizeit Begegnung Image Partizipation Nordstadt Abbildung 7.27 Zufriedenheit mit Wohnumfeld-Eigenschaften in der Nordstadt Basis 241 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2024 – Lebensqualität und Zukunftsfragen. Amt für Stadtentwicklung | 133 Nordstadt Bewohnerinnen und Bewohner der Nordstadt beziehen sich bei ihren Antworten auf die Frage nach gewünschten Verbesserungen im Wohnumfeld insbesondere auf die Themen Bebauung, Parken und Nahversorgung/Treffpunkte. Bebauung „Die Bebauung der Grünflächen vermindern.“ „Die geplante weitere Verdichtung des Wohngebietes stoppen.“ „Keine Längsbauten entlang der Erzbergerstraße für die Wind/Luftdurchlässigkeit vom ‚Alten Flugplatz‘ und somit einen Beitrag zum Klima zu leisten.“ Parken „Die Parkplatzsituation in der Nordstadt ist teilweise katastrophal. Tage-, teilweise wochenlang stehen unbenutzte Firmen- Lkw/Wohnmobile an der Straße und nehmen den Bewohnern die wenigen Parkplätze weg. Straßenbahnbenutzer parken ihre Pkw, mit denen sie von auswärts kommen, auf den Parkplätzen neben einer Haltestelle, steigen in die Straßenbahn um, um (meist kostenlos) zwei bis drei Haltestellen zur Schule zu fahren, weil dort die Parkplätze entfernt wurden!“ „Parkverbot für Wohnmobile und Transporter in reinen Wohngebieten. Aufenthaltsqualität wird hierdurch stark eingeschränkt.“ Nahversorgung/Treffpunkte „Es gibt keine Gastronomie, Treffpunkte für die Bevölkerung in der Nähe.“ „Bessere Durchmischung der separaten Teile der Nordstadt (Smiley West versus Hardtwald-Siedlung versus Kasernen-Siedlung).“ „Fehlende Einkaufsmöglichkeiten für frische hochqualitative Lebensmittel, zum Beispiel Markt oder Bioladen (Nordstadt).“ „Fußläufig wenig Infrastruktur. Kein Bäcker, kein Metzger, kein Geldautomat, und so weiter.“ 134 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen 8. Anhang 1 / 18 Bürgerumfrage 2024 – Lebensqualität und Zukunftsfragen | Stadtviertel 0141 Bürgerumfrage 2024 – Fragebogen Lebensqualität und Zukunftsfragen Ihre Meinung ist uns wichtig. Sie wurden nach dem Zufallsprinzip ausgewählt, um an der diesjährigen Karlsruher Bürgerumfrage teilzunehmen. Ziel der Stadt Karlsruhe ist es, die Zukunftsperspektiven der Stadt und die Lebensqualität stetig zu verbessern. Dazu wurde zuletzt im Jahr 2012 ein so genanntes „Integriertes Stadtentwicklungskonzept“ (ISEK) mit dem Zeithorizont 2020 erarbeitet. Ein ISEK setzt den Orientierungsrahmen für sämtliche Handlungsfelder der Stadt. Nun soll das bestehende ISEK 2020 zu einem ISEK 2040 weiterentwickelt werden. Um hierbei frühzeitig die Impulse der Bürgerinnen und Bürger für die Zukunft Karlsruhes aufzunehmen, adressiert die Bürgerumfrage folgende Themen: Lebensqualität in Karlsruhe, Herausforderungen und Handlungsbedarfe für Karlsruhe bis 2040 sowie Wohnumgebung/Leben im Stadtteil. Sie helfen uns sehr, wenn Sie die Fragen auf den folgenden Seiten beantworten. Ihre Angaben werden anonym ausgewertet. Es werden keine Einzeldaten an Dritte weitergegeben. Die Teilnahme an der Umfrage ist freiwillig. Als Dankeschön verlosen wir unter allen teilnehmenden Befragten 32 Tageskarten für das Europabad. Vielen Dank für Ihre Bereitschaft zur Teilnahme! Lebensqualität in Karlsruhe Im Folgenden geht es um Ihre Wahrnehmung der Lebensqualität in Karlsruhe und Ihre Zufriedenheit mit einzelnen Eigenschaften der Stadt Karlsruhe. 1. Über die Lebensqualität in Karlsruhe gibt es unterschiedliche Standpunkte. Wie ist Ihrer Meinung nach die Lebensqualität in Karlsruhe alles in allem einzustufen? ○○ Sehr gut ○○ Gut ○○ Befriedigend ○○ Schlecht ○○ Sehr schlecht ○○ Weiß nicht Amt für Stadtentwicklung | 135 2 / 18 Bürgerumfrage 2024 – Lebensqualität und Zukunftsfragen | Stadtviertel 0141 2. Was sollte die Stadt Karlsruhe Ihrer Meinung nach in den nächsten Jahren vor allem tun, um die Lebensqualität hier in Karlsruhe weiter zu verbessern? 3. Wie zufrieden sind Sie insgesamt mit den folgenden Bereichen in Karlsruhe? Sehr zufrieden Eher zufrieden Eher unzufrieden Sehr unzufrieden Weiß nicht Grünflächen und Naturräume wie öffentliche Parks, Gärten, Stadtwald ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Öffentlicher Personennahverkehr (S-Bahnen, Busse, Trams) ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Verkehrsinfrastruktur für Fahrräder (Fahrradwege, Fahrradabstellmöglichkeiten) ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Verkehrsinfrastruktur für Pkws (Parkplätze, Verkehrsfluss, Zustand der Straßen) ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Gesundheitsversorgung durch Ärztinnen, Ärzte und Krankenhäuser ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Sportanlagen (Sportplätze, Sporthallen), Schwimmbäder ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Kulturelle Einrichtungen wie Konzerthäuser, Theater, Museen oder Büchereien ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Möglichkeit, Dinge online zu erledigen (zum Beispiel Behördengänge, Ticketbuchungen für den ÖPNV) ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Clubkultur, Nachtleben und Ausgehmöglichkeiten ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Einzelhandelsgeschäfte und Einkaufsmöglichkeiten ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Betreuungsmöglichkeiten für Kinder ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Veranstaltungen und Feste wie „Das Fest“, Schlosslichtspiele ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Sonstiges, und zwar: ............................................................................... ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ 136 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen 3 / 18 Bürgerumfrage 2024 – Lebensqualität und Zukunftsfragen | Stadtviertel 0141 Herausforderungen und Handlungsbedarfe in Karlsruhe bis 2040 In den nächsten Jahren werden beträchtliche Herausforderungen auf die Stadt Karlsruhe zukommen. In den folgenden Fragen bitten wir Sie um Ihre Einschätzungen zu diesen Herausforderungen und potentiellen Handlungsansätzen. 4. Was werden Ihrer Meinung nach die größten Herausforderungen für die Stadt Karlsruhe in den kommenden 10 bis 15 Jahren sein? Mehrfachnennungen sind möglich. Bitte wählen Sie die drei größten Herausforderungen aus. □□ Soziale Ungleichheiten/geringerer gesellschaftlicher Zusammenhalt □□ Folgen des Klimawandels/notwendige Klimaanpassungsmaßnahmen □□ Arbeitslosigkeit/Arbeitsplatzversorgung □□ Migration/Integration/Rasante Veränderungen in der Bevölkerungszusammensetzung □□ Staatsschulden/kommunaler Haushalt □□ Kriminalität/Sicherheit der Bevölkerung □□ Alterung der Bevölkerung/Demografischer Wandel □□ Digitaler Wandel/Digitalisierung/Künstliche Intelligenz □□ Zunahme des Populismus/Verhärtung in der Debattenkultur □□ Wohnungsknappheit/Versorgung der Bevölkerung mit angemessenem Wohnraum □□ Erhalt und Ausbau der Bildungs- und Betreuungsinfrastruktur □□ Gesundheitsversorgung der Bevölkerung □□ Umstellung auf veränderte Formen der Mobilität □□ Ein anderes Thema/andere Themen, und zwar: ...................................................................................................................................................................................................... 5. Wie wichtig sind Ihrer Meinung nach folgende mögliche Vorhaben und Ziele der Stadt Karlsruhe in den nächsten 10 bis 15 Jahren? Sehr wichtig Wichtig Weniger wichtig Gar nicht wichtig Weiß nicht Unternehmen und Betriebe in Karlsruhe unterstützen ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Flächen für Gewerbebetriebe zur Verfügung stellen ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Öffentlichen Nahverkehr (Straßenbahn, Bus) verbessern ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Karlsruhe als Forschungsstandort stärken ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Amt für Stadtentwicklung | 137 4 / 18 Bürgerumfrage 2024 – Lebensqualität und Zukunftsfragen | Stadtviertel 0141 Sehr wichtig Wichtig Weniger wichtig Gar nicht wichtig Weiß nicht Zusammenarbeit mit der Region ausbauen ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Verschuldung der Stadt Karlsruhe abbauen ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Nahversorgung sicherstellen ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Digitale Bürgerservices ausbauen und entwickeln ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Radwegenetz ausbauen ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Straßen instand halten und setzen ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Ganztagsbetreuung von Kindern ausweiten (Kitas, Schulen) ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Grünflächen und Parks schaffen/städtische Naturräume stärken ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Innenstadt attraktiver gestalten ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Sportvereine unterstützen ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Ehrenamtliches Engagement fördern ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Sauberkeit auf Straßen, Plätzen und in Grünanlagen verbessern ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Hallen- und Freibäder sanieren ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Kultur fördern (Theater, Museen, Kleinkunst, Bibliotheken, Stadtteilkultur ...) ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Bürger stärker beteiligen ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Das Wohnungsangebot erweitern ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Eingewanderte besser integrieren ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Sozial Benachteiligte unterstützen und fördern ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Maßnahmen zum Klimaschutz fördern und umsetzen (Minderung der Ursachen des Klimawandels) ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Maßnahmen zur Klimaanpassung im Stadtgebiet vorantreiben (Umgang mit Folgen des Klimawandels) ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Sicherheit auf Straßen und Plätzen erhöhen ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Unternehmensgründungen und -ansiedlungen unterstützen ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Einsatz digitaler Lösungen in allen Bereichen der Stadtentwicklung vorantreiben ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Sonstiges, und zwar: ............................................................................... ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ 138 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen 5 / 18 Bürgerumfrage 2024 – Lebensqualität und Zukunftsfragen | Stadtviertel 0141 Herausforderungen und Handlungsbedarfe in Karlsruhe – Vertiefungsfragen Mobilität – Im Folgenden geht es um die aktuelle Verkehrssituation in Karlsruhe und darum, wie sich der Verkehr und die Verkehrsmittel in den kommenden Jahren ändern könnten. 6. Wie bewerten Sie die aktuelle Verkehrssituation in Karlsruhe ... Sehr gut Gut Befriedigend Schlecht Sehr schlecht Weiß nicht ...für das Auto? ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ ...für das Fahrrad? ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ ...für das Pedelec (Fahrrad mit elektronischer Tretunterstützung)? ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ ... für das Zufußgehen? ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ ... hinsichtlich des öffentlichen Verkehrs Stadtbahnen, Busse und anderen)? ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ 7. Wie häufig haben Sie persönlich in den vergangenen 12 Monaten ... Täglich oder fast täglich 3 bis 4 Tage pro Woche 1 bis 2 Tage pro Woche 1 bis 3 Tage pro Monat Seltener Nie ...ein Auto (als Fahrer*in oder Mitfahrer*in) genutzt? ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ ... ein Motorrad/Mofa (als Fahrer*in oder Mitfahrer*in) genutzt? ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ ...ein Fahrrad/Pedelec (Fahrrad mit elektronischer Tretunterstützung) genutzt? ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ ... den öffentlichen Nahverkehr (Stadtbahnen, Busse und andere) genutzt? ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ ...einzelne Wege ausschließlich zu Fuß zurückgelegt (zum Beispiel zum Einkaufen, Sport)? ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ ...sonstige Verkehrsmittel (zum Beispiel E-Scooter) genutzt? ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Amt für Stadtentwicklung | 139 6 / 18 Bürgerumfrage 2024 – Lebensqualität und Zukunftsfragen | Stadtviertel 0141 8. Die Stadt Karlsruhe arbeitet auf eine klimagerechte und nachhaltige Mobilität hin. Dennoch scheinen aktuell die Klimaziele im Bereich Verkehr nicht erreichbar. Würden Sie folgende Maßnahmen, die mit Einschränkungen für den Autoverkehr verbunden wären, befürworten? Ja Nein Reduktion öffentlich zugänglicher Stellplätze für Autos, dafür mehr Grün oder Fuß- und Radverkehrsflächen ○○ ○○ Erhöhung von Parkgebühren ○○ ○○ Einführung von Parkgebühren für bisher kostenfreie öffentliche Stellplätze ○○ ○○ Geschwindigkeitsreduzierungen für den Autoverkehr, auch auf Hauptverkehrsstraßen ○○ ○○ Vorrangschaltungen an Ampelanlagen für Bahnen, Busse, Radfahrende sowie zu Fuß Gehende – mit der Folge verlängerter Wartezeiten für Autofahrerinnen und Autofahrer ○○ ○○ Rückbau von Fahrspuren für den Autoverkehr zugunsten von mehr Grün oder Fuß- und Radverkehrsflächen – mit daraus folgenden Kapazitätseinschränkungen für den Kfz-Verkehr ○○ ○○ 9. Ein Ziel der Stadt Karlsruhe ist es, den Radverkehr im Stadtgebiet zu fördern. Welche der folgenden Maßnahmen würden das Fahrradfahren für Sie persönlich attraktiver machen? Mehrfachnennungen sind möglich. Bitte nennen Sie maximal drei Maßnahmen. □□ Verbreiterung von Radfahrstreifen/Radwegen □□ Schaffung neuer Radwege/Radverbindungen □□ Bessere Unterhaltung der bestehenden Radwege (Stichwort: Schlaglöcher) □□ Weniger Hindernisse auf dem Radweg (Stichworte: parkende Autos, Werbeaufsteller) □□ Eine Optimierung von Verkehrsflüssen für Radfahrende, zum Beispiel durch verbesserte Ampelschaltungen □□ Mehr Fahrradabstellanlagen □□ Überdachung von Fahrradabstellanlagen □□ Sonstiges, und zwar: .............................................................................................................................................. □□ Mir fallen keine Maßnahmen ein, die das Fahrradfahren für mich persönlich attraktiver machen würden. 10. Haben Sie einen Arbeitsplatz/eine Ausbildungsstätte, die Sie regelmäßig aufsuchen? ○○ Ja. ► Weiter mit Frage 11.1 ○○ Nein, ich arbeite überwiegend von zuhause aus/meine Ausbildung lässt sich überwiegend von zuhause durchführen. ► Weiter mit Frage 15 ○○ Nein, ich habe keinen Arbeitsplatz/keine Ausbildungsstätte. ► Weiter mit Frage 15 140 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen 7 / 18 Bürgerumfrage 2024 – Lebensqualität und Zukunftsfragen | Stadtviertel 0141 11.1. Wo befindet sich Ihr Arbeitsplatz/Ihre Ausbildungsstätte? ○○ Außerhalb Karlsruhes, bitte Ort angeben: .................................. ○○ In Karlsruhe, im Stadtteil: .................................. Wenn Sie den Stadtteil nicht wissen, können Sie auch die Anschrift angeben: ........................................................................... ........................................................................... 11.2. Wie viele Kilometer müssen Sie etwa zurücklegen, um von Ihrem Wohnort zu Ihrem Arbeitsplatz beziehungsweise Ihrer Ausbildungsstätte zu gelangen? Etwa ....... km. 12. Welches Verkehrsmittel nutzen Sie in der Regel, um zu Ihrem Arbeitsplatz oder Ihrer Ausbildungsstätte zu gelangen? Falls Sie mehrere Verkehrsmittel für Ihren Arbeitsweg nutzen, nennen Sie bitte das Verkehrsmittel, mit dem Sie den größten Teil der Wegstrecke zurücklegen. ○○ Auto (als Fahrer*in oder Mitfahrer*in) ► Weiter mit Frage 15 ○○ Motorrad/Mofa (als Fahrer*in oder Mitfahrer*in) ► Weiter mit Frage 15 ○○ Fahrrad ► Weiter mit Frage 13 ○○ Pedelec (Fahrrad mit elektronischer Tretunterstützung) ► Weiter mit Frage 13 ○○ ÖPNV (Bus, Bahn) ► Weiter mit Frage 15 ○○ Zu Fuß ► Weiter mit Frage 15 13. Sie haben angegeben, dass Sie in der Regel mit dem Fahrrad oder einem Pedelec zu Ihrem Arbeitsplatz/Ihrer Ausbildungsstätte fahren. Was sind die Hauptgründe dafür, dass Sie mit dem Fahrrad oder einem Pedelec zu Ihrem Arbeitsplatz oder Ihrer Ausbildungsstätte fahren? Mehrfachnennungen sind möglich. Bitte nennen Sie maximal drei Gründe. □□ Mir macht es Spaß, mit dem Fahrrad/Pedelec zu fahren. □□ Es ist die schnellste Möglichkeit. □□ Es ist die bequemste beziehungsweise unkomplizierteste Möglichkeit. □□ Es ist die kostengünstigste Möglichkeit. □□ Es schont die Umwelt. □□ Es ist mir wichtig, etwas für meine Gesundheit beziehungsweise Fitness zu tun. □□ Insgesamt bin ich dadurch flexibler. □□ Ich genieße die Umgebung, die ich während der Fahrt erleben kann. □□ Es ist für mich eine Form der Erholung. □□ Sonstiges, und zwar: .............................................................................................................................................. Amt für Stadtentwicklung | 141 8 / 18 Bürgerumfrage 2024 – Lebensqualität und Zukunftsfragen | Stadtviertel 0141 14. Inwieweit treffen die folgenden Aussagen auf die Wahl Ihrer Fahrstrecke zwischen Wohnort und Arbeits- beziehungsweise Ausbildungsort zu? Trifft voll zu Trifft eher zu Trifft eher nicht zu Trifft überhaupt nicht zu Wenn ich mit dem Fahrrad/Pedelec zwischen Wohnort und Arbeits- beziehungsweise Ausbildungsort unterwegs bin, nehme ich den kürzesten oder schnellsten Weg – unabhängig davon, ob dieser das Rad explizit als Verkehrsmittel berücksichtigt (zum Beispiel durch Fahrstreifen für Fahrräder, Radweg). ○○ ○○ ○○ ○○ Wenn ich mit dem Fahrrad/Pedelec zwischen Wohnort und Arbeits- beziehungsweise Ausbildungsort unterwegs bin, ist es mir wichtig insbesondere Wege zu nutzen, die durch eine schöne Umgebung führen (zum Beispiel durch Wald oder Grünanlagen). Dafür nehme ich auch kleinere Umwege in Kauf. ○○ ○○ ○○ ○○ Wenn ich mit dem Fahrrad/Pedelec zwischen Wohnort und Arbeits- beziehungsweise Ausbildungsort unterwegs bin, ist es mir wichtig Wege zu nutzen, die ausschließlich dem Rad vorbehalten sind (zum Beispiel Fahrstreifen für Fahrräder, Radwege). Dafür nehme ich auch kleinere Umwege in Kauf. ○○ ○○ ○○ ○○ Insgesamt ist die Verbindung zwischen meinem Wohnort und meinem Arbeits- beziehungsweise Ausbildungsort gut für den Fahrradverkehr ausgelegt. ○○ ○○ ○○ ○○ 142 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen 9 / 18 Bürgerumfrage 2024 – Lebensqualität und Zukunftsfragen | Stadtviertel 0141 Herausforderungen und Handlungsbedarfe in Karlsruhe – Vertiefungsfrage Wohnen – 15. Der Wohnungsmarkt in Karlsruhe ist angespannt. Gleichzeitig besteht ein Konflikt zwischen der Bereitstellung von Bauflächen für Wohnraum und anderen Belangen der Stadtentwicklung. Inwieweit würden Sie den folgenden Aussagen zustimmen? Stimme voll und ganz zu Stimme eher zu Stimme eher nicht zu Stimme überhaupt nicht zu In den bestehenden Wohngebieten sollte nachverdichtet werden, auch wenn dadurch kleinere bisherige Freiflächen entfallen. ○○ ○○ ○○ ○○ In gut durch öffentliche Verkehrsmittel erschlossenen Quartieren können bestehende ebenerdige Parkplätze und Garagenhöfe zur Schaffung von Wohnraum überbebaut werden. ○○ ○○ ○○ ○○ Wegen der Hitzeentwicklung in heißen Sommern darf der Kernbereich der Stadt nur dann weiter verdichtet werden, wenn gleichzeitig Maßnahmen zur Klimaanpassung umgesetzt werden. ○○ ○○ ○○ ○○ Die großen Grün- und Freiflächen im Außenbereich der Stadt müssen erhalten bleiben und dürfen nicht weiter bebaut werden. ○○ ○○ ○○ ○○ In bereits bebauten Gebieten sollten höhere Bauhöhen möglich sein. ○○ ○○ ○○ ○○ Die Stadt sollte aktiv am Wohnungsmarkt tätig werden, um Mietsteigerungen entgegen zu wirken. ○○ ○○ ○○ ○○ Amt für Stadtentwicklung | 143 10 / 18 Bürgerumfrage 2024 – Lebensqualität und Zukunftsfragen | Stadtviertel 0141 Herausforderungen und Handlungsbedarfe in Karlsruhe – Vertiefungsfragen Digitalisierung – Die gesellschaftsweite Verbreitung digitaler Technologien und Dienstleistungen gewinnt zunehmend an Dynamik und wirkt sich grundlegend auf alle Bereiche der Stadtentwicklung aus. Die folgenden Fragen widmen sich daher dem Thema der Digitalisierung. 16. Wie wichtig sind für Sie folgende Aspekte im Hinblick auf digitale Dienstleistungen der Stadt Karlsruhe? Digitale Dienstleistungen für Bürgerinnen und Bürger Sehr wichtig Wichtig Weniger wichtig Gar nicht wichtig Weiß nicht Angebot digitaler Verwaltungsleistungen/Online-Services ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Beschleunigung von Verwaltungsprozessen ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Möglichkeiten der digitalen Kommunikation mit der Stadt Karlsruhe (zum Beispiel Chatfunktion) ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Zusammenführung digitaler Angebote in einer App ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Digitalisierung im Bereich der Katastrophenwarnung ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Digitale Beteiligungsangebote für Bürgerinnen und Bürger Sehr wichtig Wichtig Weniger wichtig Gar nicht wichtig Weiß nicht Möglichkeit, online an Schulungen und Fortbildungen teilzunehmen ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Möglichkeit, online an Bürgerversammlungen und Beteiligungsprozessen teilzunehmen ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Digitales Mobilitätsmanagement Sehr wichtig Wichtig Weniger wichtig Gar nicht wichtig Weiß nicht Intelligente Verkehrssysteme (zum Beispiel Park- und Verkehrsleitsysteme) ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Digitales Management von Ladeinfrastrukturen im Stadtgebiet ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Digitalisierung im Bereich Klimaschutz, Umweltschutz, Klimaanpassung Sehr wichtig Wichtig Weniger wichtig Gar nicht wichtig Weiß nicht Digitale Steuerung des Einsatzes von Ressourcen (zum Beispiel Sensoren zur Bewässerung, intelligente Straßenbeleuchtung) ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Digitale Infrastruktur im Stadtgebiet Sehr wichtig Wichtig Weniger wichtig Gar nicht wichtig Weiß nicht Internetgeschwindigkeit und -verfügbarkeit ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Ausbau des kostenlosen W-Lan, zum Beispiel in der Innenstadt ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ 144 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen 11 / 18 Bürgerumfrage 2024 – Lebensqualität und Zukunftsfragen | Stadtviertel 0141 17. In welchen der folgenden Bereiche sollte die Stadt Karlsruhe in den kommenden Jahren vorranging die Digitalisierung vorantreiben? Mehrfachnennungen sind möglich. Bitte wählen Sie maximal drei Bereiche aus. □□ Dienstleistungen für Bürgerinnen und Bürger (zum Beispiel Digitalisierung von Verwaltungsprozessen, digitale Kommunikationsmöglichkeiten) □□ Beteiligungsangebote für Bürgerinnen und Bürger (zum Beispiel Online-Teilnahme bei Bürgerbeteiligungsprozessen) □□ Mobilitätsmanagement (zum Beispiel intelligente Verkehrssysteme) □□ Klimaschutz, Umweltschutz, Klimaanpassung (zum Beispiel digitale Ressourcensteuerung) □□ Digitale Infrastruktur im Stadtgebiet (zum Beispiel schnelles Internet) 18. Haben Sie schon einmal ein digitales Angebot der Stadt Karlsruhe genutzt? ○○ Ja, ich habe folgendes Angebot/folgende Angebote genutzt: .......................................................................... ► Weiter mit Frage 20 ○○ Nein ► Weiter mit Frage 19 ○○ Weiß nicht ► Weiter mit Frage 20 19. Sie haben angegeben, dass Sie bisher noch kein digitales Angebot der Stadt Karlsruhe genutzt haben. Weshalb haben Sie bisher kein digitales Angebot der Stadt Karlsruhe genutzt? Amt für Stadtentwicklung | 145 12 / 18 Bürgerumfrage 2024 – Lebensqualität und Zukunftsfragen | Stadtviertel 0141 Herausforderungen und Handlungsbedarfe in Karlsruhe – Vertiefungsfragen Stadtklima – Der Klimawandel hat sich in den letzten Jahren auch in Karlsruhe deutlich bemerkbar gemacht – insbesondere im Hinblick auf die Temperaturen in der Fächerstadt. Die folgenden Fragen beschäftigen sich mit Ihrer Einschätzung insbesondere in Bezug auf Maßnahmen zur Klimaanpassung. 20. Wie stark wird der Klimawandel nach Ihrer Einschätzung Ihr persönliches Leben in Zukunft beeinträchtigen? ○○ Sehr stark ○○ Stark ○○ Weniger stark ○○ Überhaupt nicht stark ○○ Weiß nicht 21. Wie wichtig sind Ihrer Meinung nach folgende Maßnahmen der Stadt Karlsruhe, um sich in den nächsten 10 bis 15 Jahren an den Klimawandel anzupassen und seine Folgen für die Bürgerinnen und Bürger abzumildern? Sehr wichtig Wichtig Weniger wichtig Gar nicht wichtig Weiß nicht Öffentlichkeitsarbeit und Beratung zu den Themen Klimawandel und Klimaanpassung ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Maßnahmen zum Erhalt der Gesundheit der Bevölkerung und zum Bevölkerungsschutz (zum Beispiel Bekämpfung der Tigermücke, Unterstützung bei der Hitzebewältigung) ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Klimaanpassung des Stadtwalds (zum Beispiel Pflanzung klimastabiler Baumarten, Intensivierung von Pflanzungen) ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Entsiegelung von Flächen und Begrünung von Gebäuden (zum Beispiel Hofbegrünungen, Rasengleise, Dachbegrünungen, vertikales Grün) ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Verschattung von Spielflächen, Erholungsflächen, Verkehrswegen, Aufenthalts- und Wartebereichen ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Klimatisch relevante Freiräume sowie Grünflächen (zum Beispiel Landschaftsschutzgebiete) sichern ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Naturschutz im Stadtgebiet stärken ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ Umsetzung von Maßnahmen zur Bewältigung von Starkregenereignissen (zum Beispiel im Zuge von Straßenumbaumaßnahmen) ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ 146 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen 13 / 18 Bürgerumfrage 2024 – Lebensqualität und Zukunftsfragen | Stadtviertel 0141 Wohnumgebung/Leben im Stadtteil Im letzten Fragenblock geht es darum, wie zufrieden Sie mit Ihrem Wohnumfeld sind. Neben der allgemeinen Zufriedenheit, geht es auch um einzelne Aspekte des Wohnumfelds. Dazu zählen beispielsweise das Nahversorgungsangebot, das Sicherheitsgefühl und die Sauberkeit. 22. Wie zufrieden sind Sie alles in allem mit Ihrem Wohnumfeld – also den Verhältnissen in der unmittelbaren Umgebung Ihrer Wohnung/Ihres Hauses? ○○ Sehr zufrieden ○○ Eher zufrieden ○○ Eher unzufrieden ○○ Sehr unzufrieden 23. Gibt es etwas, das Sie in Ihrem direkten Wohnumfeld stört oder das Sie gerne verbessert hätten? Wenn ja, was? ○○ Nein ○○ Ja, und zwar: .............................................................................................................................................. 24. Wie stark interessieren Sie sich für das, was in Ihrem im Stadtteil so alles geschieht? ○○ Stark ○○ Teils/teils ○○ Wenig ○○ Überhaupt nicht Amt für Stadtentwicklung | 147 14 / 18 Bürgerumfrage 2024 – Lebensqualität und Zukunftsfragen | Stadtviertel 0141 25. Die Wohn- und Lebensqualität in einem Stadtteil wird von verschiedenen Gesichtspunkten beeinflusst. Wie zufrieden sind Sie mit Ihrem Wohnumfeld im Hinblick auf ... Sehr zufrieden Eher zufrieden Eher unzufrieden Sehr unzufrieden Weiß nicht ... die Möglichkeit, wichtige Orte zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreichen? ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ ... die Anbindung an den öffentlichen Personen- nahverkehr (zum Beispiel Straßenbahn, Bus)? ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ ... Parkmöglichkeiten für private Pkws? ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ ... die Ausstattung mit Grün- und Erholungsflächen? ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ ... die Luftqualität? ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ ... die mikroklimatischen Bedingungen, insbesondere an heißen Tagen? ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ ... die allgemein herrschende Lautstärke? ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ ... die Aufenthaltsqualität auf Straßen und Plätzen? ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ ... die Sauberkeit im öffentlichen Raum? ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ ... den Zustand von Gebäuden? ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ ... Ihr Sicherheitsgefühl bei Tag? ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ ... Ihr Sicherheitsgefühl bei Nacht oder Dunkelheit? ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ ... die Versorgung im Alltag mit Geschäften (zum Beispiel Lebensmittel, Drogeriewaren) und Dienst- leistungen (zum Beispiel Post-, Bankdienstleistungen)? ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ ... medizinische Dienstleistungen (zum Beispiel Arztpraxen)? ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ ... Betreuungsmöglichkeiten für Kinder unter sechs Jahren? ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ ... Spiel- und Freizeitangebote(zum Beispiel Spielplätze, Sportplätze, Schwimmbäder)? ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ ... Begegnungsmöglichkeiten (zum Beispiel Treff- punkte, Begegnungsstätten, Vereine, Veranstaltungen)? ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ ... das Image beziehungsweise den Ruf? ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ ... Ihre Mitsprache- und Mitgestaltungsmöglichkeiten bei Veränderungen? ○○ ○○ ○○ ○○ ○○ 26. Gibt es Maßnahmen, die das Zufußgehen für Sie persönlich in Ihrer Wohnumgebung attraktiver machen würden? Wenn ja, welche? ○○ Nein ○○ Ja, und zwar: .............................................................................................................................................. 148 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen 15 / 18 Bürgerumfrage 2024 – Lebensqualität und Zukunftsfragen | Stadtviertel 0141 Kommunikation und Mitwirkungsbereitschaft ISEK 2040 27. Wären Sie persönlich bereit, sich in folgender Art und Weise an der Erstellung eines Integrierten Stadtentwicklungskonzepts für Karlsruhe 2040 (ISEK 2040) zu beteiligen? Ja Nein Weiß nicht Beantwortung weiterer Umfragen ○○ ○○ ○○ Teilnahme an Veranstaltungen in Karlsruhe, zum Beispiel Bürgerdebatten, Diskussionsgruppen ○○ ○○ ○○ Teilnahme an Online-Konsultationen, Beiträge auf Diskussionsplattformen ○○ ○○ ○○ Am Ende des Fragebogens haben Sie die Möglichkeit, Ihre E-Mail Adresse/Ihre Anschrift anzugeben. Amt für Stadtentwicklung | 149 16 / 18 Bürgerumfrage 2024 – Lebensqualität und Zukunftsfragen | Stadtviertel 0141 Angaben zur Person und zum Haushalt Um Einschätzungen der Bürgerinnen und Bürger auch nach Teilgruppen der Bevölkerung auswerten zu können, benötigen wir noch einige statistische Angaben von Ihnen. S1 Geschlecht: S2 Alter: ○○ Männlich Ich bin __ __ Jahre alt. ○○ Weiblich ○○ Divers S3 Mit welchen Personen leben Sie ständig in Haushalts- und Wirtschaftsgemeinschaft zusammen? Mehrfachnennungen sind möglich. S4 Falls weitere Personen mit Ihnen zusammenleben: Mit wie vielen Personen in welchen Altersgruppen leben Sie zusammen? Bitte zählen Sie sich selbst nicht dazu. □□ Ich lebe allein ► Frage S5 □□ Mit Ehe-/Lebenspartner*in ► Frage S4 ..... Personen im Alter 0 bis unter 7 Jahre □□ Ich bin alleinerziehend ► Frage S4 ..... Personen im Alter 7 bis unter 14 Jahre □□ Mit Kind/Kindern ► Frage S4 ..... Personen im Alter 14 bis unter 18 Jahre □□ Mit Eltern(teil) oder übrigen Verwandten ► Frage S4 ..... Personen ab 18 Jahren □□ In einer Wohngemeinschaft ► Frage S4 S5 Staatsangehörigkeit: S6 Wo wurden Ihre Eltern geboren? ○○ Deutsch ○○ Beide Eltern in Deutschland geboren ○○ Deutsch und andere: ....................................................... ○○ Eltern(teil) im Ausland geboren ○○ Andere: .......................................................................... S7 Welchen höchsten Schul- beziehungsweise Hochschulabschluss haben Sie? S8 Seit welchem Jahr wohnen Sie ... ○○ Noch Schülerin/Schüler ... in Karlsruhe? Seit _ _ _ _ (zum Beispiel 2010) ○○ Ohne Abschluss/Sonderschulabschluss ... in Ihrem jetzigen Stadtteil? Seit _ _ _ _ (zum Beispiel 2010) ○○ Volksschul-/Hauptschulabschluss ○○ Realschulabschluss/Mittlere Reife ○○ Abitur/(Fach-)Hochschulreife ○○ Hochschul-/Fachhochschulabschluss 150 | Bürgerumfrage 2025 – Lebensqualität und Zukunftsfragen 17 / 18 Bürgerumfrage 2024 – Lebensqualität und Zukunftsfragen | Stadtviertel 0141 S9 In welchem Tätigkeitsverhältnis stehen Sie? Mehrfachnennungen sind möglich. □□ Ganztags berufstätig □□ In Kurzarbeit □□ In Teilzeit, stundenweise/geringfügig beschäftigt □□ Befristet erwerbsunfähig □□ Schülerin/Schüler, in Lehre, Berufsausbildung, Praktikum, Wehr-/Freiwilligendienst □□ Dauerhaft erwerbsunfähig □□ Arbeitslos □□ Student*in □□ Rentnerin/Rentner, Pensionärin/Pensionär □□ In Elternzeit □□ Hausfrau/Hausmann S10 Bitte geben Sie Ihr Haushalts-Nettoeinkommen an (nach Abzug von Steuern und Abgaben), über das Ihr Haushalt insgesamt monatlich verfügt: Rechnen Sie also das Einkommen (Arbeitseinkommen, Kindergeld, Rente, Arbeitslosengeld und weiteres) zum Beispiel von Ihrem Ehepartner/Ihrer Ehepartnerin und Ihnen zusammen und geben Sie die volle Summe an. Hierzu zählen NICHT: Einkommen von Partnern, die nicht mit Ihnen zusammenwohnen oder Einkommen von WG-Mitbewohnerinnen/Mitbewohnern. ○○ unter 750 Euro ○○ 2.500 bis unter 2.750 Euro ○○ 750 bis unter 1.000 Euro ○○ 2.750 bis unter 3.000 Euro ○○ 1.000 bis unter 1.250 Euro ○○ 3.000 bis unter 3.500 Euro ○○ 1.250 bis unter 1.500 Euro ○○ 3.500 bis unter 4.000 Euro ○○ 1.500 bis unter 1.750 Euro ○○ 4.000 bis unter 5.000 Euro ○○ 1.750 bis unter 2.000 Euro ○○ 5.000 bis unter 6.000 Euro ○○ 2.000 bis unter 2.250 Euro ○○ 6.000 bis unter 7.000 Euro ○○ 2.250 bis unter 2.500 Euro ○○ 7.000 Euro oder mehr Sie sind nun am Ende des Fragebogens angekommen – vielen Dank für Ihre Unterstützung! Amt für Stadtentwicklung | 151 18 / 18 Bürgerumfrage 2024 – Lebensqualität und Zukunftsfragen | Stadtviertel 0141 Falls Sie an der Verlosung teilnehmen, über die Ergebnisse informiert oder in einen der Verteiler aufgenommen werden möchten, tragen Sie bitte Ihre Adresse im Adressfeld ein und beachten Sie dabei die Einwilligung in die Datenverarbeitung! □ Ich möchte an der Verlosung teilnehmen. Als Dankeschön verlosen wir unter allen Befragten 32 Tageskarten für das Europabad. Ich willige ein, dass die Stadt Karlsruhe meine Adressdaten für meine Teilnahme an der Verlosung verarbeitet und danach löscht. □ Ich möchte über die Ergebnisse der Umfrage informiert werden. Ich willige ein, dass die Stadt Karlsruhe meine Adressdaten zur Information über die Ergebnisse der Umfrage verarbeitet und danach löscht. □ Ich möchte künftig per E-Mail Einladungen zu Umfragen der Stadt Karlsruhe erhalten und in den Verteiler für Umfragen aufgenommen werden. Ich willige ein, dass die Stadt Karlsruhe meine Adressdaten zur Einladung bei künftigen Umfragen verarbeitet und bis auf Widerruf dauerhaft speichert. Wenn Sie mehrere Punkte ankreuzen, werden Ihre Adressdaten so lange gespeichert, wie es der jeweilige Zweck erfordert – Verlosung: 9/2024; Ergebnisinformation: 3/2025; Einladungen/Verteiler: dauerhaft bis auf Widerruf. .............................................................................. ................................................................................................... Datum Unterschrift Einwilligung in die Datenverarbeitung Die nachfolgend erhobenen Daten werden ausschließlich zu den jeweils angegebenen Zwecken verarbeitet und vom Fragebogen sofort getrennt. Die Einwilligung hierzu ist freiwillig. Es entstehen Ihnen gegenüber der Stadt Karlsruhe keinerlei Nachteile, wenn Sie die Einwilligung insgesamt oder zu bestimmten Zwecken nicht erteilen. Sie können diese jederzeit ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Sie haben als betroffene Person das Recht auf Auskunft, Berichtigung, Löschung oder Einschränkung der Verarbeitung Ihrer Daten (nach Art. 14 – 18 DSGVO), sofern die rechtlichen Voraussetzungen dafür vorliegen. Außerdem können Sie nach Art. 21 DSGVO Widerspruch einlegen . Eine andere Nutzung oder eine Weitergabe an Dritte ist ausgeschlossen. Die Betroffenenrechte sind zu richten an Stadt Karlsruhe, Amt für Stadtentwicklung, 76124 Karlsruhe, Fax: 0721 133-1209, E-Mail: stadtentwicklung@afsta.karlsruhe.de. Außerdem haben Sie das Recht einer Beschwerde beim Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit. Adressfeld (folgende Daten werden gemäß Artikel 6 Absatz 1 a) DSGVO verarbeitet) Vor- und Nachname ................ ......................................................................................................................................................... Straße, Hausnummer ................ ......................................................................................................................................................... Postleitzahl ......................... Karlsruhe E-Mail-Adresse ................ ......................................................................................................................................................... Verantwortlicher für die Datenverarbeitung Beauftragte für den Datenschutz Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup Stadt Karlsruhe Stadt Karlsruhe Stabsstelle Datenschutz Karl-Friedrich-Straße 10, 76133 Karlsruhe Rathaus am Marktplatz, 76124 Karlsruhe E-Mail: datenschutz@zjd.karlsruhe.de Tel.: 0721 133-3050/3055 Fax: 0721 133-3059 E-Mail: datenschutz@zjd.karlsruhe.de Fax: 0721 133-3059 Aufsichtsbehörde Der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Baden-Württemberg Lautenschlagerstraße 20, 70173 Stuttgart, Telefon: 0711 6155410, E-Mail: poststelle@lfdi.bwl.de Bitte senden Sie den Fragebogen im beigefügten Freiumschlag per Post zurück.
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Extrahierter Text
Niederschrift 9. Plenarsitzung des Gemeinderates 29. April 2025, 15:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus am Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup Punkt 6 der Tagesordnung: Integriertes Stadtentwicklungskonzept Karlsruhe 2040 - Ergeb- nisse der Bürgerumfrage 2024 Vorlage: 2025/0234 Beschluss: Der Gemeinderat nimmt die Ergebnisse der Bürgerumfrage 2024 zum Thema „Lebensqua- lität und Zukunftsfragen“ zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung die gewonnenen Er- kenntnisse in den weiteren Prozess zur Erstellung des Integrierten Stadtentwicklungskon- zepts 2040 (ISEK 2040) einfließen zu lassen. Abstimmungsergebnis: Mehrheitliche Zustimmung (39 Ja-Stimmen, 5 Nein-Stimmen) Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 6 zur Behandlung auf und verweist auf die er- folgte Vorberatung im Haupt- und Finanzausschuss am 8. April 2025. Stadträtin Dr. Heynen (GRÜNE): Vielen Dank zunächst einmal für die Vorlage und den an- schaulichen Ergebnisbericht der Bürger- und Bürgerinnenumfrage zu Lebensqualität und Zukunftsfragen. Wir begrüßen sehr, dass die Erkenntnisse in das ISEK einfließen, insbeson- dere weil diese Bürgerumfrage aus unserer Sicht wichtige Punkte zeigt. Also zum einen wird deutlich, es geht, ich sage einmal Allmende-Klemme, es geht um Zielkonflikte, wie wir den öffentlichen Raum aufteilen bei den Bereichen Wohnen, Klimaschutz, Verkehr, Innen- stadtentwicklung. Es zeigt aber auch sehr deutlich, dass die Bevölkerung mehrheitlich die Zukunftsaufgaben ziemlich deutlich sieht, nämlich was die Folgen des Klimawandels be- trifft, was die Integration betrifft und was die Innenstadtentwicklung betrifft. Und überall, wenn man den Bericht querliest, erkennt man, wie wichtig die soziale Teilhabe ist, wie wichtig es ist, gemeinsame Räume zu schaffen und den öffentlichen Raum genau dafür zu gestalten, also um dem Klimawandel begegnen, die Folgen zu mildern und eine hohe At- traktivität in der Innenstadt. Das finde ich nämlich sehr interessant. Wenn man den Teil des Berichts anguckt, dann geht es nämlich da auch um begrünen, entsiegeln, verschatten und um Begegnungsmöglichkeiten in der Stadt. Das ist das, was die befragten Bürger und Bür- gerinnen erkennen als Zukunftsaufgaben. Und ich freue mich sehr oder wir freuen uns sehr, dass das dann auch in das Gesamtkonzept eingehen wird. Vielen Dank. – 2 – Stadtrat Pfannkuch (CDU): Ich kann der Kollegin in vielen Punkten nur recht geben. Es ist ein interessanter Prozess jetzt hier eingeleitet. Die Befragung der Bürgerinnen und Bürger ist ein wichtiges Element, das in das integrierte Stadtentwicklungskonzept eingearbeitet werden muss. Die Verwaltung hat jetzt eine große Verantwortung und Aufgabe, das so aufzubereiten, dass wir nachher in einer Entscheidung wirklich zu guten Ergebnissen kom- men. Die sind nämlich sicher nicht einfach. Wenn man einmal die Vorgaben dieser Um- frage der Bürgerinnen und Bürger ernst nimmt, dann sagen die Wohnraum, Wohnraum, Wohnraum. Aber sie sagen nicht: „Wir wollen nicht Nachverdichtung. Wir wollen keine Außenentwicklung. Wir wollen nur Überbauung.“ Das heißt, wir sind, und das müssen wir uns in dem Kreise auch einmal eingestehen, extrem eingeengt, was wir machen können, wenn wir das machten, was die die Befragten uns aufgeben. Wir müssen dann einmal jetzt auch mutige Schritte machen und zugestehen, dass wir diesen sogenannten bezahlbaren Wohnraum, für den wir alle fünf Jahre uns in den Programme stark machen, dass wir den jetzt einmal auch ernst nehmen. Und den kann man nur mit verschiedenen Maßnahmen lösen. Das will ich nur am Rande einmal sagen, weil das in dem Prozess sicher eine Rolle spielen wird. Auch Digitalisierung ist nicht nur ein Thema, wie man günstig und einfach ei- nen Personalausweis beantragen kann, sondern Digitalisierung muss durch die Verwaltung gehen, muss Prozesse insgesamt verändern, damit wir uns mit den vorhandenen Personal- ressourcen auch einen Apparat leisten können, den wir brauchen. Also dieses Mal steht I- SEK unter einem ganz anderen Vorzeichen, wie ich meine. Wir müssen erkennen, dass wir kein Wünsch-dir-was mehr durchführen können, sondern wir müssen priorisieren. Diesmal muss man sich einschränken und nicht die großen Pläne, die möglicherweise die Umfrage vorgeben könnte, einfach umzusetzen, umsetzen zu wollen. Also in diesem Sinne bin ich sehr gespannt und sehr hoffnungsvoll, dass wir einen sehr guten Prozess für unsere Stadt einleiten. Stadtrat Tröndle (SPD): Heute haben wir es ja so mit den sperrigen Begriffen. Es kommt wieder einer, aber der birgt eine ungeheure Wirkkraft für die weitere Entwicklung unserer Stadt. Die uns vorgelegten Ergebnisse einer Bürgerumfrage zum Thema Lebensqualität und Zukunftsfragen bildeten wesentliches Element zur Erstellung des integrierten Stadtentwick- lungskonzepts Karlsruhe 2040. Wir als SPD-Fraktion haben uns gerne in voller Überzeu- gung auf das Vorhaben eingelassen und nehmen ebenso gerne die vom Amt für Stadtent- wicklung evaluierten Ergebnisse der Bürgerumfrage zur Kenntnis. Liebe Kolleginnen und Kollegen, die Ergebnisse der repräsentativen Umfrage überraschen uns nicht. Sie bestätigen uns vielmehr in der Priorisierung unserer kommunalpolitischen Ar- beit und sind für uns zugleich Ansporn, die von den Bürgerinnen und Bürgern aufgezeig- ten Themen klar und konsequent weiter zu verfolgen. Natürlich freut es uns, dass mehr als 90 Prozent der Befragten mit ihrem Wohnumfeld in unserer grünen, vielfältigen, kultur- trächtigen und lebenswerten Stadt sehr zufrieden oder zufrieden sind, wenn da nur das Wohnen selbst nicht wäre. Da brennt es an vielen Stellen lichterloh. Wohnraum ist knapp und teuer. Eigentlich sollte keine Mietpartei mehr als 30 Prozent des Einkommens für Miete ausgeben. Für viele liegt die Marke aber inzwischen bei 40 bis 50 Prozent, manchmal noch darüber. Ich kenne selbst in meinem Umfeld zahlreiche Menschen, denen die Miete die Haare vom Kopf frisst. Das sind allerdings nicht diejenigen, die dafür noch schwächere Bevölkerungsgruppen verantwortlich machen. Ich meine, diese kleine Randbemerkung sei hier gestattet. Kurzum, die Versorgung der Bevölkerung mit angemessenem bezahlbarem Wohnraum sehen die Bürgerinnen und Bürger laut Umfrage als die größte Herausforde- rung. Natürlich nehmen wir die Anregungen, der Kollege Pfannkuch hat es schon gesagt, – 3 – ernst, auch die kritischen Haltungen. Aber wir müssen uns, was die größerflächige Schaf- fung von Wohnraum betrifft, auch an die eigene Nase fassen. Wir kommen mit unseren Bebauungsplänen nur im Schneckentempo voran. Als Durlacher will ich dafür exemplarisch nur den Oberen Säuterich oder das Projekt „Unten am Grötzinger Weg“ nennen. Letzteres haben wir nachher noch auf der Tagesordnung. Als zweites Megathema treibt die Bürge- rinnen und Bürger der Klimawandel um. Eine Mehrheit befürwortet Maßnahmen, um des- sen Folgen in der Fächerstadt abzumildern. Dass sich beim Thema Mobilität die Geister scheiden, ist ebenfalls keine neue Erkenntnis. Das erleben wir des Öfteren ja auch hier im Haus. Ich selbst habe schon seit Jahren kein Auto mehr. Mich befremdet aber immer wie- der die emotional geführte Diskussion um den vermeintlich richtigen Weg. Die emotional aufgeladene Debatte, die hilft wenig, aber äußerst hilfreich dagegen sind die Ergebnisse der Umfrage. Dafür will ich abschließend im Namen der SPD-Fraktion dem Amt für Stadt- entwicklung recht herzlich danken. Stadtrat Dr. Schmidt (AfD): Ich muss jetzt doch etwas sagen zu den Mietpreisen, gerade weil die SPD ja bei den Erhöhungen der Grundsteuer jedes Mal mitgestimmt hat, und da- mit haben sie jedes Mal auch die Miete erhöht. Das müssen sie sich schon einmal gefallen lassen, diesen Vorwurf. Sie reden immer davon, dass die Mieten niedriger werden sollen. Aber wenn sie direkt Einfluss nehmen können, dann stimmen sie für die indirekte Mieter- höhung über die Grundsteuer. Unser Hauptproblem liegt aber bei der Mobilität. Das, was hier über die Mobilität steht, können wir so nicht mittragen. Wir sollen ja am Ende auch nicht nur das Ganze zur Kenntnis nehmen, sondern auch einverstanden sein, dass es in den Entwicklungsprozess einfließt. Hier steht, dass die Mehrheit beziehungsweise zu gleichen Teilen jeweils eine schwerpunktmäßige Nutzung des motorisierten Individualverkehrs, Auto Motorrad sowie Fahrrad, Pedelec, geprägt ist. Das heißt, in der Stadt benutzen etwa 1/3 Auto und Motorrad, so kann man das lesen, und dass deswegen die Hälfte der Bevölke- rung für Geschwindigkeitsreduzierung für den Autoverkehr ist. Vorrangschaltung an Am- pelanlagen für Bahnen, Busse und Radfahrende sowie zu Fuß Gehende oder den Rückbau von Fahrspuren für den Autoverkehr, also die Hälfte der Bevölkerung. Das heißt für uns, es reicht mit Rückbau von Fahrspuren, es reicht auch mit Vorrangschaltungen. Das, was wir bisher haben, reicht definitiv aus. Und als Begründung dafür möchte ich einmal anführen, was wir im Hauptausschuss am 8. April besprochen haben. Da wurden nämlich nicht nur die Karlsruher Bürger befragt, sondern einfach die Leute, die sich in der Stadtmitte aufge- halten haben. Dabei kam heraus, dass von den Auswärtigen die Hälfte mit Pkw oder Mo- torrad da waren, also von den Karlsruhern waren es 20 Prozent. Wenn wir uns nur nach den Interessen der Bürger richten aus Bürgerumfragen und die Stadt dementsprechend im- mer mehr in Richtung autofrei umbauen, dann nehmen wir der Hälfte der Leute, die aus dem Umfeld zu uns kommen, die Möglichkeit, bei uns in Karlsruhe sich aufzuhalten, hier einkaufen zu gehen, hier Restaurants und so weiter zu besuchen. Und dementsprechend ist diese Schlussfolgerung, dass noch mehr Fahrspuren für Fahrradfahrer reserviert werden, also praktisch dem Auto weg entzogen werden sollen, aus unserer Sicht völlig übertrieben. Und an der Stelle sind wir nicht der Meinung, dass diese Maßnahmen durchgeführt wer- den dürfen. Festzuhalten ist auch, dass hier die Mehrheit der Bürger gesagt hat, dass sie keine Erhöhung der Parkgebühren und auch keine Einführung von Parkgebühren haben wollen an den Stellen, wo es keine gibt. Das akzeptieren wir natürlich, vielen Dank. Stadtrat Haug (KAL): Mit den Ergebnissen der Bürgerumfrage liegen jetzt uns umfangrei- che Ergebnisse vor, die mit in die Erstellung des Stadtentwicklungskonzeptes einfließen können. Manche der Ergebnisse sind offenkundig und erwartbar, andere wiederum sehen – 4 – wir kritisch. Zunächst freut es uns, dass die Lebensqualität von den Bürgerinnen und Bür- gern positiv gesehen wird. Wichtig ist dabei wohl offensichtlich alles, was das Leben in ei- ner Stadt, in unserer Stadt angenehm und lebenswert macht. Dabei geht es zum einen um Erholung und Entspannung mit Blick auf die Grünflächen und zum anderen um die Gestal- tung der Freizeit und das Zusammenkommen mit anderen Menschen bei Festen und kultu- rellen Veranstaltungen. Das sind Erkenntnisse, die wir auch in den schwierigen Beratungen zum nächsten Doppelhaushalt im Blick behalten müssen. Für meine Fraktion bedeutet das wenig überraschend, Kultur ist ein harter Standortfaktor. Hier dürfen wir kein Porzellan zerschlagen. Die größte Herausforderung aber ist die ausreichende Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum. Dabei wird von der Bevölkerung die Nachverdichtung kritisch gesehen. Diese Sicht teilen wir, da die Nachverdichtung sowohl zu den Fragen der Klimaanpassung als auch der Lebensqualität, beispielsweise die Nutzung von grünen Erholungsflächen, im Wi- derspruch steht. Schwierig wird es bei uns für die Mobilität, insbesondere der Kfz-Nutzung. Auf Dauer ist eine kostenfreie Nutzung des öffentlichen Raumes als Parkfläche aus unserer Sicht ein Widerspruch zu einer lebenswerten Gestaltung der Stadt. Wahrscheinlich sind die jeweiligen Ergebnisse den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen zuzuschreiben. Positiv wiederum sehen wir, dass die Maßnahmen, wie Geschwindigkeitsreduzierung für den Au- toverkehr oder Vorrangschaltung für den öffentlichen Verkehr, mehrheitlich positiv einge- schätzt werden. Alle interessanten Punkte kann ich hier nicht ansprechen. Wir nehmen die Vorlage gerne zur Kenntnis. Stadtrat Kalmbach (FÜR): Zunächst einmal das Positive. Es wird sehr, sehr positiv von Karls- ruhe bewertet, wie in unserer Stadt die Qualität ist, die Lebensqualität. Ich habe ausgerech- net, 76 Prozent sagen „sehr gut“ oder „gut“, also unglaublich gut in unserer Stadt. Es gibt nur 3 Prozent oder 4 Prozent, die sagen „eher unzufrieden“ oder „sehr unzufrieden“. Das ist eine Qualität, die wir schon haben. Also wir dürfen nicht alles wegproblematisieren, sondern müssen auch sagen, es ist gut zu leben in unserer Stadt. Es gibt Probleme, und die müssen wir sehen. Die würde ich auch benennen wie wohnen. Aber ich möchte auf zwei Dinge eingehen, die sind weniger benannt worden. Bei der Frage nach Zufriedenheit mit unterschiedlichen Bereichen in Karlsruhe, da wurde benannt die Verkehrsinfrastruktur für PKWs. An anderer Stelle wird gesagt, dass Fahrradinfrastruktur noch fehlt. Also gibt es Fifty-Fifty-Situationen, und ich empfinde, dass wir da Lösungen brauchen. Wie können wir das befrieden, Fahrradfahrer und Pkw, wie geht es miteinander in der Stadt? Also es gibt ja hier offensichtlich auch so kleine Konfrontationen. Kleiner Krieg möchte ich nicht sagen, aber es gibt Auseinandersetzungen hier. Wie kann man das zusammendenken? Wie kann man das zusammen versöhnen auch? Und wie kann man das zusammenkriegen, dass beide Gruppierungen auch besser zufrieden sind? Also über 50 Prozent der Pkw-Fahrer sind unzufrieden oder sehr unzufrieden. Das ist ein hohes Maß, das, denke ich, müssen wir uns angucken. Das Zweite ist tatsächlich die Betreuungsmöglichkeiten für Kinder, das wird sehr schlecht beurteilt. Und da würde ich auch einmal sagen, unsere Finanzierungssystematik, die wird neu überarbeitet, aber die war wirklich nicht förderlich, dass freie Träger noch mehr Mög- lichkeiten für Kinderbetreuung bereitstellen. Wir müssen da an dieser Stelle wieder neu denken, weiterdenken und auch wirklich das attraktiv machen, dass wir mehr Betreuungs- möglichkeiten in unserer Stadt haben. Also insgesamt würde ich trotzdem sagen, sagt der Bericht, wir haben eine gute Ausgangsbasis. Wir müssen an ein paar Stellen echt hart – 5 – heran, aber ich glaube, wir dürfen auch einmal zur Kenntnis nehmen, dass vieles gut ist, danke schön. Stadtrat Dr. Noé (FDP): Vieles wurde schon erwähnt. Ich möchte aber trotzdem zwei, drei Punkte aus Sicht meiner Fraktion noch einmal darstellen. Es ist immer gut, die Bürger und die Bürgerinnen zu befragen. Es wurde den Teilnehmern auch gesagt, sie würden die Er- gebnisse in ausführlicher Form bekommen. Einer der Teilnehmer hat darum gebeten, ist ganz interessiert. Es zeigt ja auch, wie interaktiv die Bürger an solchen Sachen teilnehmen. Veranstaltungen, Feste, Kultur, das sind die Sachen, die die Lebensqualität ausmachen. Die werden ganz positiv bewertet, und ich denke, es ist hier auch einmal angebracht, hier auch einmal Danke zu sagen an das Team, an die Macher, sei es das Fest, sei es die Schlossfest- spiele, sei es diverse Kirchweih-, Kerwe-Veranstaltungen oder das Altstadtfest. Und mit der Ehrenamtskarte haben wir heute ja einen ersten richtigen Fingerzeig getan. Ja, besonders kritisch werden die Felder Wohnen, Kinderbetreuung und Infrastruktur für die Pkw auch benannt. Das Megathema Wohnen überstrahlt alles, und es ist doch gut zu sehen, dass die von meiner Fraktion seit Jahren immer wieder geforderten Maßnahmen, wie die Höhenentwicklung, die Überbauung von Supermärkten und Garagenhöfen, wohl explizit in der Bevölkerung Zustimmung finden. Umso irritierender ist aber, dass große städtebauliche Projekte, und der Kollege Tröndle hat es schon angesprochen, beim TOP 16 werde ich auch noch einmal dazu sprechen, dass große städtebauliche Projekte zur Schaf- fung von Wohnraum einfach nicht in absehbarer Zeit realisiert werden. Das Thema Kinder- betreuung, ja, da wird viel von der Realisierung der Ganztagesgrundschule abhängen. Da arbeitet die Stadt dran, da arbeiten wir alle dran. Da setzen wir auf eine weitmögliche Wahlfreiheit, sofern diese denn organisatorisch und finanziell machbar ist. Und zuletzt das Thema Mobilität und der Individualverkehr. Hier möchte ich einmal moderierend sagen, hier wünschen wir uns smarte Lösungen, und wir wünschen uns auch auf jeden Fall Kom- promisse. Wir warnen davor, das Automobil grundsätzlich zu verteufeln. Wir setzen auf Angebote wie Sharing, Quartiersgaragen und vor allen Dingen für einen guten ÖPNV, dass die Bürger auch eine Wahlfreiheit haben. So, nun sind wir gespannt, wie die vorliegenden Ergebnisse weiter einfließen und wie wir unsere Stadt weiter gestalten. Der Vorsitzende: Vielen Dank. Ich finde gerade, dass Sie sich jetzt am Thema Mobilität auch so aufhalten, wo ja auch durchaus die Auskünfte der Bürger nicht immer in dieselbe Richtung zeigen und mir das doch aus vorherigen Debatten hier im Gemeinderat sehr be- kannt vorkommt, ist ja noch einmal eine schöne Bestätigung dafür, dass die ganze Kontro- versität in der Bürgerschaft auch hier im Gemeinderat angekommen ist. Das ist ja erst ein- mal für so ein parlamentarisches Gremium eine gute Feststellung. Das Zweite, worauf ich noch darauf hinweisen möchte, ist die für mich außerordentlich hohe Bereitschaft der Menschen, sich einzubringen in das Stadtentwicklungskonzept, und zwar selbst von den Gruppen, die wir normalerweise nicht so einfach erreichen. Bei sol- chen Mitbeteiligungsangeboten ist auch eine über 70-prozentige Bereitschaft festzustellen. Und wir müssen jetzt den Job machen, dass wir die auch alle irgendwie einbezogen krie- gen. Ich glaube, das ist noch einmal etwas, wo wir jetzt noch mehr Lust kriegen, weil wir wissen, die andere Seite ist breit, und wir sollten dieses Angebot nutzen. Dass wir natürlich als Stadtverwaltung mit der außerordentlich großen Zufriedenheit mit vielen Bereichen in Karlsruhe auch sehr zufrieden sind, brauche ich natürlich eigentlich nicht extra erwähnen. – 6 – Wir kommen damit zur Abstimmung, und ich bitte um Ihr Votum ab jetzt. – Das ist eine Zustimmung mit großer Mehrheit. Wir machen jetzt die Pause und nach der Pause wird die Erste Bürgermeisterin die Sit- zungsleitung übernehmen. Pause bis kurz nach 18:00 Uhr, vielen Dank. (Unterbrechung der Sitzung von 17:35 Uhr bis 18:05 Uhr) Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten – 22. Mai 2025
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