Passantenumfrage "Vitale Innenstädte 2024" - Ergebnisse für Karlsruhe

Vorlage: 2025/0224
Art: Informationsvorlage
Datum: 05.03.2025
Letzte Änderung: 15.04.2025
Unter Leitung von: Amt für Stadtentwicklung
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Haupt- und Finanzausschuss (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 08.04.2025

    TOP: 3

    Rolle: Kenntnisnahme

    Ergebnis: Kenntnisnahme

Zusätzliche Dateien

  • HA_Informationsvorlage_Ergebnisse IFH-Untersuchung 2024
    Extrahierter Text

    Informationsvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2025/0224 Verantwortlich: Dez. 2 Dienststelle: AfSta Passantenumfrage „Vitale Innenstädte 2024“ – Ergebnisse für Karlsruhe Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Haupt- und Finanzausschuss 08.04.2025 3 Ö Kenntnisnahme Kurzfassung Die Stadt Karlsruhe hat sich in 2024, nach 2020 und 2022, zum dritten Mal an der deutschlandweiten Städtevergleichsstudie „Vitale Innenstädte“ des Instituts für Handelsforschung (IFH Köln) beteiligt. Im Erhebungszeitraum September bis November 2024 wurden in der Karlsruher Innenstadt 1.000 Passantinnen und Passanten unter anderem zur lokalen Standortattraktivität, dem lokalen Besuchs- und Einkaufsverhalten sowie zu ihren Anforderungen und Wünschen an das Stadtzentrum befragt. Die so gewonnenen Erkenntnisse fließen in die strategische Arbeit der AG Innenstadt ein. Finanzielle Auswirkungen Ja ☐ Nein ☒ ☐ Investition ☐ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☐ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☒ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☐ Ja ☒ Korridorthema: Zukunft Innenstadt Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Erläuterungen Die in einem zweijährigen Turnus stattfindende Untersuchung „Vitale Innenstädte“ des IFH Köln ermöglicht bei bundesweit 107 teilnehmenden Städten die Vergleichbarkeit der Ergebnisse und liefert hilfreiche Informationen zur Positionierung der Karlsruher Innenstadt aus Sicht der Besucherinnen und Besucher. Zentrale Ergebnisse Über drei Fünftel der Passantinnen und Passanten (61,9 %) besuchen mindestens einmal pro Woche die Karlsruher Innenstadt zum Einkaufen. Dieser Anteil der regelmäßig Besuchenden, welcher im Durchschnitt der Städte ähnlicher Größe liegt (61,7 %), hat gegenüber der letzten Erhebung im Jahr 2022 (58 %) leicht zugenommen. Einkaufen ist sowohl werktags (54,3 %) als auch am Wochenende (70,3 %) der wichtigste Grund für den Besuch der Karlsruher Innenstadt. Die Aspekte „Verweilen“/Sightseeing (beide Tage – 2022: 18,4 %; 2024: 29,4 %) sowie das Gastronomieangebot (beide Tage – 2022: 26,6 %; 2024: 36,4 %) haben als Anlässe für den Besuch der Karlsruher Innenstadt gegenüber den Ergebnissen im Jahr 2022 deutlich an Bedeutung gewonnen. Im Durchschnitt bewerten die befragten Passantinnen und Passanten die Attraktivität der Karlsruher Innenstadt mit der Schulnote 2,8. Im Zeitreihenvergleich hat sich die Attraktivitätsbewertung aus Sicht der Innenstadt-Besucherinnen und -Besucher verschlechtert (Schulnote 2022: 2,6; Schulnote 2020: 2,4). Im Vergleich zu Städten ähnlicher Größe (Schulnote 2,5) ist die Attraktivitätsbewertung der Karlsruher Innenstadt in 2024 etwas schlechter. Bei der detaillierten Bewertung einzelner Aspekte erhält die Karlsruher Innenstadt unter anderem in den Kategorien Fahrradfreundlichkeit (Schulnote: 2,2; Vergleichsstädte: 2,5), Sport-, Spiel- und Freizeitmöglichkeiten (Schulnote: 2,8; Vergleichsstädte: 3,0) sowie Sicherheit (Schulnote: 2,6; Vergleichsstädte: 2,8) bessere Bewertungen gegenüber den Städten ähnlicher Größe. Eine schlechtere Bewertung erhält die City insbesondere bei der Fußgängerfreundlichkeit (Schulnote: 2,3; Vergleichsstädte: 2,0) sowie dem Einzelhandelsangebot (Schulnote: 2,6; Vergleichsstädte: 2,3). Bei der Frage nach potenziellen Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung der Karlsruher Innenstadt sprechen sich beinahe zwei Drittel der befragten Passantinnen und Passanten in Karlsruhe für eine Umgestaltung zu einer grüneren Innenstadt aus (Anteil „unbedingt“: 64,9 %), gefolgt von einer Aufwertung der Fußgängerzonen und Plätze (Anteil „unbedingt“: 58,4 %). Die vorliegenden Ergebnisse werden in die Arbeit der AG Innenstadt einfließen und damit als Grundlage für die weitere Planung und Umsetzung zukunftsweisender Innenstadt-Lösungen dienen, um die Attraktivität der Karlsruher Innenstadt dauerhaft zu sichern.

  • Anlage_StEw aktuell_HEFT 15_Vitale Innenstädte 2024
    Extrahierter Text

    Stadt Karlsruhe Amt für Stadtentwicklung Stadtentwicklung aktuell Ergebnisse der deutschlandweiten Passantenumfrage „Vitale Innenstädte 2024“ des IFH Köln Heft Nr. 15 © Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmelin 2 | Passantenumfrage – Vitale Innenstädte 2024 Impressum Stadt Karlsruhe Stadt- und Regionalentwicklung Zähringerstraße 61 76133 Karlsruhe Leiter: Christoph Riedel Bereich: Stadtentwicklung Dr. Andrea Hammer Bearbeitung: Dr. Andrea Hammer Esther Krämer Layout: Stefanie Groß Auskunftsdienst und Bestellung: Telefon: 0721 133-1201 Fax: 0721 133-1209 E-Mail: stadtentwicklung@karlsruhe.de Internet: www.karlsruhe.de/stadtentwicklung Stand: Februar 2025 | Nr. 25-0124 Gedruckt in der Rathausdruckerei auf 100 Prozent Recyclingpapier. © Stadt Karlsruhe Alle Rechte vorbehalten. Ohne ausdrückliche Genehmigung des Herausgebers ist es nicht gestattet, diese Veröffentlichung oder Teile daraus zu vervielfältigen oder in elektronischen Systemen anzubieten. Amt für Stadtentwicklung | 3 Inhalt 1. Hintergrund und Methodik ................................................................................................................................ 4 2. Besuchsverhalten in der Karlsruher Innenstadt ................................................................................................. 6 3. Einkaufsverhalten in der Karlsruher Innenstadt .............................................................................................. 11 4. Attraktivität der Karlsruher Innenstadt ........................................................................................................... 13 5. Anhang | Fragebogen des Instituts für Handelsforschung (IFH Köln) ............................................................. 16 4 | Passantenumfrage – Vitale Innenstädte 2024 1. Hintergrund und Methodik Die Stadt Karlsruhe hat sich in 2024, nach 2020 und 2022, zum dritten Mal an der deutschlandweiten Städtevergleichsstudie „Vitale Innenstädte“ des Instituts für Handelsforschung (IFH Köln) beteiligt. Die in einem zweijährigen Turnus stattfindende Untersuchung liefert unter anderem Ergebnisse zur lokalen Standortattraktivität, zum lokalen Besuchs- und Einkaufsverhalten sowie zu den Ansprüchen der Innenstadtbesuchenden an die Stadtzentren. Im Erhebungszeitraum September bis November 2024 wurden bundesweit in 107 teilnehmenden Städten, an mehreren Donnerstagen, repräsentativ für einen Werktag, sowie an Samstagen, insgesamt über 68.400 Interviews durchgeführt. Diese groß angelegte einheitliche Untersuchung, in so vielen Innenstädten unterschiedlicher Größe, ermöglicht die Aggregation zu Ortsgrößenklassen-Durchschnitten und somit eine Vergleichbarkeit der Ergebnisse. Karlsruhe kann sich dabei mit folgenden zehn Städten in der Ortsgrößenklasse mit 200.000 bis 500.000 Einwohnerinnen und Einwohnern vergleichen: Bielefeld, Braunschweig, Chemnitz, Erfurt, Freiburg, Krefeld, Mönchengladbach, Oberhausen, Rostock und Wiesbaden. Die Befragung von insgesamt 1.000 Passantinnen und Passanten wurde in Karlsruhe in der zentralen Kaiserstraße, auf dem Marktplatz, beim Einkaufszentrum Ettlinger Tor sowie im Bereich südliche Waldstraße/Ludwigsplatz/Erbprinzenstraße durchgeführt. Über ein Drittel der befragten Passantinnen und Passanten (35,1 %) wohnen außerhalb der Stadt Karlsruhe. Ist dieser Anteil der Auswärtigen gegenüber den Jahren 2022 (42,3 %) sowie 2020 (44,6 %) zwar rückläufig, wird die Stadt Karlsruhe im Vergleich zu anderen Städten ähnlicher Größe (27,1 %) dennoch zu überdurchschnittlichen Anteilen von außerhalb besucht. Wie auch beim Ortsgrößendurchschnitt (weiblich: 53,2 %) überwiegt in der Karlsruher Innenstadt der Anteil der Besucherinnen (51,5 %). Der Anteil der Besucher nimmt jedoch seit 2020 kontinuierlich zu. Die Passantinnen und Passanten in der Karlsruher Innenstadt sind im Durchschnitt 43,7 Jahre alt, was ebenso dem durchschnittlichen Alter der Befragten aller Innenstädte der Ortsgrößenklasse mit 200.000 bis 500.000 Einwohnenden (43,7 Jahre) entspricht (Abbildung 1). Während über die Hälfte der Befragten mit Wohnsitz in der Stadt Karlsruhe unter 41 Jahre alt sind (52,1 %), sind bei den Besucherinnen und Besuchern von außerhalb nur rund zwei Fünftel (41,2 %) diesen Altersgruppen zuzuordnen. Entsprechend liegt das Durchschnittsalter der Besucherinnen und Besucher der Innenstadt aus Karlsruhe (42,5 Jahre) unter dem durchschnittlichen Alter der Passantinnen und Passanten von außerhalb (45,5 Jahre). DoSaGesamtDo SaGesamtDoSaGesamt weiblich64,654,6 59,652,656,454,5 52,850,251,5 männlich 35,445,440,447,4 43,645,547,249,848,5 Karlsruhe53,157,8 55,459,256,257,7 69,959,964,9 außerhalb46,942,244,640,843,842,3 30,140,135,1 in % in % Geschlecht Wohnort 202020222024 Tabelle 1 Demografie der Besucherschaftder Karlsruher Innenstadt im Zeitreihenvergleich Quelle IFH Köln GmbH. Basis 1.000 Befragte (2024), 1.001 Befragte (2022), 1.035 Befragte (2020). Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Stadtentwicklung aktuell –IFH Studie Vitale Innenstädte 2024. Amt für Stadtentwicklung | 5 © Stadt Karlsruhe, Roland Fränkle 11,2 17,1 8,3 9,7 17,0 14,3 26,2 31,1 25,4 15,1 10,9 14,7 24,4 16,2 21,6 13,4 7,8 15,8 0102030405060708090100 Bis 20 Jahre21 bis 25 Jahre26 bis 40 Jahre41 bis 50 Jahre51 bis 65 JahreÜber 65 Jahre Abbildung 1 Demografie der Besucherschaftder Karlsruher Innenstadt im Zeitreihenvergleich nach Altersgruppen % Ø 43,4 Quelle IFH Köln GmbH. Basis 1.000 Befragte (2024), 1.001 Befragte (2022), 1.035 Befragte (2020). Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Stadtentwicklung aktuell –IFH Studie Vitale Innenstädte 2024. Ø 36,8 Ø 43,7 2024 2022 2020 6 | Passantenumfrage – Vitale Innenstädte 2024 2. Besuchsverhalten in der Karlsruher Innenstadt Einkaufen und Einkaufsbummel sind sowohl werktags (54,3 %) als auch am Wochenende (70,3 %) der wichtigste Grund für den Besuch der Karlsruher Innenstadt, gefolgt von dem gastronomischen Angebot (Donnerstag: 31,8 %; Samstag: 40,9 %), (Abbildungen 2 und 3). Die Besuchsanlässe Behördengang/Arzt/Arbeit/Ausbildung (Donnerstag: 17,7 %; Samstag: 7,0 %) sowie die Inanspruchnahme des Dienstleistungsangebots (Donnerstag: 16,9 %; Samstag: 10,2 %) werden unter der Woche häufiger genannt, während die Nutzung des Freizeit- und Kulturangebots (Donnerstag: 11,9 %; Samstag: 23,5 %) häufiger am Wochenende aufgeführt wird. Grundsätzlich werden am Wochenende mehr Aktivitäten im Zuge eines Innenstadtbesuches kombiniert im Vergleich zu einem donnerstäglichen Besuch: Am Werktag geben die Passantinnen und Passanten im Schnitt 1,6 Besuchsmotive an, während die Befragten am Samstag durchschnittlich 1,9 Anlässe für ihren Besuch nennen. Im Vergleich zu den Ergebnissen im Jahr 2022 haben die Aspekte „Verweilen“/Sightseeing (beide Tage – 2022: 18,4 %; 2024: 29,4 %) sowie das Gastronomieangebot (beide Tage – 2022: 26,6 %; 2024: 36,4 %) als Anlässe für den Besuch der Karlsruher Innenstadt deutlich an Bedeutung gewonnen. Die Besuchsgründe Behördengang/Arzt/Arbeit/Ausbildung weisen dagegen insbesondere werktags (Donnerstag – 2022: 30,0 %; 2024: 17,7 %) einen deutlichen Rückgang auf. Begründen lässt sich diese Entwicklung wohl mit der zunehmenden Verbreitung der Homeoffice-Arbeit. 6,5 7,8 8,5 29,6 20,6 66,3 8,0 10,7 10,9 30,0 16,2 28,7 47,3 6,8 11,9 16,9 17,7 25,0 31,8 54,3 0102030405060708090100 Wohnen Freizeit- und Kulturangebot Dienstleistungsangebot (zum Beispiel Friseur) Behördengang/Arzt/Arbeit/Ausbildung "Verweilen"/Sightseeing¹ Gastronomie (zum Beispiel Restaurant, Café) Einkaufen/Einkaufsbummel/Shopping 202420222020 Abbildung 2 Gründe für den Innenstadtbesuch im Zeitreihenvergleich | Donnerstag MFN „Warum sindSie heute in dieser Innenstadt?“ % MFNMehrfachnennungen möglich, daher Summe ungleich 100 %. 1 Für 2020 keine Werte vorhanden. Quelle IFH Köln GmbH. Basis 396 Befragte (2024), 450 Befragte (2022), 398 Befragte (2020). Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Stadtentwicklung aktuell –IFH Studie Vitale Innenstädte 2024. Amt für Stadtentwicklung | 7 Bei den Besuchsgründen zeigen sich weiterhin Altersunterschiede (Tabelle 2): Über zwei Drittel der Passantinnen und Passanten im Alter von 26 bis 50 Jahren (68,7 %) geben Einkaufen/Einkaufsbummel/Shopping als Besuchsgrund an. Bei den Befragten bis 25 Jahren liegt der Anteil lediglich bei rund 50 Prozent (50,8 %). Das Freizeit- und Kulturangebot wird als Besuchsanlass am häufigsten von den 51-Jährigen und älter angeführt (20,5 %). Im Vergleich zu den jüngeren Altersgruppen (bis 25 Jahren: 40,2 %) nennen Passantinnen und Passanten ab 51 Jahren seltener die Nutzung des Gastronomieangebots als Besuchsgrund (31,6 %). Im Vergleich mit dem Ortsgrößendurchschnitt (Abbildung 4) werden in Karlsruhe die Besuchsgründe Einkaufen/Einkaufsbummel/ Shopping, Verweilen/Sightseeing sowie das Freizeit- und Kulturangebot häufiger genannt, während bei den anderen Städten ähnlicher Größe die Anteile bei Gastronomie und Dienstleistungsangebot gegenüber den Ergebnissen in Karlsruhe überwiegen. 4,1 15,0 4,3 8,4 35,3 80,3 4,5 13,6 2,9 6,9 20,5 24,5 60,7 6,0 23,5 10,2 7,0 33,7 40,9 70,3 0102030405060708090100 Wohnen Freizeit- und Kulturangebot Dienstleistungsangebot (zum Beispiel Friseur) Behördengang/Arzt/Arbeit/Ausbildung "Verweilen"/Sightseeing¹ Gastronomie (zum Beispiel Restaurant, Café) Einkaufen/Einkaufsbummel/Shopping 202420222020 Abbildung 3 Gründe für den Innenstadtbesuch im Zeitreihenvergleich | Samstag MFN „Warum sindSie heute in dieser Innenstadt?“ % MFNMehrfachnennungen möglich, daher Summe ungleich 100 %. 1Für 2020 keine Werte vorhanden. Quelle IFH Köln GmbH. Basis599 Befragte (2024), 550 Befragte (2022), 634 Befragte (2020). Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Stadtentwicklung aktuell –IFH Studie Vitale Innenstädte 2024. 8 | Passantenumfrage – Vitale Innenstädte 2024 bis 25 Jahre26 bis 50 Jahre 51 Jahre und mehr in % Einkaufen/Einkaufsbummel/Shopping 50,868,7 62,662,3 Gastronomie (zum Beispiel Restaurant , Café) 40,238,5 31,6 36,4 "Verweilen"/Sightseeing 26,132,528,5 29,4 Behördengang / Arzt/ Arbeit/ Ausbildung 19,213,3 7,112,3 Dienstleistungsangebot (zum Beispiel Friseur) 8,214,315,8 13,6 Freizeit- und Kulturangebot 16,6 15,420,5 17,7 Wohnen7,4 6,5 5,76,4 Gesamt Besuchsgrund Altersgruppe in % Tabelle 2 Gründe für den Innenstadtbesuch nach Altersgruppen | Durchschnitt der beiden Tage 2024 MFN MFNMehrfachnennungen möglich, daher Summe ungleich 100 %. Quelle IFH Köln GmbH. Basis 995 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Stadtentwicklung aktuell –IFH Studie Vitale Innenstädte 2024. 11,8 15,3 18,1 14,5 18,2 43,3 59,5 6,4 17,7 13,6 12,3 29,4 36,4 62,3 0102030405060708090100 Wohnen Freizeit- und Kulturangebot Dienstleistungsangebot (zum Beispiel Friseur) Behördengang/Arzt/Arbeit/Ausbildung "Verweilen"/Sightseeing Gastronomie (zum Beispiel Restaurant, Café) Einkaufen/Einkaufsbummel/Shopping Karlsruhe 2024Ortsgrößendurchschnitt 2024 OG Abbildung 4 Gründe für den Innenstadtbesuch im Städtevergleich | Durchschnitt der beiden Tage 2024 MFN „Warum sindSie heute in dieser Innenstadt?“ % MFNMehrfachnennungen möglich, daher Summe ungleich 100 %. OG Ortsgröße 200.000 bis 500.000 Einwohner (z. B. Erfurt, Bielefeld, Freiburg). Quelle IFH Köln GmbH. Basis 995 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Stadtentwicklung aktuell –IFH Studie Vitale Innenstädte 2024. Amt für Stadtentwicklung | 9 Die öffentlichen Verkehrsmittel werden mit insgesamt 46,1 % am häufigsten gewählt, um in die Karlsruher Innenstadt zu gelangen (Abbildung 5). Knapp die Hälfte der Befragten von außerhalb (49,5 %) bevorzugen jedoch den motorisierten Individualverkehr für einen Innenstadtbesuch. Bei den Karlsruherinnen und Karlsruhern greifen dagegen nur ein Fünftel (20,2 %) auf den PKW oder das Motorrad zurück; insgesamt über ein Drittel von ihnen nutzt entweder das Fahrrad (17,7 %) oder geht zu Fuß (15,8 %) in die Innenstadt. Abbildung 5 Verkehrsmittelwahl für den Innenstadtbesuch nach Wohnort und im Zeitreihenvergleich „Mit welchem Verkehrsmittel sind Sie heute in diese Innenstadt gekommen?“ Quelle IFH Köln GmbH. Basis997 Befragte. Icons© hybs –stock.adobe.com Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Stadtentwicklung aktuell –IFH Studie Vitale Innenstädte 2024. 15,8 17,7 20,2 46,3 2,5 2,8 49,5 45,2 11,3 12,3 30,3 46,1 051015202530354045 505560 Zu Fuß Fahrrad/E-Bike/E-Scooter PKW/Motorrad Öffentliche Verkehrsmittel AußerhalbKarlsruhe Gesamt % 10,9 22,0 28,2 38,9 12,2 18,8 31,6 37,4 11,3 12,3 30,3 46,1 0510 1520 25 30354045505560 Zu Fuß Fahrrad/E-Bike/E-Scooter PKW/Motorrad Öffentliche Verkehrsmittel 202420222020 % 10 | Passantenumfrage – Vitale Innenstädte 2024 Im Zeitreihenvergleich ist eine deutliche Bedeutungszunahme des ÖPNV bei der Verkehrsmittelwahl für den Innenstadtbesuch auszumachen. Diese ist dabei vor allem auf eine gesteigerte Nutzung des ÖPNV von Seiten der Karlsruherinnen und Karlsruher zurückzuführen: Während in 2020 (33,8 %) und 2022 (33,9 %) jeweils rund ein Drittel der Karlsruherinnen und Karlsruher mit dem ÖPNV in die Innenstadt gekommen ist, nutzen in 2024 über 46 Prozent die Bahn oder den Bus. Gleichzeitig ist der Anteil der Fahrradfahrenden bei den Befragten mit Wohnsitz in der Stadt Karlsruhe seit 2020 um 16,6 Prozentpunkte zurückgegangen (2020: 34,3 %; 2022: 31,5 %; 2024: 17,7 %). Die Verkehrsmittelwahl der Innenstadtbesuchenden von außerhalb zeigt dagegen mit Blick auf die Entwicklung in den letzten vier Jahren keine größeren Veränderungen. Im Vergleich mit dem Ortsgrößendurchschnitt (Tabelle 3) ist in Karlsruhe der höhere Anteil an ÖPNV-Nutzenden auffällig, trotz des vergleichsweisen hohen Anteiles an Besucherinnen und Besuchern der Innenstadt von außerhalb (Tabelle 1). Dagegen kommt in anderen Städten ähnlicher Größe ein etwas höherer Anteil der Passantinnen und Passanten zu Fuß in die Innenstadt. © Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmelin Öffentliche Verkehrsmittel PKW/Motorrad Fahrrad/E-Bike/ E-Scooter Zu Fuß Karlsruhe46,130,312,311,3 Ortsgrößendurchschnitt OG 38,233,612,715,5 Gesamtdurchschnitt aller teilnehmenden Städte25,842,312,918,9 in % Tabelle 3 Verkehrsmittelwahl für den Innenstadtbesuch im Städtevergleich 2024 OG Ortsgröße 200.000 bis 500.000 Einwohner ( z. B. Erfurt, Bielefeld, Freiburg). Quelle IFH Köln GmbH. Basis 997 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Stadtentwicklung aktuell –IFH Studie Vitale Innenstädte 2024. Amt für Stadtentwicklung | 11 3. Einkaufsverhalten in der Karlsruher Innenstadt Über drei Fünftel der Passantinnen und Passanten (61,9 %) besuchen mindestens einmal pro Woche die Karlsruher Innenstadt zum Einkaufen (Abbildung 6). Dieser Anteil der regelmäßig Besuchenden, welcher im Ortsgrößendurchschnitt liegt (61,7 %), hat gegenüber der letzten Erhebung im Jahr 2022 (58 %) leicht zugenommen. Während über drei Viertel der Karlsruherinnen und Karlsruher (77,6 %) mindestens einmal pro Woche die Innenstadt besuchen, kommt lediglich knapp ein Drittel der Befragten von außerhalb (32,1 %) mindestens einmal die Woche in die City. In 2022 lag der Anteil der Passantinnen und Passanten von außerhalb, die mindestens einmal pro Woche die Karlsruher Innenstadt zum Einkaufen besuchen, noch bei 44,6 %. Bei der Besuchshäufigkeit sind folgende Altersunterschiede auszumachen: Die Altersgruppe bis 25 Jahre besucht die Karlsruher Innenstadt überdurchschnittlich häufig zum Einkaufen (mindestens einmal pro Woche: 67,5 %), während nur 54,9 % der über 50-Jährigen mindestens wöchentlich in die Innenstadt gehen. Bei über zwei Drittel der Passantinnen und Passanten (67,6 %) hat sich das Einkaufsverhalten trotz der Möglichkeiten des Online- Shoppings in den letzten zwei bis drei Jahren nicht verändert (Abbildung 7): 29,8 % nutzen den Online-Einkauf überhaupt nicht und 37,8 % besuchen die Karlsruher Innenstadt weiterhin zum Einkaufen, obwohl sie ebenso von der Möglichkeit des Online-Einkaufs Gebrauch machen. Im Ortsgrößendurchschnitt liegt der Anteil derjenigen, deren Einkaufsverhalten sich nicht verändert hat, bei über 70 Prozent (71,3 %): Hier betreiben 19,0 % überhaupt kein Online-Shopping und über die Hälfte der Besucherinnen und Besucher kaufen zwar online ein, gehen aber dennoch in die Innenstädte für einen Einkaufsbummel (52,3 %). 17,1 44,7 23,2 7,9 7,1 18,6 39,4 26,1 8,08,0 16,4 45,5 24,4 5,8 7,9 0 10 20 30 40 50 60 TäglichWöchentlichMonatlichQuartalsweiseSeltener 202020222024 Abbildung 6 Besuchshäufigkeit der Karlsruher Innenstadt im Zeitreihenvergleich „Wie oft besuchen Sie diese Innenstadt in etwa zum Einkaufen?“ % QuelleIFH Köln GmbH. Basis995 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Stadtentwicklung aktuell –IFH Studie Vitale Innenstädte 2024. 12 | Passantenumfrage – Vitale Innenstädte 2024 Das Alter der Befragten spielt vor allem bei der generellen Nutzung von Online-Shopping-Angeboten eine Rolle (Abbildung 8): Unter den Befragten bis 25 Jahren gibt über die Hälfte (50,7 %) an, dass sie die Karlsruher Innenstadt aufgrund des Online-Shoppings seltener zum Einkaufen besuchen. Gleichzeitig macht über die Hälfte der 51-Jährigen und älter (52,5 %) überhaupt keinen Gebrauch von den Möglichkeiten des Online-Einkaufs. 50,736,113,234,3 47,8 17,918,628,9 52,5 32,4 37,8 29,8 0 10 20 30 40 50 60 Ja, verstärkter Online-Einkauf, Innenstadt-Besuche seltener Nein, trotz Online-Einkauf, Innenstadt-Besuche gleich Nein, kein Online-Einkauf bis 25 Jahre26 bis 50 Jahre51 Jahre und mehrKarlsruhe Gesamt Abbildung 8 Änderung im Einkaufsverhalten durch Online-Handel nach Altersgruppen 2024 „Hat sich Ihr Einkaufsverhalten in der Innenstadt durch das Angebot, online einkaufen zu können, in den letzten zwei bis dreiJahren verändert?“ % Quelle IFH Köln GmbH. Basis978 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Stadtentwicklung aktuell –IFH Studie Vitale Innenstädte 2024. 21,5 50,8 27,8 39,2 34,2 26,6 32,4 37,8 29,8 0 10 20 30 40 50 60 Ja, verstärkter Online-Einkauf, Innenstadt-Besuche seltener Nein, trotz Online-Einkauf, Innenstadt-Besuche gleich Nein, kein Online-Einkauf 202020222024 Abbildung 7 Änderung im Einkaufsverhalten durch Online-Handel im Zeitreihenvergleich „Hat sich Ihr Einkaufsverhalten in der Innenstadt durch das Angebot, online einkaufen zu können, in den letzten zwei bis drei Jahren verändert?“ % QuelleIFH Köln GmbH. Basis978 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Stadtentwicklung aktuell –IFH Studie Vitale Innenstädte 2024. Amt für Stadtentwicklung | 13 4. Attraktivität der Karlsruher Innenstadt Im Durchschnitt bewerten die befragten Passantinnen und Passanten die Attraktivität der Karlsruher Innenstadt mit der Schulnote 2,8 (Abbildung 9). Im Zeitreihenvergleich hat sich die Attraktivitätsbewertung aus Sicht der Innenstadt-Besucherinnen und -Besucher verschlechtert: Während 2020 noch über drei Fünftel der Befragten (62,4 %) die Schulnoten „sehr gut“ (8,8 %) und „gut“ (53,6 %) vergaben, sind es im Jahr 2024 noch knapp zwei Fünftel (38,6 %), die die Attraktivität der Karlsruher Innenstadt mit mindestens „gut“ bewerten. Ebenso im Vergleich mit den Städten ähnlicher Größe (Schulnote 2,5) schneidet die Attraktivitätsbewertung der Karlsruher Innenstadt in 2024 schlechter ab. Bei der Attraktivitätsbeurteilung offenbaren sich Altersunterschiede: Während jüngere Besucherinnen und Besucher bis 25 Jahren im Durchschnitt die Schulnote 2,7 vergeben, liegt die durchschnittliche Bewertung aus Sicht der 51-Jährigen und älter bei einer Schulnote von 3,0. Neben der grundsätzlichen Attraktivitätsbewertung, wurden die Besucherinnen und Besucher gebeten, detailliert einzelne Aspekte zu bewerten, welche sich grob in die Themengebiete Aufenthaltsqualität und Ambiente, Erreichbarkeit und Mobilität sowie Angebot zuordnen lassen (Abbildung 10). Gute Bewertungen erhält die Karlsruher Innenstadt für die Erreichbarkeit mit Bus und Bahn (Schulnote 2,0), die Fahrradfreundlichkeit (Schulnote 2,2) sowie das Angebot an Veranstaltungen und Dienstleistungen (jeweils Schulnote 2,2). Im Durchschnitt die schlechtesten Schulnoten erhalten dagegen die Aspekte Autofreundlichkeit (Schulnote 3,2) sowie Parkmöglichkeiten (Schulnote 3,4). Im Vergleich zur Befragung im Jahr 2022 hat sich lediglich die Bewertung der Wege, Plätze, Sitz- und Verweilmöglichkeiten leicht verbessert (2024: 2,6; 2022: 2,7). Auch im Vergleich mit dem Ortsgrößendurchschnitt (Schulnote 2,7) schneidet Karlsruhe in dieser Kategorie etwas besser ab. Dies gelingt der Karlsruher Innenstadt ebenso in den Kategorien Fahrradfreundlichkeit (Schulnote: 2,2; Vergleichsstädte: 2,5), Sport-, Spiel- und Freizeitmöglichkeiten (Schulnote: 2,8; Vergleichsstädte: 3,0), Sicherheit (Schulnote: 2,6; Vergleichsstädte: 2,8) sowie dem Veranstaltungsangebot (Schulnote: 2,2; Vergleichsstädte: 2,3) und dem Kulturangebot (Schulnote: 2,3; Vergleichsstädte: 2,4). Eine schlechtere Bewertung gegenüber den Städten ähnlicher Größe erhält die Innenstadt von Karlsruhe insbesondere bei der Fußgängerfreundlichkeit (Schulnote: 2,3; Vergleichsstädte: 2,0) sowie dem Einzelhandelsangebot (Schulnote: 2,6; Vergleichsstädte: 2,3). Die genannten Aspekte weisen ebenso eine negative Entwicklung im Vergleich zu 2022 auf (Fußgängerfreundlichkeit: 2,1; Einzelhandelsangebot: 2,4). 17,8 8,8 6,7 2,1 35,4 53,6 46,6 36,5 27,5 27,8 32,7 45,2 14,0 6,7 10,4 11,6 4,4 2,8 2,7 3,6 0%25%50%75%100% Ortsgrößen- durchschnitt 2024 Karlsruhe 2020 Karlsruhe 2022 Karlsruhe 2024 Abbildung 9 Bewertung der Karlsruher Innenstadt im Städte-und Zeitreihenvergleich „WelcheSchulnote würden Sie dieser Innenstadt in Bezug auf ihre Attraktivität insgesamt geben?“ OG Ortsgröße 200.000 bis 500.000 Einwohner (zum Beispiel Erfurt, Bielefeld, Freiburg). Quelle IFH Köln GmbH. Basis997 Befragte (2024), 1.001 Befragte (2022), 1.035 Befragte (2020). Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Stadtentwicklung aktuell –IFH Studie Vitale Innenstädte 2024. 2,8 2,6 2,4 2,5 Ø Benotung % 0 25 50 75 100 OG sehr gut gut befriedigend ausreichend mangelhaft ungenügend 14 | Passantenumfrage – Vitale Innenstädte 2024 Bei der Beurteilung der einzelnen Aspekte sind teils deutliche Altersunterschiede festzustellen: Während knapp drei Fünftel der bis zu 25-Jährigen (59,8 %) das Einzelhandelsangebot mit mindestens „gut“ (Schulnote: 2,2) bewerten, zeigt sich bei den 51-Jährigen und älter mit einem entsprechenden Anteil von 38,7 % (Schulnote: 2,8) ein auffallend kritischeres Urteil. Das Gastronomieangebot kann ebenso bei den jüngeren Befragten bis 25 Jahren eher punkten (Schulnote: 2,1) im Vergleich zu der Bewertung der 51-Jährigen und älter (Schulnote: 2,5). Abbildung 10 Bewertung der Karlsruher Innenstadt im Detail „Wie bewerten Sie dieAttraktivität dieser Innenstadt im Hinblick auf die folgenden Aspekte?“ 1Für 2022 keine Werte vorhanden. Quelle IFH Köln GmbH. Basis 1.000 ≥ n ≥ 994 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Stadtentwicklung aktuell –IFH Studie Vitale Innenstädte 2024. Erreichbarkeit und Mobilität Angebot Aufenthaltsqualität, Ambiente, Flair und Erlebnis 2,8 2,6 2,3 2,3 2,2 2,2 3,4 3,2 2,3 2,2 2,0 3,0 2,9 2,9 2,8 2,8 2,7 2,6 2,6 2,5 1,01,52,02,53,03,5 Sport-, Spiel- und Freizeitmöglichkeiten Einzelhandelsangebot insgesamt Kulturangebot Gastronomieangebot Dienstleistungsangebot Veranstaltungen Parkmöglichkeiten (PKW) Autofreundlichkeit Fußgängerfreundlichkeit Fahrradfreundlichkeit Erreichbarkeit mit Bus & Bahn Grünflächen/Stadtbegrünung Erlebniswert Sauberkeit touristische Attraktivität/Sehenswürdigkeiten Gebäude/Fassaden Aufenthaltsqualität/Ambiente/Flair Wege, Plätze, Sitz- und Verweilmöglichkeiten Sicherheit Lebendigkeit/Vitalität 20242022 1 Schulnote Amt für Stadtentwicklung | 15 In Anlehnung an die befriedigende Beurteilung der Kategorie Grünflächen und Stadtbegrünung (Schulnote: 3,0), sprechen sich beinahe zwei Drittel der befragten Passantinnen und Passanten in Karlsruhe für eine Umgestaltung zu einer grüneren Innenstadt aus (Anteil „unbedingt“: 64,9 %), (Abbildung 11). Diese Ergebnisse zeugen von der hohen Brisanz des Themas Innenstadtbegrünung in Karlsruhe, welches insbesondere im Zuge der Baumaßnahmen der Kombilösung mit Neugestaltung des Marktplatzes sowie der Fällung der Platanen in der Kaiserstraße an Bedeutung gewonnen hat. In den Städten ähnlicher Größe beläuft sich der Anteil derjenigen, die die Umgestaltung zu einer grüneren Innenstadt als „unbedingt zu ergreifen“ einstufen, lediglich auf 44,9 %. Als weitere Maßnahmen, welche unbedingt in der Karlsruher Innenstadt ergriffen werden sollten, um diese für einen Besuch attraktiver zu machen, werden insbesondere die Aufwertung der Fußgängerzonen und Plätze (58,4 %), Maßnahmen gegen leerstehende Läden (49,9 %) sowie ein verbessertes Toilettenangebot (49,0 %) genannt. Der Anteil derjenigen, die mehr Veranstaltungen und verkaufsoffene Sonntage als wichtige Maßnahmen für eine Attraktivitätssteigerung der Innenstadt angeben, ist unter den bis zu 25-Jährigen (26,8 %) deutlich höher als bei den älteren Befragten ab 51 Jahren (12,3 %). 4,4 15,5 12,3 20,4 21,0 24,2 29,8 25,1 51,0 60,8 60,5 68,2 12,8 11,0 24,6 22,3 24,2 25,9 28,5 32,4 42,6 44,5 62,4 63,9 16,9 13,0 26,8 20,9 18,7 23,3 22,3 28,3 57,0 42,2 51,1 62,3 10,5 11,2 20,7 21,6 22,8 25,9 27,4 28,4 49,0 49,9 58,4 64,9 0 10 20 30 40 50 60 70 Ausbau Mietangebote für Fahrräder, E-Roller/Scooter Ausbau E-Ladesäulen Mehr Veranstaltungen und verkaufsoffene Sonntage Ausbau Angebote für Kinder und Jugendliche Ausbau PKW-Parkmöglichkeiten Ausbau Radverkehr Verbesserung öffentlicher Nahverkehr Umgestaltung zu einer auto-/ verkehrsärmeren Innenstadt Verbessertes Toilettenangebot Maßnahmen gegen leerstehende Läden und Brachflächen Ausbau/Aufwertung Fußgängerzonen, Plätze (zum Beispiel Sitzmöglichkeiten, Grünflächen) Umgestaltung zu einer grüneren Innenstadt Bis 25 Jahre26 bis 50 Jahre51 Jahre und mehrGesamt Abbildung 11 Gewünschte Schwerpunktsetzungen für die Karlsruher Innenstadt nach Altersgruppen 2024 „Welche Maßnahmensollten in dieser Innenstadt ergriffen werden, um diese für Ihren Besuch attraktiver zu machen?“ –Anteile „Unbedingt“ % Quelle IFH Köln GmbH. Basis 1.000 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Stadtentwicklung aktuell –IFH Studie Vitale Innenstädte 2024. 16 | Passantenumfrage – Vitale Innenstädte 2024 5. Anhang Amt für Stadtentwicklung | 17 18 | Passantenumfrage – Vitale Innenstädte 2024 Amt für Stadtentwicklung | 19

  • Protokoll HFA 08.04.2025 TOP 3
    Extrahierter Text

    Niederschrift 8. Sitzung Haupt- und Finanzausschuss 8. April 2025, 16:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus Marktplatz Vorsitz: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup Punkt 3 der Tagesordnung: Passantenumfrage „Vitale Innenstädte 2024“ – Ergebnisse für Karlsruhe Vorlage: 2025/0224 Beschluss: Kenntnisnahme Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 3 zur Behandlung auf. Stadträtin Fahringer (GRÜNE) meint, es gehe um die Umgestaltung zur grüneren Innenstadt, die Aufwertung der Fußgängerzone und der Plätze. Danach folgten Maßnahmen gegen den Leerstand und ein verbessertes Toilettenangebot. Welche Schlüsse ziehe man daraus, wenn man beispielsweise auf die Wahl der Verkehrsmit- tel schaue. Man habe das Konzept zur aktiven Mobilität. Man habe ÖRMI mit Abschlussbe- richten. Hier verzeichne man nun einen Rückgang der aktiven Mobilität. Was seien die Gründe? Wie werde man kurzfristig umlenken? Welche Maßnahmen gehe man konkret für die Innenstadt an? Stadtrat Pfannkuch (CDU) ist es wichtig, dass man regelmäßig Zahlen über diese Fragen vor- gelegt bekomme. Er schließe sich seiner Vorrednerin an, dass man sich in absehbarer Zeit auch eine Bewertung der Verwaltung vorstellen könne, um die eigenen Erkenntnisse damit zu verweben und in eine Diskussion einzutreten. Eines dürfe man bei dieser Diskussion aber nicht machen, nämlich die Zahlen ideologisch für die jeweiligen Idee auszunutzen. Warum die Bürgerinnen und Bürger gerne die Kaiserstraße besuchten, hänge nicht davon ab, wie sie in die Stadt kämen. Von vornherein zu sagen, dass man die Mobilität, die man als Fraktion für die wichtige ansehe, einsetzen müsse, sei eine Bedingung, die er ablehne. Man müsse wertfrei an die Ergebnisse herangehen. Dann werde man sehen, was man zum Wohle des Pulsierens der Innenstadt tun könne. – 2 – Der Vorsitzende nimmt den Auftrag gerne auf. Man sei bereits gut unterwegs, weil man ge- nau mit diesen Schwerpunkten an ÖRMI herangegangen sei. Auch habe die Zwischenver- mietung von Leerständen in Einzelhandelsflächen manchem zu einer dauerhaften Ansied- lung des entsprechenden Geschäfts in Karlsruhe verholfen. Nachdem keine weiteren Wortmeldungen vorliegen, stellt er die erfolgte Kenntnisnahme fest. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt – Ratsangelegenheiten – 14. April 2025