Prüfung der Installation von Sprühnebelduschen zur Abkühlung an heißen Tagen
| Vorlage: | 2025/0192 |
|---|---|
| Art: | Antrag |
| Datum: | 25.02.2025 |
| Letzte Änderung: | 16.02.2026 |
| Unter Leitung von: | Tiefbauamt |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
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Antrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2025/0192 Eingang: 25.02.2025 Prüfung dder Installation von Sprühnebelduschen zur Abkühlung an heißen Tagen Antrag: SPD Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Gemeinderat 25.03.2025 31 Ö Kenntnisnahme Ausschuss für Umwelt und Gesundheit 16.05.2025 Ö Behandlung Die Stadtverwaltung wird beauftragt, die verschiedenen Möglichkeiten zur Installation von Sprühnebelduschen für besonders heiße Tagen in Karlsruhe zu prüfen. Dabei soll insbesondere untersucht werden: 1. welche technischen Varianten (Hydrantenaufsätze, stationäre Systeme, mobile Lösungen, nachhaltige Konzepte) am besten geeignet sind. 2. an welchen Standorten eine Installation besonders sinnvoll wäre. 3. welche Kosten für die Umsetzung der verschiedenen Varianten entstehen. 4. ob Fördermöglichkeiten oder Kooperationen zur Finanzierung genutzt werden können. Begründung/Einordnung: In den vergangenen Jahren hat sich gezeigt, dass die Sommer in Karlsruhe immer heißer werden. Lange Hitzeperioden belasten nicht nur die Umwelt, sondern auch die Menschen in der Stadt erheblich. Besonders in dicht bebauten Gebieten staut sich die Hitze, wodurch sich das Stadtklima weiter aufheizt. Vor allem ältere Menschen, Kinder und gesundheitlich vorbelastete Personen sind durch die hohen Temperaturen gefährdet. Doch auch für die gesamte Bevölkerung kann extreme Hitze zur Belastung werden, da sie den Alltag einschränkt und zu einem erhöhten Risiko für Kreislaufprobleme führt. Um dem entgegenzuwirken, sind innovative und gleichzeitig ressourcenschonende Maßnahmen erforderlich. Eine Lösung, die bereits in mehreren Städten erfolgreich erprobt wurde, ist der Einsatz von Sprühnebelduschen. Diese Systeme erzeugen durch feine Düsen einen kühlenden Nebel, der sich sanft in der Luft verteilt und die Umgebungstemperatur deutlich senken kann. Durch die gezielte Zerstäubung des Wassers wird nur eine geringe Menge verbraucht, während die erfrischende Wirkung dennoch spürbar ist. Bisher wurden in verschiedenen Städten unterschiedliche technische Varianten eingesetzt: • Sprühnebelsysteme an Hydranten: Diese lassen sich einfach auf vorhandene Hydranten montieren und können temporär oder dauerhaft genutzt werden. – 2 – • Feste Nebelduschen in Fußgängerzonen oder Parks: Hochdruck-Nebelsysteme können an ausgewählten Standorten installiert werden, beispielsweise in Form von Nebelbögen oder in Sitzbereichen. • Mobile Nebelsysteme: Temporäre Lösungen könnten auf Veranstaltungen oder an stark frequentierten Orten flexibel eingesetzt werden. • Nachhaltige Lösungen mit Regenwassernutzung oder Solarenergie: Eine umweltfreundliche Variante könnte durch die Nutzung von Regenwasser oder solarbetriebenen Pumpen realisiert werden. Ziel ist es, eine effektive und nachhaltige Maßnahme zur Hitzereduktion in Karlsruhe zu entwickeln und umzusetzen. Unterzeichnet von: Yvette Melchien Dr. Raphael Fechler
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Stellungnahme zum Antrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2025/0192 Verantwortlich: Dez. 6 Dienststelle: Tiefbauamt Prüfung der Installation von Sprühnebelduschen zur Abkühlung an heißen Tagen Antrag: SPD Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Gemeinderat 25.03.2025 31 Ö Kenntnisnahme Ausschuss für Umwelt und Gesundheit 16.05.2025 5 Ö Behandlung Kurzfassung Sprühnebelduschen bieten eine Möglichkeit zur lokalen Abkühlung, insbesondere in stark frequentierten und hitzebelasteten Bereichen. Gerade im Innenstadtbereich und in der Kaiserstraße werden allerdings eine Vielzahl an Ansprüchen an den öffentlichen Raum gestellt. Vorrangiges Ziel muss die Erreichbarkeit für alle Nutzenden, insbesondere auch der Rettungsdienste sein. Sprühnebelduschen eignen sich daher insbesondere als mobile Systeme bei Veranstaltungen. Im Innenstadtbereich werden seitens der Stadtverwaltung Brunnen und Trinkbrunnen als Abkühlungsmöglichkeit favorisiert. Finanzielle Auswirkungen Ja ☐ Nein ☒ ☐ Investition ☐ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☐ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☒ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☐ Ja ☐ Korridorthema: Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☐ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Erläuterungen Zu 1.) Welche technischen Varianten (Hydrantenaufsätze, stationäre Systeme, mobile Lösungen, nachhaltige Konzepte) am besten geeignet sind. Und zu 2.) An welchen Standorten eine Installation besonders sinnvoll wäre. Möglichkeiten zur Abkühlung, insbesondere in stark frequentierten und hitzebelasteten Bereichen, werden regelmäßig in den entsprechenden Planungen diskutiert und berücksichtigt. Da sich aber im Falle von Sprühnebelduschen die Abkühlung nur auf einen begrenzten Bereich ausdehnt, stehen einem Nutzen höhere Kosten (siehe auch Punkt 2) im Vergleich zu bewährten Systemen gegenüber. Darüber hinaus muss insbesondere in der Innenstadt die durchgehende Anfahrbarkeit für eine Vielzahl an Nutzende gewährleistet werden. Darunter fallen beispielsweise Rettungsdienst und Branddirektion, Ver- und Entsorgungsunternehmen, Taxis sowie Anwohnende. Um den gewünschten Effekt für zu Fuß Gehende zu erreichen, müssten Systeme eine Höhe haben, welche für die Durchfahrt von Fahrzeugen nicht mehr ausreicht. Stationäre und damit dauerhafte Systeme würden daher die Erreichbarkeit der Innenstadt stark einschränken und sind somit für diesen Bereich nicht geeignet. Seitens der Stadtverwaltung liegt der Fokus auf Elementen wie Brunnen, Trinkbrunnen und Wasserspielen. Trinkbrunnen bieten nicht nur eine direkte Erfrischungsmöglichkeit, sondern entsprechen auch dem Ziel einer nachhaltigen und ressourcenschonenden Wasserversorgung. Aktuelle Beispiele hierfür sind die künftig neugestaltete Kaiserstraße sowie der Bahnhofsplatz Süd. Angesichts der bekannten begrenzten finanziellen und personellen Kapazitäten ist eine Installation von Nebelduschen zusätzlich zu dem umfassenden Aufgabenbereich in der Brunnenunterhaltung absehbar nicht denkbar. Mobile Systeme, wie Sprühnebelduschen, können als Ergänzung und standortabhängig eingesetzt werden. Beispielsweise eignen sie sich insbesondere für den Einsatz während Veranstaltungen und werden bereits bei DAS FEST in Form von Rundbogen-Duschen eingesetzt. Zu 3.) Welche Kosten für die Umsetzung der verschiedenen Varianten entstehen. Die Kosten sind immer vom gewählten System abhängig und können nicht pauschal angegeben werden. Bei stationären und dauerhaften Systemen kommen zu den Kosten für die Herstellung auch immense Betriebs- und Unterhaltungskosten zur Aufrechterhaltung einer entsprechenden Wasserqualität. So müssten aufgrund des kalkhaltigen Wassers spezielle Aufbereitungssysteme wie UV-Lichtentkeimung oder Osmoseanlagen zum Einsatz kommen und das Leitungsnetz regelmäßig desinfiziert werden. Im Vergleich zu herkömmlichen (Trink-)brunnen entstehen so insgesamt höhere Anschaffungs- und Betriebskosten sowie ein zusätzlicher Bedarf an geschultem Personal. Zu 4.) Ob Fördermöglichkeiten oder Kooperationen zur Finanzierung genutzt werden können. In der Vergangenheit haben sich das Förderprogramm Klimopass des Landes Baden-Württemberg und die Fördermaßnahme „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“ als hilfreich für die Klimaanpassung in Karlsruhe erwiesen, da viele Klimaanpassungsmaßnahmen wie zum Beispiel Trinkbrunnen darüber gefördert werden können. Sprühnebelduschen sind im Vergleich zu klassischen Trinkbrunnen jedoch noch nicht stark verbreitet und spielen auch in den einschlägigen Förderrichtlinien bisher keine große Rolle. – 3 – Nach Sichtung und Prüfung der einschlägigen Förderprogramme des Landes und des Bundes bestehen aktuell keine Fördermöglichkeiten für die investiven Kosten für Sprühnebelduschen. Ob Sprühnebelduschen als Fördergegenstand perspektivisch in Förderprogramme des Landes oder Bundes aufgenommen werden, ist schwer abzuschätzen. Eine Sicherheit, dass die Investitionskosten gefördert werden, gibt es demnach nicht. Die Kosten für die Unterhaltung sind nach keinem bekannten Förderprogramm förderfähig. Diese sind aber teilweise erheblich (technische Instandhaltung, wasserhygienische Beprobung, Reinigung, Reparaturen etc.) und müssen bei einer Entscheidung über die Installation von Sprühnebelanlagen berücksichtigt und ggf. dauerhaft im städtischen Haushalt eingestellt werden.
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Niederschrift 8. Plenarsitzung des Gemeinderates 25. März 2025, 15:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus am Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup Punkt 31 der Tagesordnung: Prüfung der Installation von Sprühnebelduschen zur Abküh- lung an heißen Tagen Antrag: SPD Vorlage: 2025/0192 Beschluss: Beratung im Ausschuss für Umwelt und Gesundheit am 16. Mai 2025, öffentlich Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 31 auf und teilt mit, der Antrag werde ohne Aussprache in den Ausschuss für Umwelt und Gesundheit verwiesen. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten – 1. April 2025