Präventionsveranstaltungen an Schulen
| Vorlage: | 2025/0185 |
|---|---|
| Art: | Antrag |
| Datum: | 25.02.2025 |
| Letzte Änderung: | 10.04.2025 |
| Unter Leitung von: | Stadtamt Durlach |
| Erwähnte Stadtteile: | Durlach |
Beratungen
- Ortschaftsrat Durlach (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 23.04.2025
Rolle: Behandlung
Ergebnis: erledigt
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
Antrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2025/0185 Eingang: 22.02.2025 Präventionsveranstaltungen an Schulen CDU-OR-Fraktion Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Ortschaftsrat Durlach 23.04.2025 8 Ö Behandlung Antrag: Das Stadtamt wird gebeten, in Zusammenarbeit mit dem Polizeirevier Durlach, dem Haus des Jugend- rechts und dem Referat Prävention des Polizeipräsidium Karlsruhe, auf Präventionsveranstaltungen an Schulen für Schüler und Eltern hinzuwirken. Begründung: In den vergangenen Monaten kam es in den angrenzenden Stadt- und Landkreisen, aber auch bei uns im Zuständigkeitsbereich des Ortschaftsrates Durlach immer wieder zu verdächtigem Ansprechen von Kindern der unteren Klassenstufen. Da Kinder im Alter von 6 Jahren bis 13 Jahren am empfänglichsten sind für das Beeinflussen von ,,seriös" wirkenden, meist männlichen Erwachsenen, ist hier das Gefahrenpotential für Übergriffe besonders groß. Auf Grund des sensiblen Themas und der Besorgnis der Eltern, fanden bereits in der Bevölkerung entsprechende Diskussionen statt und das Unverständnis über den schwachen Informationsfluss seitens der Schulen und Behörden ist groß. Da eine reine Handreichung an die Eltern, wie es in anderen Landkreisen erfolgte, zu unverhältnismäßigen Hysterien führen kann, ist eine professionelle präventive Sensibilisierung der Eltern und Schüler zielführend. Das Stadtamt wird gebeten, in Zusammenarbeit mit dem Polizeirevier Durlach, dem Haus des Jugend- rechts und dem Referat Prävention des Polizeipräsidiums Karlsruhe, auf Präventionsveranstaltungen an Schulen für Schüler und Eltern hinzuwirken. gez. CDU-OR-Fraktion Andreas Kehrle Dirk Müller Ulrike Dörflinger Rüdiger Miersch Steffen Zwilling Elke Graf
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Extrahierter Text
Stellungnahme zum Antrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2025/0185 Verantwortlich: Dez. 1 Dienststelle: StaDu Präventionsveranstaltungen an Schulen CDU-OR-Fraktion Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Ortschaftsrat Durlach 23.04.2025 8 Ö Behandlung Kurzfassung Die Verwaltung berichtet über den aktuellen Sachstand. Der Ortschaftsrat nimmt die Ausführungen zur Kenntnis. Die Schulleitungen wurden um Informationen zum aktuellen Vorgehen gebeten und der Kontakt zwischen Stadtamt Durlach, Schulen sowie ansprechbaren Stellen bezüglich Präventionsveranstaltungen und -material hergestellt. Weiter wurden zusätzliche Informationsmaterialien zur Verfügung gestellt. Finanzielle Auswirkungen Ja ☐ Nein ☒ ☐ Investition ☐ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☐ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☒ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☒ Ja ☐ Korridorthema: Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Erläuterungen Das Stadtamt Durlach nahm zunächst Kontakt zum Referat Prävention des Polizeipräsidiums Karlsruhe auf. Das Referat Prävention wies darauf hin, dass es beispielsweise Selbstbehauptungstrainings gebe, welche Gefahren und bedrohliche Situationen sowie eine richtige Körperhaltung und einfache, wirksame Selbstbehauptungsstrategien schulen. Das Referat Prävention stellte drei Flyer mit Informationsmaterial zur Verfügung. Ein Informationsflyer zum Thema „Prävention auf dem Stundenplan“ sei zwischen Kultusministerium und Innenministerium Baden-Württemberg erstellt und an alle Schulämter zur Weitergabe an die Schulen gesteuert worden. Die Schulen wurden ferner seitens des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport jüngst dazu aufgefordert, das Thema Prävention von sexualisierter Gewalt zum Wohle der Schülerinnen und Schüler sicherzustellen. Grundsätzlich gibt es Situationen, in denen Kinder von Personen, aus einem Fahrzeug heraus, in sozialen Netzwerken oder auf offener Straße angesprochen werden. Laut Weltgesundheitsorganisation seien statistisch gesehen in jeder Klasse in Deutschland ein bis zwei Schülerinnen und Schüler von sexualisierter Gewalt betroffen. Dies kann bei den Betroffenen für Besorgnis und Unsicherheit führen, auch wenn nicht jeder, der ein Kind anspricht „Böses“ im Sinn hat. Aus der Erfahrung heraus bestehe für aufgeklärte, informierte und selbstbewusste Kinder ein geringeres Risiko zum Opfer von Gewalt zu werden. Den Schulen kommt in ihrer Fürsorgepflicht eine besondere Bedeutung zu, wobei Schutzkonzepte eine tragende Rolle spielen. Das Zentrum für Schul- und Lehrqualität, die Präventionsbeauftragten und das Referat Prävention des Polizeipräsidiums stellen den Schulen differenzierte Programme und Schulungen zum Umgang mit Gewalt zur Seite. Der Kinderschutz in öffentlicher Verantwortung ist inzwischen um den institutionellen Kinderschutz erweitert worden. Verantwortliche sind nunmehr an sämtlichen Orten, an denen sich Kinder und Jugendliche aufhalten aufgefordert, systematisch Präventions- und Interventionsmaßnahmen in Form von Schutzkonzepten zu entwickeln und zu implementieren. Der Schulsozialarbeit kommt bei der Erstellung schulortbezogener Schutzkonzept-Prozesse eine eigene Rolle zu. Die Schulsozialarbeit kann am Ort Schule unter anderem Impulsgeber sein, um mit den relevanten Beteiligten den Prozess in Gang zu setzen und ist Mitgestalter des Schutzkonzept-Prozesses in der Schule. Die Stadt Karlsruhe arbeitet was den Kinderschutz betrifft eng mit den Schulen sowie den Kooperationspartnern Polizei, Kommunale Suchtbeauftragte und Landesmedienzentrum zusammen, um Programme und Schulungen, wie „Mut tut gut! Zivilcourage kann man lernen“, die „Starke Kiste Prävention sexualisierter Gewalt“, „Gemeinsam Klasse sein! Eine Online Plattform zum Thema Mobbing und Cybermobbing“, „Ich schaff ́s - Kinder lösungsorientiert begleiten“, etc. zu realisieren. Dem Zusammenwirken der verschiedenen Akteure aus unterschiedlichen Berufsgruppen kommt hierbei eine besondere Bedeutung zu. Schulsozialarbeit unterstützt die Schulen bei der Wahrnehmung Ihres Schutzauftrags und bei der Vernetzung der Systeme und Hilfestellungen im Stadtgebiet. Zentrale Aspekte hierbei sind, das Wissen und ein gesundes Misstrauen zu fördern, das Selbstbewusstsein von Kindern zu steigern, Kinder über ihre Rechte aufzuklären bzw. die Handlungsfähigkeit von Kindern zu erhöhen sowie die Beratungsangebote vor Ort bekannt und leicht zugänglich zu machen. Die Schulsozialarbeit stellt zusätzlich eigene Angebote und Maßnahmen an der Schule zur Verfügung. Mit der Broschüre „Hilfe holen ist kein Petzen!“ im Gepäck arbeiten die Fachkräfte der Schulsozialarbeit, insbesondere, mit 3. und 4. Klassen. Das Material, das von Zartbitter e.V. herausgegeben wird, bietet sich u.a. an, um mit Kindern geeignete Handlungsstrategien zu entwickeln. Schulsozialarbeit als Angebot der Stadt Karlsruhe leistet auf diesem Weg einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des einzelnen Kindes. So können Kinder erfahren, wie die eigenen und die Grenzen der anderen aussehen und wenn sie nicht weiterwissen, dürfen sie sich Hilfe holen – ohne dabei eine Petze zu sein. Darüber hinaus wird mit der „Starken Kiste Prävention sexualisierter Gewalt“ direkt oder in Abstimmung mit den Netzwerkpartnern gearbeitet. Diese Kiste stellt Bücher, Spiele, Filme und andere Medien für die Präventionsarbeit gegen sexualisierte Gewalt zusammen. – 3 – Seitens der Schulpsychologischen Beratungsstelle, der Beratungslehrkräfte und der Abteilung Schulsozialarbeit wurde mit „GEMEINSAM FÜR DEN KINDERSCHUTZ“ eine Kooperationsveranstaltung, als neu aufgesetztes Format, geschaffen. Ziel dieser Veranstaltung, an der (Beratungs-)Lehrkräfte und Schulsozialarbeitenden der jeweiligen Schule im Tandem teilnehmen, ist das Zusammenwirken am Ort Schule genauer zu betrachten und zu optimieren. Das Kinderbüro der Stadt Karlsruhe trägt bis zum 31.07.2025 alle stadtweiten (lokalen), förderfähigen Angebote „Aktionstaler Kinder- und Jugendschutz“ zusammen, die den Kinderschutz vor Ort umsetzen. Dazu gehören Angebote und Aktivitäten die sich an Kinder, Jugendliche und Eltern direkt richten, oder an Erwachsene, die in Kontakt mit dieser Zielgruppe stehen. Das Förderprogramm ist darauf ausgerichtet innovative Aktionen, die den Kinder- und Jugendschutz stärken, aufzugreifen sowie eine Transparenz und die Sichtbarkeit der vielfältigen Projekte, die den Kinder- und Jugendschutz in Karlsruhe fördern, zu erhöhen. Ein interdisziplinärer Austausch innerhalb der Stadtverwaltung ist in unterschiedlichsten Formaten sichergestellt. Die Jugendhilfe im Strafverfahren, Schulsoziarbeit, Allgemeiner Sozialer Dienst, Eingliederungshilfe, Soziale Gruppenarbeit, Kindertagespflege und Adoption arbeiten im Stadtamt Durlach eng miteinander zusammen, sodass eine ganzheitliche Vernetzung der Angebote und Hilfestellungen, über den Ort Schule hinaus, im Stadtteil bestmöglich Realisierung findet. Die Nachfrage bei den Schulen ergab ferner die Rückmeldung, dass die Informationen zu Präventionsveranstaltungen bei den Schulen bekannt sind. Weiter seien auch bereits Angebote zum Thema Drogen und Straßenverkehr in der Präventionsarbeit der Klassen 9 und 10 aufgegriffen worden. Die Rückmeldungen zeigten auch, dass die Schulen bereit dazu sind, sich über weitere Programme zu informieren und diese nach Möglichkeit zu etablieren. Eine direkte Umsetzung, beziehungsweise Integration könne allerdings frühestens im kommenden Schuljahr in der Planung pädagogischer Schwerpunkte berücksichtigt werden, da bereits für das laufende Schuljahr entsprechende Schwerpunkte gesetzt wurden. Das Stadtamt Durlach überlies den Schulen zuletzt nochmals die aktuellen Informationsmaterialien des Referats Prävention des Polizeipräsidiums Karlsruhe und steht weiterhin, insbesondere über die Schulsozialarbeit, in Austausch mit den Schulen.