Angebot "Wohnen für Hilfe" ausbauen
| Vorlage: | 2025/0067 |
|---|---|
| Art: | Antrag |
| Datum: | 21.01.2025 |
| Letzte Änderung: | 02.07.2025 |
| Unter Leitung von: | Sozial- und Jugendbehörde |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
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Extrahierter Text
Antrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2025/0067 Eingang: 20.01.2025 Angebot "Wohnen für Hilfe" ausbauen Antrag: GRÜNE Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Gemeinderat 18.02.2025 14 Ö Kenntnisnahme Sozialausschuss 09.07.2025 Ö Behandlung 1. Die Verwaltung entwickelt das Angebot „Wohnen für Hilfe“ weiter, um dieses für nichtstudentische Mieter*innen zu öffnen. 2. Dazu erarbeitet sie in Absprache mit dem Träger a) wie das Angebot für die Seite der interessierten Mieter*innen auf Personen, die vorübergehend im Rahmen einer beruflichen Orientierung eine Wohnung suchen, wie beispielsweise Azubis, Praktikant*innen, FSJ-ler*innen, ausgeweitet werden kann. b) wie auf Seite der Vermieter*innen das Angebot auf Familien ausgedehnt werden kann. c) wie die Bewerbung des Projekts entsprechend der neuen Zielgruppen angepasst werden kann. d) welche weiteren Kooperationspartner*innen für das Projekt gewonnen werden können 3. In Absprache mit dem Träger und dem Landkreis wird geklärt, ob und wie das Angebot „Wohnen für Hilfe“ im Landkreis erweitert werden kann. Angesichts des großen Mangels an bezahlbaren Wohnungen in Karlsruhe einerseits und andererseits angesichts des Bedarfs an Hilfe bei älteren Menschen und Familien andererseits wollen wir mit dem Antrag erreichen, dass das Angebot „Wohnen für Hilfe“ ausgebaut wird. In der Antwort auf unsere Anfrage „Wohnen für Hilfe ausbauen“ (Gemeinderatssitzung 17.12.2024 – Vorlage 2024/1250) macht die Verwaltung deutlich, dass das erfolgreiche und bewährte Angebot „Wohnen für Hilfe“ bereits in der bestehenden Form die soziale Landschaft in Karlsruhe bereichert. Wie in unserer Anfrage dargestellt, ist „Wohnen für Hilfe“, in Karlsruhe angesiedelt bei den Paritätischen Sozialdiensten, für alle Beteiligten hilfreich: Die studentischen Mieter*innen erhalten preiswerten Wohnraum und persönlichen Anschluss, die älteren Vermieter*innen bekommen (begrenzte) Hilfe im Alltag und haben Kontakt zu jungen Menschen. Durch eine Erweiterung des Angebots sollen nicht nur Studierende, sondern auch Auszubildende, Praktikant*innen und Absolvent*innen eines Freiwilligen Sozialen oder Ökologischen Jahres (FSJ / FÖJ) in den Kreis der Bewerber*innen aufgenommen werden. Auf Seiten der Vermieter*innen wollen wir, dass auch Familien Wohnraum gegen Hilfe anbieten können. Begründung/Sachverhalt – 2 – Im Austausch mit den Trägern soll erarbeitet werden, welche Voraussetzungen und Ressourcen für eine Erweiterung des Angebots nötig sind und wann und wie die nötigen Maßnahmen umgesetzt werden können. Dabei sollen u.a. folgende Aspekte berücksichtigt werden: - Der Kontakt zu möglichen Kooperationspartner*innen, wie beispielsweise der Industrie- und Handelskammer, der Handwerkskammer, den Beratungsstellen der Wohlfahrtsverbände, der Abteilung „Aufwachsen und Älter werden“ der Freiwilligendienste DRS gGmbH und weiteren, um das Angebot bei weiteren Zielgruppen bekannt gemacht werden. - Die Werbung für das Angebot „Wohnen für Hilfe“ bei persönlichen Beratungsgesprächen des Pflegestützpunktes und des Seniorenbüros oder im Rahmen der präventiven Hausbesuche. - Die Abstimmung mit dem Landkreis und den zuständigen Trägern um das Angebot wo möglich auch im Landkreis zu erweitern. - Wie die Verwaltung in ihrer Stellungnahme zu unserer Anfrage schreibt, soll das Angebot „Wohnen für Hilfe“ bei einem Workshop am 28. Februar 2025 im Nachgang zum sozialökologischen Symposium zum Thema Wohnen besprochen werden. Dies zeigt, dass auch auf Seiten der Stadt gesehen wird, welches Potential „Wohnen für Hilfe“ bietet, um die Wohnungsnot zumindest zu mildern. Unterzeichnet von: Verena Anlauf Ivo Dujmović Benjamin Bauer, Dr. Iris Sardarabady Aljoscha Löffler
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Niederschrift 7. Plenarsitzung des Gemeinderates 18. Februar 2025, 15:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus am Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup Punkt 14 der Tagesordnung: Angebot „Wohnen für Hilfe“ ausbauen Antrag: GRÜNE Vorlage: 2025/0067 Beschluss: Beratung im Sozialausschuss am 9. Juli 2025, öffentlich Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 14 auf und teilt mit, der Antrag werde ohne Aussprache in den Sozialausschuss verwiesen. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten – 19. Februar 2025
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Stellungnahme zum Antrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2025/0067 Verantwortlich: Dez. 3 Dienststelle: SJB Angebot „Wohnen für Hilfe“ ausbauen Antrag: GRÜNE Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Gemeinderat 18.02.2025 14 Ö Kenntnisnahme Sozialausschuss 09.07.2025 6 Ö Entscheidung Kurzfassung Die Trägerin des Angebotes „Wohnen für Hilfe“ hat ein Konzept für eine Weiterentwicklung erarbei- tet. Eine Stiftung hat Stiftungsmittel für eine Ausweitung des Angebotes in Aussicht gestellt. Diese Förderung würde bei einer Kofinanzierung der Stadt eine Öffnung des Angebotes für neue Zielgrup- pen ab Herbst 2025 für zunächst zwei Jahre ermöglichen. Die städtische Kofinanzierung für zwei Jahre ist aus Spendengeldern möglich. Daher empfiehlt die Stadtverwaltung, den Antrag als erledigt zu be- trachten. Finanzielle Auswirkungen Ja ☒ Nein ☐ ☐ Investition ☒ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: 7.000 € Jährliche/r Budgetbedarf: 3.500 € Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☐ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☒ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☒ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. Spendengelder CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☐ Ja ☒ positiv ☒ negativ ☐ geringfügig ☒ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☒ Ja ☐ Korridorthema: Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Erläuterungen 1. Die Verwaltung entwickelt das Angebot „Wohnen für Hilfe“ weiter, um dieses für nichtstudenti- sche Mieter*innen zu öffnen. Die Paritätische Sozialdienste gGmbH hat als Trägerin des Angebotes „Wohnen für Hilfe“ bereits ein Konzept zur Weiterentwicklung erarbeitet. Das neue Projekt „Wohnpartnerschaften für ALLE“ soll das Modell von „Wohnen für Hilfe“ für weitere Zielgruppen öffnen. Als Wohnraumanbietende sollen ne- ben älteren Menschen, die alleine leben, künftig auch Familien mit freiem Wohnraum und generell Menschen mit Unterstützungsbedarf, die nicht auf professionelle Pflege angewiesen sind, gewonnen werden. Als Wohnraumsuchende könnte das Projekt künftig neben Studierenden auch Berufstätige mit geringem Einkommen, Alleinerziehende sowie Senior*innen in der nachberuflichen Phase anspre- chen, die bereit und fähig sind, Unterstützung im Alltag zu leisten. Für die angestrebte Erweiterung der Zielgruppen hat die Paritätische Sozialdienste gGmbH Stiftungs- mittel beantragt und eine Förderung für zunächst zwei Jahre in Aussicht gestellt bekommen, wenn sich auch die Stadt finanziell beteiligt. Im Falle einer Förderzusage der Stiftung wird die Stadt Karlsruhe ihren Zuschuss - derzeit jährlich knapp 16.000 Euro - für zwei Jahre um 3.500 Euro pro Jahr erhöhen. Die Erhöhung kann aus Spendengeldern finanziert werden. Mit dieser Förderung sowie Eigenmitteln der Trägerin kann das Projekt voraussichtlich ab Herbst 2025 für zwei Jahre ausgeweitet werden, um gezielt neue Zielgruppen anzusprechen und weitere Wohn- partnerschaften zu vermitteln. Ein zentraler Bestandteil der Arbeit ist dabei die Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit, um das Projekt bekannter zu machen und Teilnehmende zu gewinnen. Ziel ist es, durch die Ausweitung des Angebotes die Zahl der vermittelten Wohnpartnerschaften pro Jahr zu er- höhen. Aufgrund der Haushaltssituation kann eine längerfristige Erhöhung des städtischen Zuschusses nach Auslaufen der beantragten Stiftungsmittel nicht in Aussicht gestellt werden. Daher ist es aus Sicht der Stadtverwaltung von größter Bedeutung, in den zwei Jahren zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten zu erschließen. 2. Dazu erarbeitet sie in Absprache mit dem Träger a) wie das Angebot für die Seite der interessierten Mieter*innen auf Personen, die vor-übergehend im Rahmen einer beruflichen Orientierung eine Wohnung suchen, wie beispielsweise Azubis, Praktikant*innen, FSJ-ler*innen, ausgeweitet werden kann. b) wie auf Seite der Vermieter*innen das Angebot auf Familien ausgedehnt werden kann. c) wie die Bewerbung des Projekts entsprechend der neuen Zielgruppen angepasst werden kann. d) welche weiteren Kooperationspartner*innen für das Projekt gewonnen werden können Siehe Stellungnahme zu 1. 3. In Absprache mit dem Träger und dem Landkreis wird geklärt, ob und wie das Angebot „Woh- nen für Hilfe“ im Landkreis erweitert werden kann. – 3 – Nach Auskunft der Paritätischen Sozialdienste gGmbH wird eine Ausweitung auf den Landkreis derzeit nicht als zielführend eingeschätzt, da sich die Nachfrage der Wohnraumsuchenden auf das Stadtge- biet fokussiert. Erläuterungen zur CO 2 -Relevanz Durch die Vermittlung von Wohnpartnerschaften wird bestehender Wohnraum intensiver genutzt und der Neubaubedarf verringert. Dies ist ein kleiner Beitrag zur Vermeidung von Treibhausgasemissionen. Erläuterungen zu finanziellen Auswirkungen Im Falle der erfolgreichen Einwerbung von Stiftungsmitteln durch die Paritätische Sozialdienste gGmbH hat die Stadtverwaltung für zwei Jahre eine zusätzliche Förderung aus Spendengeldern in Höhe von 3.500 Euro pro Jahr zugesagt.