Fortführung der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Wettersbach
| Vorlage: | 2025/0010 |
|---|---|
| Art: | Informationsvorlage |
| Datum: | 07.02.2025 |
| Letzte Änderung: | 11.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Ortsverwaltung Wettersbach |
| Erwähnte Stadtteile: | Durlach, Grünwettersbach, Hohenwettersbach, Palmbach, Stupferich, Wolfartsweier |
Beratungen
- Ortschaftsrat Wettersbach (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 18.03.2025
Rolle: Kenntnisnahme
Ergebnis: Kenntnisnahme
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
Informationsvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2025/0010 Verantwortlich: Dez. 1 Dienststelle: Ortsverwaltung Wettersbach Fortführung der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Wettersbach Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Ortschaftsrat Wettersbach 18.03.2025 3 Ö Kenntnisnahme Kurzfassung Der Gemeinderat hat zum Doppelhaushalt 2022/2023 die finanziellen Mittel für die Umsetzung der Konzeption für die Offene Kinder- und Jugendarbeit in den Höhenstadtteilen bis 2026 zur Verfügung gestellt. Insgesamt kommen die dezentralen Angebote den vielen Kindern und Jugendlichen in den Höhenstadtteilen zugute. In § 11 SGB VIII führt der Gesetzgeber Jugendarbeit als Leistung der Jugendhilfe aus: "Jungen Menschen sind die zur Förderung ihrer Entwicklung erforderlichen Angebote der Jugendarbeit zur Verfügung zu stellen." Finanzielle Auswirkungen Ja ☒ Nein ☐ ☐ Investition ☒ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: 72.000 € (2026) und 163.000 € (2027) Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☐ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☒ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☒ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☒ Ja ☐ Korridorthema: Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☐ Ja ☒ abgestimmt mit stja – 2 – Erläuterungen Ausgangslage Bereits in der Vergangenheit hatte es mehrere Initiativen gegeben Bedarfe junger Menschen in den Ortsteilen in den Blick zu nehmen. Dazu wurden einzelne Beteiligungsprozesse durchgeführt. Von Jugendlichen wurden viele wertvolle Hinweise an Politik und Verwaltung zu Veränderungs- und Entwicklungspotentialen beim ÖPNV, der Infrastruktur allgemein sowie besser ausgestatteten Freizeit- und Sportanlagen vorgebracht. Ein Teil der jungen Menschen fühlt sich sehr gut in den Vereinen aufgehoben und kann sich dort engagieren. In allen Beteiligungsprozessen wurde allerdings auch der Wunsch nach eigenverfügbaren Räumen, Angeboten und Veranstaltungen geäußert, die an keine Vereinszugehörigkeit gebunden sind. Der stja hat auf Anregung der Ortsverwaltungen eine Konzeption erarbeitet, die flexibel auf die sich ändernden Gegebenheiten in den einzelnen „Bergdörfern“ reagiert und aktuelle Entwicklungen aufgreifen kann. Die Grundidee ist, dass Mitarbeitende des stja eine verlässliche Basis schaffen, die im Sinne des Auftrages der Kinder- und Jugendarbeit mit den jungen Menschen an den jeweiligen Standorten bedarfsgerechte Angebote entwickelt. Deshalb ist die Zielgruppe auf zehn bis 27 Jahren fokussiert. Der Gemeinderat hat zum Doppelhaushalt 2022/2023 die finanziellen Mittel für die Umsetzung der Konzeption für die Offene Kinder- und Jugendarbeit in den Höhenstadtteilen bis 2026 zur Verfügung gestellt. Die Konzeption wurde in gemeinsamer Absprache mit den Ortsverwaltungen am 2.2.2022 im JHA beraten und zur Kenntnis genommen. Umsetzung und aktueller Sachstand Das Projekt wurde durch verschiedene Maßnahmen in den Höhenstadtteilen bekannt gemacht. Gleichzeitig stellte das Team seine geplante Arbeit und sich selbst bei den Ortsvorstehern, den Ortsverwaltungen sowie im Ortschaftsrat vor. Dabei stand nicht nur die Präsentation der Ziele im Vordergrund, sondern auch das persönliche Kennenlernen und die Zielvereinbarung mit den Ortsverwaltungen. Parallel dazu stellte sich das Team auch bei weiteren relevanten Akteuren vor, die in direktem Kontakt mit der Zielgruppe stehen. Dazu gehörten unter anderem örtliche Vereine, Kirchen, die Offene Jugendwerkstatt Karlsruhe e.V. und weitere lokale Institutionen. Um eine möglichst breite Öffentlichkeit zu erreichen, setzte das Team auf vielfältige Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit. Neben Beiträgen auf Social-Media-Plattformen wie Instagram und Messenger Dienste wurden Informationen auch auf der stja-Homepage und in den jeweiligen Ortsblättern veröffentlicht. Flyer und Plakate ergänzten die Ansprache vor Ort und über die 4. Klassen der Grundschulen wird Kontakt zu der zukünftigen Zielgruppe aufgenommen. Durch Außen-Spiel-Aktionen, Werbung an den Bushaltestellen vor Schulbeginn und Mitwirkung bei Stadtteilfesten in den Stadtteilen wurde auf die Teenies und Jugendlichen direkt zugegangen. In Stupferich konnte man an das bisher selbstverwaltete Jugendzentrum „‘s Dorfkind“ anknüpfen. Seit Oktober 2022 ist das Team Bergdörfer personell mit zwei 75% Stellen besetzt. Eine Stelle ist seit März 2024 krankheitsbedingt nicht besetzt. Mit Minijobbern und punktueller Aushilfe des KJH-Durlach wurde die Kollegin unterstützt. Abgesehen von dem Standort s’Dorfkind ist die Öffnung der Treffs gefährdet, wenn Mitarbeitende krank werden. Eine Vertretung kann nicht grundsätzlich vom KJH- Durlach übernommen werden. Außerdem ergeben sich bedarfsbedingt Überschneidungen der Öffnungszeiten an den verschiedenen Standorten. Es zeigt sich, dass in Stadtteilen vor allem donnerstags, freitags und samstags ein Bedarf besteht. Eine Vertretung kann nicht grundsätzlich vom KJH-Durlach übernommen werden. Die Bergwaldsiedlung gehört zu Durlach und wird mit Personal vom KJH Lohn-Lissen, das organisatorisch zum KJH Durlach gehört, mit betreut. Vor Ort liegt der Schwerpunkt auf Angeboten für Kinder, aufgrund des besonderen Bedarfs der Zielgruppe. Teenies und Jugendliche aus der Bergwaldsiedlung sind an das KJH Lohn-Lissen in Durlach-Aue angedockt. – 3 – Entsprechend der Jugendumfragen war die Raumakquise und eigenverfügbare Räume eine vorrangige Aufgabe für die Jugendarbeit. Weitere Ziele waren verlässliche Öffnungszeiten für die Jugendlichen während der Schulzeit zu etablieren. Standort Räumlichkeiten Öffnungszeiten TN Zahlen Stupferich s‘Dorfkind dienstags 16-18:30 Uhr einmal monatlich samstags 17:30 -20 Uhr dienstags ca. 15-20 Teenies samstags ab 8 Jahren ca. 35-45 Hohenwetters bach Abgabe des Raumes beim Sportverein zum Jahresende 2024 ➔ Räume der Freiwilligen Jugendfeuerwehr ab Januar 2025 geplant: 1 x monatlich samstags am Nachmittag – Abend Uhrzeiten nach Bedarf und Möglichkeiten Interesse hieran wurde von 20 Teenies bekundet Wolfartsweier Ev. Kirche / Pfadfinderraum donnerstags 18- 20:30 Uhr Teenies ca. 15-20 Wettersbach Jugendräume der ev. Kirchengemeinde in Grünwettersbach freitags 16:30 – 21 Uhr Teenies 15-30 Jugendliche 12-20 Stand Januar 2025 Ausblick Die Entwicklung der Bevölkerungszahlen hinsichtlich der Zielgruppe für die nächsten Jahre ist weitgehend gleichbleibend. Ortsteile 10-13Jahre 14-18 19-25 Jahre gesamt Stupferich 132 113 144 389 Hohenwettersbach 150 208 213 571 Wolfartsweier 97 118 222 437 Palmbach und Grünwettersbach (Wettersbach) 251 308 369 928 gesamt 630 747 948 2.325 Amt für Stadtentwicklung Karlsruhe Stand 31.12.2023 Die bisherigen Angebote stoßen auf große Resonanz, weshalb die begonnene Arbeit konsequent fortgeführt werden sollte. Um dies zu gewährleisten, hat sich gezeigt, dass die Minimalanforderung von 1,75 Vollzeitstellen (VZW), wie sie der stja auch an anderen Standorten vorsieht, eine notwendige Grundlage darstellt. Ein besonderes Augenmerk liegt auf verlässlichen Öffnungszeiten und klaren Vereinbarungen zur Raumnutzung. Diese Räume sollten von den Jugendlichen nicht nur genutzt, sondern auch aktiv mitgestaltet werden können. Der Betrieb an mehreren Standorten stellt eine zusätzliche Herausforderung dar: Zum einen erfordert die Arbeit mit den verschiedenen Zielgruppen an vier Standorten einen erhöhten organisatorischen und personellen Aufwand. Zum anderen bedarf es intensiver Abstimmung mit den jeweiligen Ortsverwaltungen und Netzwerken, um eine erfolgreiche Zusammenarbeit sicherzustellen. – 4 – Erläuterungen zu finanziellen Auswirkungen Die Trägerschaft wurde dem stja übertragen. Es entstehen Personalkosten für die Beschäftigung von einem/einer Sozialpädagogen/Sozialpädagogin (1 VZW) und Erzieher*in (0,75 VZW) in Höhe von ca. 157.000 Euro für das Jahr 2026 163.000 Euro für das Jahr 2027, jeweils inklusive Sachkosten in Höhe von ca. 10.000 Euro jährlich. Im Hinblick auf den Bewirtschaftungsgrundsatz „Ein Mehr erfordert ein Weniger an anderer Stelle“ bedürfen Mehrbedarfe einer konkreten Gegenfinanzierung. Ungedeckt / nicht angemeldet sind: Für das HHJahr 2026: 72.000 Euro Für das HHJahr 2027: 163.000 Euro Eine Gegenfinanzierung durch den stja ist nicht darstellbar. Der Personalbedarf ist zusätzlich. Der Ortschaftsrat nimmt den Sachstand zur Fortführung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in Wettersbach zur Kenntnis