"Wohnen für Hilfe" ausbauen

Vorlage: 2024/1250
Art: Anfrage
Datum: 05.11.2024
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Sozial- und Jugendbehörde
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 17.12.2024

    TOP: 43

    Rolle: Kenntnisnahme

    Ergebnis: Kenntnisnahme

Zusätzliche Dateien

  • Anfrage
    Extrahierter Text

    Anfrage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2024/1250 Eingang: 05.11.2024 "Wohnen für Hilfe" ausbauen Anfrage: GRÜNE Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Gemeinderat 17.12.2024 43 Ö Kenntnisnahme 1. Ist nach Sicht der Verwaltung eine Erweiterung des Angebots „Wohnen für Hilfe“ um nichtstudentische Mieter*innen sinnvoll (z.B. Azubis, Alleinstehende, Asylbewerber*innen, Praktikant*innen, FSJ-ler*innen, ältere aktive Personen)? 2. Welche Möglichkeiten sieht die Verwaltung in einer intensiveren Bewerbung von „Wohnen für Hilfe“, um mehr Vermieter*innen zu gewinnen? 3. Wie beurteilt die Verwaltung die Ausweitung des Angebots für Vermieter*innen um Familien, die z.B. begrenzte Hilfe im Garten oder bei der Kinderbetreuung benötigen? 4. Welche Ressourcen und welche Kooperationspartner*innen würden für diese Erweiterungen benötigt werden? 5. Hält die Verwaltung eine Ausweitung des Angebots in einen Bereich des Landkreises hinein, der noch zu definieren wäre, für sinnvoll? Das Angebot „Wohnen für Hilfe“ in Karlsruhe, angesiedelt bei den Paritätischen Sozialdiensten, ist ein gut etabliertes Angebot, das für zwei Seiten sinnvoll ist: Die studentischen Mieter*innen erhalten preiswerten Wohnraum und Anschluss, die älteren Vermieter*innen bekommen (begrenzte) Hilfe im Alltag und haben Kontakt zu jungen Menschen. Angesichts der großen Wohnungsnot in Karlsruhe, insbesondere in Hinblick auf bezahlbare Wohnungen, ist die Frage, ob dieses Angebot ausgebaut werden kann. 1 Auf der Seite der Mieter*innen könnte das Angebot – siehe entsprechende langjährige Erfahrungen in Freiburg – auf nichtstudentische Gruppierungen ausgedehnt werden (z.B. Azubis, aber auch andere Gruppierungen). In Freiburg nehmen vor allem Azubis (ca. 25 %), aber auch ältere Personen, die sich in einer neuen Lebenssituation befinden, das Angebot an. Auf der Seite der Vermieter*innen könnten auch Familien (z.B. Alleinerziehende) angesprochen werden, die Hilfe bei der Kinderbetreuung, im Garten usw. benötigen. Sachverhalt / Begründung: – 2 – Eine Frage ist außerdem, wie die Bewerbung z.B. in den Stadtteilen mit Ein-Familien-Häusern, ausgeweitet werden könnte, um mehr Vermieter*innen zu interessieren. Sinnvoll könnte es auch sein, den Einzugsbereich des Angebots in den Landkreis hinein (z.B. bis Stutensee, Rheinstetten, Pfinztal) zu erweitern. Unterzeichnet von: Verena Anlauf Ivo Dujmović Dr. Iris Sardarabady Benjamin Bauer Aljoscha Löffler

  • StellungnahmeAnfrage
    Extrahierter Text

    Stellungnahme zur Anfrage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2024/1250 Verantwortlich: Dez. 3 Dienststelle: SJB „Wohnen für Hilfe“ ausbauen Anfrage: GRÜNE Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Gemeinderat 17.12.2024 43 Ö Kenntnisnahme 1. Ist nach Sicht der Verwaltung eine Erweiterung des Angebots „Wohnen für Hilfe“ um nicht- studentische Mieter*innen sinnvoll (z.B. Azubis, Alleinstehende, Asylbewerber*innen, Prakti- kant*innen, FSJ-ler*innen, ältere aktive Personen)? Die Verwaltung erachtet eine Erweiterung des Angebots „Wohnen für Hilfe“ um nichtstudenti- sche Mieter*innen als sinnvoll. Dabei sollten insbesondere Personen in den Fokus genommen wer- den, die vorübergehend im Rahmen einer beruflichen Orientierung eine Wohnung suchen, wie beispielsweise Azubis, Praktikant*innen, FSJ-ler*innen. Dies hat Herr Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup auf Anfrage auch den Paritätischen Sozialdiensten gGmbH Karlsruhe mit Schreiben vom 5. Februar 2024 mitgeteilt. 2. Welche Möglichkeiten sieht die Verwaltung in einer intensiveren Bewerbung von „Wohnen für Hilfe“, um mehr Vermieter*innen zu gewinnen? Eine intensivere Bewerbung des Angebots mit dem Ziel, mehr Vermieter*innen zu gewinnen, ist mit Blick auf eine Ausweitung des Angebots zielführend. Neben der bereits durchgeführten Öf- fentlichkeitsarbeit kann dies verstärkt bei persönlichen Beratungsgesprächen erfolgen, beispiels- weise im Zuge der präventiven Hausbesuche oder in den Beratungsgesprächen des Pflegestütz- punktes und des Seniorenbüros. Darüber hinaus soll das Projekt bei einem Workshop am 28. Feb- ruar 2025 im Nachgang zum sozialökologischen Symposium zum Thema Wohnen besprochen werden. Vor dem Hintergrund der Haushaltslage sieht die Verwaltung jedoch keine Möglichkeiten, durch städtische Finanzmittel eine Bewerbung zu intensivieren. 3. Wie beurteilt die Verwaltung die Ausweitung des Angebots für Vermieter*innen um Familien, die z.B. begrenzte Hilfe im Garten oder bei der Kinderbetreuung benötigen? Das Angebot „Wohnen für Hilfe“ ist ein erfolgreiches und bewährtes Angebot, das in der beste- henden Form die soziale Landschaft in Karlsruhe bereichert. Daher wäre aus Sicht der Verwaltung auch eine Ausweitung des Angebots für Vermieter*innen um die Zielgruppe der Familien sinnvoll. 4. Welche Ressourcen und welche Kooperationspartner*innen würden für diese Erweiterungen benötigt werden? Eine Erweiterung des Angebots „Wohnen für Hilfe“ würde eine Erhöhung der Personal- und Sach- kosten mit sich bringen. Nach Rücksprache mit dem Träger des Angebotes handelt es sich hierbei um jährliche Zusatzkosten in Höhe von 3.000 €. Mögliche Kooperationspartner*innen für eine Zielgruppenerweiterung könnten die Industrie- und Handelskammer, die Handwerkskammer, die Beratungsstellen der Wohlfahrtsverbände, die Abteilung „Aufwachsen und Älter werden“, die Freiwilligendienste DRS gGmbH und weitere sein. – 2 – 5. Hält die Verwaltung eine Ausweitung des Angebots in einen Bereich des Landkreises hinein, der noch zu definieren wäre, für sinnvoll? Auch jetzt schon gibt es Vermietungsangebote aus dem Landkreis bei „Wohnen für Hilfe“. Eine gezielte Ausweitung des Angebots in den Landkreis hinein bedarf zunächst der Abstimmung mit dem Träger des Angebotes, mit dem Landkreis und gegebenenfalls weiteren Akteuren.

  • Protokoll GR 17.12.2024 TOP 43
    Extrahierter Text

    Niederschrift 5. Plenarsitzung des Gemeinderates 17. Dezember 2024, 15:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus am Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup Punkt 43 der Tagesordnung: „Wohnen für Hilfe“ ausbauen Anfrage: GRÜNE Vorlage: 2024/1250 Beschluss: Kenntnisnahme von der Stellungnahme der Verwaltung Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 43 zur Behandlung auf und teilt mit, die Stel- lungnahme der Verwaltung liege vor, der Gemeinderat habe Kenntnis genommen (Keine Wortmeldungen). Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten – 2. Januar 2025