Klärwerk Karlsruhe, Sanierung der mechanischen Reinigungsstufe, Bauabschnitt 3

Vorlage: 2024/1028
Art: Beschlussvorlage
Datum: 10.09.2024
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Tiefbauamt
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Bauausschuss (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 17.10.2024

    TOP: 6

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: einstimmig beschlossen

Zusätzliche Dateien

  • Beschlussvorlage
    Extrahierter Text

    Beschlussvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2024/1028 Verantwortlich: Dez. 6 Dienststelle: TBA Klärwerk Karlsruhe, Sanierung der mechanischen Reinigungsstufe, Bauabschnitt 3 Vergabe der Dach- und Fassadenarbeiten Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Bauausschuss 17.10.2024 6 Ö Kurzfassung Der Bauausschuss genehmigt die Vergabe folgender Arbeiten: Klärwerk Karlsruhe, Sanierung der mechanischen Reinigungsstufe, Bauabschnitt 3 Vergabe der Dach- und Fassadenarbeiten an die Firma: Gebrüder Rückert GmbH & Co. KG, Gosheim zum Angebot vom: 12. August 2024 abschließend mit: 903.984 Euro Die Verwaltung wird ermächtigt, den Zuschlag zu erteilen. Finanzielle Auswirkungen Ja ☒ Nein ☐ ☒ Investition ☐ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: 4.730.000 Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: 175.000 Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Die Kosten sind gebührenfähig Finanzierung ☒ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☒ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☒ Ja ☐ Korridorthema: Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Beschreibung des Leistungsumfangs Das Klärwerk Karlsruhe umfasst neben der biologischen Reinigungsstufe und einer thermischen Schlammverbrennungsanlage eine mechanische Reinigungsstufe, bestehend aus Rechenanlage, Sandfang, Fettfang und einer Containerstation für die Verladung von Rechen- und Sandgut. In der mechanischen Reinigungsstufe werden die Grobstoffe Rechengut, mineralische Bestandteile (Sand) sowie Fett- und Schwimmstoffe aus dem Abwasser entnommen. Die mechanische Reinigungsstufe wird seit 2009 saniert, wobei die Sanierung in drei Bauabschnitte (BA) aufgeteilt wurde. Bauabschnitt 1 beinhaltete die Sanierung des Sand- und Fettfanges. Im Bauabschnitt 2 wurden bisher ein neues Rechengebäude, ein Grünsalz- sowie ein Schlammannahmebunker errichtet. Das ebenfalls in diesem Bauabschnitt neu errichtete Gebäude für die technische Gebäude-Ausstattung (TGA) wird aktuell noch mit Messtechnik, Energieverteilung und Automatisierung ausgerüstet und an das Prozessleitsystem angebunden, was den Abschluss dieses Abschnittes darstellt. In Bauabschnitt 3 folgt nun noch der Neubau einer Halle zur Aufstellung von befüllten Containern für Rechengut und gewaschenen Kanalsand. Die Dach- und Fassadenarbeiten beinhalten im Wesentlichen das Stellen des Dachdeckergerüsts, das Herstellen der Dacheindeckung auf der Containerhalle und dem Übergang zum TGA-Gebäude sowie das Herstellen der Fassade. Projektvorstellung: Projektvorstellung: Bauausschuss am 26. September 2014 Hauptausschuss am 7. Oktober 2014 Erste Projektneuvorstellung: Bauausschuss am 15. September 2022 (Sammelvorlage): Hauptausschuss am 20. September 2022 Zweite Projektneuvorstellung: Bauausschuss am 3. Mai 2024 Hauptausschuss am 7. Mai 2024 Ausschreibungsverfahren Art der Vergabe Offenes Verfahren, europaweit Ende Zuschlagsfrist 1. November 2024 Anzahl interessierter Firmen 16 Anzahl eingereichter Angebote 1 Rangfolge der wertbaren Angebote: Firmen Endpreis (Brutto) Prozent 1. Gebrüder Rückert GmbH & Co. KG 903.984 Euro 100 % – 3 – Angebotsbeurteilung und Wertung der Angebote: Die Leistungen wurden bereits im Dezember 2023/Januar 2024 zusammen mit den anderen Hauptgewerken (Rohbauarbeiten, Elektrotechnik, Lüftungstechnik und Stahlbauarbeiten) in einem europaweiten offenen Verfahren ausgeschrieben. Im Rahmen dieses Vergabeverfahrens ging jedoch bis zum Submissionstermin am 11. Januar 2024 kein Angebot für die ausgeschriebenen Leistungen ein. Die Angebotsunterlagen wurden damals von 19 Firmen angefordert. Infolgedessen wurden die Arbeiten im Juli/August 2024 erneut in einem europaweiten Verfahren ausgeschrieben. Bis zum Submissionstermin am 20. August 2024 ging ein Angebot der Gebrüder Rückert GmbH & Co. KG aus Gosheim mit einer Summe von 903.984 Euro ein. Aufgrund mehrerer Referenzen und eines bereits geführten technischen Aufklärungsgesprächs wird die Firma als leistungsfähig, fachkundig und zuverlässig eingeschätzt, um die Arbeiten ordnungs- und termingemäß auszuführen. Das Tiefbauamt schlägt deshalb vor, das Angebot der Gebrüder Rückert GmbH & Co. KG als das wirtschaftlichste anzunehmen und hierauf den Zuschlag zu erteilen. Eintragungen zu einer Vergabesperre im Wettbewerbsregister liegen nicht vor. Kostenvergleich Summe laut fortgeschriebener Kostenberechnung von Juli 2024 552.616 Euro Summe laut Vergabevorschlag 903.984 Euro Mehrbetrag 351.368 Euro Das vorgelegte Angebot der Gebrüder Rückert GmbH & Co. KG weist gegenüber der Kostenberechnung ein Mehrbetrag von circa 63,6 % auf. Die Angebotsunterlagen wurden von einem betreuenden Ingenieurbüro geprüft, gewertet und im Zuge dessen als zuschlagsfähig beurteilt. Die Mehrkosten begrenzen sich dabei nicht auf einzelne Einheitspreise, sondern sind durchweg über alle Positionen verteilt. Vor dem Hintergrund des bereits durchgeführten ersten Vergabeverfahrens, bei welchem kein Angebot vorgelegt wurde sowie einer Abfrage bei den interessierten Unternehmen, lässt eine Aufhebung und anschließende Neuausschreibung kein wirtschaftlicheres Ergebnis erwarten. Auch da damit gerechnet werden muss, abermals kein Angebot zu erhalten. Die geringe Beteiligung der Unternehmen ist im Wesentlichen auf die aktuelle Marktlage, volle Auftragsbücher der Firmen und ausgelastete Kapazitäten zurückzuführen. Eine Änderung daran sei nach Auswertung des Planungsbüros auch in den nächsten Monaten, bis 2025, nicht zu erwarten. Hinsichtlich des sonst einzutretenden zeitlichen Verzugs des Gesamtprojekts und den übrigen, bereits beauftragten, Hauptgewerken ist trotz der Differenz zur Kostenberechnung ein Zuschlag zu empfehlen. Aktuell befindet sich das Projekt noch im Zeitplan, sodass die Arbeiten wie vorgesehen ausgeführt werden können. Da die Leistungen der einzelnen Gewerke aufeinander aufbauen, würde eine Aufhebung der Ausschreibung zu Verzögerungen und Mehrkosten bei der Gesamtmaßnahme führen. Zeitgleich wäre mit Ausführungsschwierigkeiten bei weiteren beteiligten Unternehmen zu rechnen, da diese die Arbeiten nicht wie ursprünglich im Bauzeitenplan eingeplant wurde, durchführen können. Finanzierung Die erforderlichen Mittel und Verpflichtungsermächtigungen stehen im Deckungskreis des Teilhaushaltes 7400 bei Projekt 7.740209 (Sanierung Mechanik) zur Verfügung. Die Mehrkosten können im Rahmen des Projektes aufgefangen werden. – 4 – Beschluss: Antrag an den Bauausschuss Der Bauausschuss genehmigt die Vergabe folgender Arbeiten: Klärwerk Karlsruhe, Sanierung der mechanischen Reinigungsstufe, Bauabschnitt 3 Vergabe der Dach- und Fassadenarbeiten an die Firma: Gebrüder Rückert GmbH & Co. KG, Gosheim zum Angebot vom: 12. August 2024 abschließend mit: 903.984 Euro Die Verwaltung wird ermächtigt, den Zuschlag zu erteilen.