Projektverlängerungen: „Deutsch spielerisch lernen“ der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e. V. und „Sprachtreff: Spielend Deutsch lernen“ der AWO Karlsruhe gGmbH
| Vorlage: | 2024/1018 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 05.09.2024 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Büro für Integration |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
Beratungen
- Integrationsausschuss (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 09.10.2024
Rolle: Beratung
Ergebnis: Keine Angabe
Zusätzliche Dateien
-
Extrahierter Text
Beschlussvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2024/1018 Verantwortlich: Dez. 3 Dienststelle: BfI Projektverlängerungen: „Deutsch spielerisch lernen“ der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e. V. und „Sprachtreff: Spielend Deutsch lernen“ der AWO Karlsruhe gGmbH Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Integrationsausschuss 09.10.2024 3 ö Beratung Kurzfassung Der Integrationsausschuss stimmt der Vorlage zu und empfiehlt bis Ende des Kitajahres 2024/2025 (31.07.2025), im Rahmen der Förderrichtlinien zur Förderung von Migrantenvereinen, die weitere finanzielle Förderung der Projekte: - „Deutsch spielerisch lernen“, Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V. - „Sprachtreff: Spielend Deutsch lernen“; AWO Karlsruhe gGmbH Die Finanzierung erfolgt über Mittel für Veranstaltungen und Projekte (MVP). Finanzielle Auswirkungen Ja ☒ Nein ☐ ☐ Investition ☒ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: 2024: 19.000 Euro 2025: 9.200 Euro Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☒ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☒ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☐ Ja ☒ Korridorthema: Soziale Stadt Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Erläuterungen Studien 1 belegen, dass viele Kinder, die vor der Einschulung keine Kindertageseinrichtung besucht haben, in der Grundschule und im weiteren Bildungsweg mit erheblichen Schwierigkeiten konfrontiert sind. Dies zeigt sich auch in der täglichen Arbeit der städtisch geförderten Träger im Bildungsbereich, die in den Schulen agieren und berichten, dass Kinder, die ohne Besuch einer Kindertageseinrichtung eingeschult werden, enorme Anpassungsschwierigkeiten haben. Diese Schwierigkeiten führen zu massiven Benachteiligungen in ihrer Bildungsbiografie und in der Folge zu einem erhöhten Förderbedarf. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, hat das Büro für Integration der Stadt Karlsruhe seit August 2023 gezielt Strukturen entwickelt, die sich speziell den Bedarfen dieser Kinder widmen. Im Rahmen des Konzepts „Sprache und Bildung“ wurde das Projekt dem Ausschuss im November 2023 erstmals präsentiert. Zunächst wurde diese Initiative in Kooperation mit der AWO Karlsruhe gGmbH umgesetzt. Das Angebot wurde durch das Projekt „Spielerisch Deutsch lernen“ der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland erweitert, welches infolge der Ukraine-Krise entstand und sich besonders auf die Unterstützung ukrainischer Kinder im Vorschulalter sowie am Übergang von der Kindertageseinrichtung zur Schule konzentriert. Beide Projekte legen ihren Schwerpunkt auf die Förderung von neu zugewanderten Kindern im Alter von mindestens vier Jahren, die bisher keinen Betreuungsplatz in einer Kindertageseinrichtung erhalten haben. Diese Kinder werden mit den notwendigen Vorläuferfähigkeiten und grundlegenden sprachlichen Kompetenzen ausgestattet, bevor sie in reguläre Bildungsstrukturen inkludiert werden. Ein zentraler Bestandteil der Projekte ist das Empowerment der Eltern. Die Eltern werden auf niedrigschwellige Weise beraten und informiert. Bei Bedarf werden sie an bestehende Unterstützungsangebote wie das Projekt „Kita-Lots*innen“ der AWO, Elterntreffs an Schulen, die Bildungsberatung des IB oder in Sprach- und Berufsförderprogramme vermittelt. In der vorherigen Förderperiode konnten durch die städtisch geförderten Projekte etwa 60 Kinder im Alter von 4 bis 6 Jahren unterstützt werden. Durch intensive Beratung und Unterstützung des Büros für Integration konnte das Projekt der Landsmannschaft so weiterentwickelt werden, dass in der neuen Förderperiode zwei Gruppen ausschließlich mit Kindern ohne Kindergartenplatz gefördert werden. Kinder, die in reguläre Strukturen wechseln konnten, wurden in andere städtische Angebote vermittelt. Beide Angebote fanden großen Anklang, was sich in konstant hohen Teilnehmerzahlen und einer anhaltend starken Nachfrage widerspiegelt. Die Projekte wurden evaluiert, um einen Überblick über den Projektverlauf und die Wirkung auf die teilnehmenden Kinder zu erhalten. Diese Erhebungen beinhalten sowohl Rückmeldungen der Träger als auch den Austausch mit Netzwerkpartnern. Das Büro für Integration arbeitet weiterhin eng mit den Trägern zusammen. Das Projekt der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland begann nach dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine als proaktive Initiative, zunächst ohne städtische Förderung. Im Rahmen der Ukraine- Mittel erhielt das Projekt erstmals städtische Unterstützung und seine Laufzeit wurde im Februar 2024 im Ausschuss bis zum Jahresende verlängert. Nun soll die Laufzeit an das Projekt der AWO angepasst und ebenfalls bis zum Ende des Kitajahres fortgeführt werden. Auch die Landesregierung Baden-Württemberg hat die Bedeutung der Sprachförderung erkannt und angekündigt, ein landesweites Sprachförderkonzept einzuführen. Dieses Konzept sieht vor, dass im Rahmen der Einschulungsuntersuchung der Sprachförderbedarf ermittelt und anschließend verpflichtend umgesetzt wird. Das Büro für Integration wird diese landespolitischen Entwicklungen im 1 Fünfter Bildungsbericht „Bildung in BW“ (2022): https://ibbw-bw.de/,Lde/Startseite/Systemanalysen/Bildungsberichte – 3 – Bildungsbereich aufmerksam verfolgen und die Projekte bei Bedarf anpassen. Insbesondere bei der Zugabe finanzieller Zuwendungen. Die weitere Finanzierung wird wie folgt beantragt: Deutsch spielerisch lernen – Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V. Projektlaufzeit 01.01.2025 – 31.07.2025 Personalkosten 4.900 € Sachkosten 4.350 € Gesamtsumme 9.250 € Beantragter Städtischer Zuschuss 9.250 € Geplanter Städtischer Zuschuss 9.200 € Kindersprachkurs und Elterntreff – AWO Karlsruhe gGmbH Projektlaufzeit 01.08.2024 – 31.07.2025 Personalkosten Sachkosten 3.450 € 15.560 € Gesamtsumme 19.010 € Beantragter Städtischer Zuschuss 19.010 € Geplanter Städtischer Zuschuss 19.000 € Das Büro für Integration befürwortet die Fortsetzung der Förderungen. Die Projekte setzen die Ziele des Karlsruher Integrationsplans um. Erläuterungen zu finanziellen Auswirkungen Die Verlängerung der vorgenannten Projekte erfolgt über Mittel für Veranstaltungen und Projekte (MVP). Die Mittel sind für das aktuelle und das folgende Haushaltsjahr eingeplant und vorhanden. – 4 – Beschluss: Antrag an den Integrationsausschuss: Der Integrationsausschuss stimmt der Vorlage zu und empfiehlt bis Ende des Kitajahres 2024/2025 (31.07.2025), im Rahmen der Förderrichtlinien zur Förderung von Migrantenvereinen, die weitere finanzielle Förderung der Projekte: - „Deutsch spielerisch lernen“, Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V. - „Sprachtreff: Spielend Deutsch lernen“; AWO Karlsruhe gGmbH Die Finanzierung erfolgt über Mittel für Veranstaltungen und Projekte (MVP).