Förderung der Kinder- und Familienzentren – Aufnahme der Förderung in die Dynamisierung

Vorlage: 2024/1017
Art: Beschlussvorlage
Datum: 05.09.2024
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Sozial- und Jugendbehörde
Erwähnte Stadtteile: Durlach, Waldstadt

Beratungen

  • Jugendhilfeausschuss (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 23.10.2024

    TOP: 5

    Rolle: Vorberatung

    Ergebnis: vorberaten ohne Änderungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 19.11.2024

    TOP: 13

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: einstimmig zugestimmt

Zusätzliche Dateien

  • Beschlussvorlage
    Extrahierter Text

    Beschlussvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2024/1017 Verantwortlich: Dez. 3 Dienststelle: SJB Förderung der Kinder- und Familienzentren – Aufnahme der Förderung in die Dynamisierung Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Jugendhilfeausschuss 23.10.2024 5 Ö Vorberatung Gemeinderat 19.11.2024 13 Ö Entscheidung Kurzfassung Der Gemeinderat beschließt nach Vorberatung im Jugendhilfeausschuss die Aufhebung des Sperrvermerks zur Auszahlung der Dynamisierung von Personalkosten in Kinder- und Familienzentren ab dem Haushaltsjahr 2025. Finanzielle Auswirkungen Ja ☒ Nein ☐ ☐ Investition ☒ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: siehe Aufstellung zu finanziellen Auswirkungen Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☒ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☒ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☒ Ja ☐ Korridorthema: Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Erläuterungen Ausgangslage Der Jugendhilfeausschuss hat am 8. Mai 2019 die Vergabe von Fördermitteln an 15 Einrichtungen rückwirkend zum 1. Januar 2019 sowie an 10 weitere Einrichtungen ab 1. Januar 2020 gemäß der Rahmenkonzeption für KiFaZ beschlossen (Vorlage 2019/0441). Die Stadt Karlsruhe fördert seither insgesamt 25 KiFaZ mit einem Zuschuss von 20.000 Euro pro Einrichtung/Jahr. Der Gemeinderat hat im Rahmen der Haushaltsberatungen am 21./22. November 2023 eine Zuschusserhöhung für die KiFaZ für das Jahr 2024 von 50.000 Euro beschlossen. Damit erhält jede Einrichtung einen Zuschuss von 22.000 Euro/Jahr. Außerdem hat der Gemeinderat ab dem Jahr 2025 die Dynamisierung der KiFaZ mit einem Sperrvermerk beschlossen und die Aufhebung des Sperrvermerks an die Vorlage einer Evaluation gekoppelt. Die KiFaZ wurden nun erstmalig evaluiert. Methodik der Evaluation Um die Entwicklung der KiFaZ einschätzen zu können, hat das städtische Kinderbüro drei digitale Umfragen durchgeführt. Befragt wurden neben den Trägerinnen und Trägern der KiFaZ, die Leitenden der KiFaZ sowie die Karlsruher Familien. Um möglichst vielen Familien eine Teilnahme an der Umfrage zu ermöglichen, wurde ein Fragebogen entwickelt, der elf Fragen umfasste und in unter fünf Minuten per Smartphone über einen QR-Code ausgefüllt werden konnte. Zudem wurde dieser Fragebogen in Zusammenarbeit mit Einfach Leicht Verstehen, Inklusives Übersetzungs-Büro für Leichte und Einfache Sprache, BEQUA gGmbH in leichte Sprache übersetzt. Die Umfrage war zwischen dem 6. Mai 2024 und dem 16. Juni 2024 online. Insgesamt wurde sie 382-mal vollständig ausgefüllt. Beworben wurde die Umfrage mit Plakaten in den KiFaZ, mit Postkarten, per Pressemitteilung, über social media und die regionale Elternzeitung Karlsruher Kind. Von den 25 KiFaZ-Leitenden haben 22 an der Umfrage teilgenommen, bei den Trägerinnen und Trägern sechs von acht. KiFaZ als Teil der sozialen Quartiersentwicklung Die KiFaZ sind elementarer Baustein der Sozialen Quartiersentwicklung. Sie bringen sich aktiv in die vorhandenen Stadtteilnetzwerke ein. Als direkt im Stadtteil Wirkende sind sie wichtige Multiplikatorinnen und Multiplikatoren und stehen in regelmäßigem Austausch mit der Stadtteilkoordination. Aus diesem Verständnis heraus adressiert die städtische Förderung der KiFaZ neben den Kindern und Familien, die die geförderte Einrichtung besuchen, auch die Familien aus dem Sozialraum. Hier unterscheidet sich die städtische Förderung zum Beispiel deutlich vom Landesförderprogramm Baden-Württemberg „Weiterentwicklung von Kindertageseinrichtungen zu Zusammenfassung: Seit dem Jahr 2019 fördert die Stadt Karlsruhe 15 Kinder- und Familienzentren (KiFaZ), im Jahr 2020 wurden zehn weitere in die Förderung aufgenommen. Im Rahmen der Haushaltsberatungen am 21./22. November 2023 hat der Gemeinderat die Aufnahme der Förderung der KiFaZ in die Dynamisierung der freiwilligen Leistungen ab dem Jahr 2025 mit einem Sperrvermerk beschlossen. Die Aufhebung des Sperrvermerks wurde an eine Evaluation der KiFaZ geknüpft. Die Ergebnisse der Evaluation, in der neben Familien auch die Leitenden der KiFaZ sowie die Träger*innen befragt wurden, werden im Folgenden dargelegt. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die insgesamt 25 KiFaZ sich zu unverzichtbaren Anlauf- und Koordinierungsstellen für die Karlsruher Familien entwickelt haben und als Baustein der Sozialen Quartiersentwicklung einen wichtigen Beitrag zu einem gelingenden Aufwachsen und sozialen Miteinander leisten. – 3 – KiFaZ“. Die Förderdauer ist hier auf insgesamt maximal vier Jahre pro Einrichtung ausgelegt und umfasst zwei Stufen, eine Anschubfinanzierung und eine Anschlussförderung. Die langfristige finanzielle und personelle Verantwortung obliegt danach den Trägerinnen und Trägern. Die Förderung der Stadt Karlsruhe zeichnet sich folglich durch die Öffnung der KiFaZ in den Sozialraum und die dauerhafte finanzielle Unterstützung aus. Die unbefristete Förderung eines Fachpersonalkostenzuschusses gibt den Trägerinnen und Trägern Planungssicherheit und eröffnet die Möglichkeit, präventive Angebote nachhaltig und auf Dauer angelegt weiterzuentwickeln. Die Rahmenkonzeption für die städtisch geförderten KiFaZ ist bewusst offengehalten, was Struktur, Angebote und Fördervoraussetzungen betrifft, weil angenommen wird, dass die Bedarfe im Sozialraum je nach Standort variieren können. Gemeinsame Voraussetzung für die städtische Förderung ist eine Ausrichtung der Angebote am Bedarf, sowie deren niedrigschwellige und präventive Merkmale. KiFaZ sind als essentieller Baustein einer Präventionskette zu verstehen, die Karlsruher Kindern und ihren Familien die Möglichkeit auf ein gutes und chancengerechtes Aufwachsen bietet. Evaluationsziele Ziel der Evaluation war es, eine Einschätzung zu folgenden Fragen zu bekommen: 1. Sind die KiFaZ bei den Karlsruher Familien bekannt? 2. Ist die Öffnung der KiFaZ in den Sozialraum gelungen? 3. Haben sich die KiFaZ zu Anlauf- und Koordinationsstellen für Familien entwickelt? 4. Orientieren sich die Angebote der KiFaZ an den Bedarfen der Familien? 5. Welche Erkenntnisse gibt es im Bezug auf die zur Verfügung stehenden Ressourcen? Zu 1. Bekanntheit der KiFaZ bei den Karlsruher Familien Der Beginn der städtischen Förderung der KiFaZ fiel in eine zeitliche Nähe mit dem Beginn der Corona- Pandemie. So waren die KiFaZ gleich zu Beginn der Förderung aufgefordert, alternative und kreative Wege zu finden, sich bei den Familien im Sozialraum bekannt zu machen und Angebote zu etablieren, die trotz Auflagen umsetzbar waren. Das städtische Kinderbüro unterstützte die Öffentlichkeitsarbeit der KiFaZ auf unterschiedlichen Wegen, so wurden Printmaterialien erstellt, eine Vorstellung der einzelnen KiFaZ auf social media realisiert, eine Unterseite auf karlsruhe.de erstellt und eine Kooperation mit einer regionalen Elternzeitschrift organisiert und begleitet. Die Zusammenarbeit mit dem städtischen Kinderbüro wird von den Trägerinnen und Trägern als positiv bewertet (Anlage 2, Abb.1). Die Umfrage unter den Karlsruher Familien hat ergeben, dass von den 382 Teilnehmenden lediglich drei Teilnehmenden, dies entspricht im Bereich Sonstiges 5 Prozent, die KiFaZ nicht bekannt sind (Anlage 1, Abb. 3 und 4). Aufschlussreich ist auch die Betrachtung der Wege, wie Familien auf die KiFaZ aufmerksam geworden sind. Neben den Kitaleitungen spielen auch die KiFaZ-Leitenden selbst eine zentrale Rolle. Wichtige Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für die Bekanntheit der KiFaZ sind naturgemäß auch andere Eltern. Gleichzeitig zeigt sich, dass auch unterschiedliche Formen der Öffentlichkeitsarbeit – sowohl Print als auch digital – zur Bekanntheit der KiFaZ beitragen (Anlage 1, Abb.3). Beleuchtet man genauer, was die Umfrageteilnehmenden zur Frage „Woher kennen Sie das KiFaZ?“ unter „Sonstiges“ angegeben haben, zeigt sich, dass ca. die Hälfte über Hebammen Kenntnis von den KiFaZ bekommen haben. Die Kooperation der Stadt Karlsruhe mit freien Hebammen, wie in den niederschwellig, präventiv angelegten Projekten Begrüßungsgespräche und Hebammensprechstunde, trägt folglich erfolgreich dazu bei, die Karlsruher Angebotslandschaft bei den Familien bekannt zu machen (Anlage 1, Abb. 4). – 4 – Zu 2. Öffnung in den Sozialraum Gemäß der Rahmenkonzeption KiFaZ richten sich die Angebote an alle Familien im Sozialraum und somit an einen zusätzlichen Personenkreis, der über die Eltern der eigenen Kita-Kinder hinausgeht. Die Bedürfnisse aller Familien im Sozialraum sollen nicht nur erkannt und aufgegriffen werden, für diese sollen auch passgenaue Angebote entwickelt werden, die bedarfsorientiert, präventiv und vor allem leicht zugänglich sind. Die Träger*innen der KiFaZ beurteilen sowohl die Entwicklung der städtisch geförderten KiFaZ im Allgemeinen (Anlage 2, Abb.2), als auch die Erweiterung des Konzepts der KiFaZ um den Sozialraumbezug (Anlage 2, Abb.3) als positiv. Aus Sicht der KiFaZ-Leitenden haben sich die KiFaZ zu einem festen Bestandteil im Sozialraum entwickelt (Anlage 2, Abb.4). 18 von 22 KiFaZ-Leitenden geben außerdem an, dass ihre Angebote sowohl Familien aus der Kita als auch Familien aus dem Sozialraum erreichen (Anlage 2, Abb.6). 91,1 Prozent der Teilnehmenden an der Umfrage für Familien gaben an, die Angebote der KiFaZ zu kennen, 89 Prozent davon nutzen sie auch (Anlage 1, Abb. 6 und 8). Zu 3. KiFaZ als Anlauf- und Koordinierungsstelle KiFaZ werden in der Rahmenkonzeption als Koordinationszentren für alle Anliegen, die Familien betreffen, definiert. Um als Anlaufstelle fungieren zu können, ist gerade für Familien mit kleinen Kindern eine gute Erreichbarkeit der KiFaZ zu Fuß oder per Rad wichtig. Zudem ist es essentiell, dass die KiFaZ-Leitenden über eine umfassende Kenntnis der Angebotslandschaft für Familien in Karlsruhe verfügen und auf ein gut und nachhaltig aufgestelltes Netzwerk zurückgreifen können. 50 Prozent der an der Umfrage für Familien Teilnehmenden gaben an, zu Fuß zum Kinder- und Familienzentrum zu kommen, weitere 35 Prozent nutzen hierfür das Rad. Die übrigen 15 Prozent verteilen sich auf Bus, Bahn, Auto (Anlage 1, Abb.5). 19 von 22 KiFaZ-Leitenden stimmen der Aussage zu, dass KiFaZ Anlaufstellen für Familien sind und 20 von 22 KiFaZ-Leitenden stimmen der Aussage zu, dass KiFaZ als Koordinierungsstelle fungieren (Anlage 2, Abb.7). Auch die Träger*innen halten es für wichtig bis sehr wichtig, dass die KiFaZ als Anlaufstellen dienen und bewerten die Funktion als Koordinierungszentren als wichtig bis sehr wichtig (Anlage 2, Abb.8). Die KiFaZ-Leitenden haben sich zudem auf den Weg gemacht, Netzwerke aufzubauen oder sie bringen sich in schon bestehende Netzwerke, wie die Stadtteilnetzwerke oder die Präventionsnetzwerke gegen Kinderarmut, ein. Als Kooperationspartner*innen der KiFaZ nennen die KiFaZ-Leitenden neben den Kitas der eigenen Träger*innen, Kitas anderer Träger*innen, andere KiFaZ, die Quartiersarbeit, Initiativen, Bürgervereine, Sportvereine, andere Vereine, Kirchengemeinden, Beratungsstellen und Sonstige. Zu den Sonstigen gehören u.a. der Allgemeine Soziale Dienst, die Hebammen, die Startpunkt-Elterncafés des Netzwerks Frühe Hilfen oder die Kinder- und Jugendhäuser (Anlage 2, Abb.9). Des Weiteren organisiert das städtische Kinderbüro ein- bis zweimal jährlich ein Netzwerktreffen für alle KiFaZ-Leitenden, das rege in Anspruch genommen und als Austauschplattform genutzt wird. Auch bietet das städtische Kinderbüro seit 2022 zudem ein freiwilliges Coaching für die KiFaZ- Leitenden an, das u.a. die Möglichkeit bietet, die Kenntnis der Karlsruher Angebotslandschaft für Familien besser kennen- und verstehen zu lernen (Anlage 2, Abb.7). Unter Aufgreifen der Bedarfe der KiFaZ-Leitenden werden in diese Coachings Vertreter*innen von Einrichtungen oder Institutionen eingeladen, so bereits die Familienkasse, die Psychologische Beratungsstelle oder die Schulsozialarbeit. Damit die städtisch geförderten KiFaZ als Anlauf- und Koordinierungsstellen dienen können, ist es essentiell, dass Familien eine Kontaktperson im KiFaZ kennen, was 350 von 382 Teilnehmenden der Umfrage für Familien mit Ja beantwortet haben (Anlage 1, Abb.10). – 5 – Zu 4. Bedarfsorientierung Die Bedarfe der Familien in den Sozialräumen sind unterschiedlich und können je nach Sozialraum stark variieren. Diese in der Rahmenkonzeption getroffene Annahme bestätigt die Umfrage unter den KiFaZ-Leitenden. So variieren die Anteile der Arbeit in den einzelnen Konzeptbausteinen in Teilen deutlich (Anlage 2, Abb. 10a). Betrachtet man hier die Mittelwerte der Rückmeldungen, nimmt der Konzeptbaustein Begegnung im Schnitt den größten Arbeitsanteil (nahezu 50 Prozent) ein. Beratung und Bildung folgen in einem annähernd gleichen Mittelwert. Etwas weniger Arbeitsanteil nimmt im Schnitt der Baustein Begleitung ein, während Betreuung den geringsten Arbeitsanteil einnimmt (Anlage 2, Abb. 10 b). Hier ist anzumerken, dass die Übergänge in den Konzeptbausteinen an manchen Stellen fließend sein können. Zehn der 25 KiFaZ-Leitenden gaben an, dass Bedarfsorientierung in der Planung von Angeboten der KiFaZ eine starke, 12 gaben an, dass diese sogar eine sehr starke Rolle einnimmt (Anlage 2, Abb.5). 91,9 Prozent der Familien gaben an, dass die Angebote ihnen im Alltag mit der Familie helfen, und 95,3 Prozent gaben an, dass das KiFaZ offen für ihre Ideen und Wünsche sei (Anlage 1, Abb.10). Als weiterer Hinweis für das bedarfsorientierte Arbeiten der KiFaZ und die Unterschiedlichkeit der Sozialräume dürfen die Angaben der KiFaZ-Leitenden hinsichtlich der Anteile ihrer Arbeitszeit verstanden werden. Die Anteile ergeben ein höchst unterschiedliches Bild (Anlage 2, Abb. 11). Dass die Karlsruher Familien positiv auf die KiFaZ blicken, lässt sich daran ablesen, dass 318 der Umfrageteilnehmenden ihr KiFaZ sehr gut gefällt, weiteren 52 gefällt es gut (Anlage1, Abb. 11). Zu 5. Ressourcen Die unbefristete Förderung der Stadt Karlsruhe gibt den Trägerinnen und Trägern der KiFaZ Planungssicherheit. Die Träger*innen konnten in der Umfrage in einem Freitextfeld hinderliche Faktoren für die Entwicklung der KiFaZ aus ihrer Sicht nennen. Es wurde zurückgemeldet, dass die nicht auskömmliche Finanzierung dazu führt, dass nur geringe Stellenanteile in den KiFaZ zur Verfügung stehen. Auch die fehlende Förderung von Sachkosten wird als ein Faktor betrachtet, der die Entwicklung der KiFaZ behindert. Auch die 25 KiFaZ-Leitenden hatten die Möglichkeit, die Rahmenbedingungen der KiFaZ auf einer Skala von sehr gut bis ausreichend zu bewerten. 17 KifaZ-Leitende gaben an, dass ihr Arbeitsumfang/ihre Stellenanteile ausreichend seien, keine bewertet diese als sehr gut, eine ihn als gut, vier als befriedigend (Anlage 2, Abb. 12). Auch die Bewertung der finanziellen Ausstattung zeigt eine Tendenz auf. So bewerten sieben KiFaZ-Leitende diese als ausreichend, 13 als befriedigend, zwei als gut und keine als sehr gut (Anlage 2, Abb. 12). Familien konnten in einem freien Textfeld am Ende der Umfrage Verbesserungsvorschläge einbringen. Hier wurde mehrfach eingebracht, die KiFaZ bzw. die dortigen Angebote auszubauen. So äußerten Berufstätige den Bedarf nach längeren Angebotsdauern in die späten Nachmittagsstunden hinein. Andere äußerten, dass die Angebote regelmäßiger und häufiger angeboten werden sollen. Auf Basis der von den Trägerinnen und Trägern eingereichten Verwendungsnachweise für das Jahr 2023 ergibt sich, dass KiFaZ-Leitende im Schnitt über ein Deputat von 34% verfügen, dies entspricht bei einer durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 39 Stunden einer wöchentlichen Arbeitszeit von 13 Stunden und 19 Minuten. Empfehlung Die Verwaltung empfiehlt die Aufhebung des Sperrvermerks und die Aufnahme der Förderung der KiFaZ in die Dynamisierung der freiwilligen Leistungen ab dem Jahr 2025. – 6 – Als Baustein der Sozialen Quartiersentwicklung und tragender Teil einer Präventionskette haben sich die städtisch geförderten KiFaZ seit Beginn der Förderung zu wichtigen Anlauf- und Koordinierungsstellen für die Karlsruher Familien entwickelt. Um den Bedarfen der Karlsruher Familien weiterhin nachhaltig begegnen zu können, sollten die aktuellen Deputate der KiFaZ-Leitenden aus Verwaltungssicht mindestens auf dem jetzigen Niveau gehalten werden. Die Träger*innen haben sich in Bezug auf die Verortung der KiFaZ-Leitenden innerhalb ihrer Organisationstruktur für unterschiedliche Modelle entschieden. Bei einigen Trägerinnen und Trägern erfolgte eine Trennung von Kita- und KiFaZ-Leitung. Dies ermöglicht die Bündelung von mehreren KiFaZ-Leitungen in einer Person oder die Bündelung von KiFaZ-Leitenden mit Leitung Startpunkt-Elterncafé und/oder Quartiersarbeit. Auf diese Weise entstehen sowohl personelle als auch inhaltliche Synergieeffekte, die sich positiv auf die Tätigkeit als KiFaZ-Leitende auswirken können. Weiterhin findet sich konzeptionell bei manchen Trägerinnen und Trägern eine Erweiterung der Bausteine Begegnung, Begleitung, Bildung, Beratung und Betreuung um den Baustein Beteiligung. Aus Verwaltungsperspektive erscheint dies sinnvoll, daher empfiehlt sich eine Erweiterung und ggfs. Präzisierung der Rahmenkonzeption KiFaZ. Erläuterungen zu finanziellen Auswirkungen Die Aufhebung des Sperrvermerks wird wie folgt beantragt: Jahr 2025: 13.750 Euro Jahr 2026: 27.850 Euro Jahr 2027: 42.290 Euro Jahr 2028: 57.100 Euro Beschluss: Antrag an den Gemeinderat Der Gemeinderat beschließt nach Vorberatung im Jugendhilfeausschuss die Aufhebung des Sperrvermerks zur Auszahlung der Dynamisierung von Personalkosten in KiFaZ ab dem Haushaltsjahr 2025.

  • Anlage 2
    Extrahierter Text

    Stadt Karlsruhe Sozial- und Jugendbehörde – Kinderbüro Umfrage Kinder- und Familienzentren 2024 Ergebnisse der Träger*innenumfrage und der KiFaZ-Leitendenumfrage Anlage 2 JHA 23.10.2024, TOP 5 2 | Umfrage Kinder- und Familienzentren – Träger- und Leitungsperspektive Inhaltsverzeichnis Abbildung 1: Wie bewerten Sie die Zusammenarbeit mit dem städtischen Kinderbüro in Bezug auf die Kinder- und Familienzentren? ..................................................................................................................................... 3 Abbildung 2: Wie bewerten Sie die Entwicklung der städtisch geförderten Kinder- und Familienzentren zwischen 2019 und 2023? .............................................................................................................................. 3 Abbildung 3: Wie bewerten Sie die Erweiterung des Konzeptes der Kinder- und Familienzentren um den Aspekt des Sozialraumbezugs? ....................................................................................................................... 4 Abbildung 4: Wo steht ihr KiFaZ auf einer Skala von 1 (gar nicht eingebunden) bis 10 (fester Bestandteil des Sozialraumes) aktuell? .................................................................................................................................... 4 Abbildung5: Inwiefern spielen folgende Prinzipien bei der Planung von KiFaZ-Angeboten eine Rolle? ............ 5 Abbildung 6: Welche Familien erreichen Ihre Angebote? ................................................................................ 5 Abbildung 7: Bewerten Sie folgende Aussagen ............................................................................................... 6 Abbildung 8: Bewerten Sie die Bedeutung folgender Aussagen ...................................................................... 6 Abbildung 9: Wer sind Ihre Kooperationspartner*innen? ................................................................................ 7 Abbildung 10a: Welche Anteile Ihrer Arbeit kommen den einzelnen Konzeptionsbausteinen zu? ................... 7 Abbildung 10b: Welche Anteile Ihrer Arbeit kommen den einzelnen Konzeptionsbausteinen zu? (Mittelwerte) ....................................................................................................................................................................... 8 Abbildung 11: Welchen Anteil ihrer Arbeitszeit nehmen folgende Tätigkeiten ein? ......................................... 9 Abbildung 12: Wie bewerten Sie folgende Rahmenbedingungen? Noch anpassen. ...................................... 10 Sozial- und Jugendbehörde – Kinderbüro | 3 Abbildung 1: Wie bewerten Sie die Zusammenarbeit mit dem städtischen Kinderbüro in Bezug auf die Kinder- und Familienzentren? (1 ≙ schlecht bis 5 ≙ sehr gut) Ergebnisse Träger*innen-Umfrage (N ≙ 6) Abbildung 1 Abbildung 2: Wie bewerten Sie die Entwicklung der städtisch geförderten Kinder- und Familienzentren zwischen 2019 und 2023? Ergebnisse Träger*innen-Umfrage Abbildung 2 0 1 2 3 4 ≙1≙2≙3≙4≙5 Anzahl der Stimmen 0 1 2 3 4 ≙1≙2≙3≙4≙5 Anzahl der Stimmen 4 | Umfrage Kinder- und Familienzentren – Träger- und Leitungsperspektive Abbildung 3: Wie bewerten Sie die Erweiterung des Konzeptes der Kinder- und Familienzentren um den Aspekt des Sozialraumbezugs? Ergebnisse Träger*innen-Umfrage Abbildung 3 Abbildung 4: Wo steht ihr KiFaZ auf einer Skala von 1 (gar nicht eingebunden) bis 10 (fester Bestandteil des Sozialraumes) aktuell? Ergebnisse KiFaZ-Leitendenumfrage (N≙22) Abbildung 4 0 1 2 ≙1≙2≙3≙4≙5 N/A Anzahl der Stimmen 0 1 2 3 4 5 12345678910Keine Angabe Anzahl der Stimmen Sozial- und Jugendbehörde – Kinderbüro | 5 Abbildung 5: Inwiefern spielen folgende Prinzipien bei der Planung von KiFaZ-Angeboten eine Rolle? Ergebnisse KiFaZ-Leitendenumfrage Abbildung 5 Abbildung 6: Welche Familien erreichen Ihre Angebote? Ergebnisse KiFaZ-Leitendenumfrage Abbildung 6 0 2 4 6 8 10 12 sehr starkstarkweniger starkgar nicht Anzahl der Stimmen Bedarfsorientierung Nur Familien, die die Kita besuchen 4% Nur Familien aus dem Sozialraum 5% Beide 82% Sonstige 9% 6 | Umfrage Kinder- und Familienzentren – Träger- und Leitungsperspektive Abbildung 7: Bewerten Sie folgende Aussagen Ergebnisse KiFaZ-Leitendenumfrage Abbildung 7 Abbildung 8: Bewerten Sie die Bedeutung folgender Aussagen Ergebnisse Träger*innen-Umfrage Abbildung 8 0 5 10 15 20 25 Die vom Kinderbüro organisierte, durch die Coaching angebotene Prozessbegleitung erlebe ich als gewinnbringend. Das KiFaZ dient als Anlaufstelle für Familien. Das KiFaZ fungiert als Koordinierungsstelle. Anzahl der Stimmen JaUnsicherNeinKeine Angabe 0123456 Das Kinder- und Familienzentrum dient als Anlaufstelle für Familien. Das Kinder- und Familienzentrum fungiert als Koordinierungsstelle. Sehr wichtigwichtigweniger wichtigunwichtig Sozial- und Jugendbehörde – Kinderbüro | 7 Abbildung 9: Wer sind Ihre Kooperationspartner*innen? Ergebnisse KiFaZ-Leitendenumfrage Abbildung 9 Abbildung 10a: Welche Anteile Ihrer Arbeit kommen den einzelnen Konzeptionsbausteinen zu? Ergebnisse KiFaZ-Leitendenumfrage Abbildung 10a 0 5 10 15 20 25 Anzahl der Stimmen 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% 12345678910111213141516171819202122 Einzelne KiFaZ BegegnungBegleitungBeratungBetreuungBildung 8 | Umfrage Kinder- und Familienzentren – Träger- und Leitungsperspektive Abbildung 10b: Welche Anteile Ihrer Arbeit kommen den einzelnen Konzeptionsbausteinen zu? (Mittelwerte) Ergebnisse KiFaZ-Leitendenumfrage Abbildung 10b Begegnung 46% Begleitung 12% Beratung 19% Betreuung 5% Bildung 18% Sozial- und Jugendbehörde – Kinderbüro | 9 Abbildung 11: Welchen Anteil Ihrer Arbeitszeit nehmen folgende Tätigkeiten ein? Ergebnisse KiFaZ-Leitendenumfrage Abbildung 11 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% 12345678910111213141516171819202122 andere Tätigkeiten Konzeptionelle Arbeit Netzwerkarbeit Öffentlichkeitsarbeit Planung, Organisation und Durchführung von unregelmäßigen Angeboten Planung, Organisation und Durchführung von regelmäßigen Angeboten 10 | Umfrage Kinder- und Familienzentren – Träger- und Leitungsperspektive Abbildung 12: Wie bewerten Sie folgende Rahmenbedingungen? Ergebnisse KiFaZ-Leitendenumfrage Abbildung 12 0 5 10 15 20 25 Finanzielle AusstattungArbeitsumfang / Stellenanteile ausreichendbefriedigendgutsehr gut

  • Anlage 1
    Extrahierter Text

    Stadt Karlsruhe Sozial- und Jugendbehörde – Kinderbüro Umfrage Kinder- und Familienzentren 2024 Ergebnisse der Familienumfrage Anlage 1 JHA 23.10.2024, TOP 5 2 | Umfrage Kinder- und Familienzentren – Familienumfrage Inhaltsverzeichnis Umfrageergebnisse .......................................................................................................................................... 3 Abbildung 1: In welchem Stadtteil wohnen Sie? ............................................................................................. 3 Abbildung 2: Welches KiFaZ besuchen Sie regelmäßig? .................................................................................. 3 Abbildung 3 und 4: Woher kennen Sie das KiFaZ? .......................................................................................... 4 Abbildung 5: Wie kommen Sie zum KiFaZ? ..................................................................................................... 5 Abbildung 6: Kennen Sie die Angebote des KiFaZ? ......................................................................................... 5 Abbildung 7: Wie alt sind Ihre Kinder? ............................................................................................................ 6 Abbildung 8 und 9: Welche Angebote nutzen Sie? ......................................................................................... 6 Abbildung 10: Was ist Ihre Meinung zum KiFaZ? ............................................................................................ 7 Abbildung 11: Wie gefällt Ihnen das KiFaZ? .................................................................................................... 8 Was können wir besser machen? .................................................................................................................... 8 Was möchten Sie noch sagen? ....................................................................................................................... 9 Umfrage Plakate und Flyer ............................................................................................................................ 10 Sozial- und Jugendbehörde – Kinderbüro | 3 Umfrageergebnisse Abbildung 1: In welchem Stadtteil wohnen Sie? (N ≙ 382) Abbildung 1 Abbildung 2: Welches KiFaZ besuchen Sie regelmäßig? Abbildung 2 21 3 77 23 1 3 9 4 1 9 3 48 31 36 8 2 11 11 26 8 2 44 40 1 5 0 10 20 30 40 50 60 70 80 1 29 5 12 31 19 23 25 18 2 40 1 87 16 7 3 1 17 1 27 1 4 000 12 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 4 | Umfrage Kinder- und Familienzentren – Familienumfrage Abbildung 3 und 4: Woher kennen Sie das KiFaZ? Abbildung 3 „Sonstiges“ im Detail (8 %): Abbildung 4 0,0% 5,0% 10,0% 15,0% 20,0% 25,0% KitaKiFaZ-LeitungAndere ElternFlyer / PlakateInternetKarlsruher KindSonstiges Hebamme 51% Begrüßungsmappe 10% Elterncafé / Krabbelgruppe 10% persönliche Begegnung (auf Spielplatz / bei Spielaktion angesprochen) 8% Kenne ich gar nicht 5% Rückbildungskurs 3% Tanzgruppe / Tanzschule 3% Caritas Karlsruhe 2% Es ist in unmittelbarer Nähe 2% Mitteilungsblatt des Stadtteils 2% Newsletter 2% persönlicher Kontakt 2% Woher kennen Sie das KiFaZ? –Sonstiges Sozial- und Jugendbehörde – Kinderbüro | 5 Abbildung 5: Wie kommen Sie zum KiFaZ? Abbildung 5 Abbildung 6: Kennen Sie die Angebote des KiFaZ? Abbildung 6 Zu Fuß 50% Fahrrad 35% Auto 9% Bus oder Bahn 4% Keine Angabe 2% Ja 91% Nein 8% Keine Angabe 1% 6 | Umfrage Kinder- und Familienzentren – Familienumfrage Abbildung 7: Wie alt sind Ihre Kinder? Abbildung 7 Abbildung 8 und 9: Welche Angebote nutzen Sie? Abbildung 8 null bis drei Jahre 54% drei bis sechs Jahre 35% im Grundschulalter 11% Regelmäßige Treffen 45% Einmalige Treffen 30% Information und Beratung 21% Sonstiges 4% Sozial- und Jugendbehörde – Kinderbüro | 7 „Sonstiges“ im Detail (4 %): Abbildung 9 Abbildung 10: Was ist Ihre Meinung zum KiFaZ? Abbildung 10 Sprachtreff 21% Sportangebote (um Beispiel Mama-fit) 31% Ferien-/Wochenendfreizeit 14% Kinderbüro ON-AIR 7% Bibliothek 7% Kleidertauschbörse 7% Newsletter 7% KiKoMo 3% Baum der Nachhaltigkeit 3% Welche Angebote nutzen Sie? –Sonstiges 364 350 351 262 320 5 25 18 86 51 13 7 13 34 11 0%10%20%30%40%50%60%70%80%90%100% Das KiFaZ ist offen für meine Ideen und Wünsche. Ich kenne dort eine beratende Kontaktperson. Die Angebote helfen mir im Alltag mit der Familie. Die Angebote helfen bei Übergängen. Durch das KiFaZ habe ich andere Angebote in meiner Nachbarschaft kennengelernt. JaNeinKeine Angabe 8 | Umfrage Kinder- und Familienzentren – Familienumfrage Abbildung 11: Wie gefällt Ihnen das KiFaZ? Abbildung 11 Was können wir besser machen? Alle Anmerkungen wurden unverändert aus der Umfrage übernommen. Hier handelt es sich um eine Auswahl (8 von 78), bei Bedarf können alle Antworten beim Kinderbüro erfragt werden. sehr gut 83,2% gut 13,6% okay 0,8% nicht so gut 0,6% Keine Angabe 1,8% 0%10%20%30%40%50%60%70%80%90%100% Evt könnte das Spielplatzgeplapper bis 17.30 gehen. Als berufstätige Eltern schafft man es nicht vor 16 Uhr abzuholen. Freizeitangebote wie Wochenendausflüge. Das niedrigschwellige Angebot vom Spielplatzgeplapper an weiteren Orten ermöglichen. Dies finde ich besonders gut! Verknüpfung zum Kindergarten könnte intensiver sein. Liegt aber sich in weiten Teilen an der schwierigen Situation im Kindergarten. Ich freue mich, wenn es vermehrt auch Angebote für Kinder und Eltern geben wird, die älter als 3 werden. Und mehr „Werbung“ bzw. detailliertere Informationen wären vielleicht sinnvoll, damit noch mehr Familien davon erfahren. Hätte ich nicht aktiv im Internet nach solchen Angeboten gesucht, hätte ich nichts davon gewusst. Mehr Werbung über den Instagram-Kanal. Als Beispiel [Nennung eines anderen KiFaZ]: Hier gibt es meist Anfang der Woche eine Story zu den Angeboten. Ist meistens jede Woche die gleiche Story, was aber positiv ist, da man einfach noch einmal sieht welche Angebote statt finden. Die Räumlichkeiten sind teilweise sehr veraltet und nicht immer gepflegt. Eine kleine Modernisierung wäre schön. Es sollte eine handyfreie Zone sein, d.h., Eltern sollten aufgefordert werden, Handys in der Tasche zu lassen während des Angebots. Essen nur am Tisch und nicht in der „Krabbelzone“. Sozial- und Jugendbehörde – Kinderbüro | 9 Was möchten Sie noch sagen? Alle Anmerkungen wurden unverändert aus der Umfrage übernommen. Hier handelt es sich um eine Auswahl (9 von 119), bei Bedarf können alle Antworten beim Kinderbüro erfragt werden. Danke dass es so eine Einrichtung gibt. Ich hatte eine Depression und soviel Hilfe bekommen. Das wünsche ich jeder Familie. Danke für das tolle Engagement. Zu den regelmäßigen wöchentlichen Angeboten kommen die Abendkurse, oder auch Onlineseminare zu verschiedenen (Wunsch-) Themen dazu. Das hat mir auf den Weg als Mutter mit unserem Kind schon viel geholfen und Entspanntheit gebracht. Das Familienzentrum ist eine ganz tolle Einrichtung, es wird so viel Tolles angeboten, man kann Kontakte knüpfen und jemand hat immer ein offenes Ohr für einen. Man fühlt sich dort sehr geborgen und willkommen. Ein ganz großes Lob an dieser Stelle für die tolle, herzliche Arbeit, vorallem von [Name] und auch an die Frauen vom Elterncafe [Stadtteil]. Man merkt, dass die Leute dort mit jeder Faser ihres Körpers top motiviert sind und die Arbeit von Herzen machen! Die spontanen Gespräche mit [Name und KiFaZ] haben mir schon sehr oft geholfen. Ihre Angebote und auch die ggf. verabredeten Beratungsgespräche sind sehr wichtig für mich. Für mich als Zugezogene ist es besonders schön über die KiFaZ mit anderen in Kontakt zu kommen und sich austauschen zu können. Das wäre sonst viel schwieriger gewesen. Ich bin zufrieden mit dem Angebot. Es wäre schön öfters Treffen der alleinerziehende zu veranstalten, am Besten unter der Woche Nachmittags. Es wäre schön wenn mehr Angebote in Waldstadt kommen und eher unserer Umgebung kommen. Man kann sicher immer noch was verbessern, aber angesichts des aktuellen Personalmangels, wäre es schön, wenn der aktuelle Stand gehalten werden könnte, das ist eine wirklich gute Anlaufstelle für junge Eltern U.a. Wir Familien haben uns durch die regelmäßigen Treffen im Elterncafe kennengelernt und sind jetzt gut vernetzt. Das ist sehr gut. Wir finden es sehr gut, dass bei unserem Familienzentrum zwar ein kirchlicher Hintergrund und eine Vernetzung mit der Kirchengemeinde besteht, aber die Angebote sich an alle richten und z.B. Themenabende weltanschaulich neutrale Veranstaltungen sind. 10 | Umfrage Kinder- und Familienzentren – Familienumfrage Umfrage Plakate und Flyer (Ansicht verkleinert)

  • Abstimmungsergebnis TOP 13
    Extrahierter Text

  • Protokoll GR 19.11.2024 TOP 13
    Extrahierter Text

    Niederschrift 4. Plenarsitzung des Gemeinderates 19. November 2024, 15:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus am Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup Punkt 13 der Tagesordnung: Förderung der Kinder- und Familienzentren – Aufnahme der Förderung in die Dynamisierung Vorlage: 2024/1017 Beschluss: Der Gemeinderat beschließt nach Vorberatung im Jugendhilfeausschuss die Aufhebung des Sperrvermerks zur Auszahlung der Dynamisierung von Personalkosten in KiFaZ ab dem Haushaltsjahr 2025. Abstimmungsergebnis: Einstimmige Zustimmung (44 Ja) Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 13 zur Behandlung auf und verweist auf die er- folgte Vorberatung im Jugendhilfeausschuss am 23. Oktober 2024. Stadträtin Anlauf (GRÜNE): Die Geschichte der Kinder- und Familienzentren ist wahrlich eine Erfolgsgeschichte. 25 Zentren gibt es bereits, die gut besucht werden und sich ständig weiterentwickeln, und zwar auch als Zentren der Quartiersentwicklung. Familien brauchen diese Unterstützung. Sie brauchen den Austausch untereinander mit Fachleuten, einen Ort, an dem sie erfahren, wie sie Unterstützung bekommen, wo sie ihre Nöte loswerden kön- nen und wo sie Spaß haben, zusammen mit ihren Kindern. Manche benötigen in diesen Zeiten nach Corona angesichts von Inflation und Mehrfachkrisen auch Anstupferle und Vorbilder, wie man auf ganz einfachen Wegen Freude mit seinen Kindern haben kann und sich dabei entspannt, vermutlich eine der Hauptaufgaben der Familien jetzt und weiterhin, regelmäßig Orte des entspannten Miteinanders aufzusuchen. Für all dies und viel mehr sind die Kinder- und Familienzentren letztlich im präventiven Sinn wichtig. Dies zeigt die ausführliche Evaluation der Zentren, die Befragung von Familien und von ihren Leiter*innen. Wir GRÜNE unterstützen auch, dass die Aktivitäten im Quartier über das Zentrum hinaus ausgebaut werden, so zum Beispiel die Pop-up-Cafés auf dem Spielplatz. Da wäre ich auch gerne einmal dabei. Auch dem Ausbau der Beteiligung an der Gestaltung der Zentren durch die Familien messen wir eine hohe Bedeutung bei. Wir – 2 – GRÜNEN sagen, weiter so mit den Kinder- und Familienzentren, deshalb sollen die Zentren in die Dynamisierung aufgenommen werden. Stadträtin Meier-Augenstein (CDU): Es ist jetzt fast 20 Jahre her, dass wir uns damals ge- meinsam auf den Weg gemacht haben mit einer frühen Prävention. Das war damals etwas ganz Neues, und ein Bestandteil war auch der Bereich der Kinder- und Familienzentren. Wir sind dann langsam gestartet, haben uns vorgetastet, und mittlerweile haben wir, die Kollegin hat es gesagt, 25 dieser Kinder- und Familienzentren in der ganzen Stadt verteilt, in allen Stadtteilen, im großen Stadtteil Durlach gleich mehrere, weil entsprechend viele Fa- milien und Kinder dort wohnen. Das Ganze gehört zu unserem Konzept dazu. Und durch die vorliegende Evaluation, zum einen bei den Familien, bei den Eltern, aber auch bei den Kita-Leitungen, wird noch einmal ganz deutlich unterstrichen, wie wichtig diese Anlauf- stelle für unsere Familien in der Stadt ist und welchen wertvollen Beitrag beim Aufwachsen unserer kleinsten Mitbürgerinnen und Mitbürger hier geleistet wird. Insofern steht auch meine Fraktion weiterhin voll und ganz hinter diesen Kinder- und Fami- lienzentren. Es hatte uns deswegen letztes Jahr in den Haushaltsberatungen gewundert, dass wir in eine Dynamisierung im Sozialbereich eingestiegen sind, aber diesen Bereich nicht berücksichtigt hatten. Deswegen hatten wir damals auch den Antrag gestellt, freuen uns jetzt, dass wir die Grundlage geschaffen haben, hier den Sperrvermerk aufzuheben, um das auch zukünftig hier immer in die Dynamisierung mit aufzunehmen. Vielen Dank an die Verwaltung für diese Vorlage und auch für diese Evaluation, die noch einmal bestätigt, wie wichtig die Arbeit hier ist. Stadträtin Melchien (SPD): Es ist sicher nicht verwunderlich, dass auch wir als SPD-Fraktion dieser Beschlussfolge heute folgen. Wir hatten den Antrag damals in die Debatte des Dop- pelhaushalts eingebracht und mit der CDU dann gemeinsam gestellt und sind natürlich auch froh, dass es heute zum letztendlichen Beschluss kommt. Zur Bedeutung der KiFaZ, wie schon in den Sprachgebrauch vieler junger Eltern und vor allen Dingen vieler Kinder in dieser Stadt Einzug gehalten hat, wurde schon ganz viel von meinen beiden Vorrednerin- nen gesagt. Ich möchte aus persönlicher Anschauung sagen, dass ich es herausragend finde, in welcher Weise trotz sehr begrenzter Mittel, die gerade vonseiten des Stadt, aber noch begrenzter vonseiten des Landes eingesetzt werden, hier ein Austausch im Quartier stattfindet. Vieles weitere Wichtige wird hier geleistet, aber gerade das schaffen die KiFaZe, und damit ist es wirklich ein wesentlicher Baustein auch in der sozialen Quartiersentwick- lung, gerade für diese Zielgruppe. Die Evaluation unterstreicht noch einmal, dass sie wirk- lich Bekanntheit, Bedeutung haben und dass es auch richtig war, in der Ausgestaltung eine Offenheit zuzulassen, um auf die Bedarfe vor Ort eingehen zu können. Für die SPD wäre diese Evaluation keine Bedingung gewesen für einen Sperrvermerk. Die Kosten sind selbstverständlich gestiegen. Keiner von uns kann es bestreiten, dass seit 2019 massive Kostensteigerungen aufgetreten sind. Keine Anpassung bedeutet gleichsam eine Kürzung, und das müssen wir uns schon noch einmal vor Augen führen, gerade wenn es künftig, und mein Kollege ist vorhin bei einem anderen Punkt darauf eingegangen, stärker um die Frage gehen muss nach einer Priorisierung bei begrenzten Mitteln, weil man durch- aus die gestiegenen Kosten bedenken muss. Einen kleinen Seitenhieb auf die Landesregierung kann ich mir hier nicht sparen. Die be- grenzte Förderung des Landes ist natürlich nur schwer für die Träger zu kompensieren, – 3 – wenn man überlegt, dass hier keine dauerhafte Unterstützung geleistet wird. Da fragt man sich schon, wie es Trägern denn gelingen soll, sie selbst ohne Förderung am Laufen zu hal- ten, wenn man gleichzeitig Angebote möchte, die für alle zugänglich und dadurch auch kostenfrei sein müssen. Also das erschließt sich mir nicht, diese Landesförderung. Deswe- gen bin ich froh, dass wir das anders tun. Auch wenn ich nicht alle 25 Einrichtungen selbst besuchen kann, kann ich wirklich sagen, was für eine herausragende Arbeit hier geleistet wird. Deswegen die Bitte an die Verwaltung in den weiteren Gesprächen, die auch aufgrund der Ergebnisse, die hier herausgekommen gekommen sind, in der Evolution jetzt geführt wer- den, den Dank dieses Gremiums auch zum Ausdruck zu bringen. Hier wird mit ganz viel Herzblut bedarfsgerecht geschaut, was kann ich leisten und nicht, wie wenig Stellenanteil habe ich eigentlich dafür. Stadtrat Kalmbach (FÜR): Ein zentrales Anliegen für uns alle ist in den Quartieren, wie kön- nen Menschen sich begegnen. Wie kriegen wir das hin, Menschen mit ähnlichen Probleme, Fragestellungen, wie kommen die zusammen? Tatsächlich scheint es an dieser Stelle wirk- lich gelungen, dass die zusammenkommen und vor allen Dingen, dass Information weiter- gegeben wird. Wo geht Ihr Kind in den Sportverein? Wo kriegt man die Information? Was bietet die Stadt an? Und man kriegt voneinander mit, was läuft, und deswegen ist es uner- setzlich und wertvoll. Deswegen kann man da nur dafür sein. Stadträtin Döring (KAL): Die Kinder- und Familienzentren leisten einen wichtigen Beitrag zur Quartiersarbeit. Das haben wir heute schon gehört, die oft umfangreiche, vielfältige und vor allem die niederschwelligen Angebote umfasst, Aktionen zur Begegnung, Informa- tionsveranstaltungen oder auch die Möglichkeit, sich einfach einmal nur einen Bollerwagen für den Kindergeburtstag oder den Familienausflug auszuleihen. Auch das darf man manchmal nicht unterschätzen, wie wichtig das ist. Die gewünschte Vernetzung im Sozial- raum klappt bei den meisten Kinder- und Familienzentren sehr gut. Es entstehen Koopera- tionen mit Vereinen aus dem Stadtteil, und so stärkt die Arbeit in dem KiFaZ den sozialen Zusammenhalt im Quartier. Die zusätzliche Arbeit, die für die Entwicklung und Durchfüh- rung dieser Angebote anfällt, wird in vielen Einrichtungen von den Beschäftigten weit über die dafür zur Verfügung gestellten Stellenanteile geleistet. Da ist ein ganz großes Engage- ment in den Einrichtungen, und deshalb freut sich unsere Fraktion sehr, das auch interfrak- tionelle Anliegen, also es ging über alle Fraktionen, dass diese Finanzierung der Kinder- und Familienzentren durch die Aufhebung des Sperrvermerks und vor allem die Aufnahme in die Dynamisierung auf stabile Füße gestellt wird, dass wir das heute umsetzen können. Und deshalb stimmen wir natürlich der Aufhebung des Sperrvermerks zu. Der Vorsitzende: Damit kommen wir zur Abstimmung, und ich bitte um ihr Votum ab jetzt. – Ich stelle einstimmige Zustimmung fest. Wir haben jetzt kurz vor 17:00 Uhr, da machen wir einmal eine Belüftungs- und auch sons- tige Pause. Ich würde vorschlagen, dass wir versuchen, dass wir uns um 17:20 Uhr wieder- treffen, damit wir ein bisschen zügig fortsetzen können. Die Sitzung ist unterbrochen. (Unterbrechung der Sitzung von 16:55 – 17:25 Uhr) – 4 – Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten – 9. Dezember 2024