Verlorener Fächerstrahl (Alte Durlacher Allee)

Vorlage: 2024/1011
Art: Anfrage
Datum: 05.09.2024
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Stadtamt Durlach
Erwähnte Stadtteile: Durlach, Mühlburg, Oststadt

Beratungen

  • Ortschaftsrat Durlach (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 13.11.2024

    TOP: 8

    Rolle: Kenntnisnahme

    Ergebnis: Kenntnisnahme

Zusätzliche Dateien

  • Anfrage Verlorener Fächerstrahl
    Extrahierter Text

    Anfrage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2024/1011 Eingang: 03.09.2024 Verlorener Fächerstrahl (Alte Durlacher Allee) FDP-OR-Fraktion Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Ortschaftsrat Durlach 13.11.2024 8 Ö Kenntnisnahme Anfrage: Wie ist der Stand der Realisierung des Kunst-Projektes „Verlorener Fächerstrahl / alte Durlacher Allee“? Welche Möglichkeiten hat das Stadtamt Durlach dieses auch für die Durlacher Stadtgeschichte wichtige Projekt zu unterstützen? Wie kann eine mögliche Kunstinstallation finanziert werden? Begründung: Wie aus mehreren Zeitungsartikeln zu erfahren war, fiel bei der Beschäftigung mit den Karlsruher Fächerstrahlen, die vom Schlossturm ausgehen, Manfred Bögle von der Wirkstatt auf, dass ein wichtiger Teil des 32strahligen Systems, die ehemalige Durlacher Allee, als Verbindung nach Durlach fehlt. Die Stadtentwicklung von Oststadt und Universität hat die Karlsruher Radialstrahlen überbaut. Zusammen mit dem Künstlerpaar Barbara Jäger und OMI Riesterer wurde im Zaun des Schlossgartens eine Stelle entdeckt, die den Hinweis auf die „alten Durlacher Allee“ gibt. Die Sandsteinpfosten haben im Rhythmus des Zauns einen engeren Abstand. Das Gelände davor und dahinter ist zugewuchert und versperrt den Blick auf den Schlossturm, dem Mittelpunkt der Stadt und Ausgangspunkt der Fächerstrahlen. Der Vorschlag des Künstlerpaares ist, mit den künstlerisch gestalteten Griffen als Erlebniskunst auf den Radialstrahl aufmerksam zu machen. Die beidseitig applizierte Schmuckform aus Edelstahl - auf den Zaun ohne Eingriff gegenseitig verschraubt - wurde von Dr. Wenz vom Denkmalamt für gut befunden. Des Weiteren wurde beschlossen, den Bewuchs auf beiden Seiten zu entfernen, sodass der Sichtbezug zum Schlossturm wieder möglich ist. Der Oberbürgermeister sowie alle anderen Ämter und das Land BW haben ihre Zustimmung nach fundierter historischer Recherche erteilt. Es wird eine schriftliche Zustimmung der Unteren Denkmalschutzbehörde für das Land BW (Frau Vivien Neu) gefordert. Auf einer Infotafel soll als Textvorschlag folgendes angebracht werden: „Hier verlief im 18. Jahrhundert eine der 32 vom Schlossturm in alle Himmelsrichtungen ausgehenden Radialstraßen. Nach ihrer Ausrichtung Richtung Durlach wurde sie Durlacher Allee genannt.“ – 2 – Das Freischneiden der Achse im Schlossgarten und im Forst ist mit dem Amt für Vermögen und Bau abgesprochen. Die Umsetzung soll bis Juni 2025 zum Stadtgeburtstag erfolgen und mit einem Festakt im Schlossturm eröffnet werden. Die Gesamtkosten für das Projekt liegen bei 6.000 EUR Das Land und die Stadt haben wohl keine Finanzmittel zugesagt und entsprechende Anfragen des Projektteam mit Verweis auf leere Kassen abgelehnt. Da dieses Projekt in einzigartiger Weise die Verbindung von Durlach nach Karlsruhe betont, und auch wie in der BNN zuletzt am 30.8.2024 zu lesen war, auch von OB Mentrup begrüßt wird, wurden wir eine Realisierung des Projektes begrüßen und fragen den aktuellen Stand hinsichtlich Kostenübernahme hiermit bei der Stadtverwaltung zu dem Thema an. Stadtplan mit Ehemaliger Blickachse auf Schlossturm Durlacher Allee – 3 – Situation mit Modell Modell der Schmuckform als Hinweis auf die historische Achse gezeichnet: FDP Fraktion im Ortschaftsrat Norman Gaebel Stefan Noé

  • Stellungnahme Anfrage Verlorener Fächerstrahl
    Extrahierter Text

    Stellungnahme zur Anfrage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2024/1011 Verantwortlich: Dez. 2 Dienststelle: Kulturamt i.B.m. Stadtamt Durlach Verlorener Fächerstrahl (Alte Durlacher Allee) FDP-OR-Fraktion Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Ortschaftsrat Durlach 13.11.2024 8 Ö Kenntnisnahme Anfrage vom 5. September 2024: Wie ist der Stand der Realisierung des Kunst-Projektes „Verlorener Fächerstrahl / alte Durlacher Allee“? Welche Möglichkeiten hat das Stadtamt Durlach dieses auch für die Durlacher Stadtgeschichte wichtige Projekt zu unterstützen? Wie kann eine mögliche Kunstinstallation finanziert werden? Herr Manfred Bögle sowie das Künstlerpaar Barbara Jäger und OMI Riesterer möchten am Zaun des Schlossgartens in Karlsruhe die Stelle kenntlich machen, an der vor dem Bau dieses Zauns Ende des 18. Jahrhunderts einer der 32 vom Schlossturm ausgehenden Radialstrahlen/Wegen verlief, der heute überbaut ist. Dazu recherchierte das Stadtarchiv anhand historischer Pläne die Lage und den Verlauf dieses Radialstrahls. Die nicht im Bereich der geplanten Stadt verlaufenden Radialstrahlen/Wege im Hardtwald wurden nach den Orten, auf die sie hinzielten, die sie aber in der Regel nicht erreichten, benannt. So wurde der Radialstrahl, um den es hier geht und der Richtung Durlach ausgerichtet war, als „Durlacher Allee“ bezeichnet. Er endete am Rand des Hardtwalds. Diese Durlacher Allee hatte also nie die Funktion einer Verbindung zwischen Karlsruhe und Durlach. Das war auch nicht notwendig, da bereits lange vor dem Bau von Schloss und Stadt Karlsruhe eine Landstraße die Orte Mühlburg und Durlach verband. Diese Landstraße führte an der neu zu bauenden Stadt Karlsruhe entlang, war also die bereits bestehende Verbindung nach Durlach. Ein Teilstück der damaligen Landstraße ist die heutige Kaiserstraße. Um diese Verbindung Karlsruhe – Durlach noch zu verbessern, wurde die Landstraße zwischen Karlsruhe und Durlach nach der Mitte des 18. Jahrhunderts begradigt (Pappelallee). Es spricht aus Sicht des Stadtarchivs nichts dagegen, an der entsprechenden Stelle am Zaun des Schlossgartens an den ursprünglich dort verlaufenden Radialstrahl/Weg „Durlacher Allee“ zu erinnern. Die Fortführung des Kunstprojekts – ein aktuellerer Stand als der in der Begründung der Anfrage genannte ist nicht bekannt – liegt beim Projektteam Bögle/Jäger/Riesterer in Zusammenarbeit mit dem Land, da sich die Stelle, an der das Kunstobjekt angebracht werden soll, auf einem Grundstück des Landes befindet. Die Stadt ist außer durch die historische Recherche und Beratung durch das Stadtarchiv nicht in das Projekt involviert. Sie hat eine Übernahme der Kosten bereits abgelehnt.