Stadthalle Modernisierung
| Vorlage: | 2024/0992 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 02.09.2024 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
Beratungen
- Bauausschuss (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 17.10.2024
Rolle: Entscheidung
Ergebnis: einstimmig beschlossen
Zusätzliche Dateien
-
Extrahierter Text
Beschlussvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2024/0992 Verantwortlich: Dez. 6 Dienststelle: Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft Stadthalle Modernisierung Vergabe von Elektrotechnik Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Bauausschuss 17.10.2024 2 Ö Entscheidung Kurzfassung Der Bauausschuss genehmigt die Vergabe folgender Arbeiten: Stadthalle Modernisierung Nachtrag zu Elektrotechnik an die Firma: Leonhard Elektrotechnik GmbH & Co. KG, 76149 Karlsruhe Auftragssumme: 1.186.265,49 € brutto Die Verwaltung wird ermächtigt, den Zuschlag zu erteilen. Finanzielle Auswirkungen Ja ☒ Nein ☐ ☒ Investition ☐ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: 135.420.000 € netto Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: 4,55 Mio. € Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☒ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☐ Ja ☒ positiv ☒ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☒ IQ-relevant Nein ☐ Ja ☒ Korridorthema: Wirtschafts- und Wissenschaftsstadt Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☐ Ja ☒ abgestimmt mit KMK – 2 – Stadthalle, Modernisierung Projektbetreuung: Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft der Stadt Karlsruhe Ingenieurleistung: SSP AG, Bochum Nachtrag Vergabe von Elektrotechnik Vorbemerkungen Beschreibung der Maßnahme Die Stadthalle ist nach über 30 Jahren Betrieb technisch und optisch in die Jahre gekommen und wird den Nutzeranforderungen nicht mehr gerecht. Neben den veralteten Oberflächen bestehen große Mängel im Bereich der Haustechnik. Zudem wurden bei einer Brandverhütungsschau erhebliche Mängel im baulichen Brandschutz festgestellt, die im Zuge der Modernisierung behoben werden müssen. Die komplexe Planungsaufgabe, die neue Gebäudetechnik in das bestehende Gebäude mit den vorgegebenen Schachtquerschnitten zu integrieren, konnte vom ursprünglichen Technikplaner trotz mehrmaliger Verlängerungen der Planungszeit nicht erfolgreich abgeschlossen werden. Nachdem Mitte 2020 eine konstruktive Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro für Haustechnik nicht mehr möglich war, wurde das Vertragsverhältnis beendet und die Planungsleistungen erneut europaweit ausgeschrieben. Nach der Neuvergabe konnte die integrale Planungsgesellschaft SSP AG aus Bochum, die bereits mit der Architekturplanung betraut war, im Februar 2021 mit der Planung der Technischen Ausrüstung beginnen. Dies führte zu massiven Planungs- und Bauverzögerungen, sodass die bereits beauftragen Firmen sowohl ein Kündigungsrecht als auch Anspruch auf Einheitspreisanpassungen aufgrund von Lohn- und Materialpreissteigerungen geltend machen konnten. Teilweise waren daher Neuausschreibungen erforderlich. Ergänzende Erläuterungen Die Modernisierung der Stadthalle wurde mit 135.420.000 Euro netto im Haushalt 2022/2023 der Stadt Karlsruhe veranschlagt. Aufgrund der Neuausrichtung der Planung und der erheblichen Baupreissteigerungen resultierend aus der Bauzeitverschiebung, hatte der Gemeinderat am 8. Dezember 2021 diesen erhöhten Gesamtaufwand für das Projekt genehmigt. Das Projekt wurde optimiert und das jetzt vorliegende neue Technikkonzept berücksichtigt zusätzliche Maßnahmen zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Für die Weiterführung des Projektes Modernisierung Stadthalle ist es erforderlich, die Ergänzung der Leistung Elektrotechnik vorzunehmen. Firma Leonhard GmbH & Co. KG hat hierfür die Nachtragsangebote 38, 44 und 53 in einer Gesamthöhe von 996.861,76 Euro netto vorgelegt. Die Nachtragsprüfung durch die Verwaltung und die externe Projektsteuerung hat ergeben, dass die Angebote angemessen sind. Umfang der bereits vergebenen Arbeiten Der Gemeinderat hat in der Sitzung am 23. Mai 2017 der Vergabe der oben genannten Bauleistungen an die Firma Leonhard GmbH & Co. KG mit einer Auftragssumme von 3.810.007,53 Euro netto zugestimmt. Die Beauftragung erfolgte am 6. Juni 2017. Die Summe bisher beauftragter Nachtragsvereinbarungen (Nr. 1-19) beläuft sich auf 6.864.717,02 Euro netto. Begründung für den Nachtrag Im Zuge des Ingenieurwechsels im Projekt und der damit verbundenen Überarbeitung der Planung ist die Anpassung der Hauptleistung der Elektrotechnik in den Bereichen Sicherheitsbeleuchtung und – 3 – IT-Technik erforderlich. Des Weiteren werden aufgrund der Aufstockung des Personals und der Erhöhung des Leistungsumfangs weitere Arbeitsplatz-Container für das Gewerk Elektrotechnik benötigt. Zusätzlich besteht der Anspruch auf eine Einheitspreisanpassung in Folge der Bauzeitenverlängerung im Projekt, welche sich aus den Lohnpreisanpassungen sowie Stoffpreisanpassungen zusammensetzt. Nach der Kündigung des Planers für die Technische Ausrüstung waren Planungsänderungen im Zuge der Überarbeitung der Planung der elektrotechnischen Gewerke notwendig. Diese Leistungen werden benötigt, da sie in den ursprünglichen Vergabeunterlagen nicht berücksichtigt wurden. Die aus den Planungsänderungen resultierenden Leistungsänderungen werden dem Planungsfortschritt folgend umgehend nach Vorlage eines gültigen Nachtragsangebotes geprüft und in den Beauftragungslauf gegeben. Aus Gründen des Projektfortschritts ist es nicht möglich, alle zukünftigen und möglichen Projektänderungen abzuwarten und diese gesammelt in einen Nachtrag zu überführen. Diese waren in der Vergangenheit auch teilweise darin begründet, dass Leistungen anderer Gewerke in die Leistungen der Firma Leonhard eingegriffen haben (z.B. Verkabelung, Gebäudeautomation) und sich daraus resultierende zusätzliche oder geänderte Leistungen erst nach Vorlage der Werk- und Montageplanung der anderen Gewerke beziffern ließen. Ein Wechsel des Auftragnehmers wäre aus technischen Gründen nicht, beziehungsweise nur unter erheblichen Schwierigkeiten möglich, weil es dadurch zu unbeherrschbaren Schnittstellen und den damit verbundenen möglichen Unklarheiten der Kompatibilität, Gewährleistung und Mangelhaftung innerhalb der Anlagen führen würde. Durch die Umplanung haben sich Anzahl, Wirkprinzip und Umfang der technischen Anlagen (einzubindende Raumgruppen und Funktonalität) nicht wesentlich verändert, sodass der Gesamtcharakter des Auftrages unverändert bleibt. Daher wäre es technisch, wirtschaftlich und hinsichtlich der Gewährleistungsschnittstellen nicht sinnvoll, einen Teil einer zusammenhängenden Anlage (z.B. Umbau bereits unter Kofler erstellter Schaltschränke oder zusätzliche Verkabelung, die auf den gleichen Trassen des Hauptauftrages verlaufen) an Drittunternehmer zu vergeben. Eine EU-weite Neuausschreibung der nachträglich notwendigen Leistungen hätte durch die 6- monatige Vergabelaufzeit einen erneuten Baustopp für das Projekt und somit extreme wirtschaftliche Nachteile zur Folge. Als Konsequenz hätten sämtliche Firmen erneut die Option zu kündigen und das Projekt würde sich möglicherweise um weitere Jahre verzögern. Der Gesamtaufwand von 135.420.000 Euro netto wird überschritten. Die Kostensteigerung der Maßnahme liegt jedoch unter 10% des Gesamtaufwandes. Kostenvergleich Ursprüngliche Auftragssumme 3.810.007,53 € netto Bereits beauftragte Nachträge 6.864.717,02 € netto Nachtragsangebot Firma Leonhard Elektrotechnik GmbH & Co. KG 996.861,76 € netto Neue Auftragssumme 11.671.586,31 € netto Betrachtung der CO 2 -Relevanz Die Betrachtung der CO 2 -Bilanz für das Gesamtprojekt ist der Beschlussvorlage Nr.: 2021/1322 Erneute Projektvorstellung im Rahmen des gemeinderätlichen Kontrollverfahrens zu entnehmen.