Entwicklung ehem. Postgiroareal - Auslobung Wettbewerbsverfahren Kriegsstraße 100 und Ergebnis Nachhaltigkeitsbewertung

Vorlage: 2024/0935/1
Art: Änderungs-/Ergänzungsantrag
Datum: 04.12.2024
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Stadtplanungsamt
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 17.12.2024

    TOP: 28.1

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: mehrheitlich abgelehnt

Zusätzliche Dateien

  • Änderungs-/Ergänzungsantrag
    Extrahierter Text

    Änderungsantrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2024/0935/1 Eingang: 03.12.2024 Entwicklung ehem. Postgiroareal - Auslobung Wettbewerbsverfahren Kriegsstraße 100 und Ergebnis Nachhaltigkeitsbewertung Änderungsantrag: GRÜNE Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Gemeinderat 17.12.2024 28.1 Ö Entscheidung Die Stadt Karlsruhe setzt sich im Wettbewerbsverfahren bzw. vor der Auslobung ebendessen dafür ein, dass in der Nutzungsmischung die Hotellerie bzw. das sogenannte "gewerbliche Wohnen" nicht bevorzugt verfolgt wird. Stattdessen liegt der städtische Fokus darin, deutlich mehr Wohnen und attraktive Erdgeschossnutzungen im Postgiroareal unterzubringen. Die aktuellste Bürgerumfrage im Rahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts für Karlsruhe 2040 (ISEK) hat ergeben, dass die Karlsruher*innen den Bedarf an Wohnraum als größte Herausforderung für die kommenden Jahre ansehen. Diese Einschätzung teilen wir und sehen es daher als notwendig an, insbesondere in innerstädtischen und sehr gut erschlossenen Lagen möglichst viel Wohnraum zu realisieren. Des Weiteren sind die Bedarfe an Hotelkapazitäten bis mindestens 2035 gedeckt, sodass die Stadt Karlsruhe zusätzlichen Kapazitäten kritisch bis ablehnend gegenüberstehen sollte. Weitere Hotelkapazitäten würden die wirtschaftlich angespannte Lage der Branche in Karlsruhe weiter verschlechtern und bieten der Karlsruher Bevölkerung keine Mehrwerte. Die Schaffung von gesellschaftlichen Mehrwerten ist eine notwendige Voraussetzung, um gemäß des städtischen Höhenentwicklungskonzepts bei Bauvorhaben über die übliche Geschosshöhe der Blockrandbebauung hinauszugehen. Unterzeichnet von: Aljoscha Löffler Christian Klinkhardt Dr. Susanne Heynen Ceren Akbaba Begründung/Sachverhalt

  • Stellungnahme Antrag
    Extrahierter Text

    Stellungnahme zum Antrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2024/0935/1 Verantwortlich: Dez. Dienststelle: Stadtplanungsamt Entwicklung ehem. Postgiroareal - Auslobung Wettbewerbsverfahren Kriegsstraße 100 und Ergebnis Nachhaltigkeitsbewertung Änderungsantrag: GRÜNE Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Gemeinderat 17.12.2024 Ö Entscheidung Kurzfassung Das „gewerbliche Wohnen“ wird in der Auslobung nicht bevorzugt verfolgt. Der Fokus liegt auf der Entwicklung eines urbanen Stadtquartiers mit dem Fokus Wohnen und einem vielfältigen Nutzungsmix. Die Verwaltung empfiehlt den Antrag abzulehnen. Finanzielle Auswirkungen Ja ☐ Nein ☒ ☐ Investition ☐ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☐ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☒ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☐ Ja ☒ Korridorthema: Zukunft Innenstadt Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Erläuterungen Der städtische Fokus liegt darin, Wohnraum zu schaffen und ansonsten einen Nutzungsmix, insbesondere in den Erdgeschosszonen, zur Belebung des öffentlichen Raumes umzusetzen. Dieser Nutzungsmix beinhaltet ein differenziertes Wohnungsangebot, gewerbliches Wohnen in Form eines Hotel- und Boardinghouse, vielfältige Gastronomie als attraktive Ergänzung zu Theater und Kultur, Einzelhandel zur Verbesserung der täglichen Versorgung und als Frequenzbringer, unterschiedlichste Dienstleistungs- und Büronutzungen sowie auch Freizeitangebote (z.B. Kino, Kletterhalle). Die Integration eines Hotels und Boardinghouse ist Wunsch des Investors. Der gewünschte Nutzungsmix schlägt sich in seiner Differenziertheit so auch in der Auslobung (Teil B, Punkt 4.1 f) nieder. Mit der Entwicklung des Postgiroareals wird die Entwicklung eines urbanen Quartiers zur Stärkung der Innenstadt angestrebt. Hierzu soll die funktionale Differenzierung als auch die Ausgestaltung attraktiver öffentlicher Räume bzw. Höfe beitragen. Ein mehr an „echtem“ Wohnen wird erzielt durch den festgelegten Mindestanteil von Wohnen von 30 Prozent der Gesamt-Bruttogeschossfläche (davon wiederum 30 Prozent geförderter Wohnraum). Gemäß Karlsruher Innenentwicklungskonzept KAI (KAI) müsste in dieser Lage (Kerngebiet) „nur“ 20 Prozent Wohnen umgesetzt werden. Bislang besteht eine monofunktionale Büronutzung ohne Wohnnutzung. Aus Sicht des Investors ist gewerbliches Wohnen im gehobenen Bereich am Standort umsetzbar, da dieser Bedarf bislang nicht abgedeckt ist. Allerdings bietet das Gesamtverfahren bis zu einer Umsetzung genug Flexibilität, um hier nachfragebedingte Anpassungen vorzunehmen. Die Mehrwerte für die Stadtgesellschaft liegen darin Wohnraum in dieser zentralen Lage zu schaffen, ergänzt um einen vielfältigen Nutzungsmix zur funktionalen und gestalterischen Aufwertung der Innenstadt. Das Hotel und Boardinghouse ist nur ein Bestandteil dieses Nutzungsmix. So kann ein urbanes Quartier in der Innenstadt entstehen, dass die Mitte stärkt und die umliegenden Stadtquartiere miteinander vernetzt. Die Durchführung des zweistufigen Wettbewerbsverfahrens ist Garant dafür, einen baukulturellen Mehrwert zu entwickeln, der ggf. auch einen Hochpunkt im gesetzten Rahmen beinhaltet. Die Verwaltung empfiehlt den Antrag abzulehnen.

  • Abstimmungsergebnis TOP 28.1
    Extrahierter Text