Konzept zur Bespielung der Seebühne

Vorlage: 2024/0884/3
Art: Beschlussvorlage
Datum: 15.09.2025
Letzte Änderung: 11.12.2025
Unter Leitung von: Kulturamt
Erwähnte Stadtteile: Durlach

Beratungen

  • Kulturausschuss (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 04.11.2025

    TOP: 3

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: vorberaten ohne Änderungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 25.11.2025

    TOP: 5

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: einstimmig beschlossen

Zusätzliche Dateien

  • Beschlussvorlage
    Extrahierter Text

    Beschlussvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2024/0884/3 Verantwortlich: Dez. 2 Dienststelle: Kulturamt Konzept zur Bespielung der Seebühne Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Kulturausschuss 04.11.2025 3 Ö Vorberatung Gemeinderat 25.11.2025 5 Ö Entscheidung Kurzfassung Die Frage, ob und wie die Seebühne wieder stärker genutzt werden kann, wurde bereits in mehreren Gremien beraten. Die Seebühne im Zoologischen Stadtgarten wird als attraktive Plattform bewertet, die Kulturschaffenden eine öffentlichkeitswirksame Bühne bietet. Der Zoo hat in Abstimmung mit dem Kulturamt und dem Gartenbauamt nun ein Konzept zur Bespielung entwickelt. In den Monaten April bis Oktober sollen an Wochenenden regelmäßig abwechslungsreiche Veranstaltungen stattfinden mit dem Ziel, das einzigartige Ambiente der Seebühne mit vielfältiger Unterhaltung zu verbinden und dadurch den Zoo über die bisherigen Attraktionen hinaus noch bekannter und beliebter zu machen. Dabei richtet sich das Angebot an ein breites Publikum aller Altersgruppen. Finanzielle Auswirkungen Ja ☒ Nein ☐ ☐ Investition ☒ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: ca. 2.000,00 € (es wird mit Kosten i.H.v. 200,00 € bis 300,00 € pro Veranstaltung gerechnet. Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: noch nicht absehbar/ nicht auf Gewinn ausgelegt Finanzierung ☒ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☒ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☒ Ja ☐ Korridorthema: Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Erläuterungen Das Thema „Bespielung der Seebühne“ geht zurück auf einen Antrag der SPD (2024/0884), der am 18. Oktober 2024 und am 9. April 2025 im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen sowie am 29. April 2025 im Gemeinderat (2024/0884-1, 2024/0884-2) und am 25. Juli 2025 im Kulturausschuss beraten wurde. Die Seebühne im Zoologischen Stadtgarten stellt eine attraktive Veranstaltungsplattform dar, die das Potenzial hat, kulturelle Inhalte mit einem besonderen Natur- und Freizeiterlebnis zu verbinden. Sie bietet Kulturschaffenden, insbesondere Vereinen, darüber hinaus eine öffentlichkeitswirksame Bühne. Der Zoo hat nun in Abstimmung mit dem Kulturamt und dem Gartenbauamt ein Konzept zur Bespielung entwickelt. Eventkonzept Seebühne 2026 – Zoologischer Stadtgarten Karlsruhe 1. Einleitung und Zielsetzung Die Seebühne im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe ist ein besonderer Veranstaltungsort im Herzen der Stadt. In den Monaten April bis Oktober sollen an Wochenenden regelmäßig abwechslungsreiche Veranstaltungen stattfinden. Ziel ist es, das einzigartige Ambiente der Seebühne mit vielfältiger Unterhaltung zu verbinden und dadurch den Zoo über die bisherigen Attraktionen hinaus noch bekannter und beliebter zu machen. Dabei richtet sich das Angebot an ein breites Publikum: von Kindern über Familien bis zu Senior*innen. Besonderes Augenmerk gilt dabei den Jahreskarteninhaber*innen, aber auch neuen Besucher*innen, die einen Zoobesuch mit einem kulturellen Erlebnis kombinieren möchten. 2. Veranstaltungszeitraum und Rhythmus Die Veranstaltungen sollen von April bis Oktober stattfinden, zunächst circa einmal im Monat an Wochenenden. Bei guter Resonanz ist auch eine höhere Frequenz möglich. Um eine gute Planbarkeit und Wiedererkennbarkeit zu gewährleisten, sollen feste Termine angestrebt werden, beispielsweise jeden 3. Samstag im Monat. Die Dauer der Veranstaltungen ist flexibel, jedoch sind die geltenden Ruhezeiten aufgrund der Nähe zu Wohngebieten strikt einzuhalten. Für ausgewählte Veranstaltungen ist auch eine Öffnung des Zoos nach 18 Uhr mit seitens des Zoos abgesperrten Bereichen denkbar, um gezielt andere Zielgruppen anzusprechen. 3. Veranstaltungsarten Das Programm soll vielfältig und abwechslungsreich sein, um unterschiedliche Zielgruppen anzusprechen. Geplant sind unter anderem: - Musikalische Darbietungen (Orchester, Chöre, Bands, Singer-Songwriter, DJs) - Literatur & Wortkunst (Lesungen, Poetry Slam, Vorträge) - Theater & Tanz (kleine Theaterstücke, Tanzaufführungen, Performancekunst) - Familienprogramm (Kinderkonzerte, Puppentheater, Zaubershows) - Themen- und Saisonveranstaltungen (Maifest, Oktoberfest, Sommerfeste in Kooperation mit dem Restaurant des Exotenhauses) - Stadtteilfeste – 3 – 4. Zielgruppen Die Zielgruppe umfasst alle Altersgruppen von Kindern bis Senior*innen. Der Zoologische Stadtgarten möchte ein breites, inklusives Kulturangebot schaffen. Zunächst wird geprüft, welche Veranstaltungsarten besonders gut angenommen werden. Es besteht die Möglichkeit, gezielte Einladungen an spezifische Gruppen oder Personen auszusprechen. 5. Organisation und Personal Das Gartenbauamt stellt die Räumlichkeit (die es vom Amt für Hochbau- und Gebäudewirtschaft gemietet hat) sowie die technische Grundausstattung (Lautsprecher, Mikrofone) zur Verfügung. Auftrittsorganisation, Dekoration und gegebenenfalls zusätzliche Technik obliegen den auftretenden Künstler*innen. Die Reinigung der Sanitäranlagen sowie der Fläche der Seebühne erfolgt im Rahmen der turnusmäßigen Bestandsreinigung. Sollten zusätzliche Reinigungen benötigt werden, wird dies zwischen Zoo und den Auftretenden abgestimmt. Bei Veranstaltungen in Kooperation mit dem Restaurant des Exotenhauses kann auch dessen Personal unterstützend eingebunden werden, um den Personalaufwand für den Zoo gering zu halten. Für die Koordination und Terminierung der Bespielung der Seebühne ist der Zoo zuständig. 6. Kosten und Finanzierung Es können keine Gagen an Künstler*innen gezahlt werden. Es ist vorgesehen, dass bei Auftritten eine Spendenbox aufgestellt wird, deren Erlös an eine wohltätige Organisation geht, die die jeweiligen Künstler*innen selbst auswählen können. Diese werden im Vorfeld mit dem Zoo abgestimmt. Medienwirksame Unterstützung durch den Zoo ist hierbei geplant. Kosten entstehen primär durch Reinigung und Instandhaltung. Die Bühne verfügt über fest installierte Sitzmöglichkeiten, Bühnenbild und Dekoration sind durch die Künstler*innen selbst zu gestalten. 7. Künstler*innen-Gewinnung und Kooperationen Da keine finanzielle Vergütung möglich ist, sollen folgende Anreize genutzt werden: - Öffentlichkeitswirksame Auftritte an einer attraktiven Location - Bewerbung über die Medienkanäle des Zoos - Möglichkeit, Spenden für wohltätige Zwecke zu sammeln - Zusammenarbeit mit Musik- und Kunstschulen, Vereinen sowie Amateurgruppen - Förderung von Nachwuchskünstler*innen Gespräche bezüglich einer möglichen Kooperation beziehungsweise Bespielung der Seebühne wurden bereits mit verschiedenen Akteur*innen geführt, wie beispielsweise dem Badischen Konservatorium, der KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH, dem Stadtamt Durlach oder dem Badischen Staatstheater. Das Badische Konservatorium und das Stadtamt Durlach haben dabei bereits ihre Zusage abgegeben. Kooperationen mit den Sparten Konzert und Musiktheater des Badischen Staatstheaters bieten sich aufgrund der räumlichen Nähe an, da durch die Nähe Synergieeffekte entstehen, die genutzt werden können. Auch hier erfolgte eine positive Rückmeldung. Bisherige Zusagen: - Badisches Konservatorium - Stadtamt Durlach (Durlach Tag) - Badisches Staatstheater - Sandkorn Theater – 4 – - Zoofreunde Karlsruhe - Volksbank Karlsruhe - KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH (Das Fest „to go“) - Tanzschule Ettlingen - Musikschule INTAKT Aktuell finden weitere Gespräche und Verhandlungen mit potentiellen Auftretenden statt. 8. Werbung und Öffentlichkeitsarbeit Die Bewerbung der Veranstaltungen erfolgt über die bestehenden Kanäle des Zoos, darunter: - Website und Social-Media-Plattformen - Newsletter des Zoos - Aushänge und Plakate im Zoo und im Stadtgebiet - Eintrag in städtische Veranstaltungskalender - Kooperationen mit lokalen Medien und Tourismuspartnern - Cross-Promotion-Aktionen, zum Beispiel mit Jahreskarten 9. Zu beachtende Punkte - Einhaltung der gesetzlichen Ruhezeiten und Lärmschutzauflagen - Wetterabhängigkeit: Ausweichtermine oder -orte planen - Barrierefreiheit sicherstellen - Sicherheitsvorkehrungen (Absperrungen, Erste Hilfe, Erstellung eines Sicherheitskonzepts bei größeren Veranstaltungen) - Genehmigungen und Absprachen mit Behörden bei Sonderveranstaltungen Einhaltung dieser Punkte ist Aufgabe der Veranstaltungsleitung (Zoo). Ihr obliegt ebenfalls die Absage oder Verschiebung einer Veranstaltung bei höherer Gewalt (beispielsweise Absage bei schlechtem Wetter). Veranstalterin im haftungsrechtlichen Sinne ist die Stadt Karlsruhe, hier vertreten durch den Zoo. Mit diesem Konzept kann der Zoologische Stadtgarten Karlsruhe die Seebühne ohne großen finanziellen oder personellen Mehraufwand beleben, die Besuchendenzahlen steigern und die Bindung zu den Besuchenden stärken. 10. (Technische) Daten der Seebühne Die Seebühne verfügt über eine 110 qm große überdachte Bühne. Daneben gibt es noch einen Holzsteg, der über circa 200 qm verfügt und der entweder für das Bühnenbild verwendet oder in die Veranstaltung miteingebunden werden kann, oder auf dem eine zusätzliche Bestuhlung erfolgen kann. Weiterhin verfügt die Seebühne über einen Zuschauendenrang mit 1.720 festen Sitzplätzen, die rotiert werden können. Zusätzlich stehen noch circa 100 weitere Stühle zur Verfügung, die nicht im Boden verankert sind und frei aufgestellt werden können. Der Zoo erstellt im Rahmen der Veranstaltungsplanung ein Sicherheitskonzept für größere Veranstaltungen und stimmt dieses mit den Belangen des Gartenbauamts ab. Die abschließende Anzahl an zugelassenen Gäste ergibt sich aus dem Sicherheitskonzept. Die Seebühne verfügt über zwei Umkleiden für die Veranstaltenden, Toiletten für Personal sowie einen Schrank hinter der Bühne, in dem Utensilien verschlossen werden können. Technische Anschlüsse (Strom, Mikrofon, Musik etc.) finden sich direkt hinter der Bühne oder in dem Technikraum in – 5 – unmittelbarer Nähe. Der Technikraum bietet die Möglichkeit, sowohl die Musik über eine Anlage als auch die Beleuchtung der Bühne zu steuern. Die Seebühne verfügt über Bodenleuchten, die am PC gesteuert werden können. Dabei kann die Farbe des Lichtes am PC verändert werden. Das bewegliche Dach kann so gesteuert werden, dass es als Leinwand verwendet werden kann. Es verfügt über eine interne Beleuchtung, die ebenfalls über den Technikraum gesteuert und farblich verändert werden kann. Die Nutzung findet in Abstimmung mit dem Gartenbauamt und dem Amt für Hochbau- und Gebäudewirtschaft statt. Der Zoologische Stadtgarten verfügt nicht über eigenes technisches Personal, weshalb die technischen Arbeiten von den Veranstaltenden durch fachlich geschultes Personal durchgeführt werden müssen. Alternativ können die Veranstaltenden die eigene technische Ausstattung mitbringen. Gerne kann dazu im Vorfeld ein Termin vereinbart werden. Veranstaltungen können von Seiten des Zoologischen Stadtgartens nicht technisch betreut werden. Die Bühne verfügt über vier Lautsprecherboxen, die über Masten fest installiert sind. Diese sind auf die Zuschauendenplätze ausgerichtet. Die technische Grundausstattung wird vom Gartenbauamt zur Verfügung gestellt. Die Veranstaltungsleitung des Zoos stellt sicher, dass diese ordnungsgemäß benutzt wird. Die Mitarbeitenden beim Zoo im Sachgebiet Finanzen und zentrale Dienste, die die Funktion der Veranstaltungsleitung ausführen, werden dazu im Vorfeld der Veranstaltungsreihe in die Technik eingewiesen. Bei Beschädigung oder Verlust werden auftretende Schäden verwaltungsseitig, zeitnah vom Zoo beseitigt und den Aufführenden in Rechnung gestellt. 11. Evaluation Die beteiligten Ämter schlagen vor, die Bespielung der Seebühne nach Ende der Saison 2026 zu evaluieren. Erläuterungen zu finanziellen Auswirkungen Ziel ist, die Veranstaltungen kostenneutral durchzuführen. Aktuell würden für bestimmte Veranstaltungen GEMA-Gebühren anfallen. Der Zoo befindet sich momentan in Klärung mit der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte, ob in diesem Fall eine Befreiung von GEMA-Gebühren in Frage kommt. Weiterhin ist der Zoo bestrebt, Veranstaltungen durchzuführen, die keine GEMA-Gebühren generieren, etwa durch den Charakter der Veranstaltung oder die Nutzung von unlizenzierter Musik. Hierzu befindet sich der Zoo auch schon aktiv in Kontakt mit bestimmten Akteur*innen. In einzelnen Fällen könnte versucht werden, anfallende GEMA- Gebühren an die Auftretenden auszulagern. Sollten GEMA-Gebühren anfallen, die nicht anderweitig ausgelagert werden können, werden diese über das Gesamtbudget des Zoos beglichen. Es wird jedoch angestrebt, Kosten so weit wie möglich zu vermeiden. Der Zoo rechnet mit Kosten pro Veranstaltung von 200,00 € bis 300,00 €, die durch interne Umschichtungen budgetiert sind. Zusätzliche Kosten für Personal, das während der Veranstaltungen anwesend ist (Veranstaltungsleitung), fallen nicht an, da diese Aufgabe durch die Mitarbeitenden des Zoos (Sachgebietsleitung Finanzen und Zentrale Dienste und Sachbearbeitung Veranstaltungsmanagement) übernommen werden. Laut Stellenbeschreibung umfasst das Aufgabengebiet der genannten Mitarbeitenden die Planung, Organisation und Durchführung von Veranstaltungen des Zoos. Somit kann der Zoo für Veranstaltungen auf bestehendes Personal zurückgreifen. Es wird demnach auf weiteres Personal zur Durchführung der Veranstaltungen sowie die Beauftragung externer Veranstalter verzichtet. Auch hierbei sollen keine zusätzlichen Kosten entstehen. – 6 – Beschluss: Antrag an den Gemeinderat Der Gemeinderat beauftragt - nach Vorberatung im Kulturausschuss - Zoo und Kulturamt mit der Umsetzung des vorgestellten Konzeptes zur Bespielung der Seebühne.

  • Protokoll Kulturausschuss 25.07.2025
    Extrahierter Text

    Niederschrift Sitzung Kulturausschuss 25. Juli 2025, 16:30 Uhr öffentlich (bis 18 Uhr) Bürgersaal, Rathaus am Marktplatz Vorsitz: Bürgermeister Dr. Albert Käuflein Teilnehmende und Entschuldigte siehe Anwesenheitsliste Protokoll: Claudia Lahn Öffentlicher Teil TOP 10 / 10.1: Seebühne stärker nutzen ((Antrag: SPD, Vorlage: 2024/0884/1) und Gastronomie-Betreiber in Eventmanagement der Seebühne einbeziehen (Antrag: CDU, Vorlage: 2024/0884/2) verwiesen aus Gemeinderat am 29.04.2025 Beschluss: vorberaten ohne Änderungen - Bürgermeister Dr. Albert Käuflein begrüßt zu diesem Tagesordnungspunkt Dr. Matthias Reinschmidt (Direktor Zoo) und Doris Fath (Leiterin des Gartenbauamtes). - Stadtrat Tilman Pfannkuch (CDU) ist überzeugt, dass eine Bespielung der Seebühne möglich sein müsse. Offensichtlich gebe es eine Nachfrage und Ideen aus den Musikvereinen. Dies könne eine niederschwellige Lösung sein. - Stadtrat Dr. Anton Huber (SPD) höre von vielen Seiten, dass eine Bespielung gut wäre. Das Vorhaben sei vor allem mit Blick auf die Haushaltssituation nicht erzwingbar und müsse interfraktionell geklärt werden. - Stadträtin Jorinda Fahringer (GRÜNE) betont, die Seebühne sei etwas Besonderes. Aber egal, wie eine Bespielung realisiert werde, in jedem Fall seien Ressourcen beziehungsweise ein Haushaltsantrag notwendig. In ihrer Fraktion gebe es aktuell andere Prioritäten. - Dr. Dominika Szope erläutert, dass das Kulturamt beziehungsweise das Kulturbüro keine Ressourcen habe, sondern Personal gekürzt werde. Dennoch gebe es zahlreiche Anfragen zur Bespielung der Seebühne. - Dr. Matthias Reinschmidt ergänzt, dass beim Zoo 8,5 Stellen gekürzt werden müssen, er aber Möglichkeiten sehe, auf kleinem Niveau die Organisation für circa 10 Veranstaltungen im Jahr zu übernehmen. Infrastruktur und Technik würden allerdings nicht in der Verantwortung des Zoos liegen. - Doris Fath erläutert, dass beim Gartenbauamt 58 Stellen abgebaut werden müssen. Sie könne sich vorstellen, dass Zoo und Kulturamt Organisation und Terminabstimmung übernehmen. Aber wer greife beispielsweise in die Tasche, wenn GEMA-Gebühren fällig würden? - Dr. Dominika Szope sagt, ihr Amt könne die Anfragen weiterleiten, es werde aber im Kulturbüro künftig keine Person geben, die speziell für die Bespielung der Seebühne zuständig sein wird. – 2 – - Stadträtin Anne-Kathrin Berghoff (DIE LINKE) schlägt vor, Prioritäten und Energie auf die Bühnen zu konzentrieren, die bereits bespielt werden und vielleicht bald nicht mehr. - Stadtrat Oliver Schnell (AfD) könne sich Konzerte einmal im Monat vorstellen. Er fragt nach, wer die Reinigung übernehme. Für ihn sei das saubere Verlassen der Bühne durch die Nutzer*innen selbstverständlich. - Dr. Matthias Reinschmidt ergänzt, dass 1.200 Sitzplätze sauber gehalten und beispielsweise von Laub befreit werden müssen. - Stadträtin Dr. Susanne Heynen (GRÜNE) sagt, dass für sie, auch nach der heutigen Diskussion, weiterhin unklar sei wie eine Bespielung der Seebühne trotz Einsparungen im Haushalt machbar sei. - Bürgermeister Dr. Albert Käuflein verspricht, dass sich Zoo, Kulturamt und Gartenbauamt Gedanken machen würden. Noch sei nichts beschlossen. Die Anträge seien damit formal erledigt.

  • Präsentation
    Extrahierter Text

    Veranstaltungskonzept Seebühne Konzept zur Bespielung der Seebühne für das Jahr 2026 1. Rahmen des Konzepts Die Seebühne im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe ist ein besonderer Veranstaltungsort im Herzen der Stadt. Ziel ist es, das einzigartige Ambiente der Seebühne mit vielfältiger Unterhaltung zu verbinden und dadurch den Zoo über die bisherigen Attraktionen hinaus noch bekannter und beliebter zu machen. 2. Veranstaltungen • In den Monaten April bis Oktober ungefähr eine Veranstaltung monatlich, bei guter Resonanz höhere Frequenz möglich • Breites, inklusives Angebot für ein vielfältiges Publikum • Von Lesungen über Tanzprogramme zu musikalischer Unterhaltung • Auch dem (zoo)pädagogischen Bildungsauftrag des Zoos wird Rechnung getragen Auftritt des Musikvereins Einheit Wolfartsweiher auf der Seebühne Gottesdienst auf der Seebühne 3. Kostenübersicht • Kostenneutrale Planung der Veranstaltungen • Keine Gagen für Auftretende • Aufkommende Kosten sind weitestgehend von den Auftretenden zu tragen • Mögliche anfallende Kosten: GEMA-Gebühren 4. Bereits erfolgte Zusagen • Badisches Konservatorium • Stadtamt Durlach (Durlach Tag) • Badisches Staatstheater • Sandkorn Theater • Zoofreunde Karlsruhe • Volksbank Karlsruhe • KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH, Das Fest „to go“ • Tanzschule Ettlingen • Musikschule INTAKT • Marché (Spezialevents) Fragen? Anregungen? Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

  • Abstimmungsergebnis TOP 5
    Extrahierter Text

  • Protokoll GR 25.11.2025 TOP 5
    Extrahierter Text

    Niederschrift 17. Plenarsitzung des Gemeinderates 25. November 2025, 15:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus am Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup Punkt 5 der Tagesordnung: Konzept zur Bespielung der Seebühne Vorlage: 2024/0884/3 Beschluss: Der Gemeinderat beauftragt - nach Vorberatung im Kulturausschuss - Zoo und Kulturamt mit der Umsetzung des vorgestellten Konzeptes zur Bespielung der Seebühne. Abstimmungsergebnis: Einstimmige Zustimmung (39 Ja) Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 5 zur Behandlung auf und verweist auf die er- folgte Vorberatung im Kulturausschuss am 4. November 2025. Stadträtin Akbaba (GRÜNE): Vor der Sommerpause standen wir an einem Punkt, an dem es so aussah, als müssten wir uns von der Seebühne verabschieden, fehlendes Geld, fehlendes Personal, gescheiterte Ideen rund um einen Gastronomiebetrieb, all das sprach gegen eine Zukunft der Seebühne. In der gleichen Sitzung haben wir die Verwaltung mit einem wirk- lich vagen Auftrag in die Sommerpause geschickt: Schaut doch mal, was überhaupt mög- lich wäre. Ich gebe zu, wir waren skeptisch. Was dann nach der Sommerpause passiert ist, hätten viele von uns nicht gedacht. Gartenbauamt, Kulturamt und Zoo haben sich zusam- mengefunden trotz massiver Stellenkürzung, trotz hoher Belastung, ein kostenneutrales Konzept vorzulegen. Wir können es in der Vorlage, die auf unseren Tischen liegt, lesen. Von April bis Oktober etwa eine Veranstaltung im Monat, Bühne und Grundtechnik kommt vom Gartenbauamt, Unterstützung vom Zoo, und die Vereine bringen Bühnenbild, Deko und zusätzliche Technik selber mit. Dieses Konzept beweist vor allem eins. Auf der einen Seite haben wir Pragmatismus, und auf der anderen Seite haben wir viel Wohlwollen innerhalb und zwischen den Ämtern. Und es geht plötzlich das, was wir uns alle, zumin- dest wir, uns eben nicht vorstellen konnten vor der Sommerpause, ja, Sie lachen Ein besonderer Dank gilt natürlich auch den Vereinen und den Institutionen, die bereitste- hen, diese Bühne wieder mit Leben zu füllen. Vielleicht wird es nicht die Gymnastikstunde für Seniorinnen beispielsweise, die Horst Schlesinger 1975 in einem Porträt festgehalten hat und was bis Februar noch im Stadtmuseum zu sehen ist, aber ein buntes Programm – 2 – rund um Musikauftritte, Lesungen und Tanzprogramme bieten ein echt gutes Portfolio für ein breites Publikum für alle Karlsruherinnen und Karlsruher an. Die Seebühne bleibt ein Ort, an dem sich die Stadtgesellschaft zeigt und gestaltet. Und mein herzlicher Dank gilt all denen, die das möglich gemacht haben. Stadträtin Meier-Augenstein (CDU): Wir haben uns mit dem Thema Seebühne und Neube- spielung jetzt mehrfach beschäftigt in den Ausschüssen hier im Gemeinderat. Und der Ge- meinderat hatte klar geäußert, dass wir hier etwas tun wollen. Es wurde immer abgelehnt, das geht nicht, wir kriegen das nicht hin, wir haben nicht das Personal, das ist alles zu teuer. Jetzt haben wir hier ein tolles Konzept auf dem Tisch. Herzlichen Dank von meiner Fraktion, dass es möglich ist. Es zeigt, wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Wir sind total happy, dass das jetzt so umgesetzt werden kann ab dem nächsten Jahr. Es ist wirklich be- achtlich, wie es in der Verwaltungsvorlage drin steht, dass das Ganze jetzt ohne großen fi- nanziellen oder personellen Mehraufwand möglich ist. Es ist vor allem ein echter Mehrwert für die Besucherinnen und Besucher, die dann auch ab dem nächsten Jahr noch höhere Eintrittspreise bezahlen müssen. Insofern tun wir hier ganz viel für die Attraktivität. Und wenn wir sehen, wer hier auch alles mit eingebunden wird, welche Institutionen und sonstige Beteiligte, dann wird das ein tol- les, buntes Programm. Wir freuen uns drauf, und wir gehen auch natürlich dem Vorschlag mit, dass wir dann am Ende der ersten Saison einfach einmal eine Evaluierung bekommen, wie das Ganze angenommen wurde, was es vielleicht auch gebracht hat für die Besucher- zahlen. Von meiner Fraktion noch mal ein ganz herzliches Dankeschön an den Zoo, der das hier in die Hand genommen hat. Stadträtin Ernemann (SPD): Kollegin Meier-Augenstein hat schon den Satz gesagt, den ich eigentlich auch eingangs sagen wollte: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg, aber jetzt er- gänze ich ihn und sage, Hartnäckigkeit zahlt sich aus. Die SPD hat im Jahre 2024 den Vor- stoß gemacht, diese Seebühne, die immerhin aus 110 Quadratmeter Bühnenfläche und 1.700 Sitzplätzen besteht, das muss man sich mal vorstellen, uns sich mitten im Zoologi- schen Stadtgarten befindet, zu bespielen. Wir konnten es einfach nicht glauben, und wir wollten es nicht wahrhaben, dass man diese kostbare Fläche innerhalb dieses noch kostba- reren Areals des Zoos einfach nicht nutzen kann. Die Ablehnungen der Verwaltung waren wirklich permanent, sie kamen in Reihenfolge, im- mer nur Ablehnung, zu teuer, kein Personal und kein Konzept. Und letztlich ist dann doch ein Konzept entstanden, und da gilt auch mein besonderer Dank dem Herrn Professor Reinschmidt vom Zoo, der offensichtlich mit überwiegender Arbeit des Zoos und auch mit Hilfe des Gartenbauamtes ein super tolles Konzept erstellt hat. Es wird jetzt in Zukunft - das ist angedacht -, so sein, dass man diese Bühne von Mai bis Oktober bespielt. Es wird eine Bühne sein für Kulturschaffende, für Vereine, Kinder, Jugendliche. Es wird auch eine Bereicherung des Zooerlebnisses oder des Zoobesuchs sein. Es wird mit einem kulturellen Erlebnis verbunden werden können, von Sommerfest bis Familienprogramm. Es ist schon ein umfangreiches Programm erstellt worden, was möglich wäre. Allerdings fehlt mir in der Aufzählung noch, dass man eventuell auch einmal mit den Kirchen reden könnte, dass Open-Air-Gottesdienste stattfinden dort auf der Bühne. Zusagen liegen vor vom Staatsthe- ater und vom Sandkorn-Theater, Zoofreunde, Volksbank, Stadtamt Durlach. Was will man mehr? Die Sache scheint offensichtlich ihren Lauf zu nehmen. – 3 – Wir bedanken uns noch einmal ganz herzlich, dass dieses Konzept nicht in irgendeiner Schublade geendet ist oder versandet ist, sondern dass man es aufgenommen hat und dass wir auch mit Hilfe, das war jetzt zwar unser Vorstoß, aber alle Parteien haben das von vornherein mit Wohlwollen unterstützt, dass wir letztlich jetzt die Möglichkeit haben, ein- mal zu beobachten. Die Evaluation steht Ende 2026 aus, und dann werden wir sehen, hat sich das bewährt, können wir es weiter nutzen, entstehen unter Umständen doch mehr Gebühren, als jetzt im Moment veranschlagt sind und wir freuen uns auf jeden Fall und sind gespannt auf den zukünftigen Sommer, ab April, glaube ich, war es, was auf der See- bühne stattfindet. Stadtrat Schnell (AfD): Die AfD-Fraktion begrüßt ganz außerordentlich dieses kostengüns- tige Konzept zur künftigen Nutzung der Seebühne. Darf ich daran erinnern, dass seinerzeit vom Gartenamt für die Wiederinbetriebnahme der Seebühne Kosten in sechsstelliger Höhe kalkuliert worden waren? Wir sehen, es geht also auch deutlich günstiger, wenn man es denn nur will. Möge dies uns eine Mahnung sein, nicht alle Kostenschätzungen der städti- schen Verwaltung, wenn sie damit die Nichtrealisierbarkeit von Projekten begründen will, für bare Münze zu nehmen und als alternativlos erkennen zu müssen. Zum Schluss noch einen ganz herzlichen Dank an Professor Reinschmidt, dass er dies er- möglicht hat. Stadträtin Böringer (FDP/FW): Die Seebühne wird wieder zum Leben erweckt. Das ist eine gute Nachricht. Wir freuen uns sehr, dass es jetzt vorangeht. Die Bühne ist einer der schönsten Veranstaltungsorte in Karlsruhe. Leider hat sie bislang ein eher unverdient trost- loses Dasein irgendwie gefristet. Also nun soll im nächsten Jahr eine lebendige Bühne mit einem vielfältigen Programm für alle Zielgruppen präsentiert werden. Was mir besonders gut gefällt, dass die Bespielung auch den Kulturschaffenden in der Stadt eine Plattform bieten soll. Und das wird bestimmt ein besonderes Kultur- und Unter- haltungserlebnis sein. Wir danken auch insbesondere Herrn Professor Reinschmidt. Das ist der strategisch-kreative Kopf dieses Konzepts. Das hat er entwickelt zusammen mit dem Kulturamt an ihrer Spitze, Frau Dr. Szope, und dem Gartenbauamt mit Frau Fath. Wir sind ganz gespannt auf die Veranstaltungen und freuen uns, wenn wir dann irgendwann mal sagen könnten, Bühne frei für die Seebühne. Stadtrat Haug (KAL): Mit der Seebühne im Zoologischen Stadtgarten verfügt die Stadt Karlsruhe über eine attraktive Veranstaltungsstätte, die derzeit leider brachliegt. Jetzt ist dies keine Zeit für große Investitionen. In den kommenden Wochen sollen umfangreiche Kürzungen im Sozialen und bei der Kultur durch den Gemeinderat beschlossen werden. Umso mehr freuen wir uns über die kreative Lösung, die in der Zusammenarbeit von Gar- tenbauamt, Zoo und Kulturamt gefunden wurde. Wir sind gespannt, ob auf der Seebühne die Vielfalt des Karlsruher Kulturangebotes erweitert wird. Der Vorsitzende: Vielen Dank, neben dem Lob für Gartenbauamt, dann den Zoo und auch das Kulturamt möchte ich noch mal darauf hinweisen, dass es ein außerordentliches Entge- genkommen sein wird, auch der entsprechenden Bühnen, Künstlerinnen, Künstler, Ver- eine, sich am Wochenende mindestens einen Tag herumzuschlagen, um dann die entspre- chende Bühne und alles drumherum herzustellen. Der Gewinn ist allein der Applaus der Zuschauerinnen und Zuschauer und die mögliche Steigerung der Bekanntheit über die – 4 – ganzen Social-Media-Kanäle. Ich glaube, wir sollten alle die Daumen drücken, dass diese Chance auch dann ergriffen wird, aber auch anerkennen, dass das ganz viel mit ehrenamt- lichem zusätzlichen Engagement zu tun hat. Und das kann eine gute Blaupause werden, um das ein oder andere in der Stadt dann doch wieder mit Leben zu füllen, was man allein mit viel Geld nicht machen kann. Aber umso größer sollte unser Dank und unsere Aner- kennung sein, wie viel Ehrenamt dabei dann auch wieder zusätzlich aktiviert wird. Das, denke ich, sollten wir immer im Mittelpunkt behalten, vielen Dank. Wir kommen damit zum Beschluss, und ich bitte Sie um Ihr Votum ab jetzt. – Das ist ein- stimmige Zustimmung. Das ist, glaube ich, noch einmal ein schöner Rückenwind dafür, dass das auch dann hoffentlich alles ab nächstes Jahr richtig flutscht. Ich kann mich auch selber noch an Konzerte auf der Seebühne erinnern. Also an sich ist das etwas, was doch die Leute sehr anspricht, und von daher könnte es auch wunderbar klappen. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten – 10. Dezember 2025