Seebühne stärker nutzen

Vorlage: 2024/0884/1
Art: Antrag
Datum: 10.01.2025
Letzte Änderung: 22.05.2025
Unter Leitung von: Gartenbauamt
Erwähnte Stadtteile: Wolfartsweier

Beratungen

  • Ausschuss für öffentliche Einrichtungen (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 09.04.2025

    TOP: 1

    Rolle: Vorberatung

    Ergebnis: Keine Angabe

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 29.04.2025

    TOP: 14

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: verwiesen in Fachausschuss

Zusätzliche Dateien

  • Antrag
    Extrahierter Text

    Antrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2024/0884 Eingang: 05.08.2024 Seebühne stärker nutzen Antrag: SPD Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Gemeinderat 24.09.2024 35 Ö Kenntnisnahme Ausschuss für öffentliche Einrichtungen 18.10.2024 4 Ö Behandlung Gemeinderat 29.04.2025 14 Ö Entscheidung Die SPD-Fraktion fordert eine Überprüfung, ob das Amt Zoo die Einrichtung übernehmen kann und ein Konzept zur Erhöhung der Nutzungsintensität 1. Die Stadtverwaltung erstellt ein Konzept für eine stärkere Nutzung der Seebühne im Zoologischen Stadtgarten. Dabei soll insbesondere eine häufigere Nutzung durch Musikvereine ermöglicht werden. 2. Die Verwaltung überprüft, ob und unter welchen Rahmenbedingungen das Amt Zoo die Verwaltung der Seebühne übernehmen und die Auftritte darauf organisieren kann. Begründung/Einordnung: Die Antwort der Verwaltung auf die SPD-Anfrage vom 18.6.2024 zur Seebühne im Amt Zoo zeigt, dass das Potential für Veranstaltungen bei weitem nicht genutzt wird. Auf die Frage, ob es richtig ist, dass die Musikvereine dieses Jahr nicht auftreten können und was die Ursache dafür ist, wurde geantwortet, dass das Gartenbauamt (GBA) seit 2017 keine finanziellen und personellen Ressourcen mehr hat, um Veranstaltungen auf der Seebühne durchzuführen. „Die Auftritte der Musikvereine im letzten Jahr waren nur dank der großzügigen Unterstützung der Sparkassenstiftung möglich“, so die Verwaltungsantwort. Dennoch sind Musikvereine, aber auch andere Nutzer auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Sie profitieren von der Seebühne als wertvolle Plattform, um ihr Können einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren und neue Mitglieder zu gewinnen. Die Auftritte fördern nicht nur das kulturelle Leben in Karlsruhe, sondern stärken auch den Gemeinschaftssinn, das Vereinsleben und das ehrenamtliche Engagement in unserer Stadt. Es ist klar, dass eine dauerhafte Lösung zur Finanzierung von Auftritten auf der Seebühne und damit auch der Vereine durch die Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmen, kulturellen Stiftungen und anderen potenziellen Sponsoren gefunden werden kann und muss. Die Stadtverwaltung sollte prüfen, ob zusätzliche Fördermittel oder Zuschüsse für kulturelle Projekte verfügbar sind. Ziel muss es sein, eine langfristige und nachhaltige Finanzierung sicherzustellen, damit die Musikvereine ihre wertvolle Arbeit fortsetzen können und das volle Potenzial der Seebühne entfaltet werden kann. – 2 – Sofern das Gartenbauamt keine personellen Ressourcen zur Verfügung stellen kann, soll geprüft werden, ob das Amt Zoo die Organisation der Seebühne effizienter gestalten könnte. Das Ziel einer möglichen Übernahme der Seebühne wäre es, diese besser bespielen zu können. Um dies zu überprüfen, werden alle relevanten Informationen, wie etwa den personellen Aufwand, den bisherigen Betreuungsaufwand sowie eine Einsicht in die durchschnittlichen Aufwendungen benötigt. Unterzeichnet von: Yvette Melchien Elke Ernemann Mathias Tröndle

  • Stellungnahme
    Extrahierter Text

    Stellungnahme zum Antrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2024/0884/1 Verantwortlich: Dez. 5 Dienststelle: Gartenbauamt Seebühne stärker nutzen Antrag: SPD Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Ausschuss für öffentliche Einrichtungen 09.04.2025 1 Ö Vorberatung Gemeinderat 29.04.2025 14 Ö Entscheidung Kurzfassung Das Gartenbauamt (GBA), das Amt Zoo und die Karlsruher Marketing und Event GmbH (KME) teilen grundsätzlich die Auffassung, dass die Seebühne im Zoologischen Stadtgarten eine attraktive Plattform für die Durchführung kultureller Veranstaltungen sein kann. Die Bespielung der Seebühne ist allerdings nur durch die Vergabe der kuratorischen Betreuung an eine externe Eventmanagement- Agentur möglich, da die städtischen Ämter diese Aufgabe nicht leisten können. In Anbetracht der aktuell schwierigen Haushaltslage können aus Sicht der Verwaltung in absehbarer Zeit keine zusätzlichen städtischen Mittel für freiwillige Aufgaben zur Verfügung gestellt werden. Mit Blick auf die in 2025 verfügte Haushaltssperre und die Ausweitung der Haushaltssicherung in den kommenden Haushaltsjahren kann die Verwaltung aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten die Ausweitung der Bespielung der Seebühne derzeit nicht befürworten. Finanzielle Auswirkungen Ja ☒ Nein ☐ ☐ Investition ☒ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: 120.000 € zzgl. Personalkosten Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: 120.000€ zzgl. Personalkosten Gesamteinzahlung: 60.000 € Jährlicher Ertrag: -60.000 € Finanzierung ☐ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☒ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☒ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☒ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☒ Ja ☐ Korridorthema: Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☐ Ja ☒ abgestimmt mit KME – 2 – Erläuterungen Der Antrag „Seebühne stärker nutzen“ (2024/0884) wurde am 28. Oktober 2024 im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen beraten. Ergebnis der Beratung war, dass finanzielle und personelle Ressourcen ermittelt werden, und die Ergebnisse der Arbeitsgruppe erneut in den Gremien vorgestellt werden. Das Gartenbauamt, das Amt Zoo und die KME (Projektgruppe Seebühne) teilen grundsätzlich die Auffassung, dass die Seebühne im Zoologischen Stadtgarten eine attraktive Plattform für die Durchführung kultureller Veranstaltungen sein kann. Allerdings verfügt das Gartenbauamt schon seit einigen Jahren nicht mehr über die personellen und finanziellen Ressourcen, um die Veranstaltungen auf der Seebühne planen und durchführen zu können. Ein Budget steht für diese Zwecke nicht zur Verfügung. Die letzten Veranstaltungen vor Corona wurden aus Sponsoringmitteln bestritten und waren immer abhängig von der verfügbaren Höhe. Im letzten Jahr hat die Sparkassenstiftung Mittel zur Verfügung gestellt, so dass Verträge mit Vereinen abgeschlossen werden konnten. Die anfallenden GEMA-Gebühren sind ebenfalls zu entrichten und von der Zahl der Veranstaltungen abhängig. Eine Bespielung der Seebühne wäre verstärkt im Bereich Juni bis September unter dem Titel „Seebühnen-Zauber“ denkbar. Hierfür wäre aber die Vergabe der kuratorischen Betreuung an eine externe Eventmanagement-Agentur notwendig, da die städtischen Ämter diese Aufgabe nicht leisten können. Unter anderem sollte sich die Agentur um das künstlerische Programm und die Betreuung der Künstler*innen vor Ort kümmern. Es könnte hier nach einem eintrittspflichtigen Abendprogramm am Wochenende (ca. 8 Abende) und einem kostenfreien Nachmittags-/Abendprogramm unterschieden werden. Bespielungsbeispiele/Partnerschaften für eintrittspflichtiges Abendprogramm am Wochenende (ca. 8 Abende): Im Bereich Theater, Musik und Musical könnte zunächst an Orchester/Bands der Hochschule für Musik und das Badische Konservatorium (Filmmusik) gedacht werden. Des Weiteren sucht das Staatstheater wegen des Umbaus weitere Spielstätten. Hinzu könnten das Kammertheater, das Sandkorn-Theater oder der Jazzclub gewonnen werden. Auch an die Einbindung von Autorinnen und Autoren in Kooperation mit der Literarischen Gesellschaft könnte eine abendfüllende Bespielungsmöglichkeit darstellen. Im Bereich Tanz und Artistik könnte zunächst an das Kulturzentrum Tempel oder eine der vielfältigen, lokalen Tanzcompanien gedacht werden. Ebenfalls könnten artistische Aufführungen (z.B. Circus Maccaroni oder Zirkusscheune Hochstetten) in Frage kommen. Anzumerken ist, dass alle beispielhaft genannten Kooperationen noch nicht angefragt worden sind. Die Aufzählung soll jedoch bereits einen Eindruck vermitteln, welche vielseitigen Ensembles, Institutionen und Künstler*innen den „Seebühnen-Zauber“ bereichern könnten. Bespielungsbeispiele für kostenfreies Nachmittag-/Abendprogramm: Vielseitig zeigen sich ebenso die kostenfreien Bespielungsmöglichkeiten - von regionalen Bands über Unplugged Konzerten, Musikvereinen bis hin zu Poetry Slams, Lesungen, Stand Up Comedy und Workshops. – 3 – Erläuterungen zu finanziellen Auswirkungen Kosten Die benötigten 120.000 € Budgetmittel setzen sich aus 60.000 € stadteigenen Mitteln und 60.000€ Einnahmen zusammen. Hinzu kommen Personalkosten. Ein Großteil der Kosten wäre für die kuratorische Betreuung sowie das Künstlerbooking einzuplanen. Auch hat die GEMA ihre Lizenzkosten erheblich erhöht; des Weiteren wären allgemeine Sachkosten anzusetzen, vor allem im Bereich der Reinigung der Seebühne und im Technik-Bereich (Sound- und Beleuchtungsanlage, Soundtechniker). Hinzu kämen die Personalkosten für Reinigung und einfache Instandhaltung sowie Bestuhlung der Bühne, sowie Absperr-, Sicherheits- und Einlasstätigkeiten aufgrund der Events. Des Weiteren fiele neben dem Aufwand für die Eventmanagement-Agentur auch Verwaltungsaufwand beim GBA an, für den derzeit keine Ressourcen zur Verfügung stehen. Dies beträfe auch den Betreuungs- und Reinigungsaufwand für die Veranstaltungen. Externe Einnahmen Nach Einschätzung der KME könnte zunächst mit circa 20.000 € Sponsoringmitteln gerechnet werden. Hinzu kommen weitere 20.000 € an Eintrittsgeldern. Weitere ca. 20.000 € sollten durch Umlagen generiert werden, beispielsweise durch einen „fiktiven Abgabe-Euro“ aus den Zoo-Eintrittstickets oder auch der Umsatzbeteiligung an der Zooverpflegung (Firma Marché) aufgrund der durch das Event gesteigerten Einnahmen. Da es im Tagesgeschäft kaum möglich sein wird, einen kausalen Zusammenhang zwischen den Aktionen des kostenfreien Nachmittagsprogramms und einer erhöhten Besuchendenzahl herzustellen, sollten sich die „Umlagen“ auf die einzeln abrechenbare, erhöhte Umsatzpacht des Caterings reduzieren. Bei einer Anzahl von acht Veranstaltungen ist beim vertraglich vereinbarten umsatzbezogenen Entgelt die Summe von 20.000 € als realistisch einzuschätzen. In Anbetracht der aktuell schwierigen Haushaltslage können aus Sicht der Verwaltung in absehbarer Zeit keine zusätzlichen städtischen Mittel für freiwillige Aufgaben zur Verfügung gestellt werden. Mit Blick auf die in 2025 verfügte Haushaltssperre und die Ausweitung der Haushaltssicherung in den kommenden Haushaltsjahren kann die Verwaltung aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten die Ausweitung der Bespielung der Seebühne derzeit nicht befürworten.

  • Protokoll GR 29.04.2025 TOP 14
    Extrahierter Text

    Niederschrift 9. Plenarsitzung des Gemeinderates 29. April 2025, 15:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus am Marktplatz Vorsitzende: Erste Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz Punkt 14 der Tagesordnung: Seebühne stärker nutzen Antrag: SPD Vorlage: 2024/0884/1 Punkt 14.1 der Tagesordnung: Gastronomie-Betreiber in Eventmanagement der Seebühne einbeziehen Ergänzungsantrag: CDU Vorlage: 2024/0884/2 Beschluss: Verwiesen in den Kulturausschuss Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Die Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 14 zur Behandlung auf und verweist auf die er- folgte Vorberatung im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen am 9. April 2025. Stadtrat Tröndle (SPD): Es ist natürlich nicht einfach, nach so viel Hass und Hetze ein positi- ves Thema zu beleuchten. Aber zunächst einmal herzlichen Dank an die Verwaltung für die Stellungnahme. Das Statement geht in die richtige Richtung, doch da gibt es noch reichlich Luft nach oben. Was wir vorgelegt bekommen, ist die Aufzählung von Möglichkeiten, aber noch kein überzeugendes Konzept. Vor allem die Schlussfolgerung, die Stadt müsse dafür jährlich 60.000 Euro einspeisen, teilt die SPD Fraktion nicht. Im Gegenteil, wir sind davon überzeugt, dass sich uns hier die riesige Chance bietet, zumindest kostenneutral zwei Flie- gen mit einer Klappe zu schlagen. Und diese Chance, liebe Kolleginnen und Kollegen, die sollten wir nutzen. Da haben wir zum einen die Seebühne, doch die wird fast nicht mehr bespielt. Bis auf den selbstorganisierten Auftritt des Musikvereins Wolfartsweier herrscht in diesem Sommer Ruhe im Kleinod, dessen Sanierung und Modernisierung wir uns in den vergangenen zehn Jahren insgesamt 2 Millionen Euro kosten ließen. Das Gartenbauamt kann aus personellen und finanziellen Gründen ein Bespielen nicht mehr schultern. Das res- pektieren wir natürlich, sind aber nicht bereit, einem vorgezeichneten Vergammeln der An- lage tatenlos zuzusehen und sind der Ansicht, dass durch ämterübergreifendes – 2 – Zusammenwirken und dem Zusammenspiel mit externen Akteuren ein Revival der See- bühne möglich ist. Kommen wir zur zweiten Fliege, vielmehr zur Lage der regionalen Kulturschaffenden wie Musikvereine, Kleinkünstler, Bands, Autorinnen, Autoren und Ensembles. Wir haben vorhin die Ehrenamtskarte verabschiedet als Zeichen der Wertschätzung. Man mag zur Karte ste- hen, wie man will, aber eines umfasst sie, das sind Auftrittsmöglichkeiten, das Salz in der Suppe vieler Sparten des Ehrenamts, vor allem in Kunst und Kultur. Die Künstlerinnen und Künstler wollen den Menschen zeigen, was sie drauf haben. Doch ordentlich für Gigs, die sind rar. Die Seebühne kann mit niedrigschwelligen Möglichkeiten der Bespielung die Situ- ation verbessern. Vereine, Bands oder Ensembles sind dankbar dafür. Der Applaus des Pub- likums ist vielen Lohn und Wertschätzung genug. Das Stichwort Publikum führt mich zu einem dritten Aspekt. Mit ihrem Revival kann die Seebühne wieder zum Ort werden, an dem sich Menschen begegnen in ungezwungener und gelöster Atmosphäre, im herrlichen Umfeld des Zoologischen Stadtgartens. Ich habe eingangs von zumindest Kostenneutralität eines neuen sommerlichen Veranstaltungsrei- gens gesprochen. Natürlich spielen Auftritte ohne Gage oder mit Low Budget, dezente Ein- trittspreis und Sponsoring eine Rolle. Stringentes Konzept, Koordination und Organisation, die müssen sein. Ich frage mich allerdings, ob das in der Verwaltung erledigt werden muss. Ich denke, es gibt da noch andere Möglichkeiten. Doch ich spreche hier nicht als Impresa- rio, sondern als einfacher Stadtrat, der sich zusammen mit seiner Fraktion darauf freut, in Bälde ein detailliertes Konzept vorgelegt zu bekommen, das wir dann auch mit gutem Ge- fühl hier in diesem Haus verabschieden können. Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit. Stadträtin Fahringer (GRÜNE): Mittendrin in unserem schönen stadtgärtnerischen Juwel, dem Zoologischen Stadtgarten, liegt diese Seebühne mit ihrem besonderen Charme. Und klar wäre es schön, wenn wir einen Auftrittsort anbieten für lokale Chöre und Gesangsver- eine, für Orchester und Gruppen oder Künstler*innen aller Art. Und ja, da stimme ich Ihnen zu, liebe Antragsteller*innen. Das Potenzial wird hier bei weitem nicht genutzt. Aber die Vorberatungen haben gezeigt, dass eine Bespielung der Seebühne auch in einem klei- nen Rahmen kostenneutral eben nicht möglich sein wird. Wir können hier nicht einfach beim Zoo oder beim Gartenbauamt oder bei der Karlsruher Marketing und Event GmbH was draufsatteln. Und auch ein kleines Programm braucht Betreuung, braucht Abstimmun- gen und jemanden, der sich zumindest mit einem Stellenanteil oder auch mit einem Auf- trag an einen externen Dienstleister darum kümmert. Dazu kommt zum Beispiel ja auch die kuratorische Leistung. Also es muss sich auch jemand darum kümmern beziehungsweise darüber entscheiden, wer darf wann spielen, vielleicht sogar abgestimmt und vielleicht so- gar mit einem kleinen Konzept. Und dazu braucht es Ressourcen, da braucht es einfach Geld. Und daher ist es eine Entscheidung, wenn dann, die wir im Rahmen der Haushaltsbe- ratungen treffen sollten. Vielen Dank. Stadträtin Meier-Augenstein (CDU): Wir als CDU-Fraktion finden den Antrag der SPD un- terstützenswert, denn auch wir sind der Meinung, dass unsere Seebühne im Moment nicht so genutzt wird, wie wir uns das gerne wünschen würden und wie sie es eigentlich auch verdient hätte, um einfach auch dieses gesamte Ensemble, dort am Wasser sitzend, schöne Atmosphäre mit Blumen und Gärten drumherum, nutzen zu können. Insofern unterstützen wir den Antrag auch dahingehend, dass ein Konzept hier erstellt werden soll und das ganze Thema einfach auch noch einmal intensiver bearbeitet werden soll. Es wurden jetzt – 3 – auch schon hier verschiedene Vorschläge vorgelegt, und auch wir sind der Meinung, dass es eben nicht alleinig die Aufgabe der Stadt sein kann und der entsprechenden Ämter. Wir hatten das in der Vergangenheit allerdings. Also in meiner Anfangszeit als Stadträtin war es so üblich, dass wir eben damit auch ganz bewusst eben unsere Musik- und Gesangsvereine in der Stadt unterstützt haben, indem wir dieses Angebot auch organisiert haben für die Vereine und sie dafür eine kleine Gage bekommen haben. Wir mussten dann aber auch aus Haushaltsgründen diese Stelle einspa- ren, aber irrsinnigerweise dann zu einem Zeitpunkt, wo die Bühne gerade ein paar Jahre frisch renoviert und saniert war. Der Kollege Tröndle hat es ja gesagt, wir haben sehr viel Geld da reingesteckt, und jetzt wird sie nicht mehr genutzt. Also das ist auch nicht nachzu- vollziehen. Und deswegen hatten wir uns jetzt als CDU-Fraktion noch einmal überlegt, was könnten wir denn machen, und sind eben auf unseren Ergänzungsänderungsantrag ge- kommen. Denn wir haben jetzt den neuen Betreiber der Gastronomie im Zoo. Und nach und nach, es tut sich sehr viel, es sind noch nicht alle gastronomischen Betriebe auch wie- der neu in Betrieb, einiges muss noch saniert, umgebaut werden und dergleichen. Und wir sind doch der Meinung, lassen Sie uns doch den Betreiber der Gastronomie hier mit einbin- den. Denn für eine Bespielung der Seebühne brauchen wir auch das gastronomische Ange- bot. Jetzt haben Sie uns geantwortet auf unseren Änderungsantrag, dass der Betreiber das schon explizit abgelehnt hat. Vielleicht ist es zum jetzigen Zeitpunkt noch ein bisschen zu früh, weil er gerade noch selbst sehr viel zu tun hat mit den weiteren Lokalitäten, die ge- rade umgestaltet werden. Also wir wollen da die Hoffnung noch nicht aufgeben und mei- nen, dass es doch wert sein sollte, dass er in diese Konzepterstellung, die wir also aus- drücklich auch unterstützen, schon noch mal einbezogen werden sollte, hier eine Lösung im Sinne der Seebühne und auch noch einer weiteren Attraktivitätssteigerung zu finden. Stadtrat Schnell (AfD): Die derzeit geringe Nutzung der Seebühne im Stadtgartenareal ist nicht zufriedenstellend, denn Bedarf wäre da, wie dem Antrag zu entnehmen ist. Es geht hier nicht um Mega-Events, wie Konzerte von Kraftwerk oder AC/DC, sondern um Auftritte von zum Beispiel Karlsruher Musikvereinen. Insoweit scheinen uns die von der Verwaltung hierfür aufgezeigten finanziellen und personellen Aufwendungen weit überhöht. Wenn das Gartenbauamt auch damit überfordert ist, sollten sich Mittel und Wege finden lassen, wie solche Veranstaltungen seitens des Zoos, und damit unter Obhut eines anderen Dezer- nates, stattfinden könnten und über zusätzliche zahlende Besucher Mehreinnahmen für den Zoo zu generieren wären. Dabei würden wir die Einbeziehung der Zoogastronomie, wie im Ergänzungsantrag angeregt, sehr begrüßen. Mit deren Neuvergabe komplett in eine Hand steht hier ein kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung. Der könnte mehr Umsätze erzielen im Rahmen solcher Veranstaltungen und müsste eigentlich ein grundsätz- liches Interesse daran haben. Deshalb seitens der AfD-Fraktion ein Ja zu diesen Anträgen. Stadtrat Hock (FDP(FW): Ich habe schon im Ausschuss erwähnt, dass meine Fraktion, die FDP und Freie Wähler-Fraktion diesen Antrag für hervorragend hält, und ich begründe auch gerne nochmals wieso. Wie der Herr Kollege Tröndle schon ausgeführt hat, ist die Seebühne für einen größeren Betrag, ich will es jetzt gar nicht aussprechen, saniert wor- den. Und wenn man heute sieht, es ist im Dornröschenschlaf, wenn man es anschaut. Es passiert da nichts mehr. Und man muss eines sagen, wir können es so nicht lassen, wie es jetzt ist. Das wollen wir nicht. Die Mehrheit wird es hier, denke ich, heute auch so – 4 – beschließen. Wenn man vonseiten des Gartenbauamts sagt, man hat dazu keine Kapazitä- ten personeller Art und auch finanzieller Art, dann muss ich der Bevölkerung und den Bür- gerinnen und Bürgern in Karlsruhe sagen, das sind schon die ersten Vorboten, was in den nächsten Monaten auf diesen Gemeinderat und diese Verwaltung zukommen wird. Wir können uns kleine Dinge schon nicht mehr leisten, da müssen wir uns so ehrlich machen. Ich könnte noch viele andere Dinge aufzählen, die im Moment in der Pipeline stehen und nicht umgesetzt werden, weil dafür Kleinstbeträge nicht vorhanden sind. Und wir reden jetzt, und da bin ich beim Kollege Tröndle und auch bei anderen Kolleginnen und Kolle- gen, wir reden hier nicht von exorbitanten Beträgen, sondern von Beträgen, die eine Stadt wie die Stadt Karlsruhe von ihrer Größe her eigentlich für die Bevölkerung in unserer Stadt stemmen müsste. Sie kann es wohl angeblich nicht. Ich möchte aber zu bedenken geben, dass dieser Gemeinderat mit seinen Beschlüssen nach draußen das Signal sendet, eigentlich ist noch einiges möglich in unserer Stadt. Da möchte ich nur einmal zu denken geben: Wenn wir nicht mehr in der Lage sind, diese kleinen Dinge zu verwirklichen, dann kann ich Ihnen jetzt schon sagen, dann werden einigen Bürgerinnen und Bürgern in dieser Stadt noch die Augen überquillen, was noch alles in dieser Stadt nicht mehr geht im Herbst die- sen Jahres. Ich kann dem Gartenbauamt nur sagen, die Diskussion, ob der Zoologische Garten wieder in einen Eigenbetrieb übergeführt werden soll, die haben wir mit der ablehnenden Haltung heute wieder aufs Tablett gebracht, weil die Diskussion ist noch gar nicht zu Ende geführt, und die müssen wir auch noch mal führen. Und da muss auch mal irgendwann ein Ergeb- nis dazu her. Wenn der Zoo und das Gartenbauamt nicht in der Lage ist, dieses kleine Event, in Anführungsstrichen, umzusetzen, dann kann es vielleicht in Zukunft ein neuer Ei- genbetrieb. Stadtrat Haug (KAL): Das ist eine wunderbare Idee, ein Kleinod, Seebühne, alles ist schon gesagt. Und es ist wirklich schade, wenn diese Fläche nicht bespielt wird. Einfach eine kurze Frage an den Antragsteller: Wenn man in Ihrer Position 1 reinschreiben wird, ein kos- tenneutrales Konzept, würden wir uns viel leichter tun, dem Antrag zuzustimmen. Die Vorsitzende: Vielleicht noch einmal zusammenfassend, die Personalie und auch das Budget für die Durchführung wurde in Haushaltssicherungsstufe 1 damals zur Disposition gestellt und auch entsprechend gestrichen. Insofern, das Gartenbauamt hat weder Perso- nal noch Geld derzeit zur Verfügung. Das ist Grundlagebeschluss Gemeinderat gewesen im Rahmen der Haushaltssicherungsstufe 1. Das ist mir einfach noch einmal wichtig, dass nicht der Eindruck entsteht, die wollen nicht, weil sie nicht wollen, sondern sie können auch nicht, weil die Ressourcen nicht zur Verfügung stehen. Nichtsdestotrotz verstehe ich die Antragsteller so, dass sie sagen, Mensch, es muss doch eine Lösung geben. Wir sprechen, und da, Herr Hock, bin ich bei Ihnen, wir sprechen nicht über große Summen. Da bin ich jetzt schon bei Ihnen. Gibt es nicht Möglichkeit im Rah- men eines Konzeptes mit einer Organisationsform, die anderweitig von Dritten getragen wird, die vielleicht auch mit Spenden unterstützt wird? Das sind so Fragen, die sich natür- lich auftun. Ich habe Sie so verstanden, Herr Tröndle, dass Ihnen wichtig wäre, dieses kostenneutrale Konzept noch einmal zu beleuchten, und würde jetzt diese Aussage noch einmal als An- trag werten, das in einem Fachausschuss zu geben, damit dieses dann entsprechend auch – 5 – aufgelistet werden kann. Ich habe gerade zum Kollegen mich umgewandt. Ich würde dann den Kulturausschuss dafür wählen, gerne, Frau Lisbach, weil das war jetzt auch so die In- tention des Herrn Oberbürgermeisters, das Thema noch einmal entsprechend aufgearbeitet zu bekommen. Bürgermeisterin Lisbach: Vielen Dank, dass ich auch noch einmal hier kurz etwas zu sagen darf. Wir haben das Thema schon zweimal im Ausschuss diskutiert. Beim ersten Mal ging es vor allem darum, ob das Gartenbauamt was machen kann. Wir haben festgestellt, es geht nicht. Also hat man uns beauftragt, den Zoo und die Event GmbH hier mit reinzuneh- men und gemeinsam sich noch einmal zusammenzusetzen, Aufwände und Kosten abzu- schätzen. Und das genau ist ja zwischenzeitlich passiert. Das haben wir in der letzten Sit- zung des Ausschusses für öffentliche Einrichtungen auch ausgiebig diskutiert. Alle beteilig- ten Stellen sind sich einig, dass das nicht kostenneutral und sinnvoll geht. Also das ist jetzt einfach das Ergebnis einer mehrfachen Prüfung von allen beteiligten Stellen. Es ist ja nicht so, dass jetzt hier nur das Gartenbauamt sagt, wir können es nicht machen. Die KME sagt genauso: „Wir brauchen genau dieses Geld, wenn wir was machen sollen. Und auch dann würden wir es aber beauftragen.“ Also das, was hier auch hinter dieser Kostenschätzung steht, ist auch die Beauftragung einer Agentur, die sich dann zu großen Teilen um diese Sache kümmert. Es geht schlicht nicht kostenneutral. Sie wissen alle, also wer von Ihnen einmal so eine Veranstaltung organisiert hat, weiß, was das für ein Aufwand ist, so was zu machen. Das muss alles begleitet, das muss betreut werden. Und auch wenn man es vergibt, muss noch irgendwie vonseiten der Stadt irgendwie was dazu. Deswegen kosten- neutral geht es schlicht nicht. Wir können das gerne auch noch einmal im Kulturausschuss beraten, da habe ich über- haupt nichts dagegen. Aber am Ende wird es einfach so sein, dass Sie sich dann auch im Rahmen der Haushaltsberatung Gedanken machen müssen. Stellen Sie einen Haushaltsan- trag, ist es Ihnen das wert, im Rahmen dessen, was auch noch alles an Einsparvorschlägen auf Sie zu zukommt oder nicht? So klar muss man dann einfach auch mal sein und diesbe- züglich Farbe bekennen. Die Vorsitzende: Danke für die Ergänzung. Mir ist einfach noch einmal wichtig, das Thema Spendenakquise ist nicht untersucht worden. Das ist ein Aspekt, der noch einmal vertieft werden muss. Das war auch der Ansatzpunkt, jetzt noch einmal darüber nachzudenken. Stadtrat Cramer (KAL): Frau Erste Bürgermeisterin, also ich sehe das auch so wie die Bür- germeisterin Lisbach. Die Kosten sind da, die müssen irgendwie aufgebracht werden. Ich möchte aber mal ein Stück weit in die Vergangenheit gucken, was Stadtgarten, damit meine ich ein guter Stadtgarten, ausmacht oder ausgemacht hat, auch für die Karlsruher Bevölkerung. Das war unter anderem immer die Veranstaltung auf der Seebühne und das Lichterfest. Und beide Sachen sind irgendwie peu à peu und mit der Zeit irgendwie so aus der öffentlichen Wahrnehmung und auch aus der Wahrnehmung der Verwaltung irgend- wie rausgefallen, weil gar nicht mehr gesehen wurde, was das für große Bevölkerungsteile bedeutet hat, die Veranstaltung auf der Seebühne und das Lichterfest. Bei dem Lichterfest hat eine große Mehrheit im Gemeinderat wieder praktisch dafür ge- stimmt, dass es auch wieder durchgeführt wurde. Aber auch da wurde halt klar, es ist heutzutage so, alles wird mit dem Geld abgelehnt letztendlich. Es wird gar nicht mal ir- gendwie politisch geguckt oder stadtpolitisch, kulturell geguckt, was wollen wir uns noch – 6 – leisten, was können wir uns leisten. Und da würde ich schon sagen, da haben Sie schon recht, Frau Erste Bürgermeisterin. Letztendlich geht es um eine kleine Summe. Dann, wenn aber klar ist, also gerade Bauamt und die anderen Einrichtungen, die da mit einbezogen waren, können das nicht leisten. Dann müssen wir meiner Ansicht nach einen Weg finden in der Stadtverwaltung, wahrscheinlich in Ihrem Dezernat, in der Kämmerei, wie man einen Weg findet, in dem Fall die 60.000 Euro einzustellen oder eben zur Verfügung zu stellen. Da muss ich ganz ehrlich sagen, das sehe ich nicht als den Job meiner Fraktion, geschweige denn den Job des Gemeinderats an. Ich meine auch das Lichterfest, das ist jetzt so ein Renner wieder, das ist so ein Erfolg. Da hat man auch einen Weg gefunden. Da ging es auch nicht um viel mehr, glaube ich, da ging es um 80.000 Euro, 100.000 Euro, ich lege mich da jetzt nicht fest, aber da müssen wir gucken, was wollen wir unserer Bevölkerung geben, in Anführungszeichen, vor allem in den harten Zeiten, die so gesamtpolitisch auf uns zukommen. Und da denke ich, so ein bisschen Spaß und Unterhaltung ist einfach gut für die Bevölkerung. Der Stadtgarten letzt- endlich mit dem See und den Gondolettas, das ist einfach prädestiniert dazu. Stadtrat Hofmann (CDU): Ich wollte vielleicht auch noch mal anschließen, dass das im End- effekt Geld kostet, das ist klar. Aber wo das herkommt, das muss man eben sehen, und das muss man definitiv noch einmal diskutieren. Ich sehe es nicht ganz so einfach wie der Kollege Cramer, weil ich wirklich schon vor Augen habe, was uns im Herbst dann blüht. Klar ist es der kleinste Betrag wahrscheinlich, über den wir diskutieren werden, aber ich möchte hier wirklich noch mal daran erinnern, ich meine, wir haben nicht ohne irgendet- was diesen Änderungsantrag gestellt. Warum soll etwas, was bei der Majolika funktioniert, dort nicht funktionieren? Dann gibt uns jetzt das Gartenbauamt die Antwort, dass das innerhalb von einem Tag schon gemacht wurde, mit dem zu sprechen. Also ich denke, hier muss man einfach noch einmal in den Dialog gehen. Ich denke auch nicht, dass der neue Gastronom dort ein Event-Management machen sollte, das war niemals gedacht. Das macht im Übrigen auch der Betreiber der Cantina nicht. Ich habe aber immer wieder das Gefühl, wenn was nicht gewollt wird, wird es einfach mal abgebügelt. Das ist einfach, hier ist eine breite Mehrheit eigentlich, die sagt, wir würden das gerne wieder haben. Wie wir es nachher finanzieren, müssen wir sehen. Und dass das natürlich kostenneutral nicht funktioniert, das ist uns auch klar, da werden Kosten zukommen, aber entweder über Spenden, über Stiftungen oder sonst irgendwas sehe ich da Möglichkeiten. Eins ist doch auch klar, auch wenn man diesen neuen Gastronom dort mit einbezieht, dann kann der dort auch Geld verdienen. Wenn man das einmal durchrechnet, bin ich mir ganz sicher, dass wir Mittel und Wege finden, dort irgendetwas zu organisieren. Von daher würden wir den Vorschlag mitgehen, dies vielleicht im Kulturausschuss noch einmal zu dis- kutieren. Stadtrat Tröndle (SPD): Wunderbar, vielen Dank als Antragsteller. Wir gehen natürlich die- sen Vorschlag mit und fanden gut, dass der Vorschlag auch von Ihnen kam. Warum sind wir da so hartnäckig eigentlich? Die Argumente sind schon gefallen, weil wir einen Ort der Begegnung von Menschen schaffen wollen, wiederbeleben wollen, weil wir der regionalen Kultur eine Plattform bieten wollen und weil wir schlicht und einfach das Kleinod zu schade zum Vergammeln finden. Die Argumente sind alle einleuchtend, dass das – 7 – Gartenbau das nicht schultern kann, das wissen wir. Wir wollten aber jetzt nach weiteren Wegen suchen, und wir wollen es jetzt nicht zum Haushaltsantrag dann machen, wo es dann zum Schwur kommt, was ist uns das wert, was ist uns das nicht wert. Notfalls müs- sen wir das, aber wir wollen vorher Wege suchen, wie können wir das relativ kostenneutral schultern. Es sind noch einige Stellschrauben noch nicht gedreht worden. Das ist das Spon- soring, das sind die Eintrittspreise et cetera, Frage, inwieweit ich das Ehrenamt damit ein- binden kann, weil wir haben vorhin von Ehrenamtskarte et cetera pp. gesprochen. Und eins ist auch klar, wir brauchen so etwas Populäres. Das muss jetzt nicht jedem Einzel- nen gefallen, was da so abgeht. Aber wir müssen den Künstlerinnen und Künstlern auch Auftrittsmöglichkeiten bieten, und das gerade vor dem Hintergrund der schwierigen Haus- haltssituation, die einige furchtbare, sicherlich furchtbare Beschlüsse von uns abverlangt, finde ich umso wichtiger. Vielen Dank, wir gehen diesen Weg mit, Frau Erste Bürgermeiste- rin. Stadtrat Hock (FDP/FW): Frau Erste Bürgermeisterin, entschuldigen Sie bitte, dass ich mich jetzt noch einmal melde, aber ich wollte eigentlich auf den Änderungsantrag der CDU nicht eingehen, aber ich weiß nicht, ob er vielleicht bis zum Ende gedacht ist. Marché ist super, keine Frage, waren wir auch dafür. Aber ich bitte darauf Wert zu legen, dass wenn man diese Überlegungen hat und es noch mehr ausbauen möchte mit Marché, dann möchte ich aber auch, dass man an die Beschicker, die es schon seit Jahren dort gibt und nicht zu Marché gehören, denen dann bitte schön auch sagt, wenn das noch weiter ausge- baut werden soll, wie sollen die noch mit ihren Artikeln, die sie dort verkaufen, dann leben können. Weil die kommen jetzt schon, und das wissen hier vielleicht einige, die kommen jetzt schon ins Rudern, weil Marché Dinge anbietet, die die auch anbieten, so ähnlich. Also ich möchte nur darauf hinweisen, das ist zwar alles recht und schön, deshalb habe ich vor- hin auch nichts dazu gesagt, aber jetzt möchte ich doch noch einmal sensibilisieren. Wenn man das macht, dann will der Marché natürlich auch seine Waren und seine Dinge um die Seebühne herum verkaufen. Dann wird es für die, die schon da sind, noch schlechter. Das möchte ich nur zu bedenken geben bei diesem Antrag. Die Vorsitzende: Ich denke, wir werden das ganze Thema noch einmal aufbereiten müssen, dann im Kulturausschuss überlegen und vorstellen, was für Lösungsansätze wir haben. Das wird dann nicht das Gartenbauamt alleine kreieren können, weil hier, denke ich, müssten auch Gespräche mit dem Verband der Chöre geführt werden. Also man muss anders mal ansetzen, um vielleicht ein ganzheitliches Lösungskonzept erarbeiten zu können. Das wäre jetzt unsere Hausaufgabe, die wir mitnehmen, und es wird dann im Kulturausschuss noch einmal aufgerufen. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten – 19. Mai 2025