Jährliche Kita-Statistik für Grünwettersbach und Palmbach
| Vorlage: | 2024/0774 |
|---|---|
| Art: | Informationsvorlage |
| Datum: | 12.09.2024 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Ortsverwaltung Wettersbach |
| Erwähnte Stadtteile: | Beiertheim-Bulach, Daxlanden, Durlach, Grötzingen, Grünwettersbach, Grünwinkel, Hagsfeld, Hohenwettersbach, Innenstadt-Ost, Innenstadt-West, Knielingen, Mühlburg, Neureut, Nordstadt, Nordweststadt, Oberreut, Oststadt, Palmbach, Rintheim, Rüppurr, Stupferich, Südstadt, Südweststadt, Waldstadt, Weiherfeld-Dammerstock, Weststadt, Wolfartsweier |
Beratungen
- Ortschaftsrat Wettersbach (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 15.10.2024
Rolle: Kenntnisnahme
Ergebnis: Kenntnisnahme
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
Informationsvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2024/0774 Verantwortlich: Dez. 1 Dienststelle: Ortsverwaltung Wettersbach Jährliche Kita-Statistik für Grünwettersbach und Palmbach Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Ortschaftsrat Wettersbach 15.10.2024 5 Ö Kenntnisnahme Kurzfassung Der Ortschaftsrat nimmt die aktuellen Zahlen zur Bedarfssituation in Wettersbacher Kindertageseinrichtungen und im Planungsgebiet Südost zur Kenntnis. Finanzielle Auswirkungen Ja ☐ Nein ☐ ☐ Investition ☐ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☐ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☐ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☐ Ja ☐ Korridorthema: Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☐ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Erläuterungen Der ausführliche Kita-Bericht (Anlage) wird nicht jährlich erstellt, weshalb die für die Stadtteile Grünwettersbach und Palmbach relevanten Zahlen separat für das Jahr 2023 erhoben werden und zur Kenntnis gegeben werden. Die beiden Stadtteile liegen im Planungsgebiet Südost. Um den „Wanderungsbewegungen“ im Kita-Bereich besser gerecht zu werden, wurden sechs Planungsgebiete ausgewiesen, in denen mehrere benachbarte Stadtteile zusammengefasst sind. Grötzingen ist Teil des Planungsgebiet Südost, welches die Stadtteile Durlach, Grötzingen, Stupferich, Hohenwettersbach, Wolfartsweier, Grünwettersbach und Palmbach umfasst. Im Folgenden wird die Versorgungssituation in den Stadtteilen und Planungsgebieten jeweils für die Kinder unter drei Jahren (U3) und für die Kinder von drei Jahren bis zum Schuleintritt (Ü3) getrennt dargestellt. Die Anzahl der Kinder, die in den Stadtteilen leben, wird ins Verhältnis zu den vorhandenen Plätzen gesetzt. Dadurch ergibt sich die Versorgungsquote. Überhang oder Fehlbedarf entsteht, wenn die Bedarfe (U3: 46 Prozent, Ü3: 100 Prozent) über- oder unterschritten sind. Der derzeitige Platzbedarf für Kindertagesbetreuung im Planungsgebiet Südost lässt sich mit Stand 1. März 2024 wie folgt darstellen: Versorgungssituation für Kinder unter drei Jahren (U3) Stadtteil Kinder * Bedarf (46%) * Platzangebot Fehlbedarf / Überhang Versorgungsquote Palmbach 46 21 9 -12 42,9 % Grünwettersbach 89 41 53 12 129,2 % Planungsgebiet Südost gesamt 1354 633 579 -54 91,5 % * Grundlage: Wohnberechtigte Bevölkerung Stand 31.12.2023 - Amt für Stadtentwicklung Versorgungssituation für Kinder von drei Jahren bis zum Schuleintritt (Ü3) Stadtteil Kinder * Bedarf (100%) * Platzangebot Fehlbedarf / Überhang Versorgungsquote Palmbach 83 83 64 -19 77,1 % Grünwettersbach 151 151 122 -29 80,8 % Planungsgebiet Südost gesamt 1772 1772 1649 -123 93,1 % * Grundlage: Wohnberechtigte Bevölkerung Stand 31.12.2023 - Amt für Stadtentwicklung Um den aktuellen Fehlbedarf sowie den prognostizierten Bedarf an Plätzen in der Kindertagesbetreuung, der im Zusammenhang mit der Ortsentwicklung von Wettersbach steht, zu – 3 – decken, verfolgt die Stadtverwaltung derzeit folgende Kita-Ausbau- und Erweiterungsprojekte im Planungsgebiet Südost: - Neubau einer Kita mit vier Gruppen im Gebiet Ringelberghohl – Grötzingen - Grundsatzüberlegung zum Neubau einer Kita mit fünf Gruppen in der Egon-Kleiber- Straße, Grötzingen - Ersatzneubau Geigersberg – Durlach - Ersatzneubau Kita Wettersbach mit sechs Gruppen (bisher 4 Gruppen) - Erweiterung der Kita Dorfwies um zwei Gruppen - Grünwettersbach - Neubau einer Kita mit vier Gruppen – Wolfartsweier - Erweiterung Kita „Die Katze“ – Wolfartsweier Die Kita-Bedarfsplanung wird auch in den kommenden Jahren in Kooperation mit den freien Trägern weiter die Planung zusätzlicher Kita-Projekte und den Platzausbau vorantreiben, um der gesetzlichen öffentlichen Pflichtaufgabe gemäß §§ 79-80 des Sozialgesetzbuches, Achtes Buch (SGB VIII) nachzukommen, ein bedarfsgerechtes Betreuungsangebot für Kinder im Bereich der frühkindlichen Bildung zu schaffen.
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Extrahierter Text
Stadt Karlsruhe Sozial- und Jugendbehörde – Integrierte Sozial- und Jugendhilfeplanung Kita-Bericht 2022 Bedarfssituation in Karlsruher Kindertageseinrichtungen 2022 2 | Kita-Bericht 2022 Sozial- und Jugendbehörde – Integrierte Sozial- und Jugendhilfeplanung | 3 Inhaltsverzeichnis Einleitung .............................................................................................................................................................................. 4 Ausgangssituation ................................................................................................................................................................. 4 Kommunale Bedarfsplanung in Karlsruhe ................................................................................................................................. 5 Teil 1 .................................................................................................................................................................................... 6 Kita-Angebot im Überblick .............................................................................................................................. 6 Kita-Träger in Karlsruhe .................................................................................................................................. 7 Betrieblich unterstützte Kindertagesbetreuung in Karlsruhe ............................................................................ 9 Teil 2 .................................................................................................................................................................................. 11 Gesamtstädtische Versorgungssituation für Kinder unter drei Jahren (U3) ..................................................... 11 Gesamtstädtische Versorgungssituation für Kinder von drei Jahren bis zum Schuleintritt (Ü3) ....................... 13 Bildung von Planungsgebieten ...................................................................................................................... 14 Planungsgebiet Nord .................................................................................................................................... 15 Planungsgebiet West .................................................................................................................................... 16 Planungsgebiet Nordost ................................................................................................................................ 17 Planungsgebiet Mitte .................................................................................................................................... 18 Planungsgebiet Süd ...................................................................................................................................... 19 Planungsgebiet Südost .................................................................................................................................. 20 Vergleich der Planungsgebiete ...................................................................................................................... 21 Teil 3 .................................................................................................................................................................................. 22 Projekte in der Bedarfsplanung ..................................................................................................................... 22 Weitere Kita-Entwicklungen .......................................................................................................................... 25 Fazit ................................................................................................................................................................................... 26 Impressum .......................................................................................................................................................................... 28 4 | Kita-Bericht 2022 Einleitung Das Feld der Kindertagesbetreuung unterliegt seit Jahren einem erheblichen Wandel. Die Einführung des Rechts- anspruchs 1996 für Kinder ab drei Jahren und 2013, für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr, zog einen massiven Ausbau der Kindertagesbetreuungsangebote nach sich. Familien nutzen die Angebote der Kindertages- betreuung immer häufiger und für immer jüngere Kinder. Darüber hinaus sind Kindertagesstätten (Kitas) nicht lediglich Betreuungsangebote für Kinder von erwerbstätigen Eltern. Sie sind die ersten institutionellen Bil- dungsorte im Leben eines Kindes und haben durch den gesetzlichen Auftrag gemäß § 22 SGB VIII hohe gesell- schaftliche und integrative Relevanz. Der Bildungsanspruch ist in den vergangenen Jahren immer stärker in den Vordergrund gerückt und in Baden-Württemberg im „Orientierungsplan für Bildung und Erziehung“ verankert. Gesetzliche und gesellschaftliche Entwicklungen führen immer wieder dazu, dass sich die Kindertagesbetreuung in einem nachhaltigen Veränderungsprozess befindet. 1 Ausgangssituation In Karlsruhe ist die Entwicklung eines bedarfsgerechten Angebots der Kindertagesbetreuung seit Jahren ein wichtiges kommunalpolitisches Ziel. Dabei sind neben der Erfüllung des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungs- platz die pädagogische Förderung und Bildung der Kinder, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Verbesserung der Chancen- und Bildungsgerechtigkeit für benachteiligte Kinder zentrale Anliegen der Stadt Karlsruhe. In Kooperation mit kirchlichen Trägern, Trägern der freien Wohlfahrtspflege und freien Trägern bietet die Stadt Karlsruhe Kindern und Familien konzeptionell vielfältige Kindertagesbetreuungsmöglichkeiten, über die die Sozial- und Jugendbehörde regelmäßig im Jugendhilfeausschuss und Gemeinderat berichtet. Im Juli 2017 wurde mit dem Bericht „Aktuelle Bedarfssituation in Karlsruher Kindertageseinrichtungen - Stadt- teilbezogene, angebotsspezifische Analyse“ die Versorgungslage der Kindertagesbetreuung auf gesamtstädti- scher und stadtteilbezogener Ebene dargestellt, aus der ein weiterer Ausbaubedarf an Plätzen in der Kinderta- gesbetreuung hervorging. Ausgehend von damals vorhandenen 2.853 Plätzen für Kinder unter drei Jahren (Ver- sorgungsquote: 34,8 Prozent, Stand 31. Dezember 2016) und 7.911 Plätze für Kinder von drei Jahren bis zum Schuleintritt (Versorgungsquote 89,5 Prozent, Stand 31. Dezember 2016) wurde mit dem im gleichen Jahr er- schienen Bericht „Kita-Ausbau 2017 bis 2027 Prognosebericht zum weiteren Ausbau von Kita-Plätzen in Karls- ruhe“ das Ziel formuliert, bis zum Jahr 2027 1.000 neue Plätze in der Kindertagesbetreuung zu schaffen. Seit 2017 sind bislang 390 U3- und 307 Ü3-Kitaplätze entstanden. Damit ist das Ziel zu circa 70 Prozent erreicht. 1 Autorengruppe Kinder- und Jugendhilfestatistik (2021). Kinder- und Jugendhilfereport Extra. Dortmund: Eigen- verlag Forschungsverbund DJI / TU Dortmund Sozial- und Jugendbehörde – Integrierte Sozial- und Jugendhilfeplanung | 5 Kommunale Bedarfsplanung in Karlsruhe Jugendhilfeplanung und kommunale Bedarfsplanung sind wesentliche Instrumente zur systematischen Gestal- tung und Entwicklung der Kindertagesbetreuung in Karlsruhe. 2 Bestands- und Bedarfsanalysen sowie Informatio- nen zu Lebensbedingungen von Kindern stellen eine grundlegende Orientierung dar, um aufeinander abge- stimmte Angebote, die den Bedürfnissen der Kinder und Familien Rechnung tragen, vorausschauend zu planen und somit positive Lebensbedingungen zu schaffen. 3 Im Rahmen der Kita-Bedarfsplanung werden für das gesamte Stadtgebiet, für die einzelnen Stadtteile, sowie auf der Ebene von Planungsgebieten, die jeweils aus mehreren benachbarten Stadtteilen bestehen, kontinuierlich die Platzkapazitäten in den Kindertageseinrichtungen ermittelt und mit den Bedarfen ins Verhältnis gesetzt. Hierbei wird neben einem quantitativen Bedarf ebenso der qualitative Bedarf berücksichtigt. Für die Bewertung, ob aus- reichend Kitaplätze vorhanden sind, wird die Erfüllung des Bedarfsanhalt (Zielquote) geprüft. Auf dieser Grund- lage werden Fehlbedarfe oder Überhänge an Kitaplätzen festgestellt. Karlsruhe verfolgt das Ziel, für 46 Prozent der Kinder unter drei Jahren 4 und für alle Kinder von drei Jahren bis zum Schuleintritt (100 Prozent) einen Platz in Kindertageseinrichtungen anzubieten (Bedarfsanhalt). Um dieses Ziel vor dem Hintergrund von Bevölkerungswachstum, stadtteilbezogener Wohnraumentwicklungen und stei- gender Nachfrage seitens der Eltern zu erreichen sowie dauerhaft sicherzustellen, ist in Karlsruhe nach wie vor ein zielgerichteter Ausbau an Kita-Plätzen sinnvoll. Der hier vorliegende Bericht zur Kita-Bedarfssituation in Karlsruhe basiert auf Daten über die wohnberechtigte Bevölkerung zum 31. Dezember 2021 und den Plätzen in Kindertageseinrichtungen zum 1. März 2022 (Be- standsfeststellung). Die Versorgungssituation in den Stadtteilen und Planungsgebieten wird im Bericht jeweils getrennt dargestellt für Kinder unter drei Jahren (Kinder U3), die in Krippengruppen oder altersgemischten Grup- pen betreut werden, sowie für Kindergartenkinder im Alter von drei Jahren bis zum Schuleintritt (Kinder Ü3). Teil 1 des Berichts gibt einen Überblick über die Anzahl der Einrichtungen und Kita-Plätze, Gruppen und Ange- botsformen in Karlsruhe gesamt. Darüber hinaus gibt es eine Trägerübersicht sowie ein Kapitel über betrieblich unterstützte Kinderbetreuungsangebote. In Teil 2 des Berichts wird die Versorgungssituation in den Stadtteilen und anschließend differenziert nach Pla- nungsgebieten dargestellt. Dabei werden die Versorgungsquoten in Beziehung zu den Bedarfsanhalten gesetzt und Fehlbedarfe oder Überhänge an Plätzen ausgewiesen. Teil 3 stellt die Kita-Projekte dar, die bereits in der Bedarfsplanung enthalten sind und deren Realisierung noch aussteht. Zudem werden weitere Kita-Entwicklungen vorgestellt. Der Bericht schließt mit einem Fazit. 2 Schnurr et al. (2010). Gegenstand, Ziele und Handlungsmaximen von Jugendhilfeplanung. In: Handbuch Ju- gendhilfeplanung. Wiesbaden: VS Verlag 3 Ulrich et al. (2019). KJVS Jugendhilfe-Service. Inklusive Erziehung, Bildung und Betreuung von Kindern mit und ohne Behinderung in Kindertageseinrichtungen. Stuttgart: Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden- Württemberg 4 Der Bedarfsanhalt von 46 Prozent basiert auf einer Elternbefragung zum Betreuungsbedarf, welche im Jahr 2012 unter allen Eltern mit Kindern unter drei Jahren in Karlsruhe durchgeführt wurde. 6 | Kita-Bericht 2022 Teil 1 Kita-Angebot im Überblick In Karlsruhe gibt es 206 Kindertageseinrichtungen. In diesen standen zum 1. März 2022 insgesamt 3.243 Plätze für Kinder unter drei Jahren und insgesamt 8.218 Plätze für Kinder von drei Jahren bis zum Schul- eintritt zur Verfügung (Summe: 11.461 Plätze in Kin- dergärten, Tageseinrichtungen mit altersgemischten Gruppen und Einrichtungen zur Kleinkindbetreuung [Kinderkrippen] nach § 1 KiTaG BaWü) (siehe Abbil- dung 1). Insgesamt gibt es in allen Kindertageseinrichtungen 723 Gruppen. In 335 altersgemischten Gruppen wer- den Kinder U3 und Kinder Ü3 zusammen betreut. In 185 Kindergartengruppen werden ausschließlich Kin- der Ü3 betreut. Die Anzahl der reinen Krippengrup- pen beträgt 203 (siehe Abbildung 2). Von den 3.243 Plätzen für Kinder U3 in Karlsruher Kindertageseinrichtungen sind 2.699 Ganztagsplätze (GT) (83,2 Prozent), 494 Plätze in der Angebotsform verlängerte Öffnungszeit (VÖ) (15,2 Prozent) und le- diglich 50 Regel- oder Halbtagsplätze (RG- oder HT) (1,5 Prozent). Ganztagsplätze sind für Kinder U3 die dominierende Angebotsform (siehe Abbildung 3). 3.243 8.218 Plätze in Kindertageseinrichtungen Plätze U3Plätze Ü3 203 335 185 Anzahl der Gruppen und Gruppenart KrippengruppenAltersgemischte Gruppen Kindergartengruppen 2.699 494 50 Plätze für Kinder U3 nach Angebotsform GT-PlätzeVÖ-PlätzeRG- oder HT-Plätze Abbildung 1: Plätze in Kindertageseinrichtungen Abbildung 2: Anzahl der Gruppen und Gruppenart Abbildung 3: Plätze für Kinder U3 nach Angebotsform Sozial- und Jugendbehörde – Integrierte Sozial- und Jugendhilfeplanung | 7 Von den 8.218 Plätzen für Kinder Ü3 in Karlsruher Kindertageseinrichtungen sind 4.694 Ganztagsplätze (GT) (57,1 Prozent), 3.484 Plätze in der Angebotsform Verlängerte Öffnungszeit (VÖ) 42,4 Prozent), und nur 40 Regel- oder Halbtagsplätze (RG- oder HT) 0,5 Prozent) (siehe Abbildung 4). Kita-Träger in Karlsruhe „Träger einer Kindertageseinrichtungen ist diejenige gegebenenfalls juristische Person oder Personengruppe (Ge- schäftsführung, Vorstand), die rechtlich die Verantwortung trägt und als Rechtsträger auch im Außenverhältnis auftritt. Der Träger haftet für das Gesamtgeschehen in der Kindertageseinrichtung und in der Trägerverwaltung (...).“ 5 Im Stadtgebiet Karlsruhe gibt es neben der Stadt Karlsruhe als öffentlichem Träger 47 weitere Träger, die die rechtlichen und fachlichen Voraussetzungen für den Betrieb von Kindertageseinrichtungen erfüllen. In der folgenden Tabelle werden die Karlsruher Träger absteigend nach der Anzahl an Einrichtungen, die sie betreiben, dargestellt: Träger Anzahl der Kitas Anzahl Plätze U3 Anzahl Plätze Ü3 Kath. Gesamtkirchengemeinde Karlsruhe 44 744 2.165 Evang. Kirchenverwaltung Karlsruhe 42 389 1.614 Stadt Karlsruhe 22 320 1.127 AWO Karlsruhe gGmbH 18 324 704 Pro-Liberis gGmbH 15 292 387 Familie und Beruf gGmbH c/o Konzept(e) für Bildung und Soziales GmbH 4 130 150 Reha-Südwest für Behinderte gGmbH 4 60 70 Caritasverband Karlsruhe e.V. 3 67 201 KinderSpielHaus gGmbH 3 105 90 Lenitas gGmbH 3 20 62 educcare Kita GmbH 2 52 86 Evang. Kirchengemeinde Neureut-Nord 2 12 81 Evang. Kirchengemeinde Neureut-Süd 2 24 98 Kind und Beruf gGmbH c/o Konzept(e) für Bildung und Soziales GmbH 2 60 60 5 Bundesarbeitsgemeinschaft Landesjugendämter (2020). Orientierungshilfe „Kita-Träger als Qualitätsfaktor“: Qualitätskriterien für die Tätigkeit von Kita-Trägern aus Sicht der Betriebserlaubnisbehörden. Seite 5. https://www.kvjs.de/fileadmin/dateien/jugend/Kin- dertageseinrichtungen/betriebserlaubnis/2020_12_14_BAG_LJAE_Orientierungshilfe_fuer_eine_gute_Qualitaet_von_Trae- gern_von_Tageseinrichtungen_fuer_Kinder.pdf 4.694 3.484 40 Plätze für Kinder Ü3 nach Angebotsform GT-PlätzeVÖ-PlätzeRG- oder HT-Plätze Abbildung 4: Plätze für Kinder Ü3 nach Angebotsform 8 | Kita-Bericht 2022 Träger Anzahl der Kitas Anzahl Plätze U3 Anzahl Plätze Ü3 Paritätische Sozialdienste gGmbH 2 12 125 PME Familienservice gGmbH 2 40 20 Sozialdienst kath. Frauen e.V. 2 60 60 Studierendenwerk Karlsruhe 2 38 44 Wald- und Naturkindergarten "Dachsbau"gGmbH 2 0 40 WIGWAM gGmbH 2 25 40 Aktion Vorschulkind e.V. 1 0 20 Durlacher Elterninitiative Löwenkindergarten e.V. 1 0 15 educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH 1 65 55 Europäische Schule Karlsruhe 1 0 54 Evang. Kirchengemeinde Neureut-Kirchfeld 1 10 45 FeG Karlsruhe gemeinnützige UG 1 0 44 Freie Aktive Schule Karlsruhe e.V. 1 0 21 Freier Kindergarten Karlsruhe e.V. 1 0 16 Gemeinsam Wachsen e. V. 1 10 21 HALIMA Unabhängiger Kindergarten von Muslimen e.V. 1 15 52 Hardtstiftung 1 30 40 Integrativer Waldkindergarten Wind- und Wetterknirpse e.V. 1 0 20 Internationaler Bund (IB) 1 30 80 ISB-AG 1 10 0 Karlsruher Elterninitiative Kinderhaus Heidesee e.V. 1 14 22 Karlsruher Verein zur Förderung junger Menschen e.V. 1 40 70 Kind und Beruf e. V. c/o Konzept(e) für Bildung und Soziales GmbH 1 60 60 Kinderhaus Kunterbunt e.V. 1 10 20 Kinderhaus Zipfelmütze e.V. 1 5 10 Kindertagesstätte im Gewerbehof e.V. 1 12 25 Lebenshilfe Karlsruhe, Ettlingen und Umgebung e.V. 1 25 50 Musikkita INTAKT gGmbH 1 10 42 netzwerk mensch gGmbH 1 38 24 Rudolf-Steiner-Kindergarten Karlsruhe e.V. 1 22 40 Waldkindergarten Waldfüchse e.V. 1 0 30 Waldorfkindergarten Karlsruhe e.V. 1 20 64 Zukunftsschmiede gGmbH 1 28 24 Zwergen(t)raum e.V. 1 15 30 Summe: 48 206 3.243 8.218 Tabelle 1: Kita-Träger in Karlsruhe Sozial- und Jugendbehörde – Integrierte Sozial- und Jugendhilfeplanung | 9 Betrieblich unterstützte Kindertagesbetreuung in Karlsruhe Träger von Kindertageseinrichtungen sowie die Stadt Karlsruhe leisten zusammen mit Unternehmen und Betrie- ben einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung einer familienbewussten Lebens- und Arbeitswelt, indem betrieblich unterstützte Kinderbetreuungsangebote gefördert werden. Zum 1. März 2022 gibt es in Karlsruhe sechs reine Betriebskindertageseinrichtungen und weitere 18 Kinderta- geseinrichtungen, die sowohl öffentliche Plätze als auch Plätze mit Belegrechten anbieten. Die folgende Abbil- dung zeigt, wo diese Einrichtungen im Stadtgebiet verteilt sind. Abb 5: Betriebskitas und Kitas mit Belegrechten 10 | Kita-Bericht 2022 Die Situation der betrieblichen Kindertagesbetreuung nach Planungsgebieten 6 zeigt folgende Tabelle: Planungsgebiet Plätze mit Belegrech- ten für Kinder U3 Plätze mit Belegrech- ten für Kinder Ü3 Plätze mit Belegrech- ten gesamt Anteil an Plätzen mit Be- legrechten Nord 58 74 132 21,4 % West 7 12 19 3,1 % Nordost 19 29 48 7,8 % Mitte 210 187 397 64,5 % Süd 10 0 10 1,6 % Südost 10 0 10 1,6 % Gesamt 314 302 616 100,0 % Tabelle 2: Situation der betrieblichen Kindertagesbetreuung nach Planungsgebieten Insgesamt gibt es 616 Betriebskitaplätze bzw. Plätze mit Belegrechten in Kindertageseinrichtungen. Diese Plätze sind in den Gesamtplatzzahlen enthalten und haben einen Anteil von 5,4 Prozent an allen Plätzen in Kinderta- geseinrichtungen. 6 Die Bildung von Planungsgebieten wird in Teil 2 des Berichtes erläutert Sozial- und Jugendbehörde – Integrierte Sozial- und Jugendhilfeplanung | 11 Teil 2 Im Folgenden wird die Versorgungssituation in den Stadtteilen und Planungsgebieten jeweils für die Kinder unter drei Jahren (U3) und für die Kinder von drei Jahren bis zum Schuleintritt (Ü3) getrennt dargestellt. Die Anzahl der Kinder, die in den Stadtteilen leben, wird ins Verhältnis zu den vorhandenen Plätzen gesetzt. Dadurch ergibt sich die Versorgungsquote. Überhang oder Fehlbedarf entsteht, wenn die Bedarfe (U3: 46 Prozent, Ü3: 100 Prozent) über- oder unterschritten sind. Gesamtstädtische Versorgungssituation für Kinder unter drei Jahren (U3) Gesamtstädtische Versorgungssituation für Kinder unter drei Jahren (U3) Stadtteil Kinder* Bedarf (46 Prozent) Platzangebot Fehlbedarf/ Überhang** Versorgungsquote** 1 Innenstadt-Ost 121 56 149 93 123,1 % 2 Innenstadt-West 193 89 154 65 79,8 % 3 Südstadt 584 269 197 -72 33,7 % 4 Südweststadt 596 274 136 -138 22,8 % 5 Weststadt 558 257 87 -170 15,6 % 6 Nordweststadt 298 137 128 -9 43,0 % 7 Oststadt 441 203 241 38 54,6 % 8 Mühlburg 460 212 160 -52 34,8 % 9 Daxlanden 261 120 63 -57 24,1 % 10 Knielingen 381 175 153 -22 40,2 % 11 Grünwinkel 260 120 107 -13 41,2 % 12 Oberreut 271 125 79 -46 29,2 % 13 Beiertheim-Bulach 190 87 86 -1 45,3 % 14 Weiherfeld-Dammerstock 147 68 101 33 68,7 % 15 Rüppurr 264 121 84 -37 31,8 % 16 Waldstadt 303 139 139 0 45,9 % 17 Rintheim 148 68 179 111 120,9 % 18 Hagsfeld 182 84 141 57 77,5 % 19 Durlach 847 390 315 -75 37,2 % 20 Grötzingen 241 111 77 -34 32,0 % 21 Stupferich 79 36 42 6 53,2 % 22 Hohenwettersbach 66 30 31 1 47,0 % 23 Wolfartsweier 72 33 20 -13 27,8 % 24 Grünwettersbach 109 50 51 1 46,8 % 25 Palmbach 59 27 9 -18 15,3 % 26 Neureut 464 213 248 35 53,4 % 27 Nordstadt 197 91 66 -25 33,5 % Gesamt 7.792 3.584 3.243 -341 41,6 % * Wohnberechtigte Bevölkerung Stand 31. Dezember 2021 – Amt für Stadtentwicklung ** Rundungsabweichungen durch hinterlegte Dezimalzahlen sind möglich Tabelle 3: Gesamtstädtische Versorgungssituation für Kinder unter drei Jahren (U3) 12 | Kita-Bericht 2022 Erläuterung zu Tabelle 3: Im gesamten Stadtgebiet Karlsruhe gibt es für 7.792 Kinder unter drei Jahren 3.243 Plätze in Krippengruppen und altersgemischten Gruppen. Die Versorgungsquote beträgt für das Stadtgebiet durchschnittlich 41,6 Prozent. Gesamtstädtisch liegt die Versorgung damit unter dem Bedarfsanhalt. Rechnerisch fehlen 341 Plätze in Kinderta- geseinrichtungen für Kinder unter drei Jahren. Dem rechnerischen Fehlbedarf an Betreuungsplätzen in Kitas (-341) stehen weitere 635 Plätze in der Kinderta- gespflege entgegen, sodass der Bedarfsanhalt (46 Prozent) gesamtstädtisch erfüllt ist. Einschließlich der Plätze in der Kindertagespflege beträgt die Versorgungsquote für Kinder unter drei Jahren 49,8 Prozent. Sozial- und Jugendbehörde – Integrierte Sozial- und Jugendhilfeplanung | 13 Gesamtstädtische Versorgungssituation für Kinder von drei Jahren bis zum Schulein- tritt (Ü3) Gesamtstädtische Versorgungssituation für Kinder von drei Jahren bis zum Schuleintritt (Ü3) Stadtteil Kinder* Bedarf (100 Prozent) Platz- angebot Fehlbedarf/ Überhang** Versorgungsquote** 1 Innenstadt-Ost 134 134 255 121 190,2 % 2 Innenstadt-West 142 142 216 74 152,5 % 3 Südstadt 582 582 459 -123 78,9 % 4 Südweststadt 644 644 445 -199 69,1 % 5 Weststadt 561 561 422 -139 75,2 % 6 Nordweststadt 365 365 333 -32 91,2 % 7 Oststadt 396 396 546 150 138,0 % 8 Mühlburg 482 482 364 -118 75,6 % 9 Daxlanden 325 325 296 -29 91,1 % 10 Knielingen 456 456 386 -70 84,6 % 11 Grünwinkel 370 370 289 -81 78,1 % 12 Oberreut 411 411 283 -128 68,9 % 13 Beiertheim-Bulach 195 195 140 -55 71,9 % 14 Weiherfeld-Dammerstock 172 172 166 -6 96,6 % 15 Rüppurr 342 342 279 -63 81,6 % 16 Waldstadt 377 377 272 -105 72,1 % 17 Rintheim 219 219 278 59 127,2 % 18 Hagsfeld 261 261 258 -3 98,9 % 19 Durlach 904 904 898 -6 99,4 % 20 Grötzingen 253 253 218 -35 86,3 % 21 Stupferich 124 124 76 -48 61,3 % 22 Hohenwettersbach 105 105 106 1 101,4 % 23 Wolfartsweier 105 105 86 -19 81,8 % 24 Grünwettersbach 141 141 122 -19 86,8 % 25 Palmbach 84 84 64 -20 76,0 % 26 Neureut 605 605 596 -9 98,6 % 27 Nordstadt 261 261 365 104 139,6 % Gesamt 9.013 9.013 8.218 -795 91,2 % * Wohnberechtigte Bevölkerung Stand 31. Dezember 2021 – Amt für Stadtentwicklung ** Rundungsabweichungen durch hinterlegte Dezimalzahlen sind möglich Tabelle 4: Gesamtstädtische Versorgungssituation für Kinder von drei Jahren bis zum Schuleintritt (Ü3) Erläuterung zu Tabelle 4: Im gesamten Stadtgebiet Karlsruhe gibt es für 9.013 Kinder von drei Jahren bis zum Schuleintritt 8.218 Plätze in altersgemischten Gruppen und Kindergartengruppen. Die Versorgungsquote beträgt für das Stadtgebiet durch- schnittlich 91,2 Prozent. Gesamtstädtisch liegt die Versorgung somit unter dem Bedarfsanhalt. Rechnerisch feh- len 795 Plätze in Kindertageseinrichtungen für Kinder von 3 Jahren bis zum Schuleintritt. 14 | Kita-Bericht 2022 Bildung von Planungsgebieten Für die Bedarfsplanung wird nicht nur eine stadteilbezogene und gesamtstädtische Betrachtung der Versor- gungssituation vorgenommen, sondern es wurden sechs Planungsgebiete gebildet, die jeweils mehrere benach- barte Stadtteile zusammenfassen. Für die Ermittlung von Bedarfen und die Planung von Kita-Projekten spielt diese Perspektive eine wichtige Rolle. Die Bildung von Planungsgebieten geschieht vor dem Hintergrund, dass ein großer Teil der Kinder Einrichtungen besuchen, die nicht in dem Stadtteil liegen, in dem sie wohnen. Es ist festzustellen, dass die Frage, in welchem Stadtteil Kinder eine Kindertageseinrichtung besuchen, von mehreren Faktoren abhängt. Für Eltern spielen bei der Entscheidung für eine Kita einerseits die Wohnortnähe oder die Nähe zum Arbeitsplatz eine Rolle. Aber auch der Zeitpunkt, zu dem ein Kita-Platz frei wird, ein Wohnortwechsel innerhalb von Karlsruhe, ein bestimmtes pä- dagogisches Konzept oder die Wahl eines bestimmten Trägers beeinflussen die Entscheidung. Stadtteilgrenzen werden bei der Wahl des Kitaplatzes oft überschritten. Die folgende Karte zeigt die gebildeten Planungsgebiete: Abb. 6: Planungsgebiete Sozial- und Jugendbehörde – Integrierte Sozial- und Jugendhilfeplanung | 15 Planungsgebiet Nord Versorgungssituation für Kinder unter drei Jahren (U3) im Planungsgebiet Nord Stadtteil Kinder* Bedarf (46 Prozent) Platzangebot Fehlbedarf/ Überhang** Versorgungsquote** Nordweststadt 298 137 128 -9 43,0 % Knielingen 381 175 153 -22 40,2 % Neureut 464 213 248 35 53,4 % Nordstadt 197 91 66 -25 33,5 % Planungsgebiet Nord gesamt 1.340 616 595 -21 44,4 % * Wohnberechtigte Bevölkerung Stand 31. Dezember 2021 – Amt für Stadtentwicklung ** Rundungsabweichungen durch hinterlegte Dezimalzahlen sind möglich Tabelle 5: Versorgungssituation für Kinder unter drei Jahren (U3) im Planungsgebiet Nord Versorgungssituation für Kinder von drei Jahren bis zum Schuleintritt (Ü3) im Planungsgebiet Nord Stadtteil Kinder* Bedarf (100 Prozent) Platzangebot Fehlbedarf/ Überhang** Versorgungsquote** Nordweststadt 365 365 333 -32 91,2 % Knielingen 456 456 386 -70 84,6 % Neureut 605 605 596 -9 98,6 % Nordstadt 261 261 365 104 139,6 % Planungsgebiet Nord gesamt 1.687 1.687 1.680 -7 99,6 % * Wohnberechtigte Bevölkerung Stand 31. Dezember 2021 – Amt für Stadtentwicklung ** Rundungsabweichungen durch hinterlegte Dezimalzahlen sind möglich Tabelle 6: Versorgungssituation für Kinder von drei Jahren bis zum Schuleintritt (Ü3) im Planungsgebiet Nord 16 | Kita-Bericht 2022 Planungsgebiet West Versorgungssituation für Kinder unter drei Jahren (U3) im Planungsgebiet West Stadtteil Kinder* Bedarf (46 Prozent) Platzangebot Fehlbedarf/ Überhang** Versorgungsquote** Mühlburg 460 212 160 -52 34,8 % Daxlanden 261 120 63 -57 24,1 % Grünwinkel 260 120 107 -13 41,2 % Oberreut 271 125 79 -46 29,2 % Planungsgebiet West gesamt 1.252 576 409 -167 32,7 % * Wohnberechtigte Bevölkerung Stand 31. Dezember 2021 – Amt für Stadtentwicklung ** Rundungsabweichungen durch hinterlegte Dezimalzahlen sind möglich Tabelle 7: Versorgungssituation für Kinder unter drei Jahren (U3) im Planungsgebiet West Versorgungssituation für Kinder von drei Jahren bis zum Schuleintritt (Ü3) im Planungsgebiet West Stadtteil Kinder* Bedarf (100 Prozent) Platzangebot Fehlbedarf/ Überhang** Versorgungsquote** Mühlburg 482 482 364 -118 75,6 % Daxlanden 325 325 296 -29 91,1 % Grünwinkel 370 370 289 -81 78,1 % Oberreut 411 411 283 -128 68,9 % Planungsgebiet West gesamt 1.587 1.587 1.232 -355 77,6 % * Wohnberechtigte Bevölkerung Stand 31. Dezember 2021 – Amt für Stadtentwicklung ** Rundungsabweichungen durch hinterlegte Dezimalzahlen sind möglich Tabelle 8: Versorgungssituation für Kinder von drei Jahren bis zum Schuleintritt (Ü3) im Planungsgebiet West Sozial- und Jugendbehörde – Integrierte Sozial- und Jugendhilfeplanung | 17 Planungsgebiet Nordost Versorgungssituation für Kinder unter drei Jahren (U3) im Planungsgebiet Nordost Stadtteil Kinder* Bedarf (46 Prozent) Platzangebot Fehlbedarf/ Überhang** Versorgungsquote** Waldstadt 303 139 139 0 45,9 % Rintheim 148 68 179 111 120,9 % Hagsfeld 182 84 141 57 77,5 % Planungsgebiet Nordost gesamt 633 291 459 168 72,5 % * Wohnberechtigte Bevölkerung Stand 31. Dezember 2021 – Amt für Stadtentwicklung ** Rundungsabweichungen durch hinterlegte Dezimalzahlen sind möglich Tabelle 9: Versorgungssituation für Kinder unter drei Jahren (U3) im Planungsgebiet Nordost Versorgungssituation für Kinder von drei Jahren bis zum Schuleintritt (Ü3) im Planungsgebiet Nordost Stadtteil Kinder* Bedarf (100 Prozent) Platzangebot Fehlbedarf/ Überhang** Versorgungsquote** Waldstadt 377 377 272 -105 72,1 % Rintheim 219 219 278 59 127,2 % Hagsfeld 261 261 258 -3 98,9 % Planungsgebiet Nordost gesamt 857 857 808 -49 94,3 Prozent * Wohnberechtigte Bevölkerung Stand 31. Dezember 2021 – Amt für Stadtentwicklung ** Rundungsabweichungen durch hinterlegte Dezimalzahlen sind möglich Tabelle 10: Versorgungssituation für Kinder von drei Jahren bis zum Schuleintritt (Ü3) im Planungsgebiet Nordost 18 | Kita-Bericht 2022 Planungsgebiet Mitte Versorgungssituation für Kinder unter drei Jahren (U3) im Planungsgebiet Mitte Stadtteil Kinder* Bedarf (46 Prozent) Platzangebot Fehlbedarf/ Überhang** Versorgungsquote** Innenstadt-Ost 121 56 149 93 123,1 % Innenstadt-West 193 89 154 65 79,8 % Südstadt 584 269 197 -72 33,7 % Südweststadt 596 274 136 -138 22,8 % Weststadt 558 257 87 -170 15,6 % Oststadt 441 203 241 38 54,6 % Planungsgebiet Mitte gesamt 2.493 1.147 964 -183 38,7 % * Wohnberechtigte Bevölkerung Stand 31. Dezember 2021 – Amt für Stadtentwicklung ** Rundungsabweichungen durch hinterlegte Dezimalzahlen sind möglich Tabelle 11: Versorgungssituation für Kinder unter drei Jahren (U3) im Planungsgebiet Mitte Versorgungssituation für Kinder von drei Jahren bis zum Schuleintritt (Ü3) im Planungsgebiet Mitte Stadtteil Kinder* Bedarf (100 Prozent) Platzangebot Fehlbedarf/ Überhang** Versorgungsquote** Innenstadt-Ost 134 134 255 121 190,2 % Innenstadt-West 142 142 216 74 152,5 % Südstadt 582 582 459 -123 78,9 % Südweststadt 644 644 445 -199 69,1 % Weststadt 561 561 422 -139 75,2 % Oststadt 396 396 546 150 138,0 % Planungsgebiet Mitte gesamt 2.459 2.459 2.343 -116 95,3 % * Wohnberechtigte Bevölkerung Stand 31. Dezember 2021 – Amt für Stadtentwicklung ** Rundungsabweichungen durch hinterlegte Dezimalzahlen sind möglich Tabelle 12: Versorgungssituation für Kinder von drei Jahren bis zum Schuleintritt (Ü3) im Planungsgebiet Mitte Sozial- und Jugendbehörde – Integrierte Sozial- und Jugendhilfeplanung | 19 Planungsgebiet Süd Versorgungssituation für Kinder unter drei Jahren (U3) im Planungsgebiet Süd Stadtteil Kinder* Bedarf (46 Prozent) Platzangebot Fehlbedarf/ Überhang** Versorgungsquote** Beiertheim-Bulach 190 87 86 -1 45,3 % Weiherfeld-Dammerstock 147 68 101 33 68,7 % Rüppurr 264 121 84 -37 31,8 % Planungsgebiet Süd gesamt 601 276 271 -5 45,1 % * Wohnberechtigte Bevölkerung Stand 31. Dezember 2021 – Amt für Stadtentwicklung ** Rundungsabweichungen durch hinterlegte Dezimalzahlen sind möglich Tabelle 13: Versorgungssituation für Kinder unter drei Jahren (U3) im Planungsgebiet Süd Versorgungssituation für Kinder von drei Jahren bis zum Schuleintritt (Ü3) im Planungsgebiet Süd Stadtteil Kinder* Bedarf (100 Prozent) Platzangebot Fehlbedarf/ Überhang** Versorgungsquote** Beiertheim-Bulach 195 195 140 -55 71,9 % Weiherfeld-Dammerstock 172 172 166 -6 96,6 % Rüppurr 342 342 279 -63 81,6 % Planungsgebiet Süd gesamt 709 709 585 -124 82,5 % * Wohnberechtigte Bevölkerung Stand 31. Dezember 2021 – Amt für Stadtentwicklung ** Rundungsabweichungen durch hinterlegte Dezimalzahlen sind möglich Tabelle 14: Versorgungssituation für Kinder von drei Jahren bis zum Schuleintritt (Ü3) im Planungsgebiet Süd 20 | Kita-Bericht 2022 Planungsgebiet Südost Versorgungssituation für Kinder unter drei Jahren (U3) im Planungsgebiet Südost Stadtteil Kinder* Bedarf (46 Prozent) Platzangebot Fehlbedarf/ Überhang** Versorgungsquote** Durlach 847 390 315 -75 37,2 % Grötzingen 241 111 77 -34 32,0 % Stupferich 79 36 42 6 53,2 % Hohenwettersbach 66 30 31 1 47,0 % Wolfartsweier 72 33 20 -13 27,8 % Grünwettersbach 109 50 51 1 46,8 % Palmbach 59 27 9 -18 15,3 % Planungsgebiet Südost gesamt 1.473 678 545 -133 37,0 % * Wohnberechtigte Bevölkerung Stand 31. Dezember 2021 – Amt für Stadtentwicklung ** Rundungsabweichungen durch hinterlegte Dezimalzahlen sind möglich Tabelle 15: Versorgungssituation für Kinder unter drei Jahren (U3) im Planungsgebiet Südost Versorgungssituation für Kinder von drei Jahren bis zum Schuleintritt (Ü3) im Planungsgebiet Südost Stadtteil Kinder* Bedarf (100 Prozent) Platzangebot Fehlbedarf/ Überhang** Versorgungsquote** Durlach 904 904 898 -6 99,4 % Grötzingen 253 253 218 -35 86,3 % Stupferich 124 124 76 -48 61,3 % Hohenwettersbach 105 105 106 1 101,4 % Wolfartsweier 105 105 86 -19 81,8 % Grünwettersbach 141 141 122 -19 86,8 % Palmbach 84 84 64 -20 76,0 % Planungsgebiet Südost gesamt 1.715 1.715 1.570 -145 91,6 % * Wohnberechtigte Bevölkerung Stand 31. Dezember 2021 – Amt für Stadtentwicklung ** Rundungsabweichungen durch hinterlegte Dezimalzahlen sind möglich Tabelle 16: Versorgungssituation für Kinder von drei Jahren bis zum Schuleintritt (Ü3) im Planungsgebiet Südost Sozial- und Jugendbehörde – Integrierte Sozial- und Jugendhilfeplanung | 21 Vergleich der Planungsgebiete Versorgungssituation für Kinder unter drei Jahren (U3) in den Planungsgebieten Die Versorgungsquoten bei Kindern U3 liegen, mit Ausnahme des Planungsgebiets Nordost, in allen Planungsge- bieten unter dem Bedarfsanhalt von 46 Prozent. Der höchste zahlenmäßige Fehlbedarf besteht im Planungsge- biet Mitte (-183 Plätze, das entspricht etwa 18,5 Krippengruppen). Versorgungssituation für Kinder unter drei Jahren (U3) in den Planungsgebieten Planungsgebiet Kinder* Bedarf (46 Prozent) Platzangebot Fehlbedarf/ Überhang** Versorgungsquote** Nord 1.340 616 595 -21 44,4 % West 1.252 576 409 -167 32,7 % Nordost 633 291 459 168 72,5 % Mitte 2.493 1.147 964 -183 38,7 % Süd 601 276 271 -5 45,1 % Südost 1.473 678 545 -133 37,0 % Gesamt 7.792 3.584 3.243 -341 41,6 % * Wohnberechtigte Bevölkerung Stand 31. Dezember 2021 – Amt für Stadtentwicklung ** Rundungsabweichungen durch hinterlegte Dezimalzahlen sind möglich Tabelle 17: Versorgungssituation für Kinder unter drei Jahren (U3) in den Planungsgebieten Versorgungssituation für Kinder von drei Jahren bis zum Schuleintritt (Ü3) in den Planungsgebieten Die Versorgungsquote bei Kindern Ü3 ist nur im Planungsgebiet Nord annähernd erfüllt (99,6 Prozent). Der zah- lenmäßig höchste Fehlbedarf besteht im Planungsgebiet West (-355 Plätze, das entspricht rund 18 Kindergarten- gruppen). Versorgungssituation für Kinder von drei Jahren bis zum Schuleintritt (Ü3) in den Planungsgebieten Planungsgebiet Kinder* Bedarf (100 Prozent) Platzangebot Fehlbedarf/ Überhang** Versorgungsquote** Nord 1.687 1.687 1.680 -7 99,6 % West 1.587 1.587 1.232 -355 77,6 % Nordost 857 857 808 -49 94,3 % Mitte 2.459 2.459 2.343 -116 95,3 % Süd 709 709 585 -124 82,5 % Südost 1.715 1.715 1.570 -145 91,6 % Gesamt 9.013 9.013 8.218 -795 91,2 % * Wohnberechtigte Bevölkerung Stand 31. Dezember 2021 – Amt für Stadtentwicklung ** Rundungsabweichungen durch hinterlegte Dezimalzahlen sind möglich Tabelle 18: Versorgungssituation für Kinder von drei Jahren bis zum Schuleintritt (Ü3) in den Planungsgebieten 22 | Kita-Bericht 2022 Teil 3 Projekte in der Bedarfsplanung Aktuelle Projekte in der Bedarfsplanung In der folgenden Übersicht werden diejenigen Kita-Projekte aufgeführt, die bereits vom Gemeinderat der Stadt Karlsruhe in die Bedarfsplanung aufgenommen wurden und zum 1. März 2022 noch nicht realisiert wurden. Es handelt sich um 21 Projekte, von denen jedoch zwei Projekte zurückgezogen wurden. Sieben Projekte sind be- züglich der Inbetriebnahme unbestimmt, d.h. die jeweiligen Realisierungszeitpunkte können derzeit nicht be- nannt werden, weil sich zum Beispiel Immobiliensituationen verändert haben oder Träger ihre Projekte überpla- nen und sich dadurch Verzögerungen ergeben. Planungsgebiet Nord Stadtteil Träger Adresse Plätze U3 Plätze Ü3 Inbetriebnahme Nordweststadt AWO Karlsruhe gGmbH Hertzstraße 175 18 24 unbestimmt Nordweststadt Evang. Kirchenverwaltung Karlsruhe Kußmaulstraße 72 14 12 September 2027 Summe 32 36 Tabelle 19: Bedarfsplanung Planungsgebiet Nord Planungsgebiet West Stadtteil Träger Adresse Plätze U3 Plätze Ü3 Inbetriebnahme Daxlanden Karlsruher Verein zur För- derung junger Menschen e.V. Im Jagdgrund 21 – 23 8 24 unbestimmt Daxlanden Caritasverband Karlsruhe e.V. Kastanienallee 32 30 40 Januar 2023 Grünwinkel Kath. Gesamtkirchenge- meinde Karlsruhe Eichelbergstraße 1 20 unbestimmt Summe 58 64 Tabelle 20: Bedarfsplanung Planungsgebiet West Planungsgebiet Nordost Stadtteil Träger Adresse Plätze U3 Plätze Ü3 Inbetriebnahme Rintheim Waldorf- Kindergarten Karlsruhe e.V. Mannheimer Straße 68 10 20 Träger hat Projekt zu- rückgezogen Rintheim LTC gUG Wilhelm-Schickard-Straße 10 unbestimmt Summe 10 0 Tabelle 21: Bedarfsplanung Planungsgebiet Nordost Sozial- und Jugendbehörde – Integrierte Sozial- und Jugendhilfeplanung | 23 Planungsgebiet Mitte Stadtteil Träger Adresse Plätze U3 Plätze Ü3 Inbetriebnahme Südstadt Stadt Karlsruhe Sybelstraße 9 20 September 2025 Weststadt AWO Karlsruhe gGmbH Kriegsstraße 141, Kita am Weinbrennerplatz 20 September 2023 Weststadt Lenitas gGmbH Hans-Sachs-Str. 2, neu: Raiherwiesenstraße 13, Durlach 10 20 Oktober 2022 Weststadt Kath. Gesamtkirchenge- meinde Karlsruhe Schillerstraße 46 20 September 2023 Summe 70 20 Tabelle 22: Bedarfsplanung Planungsgebiet Mitte Planungsgebiet Süd Stadtteil Träger Adresse Plätze U3 Plätze Ü3 Inbetriebnahme Weiherfeld- Dammerstock Lenitas gGmbH Ettlinger Allee 3, neu: Raiherwiesenstraße 13, Durlach 40 Oktober 2022 Summe 40 Tabelle 23: Bedarfsplanung Planungsgebiet Süd Planungsgebiet Südost Stadtteil Träger Adresse Plätze U3 Plätze Ü3 Inbetriebnahme Durlach Lenitas gGmbH Kärntner Straße 18f 20 40 September 2022 Durlach AcadeMedia/Espira Badener Straße 37 45 30 Träger hat Projekt zu- rückgezogen Durlach Mäusezauber, MZ-Kinder- betreuung GmbH Max-Beckmann-Straße 28 25 30 unbestimmt Durlach Mäusezauber, MZ-Kinder- betreuung GmbH Am Lerchenberg 4 25 30 unbestimmt Durlach Stadtamt Durlach Geigersbergstraße 20 20 September 2024 Durlach Stadtamt Durlach Raiherwiesenstraße 15 20 20 März 2023 Grötzingen Mäusezauber, MZ-Kinder- betreuung GmbH Vogelsang 2 25 30 unbestimmt Stupferich Pro-Liberis gGmbH Gerberastraße 15 5 10 Januar 2023 Wolfartsweier AcadeMedia/Espira Steinkreuzstraße 14 24 32 März 2024 Summe 164 212 Tabelle 24: Bedarfsplanung Planungsgebiet Südost 24 | Kita-Bericht 2022 Veränderungen der Versorgungssituation durch Inbetriebnahme neuer Kita-Plätze Von den oben genannten 21 Kita-Projekten in der Bedarfsplanung wurden zwei Projekte von Trägern zurückge- zogen (Waldorfkindergarten e.V. in Rintheim und AcadeMedia/Espira in Durlach). Diese Projekte werden in der Bedarfsplanung nicht mehr berücksichtigt. Mit Umsetzung der restlichen 19 Projekte in der Bedarfsplanung kommen 334 Plätze für Kinder U3 und 372 Plätze für Kinder Ü3 in Kindertageseinrichtungen hinzu. Inbetriebnahme in: Anzahl Projekte Plätze U3 Plätze Ü3 2022 3 30 100 2023 5 95 70 2024 2 44 52 2025 1 20 0 2026 0 0 0 2027 1 14 12 Inbetriebnahme unbestimmt 7 131 138 Summe 19 334 372 Tabelle 25: Inbetriebnahmen der Projekte in der Bedarfsplanung Neukonzipierung des Aufnahmeverfahrens Derzeit überarbeitet die Sozial- und Jugendbehörde das Verfahren zur Prüfung und Begleitung neuer Kita-Pro- jekte im Hinblick auf die Aufnahme in die Bedarfsplanung. Teil der Neukonzipierung ist einerseits, die Vorausset- zungen zur Aufnahme neuer Projekte inhaltlich an den Anforderungen des Gesetzes zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen (Kinder- und Jugendstärkungsgesetz – KJSG), das am 10. Juni 2021 in Kraft getreten ist, aus- zurichten. Diese Ausrichtung betrifft im Sinne eines verbesserten Kinder- und Jugendschutzes unter anderem die Prüfung der Zuverlässigkeit, der Mitwirkungs- und Meldepflichten eines Trägers und die Vorlage eines Konzeptes zum Schutz vor Gewalt. Kita-Projekte sollen zukünftig erst dann in die Bedarfsplanung der Stadt aufgenommen werden, wenn eine Reali- sierbarkeit sichergestellt werden kann und Angaben zum Zeitpunkt einer voraussichtlichen Inbetriebnahme mög- lich sind. Geplant ist zudem, eine Umsetzungsfrist für Kita-Projekte festzulegen. Diese Steuerungselemente er- zeugen mehr Planungssicherheit beim Kita-Ausbau und verbessern die Bedingungen und Möglichkeiten, insbe- sondere für andere Träger und weitere Kita-Projekte in den jeweiligen Stadtteilen. Es soll zukünftig vermieden werden, dass nicht-realisierbare Kita-Plätze in der Bedarfsplanung einkalkuliert werden. Das Gesetz verpflichtet die Stadt Karlsruhe als Trägerin der öffentlichen Jugendhilfe, die zur Befriedigung des Bedarfs notwendigen Vor- haben rechtzeitig und ausreichend zu planen. Dabei sind die zur Verfügung gestellten Mittel so effektiv wie möglich einzusetzen, und durch die Bedarfsplanung ist aktiv Einfluss auf die Qualität und Quantität der Ange- bote zu nehmen. Sozial- und Jugendbehörde – Integrierte Sozial- und Jugendhilfeplanung | 25 Weitere Kita-Entwicklungen Das Feld der Kindertagesbetreuung ist insgesamt sehr dynamisch. Kirchliche und freie Träger, Investoren, Bauträ- ger und Baugenossenschaften, ebenso wie private Eigentümer*innen von Liegenschaften und Immobilien treten immer wieder an die Sozial- und Jugendbehörde heran, um die Möglichkeiten von Immobilienumnutzungen zu Kitas, von Kita-Erweiterungen oder Kita-Neubauten mit der Verwaltung zu eruieren und abzustimmen. Auch bei Planungen zu Standortverlegungen, Zusammenführungen und Schließungen von Kitas steht die Sozial- und Ju- gendbehörde im engen Austausch mit den Trägern in Karlsruhe. Eine weitere Facette dieser Dynamik ist der Kita- platzbedarf, der sich durch städtebauliche Entwicklungen und steigende Bevölkerungszahlen in neuen Baugebie- ten ergibt. Diese Bedarfe werden von der Sozial- und Jugendbehörde bei Stadtplanungsprozessen eingebracht. Im Folgenden werden Kita-Projekte mit absehbar realistischer Umsetzungsperspektive aufgelistet, die noch nicht in die Bedarfsplanung aufgenommen sind, und die dem Gemeinderat bei Erfüllung der Voraussetzungen sukzes- sive zur Aufnahme in die Bedarfsplanung vorgeschlagen werden: ▪ Weststadt: Neubau einer Kita (4 Gruppen) in der Kriegsstraße 200 ▪ Nordweststadt: Neubau einer Betriebskita (4 Gruppen) im Bereich des städtischen Klinikums ▪ Oststadt: Neubau (3 Gruppen) Am Ostring 6 ▪ Oststadt: Erweiterung der Kita Räubernest (1 Gruppe) ▪ Oberreut: Neubau einer Kita (5 Gruppen) in der Woerishofferstraße ▪ Waldstadt: Erweiterung (2 Gruppen) der Kita St. Albert ▪ Grötzingen: Neubau einer Kita (5 Gruppen) in der Eugen-Kleiber-Straße ▪ Grünwettersbach: Erweiterung (2 Gruppen) der Kita Dorfwies ▪ Palmbach: Ersatzneubau und Erweiterung (2 Gruppen) der Kita Henri-Arnaud-Straße. In folgenden Gebieten mit städtebaulicher Entwicklung werden die Flächenbedarfe für neue Kitas berücksichtigt: ▪ Durlach, Oberer Säuterich ▪ Durlach, Unten am Grötzinger Weg ▪ Grünwettersbach, Esslinger Straße / Heidenheimer Straße ▪ Neureut, Zentrum III ▪ Rüppurr, Festplatz / Herrenalber Straße / Am Rüppurrer Schloss ▪ Nordstadt, Westliche Erzberger Straße (Zukunft Nord) ▪ Waldstadt, Kolberger Straße ▪ Stupferich, Gänsberg 26 | Kita-Bericht 2022 Fazit Seit den letzten Berichten aus dem Jahr 2017 sind von den damals angestrebten 1.000 neuen Plätzen bis 2027 insgesamt 697 Plätze (390 Plätze für Kinder U3 und 307 Plätze für Kinder Ü3) hinzugekommen. 70 Prozent des 2017 postulierten Ausbauziels sind somit bereits nach 5 Jahren erreicht. Dies ist nicht zuletzt dem großen Enga- gement der Träger von Kindertageseinrichtungen, der Verwaltung und dem Rückhalt der sozialpolitischen Ver- treter*innen zu verdanken. Mit Stand 1. März 2022 ist die gesamtstädtische Versorgungssituation mit Kitaplätzen in beiden Altersgruppen (U3 und Ü3) unter dem Bedarfsanhalt (46 Prozent für Kinder U3 und 100 Prozent für Kinder Ü3). Für Kinder U3 beträgt die Versorgungsquote 41,6 Prozent. Rechnerisch gibt es einen Fehlbedarf von -341 Plätzen in Kinderta- geseinrichtungen. 635 Plätze in der Kindertagespflege gleichen diesen Fehlbedarf aus und heben die Versor- gungsquote auf 49,8 Prozent in dieser Altersgruppe. Für Kinder Ü3 beträgt die Versorgungsquote 91,2 Prozent. Rechnerisch gibt es einen Fehlbedarf von -795 Plätze für Kinder Ü3. Der Gesamtfehlbedarf an Kitaplätzen für Kinder U3 und Ü3 beträgt -1.136 Plätze. Mit Umsetzung der 19 Kitaprojekte, die bereits in die Bedarfsplanung aufgenommen wurden, kommen in den nächsten Jahren sukzessive 706 Plätze in Kindertageseinrichtungen für Kinder U3 und Ü3 hinzu (334 Plätze für Kinder U3 und 372 Plätze für Kinder Ü3). Es zeigt Wirkung und hat sich bewährt, dass Karlsruhe die Entwicklung eines bedarfsgerechten Angebots der Kindertagesbetreuung seit Jahren kontinuierlich verfolgt. Insbesondere der Ausbau an Plätzen für Kinder unter 3 Jahren hat dazu geführt, dass die Versorgungsquote von 41,6 Prozent in dieser Altersgruppe in Karlsruhe deut- lich über dem landesweiten Durchschnitt von 30 Prozent im Jahr 2021 liegt 7 . Laut Bertelsmann Stiftung wünsch- ten sich in Baden-Württemberg 2019 fast 43 Prozent der Eltern von Kindern unter 3 Jahren einen Platz in einer Kita oder in der Kindertagespflege 8 . Bei der Altersgruppe der Kinder von 3 Jahren bis zum Schuleintritt liegt die Versorgungsquote in Karlsruhe mit 91,2 Prozent unter dem Landesdurchschnitt von 95 Prozent und geringfügig unter dem Bundesdurchschnitt von 93 Prozent. Vor dem Hintergrund dieser Bestandsfeststellung ist ein weiterer, bedarfsgerechter Ausbau an Plätzen in der Kin- dertagesbetreuung, insbesondere für Kinder von drei Jahren bis zum Schuleintritt notwendig. Die im Kapitel „Weitere Kita-Entwicklungen“ vorgestellten Kita-Projekte mit absehbar realistischer Umsetzungsperspektive kön- nen zur Sicherung des Rechtsanspruchs und zur Deckung des gesamtstädtischen Bedarfs beitragen und werden bei Erfüllung der notwendigen Voraussetzungen dem Gemeinderat sukzessive zur Aufnahme in die Bedarfspla- nung vorgeschlagen. Die gute ämterübergreifende Zusammenarbeit innerhalb der Stadtverwaltung ermöglicht es, notwendige Kitaplatzbedarfe durch städtebauliche Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und Kitaprojekte anzustoßen, vorzubereiten und umzusetzen. Die vielfältige und gut ausgebaute Kitalandschaft in Karlsruhe ist von großer Bedeutung für Familien. Die Corona-Pandemie hat den Wert der Kindertagesbetreuung für Kinder, für Familien und als systemrelevanten Be- reich für die Gesellschaft eindrucksvoll unterstrichen. Die zeitweilige Schließung der Kitas und die Einschränkun- gen im Rahmen der Notbetreuung hatten zur Folge, dass für viele Kinder der Kitabesuch und damit die frühkind- liche Förderung und Bildung beispielsweise im sprachlichen, motorischen oder kognitiven Bereich sowie die Möglichkeiten von sozialer Interaktion mit anderen Kindern über einen längeren Zeitraum stark eingeschränkt waren 9 . Insbesondere für Kinder aus sozial benachteiligten Familien oder für Kinder mit einem besonderen För- derbedarf ist der regelmäßige Kita-Besuch für die individuelle Förderung, die ganzheitliche Entwicklung und die Verbesserung der Chancen- und Bildungsgerechtigkeit von großer Bedeutung. Kinder mit und ohne Behinde- rung sollen in Gruppen gemeinsam inklusiv gefördert werden. In Kitas wird Vielfalt anerkannt und als Bereiche- rung verstanden. Bildungsbarrieren werden abgebaut und Zugangswege erweitert. Teilhabe soll für jedes Kind gewährleistet sein. 7 Bock-Famulla et. al (2021). Länderreport frühkindliche Bildungssysteme 2021. Transparenz schaffen – Gover- nance stärken. Gütersloh: Bertelsmann Stiftung. Abruf: https://www.laendermonitor.de/fileadmin/files/laender- monitor/laenderprofile_2021/Laenderprofil_BW_2021.pdf 8 Bock-Famulla et. al (2020). Baden-Württemberg - Ländermonitoring Frühkindliche Bildungssysteme 2020, Pro- file der Bundesländer. Gütersloh: Bertelsmann Stiftung 9 KVJS: Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Kinder und Jugendliche. Abruf: https://www.kvjs.de/filead- min/dateien/jugend/Arbeitshilfen_Formulare_Rundschreiben_Newsletter_Tagungsunterlagen/Rundschrei- ben/Rundschreiben_2021/RS_86_2021_Anlage.pdf Sozial- und Jugendbehörde – Integrierte Sozial- und Jugendhilfeplanung | 27 Und somit profitiert jedes Kind mit seiner individuellen Persönlichkeit vom Kitabesuch. Durch den Erwerb sozialer Kompetenzen im Kontakt mit Gleichaltrigen, durch Sprachbildungsangebote oder beispielsweise schulvorberei- tende Projekte in mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereichen erwerben Kinder grundlegende Fähigkeiten für ihren weiteren Bildungsweg. Durch die enge Kooperation mit Lehrkräften an den Grundschulen können Übergänge von der Kita in die Grundschule unter Berücksichtigung der individuellen und familiären Vorausset- zungen der Kinder gelingend gestaltet werden. Durch die Beobachtung und Dokumentation der Entwicklung der Kinder in der Kita werden individuelle Förderbedarfe frühzeitig erkannt, und Eltern können Anregungen für Un- terstützungs- und Hilfsmaßnahmen erhalten. Kindertageseinrichtungen fungieren oft als Schnittstelle und ver- mitteln Familien zu weiteren Fachdiensten der Kinder- und Jugendhilfe. Es wird deutlich, dass Kindertageseinrichtungen bei der Erfüllung des gesetzlichen Auftrags nach § 22 SGB VIII über die Förderung der Kinder hinaus den Blick auf die Bedarfe der Eltern richten. Der Besuch einer Kita ermög- licht Eltern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und deckt Betreuungsbedarfe individuell ab. Durch die Etab- lierung von familienorientierten Angeboten unterstützen die Fachkräfte in den Einrichtungen Eltern in vielen Le- bensbereichen. Durch die Vermittlung von Informationen, durch Beratung, Entwicklungsgespräche oder Ange- bote der Elternbildung werden diese in ihren Erziehungskompetenzen gestärkt und im Hinblick auf die Förde- rung ihrer Kinder unterstützt. Zudem schaffen Kitas oft Räume für Begegnung und Vernetzung der Eltern unter- einander. So bieten sie einen Ort für soziale Kontakte und Austausch. Dabei agieren die Kitas sozialraum- und bedarfsorientiert, weil sie ihre Angebote auf die Interessen sowie die Belange der Familien ausrichten. Diese An- gebote spielen insbesondere für neu zugezogene Familien und Familien mit Migrations- oder Fluchthintergrund eine wichtige Rolle für die Integration und die Teilhabe an der Gesellschaft. Vor dem aktuellen Hintergrund des Kriegs in der Ukraine verfolgt die Stadtverwaltung das Ziel, das Kitaangebot auch für Geflüchtete aus der Ukraine bedarfsorientiert zugänglich zu machen, damit einerseits Ukrainerinnen und Ukrainer eine Beschäftigung aufnehmen können und andererseits die Kinder eine verlässliche Betreuung erfahren, die ihren Bedürfnissen nach einem sicheren Aufwachsen Rechnung trägt. Eine der wesentlichen Herausforderungen beim weiteren Kita-Ausbau ist der anhaltende und steigende Fach- kräftebedarf in den pädagogischen Berufen. Gut ausgebildete Fachkräfte und eine ausreichende Personalausstat- tung sind der Schlüssel für eine erfolgreiche Bildungsarbeit in Kindertageseinrichtungen. Die Sozial- und Jugend- behörde steht mit den Trägern von Kindertageseinrichtungen im engen Austausch, um die Rahmenbedingungen für den Betrieb der Kitas vor dem Hintergrund des gesetzlichen Bildungsauftrags, der gesellschaftlichen Entwick- lungen und der aktuellen Herausforderungen bestmöglich auszugestalten. Mittel- und langfristig sind neue An- sätze und Maßnahmen zur Gewinnung von Fachkräften und zur Attraktivierung des Berufsfelds auf Landes- und Bundesebene sowie innerhalb der Stadt Karlsruhe sinnvoll. 28 | Kita-Bericht 2022 Impressum Copyright Stadt Karlsruhe Sozial- und Jugendbehörde Ernst-Frey-Straße 10 76135 Karlsruhe Text und Redaktion Marcus Metz Layout Vorreiter Titelbild Rawpixel.com/stock.adobe.com Druck Rathausdruckerei, Recyclingpapier Stand September 2022