Biodiversität und Klimaanpassung: Schulgartenentwicklung in Karlsruhe

Vorlage: 2024/0645
Art: Antrag
Datum: 11.06.2024
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Schul- und Sportamt
Erwähnte Stadtteile: Neureut, Oberreut

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich) - Verabschiedung Gemeinderat

    Datum: 16.07.2024

    TOP: 22

    Rolle: Kenntnisnahme

    Ergebnis: verwiesen in Fachausschuss

  • Schulausschuss (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 20.11.2024

    TOP: 5

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: einverstanden

Zusätzliche Dateien

  • Antrag
    Extrahierter Text

    Antrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2024/0645 Eingang: 11.06.2024 Biodiversität und Klimaanpassung: Schulgartenentwicklung in Karlsruhe Antrag: GRÜNE Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Gemeinderat 16.07.2024 22 Ö Kenntnisnahme Schulbeirat 20.11.2024 Ö Behandlung 1 Die Stadtverwaltung erstellt einen Bericht über die Schulgartenentwicklung in Karlsruhe seit 2015 bis zum aktuellen Stand im Schuljahr 2023/2024. 2 Sie berücksichtigt dabei, welche Unterstützung das Gartenbauamt bisher beleistet hat und aktuell aufgrund von zeitlichen und personellen Ressourcen noch leisten kann. 3 Sie fördert und unterstützt proaktiv die Vernetzung der Schulgärten wie sie aktuell vom Institut für Biologie und Schulgartenentwicklung der Pädagogischen Hochschule (PH) Karlsruhe initiiert wurde. 4 Sie prüft, inwieweit Mittel aus den Budgets für Klimapanpassung und Biodiversität bzw. Restmittel aus dem Klimaschutzfonds für die Entwicklung von Schul- bzw. Biodiversitätsgärten zur Verfügung gestellt werden können. Mit einem kleinen Starterbudget sollen die Schulen motiviert und unterstützt werden, die bisher noch keinen Schul- bzw. Biodiversitätsgarten eingerichtet haben. Schulgärten sind ein wichtiges Element der Natur- und Umweltbildung an Schulen. Deshalb sind sie auch als Lernorte in den Bildungsplänen der allgemeinbildenden Schularten aufgeführt. Die Kreisläufe der Natur und ihre ökologischen Zusammenhänge werden anschaulich und praxisorientiert vermittelt. Dazu gehören auch die Themen Biodiversität, Klimaanpassung und Klimaschutz. Bereits 2015 hatte die grüne Fraktion einen Antrag zum Stand der Schulgartenentwicklung in den Gemeinderat eigebracht. In der Stellungnahme hat die Stadtverwaltung berichtet, dass nur 17 von 44 Grundschulen über einen Schulgarten oder über Hochbeete verfügen. Aber auch bei den Schulen der Sekundarstufe hatten nur die Hälfte oder zwei Drittel der Schulen einen Schul- oder Biodiversitätsgarten. Seit 2015 liegen uns keine Informationen über die Schul- bzw. Biodiversitätsgartenentwicklung an Schulen mehr vor. Bislang unterstützt das Gartenbauamt auf Nachfrage die Schulen durch Lieferung von Material wie Erde, Einfassungen, Hochbeete und Pflanzen. Mit diesem Antrag wollen wir erreichen, dass die Stadtverwaltung die Schulgartenentwicklung proaktiver unterstützt. Aktuell hat das Institut für Biologie und Schulgartenentwicklung der PH Karlsruhe mit engagierten Eltern, Lehrkräften und Vertreter*innen aus dem Regierungspräsidium das Schulgarten-Netzwerk Karlsruhe gegründet. Durch Vernetzung und Austausch sollen alle Beteiligten in der Arbeit im und mit ihrem Schulgarten gefördert werden, sich gegenseitig unterstützen. Es ist wichtig, dass sich auch die Stadt Karlsruhe in dieses Netzwerk einbringt. Begründung/Sachverhalt – 2 – Viele Schulen und Lehrpersonen befürchten viel Arbeit mit einem Schulgarten. Deshalb ist es wichtig, einen Weg zu wählen, bei dem die Schulen ohne Vorwissen und mit wenig Aufwand beginnen können. Einstiege können schon Totholzhaufen und Steinhaufen für Reptilien oder die Anlage einer Trockenmauer oder ein Hochbeet sein. Dazu ist es allerdings notwendig, eine geeignete fachliche und pädagogische Beratung auf Honorarbasis zu bekommen. Dazu sollen Mittel von rund 3.000 € pro Jahr für Starterbudgets zur Verfügung gestellt werden. Die Summe könnte aus als den Mitteln für Biodiversität und Klimaanpassung sowie ggf. aus Restmitteln des Klimaschutzfonds bereitgestellt werden. Unterzeichnet von: Renate Rastätter Aljoscha Löffler Benjamin Bauer Christine Großmann Johannes Honné Christine Weber

  • Protokoll GR 16.07.2024 TOP 22
    Extrahierter Text

    Niederschrift 66. Plenarsitzung des Gemeinderates 16. Juli 2024, 15:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus am Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup Punkt 22 der Tagesordnung: Biodiversität und Klimaanpassung: Schulgartenentwicklung in Karlsruhe Antrag: GRÜNE Vorlage: 2024/0645 Beschluss: Beratung im Schulbeirat am 20. November 2024, öffentlich Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 22 auf und teilt mit, der Antrag werde ohne Aussprache in den Schulbeirat verwiesen. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten – 2. August 2024

  • Stellungnahme Antrag
    Extrahierter Text

    Stellungnahme zum Antrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2024/0645 Verantwortlich: Dez. 3 Dienststelle: Schul- und Sportamt Biodiversität und Klimaanpassung: Schulgartenentwicklung in Karlsruhe Antrag: GRÜNE Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Gemeinderat 16.07.2024 22 Ö Kenntnisnahme Schulausschuss 20.11.2024 5 Ö Entscheidung Kurzfassung Seit 2015 wurden zehn neue Schulgärten errichtet. Das Gartenbauamt unterstützt gerne die Schulen, die Bedarf an Schulgärten haben, im Rahmen der Schulhofbeteiligungsprojekte. Finanzielle Auswirkungen Ja ☐ Nein ☒ ☐ Investition ☐ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☐ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☒ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☒ Ja ☐ Korridorthema: Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Erläuterungen 1 Die Stadtverwaltung erstellt einen Bericht über die Schulgartenentwicklung in Karlsruhe seit 2015 bis zum aktuellen Stand im Schuljahr 2023/2024. Eine Befragung der Schulen ergab, dass an zehn Schulen seit 2015 neue Schulgärten eingerichtet und an drei Schulen vorhandene Schulgärten erweitert wurden. Insgesamt haben 43 Schulen einen Schulgarten, wovon ein Schulgarten sich nicht auf dem Gelände der Schule befindet. An neun Schulen sind Hochbeete vorhanden. Einige Schulen haben Interesse an einem Schulgarten, aber fehlender Platz auf dem Schulgelände oder fehlende personelle Ressourcen lassen die Einrichtung eines Schulgartens nicht zu. 2 Sie berücksichtigt dabei, welche Unterstützung das Gartenbauamt bisher geleistet hat und aktuell aufgrund von zeitlichen und personellen Ressourcen noch leisten kann. Das Gartenbauamt unterstützt die Schulen Karlsruhes im Rahmen der Schulhofbeteiligungsprojekte. Die Schulen haben darüber Kenntnis und nutzen gerne das Angebot mit dem Gartenbauamt, mögliche kleine Projekte zu entwickeln, deren brandschutztechnische und baurechtliche Aspekte sowie den Finanzierungsrahmen abzustimmen. Bei kleinen Bauaktionen können dann zum Teil das Ausbildungsteam des Gartenbauamts oder mögliche andere Kooperationspartner unterstützen. Die Sophie-Scholl-Schule in Oberreut beispielsweise hat in der Projektwoche die Holzlatten ihrer Sitzauflagen erneuert – diese wurden bereits 2013 im Rahmen der Schulhofbeteiligungsprojekte von den Schüler*innen angebracht. Aber auch kleinere Projekte wie das Aufstellen einer Pergola für die Realschule Neureut sind im Gange; hier übernimmt die Werkklasse den Aufbau, ganz im Sinne des Initialprojekts. 3 Sie fördert und unterstützt proaktiv die Vernetzung der Schulgärten wie sie aktuell vom Institut für Biologie und Schulgartenentwicklung der Pädagogischen Hochschule (PH) Karlsruhe initiiert wurde. Interessierten Schulen kann die Liste der Schulen mit Schulgärten bereitgestellt werden. Dadurch kann bei Bedarf die Vernetzung gerne unterstützt werden. Aus Sicht der Verwaltung wird das bestehende Schulgarten-Netzwerk des Instituts für Biologie und Schulgartenentwicklung der PH bereits rege genutzt, so dass eine gute Vernetzung der Schulen mit Schulgärten gewährleistet ist. 4 Sie prüft, inwieweit Mittel aus den Budgets für Klimapanpassung und Biodiversität bzw. Restmittel aus dem Klimaschutzfonds für die Entwicklung von Schul- bzw. Biodiversitätsgärten zur Verfügung gestellt werden können. Mit einem kleinen Starterbudget sollen die Schulen motiviert und unterstützt werden, die bisher noch keinen Schul- bzw. Biodiversitätsgarten eingerichtet haben. Schulen, die den Wunsch nach einem Schulgarten haben, dürfen sich gerne an die Schulhofbeteiligung des Gartenbauamts wenden, um die entsprechende Unterstützung zu erhalten. Diese verfügt über ein Jahresbudget für alle Schulen und setzt dieses an den benötigten Stellen ein.