Verbesserung der Parkleitführung im Durlacher Innenstadtbereich

Vorlage: 2024/0593
Art: Antrag
Datum: 27.05.2024
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Stadtamt Durlach
Erwähnte Stadtteile: Durlach

Beratungen

  • Ortschaftsrat Durlach (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 10.07.2024

    TOP: 4

    Rolle: Behandlung

    Ergebnis: verwiesen in Fachausschuss

Zusätzliche Dateien

  • Antrag Verbesserung Parkleitführung Durlach
    Extrahierter Text

    Antrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2024/0593 Eingang: 26.05.2024 Verbesserung der Parkleitführung im Durlacher Innenstadtbereich B ́90/DIE GRÜNEN-OR-Fraktion Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Ortschaftsrat Durlach 10.07.2024 4 Ö Behandlung Kontext: Die Erhebungen von fließendem und ruhendem Verkehr, die vorbereitend für die Ausarbeitung der Anpassungen des Durlacher Verkehrskonzepts durchgeführt worden sind, zeigen, dass im Bereich der Durlacher Innenstadt eine hohe Nachfrage nach Abstellmöglichkeiten für Autos gegeben ist. Vielfach führen die Gegebenheiten in Durlach zu vermeidbarem Parksuchverkehr. Als mögliche Ergänzung zur Anpassung der Verkehrsführung in und um die Durlacher Altstadt möchten sich die Antragsstellenden daher für eine effizientere Steuerung dieses Parksuchverkehrs einsetzen. Da ein klassisches Parkleitsystem mit Hinweistafeln und Schilder im Straßenraum vermutlich nicht mehr den heutigen Anforderungen entspricht, möchten wir basierend auf vorhandenen digitalen Lösungen aufbauen und bitten dennoch um Prüfung, ob diese Prämisse von Verkehrsplanerinnen geteilt wird. Antrag: 1. Wir beantragen, dass auch die Durlacher Parkhäuser in der online dargestellten Parkhaus- belegung der Karlsruher Parkhäuser erfasst werden. a. Siehe hierzu: https://web1.karlsruhe.de/service/Parken/ b. und: https://web1.karlsruhe.de/service/Parken/parken.php#durlach 2. In einem nächsten Schritt sollen diese Daten dann über eine für Dritte offen und kostenfrei nutzbare Schnittstelle (API) in Apps (Navigation, Parken, Laden) verfügbar gemacht werden. Um die Kosten beim Anbieter (städtische IT) zu deckeln, soll sich die Kostenfreiheit nur auf eine übliche Anzahl an Datenabfragen beschränken (z. B. 1 Abfrage alle 5-15 Minuten). Kosten- pflichtige Lizenzmodelle können dieses Angebot ergänzen. 3. Damit dies kein Durlacher bzw. Karlsruher Alleingang wird, sollen die Aktivitäten u. a. z. B. mit dem Parkdatenprofil des Landes Baden-Württemberg und ähnliche Initiativen bzw. Plattformen abgeglichen werden. Dies soll die Datengrundlage und somit die Voraussetzung dafür schaffen, dass freie Parkbereiche erkannt und auf kürzestem Wege angesteuert werden können. a. Siehe hierzu: https://www.mobidata-bw.de/dataset/gebuendelte-parkdaten-bw b. und Screenshot: – 2 – 4. Wir bitten um eine Einschätzung, ob darüber hinaus eine optische Umsetzung eines Parkleitsystems im öffentlichen Raum über Schilder, Anzeigetafeln u. ä. als sinnvoll erachtet wird, wie sich das Kosten-Nutzen-Verhältnis darstellen würde und wie hoch die absoluten Kosten für eine Umsetzung ausfallen würden. unterzeichnet von: Johannes Ruf, Sonja Klingert und die Fraktion B90/Die Grünen im OR Durlach

  • Stellungnahme Verbesserung Parkleitführung Durlach
    Extrahierter Text

    Stellungnahme zum Antrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2024/0593 Verantwortlich: Dez. 6 Dienststelle: Tiefbauamt Verbesserung der Parkleitführung im Durlacher Innenstadtbereich B ́90/DIE GRÜNEN-OR-Fraktion Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Ortschaftsrat Durlach 10.07.2024 4 Ö Behandlung Kurzfassung Vorhandene Parkdaten (dynamisch/statisch) werden bereits für Dritte über eine offene und kostenfreie Schnittstelle (API) zur Verfügung gestellt. Die zwei Parkhäuser in Durlach sind nicht an das städtische System angeschlossen. Eine Anbindung müsste internetbasiert erfolgen. Hierfür stehen keine Kapazitäten zur Verfügung. Des Weiteren ist davon auszugehen, dass aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung der Fahrzeugflotten mittelfristig über Internetbasierte Datenversorgungen Parkleitsysteme im öffentlichen Raum entbehrlich werden. Finanzielle Auswirkungen Ja ☐ Nein ☒ ☐ Investition ☐ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☐ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☐ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☐ Ja ☐ Korridorthema: Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☐ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – 1. Wir beantragen, dass auch die Durlacher Parkhäuser in der online dargestellten Parkhaus-belegung der Karlsruher Parkhäuser erfasst werden. a. Siehe hierzu: https://web1.karlsruhe.de/service/Parken/ b. und: https://web1.karlsruhe.de/service/Parken/parken.php#durlach Die Parkhäuser „ScheckInCenter „und „Amalienbadgarage“ sind nicht in das städtische Parkleitsystem integriert. Die Errichtung und vertragliche Regelung bezüglich des Parkleitsystems gehen auf das Jahr 2002 zurück (siehe auch Frage 4). Im städtischen System werden die Parkhausbelegungsdaten über die Verkehrstechnik von YUNEX ehemals SIEMENS auf Grundlage eines Datenzugriffvertrages mit den privaten Parkhausbetreibern abgegriffen und im Parkleitsystem straßenseitig als freie Parkplätze dargestellt. Über eine intern entwickelte Schnittstelle (API) werden die Daten als Open Data (siehe Fragen 2 und 3) abgegriffen und weiterverwertet. Ein direkter Abgriff der Echtzeitdaten der zwei Parkhäuser in Durlach über ein internetbasiertes Verfahren erfordert einen Zugang zu diesen Daten und dessen Weiterverwertung. Dies ist bisher in Durlach wie bei allen anderen nicht an das Parkleitsystem angeschlossenen privaten Parkhäuser im Innenstadtbereich von Karlsruhe aus Kapazitätsgründen bisher nicht erfolgt. 2. In einem nächsten Schritt sollen diese Daten dann über eine für Dritte offen und kostenfrei nutzbare Schnittstelle (API) in Apps (Navigation, Parken, Laden) verfügbar gemacht werden. Um die Kosten beim Anbieter (städtische IT) zu deckeln, soll sich die Kostenfreiheit nur auf eine übliche Anzahl an Datenabfragen beschränken (zum Beispiel 1 Abfrage alle 5 - 15 Minuten). Kostenpflichtige Lizenzmodelle können dieses Angebot ergänzen. 3. Damit dies kein Durlacher bzw. Karlsruher Alleingang wird, sollen die Aktivitäten u. a. zum Beispiel mit dem Parkdatenprofil des Landes Baden-Württemberg und ähnliche Initiativen bzw. Plattformen abgeglichen werden. Dies soll die Datengrundlage und somit die Voraussetzung dafür schaffen, dass freie Parkbereiche erkannt und auf kürzestem Wege angesteuert werden können. a. Siehe hierzu: https://www.mobidata-bw.de/dataset/gebuendelte-parkdaten-bw b. und Screenshot: Sämtliche in Karlsruhe erfassten Parkdaten werden bereits seit längerem über eine für Dritte offene und kostenfrei nutzbare Schnittstelle (API) verfügbar gemacht. Zum einen über das Transparenzportal der Stadt, zum anderen aber auch über die erwähnte ParkAPI von MobiDataBW. 4. Wir bitten um eine Einschätzung, ob darüber hinaus eine optische Umsetzung eines Parkleitsystems im öffentlichen Raum über Schilder, Anzeigetafeln u. ä. als sinnvoll erachtet wird, wie sich das Kosten-Nutzen-Verhältnis darstellen würde und wie hoch die absoluten Kosten für eine Umsetzung ausfallen würden. Eine Anbindung Durlachs an das Parkleitsystem der Stadt Karlsruhe wurde bereits im Jahre 2002 geprüft, also in dem Jahr, in dem das Parkleitsystem Karlsruhe in Betrieb ging. Es wurden seinerzeit für Durlach drei verschiedene Varianten geprüft: ein statisches System (lediglich Wegweisung), ein dynamisch-statisches System (eine Kombination aus Wegweisung und Anzeige von Stellplätzen) sowie ein dynamisches System (mit Restplatzanzeige). Aufgrund der Tatsache, dass lediglich ein Parkhaus in Durlach eine ausreichende Größe für ein dynamisches System bzw. die Mischform aus statischem und dynamischem System hat (Parkhaus ScheckInCenter), wurde das statische System als Lösung gefunden. Dieses wurde im Jahr 2004 für 85.000 Euro umgesetzt und wird – wie zuletzt nach dem Abriss des Parkhauses Volksbank – auch aktualisiert. – 3 – Generell lässt sich jedoch feststellen, dass Parkleitsysteme – zumal dynamische – aufgrund der Digitalisierung und Vernetzung der Fahrzeuge allgemein als Auslaufmodell gelten. Ein stetig wachsender Anteil der Fahrzeugflotte ist mit Technologien ausgestattet, die eine Parkplatzsuche unter Heranziehung von Echtzeitdaten aus dem Internet ermöglicht. So hat beispielsweise die Stadt Chemnitz ihr Parkleitsystem erst kürzlich abgebaut. Es ist davon auszugehen, dass auch in Karlsruhe das Parkleitsystem innerhalb der nächsten zehn Jahre zurückgebaut wird.