Stadthalle Modernisierung, Vergabe von Elektrotechnik
| Vorlage: | 2024/0591 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 27.05.2024 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
Beratungen
- Bauausschuss (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 11.07.2024
Rolle: Entscheidung
Ergebnis: einstimmig beschlossen
Zusätzliche Dateien
-
Extrahierter Text
Beschlussvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2024/0591 Verantwortlich: Dez. 6 Dienststelle: Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft Stadthalle Modernisierung Vergabe von Elektrotechnik Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Bauausschuss 11.07.2024 Ö Entscheidung Beschlussantrag Der Bauausschuss genehmigt die Vergabe folgender Arbeiten: Stadthalle Modernisierung Nachtrag zu Elektrotechnik an die Firma: Leonhard Elektrotechnik GmbH & Co. KG, 76149 Karlsruhe Auftragssumme: 1.511.610,99 Euro brutto Die Verwaltung wird ermächtigt, den Zuschlag zu erteilen. Finanzielle Auswirkungen Ja ☒ Nein ☐ ☒ Investition ☐ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: 135.420.000 € netto Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: 4,55 Mio. Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☒ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☐ Ja ☒ positiv ☒ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☒ IQ-relevant Nein ☐ Ja ☒ Korridorthema: Wirtschafts- und Wissenschaftsstadt Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☐ Ja ☒ abgestimmt mit KMK – 2 – Stadthalle, Modernisierung Projektbetreuung: Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft der Stadt Karlsruhe Ingenieurleistung: SSP AG, Bochum Nachtrag Vergabe von Elektrotechnik Vorbemerkungen Beschreibung der Maßnahme Die Stadthalle ist nach über 30 Jahren Betrieb technisch und optisch in die Jahre gekommen und wird den Nutzeranforderungen nicht mehr gerecht. Neben den veralteten Oberflächen bestehen große Mängel im Bereich der Haustechnik. Zudem wurden bei einer Brandverhütungsschau erhebliche Mängel im baulichen Brandschutz festgestellt, die im Zuge der Modernisierung behoben werden müssen. Ergänzende Erläuterungen Die Modernisierung der Stadthalle wurde mit 135.420.000 Euro netto im Haushalt 2022/2023 der Stadt Karlsruhe veranschlagt. Aufgrund der Neuausrichtung der Planung und der erheblichen Baupreissteigerungen resultierend aus der Bauzeitverschiebung, hatte der Gemeinderat am 8. Dezember 2021 diesen erhöhten Gesamtaufwand für das Projekt genehmigt. Das Projekt wurde optimiert und das jetzt vorliegende neue Technikkonzept berücksichtigt zusätzliche Maßnahmen zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Für die Weiterführung des Projektes Modernisierung Stadthalle ist es erforderlich, die Ergänzung der Leistung Elektrotechnik vorzunehmen. Firma Leonhard GmbH & Co. KG hat hierfür die Nachtragsangebote 41, 45 und 49 in einer Gesamthöhe von 1.270.261,34 Euro netto vorgelegt. Die Nachtragsprüfung durch die Verwaltung und die externe Projektsteuerung hat ergeben, dass die Angebote angemessen sind. Umfang der bereits vergebenen Arbeiten Der Gemeinderat hat in der Sitzung am 23. Mai 2017 der Vergabe der oben genannten Bauleistungen an die Firma Leonhard GmbH & Co. KG mit einer Auftragssumme von 3.810.007,53 Euro netto zugestimmt. Die Beauftragung erfolgte am 06. Juni 2017. Die Summe bisher beauftragter Nachtragsvereinbarungen (Nr. 1-17) beläuft sich auf 5.584.679,28 Euro netto. Begründung für den Nachtrag Im Zuge des Ingenieurwechsels im Projekt und der damit verbundenen Überarbeitung der Planung ist die Anpassung der Hauptleistung der Elektrotechnik erforderlich. Die Nachträge umfassen die Anpassung der Brandmeldeanlage und der Sprachalarmierungsanlage, sowie zusätzliche Verkabelung im Bereich der Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik. Die aus der Neuplanung resultierenden Leistungsänderungen werden dem Planungsfortschritt folgend umgehend nach Vorlage eines gültigen Nachtragsangebotes geprüft und in den Beauftragungslauf gegeben. Aus Gründen des Projektfortschritts ist es nicht möglich, alle zukünftigen und möglichen Projektänderungen abzuwarten und diese gesammelt in einen Nachtrag zu überführen. Diese waren in der Vergangenheit auch teilweise darin begründet, dass Leistungen anderer Gewerke in die Leistungen der Fa. Leonhard eingegriffen haben (z.B. Verkabelung Gebäudeautomation) und sich resultierende zusätzliche/geänderte Leistungen erst nach Vorlage der W+M-Planung anderer Gewerke beziffern ließen. Die großen Nachträge lassen sich in drei Kategorien zusammenfassen: – 3 – 1. Änderungen und Preisanpassungen aus der Überführung der Planung Kofler zu SSP. Diese wurden auf Grund der Kapazitäten von Planung und ausführender Firma zeitlich gestaffelt themen- und anlagenbezogen ermittelt (ca. 2,8 Mio. Euro) 2. Leistungen, die im Grundauftrag nicht vorgesehen waren u.a. Leistungsübernahmen aus Gebäudeautomatisierung, Medien- und Lichttechnik (ca. 1,8 Mio. Euro) 3. Schadensbeseitigungskosten aus Rückbau und Neuerstellung oder Umbau bereits erfolgter Leistungen, die auf Basis der Planung Kofler erstellt waren und die Abgeltungsvereinbarung zur Regelung der baubetrieblichen Aspekte (ca. 1,8 Mio. Euro) Während dem aktuell laufenden Genehmigungslauf des aktuellen Nachtragspakets sind entsprechende weitere Nachträge in Höhe von ca. 1,15 Mio. Euro hinzugekommen, die zur Einreichung des aktuell laufenden Pakets noch nicht qualifiziert gestellt waren und daher nicht berücksichtigt werden konnten. Es wird daher noch mindestens ein weiteres Nachtragspaket hinzukommen. Da die Weiterführung der Planung/der Abgleich der Montageplanungen der verschiedenen Gewerke nun nahezu abgeschlossen ist, ist es unwahrscheinlich, dass in Zukunft weitere Nachträge gestellt werden. Da es sich bei allen bisherigen Nachträgen grundsätzlich um Änderungen im Leistungsumfang der beauftragten elektrischen Anlage handelt, ist es technisch, wirtschaftlich und hinsichtlich der Gewährleistungsschnittstellen nicht sinnvoll, einen Teil einer zusammenhängenden Anlage (z.B. Umbau bereits unter Kofler erstellter Schaltschränke oder zusätzliche Verkabelungen, die auf den gleichen Trassen des Hauptauftrags verlaufen) an Drittunternehmer zu vergeben. Ein Wechsel des Auftragnehmers ist daher nicht beziehungsweise nur unter erheblichen Schwierigkeiten möglich, da diese zu unbeherrschbaren Schnittstellen und den damit verbundenen möglichen Unklarheiten der Kompatibilität, Gewährleistung und Mangelhaftung innerhalb der Anlagen führt. Eine EU-weite Neuausschreibung der nachträglich notwendigen Leistungen hätte durch die 6- monatige Vergabelaufzeit einen erneuten Baustopp für das Projekt und somit extreme wirtschaftliche Nachteile und zur Folge. Als Konsequenz hätten sämtliche Firmen erneut die Option zu kündigen und das Projekt würde sich um Jahre verzögern. Die Kosten für den Nachtrag können noch innerhalb des Gesamtaufwands von 135.420.000 Euro netto gedeckt werden. Kostenvergleich Ursprüngliche Auftragssumme 3.810.007,53 Euro netto Bereits beauftragte Nachträge 5.584.679,28 Euro netto Nachtragsangebot Firma Leonhard Elektrotechnik GmbH & Co. KG 1.270.261,34 Euro netto Neue Auftragssumme 10.664.948,15 Euro netto Betrachtung der CO 2 -Relevanz Die Betrachtung der CO 2 -Bilanz für das Gesamtprojekt ist der Beschlussvorlage Nr.: 2021/1322 Erneute Projektvorstellung im Rahmen des gemeinderätlichen Kontrollverfahrens zu entnehmen.