Unfallhäufungsstelle Yorckplatz
| Vorlage: | 2024/0582 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 26.07.2024 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Stadtplanungsamt |
| Erwähnte Stadtteile: | Neureut, Weststadt |
Beratungen
- Planungsausschuss (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 17.10.2024
Rolle: Entscheidung
Ergebnis: einstimmig beschlossen
Zusätzliche Dateien
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Beschlussvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2024/0582 Verantwortlich: Dez. 6 Dienststelle: Stadtplanungsamt Konzeptbeschluss - Unfallhäufungsstelle Yorckplatz Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Planungsausschuss 17.10.2024 9 ö Kurzfassung Der Yorckplatz hat sich in den letzten Jahren zu einer Unfallhäufungsstelle entwickelt. Es ergibt sich an zwei Zufahrten (Yorckstraße von Norden und Weinbrennerstraße von Osten) jeweils ein eindeutiges Unfallbild. Beide Situationen lassen sich durch einen Umbau lösen. Der Umbau dient der Verkehrssicherheit. Der Planungsausschuss beauftragt die Stadtverwaltung mit der weiteren Planung. Finanzielle Auswirkungen Ja ☒ Nein ☐ ☒ Investition ☐ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: Planung bis LPH 3: 18.000€ Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☐ bereits vollständig budgetiert ☒ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☐ Ja ☒ positiv ☒ negativ ☐ geringfügig ☒ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☐ Ja ☒ Korridorthema: Mobilität Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Herleitung Der Yorckplatz ist ein Kreisverkehrsplatz. Auf ihn münden sechs Straßen (Yorckstraße Nord und Süd, Weltzienstraße Nord und Süd und Weinbrennerstraße West und Ost). Die Yorckstraße ist Bestandteil des Kfz-Vorbehaltsnetzes und des Hauptnetzes des Radverkehrs (Radroute Neureut – Weststadt – Messe). Die Weinbrennerstraße ist Bestandteil des Rad-Nebennetzes. Die Verkehrsanlage entspricht nicht den Richtlinien (RASt 06, ERA10). In einem Kreisverkehr mit den Verkehrsbelastungen des Yorckplatzes soll der Radverkehr im Mischverkehr mit dem Kfz-Verkehr, also auf der Fahrbahn geführt werden. Tatsächlich besteht dort seit vielen Jahren ein Teiltrennprinzip, denn der Radverkehr wird auf einem Schutzstreifen geführt. Dies birgt die Gefahr, dass der Kfz-Verkehr den Radverkehr überholt und diesen dann beim Verlassen des Kreisverkehrs, also beim Rechtsabbiegen übersieht. Bei der Gestaltung eines Kreisverkehres wird darauf geachtet, dass der Kfz-Verkehr in der untergeordneten Zufahrt möglichst radial / rechtwinklig auf den Kreisverkehr geführt wird. So wird die Einfahrtsgeschwindigkeit reduziert und die Sichtbeziehung zum übergeordneten Verkehr auf der Kreisfahrbahn hergestellt. Im Aktuellen Zustand ist dies nicht der Fall, da die Zufahrten teilweise sehr breit und außermittig ausgestaltet sind, sodass der untergeordnete Verkehr eher tangential einfährt. Dies führt vermehrt zu einem zügigen Einfahren ohne vorherige Sichtkontaktaufnahme. Der Yorckplatz hat sich in den letzten Jahren zu einer Unfallhäufungsstelle zwischen Kfz und zwischen Kfz und Rad entwickelt. Tatsächlich ereigneten sich an der Ausfahrt der Weinbrennerstraße nach Osten mehrere Unfälle zwischen abbiegenden Kfz und im Kreisverkehr verbleibenden Radfahrenden, die auf den im zweiten Absatz beschriebenen Zusammenhang zurückzuführen sind. Zusätzlich ereigneten sich zahlreiche Unfälle zwischen Kfz in der Zufahrt der Yorckstraße von Norden. Diese sind auf den im dritten Absatz beschriebenen Zusammenhang zurückzuführen. Planungsziele Ziel ist eine sichere Verkehrsanlage. Der Entwurf (siehe Anlage) verringert die Fahrbahnbreite im Kreisverkehr, sodass zukünftig der Kfz-Verkehr den Radverkehr auf der Kreisfahrbahn nicht mehr überholen kann. Gleichzeitig werden die Einfahrradien verringert, sodass die einfahrende Kfz besser Sichtkontakt zu den im Kreisverkehr bevorrechtigten Fahrzeugen aufnehmen können. Der gewonnene Verkehrsraum wird dem Fußverkehr zugeschlagen. Gleichzeitig werden die Aufstellflächen des Fußverkehrs in den Zufahrten so gestaltet, dass die Sichtbeziehungen auf den Kfz-Verkehr verbessert werden. Erläuterungen zu finanziellen Auswirkungen Die Kosten der Maßnahme werden auf 600.000 – 800.000 Euro geschätzt. Bisher sind lediglich die Kosten bis zur Leistungsphase 3 (18.000 Euro) über das Planungskonto 7.661999.700 abgedeckt. Die darüberhinausgehenden Kosten der Maßnahmen sind bisher nicht im Haushalt enthalten. Eine Beauftragung zur weiteren Planung der Maßnahme steht in keinem Zusammenhang mit der zeitlichen Realisierung des Projektes. Die Maßnahme ist im Rahmen des gesamtstädtischen Investitionsmanagements zu diskutieren und priorisieren. Beschluss: Der Planungsausschuss beauftragt die Stadtverwaltung mit der weiteren Planung.