IQ-Monitoringbericht 2024
| Vorlage: | 2024/0564 |
|---|---|
| Art: | Informationsvorlage |
| Datum: | 17.05.2024 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Stabsstelle Verwaltungs- und Managemententwicklung |
| Erwähnte Stadtteile: | Daxlanden, Oberreut |
Beratungen
- Hauptausschuss (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 04.06.2024
Rolle: Kenntnisnahme
Ergebnis: Kenntnisnahme
Zusätzliche Dateien
-
Extrahierter Text
Stadt Karlsruhe Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) Klicken Sie hier, um Text einzugeben. Stand: Mai 2024 I. Hintergrund .................................................................................................................................... 2 II. IQ Monitoring 2024 – Für den schnellen Überblick ............................................................................. 3 III. Sachstände und Ausblicke der Korridorthemen und Leitprojekte .......................................................... 8 1. Zukunft Innenstadt ......................................................................................................................... 8 1. Allgemeine Informationen zum Korridorthema .................................................................................. 8 2. Resümee zum Korridorthema ..................................................................................................... 10 2. Moderne Verwaltung .................................................................................................................... 15 1. Allgemeine Informationen zum Korridorthema ........................................................................... 15 2. Resümee zum Korridorthema ..................................................................................................... 15 3. Soziale Stadt................................................................................................................................. 19 1. Allgemeine Informationen zum Korridorthema ................................................................................ 19 2. Resümee zum Korridorthema .......................................................................................................... 20 4. Wirtschafts- und Wissenschaftsstadt ............................................................................................. 23 1. Allgemeine Informationen zum Korridorthema ................................................................................ 23 2. Resümee zum Korridorthema .......................................................................................................... 24 5. Grüne Stadt .................................................................................................................................. 28 1. Allgemeine Informationen zum Korridorthema ................................................................................ 28 2. Resümee zum Korridorthema .......................................................................................................... 30 6. Mobilität ...................................................................................................................................... 35 1. Allgemeine Informationen zum Korridorthema ................................................................................ 35 2. Resümee zum Korridorthema .......................................................................................................... 36 IV. IQ – Neuerungen und Auszeichnungen ......................................................................................... 39 IQ-Monitoringbericht 2024 2 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2024 I.Hintergrund 1. Zeitgemäße Perspektiven für eine Welt im Wandel Digitalisierung, Globalisierung, die demografische Entwicklung und ein sich veränderndes Klima haben tiefgreifende Auswirkungen auf das gesamte gesellschaftliche Leben. Dabei stellen sich die Veränderungen so komplex und dynamisch dar, dass für kommunale Entscheidungen und Weichenstellungen neue Denkansätze wie auch Handlungsweisen gefragt sind. Nicht zuletzt, um im Sinne der Wettbewerbsfähigkeit die Position Karlsruhes als nachhaltig agierende Metropole mit hoher Lebensqualität und attraktiven Standort für Forschung und Unternehmen weiter zu stärken. Doch trotz vieler globaler Fragen und Unsicherheiten, die die Wirtschaft und die Menschen momentan umtreiben, blickt Karlsruhe zuversichtlich in die Zukunft. 2. Sechs Korridorthemen für die Zukunft Die Stadtverwaltung Karlsruhe hat parallel zur bereits existierenden Dezernatsstruktur sechs für die zukunftsorientierte Stadtentwicklung zentrale Korridorthemen identifiziert: Zukunft Innenstadt, Moderne Verwaltung, Soziale Stadt, Wirtschafts- und Wissenschaftsstadt, Grüne Stadt sowie Mobilität. Das Spektrum der Korridorthemen ist ein repräsentatives Abbild unserer Stadt und ihrer spezifischen Stärken. In jedem der sechs Themenfelder existieren drei bis fünf prioritäre Vorhaben so genannte Zukunftsaufgaben bzw. Leitprojekte. 3. Innovativ und quervernetzt Für diese Korridorthemen ist die IQ-Arbeitsweise etabliert worden. IQ steht dabei für „innovativ“ und „quervernetzt“. Mit kreativen Lösungsansätzen, verkürzten Kommunikationswegen sowie der Bündelung von interner wie externer Fachexpertise schafft die IQ-Arbeitsweise adäquate Voraussetzungen, um Vorhaben zügiger zu realisieren. Der Stadtverwaltung Karlsruhe liefert sie wichtige Impulse für die Optimierung ihrer Handlungsfähigkeit, Effektivität, Mitarbeiteridentifikation und Außenwirkung. Die Stadtgesellschaft profitiert von schnellen, nachvollziehbaren und bürgernahen Entscheidungen. 3 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2024 II.IQ Monitoring 2024 – Für den schnellen Überblick 1. Zukunft Innenstadt – Wandel in der Innenstadt Sachstand ▪ Aktionsplan City 2020-2026: Der Aktionsplan City 2020-2026 wurde über das Projekt „City-Transformation“ im Bundesförderprogramm platziert. Maßnahmen wie Quartiersmanagements, Quartiersarchitektur und Quartiersmarketing wurden umgesetzt. ▪ Sanierungsgebiete Innenstadt: Mehrere Sanierungsprojekte wurden konkretisiert, darunter die Umgestaltung des Kronenplatzes und des Markgräflichen Palais sowie die Planung zur Umgestaltung der Kaiserstraße und der Kapellenstraße. ▪ ÖRMI: Das Leitprojekt ÖRMI wurde abgeschlossen, und die ersten Planungen für die Umgestaltung des Passagehofs und der nördlichen Karlstraße wurden angestoßen. ▪ MyCity.MyPlace: Das Projekt arbeitet mit Jugendlichen zusammen, um Ideen für eine zukunftsfähige Innenstadt zu entwickeln. Dabei werden Themen wie (Rad-)Verkehr, gesellschaftliche Pluralität und Jugendkultur berücksichtigt. Seit Januar 2024 ist die Projektstelle stärker mit der Fachstelle Jugendbeteiligung verbunden und hat das „Jugend.Kultur.Festival“ und den Anime Day etabliert. Ausblick ▪ Aktionsplan City 2020-2026 / City-Transformation: Die Etablierung der Quartiersstrukturen und die Fortführung von Maßnahmen wie Quartierskonferenzen stehen im Fokus. Zusätzlich sollen geplante Maßnahmen wie die Neukonzeption des Karlsruher Geschenkgutscheins und das Wettbewerbsverfahren für das Gestaltungskonzept des Friedrichsplatzes umgesetzt werden. ▪ Sanierungsgebiete Innenstadt: Der Fokus liegt auf der Konkretisierung verschiedener Projekte, darunter die Umgestaltung des Kronenplatzes, der Karl-Friedrich-Straße und der östlichen Kaiserstraße. Es ist wichtig, die notwendigen finanziellen und personellen Ressourcen bereitzustellen. ▪ ÖRMI: Das Projekt ist abgeschlossen, und die Umsetzung der Maßnahmenempfehlungen wird fortgesetzt. ▪ MyCity.MyPlace: Die Zusammenarbeit mit Jugendlichen wird fortgesetzt, um ihre Ideen für die Innenstadt weiter umzusetzen. Das „Jugend.Kultur.Festival“ wird als wiederkehrende Veranstaltung etabliert. Insgesamt ist es entscheidend, die erreichten Erfolge zu konsolidieren und die Weichen für eine nachhaltige Entwicklung der Innenstadt zu stellen. 4 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2024 2. Moderne Verwaltung - Effizient und innovativ Sachstand, Erfolge, Lernerfahrungen Nach Abschluss aller Leitprojekte der „Modernen Verwaltung“ stehen neue Herausforderungen bevor. Vier neue Leitprojekte sind angelaufen oder starten in Kürze und werden zu gegebener Zeit in den jeweiligen gemeinderätlichen Gremien vorgestellt. Ausblick ▪ Dachmarke Personalmarketingkampagne: Das Projekt konzentriert sich darauf, eine verbindende Ausbildungs- und Personalmarketingkampagne zu entwickeln, um die Stadt als attraktive Arbeitgeberin zu positionieren. ▪ DigitalBooster: Das Projekt zielt darauf ab, eine digitale Fachamtsstrategie abzuleiten und umzusetzen sowie die Digitalisierung voranzutreiben. ▪ Urbane Datenplattform: Hier geht es um den Aufbau einer zentralen Daten- Infrastruktur für eine zukünftige Smart City Karlsruhe, inklusive der Erhöhung der Datenkompetenz und Einbindung von Wissenschaft und Zivilgesellschaft. ▪ E- Ausgangsprozesses und -Bescheide: Das Projekt zielt auf eine Digitalisierung von Rechnungen und Bescheiden in der Stadtverwaltung ab, um den papierbasierten Versand durch einen elektronischen zu ersetzen. Aktuell liegt der Fokus auf der Analyse und Entwicklung möglicher Szenarien für die systemgestützte Bearbeitung von Ausgangsrechnungen und -bescheiden. 3. Soziale Stadt - Gemeinschaft und Teilhabe Sachstand ▪ Bunte Stadt: Die Vernetzung von Stadtteilstrukturen in Oberreut und Daxlanden hat sich als dynamisch erwiesen. Projekte wie das Ökumenische Gemeindezentrum und die Nutzung vorhandener Räume zeigen, wie bestehende Strukturen genutzt und Akteur*innen einbezogen werden können. ▪ Durchgängige Sprachbildung: Die steigende Nachfrage nach Sprachbildung, insbesondere durch die Aufnahme von Geflüchteten aus der Ukraine, führte zu konkreten Maßnahmen wie Kindersprachkursen und Elterntreffs sowie der Einrichtung einer Clearingstelle. ▪ Soziale Quartiersentwicklung: Durch partizipative Prozesse wurden Fördermodule für die Quartiersarbeit entwickelt. Kontroverse Diskussionen über die Mittelumschichtung und eine stärkere inhaltliche Steuerung wurden durch politische Beteiligung ausgeglichen. ▪ Bildungscampus: Der Bildungscampus veranstaltete erfolgreiche Kulturveranstaltungen und startete einen Songwriting-Kurs für Jugendliche in sozialen Risikolagen. 5 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2024 Ausblick ▪ Bunte Stadt: Die Erfahrungen aus Oberreut dienen als Grundlage für die Fortführung der Bunte Stadt in Daxlanden. Die Vernetzung mit stadtweit agierenden Kultureinrichtungen wird fortgesetzt. ▪ Durchgängige Sprachbildung: Die Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Ganztag in der Grundschule und die Sprachförderung für Kinder ohne Kindergartenplatz sind Schwerpunkte für 2024. ▪ Soziale Quartiersentwicklung: Die Umsetzung der Fördermodule erfolgt weiterhin partizipativ und erfordert zusätzliche Personalressourcen. Ein mittelfristiger Aufbau von Stadtteilnetzwerken wird angestrebt. ▪ Bildungscampus: Eine langfristige Etablierung des Songwriting-Kurses erfordert strategische Partnerschaften. Die Gestaltung des Bildungscampus-Areals wird mit einem öffentlichen Café und einer Kita mit Grundschule weiterentwickelt. 4. Wirtschafts- und Wissenschaftsstadt - Innovation vorantreiben Sachstand ▪ Entwicklungsquartier Hauptbahnhof Süd: Die Planung des Schwarzwaldtrios wurde überarbeitet, der Nutzungsmix aus Wohnungen, Longstay_Hotellerie, kulturellen Einrichtungen und Gastronomie bleibt im Wesentlichen erhalten. Der südliche Bahnhofsvorplatz wurde im Herbst 2023 fertiggestellt. ▪ Innenentwicklung und Flächen: Verschiedene Entwicklungsprojekte wie das Quartier Lohfeld und Zukunft Nord wurden vorangetrieben, um Wohn- und Gewerbeflächen zu schaffen und die Innenentwicklung voranzutreiben. ▪ Ausbau Kongressstandort: Die Modernisierung der Stadthalle und die Umsetzung nachhaltiger Energiekonzepte schreiten voran, um Karlsruhe als Kongress- und Veranstaltungsstandort zu stärken. ▪ karlsruhe.digital: Die Initiative wurde durch Strategieworkshops und einen Relaunch der Website vorangetrieben. Die IT-Fachkräfte-Gewinnung wurde auf verschiedenen Veranstaltungen und Messen fortgeführt. ▪ Aktionsprogramm Handwerk: Die Förderung von Gründungen und Innovationen im Handwerk sowie die Nachwuchsgewinnung wurden durch verschiedene Initiativen wie die craft.ROADSHOW und das craft.CAFE vorangetrieben. Ausblick ▪ Entwicklungsquartier Hauptbahnhof Süd: Priorität liegt auf dem Abschluss des Kaufvertrags mit Kreer für das „Schwarzwaldtrio“. Möglicher Baubeginn 2025 mit Fertigstellung 2028/2029. Zusätzliches Entwicklungspotenzial von 14.425 qm auf städtischen Flächen in der Schwarzwaldstraße und Fautenbruchstraße. Aktuelle 6 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2024 provisorische Verbesserung der Fernbusreise-Situation durch Beschaffung von Wartehäuschen. ▪ Innenentwicklung und Flächen: Freie Baufelder entlang der Ludwig-Erhard-Allee im Quartier Lohfeld teilweise für Umbau des Staatstheaters genutzt. Im Quartier westlich der Erzberger Straße – Zukunft Nord – Vorbereitungen für Konzeptvergabeverfahren. Schwerpunkt von StrIGeni liegt auf nachhaltiger Entwicklung des Gewerbegebiets An der Roßweid/Greschbachstraße. ▪ Ausbau Kongressstandort: Zentrales Projekt ist weiterhin die Modernisierung der Stadthalle. Geothermie-Vorhaben soll bis August 2024 abgeschlossen sein. Kommunikation über Baufortschritt mittels Presse, Blogbeiträgen und Postings. Vertragsgestaltung und Umsetzung der Nutzung des Konzerthauses durch Badisches Staatstheater ab Spielzeit 2027/2028 in Arbeit. ▪ karlsruhe.digital: Zukunfts- und Strategieworkshops 2024 dienen der Entwicklung eines gemeinsamen Thesenpapiers und der Aktualisierung bestehender Strukturen. Geplante Maßnahmen für 2024 umfassen Gemeinschaftsstände, Fokussierung auf Smart City und KI, Fachkräftemessen sowie eine Marketingkampagne zur Fachkräftakquise. Bunte Nacht der Digitalisierung am 7. Juni 2024. ▪ Aktionsprogramm Handwerk: Weitere Ausarbeitung von Betriebs- und Nutzungskonzepten für ein Gründungs- und Gewerbezentrum für Handwerk und kleines produzierendes Gewerbe. Die craft.ROADSHOW soll Nachwuchs an Schulen gewinnen, während das craft.CAFE im Hirschhof Jugendliche und Eltern über Karrieremöglichkeiten im Handwerk informiert. 5. Grüne Stadt – Nachhaltige Stadtentwicklung Sachstand ▪ Klimaneutrales Karlsruhe: Letztes Jahr verabschiedete die Stadt den Energieleitplan und stärkte die Klimaallianz mit lokalen Unternehmen. Die Klimakampagne „KA° - Wir machen Klima“ wird fortgeführt. ▪ Stadt im Klimawandel: Die Stadt stellt eine zusätzliche Klimaanpassungsmanagerin ein und setzt die Klimaanpassungsstrategie um. Maßnahmen zur Stärkung des Stadtwaldes gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels werden intensiviert. ▪ Stadt der Biologischen Vielfalt: Die Umsetzung des Biodiversitätskonzepts schreitet voran, insbesondere durch die Förderung ehrenamtlichen Naturschutzes und die Intensivierung der naturnahen Grünflächenpflege. ▪ Urbanes Grün: Auslegungsbeschluss zur Grünsatzung, Innenstadt West und Ost, gefasst, Grüne Nordspange und bürgerschaftliches Engagement für Gemeinschaftsgärten werden weiter verfolgt. 7 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2024 Ausblick ▪ Klimaneutrales Karlsruhe: Die Umsetzung des Energieleitplans wird fortgesetzt, ebenso wie die Aktivitäten zur Erreichung des Klimaschutzzwischenziels 2030. ▪ Stadt im Klimawandel: Die Stadt definiert konkrete Maßnahmen eines Hitzeaktionsplans. ▪ Stadt der Biologischen Vielfalt: Die Umsetzung des Biodiversitätskonzepts wird fortgesetzt, und die Stadt plant weitere Schritte zur Förderung der biologischen Vielfalt. ▪ Urbanes Grün: Die Planungen zur Grünen Nordspange und zur Sicherung von „Grüninseln“ werden weiter verfeinert, und die Stadt setzt sich für die Verstetigung von bürgerschaftlichem Engagement im Bereich des urbanen Grüns ein. 6. Mobilität – Wege in die Zukunft Sachstand ▪ Fahrradstadt Karlsruhe: Die Umsetzung des Projekts „Fahrradstadt Karlsruhe“ wird als „Programm für Aktive Mobilität“ fortgesetzt, wobei die Umsetzung der aus dem Bicycle Policy Audit (BYPAD) hervorgegangenen Maßnahmen im Fokus steht. Der intensive Austausch mit den Initiatoren des Fuß- und Radentscheids führte zu einer Priorisierung von fünf Themenfeldern für den Fuß- und Radverkehr. ▪ Nachhaltiges Parkraumkonzept und -management: Die ersten Schritte zur Bearbeitung des Projekts wurden eingeleitet, doch die Personalbeschaffung gestaltet sich aufgrund der schwierigen Marktlage als Herausforderung. Ausblick Für den Fortschritt und erfolgreichen Abschluss der Leitprojekte wird neben der inhaltlichen Fortsetzung der Arbeit eine dringende Personalbeschaffung benötigt. Zudem soll ein neues Leitprojekt für die Kommunikation etabliert werden. 8 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2024 III.Sachstände und Ausblicke der Korridorthemen und Leitprojekte 1. Zukunft Innenstadt 1. Allgemeine Informationen zum Korridorthema Verantwortlicher Dezernent: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup Korridorbeauftragte: Ulrike Höltzel Ziele: ▪ Die Innenstadt mit Schloss, Fächergrundriss und Plätzen ist Identifikationspunkt und Visitenkarte der Stadt – vom Mühlburger Tor bis Durlacher Tor, Schlossgarten bis Stadtgarten. ▪ Mit ihrer einzigartigen Vielfalt und Qualität präsentiert sich die Innenstadt als unverwechselbarer, internationaler, attraktiver Ort für Leben und Erleben, Einkaufen und Begegnung. Leitprojekt Leitprojektverantwortliche / Leitprojektverantwortlicher Status / Aktuelle GR-Beteiligung Aktionsplan City 2020-2026 / City- Transformation Dr. Andrea Hammer (AfSta) / Alexander Zug (Wifö) / Andreas Mangold (Bundesförderung, AfSta) Das Projekt Aktionsplan City 2020- 2026 wird fortgesetzt, ein substantieller Teil der Maßnahmen ist im vom BMWSB geförderten Projekt „City-Transformation“ (Bundesförderprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“) enthalten und wird damit maßgeblich aus Bundesmitteln finanziert. Neuer Titel: Sanierungsgebiete Innenstadt Sybille Rosenberg (StplA) Wird fortgeführt Förmliche Festlegung Innenstadt Ost durch GR 20.03.2018; Aufnahme in das Bund-Länder- Programm ASP (jetzt LZP) und Bewilligung einer Finanzhilfe von 4,2 Mio. Euro Sanierungsbeirat durch GR Beschluss 22.01.2019 Sitzungen des Sanierungsbeirates 19.02.2019 04.03.2020 16.03.2021 9 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2024 23.03.2022 14.07.2023 Sanierungsauftaktveranstaltung am 10.07.2019 Aufnahme Sanierungsgebiet Kaiserstraße-West in das Landessanierungsprogramm (LSP) im Juni 2022 und Bewilligung einer Finanzhilfe von 4,8 Mio.Euro Förmliche Festlegung des Sanierungsgebiets durch Gemeinderatsbeschluss am 25.10.2022 Sanierungsbeirat durch GR Beschluss 27.06.2023 Sitzungen des Sanierungsbeirates: 12.10.2023 Sanierungsauftaktveranstaltung am 08.02.2023 Öffentlicher Raum und Mobilität der Innenstadt (ÖRMI) Heike Dederer (StplA) Auf Basis des vom GR beschlossenen Berichts laufen Folgemaßnahmen. Insbesondere das Auswerten des Reallabors und die Planungen für das Umgestalten der nördlichen Karlstraße standen 2023 im Fokus. Januar 2023 – Abschluss Evaluierung Reallabor Karlstraße Februar 2023 - Abstimmung im Gemeinderat zur Weiterentwicklung Passagehof, Start des Teileinziehungsverfahrens 15.06.2023- Vorberatung Weiterentwicklung Karlstraße PlanA 13.07.2023 - Informationsveranstaltung „Quo Vadis nördliche Karlstraße“ im Prinz-Max-Palais mit 100 Teilnehmenden Juli 2023 – GR-Beschluss zur Teileinziehung Passagehof m. anschließender Veröffentlichung und Einspruchsmöglichkeit 10 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2024 Juli/August 2023 – Wettbewerb Bodenbemalung Passagehof mit öffentlicher Ausstellung und Publikumsvotum August 2023 - Straßenverkehrliche Anordnung zur Fußgängerzone September 2023 - Neugestaltung Passagehof 19.09.2023 - GR-Beschluss zur Weiterentwicklung der Karlstraße Sept. 23 – April 24 Anfertigen eines ÖRMI-Maßnahmenplans und Klären der Zuständigkeiten für die weiteren Maßnahmen bzw. Aufgabenzuweisung Ende April 2024 – Abschluss von ÖRMI My City. My Place Christian Gotzmann (StJA) Wird fortgesetzt Empfehlung zur Durchführung als Leitprojekt bei „Zukunft Innenstadt“ im SozA 08.07.2020 Etatisierung im HH 21 durch GR 2. Resümee zum Korridorthema 2.1 Sachstand, Erfolge, Lernerfahrungen (Wo stehen wir mit unserem Korridorthema und den Leitprojekten? Das waren unsere größten Erfolge, Erkenntnisse und Lernerfahrungen.) Im Jahr 2023 stand die Umsetzung der zurückliegend entwickelten Pläne und Konzeptionen im Mittelpunkt, was unter anderem auch in einer umfassenden Bautätigkeit im Innenstadtgebiet zum Ausdruck kommt. Nachdem im Jahr 2022 die interne Struktur des Korridorthemas gestärkt und verstetigt wurde, rückt nun die Einbindung der innenstadtrelevanten Akteur*innen noch stärker in den Blick. Elemente hierzu sind eine Verstärkung der Öffentlichkeitsarbeit und ein Ausbau der Beteiligungsformate. In den sozialen Medien verzeichnete man beeindruckende Zahlen: Das YouTube-Video „Die Zukunft der Karlsruher Innenstadt“ erreichte 12.745 Aufrufe, während man auf Instagram 10.400 und auf Facebook 10.153 Follower zählte. Es ist festzustellen, dass Instagram zunehmend an Bedeutung für die soziale Medienkommunikation gewinnt, was sich in der deutlichen Steigerung der Follower-Zahlen widerspiegelt. Besonders interessant ist, dass Videos auf Instagram im Vergleich zu Facebook erfolgreicher sind. Seit 2024 werden einmal im Monat Interviews mit Persönlichkeiten aus Karlsruhe produziert und veröffentlicht. Sowohl auf Facebook als auch auf Instagram stoßen die baulichen Neugestaltungsmaßnahmen in der Innenstadt auf ein hohes Interesse und erzeugen Interaktionen in der Community. 11 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2024 Aktionsplan City 2020-2026 / City-Transformation Große Teile des Aktionsplans City 2020-2026 konnten, ergänzt durch weitere, sich aus der Fördersystematik ergebende Maßnahmen, über das Projekt „City-Transformation“ 2022 im Bundesförderprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ platziert werden. In 2023 wurden im Projekt City-Transformation unter anderem ein Anmietungsmodell für leerstehende Immobilien in der Kaiserstraße, Quartiersmanagements, ein Quartiersarchitekt als Dienstleistung sowie Quartiersmarketingstrukturen etabliert. Daneben erfolgte ein Beitrag zur Begrünung und Beschattung des Marktplatzes in den Monaten Mai bis September mittels Kübelpflanzen und Sonnenschirmen sowie die erstmalige Durchführung des Formats „Karlsruhe trifft sich“. Für die Akteur*innen in der Innenstadt wurden Quartiersbudgets eingerichtet. Zu den über diese Budgets finanzierten rund 20 Aktionen gehört insbesondere die Bemalung der Außenwand des ehemaligen „Die Kurbel“-Kinos im Passagehof. Diverse Fachkonzepte aus dem Aktionsplan City wurden über City-Transformation abgewickelt, darunter ein Gutachten zur Öffnung der EG-Zonen auf der Marktplatz-Ostseite. Aber auch außerhalb des Projekts „City-Transformation“ wurden Maßnahmen des Aktionsplans City in 2023 umgesetzt. Dazu gehören die Erarbeitung eines Veranstaltungskonzepts für die City im Auftrag der KME sowie die Weiterentwicklung des Fachforums Zukunft Innenstadt unter Leitung des Oberbürgermeisters. Parallel wurde die in den vergangenen Jahren intensivierte Arbeit im Immobilienbereich weitergeführt (Immoteam, Beratung und Einbindung von Eigentümern). Sanierungsgebiete Innenstadt Die geplante Erarbeitung eines Nutzungs- und ggf. Umgestaltungskonzepts für den gesamten Kronenplatz in 2023 musste zugunsten anderer Projekte zurückgestellt werden. Ein Generalsanierungsplan für das Jubez, der auch die Verlegung der Werkstätten in den Erdgeschossbereich vorsieht, soll sich belebend auf den südlichen Kronenplatz auswirken. Die Sanierung soll ab 2024 umgesetzt werden. Die Neuordnung des Markgräfliches Palais am Rondellplatz wurde auf Grundlage des ersten Preisträgerkonzeptes von Staab Architekten aus Berlin begonnen. Parallel erfolgten vorbereitende Maßnahmen für die Straßenquerschnittsumgestaltung in Folge der Verlegung der Gebäudekante nach historischem Vorbild. Die stadträumlichen Rahmenbedingungen zur Entwicklung des Postgiroareals sind geklärt. Die aktuellen Gutachten zur Nachhaltigkeitsbetrachtung müssen bis zur Vorlage der Wettbewerbsauslobung in den Gremien noch nachgebessert werden. Der Wettbewerb soll möglichst in 2024 durchgeführt werden. Die Planung zur Umgestaltung der östlichen Kaiserstraße zwischen Berliner Platz und Durlacher Tor wurde konkretisiert; dabei wurden Baumstandorte auf der Nordseite berücksichtigt. Die Abstimmungen mit den Fachämtern und Verkehrsbetrieben laufen. In 2024 soll der notwendige planfeststellungsersetzende Bebauungsplan vorangetrieben werden. Angestrebt ist ein Straßenumbau ab 2027, gegebenenfalls ist eine Verlängerung des Bewilligungszeitraums erforderlich. Ebenso wurden die Planungen zur Umgestaltung des Anliegerbereichs der Kapellenstraße konkretisiert. Die Umsetzung wird ebenfalls ab 2027 angestrebt. Zur Umgestaltung der westlichen Kaiserstraße wurden die Planungen konkretisiert. Als Baumaßnahme der KASIG soll in 2024 der Straßenabschnitt zwischen Leopold- und Hirschstraße im Zuge der Herstellung der neuen S-Bahn-Haltestelle neugestaltet werden. Für 12 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2024 den Abschnitt zwischen Hirsch- und Douglasstraße wurde eine Vorplanung erarbeitet, die aktuell intern abgestimmt wird. Mit der angestrebten Bündelung der Haltestelle in der Karlstraße müssen die Planungen für den Europaplatz sowie die Karlstraße zwischen Akademie- und Amalienstraße neu konzeptioniert werden. Parallel wird über die Verkehrsbetriebe das notwendige Planfeststellungsverfahren durchgeführt. Im Zuge der geplanten Neuordnung des Kirchenareals Sankt Stephan durch die katholische Gesamtkirchengemeinde, hat sich die Chance ergeben zu prüfen, ob die Stadtbibliothek im Ständehaus um die Kinder- und Jugendbibliothek erweitert werden kann. Mit der Neuordnung des Gemeindehauses und der Ständehausgarage steht ein Erweiterungspotential eines ca. 15 m breiten Grundstücksstreifens angrenzend an das Ständehaus zur Verfügung. Zur Umgestaltung des Friedrichsplatzes soll in 2024 durch das Gartenbauamt ein Wettbewerb durchgeführt werden. In 2023 konnten die Rahmenbedingungen weitgehend geklärt werden (siehe auch unter ÖRMI). Der Rathausumbau ist im vollen Gange. Finanzhilfen in Höhe von rund 840.000 Euro konnten hierfür abgerufen werden. Ebenso konnten für den Umbau der Kaiserstraße rund 1,1 Mio. Euro abgerufen werden. 10 Beratungsgespräche zu Gebäudemodernisierungen und Fördermöglichkeiten wurden durchgeführt. Mit den Immobilieneigentümern, die eine Vielzahl an Immobilien besitzen und mit denen sogenannte Abwendungsvereinbarungen geschlossen wurden, wurden Gespräche zum Umsetzungsstand der Vereinbarungen geführt. Diese sollen künftig halbjährlich stattfinden, um den Fortschritt im besten Fall zu forcieren. ÖRMI Nachdem das Leitprojekt ÖRMI mit der Beschlussfassung des Gemeinderats im Dezember 2022 abgeschlossen wurde, sind im Jahr 2023 die ersten, darauf basierenden Planungen angelaufen. Mit dem Auswerten des zugehörigen Reallabors stand die Umgestaltung des Passagehofs und der nördlichen Karlstraße im Fokus. Nachdem im Februar 2023 der Gemeinderat bereits die Weiterentwicklung des Passagehofs zur Fußgängerzone beschlossen und damit das straßenrechtlich notwendige Teileinziehungsverfahren gestartet hatte, konnte im Juli 2023 dann die Teileinziehung final beschlossen und veröffentlicht werden. Ende August trat die Teileinziehung dann in Kraft und die neue Fußgängerzone wurde im September 2023 dank der großzügigen Sachspende einer Bürgerin neugestaltet und begrünt. Parallel lief ein künstlerischer Wettbewerb zur Bodenbemalung Passagehof, die im Frühjahr 2024 mit Geldern aus dem Fördertopf City Transformation umgesetzt werden soll. Die Diskussion um die Weiterentwicklung der nördlichen Karlstraße löste weit kontroversere Diskussionen aus: Nachdem im Juni der Planungsausschuss die Weiterentwicklung der nördlichen Karlstraße vorberaten hatte und damit die öffentliche Diskussion anstieß, fand im Juli eine Informations- und Diskussionsveranstaltung im Prinz-Max-Palais mit rund 100 Teilnehmenden statt. In dieser wurden die vorgelegten Planungen intensiv diskutiert. Im September beschloss der Gemeinderat das Planfeststellungsänderungsverfahren für die Haltestelle Europaplatz sowie die Gestaltung des Straßenraums in der nördlichen Karlstraße einzuleiten. Des Weiteren konnten die Planung und die Umsetzung zur Umgestaltung des Passagehofs vorangetrieben werden. 13 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2024 MyCity.MyPlace MyCity.MyPlace. arbeitet derzeit mit Themengruppen, in denen die teilnehmenden Jugendlichen (14-27 Jahre) an ihren Ideen und Bedarfen für eine zukunftsfähige Innenstadt arbeiten. Die Themen, unter anderem (Rad-)Verkehr, gesellschaftliche Pluralität und Jugendkultur, entspringen den vielfältigen Lebenswelten der Jugendlichen. Die Projektstelle ist seit Januar 2024 stärker mit der Fachstelle Jugendbeteiligung verbunden, wodurch neue Synergien entstehen und die Vernetzung mit den stadtweiten Jugendbeteiligungsstrukturen (z.B. Jugendkonferenz) gefördert wird. Das Projekt hat mit dem Jugend.Kultur.Festival und dem Anime Day zwei jugendkulturelle Veranstaltungen etabliert. 2.2 Ausblick (Wie geht es weiter? Was wird für den Fortschritt bzw. erfolgreichen Abschluss der prioritären Leitprojekte benötigt?) Der Fortschritt im Umbau der Kaiserstraße macht das künftige Erscheinungsbild inzwischen gut ablesbar. Die Arbeiten erfolgen weiterhin in Abschnitten bis voraussichtlich 2028. Der Neubau des Projekts „Midstad“ (Peek & Cloppenburg) soll in 2026 fertig gestellt werden. Im gleichen Zeitraum vollziehen sich der Neubau rund um das Markgräfliche Palais, die Fertigstellung der Sanierung des technischen Rathauses, sowie voraussichtlich der Abbruch und Neubau des Forums St. Stephan. Friedrichsplatz und Lammstraße stehen zur Neugestaltung an. Weitere private und öffentliche Investitionsvorhaben sind bereits gestartet oder absehbar. Ein wichtiges Ziel wird daher sein, die Ansätze aus dem Bundesprojekt City Transformation über den Förderzeitraum hinaus zu verstetigen und die notwendigen organisatorischen Weichenstellungen hierfür vorzunehmen. Aktionsplan City 2020-2026 / City-Transformation Mit Blick nach vorne wird der Fokus auf der Etablierung der in den Quartieren in 2023 eingerichteten Quartiersstrukturen und deren Wirken liegen. So werden in jedem der vier City-Quartiere jeweils vier Quartierskonferenzen durchgeführt, um die Beteiligung der Quartiersakteur*innen an der Entwicklung „ihrer“ Quartiere zu stärken. Auch in 2024 werden für die Innenstadtakteur*innen aufgestockte Quartiersbudgets für eigene Aktionen und die Umsetzung von Ideen bereitgestellt. Als besonderes Highlight soll von April bis Oktober in der Östlichen Kaiserstraße vor und in der Kleinen Kirche ein Quartiersimpuls durchgeführt werden. Neben der Möblierung des öffentlichen Raumes sind dort kleinere Veranstaltungen auch unter Mitwirkung der Quartiersakteur*innen geplant. Darüber hinaus werden die im Aktionsplan City verankerten Maßnahmen „Struktureller Generalplan sowie Profilierungs- und Nutzungskonzept Kaiserpassage/Passagehof“ sowie „Vertikale Nutzungsmischung in der Östlichen Kaiserstraße“ abgeschlossen. Für 2024 geplante Maßnahmen des Aktionsplans-City, die nicht über die Bundesförderung finanziert werden, sind die Neukonzeption des Karlsruher Geschenkgutscheins im Auftrag der CIK sowie das Wettbewerbsverfahren für das Gestaltungskonzept des Friedrichsplatzes. Ferner sollen im Rahmen von „City-Transformation“ etablierte Themen außerhalb der Förderung möglichst verstetigt werden, bspw. die Begrünung des Marktplatzes. 14 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2024 Sanierungsgebiete Innenstadt In 2024 wird der Fokus auf der Konkretisierung folgender Projekte liegen: Nutzungs- /Umgestaltungskonzept Kronenplatz im Zusammenspiel mit angrenzenden Maßnahmen (jubez, Triangel), Planungskonzept Umgestaltung Karl-Friedrich-Straße im Zusammenhang mit dem Um-/Neubau Markgräfliches Palais, Wettbewerbsbegleitung Postgiroareal, Planung und Bebauungsplanverfahren östliche Kaiserstraße zwischen Berliner Platz und Durlacher Tor, Planung westliche Kaiserstraße/Europaplatz/Karlstraße, Begleitung Wettbewerbsverfahren Friedrichsplatz. Die Sanierung des Technischen Rathauses und der Umbau der Kaiserstraße werden in Abschnitten vollzogen. Aufgrund des nach wie vor bestehenden Interesses Privater, Gebäudesanierungsmaßnahmen umzusetzen, werden Beratungen durchgeführt und ggf. Modernisierungsverträge abgeschlossen. Zur Umsetzung der geplanten Einzelprojekte ist die Bereitstellung der kommunalen Haushaltsmittel und der personellen Ressourcen erforderlich. Zur strategischen und langfristigen Sicherung der Sanierungsziele ist die aktive Anwendung des besonderen sanierungsrechtlichen Instrumentariums von besonderer Bedeutung. ÖRMI Die Maßnahmenempfehlungen des Abschlussberichts sind über das Jahr 2023 in einen Umsetzungsplan überführt worden, welcher im Frühjahr 2024 fertiggestellt wird. Die Aufgaben für die Verwaltung werden darauf basierend mit den zuständigen Dienststellen abgestimmt und entsprechend der vorhandenen Kapazitäten und Ressourcen angegangen bzw. bei schon laufenden Planungen berücksichtigt – etwa bei der Wettbewerbsauslobung um den Friedrichsplatz. Das Projekt „ÖRMI“ als Erstellung eines Rahmenplanes für die Innenstadt ist somit beendet. MyCity.MyPlace. Die Jugendlichen werden unter fachlicher Begleitung an der Umsetzung ihrer Ideen weiterarbeiten. Auch in der 10. Karlsruher Jugendkonferenz im März 2024 konnten MyCity.MyPlace. Themengruppen ihre Zukunftsthemen für die Innenstadt einbringen. Dazu gehört zum Beispiel ein frei zugängliches W-Lan für vor dem Schloss bzw. im Schlossgarten. Des Weiteren wird MyCity.MyPlace. mit vielfältigen Angeboten in der Lebenswelt der Jugendlichen präsent sein, um möglichst viele Jugendliche zu erreichen. Hierdurch können sich weitere Jugendliche an dem Projekt beteiligen und ihre Innenstadt der Zukunft mitgestalten. Das Jugend.Kultur.Festival stellt eine wiederkehrende Veranstaltung in Kooperation zwischen der KulturRegion Karlsruhe und dem Stadtjugendausschuss e.V. Karlsruhe dar. Das Festival findet alle zwei Jahre in Karlsruhe statt, also wieder im Jahr 2025. Dazwischen ist eine Stadt/ Gemeinde der KulturRegion Karlsruhe der Veranstaltungsort (2024: Gaggenau). 15 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2024 2. Moderne Verwaltung 1. Allgemeine Informationen zum Korridorthema Verantwortlicher Dezernent: Bürgermeister Dr. Albert Käuflein Korridorbeauftragter: Frank Jösel Ziele: ▪ Die Stadtverwaltung ist verlässliche Partnerin für alle und bringt sich aktiv in die Stadtgesellschaft ein. ▪ Die Stadtverwaltung arbeitet engagiert mit einem hohen Anspruch an ihre Professionalität. Leitprojekt Leitprojektverantwortliche / Leitprojektverantwortlicher Status / Aktuelle GR-Beteiligung A) Dachmarke Personalmarketingkampagne Franziska Keller (POA) B) Digital Booster Nora Kaiber (IT Amt) C) Urbane Datenplattform Sven Klenert (IT-Amt) D) E-Ausgangsrechnungen und -Bescheide Torsten Dollinger und Claudia Hartmann (Stk) 2. Resümee zum Korridorthema 2.1 Sachstand Erfolge, Lernerfahrungen (Wo stehen wir mit unserem Korridorthema und den Leitprojekten? Das waren unsere größten Erfolge, Erkenntnisse und Lernerfahrungen.) Nachdem wir im Monitoringbericht 2023 darüber informierten, dass alle Leitprojekte der „Modernen Verwaltung“ abgeschlossen werden konnten, können wir nun vier neue Leitprojekte vorstellen, die in den letzten Monaten angelaufen sind bzw. in Kürze starten werden. Zu gegebener Zeit sollen diese Projekte wie üblich in den jeweiligen gemeinderätlichen Gremien vorgestellt werden. 2.2 Ausblick (Wie geht es weiter? Was wird für den Fortschritt bzw. erfolgreichen Abschluss der prioritären Leitprojekte benötigt?) A) 2.1 Die Arbeitswelt unterliegt einem stetigen Wandel: Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Globalisierung und lebenslanges Lernen aber auch ein gesellschaftlicher Wertewandel und ein verändertes Kommunikations-/ Mediennutzungsverhalten haben unsere Arbeitsbedingungen verändert. Unsere Mitarbeiter*innen sind nach wie vor unsere wichtigste Ressource und in Zeiten des Fachkräftemangels ist es von besonderer Bedeutung, dass wir uns 16 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2024 als attraktive Arbeitgeberin auf dem Arbeitsmarkt - und damit bei unseren vielfältigen Zielgruppen positionieren. Das IQ-Projekt Dachmarke Personalmarketingkampagne („eine verbindende Ausbildungs- und Personalmarketingkampagne“) setzt genau an diesem Punkt an und fokussiert die Zielgruppe der potentiellen Bewerbenden und zukünftigen Auszubildenden bzw. Mitarbeitenden. Kreiert wird erstmalig eine Kampagne, die das Ausbildungs- und Personalmarketing verbindet und alle potentiellen Bewerber*innen anspricht sowie die Besonderheiten der Stadt als attraktive Arbeitgeberin und Ausbildungsbetrieb aber auch als Freizeit- und Lebensort präsentiert. In Schritt 1 wird die Strategie des Außenauftritts entwickelt und festgelegt. Im operativen Geschäft bedeutet das in Schritt 2, dass alle Ausbildungs- und Personalmarketingaktivitäten entlang der Candidate Journey ein neues und verbindendes Design erhalten. 2.2 Der Startschuss für das IQ-Projekt ist kürzlich gefallen, seither wird der erste Meilenstein bearbeitet: Mit einer Ausschreibung und der anschließenden Pitchrunde wird nach einer passenden Agentur gesucht, die kreativ und beratend unterstützt. Diese Zusammenarbeit und die Einbindung unserer Zielgruppen bilden das Fundament des Projekts. B) 2.1 Das IQ Projekt DigitalBooster hatte Ende Februar die offizielle Kick-Off Veranstaltung. Bei diesem Projekt geht es in erste Linie darum, von der Digitalstrategie der Stadt ausgehend eine digitale Fachamtsstrategie an Hand ausgewählter Ämter abzuleiten (zunächst beim OA) als Blaupause für die Umsetzung in weiteren (möglichst allen) Dienststellen der Stadt. Hierbei wichtig sind auch die Themen Ausbildung der DCA (Digital Change Advisor), Ableitung von Potenzialen aus der Karlsruhe.App und Umsetzungsroadmap. Schon zur Vorbereitung auf den Kick-Off Termin hat sich das Kernprojekt-Team getroffen und erste Rahmeninformationen gesammelt. Zu diesen gehören eine Stakeholder-Analyse, eine Umfeld-Analyse und eine Kommunikationsübersicht (Zielgruppen, Kanäle, vorhandene Kommunikatoren, Risikoabwägung und Content-Optionen). Mit der Kick-Off Veranstaltung wurden konkrete Rollen innerhalb des Kernprojekt-Teams sowie dem erweitertem Projektteam identifiziert und zugewiesen. Zudem wurde das Ziel des IQ-Projektes nochmals nachgeschärft. Darüber hinaus wurden die nächsten Schritte und Termine festgelegt. Weiterhin hat Anfang März der DCA (Digital Change Advisor)-Kick-Off 2024 stattgefunden. In diesem Jahrgang sind auch Vertreter*innen des OA angemeldet. Als DCA-Projekt wurde die Ist-Analyse im Rahmen des IQ-Projektes DigitalBooster festgelegt. Ziel ist es, die Weiterqualifizierung mit dem IQ-Projekt zu verbinden und so größtmögliche Synergieeffekte zu generieren. 2.2 Als nächstes wird Ende April der Planungsworkshop mit Kern- und erweitertem Projekt- Team stattfinden. Hierbei sollen konkrete Meilensteine committet und eine zielorientierte Herangehensweise auf Detailebene sowie die Team-Orga und -Kommunikation festgelegt werden. 17 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2024 C) 2.1 Für das Leitprojekt Urbane Datenplattform findet Anfang April der offizielle Kick-Off statt. Die notwendigen Personalressourcen stehen voraussichtlich ab dem 01.06. zur Verfügung. Bei dem neuen IQ-Leitprojekt Urbane Datenplattform geht es um die Validierung und den Aufbau einer zentralen und sicheren Daten-Infrastruktur als Basis für eine zukünftige Smart City Karlsruhe. Die Aufgabe besteht im Kern darin, eine zentrale Datendrehscheibe für zukünftige datenbasierte Entscheidungen, Anwendungsfälle und Lösungen bereitzustellen, sowie die Handlungsfelder der integrierten Stadtentwicklung zu unterstützen. Weitere Nebenziele sind die Erhöhung der Datenkompetenz in der Stadtverwaltung, die Stärkung der Datensouveränität, sowie die Einbindung von Wissenschaft und Zivilgesellschaft durch die Bereitstellung von Offenen Daten. 2.1 Im Vorfeld fanden hierzu bereits erste Workshops zur Projektorganisation und Findung erster Anwendungsfälle statt. Mit dem Umweltamt wurden erste Anwendungsfälle zum Aufbau mobiler Kartenanwendungen für den „Stadtplan für heiße Tage“ und die Nachhaltigkeitskarte „Agenda 2030“ identifiziert und entsprechende Arbeitsgruppen initiiert. In Planung ist auch ein KI-Projekt mit dem KIT zum Aufbau eines Prototyps für das Ratsinformationssystem. Weitere Teilprojekte für die Themen Datenmanagement, technische Infrastruktur und Bürgerservices werden mit Verfügbarkeit der Ressourcen der beiden Projektstellen aktiv angegangen. 2.2 Nach dem Kick-Off geht es zunächst darum, dass Kernprojektteam aufzubauen und thematisch auf den aktuellen Stand zu bringen. Parallel soll die Arbeitsorganisation der Projektteams geklärt und die Projektplanung erstellt werden. Geplant sind weitere Workshops mit potentiellen Stakeholdern und externen Partner*innen zur Umsetzung weiterer Anwendungsfällen. Für einen regelmäßigen Informationsfluss zum Sachstand des IQ-Projekts soll eine Intranetseite aufgebaut werden. D) 2.1 Das Projekt Digitalisierung des Ausgangsprozesses für Rechnungen und Bescheide, durch das der Papier-Versand durch einen elektronischen Versand abgelöst wird und der papierbasierte Prozess der Rechnungsverbuchung künftig voll systemunterstützt erfolgen soll, wird aufgrund der großen Komplexität jahresweise geplant. Ziel im Jahr 2023 war die Aufnahme der Ist-Situation. Diese umfasst insbesondere die Aufnahme der aktuellen Ausgangsprozesse in allen Dienststellen. Darüber hinaus wurden relevante fachspezifische Softwarelösungen dokumentiert, die in den Dienststellen im Einsatz sind. Zudem fanden in 2023 Termine mit den Vertreter*innen für rechtliche Fragestellungen statt sowie mit den Verantwortlichen „angrenzender“ Projekte beim IT-Amt (z.B. ElSiKa - Elektronische Signatur Karlsruhe; SDIKA - Sichere digitale Identitäten Karlsruhe) Das Projekt wurde fortlaufend durch flankierende Kommunikationsmaßnahmen innerhalb der Stadtverwaltung begleitet (z.B. Stand auf Hausmesse, regelmäßige Newsletter, Mitarbeitendenumfrage). 18 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2024 Das aktive Einbeziehen und Informieren der Dienststellen v.a. durch die persönlichen Gesprächstermine wurden sehr positiv aufgenommen. Die Dienststellen zeigten sich dementsprechend sehr offen für das Projektvorhaben. 2.2 Das Jahr 2024 wird insbesondere im Zeichen der Analyse stehen, also der Entwicklung und Bewertung möglicher Szenarien für die künftige, systemgestützte Bearbeitung und Bekanntgabe von Ausgangsrechnungen und -Bescheiden. Dazu werden auf Basis der in der Ist-Analyse gewonnenen Erkenntnisse aus konzeptioneller Sicht vorstellbare Soll-Szenarien beschrieben. Zum aktuellen Stand erscheinen der Bereich der privatrechtlichen Entgelte aufgrund geringerer rechtlicher Anforderungen im Hinblick auf den elektronischen Versand gegenüber dem Gebührenbescheid aussichtsreich. Daneben haben Dienststellen, die rein manuell arbeiten, Potenzial für eine zeitnahe Optimierung. Die Soll-Szenarien müssen anschließend sowohl im Hinblick auf die technische sowie rechtliche Machbarkeit gemeinsam mit dem POA und dem IT-Amt sowie der rechtlichen Fachexperten diskutiert und bewertet werden. Die Ergebnisse dieser Gespräche sollen in einer ersten Pilot-Umsetzungs-Roadmap münden. 19 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2024 3. Soziale Stadt 1. Allgemeine Informationen zum Korridorthema Verantwortlicher Dezernent: Bürgermeister Dr. Martin Lenz Korridorbeauftragter: Faris Abbas Ziele: ▪ Moderne und zukunftsfähige Schulen ▪ Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger Leitprojekt Leitprojektverantwortliche / Leitprojektverantwortlicher Status / Aktuelle GR-Beteiligung Bunte Stadt – Lernorte für kulturelle Vielfalt und Demokratie Ulrike Settelmeyer (KA) Wird fortgeführt Beraten im KultA am 27.10.2022 Durchgängige Sprachbildung Miriam Denninghaus (BfI) Wird fortgeführt Beraten im InA am 23.11.2023 Soziale Quartiersentwicklung Christian Fulda (SJB) Abgeschlossen Beraten im SozA am 16.11.2022 und am 05.12.2022, beraten im HA am 06.12.2022, beraten im GR am 24.01.2023, beschlossen im GR am 18.07.2023 Bildungscampus Eva Bochnitschek (KONS) Wird fortgeführt Aktuelle Informationen fortlaufend im VR KONS, zuletzt am 06.12.2023 20 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2024 2. Resümee zum Korridorthema 2.1 Sachstand, Erfolge, Lernerfahrungen (Wo stehen wir mit unserem Korridorthema und den Leitprojekten? Das waren unsere größten Erfolge, Erkenntnisse und Lernerfahrungen.) Bunte Stadt Die Bunte Stadt hat gezeigt, dass Vernetzungen bestehender Stadtteilstrukturen mit externen Kooperationspartner*innen und wie städtischen Dienststellen und Kultureinrichtungen, eine eigene und langfristige Dynamik entwickeln. Dies sowohl in Oberreut als auch in Daxlanden. Einige der in Oberreut angestoßenen Projekte werden selbständig im Stadtteil weitergeführt, das Ökumenische Gemeindezentrum steht kurz vor seiner Anerkennung zum städtisch geförderten Stadtteilhaus, eine Bemühung, die die Bunte Stadt mit vorantreibt. Die Bunte Stadt setzt auf an vorhandenen Strukturen, sie nutzt vorhandene Räume und bezieht die Akteurinnen und Akteur*innen im Stadtteil in alle Aktionen und Projekte ein. So gelingt es, die unterschiedlichsten Gruppierungen zu erreichen und zur Teilnahme zu motivieren. Durchgängige Sprachbildung Die Durchgängige Sprachbildung ist die essentielle Basis für die Gestaltung der Übergänge im formalen und non-formalen Bildungsbereich. Bedingt durch die Tatsache, dass Karlsruhe 2022 aufnehmende Kommune für Geflüchtete aus der Ukraine geworden ist, ist der Bedarf an Sprachbildung im Kindergarten- und Schulalter massiv gestiegen. Dies wurde aufgrund der oben genannten aktuellen Rahmenbedingungen entsprechend fokussiert und Schwerpunktbereiche mit verschiedenen konkreten Maßnahmen (Pilotprojekt „Kindersprachkurse und Elterntreff“, Einrichtung Clearingstelle VABO etc.) gebildet, die im Integrationsausschuss im November 2023 vorgestellt wurden. Soziale Quartiersentwicklung Im Rahmen des IQ-Projekts Soziale Quartiersentwicklung wurden in einem partizipativen Prozess mit Bürgervereinen, Trägern und weiteren zivilgesellschaftlichen Akteur*innen vier Module zur Förderung der haupt- und ehrenamtlichen Arbeit in den Stadtteilen erarbeitet: ▪ Förderung von Stadtteilhäusern ▪ Förderung der Quartiersarbeit der Träger ▪ Förderung von Projekten in den Stadtteilen ▪ Unterstützung durch Beratung, Vernetzung und Fortbildung Zur Förderung der Quartiersarbeit der Träger sind in anderen Bereichen der freiwilligen Leistungen des Teilhaushalts 5000 Jugend und Soziales Einsparungen erforderlich. Diese Umschichtung von Finanzmitteln war politisch ebenso kontrovers wie die angestrebte stärkere Steuerung der inhaltlichen Arbeit in den Stadtteilhäusern. Durch die politisch eingeforderte Beteiligung von Vertreter*innen der Fraktionen im Begleitgremium Soziale Quartiersentwicklung konnten die komplexen Inhalte vertieft erörtert und Kompromisse 21 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2024 gefunden werden, so dass der Gemeinderat die Förderrichtlinien am 18. Juli 2023 mit großer Mehrheit beschlossen hat. Bildungscampus Die Kooperationsgemeinschaft des Bildungscampus konnte seit dem offiziellen Pressestart im Oktober 2022 bereits vier Veranstaltungen der Koch-Kultur-Reihe „Länder.Leute.Leckereien“ durchführen, zwei weitere sind bis Sommer 2024 geplant. Die Zielgruppe der Angebotsreihe sind kulturinteressierte Erwachsene, die in ein bestimmtes Land oder eine Region eintauchen möchten in Form von Hintergrundinformationen zu Kultur und Geographik sowie einem Dinner mit landestypischen Spezialitäten, die eine kleine Gruppe von Hobbyköchen zubereitet. Für die Zielgruppe von Jugendlichen in sozialen Risikolagen begann am Bildungscampus in den Sommerferien 2023 ein Songwriting-Kurs, der aus Mitteln des Fördertopfes „Kultur macht stark“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit knapp 30.000€ gefördert wurde. Bislang nahmen knapp 30 Jugendliche an zwei Ferienworkshops teil, ab Januar 2024 startet die vorletzte Projektphase, die in dieser Förderrunde bewilligt wurde. Ergebnisse der Ferienkurse wurden beim Tag der offenen Tür des ibz am 30.09.2023 der Öffentlichkeit präsentiert auch eine Vorstellung beim Karlsruher Integrationspreis ist geplant. 2.2 Ausblick (Wie geht es weiter? Was wird für den Fortschritt bzw. erfolgreichen Abschluss der prioritären Leitprojekte benötigt?) Bunte Stadt Die Bunte Stadt begleitet den Stadtteilentwicklungsprozess Daxlanden seit Sommer 2023 und es ist geplant das Projekt Bunte Stadt im Herbst im Kulturausschuss vorzustellen. Die in Oberreut gemachten Erfahrungen sind eine wertvolle Grundlage des Handelns. Auch in Daxlanden gelingt die Vernetzung ansässiger Institutionen (Bürgerzentrum, Jugendhaus, Schule) mit stadtweit agierenden Kultureinrichtungen, konkret dem Staatstheater, dem Tiyatro Diyalog, dem Kunstkollektiv fort-da und der Kinemathek. Dabei hat sich gezeigt, dass die Strukturen in Daxlanden andere sind als in Oberreut, dass der Stadtteil im Vergleich zu Oberreut über eine deutlich stärkere soziale und kulturelle Infrastruktur verfügt und der Bedarf an Unterstützung ein geringerer ist. Aus diesem Grund kann die Bunte Stadt mit ihren Angeboten und Projekten neben Daxlanden auch noch weiterhin in Oberreut aktiv sein. Durchgängige Sprachbildung Der bedarfsorientierten Schwerpunkte der Durchgängigen Sprachbildung werden in 2024 sein: ▪ Die Umsetzung des Rechtsanspruches auf Ganztag in der Grundschule ab dem Schuljahr 2026/27 in Zusammenarbeit und enger Abstimmung mit dem Schul- und Sportamt ▪ Die damit verbundene aktuell notwendige Konzentration der Durchgängigen Sprachbildung auf den Bereich Übergang Kita-Grundschule ▪ Die Sprachförderung für Kinder ohne Kindergartenplatz im Vorschulalter 22 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2024 ▪ Die Weiterentwicklung von Sprachkursen für Eltern mit Kinderbetreuung Soziale Quartiersentwicklung Der Gemeinderat hat die Fördermodule der Sozialen Quartiersentwicklung am 18. Juli 2023 beschlossen. Das IQ-Projekt Soziale Quartiersentwicklung ist damit abgeschlossen. Auch organisatorisch wurden durch die etablierte Zusammenarbeit zwischen Amt für Stadtentwicklung und Sozial- und Jugendbehörde, durch die neue Abteilung „Aufwachsen und Älter werden“ in der Sozial- und Jugendbehörde sowie durch die Koordinationsstelle Soziale Quartiersentwicklung beim Amt für Stadtentwicklung die Grundlagen für die Umsetzung der Sozialen Quartiersentwicklung gelegt. Die Umsetzung erfolgt weiterhin partizipativ und dezernatsübergreifend. Der mittelfristig in allen Karlsruher Stadtteilen angestrebte Aufbau und die Unterstützung von Stadtteilnetzwerken erfordert weitere Personalressourcen. Bei der Förderung von Stadtteilhäusern zeichnet sich mittelfristig eine Ausschöpfung des vorhandenen Budgets ab. Wenn dies eintritt, könnten weitere Stadtteilhäuser nur mit Hilfe zusätzlicher Finanzmittel gefördert werden. Bildungscampus Um das sehr erfolgreiche Format des Songwriting-Kurses mit den Dozenten Duke Pagna und Stiven Schäfer langfristig am Bildungscampus zu etablieren, wird ein*e strategische*r Partner*in benötigt. Wegen der gemeinsamen Zielgruppe wurde mit dem Stadtjugendausschuss Kontakt aufgenommen. Eine erste Zusammenarbeit ist für das Jugend.Kultur.Festival 2024 geplant, bei dem sich das Projekt auf der Bühne und im Rahmenprogramm präsentieren soll. Im Hinblick auf eine weitere Gestaltung des Bildungscampus-Areals konnten zwei wesentliche Aspekte identifiziert werden: ein öffentliches Café für Besucher*innen und Laufkundschaft sowie eine Kita mit Grundschule. Bezüglich einer Umgestaltung des Café Globus bzw. eines pavillonartigen Neubaus als Café entstehen bis Ende 2. Quartals 2024 erste Pläne mit einer groben Kostenschätzung. Bezüglich des Neubaus einer Kita mit Grundschule wurde mit der Klett Kita und Schule GmbH ein möglicher Betreiber gefunden, der bereits Interesse bekundet hat. 23 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2024 4. Wirtschafts- und Wissenschaftsstadt 1. Allgemeine Informationen zum Korridorthema Verantwortliche Dezernentin: Gabriele Luczak-Schwarz Korridorbeauftragte: Sabine Rapp I Kerstin Rudolph Ziel: ▪ Karlsruhe als innovativer und international geprägter Standort mit hoher Lebensqualität, der neue Entwicklungen in der Wirtschaft und Wissenschaft aktiv fördert, nutzt und kommuniziert. Leitprojekt Leitprojektverantwortliche / Leitprojektverantwortlicher Status / Aktuelle GR-Beteiligung Entwicklungsquartier Hauptbahnhof Süd Andrea Scholz (Wifö) Wird fortgeführt Regelmäßige Sachstandsberichte im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, zuletzt am 26.04.2023, erneut am 17.05.2024 Innenentwicklung und Flächen Bernhard Eldracher (LA) Wird fortgeführt Regelmäßige Sachstandsberichte im Umlegungsausschuss, zuletzt am 16.02.2023, sowie im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, zuletzt am 26.04.2023, erneut am 17.05.2024 Ausbau Kongressstandort Britta Wirtz (KMK) Wird fortgeführt Regelmäßige schriftliche Informationen und Sitzungen des gemeinderätlichen Begleitgremiums „Modernisierung Stadthalle“: 22.06.2023 (Begehung), 11.10.2023 und erneut am 11.03.2024 (Begehung), Sachstandsbericht im Ausschuss für Wirtschaftsförderung zuletzt am 26.04.2023, erneut am 17.05.2024 karlsruhe.digital Carolin Engel (Wifö) Wird fortgeführt 24 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2024 Regelmäßige Sachstandsberichte im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, zuletzt am 26.04.2023, erneut am 17.05.2024, zugleich Jahresbericht Aktionsprogramm Handwerk Hubert Hartmann (Wifö) Wird fortgeführt Regelmäßige Sachstandsberichte im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, zuletzt am 26.04.2023, erneut am 17.05.2024 2. Resümee zum Korridorthema 2.1 Sachstand, Erfolge, Lernerfahrungen (Wo stehen wir mit unserem Korridorthema und den Leitprojekten? Das waren unsere größten Erfolge, Erkenntnisse und Lernerfahrungen.) Die Leitprojekte wurden auch 2023 auf Grundlage von Zielvereinbarungen inhaltlich vorangetrieben. Vermehrt standen wieder Präsenzformate im Fokus, kombiniert mit digitalen und hybriden Ansätzen. Mit der Kommunikationskampagne „Ort der Möglichkeiten“ wurden weitere Zukunftsorte in Karlsruhe in den Blickpunkt gerückt und sichtbar gemacht. Die Kampagne wurde 2023 bspw. bei der Hausmesse der Stadt Karlsruhe am 11. Mai 2023 oder dem InnovationFestival@karlsruhe.digital am 13. Oktober 2023 im Rahmen der KIT Science Week umgesetzt. Weiterhin wird die Wirtschafts- und Wissenschaftsstadt mit einer Straßenbahnbeklebung – gemeinsam mit dem IQ-Korridorthema Zukunft Innenstadt – beworben und in einem Film über die Sozialen Medien vorgestellt. Entwicklungsquartier Hauptbahnhof Süd 2023 lag der Fokus auf der Weiterentwicklung des Schwarzwaldtrios, das auf dem so genannten Westgrundstück entstehen soll. Die Planung sieht zur Belebung des Areals einen Nutzungsmix aus Appartements, Longstayhotellerie, Büros, kultureller Nutzung sowie Gastronomie vor. Schwierige Verhandlungen über den Abschluss nachbarschaftsrechtlicher Vereinbarungen sowie nicht vorhersehbare Baukosten- und Zinssteigerungen haben Ende des Jahres zu einer Umplanung geführt. Der Nutzungsmix bleibt im Wesentlichen erhalten, es wird jedoch auf Büronutzung zugunsten eines oberirdischen Mobilitätshubs für die baurechtlich notwendigen Stellplätze verzichtet. Der Gemeinderat hat dieser Änderung im Januar 2024 zugestimmt. Wichtiger Meilenstein für das Quartier insgesamt und für die Nutzerinnen und Nutzer des Hauptbahnhofs war im Herbst 2023 die Fertigstellung des südlichen Bahnhofsvorplatzes. 25 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2024 Innenentwicklung und Flächen Quartier Lohfeld: Die von der Vonovia gestellten Bauanträge wurden positiv beschieden. Für den Baubeginn sind verschiedene Baulasten eingetragen. Ungeachtet dessen hat Vonovia aus strategischen Gründen 2023 vorerst alle Neubauvorhaben aufgeschoben. Quartier westlich der Erzberger Straße – Zukunft Nord: 2023 wurde der Teilumlegungsplan 1 für das nördliche Gebiet aufgestellt. Vorab konnte mit den Erschließungsmaßnahmen begonnen werden, welche im Verlauf des Jahres 2024 fortgeführt werden, um einen schnellen Baubeginn zu ermöglichen. StrIGeni - „Strategische Innentwicklung von Gewerbeflächen nachhaltig und innovativ“: Das ämterübergreifende Arbeitsteam StrIGeni (Wifö, StPlA, UA) verfolgt seit seiner Gründung konsequent den Weg, durch innovative Lösungen den zukünftigen Gewerbeflächenbedarf zu decken. Durch Nachverdichtung und Kooperationen mit Eigentümern sollen Innenentwicklungspotentiale aktiviert werden. Ausbau Kongressstandort Die Messe Karlsruhe arbeitet konsequent an der strategischen Weiterentwicklung und marktorientierten Umsetzung von Kongress-, Messe- und Kulturformaten. Im Fokus stand weiterhin die Modernisierung der Stadthalle. Die Themen zur Nachhaltigkeit – hybride Versorgung des Gebäudes mit Geothermie und PV-Anlage mit Gründach – sind seit der Neuvergabe der Leistungen für die Technische Ausrüstung ein Schwerpunkt im Rahmen des Gesamtprojekts. Die Geschwindigkeit der Bauabläufe hat zugenommen. Mittlerweile sind rund 30 Firmen zeitgleich auf der Baustelle aktiv. Die Bohrungen für die oberflächennahe Geothermie werden derzeit umgesetzt. Im Juni 2023 und im März 2024 konnten sich die Mitglieder des gemeinderätlichen Begleitgremiums über den Baufortschritt informieren. karlsruhe.digital Der Fokus lag auf der inhaltlichen Weiterentwicklung der Initiative durch Strategieworkshops, der ganzheitlichen Kommunikation mit dem Website-Relaunch sowie der IT- Fachkräftegewinnung mit dem Besuch von 17 Fachkräftemessen zzgl. Recrutainment-Events. Beim InnovationFestival beeindruckte das Themen- und Expertisespektrum der zehn besten digitalen Innovationen aus Karlsruhe am 13. Oktober 1.100 Gäste im ZKM und Livestream, die Abschlussparty mit der KIT Science Week ermöglichte 700 Gästen entspanntes Networking. Die städtischen Gremien beschlossen eine neue Smart City Karlsruhe Struktur gemeinsam mit dem Amt für IT und Digitalisierung und karlsruhe.digital. Exemplarische Ergebnisse der Arbeitskreise waren Messestände auf der LEARNTEC, der Hannover Messe und dem Smart City Expo World Congress. Aktionsprogramm Handwerk Strategiefeld „Rahmenbedingungen verbessern“, Gründungen fördern“ und „Innovationsförderung“: Hier steht das Gründungs- und Gewerbezentrum für Handwerk und kleines produzierendes Gewerbe im Mittelpunkt. Es geht darum, geeignete Gewerbeflächen zu finden und das Betriebs- und Nutzungskonzept weiter auszubauen. 2024 soll hierzu ein „Feldversuch“ starten. 26 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2024 Strategiefeld „Nachwuchsgewinnung“: Die craft.ROADSHOW wurde 2023 an drei Schulen zur Berufsorientierung durchgeführt und bei der städtischen Hausmesse präsentiert. Erstmalig wurde sie mit einem kurzen Clip bei den Karlsruher Schlosslichtspielen beworben. Downloads der App und Seitenaufrufe der Webseite konnten auch auf Grund der guten Kommunikation mit den Schulen weiter gesteigert werden: 2023 wurde die Website 1.800 Mal besucht (Ende 2022: 1.500 Mal) und die App 4.225 Mal abgerufen (Ende 2022: 1.500 Mal). 2.2 Ausblick (Wie geht es weiter? Was wird für den Fortschritt bzw. erfolgreichen Abschluss der prioritären Leitprojekte benötigt?) Die fünf Leitprojekte waren von Anfang an auf die Dauer von mindestens sechs Jahren bzw. drei Doppelhaushalte ausgerichtet. Sie befinden sich in unterschiedlichen Umsetzungsphasen und sind noch nicht abgeschlossen. Sie werden, auch auf Grund teilweiser pandemischer Verzögerungen, weiterhin Schwerpunktthemen des Korridorthemas des Dezernats 4 sein. Begleitend wird das Kommunikationskonzept „Ort der Möglichkeiten“ zum Einsatz kommen, beispielsweise bei der dritten Bunten Nacht der Digitalisierung am 7. Juni 2024. Entwicklungsquartier Hauptbahnhof Süd Der Abschluss des Kaufvertrags mit der Firma Kreer hat in den kommenden Monaten oberste Priorität, um die Basis für den Bau des „Schwarzwaldtrios“ zu schaffen. Bei einem Baubeginn in 2025 könnte mit einer Fertigstellung in 2028/2029 gerechnet werden. Weiteres Entwicklungspotential mit insgesamt 14.425 qm besteht auf den städtischen Flächen in der Schwarzwaldstraße und der Fautenbruchstraße. Aktuell kann auf diesen Flächen geparkt werden. Die zukunftsfähige Nutzung der Grundstücke ist derzeit von vielen Faktoren abhängig, die sich schwer abschätzen lassen. Hierzu gehört die Herstellung der verkehrlichen Infrastruktur, die Auswirkungen auf die Bebaubarkeit dieser Flächen hat. Insbesondere die Herstellung des Schwarzwaldkreuzes spielt dabei eine Rolle. Aktuell wird eine provisorische Verbesserung der Situation für Fernbusreisende am jetzigen Standort angestrebt. Derzeit läuft die Beschaffung von Wartehäuschen. Innenentwicklung und Flächen Quartier Lohfeld: Die freien Baufelder entlang der Ludwig-Erhard-Allee werden zurzeit teilweise für den Umbau des Badischen Staatstheaters und der Kaiserstraße als Zwischenlager genutzt. Quartier westlich der Erzberger Straße – Zukunft Nord: 2024 werden die Voraussetzungen für ein Konzeptvergabeverfahren für die städtischen Baugrundstücke erarbeitet. Zunächst wurde die Werteermittlung für die zu vergebenden Grundstücke beauftragt. Danach wird über die Besetzung des Auswahlgremiums entschieden. StrIGeni - „Strategische Innenentwicklung von Gewerbeflächen nachhaltig und innovativ“: Aktuell liegt der Schwerpunkt im Gewerbegebiet An der Roßweid/Greschbachstraße. Ziel ist es, ein zukunftsfähiges Gewerbequartier mit Aufenthaltsqualität zu entwickeln. In der Auftaktveranstaltung Ende Februar 2024 wurde über nachhaltige Energieversorgung und Klimaanpassung, Stapelung und Bauen sowie Fachkräfte und Mobilität diskutiert. Daraus resultierende Impulse und Aufgabenstellungen werden nun ausgewertet und Entscheidungsvorschläge erarbeitet. 27 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2024 Ausbau Kongressstandort Die Modernisierung der Stadthalle ist wesentliche Voraussetzung für die Stärkung des Kongress- und Veranstaltungsstandorts Karlsruhe und bildet auch 2024 den Schwerpunkt des Leitprojekts. Das Geothermie-Vorhaben soll bis August 2024 abgeschlossen sein. Im ersten Halbjahr 2025 kann laut Rahmenterminplan in den Inbetriebnahmeprozess mit Probeläufen eingestiegen werden. Zunächst sind nicht-öffentliche, dann auch kleinere öffentliche Formate geplant. Der Regelbetrieb soll ab 2026 möglich sein. Das Kommunikationskonzept wird weiter umgesetzt. Mit Presseveröffentlichungen, Blogbeiträgen und Postings wird über den Baufortschritt berichtet. Auf Grundlage der Machbarkeitsstudie zur geplanten Nutzung des Konzerthauses durch das Badische Staatstheater ab der Spielzeit 2027/2028 wird derzeit an der Vertragsgestaltung und praktischen Umsetzung gearbeitet. karlsruhe.digital Basierend auf den Zukunfts- und Strategieworkshops 2024 sollen ein gemeinsames Thesenpapier entwickelt und bestehende Strukturen aktualisiert werden. Als Maßnahmen sind 2024 geplant: Gemeinschaftsstände auf der LEARNTEC und dem Smart City Expo World Congress, die Fokussierung auf Smart City- und KI-Inhalte inkl. Stärkung des Ökosystems, die Auswertung relevanter (Digital-)Rankings zur Ableitung einer verbesserten (inter-) nationalen Positionierung und Wahrnehmung des Digitalstandorts Karlsruhe, Besuche von rund 17 Fachkräftemessen mit Recrutainment-Events sowie eine dezidierte Marketingkampagne, um dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Die dritte Bunte Nacht der Digitalisierung macht am 7. Juni 2024 erneut Digitalisierung in und aus Karlsruhe für alle Interessierten sicht- und erlebbar. Aktionsprogramm Handwerk Um das Betriebs- und Nutzungskonzept für ein Gründungs- und Gewerbezentrum für Handwerk und kleines produzierendes Gewerbe weiterauszuarbeiten und die Zusammenarbeit mit Handwerkskammer Karlsruhe, Kreishandwerkerschaft Region Karlsruhe und IHK Karlsruhe zu koordinieren, arbeitet die Wirtschaftsförderung im ersten Halbjahr 2024 eng mit dem itb – Institut für Betriebsführung im Deutschen Handwerksinstitut (DHI) sowie der CIMA Beratung + Management GmbH zusammen. Mit der craft.ROADSHOW sollen 2024 insgesamt sechs allgemeinbildende Schulen im Stadtgebiet zur Nachwuchsgewinnung erreicht werden. Am 23. Januar 2024 fand ein erstes Treffen des Netzwerks für Studienzweifler*innen in Karlsruhe statt. Damit sollen Möglichkeiten eines weiteren Studiums oder einer Ausbildung aufgezeigt werden. Bis Mitte 2024 betreibt die Kreishandwerkerschaft das craft.CAFE im Hirschhof, das Jugendliche und deren Eltern über die Karrieremöglichkeiten im Handwerk informiert. 28 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2024 5. Grüne Stadt 1. Allgemeine Informationen zum Korridorthema Verantwortliche Dezernentin: Bürgermeisterin Bettina Lisbach Korridorbeauftragte: Bettina Baumann Ziele: ▪ Lebensqualität und eine grüne, gesundheitsfördernde Umgebung für zukünftige Generationen werden erhalten. ▪ Klimaneutralität, Schutz natürlicher Ressourcen sowie umwelt- und sozialgerechter Konsum bestimmen das städtische Handeln. ▪ Flexibilität, Widerstands- und Regenerationsfähigkeit garantieren eine nachhaltige Stadtentwicklung. ▪ Der gemeinsame Einsatz für eine grüne Stadt ist in der Bevölkerung verankert. Leitprojekt Leitprojektverantwortliche / Leitprojektverantwortlicher Status / Aktuelle GR-Beteiligung Klimaneutrales Karlsruhe Dr. Stefan Jergentz / Katharina Reinholz (UA) Wird fortgeführt Energieleitplan als strategisches Planungsinstrument für Karlsruhes zukünftige klimaneutrale Energieversorgung wurde im November 2023 vom Gemeinderat verabschiedet. Umsetzung der Startermaßnahmen des Energieleitplans hat begonnen. Der „Monitoringbericht Klimaschutz 2022“ wurde im September 2023 im AUG vorgestellt. Fortlaufende Treffen der Arbeitskreise Beschaffung, Mobilität und Gebäude für die klimaneutrale Verwaltung 2040. Teilnahme am Wettbewerb Leitstern Energieeffizienz Baden-Württemberg 2023. Silber-Zertifizierung durch den European Energy Award 2023, Gold- Audit findet im Juli 2024 statt. Regelmäßige Netzwerktreffen und jährliche Konferenz der Klimaallianz mit Karlsruher Unternehmen. 29 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2024 Teilnahme am Stadtradeln erstmals 2023; Karlsruher Beteiligung findet auch 2024 statt. Fortführung Klimaschutzkampagne mit Ausbau der Webplattform Klima.Karlsruhe.de und Social Media- Auftritt; Organisation Klimaaktionsmonat im Mai 2023 und Mitmachtag im September 2023; Mitgestaltung Kommunaler Klimakongress im Mai 2023 in Karlsruhe; aktuelles Schwerpunktthema ist die klimagerechte Mobilität. Regelmäßige Treffen des Klimaschutzbeirates. GR-Beschlüsse und Vorlagen werden kontinuierlich, z.T. mit Einzelmaßnahmen durch die Dienststellen eingebracht. Stadt im Klimawandel Dr. Julia Hackenbruch (UA) / Dr. Stefan Wilhelm (FA) Wird fortgeführt Die 2020 vom Gemeinderat beschlossene Waldanpassungsstrategie und die Wiederherstellung der Waldökosysteme werden fortlaufend umgesetzt. Teilprojekt Hitzeaktionsplan wird fortgeführt, dazu fanden bereits mehrere Austausche mit anderen Städten, u.a. im von Karlsruhe organisierten bundesweiten „Städtedialog Hitze“ sowie mit Nancy und Straßburg statt. Für die Klimaanpassungsstrategie wurde der Monitoringbericht 2023 erstellt. Ab 2024 wird im Umwelt- und Arbeitsschutz über eine Bundesförderung für drei Jahre die Stelle einer Klimaanpassungsmanagerin eingerichtet. Stadt der Biologischen Vielfalt Katherina Fies (UA) Umsetzungs-/Finanzplanung für 2024/2025 wurde erstellt, die jedoch größtenteils mit vorhandenen Ressourcen und Personal erfolgen 30 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2024 muss. Lediglich für die Stadtbiotopkartierung und die Errichtung eines Naturpunktes wurden zusätzliche finanzielle Mittel bewilligt. Das Biodiversitätskonzept wurde in allen Ortschaftsräten vorgestellt. Eine Vorstellung in den Bürgervereinen steht nächstes Jahr an. Ein Sachstandsbericht zur Umsetzung des Biodiversitätskonzeptes erfolgte im AUG am 07.11.2023 Urbanes Grün Susanne Frisch / Hans-Volker Müller / Angelika Elsener / Julia Werdermann (Gartenbauamt) Wird fortgeführt Sachstandsberichte in den Gremien erfolgen für die Teilprojekte anlassbezogen seit 2020. Bebauungsplan „Grünordnung und Klimaanpassung in der Innenstadt“ (Grünsatzung), Innenstadt West und Ost: Auslegungsbeschluss im Februar 2024 gefasst, weitere Verfahren zur Ausdehnung auf weitere Stadtteile in Arbeit Fortführung des Mähkonzeptes der Naturnahen Mahd. Aufbau einer Wiesenpatenschaft nach dem Vorbild der Baumpatenschaften. Bürgerschaftliches Engagement: Grünpatenschaften und Urban- Gardening-Projekte erfahren weiterhin großes Interesse: ca. 150 Neuanträge für Grünpatenschaften und Neugründungen von Gemeinschaftsgärten 2. Resümee zum Korridorthema 2.1 Sachstand, Erfolge, Lernerfahrungen (Wo stehen wir mit unserem Korridorthema und den Leitprojekten? Das waren unsere größten Erfolge, Erkenntnisse und Lernerfahrungen.) Klimaneutrales Karlsruhe Im letzten Jahr wurde u.a. der Energieleitplan fertiggestellt und im Gemeinderat verabschiedet. Mit diesem strategischen Planungsinstrument werden die Weichen für eine klimaneutrale Energieversorgung der Stadt Karlsruhe bis 2040 gestellt. Im Projekt „Klimaneutrale Verwaltung 2040“ wurde der Konvoi mit den DRV-Ämtern erfolgreich 31 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2024 abgeschlossen. Der gelungene Einsatz der Software „klimaktiv“ für die Bilanzierung der internen Treibhausgasemissionen wird weitergeführt. Zusätzlich sollen weitere Indikatoren für ein Monitoring implementiert werden. Der Austausch im Rahmen der Arbeitskreise zur „Klimaneutralen Verwaltung 2040“ wird fortgesetzt. Der „Monitoringbericht Klimaschutz 2022“ nahm zum ersten Mal den Umsetzungsstand jeder einzelnen Klimaschutzmaßnahme auf. Die Klimaallianz mit Karlsruher Unternehmen etablierte sich als erfolgreiches Netzwerk; inzwischen haben sich 36 Unternehmen angeschlossen, die ebenfalls das Ziel der Klimaneutralität bis 2040 anstreben und mit ambitionierten Maßnahmen zum Klimaschutz vor Ort beitragen wollen. Auf einer jährlichen Konferenz werden die Ergebnisse präsentiert. Die Klimakampagne der Stadt „KA° - Wir machen Klima“ etabliert sich im Stadtgebiet und wird mit ihrer Onlineplattform weiter sichtbar. Als neue Angebote des Portals gingen 2023 die Tatenbank und eine Mitmach-Börse mit Steckbriefen klimaaktiver lokaler Initiativen online. Ein Klimaaktionsmonat im Mai 2023, u.a. mit dem Kommunalen Klimakongress BW, sowie der „Mitmachtag für Morgen“ auf dem Marktplatz im September 2023 mit rund 30 beteiligten Organisationen fanden sehr gute Resonanz. 2023 hat sich die Stadt zum ersten Mal an der Kampagne Stadtradeln beteiligt, mit 4.502 Aktiven insgesamt 844.454 Kilometer erradelt und im interkommunalen Wettbewerb Preise als „Bester Newcomer“ gewonnen. Stadt im Klimawandel Die Stadt Karlsruhe erhielt die Förderzusage zur Einstellung einer Klimaanpassungsmanagerin im Rahmen eines vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz geförderten Projekts für drei Jahre und erhält im Projektzeitraum 215.000 Euro Fördermittel. Die Stelle unterstützt die Umsetzung der Klimaanpassungsstrategie, unter anderem in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit, verwaltungsinterne strukturelle Verankerung, Verstetigung, Controlling und Monitoring. Die Klimaanpassungsstrategie für den Wald wird kontinuierlich umgesetzt, um die vielfältigen Waldökosysteme zu erhalten sowie die Resistenz des Waldes und seine Anpassungsfähigkeit in einem sich ändernden Klima zu erhöhen. Bezüglich der Waldentwicklungsmaßnahmen für den Stadtwald Karlsruhe wurden vier Adaptionsprinzipien entwickelt: 1. Erhöhung der Baumartenvielfalt, 2. Erhöhung der Strukturvielfalt, 3. Erhöhung der genetischen Vielfalt Erhöhung der Störungsresistenz der Einzelbäume. Dazu erfolgt unter anderem die Pflanzung von rd. 13.000 neuen klimastabilen Bäumen pro Jahr (Durchschnitt der letzten 3 Jahre) mit fast 20 verschiedenen Baumarten bei gleichzeitigem Zurückdrängen von Neophyten (z.B. Kirschlorbeer, Spätblühende Traubenkirsche) sowie eine kontinuierliche Anpassung und Ertüchtigung der Erholungsinfrastruktur an die sich verändernden klimatischen Rahmenbedingungen. Stadt der Biologischen Vielfalt Diverse Maßnahmen des Biodiversitätskonzeptes setzen die Ämter bereits im Alltagshandeln um. Die naturnahe Mahd als extensive Pflege der Grünflächen wurde auf weitere Flächen ausgeweitet. Die Ziele des Biodiversitätskonzeptes werden bei der Pflege der Streuobstwiesen und anderen Liegenschaften, bei der Gewässer- und Uferpflege sowie in der Waldbewirtschaftung umgesetzt. Als dringliche Themen lag der Fokus bisher insbesondere bei 32 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2024 der Eindämmung von Problempflanzen, dem Neozoenmanagement und den speziellen Artenschutzmaßnahmen für Amphibien, Feldvögel, Gebäudebrüter und Insekten. Eine sehr wichtige Maßnahme ist die Öffentlichkeitsarbeit zu biodiversitätsschädigenden und biodiversitätsfördernden Maßnahmen. Diese wurde großteils bereits umgesetzt in Form von Pressemeldungen, Flyern und Hauswurfsendungen sowie Veranstaltungen (Beispiel Artenschutztag im Zoo und Runder Tisch Streuobstwiesen im Januar 2023). Interne Fortbildung zu speziellen Themen und allgemeine Inhouse-Schulungen zum Biodiversitätskonzept werden durch UA ab 2023 quartalsweise umgesetzt. 2023 konnten viele neue ehrenamtliche Naturschutzdienstler*innen gewonnen und das naturschutzrechtliche Engagement vorangetrieben werden. Außerdem wurden das Biodiversitätskonzept und konkrete lokale Handlungsempfehlungen in den Ortschaftsratssitzungen vorgestellt. Die Betreuung der Schutzgebiete wurde intensiviert, regelmäßige Gebietsbegehungen (sogenannte Schutzgebietsrunden) sowie die fachliche Begleitung und Durchführung von schutzgebietsbezogenen Maßnahmen wurden verstärkt. Urbanes Grün Grüne Nordspange: Erarbeitet ist eine Aufgabenmatrix mit den Themen Landnutzung, Biotopentwicklung, Landschaftserleben, Durchgängigkeit für Fuß- und Radverkehr. Auf Basis räumlicher Betrachtungen wurden geeignete Ansätze für Rad- und Fußwegverbindungen ermittelt. Bürgerschaftliches Engagement: Die Programme werden gut angenommen und stark nachgefragt, Hinweistafeln an Patenbäumen und Urban Gardening Standorten machen das Projekt sichtbar, die Unterstützung der Aktiven ist zeitaufwändig, aber wichtig. Die Vernetzung von Ehrenamtlichen wird gefördert, Beratungsangebote werden gut angenommen. Auf einem Grundstück am Karlsruher Ostring entstand auf Initiative des Gartenbauamtes 2023 ein großer neuer Gemeinschaftsgarten. Eine feste Gruppe zur Bewirtschaftung des Geländes hat sich konstituiert, die Vereinsgründung zur Übernahme der Pacht steht an. Die Gruppe arbeitet bereits über einen Interimspachtvertrag auf dem Gelände. Naturnahe Mahd: Die Leistungen der extensiven Mahd zur Förderung der Biodiversität wird 2024 fortgeführt. Aufgrund von unerwünschten Gehölzen und Pflanzen, die auf den naturnah gepflegten Flächen aufkommen und weiteren Konflikten, wurden einige Flächen aus dem Pflegeprogramm rausgenommen. Dadurch sinkt der Flächenbestand der Naturnahen Mahd von 46 ha auf 44 ha. 2024 wird eine Wiesenpatenschaft nach Vorlage der Grün- und Baumpatenschaften aufgebaut. Grünsatzung: Der Bebauungsplan ist im Verfahren, der Auslegungsbeschluss wurde am 20. Februar durch den Gemeinderat gefasst. Das Forschungsprojekt des Bundes „Green GROWnership“ zur Aktivierung von Eigentümer*innen für „Mehr Grün“ auf privaten Flächen soll die Umsetzung unterstützen (Projektlaufzeit 10/2021-10/2024). Im Jahr 2023 startete die Kampagne „Grund zu Garten“. Im Rahmen der Kampagne wurde ein Design-Handbuch für die mediale Kommunikation erstellt und ein Ideenwettbewerb durchgeführt. Im Februar wurden die besten Ideen zur Umwandlung von Flächen in Privatbesitz zu grünen Oasen prämiert. 33 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2024 Kommunikation, Beteiligungsangebote und Projektunterstützung Die Unterstützung von Beteiligungsprojekten aus der Bürgerschaft bleibt ein zentrales Anliegen im Korridorthema „Grüne Stadt“. Anfragen für bürgerschaftliche „Anpacker- Projekte“ werden von der Koordinationsstelle im UA auf ihre mögliche Umsetzung hin geprüft und dahingehend begleitet. Daneben ermöglichen vom UA organisierte Veranstaltungen und Kooperationsformate, wie 2023 der Aktionsmonat „Kunstwochen für Klima und Umwelt“ und der „Mitmachtag für Morgen“, den in Themenfeldern der Grünen Stadt aktiven Gruppen eine niederschwellige Teilnahme mit eigenen Angeboten und sollen ihnen, mit der vom UA koordinierten gemeinsamen Öffentlichkeitsarbeit, zu einer größeren Reichweite verhelfen. Im Forstamt werden ca. 15 Bürger*innenprojekte pro Jahr betreut, bei denen aktive Bürger*innen, Vereine und/oder Kooperationspartner*innen den Wald der Zukunft mitgestalten (z.B. Pflanzaktionen, Pflegaktionen, Müllsammeln). Neben den vom UA für Karlsruher Schulen organisierten Unterrichtseinheiten zu vielfältigen Umweltbildungsthemen organisiert das FA rd. 1000 Veranstaltungen / Jahr im Bereich der Waldpädagogik, bei denen das Thema Klimawandel und seine Auswirkungen zunehmend in den Mittelpunkt rückt. 2.2 Ausblick (Wie geht es weiter? Was wird für den Fortschritt bzw. erfolgreichen Abschluss der prioritären Leitprojekte benötigt?) Klimaneutrales Karlsruhe Die Umsetzung des Energieleitplans wird wichtige Meilensteine beinhalten, wie beispielsweise die Erstellung von Machbarkeitsstudien für Nahwärmenetze in den ausgewählten Quartieren, den weiteren Ausbau der Fernwärme und deren Dekarbonisierung. In der „Klimaneutralen Verwaltung 2040“ werden DRV-Ämter, die bisher in einem Konvoi betreut wurden, die Umsetzung ihrer Maßnahmen starten und zukünftig im Arbeitskreis „Gebäude“ darüber berichten. Maßnahmen aus dem Klimaschutzkonzept 2030, die noch nicht gestartet sind, werden neuausgerichtet und aktualisiert. Das Monitoring des Klimaschutzkonzeptes wird auf das Online Tool ClimateView umgestellt und zukünftig als Webseite verfügbar sein. Mit Hilfe dieser Software lässt sich der Einfluss von einzelnen Maßnahmen oder Maßnahmenpaketen auf den gesamten Reduktionspfad der Treibhausgase bis zum Klimaschutzzwischenziel 2030 abschätzen. Stadt im Klimawandel Ziel des Hitzeaktionsplans ist es, konkrete Maßnahmen für den Sommer vor und während Hitzeperioden festzuschreiben, Zuständigkeiten innerhalb der Stadtverwaltung zu definieren und externe Akteur*innen einzubinden. Die Projektaktivitäten mit Workshops und Expert*innengesprächen starteten im Februar 2023. Stadt der Biologischen Vielfalt Die Umsetzung des Biodiversitätskonzeptes erfolgt im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel und Personalressourcen. Aufgrund einer Förderzusage des Landes kann in 2024 die Stelle eine*r Biotopverbundbotschafter*in besetzt werden. Parallel wurde ein 34 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2024 Antrag auf Förderung eines/er Biodiversitätsmanager/in beim Bundesprogramm „Förderung der biologischen Vielfalt“ gestellt, um eine frühzeitige Umsetzung zu gewährleisten und den städtischen Haushalt zu entlasten. Die finale Rückmeldung steht noch aus und wird im ersten Quartal 2024 erwartet. In 2024 werden folgende Meilensteine geplant: • Streuobst-Tage mit den Ortsverwaltungen und Ortsgruppen • „Biodiversitätsschauen“ • Biotopverbundplanung umsetzen • Biodiversitätscheck für Vorhabenträger • Berücksichtigung der Biodiversität in Pachtverträgen • Ausbau der Website Naturkompass und Themeninformationen auf der Seite „Meine Grüne Stadt“ Urbanes Grün Grüne Nordspange: 2024 sind die Überlegungen weiter zu verfeinern und mit den Projektbeteiligten abzustimmen. Bürgerschaftliches Engagement: Die Verstetigung des Patenprogrammes und des Urban Gardening wird weiterhin angestrebt. Naturnahe Mahd: Die Leistungen des Mahdkonzeptes sowie das Monitoring werden 2025 neu ausgeschrieben. Grünsatzung: Weitere Verfahren zur Ausdehnung der Regelungen auf weitere Stadtteile zur sowie weitere Arbeitsschritte zur Sicherung von „Grüninseln“ durch spezielle Bebauungspläne sind in Vorbereitung. Im Rahmen der Kampagne „Grund zu Garten“, Teil des Projekts „GreenGROWnership“, werden in einem digitalen Leitfaden (GreenBOOK) auf den Seiten der Stadt Karlsruhe Informationen und Tipps zur naturnahen und nachhaltigen Gestaltung von Gärten und privaten Flächen eingestellt. 35 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2024 6. Mobilität 1. Allgemeine Informationen zum Korridorthema Verantwortlicher Dezernent: Bürgermeister Daniel Fluhrer Korridorbeauftragte: Cornelia Orthmann Ziele: ▪ Mobilitätsbedürfnisse und Lebensqualität in Einklang bringen – auch in Interaktion mit der Region ▪ Mobilität mit nachhaltig innovativen Verkehrskonzepten und Mobilitätsoptionen Leitprojekt Leitprojektverantwortliche / Leitprojektverantwortlicher Status / Aktuelle GR-Beteiligung Fahrradstadt Karlsruhe -> Programm Aktive Mobilität Johannes Schell (StPlA) Im Nachgang eines Workshops der Verwaltung wird das Leitprojekt „Fahrradstadt Karlsruhe“ als „Programm Aktive Mobilität“ mit erweitertem Fokus als Zukunftsaufgabe fortgesetzt. Im Kontext der inhaltlichen, politischen Auseinandersetzung mit dem unzulässigen Bürgerentscheid zum Fuß- und Radverkehr fand im Planungsausschuss am 18.04.2024 über die prioritär zu behandelnden Themenfelder der Aktiven Mobilität die Vorberatung statt, die Beschlussfassung dazu steht auf der Tagesordnung des Gemeinderats am 14. Mai 2024. Dachmarke Mobilität Reiner Reeg (TBA) Der Bereich „Mobilität“ auf „karlsruhe.de“ kann zum 30. Juni 2024 vollständig in den Regelbetrieb überführt werden. Die Transformation zur Verstetigung der Prozesse und damit der Erfolg des Projekts konnte dauerhaft gesichert werden. Nach den Auswertungen haben sich die Zugriffszahlen auf den Bereich „Mobilität“ seit dem Relaunch und Live- Schaltung der „Dachmarke Mobilität“ etwa verdoppelt. Von rund 6.900 36 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2024 Besuchern im Jahr 2022 (auch hier war schon ein erster Anstieg im Zusammenhang mit dem Relaunch zu beobachten) auf etwa 13.500 Besucher im Jahr 2023 (erste Zahlen aus 2024 deuten auf eine weitere Steigerung hin – Januar bis März: 4.555 Besucher). Nachhaltiges Parkraumkonzept und -management Birke Bronner (StPlA) Als erste Schritte zur Bearbeitung werden die Themenfelder des Projekts in laufenden verkehrlichen Maßnahmen (z.B. Sophienstraße) mit den beschränkt vorhandenen Ressourcen integriert. Das Projekt „Nachhaltiges Parkraumkonzept und -management“ steht aktuell vor der Herausforderung, dass die erforderlichen Personalstellen (auf Grund der schwierigen Marktlage bei den Fachkräften insbesondere auch für befristete Positionen) noch nicht besetzt werden konnten. 2. Resümee zum Korridorthema 2.1 Sachstand, Erfolge, Lernerfahrungen (Wo stehen wir mit unserem Korridorthema und den Leitprojekten? Das waren unsere größten Erfolge, Erkenntnisse und Lernerfahrungen.) Das ursprüngliche Ziel sowie die Strategien des Korridorthemas Mobilität wurden im Jahr 2014, also vor bereits zehn Jahren, entwickelt. Dies hat die Verwaltung zum Anlass genommen, das Korridorthema in zwei Workshops zu reflektieren. Die Erkenntnisse zur Zielsetzung, den daraus abgeleiteten Strategien und Leitprojekten werden nachfolgend umrissen. Während die Teilnehmenden das Ziel „Mobilitätsbedürfnisse und Lebensqualität in der Stadt Karlsruhe in Einklang zu bringen. Darunter verstehen wir, nachhaltige Formen einer umweltverträglichen Mobilität mit innovativen Verkehrskonzepten und Mobilitätsoptionen weiterzuentwickeln und diese im Zusammenspiel mit der Nutzung und Gestaltung des öffentlichen Raums sukzessive zu harmonisieren - in Karlsruhe sowie in Interaktion mit der Region.“ in seiner Formulierung nach wie vor als treffend bestätigten, wurden von den insgesamt sieben Strategien zwei unveränderte fortgesetzt, fünf angepasst und zwei zusätzliche aufgenommen. 37 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2024 Strategien 2014 Fortschreibung 2024 Wir entwickeln den Umweltverbund (ÖPNV, Rad- und Fußverkehr) unter Einsatz neuer Technologien weiter. unverändert Wir fördern und entwickeln neue Mobilitätssysteme mit Akteur*innen aus Wirtschaft und Wissenschaft. unverändert Wir fördern den umweltverträglichen Verkehr unter Berücksichtigung aller Nutzerinnen und Nutzer inkl. der Wirtschaftsverkehre. Wir fördern den umweltverträglichen und klimabewussten Verkehr unter Berücksichtigung aller Nutzerinnen und Nutzer inkl. der Wirtschaftsverkehre. Wir vermeiden Verkehr in einer Stadt der kurzen Wege. Wir fokussieren auf eine Stadt der kurzen Wege. Wir ermöglichen eine sozialgerechte Mobilität für alle. Wir ermöglichen eine inklusive Mobilität für alle. Wir stellen die Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmenden her. Wir fördern die aktive Mobilität. Wir entlasten das Wohnumfeld von nachteiligen Auswirkungen des Verkehrs. Wir entlasten das Lebensumfeld von nachteiligen Auswirkungen des Verkehrs. - Wir beteiligen und kommunizieren so, dass Vertrauen in unsere Arbeit entsteht. - Wir stellen adäquate Verkehrsangebote für die Mobilitäts- und Lebensbedürfnisse in den Quartieren her. Die neuen Strategien werden in die Arbeit des Korridorthemas Mobilität integriert werden. Zur Strategie „Wir beteiligen und kommunizieren so, dass Vertrauen in unsere Arbeit entsteht“ soll ein neues Leitprojekt etabliert werden. Zwei der ursprünglichen Leitprojekte „Nachhaltiger mobiler Stadtteil - Zukunft Nord“ und „Dachmarke Mobilität“ wurden abgeschlossen. Fahrradstadt Karlsruhe -> Programm Aktive Mobilität Das Projekt „Fahrradstadt Karlsruhe“ wird als „Programm für Aktive Mobilität“ fortgesetzt, dabei steht die Umsetzung der aus dem Bicycle Policy Audit (BYPAD) hervorgegangenen Maßnahmen als Zukunftsaufgabe im Fokus. Die anspruchsvoll definierten Ziele werden – ähnlich dem vorangegangenen 20-Punkte-Programm – eine längere Zeitspanne für ihre 38 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2024 Erreichung benötigen und in einem iterativen Prozess evaluiert und fortentwickelt werden müssen. Einen zusätzlichen, intensiven Austausch zu den Belangen des Fuß- und Radverkehrs brachte in 2023 der angestrengte Fuß- und Radentscheid mit sich. Auch wenn das angestrebte Bürgerbegehren rechtlich als nicht zulässig bewertet wurde, fanden auf Wunsch aus den Reihen des Gemeinderats in mehreren Runden ein inhaltlicher Austausch mit den Initiatoren statt. Ziel war es, Schnittmengen aus den politisch beschlossenen Zielen des Programms für Aktive Mobilität und den Interessen des Bürgerbegehrens zu ermitteln. Als Ergebnis wurden gemeinsam und einvernehmlich die in Vorlage 2024/0284 dargelegten fünf Themenfelder für den Fuß- und Radverkehr priorisiert sowie ein Vorgehen für die nächsten Jahre entwickelt. Der Gemeinderat wird am 14. Mai 2024 über die Vorlage beraten. Nachhaltiges Parkraumkonzept und -management Als erste Schritte zur Bearbeitung werden die Themenfelder des Projekts in laufenden verkehrlichen Maßnahmen (z.B. Sophienstraße) mit den beschränkt vorhandenen Ressourcen integriert. Das Projekt steht aktuell vor der Herausforderung, dass die erforderlichen Personalstellen (auf Grund der schwierigen Marktlage bei den Fachkräften insbesondere auch für befristete Positionen) noch nicht besetzt werden konnten. 2.2 Ausblick (Wie geht es weiter? Was wird für den Fortschritt bzw. erfolgreichen Abschluss der prioritären Leitprojekte benötigt?) Neben der inhaltlichen Fortsetzung der Arbeit in den Leitprojekten liegt der Fokus auf der dringend benötigten Personalbeschaffung sowie auf der Ausarbeitung eines neuen Leitprojekts im Hinblick auf die zusätzlich identifizierte Strategie zur Kommunikation. 39 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2024 IV.IQ – Neuerungen und Auszeichnungen Neue Formate für Projektteams Die Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung hat aufeinander aufbauende Workshopformate eingeführt, um die IQ-Projektteams noch besser zu befähigen, die Zukunftsaufgaben und Leitprojekte von Anfang an effektiv anzugehen. Diese Formate, darunter Kick-off-Workshops, Projektmanagement-Workshops und Workshops zur Einbindung von Zielgruppen, vermitteln den Teams von Anbeginn einen klaren Überblick über Ziele, Rollen und Zusammenarbeit und steigern so langfristig die Effizienz und Wirksamkeit der Projekte. Ausschreibung zur Weiterentwicklung der Innen- und Außendarstellung Die Stadt Karlsruhe sucht aktuell eine Full-Service-Marketingagentur, um die Innen- und Außendarstellung der verschiedenen Korridorthemen strategisch weiterzuentwickeln und die Sichtbarkeit der Korridorthemen zu erhöhen. Ziel ist es, die Identität der Stadt zu stärken und sie als innovativ, weltoffen und lebenswert zu positionieren. Die Marketingmaßnahmen sollen die Professionalität der Stadtverwaltung unterstreichen, die Aufmerksamkeit steigern, die Sichtbarkeit erhöhen und das Image verbessern, während sie gleichzeitig das Markenimage der Stadt Karlsruhe als Vorreiterin in Innovation, Vielfalt und Lebensqualität festigt. Preis für gute Verwaltung Das Leitprojekt Öffentlicher Raum und Mobilität Innenstadt (ÖRMI) erhielt einen der drei „Preis(e) für gute Verwaltung”, einer Initiative des Public Service Lab, der HTW Berlin und des Netzwerks studiovorort. Die Reallabore des ÖRMI-Teams beeindruckten die Jury, insbesondere die Umwandlung des Passagehofs in eine dauerhafte Fußgängerzone. Durch die Reallabore im Rahmen des städtischen Leitprojekts ÖRMI hat Karlsruhe der Zusammenarbeit von Handel, Privatwirtschaft, Anwohner*innen, öffentlicher Hand, Kulturschaffenden und Wissenschaft neue Impulse gegeben, um lebenswerte und resiliente öffentliche Räume zu schaffen. Weitere Informationen finden Sie hier: Karlsruhe: Leitprojekt ÖRMI erhält "Preis für gute Verwaltung" „Bewährt vor Ort”-Siegel Der Deutsche Städte- und Gemeindebund und Re:Form haben im April 2024 unter dem Siegel „Bewährt vor Ort" wegweisende kommunale Innovationen ausgezeichnet. Eine Jury, bestehend aus erfahrenen Verwaltungspraktiker*innen, würdigte sieben solcher Lösungen, darunter auch „IQ - Innovativ und quervernetzt“. Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup betont die Bedeutung der IQ-Arbeitsweise: „IQ ist ein Wegweiser für unsere Stadtverwaltung. Die Arbeitsweise ermöglicht uns, die Herausforderungen unserer Zeit mit einer neuen 40 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2024 Perspektive anzugehen und innovative Lösungen zu entwickeln. Die Auszeichnung mit dem Siegel „Bewährt vor Ort“ bestärkt uns darin, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“ Jurymitglied Eileen O’Sullivan, Dezernentin in Frankfurt am Main, hebt hervor: „Durch die Einführung der IQ-Arbeitsweise hat die Stadt Karlsruhe bewiesen, dass eine ressortübergreifende Zusammenarbeit entscheidend ist, um komplexe Herausforderungen erfolgreich anzugehen. IQ ist ein inspirierendes Beispiel dafür, wie eine Stadtverwaltung sich neu erfinden kann, um den aktuellen und zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden.“ Weitere Informationen finden Sie hier: Pressemitteilung: „Bewährt vor Ort“ – Sieben kommunale Innovationen erhalten Siegel (projecttogether.org)
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Niederschrift 52. Sitzung Hauptausschuss 4. Juni 2024, 16:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus Marktplatz Vorsitz: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup Punkt 3 der Tagesordnung: IQ-Monitoringbericht 2024 Vorlage: 2024/0564 Beschluss: Kenntnisnahme Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 3 zur Behandlung auf. Stadträtin Fahringer (GRÜNE) teilt mit, dass sie die IQ-Arbeitsweise voll und ganz unterstütze und dankt der Verwaltung für die Erstellung des Berichts sowie für die Realisierung der viel- fältigen Projekte. Stadtrat Pfannkuch (CDU) bedankt sich ebenfalls für die Erstellung des Berichts. Er regt an, künftige Berichte zu straffen und sich bei der Darstellung auf die Projekte zu konzentrieren, bei denen es Fortschritte gegeben habe. Der Vorsitzende stellt, nachdem keine weiteren Wortmeldungen vorliegen, die erfolgte Kenntnisnahme fest. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt – Ratsangelegenheiten – 11. Oktober 2024