cab Neubau mit Lager, Technologiepark
| Vorlage: | 2024/0556 |
|---|---|
| Art: | Informationsvorlage |
| Datum: | 16.05.2024 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Stadtplanungsamt |
| Erwähnte Stadtteile: | Rintheim |
Beratungen
- Gestaltungsbeirat (öffentlich/nichtöffentlich)
Datum: 28.06.2024
Rolle: Beratung
Ergebnis: Keine Angabe
Zusätzliche Dateien
-
Extrahierter Text
Informationsvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2024/0556 Verantwortlich: Dez. 6 Dienststelle: Stadtplanungsamt cab Neubau mit Lager, Technologiepark Rintheim Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Gestaltungsbeirat 28.06.2024 1 Ö Beratung Kurzfassung Lage Die Firma cab Produktionstechnik GmbH & Co. KG entwickelt und produziert Geräte und Systeme zur Produktkennzeichnung (Etikettendruck, Etikettierung, Laserbeschriftung u. a.). Im Technologiepark Karlsruhe besteht in der Wilhelm-Schickard-Str. 14 bereits ein Produktions- und Verwaltungsgebäude der Firma, die nun auf dem Nachbargrundstück ein neues Produktions- und Verwaltungsgebäude mit Lagerflächen errichten will. Ein Entwurf wurde bereits im Frühjahr 2019 durch den Gestaltungsbeirat beraten. Auf Grund einer umfangreicheren Überarbeitung der vorherigen Planung wird diese dem Gestaltungsbeirat erneut zur Beratung vorgelegt. Das geplante Ensemble bildet eine räumliche Kante zur nördlichen Erschließungsstraße/ Wilhelm-Schickard-Straße und öffnet sich zum Binnenpark. Charakteristisches Merkmal des Gebäudeentwurfs ist die Blockrandbebauung entlang der Straßen in Bürohaustiefe und die produktionsbedingte Abtreppung der Gebäudehöhe eines Gebäudeteils im Inneren des Grundstücks und am Binnenpark. – 2 – Vorhaben Das Grundstück befindet sich im Geltungsbereich des qualifizierten Bebauungsplanes „Technologiepark Karlsruhe – Vogelsand“. Die städtebauliche Setzung des Entwurfs orientiert sich am geltenden Bebauungsplan für das Gebiet. Das Vorhaben entspricht nach Art und Maß der baulichen Nutzung weitestgehend den anvisierten Festsetzungen und wird in der weiteren Planung in Position, Gebäudeaufbau und Höhe der Baukörper angepasst. Die bauordnungsrechtlich nachzuweisenden Stellplätze für Pkw und Fahrräder werden in der aktuellen Planung sowohl in einer Tiefgarage, als auch oberirdisch vorgesehen. Der Gestaltungsbeirat empfahl 2019 sich vertieft mit der architektonischen Fügung und geometrischen Ausformung auseinander zu setzen: - Ausbildung eines Sockels, - Ausbildung und gestalterischer Dialog der Sockelzone mit der Attikazone, - Keine Mischung von horizontalen Fensterbändern mit mehrgeschossigen vertikalen Fensterbändern, - Entwurf der Fassade und der plastischen Elemente mit einer räumlichen Entsprechung in Schnitt und Grundriss, - Plastische Elemente wie schräge Laibungen bedürfen einer räumlichen Entsprechung im Grundriss, - keine Unterbrechung des „Flugdaches“ durch fassadenbündige Treppenhäuser. Der Gestaltungsbeirat sieht bei vertiefter Betrachtung der Entwurfsprinzipien ein positives Entwicklungspotential für das Projekt. Eine Wiedervorlage war seinerzeit nicht erforderlich, so dass das Vorhaben lediglich aufgrund seiner geänderten Planung erneut vorgelegt wird.
-
Extrahierter Text
Empfehlung Sitzung des Gestaltungsbeirats Freitag, 28. Juni 2024, 13:00 Uhr öffentlich | nicht öffentlich Großer Sitzungssaal, Rathaus am Marktplatz Vorsitz: Markus Müller Punkt 1 der Tagesordnung: cab Neubau mit Lager, Technologiepark Vorlage: 2024/0556 Der Gestaltungsbeirat würdigt die Überarbeitung der Planung, insbesondere, dass der Neubau auch in Zusammenhang mit dem Bestandsbau und einem möglichen dritten Bauabschnitt gesehen wird. Auch wird begrüßt, dass der Baukörper das vorgegebene Baufenster nicht zur Gänze ausnutzt, sondern auf die Bauflucht des Bestandsbaus zurückspringt und damit eine größere Grünfläche im Übergang zum „Binnenpark“ verbleibt. Um das Potential dieser städtebaulichen Setzung – Adressbildung entlang der Straße in Verknüpfung mit dem Bestandsbau und grüner Hof im Übergang zum multifunktional gestalteten Binnenpark – auch bestmöglich auszunutzen, empfiehlt der Gestaltungsbeirat, den Neubau in klassischer U-Form auszubilden. Die vorgeschlagene G-Form verengt den Hof zu stark und unterbindet den Blick von möglichst vielen Büros in Richtung Binnenpark. Mit einer U-Form kann hingegen ein großzügiger Übergang geschaffen werden, der auch mehr bespielbaren Außenraum für die Firmenkantine schafft. Auch überzeugt die Abtreppung des Nordflügels des Neubaus nicht, zumal die Terrassen als Aufenthaltspotenzial kaum nutzbar sind. Die Terrassen haben eine große Tiefe, die eine einladende Gestaltung erschwert. Der Gestaltungsbeirat – 2 – empfiehlt hier einen einfachen, dreigeschossigen Baukörper, auch im Hinblick auf den städtebaulichen Übergang zum 3. Bauabschnitt. Der Gestaltungsbeirat sieht in einer U-Form des Neubaus zudem die Möglichkeit, das Foyer und dessen Zusammenhang mit dem Hof zu stärken. Der jetzige Vorschlag mit einem Foyer in mehr oder weniger Eck-Situation nimmt zwar Bezug zum Bestandsbau, schafft aber keinen überzeugenden Übergang in den Hof (kleine Tür, Treppe in der Weg- und Blickachse). Ein Verschieben des Foyers in den Mittelbereich eines U-Gebäudes schafft hingegen die Möglichkeit, das Foyer breiter zum Hof zu öffnen und einen von den Gebäudeflügeln gerahmten Blick ins Grüne zu inszenieren. Der Gestaltungsbeirat empfiehlt, die bereits gut vereinheitlichte Ausgestaltung der Fassaden noch weiter in ihrer horizontalen Ordnung zu straffen, um dem Gebäude insgesamt noch eine größere Ruhe zu geben. Bei den Regelgeschossen würdigt der Beirat die Ausgestaltung von offenen Begegnungszonen, wünscht sich diese Qualität aber auch für die Endzonen der Flure. Der Gestaltungsbeirat begrüßt darüber hinaus, dass die technischen Anlagen nicht als frei stehende Dachaufbauten geplant sind. Schließlich hält der Gestaltungsbeirat eine landschaftsarchitektonische Konkretisierung der Außenanlagen für notwendig. So sollte die „interne Straße“ keinesfalls Straßencharakter haben, sondern eher als Teil des Grünen Hofes verstanden und entsprechend ausgestaltet werden. Auch sollte der temporäre Parkplatz im Bereich des 3. Bauabschnitts angemessen gestaltet werden, beispielsweise durch Einbeziehung von Pioniergehölzen, die auch bei geringeren Ausbaustandards relativ schnell ein beschattendes Baumdach aufbauen können. Der Gestaltungsbeirat ist von den Potentialen des Gebäudes und seiner Weiterentwicklung überzeugt. Der Beirat verabschiedet sich mit diesen Empfehlungen von diesem Objekt und wünscht eine erfolgreiche Umsetzung.