Bürgerumfrage 2023: Bewegung und Sport

Vorlage: 2024/0525
Art: Beschlussvorlage
Datum: 08.05.2024
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Amt für Stadtentwicklung
Erwähnte Stadtteile: Beiertheim-Bulach, Daxlanden, Durlach, Grötzingen, Grünwettersbach, Grünwinkel, Hagsfeld, Hohenwettersbach, Innenstadt-Ost, Innenstadt-West, Knielingen, Mühlburg, Neureut, Nordstadt, Nordweststadt, Oberreut, Oststadt, Palmbach, Rintheim, Rüppurr, Stupferich, Südstadt, Südweststadt, Waldstadt, Weiherfeld-Dammerstock, Weststadt, Wolfartsweier

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich) - Verabschiedung Gemeinderat

    Datum: 16.07.2024

    TOP: 3

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: einstimmig zugestimmt

Zusätzliche Dateien

  • Beschlussvorlage_Bürgerumfrage 2023_Bewegung-Sport-Engagement
    Extrahierter Text

    Beschlussvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2024/0525 Verantwortlich: Dez. 2 Dienststelle: Amt für Stadtentwicklung Bürgerumfrage 2023: Bewegung und Sport Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Hauptausschuss 02.07.2024 10 N Vorberatung Gemeinderat 16.07.2024 3 Ö Entscheidung Beschluss: Der Gemeinderat nimmt die Ergebnisse der Bürgerumfrage 2023 zu den Themen Sport und Bewegung zur Kenntnis. Die gewonnenen Erkenntnisse werden im Rahmen der Sportentwicklungsplanung ausgewertet und ggfs. weiterverfolgt. Finanzielle Auswirkungen Ja ☐ Nein ☒ ☐ Investition ☐ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☐ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☒ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☒ Ja ☐ Korridorthema: Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Erläuterungen Die Stadt Karlsruhe, Amt für Stadtentwicklung, führt jährlich unter der erwachsenen Bevölkerung eine groß angelegte Bürgerumfrage zu relevanten Themen der Stadtentwicklung durch. Im Fokus der Bürgerumfrage 2023 standen die Themen Sport und Bewegung. Aufgrund der hohen Relevanz des Themas auch für jüngere Altersgruppen, wurden neben der erwachsenen Bevölkerung Kinder und Jugendliche ab 14 Jahren postalisch zur Teilnahme an der Online-Umfrage eingeladen. Zuletzt wurden die Themen Sport und Bewegung in der Bürgerumfrage 2013 adressiert – dies ermöglicht eine vergleichende Auswertung der erhobenen Daten im Zeitverlauf. Insgesamt ist der Begriff „sportliche Aktivität“ in der Umfrage und im Erhebungsdesign großzügig angelegt. Er umfasst sowohl Erholungsaktivitäten wie Spazierengehen und gemütliches Schwimmen als auch Wettkampf- und Freizeitsport. Dementsprechend wurde durch den Befragungsinhalt die Bevölkerung in großer Breite angesprochen. Der Fragebogen gliederte sich in die Themenblöcke Bewegung und Sport allgemein, Infrastruktur für Bewegung und Sport in Karlsruhe, Vereinssport, Engagement und Beteiligung sowie Angaben zur Person und zum Haushalt. Der Fragebogen für Kinder und Jugendliche stellt im Wesentlichen eine gekürzte Version des Fragebogens für Erwachsene dar. Die Erkenntnisse aus der Bürgerumfrage werden fachlich ausgewertet und im Rahmen der Sportentwicklungsplanung ggfs. weiterverfolgt. Im offiziellen Erhebungszeitraum vom 11. September 2023 bis zum 15. Oktober 2023 haben insgesamt 7.050 Befragte teilgenommen, davon 6.052 Erwachsene und 998 Kinder und Jugendliche. Bei insgesamt 25.229 zur Umfrage eingeladenen Personen ergibt sich eine Rücklaufquote von 27,9 % (Erwachsene: 27,1 %, Kinder und Jugendliche: 34,8 %). Ergebnisse Bürgerinnen und Bürger stellen der Stadt Karlsruhe ein gutes Zeugnis im Hinblick auf Bewegungsfreundlichkeit und das vorhandene Sportangebot aus. Insgesamt geben 84,7 % der Erwachsenen und 87,5 % der Kinder und Jugendlichen an, sportlich aktiv zu sein. Die Bürgerinnen und Bürger attestieren der Fächerstadt ein hohes Maß an Sport- und Bewegungsfreundlichkeit: Mehr als zwei Drittel der Befragten stimmen der Aussage „Karlsruhe ist insgesamt eine sport- und bewegungsfreundliche Stadt“ voll und ganz oder eher zu (Kinder und Jugendliche: 67,8 %; Erwachsene: 70,4 %). Auch die Zufriedenheit mit dem wahrgenommenen aktivitätsbezogenen Angebot in der Stadt ist in der Bevölkerung verhältnismäßig hoch: Zusammengenommen 88,7 % der erwachsenen und 86,0 % der unter 18-Jährigen Befragten geben an, mit den gebotenen Möglichkeiten für Sport und Bewegung in Karlsruhe sehr zufrieden oder eher zufrieden zu sein. Radsport/Biken sowie Fitness/Kraftsport sind die am häufigsten ausgeübten Sportarten der Karlsruherinnen und Karlsruher. Radsport/Biken (Erwachsene: 35,4 %; Kinder und Jugendliche: 18,4 %) sowie Fitness/Kraftsport (Erwachsene: 29,4 %; Kinder und Jugendliche: 26,3 %) sind bei den Karlsruherinnen und Karlsruhern die beiden beliebtesten Sportarten. Unter Erwachsenen zählen außerdem Spazierengehen (23,9 %) und Laufsport/Joggen (20,3 %) zu den am häufigsten ausgeübten Bewegungsaktivitäten. Unter Kindern und Jugendlichen erfreuen sich Fußball (17,8 %) und Tanzsport (11,5 %) besonderer Beliebtheit. Altersspezifische Analysen zeigen, dass Fitness und Kraftsport vor allem in jungen Jahren, Radsport, Wandern und Spazierengehen dagegen eher unter älteren Befragten verbreitet sind. Sportvereine nehmen bei der Organisation sportlicher Aktivitäten eine wichtige Rolle ein – von besonders hoher Relevanz sind sie für die Sportausübung von Kindern und Jugendlichen. Bei der Organisation der am häufigsten ausgeübten Sportarten kommt Sportvereinen vor allem bei den 14- bis unter 18-Jährigen eine zentrale Rolle zu: Kinder und Jugendliche greifen bei der Ausübung ihrer präferierten sportlichen Aktivitäten zu 62 %, Erwachsene zu 31,4 % auf die organisatorischen Strukturen von Sportvereinen zu. Damit nehmen Sportvereine für Kinder und Jugendliche die – 3 – wichtigste Rolle bei der Ausübung sportlicher Aktivitäten ein, während Erwachsene ihre präferierten Sportarten häufiger selbst organisiert auf frei zugänglichen Flächen ausüben. Im Vergleich zur Befragung vor zehn Jahren ist der Bevölkerungsanteil mit Vereinsbindung bei den Erwachsenen in etwa konstant (2013: 33,4 %; minus 2 Prozentpunkte), während unter Kindern und Jugendlichen ein Rückgang zu verzeichnen ist (2013: 73,4 %; minus 11,4 Prozentpunkte). Als häufigster Grund gegen eine Mitgliedschaft im Sportverein werden in beiden Altersgruppen „andere Interessen“ genannt (Kinder und Jugendliche: 49,3 %; Erwachsene: 50,2 %). Erwachsene Befragte mit Vereinsbindung identifizieren als wichtigste Aspekte im Angebot von Sportvereinen die Förderung von Kindern und Jugendlichen (sehr wichtig: 66,5 %), qualifizierte Übungsleitung (55,5 %), preiswerte Sportangebote (46,8 %) sowie die Integration aller Bevölkerungsgruppen (44,4 %). Drei Viertel der Erwachsenen und rund 70 Prozent der Kinder und Jugendlichen fühlen sich auf den Freizeit- und Sportanlagen der Fächerstadt voll und ganz oder eher sicher. Der Aussage „Wenn ich auf Freizeit-/Sportanlagen gehe, fühle ich mich dort und im Umfeld sicher“ stimmt der Großteil der Karlsruherinnen und Karlsruher voll und ganz oder eher zu: Rund ein Drittel der Erwachsenen (30,4 %) und der Kinder und Jugendlichen (29,8 %) stimmen „voll und ganz“ und weitere 45,0 % der Erwachsenen und 39,4 % der unter 18-Jährigen „eher“ zu. Männer bescheinigen die empfundene Sicherheit mit zusammen genommen 78,3 % etwas häufiger „voll und ganz“ oder „eher“ als Frauen (72,1 %); Jungen (75,8 %) häufiger als Mädchen (63,0 %). Wahrgenommene Unsicherheit ist sowohl aus Sicht der Erwachsenen als auch der Kinder und Jugendlichen zumeist bedingt durch als unangenehm oder bedrohlich wahrgenommene Personen oder Gruppen. Die Zufriedenheit der Bevölkerung mit den vorhandenen Bewegungsräumen für Kinder variiert deutlich in Abhängigkeit des Wohnstandorts im Stadtgebiet. Um den unterschiedlichen Anforderungen von Kindern und Jugendlichen an ihr Wohnumfeld Rechnung zu tragen, wurde auch der vorhandene Bewegungsraum für Kinder thematisiert. Jeweils rund ein Drittel der erwachsenen Karlsruherinnen und Karlsruher stimmen der Aussage „In meinem Wohnumfeld haben Kinder genug Raum für Sport und Bewegung.“ voll und ganz (30,4 %) oder eher (38,7 %) zu. Der vorhandene Aktionsraum für Kinder im Wohnumfeld wird vor allem in den Höhenstadtteilen sowie in nördlicher (Waldstadt und Rintheim) und südlicher (Weiherfeld-Dammerstock und Rüppurr) Stadtrandlage positiv bewertet. Vergleichsweise geringe Zustimmung wird der Aussage in den beiden Stadtteilen der Innenstadt (-West: 47,5 %; -Ost: 49,9 %) zuteil. Erläuterungen zu finanziellen Auswirkungen

  • Anlage HEFT 65_Bürgerumfrage 2023_Sport & Bewegung_24-0227_WEB
    Extrahierter Text

    &BStadt Karlsruhe Amt für Stadtentwicklung Ergebnisbericht Sport und Bewegung Bürgerumfrage 2023 @ Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmelin Beiträge zur Stadtentwicklung | Heft Nr. 65 2 | Bürgerumfrage 2023 – Sport und Bewegung Impressum Stadt Karlsruhe Stadt- und Regionalentwicklung Zähringerstraße 61 76133 Karlsruhe Leiter: Christoph Riedel Bereich: Stadtentwicklung Dr. Andrea Hammer Bearbeitung: Benedikt Dierßen Dr. Andrea Hammer Layout: Stefanie Groß Telefon: 0721 133-1201 Fax: 0721 133-1209 E- Mail: stadtentwicklung@karlsruhe.de Internet: www.karlsruhe.de/stadtentwicklung Stand: Mai 2024 Gedruckt in der Rathausdruckerei auf 100 Prozent Recyclingpapier. | Nr. 24-xxxx © Stadt Karlsruhe Alle Rechte vorbehalten. Ohne ausdrückliche Genehmigung des Herausgebers ist es nicht gestattet, diese Veröffentlichung oder Teile daraus zu vervielfältigen oder in elektronischen Systemen anzubieten. Amt für Stadtentwicklung | 3 Inhalt 1. Methodik und Zusammenfassung .......................................................................................................................... 5 Methodik ..........................................................................................................................................................................................................5 Zusammenfassung ............................................................................................................................................................................................7 Statistische Daten zu Sportflächen und Mitgliedschaften in Sportvereinen...........................................................................................................8 2. Sport- und Bewegungsverhalten der Karlsruherinnen und Karlsruher ................................................................. 10 Bewegungsaktive Freizeitgestaltung ................................................................................................................................................................10 Verbreitung sportlicher Aktivität ......................................................................................................................................................................1 1 Einordnung der sportlichen Aktivität ................................................................................................................................................................12 Beweggründe für sportliche Aktivität ...............................................................................................................................................................13 Gründe für die Nichtausübung sportlicher Aktivität ..........................................................................................................................................16 Verbreitung betriebener Sportarten ..................................................................................................................................................................17 3. Organisationsformen von Sport- und Bewegungsaktivtäten ............................................................................... 21 3.1 Verbreitung verschiedener Organisationsformen bei der Sportausübung .................................................................................... 21 3.2 Vereinssport ..................................................................................................................................................................................... 24 Mitgliedschaft im Sportverein ..........................................................................................................................................................................2 4 Gründe gegen eine Mitgliedschaft im Sportverein ............................................................................................................................................26 Ausrichtung des Angebots der Sportvereine .....................................................................................................................................................27 Häufigkeit des Sporttreibens im Verein ............................................................................................................................................................28 Im Sportverein betriebene Sportarten ...............................................................................................................................................................29 Ehrenamtliches Engagement im Sportverein .....................................................................................................................................................31 4. Infrastruktur für Sport und Bewegung in Karlsruhe ............................................................................................. 34 4.1 Allgemeine Zufriedenheit und Sicherheitsempfinden um Sportflächen ........................................................................................ 34 Sport- und Bewegungsfreundlichkeit der Stadt Karlsruhe .................................................................................................................................34 Zufriedenheit mit der Infrastruktur für Bewegung und Sport in Karlsruhe ..........................................................................................................35 Sicherheitsempfinden im Bereich von Freizeit- und Sportanlagen ......................................................................................................................37 4.2 Sport im Stadtteil und im Wohnumfeld .......................................................................................................................................... 42 Ortsbezug der Sportausübung .........................................................................................................................................................................4 2 Z ufriedenheit mit den Möglichkeiten für Sport und Bewegung im Stadtteil .......................................................................................................44 Möglichkeiten für unentgeltliche sportliche Aktivtäten im Wohnumfeld ............................................................................................................47 Eingeschätzte Versorgungslage mit Bewegungsräumen für Kinder im Wohnumfeld...........................................................................................51 5. Anhang Fragebogen für Personen unter 18 Jahren ...................................................................................................................................... 56 Fragebogen für Personen ab 18 Jahren .......................................................................................................................................... 67 4 | Bürgerumfrage 2023 – Sport und Bewegung Amt für Stadtentwicklung | 5 1. Methodik und Zusammenfassung Zehn Jahre nach der zuletzt 2013 breit angelegten Bürgerumfrage zu den Themen Sport, Bewegung und Bäder standen die Themen Sport und Bewegung im Jahr 2023 wieder im Mittelpunkt der jährlich durchgeführten Bürgerumfrage, die neben der erwachsenen Bevölkerung auch Kinder und Jugendliche ab 14 Jahren adressierte. Die Fragebogeninhalte umfassten die Themenblöcke Bewegung und Sport allgemein, Infrastruktur für Bewegung und Sport in Karlsruhe, Vereinssport, Engagement und Beteiligung sowie soziodemografische Angaben zur Person und zum Haushalt. Der Fragebogen für Kinder und Jugendliche stellt dabei im Wesentlichen eine gekürzte Version des Fragebogens für Erwachsene dar, wobei in der Ansprache die Du-Form verwendet wird. Wie auch vor zehn Jahren werden die Erkenntnisse aus den detaillierten Ergebnissen zum Bewegungs- und Sportverhalten der Karlsruher Bevölkerung genutzt, um im Anschluss die kommunale Sportentwicklungsplanung fortzuschreiben. Methodik Nach den Sommerferien 2023 erhielten im September 17.000 zufällig aus dem Einwohnerregister ausgewählte Bürgerinnen und Bürger Karlsruhes im Alter von 18 bis unter 90 Jahren sowie 3.000 Kinder und Jugendliche ab 14 Jahren eine schriftliche Einladung zur Teilnahme an der Bürgerumfrage 2023. Die Minderjährigen wurden über ihre Erziehungsberechtigten angeschrieben. Insgesamt war die Teilnahme über fünf Wochen bis Mitte Oktober im Internet sowie per Papierfragebogen, der auf Nachfrage mitsamt vorfrankiertem Rücksendekuvert verschickt wurde, möglich. Da die Teilnahmebereitschaft erfahrungsgemäß in der Altersgruppe von 18 bis 29 Jahren und bei Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit geringer ausfällt, wurde die Stichprobe nach Alter und Staatsangehörigkeit geschichtet. Die einzelnen Untergruppen wurden entsprechend gewichtet, um am Ende ein repräsentatives Bild der Karlsruher Bevölkerung zu erhalten. Den aus der Zufallsstichprobe ausgewählten Karlsruherinnen und Karlsruhern wurde ein individuelles Passwort im Anschreiben mitgeteilt, um Zugang zur Onlineumfrage zu erhalten. Ebenso wurden 6.910 erwachsene Panel-Adressaten per E-Mail zur Teilnahme an der Online-Umfrage eingeladen. Als Anreiz zur Teilnahme wurden unter allen am Gewinnspiel interessierten teilnehmenden Kindern und Jugendliche sowie unter den volljährigen Befragten jeweils 32 Tageskarten für das Europabad verlost. Im offiziellen Erhebungszeitraum vom 11. September 2023 bis zum 15. Oktober 2023 haben insgesamt 7.050 Befragte teilgenommen (Tabelle 1.1). Bei insgesamt 25.229 zur Umfrage eingeladenen Personen, ergibt sich eine Rücklaufquote von 27,9 %. Unter den zur Umfrage eingeladenen minderjährigen Karlsruherinnen und Karlsruhern lag die Beteiligungsquote mit 34,8 % bei über einem Drittel und damit erheblich höher als unter den Erwachsenen (24,3 %). © michaklootwijk – stock.adobe.com 6 | Bürgerumfrage 2023 – Sport und Bewegung Erhebungszeitraum 11. September 2023 bis 15. Oktober 2023. Erhebungsmethode Befragung online, auf Anfrage schriftlich/postalisch. Grundgesamtheit Personen mit Hauptwohnsitz in Karlsruhe zwischen 18 bis unter 90 Jahren, ohne Bewohner*innen der Landeserstaufnahmeeinrichtung (LEA) sowie Bewohner*innen in Alten- und/oder Pflegeheimen. Sampling Disproportional geschichtete Zufallsstichprobe (Altersgruppe und Staatsangehörigkeit) von Personen zwischen 18 bis unter 90 Jahren mit Hauptwohnsitz in Karlsruhe (ohne Bewohner*innen der Landeserstaufnahmeeinrichtung (LEA) sowie im Panel erfasste Personen. Stichproben Erwachsene: 17.000 brutto, 15.786 bereinigt (1.214 Personen nicht erreichbar). Kinder und Jugendliche: 3.000 brutto, 2.867 bereinigt (133 Personen nicht erreichbar). Panel 6.910 brutto, 6.576 bereinigt (334 Personen nicht erreichbar). Rücklaufquote insgesamt Bezogen auf den effektiven Stichproben- und Panelumfang (25.229) ergeben sich folgende Rücklaufquoten: 7.050 (27,9 %) haben insgesamt teilgenommen. Darunter haben 66 Personen einen schriftlichen Fragebogen angefragt und zurückgeschickt. Rücklaufquoten nach Altersgruppen 998 (34,8 %) aus der Stichprobe Kinder und Jugendliche haben teilgenommen. 3.839 (24,3 %) aus der Stichprobe Erwachsene haben teilgenommen. 2.213 (33,7 %) aus dem Panel (Erwachsene) haben teilgenommen. Redressment Proportionale Nachgewichtung um bekannte Randverteilung (Altersstruktur und Staatsangehörigkeit gemäß Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) zu erreichen. Genauigkeit der Ergebnisse Die Genauigkeit der Ergebnisse unterliegt dem Stichprobenumfang sowie bei Anteilswerten der jeweiligen Prozentverteilung. Die maximale Breite des Konfidenzintervalls beträgt, bezogen auf einen Anteilswert von 50 %, bei allen 7.050 Befragten ± 2,3 Prozentpunkte. Für unendlich viele Stichproben umschließen 95 % der so gezogenen Stichproben den wahren Populationswert. Umfrageergebnisse www.karlsruhe.de/stadtentwicklung Tabelle 1.1 Studiendesign Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2023 –Sport und Bewegung. Amt für Stadtentwicklung | 7 Zusammenfassung Insgesamt attestieren die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Karlsruhe ein hohes Maß an Sport- und Bewegungsfreundlichkeit. Mehr als zwei Drittel der Befragten stimmen der Aussage „Karlsruhe ist insgesamt eine sport- und bewegungsfreundliche Stadt“ voll und ganz oder eher zu (Kinder und Jugendliche: 67,8 %; Erwachsene: 70,4 %). Auch die Zufriedenheit mit dem wahrgenommenen aktivitätsbezogenen Angebot in der Stadt ist in der Bevölkerung sehr ausgeprägt: Zusammengenommen 88,7 % der erwachsenen und 86,0 % der unter 18-Jährigen Befragten geben an, mit den gebotenen Möglichkeiten für Sport und Bewegung in Karlsruhe sehr zufrieden oder eher zufrieden zu sein. Bezogen auf die Möglichkeiten im eigenen Wohnstadtteil fällt die Zufriedenheit mit 82,1 % bei den volljährigen und 73,9 % bei den minderjährigen Karlsruherinnen und Karlsruhern etwas niedriger aus. Der in der Bürgerumfrage 2023 breit definierte Begriff "sportliche Aktivität" umfasst sowohl Erholungsaktivitäten wie Spazierengehen und gemütliches Schwimmen als auch Wettkampf- und Freizeitsport. Insgesamt geben 84,7 % der Erwachsenen und 87,5 % der Kinder und Jugendlichen an, sportlich aktiv zu sein. Im Vergleich zum Jahr 2013 ist der Anteil sportlich Aktiver beinahe konstant, während bei Jugendlichen ein leichter Rückgang zu verzeichnen ist. Die Einordnung der eigenen sportlichen Aktivität zeigt, dass erholungsaktive Bewegung und Freizeitsport mit jeweils etwa 48 Prozent ähnlich verbreitet sind. Als überwiegend Leistungssport betreibend bezeichnen sich selbst nur 2,8 % der erwachsenen Karlsruherinnen und Karlsruher. Der Faktor Gesundheit nimmt als Grund für körperliche Aktivität in der Motivlage der Befragten eine bedeutsame Rolle ein: Mehr als neun von zehn erwachsenen Karlsruherinnen und Karlsruhern stufen gesundheitliche Aspekte als sehr wichtig (62,5 %) oder wichtig (31,3 %) ein. Daneben werden „Fitness, Kondition und Beweglichkeit“ (zusammen 89,0 %) sowie „Ausgleich, Entspannung und Erholung“ (84,4 %) als wichtige Anreize gesehen. Bei Kindern und Jugendlichen steht dagegen „Spaß, Freude an Sport und Spiel“ auf Rang 1 der Gründe für Sport und Bewegung (sehr wichtig: 59,9 %; wichtig: 29,5 %). Fehlende Zeit wird von nicht aktiven Jugendlichen (35,2 %) und Erwachsenen (36,4 %) als häufigste Begründung gegen sportliche Aktivität ins Feld geführt. Radsport/Biken (Erwachsene: 35,4 %; Kinder und Jugendliche: 18,4 %) sowie Fitness/Kraftsport (Erwachsene: 29,4 %; Kinder und Jugendliche: 26,3 %) sind bei den Karlsruherinnen und Karlsruhern die beiden beliebtesten Sportarten. Unter Erwachsenen zählen außerdem Spazierengehen (23,9 %) und Laufsport/Joggen (20,3 %) zu den am häufigsten ausgeübten Bewegungsaktivitäten. Unter Kindern und Jugendlichen erfreuen sich Fußball (17,8 %) und Tanzsport (11,5 %) besonderer Beliebtheit. Altersspezifische Analysen zeigen, dass Fitness und Kraftsport vor allem in jungen Jahren, Radsport, Wandern und Spazierengehen dagegen eher unter älteren Befragten verbreitet sind. Für bis zu drei am häufigsten praktizierten Sportarten konnten die Befragten detaillierte Angaben zu den jeweiligen Ausübungsgewohnheiten, wie Häufigkeit und Dauer einer Trainingseinheit, Ausübungsort und organisatorischer Hintergrund machen. Kinder und Jugendliche greifen zu 62,0 %, Erwachsene zu 31,4 % auf die organisatorischen Strukturen von Sportvereinen zu. Damit nehmen Sportvereine für Kinder und Jugendliche die wichtigste Rolle bei der Ausübung sportlicher Aktivitäten ein, während Erwachsene ihre Sportarten noch häufiger selbst organisiert auf frei zugänglichen Flächen ausüben. Im Vergleich zur Befragung vor zehn Jahren ist der Bevölkerungsanteil mit Vereinsbindung bei den Erwachsenen in etwa konstant (2013: 33,4 %; minus 2 Prozentpunkte), während unter Kindern und Jugendliche ein stärkerer Rückgang zu verzeichnen ist (2013: 73,4 %; minus 11,4 Prozentpunkte). Als häufigster Grund gegen eine Mitgliedschaft im Sportverein werden in beiden Altersgruppen andere Interessen genannt (Kinder und Jugendliche: 49,3 %; Erwachsene: 50,2 %). Befragte mit Vereinsbindung identifizieren als wichtigste Aspekte im Angebot von Sportvereinen die Förderung von Kindern und Jugendlichen (sehr wichtig: 66,5 %), qualifizierte Übungsleitung (55,5 %), preiswerte Sportangebote (46,8 %) sowie die Integration aller Bevölkerungsgruppen (44,4 %). Der Aussage „Wenn ich auf Freizeit-/Sportanlagen gehe, fühle ich mich dort und im Umfeld sicher“ stimmt der Großteil der Karlsruherinnen und Karlsruher voll und ganz oder eher zu: Rund ein Drittel der Erwachsenen (30,4 %) und der Kinder und Jugendlichen (29,8 %) stimmen „voll und ganz“ und weitere 45,0 % der Erwachsenen und 39,4 % der unter 18-Jährigen „eher“ zu. Männer bescheinigen die empfundene Sicherheit mit zusammengenommen 78,3 % etwas häufiger „voll und ganz“ oder „eher“ als Frauen (72,1 %); Jungen (75,8 %) häufiger als Mädchen (63,0 %). Wahrgenommene Unsicherheit wird von den Befragten vor allem durch unangenehme Personen und Gruppen (Erwachsene: 37,8 %; Kinder und Jugendlich e: 30,8 %) oder durch belästigendes Verhalten verursacht (Erwachsene: 20,3 %; Kinder und Jugendliche: 15,4 %). Kinder und Jugendliche nennen außerdem bedrohliche Jugendliche (26,9 %), Erwachsene fehlende Beleuchtung (19,4 %) als ausschlaggebend für Unsicherheitsgefühle auf und um Sportanlagen. Die Aussage zur Verfügbarkeit über ausreichend kostenfreie Möglichkeiten zur Sportausübung im Wohnumfeld erfährt in der Bevölkerung insgesamt eine breite Zustimmung. R und ein Viertel (24,4 %) pflichten der Aussage „In meinem Wohnumfeld gibt es genug Möglichkeiten, ohne Bezahlung sportlichen Aktivitäten nachzugehen“ voll und ganz und ein weiteres Drittel (33,8 %) eher bei. Zusammengenommen 16,5 % stimmen dieser Aussage eher nicht (11,7 %) oder gar nicht (4,8 %) zu. Unter 18-Jährige schätzen die Versorgungslage mit kostenfreien Bewegungsangeboten im Wohnumfeld etwas weniger positiv ein als die Erwachsenen. Der Wunsch nach Fitness- und Sportgeräten im Freien (38,7 %) wird von Männern und Frauen mit geringer oder fehlender Zustimmung in allen Altersklassen am häufigsten geäußert. 8 | Bürgerumfrage 2023 – Sport und Bewegung Um den unterschiedlichen Anforderungen von Kindern und Jugendlichen an ihr Wohnumfeld Rechnung zu tragen, wurde auch der vorhandene Bewegungsraum für Kinder thematisiert. Jeweils rund ein Drittel der Karlsruherinnen und Karlsruher stimmen der Aussage „In meinem Wohnumfeld haben Kinder genug Raum für Sport und Bewegung“ voll und ganz (30,4 %) oder eher (38,7 %) zu. Der vorhandene Aktionsraum für Kinder im Wohnumfeld wird vor allem in den Höhenstadtteilen sowie in nördlicher (Waldstadt und Rintheim) und südlicher (Weiherfeld-Dammerstock und Rüppurr) Stadtrandlage positiv bewertet. Vergleichsweise geringe Zustimmung wird der Aussage in den beiden Stadtteilen der Innenstadt (-West: 47,5 %; -O st: 49,9 %) zuteil. Statistische Daten zu Sportflächen und Mitgliedschaften in Sportvereinen Abbildung 1.1 zeigt die zahlenmäßige Entwicklung von Sport- und Spielanlagen in Karlsruhe für die letzten zehn Jahre. Bei den Großspielfeldern mit einer Fläche 5.400 m² oder mehr ist, wie auch bei Tennisfeldern im Freien, ein leichter Rückgang (minus 10 beziehungsweise 21 Anlagen) zu verzeichnen. Auch Kleinspielfelder unter 5.400 m² sind in den letzten zehn Jahren insgesamt rückläufig (minus 26 Anlagen), wobei sich die Angebotslage in den letzten drei Jahren wieder etwas entspannt hat. Steigende Tendenzen sind bei kleineren Turn-/Sporthallen und Gymnastikräumen zu erkennen, die sich im Laufe der Jahre von 136 auf 165 Anlagen vermehrt haben. Auch bei Beachvolleyballanlagen (plus 15 Anlagen) und Tennisfeldern in Hallen (plus 5 Anlagen) konnte das Angebot ausgeweitet werden. Abbildung 1.1 Entwicklung vonSport-und Spielanlagen in Karlsruhe 2014 bis 2023 1 295 286286 283283283283 286 274274 290 252252 255255255255 282 264264 136 135135 134134 145145 153 165165 117 116116116116 115115 110 107107 63 63 63 6464 636363 6464 34 3939 3838 4949 46 4949 26262626262626 30 3131 0 50 100 150 200 250 300 2014201520162017 2018 20192020202120222023 Tennisfelder im Freien Kleinspielfelder (< 5.400 qm) Turn-/Sporthallen und Gymnastikräume (< 405 qm) Großspielfelder (≥ 5.400 qm) Turn -und Sporthallen ( ≥ 405 qm) Beachvolleyballanlagen Tennisfelder in Hallen 1 Ausgewählte Darstellung von Sport - und Spielanlagen ab einer Anzahl von 20 Anlagen im Jahr 2024 (außer Schießstände). Quelle Statistische Jahrbücher der Stadt Karlsruhe 2014 bis 2023. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2023 –Sport und Bewegung. Anzahl Amt für Stadtentwicklung | 9 Bezüglich der Mitgliederzahlen in Sportvereinen in Karlsruhe ist in den vergangenen zehn Jahren ein Anstieg um rund 15 Prozent zu verzeichnen (von 88.363 im Jahr 2013 auf 101.460 im Jahr 2022; siehe Abbildung 1.2). Mit Abstand am stärksten sind darunter Mitglieder aus Vereinen vertreten, die den Sportarten Fußball (2022: 24.338) sowie Turnen/Gymnastik (2022: 22.625) zuzuordnen sind. Der größte Einzelverein ist der Karlsruher Sportclub (KSC) mit rund 14.500 Mitgliedern. Abbildung 1.2 Entwicklung der Mitgliederzahlen in Sportvereinen inKarlsruhe nach Geschlecht 2013 bis 2022 1 88.363 92.746 94.883 97.138 95.931 97.728 99.715 96.992 97.105 101.460 54.703 57.361 58.710 60.041 59.185 60.209 61.273 60.143 60.228 62.811 33.660 35.385 36.173 37.097 36.746 37.519 38.442 36.849 36.877 38.649 0 20.000 40.000 60.000 80.000 100.000 2013201420152016 2017 20182019202020212022 insgesamt männlich weiblich 1Aktive und passive Mitglieder Quelle Statistische Jahrbücher der Stadt Karlsruhe 2014 bis 2023. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2023 –Sport und Bewegung. Anzahl © yuriygolub – stock.adobe.com 10 | Bürgerumfrage 2023 – Sport und Bewegung 2. Sport und Bewegungsverhalten der Karlsruherinnen und Karlsruher Um das Sport- und Bewegungsverhalten der Karlsruherinnen und Karlsruher zu analysieren, wurde im Rahmen der Bürgerumfrage nach der eigenen sportlichen Aktivität, den Beweggründen für oder gegen körperliche Ertüchtigung sowie nach den drei am häufigsten betriebenen Sportarten gefragt. Diese drei Hauptaktivitäten wurden in Bezug auf gewohnheitsmäßige Häufigkeit und Dauer der Ausübung, Anreisegewohnheiten zur und Ort der Aktivität hin erörtert. Die so gewonnenen detailreichen Erkenntnisse über das Bewegungsverhalten der städtischen Bevölkerung fließen in die Berechnungen zur Sportentwicklungsplanung ein. Bewegungsaktive Freizeitgestaltung Neben klassischen sportlichen Aktivitäten wie Lauftraining oder Mannschaftssportarten gibt es zahlreiche bewegungsaktive Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Um diese auch zu erfassen, waren als Einstiegsfrage die allgemeinen Gewohnheiten der bewegungsaktiven Freizeitgestaltung der Karlsruherinnen und Karlsruher von Interesse. Dabei zeigt sich, dass „Sport treiben“ zu den am intensivsten verfolgten bewegungsaktiven Möglichkeiten der Freizeitgestaltung gehört (mehrmals oder mindestens einmal pro Woche: 70,2 %), aber auch längere Aufenthalte oder Spaziergehen in Parks, Grünanlagen oder Wäldern (65,7 %) sowie Radtouren werden recht häufig mindestens wöchentlich unternommen (45,5 %; siehe Abbildung 2.1). Die Frequenz, mit der Sport getrieben wird, sinkt mit zunehmendem Alter: Geben unter den 18- bis unter 30-Jährigen 43,9 % an, mehrmals pro Woche Sport zu treiben, sind es bei den ab 75-Jährigen nur noch 30,6 %. Personen mit höherem Einkommen treiben häufiger Sport. Bei einem gewichteten Pro-Kopf-Einkommen von unter 1.000 Euro netto im Monat sind 37,7 % mehrmals pro Woche sportlich aktiv; bei 4.000 Euro im Monat und mehr sind es rund die Hälfte (49,8 %). Der Erholungsgedanke bei der Wahl der bewegungsaktiven Freizeitgestaltung scheint bei Frauen etwas ausgeprägter als bei Männern. Gut jeder vierte Karlsruher (27,5 %) und mehr als jede dritte Karlsruherin (37,0 %) geben an, mehrmals pro Woche längere Spaziergänge oder Aufenthalte in Parks, Grünanlagen oder im Wald zu unternehmen. Abbildung 2.1 Häufigkeitverschiedener Möglichkeiten der Freizeitgestaltung der Karlsruherinnenund Karlsruher 2023 2,6 2,9 22,3 27,0 32,0 41,0 8,6 6,5 12,7 18,5 33,7 29,2 37,8 10,9 8,4 20,1 21,5 8,1 42,6 44,3 16,5 21,7 10,7 14,6 8,4 35,4 40,1 12,7 2,1 7,2 0102030405060708090100 Fahrt in die weitere Umgebung zum Spazierengehen/Wandern... Besuch von Sportveranstaltungen Arbeit/Aufenthalt im Garten/Kleingarten/Obstbaumwiese Fahrradfahren (Ausflüge, Radtouren) Längerer Aufenthalt oder Spazierengehen in Parks, Grünanlagen oder Wäldern Sport treiben Mehrmals pro WocheMindestens einmal pro WocheMindestens einmal pro MonatSeltenerNie Basis6.164 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2023 –Sport und Bewegung. % „Wie häufig üben Sie die folgenden Möglichkeiten der Freizeitgestaltung in der Regel aus?" Amt für Stadtentwicklung | 11 Verbreitung sportlicher Aktivität Die Definition der Formulierung "sportliche Aktivität" ist nicht klar abgegrenzt und erfordert für ein genaueres Verständnis eine detailliertere Beschreibung. In dieser Bürgerumfrage wird eine breit angelegte Interpretation zugrunde gelegt, bei der der Begriff "sportliche Aktivität" die gesamte Palette von bewegungsaktiver Erholung, einschließlich Spazierengehen, gemütlichem Schwimmen oder Radfahren, aber auch alle Arten von Wettkampf- und Freizeitsport umfasst. Die gezielte Frage nach der sportlichen Aktivität soll Aufschluss über die Anteile sportlich aktiver und passiver Karlsruher Bürgerinnen und Bürger geben. Auf den ersten Blick fällt auf, dass der Anteil sportlich Aktiver unter den erwachsenen Karlsruherinnen und Karlsruhern in den letzten zehn Jahren konstant um die 85 Prozent liegt, während für die Kinder und Jugendlichen ab 14 Jahren ein Rückgang (von 95,0 % auf 87,5 %) der sich selbst als sportlich aktiv Einstufender zu verzeichnen ist (siehe Abbildung 2.2). In der erwachsenen Bevölkerung bleibt der Anteil sportlich Aktiver über fast alle Altersgruppen hinweg konstant hoch und sinkt erst ab 75 Jahren auf unter 84 Prozent (73,1 %). Unter den körperlich beeinträchtigten volljährigen Befragten liegt der Anteil sportlich Aktiver bei über zwei Dritteln (70,0 %). Abbildung 2.2 Sportliche Aktivität der Karlsruherinnenund Karlsruher 2023 und 2013 95,5 87,5 85,1 84,7 4,5 12,5 14,9 15,3 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 Kinder und Jugendliche 2013 Kinder und Jugendliche 2023 Erwachsene 2013Erwachsene 2023 JaNein Basis728 | 997 | 3.325 | 6.219 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2023 –Sport und Bewegung. % „Bist Du sportlich aktiv?" | „Sind Sie sportlich aktiv?" 12 | Bürgerumfrage 2023 – Sport und Bewegung Einordnung der sportlichen Aktivität Von den sich selbst als sportlich aktiv einordnenden Befragten geben mit 97,2 % fast alle an, auch innerhalb der letzten vier Wochen sportlich aktiv gewesen zu sein. Jeweils rund die Hälfte der Stadtbevölkerung ordnen ihre sportliche Aktivität als überwiegend bewegungsaktive Erholung (48,3 %) oder Freizeitsport (48,9 %) ein (siehe Abbildung 2.3). Bewegungsaktive Erholung wurde in der Umfrage mit den Beispielen Spazierengehen, Baden und gemütlichem Radfahren beschrieben. Für Freizeitsport wurden die Aktivitäten Ballsport, Leichtathletik, sportliches Schwimmen und Radfahren sowie Fitness als Beispiele herangezogen. Das Thema Wettkampf- und Leistungssport nimmt mit 2,8 % (Männer: 4,1 %; Frauen 1,5 %) nur für relativ wenige Befragte eine zentrale Rolle ein. Während im jüngerem Lebensalter überwiegend Freizeitsport betrieben wird (14 bis unter 18 Jahre: 63,8 %; 18 bis unter 30 Jahre: 60,4 %), ist vor allem ab Erreichen des 65. Lebensjahres überwiegend bewegungsaktive Erholung verbreitet (65 bis unter 75 Jahre: 63,4 %; 75 Jahre und älter: 64,9 %). Insgesamt ist unter den Frauen eher bewegungsaktive Erholung (55,8 %) und bei den Männern häufiger Freizeitsport (54,5 %) vorherrschend. Diese Geschlechterunterschiede zeigen sich noch stärker ausgeprägt bei den Kindern und Jugendlichen: Während Mädchen häufiger eher erholsame Bewegungsaktivtäten unternehmen (24,2 %; Jungs: 15,0 %), ist beim Leistungssport der Anteil der Jungen mit 22,2 % etwa doppelt so hoch wie bei den Mädchen (10,7 %). Abbildung 2.3 Einordnung der eigenen sportlichen Aktivitätnach Alter und Geschlecht inKarlsruhe 2023 TG 24,2 15,0 19,9 64,9 63,4 53,9 43,7 33,5 55,8 41,4 48,3 65,1 62,8 63,8 34,3 35,8 44,7 53,3 60,4 42,7 54,5 48,9 10,7 22,2 16,3 0,8 0,9 1,4 3,0 6,1 1,5 4,1 2,8 0102030405060708090100 Mädchen Jungen 14 bis unter 18 Jahre 75 Jahre und älter 65 bis unter 75 Jahre 45 bis unter 65 Jahre 30 bis unter 45 Jahre 18 bis unter 30 Jahre Weiblich Männlich Karlsruhe insgesamt 2023 Überwiegend bewegungsaktive Erholung Überwiegend Freizeitsport treiben Überwiegend Wettkampf- oder Leistungssport treiben TG Teilgruppe: Nur Befragte, die angegeben haben sportlich aktiv zu sein. Basis5.261 | 860 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2023 –Sport und Bewegung. % „Wie würden Sie Ihre | würdest Du Deine sportliche Aktivität einordnen ?" Amt für Stadtentwicklung | 13 Beweggründe für sportliche Aktivität Menschen gehen aus vielfältigen Gründen sportlichen und bewegungsbezogenen Aktivitäten nach. Um dabei die persönlichen Anreize und Motivlagen zu verstehen, wurden die sportlich Aktiven gebeten, die Bedeutung verschiedener Motive zu bewerten. Allen voran wird dabei unter den Erwachsenen das Thema „Gesundheit“ als besonders wichtige Begründung für die Ausübung von körperlicher Aktivität betrachtet: Mehr als neun von zehn Karlsruherinnen und Karlsruhern stufen gesundheitliche Motive als sehr wichtig (62,5 %) oder wichtig (31,3 %) ein (siehe Abbildung 2.4). Weitere wichtige Motive sind „Fitness, Kondition und Beweglichkeit“ (zusammen 89,0 % sehr wichtig oder wichtig) sowie „Ausgleich, Entspannung und Erholung“ (84,4 % sehr wichtig oder wichtig). Nur von sehr wenigen sportlich Aktiven werden dagegen die Motive „Wettkampf und Erfolg“ als Beweggründe angeführt. Im Zeitvergleich sind gegenüber der Befragung aus dem Jahr 2013 vor allem „Gesundheit“ (2013 sehr wichtig: 56,0 %) und „Fitness, Kondition und Beweglichkeit“ (2013 sehr wichtig: 42,4 %) noch bedeutsamer geworden. Der damals noch zweitwichtigste Beweggrund „Ausgleich, Entspannung und Erholung“ hat dagegen etwas an Relevanz verloren (2013 sehr wichtig: 45,5 %). Für die sportlich aktiven Kinder und Jugendlichen in Karlsruhe ergibt sich bei der Motivlage für sportliche Aktivitäten eine etwas andere Rangfolge. Allen voran werden „Spaß, Freude an Sport und Spiel“ als sehr wichtig (59,9 %) oder wichtig (29,5 %) empfunden (siehe Abbildung 2.5). Doch auch für die jüngsten Befragten sind „Fitness, Kondition und Beweglichkeit“ an zweiter Stelle der Rangfolge zu finden. Während gegenüber den erwachsenen Befragten auch „Wettkampf und Erfolg“ als relativ häufig sehr wichtig (21,0 %) oder wichtig (22,2 %) angesehen werden, kommt dem für Erwachsene bedeutsamen „Natur erleben“ bei Kindern und Jugendlichen nur eine marginale Rolle zu (sehr wichtig: 14,1 %, wichtig: 27,6 %). @ Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmelin 14 | Bürgerumfrage 2023 – Sport und Bewegung 3,5 3,7 6,7 7,4 9,7 14,0 19,5 20,4 16,7 14,9 19,0 18,1 24,8 20,0 30,9 32,4 35,3 35,3 45,5 40,0 42,2 47,4 56,0 62,5 8,7 8,4 17,7 19,2 21,1 24,0 36,8 34,9 40,0 41,0 36,8 40,9 38,5 39,7 37,8 40,0 42,0 41,9 41,4 44,2 42,5 41,6 35,0 31,3 16,5 17,5 23,7 26,3 29,4 32,1 26,5 30,1 27,4 29,6 26,5 26,7 24,3 26,7 21,3 19,7 17,1 18,0 10,8 12,8 12,9 9,5 7,7 5,5 34,4 35,9 32,2 29,6 26,4 23,1 13,0 11,9 12,3 11,5 13,0 11,1 9,0 10,1 7,4 6,0 4,3 3,9 1,8 2,4 1,6 1,3 0,9 0,6 36,8 34,6 19,8 17,5 13,5 6,8 4,7 2,7 3,6 2,9 4,7 3,2 3,4 3,6 2,6 1,9 1,3 0,9 0,6 0,7 0,8 0,2 0,4 0,1 0102030405060708090100 2013 2023 2013 2023 2013 2023 2013 2023 2013 2023 2013 2023 2013 2023 2013 2023 2013 2023 2013 2023 2013 2023 2013 2023 Sehr wichtigWichtigTeils-teilsUnwichtigVöllig unwichtig Abbildung 2.4 Wichtigkeit verschiedener Motive bei der Ausübung sportlicher AktivtäteninKarlsruhe 2023 | Erwachsene TG TG Teilgruppe: Nur Befragte, die angegeben haben sportlich aktiv zu sein. Basis5.239 | 2.809 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2023 –Sport und Bewegung. „Nun möchten wir ganz allgemein wissen, warum Sie persönlich Sport beziehungsweise Bewegungsaktivitäten ausüben. Wie wichtig sind Ihnen hierbei die folgenden Motive? " Ausgleich, Entspannung, Erholung Spaß, Freude an Sport und Spiel Die Natur erleben Etwas für Figur und Aussehen tun Den eigenen Körper erleben Abwechslung, Zeitvertreib, Unterhaltung Gemeinsames Erleben, Geselligkeit Streben nach Leistung, persönlicher Verbesserung Ästhetik der Bewegung Wettkampf, Erfolg Gesundheit Fitness,Kondition, Beweglichkeit % Amt für Stadtentwicklung | 15 15,2 14,1 8,7 12,3 17,7 21 11,3 19,1 28,7 29,8 23,5 37,6 19,3 31,4 28,2 31 22,9 27 32,9 37,4 35,9 40,1 63,4 59,9 26,4 27,6 23,9 29,9 22,5 22,2 32,8 35,2 33,6 33,1 36,6 31,9 41,9 39,9 48,2 40,6 52,1 45,6 40,6 42,2 44,5 41,8 29,9 29,5 33,3 33,3 30,9 30 29,6 24,7 34,3 29,3 21,1 22,6 28,6 21,5 26,9 21 18,7 20,9 19,5 21,8 20,3 15,2 16,8 14 5,7 9,2 15,8 18 23,6 18,1 17,5 19 15,5 12,6 11,3 10,3 8,8 6,9 9,3 6,1 4,6 5,9 4,6 4,7 4,6 4,5 2,3 3,5 0,9 1,2 9,2 7 13,1 9,7 12,7 13 6,1 3,7 5,4 4,2 2,5 2,1 2,6 1,5 1 1,6 0,9 0,9 1,5 0,7 0,6 0,6 0,1 0,3 0102030405060708090100 2013 2023 2013 2023 2013 2023 2013 2023 2013 2023 2013 2023 2013 2023 2013 2023 2013 2023 2013 2023 2013 2023 2013 2023 Sehr wichtigWichtigTeils-teilsUnwichtigVöllig unwichtig Gesundheit Abwechslung, Zeitvertreib, Unterhaltung Gemeinsames Erleben, Geselligkeit Ausgleich, Entspannung, Erholung Streben nach Leistung, persönlicherVerbesserung Etwas für Figurund Aussehen tun Den eigenen Körper erleben Wettkampf, Erfolg Ästhetik der Bewegung Spaß, Freude anSport und Spiel Fitness,Kondition, Beweglichkeit Abbildung 2.5 Wichtigkeit verschiedener Motive bei der Ausübung sportlicher AktivtäteninKarlsruhe 2023 | Kinder und Jugendliche TG „Nun möchten wir ganz allgemein wissen, warum Du persönlich Sport beziehungsweise Bewegungsaktivitäten ausübst. Wie wichtig sind Dir hierbei die folgenden Motive? " TG Teilgruppe: Nur Befragte, die angegeben haben sportlich aktiv zu sein. Basis862 | 689 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2023 –Sport und Bewegung. Die Natur erleben % 16 | Bürgerumfrage 2023 – Sport und Bewegung Gründe für die Nichtausübung sportlicher Aktivität Der häufigste Grund für die Nichtausübung sportlicher Aktivitäten ist sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern und Jugendlichen mangelnde Zeit (Erwachsene: 36,4 %; Kinder und Jugendliche: 35,2 % - siehe Abbildung 2.6). Genauer differenziert sind es unter den Erwachsenen vor allem die Befragten im Alter von 30 bis unter 45 Jahren (58,4 %) sowie Befragte aus Haushalten mit Kindern (58,3 %; Haushalte ohne Kinder: 26,7 %), die aus zeitlichen Gründen keinen sportlichen Aktivtäten nachgehen. Jeweils über ein Viertel der nicht sportlich aktiven Erwachsenen führen den eigenen Gesundheitszustand (26,5 %) oder Erschöpfung (26,4 %) als ausschlaggebende Gründe an. Unter den Kindern und Jugendlichen finden sich häufig die Aussagen „Ich habe kein Interesse“ (32,8 %) oder „Ich kenne niemanden, der mitmacht – alleine möchte ich nicht mit einer sportlichen Aktivität beginnen“ (32,0 %). Neben der fehlenden Gesellschaft für den Beginn einer sportlichen Aktivität mangelt es bei Kindern und Jugendlichen häufig an einer Angebotsübersicht: „Ich weiß nicht, wo ich ein geeignetes Sportangebot für mich finden könnte“ geben 27,2 % der nicht sportlich aktiven minderjährigen Befragten kund. Abbildung 2.6 Gründe gegen sportliche Aktivität bei Jugendlichen und Erwachsenen in Karlsruhe 2023 TG, MFN 10,4 5,6 8,0 27,2 12,8 32,0 32,8 20,8 8,8 35,2 10,6 6,0 6,8 9,7 12,1 14,3 19,1 21,3 26,4 26,5 36,4 010203040 Sonstiges Es fehlen frei zugängliche Sportanlagen. Der Weg zur nächsten Sportmöglichkeit (z. B. Sportplatz, Verein, Fitness-Studio) ist mir zu weit. Ich fühle mich dafür zu alt.** Ich weiß nicht, wo ich ein geeignetes Sportangebot für mich finden könnte. Der finanzielle Aufwand für die Ausübung von Sportaktivitäten ist mir zu hoch.* Ich kenne niemanden, der mitmacht –alleine möchte ich nicht mit einer sportlichen Aktivität beginnen. Ich habe kein Interesse. Ich fühle mich dafür zu erschöpft. Mein Gesundheitszustand (oder körperliche Einschränkung) lässt Sportaktivitäten nicht zu. Ich habe keine Zeit. Erwachsene Kinder und Jugendliche TGTeilgruppe: Nur Befragte, die angegeben haben sportlich nicht aktiv zu sein MFN Mehfachnennungen möglich, daher Summe ungleich 100%. *Formulierung bei Kindern und Jugendlichen: "Die Ausübung von Sportaktivitäten ist mir oder meinen Eltern zu teuer". ** Antwortoption stand nur für Erwachsene zur Auswahl. Basis938 | 125 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2023 –Sport und Bewegung. % „Welche der nachfolgenden Gründe sind dafür ausschlaggebend, dass Sie nicht sportlich aktiv sind | Du nicht sportlich aktiv bist?" Amt für Stadtentwicklung | 17 Verbreitung betriebener Sportarten Die Befragten wurden gebeten, Angaben zu ihren am häufigsten ausgeübten Sportarten zu machen, wobei bis zu drei Arten der sportlichen Betätigung genannt werden konnten. Die aufgeführten Anteilswerte der verschiedenen Sportarten summieren sich daher auf über 100 Prozent. Insgesamt ist Radfahren bei den Karlsruherinnen und Karlsruhern besonders beliebt. Für Kinder und Jugendliche stellt Radsport (18,4 %) nach Fitness/Kraftsport (26,3 %) die am zweithäufigsten ausgebübte sportliche Aktivität dar und befindet sich unter den Erwachsenen mit 35,4 % sogar auf Rang 1 (siehe Abbildungen 2.7 und 2.8). Die Ausübung von Fitness und Kraftsport rangiert bei den volljährigen Befragten an zweiter Stelle (29,4 %). Spazierengehen wird von den Erwachsenen am dritthäufigsten (23,9 %; Kinder und Jugendliche: 11,1 %) genannt, während bei den Befragten unter 18 Jahren Fußball mit 17,8 % verbreitet ist (Erwachsene: 4,2 %). Insgesamt zeigt sich, dass in jungen Jahren ein deutlich breiteres Spektrum an verschiedenen Sportarten abgedeckt wird, während sich bei den Erwachsenen vergleichsweise viele für die prominentesteten Aktivitäten entscheiden, die auch ohne Begleitung ausgeübt werden können. Anteile von über fünf Prozent erreichen bei den Kindern und Jugendlichen zwölf verschiedene Sportarten; unter Erwachsenen sind es lediglich sieben. Zu beobachten ist außerdem eine stärkere Bedeutung von Mannschaftssportarten für Karlsruherinnen und Karlsruher unter 18 Jahren. Abbildung 2.7 Am häufigsten ausgeübte Sportarten von Karlsruherinnen und Karlsruhern ab 18 Jahren TG,MFN 2,8 3,4 3,4 4,1 4,2 5,0 9,5 11,0 11,0 20,3 23,9 29,4 35,4 010203040 Wassersport Klettersport/Bouldern Tennis Tanzsport Fußball Yoga Gymnastik Schwimmsport/Baden Wandern Laufsport/Joggen Spazierengehen Fitness/Kraftsport Radsport/Biken TG Teilgruppe: Nur Befragte, die angegeben haben sportlich aktiv zu sein. MFN Mehfachnennungen möglich, daher Summe ungleich 100%. Basis5.257 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2023 –Sport und Bewegung. % „Welche Sportartenbeziehungswiese Bewegungsaktivitäten üben Sie im Allgemeinen aus? Welches ist Ihre häufigste/zweit-/dritthäufigste betriebene Aktivität?“ 18 | Bürgerumfrage 2023 – Sport und Bewegung Abbildung 2.8 Am häufigsten ausgeübte Sportarten von Karlsruherinnen und Karlsruhern unter 18 Jahren TG, MFN 4,0 4,0 4,5 5,5 7,3 7,3 7,4 8,0 8,0 10,0 11,1 11,5 17,8 18,4 26,3 010203040 Handball Turnsport Leichtathletik Reit- und Fahrsport Kampfsport Schwimmsport/Baden Basketball Tennis Volleyball Laufsport/Joggen Spazierengehen Tanzsport Fußball Radsport/Biken Fitness/Kraftsport TG Teilgruppe: Nur Befragte, die angegeben haben sportlich aktiv zu sein. MFN Mehfachnennungen möglich, daher Summe ungleich 100%. Basis866 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2023 –Sport und Bewegung. % „Welche Sportartenbeziehungsweise Bewegungsaktivitäten übst Du im Allgemeinen aus? Welches ist Deine häufigste/zweit- /dritthäufigste betriebene Aktivität?“ Amt für Stadtentwicklung | 19 Die eingangs bereits bei der bewegungsaktiven Freizeitgestaltung beschriebenen geschlechtsspezifischen Differenzen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen schlagen sich auch in den ausgebübten Sportarten nieder: Für fast jede dritte Karlsruherin (31,3 %) zählt Spazierengehen zu den drei am häufigsten ausgeübten Sportarten (Männer: 17,4 %). Dagegen wird Radsport/Biken bei Männern (39,0 %) häufiger genannt als bei Frauen (31,4 %). Außerdem fällt auf, dass Fußball deutlich häufiger bei Männern (7,4 %; Frauen 0,6 %) zu den drei TOP-Sportarten gehört und Gymnastik (Frauen 15,1 %; Männer: 4,6 %) sowie Yoga (Frauen 9,1 %; Männer: 1,3 %) in der weiblichen Bevölkerung mehr Anklang findet. Teilweise unterscheiden sich die sportlichen Aktivitäten erheblich nach Lebensalter der Karlsruherinnen und Karlsruher. Abbildung 2.9 zeigt die Reichweite der am häufigsten betriebenen Sportarten in den jeweiligen Altersgruppen auf. Die meisten Bewegungs- aktivitäten zeichnen sich durch mit steigendem Alter zunächst zunehmende Bedeutung aus, die im Verlauf wieder nachlässt: Während Radfahren nur für 18,4 % der Kinder und Jugendlichen zu den TOP3 Sportarten zählt, ist es im Alter zwischen 45 bis unter 75 Jahren mit gut 43 Prozent mit Abstand die häufigste Art der sportlichen Betätigung. Auch beim Kraftsport zeigt sich ein kurvenförmiger Verlauf, der seinen Höhepunkt aber bereits im Alter von 18 bis unter 30 Jahren erreicht. Laufsport ist im Alter von 30 bis unter 45 Jahren mit 25,2 % besonders prominent vertreten und Wandern erreicht die höchsten Beliebtheitswerte im Alter von 65 bis unter 75 Jahren (20,7 %). Insgesamt sind Kraftsport und Fitness besonders in den jüngeren Altersgruppen verbreitet, während Wandern und Radsport bei den Befragten mit höherem Alter beliebter ist. Lediglich beim Spazierengehen zeigt sich eine mit zunehmendem Alter steigende Verbreitung. Abbildung 2.9 Am häufigsten ausgeübte Sportarten von Karlsruherinnen und Karlsruhern nach Altersgruppen TG, MFN 11,1 19,4 22,8 24,9 28,2 31,8 18,4 23,9 34,5 43,5 43,4 28,5 26,3 38,5 30,9 26,4 20,7 20,5 1,3 5,2 7,2 14,3 20,7 13,4 10,0 18,8 25,2 21,5 15,1 10,5 0 10 20 30 40 50 14 bis unter 18 Jahren 18 bis unter 30 Jahre 30 bis unter 45 Jahre 45 bis unter 65 Jahre 65 bis unter 75 Jahre 75 Jahre und älter Spazierengehen Radsport/Biken Fitness/Kraftsport Wandern Laufsport/Joggen TG Teilgruppe: Nur Befragte, die angegeben haben sportlich aktiv zu sein. MFN Mehfachnennungen möglich, daher Summe ungleich 100%. Basis866 | 5.257 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2023 –Sport und Bewegung. % „Welche Sportarten beziehungsweise Bewegungsaktivitäten üben Sie/übst Du im Allgemeinen aus? Welches ist Ihre/Deine häufigste/zweit -/dritthäufigste betriebene Aktivität?“ 20 | Bürgerumfrage 2023 – Sport und Bewegung In Abbildung 2.10 sind Rahmeninformationen zu den am stärksten verbreiteten Sportarten im Stadtgebiet für Erwachsene sowie für Kinder und Jugendliche enthalten. Neben der Beliebtheit der Sportart sind die wöchentliche Häufigkeit der Ausübung sowie die durchschnittliche Dauer einer gewohnheitsmäßigen Bewegungseinheit für Sommer und Winter abgebildet. Zusätzlich ist der Anteil derjenigen enthalten, die diese Aktivität selbst organisiert auf frei zugänglichen Anlagen ausüben. Radfahren gehört für 35,4 % der Erwachsenen und 18,4 % der Kinder und Jugendlichen zu den drei am häufigsten ausgeübten Sportarten. Volljährige Karlsruherinnen und Karlsruher fahren pro Woche in den Sommermonaten 3,9 Mal und im Winter 2,9 Mal Rad, wobei auch die jeweilige Dauer einer Rad-Bewegungseinheit im Sommer mit durchschnittlich 84 Minuten länger ausfällt als in der kalten Jahreszeit (56 Minuten). Befragte unter 18 Jahren fahren ganzjährig häufiger (im Sommer 4,6 Mal/Woche und im Winter 3,8 Mal/Woche) mit dem Rad als Erwachsene, wobei die jeweilige Bewegungsdauer bei Kindern und Jugendlichen etwas kürzer ausfällt (68 beziehungsweise 53 Minuten). Ähnlich verhält es sich beim Laufsport: Im Sommer wird häufiger und länger gejoggt als im Winter; Erwachsene gehen etwas seltener laufen als Minderjährige, dafür aber im Durchschnitt länger. In allen Belangen stellt Fitness/Kraftsport eine Besonderheit dar: Der meist in geschlossenen Räumen wie Fitnessstudios betriebene Kraftsport wird von Kindern und Jugendlichen häufiger ausgeübt als von Erwachsenen und im Winter (3,4 beziehungsweise 2,8 Mal/Woche) häufiger als im Sommer (3,2 beziehungsweise 2,6 Mal/Woche). Entgegen der sonst zu beobachteten Dauer der Bewegungseinheit, fällt beim Fitness die durchschnittlich investierte Zeit bei Kindern und Jugendlichen (im Sommer 73, im Winter 79 Minuten) länger aus, als bei den Erwachsenen (im Sommer 66, im Winter 68 Minuten). Mit dem Ort der Ausübung geht der bei Kraftsport geringe Anteil an selbst organsierten Bewegungseinheiten auf frei zugänglichen Anlagen einher: Dieser liegt bei Fitness/Kraftsport bei gut einem Viertel (30,7 % beziehungsweise 26,6 %), während die unentgeltliche und eigenständige Durchführung beim Radfahren, Spazierengehen und Laufen bei jeweils über 80 Prozent liegt. Die häufigste Organisationsform stellen beim Fitness kommerzielle Anbieter dar (unter 18 Jahren: 42,1 %; ab 18 Jahren: 51,2 %). Abbildung 2.10 Ausübungsgewohnheiten der verbreitetsten Sportarten in Karlsruhe nach Altersgruppen TG, MFN TG Teilgruppe: Nur Befragte, die angegeben haben sportlich aktiv zu sein. MFN Mehfachnennungen möglich, daher Summe ungleich 100%. Basis866 | 5.257 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2023 –Sport und Bewegung. „Welche Sportarten beziehungsweise Bewegungsaktivitäten üben Sie/übstDuim Allgemeinen aus?“ „Welches ist Ihre/Deine häufigste/zweit-/dritthäufigste betriebene Aktivität?“| „Wie oft üben Sie/übst Du diese Aktivität pro Woche aus?“ | „Wie lange dauertjeweils eine Trainings-/Übungseinheit?“ |„Wer organisiert dieseAktivitäten?“ Amt für Stadtentwicklung | 21 3. Organisationsformen von Sport- und Bewegungsaktivtäten Der selbstständig organisierten und unentgeltlichen Ausübung von Sport und Bewegungsaktivitäten kommt eine zentrale Rolle zu. Insgesamt nutzen die Karlsruherinnen und Karlsruher aber auch ein breites Feld an verschiedenen Organisationskontexten bei den von ihnen favorisierten sportlichen Betätigungen. 3.1 Verbreitung verschiedener Organisationsformen bei der Sportausübung Die sportlich aktiven Karlsruherinnen und Karlsruher wurden für ihre am häufigsten betriebenen Sportarten nach den gewohnheits- gemäß zutreffenden Organisationsformen in der Ausübung gefragt. Gut drei Viertel der Erwachsenen (77,8 %) und gut die Hälfte der unter 18-Jährigen (54,5 %) geben an, dass sie mindestens eine ihrer am häufigsten betriebenen Bewegungsaktivitäten selbst organisiert auf frei zugänglichen Flächen ausüben (Abbildung 3.1). Bei den jüngsten Befragten nimmt die Organisation sportlicher Aktivitäten durch Sportvereine eine zentrale Rolle ein: Fast zwei von drei sportlich aktiven Kindern und Jugendlichen (63,9 %) betreiben mindestens eine ihrer am häufigsten ausgeübten Sportarten in einem Verein – damit ist dies der häufigste organisatorische Kontext für die Ausübung von Sport in dieser Altersgruppe. Dagegen ist ein Vereinsbezug nur bei rund einem Viertel der erwachsenen Karlsruherinnen und Karlsruher (26,5 %) bei der Ausübung einer ihrer TOP3-Bewegungsaktivitäten gegeben. Auf kommerzielle Anbieter wie Fitnessstudios greifen jeweils rund ein Fünftel der Befragten zurück (Kinder und Jugendliche: 17,7 %; Erwachsene: 23,3 %). Ähnlich verbreitet sind selbst organisierte sportliche Aktivitäten auf Anlagen gegen Entgelt (Kinder und Jugendliche: 14,3 %; Erwachsene: 20,6 %). Die zum Zuge kommenden Organisationsformen bei der Sportausübung unterscheiden sich auch innerhalb der erwachsenen Bevölkerung teilweise nach Altersgruppen: Die gemeinschaftlich organisierte Ausübung der beliebtesten Sportarten in Vereinen ist vor allem bei den Befragten im Alter von 75 Jahren und älter beliebt (33,5 %). Kommerzielle Anbieter wie Fitnessstudios werden in dieser Altersgruppe nur von 15,3 %, bei den Befragten von 18 bis unter 30 Jahren mit 30,0 % fast doppelt so häufig genutzt. Selbst organisierte Sportaktivtäten sind besonders unter Karlsruherinnen und Karlsruhern im Alter von 45 bis unter 65 Jahren (82,7 %) und 30 bis unter 45 Jahren (80,4 %) verbreitet. Abbildung 3.2 zeigt für die am häufigsten betriebenen Bewegungsaktivitäten und Sportarten die Verbreitung der jeweiligen organisatorischen Kontexte bei Kindern und Jugendliche sowie bei Erwachsenen auf. Dabei wird deutlich, dass sich die besondere Relevanz von Vereinen für Kinder und Jugendliche über alle Sportarten hinweg erstreckt. Allerdings zeigt sich auch, dass unter den Erwachsenen ein Zusammenhang zwischen der Intensität, mit der Sportarten betrieben werden, und der gewählten Organisationsform sportlicher Aktivitäten besteht. So werden Sportvereine für die Ausübung von mindestens einer der TOP3-Sportarten von gut zwei Dritteln der Erwachsenen (68,4 %), die überwiegend Wettkampf- oder Leistungssport treiben, genutzt, während es bei den überwiegend Freizeitsport betreibenden nur rund ein Drittel (34,8 %) und unter den überwiegend bewegungsaktive Erholung betreibenden nur 15,3 % sind. © BGStock72 – stock.adobe.com 22 | Bürgerumfrage 2023 – Sport und Bewegung Abbildung 3.1 Organisationskontexte von Sport -und Bewegungsaktivitäten von Kindern und Jugendlichen sowie Erwachsenen in Karlsruhe MFN „Werorganisiert diese Aktivität?" MFN Mehfachnennungen möglich: Angaben beziehen sich auf die bis zu drei am häufigsten ausgeübten Sportaten, daher Summe ungleich 100%. Basis5.270 | 872 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2023 –Sport und Bewegung. 1,1 0,2 2,5 8,4 2,9 3,5 3,8 3,6 14,3 20,6 17,7 23,3 63,9 26,5 54,5 77,8 020406080 Jugendliche Erwachsene Jugendliche Erwachsene Jugendliche Erwachsene Jugendliche Erwachsene Jugendliche Erwachsene Jugendliche Erwachsene Jugendliche Erwachsene Jugendliche Erwachsene Jugendliche Erwachsene % Sportverein Selbst organisiert auf Anlagen gegen Entgelt Sonstige Organisation (z. B. kirchliche Einrichtung) Hochschule Arbeitgeber(Betriebssport) | Schule (AGs, Angebote im Ganztagsbetrieb) Krankenkasse Volkshochschule Selbst organisiert auf frei zugänglichen Anlagen Kommerzielle Anbieter (z. B. Fitness-Studio) Amt für Stadtentwicklung | 23 * Datenbasis bei Kindern und Jugendlichen zu gering. MFN Mehfachnennungen möglich: Angaben beziehen sich auf die bis zu drei am häufigsten ausgeübten Sportaten, daher Summe ungleich 100%. Basis5.270 | 872 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2023 –Sport und Bewegung. „Welche Sportarten beziehungsweise Bewegungsaktivitäten üben Sie/übst Du im Allgemeinen aus? Welches ist Ihre/Deine häufigste/zweit-/dritthäufigste betriebene Aktivität?“ | „Werorganisiert diese Aktivität?" Abbildung 3.2 Organisationskontexte der am häufigsten betriebenen Sport-und Bewegungsaktivitäten von Karlsruherinnen und Karlsruhern unter und ab 18 Jahren nach sportlicher Aktivität MFN 21,6 50,3 26,6 52,9 15,7 32,6 24,7 56,3 26,0 69,8 23,5 44,2 22,9 60,8 84,2 46,6 72,0 93,6 93,6 66,5 51,1 94,0 92,4 94,5 92,0 82,7 63,5 94,2 73,4 83,7 59,8 48,7 63,7 42,0 19,3 15,3 21,9 22,0 15,7 13,0 19,1 9,2 59,7 34,9 21,9 17,6 22,4 28,6 7,2 16,2 11,0 17,1 10,8 54,5 44,5 18,1 13,0 20,7 13,8 18,1 15,9 15,4 21,2 37,1 12,3 11,8 51,0 40,0 0 20406080 100 Erwachsene Kinder und Jugendliche Erwachsene Kinder und Jugendliche Erwachsene Kinder und Jugendliche Erwachsene Kinder und Jugendliche Erwachsene Kinder und Jugendliche Erwachsene Kinder und Jugendliche Erwachsene Kinder und Jugendliche Erwachsene Kinder und Jugendliche Erwachsene Kinder und Jugendliche Erwachsene Kinder und Jugendliche SportvereinSelbst organisiert auf frei zugänglichen Anlagen Selbst organisiert auf Anlagen gegen EntgeltKommerzielle Anbieter (z. B. Fitness-Studio) Radsport/Biken % Fitness/Kraftsport Spazierengehen Yoga* Fußball Tanzsport Laufsport/Joggen Schwimmsport/Baden Wandern* Gymnastik 24 | Bürgerumfrage 2023 – Sport und Bewegung 3.2 Vereinssport Sportvereinen kommt im Zusammenhang mit körperlicher Gesundheit in der Bevölkerung sowie in Bezug auf gesellschaftliche Teilhabe eine wichtige Bedeutung als Institution der Zivilgesellschaft zu. Im Rahmen der Bürgerumfrage wurde daher nach der Mitgliedschaft in einem oder mehreren Sportvereinen gefragt. Tiefergehend wurden die vereinsgebundenen Karlsruherinnen und Karlsruher um Auskunft über die Ausgestaltung der eigenen Rolle innerhalb des Sportvereins sowie über persönliche Motivationen und gewünschte Ausrichtungen der Karlsruher Sportvereine gebeten. Mitgliedschaft im Sportverein Abbildung 3.3 zeigt, dass in der Fächerstadt etwa ein Drittel der Erwachsenen (31,4 %) und zwei Drittel (62,0 %) der Kinder und Jugendlichen in einem Sportverein aktiv sind. Im Zeitvergleich ist die Sportvereinsbindung im Erwachsenenalter leicht (minus zwei Prozentpunkte) und bei Kindern und Jugendlichen deutlich zurückgegangen (minus 11,4 Prozentpunkte). Abbildung 3.3 Mitgliedschaft der Karlsruherinnen und Karlsruher in einem Sportverein 2023 und 2013 73,4 62,0 33,4 31,4 26,6 38,0 66,6 68,6 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 Kinder und Jugendliche 2013 Kinder und Jugendliche 2023 Erwachsene 2013Erwachsene 2023 JaNein Basis688 | 997 | 2.815 | 6.207 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2023 –Sport und Bewegung. % „Bist Du/Sind Sie Mitglied in einem Sportverein?" | Gemeint ist hier sowohl aktive als auch passive Mitgliedschaft. Amt für Stadtentwicklung | 25 Wie aus Abbildung 3.4 hervorgeht, sind Männer häufiger in einem oder mehreren Sportvereinen (zusammengenommen 34,2 %) Mitglied als Frauen (28,5 %) und Jungen (67,8 %) häufiger als Mädchen (56,9 %). In beiden Altersgruppen zeigt sich außerdem eine intensivere Vereinsbindung unter deutschen ohne (Erwachsene: 35,2 %; Kinder und Jugendliche: 74,1 %) als unter deutschen mit Migrationshintergrund (29,4 %; 55,2 %) oder unter ausländischen Bürgerinnen und Bürgern (20,6 %; 35,6 %). 33,3 44,4 57,5 45,0 54,6 49,5 18,4 25,1 29,5 24,5 28,6 26,5 2,3 10,8 16,6 11,9 13,2 12,5 2,2 4,3 5,7 4,0 5,6 4,8 64,4 44,8 25,8 43,1 32,2 38,0 79,4 70,7 64,8 71,6 65,8 68,6 0102030405060708090100 Ausländisch Deutsch mit Migrationshintergrund Deutsch ohne Migrationshintergrund Mädchen Jungen Kinder und Jugendliche Ausländisch Deutsch mit Migrationshintergrund Deutsch Weiblich Männlich Erwachsene Ja, in einem SportvereinJa, in mehreren SportvereinenNein % Abbildung 3.4 Mitgliedschaft im Sportverein nach Alter, Geschlecht und Migrationshintergrund inKarlsruhe 2023 Basis6.207 | 997 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2023 –Sport und Bewegung. „Bist Du/Sind Sie Mitglied in einem Sportverein?" | Gemeint ist hier sowohl aktive als auch passive Mitgliedschaft. 26 | Bürgerumfrage 2023 – Sport und Bewegung Gründe gegen eine Mitgliedschaft im Sportverein Rund zwei Drittel der Erwachsenen (68,6 %) und etwa 40 Prozent der Kinder und Jugendlichen (38,0 %) sind nicht Mitglied in einem Sportverein. Insbesondere der unter Kindern und Jugendlichen rückläufige Anteil an Mitgliedschaften rückt die Gründe, die aus Sicht der Befragten gegen eine Mitgliedschaft sprechen, in den Fokus (Abbildung 3.5). Jeweils rund die Hälfte der Erwachsenen (50,2 %) sowie der Kinder und Jugendlichen (49,3 %) geben an, andere Interessen zu verfolgen und deswegen kein Mitglied in einem Sportverein zu sein. Ansonsten variieren die Begründungen zwischen beiden Befragtengruppen. Rund ein Viertel der Kinder und Jugendlichen (25,3 %), die nicht Mitglied in einem Sportverein sind, geben an, dass sie in Vereinen kein für sich passendes Angebot finden, wogegen dieser Aspekt lediglich bei 16,2 % der Erwachsenen eine Rolle spielt. Bei den Erwachsenen unterscheidet sich die Häufigkeit der angeführten Gründe mit dem Alter der Befragten: Andere Interessen werden im höheren Alter deutlich häufiger genannt und junge Erwachsene führen überdurchschnittlich häufig unflexible Angebotszeiten oder die zu hohen Kosten an. Abbildung 3.5 Gründe von Kindern und Jugendlichen sowie Erwachsenen gegen eine Mitgliedschaft im Sportverein 2023 TG, MFN 19,2 4,3 18,4 25,3 10,4 13,9 20,0 49,3 16,8 10,0 11,7 16,2 17,9 18,2 22,2 50,2 0102030405060 Sonstiges Vereine sind mir zu „traditionell“. Die Vereinsangebote sind mir zu wettkampforientiert. Ich finde kein passendes Angebot bei den Vereinen für mich. Man fühlt sich verpflichtet, sich zu engagieren. Die Mitgliedschaft in einem Sportverein ist mir zu teuer.* Die Angebotszeiten der Sportvereine passen mir nicht/sind zu unflexibel. Ich habe andere Interessen. Erwachsene Kinder und Jugendliche TGTeilgruppe: Nur Befragte, die angegeben haben Mitglied in einem oder mehreren Sportvereinen zu sein. MFN Mehfachnennungen möglich, daher Summe ungleich 100%. *Formulierung bei Kindern und Jugendlichen: "Die Mitgliedschaft in einem Sportverein ist mir oder meinen Eltern zu teuer". Basis4174 | 375 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2023 –Sport und Bewegung. % „Aus welchen Gründen bist Du/sind Sie persönlichkein Mitglied in einem Sportverein?" Amt für Stadtentwicklung | 27 Ausrichtung des Angebots der Sportvereine Rund ein Drittel der Erwachsenen (31,4 %) sind Mitglied in einem Sportverein. Diese wurden um die Einschätzung der Relevanz verschiedener Aspekte im Hinblick auf das Angebot der Karlsruher Sportvereine gebeten. Damit können die Ergebnisse als von den Mitgliedern gewünschte Ausrichtung der Sportvereinsarbeit in Karlsruhe interpretiert werden. Am wichtigsten ist den erwachsenen Karlsruherinnen und Karlsruhern die Förderung von Kindern und Jugendlichen: zwei Drittel (66,5 %) betrachten die Nachwuchsförderung als sehr wichtig, ein weiteres Viertel (25,1 %) als eher wichtig (Abbildung 3.6). Daneben werden qualifizierter Übungsleitung (sehr wichtig: 55,5 %), preiswerten Sportangeboten (46,8 %) sowie der Integration aller Bevölkerungsgruppen (44,4 %) von zahlreichen Vereinsmitgliedern eine besondere Bedeutung beigemessen. Vergleichsweise weniger wichtig ist den Vereinsmitgliedern die Ausrichtung auf Wettkampfsport. Abbildung 3.6 Wichtigkeit verschiedener Aspekte im Angebot von Sportvereinen TG 9,4 18,6 24,2 30,1 31,6 32,7 38,8 42,5 44,4 46,8 55,5 66,5 23,2 40,6 36,9 36,1 47,9 55,5 44,8 37,5 34,3 38,8 34,8 25,1 43,4 29,2 27,6 27,4 18,0 10,4 14,7 17,5 16,5 13,0 8,0 6,0 24,0 11,5 11,3 6,4 2,4 1,4 1,7 2,6 4,8 1,4 1,7 2,4 0102030405060708090100 Ausrichtung auf Wettkampfsport Kursangebote für Nichtmitglieder Zugang zu Sportvereinsanlagen für die Allgemeinheit Talent- und Nachwuchsförderung Umfangreiche Informationen über die Angebote Ausrichtung auf Freizeitsport Vielseitige Sportangebote Flexible Übungszeiten Integration aller Bevölkerungsgruppen Preiswerte Sportangebote Qualifizierte Übungsleiter*innen Förderung von Kindern und Jugendlichen Sehr wichtigEher wichtigWeniger wichtigGar nicht wichtig TG Teilgruppe: Nur Befragte, die Mitglied in einem Sportverein sind. Basis1.881 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2023 –Sport und Bewegung. % „Wie wichtig sind Ihnen die folgenden Aspekte im Angebot der Karlsruher Sportvereine?“ 28 | Bürgerumfrage 2023 – Sport und Bewegung Häufigkeit des Sporttreibens im Verein Bei der Frage nach einer Mitgliedschaft im Sportverein wurde explizit darauf hingewiesen, dass auch passive Mitgliedschaften gemeint sind. Das Ausmaß (eher) passiver Mitgliedschaft im Sportverein lässt sich anhand der Häufigkeit des Sporttreibens im Vereinskontext aufzeigen. Unter den Kindern und Jugendlichen sind es etwa ein Zehntel (10,5 %), unter den Erwachsenen ein Viertel (25,5 %), die Mitglied im Sportverein sind und gleichzeitig angeben, zurzeit keinen Sport im Verein zu betreiben (Abbildung 3.7). Damit hat sich seit 2013 der Anteil der nicht aktiven Mitglieder sowohl unter den Kindern und Jugendlichen als auch unter den Erwachsenen annähernd verdoppelt. Regelmäßig – mindestens zweimal pro Woche – üben 61,9 % der Kinder und Jugendlichen und 25,0 % der erwachsenen Mitglieder im Verein Sport aus. Diese kurze Trainingstaktung ist bei den Kindern und Jugendlichen ebenso ausgeprägt wie vor zehn Jahren, während sie unter den Erwachsenen abgenommen hat. 4,7 10,5 13,3 25,5 1,6 2,3 14,3 13,8 32,3 25,3 39,5 35,7 61,4 61,9 32,9 25,0 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 Kinder und Jugendliche 2013 Kinder und Jugendliche 2023 Erwachsene 2013Erwachsene 2023 Regelmäßig, mindestens zweimal pro Woche Regelmäßig, mindestens einmal pro Woche Unregelmäßig, weniger als einmal pro Woche Zurzeit nicht % Abbildung 3.7 Häufigkeit von SportausübungderKarlsruherinnen und Karlsruher im Sportverein 2023 und 2013 TG TGTeilgruppe: Nur Befragte, die angegeben haben Mitglied in einem oder mehreren Sportvereinen zu sein. Basis617 | 997 | 928 | 1.930 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2023 – Sport und Bewegung. „Wie oft treibst Du/treiben Sie aktiv im Verein Sport?" Amt für Stadtentwicklung | 29 Im Sportverein betriebene Sportarten Die Abbildungen 3.8 und 3.9 enthalten für die 15 beliebtesten Sportarten der Erwachsenen beziehungsweise der Kinder und Jugendlichen den jeweiligen Vereinskontext und sind dabei nach Verbreitung der Sportarten absteigend sortiert. Von den erwachsenen Karlsruherinnen und Karlsruhern wird besonders häufig Volleyball (79,7 %) und Tennis (76,1 %) im Verein gespielt. Auch Kampfsport (65,1 %), Fußball (60,8 %) und Badminton (53,3 %) werden von mehr als der Hälfte im Verein praktiziert. Bei den Kindern und Jugendlichen sind die jeweiligen Anteile nochmals deutlich höher, was sich mit dem bereits gezeigten hohen Stellenwert der Sportvereine für unter 18-Jährige deckt. Abbildung 3.8 Vereinskontext der am häufigsten ausgeübten Sportarten von Karlsruherinnen und Karlsruhern ab 18 Jahren MFN 65,1 79,7 46,5 76,1 33,2 46,6 60,8 22,9 44,2 23,5 26,0 24,7 15,7 26,6 21,6 0102030405060708090100 Kampfsport Volleyball Wassersport Tennis Klettersport/Bouldern Tanzsport Fußball Yoga Gymnastik Wandern Schwimmsport/Baden Laufsport/Joggen Spazierengehen Fitness/Kraftsport Radsport/Biken MFN Mehfachnennungen möglich, daher Summe ungleich 100%. Basis5.257 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2023 – Sport und Bewegung. % „Welche Sportartenbeziehungswiese Bewegungsaktivitäten üben Sie im Allgemeinen aus? Welches ist Ihre häufigste/zweit-/dritthäufigste betriebene Aktivität?“ „Wer organisiertdiese Aktivitäten?“ –Anteile "Sportverein" 30 | Bürgerumfrage 2023 – Sport und Bewegung Abbildung 3.9 Vereinskontext der am häufigsten ausgeübten Sportarten von Karlsruherinnen und Karlsruhern unter 18 Jahren MFN 100,0 88,6 89,5 66,7 91,9 69,8 68,8 98,6 79,4 56,3 32,6 72,0 84,2 50,3 52,9 0102030405060708090100 Handball Turnsport Leichtathletik Reit- und Fahrsport Kampfsport Schwimmsport/Baden Basketball Tennis Volleyball Laufsport/Joggen Spazierengehen Tanzsport Fußball Radsport/Biken Fitness/Kraftsport MFN Mehfachnennungen möglich, daher Summe ungleich 100%. Basis866 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2023 –Sport und Bewegung. % „Welche Sportartenbeziehungswiese Bewegungsaktivitäten übst Du im Allgemeinen aus? Welches ist Deine häufigste/zweit- /dritthäufigste betriebene Aktivität?“ „Wer organisiertdiese Aktivitäten?“ –Anteile "Sportverein" Amt für Stadtentwicklung | 31 Ehrenamtliches Engagement im Sportverein Ein gutes Viertel der Kinder und Jugendlichen (28,8 %) und knapp ein Drittel der Erwachsenen (32,6 %), die Mitglied in einem Sportverein sind, engagieren sich dort ehrenamtlich (siehe Abbildung 3.10). Sowohl für Kinder und Jugendliche als auch für Erwachsene stellt die Hilfe bei Vereinsfesten mit jeweils rund 50 Prozent die häufigste Form ehrenamtlicher Hilfestellung dar (Abbildung 3.11). Die Übungsleitung übernehmen rund ein Drittel der ehrenamtlich Aktiven in beiden Altersgruppen (Kinder und Jugendliche: 32,0 %; Erwachsene: 32,2 %). Häufig kommt es dabei vor, dass die Engagierten gleich mehrere Ämter übernehmen: In mehr als einer Funktion zeigen sich 52,4 % der ehrenamtlich aktiven erwachsenen Sportvereinsmitglieder und 40,9 % der Kinder und Jugendlichen. 32,6 28,8 67,4 71,2 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 ErwachseneKinder und Jugendliche JaNein % Abbildung 3.10 Ehrenamtliches Engagement im Sportvereinnach Alter und Geschlecht inKarlsruhe 2023 TG TGTeilgruppe: Nur Befragte, die angegeben haben Mitglied in einem oder mehreren Sportvereinen zu sein. Basis1.956 | 618 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2023 –Sport und Bewegung. „Engagieren Sie sich/Engagierst Du Dichehrenamtlich in einem Sportverein?" 32 | Bürgerumfrage 2023 – Sport und Bewegung Schließlich wurden auch die nicht ehrenamtlich aktiven Vereinsmitglieder befragt, wieso sie innerhalb ihres Sportvereins keine ehrenamtliche Tätigkeit übernehmen. Zeitmangel wird hier von Kinder und Jugendlichen (55,3 %) und von Erwachsenen (53,3 %) von über der Hälfte der Befragten als ausschlaggebender Grund genannt (siehe Abbildung 3.12). Rund ein Viertel der erwachsenen (25,8 %) und ein Drittel der minderjährigen (33,5 %) nicht im Verein ehrenamtlich Engagierten geben an, kein Interesse an einem Ehrenamt im Sportverein zu haben. Kinder und Jugendliche führen häufig an, dass ihnen vereinsseitig keine Bedarfe für Unterstützung bekannt seien (33,0 %; Erwachsene: 13,0 %). Abbildung 3.11 Formen ehrenamtlichen Engagements im Sportverein bei Kindern und Jugendlichen sowie Erwachsenen in Karlsruhe 2023 TG, MFN 15,8 19,9 25,7 18,1 2,9 32,0 48,0 12,6 7,6 15,6 19,5 20,1 20,2 32,2 50,4 0102030405060 Sonstiges Fahrdienste Betreuung Im Vorstand** In der Sportvereinsjugend* Pflege der Sportanlage/Geräte In der Vereinsverwaltung Übungsleitung Hilfe bei Vereinsfesten Erwachsene Kinder und Jugendliche TGTeilgruppe: Nur Befragte, die sich ehrenamtlich im Sportverein engagieren MFN Mehfachnennungen möglich, daher Summe ungleich 100%. *Antwortoption stand nur für Kinder und Jugendliche zur Auswahl. ** Antwortoption stand nur für Erwachsene zur Auswahl. Basis624 | 431 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2023 –Sport und Bewegung. % „Inwelcher Form engagieren Sie sich/engagierst Du Dich ehrenamtlich im Sportverein?" Amt für Stadtentwicklung | 33 Abbildung 3.12 Gründe von Karlsruher Mitgliedern in Sportvereinen gegen ein ehrenamtliches Engagement 2023 TG, MFN 7,4 7,7 8,1 13,3 33,0 12,6 33,5 55,3 11,3 1,7 2,7 8,9 13,0 24,5 25,8 53,3 0102030405060 Sonstiges Im Ehrenamt ist man „Blitzableiter“ für die anderen Mitglieder.** Es fehlt an Unterstützung durch andere Mitglieder.** Meine (Sport-)Freundinnen/Freunde helfen auch nicht im Sportverein.* Es gibt keine oder wenig Anerkennung dafür.* Wenn ich ein Ehrenamt ausübe, habe ich selbst nicht mehr genug Zeit, um Sport zu treiben. Mir sind keine Bedarfe im Verein bekannt. Ich bin bereits in einer anderen Organisation ehrenamtlich aktiv. Ich habe kein Interesse an einem Ehrenamt im Sportverein. Ich habe keine Zeit, ein Ehrenamt im Sportverein zu übernehmen. Erwachsene Kinder und Jugendliche TGTeilgruppe: Nur Befragte, die angegeben haben Mitglied in einem oder mehreren Sportvereinen zu sein und dort keine ehrenamtliche Tätigkeit übernehmen. MFN Mehfachnennungen möglich, daher Summe ungleich 100%. *Antwortoption stand nur für Kinder und Jugendliche zur Auswahl. ** Antwortoption stand nur für Erwachsene zur Auswahl. Basis1.293 | 430 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2023 –Sport und Bewegung. % „Aus welchen Gründen engagierst Du Dich/engagieren Sie sich nichtehrenamtlich im Sportverein?" 34 | Bürgerumfrage 2023 – Sport und Bewegung 4. Infrastruktur für Sport und Bewegung in Karlsruhe Neben dem in Kapitel 2 beschriebenen Bewegungsverhalten der Karlsruherinnen und Karlsruher und den in Kapitel 3 analysierten Organisationsformen sportlicher Aktivitäten war im Rahmen der Bürgerumfrage die Wahrnehmung der infrastrukturellen Rahmenbedingungen zur Ausübung von Sport und Bewegung von zentralem Interesse. Um die Zufriedenheit mit den im weiteren und näheren Wohnumfeld vorhandenen Infrastrukturen für Bewegung und Sport zu erfassen, wurden die Karlsruherinnen und Karlsruher gefragt, wie sie die Möglichkeiten beurteilen, den eigenen Bedürfnissen nach Bewegung und Sport im Stadtteil und im Stadtgebiet insgesamt nachzugehen. Dabei wurden auch sportlich nicht Aktive um ihre Einschätzungen gebeten. Außerdem wurden die Befragten mit Aussagen zu Sport und Bewegung konfrontiert, die die Situation in Bezug auf Sicherheitsempfinden, Sport- und Bewegungsfreundlichkeit, Spielraum für Kinder und unentgeltliche Sportmöglichkeiten im eigenen Wohnumfeld oder in Karlsruhe beschreiben. Hier konnte auf einer fünfstufigen Skala das jeweilige Ausmaß der Zustimmung mitgeteilt werden. 4.1 Allgemeine Zufriedenheit und Sicherheitsempfinden um Sportflächen Zunächst ist die auf die Gesamtstadt bezogene, allgemeine Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger mit den gebotenen Möglichkeiten im Bewegungskontext und das Image von Karlsruhe als sport- und bewegungsfreundliche Stadt von Interesse. Außerdem wurde ein Fokus auf sicherheitsrelevante Aspekte im Bereich der im Stadtgebiet bestehenden Sport- und Freizeitanlagen gelegt. Sport- und Bewegungsfreundlichkeit der Stadt Karlsruhe Insgesamt attestieren die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Karlsruhe ein hohes Maß an Sport- und Bewegungsfreundlichkeit. „Karlsruhe ist alles in allem eine sport- und bewegungsfreundliche Stadt“: Dieser Aussage stimmen 70,4 % der Befragten zu – davon 21,6 % voll und ganz und 48,8 % eher. Etwa ein Viertel der Befragten (23,4 %) hält diese Aussage nur teilweise für richtig. Für 4,7 % der Antwortenden trifft die Aussage eher nicht und 1,5 % stimmen gar nicht zu (siehe Abbildung 4.1). Der Zeitvergleich zu 2013 zeigt nur geringfügige Veränderungen im Zustimmungsverhalten. Die Zustimmungswerte der Kinder und Jugendlichen fallen ähnlich aus wie die der erwachsenen Bevölkerung. Abbildung 4.1 Sport- und Bewegungsfreundlichkeit der Stadt Karlsruhe im Zeitvergleich 23,5 22,0 20,2 21,6 48,9 45,8 53,7 48,8 24,1 26,3 21,9 23,4 3,1 5,2 3,5 4,7 0,5 0,6 0,7 1,5 0102030405060708090100 Kinder und Jugendliche 2013 Kinder und Jugendliche 2023 Erwachsene 2013 Erwachsene 2023 Stimme voll und ganz zu Stimme eher zu Teils-teilsStimme eher nicht zuStimme gar nicht zu Basis5.727 | 2.864 | 949 | 652 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2023 –Sport und Bewegung. „Inwiefern stimmen Sie/stimmst Du folgenden Aussagen zum ThemaSport und Bewegung zu?“ –Karlsruhe ist insgesamt eine sport-und bewegungsfreundliche Stadt – % Amt für Stadtentwicklung | 35 Zufriedenheit mit der Infrastruktur für Bewegung und Sport in Karlsruhe Die Zufriedenheit der Bevölkerung mit den im Stadtgebiet gebotenen Möglichkeiten für Sport und Bewegung fällt alles in allem sehr positiv aus. Innerhalb des stadtweit gefassten potentiellen Aktionsraums zeigen sich rund ein Drittel der Karlsruherinnen und Karlsruher sehr zufrieden (31,1 %) und weitere 57,6 % eher zufrieden (Abbildung 4.2). Unterschiede nach Geschlecht sind dabei marginal. In den letzten gut 20 Jahren kann eine konstant hohe Zufriedenheit der erwachsenen Bevölkerung mit den vorgefundenen Gegebenheiten für Sport und Bewegung in Karlsruhe festgestellt werden. Mit höherem Alter lassen sich etwas höhere Zufriedenheitswerte mit der Situation im Stadtgebiet beobachten. Kinder und Jugendliche sind in ähnlichem Ausmaß mit den sportlichen Rahmenbedingungen zufrieden, wobei im Laufe der letzten zehn Jahre der Anteil der sehr zufriedenen Karlsruherinnen und Karlsruher unter 18 Jahren erfreulicherweise zugenommen hat (Abbildung 4.3). 35,3 32,8 32,1 29,8 29,2 19,1 33,3 31,1 60,6 57,9 57,1 56,2 58,7 72,8 57,7 57,6 2,9 8,1 8,8 11,7 10,2 7,3 7,3 9,5 1,2 1,1 1,9 2,3 1,9 0,8 1,7 1,9 0102030405060708090100 75 Jahre und älter 65 bis unter 75 Jahre 45 bis unter 65 Jahre 30 bis unter 45 Jahre 18 bis unter 30 Jahre Karlsruhe insgesamt 2000 Karlsruhe insgesamt 2013 Karlsruhe insgesamt 2023 Sehr zufriedenEher zufriedenEher unzufriedenSehr unzufrieden Abbildung 4.2 Zufriedenheitder erwachsenen Bevölkerung mit den gebotenenen Möglichkeiten für Sport und Bewegung in Karlsruhe nach Altersgruppen Basis5.454 | 3.009 | 1.510 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2023 –Sport und Bewegung. „Wie zufrieden sindSie mit den gebotenen Möglichkeiten, um Ihren Bedürfnissen nach Bewegung und sportlichen Aktivitäten nachzugehen?“ –Bezogen auf die Stadt Karlsruhe insgesamt – % 36 | Bürgerumfrage 2023 – Sport und Bewegung 27,8 35,1 55,5 50,9 13,2 11,8 3,5 2,2 0102030405060708090100 Kinder und Jugendliche 2013 Kinder und Jugendliche 2023 Sehr zufriedenEher zufriedenEher unzufriedenSehr unzufrieden % Abbildung 4.3 Zufriedenheit von Kindern und Jugendlichen mit den gebotenenen Möglichkeiten für Sport und Bewegung in Karlsruhe im Zeitvergleich Basen919 | 684 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2023 –Sport und Bewegung. „Wie zufrieden bist Du mit den gebotenen Möglichkeiten, um Deinen Bedürfnissen nach Bewegung und sportlichen Aktivitäten nachzugehen?“ –Bezogen auf die Stadt Karlsruhe insgesamt – © JW Studio – stock.adobe.com Amt für Stadtentwicklung | 37 Sicherheitsempfinden im Bereich von Freizeit- und Sportanlagen Der Aussage „Wenn ich auf Freizeit-/Sportanlagen gehe, fühle ich mich dort und im Umfeld sicher“ stimmen insgesamt rund ein Drittel (30,4 %) voll und ganz und weitere 45,0 % eher zu. 18,2 % antworten mit teils-teils, 4,6 % stimmen eher nicht und 1,9 % gar nicht zu (siehe Abbildung 4.4). Männer bescheinigen die empfundene Sicherheit mit zusammengenommen 78,3 % etwas häufiger „voll und ganz“ oder „eher“ als Frauen (72,1 %). Der Unterschied zwischen der erwachsenen Bevölkerung und den Kindern und Jugendlichen ist in Bezug auf das Sicherheits- empfinden im Bereich von Sportflächen nur gering. Allerdings äußern Jungen beinahe doppelt so häufig ein uneingeschränktes Sicherheitsgefühl (stimme voll und ganz zu: 39,1 %) als Mädchen (21,1 %). Erfreulicherweise reicht der Anteil der eher nicht oder gar nicht zustimmenden Bevölkerung in keiner Altersgruppe an die 10 Prozent heran. Abbildung 4.4 Sicherheit im Bereich von Freizeit-und Sportanlagen in Karlsruhe nach Geschlecht 21,1 39,1 29,8 27,1 33,2 30,4 41,9 36,7 39,4 45,0 45,1 45,0 29,3 16,9 23,3 20,5 16,0 18,2 5,8 5,6 5,7 5,1 4,1 4,6 1,9 1,8 1,8 2,3 1,6 1,9 0102030405060708090100 Mädchen Jungen Kinder und Jugendliche 2023 Weiblich Männlich Erwachsene 2023 Stimme voll und ganz zuStimme eher zuTeils-teilsStimme eher nicht zuStimme gar nicht zu Basis5.214 | 938 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2023 –Sport und Bewegung. „Inwiefern stimmen Sie/stimmst Du folgenden Aussagen zum ThemaSport und Bewegung zu?“ –Wenn ich auf Freizeit-/Sportanlagen gehe, fühle ich mich dort und im Umfeld sicher. – % 38 | Bürgerumfrage 2023 – Sport und Bewegung Die Karte in Abbildung 4.5 zeigt zusammengefasst die sich eher oder sehr sicher fühlenden Bevölkerungsanteile nach Stadtteilen – wobei sich die Einschätzung allgemein auf das Sicherheitsgefühl auf Sport- und Freizeitanlagen in Karlsruhe bezieht und nicht auf spezifische Anlagen im Wohnumfeld der Befragten. Es kann jedoch davon ausgegangen werden, dass das geäußerte Sicherheitsempfinden trotzdem einen Wohnortbezug hat. So werden die am intensivsten ausgeübten Sportarten überdurchschnittlich häufig im Stadtteil ausgeübt. Bewohnerinnen und Bewohner von Grünwettersbach (86,8 %) und Hohenwettersbach (85,6 %) äußern ein überdurchschnittlich hohes Sicherheitsempfinden auf den Karlsruher Sportanlagen. Eine verhältnismäßig geringere Sicherheit wird dagegen von den im westlichen Stadtgebiet wohnenden Befragten empfunden: weniger als zwei Drittel der Befragten stimmen der Aussage in Knielingen (63,5 %), Grünwinkel (65,0 %) und Daxlanden (65,7 %) voll und ganz oder eher zu, gefolgt von Mühlburg (69,4 %). Eine Gesamtübersicht des Sicherheitsempfindens der Bevölkerung auf Sport- und Freizeitanlagen nach Stadtteilen ist in Abbildung 4.6 dargestellt. Abbildung 4.5 Sicherheit auf Sportanlagen in Karlsruhe 2023 „Inwiefern stimmen Sie den folgenden Aussagen zu den Themen Sport und Bewegung zu? Wenn ich auf Freizeit-/Sportanlagen gehe, fühle ich mich dort und im Umfeld sicher.“ –Stimme voll und ganz zu| Stimme eher zu – Basis5.214 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2023 –Sport und Bewegung. Amt für Stadtentwicklung | 39 24,5 26,5 24,2 26,7 26,6 23,5 21,8 31,7 26,3 27,5 28,0 28,9 30,4 35,6 27,5 33,8 25,6 35,3 31,2 38,5 34,9 34,7 34,7 32,5 36,2 35,5 35,2 27,9 39,0 38,5 41,5 42,7 45,1 48,6 52,1 42,2 47,8 46,7 47,0 46,4 45,0 39,9 48,6 42,7 50,9 41,9 46,6 39,8 43,8 44,7 45,2 47,4 44,5 45,3 50,4 58,9 25,7 27,6 25,0 23,6 20,6 17,7 16,5 17,5 19,7 20,4 17,7 17,6 18,2 17,6 19,0 17,8 16,9 17,8 13,9 15,9 16,8 17,1 15,2 14,4 13,9 13,7 11,9 10,0 6,2 5,0 4,3 5,7 5,1 3,8 5,7 6,3 5,2 4,2 4,9 4,5 4,6 6,1 2,5 4,3 5,7 4,9 5,5 4,3 3,3 1,0 4,0 3,5 3,4 4,4 3,2 4,6 2,4 4,9 1,4 2,7 6,4 3,9 2,3 1,1 1,2 2,4 2,5 1,9 0,8 2,4 1,3 1,0 2,9 1,5 1,2 2,4 1,0 2,2 2,0 1,2 2,4 0102030405060708090100 Knielingen Grünwinkel Daxlanden Mühlburg Grötzingen Palmbach Oberreut Weiherfeld-Dammerstock Rintheim Südstadt Nordweststadt Durlach Karlsruhe Oststadt Nordstadt Beiertheim-Bulach Rüppurr Stupferich Innenstadt-Ost Wolfartsweier Weststadt Innenstadt-West Südweststadt Neureut Hagsfeld Waldstadt Hohenwettersbach Grünwettersbach Stimme voll und ganz zuStimme eher zuTeils-teilsStimme eher nicht zuStimme gar nicht zu Abbildung 4.6 Sicherheit im Bereich von Freizeit-und Sportanlagen in Karlsruhe nach Stadtteilen Basis5.214 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2023 –Sport und Bewegung. „Inwiefern stimmen Sie folgenden Aussagen zum Thema Sport und Bewegung zu?“ –Wenn ich auf Freizeit-/Sportanlagen gehe, fühle ich mich dort und im Umfeld sicher. – % Karlsruhe 40 | Bürgerumfrage 2023 – Sport und Bewegung Personen, die angegeben haben, dass sie sich auf den Sport- und Freizeitanlagen der Fächerstadt unsicher fühlen (= stimme eher nicht zu oder stimme eher gar nicht zu) wurden gebeten, die Gründe für ihr mangelndes Sicherheitsgefühl anzugeben. Hierauf wurden von den erwachsenen Befragten vor allem unangenehme Personen(-gruppen) (37,8 %), belästigendes Verhalten/Gewalt (20,3 %), fehlende Beleuchtung beziehungsweise Dunkelheit (19,4 %) sowie ein generelles Gefühl der Unsicherheit/Unwohlsein (15,3 %) als Begründungen angeführt. Abbildung 4.7 veranschaulicht, dass die Aspekte Fehlende Beleuchtung/Dunkelheit sowie Gefühl der Unsicherheit/Unwohlsein besonders häufig von Frauen genannt werden. Auch bei den unter 18-Jährigen sind unangenehme Personen(-gruppen) mit 30,8 % der häufigste Grund für mangelndes Sicherheitsempfinden auf und um Freizeit- und Sportanlagen (Abbildung 4.8). Beinahe ebenso häufig werden bedrohliche Jugendliche von 26,9 % als ausschlaggebender Faktor für Unsicherheit genannt. Der von Erwachsenen häufig für Unwohlsein verantwortliche Aspekt der mangelnden oder fehlenden Beleuchtung wird nur von 5,8 % der Kinder und Jugendlichen, die sich auf Freizeit- und Sportanlagen eher nicht oder gar nicht sicher fühlen, angebracht. Dies könnte auch auf die unterschiedlichen Nutzungszeiten der Sportanlagen zurückzuführen sein. So scheint die Annahme plausibel, dass Kinder und Jugendliche Sportanlagen eher bei Tageslicht aufsuchen. Abbildung 4.7 Sicherheitsbedenken auf Freizeit-/Sportanlagen | Erwachsene TG, MFN TGTeilgruppe: Nur Befragte, die der Aussage zu genug Sicherheit auf Freizeit-/Sportanlagen eher nicht oder gar nicht zustimmen. MFNMehfachnennungen möglich, daher Summe ungleich 100%. Basis244 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2023 –Sport und Bewegung. „Wieso fühlen Sie sich auf Freizeit -/Sportanlagen nicht sicher?" 8,3 0,7 6,5 3,1 7,4 9,4 21,5 24,3 19,4 37,9 9,2 5,9 3,1 10,3 7,1 11,9 8,1 13,7 21,3 37,7 8,7 3,1 5,0 6,4 7,3 10,5 15,3 19,4 20,3 37,8 01020304050 Sonstiges Angespannte Verkehrssituation Zu viele Menschen Kriminalität Mangelnde Hygiene/Sauberkeit Alkohol- und Drogenkonsum Gefühl der Unsicherheit, Unwohlsein Fehlende Beleuchtung, Dunkelheit Belästigendes Verhalten, Gewalt Unangenehme Personen(-gruppen) Gesamt Männlich Weiblich % Amt für Stadtentwicklung | 41 Abbildung 4.8 Sicherheitsbedenken auf Freizeit-/Sportanlagen | Kinder und Jugendliche TG, MFN TGTeilgruppe: Nur Befragte, die der Aussage zu genug Sicherheit auf Freizeit-/Sportanlagen eher nicht oder gar nicht zustimmen. MFNMehrfachnennungen möglich, daher Summe ungleich 100%. Basis141 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2023 –Sport und Bewegung. „Wieso fühlstDuDich auf Freizeit -/Sportanlagen nicht sicher?" 11,5 1,9 5,8 5,8 5,8 9,6 11,5 15,4 26,9 30,8 01020304050 Sonstiges Angespannte Verkehrssituation Fehlende Beleuchtung, Dunkelheit Mangelnde Hygiene/Sauberkeit Alkohol- und Drogenkonsum Kriminalität Gefühl der Unsicherheit, Unwohlsein Belästigendes Verhalten, Gewalt Bedrohliche Jugendliche Unangenehme Personen(-gruppen) % 42 | Bürgerumfrage 2023 – Sport und Bewegung 4.2 Sport im Stadtteil und im Wohnumfeld Neben der gesamtstädtischen Zufriedenheit wurde auch die Zufriedenheit der Karlsruherinnen und Karlsruher mit den Möglichkeiten für Sport und Bewegung im Stadtteil beziehungsweise der Wohnumgebung erhoben. Außerdem wurde für die bis zu drei am häufigsten betriebenen Sportarten gefragt, wo diese in der Regel ausgeführt werden. Ortsbezug der Sportausübung Um mögliche Unterschiede der Nutzungsmuster und Zufriedenheitsstrukturen innerhalb des Stadtgebiets ermitteln zu können, wurde je betriebener Sportart nach den Ausübungsorten gefragt sowie weitere Fragen mit Bezug auf den eigenen Stadtteil beziehungsweise das Wohnumfeld gestellt. Rund die Hälfte der Karlsruherinnen und Karlsruher betreiben die am häufigsten ausgebübten Sportarten überwiegend im eigenen Stadtteil (Erwachsene zu 46,3 %, Kinder und Jugendliche zu 50,2 %). Weitere rund 40 Prozent nutzen für Bewegungsaktivitäten Angebote in anderen Stadtteilen innerhalb Karlsruhes (Erwachsene zu 37,8 %, Kinder und Jugendliche zu 42,9 %). 15,9 % der Erwachsenen sowie 6,9 % der Kinder und Jugendlichen treiben überwiegend außerhalb von Karlsruhe Sport (Abbildung 4.9). Im Zeitvergleich zeigt sich in beiden Befragtengruppen eine Ausweitung des Aktivitätsradius, was im Falle von nicht zu Hause begonnenen Sportarten mit einem gestiegenen Mobilitätsaufkommen einhergeht. 68,9 50,2 62,1 46,3 26,9 42,9 26,5 37,8 4,2 6,9 11,4 15,9 0102030 40 5060708090100 Kinder und Jugendliche 2013 Kinder und Jugendliche 2023 Erwachsene 2013 Erwachsene 2023 ... in meinem Stadtteil... in einem anderen Stadtteil... außerhalb von Karlsruhe % Abbildung 4.9 Ortsbezug derSportausübungim Zeitvergleich Basis5.225 | 2.675 | 866 | 694 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2023 –Sport und Bewegung. „Wo betreiben Sie/betreibst Du die genannten Sportarten/Bewegungsaktivitäten?“ Überwiegend... Amt für Stadtentwicklung | 43 Abbildung 4.10 zeigt auf die jeweiligen Stadtteile bezogen die überwiegenden Ausübungsorte der sportlichen Aktivitäten der erwachsenen Wohnbevölkerung. Die drei besonders häufig betriebenen Bewegungsaktivitäten Radfahren, Spazierengehen und Laufsport können in der Regel vor der eigenen Haustür gestartet werden. Da an den Stadtrandlagen verhältnismäßig viel Raum zur Ausübung dieser Sportarten besteht, liegt nahe, dass dort die im eigenen Stadtteil betriebenen Sportarten besonders verbreitet sind und Anteile von über 50 Prozent übersteigen. In Hohenwettersbach werden 54,6 % der am häufigsten betriebenen Sportaktivitäten im eigenen Stadtteil betrieben, in der Waldstadt sogar 58,2 %. In den zentrumsnah gelegenen Stadtteilen sind die innerhalb des eigenen Stadtteils durchgeführten Bewegungsaktivitäten vergleichsweise gering, machen aber dennoch mindestens 39 Prozent aus. Abbildung 4.10 Anteil der stadtteilbezogenen Sportausübung in Karlsruhe 2023 „Wo betreiben Sie die genannten Sportarten/Bewegungsaktivitäten?“ –Anteil der Befragten, die mit „überwiegend in meinem Stadtteil“ antworteten – Basis5.198 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2023 –Sport und Bewegung. 44 | Bürgerumfrage 2023 – Sport und Bewegung Zufriedenheit mit den Möglichkeiten für Sport und Bewegung im Stadtteil Im Vergleich zur Zufriedenheit mit den Möglichkeiten für Sport und Bewegung in der Gesamtstadt fällt die Zufriedenheit der Karlsruherinnen und Karlsruher innerhalb dieses enger gefassten potentiellen Aktionsraums etwas niedriger aus als. Dennoch sind die Bewohnerinnen und Bewohner mit dem Angebot zur Ausübung von Sport- und Bewegungsaktivitäten in ihrem Stadtteil in den letzten Jahren eher zufriedener geworden. Insgesamt geben gut acht von zehn erwachsenen Befragten an, mit den im unmittelbaren Umfeld gebotenen Möglichkeiten sehr zufrieden (31,2 %) oder eher zufrieden (50,9 %) zu sein. Gerade der Anteil der sehr Zufriedenen hat in den letzten zwanzig Jahren sukzessive zugenommen (Abbildung 4.11). Unter den befragten Kindern und Jugendlichen liegt die Zufriedenheit mit den im eigenen Stadtteil vorgefundenen Möglichkeiten zur Ausübung sportlicher Aktivitäten etwas niedriger als bei den Erwachsenen: Zwar bezeichnen sich 27,7 % als sehr zufrieden, allerdings liegt der Anteil der eher oder sehr Unzufriedenen mit zusammengenommen 26,1 % rund zehn Prozentpunkte über dem der Erwachsenen. Nichtsdestotrotz lässt sich auch bei den jüngsten Befragten eine positive Entwicklung der Zufriedenheit in den letzten zehn Jahren feststellen. Abbildung 4.11 Zufriedenheitmit gebotenen Möglichkeiten für Sport und Bewegung im Stadtteil im Zeitvergleich 20,8 27,7 17,0 28,6 31,2 46,8 46,2 66,7 51,1 50,9 21,7 20,1 14,0 14,9 14,0 10,7 6,0 2,3 5,4 3,9 0102030405060708090100 Kinder und Jugendliche 2013 Kinder und Jugendliche 2023 Karlsruhe insgesamt 2000 Karlsruhe insgesamt 2013 Karlsruhe insgesamt 2023 Sehr zufriedenEher zufriedenEher unzufriedenSehr unzufrieden Basis5.589 | 3.009 | 1.510 | 929 | 701 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2023 –Sport und Bewegung. „Wie zufrieden sindSie/bist Du mit den gebotenen Möglichkeiten, um Ihren/Deinen Bedürfnissen nach Bewegung und sportlichen Aktivitäten nachzugehen?“ –Bezogen auf den Stadtteil, in dem Sie wohnen/Duwohnst– % Amt für Stadtentwicklung | 45 Besonders zufrieden zeigen sich bei kleinräumiger Betrachtungsweise die erwachsenen Karlsruherinnen und Karlsruher in der Waldstadt (eher oder sehr zufrieden: 90,1 %), Rintheim (89,3 %), Hagsfeld (88,4 %) und Rüppurr (87,0 %) sowie in den Höhenstadtteilen Palmbach (88,9 %), Grünwettersbach (87,3 %) und Stupferich (86,1 %). Dagegen sind etwas weniger als drei Viertel der Befragten mit den gebotenen Möglichkeiten für Sport und Bewegung in Oberreut (70,1 %), Knielingen (71,4 %), Hohenwettersbach (73,3 %) und Wolfartsweier (74,7 %) sehr oder eher zufrieden (Abbildung 4.12). Bei der Interpretation dieser Unterschiede im Stadtgebiet müssen allerdings auch die verschiedenen Altersstrukturen in den Lagetypen berücksichtigt werden. So liegt der Anteil der sehr Zufriedenen in der von relativ junger Bevölkerung geprägten Innenstadt und am Innenstadtrand bei 27,5 %, am inneren Stadtrand bei 31,5 % und am äußeren Stadtrand bei 35,4 %. Abbildung 4.13 zeigt kartografisch die Zufriedenheitswerte der Erwachsenen mit den infrastrukturellen Rahmenbedingungen für Sport und Bewegung im jeweiligen Wohnstadtteil. Für Kinder und Jugendliche sind keine validen Stadtteilaussagen möglich, da die Datenbasis zu gering ist. Aggregiert nach Lagetypen im Stadtgebiet zeigen sich in jungen Jahren allerdings nicht die im Erwachsenenalter beschriebenen Unterschiede. 23,9 25,0 42,1 33,0 28,1 24,6 30,3 28,3 34,1 24,8 25,2 26,9 25,0 32,7 31,2 33,7 31,2 34,2 24,6 37,3 39,6 36,7 38,7 39,1 38,1 29,2 30,9 55,0 46,2 46,4 31,2 41,7 48,7 53,7 49,6 52,0 46,2 56,4 56,0 54,4 56,7 49,4 50,9 49,3 52,4 49,6 60,0 47,8 45,6 49,4 48,3 48,2 50,3 59,7 58,4 35,1 19,0 19,7 18,8 22,2 16,8 18,4 16,6 13,2 15,7 13,8 14,0 15,1 15,4 15,5 14,0 12,4 13,1 13,1 12,3 12,7 13,5 11,8 10,0 10,8 8,9 7,5 6,7 7,7 10,9 8,9 7,9 3,1 6,4 3,3 3,4 6,4 4,1 5,0 4,8 3,6 2,9 2,4 3,9 4,6 3,2 3,1 3,2 2,2 1,3 2,1 3,0 1,9 2,7 3,6 4,0 2,2 0102030405060708090100 Oberreut Knielingen Hohenwettersbach Wolfartsweier Nordstadt Innenstadt-Ost Innenstadt-West Grötzingen Grünwinkel Oststadt Südstadt Mühlburg Südweststadt Neureut Karlsruhe Daxlanden Durlach Weststadt Nordweststadt Beiertheim-Bulach Weiherfeld-Dammerstock Stupferich Rüppurr Grünwettersbach Hagsfeld Palmbach Rintheim Waldstadt Sehr zufriedenEher zufriedenEher unzufriedenSehr unzufrieden % Abbildung4.12 Zufriedenheit mit gebotenen Möglichkeiten für Sport und Bewegung im Stadtteil Basis5.589 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2023 –Sport und Bewegung. „Wie zufrieden sind Sie mit den gebotenen Möglichkeiten, um Ihren Bedürfnissen nach Bewegung und sportlichen Aktivitäten nachzugehen?“ –Bezogen auf den Stadtteil, in dem Sie wohnen – 46 | Bürgerumfrage 2023 – Sport und Bewegung Abbildung 4.13 Zufriedenheit mit den Möglichkeiten für Sport im Stadtteil 2023 „Wie zufrieden sind Sie mit den gebotenen Möglichkeiten, um Ihren Bedürfnissen nach Bewegung und sportlichen Aktivitäten nachzugehen?“ –Bezogen auf den Stadtteil, in dem Sie wohnen – Basis5.589 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2023 –Sport und Bewegung. Amt für Stadtentwicklung | 47 Möglichkeiten für unentgeltliche sportliche Aktivtäten im Wohnumfeld Neben der allgemeinen Zufriedenheit mit den Sportmöglichkeiten im Stadtteil wurde auch die Situation im Wohnumfeld hinsichtlich unentgeltlicher Sportmöglichkeiten thematisiert. Der Aussage „In meinem Wohnumfeld gibt es genug Möglichkeiten, ohne Bezahlung sportlichen Aktivitäten nachzugehen“ stimmen rund ein Viertel (24,4 %) voll und ganz und ein weiteres Drittel (33,8 %) eher zu. Zusammengenommen 16,5 % stimmen dieser Aussage eher nicht (11,7 %) oder gar nicht (4,8 %) zu und die verbleibenden 25,4 % antworten mit „teils-teils“. Die unter 18-jährigen Karlsruherinnen und Karlsruher schätzen die Versorgungslage mit kostenfreien Bewegungsangeboten im Wohnumfeld weniger positiv ein als die Erwachsenen. Wie aus Abbildung 4.14 ersichtlich, stimmen Jungen der Aussage im Hinblick auf ausreichend kostenfreie Angebote in der unmittelbaren Wohnumgebung allerdings häufiger voll und ganz zu (25,6 %) als Mädchen (17,6 %). Dies könnte auch mit den unterschiedlichen Präferenzen von Jungen und Mädchen im Hinblick auf Bewegungsaktivitäten zusammenhängen. Insgesamt erfährt die Aussage über ausreichend kostenfreie Möglichkeiten zur Sportausübung im Wohnumfeld in der Bevölkerung eine breite Zustimmung. Die verschiedenen Zustimmungswerte nach Stadtteilen sind detailliert in Abbildung 4.15 enthalten. Die aggregierten Anteile von „Stimme voll und ganz zu“ und „stimme eher zu“ sind in Abbildung 4.16 kartografisch dargestellt. Vor allem in den Höhenstadtteilen zeigt sich hier eine positive Grundstimmung. Relativ geringe Zustimmungswerte sind vor allem in Knielingen (zusammengenommen 41,9 %), der Innenstadt-Ost (50,5 %), der Oststadt (51,0 %), in Oberreut (51,4 %) und der Nordweststadt (52,4 %) zu verzeichnen. 17,6 25,6 21,4 24,4 28,6 28,2 28,4 33,8 32,4 24,9 28,8 25,4 16,2 13,7 15 11,7 5,2 7,6 6,3 4,8 0102030405060708090100 Mädchen Jungen Kinder und Jugendliche Karlsruhe insgesamt 2023 Stimme voll und ganz zuStimme eher zuTeils-teilsStimme eher nicht zuStimme gar nicht zu % Abbildung 4.14 Möglichkeiten zur unentgeltlichenAusübung von Sport und Bewegung im Wohnumfeld Basis5.737 | 961 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2023 – Sport und Bewegung. „Inwiefern stimmen Sie/stimmst Du folgenden Aussagen zum ThemaSport und Bewegung zu?“ –In meinem Wohnumfeld gibt es genug Möglichkeiten ohne Bezahlung sportlichen Aktivitäten nachzugehen. – 48 | Bürgerumfrage 2023 – Sport und Bewegung 17,6 16,1 19,4 20,2 16,2 19,6 21,7 23,8 19,6 21,3 26,5 24,4 26,3 32,9 29,4 27,9 20,1 27,9 25,4 23,6 26,6 25,3 38,8 31,7 27,7 31,3 37,6 32,7 24,3 34,4 31,6 31,2 36,2 35,7 33,8 33,2 37,5 36,5 31,4 33,8 32,0 26,1 29,8 31,5 40,0 32,5 35,8 37,7 35,2 38,1 25,3 32,8 37,0 34,3 31,7 43,5 31,3 29,0 28,6 23,2 30,5 26,3 24,5 25,6 25,5 22,1 27,6 25,4 25,0 25,4 25,2 22,4 26,5 22,5 23,4 24,1 24,6 23,2 24,0 25,7 18,3 20,5 15,9 18,8 15,8 14,8 14,7 17,4 13,7 14,0 13,6 12,0 13,5 18,2 9,5 11,7 12,0 14,2 9,3 10,4 10,1 11,3 11,0 10,3 9,1 3,0 6,4 5,5 14,8 12,2 7,7 3,4 11,0 5,7 5,6 7,9 3,4 4,3 6,4 5,3 4,0 1,8 5,0 4,8 4,7 1,4 6,3 7,8 3,2 5,7 4,4 4,3 4,4 10,4 5,6 4,3 2,3 1,8 7,2 1,6 01020 30 405060708090100 Knielingen Innenstadt-Ost Oststadt Oberreut Nordweststadt Mühlburg Innenstadt-West Rintheim Südweststadt Stupferich Grötzingen Karlsruhe Durlach Hagsfeld Grünwinkel Wolfartsweier Südstadt Daxlanden Rüppurr Weststadt Neureut Palmbach Waldstadt Weiherfeld-Dammerstock Nordstadt Beiertheim-Bulach Hohenwettersbach Grünwettersbach Stimme voll und ganz zuStimme eher zuTeils-teilsStimme eher nicht zuStimme gar nicht zu % Abbildung 4.15 Möglichkeiten zur unentgeltlichen Ausübung von Sport und Bewegung im Wohnumfeld Basis5.737 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2023 –Sport und Bewegung. „Inwiefern stimmen Sie folgenden Aussagen zum Thema Sport und Bewegung zu?“ –In meinem Wohnumfeld gibt es genug Möglichkeiten ohne Bezahlung sportlichen Aktivitäten nachzugehen. – Karlsruhe Amt für Stadtentwicklung | 49 Abbildung 4.16 Unentgeltliche Sportmöglichkeiten im Wohnumfeld in Karlsruhe 2023 „Inwiefern stimmen Sie den folgenden Aussagen zu den Themen Sport und Bewegung zu?“ In meinem Wohnumfeld gibt es genug Möglichkeiten ohne Bezahlung sportlichen Aktivitäten nachzugehen. –Stimme voll und ganz zu |Stimme eher zu – Basis5.737 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2023 –Sport und Bewegung. 50 | Bürgerumfrage 2023 – Sport und Bewegung Bei Befragten mit geringer oder fehlender Zustimmung wurde nachgefragt, welche kostenfreien Angebote sie sich in ihrem Wohnumfeld wünschen würden. Dabei werden von Männern und Frauen über alle Altersklassen hinweg am häufigsten Wünsche nach Fitness- und Sportgeräten im Freien (38,7 %) geäußert (Abbildung 4.17). Dagegen formulieren Minderjährige insbesondere Wünsche nach kostenlos nutzbaren Ballsportplätzen. Sie liegen mit einem Anteil von 42,6 % deutlich über den formulierten Bedarfen an Fitness- und Sportgeräten im Freien (25,5 %). Interessant ist, dass sich bei den Minderjährigen deutliche geschlechtsspezifische Unterschiede im Hinblick auf die geäußerten Wünsche feststellen lassen. So wünschen sich 62 % der Jungen Ballsportplätze und nur 19 % der Mädchen. Fitness- und Sportgeräte im Freien werden dagegen von 35,7 % der Mädchen und von 18 % der Jungen gewünscht. Abbildung 4.17 Gewünschte Angebote für sportliche Aktivitäten im Wohnumfeld TG, MFN TGTeilgruppe: Nur Befragte, die der Aussage zu genug Angebot im Wohnumfeld eher nicht oder gar nicht zustimmen. MFNMehfachnennungen möglich, daher Summe ungleich 100%. Basis318 | 94 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2023 –Sport und Bewegung. „Welche Angebote würden Sie sich in Ihrem//würdest Du Dir in Deinem Wohnumfeld wünschen?" 1,1 2,1 8,5 1,1 4,3 4,3 1,1 4,3 5,3 1,1 2,1 8,5 42,6 6,4 25,5 0,6 0,9 0,9 1,6 2,7 3,1 4,5 4,7 5,5 5,7 8,0 10,5 12,1 13,5 14,0 38,7 01020304050 Autofreie Straßen und Freiflächen Boule und Kugelspiele Mountainbike und Enduro Skating Hundespielplatz Spielplätze Laufbahnen (Aschebahn, Leichtathletik) Kostenlose oder kostengünstige Angebote Tischtennisplatten Beachsportplätze ((Beach)volleyball, Beachfußball) Schlägersportplätze (Tennis, Badminton, Squash, Pickleball, Cricket) Rad und Rennrad Trimm-Dich-Pfade und Jogging Wege Sportanlagen Ballsportplätze (Bolzplätze, Basketballplatz, Handballplatz, Spikeball) Spielwiesen und Grünflächen Fitness und Sportgeräte im Freien Erwachsene Jugendliche und Kinder % Amt für Stadtentwicklung | 51 Eingeschätzte Versorgungslage mit Bewegungsräumen für Kinder im Wohnumfeld Kinder stellen an ihre Umgebung andere Anforderungen als Jugendliche oder Erwachsene. Um etwaige Defizite bei Aktions- und Bewegungsräumen auf kleinräumiger Ebene zu identifizieren, wurde daher nach ausreichender Verfügbarkeit kindgerechter Räume für Bewegung und Sport im Wohnumfeld gefragt. Insgesamt erfährt die Aussage über genug Raum für Bewegung und Sport für Kinder im Wohnumfeld in der Bevölkerung eine breite Zustimmung. Jeweils rund ein Drittel der Karlsruherinnen und Karlsruher stimmen der Aussage „In meinem Wohnumfeld haben Kinder genug Raum für Sport und Bewegung“ voll und ganz (30,4 %) oder eher (38,7 %) zu, 7,8 % stimmen eher nicht und 2,8 % gar nicht zu (Abbildung 4.18). Die Einschätzung der Versorgungssituation im Wohnumfeld fällt bei älteren Befragten etwas optimistischer aus, aber das Meinungsbild ist bei den verschiedenen soziodemografischen Bevölkerungsgruppen insgesamt recht homogen. Die Einschätzungen von Befragten aus Haushalten mit oder ohne Kinder unterscheiden sich nur marginal: 67,2 % der Befragten aus Haushalten mit Kindern und 70,0 % der Befragten aus Haushalten ohne Kinder stimmen der Aussage voll und ganz oder eher zu – wobei von den kinderlosen Befragten die in der Analyse ausgeklammerte weiß nicht-Angabe deutlich häufiger ausgewählt wurde. Abbildung 4.18 Verfügbarkeit von Bewegungsraum für Kinder im Wohnumfeld nach Haushalt 30,5 30,2 30,4 39,5 37,0 38,7 20,1 20,7 20,3 7,6 8,3 7,8 2,4 3,8 2,8 0102030405060708090100 Haushalte ohne Kinder Haushalte mit Kindern Karlsruhe insgesamt 2023 Stimme voll und ganz zuStimme eher zuTeils-teilsStimme eher nicht zuStimme gar nicht zu Basis5.375 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2023 –Sport und Bewegung. „Inwiefern stimmen Sie folgenden Aussagen zum Thema Sport und Bewegung zu?“ –In meinem Wohnumfeld haben Kinder genug Raum für Bewegung und Sport. – % 52 | Bürgerumfrage 2023 – Sport und Bewegung Trotz dieses einheitlichen Stimmungsbildes in der Bevölkerung zeigen sich Unterschiede in der Bewertung des vorhandenen Aktionsraums für Kinder im Wohnumfeld: Die kartografische Betrachtung zeigt die Einschätzung wohnumfeldbezogener Bewegungsräume für Kinder (Abbildung 4.19). Als besonders positiv wird die Situation in den Höhenstadtteilen sowie in nördlicher (Waldstadt und Rintheim) und südlicher (Weiherfeld-Dammerstock und Rüppurr) Stadtrandlage bewertet. Weniger als die Hälfte der Befragten stimmen lediglich in den beiden Stadtteilen der Innenstadt (-West: 47,5 %; -Ost: 49,9 %) zu. Die verschiedenen Zustimmungswerte nach Stadtteilen sind detailliert in Abbildung 4.20 enthalten. Abbildung 4.19 Bewegungsräume für Kinder im Wohnumfeld in Karlsruhe 2023 „Inwiefern stimmen Sie den folgenden Aussagen zu den Themen Sport und Bewegung zu? In meinem Wohnumfeld haben Kinder genug Raum für Bewegung und Sport.“ –Stimme voll und ganz zu |Stimme eher zu – Basis5.394 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2023 –Sport und Bewegung. Amt für Stadtentwicklung | 53 18,4 14,8 22,2 22,6 19,2 25,5 23,9 27,8 33,6 32,2 32,4 30,4 29,6 35,2 29,0 36,4 32,0 31,8 33,3 41,6 36,9 43,0 38,6 49,2 35,2 41,7 54,5 40,2 29,1 35,1 36,9 39,3 44,1 37,8 41,7 38,1 34,8 36,4 36,5 38,7 40,4 36,7 43,1 35,9 41,3 42,2 41,5 34,7 42,9 36,9 42,4 32,5 46,9 41,3 29,1 44,4 27,1 29,1 26,5 33,4 24,6 23,3 21,0 18,4 16,7 23,1 22,1 20,3 19,5 23,4 20,4 18,9 19,0 15,3 16,8 18,0 15,7 15,9 12,0 10,8 11,3 12,8 12,3 9,5 15,9 18,5 11,7 4,8 9,1 9,7 9,4 12,1 10,8 5,6 5,8 7,8 8,0 3,1 5,0 6,2 6,5 6,7 6,2 4,5 2,8 3,5 4,7 2,2 3,4 2,1 3,3 5,8 9,5 2,5 2,7 2,9 3,7 3,9 3,5 4,1 2,7 3,3 2,8 2,5 1,6 2,4 2,6 1,2 4,0 2,2 1,2 1,7 0,7 2,4 5,3 3,1 2,1 0,7 0102030405060708090100 Innenstadt-West Innenstadt-Ost Oststadt Rintheim Südweststadt Durlach Knielingen Südstadt Daxlanden Beiertheim-Bulach Grötzingen Karlsruhe Weststadt Wolfartsweier Mühlburg Grünwinkel Nordweststadt Oberreut Neureut Nordstadt Rüppurr Weiherfeld-Dammerstock Hagsfeld Hohenwettersbach Palmbach Stupferich Waldstadt Grünwettersbach Stimme voll und ganz zuStimme eher zuTeils-teilsStimme eher nicht zuStimme gar nicht zu Karlsruhe % Abbildung 4.20 Bewegungsraum für Kinder im Wohnumfeld Basis5.394 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2023 –Sport und Bewegung. „Inwiefern stimmen Sie folgenden Aussagen zum Thema Sport und Bewegung zu?“ –In meinem Wohnumfeld haben Kinder genug Raum für Bewegung und Sport. – 54 | Bürgerumfrage 2023 – Sport und Bewegung Bei Befragten mit geringer oder fehlender Zustimmung zur Aussage, dass Kinder in ihrem Wohnumfeld genug Raum für Bewegung und Sport haben, wurde nachgefragt, welche Angebote für Kinder im Wohnumfeld aus Sicht der Befragten wünschenswert wären. Die Rückmeldungen zu dieser offen formulierten Frage sind äußerst vielfältig. Von den Erwachsenen werden allen voran mehr Spielplätze und Möglichkeiten zur Ausübung von Freizeitsportarten gewünscht (43,1 %; Abbildung 4.21) – teilweise mit Präzisierung auf große Spielplätze, Klettermöglichkeiten oder auch Erlebnis-/Abenteuerspielplätze. Unter den Kindern und Jugendlichen ab 14 Jahren werden Spielplätze mit 22,6 % nur am zweithäufigsten gewünscht. Dagegen nennt fast die Hälfte der unter 18-Jährigen Angebote für Ballsport im Freien (47,2 %; Erwachsene: 21,6 %), darunter vor allem Bolzplätze. Frei zugängliche Grünflächen und autofreie Straßen stehen bei Kindern und Jugendlichen selbst nur zu 1,9 %, bei den Erwachsenen dagegen zu 15,6 % auf dem Wunschzettel. Es ist davon auszugehen, dass die Kinder und Jugendlichen ab 14 Jahren bei der Beantwortung der Frage die eigenen Präferenzen und Bedarfe zu Grunde gelegt haben, wogegen die Erwachsenen „für Kinder“ im Allgemeinen geantwortet haben. Abbildung 4.21 Gewünschte Angebote für Kinder im Wohnumfeld TG, MFN TGTeilgruppe: Nur Befragte, die der Aussage zu genug Angebot für Kinder im Wohnumfeld eher nicht oder gar nicht zustimmen. MFNMehfachnennungen möglich, daher Summe ungleich 100%. Basis258 | 43 Befragte mit Antwort. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bürgerumfrage 2023 –Sport und Bewegung. „Welche Angebote für Kinder würden Sie sich in Ihrem/würdest Du Dir in Deinem Wohnumfeld wünschen?" 14,0 16,3 16,3 7,0 2,3 30,2 25,6 1,4 5,2 6,0 14,1 18,7 19,3 45,7 01020304050 Beachsportplätze ((Beach)volleyball, Beachfußball) Fitness und Sportgeräte im Freien Sportanlagen Spielwiesen und Grünflächen Autofreie Straßen und Freiflächen Ballsportplätze (Bolzplätze, Basketballplatz, Handballplatz, Spikeball) Spielplätze Erwachsene Kinder und Jugendliche % Amt für Stadtentwicklung | 55 Fragebogen 56 | Bürgerumfrage 2023 – Sport und Bewegung Amt für Stadtentwicklung | 57 58 | Bürgerumfrage 2023 – Sport und Bewegung Amt für Stadtentwicklung | 59 60 | Bürgerumfrage 2023 – Sport und Bewegung Amt für Stadtentwicklung | 61 62 | Bürgerumfrage 2023 – Sport und Bewegung Amt für Stadtentwicklung | 63 64 | Bürgerumfrage 2023 – Sport und Bewegung Amt für Stadtentwicklung | 65 66 | Bürgerumfrage 2023 – Sport und Bewegung Amt für Stadtentwicklung | 67 68 | Bürgerumfrage 2023 – Sport und Bewegung Amt für Stadtentwicklung | 69 70 | Bürgerumfrage 2023 – Sport und Bewegung Amt für Stadtentwicklung | 71 72 | Bürgerumfrage 2023 – Sport und Bewegung Amt für Stadtentwicklung | 73 74 | Bürgerumfrage 2023 – Sport und Bewegung Amt für Stadtentwicklung | 75 76 | Bürgerumfrage 2023 – Sport und Bewegung Amt für Stadtentwicklung | 77 78 | Bürgerumfrage 2023 – Sport und Bewegung Amt für Stadtentwicklung | 79 80 | Bürgerumfrage 2023 – Sport und Bewegung Amt für Stadtentwicklung | 81

  • Abstimmungsergebnis TOP 3
    Extrahierter Text

  • Protokoll GR 16.07.2024 TOP 3
    Extrahierter Text

    Niederschrift 66. Plenarsitzung des Gemeinderates 16. Juli 2024, 15:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus am Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup Punkt 3 der Tagesordnung: Bürgerumfrage 2023: Bewegung und Sport Vorlage: 2024/0525 Beschluss: Der Gemeinderat nimmt die Ergebnisse der Bürgerumfrage 2023 zu den Themen Sport und Bewegung zur Kenntnis. Die gewonnenen Erkenntnisse werden im Rahmen der Sportentwicklungsplanung ausgewertet und ggfs. weiterverfolgt. Abstimmungsergebnis: Einstimmige Zustimmung (45 Ja) Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 3 zur Behandlung auf und verweist auf die erfolgte Vorberatung im Hauptausschuss am 2. Juli 2024: Dann können wir auch gleich in den Beschluss einsteigen, und zwar ab jetzt. - Auch das ist einstimmig. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten – 1. August 2024