Kleinräumige Bevölkerungsprognose 2040
| Vorlage: | 2024/0524 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 08.05.2024 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Amt für Stadtentwicklung |
| Erwähnte Stadtteile: | Beiertheim-Bulach, Daxlanden, Durlach, Grötzingen, Grünwettersbach, Grünwinkel, Hagsfeld, Hohenwettersbach, Innenstadt-Ost, Innenstadt-West, Knielingen, Mühlburg, Neureut, Nordstadt, Nordweststadt, Oberreut, Oststadt, Palmbach, Rintheim, Rüppurr, Stupferich, Südstadt, Südweststadt, Waldstadt, Weiherfeld-Dammerstock, Weststadt, Wolfartsweier |
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Beschlussvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2024/0524 Verantwortlich: Dez. 2 Dienststelle: Amt für Stadtentwicklung Kleinräumige Bevölkerungsprognose 2040 Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Hauptausschuss 04.06.2024 4 N Vorberatung Gemeinderat 18.06.2024 5 Ö Entscheidung Kurzfassung Der Gemeinderat nimmt die Ergebnisse der stadteigenen kleinräumigen Bevölkerungsprognose für Karlsruhe und seine Stadtteile bis 2040 zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung, die weiteren Fachplanungen auf Basis der kleinräumigen Prognose durchzuführen sowie die Prognose alle drei Jahre fortzuschreiben. Finanzielle Auswirkungen Ja ☐ Nein ☒ ☐ Investition ☐ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☐ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☒ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☒ Ja ☐ Korridorthema: Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Erläuterungen Das Amt für Stadtentwicklung legt die Ergebnisse der neuen Bevölkerungsprognose der Stadt Karlsruhe für den Zeitraum bis 2040 vor. Ausgangspunkt ist die wohnberechtigte Bevölkerung am 31.12.2022 mit 299.436 Personen mit Hauptwohnsitz (ohne die Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge (LEA)). Die letzte Bevölkerungsprognose stammt aus dem Jahr 2016. Aufgrund der Entwicklungen der letzten Jahre wurde eine Neuerstellung notwendig. Ziel, Anspruch und Nutzen einer kleinräumigen Bevölkerungsprognose liegt nicht primär in der (exakten) Bestimmung beziehungsweise Vorhersage der gesamtstädtischen Einwohnerzahl für den Zeitraum bis 2040, sondern im Aufzeigen der bevölkerungsstrukturellen Veränderungen im Laufe der Jahre – insbesondere in Bezug auf die Alterszusammensetzung auf Stadtteilebene, um dadurch die kleinräumigen Fachplanungen zu unterstützen (beispielsweise Kita-, Schulentwicklungs- und Pflegeplanung) und finanzielle Ressourcen so ziel- und passgenau zu investieren und einzusetzen. Im Gegensatz zu anderen Prognosen (wie zum Beispiel des Statistischen Landesamts) werden zudem Annahmen in Bezug auf Neubautätigkeit, insbesondere basierend auf Bauleitplanung, einbezogen. Ein weiterer Unterschied zu anderen Prognosen ist, dass die Effekte der LEA nicht „verzerrend“ wirken, da diese herausgerechnet werden. Nach der vorliegenden Prognose wird die Zahl der Bewohnerinnen und Bewohner mit Hauptwohnsitz in Karlsruhe bis ins Jahr 2040 um knapp 40.000 Personen beziehungsweise 13 % ansteigen. Rund die Hälfte des geschätzten Bevölkerungszuwachses von etwa 40.000 Personen ist dabei auf den Bezug von größeren Neubauprojekten zurückzuführen. Damit werden im Jahr 2040 schätzungsweise knapp 340.000 Menschen in Karlsruhe leben. Insgesamt fällt das berechnete künftige Bevölkerungswachstum Karlsruhes etwas geringer aus, als es in der jüngsten Vergangenheit zu beobachten war – sofern man die Jahre 2020 und 2021 mit den COVID-19-Sondereffekten ausklammert. So lag das durchschnittliche jährliche relative Bevölkerungswachstum Karlsruhes im Zeitraum 2006 bis 2019 bei +0,8 % pro Jahr (+2.150 Personen). Gemäß der vorliegenden Prognose erfolgt eine Zunahme der Bevölkerung in allen Altersgruppen, wobei bis ins Jahr 2040 für die Gruppe der 65- bis unter 85-Jährigen der stärkste Zuwachs erwartet wird (+19 %). Gleichzeitig werden auch die Zahl der 30- bis unter 45-Jährigen (+17 %), momentan ist diese Altersgruppe relativ schwach besetzt, und mit ihr die Zahl der 0- bis unter 3-Jährigen (+18 %) überdurchschnittlich zunehmen. Im Ergebnis wird das Durchschnittsalter der Karlsruher Bevölkerung leicht von 42,9 Jahren (2022) auf 42,7 Jahre (2040) abnehmen. Bevölkerungsentwicklungen werden in starkem Maße von überregionalen und globalen ökonomischen und (gesellschafts-)politischen Entwicklungen beeinflusst. Als Beispiele der jüngeren Vergangenheit sind insbesondere die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie (insbesondere Veränderung der Wanderungsdynamiken) und die Folgen des Angriffs Russlands auf die Ukraine (Migration Geflüchteter, steigende Lebenserhaltungskosten, Energie- und Baupreise, Zinsanhebungen) zu nennen. Auf die Erstellung unterschiedlicher Szenarien der Prognose wurde verzichtet. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass aufgrund der genannten externen Effekte eine regelmäßige Fortschreibung notwendig wird, sodass Prognosen beziehungsweise die zugrunde liegenden Annahmen beständig an die sich ändernden Rahmenbedingungen angepasst werden müssen. Es ist geplant, die Prognose zukünftig im Abstand von drei Jahren fortzuschreiben, um sicherzustellen, dass die Stadt Karlsruhe dann immer über eine aktuelle Planungsgrundlage verfügt. Zudem werden die Zahlen jährlich mit dem Bestand abgeglichen und für die Fachplanungen gegebenenfalls eingeordnet und angeglichen. So zeigt beispielweise der Abgleich mit den Bestandszahlen, dass es in Karlsruhe 2023 noch nicht wie angenommen zu einer Erholung der im Jahr 2022 eingebrochenen Geburtenrate kam. Dabei handelt es sich um ein deutschlandweites Phänomen. Ein Grund hierfür dürfte das Zusammenspiel verschiedener Krisen sein, die nach der Corona-Pandemie für anhaltende Verunsicherung sorgen. – 3 – Neben dem Angriffskrieg auf die Ukraine sind dies der Klimawandel und die ökonomische Entwicklung mit einer Rezession in 2023 und deutlich gedämpften Konjunkturerwartungen für 2024. In der vorliegenden Prognose führt dies zu einer Überschätzung der Geburten im ersten Prognosejahr 2023 um ca. 10 % beziehungsweise etwa 300 Lebendgeburten auf gesamtstädtischer Ebene. Dennoch wird davon ausgegangen, dass die Einflüsse auf das generative Verhalten mittel- und langfristig eher gering sind. Nach einer Umstellungs- oder Gewöhnungsphase beziehungsweise nach dem subjektiven Gefühl der Überwindung beziehungsweise Gewöhnung an die Krise(n) wird angenommen, dass bislang aufgeschobene Geburten nachgeholt werden und die Fertilitätsmuster von vor der Krise wieder greifen. Die der Bevölkerungsprognose zugrundeliegenden Annahmen sind der folgenden Tabelle zu entnehmen. Beschluss: Antrag an den Gemeinderat – nach Vorberatung im Hauptausschuss Der Gemeinderat nimmt die Ergebnisse der stadteigenen kleinräumigen Bevölkerungsprognose für Karlsruhe und seine Stadtteile bis 2040 zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung, die weiteren Fachplanungen auf Basis der kleinräumigen Prognose durchzuführen sowie die Prognose alle drei Jahre fortzuschreiben.
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Stadt Karlsruhe Amt für Stadtentwicklung Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2040 @ Dmytro – stock.adobe.com Beiträge zur Stadtentwicklung | Heft Nr. 64 2 | Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2024 Impressum Stadt Karlsruhe Amt für Stadtentwicklung Zähringerstraße 61 76133 Karlsruhe Leiter: Christoph Riedel Bereich: Stadt- und Regionalentwicklung Dr. Andrea Hammer Bearbeitung: Dr. Andrea Hammer Daniel Götz Stefanie Groß Viktor Waldschmidt Auskunftsdienst und Bestellung: Telefon: 0721 133-1201 Fax: 0721 133-1209 E- Mail: stadtentwicklung@afsta.karlsruhe.de Internet: www.karlsruhe.de/stadtentwicklung Stand: 15 . Mai 2024 | Nr. 24-0226 Gedruckt in der Rathausdruckerei auf 100 Prozent Recyclingpapier. © Stadt Karlsruhe Alle Rechte vorbehalten. Ohne ausdrückliche Genehmigung des Herausgebers ist es nicht gestattet, diese Veröffentlichung oder Teile daraus zu vervielfältigen oder in elektronischen Systemen anzubieten. Amt für Stadtentwicklung | 3 Inhalt 1. Einleitung ............................................................................................................................................................ 4 2. Bevölkerungsentwicklung in Karlsruhe 2013 bis 2022........................................................................................ 5 2.1 Quantitative Bevölkerungsentwicklung .......................................................................................................................... 5 2.2 Bevölkerungsbilanz ....................................................................................................................................................... 6 2.3 Altersstruktur der Bevölkerung .................................................................................................................................... 14 3. Prognoseannahmen .......................................................................................................................................... 17 4. Bevölkerungsentwicklung in Karlsruhe 2023 bis 2040...................................................................................... 20 4.1 Quantitative Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsbilanz ................................................................................... 21 4.2 Altersstrukturelle Veränderung.................................................................................................................................... 21 5. Kleinräumige Bevölkerungsentwicklung bis zum Jahr 2040 in den Karlsruher Stadtteilen ............................... 24 5.1 Überblick .................................................................................................................................................................... 24 Stadtteilprofile ............................................................................................................................................................................................. 29 Anhang ...................................................................................................................................................................................................... 83 4 | Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2024 1. Einleitung In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der Bevölkerung mit Hauptwohnsitz in Karlsruhe von 290.850 (2013) auf 299.436 (2022) Personen angestiegen. In diesen Zahlen nicht berücksichtigt sind die Bewohnerinnen und Bewohner der Landeserstaufnahme- einrichtung für Flüchtlinge (LEA). Damit nahm die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner der Fächerstadt binnen einer Dekade um +8.600 Personen beziehungsweise 3 Prozent zu. Dabei wird die Bevölkerungsentwicklung in Karlsruhe insbesondere von den Wanderungsbewegungen über die Stadtgrenzen beeinflusst, die ihrerseits von einer starken Altersselektivität geprägt sind. So erzielt Karlsruhe – typisch für Städte, die Standorte von Hochschulen und anderen Ausbildungsinstitutionen sind – insbesondere in der Altersgruppe der 17- bis 25-Jährigen einen positiven Wanderungssaldo. Differenziert nach Quell- und Zielgebieten, zeigt sich für die Fächerstadt insbesondere einen positiven Wanderungssaldo mit dem Ausland und dem so genannten „übrigen“ Baden- Württemberg, das heißt Baden-Württemberg ohne die Region Karlsruhe. Mit dieser ist der Wanderungssaldo, vor allem bedingt durch Suburbanisierungseffekte, negativ. Gemäß der vorliegenden Prognose wird die Zahl der Bewohnerinnen und Bewohner mit Hauptwohnsitz in Karlsruhe von 2022 bis ins Jahr 2040 um fast +39.800 Personen beziehungsweise 13,3 % ansteigen. Damit werden im Jahr 2040 schätzungsweise 339.200 Menschen in Karlsruhe leben. Dabei erfolgt eine Zunahme der Bevölkerung in allen Altersgruppen, wobei bis ins Jahr 2040 insbesondere die Gruppe der 65- bis unter 85-Jährigen zunehmen wird (+19,4 %). Gleichzeitig wird auch die Zahl der 30- bis unter 45-Jährigen (+17,3 %), momentan ist diese Altersgruppe relativ schwach besetzt, und mit ihr die Zahl der 0- bis unter 3-Jährigen (+18,1 %) zunehmen. Im Ergebnis wird das Durchschnittsalter der Karlsruher Bevölkerung leicht von 42,9 Jahren (2022) auf 42,7 Jahre (2040) abnehmen. Die Bevölkerungsvorausrechnung wurde mit dem Programm SIKURS des KOSIS-Verbunds durchgeführt. Neben der jährlichen Alterung werden dabei Geburten, Sterbefälle, Zuzüge und Wegzüge bei der Berechnung der zukünftigen Bevölkerungszahl berücksichtigt (Kohorten-Komponenten-Methode). Zusätzlich werden bei der kleinräumigen Vorausrechnung auf Stadtteilebene auch die Binnenwanderungen zwischen den einzelnen Stadtteilen einbezogen. Kernannahmen, die der Prognose zu Grunde liegen, sind eine anhaltende Dynamik des für Karlsruhe typischen Wanderungsmusters (Basis: Wanderungsgeschehen in den Jahren 2011 bis 2018) sowie Einschätzungen zur stadträumlichen Entwicklung der Neubautätigkeit bis 2040. Insgesamt liefert die Prognose für die 27 Karlsruher Stadtteile unterschiedliche Ergebnisse und Dynamiken in der Bevölkerungs- entwicklung bis 2040. Für den Großteil der Stadtteile errechnet die Prognose bis 2040 Bevölkerungszuwächse zwischen 10 und 20 Prozent. Überdurchschnittlich hohe Wachstumsraten ergeben sich jedoch für die Stadtteile Stupferich (+44,1 %), Nordweststadt (+24,6 %), Neureut (+22,8 %), Nordstadt (+21,3 %). Dort schlagen die in der Prognose hinterlegten Neubauannahmen zu Buche. Gleichzeitig ergeben sich insbesondere aufgrund geringer angenommenen Neubautätigkeit unterdurchschnittliche Bevölkerungs- zuwächse in Wolfartsweier (+4,8 %), Rüppurr (+4,0 %) und Grötzingen (+1,4 %). Aber auch die Ausgangsstruktur der Bestands- bevölkerung hat einen Einfluss auf die zukünftige Entwicklung. So wird in Oberreut die Zahl der Bevölkerung trotz einiger geplanter Wohnbauvorhaben nur um 1,0 % ansteigen, da hier die in der Vergangenheit stark angewachsene Stadtteilbevölkerung vergleichsweise wenig umzieht und sich die Haushaltsgrößen dort im Prognosezeitraum verkleinern werden. In Beiertheim-Bulach wird sich wegen eines geringen Umzugsgeschehens und ohne absehbaren Neubau eine stationäre Bevölkerungsentwicklung (- 0,1 %) ergeben. Neben unterschiedlichen Wachstumsdynamiken in den einzelnen Stadtteilen der Fächerstadt, zeigt die Prognose auch teilräumlich unterschiedliche altersstrukturelle Veränderungen. Der durchschnittlich jüngste Stadtteil Karlsruhes wird in 2040 die Innenstadt-O st (37,1 Jahre) sein. Die im Durchschnitt ältesten Bewohnerinnen und Bewohner wird der Stadtteil Oberreut (47,6 Jahre) haben. Deutlich überdurchschnittlich wird der Anstieg der jüngeren Bevölkerung bis unter 18 Jahren in den Stadtteilen sein, in denen im Prognosezeitraum verhältnismäßig viele Wohnungen neu gebaut werden. Dies betrifft insbesondere Neureut, Daxlanden, die Oststadt, Grünwettersbach und Stupferich. Dagegen wird die Altersgruppe der unter 18-Jährigen insbesondere in Oberreut und Knielingen abnehmen. Dies ist vorranging auf die Alterung der dort in jüngster Vergangenheit Zugezogenen – meist Familien oder Paare in der Familiengründungsphase – zurückzuführen. Die Zahl der ab 65-Jährigen wird insbesondere in der Nordstadt, in Hohenwettersbach und in Palmbach zunehmen. Eine entscheidende Rolle spielt dabei die Alterung der heutigen Bestandsbevölkerung. Amt für Stadtentwicklung | 5 2. Bevölkerungsentwicklung in Karlsruhe 2013 bis 2022 2.1 Quantitative Bevölkerungsentwicklung Zum 31.Dezember 2022 waren in Karlsruhe 299.436 Personen mit Hauptwohnsitz gemeldet. Zehn Jahre davor im Jahr 2013 lag die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner mit Hauptwohnsitz in Karlsruhe bei 290.850 Menschen. 1 In Summe ist die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner in der Fächerstadt innerhalb der vergangenen zehn Jahre (2013 bis 2022) um rund +8.600 Personen beziehungsweise 3,0 Prozent gestiegen. Dabei verlief die jährliche Bevölkerungsentwicklung jedoch nicht gleichmäßig (siehe Abbildung 2.01). Während die Jahre 2013 bis 2018 von teils deutlichen jährlichen Bevölkerungszunahmen geprägt waren, nahm die Zahl der Bevölkerung in den Jahren 2019 bis 2021 ab. Erst im Jahr 2022 wurden wieder deutliche Bevölkerungsgewinne registriert. Die Bevölkerungsentwicklung unterlag im Beobachtungszeitraum verschiedenen Einflussfaktoren. So bildet das Jahr 2016 mit einer außergewöhnlich hohen Bevölkerungszunahme von fast +4.500 Personen aufgrund der Einführung einer Zweitwohnsitzsteuer in Karlsruhe eine Ausnahme. 2 Die hohen Bevölkerungsverluste der Jahre 2020 (-3.700) und 2021 (-2.100) waren stark von den Einschränkungen und Unsicherheiten der COVID-19 Pandemie geprägt. Die deutliche Zunahme der Bevölkerung im Jahr 2022 ist insbesondere auf die in diesem Jahr starke Zuwanderung von Schutzsuchenden aus der Ukraine zurückzuführen. 1 Die Berechnungen berücksichtigen nicht die Menschen in der Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge (LEA), da es in Zusammenhang mit der Zuwanderung von Geflüchteten zu erheblichen Verzerrungen der Meldefälle in der LEA in Karlsruhe kam und kommt. 2 Im Vorfeld dieser neuen Steuer meldeten sich zahlreiche bis dato mit Nebenwohnsitz in Karlsruhe gemeldete Personen um und ließen sich mit Hauptwohnsitz Karlsruhe in das Einwohnermelderegister eintragen, wodurch die Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung in Karlsruhe deutlich zunahm. Abbildung 2.01 Bevölkerungsentwicklung und jährliche Zu-/Abnahme der Zahl der Bevölkerung in Karlsruhe 2013 bis 2022 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 290.850 293.621 296.090 300.553 302.281 303.521 302.957 299.217 297.137 299.436 -5.000 -4.000 -3.000 -2.000 -1.000 0 1.000 2.000 3.000 4.000 5.000 270.000 275.000 280.000 285.000 290.000 295.000 300.000 305.000 310.000 2013201420152016201720182019202020212022 jährliche VeränderungAnzahl der Bevölkerung 1LEA = Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 6 | Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2024 2.2. Bevölkerungsbilanz Die Bevölkerungsentwicklung in der Fächerstadt wird maßgeblich von den Wanderungsbewegungen über die Stadtgrenzen beeinflusst und gesteuert (Abbildung 2.02). Deren Saldo war von 2013 bis 2018 positiv mit Werten zwischen +1.300 Personen (2018) und +4.200 Personen (2016). Deutlich negative Wanderungssalden ergeben sich mit -3.500 Personen und -1.800 Personen in den Jahren 2020 und 2021. Im Jahr 2022 lag der Wanderungssaldo bei +3.000 Personen. 3 Die jährlichen Salden aus Geburten und Sterbefällen bewegten sich in den Jahren 2013 bis 2022 innerhalb der Spanne zwischen +40 Personen (2016) und -720 Personen (2022). Das Jahr 2022 stellt hinsichtlich der Zahl der Geburten sowie der Todesfälle ein besonderes Jahr dar: Mit 2.541 Neugeborenen kamen in diesem Jahr so wenig Kinder wie zuletzt etwa im Jahr 2012 zur Welt. Gleichzeitig lag die Zahl der Sterbefälle im Jahr 2022 mit 3.261 Gestorbenen auf einem seit 1996 nicht mehr erreichten Höchststand. 3 Die geschilderten Einflussfaktoren auf die Bevölkerungsentwicklung – Einführung der Zweitwohnsitzsteuer in 2016, Corona-Pandemie in 2020 und 2021 und starke Zuwanderung aus der Ukraine in 2022 – finden ihren Niederschlag insbesondere im Wanderungsgeschehen. Abbildung 2.02 Komponenten der Bevölkerungsentwicklungin Karlsruhe 2013 bis 2022 Bevölkerung mit Hauptwohnung ohne LEA 1 -52 -66 -239 40 -225 -102 -210 -287 -228 -720 3.215 2.324 2.706 4.239 1.933 1.341 -357 -3.489 -1.824 3.011 -4.000 -3.000 -2.000 -1.000 0 1.000 2.000 3.000 4.000 5.000 2013201420152016201720182019202020212022 Saldo aus Geburten und SterbefällenWanderungssaldojährliche Veränderung 1LEA = Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 COVID-19-Pandemie induzierte Wanderungsverluste (2020, 2021) Einführung einer Zweitwohnsitzsteuer (2016) Amt für Stadtentwicklung | 7 Abbildung 2.03 zeigt, wie sich die jährlichen Wanderungssalden der Jahre 2013 bis 2022 aus dem Zusammenspiel von Zu- und Fortzügen ergeben. Mit Zu- und Fortzügen zwischen 20.000 und 25.000 Personen jährlich, ist der in Karlsruhe stattfindende Bevölkerungsumschlag durch Wanderungen über die Stadtgrenzen beträchtlich. Im Schnitt kamen in den Jahren 2013 bis 2022 jedes Jahr 22.850 Menschen neu nach Karlsruhe. Das entspricht acht Prozent der Bevölkerung Karlsruhes (2022). Den zeitlichen Verlauf der Wanderungsbewegungen analysierend ist zu beobachten, dass, mit Ausnahme des Jahres 2016 4 , seit 2013 die Zahl der Wanderungsgewinne Karlsruhes bis zum Jahr 2018 tendenziell geringer werden und im Jahr 2019 schließlich sogar leicht ins Negative abrutschen (2019: -350 Personen). Dies resultiert in erster Linie aus einen langsamen aber stetigen Anstieg der Wegzüge (siehe Abbildung 2.03). 4 Sondereffekt durch die Einführung einer Zweitwohnsitzsteuer. Abbildung 2.03 Komponenten der Wanderungsbewegungen über dieStadtgrenzen von Karlsruhe 2013 bis 2022 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 3.215 2.324 2.706 4.239 1.933 1.341 -357 -3.489 -1.824 3.011 -5.000 0 5.000 10.000 15.000 20.000 25.000 30.000 2013201420152016201720182019202020212022 WegzügeZuzügeWanderungssaldo 1LEA = Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 COVID-19-Pandemie induzierte Wanderungsverluste (2020, 2021) Einführung einer Zweitwohnsitzsteuer (2016) 8 | Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2024 Altersselektivität im Wanderungsgeschehen Die Wanderungsgewinne Karlsruhes werden fast ausschließlich über die hohe Netto-Zuwanderung von Personen im Alter zwischen 17 bis unter 25 Jahren gespeist (2013-2022: +31.500 Personen; siehe Abbildung 2.04). In allen anderen Altersgruppen ist der Wanderungssaldo entweder nahezu ausgeglichen oder deutlich negativ. Am stärksten fallen die Wanderungsverluste in den Altersgruppen der Berufseinsteiger (25- bis unter 30-Jährige; 2013-2022: -4.100 Personen) sowie der jungen Familien mit Kindern in der Familiengründungsphase (30- bis unter 45-Jährige sowie 0- bis unter 6-Jährige: 2013-2022: -12.400 Personen) aus. Die einen verlassen Karlsruhe per Saldo nach Beendigung von Ausbildung und Studium im Zuge des Berufseinstiegs. Die anderen wandern per Saldo in die Gemeinden ins Umland ab. Diese Altersselektivität im Wanderungsgeschehen ist für Großstädte mittlerer Größe mit Hochschulstandorten in Deutschland charakteristisch. Abbildung 2.04 Komponenten der Wanderungsbewegungen über dieStadtgrenzen von Karlsruhe 2013 bis 2022 nach Alter Bevölkerung mit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 -4.000 -2.000 0 2.000 4.000 6.000 8.000 10.000 12.000 14.000 16.000 02468101214161820222426283032343638404244464850525456586062646668707274767880828486889092949698 WanderungssaldoWegzügeZuzüge 1LEA = Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Wanderungsgewinne von Auszubildenden und Studierenden Wanderungsverluste von Berufseinsteigenden (25 bis unter 30+Jährige) Amt für Stadtentwicklung | 9 Zu- und Fortzüge nach Staatsangehörigkeit Die zusätzliche Differenzierung des Wanderungssaldos nach Staatsangehörigkeit zeigt unterschiedliche Muster: In der Altersgruppe zwischen 17 und etwa 25 Jahren werden sowohl bei den Nicht-Deutschen als auch bei den Deutschen die mit Abstand höchsten Wanderungsgewinne erzielt (Abbildung 2.05). Während unter den Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit in allen Altersgruppen bis Mitte 50 durchweg Wanderungsgewinne erzielt werden, ist dies bei den Deutschen genau umgekehrt. Die beobachtbare Netto-Abwanderung von Berufseinsteigerinnen und -einsteigern sowie die Abwanderung junger Familien mit Kindern in die Umlandgemeinden von Karlsruhe ist damit deutlich durch das Wanderungsverhalten der Bevölkerung mit deutscher Staatsangehörigkeit geprägt. Abbildung 2.05 Wanderungssaldo Karlsruhes über dieStadtgrenzen 2013 bis 2022 nach Alter und Staatsangehörigkeit Bevölkerung mit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 -2.000 -1.000 0 1.000 2.000 3.000 4.000 5.000 6.000 7.000 02468101214161820222426283032343638404244464850525456586062646668707274767880828486889092949698 nicht-deutschdeutsch 1LEA = Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 10 | Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2024 Wanderungsgeschehen nach Quell- und Zielgebieten Differenziert nach verschiedenen Quell-/Zielgebieten der Wanderungen über die Karlsruher Stadtgrenzen im Zeitraum 2013 bis 2022 zeigt sich, dass es zwei Gebiete gibt, die für Karlsruhe Bevölkerungsgewinne generieren: Das Ausland mit einem Wanderungsplus in Höhe von +20.600 Personen und Baden-Württemberg (ohne die Region Karlsruhe) mit +6.800 netto Zugewanderten (Abbildung 2.06). Der Wanderungssaldo Karlsruhes mit Deutschland ist insgesamt nahezu ausgeglichen (+361 Personen). Deutliche Wanderungsverluste in Höhe von -11.400 Personen ergeben sich hinsichtlich der Wanderungsbeziehungen mit den Städten und Gemeinden der Region. Während von 2013 bis 2019 jährlich rund -950 Personen per saldo die Fächerstadt in Richtung Umlandgemeinden verließen, verstärkte die COVID-19 Pandemie in den Jahren 2020 (-1.900 Personen) und 2021 (-1.500 Personen) die Suburbanisierung. Im Jahr 2022 lagen die Netto- Wanderungsverluste Karlsruhes an die Region mit -1.300 Personen unter dem Vor-Corona-Niveau. Die Suburbanisierung hat also nicht an Dynamik verloren. Abbildung 2.06 Wanderungsbewegungen über dieStadtgrenzen von Karlsruhe 2013 bis 2022 nach verschiedenen Quell-/Zielgebieten Bevölkerung mit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 47.247 57.392 49.824 52.898 8.179 67.886 46.013 56.587 53.259 4.894 20.639 -11.379 6.763 361 -3.285 -20.000 -10.000 0 10.000 20.000 30.000 40.000 50.000 60.000 70.000 80.000 AuslandRegion Karlsruheübriges BWübriges Dtld.unbekannt WegzügeZuzügeWanderungssaldo 1LEA = Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Amt für Stadtentwicklung | 11 Außen- und Binnenwanderungen nach räumlichen Teilgebieten in Karlsruhe Einzelne Gebiete der Fächerstadt sind in unterschiedlichem Ausmaß von Wanderungsbewegungen über die Stadtgrenzen betroffen. So ist die Wanderungsintensität in den Stadtteilen der Innenstadt und des Innenstadtrandes 5 mit Abstand am höchsten. Das Wanderungsvolumen 6 des Inneren Stadtrands 7 und des Äußeren Stadtrands 8 ist jeweils in etwa halb so groß (Abbildung 2.07). 5 Innenstadt und Innenstadtrand: Innenstadt-Ost, Innenstadt-West, Südstadt, Südweststadt, Weststadt, Oststadt und Nordstadt 6 Das Wanderungsvolumen ist die Summe aus Zu- und Fortzügen. 7 Innerer Stadtrand: Nordweststadt, Mühlburg, Grünwinkel, Beiertheim-Bulach, Weiherfeld-Dammerstock, Rintheim und Durlach 8 Äußerer Stadtrand: Daxlanden, Knielingen, Oberreut, Rüppurr, Waldstadt, Hagsfeld, Grötzingen, Stupferich, Hohenwettersbach, Wolfartsweier, Grünwettersbach, Palmbach, Neureut Abbildung 2.07 Wanderungsbewegungen über dieStadtgrenzen von Karlsruhe (Außenwanderung) 2013 bis 2022 nach innerstädtischen Quell-/Zielgebieten Bevölkerung mit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 54.619 105.090 55.831 54.860 114.373 59.406 241 9.283 3.575 0 20.000 40.000 60.000 80.000 100.000 120.000 140.000 160.000 Äußerer Stadtrand Innenstadt und InnenstadtrandInnerer Stadtrand WegzügeZuzügeWanderungssaldo 1LEA = Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Innenstadt und Innenstadtrand: Innenstadt-Ost, Innenstadt-West, Südstadt, Südweststadt, Weststadt, Oststadt und Nordstadt Innerer Stadtrand: Nordweststadt, Mühlburg, Grünwinkel, Beiertheim-Bulach, Weiherfeld-Dammerstock, Rintheim und Durlach Äußerer Stadtrand:Daxlanden, Knielingen, Oberreut, Rüppurr, Waldstadt, Hagsfeld, Grötzingen, Stupferich, Hohenwettersbach, Wolfartsweier, Grünwettersbach, Palmbach, Neureut Wanderungsvolumen Außenwanderungen 2013 bis 2022: Karlsruhe insgesamt: 444.000 Bewegungen -Innenstadt und Innenstadtrand:219.500 Bewegungen -Innerer Stadtrand:115.000 Bewegungen -Äußererer Stadtrand:190.500 Bewegungen 12 | Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2024 Die Wanderungsbewegungen über die Stadtgrenzen stellen nur einen Teil der räumlichen Mobilität dar. Für die einzelnen Stadtteile oder Wohnquartiere von ebenso großer Bedeutung – quantitativ wie auch strukturell – sind die Umzüge zwischen den einzelnen städtischen Teilräumen. Mit 395.000 Umzügen innerhalb der Stadt war das Volumen der Binnenwanderung in Karlsruhe in den letzten zehn Jahren ähnlich hoch, wie das der Außenmigration über die Stadtgrenzen (444.000 Bewegungen). Wie bei der Außenwanderung war auch in Bezug auf die Binnenwanderung das Wanderungsvolumen der Innenstadt und des Innenstadtrandes mit 180.000 Umzügen am höchsten. In den Stadtteilen des Äußeren Stadtrandes wurden im gleichen Zeitraum 108.500 und in den Gebieten des Inneren Stadtrandes 107.000 Binnenwanderungsbewegungen registriert. Gewinner der Binnenwanderung sind, anders als bei der Außenmigration, die Stadtteile des Äußeren Stadtrandes. Hier wurde zwischen 2013 und 2022 eine Netto-Zuwanderung von +5.500 Personen registriert. Der Innere Stadtrand konnte im Zuge der Binnenwanderung fast +2.000 Personen netto hinzugewinnen. Deutliche Wanderungsverluste in Höhe von beinahe -7.500 Personen waren im selben Zeitraum in der Innenstadt und dem Innenstadtrand zu verzeichnen (siehe Abbildung 2.08). Zusammengenommen ergeben sich aus der Außen- und Binnenwanderung innerhalb der letzten zehn Jahre (2013 bis 2022) die in Abbildung 2.09 dargestellten Netto-Gewinne/-verluste für die drei Karlsruher Lagetypen. Sowohl der Äußere Stadtrand als auch der Innere Stadtrand gewannen in diesem Zeitraum durch Wanderungen jeweils rund +5.500 Personen hinzu. Die Innenstadt und der Innenstadtrand konnten in dieser Zeit mit einen Zuwanderungsplus von +2.000 Personen deutlich weniger Einwohnerinnen und Einwohner durch Migration hinzugewinnen, obgleich hier der Bevölkerungsumschlag mit Abstand am höchsten war. Bezogen auf die mittlere Bevölkerung im Betrachtungszeitraum liegt das durchschnittliche Zuzugsvolumen in der Innenstadt und dem Innenstadtrand bei 19 %, im Inneren Stadtrand bei 11 % und im Äußeren Stadtrand bei 13 %. Abbildung 2.08 Wanderungsbewegungen innerhalb der Stadtgrenzen von Karlsruhe (Binnenwanderung) 2013 bis 2022 nach innerstädtischen Quell -/Zielgebieten Bevölkerung mit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 51.464 93.584 52.422 56.968 86.116 54.386 5.504 -7.468 1.964 -20.000 0 20.000 40.000 60.000 80.000 100.000 120.000 140.000 160.000 Äußerer Stadtrand Innenstadt und InnenstadtrandInnerer Stadtrand BinnenwegzügeBinnenzuzügeBinnensaldo 1LEA = Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Innenstadt und Innenstadtrand: Innenstadt-Ost, Innenstadt-West, Südstadt, Südweststadt, Weststadt, Oststadt und Nordstadt Innerer Stadtrand: Nordweststadt, Mühlburg, Grünwinkel, Beiertheim-Bulach, Weiherfeld-Dammerstock, Rintheim und Durlach Äußerer Stadtrand:Daxlanden, Knielingen, Oberreut, Rüppurr, Waldstadt, Hagsfeld, Grötzingen, Stupferich, Hohenwettersbach, Wolfartsweier, Grünwettersbach, Palmbach, Neureut Wanderungsvolumen Außenwanderungen 2013 bis 2022: Karlsruhe insgesamt: 395.000 Bewegungen -Innenstadt und Innenstadtrand:180.000 Bewegungen -Innerer Stadtrand:107.000 Bewegungen -Äußererer Stadtrand:108.500 Bewegungen Amt für Stadtentwicklung | 13 Die beobachtbaren Wanderungsmuster sind auf verschiedenste Faktoren zurückzuführen. Vor allem in Städten mit angespannten Wohnungsmärkten, zu denen Karlsruhe zählt, bestimmt das begrenzte Angebot an freien, zur Verfügung stehenden Wohnungen die Umzugsentscheidungen und die stadträumliche Standortwahl erheblich. So verstärkt der Mangel an größeren, familiengerechten Wohnungen in Karlsruhe die Abwanderung in die Umlandgemeinden (Suburbanisierung), obwohl viele der fortziehenden Haushalte bevorzugt in Karlsruhe neuen Wohnraum bezogen hätten. 9 Ebenso lenkt das Neubaugeschehen die räumlichen Bevölkerungsbewegungen in hohem Maße. In Karlsruhe ist, wie auch in anderen deutschen Universitätsstädten, zu beobachten, dass die Zuwanderung von außen in hohem Maße in die innerstädtischen Bereiche erfolgt. Von dort erfolgt wiederum über Binnenwanderungsbewegungen eine Weiterverteilung auf die Stadtrandlagen. Vor allem junge Menschen im Studierenden- und Auszubildendenalter (18 bis unter 25 Jahre) bevorzugen die innerstädtischen Wohnquartiere, während ältere Altersgruppen mit dem Berufseinstieg oder dem Eintritt in die Familiengründungsphase von dort vermehrt wegziehen. Entweder verlassen sie Karlsruhe ganz oder sie ziehen in Wohngebiete in Stadtrandlage. 9 Siehe dazu: Stadt Karlsruhe, Amt für Stadtentwicklung: Stadtentwicklungsstrategie 2035 – Wohnen und Bauen, S. 71 f, Karlsruhe 2021. Über 70 % der aktiv in Karlsruhe und den Umlandgemeinden wohnungssuchenden Karlsruher Haushalte stimmten in einer repräsentativen Umfrage im Jahr 2020 der Aussage voll und ganz zu „Am liebsten würde ich in Karlsruhe wohnen bleiben, aber die Lage am Karlsruher Wohnungsmarkt zwingt mich meinen Suchradius auszudehnen.“ Abbildung 2.09 Netto-Wanderungsgewinne/-verlusteaus der Binnen-und Außenwanderung in Karlsruhe 2013 bis 2022 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 241 9.283 3.575 5.504 -7.468 1.964 5.745 1.815 5.539 -10.000 -8.000 -6.000 -4.000 -2.000 0 2.000 4.000 6.000 8.000 10.000 Äußerer StadtrandInnenstadt und InnenstadtrandInnerer Stadtrand AußenwanderungssaldoBinnenwanderungssaldoWanderungssaldo insgesamt 1LEA = Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 14 | Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2024 2.3 Altersstruktur der Bevölkerung Der alters- und geschlechtsspezifische Aufbau der Karlsruher Bevölkerung im Jahr 2022 ist in Abbildung 2.10 dargestellt. Der wellenartige Verlauf der Balken, die für die einzelnen Geburtskohorten stehen, resultiert einerseits aus dem Wechsel von geburtenstarken und geburtenschwachen Jahrgängen und andererseits aus der altersstrukturellen Zusammensetzung der Zu- und Fortzüge. Die Altersstruktur in der Fächerstadt wird besonders von den geburtenstarken Jahrgängen der Baby-Boom Generation – also den zwischen 1955 und 1969 Geborenen –, den geburtenschwachen Jahrgängen der 1970er Jahre (sogenannter zweiter demographischer Übergang) sowie den sich daraus ergebenden Echoeffekten geprägt. Der mit 19,1 % relativ hohe Anteil der 18- bis unter 30-Jährigen (Tabelle 2.01) an der Gesamtbevölkerung (Baden-Württemberg im Jahr 2022: 14,0 %) kann allerdings nicht ausschließlich aus dem Echoeffekt der Baby-Boom Generation erklärt werden: Noch viel stärker kommen die hohen Wanderungsgewinne in der Altersgruppe der 18- bis unter 25-Jährigen zum Tragen. Der deutliche Männerüberschuss in der Altersgruppe der 18- bis unter 30-Jährigen resultiert in erster Linie aus der technisch- naturwissenschaftlichen Ausrichtung des Ausbildungs- und Studienangebots in Karlsruhe. In dieser Altersgruppe kamen im Jahr 2022 auf 100 Frauen etwa 129 Männer. Mit fast 63.000 Personen ist die Altersgruppe der 30- bis unter 45-Jährigen, unter denen viele Haushalte als Familien mit Kindern zusammenwohnen, größer als die der 18- bis unter 30-Jährigen. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung beträgt 21,0 %. In die Altersgruppe der 45- bis 65-Jährigen, die rund ein Viertel der Bevölkerung (25,9 %) ausmacht, fällt ein Großteil der Baby-Boomer. Zur Gruppe der älteren Jahrgänge ab 65 Jahren zählen 19,3 % der Bevölkerung. Vor allem aufgrund der erhöhten Sterbewahrscheinlichkeiten im höheren Alter beträgt deren durchschnittliche Jahrgangsgröße nur noch rund 1.400 Personen. Dass die Bevölkerungszahl Karlsruhes ohne das im vorherigen Kapitel beschriebene sehr starke jährliche Zuwanderungsplus vor allem junger Menschen im Studierenden- und Auszubildendenalter schrumpfen würde, zeigt Tabelle 2.01 sehr deutlich. Denn die durchschnittliche Jahrgangsgröße der Altersgruppen unter 18 Jahren sind mit 2.400 Personen nur etwas mehr als halb so groß, wie die der entsprechenden Elterngeneration. Insgesamt waren Ende des Jahres 2022 fast 44.000 unter 18-Jährige mit Hauptwohnsitz in Karlsruhe (14,7 %) im Einwohnermelderegister erfasst. unter 18 Jahre 18 bis unter 30 Jahre 30 bis unter 45 Jahre 45 bis unter 65 Jahre 65 bis unter 85 Jahre 85 Jahre und älter Anzahl Personen43.88957.11062.90477.68648.6119.236 299.436 Anteil an der Gesamtbevölkerung14,7%19,1%21,0%25,9%16,2%3,1% 100,0% durchschnittliche Jahrgangsgröße (in Personen)2.4384.7594.1943.8842.431420 2.798 Karlsruhe insgesamt Strukturmerkmale Altersgruppen Tabelle 2.01 Altersstruktur der Karlsruher Bevölkerung 2022 nach Altersgruppen und verschiedenen Strukturmerkmalen Bevölkerung mit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 1LEA = Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Amt für Stadtentwicklung | 15 Wie sich die Altersgruppen in Karlsruhe zwischen 2013 und 2022 in ihrer Größe verändert haben, zeigt Abbildung 2.11. Von erheblicher Bedeutung ist dabei das natürliche Altern der bereits ansässigen Bevölkerung. Dies kann die Effekte aus den Bevölkerungsbewegungen, die in Kapitel 2.2 beschrieben wurden, komplett überlagern. So mag angesichts der hohen Wanderungsgewinne der 18- bis unter 25-Jährigen der Rückgang der Bevölkerungszahl in dieser Altersgruppe zwischen 2013 und 2022 zunächst unplausibel erscheinen. Ursache hierfür ist jedoch, dass die quantitativ starke Ausprägung dieser Altersgruppe fast ausschließlich durch das jährliche Zuwanderungsplus in Höhe von fast +10.000 Personen zustande kommt. Aus dem „eigenen“ Jugendbereich unter 18 Jahren kommen jedes Jahr über Alterung nur vergleichsweise wenig junge Erwachsene nach. Bleiben nun die hohen Wanderungsüberschüsse wie in den COVID-19 Jahren 2020 und 2021 aus, so schrumpft die Bevölkerungszahl in der Altersgruppe der 18- bis unter 25-Jährigen. Prozentual am stärksten ist zwischen 2013 und 2022 die Altersgruppe der hochbetagten Bevölkerung im Alter von 85 Jahren oder älter gewachsen. Die relative Zunahme betrug +18,2 %. Neben Altersstruktureffekten macht sich hier auch die stetig ansteigende Lebenserwartung, im Zuge derer vor allem in den höheren Altersgruppen die Sterbewahrscheinlichkeiten zurückgehen, bemerkbar. Insgesamt ist die Bevölkerung Karlsruhes zwischen 2013 und 2022 im Durchschnitt etwas älter geworden. Zwar stieg der Jugendquotient 10 leicht von 25,9 auf 26,2. Der Altenquotient 11 stieg aber ebenfalls leicht von 29,5 auf 30,2. Das Durchschnittsalter nahm damit von 42,5 Jahre in 2013 auf 42,9 Jahre im Jahr 2022 zu. 10 Jugendquotient: Anzahl 0- bis 19-Jährige je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. 11 Altenquotient: Anzahl 65-Jährige oder Ältere je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Abbildung 2.10 Alters-und Geschlechtsstruktur der Karlsruher Bevölkerung2022 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 4.0003.0002.0001.0001.0002.0003.0004.000 0 5 10 15 20 25 30 35 40 45 50 55 60 65 70 75 80 85 90 95 100 1LEA = Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Männer Frauen Alter Nachholgeburten Weltwirtschafts- krise Geburtenausfälle 2. Weltkrieg Baby-Boom Generation Kinder der Baby- Boom Generation 2022 2017 2012 2007 2002 1997 1992 1987 1982 1977 1972 1967 1962 1957 1952 1947 1942 1937 1932 1927 1922 Geburtsjahr 16 | Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2024 Abbildung 2.11 Veränderungder Bevölkerung in Karlsruhe 2013 bis 2022 nach Altersgruppen Bevölkerung mit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 345 698 555 -294 1.461 2.376 829 1.191 1.425 -1.000-50005001.0001.5002.0002.500 3.000 0 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter (2,3 %) (7,6 %) (3,0 %) (-1,0 %) (5,8 %) (3,9 %) (1,1 %) (2,5 %) (18,2 %) 1LEA = Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Amt für Stadtentwicklung | 17 3. Prognoseannahmen Ausgangsbasis der vorliegenden Bevölkerungsprognose bis zum Jahr 2040 ist die Bevölkerung mit Hauptwohnsitz in Karlsruhe am 31.Dezember 2022 auf Stadtteilebene – gegliedert nach Alter und Geschlecht. Datenquelle hierfür ist das kommunale Einwohnermelderegister der Stadt Karlsruhe. Erstes Prognosejahr ist das Jahr 2023. Die Personen, die in der Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Karlsruhe (LEA) leben beziehungsweise dort gemeldet sind, werden in der Prognose nicht berücksichtigt. Durch die hohe Zuwanderung von Schutzsuchenden kam es in der Vergangenheit zu erheblichen Rückständen bei der An- und Abmeldung im kommunalen Melderegister, sodass die Datenbasis hinsichtlich der Zahl der Personen in der LEA sehr ungenau ist. Zudem kann über den künftigen Verlauf der Flüchtlingszuwanderung nach Deutschland – und damit über die jeweilige Belegung der LEA – keine verlässlichen Annahmen getroffen werden. Belastbare Anhaltspunkte für gesicherte Annahmen zur künftigen Entwicklung fehlen. Aufgrund des Standorts der LEA in der Fächerstadt reduziert sich die Zahl der zugewiesenen Flüchtlinge in Gemeinschaftsunterkünften beziehungsweise in der Anschlussunterbringung für die Stadt Karlsruhe. Die in der LEA untergebrachten Personen leben dort nur wenige Wochen und fragen daher Wohnungen, Infrastruktur, Güter oder Dienstleistungen in Karlsruhe nur in begrenztem Umfang nach. Die Berechnungen zur Bevölkerungsvorausrechnung wurden mit dem Programm SIKURS des KOSIS-Verbunds durchgeführt. Neben der jährlichen Alterung werden dabei Geburten, Sterbefälle, Zuzüge und Wegzüge bei der Berechnung der zukünftigen Bevölkerungszahl berücksichtigt (Kohorten-Komponenten-Methode). Zusätzlich werden bei einer kleinräumigen Vorausrechnung auf Stadtteilebene, wie sie hier vorliegt, auch die Binnenwanderungen zwischen den einzelnen Stadtteilen mit in die Berechnung einbezogen. Die der Bevölkerungsprognose zu Grunde liegenden Annahmen leiten sich zum einen aus der Analyse von Bevölkerungsvorgängen in der jüngsten Vergangenheit (zum Beispiel Geburtenraten beziehungsweise Fruchtbarkeit, Zu- und Fortzüge) und zum anderen aus übergeordneten Trends und Entwicklungen (zum Beispiel Entwicklung der Lebenserwartung, Abschätzung der Neubautätigkeit) ab. Bei der Formulierung der Annahmen erfolgte ein Abgleich mit anderen übergeordneten Prognoserechnungen, wie beispielsweise der regionalisierten Bevölkerungsvorausberechnung 2040 des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg (2022). Einen Überblick über die zentralen Annahmen der Bevölkerungsprognose für Karlsruhe 2040 gibt Tabelle 3.1. Bevölkerungsparameter Fruchtbarkeit Sterblichkeit Außenwanderung Binnenwanderung Neubautätigkeit Bis zum Jahr 2030 erreicht der Außenwanderungssaldo nach den starken Rückgängen im Zuge der COVID-19-Pandemie der Jahre 2020 und 2021 in etwa wieder das durchschnittliche Niveau der Wanderungen Karlsruhes zwischen 2011 und 2018 und bleibt ab da konstant Die alters- und geschlechtsspezifischen Fortzugswahrscheinlichkeiten zwischen den Karlsruher Stadtteilen der Jahre 2016 bis 2020 werden über den Prognosezeitraum hinweg als konstant angenommen Bis zum Jahr 2040 werden in Karlsruhe etwa 10.500 neue Wohnungen neu gebaut und erstbezogen Annahme in der Prognose Konstante Fruchtbarkeit über den Prognosezeitraum hinweg; altersspezifische Fruchtbarkeitsziffern als Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019 Anstieg der Lebenserwartung bei Geburt zwischen 2023 und 2040 um +1,3 Jahre (Männer) und +1,1 Jahre (Frauen) Tabelle 3.01 Annahmen der Bevölkerungsprognose KA 2040 Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 18 | Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2024 Hinsichtlich der Geburtenhäufigkeit wird in der Karlsruher Prognose davon ausgegangen, dass sich die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau innerhalb des Prognosezeitraums (2023 bis 2040) nicht verändern wird und konstant bei 1,28 liegen wird. Stützzeitraum zur Berechnung der altersspezifischen Fruchtbarkeitsziffern waren die Jahre 2015 bis 2019. Die Jahre 2020 bis 2022 wurden dabei bewusst ausgeklammert, da angenommen wird, dass diese „Krisenjahre“ mit COVID-19-Einschränkungen und Unsicherheiten sowie hoher Inflation und Energiepreise sowie geringer wirtschaftlicher Dynamik mittel- und langfristig keinen Einfluss auf das generative Verhalten der Karlsruher Paare ausüben wird. Die eben beschriebenen antizipierten Entwicklungen orientieren sich neben den Beobachtungen der Karlsruher Situation sehr stark an den Annahmen der aktuellen regionalisierten Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg (Basis 2020). 12 Ebenso unterscheiden sich die Annahmen zur Sterblichkeit in der vorliegenden stadteigenen Prognose kaum von denen übergeordneter Prognosen: Die Lebenserwartung wird auch in Karlsruhe künftig weiter steigen, und zwar bei den Männern etwas stärker als bei den Frauen. Erzielt wird dieser Anstieg in erster Linie durch den Rückgang der Sterbewahrscheinlichkeiten in den älteren Altersgruppen ab 55 Jahren (Anstieg der fernen Lebenserwartung). Bei den Männern steigt die Lebenserwartung bei Geburt zwischen 2022 und 2040 um +1,3 Jahre und bei den Frauen um +1,1 Jahre. Die Binnenwanderungen, das heißt die Zu- und Fortzüge zwischen den einzelnen Stadtteilen, werden für die Prognose als alters- und geschlechtsspezifischen Fortzugswahrscheinlichkeiten für alle 27 Stadtteile modelliert. Diese Wahrscheinlichkeiten wurden aus den Binnenfortzügen der Karlsruher Stadtteile der Jahre 2016 bis 2020 ermittelt und über den Prognosezeitraum als konstant angenommen und fortgeschrieben. Die Annahmen zur künftigen Zahl der Zu- und Fortzüge über die Stadtgrenzen hinaus sind in einer Prognose mit der größten Unsicherheit behaftet. Die Wanderungsmuster sind stets sehr volatil und von externen Faktoren, wie beispielsweise Konjunkturzyklen oder der weltpolitischen Lage abhängig. Grundsätzlich gilt, dass Wanderungsverflechtungen mit der Distanz des Quell-/Zielgebiets immer unbeständiger werden. So verändern sich die Zu- und Fortzüge zwischen Karlsruhe und den Gemeinden der Region weniger stark und weniger dynamisch als diejenigen mit dem Ausland. Denn während die erstgenannten in erster Linie von vergleichsweise stabilen Wohnstandort- und Wohnleitbildpräferenzen und den vorherrschenden Immobilienpreisen bestimmt werden, hängen die letztgenannten in hohem Maße von beinahe nicht vorhersehbaren und sich rasch wandelnden politischen und wirtschaftlichen Verhältnissen in den unterschiedlichsten Regionen weltweit ab. In der vorliegenden Bevölkerungsprognose wird angenommen, dass sich die beobachteten Wanderungsverflechtungen Karlsruhes mit der Region, dem übrigen Baden-Württemberg sowie dem Rest von Deutschland bis spätestens 2030 wieder auf das Niveau vor der COVID-19-Pandemie einpendeln. Dies bedeutet, dass vor allem die Zahl der Zuziehenden im Studierenden- und Ausbildungsalter wieder deutlich zunimmt – diese war im Zuge der Unsicherheiten durch Corona in den Jahren 2020 und 2021 stark eingebrochen und hat sich seitdem noch nicht wieder vollständig erholt. Für die internationalen Wanderungen gehen die Annahmen davon aus, dass die Wanderungsgewinne Karlsruhes mit dem Ausland wieder zunehmen werden und sich schließlich auf dem durchschnittlichen Niveau der Jahre 2010 bis 2018 einpendeln werden. Dies entspricht etwa einem positiven jährlichen Wanderungssaldo von 1.750 Personen. Insgesamt summieren sich die Wanderungsgewinne Karlsruhes in der vorliegenden Bevölkerungsprognose auf rund +21.800 Personen im Zeitraum 2023 bis 2040. Darin nicht enthalten sind Zuzüge in im Prognosezeitraum in größere Neubaugebiete. Da der Wohnungsneubau aber die Zahl der Zuzüge in erheblichem Maße beeinflusst und somit die Bevölkerungsentwicklung entscheidend mitbestimmt, wurden in der Prognose neben den vier elementaren Bevölkerungsvorgängen (Geburten, Sterbefälle, Zu- und Fortzüge) auch Annahmen zum künftigen Wohnungsneubau in Karlsruhe formuliert und in das Rechenmodell integriert. Vor allem bei kleinräumigen Prognosen, in denen innerstädtische Teilräume – im vorliegenden Fall die Karlsruher Stadtteile – berücksichtigt werden, bestimmen die künftig geplanten Neubauvorhaben entscheidend über die künftigen räumlichen Wachstumsschwerpunkte innerhalb der Stadt. Karte 3.1 zeigt die in die Prognose eingeflossenen Annahmen zum künftigen Wohnungsneubau in Karlsruhe zwischen 2023 und 2040 für sieben städtische Teilräume. Die Annahmen zum Neubau wurden in enger Abstimmung mit dem Stadtplanungsamt sowie dem Bauordnungsamt formuliert und getroffen. Demnach ergeben sich in naher Zukunft vor allem zwei städtische Wachstumspole: Innenstadt und Innenstadtrand (unter anderem mit Zukunft Nord), wo bis zum Jahr 2040 rund 2.500 neue Wohneinheiten entstehen werden, sowie der Äußere Stadtrand Nordwest mit einem Wohnbaupotential von etwa 2.100 Wohneinheiten (unter anderem mit Zentrum Neureut). Insgesamt wurde angenommen, dass bis zum Jahr 2040 etwa 10.500 neue Wohnungen in größeren Neubaugebieten – ohne Nachverdichtung, Umbau, Aufstockung – in Karlsruhe für etwa 23.600 Personen gebaut und erstbezogen werden können. 12 Tatsächlich kam es in 2023 nicht wie angenommen zu einer Erholung der Geburtenrate. Ein Grund hierfür dürfte das Zusammenspiel weiterer Krisen sein, die nach der Corona-Pandemie für anhaltende Verunsicherung sorgen. Neben dem Angriffskrieg auf die Ukraine sind dies der Klimawandel und die ökonomische Entwicklung mit einer Rezession in 2023 und deutlich gedämpften Konjunkturerwartungen für 2024. In der Prognose führt dies zu einer Überschätzung der Geburten im Prognosejahr 2023 um ca. 10 % beziehungsweise etwa 300 Lebendgeburten. Dennoch wird davon ausgegangen, dass die Einflüsse auf das generative Verhalten der Karlsruher Paare mittel- und langfristig eher gering sind. Nach einer Umstellungs- oder Gewöhnungsphase beziehungsweise nach dem subjektiven Gefühl der Überwindung der Krise(n) wird angenommen, dass bislang aufgeschobene Geburten nachgeholt werden und die Fertilitätsmuster von vor der Krise wieder greifen. Amt für Stadtentwicklung | 19 20 | Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2024 4. Bevölkerungsentwicklung in Karlsruhe 2023 bis 2040 4.1 Quantitative Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsbilanz Basierend auf den in Kapitel 3 beschriebenen Annahmen zur künftigen Entwicklung der einzelnen Prognoseparameter wurde die künftige Bevölkerungsentwicklung in der Stadt Karlsruhe und ihren Stadtteilen zwischen 2023 und 2040 berechnet. Ausgangspunkt bildet dabei die Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung zum 31.12.2022 differenziert nach Alter, Geschlecht und Stadtteilen ohne die Personen in der Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge (LEA). Demnach wird die Bevölkerung in Karlsruhe zwischen 2022 und 2040 von etwa 299.400 Personen auf rund 339.200 Einwohnerinnen und Einwohner im Jahr 2040 ansteigen. Das entspricht einem Wachstum von fast +39.800 Personen beziehungsweise +13,3 % in den kommenden 18 Jahren (siehe Abbildung 4.01). Heruntergerechnet auf ein einzelnes Jahr bedeutet dies, dass die Fächerstadt bis 2040 jedes Jahr im Durchschnitt etwa +2.200 Personen hinzugewinnen wird (+0,7 % pro Jahr). 274.822 302.957 299.436 339.215 0 50.000 100.000 150.000 200.000 250.000 300.000 350.000 400.000 20062007200820092010201120122013201420152016201720182019202020212022202320242025202620272028202920302031203220332034203520362037203820392040 Jahr BestandPrognose 2006 –2019 jährl. Durchschnitt: +2.164 Personen bzw. +0,8% 2022 –2040 jährl. Durchschnitt: +2.210 Personen bzw. +0,7% 2019–2022 jährl. Durchschnitt: -1.174 Personen bzw. -0,4% Abbildung 4.01 1LEA= Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Anzahl Personen Bevölkerungsentwicklung in Karlsruhe insgesamt 2006 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 | Prognosewerte ab 2023 Amt für Stadtentwicklung | 21 Damit fällt das berechnete künftige Bevölkerungswachstum Karlsruhes etwas geringer aus als es in der jüngsten Vergangenheit zu beobachten war – sofern man die Jahre 2020 und 2021 mit den COVID-19-Sondereffekten ausklammert. So lag das durchschnittliche jährliche relative Bevölkerungswachstum Karlsruhes im Zeitraum 2006 bis 2019 bei +0,8 % pro Jahr (+2.150 Personen). Wenn man die negative Bevölkerungsentwicklung in den Jahren 2020 und 2021 der COVID-19-Pandemie mit in die Analyse einbezieht, ergibt sich für Karlsruhe mit +0,5 % ein durchschnittliches jährliches Bevölkerungswachstum zwischen 2006 und 2022. Die Bevölkerungszunahme Karlsruhes zwischen 2022 und 2040 von etwa +39.800 Personen ergibt sich aus einem angenommenen Außenwanderungsgewinn in Höhe von rund +21.800 Personen, einer errechneten negativen natürlichen Bevölkerungsbewegung von fast -5.700 Personen (die Zahl der Sterbefälle übersteigt in jedem Prognosejahr die Zahl der Geburten) sowie aus +23.600 Neubaubezieherinnen und Neubaubeziehern. Daran wird deutlich, wie stark die vorausberechnete Bevölkerungsentwicklung von der Wanderungs- und Wohnungsneubauannahmen abhängt. Diese Annahmen sind selbst bei genauester Analyse aller zur Verfügung stehenden Daten und Einbeziehung der Einschätzungen von vielen Expertinnen und Experten mit Unsicherheiten behaftet (siehe Kapitel 3). Im Prognosezeitraum erfolgt keine gleichförmige Entwicklung der Bevölkerung. In den acht Jahren zwischen 2022 und 2030 wird die Bevölkerung in Karlsruhe von etwa 299.400 Personen auf fast 314.200 Einwohnerinnen und Einwohner anwachsen (+14.800 Personen | +4,9 %). Die jährlichen Wachstumsraten nehmen in diesem Zeitraum tendenziell zu. Ursache hierfür sind in erster Linie die Annahmen zum Außenwanderungsgeschehen. Diese gehen davon aus, dass die Wanderungsgewinne Karlsruhes nach dem Tiefpunkt zu Zeiten der Corona-Pandemie bis zum Jahr 2030 jedes Jahr anwachsen und dann ab 2030 konstant in etwa auf dem Niveau des Durchschnitts der Jahre 2010 bis 2018 verweilen. In der zweiten Prognosehälfte (zehn Jahre zwischen 2030 und 2040) mit den höchsten jährlichen Wachstumsquoten steigt die Bevölkerungszahl Karlsruhes um mehr als +25.000 Personen (+8,0 %) auf rund 339.200 Menschen im Jahr 2040. Dabei wird ab dem Jahr 2036 das jährliche Bevölkerungswachstum Karlsruhes der Vorausrechnung zufolge wieder jedes Jahr geringer. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass ab diesem Zeitpunkt die Zahl der angenommenen Baufertigstellungen jährlich zurückgeht. Zuvor ist der antizipierte jährliche Wohnungsneubau – abgesehen von einigen jährlichen Schwankungen – vergleichsweise konstant bei rund +1.400 Neubaubezieherinnen und -beziehern pro Jahr. Die natürliche Bevölkerungsbewegung aus Geburten und Sterbefällen hat aufgrund der absoluten Dimension, in der sich diese abspielt, auf die zahlenmäßige absolute Bevölkerungsentwicklung Karlsruhes vergleichsweise wenig Einfluss. Im zeitlichen Verlauf der Prognose werden sich jedoch die jährlichen Sterbeüberschüsse bis zum Jahr 2040 mehr als halbieren (von mehr als -400 auf weniger als -200 Personen). Dieser Rückgang beruht im Wesentlichen darauf, dass die Zahl der jährlichen Lebendgeburten der Prognose zufolge bis 2040 stärker ansteigen wird als die Zahl der Sterbefälle. Die Zahl der Geburten wird dabei nicht aufgrund einer höheren realisierten individuellen Fertilität, sondern wegen der Zunahme der Zahl der Frauen im gebärfähigen Alter ansteigen – bedingt durch Außenwanderungsgewinne sowie Neubauzuzüge. 4.2 Altersstrukturelle Veränderung Neben der Veränderung der Einwohnerzahl wird sich künftig auch die Altersstruktur der Bevölkerung Karlsruhes weiter verändern. Die Richtung und Stärke dieser Veränderung werden dabei von zwei Komponenten bestimmt und gesteuert. Zum einen von dem heute bestehenden Altersaufbau der Karlsruher Bevölkerung und der Alterung dieser Bevölkerung von Jahr zu Jahr, der so genannten „Alterung im Bestand“. Zum anderen beeinflussen die Bevölkerungsbewegungen – also Zu- und Fortzüge, der Bezug von Neubauwohnungen, Geburten und Sterbefälle – die altersstrukturelle Zusammensetzung der Bevölkerung. Von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen werden die Bevölkerungsgewinne Karlsruhes in den kommenden 18 Jahren zwischen 2023 und 2040 (+39.800 Personen) nahezu ausschließlich durch die sehr hohen Wanderungsgewinne in der Altersgruppe der 16- bis unter 26-Jährigen ermöglicht (+63.900 Personen). In allen anderen Altersgruppen ist das Wanderungssaldo entweder nahezu ausgeglichen (zum Beispiel bei den 70- bis unter 80-Jährigen) oder leicht negativ. Beispielsweise ergeben sich bei den 26 bis unter 40-Jährigen sowie den 0- bis unter 6-Jährigen Kindern – Berufseinsteiger und Familien in der Gründungsphase – Wanderungs- verluste. Abzüglich der Wanderungsverluste liegt das Wanderungssaldo für Karlsruhe über alle Altersgruppen (inklusive Neubauerstbezug) bei etwa +45.500 Personen in den Jahren 2023 bis 2040. Subtrahiert man davon die Sterbeüberschüsse in Höhe von rund -5.700 Personen erhält man so das prognostizierte Bevölkerungswachstum Karlsruhes zwischen 2022 und 2040 von etwa +39.800 Einwohnerinnen und Einwohnern. Wie Abbildung 4.02 zeigt, werden im Prognosezeitraum 2022 bis 2040 alle dargestellten planerisch-funktionalen Altersgruppen in Karlsruhe an Bevölkerung hinzugewinnen. D abei basieren die Entwicklungen der Altersgruppen auf unterschiedlichen Mechanismen. Bei den Hochbetagten im Alter von 85 Jahren und älter beruht die starke relative Zunahme bis 2040 (+17,8 % | etwa +1.650 Personen) in erster Linie auf der seit Jahren steigenden und auch im Prognosezeitraum als weiter ansteigend angenommenen fernen Lebenserwartung ab 65 Jahren. Die Überlebenswahrscheinlichkeiten in den hohen Altersgruppen nehmen stetig zu, was dazu führt, dass immer mehr Menschen immer älter werden und somit die Zahl der Personen in der obersten Altersgruppe zunimmt. Das starke Wachstumspotential von fast 20 Prozent (+19,4 %) bei den 65- bis unter 85-Jährigen ergibt sich nahezu ausschließlich aus einem Altersstruktureffekt. Mitte der 1950er bis Ender der 1960er Jahre waren die Geburtenzahlen im Zuge des wirtschaftlichen 22 | Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2024 Aufschwungs und des zunehmenden Wohlstands nach dem Zweiten Weltkrieg sehr hoch. Die Angehörigen dieser so genannten Baby-Boom-Generation sind heute (2022) zwischen 53 und 67 Jahre alt und in der Karlsruher Bevölkerung vergleichsweise stark vertreten (siehe Abbildung 2.10 in Kapitel 2.3). Die Baby-Boom-Generation – mit einer vergleichsweise geringen Wanderungsneigung – altert jedes Jahr weiter nach oben in der Bevölkerungspyramide und ersetzt innerhalb des Prognosezeitraums nach und nach die relativ geburtenschwachen Jahrgänge der Vor-, Kriegs- und Nachkriegsgeneration in der Altersgruppe der 65- bis unter 85-Jährigen. In absoluten Zahlen bedeutet das, dass sich die Zahl der 65- bis unter 85-Jährigen zwischen 2022 und 2040 in Karlsruhe um fast +9.450 Personen erhöhen wird. Die Bevölkerungsentwicklung der Altersgruppe der 45- bis unter 65-Jährigen ist von zwei gegensätzlichen Prozessen geprägt. Auf der einen Seite werden die Angehörigen der Baby-Boom-Generation, die aktuell (2022) zwischen 53 und 67 Jahre alt sind, im Verlauf des Prognosezeitraums in die Altersgruppe 65- bis unter 85-Jährigen hineinaltern. Ersetzt werden sie von den relativ schwächer besetzten Altersgruppen der heute (2022) 35- bis unter 45-Jährigen. Auf der anderen Seite werden die heute (2022) schwach besetzten 45- bis unter 55-Jährigen ihrerseits im Prognosezeitraum durch Alterung im Bestand von stärker besetzten Nachfolgejahrgängen ersetzt, wodurch die Zahl der Bevölkerung in diesem Altersbereich (45 bis unter 55 Jahre) zwischen 2022 und 2040 zunimmt. Insgesamt ergibt sich dadurch für die Altersgruppe der 45- bis unter 65-Jährigen ein leichter Anstieg der Bevölkerungszahl zwischen 2022 und 2040 um +4,8 % oder etwa +3.700 Personen. Die fortwährenden Wanderungsüberschüsse im Altersbereich zwischen 16 und 25 Jahren führen dazu, dass auch die Altersgruppen darüber an Bevölkerungszahl zunehmen, da ab dem Alter von 26 Jahren und älter nicht alle Personen abwandern, die ehemals zugwandert sind. Die Netto-Zuwanderung von Personen zwischen 16 und 25 Jahren ist deutlich höher als die Netto- Wanderungsverluste in den Altersgruppen darüber. Daher wird zwischen 2022 und 2040 die Zahl der 30- bis unter 45-Jährigen deutlich um fast +10.900 Personen zunehmen. Das entspricht einem prozentualen Zuwachs von +17,3 %. Weil aktuell (2022) die Teilaltersgruppe der 35- bis unter 45-Jährigen relativ schwach besetzt ist, fällt der „durchwachsende Wachstumsimpuls“ durch die Zuwanderungsgewinne junger Erwachsener bei den 30- bis unter 45-Jährigen vergleichsweise hoch aus – sogar noch höher als bei den jungen Erwachsenen (18 bis unter 25 Jahre) selbst. Denn in dieser Altersgruppe beläuft sich die Zunahme der Bevölkerungszahl zwischen 2022 und 2040 „lediglich“ auf etwa +4.600 Personen (+15,2 %). Unmittelbar im Zusammenhang mit der deutlichen Zunahme der Zahl der 30- bis unter 45-Jährigen steht auch der starke Anstieg der Kinderzahlen im Prognosezeitraum (2023 bis 2040). Im Alter zwischen 30 und 35 Jahren ist die Fruchtbarkeit der Frauen in Karlsruhe am höchsten. Steigt die Zahl der Frauen in diesem Alter an – wie in der Prognose berechnet -, ergibt sich daraus selbst bei gleichbleibender Fertilität ein Anstieg der Kinderzahlen. Dies zeigt Abbildung 4.02. Die Zahl der Kinder unter 3 Jahren wird bis 2040 um +18,1 % (etwa + 1.400 Personen) und die der 3- bis unter 6-Jährigen um +15,2 % (+1.150 Personen) ansteigen. 1.375 1.135 1.316 2.693 4.612 2.989 10.883 3.702 9.427 1.647 020004000600080001000012000 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter 18,1 15,2 13,4 14,2 15,2 11,2 17,3 4,8 19,4 17,8 0102030 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter Altersgruppen 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA2040 Altersgruppen % Veränderungder Personenzahl in ProzentVeränderungder Personenzahl Abbildung 4.02 Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung in Karlsruhe insgesamt zwischen 2022 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 Anzahl der Personen Amt für Stadtentwicklung | 23 Das Durchschnittsalter der Karlsruher Bevölkerung wird trotz altersstruktureller Veränderungen nur geringfügig von 42,9 Jahren (2022) auf 42,7 Jahre (2040) abnehmen (Abbildung 4.03). Insgesamt wird die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter zwischen 20 und unter 65 Jahren im Prognosezeitraum (2022 bis 2040) um rund +20.950 Personen oder +10,9 % zunehmen. Allerdings werden die jüngere (0 bis unter 20-Jährige) und die ältere (65 Jahre und älter) Bevölkerung prozentual stärker wachsen. Dies wird zur Folge haben, dass sowohl der Jugend- als auch der Altenquotient für Karlsruhe zwischen 2022 und 2040 ansteigen werden – und in Folge auch der Gesamtquotient. Aktuell (2022) kommen in Karlsruhe auf 100 Personen im erwerbsfähigen Alter zwischen 20 und unter 65 Jahren 56,4 Personen, die jünger oder älter sind. Dieses Verhältnis wird sich der Prognose zufolge bis zum Jahr 2040 auf 100 zu 59,7 verschieben. 010.00020.00030.00040.000 0 bis unter 5 5 bis unter 10 10 bis unter 15 15 bis unter 20 20 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 35 35 bis unter 40 40 bis unter 45 45 bis unter 50 50 bis unter 55 55 bis unter 60 60 bis unter 65 65 bis unter 70 70 bis unter 75 75 bis unter 80 80 bis unter 85 85 bis unter 90 90 und älter Anzahl der Personen 2040 2022 Abbildung 5.03 Altersgruppen Hinweise zu den Indikatoren: Jugendquotient:Anzahl 0-bis 19 -Jährige je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Altenquotient:Anzahl 65-Jährige oder Ältere je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Gesamtquotient:Summe von Jugend-und Altenquotient, zu interpretieren als Anzahl der Personen im nichterwerbsfähigen Alter je 100 Personen im erwerbsfähigen Alter. Billeter-Maß:Differenz der jungen (0 bis 14 Jahre) zur älteren (50 Jahre oder älter) Bevölkerung, bezogen auf die mittlere (15 bis 49 Jahre) Bevölkerung. Je demographisch jünger (älter) eine Bevölkerung ist, desto höher (niedriger) ist der Indikatorwert (koparativ-statische Aussage). Steigende (sinkende) Indikatorwerte im Zeitverlauf zeigen eine demographische Verjüngung (Alterung) an (dynamische Aussage). 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA2040 Altersstruktur der Bevölkerung in Karlsruhe insgesamt 2022 und 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 20222040 Jugendquotient: 26,227,2 Altenquotient: 30,232,4 Gesamtquotient: 56,459,7 Durchschnittsalter: 42,942,7 Billeter-Maß: -0,56-0,51 24 | Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2024 5. Kleinräumige Bevölkerungsentwicklung bis zum Jahr 2040 in den Karlsruher Stadtteilen 5.1 Überblick Neben der gesamtstädtischen Entwicklung der Bevölkerung bis 2040, beleuchtet die vorliegende Bevölkerungsprognose auch die jeweilige Bevölkerungsentwicklung in den 27 Stadtteilen der Fächerstadt. Alle für die Gesamtstadt getroffenen Annahmen zu den Bevölkerungsbewegungen – Wanderungen, Neubauerstbezug, Geburten und Sterbefälle – wurden hierfür jeweils um eine räumliche Komponente erweitert. Zum Bespiel wurde im Zuge der Berechnungen nicht nur hinterlegt, wie viele Menschen welchen Alters und welchen Geschlechts perspektivisch jedes Jahr von außerhalb der Stadtgrenzen nach Karlsruhe zuziehen, sondern auch wie sich diese Zuzüge auf die 27 Stadtteile verteilen. Darüber hinaus wurde für die kleinräumige Differenzierung die Komponente Binnenwanderung in das Rechenmodell integriert und hierfür entsprechende Annahmen hinterlegt. Wie in Kapitel 2.2 beschrieben, ziehen Menschen nicht nur über die Karlsruher Stadtgrenzen zu und fort, sondern auch zwischen den einzelnen Stadtteilen um (=Binnenwanderung) – und zwar in fast ebenso hohem Umfang wie über die Stadtgrenzen hinweg. Bei kleinräumigen Vorausrechnungen auf Stadtteilebene ist der Einfluss des künftig geplanten Wohnungsneubaus verhältnismäßig hoch. Nicht selten werden die Annahmen zum künftig Neubauerstbezug in einigen Stadtteilen zum dominierenden Faktor der künftigen quantitativen und qualitativen Bevölkerungsentwicklung. Wie sich den Annahmen zufolge die räumlichen Schwerpunkte der künftigen Neubautätigkeit im Stadtgebiet verteilen, ist in Kapitel 3 (Karte 3.1) dargestellt. Die hinterlegten quantitativen und zeitlichen Parameter wurden mit den zuständigen Stellen innerhalb der Stadtverwaltung abgestimmt – unterliegen jedoch insbesondere im Hinblick auf die zeitlichen Komponenten Unsicherheiten, da die Entstehung von Wohnraum vom Handeln vieler unterschiedlicher Akteurinnen und Akteure geprägt ist. -6 99 122 432 151 527 586 1.199 2.223 830 1.368 2.550 2.385 1.349 1.419 2.711 2.382 4.694 306 1.615 1.098 539 781 1.960 4.333 2.828 1.299 -1.00001.0002.0003.0004.0005.000 Beiertheim-Bulach Oberreut Grötzingen Rüppurr Wolfartsweier Weiherfeld-Dammerstock Rintheim Waldstadt Weststadt Hagsfeld Daxlanden Südweststadt Oststadt Grünwinkel Knielingen Südstadt Mühlburg Durlach Palmbach Innenstadt-West Innenstadt-Ost Hohenwettersbach Grünwettersbach Nordstadt Neureut Nordweststadt Stupferich -0,1% 1,0% 1,4% 4,0% 4,8% 9,0% 9,4% 9,9% 11,2% 11,8% 12,2% 12,3% 12,4% 12,4% 12,4% 13,6% 14,6% 15,3% 15,7% 16,4% 17,3% 18,1% 19,1% 21,3% 22,8% 24,6% 44,1% -0,100,10,20,30,40,5 Beiertheim-Bulach Oberreut Grötzingen Rüppurr Wolfartsweier Weiherfeld-Dammerstock Rintheim Waldstadt Weststadt Hagsfeld Daxlanden Südweststadt Oststadt Grünwinkel Knielingen Südstadt Mühlburg Durlach Palmbach Innenstadt-West Innenstadt-Ost Hohenwettersbach Grünwettersbach Nordstadt Neureut Nordweststadt Stupferich Stadtteile 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA2040 Stadtteile % Veränderungder Personenzahl in ProzentVeränderungder Personenzahl Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 Abbildung 5.01 Veränderung der Bevölkerungsanzahl in den Karlsruher Stadtteilen zwischen 2022 bis 2040 absolut und relativ Anzahl der Personen Amt für Stadtentwicklung | 25 Grundsätzlich nimmt bei der kleinräumigen Bevölkerungsprognose mit räumlichen Ebenen unterhalb der Gesamtstadt der Umfang der zu treffenden Annahmen zu und die Eintrittswahrscheinlichkeit der Prognoseergebnisse ab. Damit besteht für die einzelnen Stadtteile tendenziell eine höhere Prognoseunsicherheit als für die gesamtstädtische Prognose. Der Großteil der Stadtteile in Karlsruhe wird bis 2040 zwischen 10 und 20 Prozent an Bevölkerung hinzugewinnen (siehe Abbildung 5.01). Am oberen Ende der Skala der prozentualen Bevölkerungsveränderung steht Stupferich. Dort wird im Zuge von für die relativ geringe Größe des Stadtteils umfangreichem Wohnungsneubau die Bevölkerung um +44,1 % anwachsen (etwa +1.300 Personen). Auch in den übrigen Stadteilen, bei denen prozentuale Wachstumsraten von über 20 Prozent errechnet wurden, sind bis 2040 Wohnbauvorhaben von beträchtlichem Umfang geplant (Nordweststadt: +24,6 % | etwa +2.850 Personen; Neureut: +22,8 % | etwa +4.350 Personen; Nordstadt: +21,3 % | etwa +1.950 Personen). Auf der anderen Seite werden diejenigen Stadtteile, in denen künftig kaum Wohnungsneubau stattfinden wird, zwischen 2022 und 2040 vergleichsweise geringe Bevölkerungszuwächse von deutlich unter 10 Prozent zu verzeichnen haben: Wolfartsweier (+4,8 % | etwa +150 Personen), Rüppurr (+4,0 % | etwa +450 Personen), Grötzingen (+1,4 % | etwa +100 Personen). In Oberreut wird die Zahl der Bevölkerung trotz einiger geplanter Wohnbauvorhaben nur um 1,0 % oder etwa +100 Personen bis 2040 ansteigen, da hier die in der Vergangenheit stark angewachsene Stadtteilbevölkerung vergleichsweise wenig umzieht und sich die durchschnittlichen Haushaltsgrößen der sesshaften Familien tendenziell eher verkleinern werden – zum Beispiel durch Auszüge von Kindern. In Beiertheim-Bulach ergibt sich wegen eines geringen Umzugsgeschehens und ohne absehbaren Wohnungsneubau eine stationäre Bevölkerungsentwicklung (-0,1 % | etwa +/-0 Personen). 47,6 44,1 44,8 44,7 45,2 44,4 46,3 41,4 44,2 45,5 39,9 41,0 42,9 42,7 42,9 43,1 37,1 44,3 44,2 42,7 43,9 37,3 44,3 44,1 45,6 37,3 43,9 42,5 010203040506070 Oberreut Knielingen Beiertheim-Bulach Palmbach Grünwinkel Rintheim Grötzingen Weststadt Hohenwettersbach Rüppurr Südstadt Südweststadt Mühlburg Karlsruhe insgesamt Hagsfeld Waldstadt Innenstadt-Ost Wolfartsweier Nordstadt Nordweststadt Durlach Innenstadt-West Weiherfeld-Dammerstock Neureut Daxlanden Oststadt Grünwettersbach Stupferich 3,3 2,1 1,1 1,5 0,6 2,2 -0,8 0,4 0,6 -0,9 1,3 0,4 0,0 -0,1 0,0 -1,8 -0,3 -2,2 2,2 -0,9 -1,0 0,0 -4,1 -0,7 -2,3 -0,5 -2,9 -2,3 -6-4-2024 Oberreut Knielingen Beiertheim-Bulach Palmbach Grünwinkel Rintheim Grötzingen Weststadt Hohenwettersbach Rüppurr Südstadt Südweststadt Mühlburg Karlsruhe insgesamt Hagsfeld Waldstadt Innenstadt-Ost Wolfartsweier Nordstadt Nordweststadt Durlach Innenstadt-West Weiherfeld-Dammerstock Neureut Daxlanden Oststadt Grünwettersbach Stupferich Stadtteile 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA2040 Stadtteile Veränderung Durchschnittalter inJahren Veränderungdes Durchschnittsalters 2022-2040Durchschnittsalter im Jahr 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 Abbildung 5.02 Durchschnittsalter in den Karlsruher Stadtteilen und dessen Veränderung 2022 bis 2040 Durchschnittsalter 26 | Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2024 Der Prognose zufolge wird die Spannweite des Durchschnittsalters in den Karlsruher Stadtteilen im Jahr 2040 voraussichtlich von 37,1 Jahre (Innenstadt-Ost) bis 47,6 Jahre (Oberreut) reichen (Abbildung 5.02). Mit Werten über 45 Jahren werden die Stadtteile in Oberreut (47,6), Grötzingen (46,3), Daxlanden (45,6), Rüppurr (45,5) sowie Grünwinkel (45,2) die demographisch ältesten Stadtteile sein. Unter 40 Jahren wird das Durchschnittalter in den bei Studierenden sehr beliebten zentral gelegenen Stadtteilen Südstadt (39,9), Innenstadt-West (37,3), Oststadt (37,3) sowie Innenstadt-Ost (37,1) sein. Das Durchschnittsalter aller Einwohnerinnen und Einwohner Karlsruhe im Jahr 2040 beträgt voraussichtlich 42,7 Jahre. Überdurchschnittlich wird der Rückgang des Durchschnittsalters in den derzeit bevölkerungsmäßig älteren Stadtteilen ausfallen. Hier wird sich zumeist ein Generationenwechsel vollziehen. Dies betrifft beispielsweise Weiherfeld-Dammerstock (-4,1 Jahre), Grünwettersbach (-2,9 Jahre), Daxlanden (-2,3 Jahre) und Wolfartsweier (-2,2 Jahre). Der mit -2,3 Jahren ebenfalls starke Rückgang des Durchschnittsalters zwischen 2022 und 2040 in Stupferich beruht in erster Linie auf dem Zuzug von Neubaubeziehenden in die dort geplanten Neubauwohnungen. Andererseits werden tendenziell die historisch jüngsten und/oder die in den vergangenen Jahren durch Neubauzuzug stark gewachsenen Stadtteile im Prognosezeitraum am stärksten demographisch altern. Hierzu zählen Oberreut mit +3,3 Jahren, die Nordstadt mit +2,2 Jahren, Rintheim mit +2,2 Jahren und in Knielingen mit +2,1 Jahren. -16,1% -9,2% -6,3% 0,2% 1,0% 1,6% 5,0% 5,2% 8,2% 9,3% 12,9% 13,4% 13,6% 14,9% 14,9% 15,0% 15,5% 17,0% 20,7% 22,1% 23,7% 25,5% 29,8% 31,2% 31,4% 33,8% 33,8% 62,6% -50%-30%-10%10%30%50%70% Oberreut Knielingen Beiertheim-Bulach Palmbach Grünwinkel Rintheim Grötzingen Weststadt Hohenwettersbach Rüppurr Südstadt Südweststadt Mühlburg Karlsruhe insgesamt Hagsfeld Waldstadt Innenstadt-Ost Wolfartsweier Nordstadt Nordweststadt Durlach Innenstadt-West Weiherfeld-Dammerstock Neureut Daxlanden Oststadt Grünwettersbach Stupferich -9,7% -5,1% 0,3% 4,8% 6,0% 6,8% 7,3% 10,0% 12,1% 14,0% 14,9% 15,0% 19,1% 19,7% 19,7% 21,0% 22,5% 22,7% 27,2% 27,6% 28,4% 29,0% 29,3% 29,4% 38,6% 50,2% 54,1% 82,9% -40%-20%0%20%40%60%80%100% Weiherfeld-Dammerstock Waldstadt Wolfartsweier Grötzingen Grünwettersbach Daxlanden Rüppurr Innenstadt-Ost Beiertheim-Bulach Nordweststadt Durlach Oststadt Karlsruhe insgesamt Grünwinkel Mühlburg Innenstadt-West Weststadt Rintheim Stupferich Oberreut Neureut Knielingen Südweststadt Hagsfeld Südstadt Palmbach Hohenwettersbach Nordstadt Stadtteile 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA2040 Stadtteile % Veränderungder Zahl der 65-Jährigen und ÄlterenVeränderung Zahl der unter 18-Jährigen Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 Abbildung 5.03 Veränderung der Bevölkerung unter 18 und 65 Jahre und älter in den Karlsruher Stadtteilen 2022 bis 2040 % Amt für Stadtentwicklung | 27 Das Durchschnittsalter der Bevölkerung in den einzelnen Stadtteilen lässt keine Aussage über die jeweilige Alterszusammensetzung der Bevölkerung zu. Zur Verdeutlichung der altersstrukturell wirksamen Mechanismen in den einzelnen Stadtteilen sind deshalb in Abbildung 5.03 und Tabelle 5.01 insbesondere die Entwicklungen der Altersgruppen der unter 18-Jähringen sowie der ab 65- Jährigen dargestellt. In Karlsruhe insgesamt wird die Zahl der unter 18-Jährigen bis 2040 um 14,9 % (etwa +6.500 Personen) zunehmen. Deutlich überdurchschnittlich wird der Anstieg der jüngeren Bevölkerung in den Stadtteilen sein, in denen im Prognosezeitraum anteilig viele neue Wohnungen gebaut werden, da die Aufsiedlung insbesondere durch Familien mit Kindern oder Paare in der Familiengründungsphase erfolgen wird: Neureut (+31,2 % | etwa +950 Personen), Daxlanden (+31,4 % | etwa +500 Personen), die Oststadt (+33,8 % | etwa +600 Personen), Grünwettersbach (+33,8 % | etwa +250 Personen) und Stupferich (+62,6 % | etwa +350 Personen). Dagegen ist ein Rückgang der unter 18-Jahrigen bis 2040 in Oberreut (-16,1 % | etwa -300 Personen) und Knielingen (-9,2 % | etwa -200 Personen) zu erwarten. Dort sind in jüngster Vergangenheit verhältnismäßig viele junge Familien mit Kindern hinzugekommen. Diese Kinder werden im Prognosezeitraum nach und nach ins Erwachsenenalter hineinaltern und kaum noch Haushalte mit Kindern zuziehen. In Beiertheim-Bulach ist ebenfalls zwischen 2022 und 2040 mit einem Rückgang der Zahl der unter 18-Jährigen zu rechnen (-6,3 % | etwa -50 Personen). Hier liegt die Ursache dafür in erster Linie in der sehr geringen Wanderungsintensität im Stadtteil, die dazu führen wird, dass die Bevölkerung allmählich demographisch im Bestand altern wird. Die Zahl der ab 65-Jährigen wird bis 2040 in den meisten Karlsruher Stadtteilen (16 von 27) zwischen10 und 30 Prozent zunehmen. In der Fächerstadt insgesamt wird die Altersgruppe der ab 65-Jährigen bis 2040 um 19,1 % (etwa +11.000 Personen) anwachsen. Eine entscheidende Rolle spielt dabei vor allem die Alterung im Bestand. Die vergleichsweise geburtenstarken Jahrgänge der Baby- Boom-Generation (zwischen 1955 und 1969 Geborene) werden bis 2040 in die Altersgruppe der ab 65-Jährigen hineinaltern und die eher schwach besetzten Kriegs- und Nachkriegsgeburtsjahrgänge ersetzten. Beispiele für eine besonders starke Zunahme der Zahl der 65-Jährigen und Älteren bis 2040 sind in Karlsruhe die Nordstadt (+82,9 % | etwa +1.200 Personen), Hohenwettersbach (+54,1 % | etwa +300 Personen) sowie Palmbach (+50,2 % | etwa +200 Personen). Die geringsten Zuwächse an Bevölkerung im Alter von 65 Jahren und älter beziehungsweise sogar leichte Rückgänge werden diejenigen Stadtteile Karlsruhes zu verzeichnen haben, in denen aktuell (2022) der Anteil der ab 65-Jährigen bereits überdurchschnittlich hoch ist. Dazu zählen besonders Grötzingen (+4,8 % | etwa +100 Personen), Wolfartsweier (+0,3 % | etwa +/- 0 Personen), die Waldstadt (-5,1 % | etwa -150 Personen) und Weiherfeld-Dammerstock (-9,7 % | etwa -150 Personen). 28 | Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2024 absolutin Prozentabsolutin Prozent 01 Innenstadt-Ost37,337,1-0,36167129615,57938727910 02 Innenstadt-West37,337,30,08341.04721325,51.1511.39224121,0 03 Südstadt38,639,91,32.4072.71931212,92.3973.32292538,6 04 Südweststadt40,741,00,43.0183.42240413,43.1414.06091929,3 05 Weststadt41,041,40,42.6842.8241405,23.0933.78869522,5 06 Nordweststadt43,642,7-0,91.7582.14738922,12.5692.92936014,0 07 Oststadt37,837,3-0,51.8032.41260933,82.4502.81736715,0 08 Mühlburg43,042,90,02.2142.51530113,63.0923.70261019,7 09 Daxlanden47,945,6-2,31.6292.14151231,43.0683.2752076,8 10 Knielingen42,044,12,12.1021.910-192-9,22.0692.66960029,0 11 Grünwinkel44,645,20,61.8591.877181,02.4112.88647519,7 12 Oberreut44,447,63,31.7651.481-284-16,12.2292.84361427,6 13 Beiertheim-Bulach43,844,81,11.004940-64-6,31.3871.55516812,1 14 Weiherfeld-Dammerstock48,444,3-4,18611.11825729,81.6521.492-160-9,7 15 Rüppurr46,445,5-0,91.7581.9211639,32.6792.8741957,3 16 Waldstadt44,943,1-1,81.9722.26729515,02.9432.794-149-5,1 17 Rintheim42,244,42,21.0531.070171,61.2371.51728022,7 18 Hagsfeld42,942,90,01.1771.35217514,91.3021.68438229,4 19 Durlach44,943,9-1,04.6235.7201.09723,76.7667.7761.01014,9 20 Grötzingen47,046,3-0,81.4041.474705,02.3372.4491124,8 21 Stupferich44,842,5-2,356191235162,671490919527,2 22 Hohenwettersbach43,644,20,6608658508,255585530054,1 23 Wolfartsweier46,544,3-2,24385127417,076076220,3 24 Grünwettersbach46,843,9-2,970093723733,81.0421.104626,0 25 Palmbach43,244,71,541241310,237656518950,2 26 Neureut44,844,1-0,73.0484.00095231,24.1765.3641.18828,4 27 Nordstadt42,044,22,21.5811.90832720,71.4582.6661.20882,9 Stadt Karlsruhe 42,942,7-0,143.88950.407651814,957.84768.92111.07419,1 Stadtteile Durchschnittsalterunter 18-Jährige65-Jährige und Ältere 2022 2040 Verän- derung 20202040 Veränderung 20202040 Veränderung Tabelle 5.01 Altersstrukturelle Entwicklung der Bevölkerung in den Karlsruher Stadtteilen zwischen2022 und 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 1LEA = Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Amt für Stadtentwicklung | 29 Innenstadt-Ost In der Innenstadt-Ost betrug der Bevölkerungsbestand zum 31.12.2022 fast 6.400 Personen (Hauptwohnsitz ohne LEA). Der Prognose zufolge wird die Anzahl der Bevölkerung dort bis 2040 auf rund 7.500 Personen anwachsen (+1.100 Personen | +17,3 %). Die Innenstadt-Ost ist ein Stadtteil mit hohem Bevölkerungsumsatz. Im Alter von 18 bis unter 30 Jahren ziehen vor allem von außerhalb der Stadtgrenzen jedes Jahr viele Menschen zu. Vielfach wählen sie diesen zentralen Stadtbereich, um sich in der neuen, noch fremden Stadt zu orientieren. Gleichzeitig verlassen aber jährlich auch fast ebenso viele Menschen die Innenstadt-Ost wieder, weil sie anderswo im Stadtgebiet eine Wohnung gefunden haben oder weil sie Karlsruhe nach Beendigung von Ausbildung oder Studium wieder verlassen. Die in der Prognose angenommenen anhaltenden Zuwanderungsgewinne Karlsruhes, vor allem im Segment der jungen Erwachsenen, werden in der Innenstadt-Ost dazu führen, dass die Bevölkerungszahl dort künftig wieder langsam anwachsen wird. Mit +61 Personen beziehungsweise +0,9 % pro Jahr ist das Wachstum allerdings relativ moderat und im Ausmaß etwa dem gesamtstädtischen Durchschnitt folgend (siehe Abbildung 5.04). Die eingangs beschriebene Funktion der Innenstadt-Ost als Drehscheibe und erster Anlaufpunkt zur Orientierung für neu in die Stadt Zuziehende führt zusammen mit der hohen Altersselektivität der Wanderungen in Karlsruhe dazu, dass die Altersstruktur der Bevölkerung in der Innenstadt-Ost sehr stark von Altersgruppen zwischen 20 bis unter 35 Jahren dominiert wird (siehe Abbildung 5.03). Familien mit Kindern oder ältere Menschen bleiben eher selten länger in der Innenstadt-Ost wohnen. Darum ist hier der Jugendquotient aktuell (2022) mit 16,8 sowie der Altenquotient mit 16,6 im stadtweiten Vergleich extrem niedrig (Karlsruhe Jugendquotient 2022: 26,2 | Karlsruhe Altenquotient 2022: 30,2). An dieser Altersstruktur wird sich auch zukünftig wenig ändern. Alle zentralen demographischen Maße zur Charakterisierung der Altersstruktur weisen bis 2040 in der Innenstadt-Ost weitestgehende Konstanz auf (siehe Abbildung 5.06). Absolut am stärksten wird im Zeitraum zwischen 2022 und 2040 in der Innenstadt-Ost die Altersgruppe der 30- bis unter 45-Jährigen zunehmen (+409 Personen), unter anderem weil die Zuwanderungen aus dem Ausland viele Menschen diesen Alters dorthin führen werden. Am zweitstärksten wird der Bevölkerungsgewinn zwischen 2022 und 2040 in der Innenstadt-Ost mit +224 Personen bei den 18- bis unter 25-Jährigen ausfallen (siehe Abbildung 5.05). Aufgrund der geringen Besetzung der jüngeren und älteren Altersgruppen reichen die dort prognostizierten, absolut vergleichsweise geringen Bevölkerungszuwächse aus, um für diese Altersgruppen große prozentuale Veränderungen zwischen 2022 und 2040 auszulösen. So bedeutet die Zunahmen von +55 Personen im Alter von 85 Jahren und älter eine prozentuale Zunahme um 56,9 %, während das Plus von +409 Personen im Alter zwischen 30 bis unter 45 Jahren lediglich einem relativen Wachstum von 29,8 % entspricht, da diese Altersgruppe aktuell zahlenmäßig viel stärker in der Innstadt-Ost vertreten ist. 5.562 6.727 6.365 7.463 0 1.000 2.000 3.000 4.000 5.000 6.000 7.000 8.000 200620072008200920102011201220132014201520162017201820192020202120222023202420252026202720282029203020312032203320342035203620372038 2039 2040 Jahr BestandPrognose 2006 –2019 jährl. Durchschnitt: +90 Personen bzw. +1,5% 2022–2040 jährl. Durchschnitt: +61 Personen bzw. +0,9% 2019–2022 jährl. Durchschnitt: -121 Personen bzw. -1,8% Abbildung 5.04 1LEA= Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Anzahl Personen Bevölkerungsentwicklung in der Innenstadt-Ost 2006 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 | Prognosewerte ab 2023 30 | Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2024 30 21 20 24 224 131 409 160 24 55 0100200300400500 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter 25,1 19,2 15,3 9,5 16,7 12,0 29,8 13,9 3,4 56,9 01020304050 60 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter Altersgruppen 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Altersgruppen % Veränderungder Personenzahl in ProzentVeränderungder Personenzahl Abbildung 5.05 Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung in der Innenstadt-Ost zwischen 2022 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 Anzahl der Personen 05001.0001.500 0 bis unter 5 5 bis unter 10 10 bis unter 15 15 bis unter 20 20 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 35 35 bis unter 40 40 bis unter 45 45 bis unter 50 50 bis unter 55 55 bis unter 60 60 bis unter 65 65 bis unter 70 70 bis unter 75 75 bis unter 80 80 bis unter 85 85 bis unter 90 90 und älter Anzahl der Personen 2040 2022 Abbildung 5.06 Altersgruppen Hinweise zu den Indikatoren: Jugendquotient:Anzahl 0-bis 19-Jährige je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Altenquotient:Anzahl 65-Jährige oder Ältere je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Gesamtquotient: Summe von Jugend -und Altenquotient, zu interpretieren als Anzahl der Personen im nichterwerbsfähigen Alter je 100 Personen im erwerbsfähigen Alter. Billeter-Maß:Differenz der jungen (0 bis 14 Jahre) zur älteren (50 Jahre oder älter) Bevölkerung, bezogen auf die mittlere (15 bis 49 Jahre) Bevölkerung. Je demographisch jünger (älter) eine Bevölkerung ist, desto höher (niedriger) ist der Indikatorwert (koparativ-statische Aussage). Steigende (sinkende) Indikatorwerte im Zeitverlauf zeigen eine demographische Verjüngung (Alterung) an (dynamische Aussage). 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Altersstruktur der Bevölkerung in der Innenstadt-Ost 2022 und 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 20222040 Jugendquotient: 16,817,0 Altenquotient: 16,615,5 Gesamtquotient: 33,432,5 Durchschnittsalter: 37,337,1 Billeter-Maß: -0,27-0,24 Amt für Stadtentwicklung | 31 Innenstadt-West In der Innenstadt-West betrug der Bevölkerungsbestand zum 31.12.2022 über 9.800 Personen (Hauptwohnsitz ohne LEA). Der Prognose zufolge wird die Anzahl der Bevölkerung dort bis 2040 auf rund 11.500 Personen anwachsen (+1.700 Personen | +16,4 %). Die Innenstadt-West ist ein Stadtteil mit hohem Bevölkerungsumsatz. In den Altersgruppen zwischen 18 bis unter 30 Jahren ziehen vor allem von außerhalb der Stadtgrenzen jedes Jahr viele Menschen zu. Vielfach wählen sie diesen zentralen Stadtbereich, um sich in der neuen, fremden Stadt zu orientieren. Gleichzeitig verlassen aber jährlich auch fast ebenso viele Menschen die Innenstadt-West wieder, weil sie anderswo im Stadtgebiet eine Wohnung gefunden haben oder weil sie Karlsruhe nach Beendigung von Ausbildung oder Studium wieder verlassen. Die in der Prognose angenommen anhaltenden Zuwanderungsgewinne Karlsruhes, vor allem im Segment der jungen Erwachsenen, werden in der Innenstadt-West dazu führen, dass die Bevölkerungszahl dort künftig wieder langsam anwachsen wird. Mit +90 Personen beziehungsweise +0,8 % pro Jahr ist das Wachstum allerdings relativ moderat und im Ausmaß etwa dem gesamtstädtischen Durchschnitt folgend (siehe Abbildung 5.07). Die eingangs beschriebene Funktion der Innenstadt-West als Drehscheibe und erster Anlaufpunkt zur Orientierung für neu in die Stadt Zuziehende führt zusammen mit der hohen Altersselektivität der Wanderungen in Karlsruhe dazu, dass die Altersstruktur der Bevölkerung in der Innenstadt-West sehr stark von Altersgruppen zwischen 20 bis unter 35 Jahren dominiert wird (siehe Abbildung 5.09). Familien mit Kindern oder ältere Menschen bleiben eher selten länger in der Innenstadt-West wohnen. Darum ist hier der Jugendquotient aktuell (2022) mit 14,8 sowie der Altenquotient mit 15,2 im stadtweiten Vergleich extrem niedrig (Karlsruhe Jugendquotient 2022: 26,2 | Karlsruhe Altenquotient 2022: 30,2). An dieser Altersstruktur wird sich auch zukünftig wenig ändern. Alle zentralen demographischen Maße zur Charakterisierung der Altersstruktur weisen bis 2040 in der Innenstadt-West weitestgehende Konstanz auf (siehe Abbildung 5.09). Absolut am stärksten wird im Zeitraum zwischen 2022 und 2040 in der Innenstadt-West die Altersgruppe der 30- bis unter 45-Jährigen zunehmen (+467 Personen), unter anderem weil die Zuwanderungen aus dem Ausland viele Menschen dieses Alters dorthin führen werden. Am zweitstärksten wird der Bevölkerungsgewinn zwischen 2022 und 2040 in der Innenstadt-West mit +357 Personen bei den 18- bis unter 25-Jährigen ausfallen (siehe Abbildung 5.08). Aufgrund der geringen Besetzung der jüngeren und älteren Altersgruppen reichen die dort prognostizierten, absolut vergleichsweise geringen Bevölkerungszuwächse aus, um dort große prozentuale Veränderungen zwischen 2022 und 2040 auszulösen. So bedeutet die Zunahmen von +69 Personen im Alter von 85 Jahren und älter eine prozentuale Zunahme um 34,4 %, während das Plus von +467 Personen im Alter zwischen 30 bis unter 45 Jahren lediglich einem relativen Wachstum von 20,6 % entspricht, da diese Altersgruppe aktuell (2022) zahlenmäßig viel stärker in der Innenstadt-West vertreten ist. 8.430 10.232 9.848 11.463 0 2.000 4.000 6.000 8.000 10.000 12.000 14.000 200620072008200920102011201220132014201520162017201820192020202120222023202420252026202720282029203020312032203320342035203620372038 2039 2040 Jahr BestandPrognose 2006 –2019 jährl. Durchschnitt: +139 Personen bzw. +1,5% 2022–2040 jährl. Durchschnitt: +90 Personen bzw. +0,8% 2019–2022 jährl. Durchschnitt: -128 Personen bzw. -1,3% Abbildung 5.07 1LEA= Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Anzahl Personen Bevölkerungsentwicklung in der Innenstadt-West 2006 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 | Prognosewerte ab 2023 32 | Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2024 27 46 41 99 357 110 467 226 173 69 0100200300400500 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter 13,4 34,1 23,6 30,4 17,5 6,1 20,6 13,0 18,2 34,3 0102030 40 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter Altersgruppen 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Altersgruppen % Veränderungder Personenzahl in ProzentVeränderungder Personenzahl Abbildung 5.08 Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung in der Innenstadt-West zwischen 2022 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 Anzahl der Personen 05001.0001.500 2.000 2.500 0 bis unter 5 5 bis unter 10 10 bis unter 15 15 bis unter 20 20 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 35 35 bis unter 40 40 bis unter 45 45 bis unter 50 50 bis unter 55 55 bis unter 60 60 bis unter 65 65 bis unter 70 70 bis unter 75 75 bis unter 80 80 bis unter 85 85 bis unter 90 90 und älter Anzahl der Personen 2040 2022 Abbildung 5.09 Altersgruppen Hinweise zu den Indikatoren: Jugendquotient:Anzahl 0-bis 19-Jährige je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Altenquotient:Anzahl 65-Jährige oder Ältere je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Gesamtquotient:Summe von Jugend-und Altenquotient, zu interpretieren als Anzahl der Personen im nichterwerbsfähigen Alter je 100 Personen im erwerbsfähigen Alter. Billeter-Maß:Differenz der jungen (0 bis 14 Jahre) zur älteren (50 Jahre oder älter) Bevölkerung, bezogen auf die mittlere (15 bis 49 Jahre) Bevölkerung. Je demographisch jünger (älter) eine Bevölkerung ist, desto höher (niedriger) ist der Indikatorwert (koparativ-statische Aussage). Steigende (sinkende) Indikatorwerte im Zeitverlauf zeigen eine demographische Verjüngung (Alterung) an (dynamische Aussage). 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA2040 Altersstruktur der Bevölkerung in der Innenstadt-West 2022 und 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 20222040 Jugendquotient: 14,816,7 Altenquotient: 15,216,1 Gesamtquotient: 30,032,8 Durchschnittsalter: 37,337,3 Billeter-Maß: -0,26-0,25 Amt für Stadtentwicklung | 33 Südstadt In der Südstadt betrug der Bevölkerungsbestand zum 31.12.2022 über 19.900 Personen (Hauptwohnsitz ohne LEA). Der Prognose zufolge wird die Anzahl der Bevölkerung dort bis 2040 auf rund 22.600 Personen anwachsen (+1.700 Personen | +16,4 %). Damit ist in der Südstadt künftig, bezogen auf die jeweilige Einwohnerzahl, von einem ähnlichen Bevölkerungswachstum wie im gesamtstädtischen Durchschnitt auszugehen. Zwischen 2022 und 2040 wird die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner dort gemittelt um +150 Personen pro Jahr zunehmen. Das entspricht einem jährlichen durchschnittlichen relativen Wachstum von +0,7 % (siehe Abbildung 5.10). Für Karlsruhe insgesamt rechnet die Prognose bis 2040 im Mittel pro Jahr mit einem Plus in Höhe von +2.200 Personen beziehungsweise mit +0,7 %. Die Südstadt ist ein beliebter Stadtteil bei der jungen Bevölkerung im Ausbildungs- und Studierendenalter (18 bis unter 30 Jahre) sowie jungen Erwerbstätigen in der Berufseinstiegsphase und Paaren in der Familiengründungsphase (30 bis unter 40 Jahre). Aufgrund der vorherrschenden höheren Immobilieneigentümerquote sowie dem Wohnungsgrößenmix mit größerem Anteil an größeren, familientauglichen Wohnungen im City-Park leben in der Südstadt vergleichsweise viele Familien mit Kindern (siehe Abbildung 5.12). Der Jugendquotient ist deshalb dort aktuell (2022) mit 19,0 höher als in den beiden Innenstadt-Stadtteilen – aber noch deutlich geringer als im Karlsruher Durchschnitt (Karlsruhe Jugendquotient 2022: 26,2). Vor allem auch wegen der höheren Immobilieneigentümerquote im City-Park ist der jährliche Bevölkerungsumschlag in der Südstadt nicht so hoch wie in den Innenstadt-Stadtteilen und die Persistenz der dort lebenden Haushalte höher. Infolgedessen und in Anbetracht dessen, dass substantielle Teile der Südstadt erst vor zehn bis zwanzig Jahren neu aufgesiedelt wurden, wird die Bevölkerung in der Südstadt künftig demographisch altern. Besonders die Altersgruppen der 45- bis unter 65-Jährigen sowie der 65- bis unter 85-Jährigen werden absolut am stärksten an Bevölkerung zunehmen (+600 Personen und +800 Personen; siehe Abbildung 5.11). Vor allem bei den letztgenannten entspricht das absolute Wachstum auch einem starken prozentualen Anstieg von 38,0 %. Der Altenquotient wird in der Südstadt von derzeit (2022) 16,3 bis zum Jahr 20240 auf 20,6 ansteigen. Und auch das Durchschnittsalter wird sich im gleichen Zeitraum von 38,6 auf 39,9 Jahre erhöhen. Damit wird die Südstadt im Jahr 2040 zwar immer noch demographisch jünger sein, als die Bevölkerung der Gesamtstadt (Karlsruhe Altenquotient 2040: 32,4 | Karlsruhe Durchschnittsalter 2040: 42,7). Allerdings läuft der Alterungsprozess in der Südstadt im Prognosezeitraum mit größerer Intensität ab, als im gesamtstädtischen Durchschnitt. 14.528 20.423 19.915 22.626 0 5.000 10.000 15.000 20.000 25.000 200620072008200920102011201220132014201520162017201820192020202120222023202420252026202720282029203020312032203320342035203620372038 2039 2040 Jahr BestandPrognose 2006 –2019 jährl. Durchschnitt: +453 Personen bzw. +2,7% 2022–2040 jährl. Durchschnitt: +151 Personen bzw. +0,7% 2019–2022 jährl. Durchschnitt: -169 Personen bzw. -0,8% Abbildung 5.10 1LEA= Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Anzahl Personen Bevölkerungsentwicklung in der Südstadt 2006 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 | Prognosewerte ab 2023 34 | Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2024 9 30 62 211 334 116 419 605 780 145 02004006008001000 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter 1,6 6,3 11,7 25,7 13,1 4,2 7,7 13,9 38,0 41,8 010203040 50 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter Altersgruppen 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Altersgruppen % Veränderungder Personenzahl in ProzentVeränderungder Personenzahl Abbildung 5.11 Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung in der Südstadt zwischen 2022 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 Anzahl der Personen 01.0002.0003.0004.000 0 bis unter 5 5 bis unter 10 10 bis unter 15 15 bis unter 20 20 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 35 35 bis unter 40 40 bis unter 45 45 bis unter 50 50 bis unter 55 55 bis unter 60 60 bis unter 65 65 bis unter 70 70 bis unter 75 75 bis unter 80 80 bis unter 85 85 bis unter 90 90 und älter Anzahl der Personen 2040 2022 Abbildung 5.12 Altersgruppen Hinweise zu den Indikatoren: Jugendquotient:Anzahl 0-bis 19-Jährige je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Altenquotient:Anzahl 65-Jährige oder Ältere je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Gesamtquotient:Summe von Jugend-und Altenquotient, zu interpretieren als Anzahl der Personen im nichterwerbsfähigen Alter je 100 Personen im erwerbsfähigen Alter. Billeter-Maß:Differenz der jungen (0 bis 14 Jahre) zur älteren (50 Jahre oder älter) Bevölkerung, bezogen auf die mittlere (15 bis 49 Jahre) Bevölkerung. Je demographisch jünger (älter) eine Bevölkerung ist, desto höher (niedriger) ist der Indikatorwert (koparativ-statische Aussage). Steigende (sinkende) Indikatorwerte im Zeitverlauf zeigen eine demographische Verjüngung (Alterung) an (dynamische Aussage). 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA2040 Altersstruktur der Bevölkerung in der Südstadt 2022 und 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 20222040 Jugendquotient: 19,019,7 Altenquotient: 16,320,6 Gesamtquotient: 35,340,2 Durchschnittsalter: 38,639,9 Billeter-Maß: -0,28-0,34 Amt für Stadtentwicklung | 35 Südweststadt In der Südweststadt betrug der Bevölkerungsbestand zum 31.12.2022 fast 20.800 Personen (Hauptwohnsitz ohne LEA). Der Prognose zufolge wird die Anzahl der Bevölkerung dort bis 2040 auf rund 23.300 Personen anwachsen (+2.500 Personen | +12,3 %). Damit ist in der Südweststadt künftig, bezogen auf die jeweilige Einwohnerzahl, von einem ähnlichen Bevölkerungswachstum wie im gesamtstädtischen Durchschnitt auszugehen. Zwischen 2022 und 2040 wird die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner dort gemittelt um +140 Personen pro Jahr zunehmen. Das entspricht einem jährlichen durchschnittlichen relativen Wachstum von +0,6 % (siehe Abbildung 5.13 ). Für Karlsruhe insgesamt rechnet die Prognose bis 2040 im Mittel pro Jahr mit einem Plus in Höhe von +2.200 Personen beziehungsweise mit +0,7 %. Für einen Stadtteil im innerstädtischen Bereich ist die Südweststadt bei Familien mit Kindern vergleichsweise beliebt. Der Jugendquotient erreicht hier aktuell (2022) einen Wert von 23,9 und liegt damit fast so hoch wie im Karlsruher Durchschnitt (26,2). Im Zuge des in der Südweststadt anstehenden Generationenwechsels sowie dem Vorrücken der Angehörigen der Baby-Boom- Generation sowie deren Kindern in die nächsthöheren Altersgruppen wird zwischen 2022 und 2040 vor allem die Zahl der Familien mit Kindern (0- bis unter 6-Jährige: +200 Personen sowie 30- bis unter 45-Jährige: +750 Personen) sowie die Zahl der 65- bis unter 85-Jährigen (+800 Personen) bis zum Jahr 2040 stark zunehmen (siehe Abbildung 5.15). Prozentual werden die Anstiege unter den unter 3-Jährigen (+22,6 %) sowie den 65- bis unter 85-Jährigen (30,7 %) auch am höchsten sein. Da in der Südweststadt sowohl die Anzahl wie auch der Anteil der jüngeren und der älteren Altersgruppen am stärksten ansteigen werden, wird sich das Durchschnittsalter in der Südweststadt im Prognosezeitraum (2022 bis 2040) nur unwesentlich verändern – von 40,7 auf 41,0 Jahre. Der Jugend- sowie der Altenquotient steigen in diesem Zuge allerdings deutlich von 23,9 auf 25,5 beziehungsweise von 22,1 auf 26,4 an. Dennoch wird die Bevölkerung der Südweststadt im Jahr 2040 noch demographisch jünger sein, als die Gesamtbevölkerung Karlsruhes (Durchschnittsalter Karlsruhe 2040: 42,7 Jahre). 18.326 20.836 20.783 23.333 0 5.000 10.000 15.000 20.000 25.000 200620072008200920102011201220132014201520162017201820192020202120222023202420252026202720282029203020312032203320342035203620372038 2039 2040 Jahr BestandPrognose 2006 –2019 jährl. Durchschnitt: +193 Personen bzw. +1,0% 2022–2040 jährl. Durchschnitt: +142 Personen bzw. +0,6% 2019–2022 jährl. Durchschnitt: -18 Personen bzw. -0,1% Abbildung 5.13 1LEA= Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Anzahl Personen Bevölkerungsentwicklung in der Südweststadt 2006 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 | Prognosewerte ab 2023 36 | Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2024 130 67 62 145 262 150 737 77 820 99 02004006008001000 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter 22,6 12,5 9,2 11,7 12,1 6,7 14,8 1,5 30,7 21,4 0102030 40 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter Altersgruppen 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Altersgruppen % Veränderungder Personenzahl in ProzentVeränderungder Personenzahl Abbildung 5.14 Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung in der Südweststadt zwischen 2022 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 Anzahl der Personen 01.0002.0003.000 0 bis unter 5 5 bis unter 10 10 bis unter 15 15 bis unter 20 20 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 35 35 bis unter 40 40 bis unter 45 45 bis unter 50 50 bis unter 55 55 bis unter 60 60 bis unter 65 65 bis unter 70 70 bis unter 75 75 bis unter 80 80 bis unter 85 85 bis unter 90 90 und älter Anzahl der Personen 2040 2022 Abbildung 5.15 Altersgruppen Hinweise zu den Indikatoren: Jugendquotient:Anzahl 0-bis 19 -Jährige je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Altenquotient:Anzahl 65-Jährige oder Ältere je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Gesamtquotient:Summe von Jugend-und Altenquotient, zu interpretieren als Anzahl der Personen im nichterwerbsfähigen Alter je 100 Personen im erwerbsfähigen Alter. Billeter-Maß:Differenz der jungen (0 bis 14 Jahre) zur älteren (50 Jahre oder älter) Bevölkerung, bezogen auf die mittlere (15 bis 49 Jahre) Bevölkerung. Je demographisch jünger (älter) eine Bevölkerung ist, desto höher (niedriger) ist der Indikatorwert (koparativ-statische Aussage). Steigende (sinkende) Indikatorwerte im Zeitverlauf zeigen eine demographische Verjüngung (Alterung) an (dynamische Aussage). 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA2040 Altersstruktur der Bevölkerung in der Südweststadt 2022 und 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 20222040 Jugendquotient: 23,925,5 Altenquotient: 22,126,4 Gesamtquotient: 46,051,9 Durchschnittsalter: 40,741,0 Bil leter-Maß: -0,41-0,40 Amt für Stadtentwicklung | 37 Weststadt In der Weststadt betrug der Bevölkerungsbestand zum 31.12.2022 fast 19.800 Personen (Hauptwohnsitz ohne LEA). Der Prognose zufolge wird die Anzahl der Bevölkerung dort bis 2040 auf rund 22.000 Personen anwachsen (+2.200 Personen | +11,2 %). Damit ist in der Weststadt künftig, bezogen auf die jeweilige Einwohnerzahl, von einem ähnlichen Bevölkerungswachstum wie im gesamtstädtischen Durchschnitt auszugehen. Zwischen 2022 und 2040 wird die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner dort gemittelt um +120 Personen pro Jahr zunehmen. Das entspricht einem jährlichen durchschnittlichen relativen Wachstum von +0,6 % (siehe Abbildung 5.16). Für Karlsruhe insgesamt rechnet die Prognose bis 2040 im Mittel pro Jahr mit einem Plus in Höhe von +2.200 Personen beziehungsweise +0,7 %. Zukünftig ist in der Weststadt weiterhin mit hohen Wanderungsgewinnen in der Altersgruppe der 18- bis unter 25-Jährigen zu rechnen, was dazu führen wird, dass diese Altersgruppe zwischen 2022 und 2040 um +450 Personen anwachsen wird. Die ebenfalls starken Bevölkerungsgewinne in den Altersgruppen der 30- bis unter 45-Jährigen (+650 Personen), der 65- bis unter 85-Jährigen (+500 Personen) sowie der ab 85-Jährigen (+200 Personen) ergeben sich im Wesentlichen aus der Altersstruktur der Bestandsbevölkerung sowie dem vergleichsweise hohen Anteil an Immobilieneigentümern im Stadtteil (siehe Abbildung 5.17). Besonders beachtlich wird der relative Anstieg der Hochbetagten in Höhe von 47,5 % zwischen 2022 und 2040 sein. Der Anteil der unter 20-Jährigen an den 20- bis unter 65-Jährigen (Jugendquotient) wird sich im Prognosezeitraum (2022 bis 2040) in der Weststadt nicht verändern und im Jahr 2040 mit 22,2 noch deutlich unterhalb des gesamtstädtischen Jugendquotienten (27,2) liegen (siehe Abbildung 5.18). Der eben beschriebene Anstieg der Zahl der Bevölkerung über 65 Jahren in der Weststadt wird aber den Bevölkerungsschwerpunkt in der Weststadt bis 2040 weiter in höhere Altersgruppen vorschieben. So ist davon auszugehen, dass der Altenquotient von derzeit 22,7 auf 25,4 ansteigen wird (Altenquotient Karlsruhe 2040: 32,4). Während in Karlsruhe zwischen 2022 und 2040 das Durchschnittsalter sogar leicht von 42,9 auf 42,7 Jahre sinken wird, ist in der Weststadt ein leichter Anstieg von 41,0 auf 41,4 Jahre zu erwarten. 18.583 20.097 19.765 21.988 0 5.000 10.000 15.000 20.000 25.000 200620072008200920102011201220132014201520162017201820192020202120222023202420252026202720282029203020312032203320342035203620372038 2039 2040 Jahr BestandPrognose 2006 –2019 jährl. Durchschnitt: +116 Personen bzw. +0,6% 2022–2040 jährl. Durchschnitt: +123 Personen bzw. +0,6% 2019–2022 jährl. Durchschnitt: -111 Personen bzw. -0,6% Abbildung 5.16 1LEA= Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Anzahl Personen Bevölkerungsentwicklung in der Weststadt 2006 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 | Prognosewerte ab 2023 38 | Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2024 -6 45 32 69 450 132 664 142 502 193 -2000200400600800 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter -1,1 10,1 5,5 6,4 21,9 5,9 13,9 2,9 18,7 47,5 -10010203040 50 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter Altersgruppen 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Altersgruppen % Veränderungder Personenzahl in ProzentVeränderungder Personenzahl Abbildung 5.17 Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung in der Weststadt zwischen 2022 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 Anzahl der Personen 05001.0001.5002.0002.500 0 bis unter 5 5 bis unter 10 10 bis unter 15 15 bis unter 20 20 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 35 35 bis unter 40 40 bis unter 45 45 bis unter 50 50 bis unter 55 55 bis unter 60 60 bis unter 65 65 bis unter 70 70 bis unter 75 75 bis unter 80 80 bis unter 85 85 bis unter 90 90 und älter Anzahl der Personen 2040 2022 Abbildung 5.18 Altersgruppen Hinweise zu den Indikatoren: Jugendquotient:Anzahl 0-bis 19-Jährige je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Altenquotient:Anzahl 65-Jährige oder Ältere je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Gesamtquotient:Summe von Jugend-und Altenquotient, zu interpretieren als Anzahl der Personen im nichterwerbsfähigen Alter je 100 Personen im erwerbsfähigen Alter. Billeter-Maß:Differenz der jungen (0 bis 14 Jahre) zur älteren (50 Jahre oder älter) Bevölkerung, bezogen auf die mittlere (15 bis 49 Jahre) Bevölkerung. Je demographisch jünger (älter) eine Bevölkerung ist, desto höher (niedriger) ist der Indikatorwert (koparativ-statische Aussage). Steigende (sinkende) Indikatorwerte im Zeitverlauf zeigen eine demographische Verjüngung (Alterung) an (dynamische Aussage). 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA2040 Altersstruktur der Bevölkerung in der Weststadt 2022 und 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 20222040 Jugendquotient: 22,122,2 Altenquotient: 22,725,4 Gesamtquotient: 44,747,6 Durchschnittsalter: 41,041,4 Bil leter-Maß: -0,43-0,42 Amt für Stadtentwicklung | 39 Nordweststadt In der Nordweststadt betrug der Bevölkerungsbestand zum 31.12.2022 etwa 11.500 Personen (Hauptwohnsitz ohne LEA). Der Prognose zufolge wird die Anzahl der Bevölkerung dort bis 2040 auf etwas mehr als 14.300 Personen anwachsen (+2.800 Personen | +24,6 %). Im gesamtstädtischen Vergleich ist die Nordweststadt mit einem jährlichen durchschnittlichen Bevölkerungswachstum von +1,2 % zwischen 2022 und 2040 (etwa +160 Personen pro Jahr) ein Stadtteil mit überdurchschnittlichem Wachstumspotential (siehe Abbildung 5.19) . Für Karlsruhe insgesamt rechnet die Prognose bis 2040 im Mittel pro Jahr mit einem Plus in Höhe +0,7 %. Der vergleichsweise starke relative Bevölkerungsanstieg ist vordergründig durch den dort innerhalb des Prognosezeitraums geplanten Wohnungsneubau zu erklären. Andererseits ist davon auszugehen, dass sich während des Prognosezeitraums ein umfassender Generationenwechsel in der Nordweststadt vollziehen wird. Aktuell ist die Nordweststadt ein demographisch überdurchschnittlich alter Stadtteil in Karlsruhe. Vor allem der Anteil der älteren Menschen über 65 Jahren ist dort hoch. So betrug der Altenquotient im Jahr 2022 37,6 (Karlsruhe insgesamt: 30,2). Bis zum Jahr 2040 werden viele dieser demographisch älteren Haushalte durch jüngere Haushalte ersetzt werden und gleichzeitig erfolgt die Aufsiedlung im Wohnungsneubau mit vergleichsweise junger Bevölkerung. Die Haushaltsgröße dieser jüngeren Haushalte (vor allem im Alter zwischen 25 bis unter 45 Jahren) ist im Durchschnitt größer, so dass sich daraus für die Nordweststadt ein Wachstumspotential ergibt (siehe Abbildung 5.20 und 5.21). Vor allem die relativen Wachstumsquoten zwischen 2022 und 2040 werden bei den 30- bis unter 45-Jährigen und den 25- bis unter 30-Jährigen mit +41,5 % beziehungsweise 29,5 % sehr hoch sein. Aber auch bei den Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist von prozentualen Zuwächsen zwischen 16,5 % und 27,9 % auszugehen, was stadtweit betrachtet überdurchschnittlichen Zunahmen entspricht. Allerdings wird der Jugendquotient aufgrund der sehr starken Zunahme der mittleren Altersjahrgänge – im Prognosezeitraum sogar leicht von derzeit (2022) 30,8 auf 28,4 im Jahr 2040 zurückgehen. Der eben beschriebene Generationenwechsel und die heute schon relativ stark besetzten Jahrgänge der über 65-Jährigen sind der Grund dafür, dass in der Nordweststadt künftig die Zahl der Altersgruppen über 65 Jahren nicht stark an Bevölkerung zunehmen werden. In der Altersgruppe der 65- bis unter 75-Jährigen ist ein Plus in Höhe von rund +350 Personen (+16,5 %) und bei den 85-Jährigen und Älteren von nur rund +20 Personen (3,5 %) zu erwarten. Der Wert des Altenquotienten wird in diesem Zuge in der Nordweststadt sogar leicht zurückgehen, von 37,6 (2022) auf 33,0 (2040). 10.725 11.490 11.502 14.330 0 2.000 4.000 6.000 8.000 10.000 12.000 14.000 16.000 200620072008200920102011201220132014201520162017201820192020202120222023202420252026202720282029203020312032203320342035203620372038 2039 2040 Jahr BestandPrognose 2006 –2019 jährl. Durchschnitt: +59 Personen bzw. +0,5% 2022–2040 jährl. Durchschnitt: +157 Personen bzw. +1,2% 2019–2022 jährl. Durchschnitt: +4 Personen bzw. +0,0% Abbildung 5.19 1LEA= Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Anzahl Personen Bevölkerungsentwicklung in der Nordweststadt 2006 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 | Prognosewerte ab 2023 40 | Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2024 62 50 67 210 256 266 884 674 343 17 02004006008001000 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter 20,5 16,7 16,5 27,9 18,6 29,5 41,5 24,3 16,5 3,5 010203040 50 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter Altersgruppen 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Altersgruppen % Veränderungder Personenzahl in ProzentVeränderungder Personenzahl Abbildung 5.20 Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung in der Nordweststadt zwischen 2022 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 Anzahl der Personen 05001.0001.500 0 bis unter 5 5 bis unter 10 10 bis unter 15 15 bis unter 20 20 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 35 35 bis unter 40 40 bis unter 45 45 bis unter 50 50 bis unter 55 55 bis unter 60 60 bis unter 65 65 bis unter 70 70 bis unter 75 75 bis unter 80 80 bis unter 85 85 bis unter 90 90 und älter Anzahl der Personen 2040 2022 Abbildung 5.21 Altersgruppen Hinweise zu den Indikatoren: Jugendquotient:Anzahl 0-bis 19-Jährige je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Altenquotient:Anzahl 65 -Jährige oder Ältere je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Gesamtquotient:Summe von Jugend-und Altenquotient, zu interpretieren als Anzahl der Personen im nichterwerbsfähigen Alter je 100 Personen im erwerbsfähigen Alter. Billeter-Maß:Differenz der jungen (0 bis 14 Jahre) zur älteren (50 Jahre oder älter) Bevölkerung, bezogen auf die mittlere (15 bis 49 Jahre) Bevölkerung. Je demographisch jünger (älter) eine Bevölkerung ist, desto höher (niedriger) ist der Indikatorwert (koparativ-statische Aussage). Steigende (sinkende) Indikatorwerte im Zeitverlauf zeigen eine demographische Verjüngung (Alterung) an (dynamische Aussage). 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA2040 Altersstruktur der Bevölkerung in der Nordweststadt 2022 und 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 20222040 Jugendquotient: 30,828,4 Altenquotient: 37,633,0 Gesamtquotient: 68,561,4 Durchschnittsalter: 43,642,7 Bil leter-Maß: -0,61-0,51 Amt für Stadtentwicklung | 41 Oststadt In der Oststadt betrug der Bevölkerungsbestand zum 31.12.2022 etwa 19.300 Personen (Hauptwohnsitz ohne LEA). Der Prognose zufolge wird die Anzahl der Bevölkerung dort bis 2040 auf fast 21.700 Personen anwachsen (+2.400 Personen | +12,4 %). Das prognostizierte Bevölkerungswachstum in der Oststadt bezogen auf die Ausgangsbevölkerung entspricht somit über den gesamten Prognosezeitraum (2022 bis 2040) betrachtet in etwa der gesamtstädtischen Entwicklung. Während für die Oststadt ein relatives durchschnittliches jährliches Wachstum von +0,6 % für den Zeitraum 2022 bis 2040 berechnet wurde (etwa +130 Personen pro Jahr), beläuft sich dieser Wert für Karlsruhe insgesamt auf +0,7 % pro Jahr (etwa +2.200 Personen pro Jahr). Allerdings, das zeigt Abbildung 5.22, ist in den Jahren bis 2030 kaum eine Zunahme der Bevölkerung in der Oststadt zu erwarten. Erst wenn circa ab 2030 geplante Neubauvorhaben realisiert werden steigt die Zahl der Bevölkerung bis auf etwa 21.700 Personen im Jahr 2040 an. Altersstrukturell ist die Oststadt aktuell (2022) in hohem Maße von Bevölkerung im Alter zwischen 18 bis unter 35 Jahren geprägt. Demzufolge ist sowohl der Jugend- als auch der Altenquotient in der Oststadt mit 15,8 beziehungsweise 16,8 deutlich geringer als in Karlsruhe insgesamt (Jugendquotient Karlsruhe 2022: 26,2; Altenquotient Karlsruhe 2022: 30,2). Daran wird sich auch künftig kaum etwas ändern (siehe Abbildung 5.24). Allerdings wird das erwartete Bevölkerungswachstum, bedingt durch den Wachstumsimpuls Wohnungsneubau, vor allem die Altersgruppen der Familien mit Kindern anwachsen lassen (unter 18-Jährige und 30- bis unter 45-Jährige). Absolut wird die Altersgruppe der 30- bis unter 45-Jährigen mit einem Plus von fast +800 Personen zwischen 2022 und 2040 am stärksten wachsen. Relativ ist der Anstieg der Bevölkerungszahl in den Altersgruppen unter 18 Jahren mit Werten zwischen +28,2 % (10- bis unter 18 Jahre) und +40,3 % (unter 3-Jährige) am höchsten (siehe Abbildung 5.23). Das Vorrücken der Babyboomer-Generation in die Altersgruppe der 65- bis unter 85-Jährigen lässt auch in der Oststadt diese Altersgruppe anwachsen (etwa +300 Personen | +15,5 %). Diese altersstrukturellen Entwicklungen werden dazu führen, dass sich die Bevölkerung in der Oststadt im Prognosezeitraum (2022 bis 2040) demographisch weiter verjüngt, während in Karlsruhe insgesamt hinsichtlich der demographischen Alterung mit weitestgehender Stagnation zu rechnen ist . Während sich der Jugendquotient von 15,8 (2022) auf 19,4 im Jahr 2040 erhöhen wird, ist beim Altenquotient mit einer vergleichsweisen schwachen Zunahme von 16,8 auf 17,8 zu rechnen. Demzufolge wird das heute schon im stadtweiten Vergleich geringe Durchschnittsalter in der Oststadt von 37,8 Jahren (Durchschnittsalter Karlsruhe insgesamt 2022: 42,9 Jahre) auf 37,3 Jahre im Jahr 2040 sinken (Durchschnittsalter Karlsruhe insgesamt 2022: 42,7 Jahre). 16.122 19.483 19.308 21.693 0 5.000 10.000 15.000 20.000 25.000 200620072008200920102011201220132014201520162017201820192020202120222023202420252026202720282029203020312032203320342035203620372038 2039 2040 Jahr BestandPrognose 2006 –2019 jährl. Durchschnitt: +259 Personen bzw. +1,5% 2022–2040 jährl. Durchschnitt: +133 Personen bzw. +0,6% 2019–2022 jährl. Durchschnitt: -58 Personen bzw. -0,3% Abbildung 5.22 1LEA= Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Anzahl Personen Bevölkerungsentwicklung in der Oststadt 2006 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 | Prognosewerte ab 2023 42 | Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2024 158 117 137 197 342 127 782 158 321 46 02004006008001000 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter 40,3 34,9 36,2 28,2 9,0 3,8 17,8 4,5 15,5 12,2 010203040 50 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter Altersgruppen 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Altersgruppen % Veränderungder Personenzahl in ProzentVeränderungder Personenzahl Abbildung 5.23 Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung in der Oststadt zwischen 2022 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 Anzahl der Personen 01.0002.0003.0004.000 0 bis unter 5 5 bis unter 10 10 bis unter 15 15 bis unter 20 20 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 35 35 bis unter 40 40 bis unter 45 45 bis unter 50 50 bis unter 55 55 bis unter 60 60 bis unter 65 65 bis unter 70 70 bis unter 75 75 bis unter 80 80 bis unter 85 85 bis unter 90 90 und älter Anzahl der Personen 2040 2022 Abbildung 5.24 Altersgruppen Hinweise zu den Indikatoren: Jugendquotient:Anzahl 0-bis 19-Jährige je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Altenquotient:Anzahl 65 -Jährige oder Ältere je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Gesamtquotient:Summe von Jugend-und Altenquotient, zu interpretieren als Anzahl der Personen im nichterwerbsfähigen Alter je 100 Personen im erwerbsfähigen Alter. Billeter-Maß:Differenz der jungen (0 bis 14 Jahre) zur älteren (50 Jahre oder älter) Bevölkerung, bezogen auf die mittlere (15 bis 49 Jahre) Bevölkerung. Je demographisch jünger (älter) eine Bevölkerung ist, desto höher (niedriger) ist der Indikatorwert (koparativ-statische Aussage). Steigende (sinkende) Indikatorwerte im Zeitverlauf zeigen eine demographische Verjüngung (Alterung) an (dynamische Aussage). 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA2040 Altersstruktur der Bevölkerung in der Oststadt 2022 und 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 20222040 Jugendquotient: 15,819,4 Altenquotient: 16,817,8 Gesamtquotient: 32,637,2 Durchschnittsalter: 37,837,3 Bil leter-Maß: -0,29-0,23 Amt für Stadtentwicklung | 43 Mühlburg In Mühlburg betrug der Bevölkerungsbestand zum 31.12.2022 etwa 16.400 Personen (Hauptwohnsitz ohne LEA). Der Prognose zufolge wird die Anzahl der Bevölkerung dort bis 2040 auf etwas über 18.700 Personen anwachsen (+2.300 Personen | +14,6 %). Damit ist in Mühlburg künftig, bezogen auf die jeweilige Einwohnerzahl, von einem ähnlichen Bevölkerungswachstum wie im gesamtstädtischen Durchschnitt auszugehen. Zwischen 2022 und 2040 wird die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner dort gemittelt etwa um +130 Personen pro Jahr zunehmen. Das entspricht einem jährlichen durchschnittlichen relativen Wachstum von +0,8 % (siehe Abbildung 5.25). Für Karlsruhe insgesamt rechnet die Prognose bis 2040 im Mittel pro Jahr mit einem Plus in Höhe von +2.200 Personen beziehungsweise mit +0,7 %. Bereits aktuell (2022) ist die Verteilung der Bevölkerung auf die verschiedenen Altersgruppen in Mühlburg der in der Gesamtstadt sehr ähnlich (siehe Abbildung 5.27) und auch die künftige Entwicklung der einzelnen Altersgruppen bis zum Jahr 2040 ist in Mühlburg und der Gesamtstadt tendenziell gleichgerichtet (siehe Abbildung 5.26) . Während der Jugendquotient in Mühlburg im Jahr 2022 bei 23,1 und der Altenquotient bei 28,7 lag, betrugen dies Indikatorwerte für Karlsruhe insgesamt 26,2 und 30,2. Auch hinsichtlich des Durchschnittsalters im Jahr 2022 ergeben sich zwischen Mühlburg und der Gesamtstadt kaum Unterschiede (Mühlburg: 43,0 Jahre; Karlsruhe: 42,9 Jahre). Ebenso wie in der Gesamtstadt werden auch in Mühlburg künftig die Altersgruppen der 30- bis unter 45-Jährigen (etwa +600 Personen), der 65- bis unter 85-Jährigen (etwa +500 Personen) sowie der 18- bis unter 25-Jährigen absolut (etwa +350 Personen) am stärksten an Bevölkerung hinzugewinnen (siehe Abbildung 5.26). Relativ wird der Bevölkerungsanstieg zwischen 2022 und 2040 in Mühlburg bei den 85-Jährigen und Älteren mit 23,6 %, den 18- bis unter 25-Jährigen mit +23,1 % sowie den unter 3-Jährigen mit 20,8 % am höchsten ausfallen. Für Mühlburg bedeutet das, ähnlich wie für die Fächerstadt insgesamt, dass sich die altersstrukturelle Gewichtung im Stadtteil zwischen 2022 und 2040 nur geringfügig verändern wird. Der Altenquotient wird leicht von derzeit (2022) 28,7 auf 30,5 ansteigen. Noch geringer wird sich der Wert für den Jugendquotient in Mühlburg innerhalb des Prognosezeitraums verändern, nämlich von 23,1 (2022) auf 23,8 (2040). Das Durchschnittsalter wird im Jahr 2040 mit 42,9 Jahren fast denselben Wert haben wie in Karlsruhe insgesamt (42,7 Jahre). 15.699 16.764 16.356 18.738 0 2.000 4.000 6.000 8.000 10.000 12.000 14.000 16.000 18.000 20.000 200620072008200920102011201220132014201520162017201820192020202120222023202420252026202720282029203020312032203320342035203620372038 2039 2040 Jahr BestandPrognose 2006 –2019 jährl. Durchschnitt: +82 Personen bzw. +0,5% 2022–2040 jährl. Durchschnitt: +132 Personen bzw. +0,8% 2019–2022 jährl. Durchschnitt: -136 Personen bzw. -0,8% Abbildung 5.25 1LEA= Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Anzahl Personen Bevölkerungsentwicklung in Mühlburg 2006 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 | Prognosewerte ab 2023 44 | Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2024 88 46 61 106 347 209 583 331 490 120 0200400600800 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter 20,8 11,5 12,6 11,7 23,1 13,6 15,5 7,8 18,9 23,6 01020 30 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter Altersgruppen 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Altersgruppen % Veränderungder Personenzahl in ProzentVeränderungder Personenzahl Abbildung 5.26 Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung in Mühlburg zwischen 2022 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 Anzahl der Personen 05001.0001.5002.000 0 bis unter 5 5 bis unter 10 10 bis unter 15 15 bis unter 20 20 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 35 35 bis unter 40 40 bis unter 45 45 bis unter 50 50 bis unter 55 55 bis unter 60 60 bis unter 65 65 bis unter 70 70 bis unter 75 75 bis unter 80 80 bis unter 85 85 bis unter 90 90 und älter Anzahl der Personen 2040 2022 Abbildung 5.27 Altersgruppen Hinweise zu den Indikatoren: Jugendquotient:Anzahl 0-bis 19 -Jährige je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Altenquotient:Anzahl 65-Jährige oder Ältere je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Gesamtquotient:Summe von Jugend-und Altenquotient, zu interpretieren als Anzahl der Personen im nichterwerbsfähigen Alter je 100 Personen im erwerbsfähigen Alter. Billeter-Maß:Differenz der jungen (0 bis 14 Jahre) zur älteren (50 Jahre oder älter) Bevölkerung, bezogen auf die mittlere (15 bis 49 Jahre) Bevölkerung. Je demographisch jünger (älter) eine Bevölkerung ist, desto höher (niedriger) ist der Indikatorwert (koparativ-statische Aussage). Steigende (sinkende) Indikatorwerte im Zeitverlauf zeigen eine demographische Verjüngung (Alterung) an (dynamische Aussage). 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA2040 Altersstruktur der Bevölkerung in Mühlburg 2022 und 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 20222040 Jugendquotient: 23,123,8 Altenquotient: 28,730,5 Gesamtquotient: 51,854,3 Durchschnittsalter: 43,042,9 Billeter-Maß: -0,54-0,51 Amt für Stadtentwicklung | 45 Daxlanden In Daxlanden betrug der Bevölkerungsbestand zum 31.12.2022 annähernd 11.200 Personen (Hauptwohnsitz ohne LEA). Der Prognose zufolge wird die Anzahl der Bevölkerung dort bis 2040 auf etwas mehr als 12.600 Personen anwachsen (+1.400 Personen | +12,2 %). Damit ist in Daxlanden künftig, bezogen auf die jeweilige Einwohnerzahl, von einem ähnlichen Bevölkerungswachstum wie im gesamtstädtischen Durchschnitt auszugehen. Zwischen 2022 und 2040 wird die Bevölkerung dort gemittelt um etwa +80 Personen pro Jahr zunehmen. Das entspricht einem jährlichen durchschnittlichen relativen Wachstum von +0,6 % (siehe Abbildung 5.28). Für Karlsruhe insgesamt rechnet die Prognose bis 2040 im Mittel pro Jahr mit einem Plus in Höhe von +2.200 Personen beziehungsweise +0,7 %. Dabei ist zu beachten, dass der Bevölkerungsanstieg in Daxlanden den Berechnungen und Annahmen zufolge in erster Linie in den ersten Prognosejahren im Zuge umfangreicher Wohnungsneubauaktivitäten im Stadtteil bis etwa 2027 bis 2030 stattfinden wird. Danach wird sich die Zahl der Bevölkerung in Daxlanden bis 2040 tendenziell konstant weiterentwickeln. Daxlanden ist aktuell (2022) ein demographisch vergleichsweiser alter Stadtteil. Der Anteil der älteren Bevölkerung ab 65 Jahren ist vergleichsweise hoch. Der Altenquotient betrug im Jahr 2022 in Daxlanden 48,7 (Altenquotient Karlsruhe insgesamt 2022: 30,2). Mit 29,0 liegt der Jugendquotient in Daxlanden hingegen im Bereich des Karlsruher Mittelwerts (Jugendquotient Karlsruhe insgesamt 2022: 26,2). Das Billeter-Maß, das alle drei Altersgruppen (junge, mittlere, ältere Bevölkerung) zueinander in Beziehung setzt, ist aktuell (2022) in Daxlanden mit -1,08 beinahe doppelt so hoch, wie für Karlsruhe insgesamt (-0,56). Auch beim Indikator Durchschnittsalter sticht Daxlanden mit einem Wert von aktuell 47,9 Jahren als demographisch alter Stadtteil hervor (Karlsruhe insgesamt: 42,9 Jahre). Innerhalb des Prognosezeitraums wird sich in Daxlanden ein Generationenwechsel im Bestand vollziehen. Zusätzlich erfolgt im Zuge von Neubauaktivitäten eine Verjüngung der Bestandsbevölkerung. Die aktuell relativ stark besetzte Altersgruppe der ab 85-Jährigen wird künftig bis zum Jahr 2040 Bevölkerung verlieren (etwa -80 Personen | -14,0 %). Ähnliches gilt für die Altersgruppe der 45- bis unter 65-Jährigen, allerdings entspricht der Rückgang von etwa -60 Personen bei dieser relativ stark besetzten Altersgruppe nur einem prozentualen Rückgang von -1,9 % (siehe Abbildung 5.29) . Bedingt durch den beschriebenen Generationenwechsel im Bestand sowie den geplanten Wohnungsneubau, werden in Daxlanden vermehrt familiengeeignete Wohnungen frei werden beziehungsweise neu entstehen. Daher wird dort künftig die Zahl der 30- bis unter 45-Jährigen (etwa +450 Personen) sowie der unter 18-Jährigen zwischen 2022 und 2040 deutlich zunehmen (etwa +500 Personen). Insbesondere für die Altersgruppe der 10- unter 18-Jährigen bedeutet dies eine hohe relative Bevölkerungszunahme von +36,9 %. Infolgedessen wird sich die Bevölkerung in Daxlanden insgesamt betrachtet deutlich demographisch verjüngen. Während der Altenquotient zwischen 2022 und 2040 leicht von 48,7 auf 47,6 sinken wird, steigt der Jugendquotient dort deutlich von 29,0 auf 34,9 an. Dennoch wird Daxlanden aufgrund des weiterhin vergleichsweise hohen Anteils der 65-Jährigen und Älteren ein im Karlsruher Vergleich demographisch alter Stadtteil bleiben. Zwar wird das Durchschnittsalter im Prognosezeitraum von 47,9 auf 45,6 Jahre sinken, für Karlsruhe insgesamt berechnet die Prognose jedoch ein Durchschnittalter im Jahr 2040 von nur 42,7 Jahren. 11.786 11.710 11.198 12.566 0 2.000 4.000 6.000 8.000 10.000 12.000 14.000 200620072008200920102011201220132014201520162017201820192020202120222023202420252026202720282029203020312032203320342035203620372038 2039 2040 Jahr BestandPrognose 2006 –2019 jährl. Durchschnitt: -6 Personen bzw. -0,0% 2022–2040 jährl. Durchschnitt: +76 Personen bzw. +0,6% 2019–2022 jährl. Durchschnitt: -171 Personen bzw. -1,5% Abbildung 5.28 1LEA= Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Anzahl Personen Bevölkerungsentwicklung in Daxlanden 2006 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 | Prognosewerte ab 2023 46 | Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2024 60 65 119 268 190 91 429 -62 284 -77 -2000200400600 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter 22,7 23,0 33,7 36,9 26,2 15,3 23,0 -1,9 11,3 -14,0 -20-100102030 40 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter Altersgruppen 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Altersgruppen % Veränderungder Personenzahl in ProzentVeränderungder Personenzahl Abbildung 5.29 Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung in Daxlanden zwischen 2022 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 Anzahl der Personen 05001.0001.500 0 bis unter 5 5 bis unter 10 10 bis unter 15 15 bis unter 20 20 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 35 35 bis unter 40 40 bis unter 45 45 bis unter 50 50 bis unter 55 55 bis unter 60 60 bis unter 65 65 bis unter 70 70 bis unter 75 75 bis unter 80 80 bis unter 85 85 bis unter 90 90 und älter Anzahl der Personen 2040 2022 Abbildung 5.30 Altersgruppen Hinweise zu den Indikatoren: Jugendquotient:Anzahl 0-bis 19 -Jährige je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Altenquotient:Anzahl 65-Jährige oder Ältere je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Gesamtquotient:Summe von Jugend-und Altenquotient, zu interpretieren als Anzahl der Personen im nichterwerbsfähigen Alter je 100 Personen im erwerbsfähigen Alter. Billeter-Maß:Differenz der jungen (0 bis 14 Jahre) zur älteren (50 Jahre oder älter) Bevölkerung, bezogen auf die mittlere (15 bis 49 Jahre) Bevölkerung. Je demographisch jünger (älter) eine Bevölkerung ist, desto höher (niedriger) ist der Indikatorwert (koparativ-statische Aussage). Steigende (sinkende) Indikatorwerte im Zeitverlauf zeigen eine demographische Verjüngung (Alterung) an (dynamische Aussage). 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA2040 Altersstruktur der Bevölkerung in Daxlanden 2022 und 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 20222040 Jugendquotient: 29,034,9 Altenquotient: 48,747,6 Gesamtquotient: 77,782,5 Durchschnittsalter: 47,945,6 Billeter-Maß: -1,08-0,77 Amt für Stadtentwicklung | 47 Knielingen In Knielingen betrug der Bevölkerungsbestand zum 31.12.2022 etwas mehr als 11.400 Personen (Hauptwohnsitz ohne LEA). Der Prognose zufolge wird die Anzahl der Bevölkerung dort bis 2040 auf rund 12.900 Personen anwachsen (+1.500 Personen | +12,4 %). Damit ist in Knielingen künftig, bezogen auf die jeweilige Einwohnerzahl, von einem ähnlichen Bevölkerungswachstum wie im gesamtstädtischen Durchschnitt auszugehen. Zwischen 2022 und 2040 wird die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner dort gemittelt um etwa +80 Personen pro Jahr zunehmen. Das entspricht einem jährlichen durchschnittlichen relativen Wachstum von +0,7 % (siehe Abbildung 5.31). Für Karlsruhe insgesamt rechnet die Prognose bis 2040 im Mittel pro Jahr mit einem Plus in Höhe von +2.200 Personen beziehungsweise +0,7 %. Aktuell ist Knielingen ein Stadtteil, in dem die Altersstruktur relativ ähnlich ist wie im gesamtstädtischen Durchschnitt. Unterschiede bestehen im Wesentlichen darin, dass in Knielingen die Altersgruppen im Studierenden- und Ausbildungsalter (18 bis unter 25 Jahre) sowie im Bereich der Berufseinsteiger (25 bis unter 30 Jahre) nicht ganz so stark besetzt sind, wie in Karlsruhe insgesamt. Dafür sind in Knielingen, bedingt durch die in jüngster Vergangenheit erfolgte Erstbesiedelung des Konversionsgebiets Knielingen 2.0, die Anteile von Altersgruppen im Alter der Familiengründungs- und -konsolidierungsphase (30- bis unter 45-Jährige und Kinder unter 18 Jahren) im stadtweiten Vergleich stärker vertreten (siehe Abbildung 5.3). Die erst kürzlich abgeschlossene Neuaufsiedlung des Konversionsgebiets Knielingen 2.0 mit vergleichsweise hohen Immobilieneigen- tümerquoten und vielen Familien mit Kindern mit geringer Umzugsneigung führt dazu, dass künftig der Bevölkerungsumsatz in Knielingen nicht mehr so hoch sein wird. In Folge altern viele der heute in Knielingen lebenden Haushalte während des Prognose- zeitraums bis 2040 in ihren angestammten Wohnverhältnissen. Absolut wird die Zahl der Bevölkerung in Knielingen zwischen 2022 und 2040 in den Altersgruppen der 45- bis unter 65-Jährigen und der 65- bis unter 85-Jährigen stark um jeweils etwa +500 Personen zunehmen. Die Zahl der unter 18-Jährigen wird im gleichen Zeitraum sogar um etwa um -200 Personen zurückgehen (siehe Abbildung 5.32). Je nach Altersgruppe entspricht dies einem prozentualen Rückgang zwischen -13,9 % (6- bis unter 10-Jährige) und -5,9 % (10- bis unter 18-Jährige). Relativ am stärksten wachsen werden im Prognosezeitraum in Knielingen die 65- bis unter 85- Jährigen (+28,3 %) und die 85-Jährigen und Älteren (+33,0 %). Der Wert des Jugendquotienten wird in Knielingen demzufolge von aktuell (2022) 32,5 auf 26,7 im Jahr 2040 spürbar zurückgehen. Gleichzeitig steigt der Altenquotient dort im gleichen Zeitraum von 29,3 auf 33,2 und damit stärker als im stadtweiten Durchschnitt. Dies schlägt sich dann auch in einem Anstieg des Durchschnittsalters in Knielingen von 42,0 Jahren (2022) auf 44,1 Jahre (2040) nieder (siehe Abbildung 5.33), während für Karlsruhe insgesamt von einem leichten Rückgang des Durchschnittsalters von 42,9 (2022) auf 42,7 Jahre (2040) auszugehen ist . 8.842 11.094 11.438 12.857 0 2.000 4.000 6.000 8.000 10.000 12.000 14.000 200620072008200920102011201220132014201520162017201820192020202120222023202420252026202720282029203020312032203320342035203620372038 2039 2040 Jahr BestandPrognose 2006 –2019 jährl. Durchschnitt: +173 Personen bzw. +1,8% 2022–2040 jährl. Durchschnitt: +79 Personen bzw. +0,7% 2019–2022 jährl. Durchschnitt: +115 Personen bzw. +1,0% Abbildung 5.31 1LEA= Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Anzahl Personen Bevölkerungsentwicklung in Knielingen 2006 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 | Prognosewerte ab 2023 48 | Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2024 -26 -46 -69 -51 190 150 138 534 505 95 -2000200400600 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter -7,2 -12,4 -13,9 -5,9 23,4 19,7 5,2 17,5 28,3 33,0 -20-100102030 40 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter Altersgruppen 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Altersgruppen % Veränderungder Personenzahl in ProzentVeränderungder Personenzahl Abbildung 5.32 Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung in Knielingen zwischen 2022 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 Anzahl der Personen 05001.0001.500 0 bis unter 5 5 bis unter 10 10 bis unter 15 15 bis unter 20 20 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 35 35 bis unter 40 40 bis unter 45 45 bis unter 50 50 bis unter 55 55 bis unter 60 60 bis unter 65 65 bis unter 70 70 bis unter 75 75 bis unter 80 80 bis unter 85 85 bis unter 90 90 und älter Anzahl der Personen 2040 2022 Abbildung 5.33 Altersgruppen Hinweise zu den Indikatoren: Jugendquotient:Anzahl 0-bis 19-Jährige je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Altenquotient:Anzahl 65-Jährige oder Ältere je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Gesamtquotient: Summe von Jugend -und Altenquotient, zu interpretieren als Anzahl der Personen im nichterwerbsfähigen Alter je 100 Personen im erwerbsfähigen Alter. Billeter-Maß:Differenz der jungen (0 bis 14 Jahre) zur älteren (50 Jahre oder älter) Bevölkerung, bezogen auf die mittlere (15 bis 49 Jahre) Bevölkerung. Je demographisch jünger (älter) eine Bevölkerung ist, desto höher (niedriger) ist der Indikatorwert (koparativ-statische Aussage). Steigende (sinkende) Indikatorwerte im Zeitverlauf zeigen eine demographische Verjüngung (Alterung) an (dynamische Aussage). 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA2040 Altersstruktur der Bevölkerung in Knielingen 2022 und 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 20222040 Jugendquotient: 32,526,7 Altenquotient: 29,333,2 Gesamtquotient: 61,759,9 Durchschnittsalter: 42,044,1 Billeter-Maß: -0,50-0,63 Amt für Stadtentwicklung | 49 Grünwinkel In Grünwinkel betrug der Bevölkerungsbestand zum 31.12.2022 annähernd 10.900 Personen (Hauptwohnsitz ohne LEA). Der Prognose zufolge wird die Anzahl der Bevölkerung dort bis 2040 auf etwas mehr als 12.200 Personen anwachsen (+1.300 Personen | +12,4 %). Damit ist in Grünwinkel künftig, bezogen auf die jeweilige Einwohnerzahl, von einem ähnlichen Bevölkerungswachstum wie im gesamtstädtischen Durchschnitt auszugehen. Zwischen 2022 und 2040 wird die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner dort gemittelt um etwa +80 Personen pro Jahr zunehmen. Das entspricht einem jährlichen durchschnittlichen relativen Wachstum von +0,7 % (siehe Abbildung 5.34 ). Für Karlsruhe insgesamt rechnet die Prognose bis 2040 im Mittel pro Jahr mit einem Plus in Höhe von +2.200 Personen beziehungsweise +0,7 %. Aktuell (2022) ist die Bevölkerung in Grünwinkel im Durchschnitt mit 44,6 Jahren etwas älter als in Karlsruhe insgesamt (42,9 Jahre). Im Gegensatz zur Gesamtstadt sind in Grünwinkel im mittleren Alterssegment (20 bis unter 65 Jahre) die Altersgruppen der 50- bis unter 65-Jährigen am stärksten besetzt und nicht die 20- bis unter 35-Jährigen (siehe Abbildung 5.36). Zudem sind in Grünwinkel, im Vergleich zum Karlsruher Durchschnitt sowohl die jungen (unter 20 Jahre) als auch die älteren Jahrgänge (65 Jahre und älter) relativ stark vertreten, weswegen im Jahr 2022 sowohl der Jugend- als auch der Altenquotient von Grünwinkel mit 32,2 beziehungsweise 37,6 über den gesamtstädtischen Werten lag (Jugendquotient Karlsruhe 2022: 26,2 | Altenquotient Karlsruhe 2022: 30,2). Während in Grünwinkel bei den jüngeren Jahrgängen unter 18 Jahren zukünftig bis zum Jahr 2040 kaum Veränderungen in der Zahl der Bevölkerung zu erwarten sind, werden die Altersgruppen ab 18 Jahren Bevölkerungsgewinne verzeichnen. Absolut am stärksten wird die Zunahme der Bevölkerung in Grünwinkel zwischen 2022 und 2040 mit etwa +400 Personen im Zuge der fortschreitenden Alterung der Baby-Boom-Generation in der Altersgruppe der 65- bis unter 85-Jährigen ausfallen. Das entspricht einer relativen Zunahme von 18,5 %. Prozentual dürften die Bevölkerungsgewinne bei den unter den 18- bis unter 30-Jährigen ausfallen mit rund 21 % sogar noch etwas höher sein. Die errechnete Zunahme der Hochbetagten (85 Jahr und älter) bis zum Jahr 2040 in Höhe von etwas über +100 Personen, die sich in erster Linie aus der heute bestehenden Altersstruktur im Stadtteil ergibt, bedeutet eine relative Zunahme um 26,0 % (siehe Abbildung 5.35). Die auch im mittleren Alterssegment stattfindende Bevölkerungszunahme wird, trotz Bevölkerungsgewinnen in den Altersgruppen über 65 Jahren die demographische Alterung in Grünwinkel bis zum Jahr 2040 in Grenzen halten. In der Konsequenz wird der Altenquotient in Grünwinkel bis 2040 leicht von 37,6 auf 39,9 ansteigen, während der Jugendquotient von 32,2 auf 29,2 abnehmen wird. 10.143 10.766 10.891 12.240 0 2.000 4.000 6.000 8.000 10.000 12.000 14.000 200620072008200920102011201220132014201520162017201820192020202120222023202420252026202720282029203020312032203320342035203620372038 2039 2040 Jahr BestandPrognose 2006 –2019 jährl. Durchschnitt: +48 Personen bzw. +0,5% 2022–2040 jährl. Durchschnitt: +75 Personen bzw. +0,7% 2019–2022 jährl. Durchschnitt: +42 Personen bzw. +0,4% Abbildung 5.34 1LEA= Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Anzahl Personen Bevölkerungsentwicklung in Grünwinkel 2006 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 | Prognosewerte ab 2023 50 | Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2024 24 -12 7 0 169 137 313 238 373 102 -1000100200300400 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter 8,4 -3,6 1,6 0,0 21,3 21,1 14,7 7,8 18,5 26,0 -1001020 30 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter Altersgruppen 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Altersgruppen % Veränderungder Personenzahl in ProzentVeränderungder Personenzahl Abbildung 5.35 Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung in Grünwinkel zwischen 2022 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 Anzahl der Personen 02004006008001.000 0 bis unter 5 5 bis unter 10 10 bis unter 15 15 bis unter 20 20 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 35 35 bis unter 40 40 bis unter 45 45 bis unter 50 50 bis unter 55 55 bis unter 60 60 bis unter 65 65 bis unter 70 70 bis unter 75 75 bis unter 80 80 bis unter 85 85 bis unter 90 90 und älter Anzahl der Personen 2040 2022 Abbildung 5.36 Altersgruppen Hinweise zu den Indikatoren: Jugendquotient:Anzahl 0-bis 19 -Jährige je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Altenquotient:Anzahl 65-Jährige oder Ältere je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Gesamtquotient:Summe von Jugend-und Altenquotient, zu interpretieren als Anzahl der Personen im nichterwerbsfähigen Alter je 100 Personen im erwerbsfähigen Alter. Billeter-Maß:Differenz der jungen (0 bis 14 Jahre) zur älteren (50 Jahre oder älter) Bevölkerung, bezogen auf die mittlere (15 bis 49 Jahre) Bevölkerung. Je demographisch jünger (älter) eine Bevölkerung ist, desto höher (niedriger) ist der Indikatorwert (koparativ-statische Aussage). Steigende (sinkende) Indikatorwerte im Zeitverlauf zeigen eine demographische Verjüngung (Alterung) an (dynamische Aussage). 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA2040 Altersstruktur der Bevölkerung in Grünwinkel 2022 und 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 20222040 Jugendquotient: 32,229,3 Altenquotient: 37,639,9 Gesamtquotient: 69,869,1 Durchschnittsalter: 44,645,2 Bil leter-Maß: -0,72-0,70 Amt für Stadtentwicklung | 51 Oberreut In Oberreut betrug der Bevölkerungsbestand zum 31.12.2022 annähernd 10.000 Personen (Hauptwohnsitz ohne LEA). Der Prognose zufolge wird sich die Anzahl der Bevölkerung dort zukünftig kaum verändern und im Jahr 2040 fast 10.100 Personen betragen (+100 Personen | +1,0 %). Zwischen 2022 und 2040 wird die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner in Oberreut gemittelt um etwa +5 Personen pro Jahr zunehmen. Das entspricht einem jährlichen durchschnittlichen relativen Wachstum von +0,1% (siehe Abbildung 5.37). Für Karlsruhe insgesamt rechnet die Prognose bis 2040 im Mittel pro Jahr mit einem Plus in Höhe von +2.200 Personen beziehungsweise +0,7 %. Die annähernd stationäre Bevölkerungsentwicklung Oberreuts in den kommenden 20 Jahren beruht in erster Linie auf dem starken Erstbezug von neu gebauten Wohnungen in jüngster Vergangenheit sowie dem hohen Anteil an Reihen- und Doppelhäusern im Stadtviertel Oberreut Feldlage. Beides hat zur Folge, dass der Bevölkerungsumsatz im Zuge von Wanderungen und Umzügen in den kommenden Jahren relativ gering sein wird. Die Ende der 2010er und Anfang der 2020er Jahre in die neu gebauten Wohnungen eingezogenen Haushalte – zu nicht unerheblichen Teilen mit Familien mit Kindern – werden künftig zu großen Teilen in diesen Wohnungen wohnen bleiben, wobei viele der einstigen Kinder erwachsen und den elterlichen Haushalt verlassen werden. Gleichzeitig leben im Stadtviertel Oberreut – Feldlage überproportional viel Menschen im Alter zwischen 55 und 70 Jahren (Baby- Boom-Generation). Aufgrund der dortigen relativ hohen Immobilieneigentümerquote werden sehr viele dieser Haushalte noch viele Jahre in ihrem Wohneigentum wohnen bleiben, während deren durchschnittliche Haushaltsgröße tendenziell über die Jahre abnimmt. Im Zuge dessen wird der Jugendquotient in Oberreut zwischen 2022 und 2040 entgegen dem stadtweiten Trend leicht von 33,8 auf 29,6 abnehmen. Die in Oberreut zu erwartende demographische Alterung der Bevölkerung während des Prognosezeitraums wird aber in viel stärkerem Maße von der Zunahme der Bevölkerung ab 65 Jahren bestimmt werden. Durch das Hineinaltern der heute stark besetzten Jahrgänge der Baby-Boom-Generation in die Altersgruppen ab 65 Jahren, wird der Altenquotient in Oberreut von derzeit 38,5 (2022) sehr deutlich auf 51,0 im Jahr 2040 zunehmen (siehe Abbildung 5.39). Die dahinterstehenden altersstrukturellen Veränderungen sind gut in Abbildung 5.38 zu erkennen. Während die Zahl der Bevölkerung unter 65 Jahren bis 2040 in Oberreut abnimmt oder zumindest unverändert bleibt, sind Bevölkerungsgewinne nur in den Altersgruppen über 65 Jahren zu erwarten. Dabei sind die prozentualen Rückgänge vor allem bei den unter 18-Jährigen hoch (- 25,7 % bis -10,8 %). Die Zunahme bei den 65- bis unter 85-Jährigen wird rund +450 Personen betragen, was einem prozentualen Anstieg von 24,1 % entspricht. Die Zahl der Hochbetagten (85 Jahre und älter) wird der Prognose zufolge in Oberreut bis zum Jahr 2040 um 47,9 % beziehungsweise +150 Personen zunehmen. 9.931 10.019 9.972 10.071 0 2.000 4.000 6.000 8.000 10.000 12.000 200620072008200920102011201220132014201520162017201820192020202120222023202420252026202720282029203020312032203320342035203620372038 2039 2040 Jahr BestandPrognose 2006 –2019 jährl. Durchschnitt: +7 Personen bzw. +0,1% 2022–2040 jährl. Durchschnitt: +5 Personen bzw. +0,1% 2019–2022 jährl. Durchschnitt: -16 Personen bzw. -0,2% Abbildung 5.37 1LEA= Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Anzahl Personen Bevölkerungsentwicklung in Oberreut 2006 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 | Prognosewerte ab 2023 52 | Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2024 -44 -83 -74 -83 -11 7 -136 -92 459 156 -300-100100300500 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter -15,5 -25,7 -18,9 -10,8 -1,7 1,3 -6,8 -3,3 24,1 47,9 -50-40-30-20-10010203040 5060 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter Altersgruppen 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Altersgruppen % Veränderungder Personenzahl in ProzentVeränderungder Personenzahl Abbildung 5.38 Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung in Oberreut zwischen 2022 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 Anzahl der Personen 02004006008001.000 0 bis unter 5 5 bis unter 10 10 bis unter 15 15 bis unter 20 20 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 35 35 bis unter 40 40 bis unter 45 45 bis unter 50 50 bis unter 55 55 bis unter 60 60 bis unter 65 65 bis unter 70 70 bis unter 75 75 bis unter 80 80 bis unter 85 85 bis unter 90 90 und älter Anzahl der Personen 2040 2022 Abbildung 5.39 Altersgruppen Hinweise zu den Indikatoren: Jugendquotient:Anzahl 0-bis 19-Jährige je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Altenquotient:Anzahl 65-Jährige oder Ältere je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Gesamtquotient: Summe von Jugend -und Altenquotient, zu interpretieren als Anzahl der Personen im nichterwerbsfähigen Alter je 100 Personen im erwerbsfähigen Alter. Billeter-Maß:Differenz der jungen (0 bis 14 Jahre) zur älteren (50 Jahre oder älter) Bevölkerung, bezogen auf die mittlere (15 bis 49 Jahre) Bevölkerung. Je demographisch jünger (älter) eine Bevölkerung ist, desto höher (niedriger) ist der Indikatorwert (koparativ-statische Aussage). Steigende (sinkende) Indikatorwerte im Zeitverlauf zeigen eine demographische Verjüngung (Alterung) an (dynamische Aussage). 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA2040 Altersstruktur der Bevölkerung in Oberreut 2022 und 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 20222040 Jugendquotient: 33,829,6 Altenquotient: 38,551,0 Gesamtquotient: 72,380,6 Durchschnittsalter: 44,447,6 Billeter-Maß: -0,72-0,91 Amt für Stadtentwicklung | 53 Beiertheim-Bulach In Beiertheim-Bulach betrug der Bevölkerungsbestand zum 31.12.2022 etwa 7.000 Personen (Hauptwohnsitz ohne LEA). Der Prognose zufolge wird sich die Anzahl der Bevölkerung dort zukünftig kaum verändern und im Jahr 2040 noch immer 7.000 Personen betragen (-10 Personen | -0,1 %). Den Berechnungen zufolge ist also davon auszugehen, dass sich in Beiertheim-Bulach die Anzahl der Bevölkerung, anders als in der Gesamtstadt, innerhalb des Prognosezeitraums (2022 bis 2040) kaum verändern wird. Während für Karlsruhe insgesamt im Durchschnitt der Jahre 2022 bis 2040 ein prozentuales Wachstum von +0,7 % pro Jahr (etwa +2.200 pro Jahr) erwartet wird, wird sich die Anzahl der Bevölkerung in Beiertheim-Bulach in diesem Zeitraum kaum verändern (siehe Abbildung 5.40). Altersstrukturell wird sich die Zusammensetzung der Bevölkerung in Beiertheim-Bulach jedoch bis 2040 teils deutlich wandeln. Während Altersgruppen, die zu großen Teilen als Familien mit Kindern zusammenleben (0 bis unter 10 Jahre und 30 bis unter 45 Jahre) an Bevölkerung verlieren werden, wird die Zahl der Bevölkerung ab 65 Jahren sowie zwischen 18 bis unter 25 Jahren zunehmen (siehe Abbildung 5.41). Prozentual wird die Altersgruppe der 0- bis unter 3-Jährigen mit -24,2 % (-48 Personen) am stärksten schrumpfen, während bei den 18- bis unter 35-Jährigen sowie den ab 85-Jährigen das relative Wachstum mit +27,7 % (+150 Personen) beziehungsweise +24.7 % (+50 Personen) am stärksten sein wird. Aktuell (2022) ist die Altersstruktur in Beiertheim-Bulach sehr ähnlich wie im gesamtstädtischen Durchschnitt. Während sich allerdings in Karlsruhe die Altersstruktur bis 2040 nur vergleichsweise wenig verändern wird, bewirken die oben beschriebenen künftigen altersstrukturellen Verschiebungen in Beiertheim-Bulach, dass die Bevölkerung dort etwas stärker demographisch altern wird als in Karlsruhe insgesamt (siehe Abbildung 5.42). Vor allem wird der Altenquotient in Beiertheim-Bulach zwischen 2022 und 2040 stärker als in der Gesamtstadt ansteigen (von 30,9 auf 35,7). Der Jugendquotient dagegen wird sich im Prognosezeitraum kaum verändern (2022: 25,4 | 2040: 25,2). Das Durchschnittsalter wird sich in Beiertheim-Bulach bis zum Jahr 2040 um ein Jahr von aktuell (2022) 43,8 auf 44,8 Jahre in 2040 erhöhen. Für die Gesamtstadt ist zu erwarten, dass das Durchschnittsalter quasi unverändert bei etwa 42,8 Jahren verharren wird. 6.406 6.992 7.006 7.000 0 1.000 2.000 3.000 4.000 5.000 6.000 7.000 8.000 200620072008200920102011201220132014201520162017201820192020202120222023202420252026202720282029203020312032203320342035203620372038 2039 2040 Jahr BestandPrognose 2006 –2019 jährl. Durchschnitt: +45 Personen bzw. +0,7% 2022–2040 jährl. Durchschnitt: 0 Personen bzw. -0,0% 2019–2022 jährl. Durchschnitt: +5 Personen bzw. +0,1% Abbildung 5.40 1LEA= Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Anzahl Personen Bevölkerungsentwicklung in Beiertheim-Bulach 2006 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 | Prognosewerte ab 2023 54 | Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2024 -48 -32 -19 35 150 -56 -208 4 125 43 -300-200-1000100200 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter -24,2 -17,6 -8,4 8,8 27,7 -10,0 -13,3 0,2 10,3 24,7 -40-30-20-100102030 40 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter Altersgruppen 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Altersgruppen % Veränderungder Personenzahl in ProzentVeränderungder Personenzahl Abbildung 5.41 Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung in Beiertheim-Bulach zwischen 2022 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 Anzahl der Personen 0200400600800 0 bis unter 5 5 bis unter 10 10 bis unter 15 15 bis unter 20 20 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 35 35 bis unter 40 40 bis unter 45 45 bis unter 50 50 bis unter 55 55 bis unter 60 60 bis unter 65 65 bis unter 70 70 bis unter 75 75 bis unter 80 80 bis unter 85 85 bis unter 90 90 und älter Anzahl der Personen 2040 2022 Abbildung 5.42 Altersgruppen Hinweise zu den Indikatoren: Jugendquotient:Anzahl 0-bis 19 -Jährige je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Altenquotient:Anzahl 65-Jährige oder Ältere je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Gesamtquotient:Summe von Jugend-und Altenquotient, zu interpretieren als Anzahl der Personen im nichterwerbsfähigen Alter je 100 Personen im erwerbsfähigen Alter. Billeter-Maß:Differenz der jungen (0 bis 14 Jahre) zur älteren (50 Jahre oder älter) Bevölkerung, bezogen auf die mittlere (15 bis 49 Jahre) Bevölkerung. Je demographisch jünger (älter) eine Bevölkerung ist, desto höher (niedriger) ist der Indikatorwert (koparativ-statische Aussage). Steigende (sinkende) Indikatorwerte im Zeitverlauf zeigen eine demographische Verjüngung (Alterung) an (dynamische Aussage). 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA2040 Altersstruktur der Bevölkerung in Beiertheim-Bulach 2022 und 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 20222040 Jugendquotient: 25,425,2 Altenquotient: 30,935,7 Gesamtquotient: 56,360,9 Durchschnittsalter: 43,844,8 Bil leter-Maß: -0,64-0,70 Amt für Stadtentwicklung | 55 Weiherfeld-Dammerstock In Weiherfeld-Dammerstock betrug der Bevölkerungsbestand zum 31.12.2022 annähernd 5.900 Personen (Hauptwohnsitz ohne LEA). Der Prognose zufolge wird die Anzahl der Bevölkerung dort bis 2040 auf fast 6.400 Personen anwachsen (etwa +500 Personen | +9,0 %). Damit ist in Weiherfeld-Dammerstock künftig, bezogen auf die jeweilige Einwohnerzahl, von einem etwas geringeren Bevölkerungs- wachstum als im gesamtstädtischen Durchschnitt auszugehen. Zwischen 2022 und 2040 wird die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner dort gemittelt um etwa +30 Personen pro Jahr zunehmen. Das entspricht einem jährlichen durchschnittlichen relativen Wachstum von +0,5 % (siehe Abbildung 5.43). Für Karlsruhe insgesamt rechnet die Prognose bis 2040 im Mittel pro Jahr mit einem Plus in Höhe von +2.200 Personen beziehungsweise +0,7 %. Dabei ist zu beachten, dass der leichte Bevölkerungsanstieg in Weiherfeld-Dammerstock den Berechnungen und Annahmen zufolge erst in der zweiten Prognosehälfte stattfinden wird. Zuvor wird sich die Zahl der Bevölkerung in Weiherfeld-Dammerstock bis etwa zum Jahr 2030 kaum verändern. Weiherfeld-Dammerstock ist aktuell (2022) ein demographisch vergleichsweise alter Stadtteil, weil dort der Anteil der älteren Bevölkerung ab 65 Jahren relativ hoch ist. Der Altenquotient betrug im Jahr 2022 in Weiherfeld-Dammerstock 50,8 (Altenquotient Karlsruhe insgesamt 2022: 30,2). Gleichzeitig liegt der Jugendquotient in Weiherfeld-Dammerstock mit 29,8 sogar etwas über dem Karlsruher Mittel (Jugendquotient Karlsruhe insgesamt 2022: 26,2). Das Billeter-Maß, das alle drei Altersgruppen (junge, mittlere, ältere Bevölkerung) zueinander in Beziehung setzt, ist aktuell (2022) in Weiherfeld-Dammerstock mit -1,03 beinahe doppelt so hoch, wie für Karlsruhe insgesamt (-0,56). Auch beim Indikator Durchschnittsalter sticht Weiherfeld-Dammerstock mit einem Wert von aktuell 48,4 Jahren als demographisch alter Stadtteil hervor (Karlsruhe insgesamt: 42,9 Jahre). Innerhalb des Prognosezeitraums wird sich in Weiherfeld-Dammerstock ein Generationenwechsel vollziehen. Die aktuell relativ stark besetzte Altersgruppe der ab 85-Jährigen wird künftig bis zum Jahr 2040 sehr deutlich Bevölkerung verlieren (etwa -180 Personen | -43,8 %). In allen Altersgruppen ist mit Bevölkerungszuwächsen zu rechnen (siehe Abbildung 5.44). Bedingt durch den beschriebenen Generationenwechsel werden in Weiherfeld-Dammerstock vermehrt familiengeeignete Wohnungen frei werden. Daher wird dort künftig die Zahl der 30- bis unter 45-Jährigen (etwa +180 Personen) sowie der unter 18-Jährigen deutlich zunehmen (etwa +260 Personen). Für die Altersgruppe der 0- bis unter 3- Jährigen bedeutet dies eine relative Bevölkerungszunahme von +34,0 %. Noch stärker wird der prozentuale Anstieg nur bei den 18- bis unter 25-Jährigen mit +38,5 % (etwa +130 Personen) ausfallen. Infolge dessen wird sich die Bevölkerung in Weiherfeld-Dammerstock insgesamt betrachtet deutlich demographisch verjüngen. Der Altenquotient wird zwischen 2022 und 2040 deutlich von 50,8 auf 40,7 sinken und der Jugendquotient von 29,8 auf 33,9 ansteigen. Dennoch wird Weiherfeld-Dammerstock aufgrund des weiterhin vergleichsweise hohen Anteils der ab 65-Jährigen ein im Karlsruher Vergleich demographisch alter Stadtteil bleiben. So wird das Durchschnittsalter im Prognosezeitraum von 48,4 auf 44,3 Jahre sinken; für Karlsruhe insgesamt berechnet die Prognose jedoch für das Jahr 20140 ein Durchschnittsalter von nur 42,7 Jahren. 6.017 5.941 5.870 6.397 0 1.000 2.000 3.000 4.000 5.000 6.000 7.000 200620072008200920102011201220132014201520162017201820192020202120222023202420252026202720282029203020312032203320342035203620372038 2039 2040 Jahr BestandPrognose 2006 –2019 jährl. Durchschnitt: -6 Personen bzw. -0,1% 2022–2040 jährl. Durchschnitt: +29 Personen bzw. +0,5% 2019–2022 jährl. Durchschnitt: -24 Personen bzw. -0,4% Abbildung 5.43 1LEA= Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Anzahl Personen Bevölkerungsentwicklung in Weiherfeld-Dammerstock 2006 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 | Prognosewerte ab 2023 56 | Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2024 47 39 48 123 131 76 184 39 16 -177 -250-200-150-100-50050100150200250 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter 34,0 26,6 23,3 33,2 38,5 24,2 17,0 2,4 1,3 -43,8 -60-50-40-30-20-100102030 4050 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter Altersgruppen 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Altersgruppen % Veränderungder Personenzahl in ProzentVeränderungder Personenzahl Abbildung 5.44 Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung in Weiherfeld-Dammerstock zwischen 2022 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 Anzahl der Personen 0200400600 0 bis unter 5 5 bis unter 10 10 bis unter 15 15 bis unter 20 20 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 35 35 bis unter 40 40 bis unter 45 45 bis unter 50 50 bis unter 55 55 bis unter 60 60 bis unter 65 65 bis unter 70 70 bis unter 75 75 bis unter 80 80 bis unter 85 85 bis unter 90 90 und älter Anzahl der Personen 2040 2022 Abbildung 5.45 Altersgruppen Hinweise zu den Indikatoren: Jugendquotient:Anzahl 0-bis 19 -Jährige je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Altenquotient:Anzahl 65-Jährige oder Ältere je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Gesamtquotient:Summe von Jugend-und Altenquotient, zu interpretieren als Anzahl der Personen im nichterwerbsfähigen Alter je 100 Personen im erwerbsfähigen Alter. Billeter-Maß:Differenz der jungen (0 bis 14 Jahre) zur älteren (50 Jahre oder älter) Bevölkerung, bezogen auf die mittlere (15 bis 49 Jahre) Bevölkerung. Je demographisch jünger (älter) eine Bevölkerung ist, desto höher (niedriger) ist der Indikatorwert (koparativ-statische Aussage). Steigende (sinkende) Indikatorwerte im Zeitverlauf zeigen eine demographische Verjüngung (Alterung) an (dynamische Aussage). 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA2040 Altersstruktur der Bevölkerung in Weiherfeld-Dammerstock 2022 und 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 20222040 Jugendquotient: 29,833,9 Altenquotient: 50,840,7 Gesamtquotient: 80,674,6 Durchschnittsalter: 48,444,3 Bil leter-Maß: -1,03-0,65 Amt für Stadtentwicklung | 57 Rüppurr In Rüppurr betrug der Bevölkerungsbestand zum 31.12.2022 annähernd 10.800 Personen (Hauptwohnsitz ohne LEA). Der Prognose zufolge wird sich die Anzahl der Bevölkerung dort zukünftig kaum verändern und im Jahr 2040 etwa 11.250 Personen betragen (etwa +450 Personen | +4,0 %). Zwischen 2022 und 2040 wird die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner in Rüppurr gemittelt um etwa +25 Personen pro Jahr zunehmen. Das entspricht einem jährlichen durchschnittlichen relativen Wachstum von +0,2 % (siehe Abbildung 5.46). Für Karlsruhe insgesamt rechnet die Prognose bis 2040 im Mittel pro Jahr mit einem Plus in Höhe von +2.200 Personen beziehungsweise +0,7 %. In Rüppurr leben aktuell, verglichen mit den Verhältnissen in der Gesamtstadt, relativ viele Menschen im typischen Alter der Familienkonsolidierung (50 bis unter 65 Jahren). Bezüglich ihres Wanderungsverhaltens gelten diese Altersgruppen als relativ sesshaft, weshalb in Rüppurr der Bevölkerungsumschlag durch Zu- und Fortzüge künftig vergleichsweise verhalten sein wird. Dies bedeutet zugleich, dass sich die künftigen Veränderungen der Altersstruktur zu einem großen Teil aus der aktuell bestehenden Alterszusammensetzung im Stadtteil ergeben. Wie Abbildung 5.47 zeigt, werden die altersstrukturellen Veränderungen in Rüppurr bis 2040 sowohl absolut als auch prozentual moderat ausfallen. Bezogen auf die aktuelle Besetzung der Altersgruppe wird der Anstieg bei den 18- bis unter 25-Jährigen mit +15,7 % (etwa +100 Personen) am stärksten sein. Rückgänge sind in den aktuell stark besetzten Altersgruppen der 45- bis unter 65-Jährigen (etwa -250 Personen | -7,7 %) sowie bei den ab 85-Jährigen (etwa -50 Personen | -9,7 %) zu erwarten. Insgesamt wird die Zahl der Personen im Alter der Familiengründungsphase (unter 6-Jährige sowie 30- bis unter 45-Jährige) sowie die Bevölkerung im potentiellen Studierenden- und Ausbildungsalter (18 bis unter 25 Jahre) in Rüppurr bis zum Jahr 2040 leicht zunehmen. Im Zuge dessen steigt einerseits der Jugendquotient innerhalb des Prognosezeitraums (2022 bis 2040) in Rüppurr leicht von 31,7 auf 34,6 an. Andererseits wird durch die Zunahme der Zahl der Bevölkerung in den mittleren Altersgruppen der demographische Alterungseffekt, der sich aus der Zunahme der 65- bis unter 85-Jährigen ergibt, abgemildert und der Altersquotient steigt lediglich moderat von 43,3 auf 46,2. Insgesamt sinkt das Durchschnittsalter in Rüppurr bis 2040 sogar von derzeit (2022) 46,4 Jahren auf 45,5 Jahre im Jahr 2040 (Durchschnittsalter Karlsruhe insgesamt 2040: 42,7 Jahre). 10.178 10.877 10.820 11.252 0 2.000 4.000 6.000 8.000 10.000 12.000 200620072008200920102011201220132014201520162017201820192020202120222023202420252026202720282029203020312032203320342035203620372038 2039 2040 Jahr BestandPrognose 2006 –2019 jährl. Durchschnitt: +54 Personen bzw. +0,5% 2022–2040 jährl. Durchschnitt: +24 Personen bzw. +0,2% 2019–2022 jährl. Durchschnitt: -19 Personen bzw. -0,2% Abbildung 5.46 1LEA= Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Anzahl Personen Bevölkerungsentwicklung in Rüppurr 2006 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 | Prognosewerte ab 2023 58 | Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2024 29 30 23 81 113 -1 205 -243 243 -47 -400-2000200400 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter 11,0 10,7 5,8 9,9 15,7 -0,2 10,8 -7,7 11,1 -9,7 -20-10010 20 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter Altersgruppen 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Altersgruppen % Veränderungder Personenzahl in ProzentVeränderungder Personenzahl Abbildung 5.47 Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung in Rüppurr zwischen 2022 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 Anzahl der Personen 02004006008001.000 0 bis unter 5 5 bis unter 10 10 bis unter 15 15 bis unter 20 20 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 35 35 bis unter 40 40 bis unter 45 45 bis unter 50 50 bis unter 55 55 bis unter 60 60 bis unter 65 65 bis unter 70 70 bis unter 75 75 bis unter 80 80 bis unter 85 85 bis unter 90 90 und älter Anzahl der Personen 2040 2022 Abbildung 5.48 Altersgruppen Hinweise zu den Indikatoren: Jugendquotient:Anzahl 0-bis 19 -Jährige je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Altenquotient:Anzahl 65-Jährige oder Ältere je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Gesamtquotient:Summe von Jugend-und Altenquotient, zu interpretieren als Anzahl der Personen im nichterwerbsfähigen Alter je 100 Personen im erwerbsfähigen Alter. Billeter-Maß:Differenz der jungen (0 bis 14 Jahre) zur älteren (50 Jahre oder älter) Bevölkerung, bezogen auf die mittlere (15 bis 49 Jahre) Bevölkerung. Je demographisch jünger (älter) eine Bevölkerung ist, desto höher (niedriger) ist der Indikatorwert (koparativ-statische Aussage). Steigende (sinkende) Indikatorwerte im Zeitverlauf zeigen eine demographische Verjüngung (Alterung) an (dynamische Aussage). 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA2040 Altersstruktur der Bevölkerung in Rüppurr 2022 und 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 20222040 Jugendquotient: 31,734,6 Altenquotient: 43,346,2 Gesamtquotient: 75,180,8 Durchschnittsalter: 46,445,5 Bil leter-Maß: -0,90-0,75 Amt für Stadtentwicklung | 59 Waldstadt In der Waldstadt betrug der Bevölkerungsbestand zum 31.12.2022 fast 12.100 Personen (Hauptwohnsitz ohne LEA). Der Prognose zufolge wird die Anzahl der Bevölkerung dort bis 2040 auf fast 13.300 Personen anwachsen (etwa +1.200 Personen | +9,9 %). Damit ist in der Waldstadt künftig, bezogen auf die jeweilige Einwohnerzahl, von einem etwas geringeren Bevölkerungswachstum als im gesamtstädtischen Durchschnitt auszugehen. Zwischen 2022 und 2040 wird die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner dort gemittelt um etwa +70 Personen pro Jahr zunehmen. Das entspricht einem jährlichen durchschnittlichen relativen Wachstum von +0,5 % (siehe Abbildung 5.49). Für Karlsruhe insgesamt rechnet die Prognose bis 2040 im Mittel pro Jahr mit einem Plus in Höhe von +2.200 Personen beziehungsweise +0,7 %. Dabei ist zu beachten, dass der leichte Bevölkerungsanstieg in der Waldstadt den Berechnungen und Annahmen zufolge erst in der zweiten Prognosehälfte stattfinden wird. Zuvor wird sich die Zahl der Bevölkerung in der Waldstadt bis etwa zum Jahr 2030 kaum verändern. Aktuell (2022) ist in der Waldstadt der Anteil der jüngeren Bevölkerung unter 18 Jahren (Jugendquotient: 32,7) vor allem aber auch der Anteil der Bevölkerung im Alter von 65 Jahren und älter (Altenquotient: 42,8) im Vergleich zur Gesamtstadt vergleichsweise hoch (Karlsruhe insgesamt 2022: Jugendquotient 26,2 | Altenquotient 30,2). Das eben beschriebene leichte Bevölkerungswachstum in der Waldstadt in der zweiten Prognosehälfte beruht den Prognoseannahmen zufolge stark auf Wanderungsgewinnen von Bevölkerung im mittleren Alterssegment zwischen 30 bis unter 65 Jahren im Zuge von geplanten Wohnbauvorhaben (etwa +850 Personen; siehe Abbildung 5.50). In den aktuell vergleichsweise stark besetzten Altersgruppen über 65 Jahren werden die Bevölkerungszahlen in der Waldstadt bis 2040 im Zuge des Generationenwechsels sogar leicht zurückgehen und Wohnungen für jüngere Altersgruppen frei werden. In der Folge wird der Jugendquotient trotz leicht steigender Bevölkerungszahlen im Segment der unter 18-Jährigen bis zum Jahr 2040 in der Waldstadt (etwa +200 Personen) künftig unverändert bleiben, weil die Bevölkerung im mittleren Alterssegment ebenfalls deutlich anwächst (siehe Abbildung 5.51). Der Altenquotient wird hingegen bis zum Jahr 2040 auf einen Wert von 35,3 Jahre zurückgehen. Insgesamt wird dies dazu führen, dass das Durchschnittsalter in der Waldstadt im Prognosezeitraum (2022 bis 2040) von 44,9 auf 43,1 Jahre sinken wird. Es ist also künftig für die Waldstadt von einer demographischen Verjüngung auszugehen, die dazu führen wird, dass der Stadtteil am Ende des Prognosezeitraums demographisch ähnlich alt ist, wie die Bevölkerung in der Gesamtstadt (Durchschnittsalter Karlsruhe insgesamt 2040: 42,7 Jahre). 12.184 12.397 12.075 13.274 0 2.000 4.000 6.000 8.000 10.000 12.000 14.000 200620072008200920102011201220132014201520162017201820192020202120222023202420252026202720282029203020312032203320342035203620372038 2039 2040 Jahr BestandPrognose 2006 –2019 jährl. Durchschnitt: +16 Personen bzw. +0,1% 2022–2040 jährl. Durchschnitt: +67 Personen bzw. +0,5% 2019–2022 jährl. Durchschnitt: -107 Personen bzw. -0,9% Abbildung 5.49 1LEA= Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Anzahl Personen Bevölkerungsentwicklung in der Waldstadt 2006 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 | Prognosewerte ab 2023 60 | Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2024 87 52 46 111 54 167 512 320 -80 -69 -2000200400600 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter 30,7 16,0 10,1 12,2 4,8 22,3 22,8 10,5 -3,3 -13,0 -20-100102030 40 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter Altersgruppen 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Altersgruppen % Veränderungder Personenzahl in ProzentVeränderungder Personenzahl Abbildung 5.50 Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung in der Waldstadt zwischen 2022 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 Anzahl der Personen 02004006008001.000 0 bis unter 5 5 bis unter 10 10 bis unter 15 15 bis unter 20 20 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 35 35 bis unter 40 40 bis unter 45 45 bis unter 50 50 bis unter 55 55 bis unter 60 60 bis unter 65 65 bis unter 70 70 bis unter 75 75 bis unter 80 80 bis unter 85 85 bis unter 90 90 und älter Anzahl der Personen 2040 2022 Abbildung 5.51 Altersgruppen Hinweise zu den Indikatoren: Jugendquotient:Anzahl 0-bis 19-Jährige je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Altenquotient:Anzahl 65-Jährige oder Ältere je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Gesamtquotient:Summe von Jugend-und Altenquotient, zu interpretieren als Anzahl der Personen im nichterwerbsfähigen Alter je 100 Personen im erwerbsfähigen Alter. Billeter-Maß:Differenz der jungen (0 bis 14 Jahre) zur älteren (50 Jahre oder älter) Bevölkerung, bezogen auf die mittlere (15 bis 49 Jahre) Bevölkerung. Je demographisch jünger (älter) eine Bevölkerung ist, desto höher (niedriger) ist der Indikatorwert (koparativ-statische Aussage). Steigende (sinkende) Indikatorwerte im Zeitverlauf zeigen eine demographische Verjüngung (Alterung) an (dynamische Aussage). 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA2040 Altersstruktur der Bevölkerung in der Waldstadt 2022 und 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 20222040 Jugendquotient: 32,732,6 Altenquotient: 42,835,3 Gesamtquotient: 75,467,9 Durchschnittsalter: 44,943,1 Billeter-Maß: -0,70-0,55 Amt für Stadtentwicklung | 61 Rintheim In Rintheim betrug der Bevölkerungsbestand zum 31.12.2022 etwas mehr als 6.250 Personen (Hauptwohnsitz ohne LEA). Der Prognose zufolge wird die Anzahl der Bevölkerung dort bis 2040 auf rund 6.850 Personen anwachsen (+600 Personen | +9,4 %). Damit ist in Rintheim künftig, bezogen auf die jeweilige Einwohnerzahl, von einem etwas geringeren Bevölkerungswachstum als im gesamtstädtischen Durchschnitt auszugehen. Zwischen 2022 und 2040 wird die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner dort gemittelt um etwa +30 Personen pro Jahr zunehmen. Das entspricht einem jährlichen durchschnittlichen relativen Wachstum von +0,5 % (siehe Abbildung 5.52). Für Karlsruhe insgesamt rechnet die Prognose bis 2040 im Mittel pro Jahr mit einem Plus in Höhe von +2.200 Personen beziehungsweise +0,7 %. Aktuell ist Rintheim ein Stadtteil, in dem die Altersstruktur relativ ähnlich ist wie im gesamtstädtischen Durchschnitt. Unterschiede bestehen im Wesentlichen darin, dass in Rintheim die Altersgruppen im Alter der Familiengründungs- und -konsolidierungsphase (30- bis unter 55-Jährige und Kinder unter 18 Jahren) im stadtweiten Vergleich stärker vertreten (siehe Abbildung 5.54), was eng mit dem vergleichsweise deutlichen Bevölkerungsanstieg in Rintheim zwischen 2015 und 2018 zusammenhängt. Zudem liegt der Anteil der Bevölkerung über 65 Jahren in Rintheim etwas übe dem städtischen Durchschnitt. Sowohl der Jungend- (32,9) als auch der Altersquotient ( 32,8) liegen in Rintheim aktuell (2022) etwas über dem Karlsruher Durchschnitt (Karlsruhe insgesamt 2022: Jugendquotient: 26,2 | Altenquotient: 30,2). Da zukünftig in Rintheim nur wenige neue Wohnungen entstehen werden und die Immobilieneigentümerquote insbesondere in Alt- Rintheim vergleichsweise hoch ist, wird der Bevölkerungsumsatz im Zuge von Wanderungen und Umzügen dort künftig nicht sehr hoch sein. Daher werden sich die zu erwartenden Veränderungen der altersstrukturellen Zusammensetzung der Rintheimer Bevölkerung im Wesentlichen aus der heute bestehenden Altersstruktur und dem demographischen Altern im Bestand ergeben. Abbildung 5.53 zeigt, dass sich die Zahl der Bevölkerung in den Altersgruppen unter 30 Jahren zwischen 2022 und 2040 kaum verändern wird. Lediglich bei den 18- bis unter 25-Jährigen errechnet die Prognose in diesem Zeitraum einen Rückgang von rund -1 00 Personen (-15,8 %). Deutliche Zunahmen zwischen +100 und +300 Personen sind im Prognosezeitraum (2022 bis 204) in den Altersgruppen ab 30 Jahren zu erwarten. Prozentual werden besonders die 85-Jährigen und Älteren mit einem Plus von 47,3 % (etwa +100 Personen) stark zunehmen. Das führt dazu, dass in Rintheim von einer stärkeren demographischen Alterung der Bevölkerung zwischen 2022 und 2040 ausgegangen werden muss als in der Gesamtstadt. Der Jugendquotient wird demnach von 32,9 (2022) auf 29,7 (2040) sinken, während der Altenquotient im gleichen Zeitraum von 32,8 (2022) auf 36,9 (2040) vergleichsweise deutlich ansteigen wird. In der Konsequenz wird das dazu führen, dass sich das Durchschnittsalter der Rintheimer Bevölkerung von derzeit (2022) 42,2 Jahren auf 44,4 Jahre erhöhen wird. In Karlsruhe dagegen ist davon auszugehen, dass das Durchschnittsalter im Prognosezeitraum relativ unverändert bei etwa 42,8 Jahren verharren wird. 5.562 6.384 6.257 6.843 0 1.000 2.000 3.000 4.000 5.000 6.000 7.000 8.000 200620072008200920102011201220132014201520162017201820192020202120222023202420252026202720282029203020312032203320342035203620372038 2039 2040 Jahr BestandPrognose 2006 –2019 jährl. Durchschnitt: +63 Personen bzw. +1,1% 2022–2040 jährl. Durchschnitt: +33 Personen bzw. +0,5% 2019–2022 jährl. Durchschnitt: -42 Personen bzw. -0,7% Abbildung 5.52 1LEA= Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Anzahl Personen Bevölkerungsentwicklung in Rintheim 2006 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 | Prognosewerte ab 2023 62 | Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2024 24 8 -21 7 -110 - 7 134 272 190 90 -200-1000100200300 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter 16,7 4,5 -8,4 1,4 -15,8 -1,5 10,7 17,6 18,2 47,3 -30-20-1001020304050 60 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter Altersgruppen 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Altersgruppen % Veränderungder Personenzahl in ProzentVeränderungder Personenzahl Abbildung 5.53 Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung in Rintheim zwischen 2022 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 Anzahl der Personen 0200400600 0 bis unter 5 5 bis unter 10 10 bis unter 15 15 bis unter 20 20 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 35 35 bis unter 40 40 bis unter 45 45 bis unter 50 50 bis unter 55 55 bis unter 60 60 bis unter 65 65 bis unter 70 70 bis unter 75 75 bis unter 80 80 bis unter 85 85 bis unter 90 90 und älter Anzahl der Personen 2040 2022 Abbildung 5.54 Altersgruppen Hinweise zu den Indikatoren: Jugendquotient:Anzahl 0-bis 19 -Jährige je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Altenquotient:Anzahl 65-Jährige oder Ältere je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Gesamtquotient:Summe von Jugend-und Altenquotient, zu interpretieren als Anzahl der Personen im nichterwerbsfähigen Alter je 100 Personen im erwerbsfähigen Alter. Billeter-Maß:Differenz der jungen (0 bis 14 Jahre) zur älteren (50 Jahre oder älter) Bevölkerung, bezogen auf die mittlere (15 bis 49 Jahre) Bevölkerung. Je demographisch jünger (älter) eine Bevölkerung ist, desto höher (niedriger) ist der Indikatorwert (koparativ-statische Aussage). Steigende (sinkende) Indikatorwerte im Zeitverlauf zeigen eine demographische Verjüngung (Alterung) an (dynamische Aussage). 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA2040 Altersstruktur der Bevölkerung in Rintheim 2022 und 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 20222040 Jugendquotient: 32,929,7 Altenquotient: 32,836,9 Gesamtquotient: 65,766,6 Durchschnittsalter: 42,244,4 Billeter-Maß: -0,52-0,64 Amt für Stadtentwicklung | 63 Hagsfeld In Hagsfeld betrug der Bevölkerungsbestand zum 31.12.2022 annähernd 7.000 Personen (Hauptwohnsitz ohne LEA). Der Prognose zufolge wird die Anzahl der Bevölkerung dort bis 2040 auf fast 7.900 Personen anwachsen (+800 Personen | +11,8 %). Damit ist in Hagsfeld künftig, bezogen auf die jeweilige Einwohnerzahl, von einem ähnlichen Bevölkerungswachstum wie im gesamtstädtischen Durchschnitt auszugehen. Zwischen 2022 und 2040 wird die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner dort gemittelt um etwa +50 Personen pro Jahr zunehmen. Das entspricht einem jährlichen durchschnittlichen relativen Wachstum von +0,6 % (siehe Abbildung 5.55 ). Für Karlsruhe insgesamt rechnet die Prognose bis 2040 im Mittel pro Jahr mit einem Plus in Höhe von +2.200 Personen beziehungsweise +0,7 %. Der Bevölkerungsanstieg in Hagsfeld wird den Berechnungen und Annahmen zufolge erst im letzten Viertel des Prognosezeitraums zum Tragen kommen und ist insbesondere auf Wohnungsneubau zurückzuführen. Bis ins Jahr 2030 wird sich die Zahl der Bevölkerung in der Hagsfeld kaum verändern. Aktuell (2022) liegt das Durchschnittsalter in Hagsfeld genauso wie in der Gesamtstadt bei 42,9 Jahren. Allerdings sind die altersstrukturellen Gewichte in Hagsfeld etwas anders verteilt als in Karlsruhe insgesamt (siehe Abbildung 5.57) . So ist in Hagsfeld das Alterssegment der unter 18-Jährigen relativ stärker vertreten als in Karlsruhe und damit der Jugendquotient (29,5) etwas höher als in der Gesamtstadt (26,2). Am anderen Ende der Altersverteilung sind sich beide Altersstrukturen relativ ähnlich mit Alten- quotienten von derzeit 29,4 (Hagsfeld) beziehungsweise 30,2 (Karlsruhe). Das mittlere Alterssegment (18 bis unter 65 Jahre) macht in beiden Bevölkerungen einen Anteil von rund 65 % aus. Allerdings sind innerhalb der 18- bis unter 65-Jährigen in Hagsfeld die Angehörigen der geburtenstarken Baby-Boom-Generation, also die 55- bis unter 65-Jährigen, deutlich stärker vertreten als in der Gesamtstadt. Andererseits ist die Dominanz der jüngeren Erwachsenen im Studierenden-, Auszubildenden- und Berufseinstiegsalter in Hagsfeld nicht so deutlich gegeben wie in Karlsruhe insgesamt. Die künftige altersstrukturelle Entwicklung Hagsfelds wird bis zum Jahr 2040 im Wesentlichen von der Alterung der heutigen Bestandsbevölkerung sowie dem Neubaubezug durch junge Paare und Haushalte mit Kindern gegen Ende des Prognosezeitraums geprägt werden. Der erstgenannte Faktor wird dazu führen, dass die aktuell (2022) in Hagsfeld stark vertretenen Baby-Boomer in höhere Altersgruppen hineinaltern werden. Dies wird zu einem deutlichen Anstieg der Zahl der 65- bis unter 85-Jährigen bis zum Jahr 2040 führen (etwa +350 Personen | +29 %). Aber auch die Bevölkerung im Alter von 85 Jahren und älter wird im Zuge steigender Lebenserwartung zunehmen (etwa +60 Personen | +31,7 %). Der Zuzug von Bevölkerung im Zuge der Aufsiedlung im Wohnungsneubau wird für Bevölkerungsgewinne vor allem in den Altersgruppen der unter 6-Jährigen (etwa +100 Personen | +27 %) sowie der 30- bis unter 45-Jährigen (etwa +200 Personen | +14,6 %) führen (siehe Abbildung 5.56). Die geschilderten Entwicklungen werden zur Folge haben, dass in Hagsfeld zwischen 2022 und 2040 der Jugendquotient von 29,5 auf 32,4 und der Altenquotient von 29,4 auf 36,0 ansteigen werden. Am Durchschnittsalter der Hagsfelder Bevölkerung wird sich jedoch nichts ändern. Dieses beträgt zu Beginn und am Ende des Prognosezeitraums (2022 bis 2040) 42,9 Jahre. 6.990 7.223 7.043 7.873 0 1.000 2.000 3.000 4.000 5.000 6.000 7.000 8.000 9.000 200620072008200920102011201220132014201520162017201820192020202120222023202420252026202720282029203020312032203320342035203620372038 2039 2040 Jahr BestandPrognose 2006 –2019 jährl. Durchschnitt: +18 Personen bzw. +0,3% 2022–2040 jährl. Durchschnitt: +46 Personen bzw. +0,6% 2019–2022 jährl. Durchschnitt: -60 Personen bzw. -0,8% Abbildung 5.55 1LEA= Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Anzahl Personen Bevölkerungsentwicklung in Hagsfeld 2006 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 | Prognosewerte ab 2023 64 | Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2024 70 29 24 51 62 112 215 -117 326 56 -200-1000100200300400 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter 42,8 14,4 8,7 9,7 10,4 22,9 14,6 -5,8 29,0 31,7 -20-10010203040 50 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter Altersgruppen 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Altersgruppen % Veränderungder Personenzahl in ProzentVeränderungder Personenzahl Abbildung 5.56 Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung in Hagsfeld zwischen 2022 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 Anzahl der Personen 0200400600800 0 bis unter 5 5 bis unter 10 10 bis unter 15 15 bis unter 20 20 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 35 35 bis unter 40 40 bis unter 45 45 bis unter 50 50 bis unter 55 55 bis unter 60 60 bis unter 65 65 bis unter 70 70 bis unter 75 75 bis unter 80 80 bis unter 85 85 bis unter 90 90 und älter Anzahl der Personen 2040 2022 Abbildung 5.57 Altersgruppen Hinweise zu den Indikatoren: Jugendquotient:Anzahl 0-bis 19 -Jährige je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Altenquotient:Anzahl 65-Jährige oder Ältere je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Gesamtquotient:Summe von Jugend-und Altenquotient, zu interpretieren als Anzahl der Personen im nichterwerbsfähigen Alter je 100 Personen im erwerbsfähigen Alter. Billeter-Maß:Differenz der jungen (0 bis 14 Jahre) zur älteren (50 Jahre oder älter) Bevölkerung, bezogen auf die mittlere (15 bis 49 Jahre) Bevölkerung. Je demographisch jünger (älter) eine Bevölkerung ist, desto höher (niedriger) ist der Indikatorwert (koparativ-statische Aussage). Steigende (sinkende) Indikatorwerte im Zeitverlauf zeigen eine demographische Verjüngung (Alterung) an (dynamische Aussage). 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA2040 Altersstruktur der Bevölkerung in Hagsfeld 2022 und 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 20222040 Jugendquotient: 29,532,4 Altenquotient: 29,436,0 Gesamtquotient: 58,968,5 Durchschnittsalter: 42,942,9 Bil leter-Maß: -0,60-0,53 Amt für Stadtentwicklung | 65 Durlach In Durlach betrug der Bevölkerungsbestand zum 31.12.2022 fast 30.800 Personen (Hauptwohnsitz ohne LEA). Der Prognose zufolge wird die Zahl der Bevölkerung dort bis 2040 auf rund 35.500 Personen anwachsen (+4.700 Personen | +15,3 %). Damit ist in Durlach künftig, bezogen auf die Einwohnerzahl, von einem ähnlichen Bevölkerungswachstum wie im gesamtstädtischen Durchschnitt auszugehen. Zwischen 2022 und 2040 wird die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner dort gemittelt um etwa +260 Personen jährlich zunehmen. Das entspricht einem jährlichen durchschnittlichen relativen Wachstum von +0,8 % (siehe Abbildung 5.58 ). Die höchsten Wachstumsraten sind dabei in Ende der 2020er/Anfang der 2030er Jahre zu erwarten. Für Karlsruhe insgesamt rechnet die Prognose bis 2040 im Mittel pro Jahr mit einem Plus in Höhe von +2.200 Personen beziehungsweise mit +0,7 %. Im Verhältnis zur Bevölkerung im mittleren Alterssegment (20 bis unter 65 Jahre) ist in Durlach aktuell (2022) der Anteil sowohl der jüngeren Bevölkerung unter 20 Jahren, vor allem aber der der älteren Bevölkerung (65 Jahre und älter) größer als im Karlsruher Durchschnitt (siehe Abbildung 5.60). Demzufolge liegen der Jungend- (27,6), der Altenquotient (36,0) sowie das Durchschnittsalter (44,9 Jahre) in Durlach aktuell (2022) über dem Karlsruher Mittel (Karlsruhe insgesamt 2022: Jugendquotient: 26,2 | Altenquotient: 30,2 | Durchschnittsalter: 42,9 Jahre). Das eingangs beschriebene prognostizierte Bevölkerungswachstum in Durlach beruht zu großen Teilen auf umfangreichen Wohnungsneubauplanungen im Stadtteil. In Folge dessen werden künftig vor allem die Altersgruppen bis zum Alter von 45 Jahren an Bevölkerung hinzugewinnen (siehe Abbildung 5.59). Alleine in der Altersgruppe der 30- bis unter 45-Jährigen geht die Hochrechnung davon aus, dass Ende 2040 fast 1.200 mehr Menschen in Durlach wohnen werden als im Jahr 2022 (+18,1 %). Prozentual werden die Einwohnerzuwächse zwischen 2022 und 2040 bei den 3- bis unter 6-Jährigen (26,9 % | etwa +200 Personen), den 10- bis unter 18-Jährigen (26,1 % | etwa +550 Personen) sowie den 18- bis unter 25-Jährigen (+24,0 % | etwa +550 Personen) am höchsten sein. Durch das Hineinaltern der aktuell (2022) in Durlach relativ stark vertretenen Baby-Boom-Generation (55- bis unter 65-Jährige) aus dem Bestand heraus in höhere Altersgruppen – und der vergleichsweise geringen Umzugsneigung dieser Altersgruppe – ist aber auch in den Altersgruppen ab 65 Jahren von einer Bevölkerungszunahme auszugehen. Die Zahl der 65- bis unter 85-Jährigen dürfte in Durlach zwischen 2022 und 2040 um fast +850 Personen (+14,5 %) und die der ab 85-Jährigen um etwa +200 Personen (+17,0 %) zunehmen. Trotz der Zunahme der älteren Generation wird das noch stärkere Wachstum der mittleren und jüngeren Bevölkerung in Durlach bis 2040 dazu führen, dass sich die Durlacher Bevölkerung im Prognosezeitraum (2022 bis 2040) demographisch verjüngen wird. Das Durchschnittsalter wird von 44,9 Jahren um ein Jahr auf 43,9 Jahre sinken. In Karlsruhe insgesamt rechnet die Prognose für das Jahr 2040 mit einem Durchschnittsalter von 42,7 Jahren. 29.511 30.779 30.773 35.467 0 5.000 10.000 15.000 20.000 25.000 30.000 35.000 40.000 200620072008200920102011 2012 20132014201520162017201820192020202120222023202420252026202720282029203020312032203320342035203620372038 20392040 Jahr Bestand Prognose 2006 –2019 jährl. Durchschnitt: +98 Personen bzw. +0,3% 2022–2040 jährl. Durchschnitt: +261 Personen bzw. +0,8% 2019–2022 jährl. Durchschnitt: -2 Personen bzw. -0,0% Abbildung 5.58 1LEA= Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Anzahl Personen Bevölkerungsentwicklung in Durlach 2006 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 | Prognosewerte ab 2023 66 | Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2024 148 202 222 525 541 379 1.158 509 827 183 0200400600800100012001400 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter 18,2 26,9 21,1 26,1 24,0 17,6 18,1 5,9 14,5 17,0 01020 30 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter Altersgruppen 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Altersgruppen % Veränderungder Personenzahl in ProzentVeränderungder Personenzahl Abbildung 5.59 Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung in Durlach zwischen 2022 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 Anzahl der Personen 01.0002.0003.000 0 bis unter 5 5 bis unter 10 10 bis unter 15 15 bis unter 20 20 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 35 35 bis unter 40 40 bis unter 45 45 bis unter 50 50 bis unter 55 55 bis unter 60 60 bis unter 65 65 bis unter 70 70 bis unter 75 75 bis unter 80 80 bis unter 85 85 bis unter 90 90 und älter Anzahl der Personen 2040 2022 Abbildung 5.60 Altersgruppen Hinweise zu den Indikatoren: Jugendquotient:Anzahl 0-bis 19-Jährige je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Altenquotient:Anzahl 65-Jährige oder Ältere je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Gesamtquotient: Summe von Jugend -und Altenquotient, zu interpretieren als Anzahl der Personen im nichterwerbsfähigen Alter je 100 Personen im erwerbsfähigen Alter. Billeter-Maß:Differenz der jungen (0 bis 14 Jahre) zur älteren (50 Jahre oder älter) Bevölkerung, bezogen auf die mittlere (15 bis 49 Jahre) Bevölkerung. Je demographisch jünger (älter) eine Bevölkerung ist, desto höher (niedriger) ist der Indikatorwert (koparativ-statische Aussage). Steigende (sinkende) Indikatorwerte im Zeitverlauf zeigen eine demographische Verjüngung (Alterung) an (dynamische Aussage). 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA2040 Altersstruktur der Bevölkerung in Durlach 2022 und 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 20222040 Jugendquotient: 27,630,2 Altenquotient: 36,036,6 Gesamtquotient: 63,566,7 Durchschnittsalter: 44,943,9 Billeter-Maß: -0,72-0,59 Amt für Stadtentwicklung | 67 Grötzingen In Grötzingen betrug der Bevölkerungsbestand zum 31.12.2022 annähernd 9.000 Personen (Hauptwohnsitz ohne LEA). Der Prognose zufolge wird sich die Anzahl der Bevölkerung dort zukünftig kaum verändern und im Jahr 2040 etwa 9.100 Personen betragen (+100 Personen | +1,4 %). Zwischen 2022 und 2040 wird die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner in Grötzingen gemittelt um etwa +5 Personen pro Jahr zunehmen. Das entspricht einem jährlichen durchschnittlichen relativen Wachstum von +0,1 % (siehe Abbildung 5.61). Für Karlsruhe insgesamt rechnet die Prognose bis 2040 im Mittel pro Jahr mit einer deutlich höheren relativen Zunahme der Bevölkerung von +0,7 % (+2.200 Personen). Die annähernd stationäre Bevölkerungsentwicklung in Grötzingen ergibt sich in erster Linie aus der heute bestehenden Bevölkerungsstruktur heraus. Denn der Bevölkerungsumschlag im Zuge von Wanderungen und Umzügen ist in Grötzingen unter anderem wegen seiner baulichen Strukturen und des hohen Anteils an Bewohnerinnen und Bewohnern im selbst genutzten Eigentum relativ gering. Größere Impulse durch geplanten Wohnungsneubau sind zudem vorerst nicht zu erwarten. Aktuell ist die Bevölkerung in Grötzingen im Vergleich zum gesamtstädtischen Durchschnitt vergleichsweise alt. Der Anteil der Bevölkerung im Alter von 65 Jahren und älter ist deutlich größer ist als in Karlsruhe insgesamt. So liegt der Altenquotient in Grötzingen derzeit bei 46,0 und das Durchschnittsalter bei 47,0 Jahren (siehe Abbildung 5.63). Zum Vergleich: In Karlsruhe insgesamt liegt der Altenquotient bei 30,2 und das Durchschnittalter bei 42,9 Jahren. Viele der Grötzinger Haushalte ab 65 Jahren leben im selbstgenutzten Wohneigentum, vielfach in, im Vergleich zur Anzahl der Haushaltsmitglieder, sehr großen Wohnungen. Es ist davon auszugehen, dass innerhalb des Prognosezeitraums ältere Haushalte in erheblichem Maß von jungen Starterhaushalten und Familien in der Gründungsphase ersetzt werden. Im Zuge dessen ist zu erwarten, dass zwischen 2022 und 2040 die Zahl der Kinder unter 6 Jahren sowie der 25- bis unter 45-Jährigen zunehmen werden (siehe Abbildung 5.62). Gleichzeitig leben in Grötzingen überproportional viele Menschen im Alter zwischen 55 und 65 Jahren, die der Baby-Boom-Generation zuzurechnen sind. Aufgrund der vergleichsweise geringen Umzugsneigung dieser Altersgruppe werden viele dieser Haushalte während des Prognosezeitraums in die nächsthöheren Altersgruppen hineinaltern. Die Zahl der 45- bis unter 65-Jährigen wird in Folge der Alterung der stark besetzten Baby-Boom-Generation deutlich abnehmen (etwa -300 Personen | -12,1 %). Die genannten Dynamiken haben zur Folge, dass sowohl der Jugend- als auch der Altenquotient für Grötzingen zunehmen werden. Der Jugendquotient wird von 30,8 auf 33,0 steigen, der Altenquotient von 46,0 auf 48,9. Das Durchschnittsalter wird leicht von 47,0 Jahren (2022) auf 46,3 Jahre sinken (siehe Abbildung 5.63). Dennoch wird Grötzingen im Jahr 2040 immer noch zu den älteren Stadtteilen Karlsruhes zählen: Das Durchschnittsalter der Karlsruher Bevölkerung wird im Jahr 2040 rund 42,7 Jahre betragen. 9.362 9.146 8.982 9.104 0 1.000 2.000 3.000 4.000 5.000 6.000 7.000 8.000 9.000 10.000 200620072008200920102011201220132014201520162017201820192020202120222023202420252026202720282029203020312032203320342035203620372038 2039 2040 Jahr BestandPrognose 2006 –2019 jährl. Durchschnitt: -17 Personen bzw. -0,2% 2022–2040 jährl. Durchschnitt: +7 Personen bzw. +0,1% 2019–2022 jährl. Durchschnitt: -55 Personen bzw. -0,6% Abbildung 5.61 1LEA= Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Anzahl Personen Bevölkerungsentwicklung in Grötzingen 2006 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 | Prognosewerte ab 2023 68 | Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2024 22 33 14 1 53 83 122 -317 68 44 -400-300-200-1000100200 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter 10,3 15,1 4,4 0,1 8,9 18,9 7,7 -12,1 3,5 11,4 -20-1001020 30 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter Altersgruppen 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Altersgruppen % Veränderungder Personenzahl in ProzentVeränderungder Personenzahl Abbildung 5.62 Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung in Grötzingen zwischen 2022 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 Anzahl der Personen 02004006008001.000 0 bis unter 5 5 bis unter 10 10 bis unter 15 15 bis unter 20 20 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 35 35 bis unter 40 40 bis unter 45 45 bis unter 50 50 bis unter 55 55 bis unter 60 60 bis unter 65 65 bis unter 70 70 bis unter 75 75 bis unter 80 80 bis unter 85 85 bis unter 90 90 und älter Anzahl der Personen 2040 2022 Abbildung 5.63 Altersgruppen Hinweise zu den Indikatoren: Jugendquotient:Anzahl 0-bis 19 -Jährige je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Altenquotient:Anzahl 65-Jährige oder Ältere je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Gesamtquotient:Summe von Jugend-und Altenquotient, zu interpretieren als Anzahl der Personen im nichterwerbsfähigen Alter je 100 Personen im erwerbsfähigen Alter. Billeter-Maß:Differenz der jungen (0 bis 14 Jahre) zur älteren (50 Jahre oder älter) Bevölkerung, bezogen auf die mittlere (15 bis 49 Jahre) Bevölkerung. Je demographisch jünger (älter) eine Bevölkerung ist, desto höher (niedriger) ist der Indikatorwert (koparativ-statische Aussage). Steigende (sinkende) Indikatorwerte im Zeitverlauf zeigen eine demographische Verjüngung (Alterung) an (dynamische Aussage). 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA2040 Altersstruktur der Bevölkerung in Grötzingen 2022 und 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 20222040 Jugendquotient: 30,833,0 Altenquotient: 46,048,9 Gesamtquotient: 76,881,9 Durchschnittsalter: 47,046,3 Billeter-Maß: -0,97-0,81 Amt für Stadtentwicklung | 69 Stupferich In Stupferich betrug der Bevölkerungsbestand zum 31.12.2022 etwa 2.950 Personen (Hauptwohnsitz ohne LEA). Der Prognose zufolge wird die Anzahl der Bevölkerung dort bis 2040 auf rund 4.250 Personen anwachsen (+1.300 Personen | +44,1 %). Im gesamtstädtischen Vergleich ist Stupferich mit einem jährlichen durchschnittlichen Bevölkerungswachstum von +2,0 % zwischen 2022 und 2040 (etwa +75 Personen pro Jahr) ein Stadtteil mit überdurchschnittlicher Wachstumsdynamik (siehe Abbildung 5.64 ). Für Karlsruhe insgesamt rechnet die Prognose bis 2040 im Mittel pro Jahr mit einem Plus in Höhe +0,7 %. Der vergleichsweise starke Bevölkerungsanstieg in Stupferich ist überwiegend durch den dort innerhalb des Prognosezeitraums (2022 bis 2040) geplanten Wohnungsneubau zu erklären. Aktuell ist in Stupferich sowohl die junge Bevölkerung unter 20 Jahren sowie die Bevölkerung im Alter von 65 Jahren und älter relativ stark vertreten. Im mittleren Alterssegment (20 bis unter 65 Jahre) sind vor allem die Altersgruppen zwischen 55 und 65 Jahren, das heißt die Baby-Boom-Generation, verhältnismäßig schwach vertreten (siehe Abbildung 5.66). Der eben erwähnte geplante Wohnungsneubau in Stupferich, der sich den Annahmen zufolge fast über den gesamten Prognosezeitraum (2022 bis 2040) erstrecken wird, wird Stupferich in hohem Maße junge Familien und vermehrt auch Bevölkerung im Studierenden- und Ausbildungsalter (18- bis unter 25 Jahre) zuführen. Die zu Beginn des Prognosezeitraums zuziehenden Paare in der Familiengründungsphase und jungen Familien werden bis zum Jahr 2040 älter werden, weshalb letztlich alle Altersgruppen unter 45 Jahren zunehmen werden (siehe Abbildung 5.65). Die ebenfalls deutliche Zunahme der 45- bis unter 65-Jährigen in Stupferich zwischen 2022 und 2040 (etwa +300 Personen | 34,3 %) resultiert in erster Linie aus der aktuell (2022) bestehenden Altersstruktur mit vergleichsweise stark besetzten Altersjahrgängen zwischen 35 bis unter 45 Jahren und deren Alterung innerhalb des Prognosezeitraums. Ebenso ist die Zunahme der Hochbetagten (85 Jahre und älter) in Stupferich bis 2040 (+75 Personen | 88,2 %) mit der Alterung der Bevölkerung aus dem Bestand heraus sowie der Zunahme der Lebenserwartung vor allem im hohen Alter zu erklären. Prozentual werden neben den Hochbetagten vor allem die 18- bis unter 25-Jährigen (+107,1 % | +150 Personen), die 10- bis unter 18-Jährigen (+88,8 % | etwa +200 Personen) sowie die 0- bis unter 3-Jährigen (+71,8 % | etwa +50 Personen) starke Bevölkerungsgewinne zu verzeichnen haben. Insgesamt wird sich Stupferich bis zum Jahr 2040 demographisch verjüngen. Das Durchschnittsalter wird von 44,8 Jahren auf 42,5 Jahre sinken und sich damit dem gesamtstädtischen Niveau angleichen (Durchschnittsalter Karlsruhe insgesamt 2022: 42,9 | 2040: 42,7). Der heute bereits hohe Jungendquotient wird bis 2040 von 36,2 auf 42,6 ansteigen (Jugendquotient Karlsruhe 2040: 27,2), während der Altenquotient von 43,5 auf 38,8 sinken wird (Altenquotient Karlsruhe 2040: 32,4). 2.730 2.907 2.949 4.248 0 500 1.000 1.500 2.000 2.500 3.000 3.500 4.000 4.500 200620072008200920102011 2012 20132014201520162017201820192020202120222023202420252026202720282029203020312032203320342035203620372038 20392040 Jahr Bestand Prognose 2006 –2019 jährl. Durchschnitt: +14 Personen bzw. +0,5% 2022–2040 jährl. Durchschnitt: +72 Personen bzw. +2,0% 2019–2022 jährl. Durchschnitt: +14 Personen bzw. +0,5% Abbildung 5.64 1LEA= Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Anzahl Personen Bevölkerungsentwicklung in Stupferich 2006 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 | Prognosewerte ab 2023 70 | Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2024 57 33 68 193 150 82 251 271 120 75 0100200300 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter 71,8 27,8 46,4 88,8 107,1 56,0 42,0 34,3 19,0 88,2 0102030405060708090100110 120 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter Altersgruppen 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Altersgruppen % Veränderungder Personenzahl in ProzentVeränderungder Personenzahl Abbildung 5.65 Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung in Stupferich zwischen 2022 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 Anzahl der Personen 0100200300400 0 bis unter 5 5 bis unter 10 10 bis unter 15 15 bis unter 20 20 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 35 35 bis unter 40 40 bis unter 45 45 bis unter 50 50 bis unter 55 55 bis unter 60 60 bis unter 65 65 bis unter 70 70 bis unter 75 75 bis unter 80 80 bis unter 85 85 bis unter 90 90 und älter Anzahl der Personen 2040 2022 Abbildung 5.66 Altersgruppen Hinweise zu den Indikatoren: Jugendquotient:Anzahl 0-bis 19 -Jährige je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Altenquotient:Anzahl 65-Jährige oder Ältere je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Gesamtquotient:Summe von Jugend-und Altenquotient, zu interpretieren als Anzahl der Personen im nichterwerbsfähigen Alter je 100 Personen im erwerbsfähigen Alter. Billeter-Maß:Differenz der jungen (0 bis 14 Jahre) zur älteren (50 Jahre oder älter) Bevölkerung, bezogen auf die mittlere (15 bis 49 Jahre) Bevölkerung. Je demographisch jünger (älter) eine Bevölkerung ist, desto höher (niedriger) ist der Indikatorwert (koparativ-statische Aussage). Steigende (sinkende) Indikatorwerte im Zeitverlauf zeigen eine demographische Verjüngung (Alterung) an (dynamische Aussage). 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA2040 Altersstruktur der Bevölkerung in Stupferich 2022 und 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 20222040 Jugendquotient: 36,242,6 Altenquotient: 43,538,8 Gesamtquotient: 79,781,4 Durchschnittsalter: 44,842,5 Bil leter-Maß: -0,74-0,51 Amt für Stadtentwicklung | 71 Hohenwettersbach In Hohenwettersbach betrug der Bevölkerungsbestand zum 31.12.2022 fast 3.000 Personen (Hauptwohnsitz ohne LEA). Der Prognose zufolge wird die Anzahl der Bevölkerung dort bis 2040 auf rund 3.500 Personen anwachsen (etwa +500 Personen | +18,1 %). Im gesamtstädtischen Vergleich ist Hohenwettersbach mit einem jährlichen durchschnittlichen Bevölkerungswachstum von +0,9 % zwischen 2022 und 2040 (etwa +30 Personen pro Jahr) ein Stadtteil mit leicht überdurchschnittlichem jährlichem Wachstum (siehe Abbildung 5.67). Für Karlsruhe insgesamt rechnet die Prognose bis 2040 im Mittel pro Jahr mit einem Plus in Höhe +0,7 %. Der im Vergleich zur ersten Prognosehälfte deutliche Bevölkerungsanstieg im zweiten Abschnitt ab dem Jahr 2030 ist überwiegend durch den dann geplanten Wohnungsneubau zu erklären. Die aktuelle Altersstruktur in Hohenwettersbach unterscheidet sich deutlich vom Karlsruher Durchschnitt (siehe Abbildung 5.69) – trotz gleichlaufendem Durchschnittsalter (Hohenwettersbach 2022: 43,6 Jahre | Karlsruhe insgesamt 2022: 42,9) und Altenquotienten (Hohenwettersbach 2022: 31,8 | Karlsruhe insgesamt 2022: 30,2). So ist der Anteil der Bevölkerung unter 18 Jahren in Hohenwettersbach sehr hoch, was sich in einem deutlich erhöhten Jugendquotient (Hohenwettersbach 2022: 39,2 | Karlsruhe insgesamt 2022: 26,2) niederschlägt. Ein Blick auf die Grafik der Altersverteilung (Abbildung 5.69) zeigt, dass bei den unter 18- Jährigen insbesondere die Altersgruppen der 10- bis unter 18-Jährigen stark besetzt sind. Das liegt daran, dass vor etwa 15 Jahren viele Paare in der Gründungsphase und junge Familien in neu gebaute Wohnungen nach Hohenwettersbach gezogen sind. Korrespondierend dazu ist im mittleren Alterssegment der Anteil der Bevölkerung im Alter zwischen 45 und 55 Jahren vergleichsweise hoch. Die Altersgruppen der 20- bis unter 30-Jährigen sind relativ schwach besetzt. Aufgrund einer relativ geringen Wanderungsintensität in Hohenwettersbach – der Anteil von Haushalten im selbstgenutzten Wohneigentum ist hier sehr hoch – ergeben sich die künftigen Altersstrukturverschiebungen im Wesentlichen aus der Alterung der aktuell ansässigen Bestandsbevölkerung sowie den Zuzug von Haushalten in die in der zweiten Prognosehälfte neu entstehenden Wohnungen. Relativ am stärksten werden zwischen 2022 und 2040 die Altersgruppen unter 6 Jahren, von 25 bis unter 45 Jahren – Familienzuzug in neue Wohnungen – sowie ab 65 Jahren – Alterung der Baby-Boom-Generation und Anstieg der Lebenserwartung – zunehmen (siehe Abbildung 5.68). Die Zahl der heute sehr stark besetzten Altersgruppen der 10- bis unter 18-Jährigen sowie der 45- bis unter 65-Jährigen wird dagegen rückläufig sein. In Folge der skizzierten Verschiebungen wird der Altenquotient in Hohenwettersbach zwischen 2022 und 2040 stark von 31,8 auf 44,0 ansteigen und trotz des prognostizierten Zuzugs in der zweiten Prognosehälfte deutlich über dem gesamtstädtischen Niveau liegen (Altenquotient Karlsruhe insgesamt 2040: 32,4). Das Durchschnittsalter wird allerdings nur in geringem Ausmaß zunehmen und im Prognosezeitraum von 43,6 auf 44,2 Jahre ansteigen (Durchschnittsalter Karlsruhe insgesamt 2040: 42,7). 2.739 3.028 2.982 3.521 0 500 1.000 1.500 2.000 2.500 3.000 3.500 4.000 200620072008200920102011201220132014201520162017201820192020202120222023202420252026202720282029203020312032203320342035203620372038 2039 2040 Jahr BestandPrognose 2006 –2019 jährl. Durchschnitt: +22 Personen bzw. +0,8% 2022–2040 jährl. Durchschnitt: +30 Personen bzw. +0,9% 2019–2022 jährl. Durchschnitt: -15 Personen bzw. -0,5% Abbildung 5.67 1LEA= Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Anzahl Personen Bevölkerungsentwicklung in Hohenwettersbach 2006 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 | Prognosewerte ab 2023 72 | Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2024 52 42 9 -54 4 96 234 -145 260 40 -200-1000100200300 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter 85,5 56,6 6,5 -16,5 1,6 103,0 49,6 -14,1 52,0 73,9 -30-20-100102030405060708090 100110 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter Altersgruppen 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Altersgruppen % Veränderungder Personenzahl in ProzentVeränderungder Personenzahl Abbildung 5.68 Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung in Hohenwettersbach zwischen 2022 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 Anzahl der Personen 0100200300400 0 bis unter 5 5 bis unter 10 10 bis unter 15 15 bis unter 20 20 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 35 35 bis unter 40 40 bis unter 45 45 bis unter 50 50 bis unter 55 55 bis unter 60 60 bis unter 65 65 bis unter 70 70 bis unter 75 75 bis unter 80 80 bis unter 85 85 bis unter 90 90 und älter Anzahl der Personen 2040 2022 Abbildung 5.69 Altersgruppen Hinweise zu den Indikatoren: Jugendquotient:Anzahl 0-bis 19-Jährige je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Altenquotient:Anzahl 65-Jährige oder Ältere je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Gesamtquotient: Summe von Jugend -und Altenquotient, zu interpretieren als Anzahl der Personen im nichterwerbsfähigen Alter je 100 Personen im erwerbsfähigen Alter. Billeter-Maß:Differenz der jungen (0 bis 14 Jahre) zur älteren (50 Jahre oder älter) Bevölkerung, bezogen auf die mittlere (15 bis 49 Jahre) Bevölkerung. Je demographisch jünger (älter) eine Bevölkerung ist, desto höher (niedriger) ist der Indikatorwert (koparativ-statische Aussage). Steigende (sinkende) Indikatorwerte im Zeitverlauf zeigen eine demographische Verjüngung (Alterung) an (dynamische Aussage). 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA2040 Altersstruktur der Bevölkerung in Hohenwettersbach 2022 und 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 20222040 Jugendquotient: 39,237,1 Altenquotient: 31,844,0 Gesamtquotient: 71,181,1 Durchschnittsalter: 43,644,2 Billeter-Maß: -0,77-0,66 Amt für Stadtentwicklung | 73 Wolfartsweier In Wolfartsweier betrug der Bevölkerungsbestand zum 31.Dezember 2022 etwa 3.100 Personen (Hauptwohnsitz ohne LEA). Der Prognose zufolge wird sich die Anzahl der Bevölkerung dort zukünftig kaum verändern und im Jahr 2040 rund 3.250 Personen betragen (+150 Personen | +4,8 %) während für Karlsruhe insgesamt im Durchschnitt der Jahre 2022 bis 2040 ein prozentuales Wachstum von +0,7 % pro Jahr (etwa +2.200 pro Jahr) erwartet wird (siehe Abbildung 5.70). Dabei wird sich, wie die Grafik zeigt, der Anstieg der Bevölkerungszahl in Wolfartsweier im Wesentlichen auf die ersten Prognosejahre konzentrieren. Anschließend wird die Zahl der Bevölkerung weitgehend stagnieren. Altersstrukturell ist Wolfartsweier ein demographisch eher alter Stadtteil, da dort der Anteil der Bevölkerung im Alter von 65 Jahren und älter im Vergleich zur Gesamtstadt sehr hoch ist und gleichzeitig die Altersgruppen der 18- bis unter 30-Jährigen vergleichs- weise schwach besetzt sind (siehe Abbildung 5.72). Die Bevölkerung im mittleren Alter zwischen 18 und 65 Jahren wird in Grötzingen stark von den Altersgruppen zwischen 55 bis unter 65 Jahren, der Baby-Boom-Generation, geprägt. Daher liegt der Altenquotient mit 40,9 in Wolfartsweier deutlich über dem Karlsruher Mittel von 30,2. Auch das Durchschnittsalter von 46,5 Jahren sowie das Billeter-Maß (-0,89) zeigen für die Bevölkerung in Wolfartsweier aktuell ein überdurchschnittlich hohes demographisches Alter an (Karlsruhe insgesamt 2022: Durchschnittalter: 42,9 Jahre | Billeter-Maß: -0,56). Künftig ist für Wolfartsweier zu erwarten, dass die heute stark besetzte Altersgruppe der 45- bis unter 65-Jährigen Bevölkerung verlieren wird (etwa -125 Personen | -13,1 %), weil die Baby-Boom-Generation in die nächsthöhere Altersgruppe (65- bis unter 85-Jährige) vorrücken wird. Dies wird allerdings nicht dazu führen, dass – wie in anderen Stadtteilen häufig zu beobachten – das Alterssegment der 65- bis unter 85-Jährigen Personen hinzugewinnen wird. Stattdessen ist bei den 65- bis unter 85-Jährigen ebenfalls ein leichter Bevölkerungsrückgang zwischen 2022 und 2040 zu erwarten (etwa -2 5 Personen | -4,2 %), weil diese Altersgruppe ihrerseits bereits heute (2022) vergleichsweise stark besetzt ist. Die Alterung der aktuell in Wolfartsweier zahlreich vertretenen 65- bis unter 85-Jährigen wird dazu führen, dass die Gruppe der Hochbetagten (85 Jahre und älter) im Prognose- zeitraum (2022 bis 2040) prozentual stark zunehmen wird (etwa +30 Personen | +33,7 %). Die größten Bevölkerungsgewinne sind in den Altersgruppen der 18- bis unter 25-Jährigen (+42,5 % | etwa +85 Personen) zu erwarten. Kaum verändern wird sich in Wolfartsweier während des Prognosezeitraums (2022 bis 2040) dagegen die Zahl der unter 6-Jährigen sowie die der 30- bis unter 45-Jährigen, da die Prognose davon ausgeht, dass bis 2040 in Wolfartsweier kaum Wohnungsneubau stattfinden wird (siehe Abbildung 5.71). In Folge wird der Jugendquotient in Wolfartsweier zwischen 2022 und 2040 ansteigen – von 26,5 auf 30,7 – vor allem weil die Altersgruppen zwischen 10 und 18 Jahren an Bevölkerung hinzugewinnen werden. Der Altenquotient wird sich künftig kaum verändern (2022: 40,9 | 2040: 39,9). Die Zunahme der Zahl der Bevölkerung im Alter zwischen 10 bis unter 45 Jahren wird in Wolfartsweier bis 2040 zu einem Rückgang des Durchschnittsalters von aktuell (2022) 46,5 Jahren auf 44,3 Jahre (2040) führen. Somit wird sich Wolfartsweier in altersstruktureller Hinsicht innerhalb des Prognosezeitraums den Verhältnissen der Gesamtstadt weiter annähern. Der Unterschied des Dur chschnittsalters von Wolfartsweier zum Karlsruher Durchschnitt wird sich von aktuell 3,6 Jahren auf 1,5 Jahre reduzieren (Durchschnittsalter Karlsruhe insgesamt 2040: 42,7 Jahre. 3.239 3.084 3.107 3.258 0 500 1.000 1.500 2.000 2.500 3.000 3.500 200620072008200920102011201220132014201520162017201820192020202120222023202420252026202720282029203020312032203320342035203620372038 2039 2040 Jahr BestandPrognose 2006 –2019 jährl. Durchschnitt: -12 Personen bzw. -0,4% 2022–2040 jährl. Durchschnitt: +8 Personen bzw. +0,3% 2019–2022 jährl. Durchschnitt: +8 Personen bzw. +0,2% Abbildung 5.70 1LEA= Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Anzahl Personen Bevölkerungsentwicklung in Wolfartsweier 2006 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 | Prognosewerte ab 2023 74 | Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2024 4 1 23 47 86 43 66 -122 -28 30 -160-120-80-4004080120 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter 4,7 1,7 25,3 24,6 42,5 22,7 11,4 -13,1 -4,2 33,7 -30-20-10010203040 50 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter Altersgruppen 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Altersgruppen % Veränderungder Personenzahl in ProzentVeränderungder Personenzahl Abbildung 5.71 Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung in Wolfartsweier zwischen 2022 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 Anzahl der Personen 0100200300 0 bis unter 5 5 bis unter 10 10 bis unter 15 15 bis unter 20 20 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 35 35 bis unter 40 40 bis unter 45 45 bis unter 50 50 bis unter 55 55 bis unter 60 60 bis unter 65 65 bis unter 70 70 bis unter 75 75 bis unter 80 80 bis unter 85 85 bis unter 90 90 und älter Anzahl der Personen 2040 2022 Abbildung 5.72 Altersgruppen Hinweise zu den Indikatoren: Jugendquotient:Anzahl 0-bis 19 -Jährige je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Altenquotient:Anzahl 65-Jährige oder Ältere je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Gesamtquotient:Summe von Jugend-und Altenquotient, zu interpretieren als Anzahl der Personen im nichterwerbsfähigen Alter je 100 Personen im erwerbsfähigen Alter. Billeter-Maß:Differenz der jungen (0 bis 14 Jahre) zur älteren (50 Jahre oder älter) Bevölkerung, bezogen auf die mittlere (15 bis 49 Jahre) Bevölkerung. Je demographisch jünger (älter) eine Bevölkerung ist, desto höher (niedriger) ist der Indikatorwert (koparativ-statische Aussage). Steigende (sinkende) Indikatorwerte im Zeitverlauf zeigen eine demographische Verjüngung (Alterung) an (dynamische Aussage). 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA2040 Altersstruktur der Bevölkerung in Wolfartsweier 2022 und 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 20222040 Jugendquotient: 26,430,7 Altenquotient: 40,939,9 Gesamtquotient: 67,370,6 Durchschnittsalter: 46,544,3 Bil leter-Maß: -0,89-0,63 Amt für Stadtentwicklung | 75 Grünwettersbach In Grünwettersbach betrug der Bevölkerungsbestand zum 31.12.2022 etwa 4.100 Personen (Hauptwohnsitz ohne LEA). Der Prognose zufolge wird die Anzahl der Bevölkerung dort bis 2040 auf fast 4.900 Personen anwachsen (etwa +800 Personen | +19,1 %). Im gesamtstädtischen Vergleich ist Grünwettersbach mit einer jährlichen durchschnittlichen Bevölkerungszunahme von +1 % zwischen 2022 und 2040 (etwa +40 Personen pro Jahr) ein Stadtteil mit überdurchschnittlichem Wachstum (siehe Abbildung 5.73 ). Für Karlsruhe insgesamt rechnet die Prognose bis 2040 im Mittel pro Jahr mit einem Plus in Höhe +0,7 %. Der vergleichsweise hohe Bevölkerungsanstieg in Grünwettersbach ist vordergründig durch den dort innerhalb des Prognosezeitraums geplanten Wohnungsneubau zu erklären. Andererseits ist davon auszugehen, dass sich dort während des Prognosezeitraums ein teilweise parallel verlaufenden umfassender Generationenwechsel im Bestand vollziehen wird. Aktuell ist Grünwettersbach ein demographisch überdurchschnittlich alter Stadtteil. Vor allem der Anteil der älteren Menschen über 65 Jahren ist dort hoch. So beträgt der Altenquotient dort 45,8 (Karlsruhe insgesamt: 30,2). Bis zum Jahr 2040 werden viele dieser demographisch älteren Haushalte durch jüngere Haushalte ersetzt werden. Gleichzeitig erfolgt die Aufsiedlung im Wohnungsneubau mit vergleichsweise junger Bevölkerung. Die Haushaltsgröße jüngerer Haushalte umfasst im Durchschnitt mehr Personen. Daraus ergibt sich für Grünwettersbach ein Wachstumspotential (siehe Abbildung 5.74 und 5.75 ). Die Wachstumsquoten zwischen 2022 und 2040 werden insbesondere bei den 25- bis unter 30-Jährigen und den 18- bis unter 25-Jährigen mit +51,8 % (etwa +85 Personen) beziehungsweise 38,5 % (etwa +95 Personen) sehr hoch sein. Aber auch bei den Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist von prozentualen Zuwächsen zwischen 22,3 % und 48,6 % auszugehen, was stadtweit betrachtet überdurchschnittlichen Zunahmen entspricht. Der eben beschriebene Generationenwechsel und die heute schon relativ stark besetzten Jahrgänge der ab 65-Jährigen sind der Grund dafür, dass in Grünwettersbach künftig die Zahl der Altersgruppen ab 65 Jahren wenig an Bevölkerung zunehmen werden. In der Altersgruppe der 65- bis unter 85-Jährigen ist ein Plus in Höhe von rund +90 Personen (+10,5 %) zu erwarten. Für die aktuell stark vertretene Altersgruppe der Hochbetagten (85 Jahre und älter) werden sogar Bevölkerungsrückgänge in Höhe von etwa -30 Personen erwartet, was einer prozentualen Schrumpfung von -16,8 % entspricht. Der Wert des Altenquotienten wird in Grünwettersbach künftig leicht zurückgehen, von 45,8 (2022) auf 40,4 (2040), dann aber immer noch deutlich über dem Karlsruher Mittel liegen (Altenquotient Karlsruhe insgesamt 2040: 32,4). Als Folge des beschriebenen Generationenwechsels sowie dem Neubaubezug wird der Jugendquotient dagegen von 34,1 auf 37,8 ansteigen. Daraus resultiert letztlich ein Rückgang des Durchschnittsalters in Grünwettersbach von 46,8 Jahren auf 43,9 Jahre. In der Gesamtstadt rechnet die Prognose mit einem minimalen Rückgang des Durchschnittsalters von 42,9 Jahren auf 42,7. 4.005 4.042 4.091 4.872 0 1.000 2.000 3.000 4.000 5.000 6.000 200620072008200920102011201220132014201520162017201820192020202120222023202420252026202720282029203020312032203320342035203620372038 2039 2040 Jahr BestandPrognose 2006 –2019 jährl. Durchschnitt: +3 Personen bzw. +0,1% 2022–2040 jährl. Durchschnitt: +43 Personen bzw. +1,0% 2019–2022 jährl. Durchschnitt: +16 Personen bzw. +0,4% Abbildung 5.73 1LEA= Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Anzahl Personen Bevölkerungsentwicklung in Grünwettersbach 2006 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 | Prognosewerte ab 2023 76 | Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2024 49 28 59 101 93 85 207 96 93 -30 -1000100200300 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter 48,6 22,3 38,7 31,5 38,5 51,8 28,1 8,0 10,8 -16,8 -40-30-20-1001020304050 60 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter Altersgruppen 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Altersgruppen % Veränderungder Personenzahl in ProzentVeränderungder Personenzahl Abbildung 5.74 Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung in Grünwettersbach zwischen 2022 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 Anzahl der Personen 0100200300400 0 bis unter 5 5 bis unter 10 10 bis unter 15 15 bis unter 20 20 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 35 35 bis unter 40 40 bis unter 45 45 bis unter 50 50 bis unter 55 55 bis unter 60 60 bis unter 65 65 bis unter 70 70 bis unter 75 75 bis unter 80 80 bis unter 85 85 bis unter 90 90 und älter Anzahl der Personen 2040 2022 Abbildung 5.75 Altersgruppen Hinweise zu den Indikatoren: Jugendquotient:Anzahl 0-bis 19 -Jährige je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Altenquotient:Anzahl 65-Jährige oder Ältere je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Gesamtquotient:Summe von Jugend-und Altenquotient, zu interpretieren als Anzahl der Personen im nichterwerbsfähigen Alter je 100 Personen im erwerbsfähigen Alter. Billeter-Maß:Differenz der jungen (0 bis 14 Jahre) zur älteren (50 Jahre oder älter) Bevölkerung, bezogen auf die mittlere (15 bis 49 Jahre) Bevölkerung. Je demographisch jünger (älter) eine Bevölkerung ist, desto höher (niedriger) ist der Indikatorwert (koparativ-statische Aussage). Steigende (sinkende) Indikatorwerte im Zeitverlauf zeigen eine demographische Verjüngung (Alterung) an (dynamische Aussage). 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA2040 Altersstruktur der Bevölkerung in Grünwettersbach 2022 und 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 20222040 Jugendquotient: 34,137,8 Altenquotient: 45,840,4 Gesamtquotient: 80,078,2 Durchschnittsalter: 46,843,9 Bil leter-Maß: -0,96-0,64 Amt für Stadtentwicklung | 77 Palmbach In Palmbach betrug der Bevölkerungsbestand zum 31.12.2022 etwa 1.950 Personen (Hauptwohnsitz ohne LEA). Der Prognose zufolge wird die Anzahl der Bevölkerung dort bis 2040 auf rund 2.250 Personen anwachsen (etwa +300 Personen | +15,7 %). Im gesamtstädtischen Vergleich ist Palmbach mit einem jährlichen durchschnittlichen Bevölkerungswachstum von +0,8 % (etwa +20 Personen pro Jahr) ein Stadtteil mit durchschnittlichem jährlichem Wachstum (siehe Abbildung 5.76). Für Karlsruhe insgesamt rechnet die Prognose bis 2040 im Mittel pro Jahr mit einem Plus in Höhe +0,7 %. Der im Vergleich zu den ersten beiden Dritteln des Prognosezeitraums deutliche Bevölkerungsanstieg ab etwa dem Jahr 2035 ist überwiegend durch den dann geplanten Wohnungsneubau in Palmbach zu erklären. Die aktuelle (2022) Altersstruktur in Palmbach unterscheidet sich vom Karlsruher Durchschnitt im Wesentlichen dadurch, dass der Anteil der Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren hier deutlich höher ist als in der Gesamtstadt (Jugendquotient 2022: Palmbach 40,7 | Karlsruhe 26,2). Ebenso ist der Anteil der zugehörigen Elterngenerationen im Alter zwischen 40 bis unter 55 Jahren in Palmbach im stadtweiten Vergleich sehr hoch. Beide Eigenheiten Palmbachs resultieren auf dem dort stattgefundenen zurückliegenden Wohnungsbau und dem Zuzug von damals jungen Familien und Paaren in der Gründungsphase (siehe Abbildung 5.78). Für die Höhenstadtteile typisch ist in Palmbach auch der Anteil der Baby-Boom-Generation, das heißt der Altersgruppe der 55- bis unter 65-Jährigen, überdurchschnittlich hoch. Gleichzeitig ist aufgrund des Wohnungsangebots mit überwiegend auf größere Mehrpersonenhaushalte/Familien mit Kindern ausgelegten Wohnungszuschnitten sowie dem vergleichsweise hohen Zeitaufwand, der benötigt wird, um von Palmbach in zentralere Stadtlagen zu gelangen, der Anteil der jungen Erwachsenen unter 30 Jahren ist in Palmbach aktuell sehr gering. Der Anteil der Bevölkerung ab 65 Jahren ist in Palmbach – gemessen an der Bevölkerung zwischen 20 und 64 Jahren – dagegen mit aktuell 33,5 in etwa im Karlsruher Mittel (Altenquotient Karlsruhe 2022: 30,2). Aufgrund einer grundsätzlich relativ geringen Wanderungsintensität in Palmbach ergeben sich die künftigen Altersstruktur- verschiebungen im Wesentlichen aus der Alterung der aktuell ansässigen Bestandsbevölkerung sowie dem Zuzug von Haushalten in die im letzten Prognosedrittel neu entstehenden Wohnungen. Relativ am stärksten werden zwischen 2022 und 2040 die Altersgruppen der unter 3-Jährigen, der 25- bis unter 45-Jährigen – Familienzuzug in neue Wohnungen – sowie der ab 65-Jährigen – Alterung der der Baby-Boom-Generation und Anstieg der Lebenserwartung – zunehmen (siehe Abbildung 5.77 ). Die Zahl der heute sehr stark vertretenen Bevölkerung in den Altersgruppen der 10- bis unter 18-Jährigen sowie der 45- bis unter 65-Jährigen wird abnehmen. In Folge insbesondere der Alterung der Baby-Boom-Generation wird der Altenquotient in Palmbach zwischen 2022 und 2040 stark von 33,5 auf 45,4 ansteigen (Altenquotient Karlsruhe insgesamt 2040: 32,4), während der Jugendquotient von 40,7 auf 36,4 sinken wird (Jugendquotient Karlsruhe insgesamt 2040: 27,2). In Folge steigt das Durchschnittsalter in Palmbach zwischen 2022 und 2040 von 43,2 Jahren auf 44,7 Jahre (Durchschnittsalter Karlsruhe insgesamt 2040: 42,7). 1.699 1.959 1.957 2.263 0 500 1.000 1.500 2.000 2.500 200620072008200920102011201220132014201520162017201820192020202120222023202420252026202720282029203020312032203320342035203620372038 2039 2040 Jahr BestandPrognose 2006 –2019 jährl. Durchschnitt: +20 Personen bzw. +1,1% 2022–2040 jährl. Durchschnitt: +17 Personen bzw. +0,8% 2019–2022 jährl. Durchschnitt: -1 Personen bzw. -0,0% Abbildung 5.76 1LEA= Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Anzahl Personen Bevölkerungsentwicklung in Palmbach 2006 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 | Prognosewerte ab 2023 78 | Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2024 19 6 -1 -23 25 41 110 -58 154 35 -100-50050100150200 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter 38,1 8,4 -1,4 -11,5 19,3 46,7 32,4 -9,5 46,6 76,2 -40-30-20-10010203040506070 8090 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter Altersgruppen 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Altersgruppen % Veränderungder Personenzahl in ProzentVeränderungder Personenzahl Abbildung 5.77 Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung in Palmbach zwischen 2022 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 Anzahl der Personen 050100150200 0 bis unter 5 5 bis unter 10 10 bis unter 15 15 bis unter 20 20 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 35 35 bis unter 40 40 bis unter 45 45 bis unter 50 50 bis unter 55 55 bis unter 60 60 bis unter 65 65 bis unter 70 70 bis unter 75 75 bis unter 80 80 bis unter 85 85 bis unter 90 90 und älter Anzahl der Personen 2040 2022 Abbildung 5.78 Altersgruppen Hinweise zu den Indikatoren: Jugendquotient:Anzahl 0-bis 19 -Jährige je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Altenquotient:Anzahl 65-Jährige oder Ältere je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Gesamtquotient:Summe von Jugend-und Altenquotient, zu interpretieren als Anzahl der Personen im nichterwerbsfähigen Alter je 100 Personen im erwerbsfähigen Alter. Billeter-Maß:Differenz der jungen (0 bis 14 Jahre) zur älteren (50 Jahre oder älter) Bevölkerung, bezogen auf die mittlere (15 bis 49 Jahre) Bevölkerung. Je demographisch jünger (älter) eine Bevölkerung ist, desto höher (niedriger) ist der Indikatorwert (koparativ-statische Aussage). Steigende (sinkende) Indikatorwerte im Zeitverlauf zeigen eine demographische Verjüngung (Alterung) an (dynamische Aussage). 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA2040 Altersstruktur der Bevölkerung in Palmbach 2022 und 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 20222040 Jugendquotient: 40,736,4 Altenquotient: 33,545,4 Gesamtquotient: 74,181,7 Durchschnittsalter: 43,244,7 Bil leter-Maß: -0,68-0,68 Amt für Stadtentwicklung | 79 Neureut In Neureut betrug der Bevölkerungsbestand zum 31.12.2022 fast 19.000 Personen (Hauptwohnsitz ohne LEA). Der Prognose zufolge wird die Anzahl der Bevölkerung dort bis 2040 auf fast 23.300 Personen anwachsen (etwa +4.400 Personen | +22,8 %). Im gesamtstädtischen Vergleich ist Neureut mit einem jährlichen durchschnittlichen Bevölkerungswachstum von +1,1 % zwischen 2022 und 2040 (etwa +240 Personen pro Jahr) ein Stadtteil mit überdurchschnittlichem jährlichem Wachstum (siehe Abbildung 5.79 ). Für Karlsruhe insgesamt rechnet die Prognose bis 2040 im Mittel pro Jahr mit einem Plus in Höhe +0,7 %. Der im Vergleich zur ersten Prognosehälfte deutliche Bevölkerungsanstieg in Neureut im zweiten Prognoseabschnitt ist überwiegend durch den dann geplanten Wohnungsneubau zu erklären. Die aktuelle Altersstruktur Neureuts unterscheidet sich vom Karlsruher Durchschnitt in vielerlei Hinsicht. So ist der Anteil der jungen Bevölkerung unter 18 Jahren in Neureut höher als in der Gesamtstadt. Der Anteil der 18- bis unter 35-Jährigen ist in Neureut im Gegensatz zu Karlsruhe insgesamt nicht deutlich erhöht, dafür ist die Altersgruppe der Baby-Boomer (55 bis unter 65 Jahre) vergleichs- weise stark vertreten; ebenso die Bevölkerung im Alter von 65 Jahren und älter (siehe Abbildung 5.81). Folglich liegen sowohl der Jugend- (30,1) als auch der Altenquotient (36,7) Neureuts über den Karlsruher Durchschnittswerten (Karlsruhe insgesamt 2022: Jugendquotient: 26,2 | Altenquotient: 30,2). Mit 44,8 Jahren liegt das Durchschnittalter etwa 2 Jahre über dem Wert von Karlsruhe. Die künftige altersstrukturelle Entwicklung Neureuts wird in hohem Maße von zwei Prozessen gesteuert. Einerseits von der Zuwanderung von vielen jungen Familien und Paaren in der Gründungsphase in die in der zweiten Prognosehälfte angenommenen neu gebauten Wohnungen. Andererseits von der Alterung der heute ab 55-Jährigen Bestandsbevölkerung. Die Neubauzuzüge vor allem in der zweiten Prognosehälfte werden dafür sorgen, dass die Bevölkerung im Alter unter 10 Jahren sowie deren potentielle Elternjahrgänge (30- bis unter 45-Jährige) stark zunehmen (siehe Abbildung 5.80). Bei den unter 6-Jährigen ist eine Zunahme von über 50 % bis zum Jahr 2040 zu erwarten. Dies entspricht etwa +500 Personen. Bei den 30- bis unter 45-Jährigen gehen die Hochrechnungen davon aus, dass diese Altersgruppe in Neureut zwischen 2022 und 2040 um 38,3 % zunehmen wird (etwa +1.350 Personen). Die heute stark besetzten Jahrgänge der 55- bis unter 65-Jährigen (Baby-Boom-Generation) werden bis 2040 in höhere Alters- gruppen vorrücken. Dies wird dazu führen, dass die Zahl der Bevölkerung in der Altersgruppe der 65- bis unter 85-Jährigen in diesem Zeitraum um 27,8 % (etwa +1.000 Personen) wachsen wird. Im Zuge der Zunahme der fernen Lebenserwartung sowie der Tatsache, dass aktuell die 65- bis unter 75-Jährigen relativ stark vertreten sind, wird auch die Zahl der ab 85-Jährigen in Neureut bis zum Jahr 2040 sehr deutlich um 32,2 % (etwa +200 Personen) steigen. Im Jahr 2040 wird Neureut noch immer demographisch älter sein als die Bevölkerung Karlsruhes insgesamt. Der Jugendquotient wird zwar auf 33,0 zunehmen (Jugendquotient Karlsruhe insgesamt 2040: 27,2). Doch die starke Zunahme der Bevölkerung im Alter von 65 Jahren und älter wird den Altenquotient in Neureut deutlich auf 39,8 ansteigen lassen (Altenquotient Karlsruhe insgesamt 2040: 32,4). Auch das Durchschnittsalter wird 2040 in Neureut mit 44,1 Jahren weiterhin über den Karlsruher Durchschnitt (42,7) liegen. 16.246 19.009 18.973 23.306 0 5.000 10.000 15.000 20.000 25.000 200620072008200920102011201220132014201520162017201820192020202120222023202420252026202720282029203020312032203320342035203620372038 2039 2040 Jahr BestandPrognose 2006 –2019 jährl. Durchschnitt: +213 Personen bzw. +1,2% 2022–2040 jährl. Durchschnitt: +241 Personen bzw. +1,1% 2019–2022 jährl. Durchschnitt: -12 Personen bzw. -0,1% Abbildung 5.79 1LEA= Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Anzahl Personen Bevölkerungsentwicklung in Neureut 2006 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 | Prognosewerte ab 2023 80 | Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2024 248 245 225 235 219 257 1.362 356 982 206 050010001500 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter 55,4 51,5 32,0 16,5 14,4 22,2 38,3 6,4 27,8 32,2 01020304050 60 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter Altersgruppen 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Altersgruppen % Veränderungder Personenzahl in ProzentVeränderungder Personenzahl Abbildung 5.80 Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung in Neureut zwischen 2022 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 Anzahl der Personen 05001.0001.5002.000 0 bis unter 5 5 bis unter 10 10 bis unter 15 15 bis unter 20 20 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 35 35 bis unter 40 40 bis unter 45 45 bis unter 50 50 bis unter 55 55 bis unter 60 60 bis unter 65 65 bis unter 70 70 bis unter 75 75 bis unter 80 80 bis unter 85 85 bis unter 90 90 und älter Anzahl der Personen 2040 2022 Abbildung 5.81 Altersgruppen Hinweise zu den Indikatoren: Jugendquotient:Anzahl 0-bis 19 -Jährige je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Altenquotient:Anzahl 65-Jährige oder Ältere je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Gesamtquotient:Summe von Jugend-und Altenquotient, zu interpretieren als Anzahl der Personen im nichterwerbsfähigen Alter je 100 Personen im erwerbsfähigen Alter. Billeter-Maß:Differenz der jungen (0 bis 14 Jahre) zur älteren (50 Jahre oder älter) Bevölkerung, bezogen auf die mittlere (15 bis 49 Jahre) Bevölkerung. Je demographisch jünger (älter) eine Bevölkerung ist, desto höher (niedriger) ist der Indikatorwert (koparativ-statische Aussage). Steigende (sinkende) Indikatorwerte im Zeitverlauf zeigen eine demographische Verjüngung (Alterung) an (dynamische Aussage). 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA2040 Altersstruktur der Bevölkerung in Neureut 2022 und 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 20222040 Jugendquotient: 30,133,0 Altenquotient: 36,739,8 Gesamtquotient: 66,872,7 Durchschnittsalter: 44,844,1 Bil leter-Maß: -0,75-0,62 Amt für Stadtentwicklung | 81 Nordstadt In der Nordstadt betrug der Bevölkerungsbestand zum 31.12.2022 etwa 9.200 Personen (Hauptwohnsitz ohne LEA). Der Prognose zufolge wird die Zahl der Bewohnerinnen und Bewohner dort bis 2040 auf fast 11.200 Personen anwachsen (etwa +2.000 Personen | +21,3 %). Im gesamtstädtischen Vergleich ist die Nordstadt mit einem jährlichen durchschnittlichen Bevölkerungswachstum von +1,1 % zwischen 2022 und 2040 (etwa +110 Personen pro Jahr) ein Stadtteil mit überdurchschnittlichem jährlichem Wachstum (siehe Abbildung 5.82). Für Karlsruhe insgesamt rechnet die Prognose bis 2040 im Mittel pro Jahr mit einem Plus in Höhe +0,7 %. Der ab etwa dem Jahr 2025 zehn Jahre andauernde deutliche Bevölkerungsanstieg ist überwiegend durch den geplanten Wohnungsneubau in der Nordstadt zu erklären. Noch heute (2022) ist die Altersstruktur der Nordstadt von der noch nicht lange zurückliegenden Aufsiedelung des Stadtviertels „Amerikanersiedlung“ geprägt. Damals zogen viele junge Familien in die Nordstadt. Die jungen Eltern von damals sind heute zwischen 50 und 65 Jahre alt. Deren jüngste Kinder sind im Alter von 15 bis 20 Jahren. Entsprechend stark sind diese Altersgruppen besetzt (siehe Abbildung 5.84). Darüber hinaus ist für die Altersstruktur der Nordstadt ein verhältnismäßig geringer Anteil der 0- bis unter 15-Jährigen, der sehr hohe Anteil an Bevölkerung im Alter zwischen 20 bis unter 30 Jahren sowie der vergleichsweise geringe Anteil der ab 65-Jährigen charakteristisch. Gerade der letztgenannte Aspekt erklärt den in der Nordstadt im gesamtstädtischen Vergleich geringen Altenquotienten von 24,9 (Altenquotient Karlsruhe insgesamt: 30,2). D as Durchschnittsalter in der Nordstadt liegt mit 42,0 Jahren noch unter dem gesamtstädtischen Durchschnittsalter (42,9). Durch den geplanten Neubau in der Nordstadt werden viele junge Familien zuziehen. Daher werden zwischen 2022 und 2040 vor allem die Altersgruppen unter 10 Jahren (um bis zu 43,5 %) und die potentielle Elterngeneration der 30- bis unter 45-Jährigen (45,9 %, etwa +650 Personen) stark an Bevölkerung hinzugewinnen (siehe Abbildung 5.83). Die gemäß den Prognoseannahmen vergleichsweise konstante Zahl der Zuzüge von außen nach Karlsruhe wird auf Ebene der Nordstadt gerade ausreichen, um die aktuell hohe Zahl der 18- bis unter 30-Jährigen in etwa konstant zu halten. Aufgrund der beschriebenen aktuellen Altersstruktur der Nordstadt mit stark besetzten Jahrgängen im Alter zwischen 50 und 65 Jahren, wird die Altersgruppe der 65- bis unter 85-Jährigen durch die Alterung im Bestand bis zum Jahr 2040 besonders stark zunehmen (+89,4 %, etwa +1.050 Personen). Mit 54,7 % (etwa +150 Personen) bilden die Hochbetagten (85 Jahre und älter) die Altersgruppe, die in der Nordstadt zwischen 2022 und 2040 prozentual am zweitstärksten wachsen wird. Trotz eines sehr deutlichen Anstiegs des Altenquotienten in der Nordstadt im Prognosezeitraum (2022 bis 2040) von 24,9 auf 42,1 wird das Durchschnittsalter im gleichen Zeitraum nur verhältnismäßig langsam ansteigen – von 42,0 auf 44,2 Jahre. Dennoch wird das Durchschnittsalter in der Nordstadt im Jahr 2040 über dem Mittel von Karlsruhe liegen (42,7 Jahre). 9.277 9.548 9.210 11.170 0 2.000 4.000 6.000 8.000 10.000 12.000 14.000 200620072008200920102011201220132014201520162017201820192020202120222023202420252026202720282029203020312032203320342035203620372038 2039 2040 Jahr BestandPrognose 2006 –2019 jährl. Durchschnitt: +21 Personen bzw. +0,2% 2022–2040 jährl. Durchschnitt: +109 Personen bzw. +1,1% 2019–2022 jährl. Durchschnitt: -113 Personen bzw. -1,2% Abbildung 5.82 1LEA= Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Anzahl Personen Bevölkerungsentwicklung in Nordstadt 2006 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 | Prognosewerte ab 2023 82 | Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2024 56 74 133 65 -68 4 641 -153 1.059 149 -400-200020040060080010001200 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter 28,0 34,7 43,5 7,5 -5,7 0,6 45,9 -5,2 89,4 54,7 -30-20-1001020304050607080 90100 0 bis unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 65 65 bis unter 85 85 und älter Altersgruppen 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Altersgruppen % Veränderungder Personenzahl in ProzentVeränderungder Personenzahl Abbildung 5.83 Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung in Nordstadt zwischen 2022 bis 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 Anzahl der Personen 02004006008001.000 0 bis unter 5 5 bis unter 10 10 bis unter 15 15 bis unter 20 20 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 35 35 bis unter 40 40 bis unter 45 45 bis unter 50 50 bis unter 55 55 bis unter 60 60 bis unter 65 65 bis unter 70 70 bis unter 75 75 bis unter 80 80 bis unter 85 85 bis unter 90 90 und älter Anzahl der Personen 2040 2022 Abbildung 5.84 Altersgruppen Hinweise zu den Indikatoren: Jugendquotient:Anzahl 0-bis 19 -Jährige je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Altenquotient:Anzahl 65-Jährige oder Ältere je 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Gesamtquotient:Summe von Jugend-und Altenquotient, zu interpretieren als Anzahl der Personen im nichterwerbsfähigen Alter je 100 Personen im erwerbsfähigen Alter. Billeter-Maß:Differenz der jungen (0 bis 14 Jahre) zur älteren (50 Jahre oder älter) Bevölkerung, bezogen auf die mittlere (15 bis 49 Jahre) Bevölkerung. Je demographisch jünger (älter) eine Bevölkerung ist, desto höher (niedriger) ist der Indikatorwert (koparativ-statische Aussage). Steigende (sinkende) Indikatorwerte im Zeitverlauf zeigen eine demographische Verjüngung (Alterung) an (dynamische Aussage). 1LEA=Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA2040 Altersstruktur der Bevölkerung in Nordstadt 2022 und 2040 Bevölkerungmit Hauptwohnsitz ohne LEA 1 20222040 Jugendquotient: 32,434,4 Altenquotient: 24,942,1 Gesamtquotient: 57,276,6 Durchschnittsalter: 42,044,2 Bil leter-Maß: -0,62-0,63 Amt für Stadtentwicklung | 83 Anhang 84 | Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2024 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.01 Anteil verschiedenerAltersgruppen in Karlsruhe 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 14,7 14,7 14,7 14,7 14,8 14,9 19,0 19,1 19,1 19,3 19,3 19,1 21,1 21,2 21,3 21,5 21,7 21,8 25,8 25,4 25,0 24,2 23,6 24,0 19,4 19,6 19,9 20,3 20,6 20,3 0 20 40 60 80 100 20232024202520262027202820292030203120322033203420352036203720382039 2040 0 bis unter 18 Jahre18 bis unter 30 Jahre30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter % 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.02 Anteil verschiedenerAltersgruppen in Karlsruhe 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 44.006 44.575 45.110 46.295 48.416 50.407 57.194 57.966 58.765 60.511 63.413 64.711 63.496 64.433 65.514 67.618 71.106 73.787 77.362 77.053 76.702 76.012 77.289 81.388 58.293 59.572 61.060 63.754 67.548 68.921 42.000 47.000 52.000 57.000 62.000 67.000 72.000 77.000 82.000 202320242025202620272028202920302031203220332034203520362037203820392040 Anzahl der Personen 0 bis unter 18 Jahre 18 bis unter 30 Jahre 30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter Amt für Stadtentwicklung | 85 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.03 Anteil verschiedenerAltersgruppen in der Innenstadt-Ost 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 14,7 14,7 14,7 14,7 14,8 14,9 19,0 19,1 19,1 19,3 19,3 19,1 21,1 21,2 21,3 21,5 21,7 21,8 25,8 25,4 25,0 24,2 23,6 24,0 19,4 19,6 19,9 20,3 20,6 20,3 0 20 40 60 80 100 20232024202520262027202820292030203120322033203420352036203720382039 2040 0 bis unter 18 Jahre18 bis unter 30 Jahre30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter % 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.04 Anteil verschiedenerAltersgruppen in der Innenstadt-Ost 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 613 619 624 643 678 712 2.435 2.474 2.518 2.592 2.709 2.789 1.417 1.469 1.520 1.595 1.691 1.782 1.155 1.167 1.163 1.164 1.223 1.309 792 799 819 835 856 872 0 500 1.000 1.500 2.000 2.500 3.000 202320242025202620272028202920302031203220332034203520362037203820392040 Anzahl der Personen 0 bis unter 18 Jahre18 bis unter 30 Jahre30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter 86 | Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2024 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.05 Anteil verschiedenerAltersgruppen in der Innenstadt-West 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 14,7 14,7 14,7 14,7 14,8 14,9 19,0 19,1 19,1 19,3 19,3 19,1 21,1 21,2 21,3 21,5 21,7 21,8 25,8 25,4 25,0 24,2 23,6 24,0 19,4 19,6 19,9 20,3 20,6 20,3 0 20 40 60 80 100 20232024202520262027202820292030203120322033203420352036203720382039 2040 0 bis unter 18 Jahre18 bis unter 30 Jahre30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter % 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.06 Anteil verschiedenerAltersgruppen in der Innenstadt-West 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 858 896 917 955 1.005 1.047 2.265 2.337 2.391 2.468 2.601 2.730 1.744 1.769 1.786 1.800 1.859 1.971 1.165 1.189 1.213 1.260 1.343 1.392 0 500 1.000 1.500 2.000 2.500 3.000 202320242025202620272028202920302031203220332034203520362037203820392040 Anzahl der Personen 0 bis unter 18 Jahre18 bis unter 30 Jahre30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter Amt für Stadtentwicklung | 87 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.07 Anteil verschiedenerAltersgruppen in der Südstadt 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 14,7 14,7 14,7 14,7 14,8 14,9 19,0 19,1 19,1 19,3 19,3 19,1 21,1 21,2 21,3 21,5 21,7 21,8 25,8 25,4 25,0 24,2 23,6 24,0 19,4 19,6 19,9 20,3 20,6 20,3 0 20 40 60 80 100 202320242025202620272028202920302031203220332034203520362037203820392040 0 bis unter 18 Jahre18 bis unter 30 Jahre30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter % 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.08 Anteil verschiedenerAltersgruppen in der Südstadt 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 2.435 2.486 2.530 2.577 2.626 2.719 5.230 5.232 5.228 5.372 5.629 5.797 5.449 5.384 5.375 5.428 5.585 5.848 4.333 4.442 4.536 4.543 4.694 4.941 2.465 2.577 2.669 2.877 3.158 3.322 2.000 3.000 4.000 5.000 6.000 202320242025202620272028202920302031203220332034203520362037203820392040 Anzahl der Personen 0 bis unter 18 Jahre18 bis unter 30 Jahre30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter 88 | Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2024 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.09 Anteil verschiedenerAltersgruppen in der Südweststadt 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 14,7 14,7 14,7 14,7 14,8 14,9 19,0 19,1 19,1 19,3 19,3 19,1 21,1 21,2 21,3 21,5 21,7 21,8 25,8 25,4 25,0 24,2 23,6 24,0 19,4 19,6 19,9 20,3 20,6 20,3 0 20 40 60 80 100 202320242025202620272028202920302031203220332034203520362037203820392040 0 bis unter 18 Jahre18 bis unter 30 Jahre30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter % 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.10 Anteil verschiedenerAltersgruppen in der Südweststadt 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 3.018 3.052 3.069 3.210 3.283 3.422 4.372 4.355 4.381 4.579 4.697 4.809 4.971 5.029 5.121 5.358 5.500 5.716 5.227 5.222 5.167 5.142 5.150 5.325 3.188 3.246 3.359 3.585 3.885 4.060 2.000 3.000 4.000 5.000 6.000 202320242025202620272028202920302031203220332034203520362037203820392040 Anzahl der Personen 0 bis unter 18 Jahre18 bis unter 30 Jahre30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter Amt für Stadtentwicklung | 89 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.11 Anteil verschiedenerAltersgruppen in der Weststadt 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 14,7 14,7 14,7 14,7 14,8 14,9 19,0 19,1 19,1 19,3 19,3 19,1 21,1 21,2 21,3 21,5 21,7 21,8 25,8 25,4 25,0 24,2 23,6 24,0 19,4 19,6 19,9 20,3 20,6 20,3 0 20 40 60 80 100 202320242025202620272028202920302031203220332034203520362037203820392040 0 bis unter 18 Jahre18 bis unter 30 Jahre30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter % 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.12 Anteil verschiedenerAltersgruppen in der Weststadt 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 2.663 2.681 2.666 2.687 2.734 2.824 4.301 4.352 4.383 4.500 4.713 4.854 4.801 4.897 4.924 5.001 5.186 5.428 4.952 4.942 4.881 4.815 4.877 5.094 3.101 3.206 3.320 3.478 3.687 3.788 2.000 3.000 4.000 5.000 6.000 202320242025202620272028202920302031203220332034203520362037203820392040 Anzahl der Personen 0 bis unter 18 Jahre18 bis unter 30 Jahre30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter 90 | Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2024 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.13 Anteil verschiedenerAltersgruppen in der Nordweststadt 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 14,7 14,7 14,7 14,7 14,8 14,9 19,0 19,1 19,1 19,3 19,3 19,1 21,1 21,2 21,3 21,5 21,7 21,8 25,8 25,4 25,0 24,2 23,6 24,0 19,4 19,6 19,9 20,3 20,6 20,3 0 20 40 60 80 100 20232024202520262027202820292030203120322033203420352036203720382039 2040 0 bis unter 18 Jahre18 bis unter 30 Jahre30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter % 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.14 Anteil verschiedenerAltersgruppen in der Nordweststadt 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 1.745 1.762 1.760 2.015 2.122 2.147 2.283 2.315 2.350 2.651 2.757 2.794 2.182 2.296 2.383 2.854 3.021 3.014 2.763 2.784 2.800 3.003 3.203 3.447 2.577 2.572 2.595 2.702 2.853 2.929 1.000 1.500 2.000 2.500 3.000 3.500 202320242025202620272028202920302031203220332034203520362037203820392040 Anzahl der Personen 0 bis unter 18 Jahre18 bis unter 30 Jahre30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter Amt für Stadtentwicklung | 91 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.15 Anteil verschiedenerAltersgruppen in der Oststadt 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 14,7 14,7 14,7 14,7 14,8 14,9 19,0 19,1 19,1 19,3 19,3 19,1 21,1 21,2 21,3 21,5 21,7 21,8 25,8 25,4 25,0 24,2 23,6 24,0 19,4 19,6 19,9 20,3 20,6 20,3 0 20 40 60 80 100 202320242025202620272028202920302031203220332034203520362037203820392040 0 bis unter 18 Jahre18 bis unter 30 Jahre30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter % 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.16 Anteil verschiedenerAltersgruppen in der Oststadt 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 1.833 1.896 1.940 2.040 2.323 2.412 6.998 6.878 6.895 7.101 7.533 7.646 4.428 4.434 4.490 4.606 5.058 5.180 3.450 3.443 3.395 3.332 3.441 3.639 2.464 2.470 2.503 2.584 2.783 2.817 0 1.000 2.000 3.000 4.000 5.000 6.000 7.000 8.000 202320242025202620272028202920302031203220332034203520362037203820392040 Anzahl der Personen 0 bis unter 18 Jahre18 bis unter 30 Jahre30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter 92 | Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2024 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.17 Anteil verschiedenerAltersgruppen in Mühlburg 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 14,7 14,7 14,7 14,7 14,8 14,9 19,0 19,1 19,1 19,3 19,3 19,1 21,1 21,2 21,3 21,5 21,7 21,8 25,8 25,4 25,0 24,2 23,6 24,0 19,4 19,6 19,9 20,3 20,6 20,3 0 20 40 60 80 100 202320242025202620272028202920302031203220332034203520362037203820392040 0 bis unter 18 Jahre18 bis unter 30 Jahre30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter % 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.18 Anteil verschiedenerAltersgruppen in Mühlburg 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 2.232 2.257 2.282 2.319 2.405 2.515 3.060 3.195 3.277 3.373 3.506 3.594 3.779 3.801 3.872 3.982 4.146 4.341 4.271 4.272 4.288 4.275 4.359 4.586 3.098 3.162 3.236 3.376 3.593 3.702 0 1.000 2.000 3.000 4.000 5.000 202320242025202620272028202920302031203220332034203520362037203820392040 Anzahl der Personen 0 bis unter 18 Jahre18 bis unter 30 Jahre30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter Amt für Stadtentwicklung | 93 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.19 Anteil verschiedenerAltersgruppen in Daxladen 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 14,7 14,7 14,7 14,7 14,8 14,9 19,0 19,1 19,1 19,3 19,3 19,1 21,1 21,2 21,3 21,5 21,7 21,8 25,8 25,4 25,0 24,2 23,6 24,0 19,4 19,6 19,9 20,3 20,6 20,3 0 20 40 60 80 100 202320242025202620272028202920302031203220332034203520362037203820392040 0 bis unter 18 Jahre18 bis unter 30 Jahre30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter % 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.20 Anteil verschiedenerAltersgruppen in Daxladen 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 1.644 1.848 1.995 2.057 2.118 2.141 1.335 1.473 1.544 1.496 1.534 1.603 1.895 2.230 2.386 2.357 2.298 2.296 3.242 3.236 3.233 3.145 3.094 3.250 3.040 3.062 3.118 3.176 3.297 3.275 0 1.000 2.000 3.000 4.000 202320242025202620272028202920302031203220332034203520362037203820392040 Anzahl der Personen 0 bis unter 18 Jahre18 bis unter 30 Jahre30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter 94 | Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2024 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.21 Anteil verschiedenerAltersgruppen in Knielingen 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 14,7 14,7 14,7 14,7 14,8 14,9 19,0 19,1 19,1 19,3 19,3 19,1 21,1 21,2 21,3 21,5 21,7 21,8 25,8 25,4 25,0 24,2 23,6 24,0 19,4 19,6 19,9 20,3 20,6 20,3 0 20 40 60 80 100 202320242025202620272028202920302031203220332034203520362037203820392040 0 bis unter 18 Jahre18 bis unter 30 Jahre30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter % 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.22 Anteil verschiedenerAltersgruppen in Knielingen 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 2.063 2.018 1.992 1.917 1.857 1.910 1.614 1.671 1.714 1.777 1.853 1.915 2.622 2.585 2.555 2.542 2.604 2.785 3.096 3.177 3.270 3.322 3.395 3.579 2.073 2.150 2.217 2.340 2.542 2.669 0 1.000 2.000 3.000 4.000 202320242025202620272028202920302031203220332034203520362037203820392040 Anzahl der Personen 0 bis unter 18 Jahre18 bis unter 30 Jahre30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter Amt für Stadtentwicklung | 95 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.23 Anteil verschiedenerAltersgruppen in Grünwinkel 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 14,7 14,7 14,7 14,7 14,8 14,9 19,0 19,1 19,1 19,3 19,3 19,1 21,1 21,2 21,3 21,5 21,7 21,8 25,8 25,4 25,0 24,2 23,6 24,0 19,4 19,6 19,9 20,3 20,6 20,3 0 20 40 60 80 100 202320242025202620272028202920302031203220332034203520362037203820392040 0 bis unter 18 Jahre18 bis unter 30 Jahre30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter % 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.24 Anteil verschiedenerAltersgruppen in Grünwinkel 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 1.869 1.881 1.861 1.846 1.843 1.877 1.520 1.588 1.613 1.645 1.712 1.743 2.208 2.289 2.281 2.295 2.357 2.442 3.058 3.072 3.069 3.056 3.136 3.292 2.445 2.521 2.593 2.706 2.824 2.886 0 1.000 2.000 3.000 4.000 202320242025202620272028202920302031203220332034203520362037203820392040 Anzahl der Personen 0 bis unter 18 Jahre18 bis unter 30 Jahre30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter 96 | Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2024 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.25 Anteil verschiedenerAltersgruppen in Oberreut 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 14,7 14,7 14,7 14,7 14,8 14,9 19,0 19,1 19,1 19,3 19,3 19,1 21,1 21,2 21,3 21,5 21,7 21,8 25,8 25,4 25,0 24,2 23,6 24,0 19,4 19,6 19,9 20,3 20,6 20,3 0 20 40 60 80 100 20232024202520262027202820292030203120322033203420352036203720382039 2040 0 bis unter 18 Jahre18 bis unter 30 Jahre30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter % 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.26 Anteil verschiedenerAltersgruppen in Oberreut 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 1.786 1.731 1.726 1.650 1.550 1.481 1.251 1.248 1.265 1.175 1.212 1.195 2.115 2.060 2.094 1.973 1.897 1.865 2.770 2.717 2.678 2.618 2.651 2.686 2.315 2.458 2.600 2.730 2.836 2.843 0 500 1.000 1.500 2.000 2.500 3.000 2023202420252026 2027 2028 2029 2030203120322033 2034 203520362037203820392040 Anzahl der Personen 0 bis unter 18 Jahre18 bis unter 30 Jahre30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter Amt für Stadtentwicklung | 97 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.27 Anteil verschiedenerAltersgruppen in Beiertheim-Bulach 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 14,7 14,7 14,7 14,7 14,8 14,9 19,0 19,1 19,1 19,3 19,3 19,1 21,1 21,2 21,3 21,5 21,7 21,8 25,8 25,4 25,0 24,2 23,6 24,0 19,4 19,6 19,9 20,3 20,6 20,3 0 20 40 60 80 100 2023202420252026 2027202820292030203120322033203420352036203720382039 2040 0 bis unter 18 Jahre18 bis unter 30 Jahre30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter % 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.28 Anteil verschiedenerAltersgruppen in Beiertheim-Bulach 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 1.004 1.016 1.015 1.014 982 940 1.123 1.170 1.223 1.234 1.206 1.197 1.569 1.545 1.488 1.449 1.382 1.349 1.940 1.933 1.961 1.939 1.923 1.959 1.395 1.414 1.437 1.501 1.565 1.555 0 500 1.000 1.500 2.000 202320242025202620272028202920302031203220332034203520362037203820392040 Anzahl der Personen 0 bis unter 18 Jahre18 bis unter 30 Jahre30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter 98 | Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2024 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.29 Anteil verschiedenerAltersgruppen in Weiherfeld-Dammerstock 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 14,7 14,7 14,7 14,7 14,8 14,9 19,0 19,1 19,1 19,3 19,3 19,1 21,1 21,2 21,3 21,5 21,7 21,8 25,8 25,4 25,0 24,2 23,6 24,0 19,4 19,6 19,9 20,3 20,6 20,3 0 20 40 60 80 100 202320242025202620272028202920302031203220332034203520362037203820392040 0 bis unter 18 Jahre18 bis unter 30 Jahre30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter % 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.30 Anteil verschiedenerAltersgruppen in Weiherfeld-Dammerstock 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 883 901 925 965 1.056 1.118 664 736 765 768 860 863 1.108 1.098 1.100 1.106 1.224 1.265 1.606 1.578 1.570 1.514 1.552 1.660 1.612 1.558 1.507 1.507 1.522 1.492 0 500 1.000 1.500 2.000 202320242025202620272028202920302031203220332034203520362037203820392040 Anzahl der Personen 0 bis unter 18 Jahre18 bis unter 30 Jahre30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter Amt für Stadtentwicklung | 99 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.31 Anteil verschiedenerAltersgruppen in Rüppurr 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 14,7 14,7 14,7 14,7 14,8 14,9 19,0 19,1 19,1 19,3 19,3 19,1 21,1 21,2 21,3 21,5 21,7 21,8 25,8 25,4 25,0 24,2 23,6 24,0 19,4 19,6 19,9 20,3 20,6 20,3 0 20 40 60 80 100 202320242025202620272028202920302031203220332034203520362037203820392040 0 bis unter 18 Jahre18 bis unter 30 Jahre30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter % 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.32 Anteil verschiedenerAltersgruppen in Rüppurr 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 1.771 1.789 1.801 1.827 1.856 1.921 1.336 1.341 1.345 1.360 1.422 1.436 1.914 1.946 1.963 1.983 2.045 2.101 3.130 3.048 3.003 2.909 2.791 2.920 2.672 2.691 2.690 2.745 2.896 2.874 0 1.000 2.000 3.000 4.000 2023202420252026 2027 2028 2029 2030203120322033 2034 2035 2036 2037 2038 2039 2040 Anzahl der Personen 0 bis unter 18 Jahre18 bis unter 30 Jahre30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter 100 | Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2024 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.33 Anteil verschiedenerAltersgruppen in Waldstadt 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 14,7 14,7 14,7 14,7 14,8 14,9 19,0 19,1 19,1 19,3 19,3 19,1 21,1 21,2 21,3 21,5 21,7 21,8 25,8 25,4 25,0 24,2 23,6 24,0 19,4 19,6 19,9 20,3 20,6 20,3 0 20 40 60 80 100 20232024202520262027202820292030203120322033203420352036203720382039 2040 0 bis unter 18 Jahre18 bis unter 30 Jahre30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter % 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.34 Anteil verschiedenerAltersgruppen in Waldstadt 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 1.972 2.012 2.028 2.120 2.192 2.267 1.885 1.901 1.934 2.006 2.078 2.095 2.264 2.313 2.389 2.587 2.702 2.758 3.042 3.006 3.017 3.114 3.195 3.360 2.901 2.885 2.851 2.801 2.803 2.794 0 500 1.000 1.500 2.000 2.500 3.000 3.500 202320242025202620272028202920302031203220332034203520362037203820392040 Anzahl der Personen 0 bis unter 18 Jahre18 bis unter 30 Jahre30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter Amt für Stadtentwicklung | 101 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.35 Anteil verschiedenerAltersgruppen in Rintheim 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 14,7 14,7 14,7 14,7 14,8 14,9 19,0 19,1 19,1 19,3 19,3 19,1 21,1 21,2 21,3 21,5 21,7 21,8 25,8 25,4 25,0 24,2 23,6 24,0 19,4 19,6 19,9 20,3 20,6 20,3 0 20 40 60 80 100 202320242025202620272028202920302031203220332034203520362037203820392040 0 bis unter 18 Jahre18 bis unter 30 Jahre30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter % 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.36 Anteil verschiedenerAltersgruppen in Rintheim 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 1.050 1.075 1.071 1.080 1.058 1.070 1.137 1.106 1.062 1.035 1.058 1.054 1.301 1.368 1.367 1.364 1.368 1.381 1.552 1.598 1.631 1.662 1.731 1.821 1.251 1.309 1.353 1.415 1.483 1.517 500 1.000 1.500 2.000 202320242025202620272028202920302031203220332034203520362037203820392040 Anzahl der Personen 0 bis unter 18 Jahre18 bis unter 30 Jahre30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter 102 | Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2024 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.37 Anteil verschiedenerAltersgruppen in Hagsfeld 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 14,7 14,7 14,7 14,7 14,8 14,9 19,0 19,1 19,1 19,3 19,3 19,1 21,1 21,2 21,3 21,5 21,7 21,8 25,8 25,4 25,0 24,2 23,6 24,0 19,4 19,6 19,9 20,3 20,6 20,3 0 20 40 60 80 100 202320242025202620272028202920302031203220332034203520362037203820392040 0 bis unter 18 Jahre18 bis unter 30 Jahre30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter % 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.38 Anteil verschiedenerAltersgruppen in Hagsfeld 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 1.168 1.189 1.196 1.202 1.216 1.352 1.113 1.109 1.124 1.142 1.152 1.261 1.450 1.433 1.431 1.469 1.488 1.689 1.967 1.919 1.868 1.789 1.759 1.886 1.350 1.423 1.502 1.589 1.665 1.684 0 500 1.000 1.500 2.000 202320242025202620272028202920302031203220332034203520362037203820392040 Anzahl der Personen 0 bis unter 18 Jahre18 bis unter 30 Jahre30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter Amt für Stadtentwicklung | 103 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.39 Anteil verschiedenerAltersgruppen in Durlach 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 14,7 14,7 14,7 14,7 14,8 14,9 19,0 19,1 19,1 19,3 19,3 19,1 21,1 21,2 21,3 21,5 21,7 21,8 25,8 25,4 25,0 24,2 23,6 24,0 19,4 19,6 19,9 20,3 20,6 20,3 0 20 40 60 80 100 20232024202520262027202820292030203120322033203420352036203720382039 2040 0 bis unter 18 Jahre18 bis unter 30 Jahre30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter % 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.40 Anteil verschiedenerAltersgruppen in Durlach 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 4.707 4.806 4.922 5.200 5.562 5.720 4.510 4.642 4.783 5.038 5.298 5.327 6.532 6.597 6.695 7.056 7.464 7.560 8.566 8.510 8.412 8.400 8.632 9.084 6.814 6.913 7.089 7.353 7.703 7.776 0 1.000 2.000 3.000 4.000 5.000 6.000 7.000 8.000 9.000 10.000 202320242025202620272028202920302031203220332034203520362037203820392040 Anzahl der Personen 0 bis unter 18 Jahre18 bis unter 30 Jahre30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter 104 | Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2024 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.41 Anteil verschiedenerAltersgruppen in Grötzingen 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 14,7 14,7 14,7 14,7 14,8 14,9 19,0 19,1 19,1 19,3 19,3 19,1 21,1 21,2 21,3 21,5 21,7 21,8 25,8 25,4 25,0 24,2 23,6 24,0 19,4 19,6 19,9 20,3 20,6 20,3 0 20 40 60 80 100 202320242025202620272028202920302031203220332034203520362037203820392040 0 bis unter 18 Jahre18 bis unter 30 Jahre30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter % 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.42 Anteil verschiedenerAltersgruppen in Grötzingen 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 1.395 1.375 1.365 1.371 1.413 1.474 1.047 1.068 1.079 1.098 1.135 1.167 1.560 1.546 1.542 1.563 1.620 1.707 2.593 2.515 2.449 2.341 2.230 2.308 2.333 2.342 2.368 2.420 2.504 2.449 0 1.000 2.000 3.000 202320242025202620272028202920302031203220332034203520362037203820392040 Anzahl der Personen 0 bis unter 18 Jahre18 bis unter 30 Jahre30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter Amt für Stadtentwicklung | 105 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.43 Anteil verschiedenerAltersgruppen in Stupferich 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 14,7 14,7 14,7 14,7 14,8 14,9 19,0 19,1 19,1 19,3 19,3 19,1 21,1 21,2 21,3 21,5 21,7 21,8 25,8 25,4 25,0 24,2 23,6 24,0 19,4 19,6 19,9 20,3 20,6 20,3 0 20 40 60 80 100 20232024202520262027202820292030203120322033203420352036203720382039 2040 0 bis unter 18 Jahre18 bis unter 30 Jahre30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter % 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.44 Anteil verschiedenerAltersgruppen in Stupferich 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 572 604 634 677 840 912 308 328 335 383 486 519 585 581 587 615 808 848 794 792 808 827 946 1.061 723 745 752 795 863 909 0 300 600 900 1.200 202320242025202620272028202920302031203220332034203520362037203820392040 Anzahl der Personen 0 bis unter 18 Jahre18 bis unter 30 Jahre30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter 106 | Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2024 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.45 Anteil verschiedenerAltersgruppen in Hohenwettersbach 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 14,7 14,7 14,7 14,7 14,8 14,9 19,0 19,1 19,1 19,3 19,3 19,1 21,1 21,2 21,3 21,5 21,7 21,8 25,8 25,4 25,0 24,2 23,6 24,0 19,4 19,6 19,9 20,3 20,6 20,3 0 20 40 60 80 100 20232024202520262027202820292030203120322033203420352036203720382039 2040 0 bis unter 18 Jahre18 bis unter 30 Jahre30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter % 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.46 Anteil verschiedenerAltersgruppen in Hohenwettersbach 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 580 549 532 514 583 658 353 383 395 396 442 417 463 449 473 508 648 706 1.025 1.011 980 899 856 884 564 604 629 700 823 855 0 300 600 900 1.200 202320242025202620272028202920302031203220332034203520362037203820392040 Anzahl der Personen 0 bis unter 18 Jahre18 bis unter 30 Jahre30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter Amt für Stadtentwicklung | 107 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.47 Anteil verschiedenerAltersgruppen in Wolfartsweier 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 14,7 14,7 14,7 14,7 14,8 14,9 19,0 19,1 19,1 19,3 19,3 19,1 21,1 21,2 21,3 21,5 21,7 21,8 25,8 25,4 25,0 24,2 23,6 24,0 19,4 19,6 19,9 20,3 20,6 20,3 0 20 40 60 80 100 202320242025202620272028202920302031203220332034203520362037203820392040 0 bis unter 18 Jahre18 bis unter 30 Jahre30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter % 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.48 Anteil verschiedenerAltersgruppen in Wolfartsweier 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 456 481 487 495 500 512 433 463 474 474 497 524 606 640 635 627 619 650 905 867 836 789 785 809 777 789 796 809 793 762 0 200 400 600 800 1.000 202320242025202620272028202920302031203220332034203520362037203820392040 Anzahl der Personen 0 bis unter 18 Jahre18 bis unter 30 Jahre30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter 108 | Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2024 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.49 Anteil verschiedenerAltersgruppen in Grünwettersbach 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 14,7 14,7 14,7 14,7 14,8 14,9 19,0 19,1 19,1 19,3 19,3 19,1 21,1 21,2 21,3 21,5 21,7 21,8 25,8 25,4 25,0 24,2 23,6 24,0 19,4 19,6 19,9 20,3 20,6 20,3 0 20 40 60 80 100 20232024202520262027202820292030203120322033203420352036203720382039 2040 0 bis unter 18 Jahre18 bis unter 30 Jahre30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter % 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.50 Anteil verschiedenerAltersgruppen in Grünwettersbach 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 708 720 780 838 903 937 426 459 556 569 573 584 731 737 847 904 930 943 1.192 1.174 1.192 1.194 1.219 1.303 1.043 1.037 1.049 1.085 1.121 1.104 0 300 600 900 1.200 1.500 202320242025202620272028202920302031203220332034203520362037203820392040 Anzahl der Personen 0 bis unter 18 Jahre 18 bis unter 30 Jahre 30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter Amt für Stadtentwicklung | 109 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.51 Anteil verschiedenerAltersgruppen in Palmbach 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 14,7 14,7 14,7 14,7 14,8 14,9 19,0 19,1 19,1 19,3 19,3 19,1 21,1 21,2 21,3 21,5 21,7 21,8 25,8 25,4 25,0 24,2 23,6 24,0 19,4 19,6 19,9 20,3 20,6 20,3 0 20 40 60 80 100 202320242025202620272028202920302031203220332034203520362037203820392040 0 bis unter 18 Jahre18 bis unter 30 Jahre30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter % 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.52 Anteil verschiedenerAltersgruppen in Palmbach 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 405 384 371 347 327 413 222 237 237 251 256 280 326 308 310 319 334 449 613 604 581 539 514 557 387 416 445 493 527 565 0 200 400 600 800 2023202420252026 2027 2028 2029 2030203120322033 2034 2035 2036 2037 2038 2039 2040 Anzahl der Personen 0 bis unter 18 Jahre18 bis unter 30 Jahre30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter 110 | Bevölkerungsprognose Karlsruhe 2024 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.53 Anteil verschiedenerAltersgruppen in Neureut 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 14,7 14,7 14,7 14,7 14,8 14,9 19,0 19,1 19,1 19,3 19,3 19,1 21,1 21,2 21,3 21,5 21,7 21,8 25,8 25,4 25,0 24,2 23,6 24,0 19,4 19,6 19,9 20,3 20,6 20,3 0 20 40 60 80 100 202320242025202620272028202920302031203220332034203520362037203820392040 0 bis unter 18 Jahre18 bis unter 30 Jahre30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter % 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.54 Anteil verschiedenerAltersgruppen in Neureut 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 3.042 3.032 3.025 2.991 3.383 4.000 2.614 2.549 2.531 2.594 2.976 3.153 3.535 3.483 3.485 3.537 4.175 4.914 5.464 5.417 5.336 5.160 5.326 5.876 4.243 4.359 4.486 4.729 5.090 5.364 0 1.000 2.000 3.000 4.000 5.000 6.000 202320242025202620272028202920302031203220332034203520362037203820392040 Anzahl der Personen 0 bis unter 18 Jahre18 bis unter 30 Jahre30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter Amt für Stadtentwicklung | 111 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.55 Anteil verschiedenerAltersgruppen in der Nordstadt 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 14,7 14,7 14,7 14,7 14,8 14,9 19,0 19,1 19,1 19,3 19,3 19,1 21,1 21,2 21,3 21,5 21,7 21,8 25,8 25,4 25,0 24,2 23,6 24,0 19,4 19,6 19,9 20,3 20,6 20,3 0 20 40 60 80 100 20232024202520262027202820292030203120322033203420352036203720382039 2040 0 bis unter 18 Jahre18 bis unter 30 Jahre30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter % 1ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung | Bevölkerungsprognose KA 2040 Abbildung A.56 Anteil verschiedenerAltersgruppen in der Nordstadt 2023 bis 2040 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 1 1.536 1.515 1.598 1.738 2.000 1.908 1.789 1.815 1.850 1.882 1.923 1.774 1.419 1.577 1.809 2.071 2.356 2.039 2.912 2.837 2.793 2.719 2.748 2.782 1.504 1.676 1.865 2.162 2.535 2.666 1.200 1.600 2.000 2.400 2.800 3.200 202320242025202620272028202920302031203220332034203520362037203820392040 Anzahl der Personen 0 bis unter 18 Jahre18 bis unter 30 Jahre30 bis unter 45 Jahre45 bis unter 65 Jahre65 Jahre und älter
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Niederschrift 65. Plenarsitzung des Gemeinderates 18. Juni 2024, 15:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus am Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup Punkt 6 der Tagesordnung: Kleinräumige Bevölkerungsprognose 2040 Vorlage: 2024/0524 Beschluss: Der Gemeinderat nimmt die Ergebnisse der stadteigenen kleinräumigen Bevölkerungsprog- nose für Karlsruhe und seine Stadtteile bis 2040 zur Kenntnis und beauftragt die Verwal- tung, die weiteren Fachplanungen auf Basis der kleinräumigen Prognose durchzuführen so- wie die Prognose alle drei Jahre fortzuschreiben. Abstimmungsergebnis: Mehrheitliche Zustimmung (40 Ja, 2 Nein) Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 6 zur Behandlung auf und verweist auf die er- folgte Vorberatung im Hauptausschuss am 4. Juni 2024. Stadträtin Anlauf (GRÜNE): Die Bevölkerungsprognose zeigt Daten, über die wir nachden- ken und die wir dringend in die Planung der nächsten Jahre einbeziehen müssen. Prägnant zunächst der Zuwachs der Älteren. Bis 2040 stärkster Zuwachs von allen Gruppen in Pro- zent um 19,4 Prozent, von den 65- bis 85-Jährigen, nämlich den Babyboomern, um 9.400 Personen mehr. Was bedeutet das für die Hausarztpraxen, für den KVV, für die Kultur, für Sportvereine, Wohnungen, barrierefreie Wohnungen, Altersarmut und die Pflege? Dem Se- niorenbüro, dem Arbeitsausschuss ältere Generation, dem Pflegestützpunkt und dem Stadtseniorenrat wird ein immer größerer Stellenwert zukommen. Wir werden als GRÜNE darauf achten, dass die Stadt im Seniorenbereich genügend Ressourcen hat. Bezüglich der Pflege, es dürfte inzwischen allen bekannt sein, dass die Anzahl der Pflegeplätze in Karls- ruhe rückläufig ist, obwohl sie deutlich zunehmen müsste. Zuzüglich dazu, dass die Babyboomer im Zeitraum bis 2040 immer häufiger Pflege benöti- gen, kommt folgender unerwarteter Effekt, der von Lauterbach vor kurzem angesprochen wurde, nämlich eine unerwartete Explosion der Zahlen in der Pflege von erwarteten 50.000 Menschen plus 2023 auf das Vierfache oder Fünffache, nämlich auf 360.000. Aber auch die Anzahl der Kinder wird deutlich zunehmen. Bis 2040 gibt es ein überdurchschnittliches Wachstum der 30-Jährigen bis unter 40-Jährigen und damit natürlich auch der Kinder von – 2 – 0 bis 3 Jahren um 1.375 Kinder, also um 18 Prozent. Wir brauchen also dringend einen neuen Aufbruch in Form von Kita- und Schulplätzen. PIA-Plätze ausbauen, heißt die Devise. Vor kurzem habe ich bezüglich Schulen erst erfahren, dass in der Südendschule das Sport- zentrum am Zusammenbrechen ist und kein Sportunterricht mehr stattfinden kann im Au- genblick. Es wird sich in den nächsten Jahren zeigen, welche Fraktion sich diesen Heraus- forderungen stellt. Wir GRÜNEN tun das. Es gibt noch den zweiten Aspekt neben der Versorgung Älterer und kleiner Kinder. Ohne Kitaplätze, ohne Pflegeplätze kann ein Teil der Berufstätigen nicht arbeiten gehen und wird der Sorgearbeit nachgehen. Dies wäre ein enormer Standortnachteil für Karlsruhe. Daran werden wir uns messen müssen. Ich kann nur dazu aufrufen, dass die Frauen hier im Ge- meinderat sich zusammenschließen an diesem Punkt, denn es sind immer nach wie vor die Frauen, die sich um die Sorgearbeit kümmern. Wir GRÜNE wollen gute Versorgung und Standortvorteile für unsere Stadt. Stadtrat Pfannkuch (CDU): Die Kollegin Anlauf hat wirklich alle wesentlichen Punkte, sogar sehr präzise mit Zahlen belegt, genannt. Das sind alles Politikbereiche, die unserer erhöhten Aufmerksamkeit gehören werden müssen. Das heißt aber auch, dass wir uns durchaus nicht nur über haushalterische Lösungen Gedanken machen müssen und können, sondern auch andere Dinge klären müssen. Da ist sicherlich ein Hauptproblem die Personalseite. Ich meine, man kann nicht fehlendes Personal in Kitas allein durch wirtschaftliche Mittel erset- zen. Hier muss auch ein Umdenken erfolgen. Das sind alles Dinge, die aber meines Erach- tens für jeden Bereich sehr sorgfältig diskutiert und dann nachher in Entscheidungen um- gesetzt werden müssen. Das ist eigentlich bei einem allgemeinen Bericht über die kleinräu- mige Bevölkerungsentwicklung jetzt verfrüht. Sie sagen nur völlig zu Recht, dass noch eini- ges auf uns zukommt. Es kommt noch in einem anderen Bereich etwas auf uns zu. Hier wird ausgeführt, dass wir Bevölkerungswachstum haben werden. Aber wir müssen auch dringend das allseits immer wieder gern angesprochene Problem der bezahlbaren Wohnungen in den Blick zu rücken. Wir brauchen weit mehr als 10.000 Wohneinheiten, was manche Kreise hier in diesem Hause gerne verdrängen, aber es ist eben so. Ich will auch hier jetzt nicht in den Fehler ver- fallen, gleich die Lösungen bzw. die zum Teil schon geführten Diskussionskämpfe aufarbei- ten, aber wir müssen wirklich effektiv was hinkriegen. Mit klein-klein wird es nicht getan sein. Insgesamt aber ist eines wesentlich. Wir müssen uns der kurzfristigen Aufarbeitung dieser Prognosen hingeben. Das ist die Entscheidungsgrundlage für alle Ämter, aber auch für un- sere Entscheidungen hier im Gemeinderat. Wir sehen schon dem nächsten Bericht entge- gen, damit wir das feinabstimmen können. Danke an die Verwaltung für diese Mühen. Stadtrat Hock (FDP): Kollegin Anlauf hat vieles Richtige gesagt, was wir genauso sehen, und der Kollege Pfannkuch hat natürlich heute einen wichtigen Punkt noch einmal ange- sprochen. Wir brauchen für 40.000 Leute, die mehr nach Karlsruhe kommen sollen, natür- lich auch den entsprechenden Wohnraum, der für die Leute auch bezahlbar ist. Denn eines ist auch klar, 40.000 Leute, die dann in Karlsruhe mehr wohnen werden, werden natürlich auch zu der Wertschöpfung hier in Karlsruhe beitragen. Es werden neue Arbeitsplätze ent- stehen. Aber für uns als Stadtverwaltung und als Gemeinderat muss auch klar sein, dass wir natürlich dann auch die passenden Lösungen finden, den zu bauenden Wohnraum – 3 – oder auch den jetzigen Wohnraum so effektiver nutzen, in die Höhe zu bauen. Herr Oberbürgermeister, wir sind schon an Lösungsansätzen dran, die wir natürlich auch in nächster Zeit und in dem neuen Gemeinderat zusammen diskutieren müssen. Und dass wir mehr Kindergartenplätze brauchen und dazu natürlich auch das nötige Personal, das ist klar. Der Kollege hat es angesprochen, dass nicht alles mit Geld abzudecken ist. Das sehen wir auch. Aber Lösungsansätze dazu müssen wir finden. Der wichtigste Ansatz ist für meine Fraktion definitiv die Schaffung des Wohnraumes. Das wird eines der dringendsten und größten Aufgaben für die Stadt Karlsruhe in den nächsten zehn Jahren sein. Stadträtin Binder (DIE LINKE): Ich befürchte, dass diese Prognose weder uns in der Stadt noch in der Gesamtgesellschaft im Land viel nützt, weil ich wirklich meine Zweifel habe an manchen der Einschätzungen, wie sich unsere Gesellschaft entwickeln wird. Auf der einen Seite eine älter werdende Gesellschaft, alte Menschen ziehen nicht mehr um. Die bleiben dort, wo sie die vergangenen Jahrzehnte gelebt haben. Die versuchen, ihr soziales Umfeld zu erhalten, im Gegenzug zu jungen Menschen. Wir haben alle das Problem mit der Woh- nungsnot in Karlsruhe bereits mehrfach diskutiert. Ich sehe nicht die Lösung darin, jetzt mehr als 10.000 neue Wohnungen zu bauen vor dem Hintergrund, dass die Stadt eh kein Geld hat. Wir können nicht einmal unsere kaputten Brunnen reparieren, wollen aber über 10.000 Wohnungen zur Verfügung stellen, um 40.000 zusätzlichen Menschen in Karlsruhe eine Bleibe zu verschaffen. Ich glaube nicht, dass das wirklich, wie soll man sagen, der Rea- lität entspricht. Ich glaube auch nicht, dass die Gesellschaft so aufgestellt ist, dass wir in den nächsten Jahren so viel mehr an Babys kriegen werden, dass dieser Zuwachs an Kin- dern in der prognostizierten Zahl stattfinden wird. Wir haben nach wie vor eine Situation, in der Menschen um ihre Sicherheit bangen, um Si- cherheit weltweit, um Sicherheit in Europa, in Deutschland und um ihre ganz individuelle wirtschaftliche Sicherheit. In so einer Zeit setzen junge Menschen keine Kinder in die Welt, tut mir leid. Ich würde es mir anders wünschen, aber zum großen Teil halte ich diese Prog- nosen für viel zu optimistisch einerseits, und andererseits frage ich mich, warum muss Karlsruhe um weitere 40.000 Menschen wachsen. Es geht weiter um Versiegelung, es geht weiter um Bauprojekte, und da sehe ich tatsächlich den einen Ansatzpunkt, dass diese Prognose dazu dienen soll, weitere große Bauprojekte zu begründen, und das, wie gesagt, vor dem Hintergrund, dass die Stadt eigentlich kein Geld hat. Es gibt so viele Punkte, wo ich sagen muss, ob da die Statistiker tatsächlich die richtigen Vermutungen bezüglich unse- rer Zukunft anstellen. Es ist vielleicht der Wunsch der Vater des Gedanken, aber ich glaube nicht, dass es Sinn macht, diese Prognose auf der Basis fortzuschreiben. Deshalb können wir dem nicht zustimmen. Stadtrat Kalmbach (FW/FÜR): Ich bin der Überzeugung, dass die Prognose absolut wichtig ist, dass wir planen müssen. Wir können nicht einfach sagen, mal gucken, wie es kommt. Gleichzeitig müssen wir uns aber bewusst sein, dass die Prognosen sehr wahrscheinlich nicht stimmen. Wir wissen über die vergangenen Jahre, dass Krisen, dass verschiedene Dinge einfach in die Welt kommen. Auf die können wir uns nicht einrichten. Aber trotz- dem müssen wir planen. Deswegen ist es nicht anders möglich, als es so zu machen. Pla- nen, trotzdem flexibel zu bleiben, das scheint mir wichtig zu sein. Aber eins möchte ich an der Stelle noch anmerken. Es sind viele kluge Sachen schon gesagt worden. Es scheint zu sein in Karlsruhe, dass man sehr gut planen kann, dass man die – 4 – Dinge toll machen kann. Diese Umfrage hat mich zutiefst erschüttert, dass Karlsruhe ein hohes Niveau an Infrastruktur hat, und die Menschen sind völlig unzufrieden. Wir sind nur auf Platz 38 gewesen in Deutschland an Unzufriedenheiten. Der Karlsruher Bruddler hat of- fensichtlich ein breites Feld, um irgendwie unzufrieden zu sein. Selbst beste Planung wird uns nicht gelingen, die Karlsruher zufriedenzustellen. Ich schlage vor, wir werden eine Ab- teilung gründen, und zwar für Glücksforschung, Abteilung für zufriedene Karlsruher, dass hier an der Stelle etwas verändert wird. Das wäre mein Vorschlag. Stadtrat Dr. Schmidt (AfD): Da müssen wir uns, glaube ich, noch einmal darüber unterhal- ten, ob wir dafür das Geld haben, eine Stabsstelle für Glücksforschung. Was steht hier ei- gentlich zur Debatte? Wir beschließen, dass wir jetzt alle drei Jahre diese Prognose bekom- men. Wenn man sich die Prognose anschaut, dann sieht man, dass es sinnvoll ist, weil ge- rade durch Corona sich einige Dinge völlig anders entwickelt haben, als man es vorher ge- dacht hat. Der Krieg in der Ukraine spielt wahrscheinlich auch eine Rolle. Wenn man sich einmal die Bevölkerungspyramide anschaut, dann fällt auf, dass eigentlich jetzt 30 Jahre nach dem Boom der Babyboom-Kinder der nächste Boom an Geburten anstehen würde. Also wenn man schaut, 30 Jahre nach der Babyboom-Generation kam dann der Peak bei deren Kindern, und dieser Peak fällt bis jetzt völlig aus. Das ist eigentlich überraschend, finde ich, also finden bestimmt viele andere auch. Die Frage ist halt, kommt es noch ir- gendwann? Ist es jetzt nur, weil die Leute länger brauchen, bis sie den richtigen Partner ge- funden haben oder vielleicht später erst Kinder in die Welt setzen, weil sie erst ihre Karriere festigen wollen? Oder hat es auch was damit zu tun, eben mit Corona? Im Text steht, dass die Geburtenrate immer noch niedrig ist. Da muss man sich schon fragen, wieso und wel- che Auswirkungen hat es. Das ist, glaube ich, etwas, was wir wirklich angehen müssen, uns zu fragen, was wir eigentlich tun müssen, damit wir in dieser Stadt junge Eltern wieder ermutigen, Kinder zu kriegen, weil sonst wird es schwierig mit dieser Bevölkerungspyra- mide. Was die Frau Binder gesagt hat, stimmt, glaube ich, nicht ganz. Die Stadt hat schon noch genug Geld, die Brunnen zu reparieren. Es liegt nur daran, dass man dafür die entspre- chenden Leute auch braucht. Also es ist nicht so, dass die Brunnen nicht repariert werden, weil wir dafür kein Geld haben. Ich denke, für die wichtigen Dinge haben wir genug Geld und werden wir auch in den nächsten Jahren genug Geld haben. Dazu gehört auch, eine Willkommenskultur für Kinder zu schaffen. Ich glaube, da sind wir uns auch alle einig. Was halt noch auffällt, wenn man sich die Bevölkerungswanderung auch in der Stadt an- schaut oder auch wenn man sich das anschaut, ist extra dargestellt, der Zuzug erfolgt in der Regel in die Innenstadt und dann später gibt es viele, die sich eher an den Stadtrand verlagern. Das ist, glaube ich, auch normal. Als junger Mensch will man vielleicht eher in der Innenstadt sein, dort mehr erleben. Wenn man dann selber Kinder hat, ist es vielleicht im äußeren Bereich interessanter. Das sind Dinge, auf die man sich auch einstellen kann als Stadtverwaltung. Insgesamt sehr viele interessante Aspekte in diesem Bericht, allerdings, was man auch nicht vergessen darf, der Zuwachs kommt, weil neue Wohnungen gebaut werden, nicht umgekehrt. Der Vorsitzende: Ich finde es bemerkenswert, dass wir jetzt hier diskutieren. Die einen ge- hen davon aus, dass Prognosen sowieso nicht stimmen, den anderen gefallen die Ergeb- nisse nicht, deswegen werden sie abgelehnt, und im Hauptausschuss ist die Vorlage ein- fach so durchgeflutscht, ohne eine kritische Frage an das, was wir eigentlich auf den Tisch – 5 – gelegt haben. Ich werte das mal so, dass grundsätzlich keine kritische Betrachtung der wis- senschaftlichen Herangehensweise in dieser zugrunde gelegten Prognose hier existiert. Mir ist auch noch einmal wichtig festzustellen, dass nicht die Stadt Karlsruhe Wohnungen baut, sondern die Volkswohnung im Auftrag der Stadt und dass da auch eigentlich genug Geld vorhanden ist, um Wohnungen zu bauen. Nur im Moment sind die Rahmenbedingungen nicht so, dass man sie so bauen kann, dass man sie einigermaßen wirtschaftlich bauen kann und vor allem anschließend mit entsprechend günstigen Mieten an den Markt bringt. Deswegen findet jetzt eine Fokussierung auf die Sanierung des Altbestandes im Moment statt. Ich hoffe aber, dass wir das vielleicht nächstes Jahr schon wieder umdrehen können. Und nach wie vor werden gerade auch in diesem Jahr Hunderte von Wohnungen fertigge- stellt werden. Für den privaten Wohnungsbau gelten ähnliche Mechanismen im Moment, das nochmal einfach, damit kein falscher Eindruck entsteht. Damit kommen wir zur Abstimmung, und ich bitte um Ihr Votum ab jetzt. – Damit haben wir eine mehrheitliche Zustimmung. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten – 2. Juli 2024
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Niederschrift 52. Sitzung Hauptausschuss 4. Juni 2024, 16:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus Marktplatz Vorsitz: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup Punkt 4 der Tagesordnung: Kleinräumige Bevölkerungsprognose 2040 Vorlage: 2024/0524 Beschluss: Kenntnisnahme im Rahmen der Vorberatung für den Gemeinderat Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 4 zur Behandlung auf. Stadträtin Fahringer (GRÜNE) betont, dass mit dem eingeschlagenen Kurs der Hausbesuche und in der Pflege den Entwicklungen der Bevölkerungsprognose entsprochen werde. Jedoch dürften auch die Jüngsten nicht aus den Augen verloren werden, da hier ebenfalls von einer Zunahme ausgegangen werde, was in Konsequenz den Ausbau der Kinderbetreuung zu Folge habe. Der Vorsitzende stellt, nachdem keine weiteren Wortmeldungen vorliegen, die erfolgte Vor- beratung fest. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt – Ratsangelegenheiten – 11. Oktober 2024