Bewerbung um die Ausrichtung der World Games 2029
| Vorlage: | 2024/0316/1 |
|---|---|
| Art: | Änderungs-/Ergänzungsantrag |
| Datum: | 23.04.2024 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Schul- und Sportamt |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
Beratungen
- Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 23.04.2024
Rolle: Entscheidung
Ergebnis: einverstanden
Zusätzliche Dateien
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Ergänzungsantrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2024/0316/1 Eingang: 22.04.2024 Bewerbung um die Ausrichtung der World Games 2029 Ergänzungsantrag: GRÜNE Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Gemeinderat 23.04.2024 6.1 Ö Entscheidung Im Falle des Zuschlags durch die IWGA berücksichtigt die Stadtverwaltung die folgenden Schwerpunkte in den weiteren Planungen: 1. Die World Games werden als klimaneutralen und nachhaltigen Show-Case für ein sportliches Großevent durchgeführt. 2. Es wird soweit möglich auf Provisorien verzichtet und stattdessen werden auf Dauer angelegte (Bau-)Maßnahmen realisiert, wenn dies für Schul- und Vereinssport langfristig vorteilhaft ist. 3. Die Finanzierung aus Sicht der Stadt wird dargestellt. Aus welchen Budgets sollen die Kosten in Höhe von 10 bis 20 Mio. € für die World Games erwirtschaftet werden, wenn die Stadt gleichzeitig eine weitere Haushaltssicherung anstrebt? Karlsruhe ist mit seinem Klimaschutzkonzept auf einem guten Weg. Dennoch ist die Klimakrise präsenter als je zuvor. Neue Aufgaben der Stadt dürfen keine zusätzlichen Emissionen bewirken, solange die Ziele der Klimaneutralität noch nicht erreicht sind. Durch die klimaneutralen World Games kann die Stadt Karlsruhe ein positives Signal für den weltweiten Klimaschutz senden. Provisorien sind in der Regel weniger nachhaltig, da ihre kurzzeitige Nutzung verhältnismäßig mehr Emissionen und Abfälle hervorruft. Die World Games sind ein Event mit einer großen Bedeutung für die Stadtgesellschaft und einer starken Außenwirkung für Karlsruhe als weltoffene, vielfältige und soziale Stadt. Ein solches Event passt zu den Zielen der Karlsruher Internationalisierungsstrategie. Dennoch hat die Verwaltung im Sinne der Aufgabenkritik sich vorgenommen, vor jeder Entscheidung noch stärker abzuwägen, welche Prioritäten gesetzt werden. Unterzeichnet von: Aljoscha Löffler Jorinda Fahringer Dr. Clemens Cremer Begründung/Sachverhalt
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Stellungnahme zum Antrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2024/0316/1 Verantwortlich: Dez. 3 Dienststelle: Schul- und Sportamt Bewerbung um die Ausrichtung der World Games 2029 Ergänzungsantrag: GRÜNE Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Gemeinderat 23.04.2024 6.1 Ö Entscheidung Kurzfassung 1. Die Planungen zur Ausrichtung der World Games in Karlsruhe berücksichtigen die Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Weitere Maßnahmen zur CO2 Einsparung werden in der weiteren Vorbereitung ausgearbeitet. 2. Für die World Games werden keine provisorischen Sportanlagen errichtet. Einbauten sollen so vorgenommen werden, dass sie wiederverwendbar sind oder anderweitig nachhaltig genutzt werden können. 3. Die Finanzierung muss in die nächsten Haushalte eingestellt werden. Es wird angestrebt, eine Finanzierung sicher zu stellen, die ohne Abstriche an andere Positionen dargestellt werden kann. Eine überarbeitete und detailliertere Kostenaufstellung und deren Gegenfinanzierung werden dem Gemeinderat im Herbst gemeinsam mit den ausgearbeiteten Vertragsunterlagen zur abschließenden Entscheidung vorgelegt. Finanzielle Auswirkungen Ja ☒ Nein ☐ ☐ Investition ☒ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: Gesamteinzahlung: ca. 90,61 Mio. Euro Kostenkalkulation ist im Erläuterungsteil dargestellt Finanzierung ☐ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☒ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☒ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☐ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☒ Ja ☐ Korridorthema: Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Erläuterungen 1. Die World Games werden als klimaneutralen und nachhaltigen Show-Case für ein sportliches Großevent durchgeführt. Die derzeitigen Planungen zur Ausrichtung der World Games in Karlsruhe sind in vielen Bereichen auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz ausgerichtet. Zum Beispiel ist der Einsatz von umweltfreundlicher und energiesparender LED-Technik vorgesehen. Weitere Maßnahmen zur Einsparung von CO2 sind im Rahmen der Vorbereitung auf die World Games auszuarbeiten. 2. Es wird soweit möglich auf Provisorien verzichtet und stattdessen werden auf Dauer angelegte (Bau-)Maßnahmen realisiert, wenn dies für Schul- und Vereinssport langfristig vorteilhaft ist. Für die World Games werden keine provisorischen Sportanlagen als Ersatz für fehlende Sporthallen gebaut. Stattdessen sollen ausschließlich vorhandene Sportstätten genutzt werden und temporär zum Beispiel Beachhandballfelder inkl. Leihtribünen auf dem Marktplatz errichtet werden. An einigen Standorten können zusätzlich temporäre Tribünenaufbauten und Infrastrukturmaßnahmen notwendig werden. 3. Die Finanzierung aus Sicht der Stadt wird dargestellt. Aus welchen Budgets sollen die Kosten in Höhe von 10 bis 20 Mio. € für die World Games erwirtschaftet werden, wenn die Stadt gleichzeitig eine weitere Haushaltssicherung anstrebt? Der Haushalt für die Jahre 2026/2027 und 2028/2029 wurde bisher noch nicht aufgestellt. Die Mittel müssen in den jeweiligen Jahren in den entsprechenden Haushalt eingestellt werden.
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Niederschrift 63. Plenarsitzung des Gemeinderates 23. April 2024, 15:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus am Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup Punkt 6 der Tagesordnung: Bewerbung um die Ausrichtung der World Games 2029 Vorlage: 2024/0316 Punkt 6.1 der Tagesordnung: Bewerbung um die Ausrichtung der World Games 2029 Ergänzungsantrag: GRÜNE Vorlage: 2024/0316/1 Beschluss (verändert durch Antrag GRÜNE): 1. Der Gemeinderat beschließt nach Vorberatung im Hauptausschuss, dass sich die Stadt Karlsruhe um die Ausrichtung der World Games 2029 bewirbt und stellt die dafür not- wendige Kandidatengebühr in Höhe von 100.000 CHF (102.199 Euro) durch Um- schichtungen innerhalb des Dezernats zur Verfügung. Die Bewerbung erfolgt unter fol- genden Bedingungen: - Die Stadt Karlsruhe erhält die formale Bestätigung von Bund und Land über eine Zu- sage finanzieller Unterstützung. - Die Gastgebervereinbarung (Organizer Agreement) mit der IWGA wird nachverhan- delt. 2. Die Verwaltung wird beauftragt, die Bewerbung an die IWGA (International World Ga- mes Assoziation) zu übermitteln. 3. Die Verwaltung wird beauftragt, falls die Stadt Karlsruhe die Zusage der IWGA erhält, mit der IWGA eine Gastgebervereinbarung nachzuverhandeln und dem Gemeinderat zur Beschlussfassung vorzulegen. Die Gesamtkosten für die Veranstaltung belaufen sich nach ersten Schätzungen auf circa 99,44 Mio. Euro. Das Risiko bei den Kosten für die Stadt Karlsruhe beläuft sich in der aktu- ellen Finanzplanung auf 18,83 Mio. Euro. Der eingeplante Eigenanteil der Stadt beträgt 10 Mio. Euro, aufgeteilt auf jeweils 2,5 Mio. Euro in den Haushaltsjahren 2026 - 2029. Hinzu kommt ein mögliches Defizit im Jahr 2029f in Höhe von bis zu von 8,83 Mio. Euro, das durch zusätzliche Einnahmen vermieden werden soll. Abstimmungsergebnis: – 2 – Mehrheitliche Zustimmung (34 JA, 6 Nein, 2 Enthaltungen) Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 6 zur Behandlung auf und verweist auf die er- folgte Vorberatung in gemeinsamer Sitzung des Hauptausschusses und des Sportausschus- ses am 9. April 2024: Die Stellungnahme ist Ihnen schon zugegangen oder geht Ihnen jeden Moment zu. Lassen Sie mich zu dem Thema eine kurze Einführung machen. Die Vorlage ist genau genommen, wenn wir uns das die letzten Jahre anschauen, über was wir in den Haushaltsberatungen und auch ansonsten teilweise gestritten und diskutiert haben, zunächst durchaus in der Lage, als Zumutung verstanden zu werden, denn wir fordern Sie auf, uns die Erlaubnis zu geben, ab dem Jahr 2026 in jeweils 2,45 Millionen Tranchen insgesamt 10 Millionen zur Durchführung dieser World Games einzustellen. Wir haben einen Wirtschaftsplan gestaltet, der darüber hinaus noch ein gewisses finanzielles Risiko von 8 bis 9 Millionen Euro mit sich bringt. Wir erzählen Ihnen von Zuschüssen von Bund und Land, die wir nicht so genau be- ziffern können und wo uns jetzt auch keine verbindlichen Zusagen außer mündlichen Zusa- gen vorliegen. Und das Ganze setzt noch voraus, dass wir in umfangreiche Vertragsver- handlungen mit der durchführenden Weltorganisation einsteigen, in der noch eine ganze Reihe von Versicherungshaftungs- und alle möglichen anderen Fragen geklärt werden müs- sen. Und da dann zu sagen, na klar, da freuen wir uns drauf und wir stellen gerne dieses Geld ein, und wir nehmen diese Risiken, diese ungeklärten Fragen in Kauf, in einer Zeit, in der wir anderweitig versuchen müssen, in irgendwelchen Haushaltsberatungen um 10.000 Euro zu knausern und mühsam Einsparbeiträge zusammenzuklauben, das ist schon, wenn ich es von der Perspektive aus betrachte, eine ziemliche Zumutung. Von der anderen Perspektive aus betrachtet ist es die Einladung, eine aus unserer Sicht doch ungewöhnliche und großartige Chance zu ergreifen oder eben nicht zu ergreifen, denn wir haben zum zweiten Mal und wären damit die erste Stadt überhaupt, die zwei Mal solche World Games durchführen kann. Schaut man zurück in das Jahr 1989 und auch in das, was das ausgelöst hat und bis heute auslöst, stellt man fest, es war für die Identität der Stadt Karlsruhe, vor allem seiner Bürgerinnen und Bürger, ein außerordentlich wichti- ges Ereignis, weil man sich hier plötzlich als Stadtgemeinschaft, als Bürgergesellschaft, als sportliche und sportbegeisterte Stadt in einer unglaublichen Weise auch ehrenamtlich en- gagiert und zusammengefunden hat. Auch damals gab es dann am Ende ein doch nicht ursprünglich vorgesehenes Defizit, aber die Erinnerung ist nicht dieses Defizit, sondern die Erinnerung ist an ein ganz großes internationales Sportereignis der Extraklasse in Karlsruhe, das uns darüber hinaus auch noch in vielen Bereichen der Welt und in Deutschland un- glaublich bekannt gemacht hat. Jetzt haben wir die Möglichkeit, und es war gar nicht mal so einfach, bis heute überhaupt dazu zu kommen, entgegen ursprünglicher Annahmen haben wir die Möglichkeit, diese Chance wieder zu ergreifen und im Jahr 2029 ein solches Weltereignis wieder nach Karls- ruhe zu holen. Wir müssen sicherstellen, dass wir da mindestens 10 Millionen einbringen können und wollen, denn sonst werden wir auch als bewerbende Stadt an der Stelle gar nicht richtig ernst genommen. Aber in diesem Gesamtwirtschaftsplan stecken dann doch noch mal 70, 80 weitere Millionen drin, von denen ich davon ausgehe, dass ein überwie- gender Teil dann auch hier vor Ort der Infrastruktur, den Dienstleistungen, den Gewerbe- treibenden und vielem anderen mehr zugutekommen. Also geben wir 1 Euro aus, um am – 3 – Ende 7 oder 8 Euro dafür dann in die Stadt zu holen oder in die Region, oder geben wir sie nicht aus. Dazu kommt dann noch das, was unter dem etwas spröden Begriff Umwegrentabilität bei manchen Begeisterung, bei manchen eher Schweißausbruch auslöst, aber es ist unbestrit- ten, dass es diese Umwegrentabilität gibt und dass die, das haben wir auch bezogen auf die Messe durchaus schon untersuchen lassen, durchaus von einer relevanten wirtschaftli- chen Bedeutung ist. Ich will mal so sagen, das ganze Thema Tourismus, das ganze Thema Messestadt, das ganze Thema Einzelhandel wäre ohne die Umwegrentabilität eigentlich gar nicht vorstellbar, und so bedingen sich eben diese Dinge gegenseitig. Wir hätten damit noch mal eine ganz enorme Chance, auch in diesem Bereich etwas dann für diesen Begriff und auch diese Einnahmeseite zu tun. Zudem kommt, dass wir in unserer Bewerbung ge- rade nicht mit ganz viel Geld für irgendwelche professionellen Sport-Event-Durchführungs- organisationen ganz viel Geld in eine Richtung leiten wollen, die am Ende das Ganze als so leicht wie mit einem Ufo in eine Stadt getragenes, zehntägiges Groß-Event und dann trägt man es wieder raus, stattfinden lassen sollen. Es ist durchaus im Hintergrund der eigentli- chen Veranstalter, IWGA und DOSB, dass wir auch deswegen überzeugen wollten und, ich glaube, auch überzeugt haben, dass es eben kein sozusagen von außen gesteuertes Sport- ereignis werden soll, das dann vorübergehend an einem Ort und in einer Stadt stattfindet, am besten noch in einem abgezirkelten Gelände irgendwo außerhalb, wo bloß nichts stört, sondern dass wir, ähnlich wie 1989, es mitten in die Stadt holen wollen, dass es ein Ereig- nis ist, das während dieser zehn, elf Tage die ganze Bevölkerung anspricht und mitnimmt, und zwar nicht nur als zahlende Gäste, sondern auch als Chance, eigene Sportarten zu präsentieren oder, und das ist der zweite Teil, dass wir in der Zeit bis dahin versuchen wol- len, die Sportarten hier auch in der Stadt, in der Region und darüber hinaus auch zu för- dern, dass wir auch andere Vorausscheidungen für die World Games hier versuchen wollen dann in die Stadt, aber auch in die Region und unser Bundesland zu bringen, dass wir auch manchen die Möglichkeit geben, sich mit ihrer Ausnahmesportart überhaupt erst einem in- ternationalen Publikum vorzustellen und hier zu präsentieren und dass wir damit nicht auf zehn oder elf Tage abzielen, sondern auf einen mehrjährigen Prozess, in dem wir versu- chen wollen, von Sportkongressen über Sportveranstaltungen im Grunde auf diese zehn Tage zuzuarbeiten, aber auch schon diesen Weg dahin zu einem großen Erfolg für den Na- men, für die Qualität und auch vor allem für das Ziel, die Stadt Karlsruhe aufzusuchen, ma- chen wollen. Es ist sehr interessant, dass von den 200 angeschriebenen Sportvereinen relativ umgehend 60 Sportvereine nicht nur zurückgemeldet haben, dass sie das gut bis sehr gut finden, son- dern auch ausdrücklich ihre Bereitschaft der Mitarbeit signalisiert haben. Die anderen 140 waren übrigens nicht dagegen, die haben nur innerhalb dieser kürzesten Zeit nicht geant- wortet, nicht, dass das vielleicht hier falsch verstanden wird. Ich habe zum Beispiel auch mit dem neuen Präsidenten des Eurodistrikts PAMINA, dem Landrat der Südlichen Weinstraße, schon gesprochen, der ausdrücklich Sport als großes Thema der nächsten drei Jahre in seine Vorstandschaft geschrieben hat, dass wir uns jetzt auch bemühen, mit dem nordelsässischem Raum internationale, grenzüberschreitende Sportveranstaltungen noch mal verstärkt hier in die Region holen zu wollen. Und das kann ich alles in eine anflutende Begeisterung für diese World Games in Karlsruhe einbringen, sodass es am Ende um mehr geht als diese zehn Tage. Es gibt auch schon die ersten Rück- meldungen, dass alleine die bundesweite Beachtung dessen, dass wir uns darum bemüht – 4 – haben und auch ausdrücklich sagen, wir brauchen keine neuen Sportstätten zu errichten, wir haben sie alle in den letzten Jahren modernisiert, teilweise auch neu gebaut, wir sind dafür gerüstet, schon dazu führen, dass jetzt schon Sportveranstaltungen mit ausdrückli- chem Bezug auf diese bundesweite Diskussion bei uns nachgefragt wird, ob wir sie nicht bei uns in Karlsruhe in der nächsten Zeit schon machen können. Das heißt, es hat schon ei- nen Ausstrahleffekt, einen ausstrahlenden Effekt, der unserer Stadt letztlich positiv zugute- kommen kann. Das ist die andere Perspektive auf das, was wir Ihnen heute vorlegen. Ein Stück weit ist es die Akzeptanz, dass Landes- und Bundeshaushalte auch in entsprechenden Tranchen auf- gestellt werden und uns im Moment noch keiner sagen kann, was denn im Bundeshaus- halt im Jahr 2028 wohl stehen wird, aber ich kann Ihnen nur versichern, dass zum einen wir uns an allen Stellen natürlich bemühen, nicht bemühen, sondern, dass wir davon aus- gehen, diese auch mündlich zugesagten Unterstützungen auch einzuholen, dass wir versu- chen werden, auch noch eine Schippe draufzulegen, weil die ursprünglich mal veranschlag- ten 70 Millionen werden wohl nicht ausreichen, auch das gibt der Wirtschaftsplan wieder, und dass es ein eigentlich für unser Sicherheitsbedürfnis ungewöhnliches, aber für bundes- und landespolitische Ebenen doch ein Stück weit standardisiertes Verfahren ist, dass es im- mer Haushalt zu Haushalt dann mit den entsprechenden Tranchen aufgefüllt wird. Was mich dann, nachdem ich das jetzt weiß, auch etwas überrascht hat, weil ich mir dann die Frage stelle, wie hat man denn bisher eigentlich entsprechende Sportveranstaltungen über- haupt verantworten können, aber man hat sie verantwortet, und sie sind dann auch erfolg- reich umgesetzt worden. Warum sollte uns das als Stadt Karlsruhe mit unseren entspre- chenden Partnern nicht auch gelingen, zumal wir nicht nur vom Landessportverband, son- dern auch von verschiedenen anderen Verbänden auf Landes- und auf Bundesebene auch schon entsprechende Unterstützungsschreiben und auch eine große Begeisterung schrift- lich zum Ausdruck gebracht bekommen haben. Das ist die andere Perspektive. Ich habe grundsätzlich persönlich großes Verständnis für beide Perspektiven. In der Abwä- gung können wir Ihnen aber heute guten Gewissens, nicht unstrittig in der Verwaltung, das will ich überhaupt nicht irgendwie verhehlen, aber letztlich doch mit einer überwiegen- den Mehrheit jetzt empfehlen, uns auf diesen Weg zu schicken. Wir nehmen uns für die Vertragsverhandlungen viel vor, denn es ist keineswegs gesagt, dass wir am Ende unsere Position bei den Vertragsverhandlungen in reiner Lehre durchsetzen können. Ich habe ei- nige Positionen schon im Vorfeld in den Gesprächen geschleift. Das hat bisher die Veran- stalter noch nicht davon abgebracht, uns weiter als bewerbende Stadt ernst zu nehmen, und wir werden, denke ich, auch am 1. Mai den Zuschlag kriegen. Sie bekommen das ab- schließende Vertragswerk auch noch vorgelegt im Laufe des Jahres, sodass auch dann viel- leicht einige der Detailfragen, die jetzt gestellt worden sind, noch einmal genauer beant- wortet werden können, vor allem auch im Hinblick auf die Höhe der Zusagen von Landes- und Bundesseite, und Sie letztlich auch noch einmal abschließend die Möglichkeit hätten, diesen Weg auch wieder abzubrechen. Aber natürlich ist mit einer heutigen Entscheidung die Erwartung verbunden, dass wir nicht nur positiv aus diesen Verhandlungen rausgehen, sondern dass wir es am Ende in dieser Stadt dann auch erfolgreich umsetzen können. Das als den Versuch, vor allem die verschiedenen Emotionen an der Stelle ein Stück weit zu beschreiben und Ihnen auch ein Stück weit eine Orientierung zu bieten. Jetzt darf ich dem Bürgermeister des Sportes, Herrn Dr. Lenz, auch noch kurz die Möglichkeit geben, etwas – 5 – zu unserer Sportinfrastruktur zu sagen, und dann freue ich mich auf die Diskussion hier im Gremium. Bürgermeister Lenz: Die Perspektive des Sportdezernats wird Sie nicht sehr überraschen, das mal vorweg, aber zunächst einmal vielen herzlichen Dank für die Beschreibung der World Games als Wirtschaftsmotor, als Sozialmotor, als Sportmotor. Jetzt wissen Sie schon, worauf ich hinaus will. Dieser Motor oder dieser dreiteilige Motor braucht Treibstoff, und lassen Sie mich diese 10 Millionen Euro noch einmal einordnen aus sportfachlicher, aus Sportinfrastrukturperspektive, aus stadtpolitischer Perspektive. Spiele im Herzen Europas, unser Motto steht schon, und dafür steht auch unsere Infrastruktur. Und wofür steht das letzte Jahrzehnt, von Ihnen maßgeblich verantwortet, für ein Invest. Denken Sie mal nach, was schätzen Sie, wie viele Millionen wir in die sportliche Infrastruktur gesteckt haben ge- meinsam, bitte die Bäder mitbedenken, die gehören auch zum Sport, Sie werden über 400 Millionen Euro feststellen. Deshalb sind wir in der Lage, quasi aus dem Stand, Herr Oberbürgermeister hat es gesagt, ohne Neubau mit dieser fantastischen sportlichen Infra- struktur das drittgrößte Multisport-Event der Erde auszurichten. Und wer hätte das ge- dacht, und deswegen hat sich schon unsere Bewerbung gelohnt bis zum 1. Mai, weil ich glaube, diesen Blick auf unsere Sportstadt, der war die ganze Anstrengung, unsere Per- spektive als Sportdezernat auf jeden Fall wert. Und jetzt gehen Sie mit mir auf die Helikopterperspektive, Europa-Halle demnächst moder- nisiert, nagelneues Wildparkstadion, wieder rüber in den Südwesten, nagelneue Lina- Radke-Halle, Fächerbad modern, die Bäderlandschaft sowieso in Schuss, und dann unsere fantastischen, durch Vereine gebauten und instandgehaltenen Parks. Ich nenne nur den Traugott-Bender-Sportpark rund um unseren SSC, vergesse natürlich aber auch nicht das Carl-Kaufmann-Stadion, alles top in Schuss. Wir sind also bereit, die Spiele im Herzen Euro- pas zu bewerkstelligen, und wenn es sein müsste, wesentlich früher als 2029. Denken Sie an unsere Perle unserer Bäderlandschaft, nämlich das Rheinstrandbad Rappenwört, nicht nur für eine der nicht-olympischen Sportarten die Wiege in Deutschland, nämlich Ringten- nis, nein, gegründet, gebaut, in Betrieb genommen 1929, und wie schöner könnte sich der Kreis nicht schließen, wenn dann nach 100 Jahren quasi das Jubiläum, auch die World Ga- mes, ich habe die Vase mitgebracht, das, Sie wissen ja, wäre unsere zweite Veranstaltung seit 1989, wenn sich hier ein Kreis schließt. Spiele im Herzen Europas, das lebt genau dort im Rheinhafen, nämlich das Rheinstrandbad über den Rheinhafen führt natürlich zum Ha- fen Wörth, Herr Oberbürgermeister hat PAMINA schon angesprochen, auch nach Lauter- burg. Und ich glaube, das ist eine besondere Stärke unserer Bewerbung, nämlich die Inter- nationalität tut auch unserer bunten Stadt sehr gut, das drittgrößte Fest der Völkerverstän- digung mittels Sport hier zu bekommen. Noch ein Letztes, liebe Kolleginnen und Kollegen, die Sporthochschule Köln hat unlängst uns gekürt zur bewegungsfreundlichsten Großstadt Deutschlands. Da haben wir Düssel- dorf, München, alle hinter uns gelassen. Allein das zeigt schon die Qualität im urbanen Raum, unterfüttert durch die zwölf Sportboxen, und Achtung, jetzt kommt eine spannende Zahl, die haben wir für heute auch noch mal rausgesucht, alle Basketballkörbe, Skateranla- gen, was auch immer, über 150 Freizeitsportanlagen über das gesamte Stadtgebiet schafft uns eine urbane sportliche Infrastruktur unter den Aspekten Gesundheit, Sport und Bewe- gung für die Mitnahme der Bevölkerung, wie Herr Oberbürgermeister es eben beschrieben hat. – 6 – Mein Dank gilt zum Schluss natürlich allen Dezernaten, außer Friedhofs- und Bestattungs- amt waren, glaube ich, alle Ämter und Gesellschaften beteiligt. Am 4. Januar sind wir an den Start gegangen und ich glaube, so ein Bid Book in der Qualität mit Bordmitteln, das muss uns einer als Verwaltung einmal nachmachen. Der zweite Dank gilt natürlich dann extern und ich freue mich, dass der Sportkreis mit seinem Vorstand, Nicole Saam, Gerda Desserich und Andi Ramin heute da sind. Herr Oberbürgermeister hat vom Enthusiasmus der Sportvereine schon berichtet, und ich kann Ihnen nur sagen, die Bevölkerung, die mir quasi Rückmeldung gibt, ist ebenfalls enthusiastisch. Also geben Sie uns die Möglichkeit, eine Vase, eine zweite und noch andere Giveaways dann zu entwickeln, sodass wir 2029 auf dem Weg dorthin doch einiges gemeinsam erleben. Und das, was Herr Oberbürgermeister gesagt hat, kann ich Sie einladen. Am 22.06. findet die erste nationale deutsche Meisterschaft in einer nicht-olympischen Sportart statt, in Sambo. Und das ist genau einer dieser unmittelbaren vielen Auswirkungen, wie wir jetzt sportpolitisch nicht nur in Baden-Württemberg, sondern auch national in den Blickpunkt geraten sind, in Anführungszeichen. Deshalb ist es für uns eine große Ehre, und Bettina Leßle, die Federführende in meinem Dezernat, die diesen atemberaubenden Prozess der letzten drei Monate gemanagt hat, hat mir noch auf den Weg gegeben, sag ruhig, es ist eine Riesenehre für Karlsruhe, national Deutschland an der Stelle vertreten zu dürfen. Herz- lichen Dank. Stadtrat Löffler (GRÜNE): Ich glaube, Ihre einführenden Reden, Herr Oberbürgermeister, Herr Bürgermeister Lenz, haben jetzt schon alle inhaltlichen Argumente der folgenden De- batte aller Fraktionen vorweggenommen. Deswegen, wir haben das Ganze auch sehr lange und sehr intensiv diskutiert, und deswegen kann ich es auch direkt vorwegstellen. Wir sind trotz der intensiven Debatte nicht zu einem einheitlichen Ergebnis gekommen, weil genau die beiden Perspektiven, Herr Oberbürgermeister, die Sie genannt haben, auch einfach sehr gut begründet vorgebracht worden sind und der Prozess der Diskussion dafür nicht ausge- reicht hat, das Ganze in einen Konsens zu führen. Ich kann das sehr gut nachvollziehen. Wir sehen einerseits, dass ein solches Event wie die World Games eine internationale Strahlkraft haben, unsere Stadt in das internationale Schaufenster stellen. Und genau des- wegen wollten wir mit unserem Änderungsantrag auch erreichen, dass wir den internatio- nalen Klimaschutz in ein Schaufenster stellen, dass wir eine Signalwirkung erreichen. Denn die internationale Klimakrise, die ist eben nicht weg, trotz aller schönen Events, die welt- weit vielleicht stattfinden. Daher vielleicht eine kurze Bemerkung zu der kürzlich eingegan- genen Stellungnahme auf den Änderungsantrag. Die knappen Formulierungen, die da drinstehen, dass das Ziel ist, die World Games umweltfreundlich und energiesparend aus- zurichten, das ist an der Stelle nicht genug. Also klimaneutral, das ist halt mehr. Und das ist aus unserer Sicht schon ein Punkt, der als Ziel für die Planungen angenommen werden sollte. Deswegen werden wir diesen ersten Punkt des Änderungsantrags auch abstimmen lassen. Wir sehen gleichzeitig aber auch die Wirkung auf die Stadtgesellschaft, auf die Stärkung der Gemeinschaft, auf die Stärkung der Identität mit der Stadt Karlsruhe. Denn dieses Event, die World Games, das sind nicht die wenigen Tage, an denen es tatsächlich stattfin- det. Das ist die Vorbereitung, das ist das gemeinsame darauf Hinarbeiten über die Sport- vereine hinaus. Das ist aber auch die Erinnerung danach. Diese Majolika-Vase wahrschein- lich beweist dieses Beispiel. Aber wir erinnern uns auch an die sehr zähen – 7 – Haushaltsberatungen im vergangenen Jahr, auch in den Jahren zuvor in der aktuellen Situ- ation. Wir erinnern uns an sehr lange Diskussionen über zehntausende Euro, seien es Christbäume gewesen, sei es der Medienbus gewesen oder Ähnliches. Wir erinnern uns an sehr schmerzhafte Entscheidungen bezüglich einer Gewinnabführung der Volkswohnung, was hier vielen im Gemeinderat nicht leicht gefallen ist, damit umzugehen. Und genau das sind Diskussionen, die mit einer solchen Entscheidung für die World Games in den nächs- ten Jahren definitiv nicht einfacher werden. Genau deswegen kann ich es auch nachvollziehen, wenn manche Mitglieder meiner Frak- tion der vorgeschlagenen Vorlage so nicht zustimmen können. Grundsätzlich wissen wir, wir müssen Prioritäten setzen, und ich bin gespannt, welche Prioritäten wir in der heutigen Abstimmung hier jeweils setzen werden. Es wird maßgeblich sein für die Entwicklung der Stadt, die kommenden Jahre in beiderlei Perspektiven. Stadtrat Hofmann (CDU): Im ersten Teil kann ich mich dem Kollegen Löffler anschließen. Wenn man gesehen hat, mit welchem Enthusiasmus Sie, sowohl Herr Oberbürgermeister als auch Herr Bürgermeister Lenz, 30 Minuten uns vorgetragen haben, was für eine große Chance das ist, kann ich mich dem voll und ganz anschließen, denn ich denke, wir haben heute die große Chance, den Bürgerinnen und Bürgern von Karlsruhe auch ein Geschenk zu machen. Ich denke, dass es eine große Chance für Karlsruhe ist. Und ich denke, dass Karlsruhe auch wirklich hier zeigen kann, was auch in dieser Sportstadt Karlsruhe steckt. Sie haben es angedeutet, Herr Bürgermeister Lenz, wir haben ein ganz besonderes System in Karlsruhe. Wir haben das System der besitzenden Vereine. Das heißt, wir nehmen diese Vereine auch mit, über 240 Karlsruher Vereine mit über 1.700 Mitgliedern. Diese nehmen wir in diese Veranstaltung mit, und mir geht es genauso, auch als Sportlobbyist. Ich muss ganz ehrlich sagen, egal wo ich hingekommen bin, habe ich Begeisterung gespürt und nicht nur bei denen, die 1989 bei den dritten World Games dabei waren, sondern wirklich bei allen, weil sie gesagt haben, endlich mal wieder etwas für uns. Ich glaube, dieses Leit- motiv von der Gesellschaft für die Gesellschaft, das passt auch dazu. Das ist genau das. Es ist nicht ein gigantisches Mega-Ereignis, was von außen herüber gepfropft wird, sondern es bezieht genau unsere Stadtgesellschaft mit ein. Deswegen ist auch so eine Investition, in die man die Bevölkerung mitnimmt, eine richtige und eine gute Investition. Und da verstehe ich den Kollegen Löffler dann nicht. Natürlich ist es eine Investition, und wir müssen sehr viel auch in anderen Bereichen sparen. Aber ich würde mir dies dann mal wünschen, wenn Sie wieder ein neues Amt für Reinigungsleistung für 10 Millionen jährlich einführen oder irgendwelche anderen Dinge. Aber ich möchte im Prinzip hier noch mal be- tonen, dass ich glaube, dass wir mit diesem Ereignis auch nachhaltig, wirklich genau das, was Sie eben wollen, nachhaltig sehr viele Werte schaffen werden in den Vereinen, in un- serer Sportlandschaft. Diese Strukturen, die hier sicher auch etwas in die Jahre gekommen sind und dadurch modernisiert werden können, und wir können im Bereich der Umweg- rentabilität natürlich auch noch mal richtig zulegen. Wir können unsere Karlsruher Wirt- schaft dadurch stärken, und wir können im Bereich des Tourismus, glaube ich, ganz starke Akzente setzen. Ich persönlich fand den Änderungsantrag der GRÜNEN sehr gut in den drei Bereichen, aber ich fand auch die Antworten mehr als ausreichend. Ich denke, man kann doch nicht jetzt schon verlangen, haarklein alles darzulegen. Ich bin etwas enttäuscht von der – 8 – Stellungnahme, aber ich verstehe natürlich den einen oder anderen, der hier Bedenken hat. Ich glaube, wir sollten mit diesem Tag mit der Freude, mit dem Enthusiasmus nach außen gehen, den auch Sie beide uns gezeigt haben. Und ich kann für die CDU sagen, dass wir sehr gerne hier heute zustimmen, und wir freuen uns auf dieses Ereignis 2029. Stadträtin Moser (SPD): Bereits 1989 war Karlsruhe Ausrichter der dritten World Games. Jetzt, 40 Jahre später, also nicht jetzt, sondern 2029, 40 Jahre später, bewirbt sich Karls- ruhe erneut um die Austragung der World Games. Ich habe die Stimmung selber erlebt da- mals, war ehrenamtlich eingebunden in die Durchführung der World Games, und ich kann Ihnen versichern, es war eine grandiose, großartige Stimmung. Ich glaube, das schaffen wir wieder, denn die Bevölkerung von Karlsruhe ist sehr begeisterungsfähig. Die World Games, für alle nur das noch mal klarzustellen, auch für die Zuhörer, die es vielleicht gar nicht wis- sen, sind die nicht-olympischen Spiele der Sportarten, die nicht bei Olympia teilnehmen dürfen. Karlsruhe hat auch mit der Infrastruktur die nötigen Sportstätten. Es gibt den Rheinhafen, den Otto-Dullenkopf-Park, BB-Wildpark-Stadion, um nur einige zu nennen, und vor allem die Bevölkerung, die einbezogen wird und mitgenommen wird. Mit der finanziellen Unterstützung von Land und Bund, es wurde schon angesprochen, und den positiven Effekten für den Einzelhandel, Gastronomie, für Hotels und die Wirtschaft, das schwierige Wort Umwegrentabilität wurde schon mehrfach erwähnt, lassen sich die Kosten stemmen. Vor allem sind die Spiele ein Gewinn für Karlsruhe und unser Image. Seien wir mutig, Erfahrung haben wir ausreichend mit den bisherigen Events. Wir beweisen das jedes Jahr aufs Neue. Die SPD-Fraktion stimmt der Bewerbung für die World Games zu. Besonders möchte ich mich bei allen beteiligten Ämtern und allen Personen, die tatkräftig seit Januar daran gearbeitet haben. Wenn wir das vorher gewusst hätten, dass es in so schneller Zeit auch möglich ist, die Bewerbung, die über 70 Seiten enthält, ich habe mir das mal angeguckt und versucht durchzulesen, aber da wäre ich, glaube ich, jetzt noch be- schäftigt, zu stemmen, dann hätten das viele nicht für möglich gehalten. Vielen Dank an alle. Wir stimmen gerne zu und freuen uns sehr, denn der DOSB, der Deutsche Olympische Sportbund, hat schon sein Votum für Karlsruhe abgegeben, und wir sind sehr zuversicht- lich, dass wir auch den Zuschlag bekommen. Stadtrat Cramer (KAL/Die PARTEI): Lieber Herr Oberbürgermeister, vor allem Ihr Werben für die World Games haben mir wieder deutlich gemacht, wenn man in der Politik etwas will, wenn man etwas politisch will, dann wird so etwas nicht an den Finanzen scheitern, das ist einfach so. Das würde ich mir natürlich in vielen anderen Dingen auch wünschen, aber wenn etwas politisch nicht gewollt wird, dann wird dafür auch kein Geld ausgegeben. Trotzdem denke ich, dass die World Games mit diesen Ausnahmesportarten eine gute Sa- che war 1989. Ich habe einige Eindrücke noch in Erinnerung, einmal ganz klar die große ehrenamtliche Tätigkeit, wo Hunderte von Helfern jeweils vor Ort waren und die Infrastruk- tur mit aufgebaut haben, das bleibt bei mir in Erinnerung und drei Sportarten, die ich so erlebt habe, zwei, eine kannte ich überhaupt nicht, andere kannte ich an sich nur aus dem Fernsehen, wäre da normal nie hingegangen, wenn das hier nicht in Karlsruhe gewesen wäre. Und zwar, was ich in Erinnerung habe, ist einmal Korbball, das war ähnlich wie Basketball, aber ganz anders. Da erinnere ich mich an die niederländische Mannschaft, die auch ge- wonnen hat. Dann Bodybuilding, ich würde nie zu Bodybuilding gehen, aber ich war dann – 9 – in der Stadthalle und habe das gesehen und war auch in dieser Szene irgendwie, es ergab sich so von diesen Bodybuildern, unten im Publikum, das war grandios. Also ich habe auf einmal etwas damit anfangen können. Gut, ich gebe zu, später habe ich mir das nie mehr wirklich angeguckt, aber wenn man es live gesehen hat, das war unglaublich. Und dann die dritte Sportart, die ich auch immer in Erinnerung behalten werde, ist das Tauziehen. Ja, also dass da praktisch, ja, also Kerle, muss ich jetzt mal sagen, da gestanden sind und vier oder fünf auf jeder Seite und Tauziehen gemacht haben, bis sie eben über diesen Punkt weggekommen waren. Wenn man das auch live erlebt hat, das war beeindruckend. Und ich denke, das war das, was auch die Karlsruher Bevölkerung letztendlich mitgenommen hat über die vielen Jahre und Jahrzehnte. Von daher wird die Karlsruher Liste heute sehr gerne diesem Antrag zustimmen. Stadtrat Jooß (FDP): Wir sehen die Bewerbung für die World Games 2029 als ein Geschenk des Himmels für Karlsruhe, für Land und Bund und für die Region und alle Beteiligten, vor allem aber für die Menschen mit Handicap und die nicht-olympischen Disziplinen. So be- kommen auch diese Menschen eine Plattform, sich zu repräsentieren. Wer schon einmal bei solchen Wettkämpfen dabei war und hat erlebt, mit welcher ausgelassenen Begeiste- rung die Personen dabei sind, dabei geht es hier nicht nur um Ehre und Medaillen, aber nicht um Geld, wie bei Olympia und wie bei Weltmeisterschaften. Ebenso wenig um Geld geht es den ehrenamtlichen Helfern aus den Sportvereinen und den Volunteers. In unseren Augen geht kein besserer Weg für die Verwirklichung und Darstellung hier in Karlsruhe verloren. Wir brauchen keine oder weniger Gelder für neue Sportstätten wie Hannover. Da kann man von Nachhaltigkeit reden bei uns, zum einen. Zum anderen, wie ist die Sicherheit? Die Sicherheit in Berlin, in Paris ist natürlich gefährdet. Ich sehe hier keine große Gefährdung für die Sicherheit bei solchen Wettkämpfen. Auch unsere Wirtschaft, wie Hotels, Gastronomie und Handel, die profitieren natürlich auch von den World Games sehr. Auch hier gibt es Möglichkeiten, Patenschaften zu erhalten und Gelder zu gewinnen. Da ist Martin Wacker gefragt, der da ein King ist bei solchen Sachen. Unser Dank für diese wahnsinnig ausführliche Bewerbungsliste geht an die Verwaltung, an erster Stelle an Bettina Leßle und ihr Team, die mit Herzblut und Begeisterung dabei sind. Für mich persönlich, seit 25 Jahren im Sportausschuss, wäre es genauso ein Geschenk zum Abschluss meiner Tätigkeit hier im Gemeinderat. Stadtrat Arslan (DIE LINKE): Ich hatte kurz Sorge, dass Sie meinen Laptop infiltriert hatten, weil Sie den ersten Teil meiner Rede fast schon vorweggenommen hatten. Also erst mal, glaube ich, können wir absolut nachvollziehen, dass es eine großartige Chance für die Stadt Karlsruhe ist. Es ist, glaube ich, ein tolles Event. Ich bin selbst begeisterter Olympia- Zuschauer, nicht Teilnehmer, dafür hat es dann nicht ganz gereicht, der dann in, glaube ich, 93 Tagen, dann auch zwei Wochen lang das in Frankreich verfolgen kann. Und die World Games sind sicherlich auch eine attraktive Alternative zu dem Gigantismus des Olympischen Sportbundes. Ich glaube sicherlich, dass die Themen wie Nachhaltigkeit und die Ausstrahlung in die Zivilgesellschaft und das Feeling, was wir dort in ein paar Jahren ha- ben werden, absolut begrüßenswert sind. Jetzt kommt das Aber, und natürlich haben wir das Aber auf der Kostenseite, und ich glaube nicht mal, dass diese 18, 19 Millionen die großen Fragezeichen sind, sondern eher manche Einzelpositionen. Also ich musste ehrlich gesagt stottern, als ich die Kosten für die Eröffnungs- und Abschlusszeremonie dann betrachtet habe, was ein relevanter Teil – 10 – vielleicht des Betrags ausmachen könnte für diese Veranstaltung. Ich glaube, da wäre si- cherlich dann der Wunsch der weiteren Ausarbeitung, wo man vielleicht Kosten reduzieren kann, was einmalige Kosten sind, die danach weg sind, nach einem wunderschönen Abend oder zwei wunderschönen Abenden, und eher dort zu investieren, wo wir einen nachhaltigen und langfristigen Effekt für die Stadt haben. Wir wollen dem aber definitiv nicht dagegenstehen. Deshalb werden wir uns heute enthalten, mit der positiven Botschaft, dass wir das als posi- tives Event sehen, mit der kleinen negativen Signalbereitschaft, dass wir erst vor kurzem über Haushaltskonsolidierung gesprochen haben und wir alle nicht wissen, wie 2028 es aussieht und gerade Bund und Land in der Vergangenheit nicht unbedingt immer extrem zuverlässig waren in Richtung der Finanzierung. Das heißt, ein begrüßenswertes Go von unserer Seite mit einem kleinen Abstrich, der Bitte, dass wir an den Kosten sicherlich viel- leicht noch mal feilen können. Stadtrat Kalmbach (FW|FÜR): Hannover wollte es haben, wir haben es bekommen. Das ist ein Grund eigentlich zu jubeln. Ich bin begeistert vom ersten Moment, als ich das gehört habe. Ich habe gedacht, wow, Karlsruhe kriegt das Event. Ich glaube, es gibt Events, die lö- sen in einem etwas aus. Die Stadtgesellschaft lebt von solchen Events. Man sieht es beim Stadtrat Cramer, der spricht heute noch begeistert von diesem Bodybuilding und was weiß ich, was er sonst noch gesehen hat. So glaube ich, eine Stadtgesellschaft braucht solche Dinge, weil die sich nachhaltig sozusagen ins Gedächtnis einbrennen. Man erzählt sich da- von, was es war. Ein anderer Effekt ist auf jeden Fall, dass solche gemeinsamen Erfahrun- gen einer Stadtgesellschaft, die schweißt zusammen, und gerade in der heutigen Zeit, wo wir so viele spaltende Dinge haben, treffen sich alle politischen Richtungen, und man fragt gar nicht, woher kommst du. Das ist eine sehr vereinende und sehr zusammenschwei- ßende Erfahrung. Deswegen kann ich nur mit Begeisterung sagen, ja. Unsere Freien Wähler haben Probleme mit den Finanzen, habe ich auch, aber ich glaube, wenn wir uns frühzeitig darauf einstellen, dann werden wir das auch hinkriegen. Also auf der einen Seite, Sie erwähnten schon die Umwegrentabilität, auf der anderen Seite haben wir auch Sponsoring-Möglichkeiten, wir haben viele Möglichkeiten. Dadurch, dass wir auch viel Zeit haben, darauf hinzuarbeiten, werden wir das auch entsprechend stemmen kön- nen, aber entscheidend ist, wenn wir begeistert sind, da hat Herr Lüppo Cramer recht, dann werden wir es auch hinkriegen, und das ist entscheidend. Deswegen würde ich mich freuen, wenn wir da wirklich alle gemeinsam mit Herzblut dabei sind und das nicht nur so gerade so, ja, machen wir. Also unser Ja oder mein Ja haben Sie, die Freien Wähler stimmen dagegen. Stadtrat Dr. Schmidt (AfD): Was kann man jetzt noch sagen, nachdem all diese positiven Dinge schon gesagt worden sind? Ich erzähle einfach aus meiner Perspektive. Als ich mei- nen Kindern gesagt habe, dass wir als Karlsruhe die Chance haben, die World Games hier zu uns zu holen, haben die mich erst mal ungläubig angeschaut. Und dann habe ich zu ihnen gesagt, aber die waren doch schon mal hier. Und dann haben sie mir geglaubt, dass es tatsächlich möglich ist, so eine Veranstaltung in diese Stadt zu holen. Ich war damals 23 Jahre alt, in den Semesterferien hier zu Hause, als die World Games stattgefunden haben. Ich war damals selbst Leistungssportler, und später war ich auch als Leistungssportler auf Weltmeisterschaften und auf der Universiade. Aber ich muss sagen, bei diesen – 11 – Veranstaltungen habe ich nie so eine geringe Distanz zwischen den Sportlern und den Zu- schauern erlebt, wie damals hier bei diesen World Games. Das ist das, was diese Veranstal- tung auch im Vergleich zur Universiade unheimlich auszeichnet, diese direkte Nähe vom Wettkampf und den Zuschauern. Also das hat mich damals unheimlich begeistert, weil ich selber habe das vorher und nachher bei den Wettkämpfen, wo ich war, nie mehr erlebt. Und ich finde, wir sollten es den Bürgern unserer Stadt gönnen, diese Erfahrung zu ma- chen. Also die, die es nicht schon damals 1989 gemacht haben und begeistert sind, so wie der Herr Cramer oder ich, die sollten es heute oder dann eben in fünf Jahren mitbekom- men, weil es eine ganz tolle Sache ist. Wir als Fraktion haben bei den letzten Haushaltsberatungen gezeigt, wo man Geld einspa- ren kann. Deswegen haben wir auch kein Problem, jetzt bei dieser Sache zuzustimmen. Noch ein Wort zu dem Änderungsantrag der GRÜNEN. Ja, warum nicht nachhaltig und kli- maneutral, das kommt uns entgegen. Wir haben die ganzen Sportstätten schon. Das ist das, was uns als Stadt auszeichnet, und wenn man dann sieht, welche Vereine da mitwir- ken, die sind wirklich ganz traditionelle Vereine, die da mitmachen. Wir zeigen den Sport- lern unsere ganze Stadt. Wir zeigen ihnen einen der schönsten Orte unserer Stadt, nämlich den Rheinhafen. Besonders begeistert bin ich auch, dass die Cougars letztendlich mitent- scheidend dafür sind, dass wir die Spiele hier bei uns komplett in der Stadt ausrichten kön- nen. Also die Infrastruktur ist da, wir brauchen gar keine zusätzlichen Dinge zu bauen, und das zeigt, dass wir von vornherein schon nachhaltig sind. Und da meinen wir, dass man auf keinen Fall jetzt noch durch zusätzliche Forderungen das Ganze teurer machen sollte, son- dern wir sollten einfach unseren Vorteil nutzen, nachhaltige Spiele ausrichten. Dementspre- chend stimmen wir der Vorlage zu und sind mit der Verwaltungsantwort für den Ände- rungsantrag einverstanden. Stadträtin Fenrich (pl.): Das war 1989 eine tolle Sache, und ich erinnere mich sehr gerne noch an 2006. Das war die Fußball-Weltmeisterschaft, und ich habe das selber erlebt, als ich mit der S-Bahn in Stuttgart gefahren bin, wie die Menschen dort begeistert waren, wie sie glücklich waren. Sie haben Schwarz-Rot-Gold auf ihren Wangen aufgemalt gehabt, sie haben Deutschland-Fähnchen geschwungen. Es war einfach ein tolles Gefühl, und man hat sich einfach mitgefreut. Ich gebe auch zu, es ist ein tolles Ereignis für die Stadtgesellschaft. Es stärkt den Zusammenhalt, und es ist ein Akt auch der Völkerverständigung. Es ist vieles gesagt worden, was positiv ist. Von daher liegt es im Prinzip nahe, dass man dem zu- stimmt. Aber jetzt möchte ich doch als Einzige vielleicht hier oder mit wenigen Ausnahmen noch auf der GRÜNEN Seite doch einen Schluck Wasser in den roten Wein gießen. Wir dürfen doch nicht vergessen, wie der Haushalt hier zustande kam. Ich habe das in meiner Haus- haltsrede auch explizit gesagt, dass wir sparen müssen. Sparen ist das Gebot der Stunde, was anderes gibt es gar nicht. Und wir müssen uns doch auch ehrlich machen, das Regie- rungspräsidium hat den Haushalt genehmigt, und nachdem wir noch mal ein Defizit drauf- gepackt haben von 20 Millionen, müssen wir jetzt an das Vermögen der Volkswohnung gehen. Das war zwar wieder differenziert argumentiert worden hier im Saal, aber trotz- dem, es ist doch ein Faktum, dass wir hier Geld ausgeben, das wir letztendlich nicht haben. Klar, das Ding, diese World Games finden statt 2029, bis dahin ist noch lange Zeit. Aber glauben wir hier im Saal wirklich, dass in der derzeitigen Lage in der Welt, wie es aussieht, dass es uns auf absehbare Zeit besser geht? Der Krieg in der Ukraine, im Gaza-Streifen – 12 – wird auch die Kommunen, nicht nur Bund und Land, sondern wird auch die Kommunen herausfordern. Und da sind wir gefragt. Das sind Kriegsflüchtlinge. Wir müssen für die ent- sprechend Sorge tragen, und da wird vieles bei der Kommune hängenbleiben. Und es ist doch fraglich, ob wir dann solche Dinge uns noch leisten können wie World Games. Wir haben doch ganz andere Probleme. Und ja, Herr Hofmann, den Bürgern ein Geschenk ma- chen, aber fragen Sie vielleicht auch mal die Bürger, wie es ihnen zurzeit geht, wenn sie ihre Heizkostenabrechnungen kriegen, wie sie die Teuerungen, die Inflation sehen. Das darf nicht ausgeblendet werden. Deswegen, auch hinsichtlich der Vereinbarung, die noch beschlossen werden muss, gibt es Schwierigkeiten aus meiner Sicht hinsichtlich der Haf- tung, und da darf man nicht blauäugig sein und glauben, das kriegen wir schon hin. Und sind wir jetzt auch, das ist mein letzter Satz zum Schluss, sind wir doch auch mal ehr- lich, wenn wir mal angefangen haben als Stadt, also die Bewerbung abgegeben haben, dann läuft das, dann werden wir doch keinen Rückzieher machen. Selbst Herr Oberbürger- meister, wie Sie sagten, aussteigen können wir immer noch, aber werden wir das dann wirklich tun? Werden wir uns diese Blamage dann letztendlich auch eingestehen? Ich glaube nicht. Der Vorsitzende: Also nur zur Sicherheit, wir können nicht immer aussteigen, aber wir kön- nen dann noch aussteigen, bevor wir den Vertrag unterzeichnen. Das ist mir ganz wichtig, und glauben Sie mir, ich hätte da vergleichsweise wenig Schmerz, wenn das wirklich zu keinem vernünftigen Vertrag kommt. Wir sind damit durch die Beratungen durch. Ich würde nach wie vor vorschlagen, dass wir Ihre Formulierung auch eins zu eins zu uns übernehmen. Wir können aber auch darüber abstimmen lassen, weil eigentlich meinen wir dasselbe, wir haben es etwas vorsichtiger for- muliert. Ich wäre aber auch sehr dankbar, wenn wir über diese klassischen Ziele hinaus dann vielleicht von Ihnen noch mal einen Hinweis bekommen, wo Sie Ihre Schwerpunkte dann setzen, damit wir das bei der weiteren Vorbereitung dann auch aufnehmen. Also ich würde einfach Ihre Formulierung übernehmen in unsere Beschlussvorlage, wenn das okay ist. Stadtrat Löffler (GRÜNE): Wenn Sie sagen, eins zu eins übernehmen, dann sind wir damit einverstanden. Dann haben wir da keinen Dissens mehr. Der Vorsitzende: Genau, wir müssen da nur noch mal gucken, was Sie unter klimaneutra- lem und nachhaltigem Showcase..., ich habe mit dem Begriff Showcase immer meine Probleme, aber vielleicht übersetze ich ihn auch falsch, ich weiß aber, was Sie meinen. In- sofern unterhalten wir uns da noch mal drüber. Also das übernehmen wir. Die anderen Punkte, glaube ich, sind soweit geklärt. Dann können wir die mit dem ersten Punkt der GRÜNEN veränderte Beschlussvorlage jetzt hier zur Abstimmung stellen, und ich bitte Sie um Ihr Votum jetzt ab jetzt. – Mehrheitliche Zustimmung. – 13 – Das ist noch mal eine schöne Bestätigung unserer bisherigen Arbeit an der Stelle. Und jetzt drücken Sie uns mal die Daumen, dass wir nicht nur am 1. Mai den Zuschlag kriegen, son- dern vor allem auch bei den anschließenden Vertragsverhandlungen da zu einem guten Er- gebnis kommen. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten – 8. Mai 2024