Reflektierende Randmarkierungen auf Radwegen im Wald
| Vorlage: | 2024/0305 |
|---|---|
| Art: | Antrag |
| Datum: | 20.03.2024 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Forstamt |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
Beratungen
Zusätzliche Dateien
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Antrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier 2 Vorlage Nr.: 2024/0305 Eingang: 20.03.2024 Reflektierende Randmarkierungen auf Radwegen im Wald Antrag: GRÜNE Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Gemeinderat 23.04.2024 27 Ö Kenntnisnahme Ausschuss für öffentliche Einrichtungen 18.10.2024 Ö Beratung 1. Um die Sicherheit und Attraktivität der Radwege durch den Wald zu verbessern, versieht die Verwaltung in Abstimmung mit dem zuständigen Forstamt zwei bis drei asphaltierte Wege mit reflektierenden Randmarkierungen. Dabei sollen Wege im Hardtwald und/oder Oberwald ausgewählt werden, die erfahrungsgemäß häufig von Radfahrer*innen genutzt werden. 2. Nach den Erfahrungen damit werden weitere Markierungen geprüft. Begründung/Sachverhalt: Viele Menschen nutzen die geeigneten und für den Radverkehr ausgewiesenen Wege vor allem im Oberwald und im Hardtwald nahezu zu jeder Tageszeit und auch zu jeder Jahreszeit. Gerade im Winter bedeutet das, dass der Weg zur Schule oder zum Arbeitsplatz im Dunkeln liegt. Immer wieder kommt daher der Wunsch nach einer Beleuchtung der wichtigsten Radwege in den Wäldern auf. Eine Beleuchtung bedeutet in jedweder Ausführung allerdings eine technische Infrastruktur, damit verbundene Kosten sowie mögliche arten- und naturschutzrechtlichen Konflikte. Reflektierende Seitenmarkierungen der Wege können bereits einige der wesentlichen Ziele einer Beleuchtung erreichen. Und das zu einem deutlich geringeren Aufwand. Wenn das Fahrrad mit einer ordnungsgemäßen Beleuchtung ausgestattet ist, dann ermöglicht eine solche Markierung einen guten Überblick über den Wegesrand und somit auch über den Streckenverlauf zum Beispiel im Bereich von Kurven. So können mit einer kleinen Maßnahme die Sicherheit und der Komfort auf den Radwegen gesteigert werden. Zu testen wäre, wie lange der Effekt anhält und in welchem Intervall eventuell eine Reinigung nötig ist. Unterzeichnet von: Aljoscha Löffler Johannes Honné Renate Rastätter Christine Weber Christina Bischoff Dr. Clemens Cremer
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Stellungnahme zum Antrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2024/0305 Verantwortlich: Dez. 5 Dienststelle: Forstamt Reflektierende Randmarkierungen auf Radwegen im Wald Antrag: GRÜNE Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Ausschuss für öffentliche Einrichtungen 18.10.2024 Ö Beratung Kurzfassung Eine reflektierende Seitenmarkierung von Waldwegen, die von Radfahrenden genutzt werden, wird auf Grund des hohen Instandhaltungsaufwands und bei den im Hardtwald auf den Hauptwegen kaum vorhandenen Kurven sowie wegen bereits bestehender Nutzungskonflikte mit Waldbesuchenden von der Verwaltung nicht empfohlen. Für den Stadtwald stehen zudem keine Haushaltsmittel zur Verfügung. Die asphaltierten Hauptachsen im Hardtwald liegen in der Bewirtschaftung von Forst-BW. Diese lehnt den Antrag ebenfalls ab. Finanzielle Auswirkungen Ja ☒ Nein ☐ ☒ Investition ☐ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: unbestimmt Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: unklar Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☐ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☒ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☐ Ja ☒ positiv ☒ negativ ☐ geringfügig ☒ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☐ Ja ☒ Korridorthema: Grüne Stadt Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Erläuterungen Die asphaltierten Hauptachsen im Hardtwald weisen vergleichsweise wenige Kurven auf und werden intensiv von Radfahrenden zu allen Tages- und Nachtzeiten ganzjährig genutzt. Diese Wege liegen im Landeswald, der von Forst-BW bewirtschaftet wird. Bereits heute kann davon ausgegangen werden, dass durch forst- und landwirtschaftlichen Verkehr die Randmarkierungen regelmäßig verschmutzt oder beschädigt werden, zuwachsen und nicht mehr erkennbar sind. Je nach Ausführung würde dies ggf. bei Beschädigung zu einem weiteren Eintrag von Kunststoff in das Waldökosystem führen. Forst- BW lehnt dementsprechend den Antrag für den Staatswald ab. Im Gegensatz zu den im Hardtwald regelmäßig vom Team Sauberes Karlsruhe gepflegten Hauptachsen werden die sich im städtischen Eigentum befindenden asphaltierten Wege im Oberwald nicht regelmäßig gereinigt. Für die Realisierung wäre hier eine deutlich höhere Investition einzuplanen. Insbesondere im Wald müssen für eine dauerhafte Markierung die Randbereiche des Weges abgeschoben, regelmäßig gereinigt und zurückgeschnitten werden. Darüber hinaus müsste bei einigen Wegen die Deckschicht grundgereinigt und ggf. auch der komplette Querschnitt saniert werden. Des Weiteren werden erhebliche Unterhaltungsleistungen notwendig, um die Markierungen regelmäßig zu kontrollieren, instand zu halten und Bewuchs, Laub und Erdreich insbesondere nach Starkregenereignissen zu entfernen. Aufgrund der Lage der Wege im Wald und insbesondere der ökologischen Bedeutung der Randbereiche der Wege und Saumbereiche sind die Berücksichtigung ökologischer Aspekte unabdingbar. Bereits jetzt werden entsprechende Mahdkonzepte zum Erhalt und der Weiterentwicklung der biologischen Vielfalt an den Wegrandbereichen umgesetzt und kontinuierlich weiterentwickelt. Dabei werden einzelne Bereiche am Wegrand bewusst nicht gemäht. Waldwege sind keine ausgebauten Radschnellwege, die primär dem Radverkehr dienen. Sie werden gemeinsam von Erholungssuchenden, Spaziergänger*innen, Hundehaltenden, Joggenden, Radfahrenden etc. genutzt. Eine angemessene Geschwindigkeit der Radfahrenden und Rücksichtnahme auf Waldbesuchende insbesondere bei Dunkelheit sind unabdingbar. Bereits jetzt gibt es auf den schmalen Waldwegen, in den im Antrag genannten Waldbereichen, zahlreiche Nutzungskonflikte. Insbesondere schnelle E-Bikes, Rennräder und neuerdings auch Gravelbikes werden hier wiederholt bei Beschwerden genannt. Eine Ertüchtigung der Wege durch weitere Ausleuchtung durch Randstreifen könnte in diesem Kontext zu einem noch schnelleren Fahren verleiten. Wenn das Fahrrad mit einer ordnungsgemäßen modernen (LED)-Beleuchtung ausgestattet ist, dann wird bereits jetzt bei einer der Umgebung angemessenen Fahrgeschwindigkeit ein guter Überblick über den Wegesrand und die in der Regel überwiegend geraden Wege ermöglicht. Grundsätzlich ist zu priorisieren, ob Haushaltsmittel für Randmarkierungen oder für eine kontinuierliche Pflege- und Instandsetzung von Waldwegen eingesetzt werden. Mit einer kontinuierlichen Pflege der Wegeinfrastruktur im Wald, insbesondere auch der wassergebundenen Decken (z.B. durch die Verringerung der Schlaglöcher) könnte der Komfort für die Radfahrenden deutlich erhöht werden.
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Niederschrift 63. Plenarsitzung des Gemeinderates 23. April 2024, 15:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus am Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup Punkt 27 der Tagesordnung: Reflektierende Randmarkierungen auf Radwegen im Wald Antrag: GRÜNE Vorlage: 2024/0305 Beschluss: Beratung im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen am 14. Juni 2024, öffentlich Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 27 auf und teilt mit, der Antrag werde ohne Aussprache in den Ausschuss für öffentliche Einrichtungen verwiesen. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten – 3. Mai 2024
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Niederschrift Sitzung Ausschuss für öffentliche Einrichtungen 18.10.2024, 16:30 Uhr Öffentliche Sitzung Bürgersaal, Rathaus am Marktplatz Vorsitzende: Bürgermeisterin Bettina Lisbach Protokollerstellung: 22.10.2024 Punkt 3 der Tagesordnung: Reflektiernde Randmarkierungen auf Radwegen im Wald Antrag: GRÜNE; Vorlage: 2024/0305 Die Vorsitzende ruft TOP 3 auf, verweist auf die Stellungnahme aus dem Forstamt, ent- schuldigt den abwesenden Leiter des Forstamtes Herrn Dr. Wilhelm und begrüßt Herrn Jo- nas Wehrle (Revierleiter) und Herrn Andreas Ott (Verwaltungsleiter) als seine Vertretung. Stadtrat Christian Klinkhardt (GRÜNE) bedauert die ablehnende Haltung der Verwaltung zu dieser sinnvollen Idee, betont jedoch die Hürden erkannt zu haben. Er kann sich das Vorha- ben gut als Pilotprojekt vorstellen; die Fraktion wird sich dazu intern abstimmen. Die Vorsitzende erwidert, dass die Wege im Hardtwald im Besitz des Landes sind und der Antrag von dieser Seite bereits abgelehnt wurde. Stadtrat Andreas Kehrle (CDU) erläutert, dass seine Fraktion dem Vorschlag der Verwal- tung folgen wird. Er hält für ein derartiges Projekt eventuell eine Wegekreuzung mit dem Wald für sinnvoll, mehr jedoch nicht. Stadtrat Thomas H. Hock (FDP) stellt in Frage, weshalb Karlsruhe eine derartige Markierung vornehmen sollte, da dies in keinem städtischen Wald üblich sei. Aus diesem Grund ver- steht er den Antrag nicht. Die Vorsitzende richtet die Frage an die Fraktion der GRÜNEN, ob der Antrag zur Beschluss- fassung in den Gemeinderat eingebracht werden soll. Stadträtin Jorinda Fahringer (GRÜNE) nimmt den Antrag zur Beratung zurück in die Frak- tion und sichert eine Rückmeldung zum weiteren Vorgehen zu. Die Vorsitzende schließt den Tagesordnungspunkt. Gez. Jonas Wehrle / gez. Andreas Ott Protokollführer Andreas Ott