Bei der Aktion "Karlsruhe spielt" auch ältere Menschen einbeziehen
| Vorlage: | 2024/0172 |
|---|---|
| Art: | Antrag |
| Datum: | 06.05.2024 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Sozial- und Jugendbehörde |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
Beratungen
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
Antrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2024/0172 Eingang: 20.02.2024 Bei der Aktion "Karlsruhe spielt" auch ältere Menschen einbeziehen Antrag: GRÜNE Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Gemeinderat 19.03.2024 21 Ö Kenntnisnahme Jugendhilfeausschuss 26.06.2024 Ö Beratung 1. Die Verwaltung startet ein Pilotprojekt, in dem sie den Adressat*innenkreis der Aktion "Karlsruhe spielt!" erweitert und auch Senior*innen zur Teilnahme einlädt. 2. Dazu werden auch die Quartiersarbeit und das Seniorenbüro zur Mitwirkung einbezogen. Die Aktion „Karlsruhe spielt!“ ist ein großer Erfolg. Bereits bei der dritten Ausgabe im vorigen Jahr entstanden an rund 50 Aktionsorten temporäre Spielstraßen und -flächen und haben zum Spielen, Bewegen und Begegnen eingeladen. Circa 10.000 Bürger*innen waren beteiligt. Deutlich wurde, dass die Aktion dazu beiträgt, dass sich Menschen in der Nachbarschaft, Kinder und Eltern in lockerer Atmosphäre kennenlernen. Damit wird ein wichtiges Ziel der Quartiersarbeit geleistet, denn die Aktion unterstützt Vernetzungen und tritt Tendenzen zur Vereinsamung entgegen. Aufmerksame Beobachter*innen registrierten, dass auch Menschen aus der älteren Generation an den lebendigen Geschehnissen Interesse hatten, sich aber nicht ebenfalls eingeladen fühlten. Die Ansprache der Aktion „Karlsruhe spielt“ ist zwar relativ allgemein gehalten, richtet sich aber doch eher an junge Familien mit Kindern. Hinzu kommt die Erschwernis, dass sich ältere Menschen bei körperlichen Aktivitäten, wie den Straßenspielen nicht unbedingt beteiligen können, wohl aber ein Interesse am Zuschauen und Gesprächen hatten. Dazu wären Sitzgelegenheiten zum Verweilen, wie zumindest eine Bierbank oder ähnliches wichtig. Im Sinne der Karlsruher Quartiersarbeit, bei der die Vernetzung u.a. der verschiedenen Generationen ein wichtiges Ziel ist, wäre es sinnvoll, ein Pilotprojekt durchzuführen, bei dem der Versuch gestartet wird, auch die ältere Generation in diese Aktion zu integrieren. In der Öffentlichkeitsarbeit für „Karlsruhe spielt!“ sollen deshalb auch Senior*innen angesprochen werden. Außerdem könnte den Akteur*innen vorgeschlagen werden – soweit dies vor Ort möglich ist – zusätzlich an Sitzgelegenheiten zu denken und auch gezielt ältere Menschen einzuladen. Vermutlich können die Quartiersarbeit und das Seniorenbüro weitere Ideen beisteuern. Unterzeichnet von: Verena Anlauf Jorinda Fahringer Johannes Honné Renate Rastätter Dr. Iris Sardarabady Niko Riebel Benjamin Bauer Begründung/Sachverhalt
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Niederschrift 62. Plenarsitzung des Gemeinderates 19. März 2024, 15:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus am Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup Punkt 21 der Tagesordnung: Bei der Aktion „Karlsruhe spielt“ auch ältere Menschen ein- beziehen Antrag: GRÜNE Vorlage: 2024/0171 Beschluss: Beratung im Jugendhilfeausschuss am 26. Juni 2024, öffentlich Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 21 auf und teilt mit, der Antrag werde ohne Aussprache in den Jugendhilfeausschuss verwiesen. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten – 22. März 2024
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Stellungnahme zum Antrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2024/0172 Verantwortlich: Dez. 3 Dienststelle: SJB Bei der Aktion "Karlsruhe spielt" auch ältere Menschen einbeziehen Antrag: GRÜNE Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Gemeinderat 19.03.2024 21 Ö Kenntnisnahme Jugendhilfeausschuss 26.06.2024 8 Ö Beratung Kurzfassung „Karlsruhe spielt!“ ist gelebte soziale Quartiersentwicklung. Die Aktion bietet großes Potential, auch die ältere Generation aktiv miteinzubinden. Daher werden ab 2024 die Materialien der Öffentlichkeitsarbeit angepasst. Das städtische Kinderbüro prüft derzeit die Umsetzung eines generationenverbindenden Projekts mit Modellcharakter. Finanzielle Auswirkungen Ja ☐ Nein ☒ ☐ Investition ☐ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☐ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☒ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☐ Ja ☒ Korridorthema: Soziale Quartiersentwicklung Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Erläuterungen 1.Die Verwaltung startet ein Pilotprojekt, in dem sie den Adressat*innenkreis der Aktion "Karlsruhe spielt!" erweitert und auch Senior*innen zur Teilnahme einlädt. „Karlsruhe spielt!“ ist gelebte soziale Quartiersentwicklung. Die Aktion schafft seit 2021 jährlich im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche und anlässlich des Weltkindertags die Möglichkeit, die Stadt aus einer neuen Perspektive zu erleben. Sie bringt Menschen im Quartier zusammen, schafft Begegnung, lässt Netzwerke entstehen und setzt ein starkes Zeichen für mehr Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum. Auch wenn die Grundidee der Aktion Kinder und Familien adressiert, bietet „Karlsruhe spielt!“ der älteren Generation die Möglichkeit zur Teilhabe, zur Begegnung, zur Vernetzung und zum Austausch. Das Interesse der älteren Generation an der Aktion nimmt das städtische Kinderbüro ebenso wahr, wie die Paten und Patinnen, die die Aktionen vor Ort betreuen. Damit sich die ältere Generation stärker zur Teilnahme eingeladen fühlt, werden ab 2024 die Materialien zur Öffentlichkeitsarbeit sowohl im Bereich der illustrierten Bildsprache als auch in der Ansprache angepasst. Das Spielen bleibt zentrales Element der Aktionen von „Karlsruhe spielt!“. Es hat eine essentielle Bedeutung für das kindliche Aufwachsen und das eigene Erkunden der (Lebens-) Welt – aber auch für das gesunde Altern und die Teilhabe von älteren Menschen. Als generationenverbindende Tätigkeit liegt hier großes Potenzial in der Ausgestaltung der Aktionen vor Ort. Das städtische Kinderbüro prüft derzeit die Umsetzung eines solchen generationenverbindenden Projekts mit Modellcharakter. „Karlsruhe spielt!“ ist seit Entstehung der Aktion 2021 ein besonderes Beispiel sowohl der ämter- als auch der dezernatsübergreifenden Zusammenarbeit. Sie ist die Basis für die erfolgreiche Umsetzung der Aktion. Das städtische Kinderbüro geht davon aus, dass – auch aufgrund der Erweiterung des Adressaten- und Adressatinnen-Kreises – in den kommenden Jahren bis zu 70 oder 80 Straßenvorschläge von Bürgern und Bürgerinnen eingereicht werden. Die Umsetzung der Vorschläge ist nur aufgrund der engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit den beteiligten Fachämtern, allen voran das Ordnungs- und das Tiefbauamt, möglich. 2. Dazu werden auch die Quartiersarbeit und das Seniorenbüro zur Mitwirkung einbezogen. Im Zuge der Erarbeitung des Konzepts der Sozialen Quartiersentwicklung entstand in der Sozial- und Jugendbehörde die Abteilung „Aufwachsen und Älterwerden“. Zu dieser Abteilung zählen neben dem städtischen Kinderbüro auch das Seniorenbüro und die Stadtteilkoordination. Diese Struktur ermöglicht die Einbeziehung des Seniorenbüros und der Stadtteilkoordination bei der Ausgestaltung von „Karlsruhe spielt!“ 2024 auf kurzen Wegen. Aktuell werden abteilungsübergreifend Ideen entwickelt, die entstandenen Synergien gewinnbringend eingesetzt und die fachliche Expertise in Bezug auf die ältere Generation proaktiv genutzt. Bestehende Strukturen, wie der Arbeitskreis Quartier, in dem die Quartiersprojekte vertreten sind, werden einbezogen. So wird die Bewerbung von „Karlsruhe spielt!“ über vorhandene Strukturen der Stadtteilkoordination und der Quartiersarbeit noch breiter gestreut, und gleichzeitig wird auf die Chancen des aktiven Einbezugs der älteren Generation in die Aktion aufmerksam gemacht. Durch die Expertise der verschiedenen Stakeholder können frühzeitig zielgruppen- und quartiersspezifische Bedarfe berücksichtigt werden.