Auftragsvergabe zur Lieferung von 13 fabrikneuen Klein-LKW mit Pritsche für diverse Ämter der Stadt Karlsruhe
| Vorlage: | 2024/0013 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 03.01.2024 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Team Sauberes Karlsruhe |
| Erwähnte Stadtteile: | Beiertheim-Bulach, Durlach |
Beratungen
- Betriebsausschuss Eigenbetrieb Abfallwirtschaft und Stadtreinigung (öffentlich/nichtöffentlich)
Datum: 11.04.2024
Rolle: Entscheidung
Ergebnis: mehrheitlich beschlossen
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
Beschlussvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2024/0013 Verantwortlich: Dez. 5 Dienststelle: Team Sauberes Karlsruhe Auftragsvergabe zur Lieferung von 13 fabrikneuen Klein-LKW mit Pritsche für diverse Ämter der Stadt Karlsruhe Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Betriebsausschuss Eigenbetrieb Abfallwirtschaft und Stadtreinigung 11.04.2024 1 Ö Entscheidung Kurzfassung Der Betriebsausschuss nimmt die Erläuterungen zur Kenntnis und stimmt der Auftragsvergabe zur Lieferung von insgesamt 13 fabrikneuen Klein-LKW entsprechend der Lose 1, 2, 6, 8 und 9 zu. Die Verwaltung wird ermächtigt, den jeweiligen Bietern den Zuschlag mit einem Gesamtauftragswert in Höhe von 604.941,26 Euro einschließlich Mehrwertsteuer zu erteilen. Finanzielle Auswirkungen Ja ☒ Nein ☐ ☒ Investition ☐ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: 604.941,26 Euro Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☒ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☐ Ja ☒ positiv ☒ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☒ IQ-relevant Nein ☒ Ja ☐ Korridorthema: Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Erläuterungen I. Gegenstand der Ausschreibung Gegenstand der Ausschreibung im Rahmen der regulären Ersatzbeschaffung 2022/2023 ist die Lieferung von 13 fabrikneuen Klein-LKW mit Pritsche für diverse Ämter und Dienststellen der Stadt Karlsruhe. Nach Maßgabe der aktuell geltenden Vergabedienstanweisung (VergDA) der Stadt Karlsruhe und im Zuge der klimaverträglichen Ausrichtung des Fuhrparks wurden mit Ausnahme der Lose 1 und 2 ausschließlich Fahrzeuge mit batterieelektrischem Antrieb ausgeschrieben. Die Ausnahme bei den Losen 1 und 2 ist durch die spezifischen Einsatzbedingungen dieser Fahrzeuge begründet, hier muss zur Ermöglichung von Einsätzen auf Schlechtwegen sowie zur Erzielung höchstmöglicher Zuladungswerte auf einen konventionellen Dieselantrieb zurückgegriffen werden, da derzeit keine geeigneten Fahrzeuge mit batterieelektrischem Antrieb verfügbar sind. Die Erfüllung der derzeit gültigen Schadstoffnorm Euro 6d wird als Mindestkriterium definiert. II. Verfahren In Abstimmung mit der Zentralen Vergabestelle erfolgte eine Aufteilung in 9 Fachlose: Los Fahrzeug / Ausführung Dienststelle geschätzter Auftragswert 1 1x KL DoKa Kipper Allrad (Diesel) Forstamt 45.000,00 € netto 2 1x KL DoKa Pritsche Allrad (Diesel) Liegenschaftsamt 40.000,00 € netto 3 1x KL DoKa Tiefpritsche mit Gerätekasten (BEV) TBA West 90.000,00 € netto 4 2x KL DoKa Pritsche (BEV) GBA Mitte 160.000,00 € netto 5 2x KL EiKa Kipper mit Gerätekasten und Transportbügel (BEV) Stadtamt Durlach, TSK StR 150.000,00 € netto 6 2x KL DoKa Kipper (BEV) GBA Ost & West 160.000,00 € netto 7 1x KL DoKa Pritsche Plane (BEV) Zoo 85.000,00 € netto 8 1x KL DoKa Pritsche (BEV) TBA Ost 80.000,00 € netto 9 2x KL DoKa Pritsche mit Transportbügel (BEV) TBA Kanal, GBA Bulach 170.000,00 € netto Summe: 980.000,00 € netto – 3 – Die Auftragswertschätzung in Höhe von ca. 980.000,00€ netto wurde auf Grundlage der Markterkundung und durch Einholung indikativer Angebote beziehungsweise Vorabinformationen der Hersteller oder deren Vertriebsorganisationen ermittelt. Die erforderlichen finanziellen Mittel sind vorhanden, die Finanzierung erfolgt mit den für die Fahrzeugbeschaffung vorgesehenen Mitteln. Da der geschätzte Auftragswert oberhalb des aktuellen Schwellenwerts in Höhe von 221.000 € netto lag, wurde ein europaweites offenes Verfahren gemäß § 119 Abs. 3 GWB angewandt. Die Durchführung des Verfahrens erfolgte durch die Zentrale Vergabestelle der Stadt Karlsruhe. Die Vergabezuständigkeit für die Auftragsvergabe für Lieferungen und Leistungen ab 500.000 Euro bis 2.000.000 Euro liegt gemäß Betriebssatzung des Eigenbetriebs Team Sauberes Karlsruhe - Abfallwirtschaft und Stadtreinigung, sowie Anlage 1a - Wertgrenzen, beim zuständigen Betriebsausschuss. Die Veröffentlichung auf dem elektronischen Vergabeinformationssystem „subreport ELVIS“ erfolgte am 05.01.2024. Auf der Homepage der Stadt Karlsruhe und auf Bund.de erfolgte die Veröffentlichung am 07.01.2024. Es waren ausschließlich elektronische Angebote zugelassen. Bis zum Ende der Angebotsfrist am 16. Februar 2024, 11 Uhr, gingen von sechs Bieter*innen 15 Angebote für sieben Lose ein. III. Angebote und Prüfung Nach formaler, rechnerischer und fachlicher Prüfung mussten die Angebote von Bieter 2 für das Los 1, von Bieter 3 für die Lose 1 und 2, von Bieter 4 für die Lose 5 und 7 sowie von Bieter 6 für das Los 5 gemäß § 57 Abs. 1 VGV ausgeschlossen werden, da die geforderten Mindestkriterien nicht eingehalten wurden. Die übrigen Angebote werden zur Wertung zugelassen. IV. Zuschlagswertung Gemäß § 127 Absatz 1 Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) soll der Zuschlag auf das wirtschaftlichste Angebot erteilt werden. Die Vorgaben zu Klima- und Umweltauswirkungen gemäß § 68 Vergabeverordnung (VgV) wurden im Rahmen der Mindestanforderungen sowie der fachlichen Anforderungen bereits in der Leistungsbeschreibung berücksichtigt, sodass jeweils der niedrigste Angebotspreis als alleiniges Zuschlagskriterium angewandt wurde. Die Fahrzeuge erfüllen dahingehend auch die Anforderungen des Saubere-Fahrzeuge-Beschaffungs- Gesetzes und können dementsprechend bei der Quote der Clean-Vehicle-Directive berücksichtigt werden. Hieraus ergibt sich die folgende Wertungsreihenfolge entsprechend der jeweiligen Angebotssumme: Los 1 Sachsengarage GmbH, Dresden 54.710,25 Euro brutto Zweitplatzierter Bieter 58.889,99 Euro brutto Drittplatzierter Bieter 65.986,69 Euro brutto Viertplatzierter Bieter 71.547,41 Euro brutto Los 2 Sachsengarage GmbH, Dresden 45.492,51 Euro brutto Zweitplatzierter Bieter 49.079,99 Euro brutto Los 6 Iveco Süd-West GmbH, Mannheim 219.555,00 Euro brutto – 4 – Los 8 Iveco Süd-West GmbH, Mannheim 96.092,50 Euro brutto Los 9 Iveco Süd-West GmbH, Mannheim 189.091,00 Euro brutto Für die Lose 3 und 4 sind keine Angebote eingegangen, diese werden aufgehoben, da nach erneuter eingehender Prüfung des Marktangebots derzeit keine geeigneten Fahrzeuge verfügbar sind. Die Angebote für die Lose 5 und 7 mussten aufgrund der Nichterfüllung der Mindestkriterien ausgeschlossen werden, diese Lose werden zurückversetzt und erneut ausgeschrieben. V. Vergabevorschlag und Auftragswerte Nach Ablauf der Informations- und Wartepflicht nach § 134 Absatz 2 GWB sollen die Aufträge an den jeweiligen Bieter mit dem wirtschaftlichsten Angebot wie folgt vergeben werden: Los 1 Sachsengarage GmbH, Dresden 54.710,25 Euro brutto Los 2 Sachsengarage GmbH, Dresden 45.492,51 Euro brutto Los 6 Iveco Süd-West GmbH, Mannheim 219.555,00 Euro brutto Los 8 Iveco Süd-West GmbH, Mannheim 96.092,50 Euro brutto Los 9 Iveco Süd-West GmbH, Mannheim 189.091,00 Euro brutto Gesamtauftragswert 604.941,26 Euro brutto Die Abweichung des Gesamtauftragswertes zur Auftragswertschätzung ist dadurch begründet, dass die in der Schätzung einbezogenen Werte zum Zeitpunkt der Markterkundung deutlich höher lagen und sich zwischenzeitlich eine sinkende Tendenz bei den Fahrzeugpreisen im batterieelektrischen Bereich zeigt. VI. Einschätzung der CO2-Relevanz Die CO2-Relevanz wird von der Verwaltung als erheblich positiv eingeschätzt, da mit einer hohen CO2-Reduktion zu rechnen ist. Die in diesem Verfahren umfassten Bestandsfahrzeuge konnten mit Ausnahme der Fahrzeuge aus den Losen 1 und 2 durch emissionsfreie Fahrzeuge mit alternativem Antrieb ersetzt werden. Nach Betrachtung der Laufleistung und des CO2-Ausstoßes der zu ersetzenden Fahrzeuge, welche allesamt über einen Dieselantrieb verfügen, konnte eine CO2-Einsparung von 14,2 Tonnen jährlich durch die Beschaffung von Fahrzeugen mit Elektroantrieb ermittelt werden. Die mit den Losen 1 und 2 umfassten Bestandsfahrzeuge konnten durch Fahrzeuge ersetzt werden, die die aktuell gültige Schadstoffnorm Euro 6d erfüllen. Hierdurch ergeben sich vor allem im Bezug auf die Stickoxidemissionen (NOx) erhebliche Einsparungen. Erläuterungen zu finanziellen Auswirkungen Die Maßnahme hat finanzielle Auswirkungen in Form einer Investition. Die erforderlichen finanziellen Mittel sind vorhanden, die Finanzierung erfolgt mit den für die Fahrzeugbeschaffung vorgesehenen Mitteln. Alle in dieser Beschlussvorlage zum Zuschlag vorgesehenen Positionen betreffen ausschließlich den zentralen Budgetansatz der Stadtverwaltung bei der Stadtkämmerei. – 5 – Beschluss: Antrag an den Betriebsausschuss: Der Betriebsausschuss nimmt die Erläuterungen zur Kenntnis und stimmt der Auftragsvergabe zur Lieferung von insgesamt 13 fabrikneuen Klein-LKW entsprechend der Lose 1, 2, 6, 8 und 9 zu. Die Verwaltung wird ermächtigt, den jeweiligen Bietern den Zuschlag mit einem Gesamtauftragswert in Höhe von 604.941,26 Euro einschließlich Mehrwertsteuer zu erteilen.