UNESCO City of Media Arts: Bericht, Info zu Netzwerktreffen 2029 in Karlsruhe, Art Rückblick
| Vorlage: | 2023/1396 |
|---|---|
| Art: | Informationsvorlage |
| Datum: | 15.12.2023 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Kulturamt |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
Beratungen
- Kulturausschuss (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 06.03.2024
Rolle: Kenntnisnahme
Ergebnis: Kenntnisnahme
Zusätzliche Dateien
-
Extrahierter Text
Informationsvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2023/1396 Verantwortlich: Dez. 2 Dienststelle: Kulturamt UNESCO City of Media Arts: Bericht, Info zu Netzwerktreffen 2029 in Karlsruhe, Art Rückblick Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Kulturausschuss 06.03.2024 3 Ö Kenntnisnahme Kurzfassung Mit der Zusage der UNESCO, den Titel UNESCO City of Media Arts Karlsruhe weitere vier Jahre tragen zu können und der Verstetigung der UNESCO Koordinationsstelle, wird Karlsruhe 2029 Host City des jährlichen Treffens des UNESCO Media Arts Clusters. Nicht nur eine Reihe wichtiger Jubiläen, sondern auch die Arbeit der letzten vier Jahre haben diese Entscheidung maßgeblich beeinflusst. Die kontinuierliche Förderung der Medienkunst auf lokaler und internationaler Ebene, die aktive Teilnahme an internationalen Konferenzen und Netzwerktreffen sowie die Bereitschaft für Kooperationen haben Karlsruhe zu einem wichtigen Bestandteil des UNESCO Netzwerkes für Medienkunst heranwachsen lassen. Mittlerweile ein Markenkern der Stadt Karlsruhe, hat die Medienkunst auch lokal einen hohen Stellenwert. Regelmäßige Großveranstaltungen wie die SCHLOSSLICHTSPIELE oder öffentliche Präsentationen von Medienkunst im Zuge von „Medienkunst ist hier“ und der art KARLSRUHE haben zur Festigung der Identität Karlsruhes als Stadt der Medienkunst beigetragen. Finanzielle Auswirkungen Ja ☐ Nein ☒ ☐ Investition ☐ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☐ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☒ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☒ Ja ☐ Korridorthema: Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Erläuterungen Förderung von Medienkunst Über die Arbeit der UNESCO City of Media Arts Karlsruhe wurde zuletzt in den Sitzungen des Kulturausschusses vom 17.03.2022 (schriftliche Vorlage) und vom 17.03.2023 (mündlich) berichtet. Die bisher befristete Stelle der UNESCO Koordination soll im Stellenschaffungsverfahren 2024 verstetigt werden. Dies wird unter anderem möglich durch die vorangehende Zusage der UNESCO, dass Karlsruhe den UNESCO-Titel weitere vier Jahre zugesprochen bekommt. Bekräftigt wurde dieser Zuspruch durch den Zuschlag, als Austragungsort für das Cluster-Treffen 2029 zu fungieren. Für die Veranstaltung in 2029 fallen nach den Regularien der UNESCO für die Stadt Karlsruhe Kosten für Übernachtungen/Hotels, Verpflegung, Transport vor Ort, Übersetzungen (französisch und englisch), Eröffnungs- und Abschlussveranstaltung und weitere Kosten an. Diese Kosten sollen zum größten Teil über Sponsoring-Einnahmen finanziert werden, ein verbleibender Restbetrag wird durch das Kulturbudget abgedeckt. Als erste und bislang einzige Stadt des Media Art Clusters in Deutschland konnte Karlsruhe in den letzten vier Jahren die Rolle des Standorts und auch die Rolle Deutschlands in diesem Netzwerk stärken. Ein wesentlicher Bestandteil ist hierbei nicht nur die Förderung von Medienkunst auf lokaler Ebene, sondern auch die internationale Vernetzung mit anderen Medienkunststädten. Sich an den Sustainable Development Goals der UNESCO orientierend, stehen hierbei Projekte mit den Themen nachhaltige Städte und Gemeinden, weniger Ungleichheiten, Geschlechtergleichheit, Frieden, Recht und starke Institutionen und Partnerschaft zur Erreichung der Ziele im Vordergrund. Das Projektförderprogramm für Medienkunst, das 2020 das erste Mal ausgelobt wurde, ist hierbei einer der wichtigsten Faktoren. Mit einem Gesamtvolumen von jährlich 100.000 Euro wurden bislang über 50 Projekte gefördert, die auch publikumswirksam im Karlsruher Stadtgebiet im Zuge der „Seasons of Media Arts“ und „Medienkunst ist hier“ präsentiert wurden. Nach Pandemie bedingten Einschränkungen avancierte dieses öffentliche Medienkunstereignis, das seit 2022 parallel zu den SCHLOSSLICHTSPIELEN stattfindet, zu einem der Grundpfeiler der Arbeit im Bereich Medienkunst. Eine umfassende Medienberichterstattung und stets steigende Besuchszahlen sind ein Beweis für das Interesse der Karlsruher*innen und Besuchenden aus aller Welt an dem Thema Medienkunst in Karlsruhe. Kooperationen lokal und international Immer in engem Austausch mit Partnern aus der Karlsruher Kulturlandschaft, insbesondere dem ZKM | Zentrum für Kunst und Medien, präsentiert sich Karlsruhe seit 2022 der internationalen kunstinteressierten Öffentlichkeit unter dem Titel UNESCO City of Media Arts auf der art KARLSRUHE. In Kooperation mit der Hochschule für Gestaltung und dem ZKM präsentierte die UNESCO City of Media Arts bei der diesjährigen Ausgabe medienkünstlerischen Arbeiten von Absolventinnen der Hochschule gemeinsam mit Werken weltbekannter Medienkünstler*innen aus dem Archiv des ZKM. Die gesamte szenografische Gestaltung wurde unter dem Motto „Hybrid Echos“ kuratiert. Die regelmäßige Teilnahme und Präsentation auf Messen, wie der Internationalen Tourismusbörse Berlin (ITB) 2023 mit der Vorstellung des Monopol Sonderhefts „Karlsruhe UNESCO City of Media Arts“, Kongressen und internationalen Netzwerktreffen, insbesondere der UCCN Annual Conference und das jährliche Treffen des Media Art Clusters, führte darüber hinaus auch zu Kooperationen mit anderen Medienkunststädten: Eine besondere Herausforderung, gleichzeitig aber auch eine Chance stellte die Corona Pandemie ab dem Frühjahr 2020 dar. In dieser Zeit ist die preisgekrönte Kooperationsreihe „City to City“ mit den Medienkunststädten Austin (USA), Braga (Portugal), Calí (Kolumbien), Changsha (China), Guadalajara (Mexiko), Košice (Slowakei), Sapporo (Japan), Viborg (Kanada) und York (Großbritannien) entstanden. In der ersten Auflage war Karlsruhe als einzige Stadt – 3 – mit zwei der zehn ausgewählten Künstler*innen vertreten und das nachfolgende Projekt „City to City: Play 2021“ wurde von der italienischen Fondazione Santagata als „Bestes internationales Projekt“ ausgezeichnet. Der Preis würdigt insbesondere das grenzüberschreitende Engagement des Projektes für eine nachhaltige Entwicklung im kulturellen, wirtschaftlichen und kommunalen Umfeld und die Förderung von Vernetzung und Austausch im UNESCO-Netzwerk. Karlsruhe ist Host City – Media Arts Cluster Treffen 2029 Aus dieser Vernetzung entstand das Projekt „Cali x Karlsruhe“, das 2023 bei dem jährlichen Treffen des Media Art Clusters in Cali vor internationalem Publikum präsentiert wurde. In einer Tandemproduktion haben jeweils ein*e deutsch*e und kolumbianisch*e Künstler*in das Werk „My name is Samanea Saman“ erschaffen, dessen Präsentation großen Anklang bei den anderen Mitgliedern des Media Arts Clusters fand. Im Zuge dieses Meetings wurde Karlsruhe als Austragungsort für das Cluster-Treffen 2029 gewählt. Dem strikten Bewerbungsprozess entgegen wurde der Stadt Karlsruhe der Zuschlag mit einheitlicher Zustimmung aller Beteiligten erteilt. Die Arbeit der UNESCO City of Media Arts Karlsruhe seit 2019 und die Präsentation in Cali waren hierbei die Grundsteine dieser einstimmigen Entscheidung. Dabei ist 2029 nicht nur für Karlsruhe, sondern auch für das Medienkunstnetzwerk ein wichtiges Jahr, denn es jähren sich gleich mehrere Ereignisse medienkünstlerischer Relevanz – 10 Jahre UNESCO City of Media Arts-Titel für Karlsruhe, 15 Jahre SCHLOSSLICHTSPIELE, 25 Jahre Media Arts Cluster und 40 Jahre ZKM. Mit hohem Vertrauen wurde entgegen der bestehenden Regelung auch zum ersten Mal der Zuschlag für eine Host City über fünf Jahre im Voraus erteilt. Dieses Vertrauen in die Arbeit Karlsruhes zeigt sich auch in dem großen Interesse anderer Medienkunststädte. Regelmäßige Gespräche, Projekte, Treffen und auch Besuche internationaler Vertreter*innen wie aus Tokyo und Mailand im Jahr 2023 sowie das geplante Kooperationsprojekt Karlsruhe x Modena 2024 beweisen, dass Karlsruhe mittlerweile ein wichtiger Bestandteil des Clusters der UNESCO Creative Cities of Media Arts geworden ist, viel zu dem Bestehen des internationalen Netzwerks beiträgt und somit das Image der Stadt positiv nach außen repräsentiert – als moderner und zukunftsgerichteter sowie nachhaltiger Standort.