Planungswerkstatt Stadteingang Ost/Südseite der Durlacher Allee

Vorlage: 2023/1364
Art: Antrag
Datum: 30.11.2023
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Stadtplanungsamt
Erwähnte Stadtteile: Durlach

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 23.01.2024

    TOP: 12

    Rolle: Kenntnisnahme

    Ergebnis: Beratung im Fachgremium/Arbeitskreis

  • Planungsausschuss (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 08.02.2024

    TOP: 1

    Rolle: Behandlung

    Ergebnis: verwiesen in den Gemeinderat

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 20.02.2024

    TOP: 14.2

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: vertagt

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 19.03.2024

    TOP: 14

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: keine Abstimmung

Zusätzliche Dateien

  • Antrag
    Extrahierter Text

    Antrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2023/1364 Eingang: 30.11.2023 Planungswerkstatt Stadteingang Ost/Südseite der Durlacher Allee Antrag: KAL/Die PARTEI Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Gemeinderat 23.01.2024 12 Ö Kenntnisnahme Planungsausschuss 08.02.2024 1 Ö Beratung Gemeinderat 19.03.2024 14 Ö Entsscheidung Die Stadt führt eine Planungswerkstatt „Stadteingang Ost / Entwicklung Südseite der Durlacher Allee“ durch. Sachverhalt/Begründung: Die Durlacher Allee bildet nicht nur die Verbindung zwischen dem Karlsruher Zentrum und Durlach, sondern stellt auch einen viel befahrenen und bedeutenden Stadteingang dar. Diese Einfahrt nach Karlsruhe bedarf nach den zahlreichen vereinzelten Entwicklungen der letzten Jahre und Jahrzehnte (u.a. Entwicklung Schlachthofgelände / Neubau ENBW-Zentrale, dm-Zentrale, IKEA und alter VBK-Betriebshof) einem städtebaulichen Gesamtkonzept und einer deutlichen weiteren Aufwertung. Nach den oben genannten Entwicklungen vor allem an der Nordseite der Durlacher Allee eröffnen sich auf der Südseite in den kommenden Jahren bspw. durch den Umzug der ESG Frankonia neue Perspektiven zu Gestaltung der Stadteingangssituation. Ziel der Planungswerkstatt ist die Gestaltung eines markanten Stadteingangs und vor allem für die Südseite der Durlacher Allee zwischen Autobahn und Bahntrasse frühzeitig Ideen zu entwickeln, damit deren Potentiale erkannt werden. Darum sollte bereits jetzt ein städtebaulicher Wettbewerb initiiert werden. Besonderes Augenmerk soll dabei auf die derzeitigen und zukünftigen verschiedenen Nutzungen entlang der Durlacher Allee gelegt werden. Der breite Nutzungsmix (Anreise, Wohnen, Büro, Einkaufen, Kreativwirtschaft, Bildung, Gastronomie) stellt große Herausforderungen und bietet zugleich Chancen. Zudem könnte ein identitätsstiftendes Gebäude, sichtbar von der Autobahn, als markante Wegmarke an diesen Stadteingang gesetzt werden, in Erinnerung an den ehemaligen Gaskessel. Unterzeichnet von: Lüppo Cramer Michael Haug

  • Stellungnahme Antrag
    Extrahierter Text

    Stellungnahme zum Antrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2023/1364 Verantwortlich: Dez. 6 Dienststelle: Stadtplanungsamt Planungswerkstatt Stadteingang Ost/Südseite der Durlacher Allee Antrag: KAL/Die PARTEI Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Planungsausschuss 08.02.2024 1 Ö Kenntnisnahme Gemeinderat 19.03.2024 14 Ö Entscheidung Kurzfassung Die Verwaltung hat die weitere planerische Entwicklung im südlichen Bereich der Durlacher Allee im Blick und wird nach Vorliegen der entsprechenden Rahmenbedingen, Finanz- und Personalkapazitäten zu gegebener Zeit in einen vertiefenden Planungsprozess einsteigen. Finanzielle Auswirkungen Ja ☐ Nein ☒ ☐ Investition ☐ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☐ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☒ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☒ Ja ☐ Korridorthema: Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Erläuterungen Für den Stadteingang Ost/Entwicklung Südseite der Durlacher Allee wurde im Jahr 2012-2013 eine städtebauliche Planungswerkstatt durchgeführt. Der Fokus dieses Verfahrens lag darauf, langfristige Entwicklungsziele für die Durlacher Allee in einem transparenten und partizipativen Planungsprozess zu erarbeiten. Dabei wurden nicht nur die zukünftige Gestaltung der Allee selbst, sondern auch die städtebaulichen Potenziale auf beiden Seiten dieser Entwicklungsachse zwischen dem Durlacher Tor und dem Stadteingang in Durlach diskutiert und erarbeitet. Drei Arbeitsgemeinschaften, bestehend aus Stadtplaner*innen, Garten- und Landschaftsarchi- tekt*innen und Verkehrsplaner*innen, wurden von einem Gutachtergremium für die Teilnahme an der Planungswerkstatt ausgewählt. In öffentlichen Zwischenpräsentationen wurden die Arbeitsstände der Teams dem Fachgremium und der Öffentlichkeit vorgestellt, so dass die teilnehmenden Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit hatten, unmittelbar an der Diskussion und Meinungsbildung teilzunehmen. Das Rahmenkonzept von BerchtholdKrass Space&Options aus Karlsruhe überzeugte schlussendlich. Das entwickelte, stabile Grundgerüst besteht aus drei eigenständigen Spangen unterschiedlicher Funktion und Gestaltung, die durch Sprossen zu einem Freiraumsystem verbunden und mit der Umgebung vernetzt werden: die Durlacher Allee als attraktiver Straßen- und Stadtraum als zentrales Element, die Quartiersachse über die Gerwigstraße im Norden sowie die SüdostParkSpange als hochwertige Freiraumsequenz im Süden. Wichtige Ziele der Freiraumentwicklung stellen die zentrale baumbestandene Achse der Durlacher Allee in Verbindung mit der geplanten Grünspange zwischen Durlach und Schloss Gottesaue im Bereich des Gleisbauhofs dar. (siehe Broschüre zur Planungswerkstatt Entwicklungsachse Durlacher Allee in der Anlage oder unter https://www.karlsruhe.de/mobilitaet-stadtbild/stadtplanung/staedtebauliche-projekte/staedtebauliche- rahmenplaene) Aus diesem Rahmenkonzept wurde bereits ein bedeutender Teil planerisch vertieft und teilweise umgesetzt. Wesentliche Meilensteine sind die Neugestaltung des Bernhardusplatzes und die markanten neuen Stadtbausteine im Norden der Durlacher Allee. Das neue Finanzamt, die Entwicklung auf dem ehemaligen VBK Betriebshof sowie die Ansiedlung von IKEA, einhergehend mit einer umfangreichen Straßenraumgestaltung am Stadteingang, zeigen die strategische und städtebauliche Entwicklung dieses Bereiches auf. Auch für die Bereiche südlich der Durlacher Allee hat die Planungswerkstatt bereits einen Entwurfs- ansatz und Entwicklungspotenziale identifiziert. Deren planerische Vertiefung und mögliche Umsetzung bringen jedoch einige Abhängigkeiten mit sich. Die Verlagerung der Nutzungen der ESG Frankonia ist abhängig von der Entwicklung der Stuttgarter Straße, deren Umsetzung bis 2029 geplant ist. Der Gleisbauhof grenzt südlich daran an. Dieser wird weiterhin von der Deutschen Bahn genutzt. Eine Verfügbarkeit ist in absehbarer Zeit nicht gegeben. Beide Flächen werden im Flächennutzungsplan als Sonderbaufläche Dienstleistungen ausgewiesen und sind somit Flächenpotenzial für einen künftigen urbanen Bürostandort. Die Verwaltung hat die weitere planerische Entwicklung dieser Bereiche im Blick und wird nach Vorliegen der entsprechenden Rahmenbedingen sowie Finanz- und Personalkapazitäten zu gegebener Zeit in einen vertiefenden Planungsprozess einsteigen.

  • Protokoll GR TOP 12
    Extrahierter Text

    Niederschrift 60. Plenarsitzung des Gemeinderates 23. Januar 2024, 15:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus am Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup Punkt 12 der Tagesordnung: Planungswerkstatt Stadteingang Ost/Südseite der Durlacher Allee Antrag: KAL/Die PARTEI Vorlage: 2023/1364 Beschluss: Beratung im Planungsausschuss am 8. Februar 2024, öffentlich Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 12 auf und teilt mit, der Antrag werde ohne Aussprache in den Planungsausschuss verwiesen. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten – 25. Januar 2024

  • Protokoll GR 19.03.2024 TOP 14
    Extrahierter Text

    Niederschrift 62. Plenarsitzung des Gemeinderates 19. März 2024, 15:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus am Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup Punkt 14 der Tagesordnung: Planungswerkstatt Stadteingang Ost/Südseite der Durlacher Allee Antrag: KAL/Die PARTEI Beschluss: Kenntnisnahme von der Stellungnahme der Verwaltung Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 14 zur Behandlung auf und verweist auf die er- folgte Vorberatung im Planungsausschuss am 8. Februar 2024; verwiesen aus der Gemein- deratssitzung vom 23. Januar 2024, vertagt von der Sitzung des Gemeinderats am 20. Feb- ruar 2024: Wir setzen die unterbrochene Sitzung fort. Ich möchte noch mal darauf hinweisen, dass ich um 21:00 Uhr in den nichtöffentlichen Teil wechseln werde, damit wir in absehbarer Zeit heute Abend rumkommen und schauen wir mal, ob wir bis dahin die Anträge soweit abge- arbeitet bekommen. Stadtrat Cramer (KAL/Die PARTEI): 2017 haben wir das ESG-Gelände für 2 Millionen Euro von der Deutschen Bahn gekauft. Klar war, dass nach dem Umzug der Sportanlagen das Gelände für eine höherwertige städtebauliche Entwicklung genutzt werden soll. Wir dürfen aber nicht nur auf das ESG-Gelände schauen. Wir müssen auf alle Grundstücke, die am östlichen Stadteingang liegen, schauen. Das ist die zentrale städtebauliche Entwicklungs- achse. Uns allen ist klar, dass das letztlich auch ein ganz schwieriges zu überplanendes Ge- lände ist. Hier kreuzen sich ganz verschiedene Interessen, Mobilitätsachsen, Lärm-achsen, Grünzüge und so weiter. Die Entwicklung des Geländes muss sicherlich mit großem Finger- spitzengefühl und einer großen gemeinsamen Anstrengung angegangen werden. Die Dur- lacher Allee ist eine wichtige Visitenkarte für die Stadt. Für viele Besucherinnen und Besu- cher ist sie der erste Eindruck, den sie von Karlsruhe bekommen. Wir sollten das gesamte Potenzial der Straße zukünftig besser nutzen und den östlichen Stadteingang schlüssiger, charakteristischer und ästhetischer gestalten. – 2 – Wir müssen jetzt anfangen, uns über die südliche Seite der Durlacher Allee zwischen Auto- bahn und Bahnlinie Gedanken zu machen. Stichworte Sportgelände, Schrebergartenge- lände, Tankstellengelände, Gleisbauhof, Energiewärmespeicher. Und das geht unserer Mei- nung nach am besten mit einer qualifizierten Planwerkstatt. Im Vorfeld dieser Planwerk- statt sollten Stadtbauforen durchgeführt werden, um in einem offenen Prozess die Vor- schläge und Ideen aus der Fachwelt und der Bürgerschaft einzuholen. Hier könnten wir rechtzeitig die Bürgerinnen und Bürger abholen und mitnehmen. Stadtrat Löffler (GRÜNE): Ich denke den meisten oder eigentlich allen Worten des Kollegen Cramer kann ich mich an der Stelle anschließen. Wir wünschen uns eine Veränderung, eine Entwicklung der Durlacher Allee. Wir haben ein städtebauliches Konzept, das noch nicht vollständig umgesetzt ist und das vielleicht auch nicht alle Flächen berücksichtigt, die ei- nem dann langfristig zur Verfügung stehen. Und dass man so etwas dann eben auch in ei- ner Planungswerkstatt oder anderen Beteiligungs- und Wettbewerbsformaten angeht, da können wir auch im Grunde zustimmen. Das hat die Verwaltung aber effektiv auch so ge- antwortet. Die Verwaltung hat nur nicht geantwortet, dass wir das jetzt sofort machen. Ich weiß jetzt nicht ganz, ob Sie begehren, dass wir das jetzt sofort machen oder ob Sie be- gehren, es so weiter zu verfolgen, wie die Verwaltung es ankündigt. Letzterem könnten wir uns anschließen, vor allem aus dem Grunde, dass wir ein Problem darin sehen, wenn wir jetzt loslaufen würden mit einer Planungswerkstatt, dass sich genau die Probleme und Defizite, die wir heute vielleicht bemängeln, einfach wieder einstellen würden. Hätten wir jetzt in ein bis drei Jahren ein Ergebnis von einer Planungswerkstatt, dann würde das auch nicht sofort in eine Umsetzung gehen, sondern wenn es dann in eine Umsetzung geht, dann wäre das auch schon wieder veraltet und würde dann auch schon wieder in der Öf- fentlichkeit den Wunsch nach Veränderungen oder sozusagen das fehlende Verständnis hervorrufen, warum da so lange nichts passiert ist oder warum man jetzt vielleicht doch ein bisschen was anders macht, als in der Planungswerkstatt einmal herausgekommen ist. Des- wegen können wir die grundsätzliche Intention teilen, aber jetzt nicht in einem möglicher- weise beschleunigten Zeitrahmen. Das haben Sie jetzt heute nicht gesagt, Herr Kollege Cramer. Ich hatte es aber im Planungsausschuss ein bisschen so verstanden, weswegen wir es auch heute wieder beraten. Grundsätzlich schließen wir uns aber der Stellungnahme der Verwaltung an, dort in eine öffentliche Beteiligung zu gehen und in ein Planungsverfahren, wenn wir einfach eine Um- setzung absehbarer vor uns haben. Stadtrat Pfannkuch (CDU): Die CDU-Fraktion hat diesen Antrag sehr sorgfältig geprüft und kam zum Ergebnis, dass er ernst zu nehmen ist. Deshalb können wir auch zu dem Antrag Stellung nehmen. Allerdings im Moment sehe ich das so wie der Kollege Löffler. Die Ent- wicklung des Stadteingangs Ost/Südseite Durlacher Allee, da gibt es schon grundlegende Überlegungen und Gedanken. Wir alle, insbesondere aber die Verwaltung, hat das Thema im Blick, da habe ich vollstes Vertrauen. Wenn ich überlege, was für Prioritätsprobleme wir im Planungsbereich haben, dann glaube ich, es sind jetzt im Moment andere Dinge sicher- lich vorrangig weiter zu vertiefen als das von Ihnen gewünschte Thema. Also wir haben ein Rahmenkonzept, hierauf können wir aufbauen, jedenfalls sobald es soweit ist. Ihr Anliegen ist also ernst zu nehmen, gleichwohl derzeit nicht spruchreif. – 3 – Stadtrat Dr. Fechler (SPD): Ich kann mich den beiden Vorrednern inhaltlich letztendlich an- schließen. Was mich oder was uns bei dem Antrag wundert, es kommt so mehr oder weni- ger der Gedanke raus, da wäre noch nichts passiert. Es kommt auch in der Antwort der Verwaltung zum Ausdruck, seit zehn Jahren oder vor zehn Jahren gab es eine Planungs- werkstatt, und wer das Areal Durlacher Allee kennt, weiß, dass da schon sehr viel Aktivität war. Ich sage jetzt Schlagwort Ikea und alles der Reihe nach. Die Verwaltung sagt, sie hat es weiter im Blick, und so sehen wir das als Fraktion auch, dass wir diesen Prozess weiter verfolgen sollen und werden. Wenn das Frankonia-Gelände frei wird, werden die nächsten Schritte in Angriff genommen, und da vertrauen wir voll und ganz der Verwaltung. Ent- sprechend sind wir mit der Antwort der Verwaltung zufrieden. Stadtrat Høyem (FDP): Kollege Cramer hat absolut Recht, diese Durlacher Allee ist ein sehr zentrales Gebiet. Eine Folge von Frankonia ist, dass die Stuttgarter Straße entwickelt wird. Ich wohne dort, und ich sehe, wie unglaublich langsam das gegangen ist, um Gottes Wil- len. Wieder und wieder und wieder diskutieren wir das, und dann ist eine Eidechse hier und eine Eidechse dort, und dann dauert es noch zwei Jahre. Also das ist so unglaublich langsam. Trotzdem, Herr Kollege Cramer, hilft es meiner Meinung nach nicht mit Ihrem Antrag. Ich denke, dass wir einmal glauben müssen, dass die Verwaltung sagt, nämlich dass die das im Blick haben. Mir gefällt das auch nicht, wenn man sagt, zur gegebener Zeit. Ich meine, was ist gegebener Zeit? Aber ich denke nicht, dass wir weiterkommen mit dem Antrag, nur an die Verwaltung noch einmal zu appellieren, dieses ist eine wichtige, wichtige Entwicklung in unserer Stadt. Bitte machen Sie das so schnell, wie es möglich ist. Stadtrat Wenzel (FW|FÜR): Ich sagte im Tagesordnungspunkt 3, es ging um die Sporthalle am Traugott-Bender-Weg, ein Lidschlag in der Geschichte der Menschheit oder der Welt- geschichte. Ich denke, die Umwandlung der Planungswerkstatt sind mindestens drei Lid- schläge, wenn ich höre, dass die Planung des ESG 2029 vollzogen wird. Alles in allem soll- ten wir es angehen, da hat der Kollege Cramer auch Recht. Aber die Nähe einer Bürgerbe- teiligung oder einer Werkstatt zu dem endgültigen Ziel sollte sehr nahe sein, denn man vergisst gern, was man eigentlich vorhatte und was dann rauskommt. Wir erinnern uns, ich war, glaube ich, der einzige Stadtrat, der damals Ikea abgelehnt hat, was man uns alles versprochen hat an Ikea, blühende Fassaden und so weiter und so fort. Heute haben wir schwedische Farben. Es kommt meistens anders, wie es ist. Man sollte es im Auge behal- ten. Die Verwaltung hat es in ihrer Stellungnahme erkannt. Und ich bin sicher, in drei, vier oder fünf Jahren werden wir auch ganz andere Bedürfnisse haben. Dann wird das, was wir heute hätten geplant, auch nicht mehr gebraucht. Deshalb folgen wir hier der Verwaltung. Stadtrat Schnell (AfD): Es ist jetzt schon so viel Richtiges gesagt worden von meinen Vor- rednern, das brauche ich jetzt nicht alles zu wiederholen. Es kommt ab und zu tatsächlich vor, dass wir mit der Antwort der Stadt konform gehen, und das ist in diesem Fall so. Man sollte das zur rechten Zeit machen. Die Stadt hat ganz klar gesagt, sie hat das Thema im Blick. Deshalb sehen wir keinen Grund, jetzt eine Planungswerkstatt loszulegen. Der Vorsitzende: Ich möchte einfach ergänzen, dass damals das Ergebnis des Wettbewerbs bzw. der damaligen Planungswerkstatt eines der ersten Dinge war, die ich als Oberbürger- meister angucken durfte nach meinem Amtsantritt. Wir können einfach festhalten, dass auf der nördlichen Seite der Durlacher Allee eins zu eins das schrittweise umgesetzt wurde, nicht nur mit Ikea, sondern auch dm ist neu. Wir haben ein neues Finanzamt, wir haben den neuen Block von AVG. Wir haben auch im Grunde schon eine Erweiterungs-option für – 4 – die EnBW, die jetzt aus verschiedenen Gründen seit Beginn der Corona-Krise etwas zurück- gestellt wurde. Das heißt, da ist ganz viel passiert. Und in dem Abschnitt, den Sie jetzt, Herr Stadtrat Cramer, ansprechen, liegt die LEA, die Erstaufnahmestelle, die wird dem- nächst saniert. Wir haben die Tankstelle, die ist nur befristet verpachtet, damit man sich die Entscheidungsmöglichkeit immer offen hält, und das Gelände von ESG Frankonia, das erst frei wird, wenn wir sie umsiedeln können. Natürlich müssen wir in Anbetracht der langen Zeiträume, die zurückliegen, und der Unklarheiten, ich wüsste im Moment auch nicht, was für ein Gewerbe ich im Moment in der aktuellen wirtschaftlichen Situation eigentlich ansie- deln sollte, zu dem richtigen Zeitpunkt dann eine Planungswerkstatt wiederholen oder fort- setzen. Aber in der aktuellen Situation würden wir gerne noch ein bisschen abwarten, bis der Zeitpunkt gekommen ist, wo wir zum einen wissen, mit welchem Ziel und mit welchen Rahmenbedingungen wir für einen möglichen Investor dann eigentlich die Planungen wei- terentwickeln müssen. Das steckt hinter unserer Antwort. Und wir wären Ihnen sehr dankbar, wenn Sie dem jetzt zunächst mitgehen können. Viel- leicht können wir Ihnen für die verschiedenen angesprochenen Parameter, Umzug ESG Frankonia, Pachtverhältnisse mit der Tankstelle, geplante Erweiterung des Stadtwerkege- ländes, da haben wir es dann mit diesem Wärmespeicher zu tun. Der Messplatz ist letztlich ausgenommen, und auch die Gestaltung entlang der Durlacher Allee vom Schlachthof ist noch nicht ganz abgerundet, vielleicht kann man Ihnen da nochmal auch dann im entspre- chenden Ausschuss unter Verschiedenes einfach mal diese Zeiträume nennen, die da im Moment eine Rolle spielen. Das würde ich aber unabhängig von einer Beauftragung sinn- voll halten. Gut, wie gehen wir damit um? Stadtrat Cramer (KAL/Die PARTEI): Ich möchte ganz kurz noch bemerken, Sie haben das Stichwort LEA genannt, das habe ich ganz bewusst nicht genannt, denn da gibt es einen Beschluss und den akzeptieren wir natürlich, dass das natürlich in neue Überlegungen nicht mit einfließen kann. Messplatz ist auch klar, darum geht es auch nicht. Also wir haben es auch schon streng formuliert und auch auf die südliche Seite. Und da hatten Sie dann letzt- endlich schon Recht, dass bei dem ersten Wettbewerb, der ist jetzt, glaube ich, 10 Jahre her oder 13 Jahre, dass im nördlichen Bereich die Sachen mehr oder weniger umgesetzt wurden, aber eben nicht im südlichen. Deswegen habe ich diesen Antrag auch gestellt. Wir gehen auch nicht davon aus, dass man jetzt sofort eine Ausschreibung macht, weil da auch relativ langfristige Verträge noch bestehen, zum Beispiel mit der Tankstelle über zehn Jahre und so weiter. Das ESG-Gelände ist natürlich auch noch nicht wirklich frei. Unsere Inten- tion ist eben, Herr Oberbürgermeister und Herr Baubürgermeister, dass wir es wirklich im Blickfeld haben. Da muss ich schon sagen, die Antwort klang nicht so dezidiert, dass es wirklich im Blickfeld ist. Aber ich nehme jetzt nochmal auch die Aussage von Herrn Ober- bürgermeister mit. Ich habe jetzt in meiner Rede auch angeregt, vielleicht kann man auch überlegen, das ist nicht im Antrag drin, ob man nicht im Vorfeld schon in Stadtbauforen überlegt, inwieweit man die Bevölkerung mit einbezieht, die Fachwelt mit einbezieht. Das ist ein langwieriger Prozess, und das sehen wir auch so, aber ich denke, irgendwann sollte man ein Stück weit anfangen. Das ist unsere Intention. Aber sonst, okay, dann nehme ich das so mit. Der Vorsitzende: Das sage ich Ihnen gerne zu. Wir müssen aber erst mal gucken, wann ESG da wegkommt. Und dann muss man gucken, was kann man mit dem Gelände... Ihnen geht es, glaube ich, darum, dass wir jetzt nicht einzelne Grundstücke betrachten, sondern – 5 – es insgesamt noch mal in einer Planungswerkstatt hinterfragen. Das sage ich Ihnen zu. Und wir stimmen uns dann über den Zeitpunkt ab, wo das passt. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten – 3. April 2024