Verschattung für die Kaiserstraße - kreativ, effektiv, kostengünstig

Vorlage: 2023/1090
Art: Antrag
Datum: 20.09.2023
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Stadtplanungsamt
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Planungsausschuss (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 30.11.2023

    TOP: 1

    Rolle: Behandlung

    Ergebnis: verwiesen in den Gemeinderat

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 24.10.2023

    TOP: 27

    Rolle: Kenntnisnahme

    Ergebnis: verwiesen in Fachausschuss

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 20.02.2024

    TOP: 12

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: erledigt

Zusätzliche Dateien

  • Antrag
    Extrahierter Text

    Antrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2023/1090 TOP 12 Eingang: 19.09.2023 Verschattung für die Kaiserstraße - kreativ, effektiv, kostengünstig Antrag: SPD Gremium Termin Öffentlichkeitsstatus Zuständigkeit Gemeinderat 24.10.2023 öffentlich Kenntnisnahme Planungsausschuss 30.11.2023 öffentlich Beratung Gemeinderat 20.04.2024 Öffentlich Entscheidung Die Verwaltung prüft im Sommer 2024 im Rahmen eines Modellversuchs mit Fertigstellung des ersten Bauabschnitts zur Neugestaltung der Kaiserstraße auf der Grundlage etablierter Best-Practice-Beispiele (siehe Seite 2) Möglichkeiten für eine effektive und kreative Verschattung der Kaiserstraße. Die Möglichkeiten der Finanzierung im Rahmen des Bundes-Förderprogramms „City Transformation“ (4,8 Millionen Euro) oder anderer Förderprogramme wird durch die Verwaltung begleitend geprüft. Begründung Vor dem Hintergrund des Klimawandels, der zu einer zunehmenden Anzahl von Tagen mit extremen Hitzewellen in Karlsruhe führt, ist es von entscheidender Bedeutung, Maßnahmen zum Gesundheitsschutz und zur Verbesserung der Lebensqualität in der Innenstadt zu ergreifen. Eine dringende Notwendigkeit besteht darin, den öffentlichen Raum effektiv zu verschatten, um den Bürgern Schutz vor den Auswirkungen der Hitze zu bieten. In vielen Städten Süd- und Südosteuropas, wie zum Beispiel Braga in Portugal, Sevilla in Spanien und Catania in Italien, wurden bereits seit vielen Jahren kreative und gleichzeitig kostengünstige Lösungen entwickelt, um die städtische Umgebung vor den negativen Folgen der extremen Hitze zu bewahren. Diese Städte haben erfolgreich innovative Methoden umgesetzt, um die Aufenthaltsqualität im Freien zu steigern und gleichzeitig den Gesundheitsschutz der Bürger zu gewährleisten. Solche Beispiele könnten als Inspiration dienen, um ähnliche Maßnahmen in Karlsruhe umzusetzen und den Herausforderungen des Klimawandels effektiv entgegenzutreten. Unterzeichnet von: Yvette Melchien Dr. Raphael Fechler Dr. Anton Huber – 2 – Best-Practice-Beispiel Sevilla in Spanien Quelle: https://monarquehotels.com/2020/11/30/que-ver-en-malaga-en-un-solo-dia/ Tania/Italien Braga/Portugal Eigenaufnahme Eigenaufnahme

  • Stellungnahme
    Extrahierter Text

    Stellungnahme zum Antrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2023/1090 Verantwortlich: Dez. 6 Dienststelle: Stadtplanungsamt Verschattung für die Kaiserstraße - kreativ, effektiv, kostengünstig Antrag: SPD Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Planungsausschuss 30.11.2023 1 Ö Behandlung Gemeinderat 20.02.2024 12 Ö Entscheidung Kurzfassung Der erste Bauabschnitt der Kaiserstraße ist voraussichtlich erst im Herbst 2025 komplett abgeschlos- sen, so dass Verschattungselemente im Sommer 2024 aufgrund der noch laufenden Bautätigkeiten nur in Teilbereichen sinnvoll wären. Die in südlichen Ländern verbreiteten Straßenüberspannung für Verschattungselemente führen in der Kaiserstraße aufgrund der Spannweiten und der Befestigung der Abspannungen zu massiven Proble- men. Die Verwaltung empfiehlt daher, Verschattungselemente zu verwenden, die auf dem Boden ste- hen und mobil sind (Beispiel Marktplatz). Im Förderprojekt „City-Transformation“, das bis August 2025 läuft, stehen gemäß aktuellem Zuwen- dungsbescheid keine Mittel für Beschattungs- oder Begrünungselemente im Bereich der Zentralen Kai- serstraße zur Verfügung. Ein anderes Förderprogramm mit dem eine entsprechende Finanzierung er- folgen könnte, ist der Verwaltung derzeit nicht bekannt. Die Verwaltung hält es für sinnvoll, zunächst die Evaluierung der mobilen Marktplatz-Möblierung ab- zuwarten, die sich derzeit noch in einer Versuchsphase befindet und mit dem Förderprogramm endet. Nachfolgend ist die politische Entscheidung erforderlich, ob eine Fortführung eines solchen Konzepts tragfähig ist und dafür Gelder in den Haushalt eingestellt werden sollen oder eine Finanzierung durch eine dafür erforderliche Mittelumschichtung oder den Wegfall bestehender Aufgaben gerechtfertigt ist. Finanzielle Auswirkungen Ja ☐ Nein ☒ ☐ Investition ☐ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☐ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☒ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☐ Ja ☒ Korridorthema: Zukunft Innenstadt Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☐ Ja ☐ abgestimmt mit KME, KFG – 2 – Erläuterungen Nach derzeitigem Arbeitsstand des Tiefbauamts wird im Sommer 2024 der Abschnitt zwischen Lamm- straße und Kreuzstraße bis auf das Zierband weitgehend fertiggestellt sein. Zur Vermeidung von Be- schädigungen durch Baustellenverkehre erhält der Bereich des Zierbandes zunächst noch einen provi- sorischen Asphaltbelag. Das endgültige Zierbandpflaster wird ab Herbst 2024 in losgelösten kleineren Baufeldern verlegt. Die Herstellung der Flächen um das Technische Rathaus steht in Abhängigkeit zu den Sanierungsarbei- ten am Gebäude und kann daher voraussichtlich ebenfalls erst ab Herbst 2024 erfolgen. Damit kommt für Verschattungselemente noch nicht der gesamte 1. Bauabschnitt (Ritterstraße bis Ad- lerstraße) in Frage. Dieser wird voraussichtlich erst im Herbst 2025 komplett abgeschlossen sein. Elemente wie Sonnensegel an Straßenüberspannungen sind aus Sicht der Verwaltung in der Kaiser- straße aufgrund der Spannweiten von min. 22 Metern bis max. 30 Metern (Bereich Lammstraße bis Marktplatz) und der damit verbundenen Zugkräfte (+ Windlasten), die auf die Fassaden wirken, sehr kritisch zu sehen. Bereits die ursprünglich für die Kaiserstraße vorgesehene Hängebeleuchtung wurde letztlich verworfen, da die Abspannungen und die dafür erforderlichen Wandanker an privaten Ge- bäuden zu massiven, teilweise unlösbaren Problemen bezogen auf die geforderte Statik und die Kon- struktion (Thema Glasfassaden) geführt hätten. Darüber hinaus fehlte die Zustimmung vieler Hausei- gentümer. Es wird daher dringend davon abgeraten, zusätzliche Wandanker an die Gebäude zu mon- tieren. Ob ggf. noch ausreichend Wandanker der ehemaligen Fahrleitungsaufhängung vorhanden sind und diese für ein Konzept einer Überspannung genutzt werden könnten, müsste geprüft werden. Dafür ist eine fundierte Planung erforderlich, für die ein fachlich geeignetes Büro beauftragt werden muss und die eine zuverlässige Bestandsaufnahme der vorhandenen und statisch geeigneten Wandanker bein- haltet. Die Prüfung wäre ergebnisoffen. Sollte eine Überspannung umsetzungsfähig sein, wäre eine entsprechend erarbeitete Gestaltungsplanung mit den gemeinderätlichen Gremien und den Hausei- gentümern vor der vertiefenden Detailplanung, der Ausschreibung und der Realisierung abzustimmen. Eine Umsetzung der Maßnahme könnte bis Sommer 2024 unabhängig von der offenen Frage der Fi- nanzierung nicht gewährleistet werden. Kurzfristig wären bei geklärter Finanzierung mobile Verschattungselemente am Boden in Form von z.B. Schirmen (analog zum Marktplatz) oder ggf. kleinen Sonnensegelkonstruktionen umsetzbar, da hier auf vorhandene Produkte zurückgegriffen werden kann, die bereits im Handel oder als Mietob- jekte verfügbar sind. Die mobile Möblierung auf dem Marktplatz als mögliche Vorlage für die Kaiserstraße befindet sich derzeit noch in einer „Versuchsphase“, die mit dem Förderprogramm „City-Transformation“ im Au- gust 2025 endet. Der Planungsausschuss wurde in der Sitzung vom 7. Juli 2022 (Vorlage 2022/0737) darüber informiert, dass zu der über Fördergelder angeschafften Möblierung des Marktplatzes bis Ende des Förderprogramms Erfahrungen gesammelt werden sollen. Für 2023 wird bereits eine „Zwi- schenevaluierung“ für die mobile Möblierung und die begleitende Begrünung durchgeführt, die den gemeinderätlichen Gremien Anfang 2024 vorgestellt werden soll. Eine abschließende Evaluierung aller Maßnahmen des Projekts „City-Transformation“ wird nach Ende des Förderprogramms erfolgen und steht noch aus. Die Evaluierung zum Marktplatz dient u.a. der Dokumentation von Problemen und Fragestellungen, die sich aus der Nutzung der Möblierung/Begrünungselemente ergeben und soll Basis für den weiteren Umgang mit diesem Thema sein. Als Standorte für mobile Verschattungselemente kommen die Möblierungsachsen in Frage, da das Zierband wegen des Anlieferverkehrs und aufgrund der Feuerwehr-/Rettungsfahrzeuge sowie der er- forderlichen Feuerwehraufstellflächen von Einbauten freigehalten werden muss, aber auch Vordächer entlang der Fassaden und das Blindenleitsystem zu berücksichtigen sind. In den Möblierungsachsen wiederum sind die Haltestellenzugänge, Aufzüge, Entrauchungsklappen, Beleuchtungsmasten sowie weiteres Mobiliar zu beachten. Im 1. Bauabschnitt ist eingeplant, 54 Bodenhülsen für Schirme von Außenbewirtungen oder potenziel- len Außenbewirtungen zu installieren (siehe Anlage: blaue Schirme). Weitere 12 Schirmstandorte wur- den in diesem Abschnitt ausgemacht, die ebenfalls mit Bodenhülsen umgesetzt werden könnten – 3 – (siehe Anlage: rote Schirme) und einen Bezug zu geplanten Sitzgelegenheiten in der Kaiserstraße ha- ben (Stühle um die Entrauchungsklappen und Bänke). Grundsätzlich ist anzumerken, dass sowohl bodennahe Verschattungselemente als auch solche an Straßenüberspannungen nicht zum Herunterkühlen des öffentlichen Raums beitragen und damit der Hitze entgegenwirken können. Nur vor direkter Sonneneinstrahlung bieten Verschattungselemente Schutz. Durch den Eigenschatten der Gebäude ist von der direkten Sonneneinstrahlung überwiegend die Nordseite der Kaiserstraße betroffen. Erläuterungen zu finanziellen Auswirkungen Erfahrungswerte zu Kosten von Straßenüberspannungen liegen der Verwaltung nicht vor. Daher kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht beziffert werden, welche Kosten Planung und Umsetzung einer solchen Maßnahme verursachen würden. Für mobile Verschattungselemente in Form von Schirmen auch in Kombination mit mobilen Pflanztrö- gen kann als Referenz der Marktplatz herangezogen werden: ▪ Anschaffungskosten für 10 Schirme/30 Stühle: ca. 37.000 € (Finanzierung erfolgte 2022 über Fördergelder) ▪ Logistikkosten 2023 von o.g. saisonal (Mai-Oktober) aufgestellten Schirmen/Stühlen: ca. 26.000 € (Finanzierung bis August 2025 über Fördergelder gesichert) ▪ Miet-/Pflege-/Logistikkosten 2023 für 20 saisonal aufgestellte, mobile Pflanztröge: ca. 38.000 € (Finanzierung nur im Sommer 2023 über Fördergelder gesichert) Das Förderprojekt „City-Transformation“ läuft bis August 2025. In der aktuellen Programmatik sind keine Beschattungselemente oder auch Begrünungselemente im Bereich der Zentralen Kaiserstraße vorgesehen. Damit stehen aus diesem Programm gemäß aktuellem Zuwendungsbescheid keine Mittel für eine solche Maßnahme zur Verfügung. Sollten sich Planungen zur Beschattung weiter konkretisie- ren, kann gemeinsam mit dem Fördermittelgeber geprüft werden, ob eine Finanzierung erfolgen kann. Mittel anderer Maßnahmen müssten dafür abgezogen oder gestrichen werden. Dies ist jedoch ein ergebnisoffener Prozess. Ein anderes Förderprogramm mit dem eine entsprechende Finanzierung erfolgen könnte, ist der Verwaltung derzeit nicht bekannt. Weiteres Vorgehen Da in der Kaiserstraße die Befestigung von Straßenüberspannungen an Fassaden zu massiven Proble- men führt und auch die für eine Überspannung erforderliche Anzahl und Eignung vorhandener Wand- anker ungewiss ist, empfiehlt die Verwaltung, auf dem Boden Verschattungselemente und mobiles Begleitgrün aufzustellen. Voraussetzung für die Umsetzung einer solchen Maßnahme sind finanzielle Mittel, die zum jetzigen Zeitpunkt nicht zur Verfügung stehen. Da der erste Bauabschnitt voraussichtlich erst im Herbst 2025 komplett fertiggestellt sein wird, hält die Verwaltung es für sinnvoll, zunächst die Evaluierung der mo- bilen Marktplatz-Möblierung abzuwarten, um nachfolgend entscheiden zu können, ob eine Fortfüh- rung eines solchen Konzepts tragfähig ist und Gelder dafür in den Haushalt eingestellt werden sollen oder eine Finanzierung durch eine dafür erforderliche Mittelumschichtung oder den Wegfall bestehen- der Aufgaben gerechtfertigt ist.

  • Anlage_KS_Sonnenschirme 1. Bauabschnitt
    Extrahierter Text

    Br 5 90 5 88 161 147 8 94 92 84 78 4 82a 86 82 80a 80 7 8 5 3 145 96 141 76 3 74 7 94 6 137 139 5 135 92 72 66a 68 70 131 10 133 66 4 76 3 74 7 94 6 137 5 72 70 127 11 90 131 129 9 10 5 62 135 92 133 60 64 58 66 66a 68 4 123 125 88 86 82 121 80 52 54 56 16 119 84 14 109 15 78 111 113 12 11 44 46 48 50 9 13 115 117 Karl-Friedrich-Straße Kreuzstraße Kleine Kirche Handelshof Bauabschnitt Kaiserstraße Ritterstraße - Alderstraße Bauabschnitt Marktplatz Arkaden (optional Gussasphalt) Zierband Zierband Zierband Feuerwehr- meldetableau Aufzug Aufzug Haltestellenzugang Karl-Friedrich-Straße Nord Haltestellenzugang Kaiserstraße Muldenrinne Muldenrinne Muldenrinne Muldenrinne Fahrradbügel Fahrradbügel Kulturringsäule Werbesäule Werbesäule Signal- informationsanlage Lammellenturm (integrierte Werbefläche) Blindenleitsystem Blindenleitsystem Blindenleitsystem Blindenleitsystem Blindenleitsystem Blindenleitsystem Kulturringsäule Unterflurmüllbehälter Unterflurmüllbehälter Mastleuchte Unterflurmüllbehälter Zierband Zierband Blindenleitsystem RWA-Schachtabdeckung inkl. Stühle Signal- informationsanlage Haltestellenzugang Lammstraße Nord Haltestellenzugang Lammstraße Süd Werbesäule Ritterstraße Ritterstraße Lammstraße Muldenrinne Haltestellenzugang Ritterstraße Nord Haltestellenzugang Ritterstraße Süd Adlerstraße Zähringerstraße Zähringerstraße Zähringerstraße Handelshof BA Ritterstraße - Alderstraße BA Karlstraße - Ritterstraße BA Ritterstraße - Alderstraße BA Adlerstraße - Waldhornstraße Fahnenmast Mastleuchte Mastleuchte Mastleuchte Anarbeiten an Bestand Rinne Lammbrunnen Lammstraße Sitzbank Senkelektrant Senkelektrant RWA-Schachtabdeckung inkl. Stühle Sitzbank Sitzbank Sitzbank Leuchte Bestand bisher geplante Bodenhülsen für Sonnenschirme 54 St. zusätzliche Sonnenschirme 12 St. RWA-Schachtabdeckung inkl. Stühle Senkelektrant Unterflurmüllbehälter Adlerstraße Perimeter 1. BA Kaiserstraße - Abschnitt Ritterstraße bis Adlerstraße M 1:250 N L a n d s c h a f t s a r c h i t e k t u r M E T T L E R 1:250 Übersicht Sonnenschirm 1. BA - reduziert Ausführungsplanung Kaiserstraße Planung: Datum Plangröße erstellt geprüft Name Planinhalt: Maßstab: Projekt: Plannummer: Index: Fon +49 - 30 - 616 583 30 Fax +49 - 30 - 616 583 31 Wiener Straße 20 D-10999 Berlin Neugestaltung Kaiserstraße Auftraggeber: Stadt Karlsruhe Tiefbauamt -- IndexDatumName -- 01 02 03 04 05 07.03.2023rp --rm Sonderformat 205x50cm Sämtliche Maße und Höhen sind vom Unternehmer vor der Ausführung seiner Arbeiten am Bau zu kontrollieren, bzw. zu messen. Bei Unstimmigkeiten ist die Bauleitung unverzüglich zu informieren. Für Maßfehler haftet allein der Unternehmer. Sämtliche im Plan gemachten Angaben sind Stand der Planung und beruhen auf zum Zeitpunkt der Dokumentenerstellung vorliegenden Informationen. Hinweis: alle Höhen NHN Waldstr. Herrenstr. Ritterstr. Lammstr. Karl-Friedrich-Str. Kreuzstr. Adlerstr. Kronenstr. Waldhornstr. Karlstr. SKIZZE

  • Protokoll GR TOP 27
    Extrahierter Text

    Niederschrift 55. Plenarsitzung des Gemeinderates 24. Oktober 2023, 15:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus am Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 29. Punkt 27 der Tagesordnung: Verschattung für die Kaiserstraße – kreativ, effektiv, kosten- günstig Antrag: SPD Vorlage: 2023/1090 Beschluss: Beratung im Planungsausschuss am 30. November 2023, öffentlich Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 27 auf und teilt mit, der Antrag werde ohne Aussprache in den Planungsausschuss verwiesen. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten – 27. Oktober 2023

  • Protokoll GR 20.02.2024 TOP 12
    Extrahierter Text

    Niederschrift 61. Plenarsitzung des Gemeinderates 20. Februar 2024, 15:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus am Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup Punkt 12 der Tagesordnung: Verschattung für die Kaiserstraße - kreativ, effektiv, kosten- günstig Antrag: SPD Vorlage: 2023/1090 Punkt 12.1 der Tagesordnung: Mobiles Stadtgrün statt Sonnenschirme Änderungsantrag: FW|FÜR Vorlage: 2023/1090/1 Beschluss: Kenntnisnahme von der Stellungnahme der Verwaltung Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 12 zur Behandlung auf und verweist auf die er- folgte Vorberatung im Planungsausschuss am 30. November 2023; verwiesen aus der Ge- meinderatssitzung vom 24. Oktober 2023. Stadtrat Dr. Fechler (SPD): Zunächst möchte ich mich im Namen der Fraktion für das Enga- gement der Verwaltung bedanken, bei der Beantwortung der Fragestellung. Da erkennt man, dass viel Energie reingesteckt wurde. Wir haben zu einem anderen Tagesordnungs- punkt, TOP 3, schon über das Thema Klimaanpassungsstrategien, Klimaanpassungsmaß- nahmen gesprochen. Für den Augenblick sind wir mit der Antwort der Verwaltung zufrie- den. Aber wir werden zu gegebener Zeit mit einem Prüfauftrag auf die Verwaltung zugehen. Wir sehen weiterhin die Notwendigkeit, hier aktiv zu werden. Die in der Antwort der Ver- waltung aufgezeigten Möglichkeiten, ich sage jetzt mal, bodennah ein paar Sonnen- schirme in die Kaiserstraße zu bringen, reichen unserer Meinung nach nicht aus. Es ist keine Raketenwissenschaft, dass man auch anderes machen kann, und in Süd- und Südost- europa gibt es genug Beispiele auch von Städten mit breiten Straßenquerschnitten, in de- nen es innovative Möglichkeiten gibt. Es geht uns auch nicht darum, dass Sonnensegel – 2 – über die gesamte Kaiserstraße gespannt werden, sondern es gibt auch andere Materialien, die leichter sind, leichtere Materialien, die man in die entsprechenden Höhen bringen kann. Wenn man Menschen überzeugen will, sollte man mit einem guten Beispiel vorangehen. Von daher werden wir die Verwaltung zu gegebener Zeit dazu auffordern oder auch hier um Unterstützung im Haus bitten, dass die Möglichkeit einer Verankerung geprüft werden und dann an einem geeigneten Ort entsprechend das Thema ausprobiert wird. Zu dem Thema City-Transformationsfonds, das sind Möglichkeiten, die hier bestanden ha- ben, aber es wird ohnehin die Notwendigkeit bestehen, eine Anschlussfinanzierung zu klä- ren. Genau zu diesem Zeitpunkt werden wir auf die Verwaltung zukommen. Für den Au- genblick sind wir zufrieden, und nochmals vielen Dank für die Ausführungen. Stadträtin Bischoff (GRÜNE): Wir sehen es sehr positiv, dass die SPD diesen Antrag einge- bracht hat und würden auch die weitere Verfolgung, die jetzt schon angekündigt wurde, auf jeden Fall unterstützen. Aus unserer Sicht wäre es auf jeden Fall sinnvoll, diese Mög- lichkeit der bereits bestehenden Haken noch mal zu prüfen. Wir wollen nicht gleich aus- schließen, wie es teilweise in der Stellungnahme vielleicht nahegelegt wird, dass diese Möglichkeit der Verschattung von Anfang an ausgeschlossen wird, sondern würden einer ergebnisoffenen Prüfung auf jeden Fall sehr positiv gegenüberstehen. Von den Freien Wählern | FÜR Karlsruhe kam noch ein Ergänzungsantrag. Wir gehen da- von aus, dass entsprechend zusätzliche Begrünung von der Verwaltung soweit berücksich- tigt wird. Wir sehen das natürlich positiv, wenn hier noch ein Mehr dazukommt. Das wird sich aber wahrscheinlich dann durch die baulichen Begebenheiten vor Ort sowieso klären aus unserer Sicht. Deswegen sind wir gespannt, was dann von der SPD noch weiterführend für ein Prüfungsantrag kommt und hoffen, dass dieser erste Lösungsansatz mit der Installa- tion von Sonnenschirmen auf jeden Fall schon eine positive Auswirkung zum einen auf das Bild der Kaiserstraße als auch das Hitzeempfinden vor Ort haben wird. Stadtrat Müller (CDU): Wenn es weitere Prüfungsansätze geben soll seitens der Antragstel- ler, dann sei es mir auch nur recht, kann man gerne tun. Allerdings finde ich die Ausfüh- rungen der Verwaltung und die Stellungnahme allerdings schon recht eindeutig und aber auch einleuchtend. Da geht es mir wohl etwas anders als der Vorredner seitens der SPD. Denn das Best-Practice-Beispiel im Antrag der SPD sind zwar schöne zwei, drei kleine Bild- chen, aber Sie lassen eines außer Acht, der enorm größere Straßenquerschnitt der Kaiser- straße. Demzufolge ist durchaus auch schlüssig dargelegt, dass eine Überspannung schon gar nicht so richtig gut funktionieren kann, weil wir aus diesen Hausfassaden unkalkulatori- sche Zug- und Windkräfte haben, insbesondere überhaupt nicht darstellbar, wenn es sich dann beispielsweise um Glasfassaden oder Ähnliches handelt. Aber gut, wenn es weitere Initiativen oder Prüfungsansätze geben soll, geben wir die natürlich gerne mit. Wir beglei- ten es natürlich auch, so konstruktiv das Ganze dann aber auch sinnhaft möglich macht. Zu den Verschattungsschirmen, von der Verwaltung sind diese mobilen Verschattungsein- heiten schön dargelegt, es ist aber auch nicht ganz neu. Ich kann mich erinnern, dass wir das schon einmal in der einen oder anderen Planungsausschusssitzung diskutiert und de- battiert hatten. Jetzt sind noch einige mehr dazugekommen, das begrüßen wir an dieser Stelle. Und da sehen wir allerdings auch im Gegensatz zu der SPD vielleicht auch den richti- gen Ansatz, mobile Verschattungselemente zu platzieren und eben nicht bauliche verste- tigte. – 3 – Zum Änderungsantrag von Freie Wähler FÜR Karlsruhe muss man sagen, im ersten Mo- ment klingt es sehr interessant. Die Verwaltung wird doch hoffentlich mal gucken, inwie- weit man dies noch in die Gestaltung der Kaiserstraße mit einfließen lassen kann. Ich möchte aber auch schon mal vorsorglich darauf hinweisen, dass wir auch darauf gucken sollten, die ganze Geschichte der Kaiserstraße nicht baulich oder wie auch immer geartet zu überfrachten, weil wir brauchen immer noch Spielräume, Gestaltungsspielräume in Auf- enthaltsqualitäten etc. pp., Gestaltungsmöglichkeiten mobiler Arten, aber auch Rettungs- wege müssen diesbezüglich immer noch durchlässig befahrbar bleiben. Aber wie gesagt, wir stellen uns seitens der Verwaltung als Vorschläge dann auch interessiert gegenüber. Stadtrat Høyem (FDP): Klimaänderungen muss man global bekämpfen, aber Klimaanpas- sung ist eine lokale Aufgabe, und hier haben wir wirklich Möglichkeiten. Ich finde, die Ant- wort von der Verwaltung ist gut, und ich finde auch, dass wir hier viel Kreativität benutzen können. Ich sehe eigentlich keinen Gegensatz zwischen dem Antrag von SPD und dem An- trag von den Freien Wählern, weil das ist von unserer Kreativität, wie Herr Dirk Müller ge- sagt hat, abhängig, was möglich ist, realistisch umzusetzen, wenn man auch auf andere Dinge, auf andere wichtige Aufgaben für eine Stadt Rücksicht nehmen muss. Aber die Ant- wort ist gut, finde ich. Wir wollen gerne als FDP alles tun, was wir lokal tun können für die Klimaanpassung. Wir haben selber vorgeschlagen, mit Wasser, was wir durchgeführt haben am Marktplatz, aber viele andere Dinge auch. Also unsere Unterstützung hat man für dieses Thema. Stadtrat Arslan (DIE LINKE.): Ich muss mich bei der SPD bedanken, weil ich tatsächlich schmunzeln musste bei dem Antrag, und tatsächlich aus zwei Gründen. Zum ersten Mal, ich bin Anwohner an der Kaiserstraße, und das Bild, was Sie eingefügt haben, sah aus, als hätte ich mein Bettlaken rausgehängt und so schön darüber gespannt bis zu Müller. Also es hatte so ein bisschen einen schönen, lustigen Touch. Und das Zweite ist, Sie hatten vor einiger Zeit schon die Debatte über Verschattungen. Ich will das Unwort mit P wie Platanen nicht in den Mund nehmen, aber das ist natürlich schon so eine Debatte. Aber tatsächlich hatte ich daraus mitgenommen, und die Antwort der Verwaltung hat mich gewissermaßen in meinem Irrglauben korrigiert, dass wir im Rahmen dieser Umgestaltung und der Neupflanzung der Platanen auch prüfen wollten, inwieweit wir mehr Verschattungsmög- lichkeiten einführen können über andere Objekte. Das hatte ich so vernommen, dass es noch nicht so konkret ausgeplant ist. Deshalb hat der Antrag neben einem Schmunzeln tatsächlich schon einen guten Kern getroffen. Und das finde ich auf jeden Fall gut, wenn wir mit dem Prüfauftrag zu gegebener Zeit 2025 drangehen, weil das Thema wird uns na- türlich im Rahmen der Umgestaltung und der neuen Bäume schon auch umtreiben, unab- hängig davon, wie wir jetzt die Diskussion nicht nochmal erwärmen wollen. Stadträtin Lorenz (FW|FÜR): Der Antrag von der SPD ist nicht neu. Ich habe ein sehr gutes Gedächtnis. Noch vor Baubeginn der Kombilösung hat Bernd Bechtold im Rahmen seiner Präsidentschaft der IHK vorgeschlagen, die Kaiserstraße mit Sonnensegel zu überspannen und auf der Kaiserstraße selbst ein Rollfeld, ähnlich wie am Flughafen, wo die Leute drauf- stehen können, zu installieren, um Publikum anzuziehen und Schatten zu schaffen. Wir Freie Wähler | FÜR Karlsruhe denken, dass es schwierig ist. Ich erinnere mich, Bürgermeister Fluhrer wollte zu Beginn die Beleuchtung auf der Kaiserstraße an den Häuserfassaden be- festigen und die Lampen in der Mitte baumeln lassen und hat dann gesagt, das ist – 4 – schwierig aufgrund der statischen Struktur. Doch, doch, das war so, und auch natürlich aufgrund der Eigentumsverhältnisse, dass die Hauseigentümer damit einverstanden sein müssen, dass diese Verankerungen jeweils an dem Haus angebracht werden. Von daher denken wir, dass es in der Kaiserstraße an vielen rechtlichen Gründen scheitern wird. Für uns steht nicht nur die Verschattung an erster Stelle, sondern eben auch das Mikroklima. Und deswegen sehen wir Grün in jeder Form besser an als die Sonnenschirme. Ich möchte auch darauf hinweisen, dass in den geplanten Abschnitten der Kaiserstraße wir ein großes Potenzial sehen für Vandalismus bei diesen Sonnenschirmen. Es ist etwas anderes, ob die dann in der Zähringerstraße in so einem kleinen, beruhigten Seitenbereich stehen oder eben auf einer Straße, die doch in den Abendstunden stärker frequentiert ist und weniger soziale Kontrolle hat. Daher bitten wir, unseren Antrag wohlwollend zu prüfen. Es gibt viele Möglichkeiten heutzutage, mobiles Grün. Es müssen nicht nur Bäume in Kübeln sein, es können auch Hängepflanzen sein und, und, und, verschiedene Möglichkeiten, auf jeden Fall besser als tote Sonnenschirme. Der Vorsitzende: Die Antragsteller sind zunächst zufrieden, werden sich wieder melden. Ih- ren Antrag, der heute erst einging, werden wir natürlich wohlwollend prüfen. Und dann werden wir zu gegebener Zeit über diese Thematik hier erneut diskutieren. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt – Ratsangelegenheiten – 12. März 2024