Bäume in der Kaiserstraße

Vorlage: 2023/0905
Art: Informationsvorlage
Datum: 10.08.2023
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Tiefbauamt
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Ausschuss für Umwelt und Gesundheit (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 27.09.2023

    TOP: 1

    Rolle: Kenntnisnahme

    Ergebnis: Kenntnisnahme

  • Planungsausschuss (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 05.10.2023

    TOP: 3

    Rolle: Kenntnisnahme

    Ergebnis: Kenntnisnahme

Zusätzliche Dateien

  • Anlage 1 Übersichtsplan Baumkonzept und Baumarten
    Extrahierter Text

    Lageplan Kaiserstraße Abschnitt Karlstraße - Lammstraße ohne Maßstab Br Herrenbrunnen Herrenbrunnen bisheriger Standort 5 17a 144 138 4 201 1 43 41 130 32 2 199 30 197 195 193 191 37 122 39 189 120 118 112 114 187 185 116 179a 19 179 108 106 110 183 181 17 18 175 1 77 16 104 20 21 90 1 63 102 100 169 88 161 173 15 13 98 147 96 8 94a 94 92 167 171 165 84 78 4 82a 86 82 80a 80 7 5 3 145 141 76 3 74 6 137 139 5 135 72 66a 68 70 131 133 66 4 76 3 74 6 137 5 72 70 127 131 129 9 5 62 135 133 60 64 58 66 66a 68 4 123 125 121 52 54 56 119 107 109 111 113 12 11 42 44 46 48 50 9 13 115 117 15 22 18 20 36 36a 38 99 101 40 97 34a 34 32 24 93 28 26 24 22 20 30 89 18 207 215 209 140 142 211 213 136 134 203 205 126 132 124a 124c 124b 128 1515,714,414,815,415,11513,419,117,918,420,3191918,919,7191919,33026,4 Anzahl Bäume 18Anzahl Bäume 14Anzahl Bäume 121.BA Anzahl Bäume 101.BA Anzahl Bäume 10Anzahl Bäume 12Anzahl Bäume 10 Celtis australis Europäischer Zürgelbaum Fraxinus ornus Blumen-Esche, Manna-Esche Ulmus 'Rebona' Rebona-Ulme Litfaßsäule inkl. Fundament, 7 St. Kultursäule inkl. Fundament, 3 St. Kulturwegweiser inkl. Fundament, 5 St. Signalinformationsanlage (SIA) inkl. Fundament, 6 St. Unterflurmüllbehälter 800l inkl. Fundament, 33 St., Unterflurmüllbehälter 600l inkl. Fundament, 1 St. Fahrradbügel, inkl. Fundament, 89 St. Mastleuchten Neu Lammstraße inkl. Fundament Mastleuchten Bestand Sinkkasten klein Typ Zierband inkl. Fundament, 122 St. Sinkkasten groß Typ Plattenbelag inkl. Fundament, 13 St. Sinkkasten Typ Strahlenstraßen inkl. Fundament, 14 St. Straßenschild Bestand inkl. vorhandenes Fundament Straßenschild neuer Standort Lichtschacht Bestand Schachtabdeckung Eisenguss "Karlsruher Stadtwappen", D400, quadratisch, mit Ventilation, eingegossenes Sondermotiv 785 x 785 mm Legende Kaiserstraße (Karlstraße - Waldhornstraße) Mastleuchten Neu Marktplatz inkl. Fundament, 2 St. Schachtabdeckung Bestand durch auspflasterbare ersetzen Bürgervitrine inkl. Fundament, 2 St. Fahnenmast inkl. Fundament, 2 St. 114,78 Perimetergrenze Koordinate, Kontrollpunkt / Kontrolllinie Fugenbild Hilfsline Bemaßung Höhenpunkt X Y taktiles Blindenleitsystem Verlauf Haltestelle unterirdische Straßenbahn & RWA-Kanal Zierband - Pflasterbelag Naturstein Plattenbelag - Naturstein Belag Strahlenstraßen - Naturkleinsteinfplaster Hydrant Neu Hydrant Bestand Schüttstelle Neu 1,7% Gefälle Baume Entwurf, 86 St. Baume Bestand, Platanen 3030,532,532,517,920,819,119,618,81615,616,4 N L a n d s c h a f t s a r c h i t e k t u r M E T T L E R 59,5 x 237,8 cm o.M. Übersichtsplan Kaiserstraße Karlstr. - Waldhornstr. Baumkonzept + Baumarten Planung: Datum Plangröße erstellt geprüft Name Planinhalt: Maßstab: Projekt: Plannummer: Index: Fon +49 - 30 - 616 583 30 Fax +49 - 30 - 616 583 31 Wiener Straße 20 D-10999 Berlin Neugestaltung Kaiserstraße Auftraggeber: Stadt Karlsruhe Tiefbauamt -- IndexDatumName -- 01 02 03 04 05 14.08.2023jr Sämtliche Maße und Höhen sind vom Unternehmer vor der Ausführung seiner Arbeiten am Bau zu kontrollieren, bzw. zu messen. Bei Unstimmigkeiten ist die Bauleitung unverzüglich zu informieren. Für Maßfehler haftet allein der Unternehmer. Sämtliche im Plan gemachten Angaben sind Stand der Planung und beruhen auf zum Zeitpunkt der Dokumentenerstellung vorliegenden Informationen. Hinweis: alle Höhen NHN Waldstr. Herrenstr. Ritterstr. Lammstr. Karl-Friedrich-Str. Kreuzstr. Adlerstr. Kronenstr. Waldhornstr. Karlstr.

  • Anlage 3 Wurzeldokumentation
    Extrahierter Text

    Anlage 3 Stadt Karlsruhe Wurzeldokumentation Baumstandorte Kaiserstraße 66, 133, 66a u. 135 25.08.2023 A B C Stadt Karlsruhe Darstellung Wurzeldokumentation Dokumentation Bilder Kaiserstraße Nr. 66 02.06.2023 Hochbord Übergang Arkade Kaiserstraße 66 Nord Gleisbereich 1m 2m 3m 4m 5m 6m7m 8m 9m 10m 1m 2m 3m 4m 5m 6m 7m 8m 9m Anschluss an Bestand Anschluss an Bestand Legende: Wurzel Tiefe 0,4m - 1m Wurzel Tiefe 1m - 1,20 m Wurzel Tiefe größer 1,20 m sonst. Leitungen Gasleitung Bestand DN 300 Wasserleitung Bestand DN 100 Steinzeug Entwässerungsleitung D= 150mm Gasleitung D= 300 mm, Tiefe 0,80m Wasserleitung D= 200 mm, Tiefe 1,60m 2 Leerrohre Wurzel in ein Leerrohr eingewachsen Betonkranz: B=0,40m; H=0,60m Oberflächennahe Wurzeln Wurzelverlauf zwischen Gas-und Wasserleitung Tiefe 0,80m A B C B Wurzelverlauf unter Wasserleitung Tiefe 1,80m Stadt Karlsruhe Darstellung Wurzeldokumentation Digitale graphische Darstellung Kaiserstraße Nr. 66 02.06.2023 M 1:500 Wurzeln ragen aus Bereich der Freilegung hinaus Hochbord Gleisbereich 1m 2m 3m 4m 5m 6m7m 8m 9m 10m 1m 2m 3m 4m 5m 6m 7m 8m 9m Anschluss an Bestand Anschluss an Bestand A B C B Übergang Arkade Kaiserstraße 66 Nord Legende: Wurzel Tiefe 0,4m - 1m Wurzel Tiefe 1m - 1,20 m Wurzel Tiefe größer 1,20 m sonst. Leitungen Gasleitung Bestand DN 300 Wasserleitung Bestand DN 100 Stadt Karlsruhe Darstellung Wurzeldokumentation Überlagerung Digitale graphische Darstellung und händisches Aufmaß Kaiserstraße Nr. 66 02.06.2023 M 1:500 Wurzeln ragen aus Bereich der Freilegung hinaus 1m 2m 3m 4m 5m 6m 7m 8m 9m 1m 2m 3m 4m 5m 6m7m 8m 9m 10m Anschluss an Bestand Anschluss an Bestand A B C B Nord Übergang Arkade Kaiserstraße 66 Stadt Karlsruhe Darstellung Wurzeldokumentation Ergebnis händisches Aufmaß Kaiserstraße Nr. 66 02.06.2023 M 1:500 Wurzeln ragen aus Bereich der Freilegung hinaus A B C D Stadt Karlsruhe Darstellung Wurzeldokumentation Dokumentation Bilder Kaiserstraße Nr. 66a 20.07.2023 Legende: Wurzel Tiefe 0,4m - 1m Wurzel Tiefe 1m - 1,20 m Wurzel Tiefe größer 1,20 m sonst. Leitungen Gasleitung Bestand DN 200 Wasserleitung Bestand DN 200 Nord Hochbord Gleisbereich Alter Wurzelstumpf Alter Wurzelstumpf Alter Wurzelstumpf A B C D Kaiserstraße 66a 1m 2m 3m 4m 5m 1m 2m 3m 4m Stadt Karlsruhe Darstellung Wurzeldokumentation Digitale graphische Darstellung Kaiserstraße Nr. 66a 20.07.2023 M 1:200 Wurzeln ragen aus Bereich der Freilegung hinaus Legende: Wurzel Tiefe 0,4m - 1m Wurzel Tiefe 1m - 1,20 m Wurzel Tiefe größer 1,20 m sonst. Leitungen Gasleitung Bestand DN 200 Wasserleitung Bestand DN 200 Nord Hochbord Gleisbereich Alter Wurzelstumpf Alter Wurzelstumpf Alter Wurzelstumpf A B C D Kaiserstraße 66a 1m 2m 3m 4m 5m 1m 2m 3m 4m Stadt Karlsruhe Darstellung Wurzeldokumentation Überlagerung Digitale graphische Darstellung und händisches Aufmaß Kaiserstraße Nr. 66a 20.07.2023 M 1:200 Wurzeln ragen aus Bereich der Freilegung hinaus Hochbord Gleisbereich 1m 2m 3m 4m 5m 1m 2m 3m 4m Stadt Karlsruhe Darstellung Wurzeldokumentation Ergebnis händisches Aufmaß Kaiserstraße Nr. 66a 20.07.2023 Stadt Karlsruhe Darstellung Wurzeldokumentation Dokumentation Bilder Kaiserstraße Nr. 133 03.07.2023 C A B D Legende: Wurzel Tiefe 0,4m - 1m Wurzel Tiefe 1m - 1,20 m Wurzel Tiefe größer 1,20 m sonst. Leitungen Gasleitung Bestand DN 200 Wasserleitung Bestand DN 200 1m 2m 3m 4m 1m 2m 3m4m Gasleitung D=200mm Tiefe 1,30m Wasserleitung D=200mm Tiefe 1,60m altes Rohr Tiefe ca. 1,80m altes Rohr D=100mm Tiefe ca. 180m Alter Wasserschieber Kabelschutzrohr D=100mm Tiefe = 0,60m Das Abwasserrohr ist mit Beton umschlossen Betonkranz: B=0,35m; H=0,55m 2 *Leerrohr D=100mm Tiefe = 0,60m Oberflächennahe Wurzeln Hochbord Gleisbereich Anordnung Kabelschutzrohre A B C D Vor Kaiserstraße 133a, Eiscafe Stadt Karlsruhe Darstellung Wurzeldokumentation Digitale graphische Darstellung Kaiserstraße Nr. 133 03.07.2023 M 1:200 Nord Wurzeln ragen aus Bereich der Freilegung hinaus Legende: Wurzel Tiefe 0,4m - 1m Wurzel Tiefe 1m - 1,20 m Wurzel Tiefe größer 1,20 m sonst. Leitungen Gasleitung Bestand DN 200 Wasserleitung Bestand DN 200 1m 2m 3m 4m 1m 2m 3m4m Gasleitung D=200mm Tiefe 1,30m Wasserleitung D=200mm Tiefe 1,60m altes Rohr Tiefe ca. 1,80m altes Rohr D=100mm Tiefe ca. 180m Alter Wasserschieber Betonkranz: B=0,35m; H=0,55m 2 *Leerrohr D=100mm Tiefe = 0,60m Hochbord Gleisbereich GGleisbereich Oberflächennahe Wurzeln Hochbord Gleisbereich A B C D Nord Vor Kaiserstraße 133a, Eiscafe Stadt Karlsruhe Darstellung Wurzeldokumentation Überlagerung Digitale graphische Darstellung und händisches Aufmaß Kaiserstraße Nr. 133 03.07.2023 M 1:200 Wurzeln ragen aus Bereich der Freilegung hinaus Kabelschutzrohr D=100mm Tiefe = 0,60m Das Abwasserrohr ist mit Beton umschlossen Stadt Karlsruhe Darstellung Wurzeldokumentation Ergebnis händisches Aufmaß Kaiserstraße Nr. 133 03.07.2023 1m 2m 3m 4m 5m 6m 7m 8m 9m 1m 2m 3m 4m 5m 6m7m 8m 9m 10m M 1:200 A B C Stadt Karlsruhe Darstellung Wurzeldokumentation Dokumentation Bilder Kaiserstraße Nr. 135 24.08.2023 C B Legende: Wurzel Tiefe 0,4m - 1m Wurzel Tiefe 1m - 1,20 m Wurzel Tiefe größer 1,20 m sonst. Leitungen Gasleitung Bestand DN 300 Wasserleitung Bestand DN 100 Stadt Karlsruhe Darstellung Wurzeldokumentation Digitale graphische Darstellung Kaiserstraße Nr. 135 24.08.2023 M 1:250 1m 2m 3m 4m 5m 5m 1m 2m 3m 4m 5m 6m Kabelschutzrohr D=100mm Tiefe = 0,60m Kaiserstraße 135 Hochbord Gleisbereich Nord Gasleitung D= 200 mm, Tiefe 1,30m Wasserleitung D= 200 mm, Tiefe 1,60m Anordnung Kabelschutzrohre Betonkranz: B=0,40m; H=0,60m Wurzel läuft zwischen Wasser- und Gasleitung Kabelschutzrohr D=100mm Tiefe =1,20m mit Beton ummantelt Anzahl der Leerrohre nicht einsehbar A B C B Wurzeln ragen aus Bereich der Freilegung hinaus Legende: Wurzel Tiefe 0,4m - 1m Wurzel Tiefe 1m - 1,20 m Wurzel Tiefe größer 1,20 m sonst. Leitungen Gasleitung Bestand DN 300 Wasserleitung Bestand DN 100 Stadt Karlsruhe Darstellung Wurzeldokumentation Überlagerung Digitale graphische Darstellung und händisches Aufmaß Kaiserstraße Nr. 135 24.08.2023 M 1:250 1m 2m 3m 4m 5m 5m 1m 2m 3m 4m 5m 6m Kabelschutzrohr D=100mm Tiefe = 0,60m Kaiserstraße 135 Hochbord Gleisbereich Nord Gasleitung D= 200 mm, Tiefe 1,30m Wasserleitung D= 200 mm, Tiefe 1,60m Anordnung Kabelschutzrohre Betonkranz: B=0,40m; H=0,60m Wurzel läuft zwischen Wasser- und Gasleitung Kabelschutzrohr D=100mm Tiefe =1,20m mit Beton ummantelt A B C B Anzahl der Leerrohre nicht einsehbar Wurzeln ragen aus Bereich der Freilegung hinaus Wurzeln tauchen ab Stadt Karlsruhe Darstellung Wurzeldokumentation Ergebnis händisches Aufmaß Kaiserstraße Nr. 135 24.08.2023 M 1:250 1m 2m 3m 4m 5m 5m 1m 2m 3m 4m 5m 6m Stadt Karlsruhe Darstellung Wurzeldokumentation Bilder Dokumentation Arbeiten Gleisbereich Marktplatz-Kreuzstraße Kaiserstraße 24.08.2023

  • Informationsvorlage
    Extrahierter Text

    Informationsvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2023/0905 Verantwortlich: Dez. 6 Dienststelle: Tiefbauamt Bäume in der Kaiserstraße Beratungsfolge dieser Vorlage Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Ausschuss für Umwelt und Gesundheit (AUG) 27.09.2023 x Planungsausschuss 05.10.2023 3 x Kurzfassung Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung vom 20. Dezember 2022 (Vorlage 2022/2305) ausführlich über das Baumkonzept und den Erhalt der Platanen in der Kaiserstraße beraten. Dabei ist das Gremium mehrheitlich zu dem Ergebnis gekommen, dass am Gesamtkonzept der Neugestaltung der Kaiserstraße grundsätzlich festgehalten wird und es im unmittelbar anstehenden ersten Bauabschnitt planmäßig umgesetzt wird. Im Rahmen der Diskussion wurde mehrheitlich beschlossen, dass neben dem Zürgelbaum mindestens eine weitere Zukunftsbaumart in der Kaiserstraße gepflanzt werden soll, um möglichen Baumverlusten durch Erkrankungen vorzubeugen. Ergänzend soll seitens der Verwaltung geprüft werden, ob in den kommenden Bauabschnitten zusätzliche Baumstandorte möglich sind. Zudem erhielt die Verwaltung im März 2023 den Auftrag, an den vier bereits gefällten Bäumen den tatsächlichen Wurzelverlauf zu dokumentieren. In dieser Vorlage werden die Ergebnisse der Untersuchungen erläutert und zusammengefasst. Das aktuelle Baumkonzept sieht ein abgestuftes Konzept mit unterschiedlichen Achsabständen innerhalb der einzelnen Alleenabschnitte vor. In den weiteren Bauabschnitten 2 und 3 ist eine deutlich dichtere Baumstellung vorgesehen. Zudem werden neben dem Zürgelbaum weitere Baumarten im Sinne eines Baumartenmixes und unter Berücksichtigung des städtebaulichen Kontextes integriert. Die Freilegung der Baumwurzeln zeigte, dass die Bäume nicht in Schachtringe gepflanzt wurden und dass sich das Wurzelwerk insbesondere in der Leitungszone stark ausgebildet hat. Finanzielle Auswirkungen Ja ☐ Nein ☒ ☐ Investition ☐ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☐ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☐ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☐ Ja ☒ Korridorthema: Zukunft Innenstadt Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) Nein ☐ Ja ☐ durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – 1. Einleitung / Zusammenfassung Alle Planungen und Abstimmungen im Rahmen des Projekts Neugestaltung Kaiserstraße haben zum Ziel eine zukunftsfähige Kaiserstraße zu realisieren. So wird die Kaiserstraße nach Abschluss der Neugestaltung sowohl den künftigen Nutzungsansprüchen für Einzelhandel, Gastronomie oder Veranstaltungen gerecht und berücksichtigt zugleich Maßnahmen der Klimaanpassung in urbanen Gebieten. Neben der Pflanzung von Bäumen beziehungsweise einer Begrünung der Kaiserstraße spielt dabei der gewählte Aufbau der Kaiserstraße eine wesentliche Rolle. Unter dem mit offener Fuge verlegten Natursteinbelag ist eine Drainageschicht auf Schotterschichten vorgesehen. Durch diese offene Bauweise wird eine Versickerung des anfallenden Regenwassers in den anstehenden Untergrund und damit den natürlichen Kreislauf gezielt gefördert. Zusätzlich werden über die Wasserspiele auf dem Marktplatz oder den Brunnen an den Strahlenstraßen, beispielsweise der Lammbrunnen, Wasserquellen geboten. Die zukünftigen Bäume in der Kaiserstraße erhalten in sogenannten Baumquartieren durch ein entsprechendes Substrat und eine zielgerichtete Bewässerung im Wurzelbereich beste Bedingungen für ein optimales Wachstum. Die Bäume sind daher als ein Bestandteil einer zukunftsfähigen Gesamtkonzeption zu betrachten und zu bewerten. Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung vom 20. Dezember 2022 (Vorlage 2022/2305) ausführlich über den Erhalt der Platanen in der Kaiserstraße beraten. Dabei ist das Gremium mehrheitlich zu dem Ergebnis gekommen, dass am Gesamtkonzept der Neugestaltung der Kaiserstraße grundsätzlich festgehalten und es im ersten Bauabschnitt planmäßig umgesetzt wird. Die Verwaltung erhielt jedoch die Aufgabe, den tatsächlichen Wurzelverlauf an den bereits gefällten Bäumen zu dokumentieren und neben dem Zürgelbaum mindestens eine weitere Zukunftsbaumart in der Kaiserstraße zu pflanzen sowie zu prüfen, ob in den kommenden Bauabschnitten zusätzliche Baumstandorte ermöglicht werden können. Als Ergebnis werden unter Abschnitt 1 dieser Vorlage zunächst die Hintergründe des aktuellen Baumkonzeptes für die Kaiserstraße erläutert sowie die zwei weiteren Baumarten im Sinne eines Baumartenmixes in der Kaiserstraße vorgestellt. Unter Abschnitt 2 dieser Vorlage wird die Bestandsituation der Bäume in Form einer Wurzeldokumentation beschrieben und die Konsequenzen für eine Ausführung der bestehenden Planung dargestellt. So wurden keine tiefgehenden Betonschächte, sondern lediglich Betonkränze mit geringer Höhe sowie tragende Wurzeln im Bereich des relevanten Aufbaus und allen umliegenden Leitungstrassen dokumentiert. Unter Abschnitt 3 dieser Vorlage wird die Möglichkeit sowie die Konsequenz weiterer Baumstandorte in den nächsten Bauabschnitten untersucht. Insgesamt kommt die Verwaltung zu dem Schluss, dass die Planung zur Neugestaltung, bei Berücksichtigung des dokumentierten Wurzelverlaufs, nicht mit einem Erhalt der Bäume umsetzbar ist. Das bestehende Baumkonzept wird um zwei weitere Zukunftsbaumarten erweitert. Die bisher geplanten Baumstandorte werden beibehalten. Das Pflanzraster wird so gestaltet, dass zwei Baumarten abschnittsweise wechseln und die Kreuzungen an den Strahlenstraßen durch jeweils eine dritte Baumart betont wird. Damit wird der Karlsruher Fächer gestalterisch betont und die Ausbreitung von Schädlingen eingedämmt. 1.1 Baumkonzept Kaiserstraße Die bestehenden Platanen sind durchgängig in Gruppierungen von jeweils vier Bäumen östlich und westlich jeder Strahlenstraßen angeordnet. Zwischen den Strahlenstraßen liegen Abstände von mindestens 40 Meter zwischen den einzelnen Baumgruppen. Im Bereich des ersten Bauabschnitts ist – 3 – das alte Konzept nicht mehr durchgängig erhalten, da durch die Baumaßnahme zur Kombilösung bereits einige Platanen gefällt wurden. Das Baumkonzept für die neugestaltete Kaiserstraße sieht hingegen eine durchgängige Baumallee aus europäischen Zürgelbäumen vor, die sich vom Marktplatz ausgehend nach Osten und Westen hin immer mehr verdichtet. An den Eingängen zur Fußgängerzone haben die einzelnen Baumstandorte den geringsten Abstand. Der Marktplatz sowie das unmittelbare Umfeld dienen als flexibler Veranstaltungsraum. In diesem Bereich weisen die Bäume daher den größten Abstand auf. Der Marktplatz selbst ist aufgrund der unterirdischen Haltestelle, der geringen Überdeckung sowie der massiven unterirdischen Infrastruktur ohne Bäume konzipiert. Die Kaiserstraße lässt sich in drei Abschnitte mit unterschiedlichen Baumabständen einteilen: 1 Ritterstraße bis Marktplatz /Marktplatz bis Adlerstraße: ca. 27 m - 33 m 2 Waldstraße bis Ritterstraße /Adlerstraße bis Kronenstraße: ca. 18 m - 21 m 3 Karlstraße bis Waldstraße / Kronenstraße bis Waldhornstraße: ca. 14 m - 16 m Für die Realisierung des ersten Bauabschnitts der Neugestaltung Kaiserstraße zwischen Ritter- und Adlerstraße müssen von den, nach Abschluss der Maßnahmen zur Kombilösung, verbliebenen 48 Platanen 12 gerodet werden. Anstelle dieser 12 Platanen werden insgesamt 20 neue Bäume gepflanzt. Die restlichen 36 Platanen bleiben zunächst bis zum Baubeginn der weiteren Abschnitte erhalten. Die weiteren Bauabschnitte beginnen frühestens ab 2025, im Anschluss an den ersten Bauabschnitt. Nach Fertigstellung der Neugestaltung werden 86 neue Bäume, anstatt den, Stand August 2023, 44 Platanen, in der Kaiserstraße stehen (siehe auch Anlage 1, Übersichtsplan Baumkonzept + Baumarten). 1.2 Baumartenmix Aus stadtgestalterischer Sicht ist es wichtig, dass ein Baumartenmix das städtebauliche Konzept der Kaiserstraße unterstützt und auch die Ablesbarkeit des Fächergrundrisses, die sich bewusst in der Oberflächengestaltung wiederfindet, erhält bzw. verdeutlicht. Die Verwaltung schlägt eine rhythmisierende Unterbrechung der Baumallee vor, die die Ausbreitung von Schadorganismen dämmen und dennoch dem historischen streng symmetrischen Stadtbild Rechnung tragen (siehe auch Anlage 1, Übersichtsplan Baumkonzept + Baumarten). Das jetzt erstellte Konzept zu den Baumarten sieht daher den bisher ausgewählten Zürgelbaum weiterhin als vorherrschende Baumart für die Fußgängerzone vor, jedoch ergänzt um zwei weitere Zukunftsbaumarten: Die Eingänge zur Kaiserstraße an der Karlstraße und der Fritz-Erler-Straße sollen mit der Rebona-Ulme stärker akzentuiert werden. Diese hat mit ca. 15 bis 25 Meter Höhe einen etwas größeren Wuchs als der Zürgelbaum, der im Schnitt mit 10-20 Meter Höhe und 10 - 15 Meter Breite bemessen wird. Zudem zeichnet sich diese Baumart durch eine dunklere Laubfärbung und dichtere Belaubung aus. Einen weiteren Akzent soll die Ulme beidseits des Marktplatzes setzen. Hier sind jeweils zwei Vierergruppen an Ulmen geplant. Da die Bäume in diesem Abschnitt einen größeren Abstand voneinander haben, sind die notwendigen Entwicklungsmöglichkeiten gegeben. Auch ein etwas größerer Schattenwurf könnte durch die Bäume erzeugt werden. Die Ulmensorte stammt aus der Amerikanischen Resista Reihe und ist gegen das Ulmensterben hochresistent. Gleichzeitig war die 1 1 2 2 3 3 – 4 – Ulme, die nach Etablierung gut mit Trockenheit zurechtkommt, ein traditioneller Straßenbaum. Die bei weitem Stand sehr gleichmäßige Kronenform und auch das mit dem Zürgelbaum vergleichbare Laub wirken im Habitus sehr ähnlich. Im Herbst ist die Färbung etwas kräftiger als beim Zürgelbaum, so dass die Markierung noch deutlicher in Augenschein tritt. An den Kreuzungsbereichen der Kaiserstraße mit den Strahlenstraßen ist die Blumenesche, (Fraxinus ornus ́Louisa Lady ́), als zusätzlicher Akzentgeber vorgesehen. Sie zeichnet sich durch eine orange/rote Herbstfärbung aus. Die aus gutem Grund Blumenesche genannte Baumart besticht durch die luftigen Blütenstände, die süß duften und für Schmetterlinge und andere bestäubende Insekten attraktiv sind. Viererpakete an den Schnittpunkten zu den sechs Strahlenstraßen unterbrechen die Zürgelbaumallee und akzentuieren die Schnittpunkte der Kaiserstraße mit den Fächerstraßen. Analog zur Oberflächengestaltung wird durch die Baumkonzeption der Fächergrundriss zusätzlich herausgearbeitet. Die Zürgelbäume werden in der stadteigenen Baumschule bereits aufgeschult. 2 Bauabschnitt 1 2.1 Baumkonzept Bauabschnitt 1 Im ersten Bauabschnitt werden anstelle der bestehenden 12 Platanen 20 neue Bäume vorgesehen. Jeder Baum wird in ein sogenanntes Baumquartier gepflanzt. Dabei handelt es sich um Stahlkäfige mit einer Abmessung von rund 3m x 3m x 1,50m (BxTxH). Dadurch soll die Wurzelentwicklung gezielt in die unteren Bodenschichten in Richtung des anstehenden Grundwassers und damit aus dem, für einen Umbau kritischen Höhenbereich heraus geleitet werden. Eine gezielte Bewässerung des Wurzelbereichs, insbesondere in den ersten Jahren nach der Pflanzung, fördert zudem das Wurzelwachstum nach unten. Die Findung möglicher Baumstandorte wurde vor allem durch die großflächigen Haltestellenbauwerke der Haltestellen Marktplatz und Lammstraße (Abschnitt Kaiserstraße zwischen Markplatz und Ritterstraße) im Untergrund limitiert. Teilweise bestehen hier, beispielweise durch Rauchabzugskanäle oder Zugänge zu den Haltestellen, lediglich geringe Überdeckungen in welchen zudem eine Vielzahl an Leitungen verlaufen. Der Marktplatz als zentraler Veranstaltungsort der Karlsruher Innenstadt bildet das Zentrum der Neugestaltung der Kaiserstraße. Aufgrund der unterirdischen Haltestelle und Infrastruktur und um den Nutzungen durch Veranstaltungen und Gastronomie gerecht zu werden, ist der Markplatz ohne Bäume konzipiert. Für Flächen der Gastronomie werden vermehrt Standorte für Schirme zur Verschattung vorgesehen. Die Kaiserstraße ist dagegen bewusst als eine markante Baumallee konzipiert worden. Im Bereich bis zur Lammstraße im Westen und der Kreuzstraße im Osten werden jeweils vier Bäume angeordnet. Danach verdichten sich die Standorte in Richtung der Ritterstraße und Adlerstraße (siehe auch Abschnitt 1.2). – 5 – Abbildung 1 Baumquartier Kaiserstraße; schematisch 2.2 Wurzeldokumentation Die Bauarbeiten zur Realisierung des ersten Bauabschnitts haben im April diesen Jahres begonnen. Vorbereitend wurden im Frühjahr 2023 vier Platanen gefällt. An diesen Standorten wurde im Zuge der Bauarbeiten sukzessive der tatsächliche Verlauf der Wurzeln der Platanen dokumentiert. Hierzu erfolgte zum einen eine Untersuchung mittels Georadars als geophysikalische Untersuchung des Untergrunds und zum anderen die baubegleitende Freilegung des Wurzelverlaufs. 2.2.1 Ergebnisse der Untersuchung mittels Georadar Am 28.3.2023 wurden durch ein Fachbüro Georadaruntersuchungen an insgesamt fünf Standorten ehemaliger Platanen durchgeführt (siehe auch Anlage 2, Bericht Georadaruntersuchung). Bei der Georadarmethode handelt es sich um eine verletzungsfreie Wurzeldetektion bei der mittels elektromagnetischer Welle beim Auftreffen auf eine Wurzel eine entsprechende Erscheinung (Diffraktion) hervorgerufen wird. Derartige Diffraktionen können aber auch durch Leitungen oder andere Objekte hervorgerufen werden. Die Herausforderung besteht deshalb darin, Wurzeln und Leitungen zu unterscheiden. Insofern sind für die Interpretation der Ergebnisse zwingend aktuelle Leitungspläne erforderlich. Im vorliegenden Fall wurden alle in den Leitungsplänen verzeichneten Leitungen durch das Georadar identifiziert. Darüber hinaus hat die Wurzelfreilegung dann aber ergeben, dass weitere Leitungen vorhanden waren, die in den Leitungsplänen nicht eingezeichnet waren. Zum Teil verliefen die Leitungen auch anders als in den Plänen verzeichnet. Die Georadarmessung hat somit nur eingeschränkte Aussagekraft. So wurden zwar alle Leitungen erfasst, ebenso wie die Starkwurzeln. Die Lage der Nebenwurzeln wurde jedoch nur teilweise erfasst. Leitungen und Wurzeln, die direkt miteinander verbunden waren oder ineinanderliefen konnten nicht getrennt identifiziert werden. Es wurden einige Diffraktionen zu Wurzeln zusammengefasst, die so nicht existieren. In einigen Fällen verdeckten obenliegende Strukturen tieferliegende Objekte. Baumbewässerung @ Humberg @ Humberg – 6 – Aufgrund der sehr heterogenen Untergrundsituation in der Kaiserstraße können einzelne Diffraktionen von Leitungen und Wurzeln falsch interpretiert werden, so dass erst eine ergänzende Aufgrabung Fehlinterpretationen auflösen kann. Aufgrund der gemachten Erfahrungen stellt das Georadar in diesem infrastrukturell hochverdichteten Bereich keine geeignete Methode dar, um qualifizierte Aussagen darüber zu treffen, ob ein Baumerhalt aufgrund der notwendigen Leitungserneuerung möglich ist, da sie keinen vollständigen Überblick über die tatsächlichen Wurzelverläufe und deren Konflikte mit den Leitungen gibt. 2.2.2 Ergebnisse der baubegleitenden Freilegung der Wurzeln Im Zeitraum Mai bis Juli 2023 wurden an den ehemaligen Baumstandorten zwischen Marktplatz und Kreuzstraße der Verlauf der Wurzeln in vorab definierten Bereichen freigelegt. Die jeweiligen Bereiche wurden auf Basis der bestehenden Leitungen gewählt. Dabei wurde darauf geachtet, dass die jeweiligen Bereiche ausreichend groß sind, um ein realistisches Bild hinsichtlich des Verlaufs des Wurzelwachstums und eventueller Konflikte mit umliegenden Leitungen oder Einbauten wie Schächten oder Sinkkästen gewinnen zu können. Die Freilegung erfolgte durch die mit der Realisierung des ersten Bauabschnitts beauftragten Baufirma. Um den Wurzelverlauf möglichst detailliert abbilden zu können, erfolgte die Freilegung mittels eines Saugbaggers. Aufgrund potentieller Beschädigungen der Wurzeln ist dieses Verfahren jedoch nicht zu einer Voraberkundung an Bestandsbäumen geeignet. Die Dokumentation der Freilegung erfolgte mittels Aufmaßes und Fotografie (siehe auch Anlage 3, Wurzeldokumentation). Die Freilegung wurde zudem durch einen Sachverständigen begleitet (siehe auch Anlage 4, Stellungnahmen Sachverständiger). Kaiserstraße 66: An diesem Standort erfolgte die Freilegung auf einer Fläche von rund 90 m². Bestandsplatane Kaiserstraße 66 Freigelegter Wurzelverlauf und Betonkranz Kaiserstraße 66 Gas- und Wasserleitung – 7 – Kaiserstraße 133: An diesem Standort erfolgte die Freilegung auf einer Fläche von rund 16 m² Freigelegter Wurzelverlauf Kaiserstraße 66 a: An diesem Standort erfolgte die Freilegung im direkten Wurzelbereich auf rund 20 m². Bei der Freilegung wurden bereits stark beschädigte Wurzeln und augenscheinlich ältere Wurzeln dokumentiert. Die Verwaltung geht daher davon aus, dass an derselben Stelle ein Baum gefällt wurde, der Wurzelstock nicht komplett entfernt und ein neuer Baum darauf gepflanzt wurde. Kaiserstraße 135 An diesem Standort erfolgte die Freilegung auf einer Fläche von rund 20m² Bestandsplatane Kaiserstraße 135 Freigelegter Wurzelverlauf Leitung Altbestand Bestandsplatane Kaiserstraße 133 Leitung Altbestand – 8 – Wesentliche Ergebnisse: An allen Standorten wurden Wurzelverläufe dokumentiert, welche über die definierten Bereiche hinausgehen und der Kronenausbildung folgen. Nach Ansicht des Sachverständigen kann nicht prognostiziert werden wie weit und in welche Richtung sich die Wurzeln ausbreiten. Ein Verlust dieser Versorgungswurzeln hätte sehr wahrscheinlich einen Einbruch der Wüchsigkeit zur Folge. Bei der Freilegung der Wurzeln hat sich gezeigt, dass die Platanen in lediglich circa 60 cm hohe Betonkränze aus Ortbeton gepflanzt wurden. Der Betonkranz hatte vermutlich die Funktion eines Auflagers für die früheren Gitterrostabdeckungen um die Bäume. Er fungierte weniger als Leitelement für das Wurzelwachstum. Innerhalb des Betonkranzes haben sich die Wurzeln so ausgebildet, dass sie laut Sachverständigem den Baum statisch stabilisieren. Die Wände des Betonkranzes dienen quasi als Widerlager. Würde man diesen oder Teile davon entfernen, würde sich die Standsicherheit des Baumes zwangsläufig reduzieren. Der dokumentierte Betonkranz weicht deutlich von einem Betonschacht ab. Bei einem Betonschacht handelt es sich um ein modulares System mit unterschiedlichen Höhen. Betonschächte kommen beispielsweise im Kanalbau als Anbindung an oft tiefliegende Kanäle zum Einsatz. Der gefundene Betonkranz hat hingegen mit einer Höhe von rund 60 cm eine zu geringe Stärke um das Wurzelwachstum gezielt aus dem kritischen Bereich zu führen. Unterhalb des Betonkranzes haben sich daher in einer Tiefe von rund 60 cm bis 80 cm Hauptwurzelstränge „mehr oder weniger parallel zur Kaiserstraße“ gebildet. Über diese Wurzelstränge mit ihrem Feinwurzelanteil wird die Versorgung des Baumes sichergestellt und der Baum zusätzlich statisch verankert. Teilweise konnte zunächst eine Ausbreitung parallel zur Kaiserstraße dokumentiert werden, bevor sich die Wurzeln in Richtung der angrenzenden Gebäude richteten. Durch die Ausrichtung in Richtung der Gebäude wurden mehrere Wurzelstränge im Bereich der Leitungstrassen dokumentiert. Die Wurzeln sind damit der Verfügbarkeit von Luft und Wasser im gut durchlüfteten Leitungsbett gefolgt und zum Teil mit den Leitungen verwachsen bzw. in ein Leerrohr eingewachsen. Beispielsweise konnten an allen Standorten Wurzeln im Bereich der bestehenden Gas- und Wasserleitungen sowie im Bereich der Strom- und Datentrassen dokumentiert werden. An allen Standorten konnte das Einwachsen in bestehende Einrichtungen der Straßenentwässerung im unmittelbaren Umfeld der Bäume dokumentiert werden. Somit haben sich die Wurzeln in hohem Maße mit den bestehenden Leitungen verbunden beziehungsweise sich in ihnen verankert. Ein Austausch oder eine Sanierung der betroffenen Leitungen führen unweigerlich zu einer erheblichen Schädigung der Wurzeln. An den Stellen, an denen die Wurzeln eng mit den Leitungen verwachsen sind, ist eine Trennung der Wurzeln ohne erheblichen Eingriff in die Statik und Versorgung des Baumes nicht möglich. Die Bäume würden nicht mehr über die notwendige Verankerungskraft verfügen und könnten auch einer hohen Windbelastung nicht standhalten. Neben dem Eingriff in den Wurzelbereich müsste dann auch die Baumkrone (Windsegel) deutlich reduziert werden. Ein Eingriff in die Versorgungswurzeln führt somit unweigerlich zu einer Schwächung des Vitalitätszustandes. Hinzu kommt, dass Pilze in verletzte Wurzelpartien eindringen können und perspektivisch zur Zersetzung des Wurzelwerkes und damit über einen längeren Zeitraum hinweg zu einem statischen Versagen des Baumes führen können. – 9 – 3 Umsetzung der Bauabschnitte 3.1 Bauabschnitt 1 Der Bauabschnitt 1 ist an eine ausführende Baufirma beauftragt und befindet sich bereits mitten in der Umsetzung. Die Freilegung der Wurzeln der bereits gefällten Platanen zeigt deutlich, dass sich das Wurzelwerk insbesondere in der Leitungszone ausgebreitet und mit den Leitungen verbunden hat. In Übereinstimmung mit dem eingeschalteten Baumsachverständigen kommen die Fachdienststellen zu dem Ergebnis, dass ein Erhalt der Bäume aus fachlichen und sicherheitstechnischen Gründen nicht möglich ist. Der Bauabschnitt 1 wird somit, wie vorgesehen und beschlossen, umgesetzt. 3.2 Bauabschnitte 2 und 3 3.2.1 Baumkonzept Bauabschnitt 2 und 3 In den Bauabschnitten 2 und 3 werden die Abstände bis auf einen Minimalabstand von rund 14- 16 Metern weiter verdichtet. Die als neue zukunftsfähige Baumart geplanten Zürgelbäume können Kronendurchmesser von 10 bis 15 Meter erreichen. Bei der Entwicklung des neuen Baumkonzeptes war in der ersten Stufe im Jahr 2011 zunächst noch von einer deutlich lockereren Baumstellung ausgegangen worden. Seinerzeit waren insgesamt 66 Bäume in der gesamten Kaiserstraße als Neupflanzung vorgesehen. Eine Überarbeitung der Konzeption ergab eine weitere Verdichtung. Das Ergebnis ist das abgestimmte Baumkonzept, das insgesamt 86 neue Bäume vorsieht. Somit wurde die erste Konzeption bereits um 20 Baumstandorte erweitert. 3.2.2 Konsequenzen zusätzlicher Baumstandorte Die gesamte Planung der Kaiserstraße beruht auf einer Einteilung in Achsen in Ost-West Richtung. Damit wird einerseits der Vielzahl an Nutzungsansprüchen an eine zukunftsfähige Kaiserstraße entsprochen und andererseits der städtebaulichen Geschichte und insbesondere dem Fächergrundriss Rechnung getragen. Die Mitte der Kaiserstraße mit dem zukünftigen Zierband dient der Andienung der einzelnen Geschäfte und Restaurants, der Erreichbarkeit für Feuerwehr und Rettungsdienst sowie als Fläche für zu Fuß Gehende. Das Zierband wird beidseitig von Bäumen eingerahmt. Die Bäume stehen dabei in den sogenannten Möblierungsachsen. In diesen Achsen befinden sich darüber hinaus Beleuchtungsmasten, Bänke, Toilettenanlagen, Fahrradbügel, Werbesäulen, Stadtinformationsanlagen, Bürgervereinsvitrinen, Unterflurmüllsammler, Fahnenmasten, Brunnen, Außenbewirtungen mit Schirmen und Geschäftsauslagen. Die Bereiche zwischen den Bäumen und den angrenzenden Gebäuden dienen dem direkten Zugang zu den Gebäuden, hier verläuft zudem das Blindenleitsystem als maßgeblicher Bestandteil einer barrierefreien Kaiserstraße. Zusätzliche Baumstandorte führen zu einer weiteren Verdichtung der geplanten Baumallee. Da die Bäume in einer Achse stehen wird somit der Platz zwischen Gebäuden und Zierband in der Möblierungsachse weiter limitiert. Hiervon betroffen wären vor allem Flächen der Gastronomie aber auch Andienungsflächen für Einzelhändler, Entsorgungsunternehmen und Rettungsdienste. Die Möblierungsachsen selbst sind frei von längslaufenden Hauptleitungen. Es müssen allerdings die Zuleitungen zu Elementen, welche einen Wasser- oder Stromanschluss benötigen, berücksichtigt und dazu mit den Leitungsträgern abgestimmt werden. Darüber hinaus wird die Möblierungsachse von – 10 – verschiedenen Hausanschlussleitungen (Gas, Wasser, Entwässerung) gequert, was wiederum den Spielraum in den Möblierungsachsen einschränkt. Zusätzliche Baumstandorte in den Abschnitten 2 und 3 hätten somit Auswirkungen auf das gesamte Möblierungs-, Nutzungs- und Lichtkonzept, das für die Kaiserstraße ausgearbeitet wurde. Beispielsweise basiert das Konzept der öffentlichen Straßenbeleuchtung in der Kaiserstraße auf den lichttechnischen Gestaltungsvorschlägen und Berechnungen des Büro Conceptlicht AT. Als wichtigster Grundsatz der bestehenden, lichttechnischen Planung gilt dabei die Erfüllung der Verkehrssicherungspflicht mittels Gewährleistung eines „normgerechten Beleuchtungsniveaus“ im Bereich der öffentlichen Verkehrswege. Beispiel für Konfliktpunkte zusätzlicher Bäume/Möblierung in Abschnitt 2 bei dargestellten Kronenbreiten von rund 7,60 m; es werden Kronenbreiten von 10-15 m erreicht. Es ist davon auszugehen, dass eine Mehrung der Baumstandorte auch zu einer Mehrung der notwendigen Leuchtstellenanzahl führen wird. Wahrscheinlich wird dadurch zudem der Einsatz anderer Leuchtenvarianten erforderlich, um die geänderten lichttechnischen Anforderungen zu erfüllen. Alle Beleuchtungsmaste und Leuchten müssen für Arbeiten an den Anlagen, beispielsweise für Wartung oder aufgrund Störung, Schaden, Vandalismus, jederzeit problemlos zugängig sein, so dass etwa auch ein Austausch der Maste ohne maßgebliche Beeinträchtigung durch die Bäume oder deren Wurzelwerk erfolgen kann. Jede zusätzliche Leuchtstelle führt wiederum zu einem Konflikt mit einem Baumstandort oder anderen Elementen der Möblierungsachse oder auch Hausanschlussleitungen. Eine Verschiebung dieser Möblierungselemente in Richtung der Gebäude führt neben einem Eingriff in das Blindenleitsystem und einer Einschränkung der Flächen zu einer generell nicht zugelassenen Überbauung der dort verlaufenden Leitungen. Bei einer Verschiebung in Richtung des Zierbands in der Mitte der Kaiserstraße würden die Andienung der umliegenden Einzelhändler eingeschränkt und zudem ebenfalls Leitungen überbaut. Essentielle Feuerwehrzufahrten mit einer Mindestbreite von 5 Meter könnten nicht mehr gewährleistet werden. Das Einfügen zusätzlicher Bäume in Bauabschnitt 2 hätte hier eine dichtere Baumstellung als in Abschnitt 3 zur Folge und würde dem ursprünglichen Baumkonzept widersprechen, da dann auf einen dichten Baumabstand ein noch dichterer und schließlich ein weiter Baumabstand folgen würden. Das Einfügen weiterer Bäume in Abschnitt 3 ist zudem aufgrund des ohnehin schon sehr dichten Abstands der Bäume nicht zu empfehlen. Bei der Entwicklung des neuen Baumkonzeptes war in der ersten Stufe im Jahr 2011 zunächst noch von einer deutlich lockereren Baumstellung ausgegangen worden. Seinerzeit waren insgesamt 66 Bäume in der gesamten Kaiserstraße als Neupflanzung vorgesehen. In die Weiterentwicklung der Planung ist dann bereits eine Erhöhung der Baumanzahl – 11 – eingeflossen. Das Ergebnis ist das abgestimmte Baumkonzept, das insgesamt 86 neue Bäume vorsieht. Somit wurde die erste Konzeption bereits um 20 Baumstandorte erweitert. Die als neue zukunftsfähige Baumart geplanten Zürgelbäume können Kronendurchmesser von 10 bis 15 Meter erreichen. Der geplante Baumabstand ist daher in Bezug auf die Entwicklungsmöglichkeiten der Bäume gut gewählt und sollte nicht unterschritten werden. Die Bäume können mit diesem Baumabstand ihren Habitus gut entfalten und müssen aufgrund der zahlreichen notwendigen weiteren Ausstattungselemente auch nicht regelmäßig zurückgeschnitten werden, um z.B. eine ausreichende Beleuchtung der Straße zu gewährleisten. Auch wird der Straßenraum weiterhin gut durchlüftet und ist dennoch perspektivisch gut beschattet. Die neuen Bäume werden gegenüber den bestehenden Bäumen vermehrt in die Mitte der Kaiserstraße gerückt (circa 1,50m). Der so zukünftig größere Abstand zu den Häuserfronten führt ebenfalls zu einer besseren Entwicklung der Bäume. 3.3 Gesamtfazit für die Planung der Bauabschnitte 2+3 der Neugestaltung Kaiserstraße Für die kommenden Bauabschnitte wird das Einfügen weiterer Baumstandorte aus den unter 3.2 beschriebenen Gründen nicht empfohlen. Die Abstände der Bäume sind bereits optimiert worden und sollten nicht weiter verringert werden. Der Neugestaltung der Kaiserstraße liegen detailliert ausgearbeitete und vor allem abgestimmte Konzepte hinsichtlich Gestaltung und technischer Umsetzung zu Grunde. Beide Konzepte bauen unmittelbar aufeinander auf. Neben den beschriebenen Elementen an der Oberfläche ist vor allem die technische Umsetzbarkeit von Bedeutung. Diese wird unmittelbar vom zur Verfügung stehenden Raum im Untergrund beeinflusst. Jedes Möblierungselement hat neben dem gestalterischen Raum an der Oberfläche einen Platzbedarf für Fundamente und ähnliches im Untergrund. Im Untergrund vorgesehene Leitungsverlegungen, wie beispielweise Leitungen der Gas-, Wasser- und Stromversorgung orientieren sich an der Einteilung der Oberflächen und dem Platzbedarf der einzelnen Elemente an der Oberfläche. Die Verlegung der neuen Leitungen erfolgt dann, gemäß stadtweitem Standard so, dass eine Sanierung ohne Eingriff in die umliegenden Leitungen möglich ist. Daraus resultieren Mindestabstände der Leitungen untereinander, die eine Sanierung ohne Beschädigung anderer Leitungen möglich machen. Zusätzliche Baumstandorte haben daher, neben einem gestalterischen Einfluss, unmittelbare Auswirkungen auf die technische Umsetzung. Jeder neu gepflanzte Baum erhält ein sogenanntes Baumquartier mit einer Abmessung von circa 3 x 3 x 1,5 m (BxHxT). Entsteht durch einen zusätzlichen Baumstandort eine Verschiebung eines Möblierungselements an der Oberfläche, muss, aufgrund des Baumquartiers und der Fundamente, die gesamte Planung im Untergrund umgeordnet werden. Prinzipiell könnten alle Möblierungselemente und Leitungsverlegungen aufgrund des heutigen hohen technischen Standards weitestgehend flexibel verlegt werden. Durch den allerdings nur begrenzt zur Verfügung stehenden Raum im Untergrund sowie die Vielzahl an zu berücksichtigenden Leitungen, Fundamente oder weitere Unterbauten steht kein Raum für Ausweichlösungen zur Verfügung. Die Planungen für die Bauabschnitte 2 und 3 der Neugestaltung Kaiserstraße beruhen auf einem ähnlichen Konzept wie der bereits in der Umsetzung befindliche Bauabschnitt 1. Im Vergleich zum Bauabschnitt 1 werden die Abstände zwischen den Bäumen weiter verringert und betragen beispielsweise auf Höhe der Karlstraße rund 14 – 16 Meter. Im Sinne einer Ausführung der Bauabschnitte 2 und 3 möglichst direkt ab Fertigstellung des Bauabschnitts 1 wird bereits jetzt die Planung der Oberflächen in die technische Planung der Umsetzung überführt. – 12 – Dazu werden derzeit auf Basis der bestehenden Oberflächenplanungen, die Planungen aller Leitungsträger abgefragt. Anschließend werden diese in einen Gesamtplan überführt und auf kleinräumige Konflikte geprüft. Zu einem kleinräumigen Konflikt zählt beispielsweise die Überlagerung eines Telekommunikationsschachtes mit einer darunterliegenden Leitung. Die Integration von zusätzlichen Baumstandorten kann allerdings, aufgrund der Größe des Eingriffs, nicht durch kleinräumige Anpassungen der Planungen erfolgen, sondern macht durch die Vielzahl an Betroffenheiten eine umfangreiche Neuplanung notwendig. Die im Zuge der Freilegung des tatsächlichen Wurzelverlaufs im Bauabschnitt 1 gewonnenen Kenntnisse lassen die Verwaltung und den beteiligten Sachverständigen zu dem Schluss kommen, dass die Umsetzung der bestehenden Planung im Bauabschnitt 1 nicht mit einem Erhalt der bestehenden Bäume vereinbar ist. Da sich an allen ehemaligen Standorten ein ähnliches Bild ergeben hat, können diese Ergebnisse auch auf die noch ausstehenden Bauabschnitte übertragen werden. Aufgrund der unklaren und nicht ausreichend vorab detektierbaren Ausbreitung der Wurzeln bestehen eine Vielzahl an Konfliktpunkten im Untergrund und an der Oberfläche die, aufgrund des beschriebenen limitierten Raums, im Untergrund nicht durch kleinräumige Anpassungen gelöst werden können. Zusätzliche Verschattungsmaßnahmen in Form von Schirmen oder mobilem Grün, wie sie bereits für den Abschnitt 1 laut Gemeinderatsanfrage vom Dezember 2022 zu prüfen sind, wären auch für die Abschnitte 2 und 3 denkbar, wenn die Bäume in der Anfangszeit noch eine geringere Größe haben. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass Finanzmittel für die Unterhaltung und Logistik solcher Elemente zur Verfügung stehen. Die Kaiserstraße ist beidseitig durch Gebäude mit mehreren Stockwerken eingefasst. Durch diese Gebäudehöhe sowie die, im Vergleich zum Marktplatz geringere Breite, erhält die Kaiserstraße bereits heute zumindest tageszeitabhängig mehr Schatten. Die bisherige Prüfung zu mobilem Grün und schattenspendenden Elementen in der Kaiserstraße hat für den ersten Bauabschnitt ergeben, dass das Aufstellen mobiler Begrünungselemente und die technische Umsetzung weiterer Schirmstandorte – neben denen, die für die Außenbewirtung ohnehin umgesetzt werden – zwar möglich sind, die Mittel für deren Unterhaltung und Logistik zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nicht zur Verfügung stehen. Fördergelder aus dem Projekt „City-Transformation“, wie sie für die temporäre Gestaltung des Marktplatzes im Sommer verwendet wurden, stehen für die Kaiserstraße nicht zur Verfügung. Zum jetzigen Zeitpunkt können daher nur die technischen Voraussetzungen für weitere Schirmstandorte geschaffen werden. Eine mögliche Umsetzung der Verschattungs- und Begrünungselemente wird im Weiteren dann von der Finanzierung ihrer Unterhaltung und der Logistik abhängen. Den bisherigen Planungen geht ein langjähriger Abstimmungsverlauf voraus, der sich bis auf Beschlüsse und Abstimmungen aus dem Jahr 2011 zurückführen lässt. Das daraus entstandene Konzept stellt die Abwägung und optimale Abstimmung aller Nutzungsansprüche an eine hochwertige neu gestaltete Kaiserstraße dar. Die Verwaltung kommt daher zu dem Schluss, dass in die bisherigen Planungen keine zusätzlichen Baumstandorte integrierbar sind. Zusätzliche Baumstandorte über die bereits konzeptionell berücksichtigte deutliche Verdichtung hinaus führen zu einer umfangreichen Neuplanung der Oberflächen, der Beleuchtung und Möblierung sowie daran anschließend die Leitungsplanungen. Im Sinne einer zügigen Fertigstellung der Neugestaltung der Kaiserstraße, eines gesunden Baumwachstums, der nachhaltigen Verlegung von Ver- und Entsorgungsleitungen sowie einer Neugestaltung mit hoher Aufenthaltsqualität durch entsprechende Möblierung und einer angemessenen Berücksichtigung vielfältiger Nutzungsansprüche soll daher die bisher zur Umsetzung beschlossene Planung beibehalten werden. Als Ergänzung zum Zürgelbaum werden zwei weitere Baumarten vorgeschlagen.

  • Anlage 2 Bericht GGU
    Extrahierter Text

  • Anlage 5 Stellungnahme Baumartenauswahl
    Extrahierter Text

    Karlsruhe Institute of Technology (KIT) Kaiserstr. 12 76131 Karlsruhe, Germany USt-IdNr. DE266749428 President: Prof. Dr.-Ing. Holger Hanselka Vice Presidents: Prof. Dr. Oliver Kraft, Prof. Dr. Alexander Wanner, Prof. Dr. Thomas Hirth, Prof. Dr. Kora Kristof, Mich LBBW/BW Bank IBAN: DE44 6005 0101 7495 5001 49 BIC/SWIFT: SOLADEST600 LBBW/BW Bank IBAN: DE18 6005 0101 7495 5012 96 BIC /SWIF: SOLADEST600 KIT www.kit.edu KIT | ITAS | Karlstr. 11 | Karlsruhe, Germany Institute for Technology Assessment and Systems Analysis Dr. rer. nat. Somidh Saha Leader ing resilience and reducing trade-offs during forest transformations. KIT-Associate-Fellow at the Faculty of Civil Engi- neering, Geo IUFRO-Vienna Unit 1.01.00 Coordinator - Temper- ate and Boreal Silviculture Karlstr. 11 76133 Karlsruhe, Germany Date:07. September 2023 Antwort auf in Karlsruhe Sehr geehrte Frau Fath, vielen Dank, dass Sie mich um eine Meinung zur Auswahl von Ulmus(Sorte "Rebona"), Celtis occidentalis undFraxinus ornusgebeten haben. Ich stimme Ihrer Auswahl von Ulmusund Celtisvoll und ganz zu. Diese Pflanzen sind an Trockenheit und Hit- Allerdings wurde der Pilz Hymenoscyphus fraxinus, der den Bestand von Fraxinus excelsiorvernichtet hat, vor kurzem auch auf Fraxinus ornus Hymenoscyphus fraxinusFraxinus ornus WuFraxinus ornus hen. Fraxinus ornus zungen im Hinblick auf die Anpassung an den Klimawandel. Gleichzeitig wissen wir nicht, wie sich die Patho- Hymenoscyphus fraxinus Hyme- noscyphus fraxinusauf Fraxinus ornus en. Frau Doris Fath Amtsleiterin Gartenbauamt Gartenbauamt Karlsruhe 76133 Karlsruhe 2 KIT The Research University in the Helmholtz Association www.kit.edu assung an den Klimawandel Mit freu Dr. rer. nat. Somidh Saha

  • Anlage 4 Stellungnahmen Sachverständiger
    Extrahierter Text

    Stadt Karlsruhe Stellungnahme Wurzeldokumentation Standort Kaiserstr. 66 30.05.2023 Anlage 4 1/3 Stellungnahme Wurzelschachtung in der Kaiserstraße Erläuterung zum vorgefundenen Wurzelsystem , am 15.05.2023 haben wir gemeinsam mit weiteren Mitarbeitern des Tiefbau- und Gartenbauamtes der Stadt Karlsruhe ein freigelegtes Wurzelsystem einer Platane in der Kaiserstraße besichtigt. Dabei wurde ersichtlich, dass die gegenständliche Platane in einen Betonring gepflanzt wurde. Datum 30.05.2023 Abbildung: Betonring Im Bereich des Betonringes ist ein „Blumentopfeffekt“ entstanden und die Ausbreitung der Baumwurzeln wird durch die enge Baumscheibe eingeschränkt. Darüber hinaus zeigt die Abbildung, dass die stammnahen Starkwurzeln, Kontaktstellen zur Betonein- fassung aufweisen. Bäume sind in der Lage derartige technische Einbauten in ihr statisches System zu integrieren und in der Folge bildet sich eine stabilisierende Einheit. Eine Entfernung solcher Einbauten, die als Widerlager für Verankerungswurzeln dienen, kann zu einer Reduktion der Standsicherheit führen. 2/3 Auswirkungen bei Wurzelverlusten Die Beschädigung von Wurzeln kann grundlegend in die Bereiche akute- und langfristige Auswirkungen gegliedert werden. 1. Wurzelschäden im statisch wirksamen Wurzelbereich führen zu einer unmittelba- ren Gefährdung der Standsicherheit. Das bedeutet, dass derart geschädigte Bäume über keine ausreichende Verankerungskraft mehr verfügen, um der zu erwartenden Windbelastung widerstehen können - das Versagensrisiko steigt. 2. Die Schadwirkung insbesondere durch den Verlust von Feinwurzeln äußert sich bei wesentlichen Eingriffen erfahrungsgemäß in einer Einschränkung der Was- ser- und Nährstoffversorgung des Gesamtorganismus (physiologische Schwä- chung). Als Folge der auftretenden Mangelsituation ergibt sich eine, von der je- weiligen Schadensintensität abhängige, mehr oder weniger starke Schwächung des Vitalitätszustandes mit entsprechenden Funktionsverlusten des gesamten Baumes. Das ganze Ausmaß der Schäden zeigt sich häufig erst einige Zeit nach dem Schadenseintritt. Während Feinwurzeln ihre Verletzungen jedoch teilweise durch gebildetes Wundgewebe abschotten und sich bei Vorhandensein geeigne- ter Substrate mittelfristig regenerieren können, sind Grob- und Starkwurzeln Abbildung: Wurzelausbreitung Böden im urbanen Bereich weisen durch die anthropogene Beeinflussung andere Boden- eigenschaften auf als Böden am Naturstandort. Daraus entwickeln sich oft Wurzelsysteme die deutlich vom Wuchsbild am Naturstandort abweichen. Im vorliegenden Fall haben sich unter dem Betonring drei Wurzel-Hauptstränge mehr oder weniger parallel zur Kaiserstraße gebildet (rote Pfeile). Es ist davon auszugehen, dass in Trockenzeiten in der beengten Baumscheibe kein pflanzenverfügbares Wasser mehr aufgenommen werden kann. Demzufolge ist zu erwarten, dass diese Wurzelstränge die Wasserversorgung sicherstellen, indem sie aus entfernteren Bodenregionen pflanzenverfügbares Wasser aufnehmen und transportieren. Wie weit und in welche Richtung sich diese Baumwurzeln noch ausbreiten kann nicht prognostiziert werden. Ein Verlust dieser „Versorgungswurzeln“ hätte sehr wahrscheinlich einen Einbruch der Wüchsigkeit zur Folge. 3/3 kaum in der Lage sich nach stärkeren Verletzungen zu revitalisieren. Die end- ständigen Wunden werden unweigerlich durch Schadpilze besiedelt und die ein- setzende Holzzersetzung verleiht den Schäden eine fortschreitende Eigendyna- mik und kann, mit dem Verlust der Standsicherheit (Verkehrssicherheit) in der Zukunft einhergehen. Dieser Prozess ist derzeit mit keinem bekannten Verfahren zu verhindern. Schlussbemerkungen Diese Stellungnahme wurde unparteiisch und unter Berücksichtigung der Fachliteratur sowie dem Stand der Technik und Forschung erstellt. Die gewonnenen Fakten beziehen sich ausschließlich auf den Untersuchungsgegenstand und sind nicht ohne Weiteres auf ähnliche Sachverhalte und/oder auf Bäume gleicher Gattung übertragbar. Die Stellungnahme ist ausschließlich zum Gebrauch des Auftraggebers bestimmt und darf nur in vollständiger Form verwendet werden. Eine Herausnahme von Auszügen oder eine sonst wie geartete Isolierung und/oder Wiedergabe von Textpassagen, die zu einer veränderten Aussage der Stellungnahme führen ist nicht erlaubt. Für diese Stellungnahme gelten die gesetzlichen Bestimmungen des Urheberrechts. Die Fotos wurden mit einer Digitalkamera erstellt und Veränderungen wurden nur zur Verbesserung der Abbildungsleistung (Anpassung der Belichtung, Tonwerte, Schärfe sowie Vergrößerungen) vorgenommen. Gundelsheim, den 30.05.2023 Stadt Karlsruhe Stellungnahme Wurzeldokumentation Standort Kaiserstr. 133, 66a 08.08.2023 Anlage 4 1/6 Stellungnahme Wurzelschachtung in der Kaiserstraße Erläuterung zum vorgefundenen Wurzelsystem , am 15.05.2023 wurde in der Kaiserstraße ein Wurzelstock einer Platane mittels Saugbagger freigelegt und das vorgefundene Wurzelsystem fotografisch dokumentiert. Die Ergebnisse sowie die fachliche Einschätzung wurden in einer Stellungnahme vom 30.05.2023 festgehalten. Aufgrund der Feststellungen wurde der Untersuchungsumfang auf zwei weitere Baumstandorte ausgeweitet. Die Besichtigung und die fotografische Dokumentation des freigelegten Wurzelstockes am 04.07.2023 erfolgte durch . Im Rahmen eines weiteren Ortstermins am 21.07.2023 wurde die Dokumentation durch das Tiefbauamt und den Unterzeichner vorgenommen. Die Ortstermine wurden durch Vertreter des Gartenbau- und Tiefbauamtes der Stadt Karlsruhe begleitet. Wurzelwachstum im Boden Das Wachstum der Wurzeln richtet sich nach nur wenigen Regeln, die in Abhängigkeit der vorhandenen Bodenparameter konsequent eingehalten werden. Dabei folgt die Wurzel oft dem Weg des geringsten Widerstandes, um Energie zu sparen. Darüber hinaus verfügt die Wurzel über Möglichkeiten auf externe Reize zu reagieren. Diese Reaktion äußert sich in einem gezielten Wachstum, zur oder entgegen einer Reizquelle. Gerade die lockeren Bodenbereiche um Rohrleitungen führen dazu, dass die Leitungstrassen häufig intensiv durchwurzelt werden. Datum 28.07.2023 2/6 Freilegung am 04.07.2023 Abbildung: Wurzelausbreitung Die rundliche Form des oberen Wurzelstockbereiches wurde durch die Betoneinfassung verursacht (rote Pfeile). Die Wurzeln haben diese Einfassung quasi „unterwandert“ und sind danach zum Teil wieder auf das vorherige Niveau angestiegen (gelber Pfeil). Die eingebauten Betonringe sind vergleichsweise Massiv und in die Botenmatrix eingebettet. Demnach werden solche Einbauten in das baumstatische System integriert und dadurch die Verankerungskraft hergestellt. Werden nun solche Einbauten im Rahmen einer Standortssanierung entfernt, könnte das eine Reduktion der Standsicherheit auslösen. Abbildung: Wurzeleinwuchs in Leitungstrassen Die lockeren Bodenbereiche begünstigen derartige Einwüchse in die Leitungstrasse. Werden an diesen Stellen die Wurzeln getrennt, kann neben dem Wurzelverlust (siehe unten) eine vermehrte Neubildung von Wurzeln an den Kappstellen eine unerwünschte Interaktion in den Leitungsgräben auslösen. Gerade auch wasserführende Bereiche werden oft intensiv durchwurzelt. Dadurch können Bäume am urbanen Standort oft die Wasserversorgung sicherstellen. Ein Verlust derartiger Wurzeln hat oftmals eine Einschränkung der Wasserversorgung zur Folge. 3/6 Abbildung: Wurzelverformung Die Abbildung zeigt eine Abflachung des Wurzelquerschnittes und Rindenschäden im Bereich der Kontaktstelle zur Beton- einfassung. Diese Symptomatik deutet darauf hin, dass der Betonring einen Beitrag zur Verankerung des Baumes im Boden leistet. Abbildung: Wurzelwachstum Der Großteil der Wurzeln orientiert sich in Richtung der Leitungsgräben. Grund- sätzlich kann festgehalten werden, dass Schäden an Bäumen wahrscheinlicher werden, je näher sich die baulichen Eingriffe am Baumstandort befinden. In Verbindung mit der Dauer der Baustelle steigt zugleich auch die Wahrscheinlichkeit für direkte oder indirekte Schäden. 4/6 Freilegung am 21.07.2023 Die Fotodokumentation wurde durch das Tiefbauamt übernommen. Der Unterzeichner konnte die Freilegung der Wurzeln in Augenschein nehmen. Zwar wurde eine geringere Durchwurzelung festgestellt, jedoch zeigt sich auch hier, dass sich die Baumwurzeln in Richtung der Leitungsgräben bzw. Wasserschächte orientieren. Abbildung: Wurzelausbreitung Die Baumwurzeln wachsen auch hier in die Richtung der Leitungsgräben. Allerdings ist die Durchwurzelung deutlich geringer. Eine Starkwurzel (roter Pfeil) zeigt bereits erkennbare Zersetzungserscheinungen, die durch holzabbauendende Pilze verursacht werden. Sehr wahrscheinlich handelt es sich bei der Starkwurzel um die Überreste eines älteren Baumes, der in der Vergangenheit durch eine Nachpflanzung ersetzt wurde. 5/6 Auswirkungen bei Wurzelverlusten Durchtrennung stammferner Wurzeln Stammnahe Durchtrennung von Wurzeln Abbildung: Auswirkung bei einer stammfernen Durchtrennung Die Durchtrennu ng von Wurzeln in größerer Entfernung vom Stamm kann zwar zu ausgedehnten Fäulen im zentralen Bereich des Holzzylinders führen. Diese erreichen jedoch meist nicht den Wurzelstock und verursachen nur in wenigen Fällen eine Destabilisierung des Baumes. In einem solchen Falle können Versorgungsprobleme in den Vordergrund treten, die sich oft in der Krone feststellen lassen. Abbildung: Auswirkung bei einer stammnahen Durchtrennung In den jüngeren Jahrringen im Außenbereich des Holzzylinders befinden sich bei allen Gehölzen hohe Anteile parenchymatischer Zellen, die chemisch auf Verletzungen reagieren können und dadurch die Ausbreitung von Pathogenen im Holzkörper verhindern (Abschottung). Im inneren Bereich des Holzkörpers befinden sich je nach Baumart und Wurzeldicke nur noch wenige oder keine lebenden Zellen mehr und damit ist dieser Bereich physiologisch inaktiv. Das bedeutet, dass die Abschottungsprozesse deutlich eingeschränkt sind oder nicht stattfinden und folglich sich Pathogene (Pilze) ungehindert ausbreiten können. Da jedoch der zentrale Holzzylinder in den Zentralbereich des Stammes übergeht, können sich Schadpilze im Laufe der Zeit weiter Ausbreiten und den Stockbereich erreichen. So entsteht eine destabilisierende Wirkung oft erst nach vielen Jahren. 6/6 Schlussbemerkungen Diese Stellungnahme wurde unparteiisch und unter Berücksichtigung der Fachliteratur sowie dem Stand der Technik und Forschung erstellt. Die gewonnenen Fakten beziehen sich ausschließlich auf den Untersuchungsgegenstand und sind nicht ohne Weiteres auf ähnliche Sachverhalte und/oder auf Bäume gleicher Gattung übertragbar. Die Stellungnahme ist ausschließlich zum Gebrauch des Auftraggebers bestimmt und darf nur in vollständiger Form verwendet werden. Eine Herausnahme von Auszügen oder eine sonst wie geartete Isolierung und/oder Wiedergabe von Textpassagen, die zu einer veränderten Aussage der Stellungnahme führen ist nicht erlaubt. Für diese Stellungnahme gelten die gesetzlichen Bestimmungen des Urheberrechts. Die Fotos wurden mit einer Digitalkamera erstellt und Veränderungen wurden nur zur Verbesserung der Abbildungsleistung (Anpassung der Belichtung, Tonwerte, Schärfe sowie Vergrößerungen) vorgenommen. Neckarsteinach, den 28.07.2023 Stadt Karlsruhe Stellungnahme Wurzeldokumentation Fazit für Bauabschnitt 1 08.08.2023 Anlage 4 1/4 Stellungnahme Wurzelschachtung in der Kaiserstraße Ergänzung zur Stellungnahme vom 27.07.2023 Sehr geehrte Damen und Herren, das Tiefbauamt hat gebeten zur potenziellen Umsetzung des geplanten Bauvorhabens, insbesondere zur folgenden Fragestellung Bezug zu nehmen: „Ob ein Aushub auf die Tiefe von 88cm/60cm ohne Schädigung der Wurzel erfolgen könnte und ob eine Verlegung des Pflasteraufbaus mit einer Stärke von rund 40cm bis an den Baum möglich wäre.“ Die DIN 18920 „Vegetationstechnik im Landschaftsbau – Schutz von Bäumen, Pflanzbeständen und Vegetationsflächen bei Baumaßnahmen“ formuliert: „Bei Bau- und Instandhaltungsarbeiten besteht die Gefahr, dass Pflanzen und ihre Lebensbereiche beeinträchtigt oder geschädigt werden (...).“ Eingriffe in den durchwurzelbaren Raum können Baumwurzeln derart schädigen, dass u. U. die Verkehrssicherheit (Standsicherheit) nicht mehr gewährleistet ist und/oder die Vitalität des betroffenen Baumes beeinträchtigt wird. Nach meiner Kenntnis soll der Aushub um den gesamten Wurzelraum herum und bis zur o. g. Tiefe stattfinden. Ein solcher Eingriff ohne Wurzelverletzungen oder -verlust, ist meines Erachtens jedoch nicht zu realisieren. Selbst der Einsatz eines Saugbaggers, mit dem grundsätzlich wurzelschonende Grabarbeiten möglich sind, werden Schäden im bestimmten Ausmaß verursacht. Datum 08.08.2023 2/4 Abbildung: Wurzelwachstum In der Stellungnahme vom 28.07.2023 wurde beschrieben, dass Wurzeln Hindernisse „unterwandern“ können und danach oft wieder in die oberen Bodenschichten ansteigen. Dieser Sachverhalt kollidiert hier mit der o. g. Fragestellung. In der Praxis werden bei Bauarbeiten Wurzeln zwar öfters umgebettet (in tiefere Bodenschichten verlegt). Allerdings handelt es sich dabei um schwächere, flexible Wurzeln. Bei der gegenständlichen Platane handelt es sich jedoch um verholzte Starkwurzeln, bei der solche Umbettungsmaßnahmen nur schwer realisierbar sind. Abbildung: Grabarbeiten Diese Abbildung zeigt eine Durchwurzelung in alle Richtungen. Der bereits beschriebene Betonring wurde hier entfernt. Der Planung nach, soll jedoch die Betoneinfassung verbleiben und der Aufbau des Oberbodens bis in die Nähe der Stamm- bzw. Wurzelanläufe verlegt werden. Dazu, und für die Neuanlage der Leitungen, muss für den Unterbau der erforderliche Aushub erfolgen. Das bedeutet, dass der Wurzelbereich außerhalb des Betonringes freigelegt wird. Da hierbei der Erdkörper um die verankerungsrelevanten Starkwurzeln entfernt wird, muss trotz des stabilisierenden Betonringes mit einer Einschränkung der Standsicherheit gerechnet werden. 3/4 Abbildung: Einschnürung durch die Randeinfassung Diese Abbildung zeigt, dass durch den Betonring das Dickenwachstum des Baumes lokal begrenz wird. Oberhalb und unterhalb findet weiterhin Dickenwachstum statt. Im Extremfall kann aber das Dickenwachstum an dieser Stelle beeinträchtigt werden, dass in der Folge eine Art Einschnürung entsteht. Im Bereich einer Einschnürung ist der tragende Querschnitt geringer und die Spannung im Holzkörper steigt bei einer Belastung an dieser Stelle an. Langfristig kann so eine geringere Belastbarkeit des Holzkörpers entstehen. Darüber hinaus kann die eingeschlossene Rinde an den Kontaktstellen absterben. Es entstehen dadurch sog. Eintrittspforten für Holzfäuleerreger. Strukturelle Mängel werden jedoch häufig durch oberflächennahe Wurzeln verschleiert, die eine volle Versorgung der Krone sicherstellen. Die vitalen Bäume würden demnach keine Anzeichen einer ausgeprägten Schädigung anzeigen. Abflachung des Querschnittes 4/4 Schlussbemerkungen Diese Stellungnahme wurde unparteiisch und unter Berücksichtigung der Fachliteratur sowie dem Stand der Technik und Forschung erstellt. Die gewonnenen Fakten beziehen sich ausschließlich auf den Untersuchungsgegenstand und sind nicht ohne Weiteres auf ähnliche Sachverhalte und/oder auf Bäume gleicher Gattung übertragbar. Die Stellungnahme ist ausschließlich zum Gebrauch des Auftraggebers bestimmt und darf nur in vollständiger Form verwendet werden. Eine Herausnahme von Auszügen oder eine sonst wie geartete Isolierung und/oder Wiedergabe von Textpassagen, die zu einer veränderten Aussage der Stellungnahme führen ist nicht erlaubt. Für diese Stellungnahme gelten die gesetzlichen Bestimmungen des Urheberrechts. Die Fotos wurden mit einer Digitalkamera erstellt und Veränderungen wurden nur zur Verbesserung der Abbildungsleistung (Anpassung der Belichtung, Tonwerte, Schärfe sowie Vergrößerungen) vorgenommen. Neckarsteinach, den 08.08.2023 Stadt Karlsruhe Stellungnahme Wurzeldokumentation Standort Kaiserstr. 135 29.08.2023 Anlage 4 1/4 Stellungnahme Wurzelschachtung in der Kaiserstraße Stellungnahme zu einem weiteren Baumstandort auf Höhe des McDonald ́s Sehr geehrte Damen und Herren, am o.g. Standort wurde ein weiteres Wurzelsystem einer Platane mittels Saugbagger freigelegt. Im Rahmen eines Ortstermins wurden die Baumwurzeln in Augenschein genommen und fotografisch dokumentiert. Die rundliche Form der Baumscheibe ist durch den Betonring entstanden, der infolge der Grabarbeiten entfernt wurde. Dabei zeigt sich, dass die Ausbreitung der Wurzeln einem vergleichbaren Muster folgt, wie bei den untersuchten Baumstandorte zuvor (siehe hierzu die Stellungnahme vom 30.05., 27.07. & 08.08.2023). Auch hier hat sich innerhalb des Betonringes ein dichtes Feinwurzelgeflecht gebildet. Die Starkwurzeln haben den Ring unterwandert und sich anschließend horizontal ausgebreitet. An einigen Wurzeln war wiederum eine Abflachung des Querschnittes festzustellen. Im Zuge der weiteren Entwicklung haben die Baumwurzeln Leitungsgräben sowie Kanalschächte erschlossen. Dieses Wachstum stellt am urbanen Standort eine typische Ausbreitungsstrategie dar. Zum einen besteht durch das Sandbett in den Leitungstrassen ein geringerer Widerstand und andererseits findet sich dort in der Regel ein höherer Grobporenanteil, der eine bessere Luftversorgung ermöglicht und folglich die Wurzelausbreitung begünstigt. In einer E-Mail vom Tiefbauamt am 23.08.2023 wurde dem Unterzeichner mitgeteilt, dass bei allen vier untersuchten Baumstandorten kaum tiefreichende Wurzeln festgestellt wurden und sich das Wurzelsystem eher in die Breite orientiert. Datum 29.08.2023 2/4 Diese Morphologie des Wurzelsystems ist am urbanen Standort durchaus arttypisch. Generell können Wurzelsysteme einer Baumart extremen Abweichungen unterliegen. Die Platane wird als „Herzwurzler“ beschrieben. Diese Wurzelsysteme sind in der Lage auch tiefere Bodenbereiche zu erschließen. Allerdings müssen dafür auch die bodenphysikalischen Voraussetzungen (z. B. Luft & Wärme) vorliegen, sodass Wurzeln in den unteren Bodenschichten wachsen können. Solche Böden finden sich daher meist am natürlichen Baumstandort. Für Bäume wird der urbane Bereich allerdings als extremer Standort bezeichnet. Durch die anthropogen verursachten Veränderungen werden Bodenverhältnisse geschaffen, die eine natürliche bzw. genetisch bedingte Ausformung des Wurzelsystems stark beeinflussen können. Dadurch entstehen zum Teil große Abweichungen des baumtypischen Wurzelsystems. Im vorliegenden Fall ist das Wurzelwerk der Platanen als standortstypisch zu bezeichnen. Falls eine Tiefendurchwurzelung aufgrund der Bodenparameter nicht möglich ist, wird eine seitliche Ausbreitung der Baumwurzeln favorisiert. Abbildung: Wurzelsystem Baum 4 Standortstypische Ausbreitung des Wurzelsystems 3/4 Abbildung: Wurzelwachstum Diese Baumwurzeln haben den Betonring unterwandert und sich anschließend in Richtung der oberen Bodenschichten und eines Kanalschachtes orientiert. Abbildung: Wurzelausbreitung Wurzeln am urbanen Standort erschließen häufig Leitungsgräben sowie Kanal- schächte. 4/4 Schlussbemerkungen Diese Stellungnahme wurde unparteiisch und unter Berücksichtigung der Fachliteratur sowie dem Stand der Technik und Forschung erstellt. Die gewonnenen Fakten beziehen sich ausschließlich auf den Untersuchungsgegenstand und sind nicht ohne Weiteres auf ähnliche Sachverhalte und/oder auf Bäume gleicher Gattung übertragbar. Die Stellungnahme ist ausschließlich zum Gebrauch des Auftraggebers bestimmt und darf nur in vollständiger Form verwendet werden. Eine Herausnahme von Auszügen oder eine sonst wie geartete Isolierung und/oder Wiedergabe von Textpassagen, die zu einer veränderten Aussage der Stellungnahme führen ist nicht erlaubt. Für diese Stellungnahme gelten die gesetzlichen Bestimmungen des Urheberrechts. Die Fotos wurden mit einer Digitalkamera erstellt und Veränderungen wurden nur zur Verbesserung der Abbildungsleistung (Anpassung der Belichtung, Tonwerte, Schärfe sowie Vergrößerungen) vorgenommen. Neckarsteinach, den 29.08.2023

  • Präsentation Bäume in der_Kaiserstrasse
    Extrahierter Text

    Neugestaltung Kaiserstraße Stadt Karlsruhe @ Mettler Landschaftsarchitektur © mach:idee, R. Mach Neugestaltung Kaiserstraße Baumkonzept © Stadt Karlsruhe | Gartenbauamt, Tiefbauamt227.09.2023 Ritterstraßebis Marktplatz und Marktplatzbis Adlerstraße:circa 27 bis 33 Meter 1 Waldstraßebis Ritterstraße und Adlerstraßebis Kronenstraße: circa 18 bis 21 Meter 2 Karlstraße bisWaldstraße und Kronenstraßebis Waldhornstraße: circa 14 bis 16 Meter 3 112233 © Stadt Karlsruhe / Mettler Landschaftsarchitekten Neugestaltung Kaiserstraße Baumkonzept 27.09.2023© Stadt Karlsruhe | Gartenbauamt, Tiefbauamt3 Zürgelbaum Rebona-Ulme Blumenesche © Stadt Karlsruhe / Mettler Landschaftsarchitekten Neugestaltung Kaiserstraße Baumkonzept Bisheriger Bestand: 48 Platanen, davon 4 gefällt 44Platanen im Bestand Planung: 86 neue Bäume (Zürgelbaum, Rebona-Ulme, Blumenesche) Das Baumkonzept sieht eine dichter werdende Baumstellung vor. (vom Marktplatz aus gesehen, jeweils in Richtung Osten und Westen) 427.09.2023© Stadt Karlsruhe | Gartenbauamt, Tiefbauamt Neugestaltung Kaiserstraße Geplante Baumarten 5 Rebona-Ulme Ulmus Rebona Charakteristik resistent gegen Ulmenkrankheit durch schnelles Wachstum und dichte Krone auch für Brutvögel geeignet wird von heimischen Tag-und Nachtfaltern angenommen nicht invasiv 27.09.2023© Stadt Karlsruhe | Gartenbauamt, Tiefbauamt Quelle: Wikipedia, Photo by Ronnie Nijboer- Ronnie Nijboercollection, CC0 Neugestaltung Kaiserstraße Geplante Baumarten 6 Blumenesche Fraxinus ornus Charakteristik Bienenweide, wird auch von vielen anderen Insekten genutzt und auch von Brutvögeln sowie Fledermäusen angenommen trockenheits- und hitzeverträglich bislang kein Befall von Eschentriebsterben in Deutschland bekannt im urbanen Raum nicht invasiv 27.09.2023© Stadt Karlsruhe | Gartenbauamt, Tiefbauamt © Gartenbauamt, Nothhelfer Neugestaltung Kaiserstraße Geplante Baumarten 7 Zürgelbaum Celtisaustralis Charakteristik grüne, unauffällige Blüte im April/Mai Bienennährpflanze (Schmetterlinge, Falter) dornenlos schwarzrote Steinfrüchte (etwa ein Zentimeter) gelbe Blattfärbung trockenheitsverträglich nicht invasiv 27.09.2023© Stadt Karlsruhe | Gartenbauamt, Tiefbauamt © Gartenbauamt, Weindel Neugestaltung Kaiserstraße Untersuchung der Wurzelbereiche gefällter Platanen untersuchte Bereiche: Kaiserstraße 66, 66a, 135, 133, Kaiserstraße 52 bis Adlerstraße 12 Auftrag an Büro GGU für Georadaruntersuchungen Auftrag an Baum-Sachverständigenbüro Sascha Jillich 8© Stadt Karlsruhe | Gartenbauamt, Tiefbauamt27.09.2023 Neugestaltung Kaiserstraße Georadaruntersuchungen Georadarmessungen am 28. März 2023 an insgesamt fünf Standorten Übermittlung von Ergebnisplänen mit Angabe von bisher bekannten und unbekannten Leitungen und Lage von Wurzeln oder mutmaßlichen Wurzeln Überprüfung der Ergebnispläne des Georadars durch Aufgrabung an einem Wurzelstandort am 15. Mai 2023 27.09.2023© Stadt Karlsruhe | Gartenbauamt, Tiefbauamt9 Neugestaltung Kaiserstraße Georadarmessungen | Befahren der Fläche im Raster 27.09.2023© Stadt Karlsruhe | Gartenbauamt, Tiefbauamt10 © GGU Neugestaltung Kaiserstraße 27.09.2023© Stadt Karlsruhe | Gartenbauamt, Tiefbauamt11 Ergebnis Vielzahl an Diffraktionen im Untergrund geortet (Beugung oder Diffraktionist die Ablenkung von Wellen an einem Hindernis) Ursache für Diffraktionen zum Beispiel durch Leitungen, Baumwurzeln oder ähnliches Großteil der Leitungen konnte auf Grundlage der Leitungspläne verifiziert werden zusätzlich weitere Leitungen vorhanden, die nicht im Leitungsplan verzeichnet waren für die Bewertung der Wurzelverläufe wurden ausschließlich Diffraktionen verwendet, die nicht einer Leitung zugeordnet werden konnten Georadarmethode alleine nicht valide © GGU Neugestaltung Kaiserstraße 27.09.2023© Stadt Karlsruhe | Gartenbauamt, Tiefbauamt12 LeitungenWurzelnWurzeln und Leitungen © GGU Neugestaltung Kaiserstraße Ergebnis Georadar 27.09.2023© Stadt Karlsruhe | Gartenbauamt, Tiefbauamt13 in Leitungsplänen vorhandene Leitungen wurden mit Georadar erfasst (Lage teils abweichend) in Leitungsplänen bisher nicht vorhandene Leitungen wurden mit Georadar weitgehend erfasst Hauptwurzeln konnten mit Georadar erfasst werden die Lage der Nebenwurzeln wurde nur teilweise erfasst einzelne Diffraktionen wurden zu Wurzeln zusammengefasst, die in Realität nicht existieren (Beugung oder Diffraktionist die Ablenkung von Wellen an einem Hindernis) wesentliche Verteilung der Wurzeln konnte gut wiedergegeben werden Leitungen und Wurzeln, die direkt miteinander verbunden waren oder ineinanderliefen konnten mit Georadar nicht getrennt werden (Auflösung des Verfahrens reicht nicht aus) in einigen Fällen verdecken oben liegende Strukturen tiefer liegende Objekte Georadarmethode alleine ist nicht valide Neugestaltung Kaiserstraße Freilegung Wurzelstöcke 27.09.2023© Stadt Karlsruhe | Gartenbauamt, Tiefbauamt14 Kaiserstraße 66 Beseitigung des Bodens im Wurzelbereich mit einem Saugbagger Ortbetonkranz ist erkennbar, Höhe etwa 60 Zentimeter Baum wurde sehr dicht an Leitungen gepflanzt (Hausanschlüsse) Neugestaltung Kaiserstraße Wurzeldokumentation 27.09.2023© Stadt Karlsruhe | Gartenbauamt, Tiefbauamt15 Blumentopfeffekt (Betonkranz): Ausbreitung der Wurzeln wurde durch die enge Baumscheibe eingeschränkt stammnahe Starkwurzeln wiesen Kontaktstellen zur Betoneinfassung auf Starkwurzeln sind unter dem Betonkranz nach außen weitergewachsen Entfernung der Einbauten (Ortbetonkranz als Widerlager) und/oder Kappung der Starkwurzeln (Haltewurzeln) kann zur Reduktion der Standsicherheit führen Neugestaltung Kaiserstraße Freilegung Wurzelstöcke 27.09.2023© Stadt Karlsruhe | Gartenbauamt, Tiefbauamt16 Starkwurzeln sind unter dem Ortbetonkranz weitergewachsen Baumabstand zu Leitungen nicht regelkonform Baum auf Leitung Neugestaltung Kaiserstraße Wurzelverlauf 27.09.2023© Stadt Karlsruhe | Gartenbauamt, Tiefbauamt17 Kaiserstraße 66, schematisch dargestellt Wurzel unter Gasleitung Wurzelverlauf unter Wasserleitung Wurzel in Leerrohr gewachsen © Stadt Karlsruhe, Tiefbauamt Neugestaltung Kaiserstraße Leitungsgraben 27.09.2023© Stadt Karlsruhe | Gartenbauamt, Tiefbauamt18 Wurzeleinwuchs in Leitungsgraben Luft- und wasserdurchlässiger Bereich wird bevorzugt von Wurzel genutzt Kappung von Wurzeln hat Einfluss auf Wasserversorgung des Baumes und dessen Statik (insbesondere Kappung von Haltewurzeln bei Schrägstand der Bäume) auch gut wasserversorgte Bäume können Probleme in der Standsicherheit haben Holzzersetzende Pilze wirken langsam und unsichtbar! Neugestaltung Kaiserstraße Auswirkungen bei Wurzelverlusten 1927.09.2023 im statisch wirksamen Bereich führen Wurzelschäden zur Gefährdung der Standsicherheit Verlust von Feinwurzeln bedeutet Einschränkungen der Wasser- und Nährstoffversorgung Schwächung des Vitalitätszustandes Ausmaß der Schäden zeigt sich häufig erst einige Zeit nach Schadenseintritt Feinwurzeln können sich mittelfristig regenerieren Grob-und Starkwurzeln können sich kaum revitalisieren Besiedlung mit Schadpilzen, die zur Holzzersetzung führen Gefährdung der Verkehrssicherheit © Stadt Karlsruhe | Gartenbauamt, Tiefbauamt Neugestaltung Kaiserstraße Leitungsquerschnitt © Stadt Karlsruhe | Gartenbauamt, Tiefbauamt2027.09.2023 Bestand Bestand Alt-Neu Alt-Neu Neu Neu Alt-Neu Alt-Neu Neu Schnitt Kaiserstraße 66 bis 133 – Leitung Wasserversorgung (Bestand/Neu/Hausanschlüsse) – Leitung Gasversorgung (Bestand/Neu/Hausanschlüsse) – Leitung Stromversorgung – Leitungen Beleuchtung (Bestand/Neu/Hausanschlüsse) – Leitungen Telekommunikation – Leitungen Entwässerung © Stadt Karlsruhe, Tiefbauamt Neugestaltung Kaiserstraße Leitungsquerschnitt Überlagerung © Stadt Karlsruhe | Gartenbauamt, Tiefbauamt2127.09.2023 Bestand Bestand Alt-Neu Alt-Neu Neu Neu Alt-Neu Alt-Neu Neu Freigelegter Wurzelbereich Schnitt Kaiserstraße 66 bis 133 Freigelegter Wurzelbereich – Leitung Wasserversorgung (Bestand/Neu/Hausanschlüsse) – Leitung Gasversorgung (Bestand/Neu/Hausanschlüsse) – Leitung Stromversorgung – Leitungen Beleuchtung (Bestand/Neu/Hausanschlüsse) – Leitungen Telekommunikation – Leitungen Entwässerung © Stadt Karlsruhe, Tiefbauamt Wurzelausbreitung im kompletten Leitungsbereich (60 bis 150 Zentimeter) Leitungsinfrastruktur muss größtenteils erneuert und gleichzeitig müssen Bestandsleitungen während Bau aufrechterhalten werden, somit großer Raumbedarf in der Fläche Neubauquerschnitt ist knapp 90 Zentimeter stark und reicht dadurch in den Wurzelbereich, somit großer Raumbedarf in der Tiefe Bei Beachtung der aktuellen technischen Regelwerke, mit Mindestabständen zwischen Baum und Leitungen sowie zwischen den Leitungen untereinander, ist mit Umsetzung der Planung ein Eingriff in den Wurzelraum nicht vermeidbar . Neugestaltung Kaiserstraße Bautechnische Aspekte © Stadt Karlsruhe | Gartenbauamt, Tiefbauamt2227.09.2023 Neugestaltung Kaiserstraße Baumquartiere Neubau © Stadt Karlsruhe | Gartenbauamt, Tiefbauamt2327.09.2023 Günstige Voraussetzungen Leitungsfreiheit innerhalb Baumquartier Wurzelausbreitung in unkritische Bereiche (Ausbildung in die Tiefe) Keine Verdichtung des Wurzelraums Bewässerung und Baumsubstrat Grafik: © HUMBERG GmbH Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit @ Mettler Landschaftsarchitektur© mach:idee, R. Mach Neugestaltung Kaiserstraße Flächeneinteilung Kaiserstraße: Beispiel 25 Sondernutzungsfläche Möblierungsachse Sondernutzungsfläche Möblierungsachse Sondernutzungsfläche Sondernutzungsfläche Zierband 27.09.2023© Stadt Karlsruhe | Gartenbauamt, Tiefbauamt Neugestaltung Kaiserstraße Konflikte an der Oberfläche 26 Beleuchtungsmasten Bürgervitrine Bank Mülleimer LitfaßsäuleFahrradständer Blindenleitsystem 27.09.2023© Stadt Karlsruhe | Gartenbauamt, Tiefbauamt Neugestaltung Kaiserstraße Konflikte im Untergrund 27 Bereich Stromleitungen, Datenleitung, Beleuchtung, ... Bereich Stromleitungen, Datenleitung, Beleuchtung, ... Bereich Gas-, Wasser, Entwässerungsleitung 27.09.2023© Stadt Karlsruhe | Gartenbauamt, Tiefbauamt