Solarradweg für Durlach

Vorlage: 2023/0737
Art: Antrag
Datum: 26.06.2023
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Tiefbauamt
Erwähnte Stadtteile: Durlach

Beratungen

  • Ortschaftsrat Durlach (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 13.09.2023

    TOP: 6

    Rolle: Kenntnisnahme

    Ergebnis: Kenntnisnahme

Zusätzliche Dateien

  • TOP 6 Antrag - Solarradweg für Durlach
    Extrahierter Text

    Antrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier B‘90/DIE-GRÜNEN-OR-Fraktion eingegangen am: 25.06.2023 Vorlage Nr.: 2023/0737 Verantwortlich: Dez. 6 Dienststelle: TBA Solarradweg für Durlach Gremium Termin TOP ö nö Ortschaftsrat Durlach 13.09.2023 6 x Die Stadt Freiburg hat vorgemacht, dass Fahrradwege mit Solarzellen überdacht werden können, so wie das für Parkplätze geplant ist. Da der Untergrund des Fahrradwegs zwischen Durlach und Karlsruhe in einem schlechten Zustand ist (siehe Antrag der Grünen vom 18.04.2021) und eine Sanierung dringend erwünscht, ließen sich hier mehrere Probleme zugleich lösen: ein sicherer PV Ertrag, da der Weg die Durlacher Allee entlang nicht beschattet ist, sowie eine Erneuerung und Beschattung des Radweges, der im Sommer extremer Hitze ausgesetzt ist. Antrag Die Stadtverwaltung möge a) den Radweg zwischen Durlach und Karlsruhe Stadteingang auf beiden Seiten sanieren, indem er mit einer einheitlichen Oberfläche mit geringem Rollwiderstand versehen wird. b) diesen Radweg (ganz oder teilweise) mit aufgeständerter Photovoltaik überdachen. unterzeichnet von: Sonja Klingert und die Fraktion B90/Die Grünen im OR Durlach

  • TOP 6 Stellungnahme - Solarradweg für Durlach
    Extrahierter Text

    Stellungnahme zum Antrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier B‘90/DIE-GRÜNEN-OR-Fraktion eingegangen am: 25.06.2023 Vorlage Nr.: 2023/0737 Verantwortlich: Dez. 6 Dienststelle: TBA Solarradweg Durlach Gremium Termin TOP ö nö Ortschaftsrat Durlach 13.09.2023 6 x Kurzfassung Der Geh- und Radweg entlang der Durlacher Allee befindet sich in einem verhältnismäßig guten Zustand. Haushaltsmittel für eine Sanierung stehen mittelfristig nicht zur Verfügung. Ebenfalls bietet sich der Geh- und Radweg aufgrund der Lage und dem Verlauf entlang der B 10 nicht an, diesen mit Solarmodulen zu überdachen. Die Stadtverwaltung sieht den Antrag als erledigt an und prüft bei zukünftigen Radverkehrsmaßnahmen, ob eine Solarüberdachung möglich ist. Finanzielle Auswirkungen Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen | Erträge (Zuschüsse und Ähnliches) Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatorischen Kosten abzüglich Folgeerträge und Folgeeinsparungen) Ja ☐ Nein ☒ Haushaltsmittel sind dauerhaft im Budget vorhanden Ja ☐ Nein ☐ Die Finanzierung wird auf Dauer wie folgt sichergestellt und ist in den ergänzenden Erläuterungen auszuführen: ☐ Durch Wegfall bestehender Aufgaben (Aufgabenkritik) ☐ Umschichtungen innerhalb des Dezernates ☐ Der Gemeinderat beschließt die Maßnahme im gesamtstädtischen Interesse und stimmt einer Etatisierung in den Folgejahren zu. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☐ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☐ Ja ☐ Korridorthema Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) Nein ☐ Ja ☐ durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☐ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – a) Die Stadtverwaltung möge den Radweg zwischen Durlach und Karlsruhe Stadteingang auf beiden Seiten sanieren, indem er mit einer einheitlichen Oberfläche mit geringem Rollwiderstand versehen wird Der Geh- und Radweg entlang der Durlacher Allee befindet sich noch in einem verhältnismäßig guten Zustand und wird durch das Tiefbauamt in regelmäßigen Abständen kontrolliert und in einem verkehrssicheren Zustand gehalten. Die Baukosten einer Sanierung würden sich auf circa 1.000.000 Euro - 1.500.000 Euro belaufen. Ein entsprechendes Budget ist aufgrund der aktuellen Haushaltslage nicht vorhanden. Sollte die Planung für eine Sanierung des Geh- und Radweges begonnen werden, müssen andere, derzeit in der Planung befindliche Radverkehrsmaßnahmen zunächst zurückgestellt werden. b) Diesen Radweg (ganz oder teilweise) mit aufgeständerter Photovoltaik überdachen Der Geh- und Radweg entlang der Durlacher Allee bietet sich aus verkehrlichen und wirtschaftlichen Gründen nicht an, um diesen mit Solarmodulen zu überdachen. Der Radweg verläuft parallel zur B 10, über drei Brückenbauwerke (Autobahn und DB-Gleise) die sich nicht im Eigentum der Stadt Karlsruhe befinden und führt über die Zu- und Abfahrten der Autobahn. Dies hat zur Folge, dass die Solarüberdachungen regelmäßig unterbrochen werden müssten oder auf den Brückenbauwerken gar nicht installiert werden könnten und somit zahlreiche Trafostationen/Verteilerkästen notwendig würden. Insbesondere im Bereich der Anschlussstelle Karlsruhe Mitte wären aufgrund freizuhaltender Sichtdreiecke kaum eine sinnvoll zusammenhängende und somit wirtschaftliche Solarüberdachung möglich. Des Weiteren muss die Solarüberdachung aufgrund des erhöhten Pkw- und Schwerlastverkehrs durch Schutzplanken gesichert werden. Hinzu kommt, dass der getrennte Geh- und Radweg entlang der Durlacher Allee bereits heute größtenteils Mindestmaße aufweist. Bei der Errichtung der Unterkonstruktion für die Solarmodule müssten weitere 50 cm je Seite des Geh- und Radweges als Sicherheitstrennstreifen entfallen. Ebenfalls muss die Solarüberdachung zusätzlich beleuchtet werden, da die Solarmodule eine Ausleuchtung durch die Straßenbeleuchtung verhindern beziehungsweise verschlechtern. Auch eine Reinigung, der Winterdienst und zukünftige Unterhaltungsarbeiten am Geh- und Radweg wären durch die Überdachung erschwert und könnten nicht maschinell ausgeführt werden oder haben zur Folge, dass die Solarüberdachungen während notwendigen Bauarbeiten an der Geh- und Radweg Oberfläche abgebaut werden müssen. Aufgrund der genannten Gründe ist aus Sicht der Verwaltung vom Vorschlag, den Geh- und Radweg entlang der Durlacher Allee mit Solarmodulen zu überdachen, abzusehen. Bei zukünftigen Radwegmaßnahmen soll jedoch bereits im Zuge der Vorplanung die Möglichkeit einer Solarüberdachung geprüft werden. Zu klären wäre dann auch die Frage der Kostenträgerschaft für Investition und Unterhaltung sowie die Übernahme der Solaranlage als Betreiber. Das Beispiel Freiburg zeigt, dass es hierzu weitere Projektpartner bedarf und ein kostengünstiger Baustandard noch nicht existiert.