Beteiligung der Stadt Karlsruhe an rechtlich selbständigen wirtschaftlichen Unternehmen, Eigenbetrieben und Stiftungen; Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022

Vorlage: 2023/0679
Art: Informationsvorlage
Datum: 15.06.2023
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Stadtkämmerei
Erwähnte Stadtteile: Daxlanden, Durlach, Grötzingen, Grünwettersbach, Hohenwettersbach, Knielingen, Neureut, Oberreut, Palmbach, Rintheim, Stupferich, Wolfartsweier

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 19.09.2023

    TOP: 14

    Rolle: Kenntnisnahme

    Ergebnis: Kenntnisnahme

Zusätzliche Dateien

  • Informationsvorlage
    Extrahierter Text

    Informationsvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2023/0679 Verantwortlich: Dez. 4 Dienststelle: Stk. Beteiligung der Stadt Karlsruhe an rechtlich selbständigen wirtschaftlichen Unternehmen, Eigenbetrieben und Stiftungen; Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 Beratungsfolge dieser Vorlage Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Hauptausschuss 12.09.2023 11 x Gemeinderat 19.09.2023 14 x Information (Kurzfassung) Der Gemeinderat nimmt - nach Vorberatung im Hauptausschuss – von dem Beteiligungsbericht 2022 Kenntnis. Finanzielle Auswirkungen Ja ☐ Nein ☒ ☐ Investition ☐ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☐ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☒ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☒ Ja ☐ Korridorthema: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) Nein ☒ Ja ☐ durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☐ Ja ☒ abgestimmt mit KVVH GmbH u. a. – 2 – Ergänzende Erläuterungen Die Stadt Karlsruhe betreibt seit Jahren ein aktives Beteiligungsmanagement (Steuerung und Überwachung) hinsichtlich ihrer direkten und indirekten Beteiligungen. Neben dem strategischen und operativen Beteiligungscontrolling, dem Vertragsmanagement, der Wahrnehmung von Gesellschafterrechten und der Mandatsbetreuung ist der Beteiligungsbericht ein zentraler Baustein des Beteiligungsmanagements. Er stellt für alle Entscheidungsträger*innen der Stadt Karlsruhe eine umfassende Informationsbasis für die Aktivitäten des Konzerns Stadt Karlsruhe dar. Hierfür sind im Bericht (II. Überblick) die Verflechtungen der Stadt Karlsruhe mit den Beteiligungsgesellschaften sowie die wesentlichen Kenndaten der Stadt im Vergleich dargestellt. Für den eilig Lesenden sind die wesentlichen Entwicklungen in Kürze im Bericht auf den Seiten 9 bis 11 aufgezeigt.

  • Anlage zur Informationsvorlage
    Extrahierter Text

    Stadt Karlsruhe Stadtkämmerei Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 2 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 Impressum Stadt Karlsruhe Stadtkämmerei Karl-Friedrich-Straße 10 76133 Karlsruhe stk@karlsruhe.de Herausgegeben von Finanzdezernat und Stadtkämmerei – Abteilung Vermögen und Schulden, Beteiligungsmanagement – der Stadt Karlsruhe Ansprechpersonen: Torsten Dollinger Telefon: 0721 133-2000 Udo Bäuerlein Telefon: 0721 133-2020 Pascal Broßart Telefon: 0721 133-2021 Frank Binder Telefon: 0721 133-2022 Carola Reich Telefon: 0721 133-2024 Petra Petermann Telefon: 0721 133-2025 Cindy Rimmelspacher Telefon: 0721 133-2026 Juliane Wägerle Telefon: 0721 133-2027 Sina Gießler Telefon: 0721 133-2028 Stand: Juli 2023 Layout: Sina Gießler, Cindy Rimmelspacher Foto Erste Bürgermeisterin: Sabine Enderle Stadtkämmerei | 3 Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 4 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 Inhaltsverzeichnis I. Einführung ...................................................................................................................................................................... 7 Vorwort ...................................................................................................................................................................................................................... 8 1. Wesentliche Entwicklungen in Kürze .................................................................................................................................................................... 9 1.1 Gesellschaften und Stiftungen .............................................................................................................................................................................. 9 1.2 Beschäftigungsquote von Arbeitnehmer/Arbeitnehmerinnen mit Behinderungen ................................................................................................. 10 1.3 Chancengleichheit in den städtischen Beteiligungsgesellschaften ........................................................................................................................ 10 II. Überblick ....................................................................................................................................................................... 13 1. Beteiligungsübersicht ......................................................................................................................................................................................... 14 2. Unmittelbare Beteiligungen der Stadt Karlsruhe und deren Tochtergesellschaften – Stand 31. Dezember 2022 1) ................................................. 17 3. Wesentliche Verträge innerhalb des Konzerns Stadt Karlsruhe ............................................................................................................................ 19 4. Personalentwicklung bei der Stadt Karlsruhe und bei den Beteiligungsgesellschaften .......................................................................................... 20 5. Entwicklung der Investitionen, Abschreibungen, Zahlungsströme und Rückstellungen der Stadt und der Beteiligungsgesellschaften .................... 22 6. Entwicklung der Darlehensverbindlichkeiten ....................................................................................................................................................... 28 7. Übersicht Abschlussprüfer 2022 ......................................................................................................................................................................... 30 8. Erläuterung der wichtigsten Bilanzkennzahlen .................................................................................................................................................... 31 III. Kapital- und Personengesellschaften ................................................................................................................................ 33 Ver- und Entsorgung und Verkehr ......................................................................................................................................... 35 1. KVVH – Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen GmbH ............................................................................................................................ 36 2. KASIG – Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft mbH ............................................................................................................................... 43 3. VBK – Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH ........................................................................................................................................................... 48 4. Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH ...................................................................................................................................................................... 54 5. TransportTechnologie-Consult Karlsruhe GmbH (TTK) ......................................................................................................................................... 61 6. Bahn.Elektro.Planung. GmbH (B.E.P.) ................................................................................................................................................................. 66 7. Stadtwerke Karlsruhe GmbH .............................................................................................................................................................................. 69 8. Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH ............................................................................................................................................................ 76 9. Stadtwerke Karlsruhe Kommunale Dienste GmbH (SKD) ..................................................................................................................................... 81 10. SWK-Regenerativ-Verwaltungs-GmbH ................................................................................................................................................................ 84 11. SWK-Regenerativ GmbH & Co. KG – Solarpark I ................................................................................................................................................. 87 12. SWK-NOVATEC GmbH ....................................................................................................................................................................................... 90 13. EOS Windenergie GmbH & Co. KG ..................................................................................................................................................................... 93 14. Stadtwerke Rastatt Service GmbH ...................................................................................................................................................................... 96 15. BES – Badische Energie-Servicegesellschaft mbH .............................................................................................................................................. 100 16. Onshore Bündelgesellschaft 2 GmbH ............................................................................................................................................................... 103 17. TelemaxX Telekommunikation GmbH ............................................................................................................................................................... 106 18. Windpark Bad Camberg GmbH & Co. KG ......................................................................................................................................................... 111 19. Karlsruher Verkehrsverbund GmbH (KVV) ......................................................................................................................................................... 114 20. Baden Airpark Beteiligungsgesellschaft mbH .................................................................................................................................................... 121 Wohnungswesen und Stadtentwicklung ................................................................................................................................125 21. Volkswohnung GmbH ...................................................................................................................................................................................... 126 22. Volkswohnung Service GmbH .......................................................................................................................................................................... 133 23. Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH ............................................................................................................................................................ 138 24. Volkswohnung Bauträger GmbH ...................................................................................................................................................................... 142 25. Wohnbau Wörth a. Rh. GmbH ......................................................................................................................................................................... 145 26. KES – Karlsruher Energieservice GmbH ............................................................................................................................................................. 150 27. Karlsruher Fächer GmbH .................................................................................................................................................................................. 154 28. Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs-KG ...................................................................................................................................... 159 Gesundheit, Soziales und Umwelt ........................................................................................................................................163 29. Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH ............................................................................................................................................................ 164 30. Karlsruher Versorgungsdienste im Sozial- und Gesundheitswesen GmbH (KVD) ................................................................................................. 171 31. MVZ – Medizinisches Versorgungszentrum am Städtischen Klinikum Karlsruhe GmbH ...................................................................................... 175 32. Arbeitsförderung Karlsruhe gGmbH (afka) ........................................................................................................................................................ 179 33. KEK – Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH .............................................................................................................................. 184 Stadtkämmerei | 5 Wirtschaft, Freizeit und Sport ...............................................................................................................................................189 34. Karlsruher Messe- und Kongress GmbH ............................................................................................................................................................ 190 35. Messe Karlsruhe GmbH ................................................................................................................................................................................... 195 36. Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG ........................................................................................................................................................... 197 37. KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH ..................................................................................................................................................... 201 38. KTG Karlsruhe Tourismus GmbH ...................................................................................................................................................................... 207 39. Stadtmarketing Karlsruhe GmbH i. L. ............................................................................................................................................................... 212 40. KBG – Karlsruher Bädergesellschaft mbH ......................................................................................................................................................... 216 41. Fächerbad Karlsruhe GmbH ............................................................................................................................................................................. 222 42. Karlsruher Sportstätten-Betriebs-GmbH ............................................................................................................................................................ 228 43. TechnologieRegion Karlsruhe GmbH ................................................................................................................................................................ 232 IV. Rechtlich selbstständige Stiftungen .................................................................................................................................237 1. ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe ............................................................................................................................................... 238 2. Heimstiftung Karlsruhe .................................................................................................................................................................................... 243 3. Wirtschaftsstiftung Südwest ............................................................................................................................................................................. 249 4. Stiftung Centre Culturel Franco-Allemand Karlsruhe ......................................................................................................................................... 252 5. Majolika-Stiftung für Kunst- und Kulturförderung Karlsruhe .............................................................................................................................. 255 V. Eigenbetriebe ...............................................................................................................................................................259 1. Eigenbetrieb Fußballstadion im Wildpark ......................................................................................................................................................... 260 2. Eigenbetrieb Gewerbeflächen .......................................................................................................................................................................... 264 Einführung | Stadtkämmerei | 7 I. Einführung 8 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | Einführung Vorwort Die Stadt Karlsruhe hat einen Teil ihrer Aufgaben auf eigenständige Unternehmen, Eigenbetriebe, Zweckverbände sowie Stiftungen übertragen. Das Spektrum reicht über Versorgung, Verkehr, Gesundheit, Wohnen, Messen und Kongresse, Bäder, Marketing und Event bis hin zum Tourismus. Ziel des vorliegenden Beteiligungsberichtes ist es, durch eine komprimierte und übersichtliche Darstellung eine Informationsbasis für die Entscheidungsträger*innen und den Gemeinderat, aber auch für die interessierte Öffentlichkeit zu schaffen. Der Beteiligungsbericht der Stadt Karlsruhe beinhaltet alle wesentlichen Unternehmensdaten und dokumentiert die hohe wirtschaftliche und finanzielle Bedeutung für die Stadt Karlsruhe. Entsprechend werden in einem eigenen Kapitel die wesentlichen Schnittstellen zur Kernverwaltung dargestellt. Der Beteiligungsbericht kann somit auch als eine „Konzernberichterstattung“ verstanden werden. Das Berichtsjahr 2022 war- als erstes Jahr nach der Corona-Pandemie- durch die rasant steigenden Energiepreise in Folge des Ukrainekrieges gekennzeichnet. Die daraus resultierenden Herausforderungen und die Nachwirkungen dieser Krisensituation werden auch noch in den Folgejahren deutlich spürbar sein. Die Stadt Karlsruhe muss zum Erhalt ihrer Handlungsfähigkeit ein Konzept zur Haushaltssicherung erstellen, in das auch die städtischen Beteiligungen eingebunden sind. Seitdem sind alle städtischen Beteiligungen aufgefordert, ihre Aufgaben- und Leistungsprogramme kritisch zu hinterfragen, um die meist notwendigen finanziellen Ausgleiche durch die Stadt zu reduzieren. Der Bericht ist nicht nur als Druckwerk erhältlich, er kann auch über das Internetportal der Stadt Karlsruhe abgerufen werden unter: www.karlsruhe.de/b4/stadtverwaltung/stadtfinanzen/beteiligungsbericht.de Karlsruhe, im August 2023 Gabriele Luczak-Schwarz Erste Bürgermeisterin Einführung | Stadtkämmerei | 9 1. Wesentliche Entwicklungen in Kürze 1.1 Gesellschaften und Stiftungen Einen maßgeblichen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung der KVVH – Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen GmbH (S. 36 ff) nehmen insbesondere die Beteiligungsergebnisse der Tochtergesellschaften und der Finanzbereich mit Steuer- und Dividendenerträgen. Insbesondere aufgrund stark steigender Defizite im Verkehrsbereich ergab sich im Geschäftsjahr 2022 ein deutlicher Anstieg des Fehlbetrages. In den Jahren 2023 ff ist mit weiter steigenden Fehlbeträgen zu rechnen. In den kommenden Jahren werden daher in erheblichem Umfang Transfermittel aus dem Haushalt der Stadt Karlsruhe zur Stabilisierung der Konzerngruppe KVVH benötigt. Darüber hinaus sind umfassende und verstärkte Konsolidierungsanstrengungen zur Verbesserung der Ergebnissituation in den jeweiligen Tochtergesellschaften unerlässlich. Die KASIG – Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft mbH (S. 43 ff) als Bauherrin der Kombilösung konnte am 19. Oktober 2022 den Karoline-Luise-Tunnel für den Autoverkehr freigeben und eröffnen. Die Abnahme der technischen Ausstattung des Straßentunnels erfolgte im November 2022. Damit ist auch der Kriegsstraßen- umbau bis auf einige noch auszuführende untergeordnete Mängel und Restarbeiten fertiggestellt. Trotz weiter hoher Mietwohnbauinvestitionen rechnet die Volkswohnung GmbH (S. 126 ff) auch in den kommenden Jahren mit stabilen Jahresüberschüssen. Aufgrund der Lage und der anhaltenden Nachfrage für attraktive Mietobjekte sieht die Volkswohnung GmbH keine Vermarktungsschwierigkeiten. Für das Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH (S. 164 ff) sind die Fallzahlrückgänge infolge der Corona-Pandemie und die damit zusammenhängenden Einschränkungen des Regelbetriebs ein maßgeblicher Grund für die aktuellen wirtschaftlichen Probleme. Zusätzlich bringt die unerwartet hohe Kostenexplosion, die durch den Ukrainekrieg mit den bekannten Folgen ausgelöst wurde, die Krankenhäuser nach zwei Jahren Corona- Pandemie in eine besonders schwierige Situation. Der erste Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr 2023 zeigt, dass weiterhin vor allem Großkrankenhäuser als Maximalversorger in einer misslichen Lage sind. Das Klinikum nutzt seine Einflussmöglichkeiten, um auf die Probleme in der Krankenhausfinanzierung aufmerksam zu machen. Die Karlsruher Messe- und Kongress GmbH (S. 190 ff) konnte im Geschäftsjahr 2022 durch die erfolgreiche Umsetzung des Sommerfahrplans, der Vielzahl an durchgeführten Messen und dem sich erholenden Kongressgeschäft den Fehlbetrag gegenüber der Wirtschaftsplanung reduzieren. Im Geschäftsjahr 2023 führen insbesondere die stark steigenden Energiekosten zu einer erheblichen Belastung des Jahresergebnisses. Das Geschäftsjahr 2022 war nach der globalen Corona Pandemie wieder ein vollständiges Marketing- und Eventjahr für die KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH (S. 201 ff). Es konnte das gesamte Veranstaltungsportfolio mit den Höhepunkten INIT INDOOR MEETING, Vor-FEST und DAS FEST, SCHLOSSLICHTSPIELE Light Festival. FEST der SINNE und Stadtfest Karlsruhe u.v.m. umgesetzt werden. Die einsetzende Energiekrise sorgte für eine Veränderung zur WINTERZEIT, bei der eine Rollschuh- die Eisbahn ersetzte. Beim Eigenbetrieb Fußballstadion im Wildpark (S. 260 ff) lag 2022 der Fokus auf den Abschluss der Arbeiten an der Nordtribüne und den Baumaßnahmen auf der Westtribüne. Das neue Stadion wurde am 19. Juli 2023 mit einem Spiel gegen den FC Liverpool offiziell eröffnet werden. Letzte Restarbeiten wie Pflanz- und Wegearbeiten sollen spätestens Ende des Jahres 2023 abgeschlossen sein. Zum 1. Januar 2023 wurde der Eigenbetrieb Team Sauberes Karlsruhe gegründet. Dieser übernimmt zukünftig die Aufgaben der Abfallentsorgung und Stadtreinigung. 10 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | Einführung 1.2 Beschäftigungsquote von Arbeitnehmer/Arbeitnehmerinnen mit Behinderungen Von den Gesellschaften mit städtischer Mehrheitsbeteiligung konnten in 2014 folgende Gesellschaften die gesetzliche Beschäftigungsquote von 5 Prozent nicht erfüllen: Die KBG – Karlsruher Bädergesellschaft mbH, die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH (AVG), der Karlsruher Verkehrsverbund GmbH (KVV) sowie die Karlsruher Versorgungsdienste im Sozial- und Gesundheitswesen GmbH (KVD). Daher wird seither jährlich über die Entwicklung bei diesen Gesellschaften berichtet. Gesellschaft Quote in % Ausgleichsabgabe in € Fehlende Pflichtplätze in Personen 2020 2021 2022 2020 2021 2022 2020 2021 2022 KBG 4,67 6,06 7,69 0 0 0 0 0 0 AVG 4,53 4,66 4,22 6.750 5.600 12.600 4,5 3,33 8,0 KVV 0,00 1,28 2,8 15.680 12.600 4.410 4 3 2 KVD 3,29 2,69 2,82 6.250 17.640 14.700 4 4 5 1.3 Chancengleichheit in den städtischen Beteiligungsgesellschaften In 2017 wurde das „Rahmenkonzept zur Förderung von Frauen in Führungspositionen in den Gesellschaften der Stadt Karlsruhe“ beschlossen. Das Konzept wurde von der Stadt mit den Gesellschaften Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH, Stadtwerke Karlsruhe GmbH, VBK – Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH und Volkswohnung GmbH entwickelt. Seit 2019 ist das Rahmenkonzept nunmehr von allen Beteiligungsgesellschaften mit Mehrheitsbeteiligung der Stadt Karlsruhe anzuwenden. Die wesentlichen Bestandteile: ▪ Erhebung einer Personalstatistik ▪ Festlegung von Instrumenten/Maßnahmen zur Frauenförderung ▪ Berichterstattung über den Umsetzungsstand im Aufsichtsrat ▪ Berichterstattung über den Umsetzungsstand in den städtischen Gremien sind für alle städtischen Gesellschaften – soweit sinnvoll anwendbar – verbindlich. Einführung | Stadtkämmerei | 11 Zur Berichterstattung in den städtischen Gremien gehört auch die Veröffentlichung des Frauenanteils in den obersten drei Führungsebenen im Beteiligungsbericht. Gesellschaft 1. Ebene 2. Ebene 3. Ebene 2020 2021 2022 2020 2021 2022 2020 2021 2022 KVVH GmbH Geschäftsbereich Rheinhäfen 100% 100% 100% 33% 28,5% 28,5% 6) 6) 6) Stadtwerke Karlsruhe GmbH 0% 0% 0% 15% 25% 25% 24% 26% 15% Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH 0% 0% 0% 0% 0% 0% 4% 7% 4% KEK – Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH 0% 0% 0% 50% 100% 100% 78% 85% 83% VBK – Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH und. KASIG 5) 0% 0% 0% 13% 13% 13% 14% 11% 11% KBG – Karlsruher Bädergesellschaft mbH 0% 0% 0% 100% 100% 100% 0% 0% 0% Fächerbad Karlsruhe GmbH 0% 0% 0% 0% 0% 0% 0% 0% 0% Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH 0% 0% 0% 17% 17% 17% 16% 19% 21% Karlsruher Verkehrsverbund GmbH (KVV) 0% 0% 0% 20% 20% 20% 50% 50% 50% Volkswohnung GmbH 3) 0% 0% 0% 25% 63% 50% 42% 44% 42% Volkswohnung Service GmbH 0% 0% 0% 0% 0% 0% 0% 0% 0% Karlsruher Fächer GmbH 4) 0% 0% 0% 50% 50% 50% 6) 6) 6) Städtisches Klinikum gGmbH Verwaltung 1) 0% 0% 0% 50% 67% 60% 37% 37% 50% Städtisches Klinikum gGmbH Med. Bereich 2) 0% 0% 0% 4% 4% 4% 35% 37% 35% Karlsruher Versorgungsdienste im Sozial- und Gesundheitswesen GmbH 50% 50% 50% 83% 83% 67% 94% 93% 81% MVZ- Medizinisches Versorgungszentrum am Städtischen Klinikum Karlsruhe GmbH 33% 33% 0% 50% 50% 33% 6) 6) 6) KMK GmbH 100% 100% 100% 43% 43% 43% 35% 36% 33% KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH 0% 0% 0% 40% 40% 40% 50% 0% 0% KTG Karlsruhe Tourismus GmbH 0% 0% 0% 80% 80% 80% --- --- --- Arbeitsförderung Karlsruhe gGmbH (afka) 100% 100% 100% 50% 50% 100% 0% 0% 60% 1) 1. Ebene: Geschäftsführung, 2. Ebene: Geschäftsbereichsleitungen, 3. Ebene: Sachgebiets-/Abteilungsleitungen 2) 1. Ebene: der/ die medizinische/n Geschäftsführer / Geschäftsführerin wird dem Verwaltungsbereich zugerechnet, 2. Ebene: Chefärztinnen/Chefärzte und Institutsleitungen, 3. Ebene: Oberärztinnen/Oberärzte/Pflegedienstleitungen 3) 1. Ebene: Geschäftsführung, 2. Ebene: Bereichsleitungen und Stabstellenleitungen, 3. Ebene: Teamleitungen 4) Die Geschäftsführung der Karlsruher Fächer GmbH (KFG) erbringt auch die Geschäftsführung für die Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs- KG (KFE). Die KFE hat keine eigenen Mitarbeitenden. Bei der KFG gibt es nur zwei Hierarchieebene. Darunter kommen direkt die Mitarbeitenden. 5) Beschäftigte VBK inklusive abgeordnete Beschäftigte an die KASIG 6) Keine dritte Führungsebene vorhanden II. Überblick 14 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | Überblick 1. Beteiligungsübersicht Durch die Gemeindeordnung Baden-Württemberg (GemO) ist die Stadt Karlsruhe im Rahmen des Beteiligungsmanagements aufgefordert, eine aktive Beteiligungssteuerung und -überwachung zu implementieren. Hierzu gehört auch die Verpflichtung jährlich einen Beteiligungsbericht zu erstellen (§ 105 Abs. 2 GemO), der öffentlich bekannt zu geben und auszulegen ist (§ 105 Abs. 3 GemO). Die Stadt Karlsruhe hat sich zudem zum Ziel gesetzt, im Sinne einer gesamtheitlichen Konzernberichterstattung die wesentlichen Wechselwirkungen zum Kämmereihaushalt im Beteiligungsbericht darzustellen. In Tabelle 1 sind die jeweiligen Kapitalanteile der Stadt Karlsruhe an den dort aufgeführten Unternehmen, unabhängig von der Beteiligungsquote, dargestellt. Nachfolgend wird in Kurzform über die Unternehmen berichtet, an denen die Stadt Karlsruhe unmittelbar oder mittelbar mit mehr als 25 Prozent beteiligt ist. Über Stiftungen wird nur dann informiert, wenn die Stadt Karlsruhe aus eigenen Mitteln zum Stiftungskapital beigetragen hat. Zudem erfolgt ein Kurzbericht über den Geschäftsverlauf des Eigenbetriebs Fußballstadion im Wildpark und den Eigenbetrieb Gewerbeflächen. Die Mehrzahl der vorgelegten Jahresabschlüsse 2022 wurde bis zum Berichtszeitpunkt (30. Juni 2023) von den beauftragten Abschlussprüfern geprüft. Die abschließenden Feststellungen durch die Beschlussgremien stehen zum Teil noch aus. Da dort keine Änderungen mehr zu erwarten sind, werden nachfolgend nur die noch nicht abschließend geprüften Jahresabschlüsse 2022 mit dem Vermerk „vorläufig“ versehen. Überblick | Stadtkämmerei | 15 Tabelle 1: Übersicht über sämtliche direkte städtische Beteiligungen, unabhängig von der jeweiligen Beteiligungsquote Städtische Beteiligungen Stand der Geschäftsanteile/ Stammeinlagen am 31. Dezember 2022 Stammkapitalanteil in € Beteiligungswert 1) in € 1 Abwasserverband „Mittleres Pfinz- und Bocksbachtal“ 857.519,33 857.519,33 2 Arbeitsförderung Karlsruhe gGmbH (afka) 52.000,00 52.000,00 3 Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH 420.000,00 420.000,00 4 Baden Airpark Beteiligungsgesellschaft mbH 14.400,00 2,00 5 Badischer Gemeinde-Versicherungs-Verband (BGV) 28.300,00 28.300,00 6 Eigenbetrieb Fußballstadion im Wildpark 100.000,00 24.149.899,45 7 Eigenbetrieb Gewerbeflächen 2.000.000,00 2.000.000,00 8 Fächerbad Karlsruhe GmbH 62.500,00 14.798.500,00 9 Regionales Rechenzentrum Karlsruhe VermietungsGdbR 1.423.205,71 1.423.205,71 10 KEK – Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH 12.500,00 12.500,00 11 Karlsruher Fächer GmbH 270.000,00 11.650.474,56 12 Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs-KG 4.000.000,00 2,00 13 Karlsruher Messe- und Kongress GmbH 3.100.000,00 23.547.126,93 14 Karlsruher Sportstätten-Betriebs-GmbH 14.400,00 11.100,01 15 Karlsruher Verkehrsverbund GmbH (KVV) 33.233,97 33.233,97 16 KBG – Karlsruher Bädergesellschaft mbH 3.200.000,00 10.450.000,00 17 KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH 475.000,00 475.000,00 18 Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH (KGK) 50.000,00 50.000,00 19 KTG Karlsruhe Tourismus GmbH 25.000,00 275.000,00 20 Kunststiftung Baden-Württemberg GmbH 511,29 511,29 21 KVVH – Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen GmbH 107.372.000,00 269.912.517,24 22 Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG 59.585.955,86 1,00 23 Stadtmarketing Karlsruhe GmbH i.L. 300.500,00 2,00 24 Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH 26.000.000,00 28.670.412,22 25 SWK-Regenerativ-GmbH & Co. KG – Solarpark I 500.000,00 44.061,41 26 TechnologieRegion Karlsruhe GmbH 1.200,00 1.200,00 27 Volkswohnung GmbH 37.000.000,00 36.817.159,69 28 Zweckverband 4IT 391.721,25 391.721,25 Zusammen 247.289.947,41 426.071.453,06 1) Entsprechend den „Anschaffungs- und Herstellungskosten“, das heißt entsprechend den tatsächlichen Buchungen und Zugangsanordnungen. Aufgrund der Prüfungsfeststellungen der Gemeindeprüfungsanstalt Baden-Württemberg zur Eröffnungsbilanz werden Stiftungen nicht mehr als Beteiligungen – sondern als verlorener Zuschuss – und Gesellschaften als Ausleihungen dargestellt. 16 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | Überblick Tabelle 2: Übersicht über Unternehmen, an denen die Stadt Karlsruhe direkt 1) mit mindestens 25 Prozent beteiligt ist Gesellschaft Beteili-gungs- quote Stadt Bilanz-summe Ergebnis 2022 Plan 2022 2) % T€ + Gewinn - Verlust T€ + Gewinn - Verlust T€ 1 KVVH – Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen GmbH 100,00 494.947 -68.285 -73.714 2 SWK-Regenerativ-GmbH & Co. KG – Solarpark I 26,15 795 +168 +153 3 KEK – Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH 50,00 948 +239 +15 4 Fächerbad Karlsruhe GmbH 100,00 19.897 -3.3861 -3.556 5 Karlsruher Verkehrsverbund GmbH (KVV) 52,00 39.183 -4.731 -5.989 6 Baden Airpark Beteiligungsgesellschaft mbH 43,90 32.470 -1.788 -3.120 7 Volkswohnung GmbH 100,00 939.924 +5.911 +4.630 8 Karlsruher Fächer GmbH 100,00 3) 27.213 +825 +311 9 Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs-KG 100,00 67.477 +675 -71 10 Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH 100,00 573.675 -29.872 -7.456 11 Arbeitsförderung Karlsruhe gGmbH (afka) 100,00 1.538 -46 -498 12 Karlsruher Messe- und Kongress GmbH 100,00 31.952 -11.584 -14.708 13 Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co.KG 71,48 64.198 -1.852 -2.068 14 KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH (früher KEG) 95,00 2.087 +10 +0 15 KTG Karlsruhe Tourismus GmbH 100,00 1.107 +6 +0 16 Stadtmarketing Karlsruhe GmbH i.L. 5) 100,00 4) 1.316 +0 +0 17 Karlsruher Sportstätten-Betriebs-GmbH 48,00 1.098 +40 +0 1) Über deren Tochterunternehmen, an denen die Stadt Karlsruhe mit mindestens 25 Prozent beteiligt ist (wie VBK GmbH und Stadtwerke Karlsruhe GmbH), wird nachfolgend in Kapitel III berichtet. 2) In der Regel der vom Beschlussgremium genehmigte Urplan; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 3) Hiervon hält die Gesellschaft eigene Anteile in Höhe von 28,2 % am Stammkapital. 4) Hiervon hält die Gesellschaft eigene Anteile in Höhe von 59,6 % am Stammkapital. 5) Die Gesellschaft befindet sich seit dem 01.01.2018 in Liquidation. Die Aufgaben wurden von der KME und der KTG übernommen. Überblick | Stadtkämmerei | 17 2. Unmittelbare Beteiligungen der Stadt Karlsruhe und deren Tochtergesellschaften – Stand 31. Dezember 2022 1) Ver- und Entsorgung, Verkehr und Bäder Wohnungswesen und Stadtentwicklung KVVH-Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen GmbH 100 % Volkswohnung GmbH 100 % Stadtwerke Karlsruhe GmbH 80 % Volkswohnung Service GmbH 100 % VBK – Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH 100 % Volkswohnung Bauträger GmbH 100 % KASIG – Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft mbH 100 % Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH 60 % Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH 94 % KES – Karlsruher Energieservice GmbH 50 % KBG - Karlsruher Bädergesellschaft mbH 100 % Wohnbau Wörth a. Rh. GmbH 50 % Fächerbad Karlsruhe GmbH 100 % Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH (KGK) 10 % Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH 6 % Karlsruher Fächer GmbH 100 % Karlsruher Verkehrsverbund GmbH (KVV) 52 % Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs-KG 100 % Baden Airpark Beteiligungsgesellschaft mbH 43,9 % KEK – Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH 50 % 1) Ohne Beteiligungen unter 25 Prozent und ohne die Tochtergesellschaften der Stadtwerke Karlsruhe GmbH siehe III. Ziff. 5 und Ziffer 7 ). 18 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | Überblick Unmittelbare Beteiligungen der Stadt Karlsruhe und deren Tochtergesellschaften 1 – Stand 31.12.2016 Gesundheit und Soziales Messe, Touristik, Wirtschaftsförderung, Marketing, Event und Sportstätten Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH 100 % Karlsruher Messe- und Kongress GmbH 100 % Karlsruher Versorgungsdienste im Sozial- und Gesundheitswesen GmbH 100 % Messe Karlsruhe GmbH 100 % MVZ – Medizinisches Versorgungszentrum am Städtischen Klinikum Karlsruhe GmbH 100 % Neue Messe Karlsruhe GmbH Co. KG 71,48 % Arbeitsförderung Karlsruhe gGmbH (afka) 100 % KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH (früher KEG) 95 % KTG Karlsruhe Tourismus GmbH 100 % Stadtmarketing Karlsruhe GmbH i.L. 100 % Karlsruher Sportstätten-Betriebs-GmbH 48 % 1 Ohne Beteiligungen unter 25 Prozent und ohne die Tochtergesellschaften der Stadtwerke Karlsruhe GmbH (siehe III. Ziff. 5 und Ziffer 7 ). Überblick | Stadtkämmerei | 19 3. Wesentliche Verträge innerhalb des Konzerns Stadt Karlsruhe Gesellschaft Vertrag Vertragspartner KVVH – Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen GmbH Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge VBK, KBG, KASIG, AVG Ergebnisabführungsvertrag SWK Fächerbad Karlsruhe GmbH Geschäftsbesorgungsvertrag SWK Erbbauvertrag Stadt Karlsruhe KASIG – Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft mbH Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag KVVH Konzessionsvertrag Stadt Karlsruhe Überlassung Stadtbahntunnel mit Südabzweig VBK Überlassungsvertrag Kriegsstrasse VBK Stadtwerke Karlsruhe GmbH Konzessionsvertrag Stadt Karlsruhe Ergebnisabführungsverträge KVVH, SWK Netzservice, SWK Novatec Pachtvertag (bezüglich Strom- und Gasverteilnetz) SWK Netzservice SWK-Regenerativ-GmbH & Co. KG – Solarpark I Geschäftsbesorgungsvertrag SWK-Regenerativ-Verw. GmbH KEK- Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH Geschäftsbesorgungsvertrag SWK VBK – Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH Konzessionsvertrag Stadt Karlsruhe Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag KVVH Verkehrs- und Einnahmeaufteilungsvertrag KVV Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH Verkehrsvertrag (über Angebote im SPNV im Land Baden- Württemberg) Land Baden-Württemberg Verkehrsvertrag (über Angebote im SPNV im Land Rheinland-Pfalz) Zweckverband SPNV Reinland-Pfalz Süd Verkehrsvertrag (über Angebote im SPNV im Landkreis Karlsruhe) Landkreis Karlsruhe Vereinbarungen über den Bau, Betrieb und Finanzierung von Stadtbahnverbindungen Betroffene Gebietskörperschaften Gewinnabführungsvertrag KVVH Karlsruher Verkehrsverbund GmbH (KVV) Vereinbarungen über die weitere Finanzierung des KVV Länder BW + Rheinland-Pfalz, Landkreise Karlsruhe, Rastatt + Germersheim, Städte Karlsruhe + Baden-Baden Ergänzende Vereinbarung zum KVV- Gesellschaftsvertrag über die Finanzierung der Verbundorganisation sowie die verbundbedingten Lasten Landkreise Karlsruhe, Rastatt, Germersheim, Südliche Weinstraße, Städte Karlsruhe, Baden-Baden, Landau Baden Airpark Beteiligungsgesellschaft mbH Rahmenvereinbarung über die Weiterentwicklung des Gewerbeparks und des Flughafens (Baden Airpark GmbH) sowie Fortführungsvereinbarung Land Baden-Württemberg + Flughafen Stuttgart GmbH Volkswohnung GmbH Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge VOWO Service + KGK Geschäftsbesorgungsvertrag VOWO Service + VOWO Bauträger + KGK + Wohnbau Wörth Karlsruher Fächer GmbH Diverse Miet- und Pachtverträge Stadt Karlsruhe Verwalterverträge Stadt Karlsruhe, Eigenbetrieb Gewerbeflächen Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs-KG Einbringungsvertrag (Einbringung von Grundstücken in die Gesellschaft) Stadt Karlsruhe Vertrag über den Verkauf der öffentlichen Flächen Stadt Karlsruhe Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH Dienstleistungsvertrag (unter anderem Bezügerechnung, Personalbetreuung) Stadt Karlsruhe Besondere Vereinbarungen über den Umfang der Nebentätigkeit Leitende Ärzte/Ärztinnen am Klinikum Beteiligung des Klinikums als akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Freiburg Land Baden-Württemberg Beherrschungsverträge KVD, MVZ Vertrag über die Durchführung der Gebäudereinigung KVD Budgetvereinbarung Krankenkassen Pflegesatzvereinbarung Krankenkassen Karlsruher Messe- und Kongress GmbH Pachtverträge (Tiefgarage und städt. Hallen am Festplatz) Stadt Karlsruhe Facility Management-Vertrag VOWO Service Mietvertrag (Anmietung der Messe auf 29 Jahre) Neue Messe (NMK) Überlassungs- und Dienstleistungsvertrag (technische Anlagen auf dem Gelände der NMK) SWK Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG Erbbaurechtsvertrag Stadt Rheinstetten Karlsruher Sportstätten-Betriebs-GmbH Mietvertrag (über die Anmietung diverser Sportstätten) Stadt Karlsruhe 20 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | Überblick 4. Personalentwicklung bei der Stadt Karlsruhe und bei den Beteiligungsgesellschaften Bei den Personalzahlen handelt es sich in der Regel um umgerechnete Vollkraftstellen. Die Stadt Karlsruhe arbeitet mit Stichtagszahlen (31.12.2022), während die Beteiligungsgesellschaften (hier sind auch die von der Stadt Karlsruhe abgeordneten Beschäftigten erfasst) in der Regel Durchschnittszahlen verwenden. Nicht berücksichtigt sind die rechtlich selbständigen Stiftungen ZKM, Heimstiftung, Wirtschaftsstiftung Südwest, Centre Culturel Franco-Allemand Karlsruhe sowie Majolika – Stiftung für Kunst- und Kulturförderung Karlsruhe. Der Eigenbetrieb Fußballstadion im Wildpark wurde bei der Personalentwicklung der Stadt Karlsruhe mitberücksichtigt. Diagramm 1: Personalentwicklung 2012 bis 2022 Der Anstieg bei der Stadt Karlsruhe gegenüber 2012 beträgt 807 Vollkraftstellen (+18,1 Prozent), alleine davon seit 2018 +244 Vollkraftstellen (+ 4,9 Prozent), während bei den Beteiligungsgesellschaften seit 2018 +367 Vollkraftstellen (+ 4,9 Prozent) hinzukamen. Rund 60 Prozent der gesamten Beschäftigten arbeiten in Beteiligungsgesellschaften. Diese Quote ist in den letzten Jahren nahezu konstant. 4.559 (40%) 4.931 (40%) 5.239 (41%) 5.259 (40%) 6.951 (60%) 7.442 (60%) 7.611 (59%) 7.878 (60%) 0 2.000 4.000 6.000 8.000 10.000 12.000 14.000 20122013201420152016201720182019202020212022 Stadt KarlsruheBeteiligungsgesellschaften 11.510 12.373 12.850 13.137 Überblick | Stadtkämmerei | 21 1) Tabelle 3: Personalaufwand bei Stadt und Gesellschaften 2018 bis 2022 in T€ Gesellschaft 2018 2019 2020 2021 2022 1 KVVH – Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen GmbH (nur Personal Rheinhäfen) 2.817 2.946 3.046 3.085 3.110 2 Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH 63.904 61.092 66.716 69.795 65.484 3 KASIG- Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft mbH 1) 1) 1) 1) 1) 4 VBK – Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH 80.430 82.095 84.624 87.454 89.552 5 KBG – Karlsruher Bädergesellschaft mbH 2.274 2.318 2.046 2.251 2.788 6 TransportTechnologie-Consult Karlsruhe GmbH (TTK) 2.322 2.553 2.934 3.384 3.718 7 Bahn.Elektro. Planung. GmbH (B.E.P.) 5) 5) 1) 89 163 8 Stadtwerke Karlsruhe GmbH 57.799 59.704 62.114 61.490 56.797 9 Stadtwerke Karlsruhe Kommunale Dienste GmbH 1) 4.636 10 Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH 31.424 32.837 34.212 36.339 35.559 11 SWK-Regenerativ-Verwaltungs-GmbH 1) 1) 1) 1) 1) 12 SWK-Regenerativ-GmbH & Co. KG – Solarpark I 1) 1) 1) 1) 1) 13 SWK-NOVATEC GmbH 106 486 239 182 267 14 EOS Windenergie GmbH & Co. KG 1) 1) 1) 1) 1) 15 Stadtwerke Rastatt Service GmbH 1) 1) 1) 1) 1) 16 KEK – Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH 825 877 917 1.286 1.665 17 BES – Badische Energie-Servicegesellschaft mbH 1) 1) 1) 1) 1) 18 Onshore Bündelgesellschaft 2 GmbH 1) 1) 1) 1) 1) 19 TelemaxX Telekommunikation GmbH 6.202 8.043 8.767 10.124 10.894 20 Windpark Bad Camberg GmbH & Co. KG 1) 1) 1) 1) 1) 21 Fächerbad Karlsruhe GmbH 1.704 1.968 1.791 1.516 2.040 22 Karlsruher Verkehrsverbund GmbH (KVV) 3.031 3.554 3.921 4.242 4.308 23 Baden Airpark Beteiligungsgesellschaft mbH 12 12 12 12 12 24 Volkswohnung GmbH 12.917 12.704 13.466 14.029 14.706 25 Volkswohnung Service GmbH 4.927 3.686 3.977 3.817 3.791 26 Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH (KGK) 1) 1) 1) 1) 1) 27 Volkswohnung Bauträger GmbH 1) 1) 1) 1) 1) 28 Wohnbau Wörth a. Rh. GmbH 993 1.083 1.131 1.236 1.189. 29 Entwicklungsgesellschaft Cité mbH 6 7 5 0 0 30 KES – Karlsruher Energieservice GmbH 1) 1) 1) 1) 1) 31 Karlsruher Fächer GmbH 1.251 1.442 1.414 1.562 1.774 32 Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs-KG 603 695 857 812 893 33 Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH 242.473 254.964 268.156 280.907 294.610 34 Karlsruher Versorgungsdienste im Sozial- und Gesundheitswesen GmbH 4.118 4.457 5.106 6.066 6.134 35 MVZ- Medizinisches Versorgungszentrum am städt. Klinikum Karlsruhe GmbH 1.217 1.317 1.611 2.008 2.137 36 Arbeitsförderung Karlsruhe gGmbH (afka) 2.745 3.029 3.471 3.549 3.712 37 Karlsruher Messe- und Kongress GmbH 9.766 11.001 10.345 11.124 12.566 38 Messe Karlsruhe GmbH 1) 1) 1) 1) 1) 39 Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG 1) 1) 1) 1) 1) 40 KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH (früher: KEG) 1.805 1.897 1.753 1.981 2.254 41 KTG Karlsruhe Tourismus GmbH 1.706 1.594 1.701 1.903 1.957 42 Stadtmarketing Karlsruhe GmbH i. L. 15 10 5 5 5 43 Karlsruher Sportstätten-Betriebs-GmbH 178 169 169 167 167 44 TechnologieRegion Karlsruhe GmbH 300 451 581 558 560 Personalaufwand Gesellschaften 537.870 556.991 585.087 610.973 626.259 Personalaufwand Stadt 4) 340.100 359.100 375.900 387.700 404.500 1) Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. 2) Die Stadtwerke Karlsruhe GmbH hat mit notariellem Kaufvertrag vom 06./07.06.2018 sämtliche Kommanditanteile der Gesellschaft mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2018 erworben. 3) Beteiligung der Stadtwerke Karlsruhe GmbH zum 1. Januar 2018 (vorm. Star. Energiewerke GmbH & Co. KG). 4) Seit 2018 ist der Personalaufwand des Eigenbetriebs Fußballstadion im Wildpark mitberücksichtigt. 5) Beteiligung der TransportTechnologie-Consult Karlsruhe GmbH zum 27. Mai 2020 22 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | Überblick 5. Entwicklung der Investitionen, Abschreibungen, Zahlungsströme und Rückstellungen der Stadt und der Beteiligungsgesellschaften Nicht berücksichtigt sind die rechtlich selbständigen Stiftungen ZKM, Heimstiftung, Wirtschaftsstiftung Südwest, Centre Culturel Franco-Allemand Karlsruhe sowie Majolika – Stiftung für Kunst- und Kulturförderung Karlsruhe, sowie der Eigenbetrieb Fußballstadion im Wildpark. Diagramm 2: Investitionsentwicklung 2009 bis 2022 in Mio. € Der größte Teil der Investitionen innerhalb des Konzerns Stadt Karlsruhe entfällt auf die Beteiligungsgesellschaften. Ihr Anteil schwankt zwischen 56 Prozent (2020) und 76 Prozent (2015). In den Jahren 2018 bis 2022 schlagen insbesondere die Investitionen der VBK (Infrastruktur), die Baumaßnahmen der Volkswohnung GmbH sowie die Investitionen in die Fernwärmeversorgung der Stadtwerke Karlsruhe GmbH zu Buche. 0,00 200,00 400,00 600,00 800,00 1000,00 1200,00 20092010201120122013201420152016201720182019202020212022 Stadt KarlsruheBeteiligungsgesellschaften 608,0 158,5 (24 %) 449,5 (76 %) 321,2 232,9 (75 %) 659,6 436,2 (66%) 223,4, (34 %) 88,3 (25 %) Überblick | Stadtkämmerei | 23 Tabelle 4: Entwicklung der Investitionen und Abschreibungen bei der Stadt und den Beteiligungsgesellschaften 2018 bis 2022 Gesellschaft 2018 1) 2019 1) 2020 1) 2021 1) 2022 1) Investi - tionen in Mio. € Abschrei - bungen in Mio. € Investi - tionen in Mio. € Abschrei - bungen in Mio. € Investi - tionen in Mio. € Abschrei - bungen in Mio. € Investi - tionen in Mio. € Abschrei - bungen in Mio. € Investi - tionen in Mio. € Abschrei - bungen in Mio. € KVVH – Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen GmbH 68,6 2,7 15,4 2,7 21,5 2,7 19,3 2,6 12,6 2,5 Stadtwerke Karlsruhe GmbH 57,0 33,5 79,8 34,5 59,8 35,3 47,3 37,1 42,1 39,7 VBK – Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH 27,8 22,7 22,8 22,7 36,4 22,3 26,0 22,1 57,3 22,0 KASIG- Karlsruher Schieneninfrastruktur Gesellschaft mbH 123,9 0,2 163,1 0,2 205,5 0,2 133,0 1,3 57,4 11,8 Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH 151,2 11,6 58,9 10,8 72,2 11,7 57,1 18,9 30,4 19,6 KBG – Karlsruher Bädergesellschaft mbH 1,5 1,8 0,3 1,9 0,5 1,9 0,4 1,9 0,6 1,9 TransportTechnologie-Consult Karlsruhe GmbH (TTK) 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0, 0,2 0,1 0,1 0,1 Bahn.Elektro.Planung GmbH (B.E.P.) 4) 4) 4) 4) 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH 3,0 3,2 4,3 3,4 3,5 3,2 3,6 3,5 2,4 3,7 Stadtwerke Karlsruhe Kommunale Dienste GmbH 0,0 0,0 0,0 0,1 SWK-Regenerativ-Verwaltungs-GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 SWK-Regenerativ-GmbH & Co. KG- Solarpark I 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 SWK-NOVATEC GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 EOS Windenergie GmbH & Co. KG 0,0 0,8 0,0 0,8 0,0 0,8 0,0 0,8 0,0 0,8 Stadtwerke Rastatt Sevice GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,1 0,0 0,3 0,0 KEK – Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,1 0,0 0,0 0,0 BES – Badische Energie-Servicegesellschaft mbH 0,0 0,0 0,5 0,0 0,5 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 Onshore Bündelgesellschaft 2 GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 TelemaxX Telekommunikation GmbH 3,6 5,1 4,8 5,6 10,6 5,6 6,4 0,0 5,3 6,0 Windpark Bad Camberg GmbH & Co. KG 0,0 0,8 0,0 0,8 0,0 0,8 0,0 0,8 0,0 0,8 Fächerbad Karlsruhe GmbH 5,8 0,9 0,5 1,2 0,1 1,1 0,5 1,1 3,0 1,1 Karlsruher Verkehrsverbund GmbH (KVV) 0,0 0,1 0,4 0,1 2,0 0,1 1,2 0,5 0,3 0,7 Baden Airpark Beteiligungsgesellschaft mbH 0,0 0,0 0,0 1,9 0,0 8,4 0,0 1,9 0,0 1,9 Volkswohnung GmbH 54,5 20,3 60,1 16,2 44,4 16,7 92,3 16,2 188,4 19,6 Volkswohnung Service GmbH 1,2 1,5 1,0 1,3 0,8 1,3 0,7 1,3 1,0 1,2 Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH (KGK) 0,0 0,1 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Volkswohnung Bauträger GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Wohnbau Wörth a. Rh. GmbH 0,9 1,0 5,2 1,1 5,5 1,1 8,5 1,2 5,1 1,3 KES – Karlsruher Energieservice GmbH 0,0 0,2 0,0 0,3 0,0 0,3 1,7 0,3 0,6 0,4 Karlsruher Fächer GmbH 1,4 1,1 0,4 0,7 3,4 0,7 0,5 0,7 2,3 0,7 Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs- KG 5,4 1,3 9,0 1,5 10,5 1,7 4,5 1,7 1,6 1,9 Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH 57,5 17,3 67,9 19,1 81,5 20,3 53,7 21,6 22,8 31,5 Karlsruher Versorgungsdienste im Sozial und Gesundheitswesen GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 MVZ- Medizinisches Versorgungszentrum GmbH 0,0 0,0 0,3 0,0 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 Arbeitsförderung Karlsruhe gGmbH (afka) 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,1 0,0 0,0 0,0 0,0 Karlsruher Messe und Kongress GmbH 1,3 2,3 1,0 2,5 1,5 2,2 1,5 2,1 1,2 1,4 Messe Karlsruhe GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG 0,0 4,5 0,0 4,5 0,2 4,5 0,9 4,5 1,1 4,5 KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH (früher KEG) 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 0,1 0,1 0,1 0,1 KTG Karlsruhe Tourismus GmbH 0,2 0,1 0,3 0,1 0,1 0,1 0,2 0,1 0,1 0,1 Stadtmarketing Karlsruhe GmbH i.L. 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Karlsruher Sportstätten-Betriebs-GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 TechnologieRegion Karlsruhe GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Gesamt 564,8 133,3 496,0 134,1 560,6 143,5 459,9 142,7 436,2 175,7 Nachrichtlich: Stadt Karlsruhe 180,0 78,4 259,6 126,4 437,3 77,1 226,7 92,9 223,4 101,0 1) Stand 31. Dezember (Ausnahme: KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH, bis 30. September 2017) 2) Beteiligung der Stadtwerke Karlsruhe GmbH mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2018. 3) Beteiligung der Stadtwerke Karlsruhe GmbH zum 1. Januar 2018 (vorm. Star. Energiewerke GmbH & Co. KG). 4) Beteiligung der TransportTechnologie-Consult Karlsruhe GmbH zum 27. Mai 2020. 24 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | Überblick Diagramm 3: Entwicklung der Zahlungsströme 2012 bis 2022 in T€ zwischen Stadt und Beteiligungsgesellschaften Bei den Ausschüttungen handelt es sich im Wesentlichen um Konzessionsabgaben Versorgung und Verkehr. Unter die sonstigen Zuwendungen der Stadt fallen unter anderem (Ertrags-) Zuschüsse, Stammkapitalerhöhungen und zinslose Darlehen. Minuszahlen beim Saldo bedeuten eine Belastung des städtischen Haushalts. Die Zahlen im Geschäftsjahr 2022 haben sich im Vergleich zum Vorjahr wieder verschlechtert. Sie befinden sich weiterhin in einem deutlich negativen Bereich. Dies ist hauptsächlich auf die hohen Verluste bei KVVH und dem Klinikum zurückzuführen. Nähere Details können der folgenden Tabelle „Entwicklung der Zahlungsströme 2020 bis 2022“ entnommen werden. 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 23.680 22.583 22.731 37.438 24.559 25.991 23.104 29.355 29.575 29.655 39.324 -27.082 -43.112 -38.936 -42.776 -47.545 -44.470 -66.082 -106.510 -129.518 -122.747 -167.351 -3.402 -20.529 -16.205 -5.338 -22.986 -18.479 -42.978 -77.155 -99.943 -93.092 -128.027 -150.000-125.000-100.000-75.000-50.000-25.000025.00050.00075.000 SaldoVerlustausgleiche und sonstige ZuwendungenAusschüttungen an die Stadt Überblick | Stadtkämmerei | 25 Tabelle 5: Entwicklung der Zahlungsströme 2020 bis 2022 1) in T€ 2020 2021 2022 Ausschüt- tungen 2) Verlust- ausgleiche Sonstige Zuwen- dungen 3) Saldo Ausschüt- tungen 2) Verlust- ausgleiche Sonstige Zuwen- dungen 3) Saldo Ausschüt- tungen 2) Verlust- ausgleiche Sonstige Zuwen- dungen 3) Saldo Konzern KVVH – Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen GmbH 28.966 -29.482 -41.736 -42.252 28.972 -7.737 -15.174 6.061 32.457 -68.285 -7.623 -43.451 KBG- Karlsruher Bädergesellschaft mbH 4) 0 0 0 0 56 -3.133 -6.450 -9.527 44 -2.336 -4.000 -6.292 SWK-Regenerativ-GmbH & Co. KG -Solarpark I 50 0 0 50 60 0 0 60 70 0 0 70 KEK – Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH 0 0 -439 -439 0 0 -524 -524 0 0 -527 -527 Fächerbad Karlsruhe GmbH 25 -3.360 -209 -3.544 23 -2.811 -259 -3.047 21 -3.886 -338 -3.703 Karlsruher Verkehrsverbund GmbH (KVV) 0 -2.623 -1.796 -4.419 0 -2.650 -1.773 -4.423 0 -2.550 -1.737 -4.287 Volkswohnung GmbH 343 0 -693 -350 355 0 -886 -531 6.535 0 -4.351 2.184 Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH (KGK) 2 0 0 2 2 0 0 2 2 0 0 2 Karlsruher Fächer GmbH 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 -532 -532 Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs-KG 119 0 0 119 117 0 -8.745 -8.628 114 0 0 114 Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH 7 -8.851 -17.586 -26.430 7 -19.500 -23.500 -42.993 7 -29.600 -19.398 -48.991 Karlsruher Messe- und Kongress GmbH 0 -14.758 0 -14.758 0 -19.268 0 -19.268 0 -11.584 0 -11.584 Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG 62 0 0 62 62 0 0 62 73 0 0 73 KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH 0 0 -3.612 -3.612 0 0 -3.982 -3.982 0 0 -4.964 -4.964 KTG Karlsruhe Tourismus GmbH 0 0 -3.137 -3.137 0 0 -3.330 -3.330 0 0 -3.082 -3.082 Stadtmarketing Karlsruhe GmbH 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 Arbeitsförderung Karlsruhe gGmbH (afka) 0 0 -2.856 -2.856 0 0 -2.939 -2.939 0 0 -3.046 -3.046 Karlsruher Sportstätten-Betriebs-GmbH 1 0 0 1 1 0 0 1 1 0 0 1 Baden Airpark Beteiligungsgesellschaft mbH 0 0 -12 -12 0 0 -87 -87 0 0 -12 -12 29.575 -59.074 -72.076 -101.575 29.655 -55.099 -67.649 -93.093 39.324 -118.241 -49.610 -128.027 1) Ohne Heimstiftung, Stiftung Kompetenzzentrum für Finanzierung und Beratung, Stiftung Centre Culturel Franco-Allemand Karlsruhe, Majolika – Stiftung für Kunst- und Kulturförderung Karlsruhe sowie ohne Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM). 2) Im Wesentlichen Konzessionsabgabe Stadtwerke, Rückfluss Gesellschafterdarlehen sowie Bürgschaftsgebühren. 3) Zum Beispiel Zuschüsse und Stammkapitalerhöhungen sowie Zahlungen aus Wohnraumförderprogrammen. 4) Erwerb der Beteiligung durch die Stadt Karlsruhe von der KVVH zum 1. Januar 2021 26 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | Überblick Tabelle 6: Ergebnisübersicht 2018 bis 2022 über Unternehmen, an denen die Stadt Karlsruhe direkt 1) mit mindestens 25 Prozent beteiligt ist in T€ Gesellschaft 2018 2019 2020 2021 2022 1 KVVH – Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen GmbH -7.308 -14.103 -29.482 -7.737 -68.285 2 SWK-Regenerativ-GmbH & Co. KG – Solarpark I +182 +167 +158 +183 +168 3 KEK – Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH -71 -81 +35 +132 +239 4 KBG- Karlsruher Bädergesellschaft mbH 3) -3.133 -2.336 5 Fächerbad Karlsruhe GmbH -2.891 -3.196 -3.360 -2.811 -3.386 6 Karlsruher Verkehrsverbund GmbH (KVV) 2) +0 +0 +0 +0 +0 7 Baden Airpark Beteiligungsgesellschaft mbH 2) +0 +0 +0 +0 +0 8 Volkswohnung GmbH +16.433 +14.846 +12.958 +17.471 +5.911 9 Karlsruher Fächer GmbH +334 +674 +339 +570 +825 10 Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs-KG -439 -220 -489 -556 +675 11 Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH -3.656 -2.799 -8.792 -19.761 -29.855 12 Arbeitsförderung Karlsruhe gGmbH (afka) -141 -41 -190 -69 -46 13 Karlsruher Messe- und Kongress GmbH -11.996 -11.047 -20.789 -13.237 -11.584 14 Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG -1.522 -1.411 -2.623 -2.753 -1.852 15 KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH -38 +79 +10 +4 +37 16 KTG Karlsruhe Tourismus GmbH +0 +9 +2 +0 +0 17 Stadtmarketing Karlsruhe GmbH i.L. -46 +1.144 -7 -2 +0 18 Karlsruher Sportstätten-Betriebs-GmbH +50 +59 +31 +27 +40 Summe Ergebnisse der Gesellschaften -11.109 -15.920 -52.199 -31.672 -109.449 Zum Vergleich: Jahresergebnis der Stadt Karlsruhe +119.898 +30.696 -56.669 3.3.903333 323+3.908 -9.232 Verlustausgleiche/Zuwendungen Stadt Karlsruhe an Gesellschaften -66.082 -106.510 -129.518 -122.747 -167.351 1) Über deren Tochterunternehmen, an denen die Stadt Karlsruhe mit mindestens 25 Prozent beteiligt ist (wie VBK GmbH und Stadtwerke Karlsruhe GmbH), wird nachfolgend in Kapitel III berichtet. 2) Ergebnis nach Verlustausgleich Gesellschafter 3) Erwerb der Beteiligung durch die Stadt Karlsruhe von der KVVH zum 1. Januar 2021 Überblick | Stadtkämmerei | 27 Tabelle 7: Entwicklung der Rückstellungen bei der Stadt und den Beteiligungsgesellschaften 2018 bis 2022 in Mio. € Gesellschaft 2018 1) 2019 1) 2020 1) 2021 1) 2022 1) Gesamt Davon: Pensions - rückstellungen Gesamt Davon: Pensions - rückstellungen Gesamt Davon: Pensions - rückstellungen Gesamt Davon: Pensions - rückstellungen Gesamt Davon: Pensions - . r ückstellungen KVVH GmbH 6,3 3,7 4,7 3,6 5,0 3,8 5,2 4,0 5,6 4,0 Stadtwerke Karlsruhe GmbH 43,0 6,9 49,8 7,3 50,3 7,8 62,3 7,8 60,2 7,7 VBK – Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH 59,4 25,7 61,6 27,1 66,5 28,7 72,6 31,0 83,4 30,2 KASIG – Karlsruher Schieneninfrastruktur GmbH 10,7 0,0 9,9 0,0 42,2 0,0 27,6 0,0 16,6 0,0 Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH 156,8 40,0 152,9 40,0 137,2 46,0 131,1 52,6 152,3 55,6 KBG – Karlsruher Bädergesellschaft mbH 0,4 0,0 0,2 0,0 0,2 0,0 0,2 0,0 0,2 0,0 TransportTechnologie-Consult Karlsruhe (TTK) 0,3 0,0 0,5 0,0 0,0 0,0 0,4 0,0 0,4 0,0 Bahn.Elektro.Planung. GmbH (B.E.P.) 2) 2) 2) 2) 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH 6,6 0,0 8,8 0,0 9,4 0,0 12,6 0,0 11,5 0,0 Stadtwerke Karlsruhe Kommunale Dienste GmbH 3) 3) 3) 3) 3) 3) 0,0 0,0 1,8 0,0 SWK-Regenerativ-Verwaltungs-GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 SWK-Regenerativ-GmbH & Co. KG 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 SWK-NOVATEC GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 EOS Windenergie GmbH & Co. KG 0,2 0,0 0,2 0,0 0,2 0,0 0,2 0,0 0,2 0,0 Stadtwerke Rastatt Service GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 KEK – Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,4 0,0 BES – Badische Energie-Servicegesellschaft mbH 0,0 0,0 0,1 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Onshore Bündelgesellschaft 2 GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 TelemaxX Telekommunikation GmbH 2,2 0,0 2,6 0,0 2,4 0,0 2,1 0,0 2,5 0,0 Windpark Bad Camberg GmbH & Co. KG 0,1 0,0 0,2 0,0 0,2 0,0 0,2 0,0 0,3 0,0 Fächerbad Karlsruhe GmbH 1,0 0,0 0,2 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 Karlsruher Verkehrsverbund GmbH (KVV) 0,3 0,0 0,4 0,0 0,8 0,0 0,9 0,0 0,9 0,0 Baden Airpark Beteiligungsgesellschaft mbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Volkswohnung GmbH 8,5 0,0 9,3 0,0 12,9 0,0 10,8 0,0 19,4 0,0 Volkswohnung Service GmbH 2,1 0,0 2,1 0,0 1,5 0,0 1,2 0,0 1,0 0,0 Konversionsgesellschaft Karlsruhe (KGK) 11,4 0,0 8,6 0,0 7,2 0,0 7,0 0,0 7,2 0,0 Volkswohnung Bauträger GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Wohnbau Wörth a. Rh. GmbH 0,3 0,0 1,1 0,0 1,0 0,0 0,8 0,0 0,9 0,0 KES – Karlsruher Energieservice GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,2 0,0 0,2 0,0 0,1 0,0 Karlsruher Fächer GmbH 0,1 0,0 0,4 0,0 0,5 0,0 0,5 0,0 0,6 0,0 Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs- KG 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH 64,1 17,8 70,1 18,7 71,3 19,5 72,7 20,2 72,0 20,4 Karlsruher Versorgungsdienste im Sozial- und Gesundheitswesen GmbH 0,3 0,0 0,3 0,0 0,2 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 MVZ- Medizinisches Versorgungszentrum GmbH 0,0 0,0 0,1 0,0 0,0 0,0 0,3 0,0 0,2 0,0 Arbeitsförderung Karlsruhe gGmbH (afka) 0,2 0,0 0,2 0,0 0,2 0,2 0,2 0,2 0,2 0,0 Karlsruher Messe und Kongress GmbH 8,5 0,2 10,3 0,2 13,8 0,2 17,8 0,2 17,1 0,2 Messe Karlsruhe GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG 1,0 0,0 2,1 0,0 3,9 0,0 3,4 0,0 2,6 0,0 KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH (früher KEG) 0,2 0,0 0,2 0,0 0,1 0,0 0,5 0,0 0,7 0,0 KTG Karlsruhe Tourismus GmbH 0,6 0,0 0,2 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,2 0,0 Stadtmarketing Karlsruhe GmbH i.L. 0,2 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Karlsruher Sportstätten-Betriebs-GmbH 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 TechnologieRegion Karlsruhe GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Gesamt 385,2 94,3 397,5 96,9 427,8 106,2 431,4 116 458,9 118,1 Nachrichtlich: Stadt Karlsruhe 146,6 0,0 151,6 0,0 316,5 0,0 266,5 0,0 289,2 0,0 1) Stand 31. Dezember 2) Beteiligung der TransportTechnologie- Consult Karlsruhe GmbH zum 27.Mai 2020. 3) Gesellschaft wurde durch notarielle Beurkundung vom 23. Juni 2021 gegründet. . 28 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | Überblick 6. Entwicklung der Darlehensverbindlichkeiten Tabelle 8: Darlehensverbindlichkeiten 2018 bis 2022 in Mio. € Gesellschaft 2018 1) 2019 1) 2020 1) 2021 ) 2022 1) Gesamt d avon G esell - schafter Gesamt d avon G esell - schafter Gesamt d avon G esell - schafter Gesamt d avon G esell - schafter Gesamt d avon G esell - schafter KVVH GmbH 107,0 0,0 104,6 0,0 102,1 0,0 98,2 0,0 94,0 0,0 Stadtwerke Karlsruhe GmbH 275,8 0,0 293,5 0,0 301,7 0,0 312,9 0,0 342,6 0,0 VBK – Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH 104,2 0,0 134,5 0,0 128,8 0,0 123,4 0,0 117,6 0,0 KASIG- Karlsruher Schieneninfrastruktur GmbH 457,5 0,0 492,5 0,0 528,4 0,0 713,0 0,0 655,3 0,0 Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH 106,7 0,0 141,1 0,0 279,5 0,0 266,6 0,0 248,8 0,0 KBG- Karlsruher Bädergesellschaft mbH 15,7 0,0 14,7 0,0 13,8 0,0 12,8 0,0 11,9 0,0 TransportTechnologie-Consult Karlsruhe (TTK) 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Bahn.Elektro.Planung. GmbH (B.E.P.) 2) 2) 2) 2) 0,0 0,0 0,1 0,1 0,0 0,0 Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Stadtwerke Karlsruhe Kommunale Dienste GmbH 3) 3) 3) 3) 3) 3) 0,0 0,0 0,0 0,0 SWK-Regenerativ-Verwaltungs-GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 SWK-Regenerativ-GmbH & Co. KG 0,4 0,0 0,3 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,0 0,0 SWK-NOVATEC GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 EOS Windenergie GmbH & Co. KG 0,0 0,0 8,0 0,0 8,0 0,0 7,24 0,0 6,4 0,0 Stadtwerke Rastatt Service GmbH 0,0 0,0 0,1 0,1 0,6 0,6 0,6 0,6 0,6 0,6 KEK – Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 BES – Badische Energie-Servicegesellschaft mbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,5 0,3 0,1 0,3 0,1 0,3 Onshore Bündelgesellschaft 2 GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 TelemaxX Telekommunikation GmbH 13,3 0,0 11,0 0,0 19,4 0,0 17,1 0,0 20,7 0,0 Windpark Bad Camberg GmbH & Co. KG 8,5 0,0 7,9 0,0 7,3 0,0 6,7 0,0 6,1 0,0 Fächerbad Karlsruhe GmbH 12,6 0,0 11,7 0,0 10,7 0,0 9,8 0,0 8,9 0,0 Karlsruher Verkehrsverbund GmbH (KVV) 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Baden Airpark Beteiligungsgesellschaft mbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Volkswohnung GmbH 467,6 2,6 464,6 2,4 473,6 2,3 491,1 2,0 593,2 1,9 Volkswohnung Service GmbH 16,0 11,4 14,8 11,0 12,1 8,9 10,4 7,8 12,7 11,1 Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH (KGK) 16,0 0,0 0,0 0,0 0,4 0,4 0,0 0,0 0,0 0,0 Volkswohnung Bauträger GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Wohnbau Wörth a. Rh. GmbH 27,2 3,0 24,2 0,0 23,5 0,0 28,4 0,0 30,4 0,3 KES – Energieservice GmbH 2,2 0,0 2,1 0,0 1,9 0,0 1,8 0,0 1,7 0,0 Karlsruher Fächer GmbH 11,6 0,0 11,2 0,0 11,0 0,0 10,6 0,0 10,3 0,0 Karlsruher Fächer GmbH & Co. KG 44,1 0,0 44,8 0,0 46,9 0,0 49,7 0,0 49,4 0,0 Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH 20,0 20,0 10,0 10,0 0,0 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 Karlsruher Versorgungsdienste im Sozial- und Gesundheitswesen GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 MVZ- Medizinisches Versorgungszentrum GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,3 0,3 0,2 0,2 Arbeitsförderung Karlsruhe gGmbH (afka) 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Karlsruher Messe und Kongress GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Messe Karlsruhe GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG 15,0 0,0 13,3 0,0 11,7 0,0 10,0 0,0 8,2 0,0 KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH (früher KEG) 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 KTG Karlsruhe Tourismus GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Stadtmarketing Karlsruhe GmbH i.L. 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Karlsruher Sportstätten-Betriebs-GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 TechnologieRegion Karlsruhe GmbH. 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Gesamt 1.721,4 37,0 1.804,9 23,5 1.982,0 12,5 2.171,0 11,1 2.219,2 14,4 Nachrichtlich: Stadt Karlsruhe 151,8 - 185,7 - 272,1 - 405,6 - 434,2 - Nachrichtlich Eigenbetriebe - - - - 168,1 - 229,3 - 272,2 - 1) Stand 31. Dezember 2) Beteiligung der TransportTechnologie-Consult Karlsruhe GmbH zum 27.Mai 2020. 3) Gesellschaft wurde durch notarielle Beurkundung vom 23. Juni 2021 gegründet. . Anmerkung: Die hier aufgeführten Darlehensverbindlichkeiten stellen nur einen Teil der Verbindlichkeiten der Gesellschaften dar. Hinzu kommen in der Regel weitere Verbindlichkeiten im Sinne des § 266 Handelsgesetzbuch (wie Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung) sowie kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt. Überblick | Stadtkämmerei | 29 Tabelle 9: Zins- und Tilgungsleistungen 2018 bis 2022 in Mio. € Gesellschaft 2018 1) 2019 1) 2020 1) 2021 1) 2022 1) Zins Tilgung Zins Tilgung Zins Tilgung Zins Tilgung Zins Tilgung KVVH GmbH 2,7 2,3 2,9 2,4 2,9 2,4 1,3 3,8 1,2 4,3 Stadtwerke Karlsruhe GmbH 5,7 14,4 5,8 22,4 5,1 21,7 4,3 18,8 3,8 20,5 VBK- Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH 2,1 4,6 2,1 4,6 2,4 5,8 2,5 5,3 2,1 5,6 KASIG- Karlsruher Schieneninfrastruktur GmbH 13,3 0,0 15,1 0,0 19,9 14,1 18,5 15,2 13,1 116,4 Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH 2,2 14,0 2,4 11,5 2,7 11,6 4,2 12,9 4,1 17,8 KBG- Karlsruher Bädergesellschaft mbH 0,4 0,9 0,3 1,0 0,3 1,0 0,3 1,0 0,1 0,9 TransportTechnologie-Consult Karlsruhe (TTK) 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Bahn.Elektro.Planung. GmbH (B.E.P.) 4) 4) 4) 4) 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Stadtwerke Kommunale Dienste GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 SWK-Regenerativ-Verwaltungs-GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 SWK-Regenerativ-GmbH & Co. KG 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 SWK-NOVATEC GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 EOS Windenergie GmbH & Co. KG 0,3 0,8 0,2 0,8 0,2 0,8 0,2 0,0 0,2 0,0 Stadtwerke Rastatt Service GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 KEK – Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 BES- Badische Energie-Servicegesellschaft mbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Onshore Bündelgesellschaft 2 GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 TelemaxX Telekommunikation GmbH 0,2 2,0 0,2 2,3 0,1 1,7 0,2 2,3 0,2 3,6 Windpark Bad Camberg GmbH & Co. KG 0,2 0,6 0,2 0,6 0,2 0,6 0,2 0,6 0,1 0,6 Fächerbad Karlsruhe GmbH 0,2 0,9 0,2 0,9 0,2 0,9 0,2 0,9 0,2 0,9 Karlsruher Verkehrsverbund GmbH (KVV) 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Baden Airpark Beteiligungsgesellschaft mbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Volkswohnung GmbH 8,1 29,0 7,4 29,9 6,7 29,7 5,9 33,5 7,1 37,0 Volkswohnung Service GmbH 0,1 4,1 0,1 5,5 0,1 3,7 0,1 3,7 0,1 2,5 Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH (KGK) 0,1 48,4 0,0 1,5 0,0 0,0 0,0 0,6 0,0 0,0 Volkswohnung Bauträger GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Wohnbau Wörth a. Rh. GmbH 0,3 1,8 0,3 4,0 0,3 1,2 0,3 1,4 0,3 1,2 KES – Energieservice GmbH 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 Karlsruher Fächer GmbH 0,2 0,3 0,1 0,3 0,1 0,5 0,1 0,5 0,1 0,5 Karlsruher Fächer GmbH & Co. KG 0,9 0,9 0,9 0,7 0,8 1,2 1,0 1,3 1,0 1,4 Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 1,1 0,0 Karlsruher Versorgungsdienste im Sozial- und Gesundheitswesen GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,4 0,0 MVZ- Medizinisches Versorgungszentrum GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Arbeitsförderung Karlsruhe gGmbH (afka) 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Karlsruher Messe und Kongress GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Messe Karlsruhe GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG 0,3 1,7 0,3 1,7 0,3 1,7 0,2 1,7 0,2 1,8 KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH (früher KEG) 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 KTG Karlsruhe Tourismus GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Stadtmarketing Karlsruhe GmbH i.L. 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Karlsruher Sportstätten-Betriebs-GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 TechnologieRegion Karlsruhe GmbH 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Gesamt 37,3 126,9 38,5 90,3 42,3 98,8 39,5 103,7 35,4 215,2 Nachrichtlich: Stadt Karlsruhe 4,2 18,2 3,5 16,2 3,3 156,5 3,0 16,5 2,8 21,4 1) Die Stadtwerke Karlsruhe GmbH hat mit notariellem Kaufvertrag vom 06./07.06.2018 sämtliche Kommanditanteile der Gesellschaft mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01.01.2018 erworben. 2) Beteiligung der Stadtwerke Karlsruhe GmbH zum 1. Januar 2018 (vorm. Star. Energiewerke GmbH & Co. KG) 3) Beteiligung der TransportTechnologie- Consult Karlsruhe GmbH zum 27.05.2020. 30 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | Überblick 7. Übersicht Abschlussprüfer 2022 Laufende Nummer und Gesellschaft Abschlussprüfer Beauftragt seit Geschäftsjahr 1 KVVH – Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen GmbH Baker Tilly GmbH & Co.KG 2020 2 KBG – Karlsruher Bädergesellschaft mbH Baker Tilly GmbH & Co.KG 2020 3 KASIG – Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft mbH Baker Tilly GmbH & Co.KG 2020 4 VBK – Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH Baker Tilly GmbH & Co.KG 2020 5 Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH Baker Tilly GmbH & Co.KG 2020 6 Stadtwerke Karlsruhe GmbH Baker Tilly GmbH & Co.KG 2020 8 Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH Baker Tilly GmbH & Co.KG 2020 8 Stadtwerke Kommunale Dienste GmbH Baker Tilly GmbH & Co.KG 2021 9 SWK-Regenerativ-Verwaltungs-GmbH Baker Tilly GmbH & Co.KG 2020 10 SWK-NOVATEC GmbH Baker Tilly GmbH & Co.KG 2020 11 KEK – Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH Baker Tilly GmbH & Co.KG 2020 12 BES – Badische Energie-Servicegesellschaft mbH Baker Tilly GmbH & Co.KG 2020 13 EOS Windenergie GmbH & Co. KG Baker Tilly GmbH & Co.KG 2020 14 Stadtwerke Rastatt Service GmbH Follner & Wild Treuhand Rastatt 2019 15 Onshore Bündelgesellschaft 2 GmbH Baker Tilly GmbH & Co.KG 2020 16 TelemaxX Telekommunikation GmbH Menold Bezler Partnerschaft mbB 2022 17 Windpark Bad Camberg GmbH & Co.KG PricewaterhouseCooper GmbH 2022 18 Fächerbad Karlsruhe GmbH Baker Tilly GmbH & Co.KG 2020 19 Baden Airpark Beteiligungsgesellschaft mbH Residenz Treuhand 2018 20 Karlsruher Verkehrsverbund GmbH (KVV) HWS INTEGRAL-TREUHAND AG 2017 21 Volkswohnung GmbH KPMG AG 2019 22 Volkswohnung Service GmbH KPMG AG 2019 23 Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH (KGK) KPMG AG 2019 24 Volkswohnung Bauträger GmbH KPMG AG 2019 25 Wohnbau Wörth a. Rh. GmbH KPMG AG 2019 26 Entwicklungsgesellschaft Cité KPMG AG 2019 27 KES – Karlsruher Energieservice GmbH Baker Tilly GmbH & Co.KG 2020 28 Karlsruher Fächer GmbH Rechnungsprüfungsamt 2006 29 Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs-KG Rechnungsprüfungsamt 2006 30 Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH HRB Treuhand GmbH 2022 31 Karlsruher Versorgungsdienste im Sozial- und Gesundheitswesen GmbH HRB Treuhand GmbH 2022 32 MVZ- Medizinisches Versorgungszentrum am städt. Klinikum Ka. GmbH HRB Treuhand GmbH 2022 33 Arbeitsförderung Karlsruhe gGmbH (afka) Rechnungsprüfungsamt 1988 34 Karlsruher Messe- und Kongress GmbH Ebner Stolz GmbH & Co. KG 2016 35 Messe Karlsruhe GmbH Ebner Stolz GmbH & Co. KG 2016 36 Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG Ebner Stolz GmbH & Co. KG 2016 37 KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH (KEG) Rechnungsprüfungsamt 2014 38 KTG Karlsruhe Tourismus GmbH Rechnungsprüfungsamt 2014 39 Stadtmarketing Karlsruhe GmbH i.L. Rechnungsprüfungsamt 2012 40 Karlsruher Sportstätten-Betriebs-GmbH Rechnungsprüfungsamt 1975 41 TechnologieRegion Karlsruhe GmbH Rechnungsprüfungsamt 2017 Nachrichtlich: Stadt Karlsruhe Rechnungsprüfungsamt Überblick | Stadtkämmerei | 31 8. Erläuterung der wichtigsten Bilanzkennzahlen Kennzahl Erläuterung Anlagenintensität Formel: Anlagevermögen x 100 Bilanzsumme Die Kennzahl ermöglicht Aussagen zum Vermögensaufbau. Eine hohe Anlagenintensität ist ein Indiz für einen kostenintensiven (Fixkosten) Betrieb des Unternehmens. Umlaufintensität Formel: Umlaufvermögen x 100 Bilanzsumme Sie gibt Auskunft darüber, wie lange das Umlaufvermögen im Unternehmen verweilt. Eine hohe Umlaufintensität ermöglicht es, sich in stärkerem Umfang mit kurzfristigem Fremdkapital zu finanzieren. Eigenkapitalquote Formel: Eigenkapital x 100 Bilanzsumme Eine hohe Eigenkapitalquote gilt als wichtiger Indikator für die Bonität eines Unternehmens und verschafft Sicherheit und Handlungsfähigkeit. Anlagendeckungsgrad I Formel: Eigenkapital x 100 Anlagevermögen Es gilt als grundlegende Finanzierungsregel, dass langfristig gebundene Vermögenswerte auch durch langfristige Mittel finanziert werden; die Fristigkeit der Finanzierungsmittel soll der Nutzungsdauer der damit finanzierten Objekte entsprechen. Hieraus wird die Regel abgeleitet, dass zumindest das Anlagevermögen eines Unternehmens langfristig, also durch Eigenkapital zu finanzieren sei. Die Kennzahl Anlagendeckung sagt aus, in welchem prozentualen Umfang diese Regel tatsächlich eingehalten wurde. Umsatzrentabilität Formel: Jahresüberschuss nach Steuern x 100 Umsatzerlöse Der Betriebserfolg wird hier am Geschäftsumfang, nämlich der Umsatztätigkeit, gemessen. Die Umsatzrentabilität (auch Gewinnspanne) gehört damit zu den wichtigsten Kennzahlen für die Beurteilung der Ertragskraft. Eigenkapitalrentabilität Formel: Jahresüberschuss nach Steuern x 100 Eigenkapital Die Kennzahl gibt an, in welcher Höhe sich das eingesetzte Eigenkapital im Geschäftsjahr verzinst hat. Gesamtkapitalrentabilität Formel: (Jahresüberschuss nach Steuern + Zinsaufwand) x 100 Gesamtkapital Sie zeigt an, welche Rendite das im Unternehmen gebundene Kapital erbracht hat. Mit der Berücksichtigung des Zinsaufwandes wird die unterschiedliche Ausstattung der Unternehmen mit Eigen- und Fremdkapital bzw. die daraus resultierende unterschiedliche Zinsbelastung neutralisiert. Die Kennzahl bietet so vor allem im Branchenvergleich eine gute Grundlage zu einer von der Kapitalstruktur unabhängigen Beurteilung der Ertragskraft. Kostendeckung Formel: Umsatzerlöse x 100 Gesamtaufwand Die Kennzahl gibt an, in welchem Maße ein Unternehmen seine Aufwendungen am Markt über Umsatzerlöse decken kann. Cash-Flow Formel: Jahresüberschuss + Abschreibungen + | - Änderung der langfristigen Rückstellungen Der Cash-Flow beschreibt den Mittelzufluss (Einzahlungen) des Geschäftsjahres, dem kein unmittelbarer Mittelabfluss (Auszahlungen) gegenübersteht. Er zeigt, in welchem Umfang Finanzmittel für Investitionen, zur Schuldentilgung oder für Gewinnausschüttungen für das Folgejahr zur Verfügung stehen. Personalkostenintensität Formel: Personalkosten x 100 Gesamtaufwand Die Kennzahl gibt an, wie personalintensiv ein Unternehmen arbeitet. Anmerkungen: 1. Jahresüberschuss vor Abführung oder Verlustübernahme 2. Bilanzsumme = Gesamtkapital 3. Gesamtaufwand gemäß § 275 Abs. 2 Nrn. 5-8, 12-14, und 16 HGB 4. Mitarbeiterzahl entsprechend Tabelle „Personalentwicklung“ 32 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | Überblick Überblick | Stadtkämmerei | 33 III. Kapital- und Personengesellschaften 34 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | KVVH Ver- und Entsorgung und Verkehr 36 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | KVVH 1. KVVH – Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen GmbH Kontaktdaten Daxlander Straße 72, 76127 Karlsruhe Telefon: 0721 599-0 Fax: 0721 599-1009 kvvh@stadtwerke-karlsruhe.de www.kvvh.de Gründung 1. Januar 1997 Unternehmensgegenstand Versorgung der Bevölkerung und der Wirtschaft mit Elektrizität, Gas, Fernwärme, Wasser, das Anbieten von Telekommunikationsdienstleistungen und die Durchführung der Straßenbeleuchtung sowie die Verkehrsbedienung und das Betreiben der Rheinhäfen (GV vom 23. Juni 2021). Geschäftsführung Michael Homann (Sprecher) Dr. Alexander Pischon Patricia Erb-Korn Gesellschafter Stadt Karlsruhe Anteile Stammkapital 100 % = 107.372.000 € Aufsichtsrat 20 Mitglieder, davon 10 Vertreter der Anteilseigner und 10 Vertreter der Arbeitnehmer EB Gabriele Luczak-Schwarz (Vorsitz) Dirk Gümpel (stellv. Vorsitz bis 29.06.2022) Silke Gleitz (stellv. Vorsitz ab 28.10.2022) StR Lukas Bimmerle StR Christina Bischoff StR Thomas Hock StR Detlef Hofmann StR Johannes Honné StR Yvette Melchien (ab 01.02.2022) StR Dr. Thomas Müller StR Dr. Paul Schmidt Jürgen Beutel (bis 29.06.2022) Ina Braun Michael Bürck Thorsten Dossow Tino Essig (ab 30.06.2022) Martina Ganz Silke Gleitz Susanne Hybl (01.03. - 29.06.2022) Dr. Steffen Knapp (ab 30.06.2022) Prof. Dr. Matthias Maier (bis 29.06.2022) Heidi Pfeiffer (bis 29.06.2022) Amely Poll (ab 30.06.2022) Vanessa Schwaab (bis 29.06.2022) Udo Unger (bis 28.02.2022) Thomas Vogel (ab 30.06.2022) Silke Vorpahl (ab 30.06.2022) Christian Zeisluft (ab 30.06.2022) Beteiligungen (mindestens 20 %) Stadtwerke Karlsruhe GmbH VBK – Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH KASIG – Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft mbH Albtal-Verkehrs – Gesellschaft mbH Karlsruhe Anteile am Stammkapital 80 % = 100 % = 100 % = 94 % = 93.428.400,00 € 100.000.000,00 € 5.500.000,00 € 6.580.000,00 € Wichtige Verträge Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag (Organschaftsvertrag) mit der VBK GmbH Ergebnisabführungsvertrag (Organschaftsvertrag) mit der Stadtwerke Karlsruhe GmbH Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der KASIG – Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft GmbH Ergebnisabführungsvertrag mit der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 14 16 19 13 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aufwandsentschädigungen KVVH | Stadtkämmerei | 37 Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2022 wurde von der Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Niederlassung Stuttgart, geprüft (Abschlussprüfer im gesamten Konzern seit der Abschlussprüfung 2020). Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2019 2020 2021 2022 Beschäftigte 4) 39 41 42 46 Beamte 4) 1 1 0 0 Gesamtbelegschaft (Geschäftsbereich Rheinhäfen) 40 42 42 46 Auszubildende - - - - 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten und Beamten Leistungszahlen KVVH – Geschäftsbereich Rheinhäfen 2019 bis 2022 2019 2020 2021 2022 1. Schiffsgüterumschlag (in Mio. Tonnen) Mineralölprodukte 4,7 4,4 3,1 4,4 andere Güter 2,3 1,9 2,7 2,4 Zusammen 7,0 6,3 6,4 6,8 2. Einnahmen aus Umschlag Gesamt (in Mio. €) 3,0 2,8 2,6 2,8 je Tonnen (in €) 0,43 0,46 0,41 0,41 3. Fahrgastschifffahrt Anzahl der Teilnehmenden 28.541 3.805 5.237 23.689 Wichtigste Zahlungsströme zwischen Stadt Karlsruhe und KVVH-Konzern in den Jahren 2019 bis 2022 aus Sicht der Stadt Karlsruhe in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Konzessionsabgabe Versorgung 1) 2) +23.327 +22.242 +21.858 +24.454 2. Konzessionsabgabe Verkehr 3) +1.288 +2.029 +2.057 +2.687 3. Liquiditätszuschuss an KVVH GmbH -2.042 -5.058 +0 +0 4. Kapitalerhöhungen -33.000 -36.678 -15.174 -7.623 5. Verlustausgleich 4) - -29.482 -7.737 -68.285 Zusammen -10.427 -46.947 +1.004 -48.767 1) Über Stadtwerke Karlsruhe GmbH an Stadt Karlsruhe 2) Anteil Stadt Karlsruhe (das heißt ohne Anteil Rheinstetten/Gasversorgung Hardt) 3) Über VBK- Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH an Stadt Karlsruhe 4) Verlustausgleiche werden in den Jahren berücksichtigt, für die sie geleistet wurden. 38 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | KVVH Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2022 Das Ergebnis der KVVH GmbH weist im Jahresabschluss 2022 einen Verlust in Höhe von 68,3 Mio. € aus. Damit liegt der Jahresfehlbetrag der KVVH GmbH im Berichtsjahr um 60,6 Mio. € über dem des Vorjahres (Minus 7,7 Mio. €). Diagramm: Entwicklung der Ergebnisse 2012 bis 2022 Das KVVH-Gesamtergebnis umfasst im Einzelnen das Ergebnis des Finanzbereiches sowie des eigenständigen Geschäftsbereichs Rheinhäfen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr weist der Geschäftsbereich Rheinhäfen einen gegenüber dem Vorjahr um rund 140 Prozent gestiegenen Jahresüberschuss in Höhe von 1,8 Mio. € aus. Hier wirkt sich ein Einmaleffekt von Grundstückverkäufen positiv aus. Im Finanzbereich der KVVH GmbH, der insbesondere den Querverbund im Rahmen der körperschaft- und gewerbesteuerlichen Organschaft beinhaltet, wird im Wirtschaftsjahr 2022 ein Fehlbetrag von 70,1 Mio. € ausgewiesen. Dies entspricht gegenüber dem ausgewiesenen Vorjahresverlust einer Verschlechterung um 62,0 Mio. €. Der Ergebnisbeitrag der Stadtwerke Karlsruhe GmbH liegt dabei mit 13,8 Mio. € um 4,8 Mio. € unter dem Ergebnisniveau des Vorjahres (18,6 Mio. €). Der erzielte Ergebnisbeitrag setzt sich im Einzelnen aus der Gewinnabführung in Höhe von 10,6 Mio. € (Vorjahr: 14,1 Mio. €) und der steuerlichen Organumlage in Höhe von 5,3 Mio. € (Vorjahr: 7,3 Mio. €) zusammen. Abzüglich der dem Gesellschafter EnBW Kommunale Beteiligungen GmbH zustehenden Gewinnbeteiligung in Höhe von 2,1 Mio. € (Vorjahr: 2,8 Mio. €) verbleibt damit ein positiver Beitrag der Stadtwerke Karlsruhe GmbH zum Finanzergebnis der KVVH in Höhe von 13,8 Mio. €. Die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH (AVG) erwirtschaftete in 2022 einen Gewinn in Höhe von 4,7 Mio. € (Vorjahr: 10,1 Mio. €). Der Ergebnisbeitrag fiel damit gegenüber dem Vorjahr um 5,4 Mio. € geringer aus. Die Verlustübernahmen durch die KVVH aus den übrigen Tochtergesellschaften des Verkehrsbereiches, der Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH (VBK) und der Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft mbH (KASIG), fielen in Summe höher aus. Diese beziffern sich auf insgesamt minus 94,9 Mio. €. Im Vorjahr wurden noch minus 44,3 Mio. € ausgewiesen. Insgesamt stiegen die Gesamtaufwendungen aus der Verlustübernahme im Berichtsjahr damit um 50,6 Mio. €. Dabei fiel sowohl das Defizit der KASIG mit 2,1 Mio. € um 1,0 Mio. € als auch der Fehlbetrag der Verkehrsbetriebe mit 92,8 Mio. € um 49,6 Mio. € höher aus als im Vorjahr. 1,6 0,1 -7,6 -3,2 -10,5 -7,3 -29,5 -68,3 -80 -70 -60 -50 -40 -30 -20 -10 0 10 20122013201420152016201720182019202020212022 in Mio. Euro Jahr KVVH | Stadtkämmerei | 39 Die Stadt Karlsruhe hat zur Stabilisierung der Gesellschaft Rückstellungen zum Ausgleich des Jahresergebnisses in Höhe von 68,3 Mio. € vorgesehen. Eine positive Entwicklung für das Ergebnis der KVVH GmbH war im Berichtsjahr bei den Dividendenzahlungen aus dem Aktienpaket der EnBW zu verzeichnen. Mit einem Ausschüttungsbetrag in Höhe von 7,1 Mio. € lag die Dividende um 0,7 Mio. € über dem Dividendenertrag im Vorjahr. Die Ausschüttung je Aktie belief sich dabei auf 1,10 €/Aktie. Diagramm: Gesamtumschlag Rheinhafen 2012 bis 2022 Ausblick Insgesamt geht die KVVH GmbH für das Geschäftsjahr 2023 von einem Anstieg des Verlustes auf 79,7 Mio. € aus, was einer Ergebnisverschlechterung gegenüber dem vorliegenden Rechnungsergebnis 2022 um 11,4 Mio. € entspricht. Hiermit zeichnet sich für das Wirtschaftsjahr 2023 ein Verlustanstieg des Ergebnisses der KVVH GmbH ab. Die mittelfristige Betrachtung der Ergebnisentwicklung in der KVVH GmbH zeigt auch darüber hinaus eine weitere negative Tendenz auf. Die Erzielung eines vollständigen Verlustausgleichs innerhalb der KVVH GmbH erscheint derzeit kaum mehr möglich. Aufgrund dieser Erkenntnisse erfolgen durch die Stadt Karlsruhe gemeinsam mit den Beteiligungsunternehmen innerhalb der KVVH GmbH weitere intensive Untersuchungen zur Entwicklung möglicher Finanzierungsmodelle sowie strukturelle Maßnahmen zur Verbesserung bzw. Stabilisierung der Ergebnissituation in den jeweiligen Gesellschaften. Zur Stabilisierung der Finanzkraft in der KVVH-Holding müssen darüber hinaus auch 2023 (sowie in den folgenden Jahren) erhebliche Mittel aus dem Haushalt der Stadt Karlsruhe an die KVVH zugeschossen werden, um weiterhin die finanzwirtschaftliche Stabilität der KVVH GmbH zu sichern. Risiken Die Hauptrisiken der KVVH GmbH resultieren aus den wesentlichen Tochtergesellschaften und werden in den Risikomanagementsystemen der einzelnen Tochtergesellschaften dargestellt. Als übergreifendes Risiko der KVVH GmbH ist die nicht auszuschließende Gefahr der Abschaffung des steuerlichen Querverbundes durch gesetzliche Vorgaben zu nennen. Im Geschäftsbereich Rheinhäfen das latente Risiko von Hoch- oder Niedrigwasser, welches sich direkt auf den wasserseitigen Umschlag auswirkt. Ebenso kann eine Reduzierung der Dividende aus dem Aktienpaket der EnBW das Ergebnis belasten. 6,8 7,1 6,7 6,5 6,3 6,8 5,8 6,0 6,2 6,4 6,6 6,8 7,0 7,2 7,4 20122013201420152016201720182019202020212022 in Mio. Tonnen Jahr 40 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | KVVH Im Rahmen der Risikobewertung werden derzeit die Verluste aus der Verkehrssparte als Risiken identifiziert, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden können. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Die Rheinhäfen beziehen weiterhin „grünen“ Strom von den Stadtwerken Karlsruhe. Wo möglich, werden auf den rheinhafen-eigenen Gebäuden Photovoltaik-Anlagen installiert. Die Leuchtmittel im Rhein- und Ölhafen werden sukzessiv auf LED-Leuchtmittel umgestellt. Bei künftigen PKW-Ersatzbeschaffungen werden Elektrofahrzeuge angeschafft bzw. geleast. Kurzbilanz 2022 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Rechnungsabgrenzungsposten 55.444 64.119.151 358.077.497 43.241 72.388.720 9.823 253.319 494.947.195 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Jahresverlust Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 107.372.000 190.258.227 - 68.285.054 229.345.173 5.626.740 259.975.282 0 494.947.195 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2019 bis 2023 in T€ 2019 2020 2021 2022 Plan 2022 1) Plan 2023 1) 1. Umsatzerlöse +10.880 +11.353 +10.949 +12.035 +10.881 +11.254 2. Sonstige betriebliche Erträge +2.806 +2.813 +2.955 +989 +205 +205 3. Materialaufwand -3.260 -3.588 -3.164 -3.622 -3.266 -3.465 4. Personalaufwand -2.946 -3.046 -3.085 -3.110 -3.210 -3.495 5. Abschreibungen -2.726 -2.671 -2.601 -2.497 -2.659 -2.434 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -946 -839 -1.205 -887 -1.538 -863 7. Erträge aus anderen Wertpapieren u. a. +4.179 +4.500 +6.429 +7.072 +6.429 +6.429 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +287 +228 +107 +665 +515 +467 9. Erträge aus Gewinnabführung 2) +20.618 +15.146 +21.375 +13.158 +20.442 +11.670 10. Aufwendungen aus Verlustübernahme -45.563 -56.013 -44.262 -94.929 -107.561 -101.978 11. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -4.349 -3.914 -2.429 -2.124 -2.485 -3.378 12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +7.212 +6.901 +7.481 +5.263 +8.887 +6.215 13. Ergebnis nach Steuern -13.808 -29.130 -7.450 -67.987 -73.360 -79.373 14. Sonstige Steuern -295 -352 -287 -298 -354 -314 15. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -14.103 -29.482 -7.737 -68.285 -73.714 -79.687 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“, eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Nach Abzug der Abführung an außenstehende Gesellschafter der Stadtwerke Karlsruhe GmbH. KVVH | Stadtkämmerei | 41 Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2019 2020 2021 2022 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 88,1 89,5 88,8 85,3 2. Umlaufintensität (in %) 11,8 10,4 11,2 14,6 3. Investitionen (in Mio. €) 15,4 21,5 19,32 12,64 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 48,9 50,1 56,1 46,3 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 55,4 56,0 63,2 54,3 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) -129,6 -259,7 -70,7 -567,4 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) -6,5 -13,2 -3,0 -29,8 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) -2,2 -5,7 -1,1 -13,4 4. Kostendeckung (in %) 50,1 38,9 43,9 21,1 5. Cash-Flow (in T€) 5.1 vor Ertragsteuern -11.471 -26,669 -5,191 -65,904 5.2 nach Ertragsteuern -11.579 -26,667 -5,046 -65,904 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 4,9 4,3 5,4 2,9 2. Personalaufwand je Mitarbeitenden (in €) 73.654 72.522 73.463 67.619 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. 42 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | KVVH Nachrichtlich: KVVH – Konzernabschluss 2022 Kurzbilanz 2022 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sonstige Wertpapiere Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei der Stadt Karlsruhe Rechnungsabgrenzungsposten 26.137.399 1.922.041.014 129.035.941 58.508.600 302.389.702 15.338.700 167.360.961 16.688.353 2.637.500.672 A. B. C. D. E. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Andere Gewinnrücklagen Konzernbilanzgewinn Ausgleichsposten Anteile anderer Gesellschafter Buchmäßiges Eigenkapital Empfangene Ertragszuschüsse Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 107.372.000 328.287.068 50.092.389 -53.324.783 47.273.717 479.700.391 61.915.801 276.267.583 1.818.008.560 1.608.337 2.637.500.672 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2019 bis 2022 in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Umsatzerlöse +1.157.951 +1.022.867 +1.013.837 1.060.208 2. Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen +8.832 -1.898 -4.573 +3.020 3. Andere aktivierte Eigenleistungen +12.485 +13.020 +12.881 +16.439 4. Sonstige betriebliche Erträge +24.905 +25.125 +40.901 +12.021 5. Materialaufwand -800.349 -665.924 -625.719 -727.964 6. Personalaufwand -241.477 -247.186 -253.075 -254.304 7. Abschreibungen 1) -76.432 -77.561 -85.851 -99.640 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -80.035 -82.388 -82.434 -53.049 9. Erträge aus Beteiligungen 2) +2.727 +2.434 +1.847 +1.529 10. Erträge aus anderen Wertpapieren +4.180 +4.501 +6.433 +7.074 11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +1.596 +562 +911 +1.581 12. Aufwendungen aus Beteiligungen -91 -5 0 -70 13. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -22.735 -24.491 -22.470 -30.118 14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.511 -596 -380 -489 15. Ergebnis nach Steuer -9.954 -31.540 +2.308 -63.762 16. Sonstige Steuern -1.014 -1.095 -1.241 -1.093 17. Konzernergebnis -10.968 -32.635 +1.067 -64.855 18. Anteile anderer Gesellschafter -3.819 -2.812 -3.201 -2.213 19. Konzernüberschuss/-fehlbetrag (+/-) -14.787 -35.447 -2.134 -67.068 20. Konzerngewinnvortrag/-verlustvortrag +5.997 +2 -21.342 +6.006 21. Entnahme aus Kapitalrücklage +8.792 +14.103 +29.482 +7.737 22. Konzernbilanzgewinn/-verlust (+/-) +2 -21.342 +6.006 -53.325 1) Inklusive Abschreibungen auf Finanzanlagen. 2) Inklusive Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen. . KASIG | Stadtkämmerei | 43 2. KASIG – Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft mbH Kontaktdaten Kriegsstraße 100, 76133 Karlsruhe Telefon: 0721 133-5591 Fax: 0721 133-5599 kasig@karlsruhe.de www.kasig.info Gründung 25. Juli 2003 Unternehmensgegenstand Planung, Errichtung und Betrieb der insbesondere für die Entlastung der Kaiserstraße notwendigen Verkehrsinfrastruktureinrichtungen (GV vom 2. Juni 2005). Geschäftsführung Dr. Alexander Pischon Frank Nenninger Gesellschafter KVVH GmbH Anteile Stammkapital 100 % = 5,5 Mio. € Aufsichtsrat 16 Mitglieder OB Dr. Frank Mentrup (Vorsitz) GF Michael Homann (stellv. Vorsitz) StR Lukas Bimmerle StR Dr. Clemens Cremer StR Elke Ernemann Carl Maria Falck Martina Ganz (ab 01.10.2022) StR Johannes Honné StR Tom Høyem Martin Keller Marc Andrew Kückmann StR Aljoscha Löffler StR Sven Maier StR Bettina Meier-Augenstein StR Dr. Paul Schmidt Udo Unger (bis 30.09.2022) StR Michael Zeh Beteiligungen (mindestens 25%) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag (Organschaftsvertrag) mit der KVVH. Konzessionsvertrag mit der Stadt Karlsruhe. Pachtvertrag Stadtbahntunnel mit der VBK Pachtvertrag Kriegsstraßentrasse mit der VBK Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 11 13 14 11 1) Die Geschäftsführer erhalten keine unmittelbaren Bezüge von der Gesellschaft. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2022 wurde von der Baker Tilly GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Niederlassung Stuttgart, geprüft. 44 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022| KASIG Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2019 2020 2021 2022 Beschäftigte 4) 27,3 29,8 28,8 13,6 Beamte 4) 4,0 3,0 3,0 1,0 Gesamtbelegschaft 31,3 32,8 31,8 14,6 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt Karlsruhe, VBK und AVG abgeordneten Beschäftigten Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2022 Am 11. Dezember 2021 um 14 Uhr konnte planmäßig die Inbetriebnahme des Stadtbahntunnels, mit der gleichzeitigen Eröffnung aller Haltestellen, durchgeführt werden. Seit diesem Tag befinden sich alle Anlagen in stabiler Funktion. Die Übergabe des Stadtbahntunnels an die VBK - Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH ist erfolgt. Somit liegen die Aufgaben für Betrieb und Unterhaltung, sowie Wartung und Instandhaltung bei der VBK. Im Verantwortungs- bereich der KASIG verbleiben die Geltendmachung von Gewährleistungsansprüchen und die Verfolgung von Gewährleistungsmängel bis zum Gewährleistungsende, bei den meisten Gewerken der 31. März 2026. Resultierend aus den Abnahmen nach der Verordnung für Bau und Betrieb von Straßenbahnen (Straßenbahn- Bau- und Betriebsordnung – BOStrab) und den werkvertraglichen Abnahmen waren in 2022, neben der Beseitigung von Abnahme- und Gewährleistungsmängeln, weiterhin auch noch diverse Restarbeiten durchzuführen. Mit Datum vom 24. Januar 2022 wurde der Vertrag über die unentgeltliche Überlassung der oberirdischen Betriebsanlagen der Kriegsstraßentrasse, einschließlich Haltestellen und betriebstechnischer Einrichtungen, sowie sonstiger Anlagen der KASIG an die VBK mit Wirkung der Aufnahme des regulären Fahrgastbetriebs am 11./12. Dezember 2021 geschlossen. Nachdem am 12. Dezember 2021 die Straßenbahntrasse in der Kriegsstraße termingerecht in Betrieb genommen werden konnte, sollte im Frühjahr 2022 die Inbetriebnahme des Straßentunnels, des Karoline-Luise-Tunnels, folgen. Die Lüftungstests und die Brandversuche zu Beginn des Jahres verliefen äußerst zufriedenstellend. Jedoch bremsten weiterhin Lieferprobleme bei der Elektroausstattung das Vorhaben. Erschwerend kam es am 6. April 2022 und am 17. Mai 2022 jeweils durch Vogelschlag zu einer Havarie je eines Strahlventilators. Nach der Montage von Schutzgittern und einiger zusätzlicher Prüfungen im Tunnel, konnte der Karoline-Luise-Tunnel dann am 19. Oktober 2022 für den Autoverkehr freigegeben und eröffnet werden. Der sich an die Verkehrsfreigabe anschließende vierwöchige Einfahrbetrieb erfolgte ohne besondere Vorkommnisse. Die Abnahme der technischen Ausstattung des Straßentunnels erfolgte im November 2022. Einige untergeordnete Mängel und Restarbeiten sind jedoch noch auszuführen. Das operative Ergebnis 2022 (- 2,1 Mio. €) verschlechterte sich zwar um knapp 1,0 Mio. € gegenüber dem Vorjahreswert, blieb aber deutlich unter den negativen Erwartungen des Planansatzes (- 3,6 Mio. €). KASIG | Stadtkämmerei | 45 Diagramm: Entwicklung der Ergebnisse in T€ Ausblick Im Stadtbahntunnel finden 2023 noch Mängelbeseitigungs- und Restarbeiten statt. Mit der Ergänzung der Beschilderungen (Wegeleitung und Zugänge) wurde in 2022 begonnen. Die Fertigstellung erfolgt in 2023. Nachdem sich nun ein sicherer Betrieb des Straßentunnels eingestellt hat, können in 2023 die planmäßig und die aufgrund der Einflüsse der Pandemie und der Lieferproblem verschobenen noch ausstehenden Arbeiten zur Herstellung der endgültigen Oberfläche der Kriegsstraße ausgeführt werden. Die Fertigstellung dieser Arbeiten, bis auf letzte Baumpflanzungen, die im November 2023 ausgeführt werden sollen, ist für das 2. Quartal 2023 geplant. Für das Jahr 2023 prognostiziert die KASIG in der zweiten Ergebnisvorausschau einen Verlust in Höhe von rund 10,3 Mio. € (WP 2023: - 6,4 Mio. €). Dieser prognostizierte Verlust ergibt sich unter anderem durch die Nacharbeiten am Stadtbahntunnel und Kriegsstraßentunnel und damit einhergehend der Personalkosten (die nicht mehr in voller Höhe aktiviert werden können), höherer Abschreibungen und höherer Zinsen. Bis zur Abrechnung gemäß Stufe 2 des Pachtvertrags (schlussgerechnete Herstellungskosten) können diese Kosten nicht in die Pacht der VBK eingepreist werden und verschlechtern das finanzielle Jahresergebnis der KASIG. Daher ist bis zur Abrechnung gemäß Stufe 2 des Pachtvertrags der Verlustausgleich in der genannten Höhe erforderlich. Der Verlust wird durch die KVVH GmbH als Konzernmuttergesellschaft auf Grundlage des Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages ausgeglichen. Risiken Risiken bestehen in der Finanzierung der Investitionsdarlehen sowie in der abschließenden Prüfung der Fördermittelgeber Bund und Land Baden-Württemberg. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Durch den Stadtbahntunnel und die Bahntrasse in der Kriegsstraße wird das Netz des KVV deutlich leistungsfähiger und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Steigerung der Attraktivität des öffentlichen Personennahverkehrs. Damit können die Nahverkehrsunternehmen VBK und AVG weiterhin eine klimafreundliche Alternative für die Mobilität in Stadt und Region anbieten und somit zur Verringerung des Individualverkehrs beitragen. -887 -927 -918 -1.088 -1.193 -1.845 -1.083 -2.111 -2500 -2000 -1500 -1000 -500 0 20122013201420152016201720182019202020212022 46 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022| KASIG Das neue „Gesicht“ der Kriegsstraße mit einer begrünten Straßenbahntrasse zwischen Baumalleen sowie die schienenfreie Fußgängerzone erhöhen das Grün in der Stadt und tragen insgesamt zur Erhöhung Wohlfühlatmosphäre in der Stadt bei. Kurzbilanz 2022 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 398.412 575.857.632 0 0 66.437.355 102.699.279 258.432 745.651.110 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 5.500.000 36.683.000 42.183.000 16.556.578 686.911.532 0 745.651.110 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2019 bis 2023 in T€ 2019 2020 2021 2022 Plan 2022 1) Plan 2023 1) 1. Umsatzerlöse +548 +305 +4.020 +25,785 +26.370 +25.050 2. Andere aktivierte Eigenleistungen +0 +0 +0 +0 +0 +0 3. Sonstige betriebliche Erträge +0 +77 +0 +6 +0 +0 4. Materialaufwand -758 -902 -949 -1.886 -2.383 -2.331 5. Personalaufwand +0 +0 +0 +0 +0 +0 6. Abschreibungen -207 -186 -1.303 -11.802 -8.824 -9.234 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -778 -1.139 -2.372 -2.207 -2.347 -1.229 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +3 +3 +41 +1.053 +0 +0 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1 -0 -519 -13.059 -16.440 -18.531 10. Ergebnis nach Steuern -1.193 -1.842 -1.083 -2.110 -3.624 -6.365 11. Sonstige Steuern -2 -4 -1 -1 -2 -2 12. Erträge aus Verlustübernahme 2) +1.195 +1.846 -1.083 -2.111 -3.626 -6.367 13. Jahresüberschuss/- fehlbetrag +0 +0 +0 +0 +0 +0 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“ (das heißt nicht fortgeschrieben). 2) Verlustausgleich erfolgt über die KVVH GmbH. KASIG | Stadtkämmerei | 47 Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2019 2020 2021 2022 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 98,8 99,1 99,4 77,3 2. Umlaufintensität (in %) 1,2 0,8 0,6 22,7 3. Investitionen (in T€) 163.091 205.461 133.008 57.411 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 0,9 2,3 3,6 5,7 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 0,9 2,4 3,6 7,3 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) - - - -8,2 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) -21,7 -9,5 -3,1 -5,0 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) -0,2 -0,2 -0,1 1,5 4. Kostendeckung (in %) - - - 89,1 5. Cash-Flow (in T €) -988 -1.660 220 9.692 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) - - - - 2. Personalaufwand je Mitarbeitenden (in €) - - - - Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. 48 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | VBK 3. VBK – Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH Kontaktdaten Tullastraße 71, 76131 Karlsruhe Telefon: 0721 6107-0 Fax: 0721 6107-5009 info@vbk.karlsruhe.de www.vbk.info Gründung 1. Juli 1997 Unternehmensgegenstand Bau und Betrieb von Verkehrsanlagen des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) und Erbringung von Nahverkehrsdienstleistungen in der Stadt Karlsruhe und deren Umland (GV in der Fassung vom 26. Juni 2002). Geschäftsführung Dr. Alexander Pischon Ascan Egerer, bis 31.10.2021 Christian Höglmeier, ab 01.11.2021 Gesellschafter KVVH GmbH Anteile Stammkapital 100 % = 100 Mio. € Aufsichtsrat 15 Mitglieder, davon 10 Vertreter des Anteilseigners und 5 Vertreter der Arbeitnehmer OB Dr. Frank Mentrup (Vorsitz) StR Sibel Uysal (stellv. Vorsitz bis 27.05.2022) StR Aljoscha Löffler (stellv. Vorsitz ab 28.05.2022) StR Verena Anlauf StR Lukas Bimmerle StR Karl-Heinz Jooß StR Sven Maier StR Bettina Meier-Augenstein StR Oliver Schnell Johannes Rückert Volker Dürr (bis 31.05.2022) Silke Gleitz Michael Bürck Stefan Oberacker (bis 31.05.2022) Bertram Wagner (bis 31.05.2022) Tino Essig (ab 01.06.2022) Thomas Hartmann (ab 01.06.2022) Nermin Spahic (ab 01.06.2022) Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der KVVH GmbH. Konzessionsvertrag mit der Stadt Karlsruhe über gegenseitige Rechte und Pflichten, die sich aus der Durchführung des ÖPNV mit Schienenbahnen ergeben. Verkehrs- und Einnahmeaufteilungsvertrag mit dem Karlsruher Verkehrsverbund. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 20 21 22 23 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2022 wurde von der Baker Tilly GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Niederlassung Stuttgart, geprüft. VBK | Stadtkämmerei | 49 Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2019 2020 2021 2022 Beschäftigte 4) 1.272 1.295 1.301 1.286 Beamte 4) 18 18 17 15 Zwischensumme 1.290 1.313 1.318 1.301 Abzüglich an AVG | KVV | KASIG zu 100 % abgeordnet Beschäftige -29 -31 -28 -18 Beamte -2 -2 -2 -1 Zwischensumme -31 -33 -30 -19 Gesamtbelegschaft 1.259 1.280 1.288 1.282 Auszubildende 34 44 38 34 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten und Beamten Leistungszahlen VBK – Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH 2019 bis 2022 2019 2020 2021 2022 1. Anzahl der beförderten Personen (in Mio.) 1) 104,4 48,1 2) 44,5 62,9 2. Beförderungsdienstleistung (in Mio. Wagenkilometer) Straßenbahn 8,6 8,0 8,1 8,0 Omnibus 4,6 4,6 4,3 4,3 Zusammen 13,2 12,6 12,4 12,3 3. Zuschussbedarf je beförderter Person (in €) 0,40 1,02 0,97 1,48 4. Fahrgelderträge Gesamt (in Mio. €) 66,5 52,0 53,5 43,1 Je Fahrgast (in €) 0,64 1,08 1,20 0,69 1) Bis 2019: Gesamtverkehr mit Freifahrern und Gelegenheitsverkehr „brutto“ ohne Schwerbehinderte. Geschätzte Werte aus den jeweiligen Lageberichten. Ab 2020: Fahrgastzahlen auf Basis der automatischen Fahrgastzählsysteme (AFZS). Vergleichswert 2019: 82,2 Mio. 2) Wert ist aufgrund der Umstellung der Fahrgastzählung auf automatische Systeme nicht mit den Vorjahreswerten vergleichbar. 50 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | VBK Diagramm: Entwicklung Fahrgäste (in Mio.) 1) und Defizit in Mio. Euro 2012 bis 2022 1) Bis 2019: Gesamtverkehr (in Mio. Fahrgästen) mit Freifahrern und Gelegenheitsverkehr ohne Schwerbehinderten. Ab 2020: Fahrgastzahlen auf Basis der automatischen Fahrgastzählsysteme (AFZS). Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2022 Gegenüber den Vorjahren steigt der Verlust enorm an. Grund hierfür ist die in 2022 nunmehr erstmalig erfolgte vollständige Übernahme des Betriebs des Stadtbahntunnels. Mit einem Verlust in Höhe von - 92,8 Mio. € liegt das Ergebnis um + 3,1 Mio. € oder + 3,4 % über dem prognostizierten Plan-Ergebnis von - 89,7 Mio. €. Die erwarteten Umsatzerlöse konnten nicht erreicht werden und sind um 8,3 % niedriger ausgefallen auf insgesamt 135,1 Mio. € (Vorjahr: 151,7 Mio. €). Darin enthalten sind Mittel aus dem ÖPNV-Rettungsschirm in Höhe von 22,3 Mio. €, zum Ausgleich der pandemiebedingten Mindereinnahmen sowie Ausgleichszahlungen nach § 45a PBefG in Höhe von 10,9 Mio. €, aber auch die Beförderungserlöse und die sonstigen Umsatzerlöse. Die Aufwendungen bleiben hinter der Planung um -8,3 Mio. € oder -2,5 % zurück. Ursächlich hierfür waren hauptsächlich niedrigere Personalkosten und niedrigere Material- und Fremdleistungskosten. Bei den Investitionen konnten von den geplanten 79,1 Mio. € lediglich 57,3 Mio. € im Wirtschaftsjahr getätigt werden, dies entspricht 72,4 %. Grund hierfür sind geringere Investitionen im Bereich der Infrastruktur. Teilweise sind die Projekte begonnen, werden aber erst ab 2023 ausgabewirksam. Weitere Projekte sind geplant, konnten aber kapazitätsbedingt noch nicht in die Realisierungsphase übergehen. Im Unternehmensbereich Betrieb war das Jahr 2022 das erste volle Betriebsjahr der neuen Strecken der Kombilösung, also sowohl des Stadtbahntunnels als auch der oberirdischen Neubaustrecke in der Kriegsstraße. Dabei hat sich gezeigt, dass sich die umfangreichen Vorbereitungsarbeiten zur Inbetriebnahme ausgezahlt haben: der Betrieb lief, gerade auch in der komplexen neuen Infrastruktur Stadtbahntunnel, von Anfang an betrieblich weitestgehend sehr stabil, zuverlässig und pünktlich. Im Unternehmensbereich Infrastruktur wurde im laufenden Geschäftsjahr weiter in die Erneuerung und Instandhaltung der Infrastruktur sowie in den barrierefreien Ausbau von Haltestellen investiert. Im Unternehmensbereich Fahrzeuge und Werkstätten wurde für die zukünftige Schienenfahrzeugbeschaffung die unternehmensübergreifende, gemeinsame Beschaffung von Schienenfahrzeugen unter Einbindung des VDV erfolgreich mit der Zuschlagserteilung an die Stadler Deutschland GmbH im Januar 2022 abgeschlossen. Durch die sich hieraus ergebenden günstigeren Anschaffungs- sowie Lebenszykluskosten wurde das Karlsruher Modell langfristig gesichert und technisch weiterentwickelt. 107,9 109,2 106,4 104,3 104,4 44,50 44,5 24,1 27,6 27,0 38,7 42,0 43,20 43,2 0,0 20,0 40,0 60,0 80,0 100,0 120,0 20122013201420152016201720182019202020212022 in Mio. Fahrgäste (in Mio) Defizit (in Mio €) VBK | Stadtkämmerei | 51 Ausblick Für das kommende Jahr rechnet die Gesellschaft in ihrer Wirtschaftsplanung mit einem negativen Ergebnis vor Verlustübernahme in Höhe von -95,6 Mio. €. Durch die weiterhin bestehende unsichere geopolitische Lage in der Ukraine, die andauernd gestörten Lieferketten und die sich daraus ableitende Inflation auf bisher unerwartet hohem Niveau, ist das Unternehmen von den Auswirkungen hieraus massiv betroffen. Ebenso werden die aktuellen Entwicklungen auf den Strombeschaffungsmärkten sowie die aktuellen Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst signifikante Auswirkungen haben. Durch umfassende und verstärkte Konsolidierungsmaßnahmen ist der bedrohlichen Ergebnisentwicklung entgegenzuwirken. Hierzu ist vor allem dem strukturellen Defizit mit zu optimierenden Prozessen zu begegnen und gewachsene Leistungsstandards sind zu überprüfen. Mitte des vergangenen Jahres war das Neun-Euro-Tickert ein echter Verkaufsschlager und ermöglichte der VBK sich als leistungsfähiger und zuverlässiger Partner im ÖPNV zu präsentieren. Bundesweit entdeckten Millionen Bürger*innen das attraktive Nahverkehrsangebot für sich und sorgten auch im VBK-Verkehrsgebiet vor allem an den Wochenenden für volle Busse und Bahnen. Im Jahr 2023 werden als weitere Maßnahmen zur Erreichung der Ziele der Verkehrswende das bundesweit nutzbare Deutschlandticket zum Preis von 49 Euro/Monat und das in Baden-Württemberg gültige Landesweite Jugendticket eingeführt. Risiken In den nächsten 3 Jahrzehnten gehen die VBK insbesondere durch den mit der KASIG für die Tunnelbenutzung abgeschlossenen Pachtvertrag seit 2022 von einem mehr als 30 Mio. EUR höheren Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme aus. Um den Anstieg der erwarteten Unterdeckung abzumildern wurde zusammen mit einer Wirtschaftsberatungs- gesellschaft 2021 ein Restrukturierungsprogramm initiiert, das sich derzeit in Umsetzung der einzelnen Potentiale befindet. Stichworte sind u. a. die Optimierung der Beschaffungsprozesse durch Zentraleinkauf, die Liniennetzoptimierung in Verbindung mit der Tunnelinbetriebnahme sowie das Projekt „Härtere Radreifen“. Als Folge der demografischen Entwicklung in Deutschland ist mittelfristig mit sinkenden Zahlen von Schülerinnen und Schülern und damit verbundenen geringeren Einnahmen aus der Schülerbeförderung zu rechnen. Schon in den Vorjahren wurde ein deutliches Absinken der Verkaufszahlen der ScoolCard im Karlsruher Verkehrsverbund registriert. Mit der Einführung des preisgünstigeren Landesweiten Jugendtickets wird dieses Ticket an die Stelle der ScoolCard treten. Ebenso wird die Einführung des Deutschlandtickets durch den gegenüber den bisherigen klassischen Monatsabonnements günstigeren Tarif zu Einnahmerückgängen führen. Die Gegenfinanzierung der erwarteten Einnahmerückgänge ist bislang für beide Sachverhalte nur bis 2025 durch entsprechende Zusagen der Aufgabenträger verbindlich gesichert und würde bei fehlenden Nachfolgeregelungen zu einem ansteigenden Defizit führen. Deutschlandweit ist eine drohende finanzielle Belastung durch massive Preissteigerungen, die nicht nur auf den Energiesektor beschränkt ist, zu erkennen. Ursachen wie der immer noch anhaltende Ukraine-Krieg, der aktuelle Umbau der deutschen Energielandschaft hin zu erneuerbaren Energien verstärken den Preisanstieg. Das Unternehmen rechnet aktuell mit einem Anstieg des Verlustes auf 131,8 Mio.€ bis im Jahr 2028. Klimaschutz und Nachhaltigkeit In 2011 erfolgte die Umstellung auf Öko-Strom für den Straßenbahnbetrieb sowie die Büros und Betriebshöfe. Seit Anfang 2016 wird ein eigenes Blockheizkraftwerk zur Verwertung von Deponiegas im Betriebshof West betrieben. Die Busflotte der Verkehrsbetriebe wird kontinuierlich modernisiert und es sollen künftig alternative Antriebssysteme eingesetzt werden. 52 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | VBK Im Berichtsjahr wurde das Thema Nachhaltigkeit seitens der Stabsstelle Integriertes Managementsystem vorangetrieben. Die VBK sieht sich in der Verantwortung stets die technischen und organisatorischen Markttrends zu beobachten und das Unternehmen zeitgemäß und marktgerecht zu führen. Um die externen Anforderungen zu verstehen, wird jährlich das Umfeld (der Kontext) des Unternehmens analysiert und eine sogenannte Stakeholder-Analyse durchgeführt. Die VBK beteiligten sich aktiv am Klimaschutzkonzept der Stadt Karlsruhe. Sie bekennen sich ausdrücklich zu ihrer gesellschaftlichen Verantwortung im System einer kommunalen Daseinsvorsorge. Dies gilt sowohl ökonomisch und ökologisch als auch sozial. Die Geschäftsleitung bekennt sich somit zur Nachhaltigkeit als strategisches Ziel des Unternehmens. Kurzbilanz 2022 in € Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2019 bis 2023 in T€ 2019 2020 2021 2022 Plan 2022 ) Plan 2023 1) 1. Umsatzerlöse +134.773 +143.870 +151.647 +135.135 +147.272 +148.434 2. Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen +370 +143 -75 -217 +143 +19 3. Andere aktivierte Eigenleistungen +578 +717 +604 +1.633 +1.114 +927 4. Sonstige betriebliche Erträge +4.098 +5.147 +7.407 +4.221 +3.488 +3.851 5. Materialaufwand -59.253 -70.366 -66.744 -81.676 -83.148 -87.884 6. Personalaufwand -82.095 -84.624 -87.454 -89.552 -94.777 -92.901 7. Abschreibungen -22.683 -22.326 -22.109 -21.993 -19.923 -20.978 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -11.677 -15.631 -20.258 -36.622 -39.244 -41.719 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4) +129 +154 +181 +176 +267 +482 10. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -6.146 -6.068 -6.092 -3.793 -4.799 -5.700 11. Ergebnis nach Steuern -41.906 -48.983 -42.892 -92.688 -89.607 -95.470 12. Sonstige Steuern -134 -126 -287 -131 -145 -141 13. Erträge aus Verlustübernahme 2) +42.040 +49.109 +43.179 +92.819 +89.752 +95.611 14. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +0 +0 +0 +0 +0 +0 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Verlustausgleich erfolgt durch KVVH GmbH. 3) In den Aufwendungen 2018 sind 1,65 Mio. € Tunnelkosten enthalten für den Schienenersatzverkehr in der Ettlinger Straße, aufgrund der Bauarbeiten für die Kombilösung sowie für die benötigten Mitarbeiter aufgrund des Tunnels. 4) Einschließlich Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens. Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei der Stadt Karlsruhe Rechnungsabgrenzungsposten 1.863.308 332.629.295 11.388 34.158.553 128.023.437 672.699 72.813 497.431.493 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 100.000.000 38.864.426 138.864.426 83.440.597 275.023.804 102.666 497.431.493 VBK | Stadtkämmerei | 53 Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2019 2020 2021 2022 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 75,3 74,0 72,4 67,2 2. Umlaufintensität (in %) 24,7 26,0 27,6 32,7 3. Investitionen (in T€) 22.750 36.360 25.976 57.250 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 34,6 32,9 32,8 27,9 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 46,0 44,5 45,3 41,5 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) -31,2 -34,1 -28,5 -68,7 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) -30,3 -35,4 -31,1 -66,8 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) -9,0 -10,2 -8,8 -17,9 4. Kostendeckung (in %) 74,1 72,2 74,7 57,8 5. Cash-Flow (in T€) -17.417 -24.454 -17.598 -71.451 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 45,1 42,5 43,1 38,3 2. Personalaufwand je Mitarbeitenden (in €) 65.207 66.113 67.899 69.853 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. 54 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | AVG 4. Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH Kontaktdaten Tullastraße 71, 76131 Karlsruhe Telefon: 0721 6107-0 Fax: 0721 6107-5009 info@avg.karlsruhe.de www.avg.info Gründung 9. Mai 1957 Unternehmensgegenstand Bau und Betrieb von Verkehrs- und artverwandten Unternehmen (Personen- und Güterverkehr) sowie die Beteiligungen an solchen (GV in der Fassung vom 8. Dezember 2017). Geschäftsführung Dr. Alexander Pischon Ascan Egerer, bis 31.10.2021 Christian Höglmeier, ab 01.11.2021 Gesellschafter Stadt Karlsruhe KVVH GmbH Anteile Stammkapital 6 % = 94 % = 0,42 Mio. € 6,58 Mio. € Aufsichtsrat 15 Mitglieder, davon 10 Vertreter der Anteilseigner und 5 Vertreter der Arbeitnehmer OB Dr. Frank Mentrup (Vorsitz) Joachim Sahner (stellv. Vorsitz bis 17.10.2022) Andreas Engisch (stellv. Vorsitz seit 01.06.2022) OB Johannes Arnold StR Elke Ernemann Oliver Heinzelmann Dirk Hofheinz (bis 31.05.2022) StR Johannes Honné ELB Dr. Jörg Peter (bis 07.01.2022) StR Karl-Heinz Jooß Kurt Lackinger (bis 31.05.2022) StR Sven Maier LR Helmut Riegger LR Dr. Christoph Schnaudigel Carsten Strähle (bis 30.06.2022) Daniel Van Vlem (bis 31.05.2022) LR Prof. Dr. Christian Dusch (seit 08.01.2022) Michael Gerber (seit 02.12.2022) Monika Gundelfinger (seit 01.06.2022) Gerd Hickmann (seit 01.07.2022) Katja Rempfer (seit 01.06.2022) Beteiligungen (mindestens 25 %) Transport Technologie-Consult Karlsruhe GmbH (TKK) Anteile am Stammkapital 49 % = 49.000,00 € Wichtige Verträge Vertrag vom 26. Juli 1995 mit der Deutschen Bahn AG, Geschäftsbereich Netz, Regionalbereich KA, über die Verpachtung der Strecke Grötzingen-Bretten, Bretten-Eppingen und mit dem 2. Nachtragsvertrag vom 4. Dezember 1997 die Strecke Eppingen- Heilbronn sowie von Teilbereichen der Bahnhöfe Bretten, Grötzingen und Heilbronn und des gesamten Bahnhofs Eppingen. Mit Nachtragsvertrag Nr. 4 vom 20. Juni 2000 wurde die Vertragsdauer bis zum 31. Dezember 2025 verlängert. Mit dem Nachtragsvertrag Nr. 5 wurde die Vertragsdauer bis zum 31.12.2045 verlängert. Verkehrsvertrag mit dem Land Baden-Württemberg vom 29. November 2016 und mit dem Landkreis Karlsruhe vom 08.03.2016 über Verkehrsleistungen auf den Linien Netz 7a im Raum Karlsruhe vom 9. Dezember 2015 bis 15. Dezember 2022. Ab dem 16. Dezember 2022 hat die Gruppe von Behörden den Verkehrsvertrag für die Verkehrsleistungen auf den Linien des Netzes 7a Los 1 für eine Laufzeit von 15 Jahren abgeschlossen. Vertrag vom 17. Juni 1999 mit der Deutschen Bahn AG, DB Netz, Niederlassung Südwest und der Stadt Maulbronn über die Verpachtung der zur DB-Strecke Maulbronn-Maulbronn-West gehörenden Grundstücke und Teilflächen, der sich hierauf befindlichen Betriebsanlagen sowie die Übernahme des Betriebes der Eisenbahninfrastruktur für den öffentlichen Verkehr durch die AVG. Die Vertragslaufzeit endet am 31. Dezember 2025. Mit dem Nachtragsvertrag Nr. 1 wurde die Vertragsdauer bis zum 31.12.2045 verlängert. Gewinnabführungsvertrag vom 08. Dezember 2017 mit der KVVH – Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen GmbH mit Wirkung zum 1. Januar 2018 AVG | Stadtkämmerei | 55 Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 10,3 11,0 10,0 10,0 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2022 wurde von der Baker Tilly GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Niederlassung Stuttgart, geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2019 2020 2021 2022 Arbeiter 4) 211 211 200 194 Beschäftigte 4) 735 768 789 777 Beamte 4) 4 5 5 5 Zwischensumme 950 984 994 976 Zuzüglich über VBK zu 100 % an AVG abgeordnet Beamte +2 +2 +2 +2 Beschäftigte +2 +2 +2 +2 Zwischensumme +4 +4 +4 +4 Abzüglich über AVG an KASIG abgeordnet Beschäftige -5 -4 -4 -3 Gesamtbelegschaft 949 984 994 977 Auszubildende 29 31 35 39 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Belaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten und Beamten 56 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | AVG Diagramm: Entwicklung der Fahrgäste (in Mio. €) und Defizit in Mio. € 2012-2022 Leistungszahlen Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH – AVG 2019 bis 2022 2019 2020 2021 2022 1. Fahrgastzahlen ÖPNV (in Mio.) 83,0 47,7 44,5 46,1 2. Beförderungsdienstleistung ÖPNV (in Mio. Wagenkilometer) Bahnverkehr 19,4 19,0 18,9 19,9 Kraftomnibusverkehr 1,7 1,7 1,4 0,6 Beförderungsdienstleistung zusammen 21,1 20,7 20,3 20,5 3. Güterverkehr (Beförderungsleistung in to) Bahn 1.147.573 1.067.037 834.157 695.387 Lastkraftwagen 0 0 0 0 Güterverkehr zusammen 1.147.573 1.067.037 834.157 695.387 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2022 Das Jahresergebnis der AVG liegt deutlich über dem des Wirtschaftsplanes 2022. Der Aufsichtsrat und die Gesellschafter wurden im Rahmen der regelmäßigen Ergebnisvorschau jeweils zu den Aufsichtsratssitzungen über den erwarteten Geschäftsjahresverlauf informiert. Über den Jahresverlauf zeigte sich die Ertragsseite durch die weiterhin zugeflossenen Coronahilfen und die stabilen Erträge aus den Verkehrsverträgen deutlich besser, als noch in der Planung erwartet. Die positive Entwicklung bei den Personalaufwendungen ist insbesondere auf die unerwartete Rechnungszinsentwicklung für gebildete Rückstellungen zurückzuführen und hat dadurch zur Verbesserung des Ergebnisses beigetragen. Daneben blieb der Materialaufwand trotz der anhaltenden Krise überraschend nahezu konstant auf Vorjahresniveau. Als wichtiger Meilenstein für die künftige Geschäftstätigkeit der AVG konnten die Verhandlung zum Verkehrsvertrag Netz 7a erfolgreich abgeschlossen werden. Mit einem Ergebnis in Höhe von + 4,7 Mio. € liegt das Ergebnis deutlich über dem prognostizierten Plan- Ergebnis von - 14,2 Mio. €. Die Umsatzerlöse stiegen im Geschäftsjahr um 10,5 Mio. € bzw. um 4,6 % auf insgesamt 239,4 Mio. € (Vorjahr: 228,9 Mio. €). Darin enthalten sind Mittel aus dem ÖPNV-Rettungsschirm in Höhe von 14,3 Mio. € zum Ausgleich der pandemiebedingten Mindereinnahmen, aber auch die 70,4 67,1 73,9 76,0 80,8 47,7 46,1 0,30,3 1,00 8,7 -11,7 5,9 8,3 5,4 2,4 10,3 4,9 -20,0 0,0 20,0 40,0 60,0 80,0 100,0 20122013201420152016201720182019202020212022 Jahr Fahrgastzahlen Ergebnis AVG | Stadtkämmerei | 57 Beförderungserlöse und die sonstigen Umsatzerlöse aus Personenbeförderungen. Bei den Umsatzerlösen Infrastruktur gab es einen Anstieg aus den Regionalisierungsmittel um 4,3 Mio. € und der gegenläufige Rückgang bei den Zuschüssen für Unterhaltungsmaßnahmen in Höhe von 1,1 Mio. €. Den im Berichtsjahr getätigten Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 29,0 Mio. € (Vorjahr: 56,0 Mio. €) standen Zuschüsse für Sachanlagevermögen in Höhe von 13,1 Mio. € (Vorjahr: 9,0 Mio. €) gegenüber. Der AVG-Stadtbahnverkehr wurde wieder vor enorme Herausforderungen gestellt, denn die Pünktlichkeit der AVG-Stadtbahnverkehre im Karlsruher Umland hat sich leider verschlechtert. Besonders hervorzuheben sind dabei die Linien S31 und S31, S7 und S71 sowie S8 und S81 im Rheintal. Zwischen Rastatt und Bruchsal sind etwa 85% aller Verspätungsereignisse auf die Überlastung der Infrastruktur zurückzuführen. Weitere diverse Effekte, die durch Dritte verursacht wurden, haben den AVG-Stadtbahnbetrieb im großen Maße beeinflusst, etwa durch unter- oder unbesetzte Stellwerke aber auch durch Personalengpässe der Kooperationspartner. Positive Auswirkungen brachte die Inbetriebnahme des Stadtbahntunnels in Karlsruhe. Dieser brachte die erhoffte Stabilisierung des AVG-Stadtbahnverkehrs in der Karlsruher Innenstadt. Die Pünktlichkeit der Linien, die das Stadtzentrum befahrenen, hat sich damit verbessert. Durch die Einführung des 9-Euro-Tickets für den Zeitraum von Juni bis August 2022, wurde erstmals seit Beginn der Pandemie eine deutliche Zunahme der Zahl der beförderten Fahrgäste festgestellt. Für die zukünftige Schienenfahrzeugbeschaffung wurde die unternehmensübergreifende gemeinsame Beschaffung von Schienenfahrzeugen, unter Einbindung des VDV, erfolgreich mit der Zuschlagserteilung im Januar 2022 abgeschlossen. Durch die sich hieraus ergebenden wirtschaftlicheren Anschaffungs- sowie Lebenszykluskosten wurde ein wesentlicher Beitrag zur Sicherung und Weiterentwicklung des Karlsruher Modells geleistet. Im Jahr 2022 ist intensiv an den unterschiedlichen Systembeschreibungen zur weiteren Präzisierung der Anforderungen zusammen mit dem Fahrzeughersteller gearbeitete worden. Ein weiterer Meilenstein war die offizielle Vorstellung eines „halben Zuges“ in Karlsruhe (Halbzug-MockUp). Anhand diese 1:1 Modells können Fahrgäste, Entscheidungsträger und Mitarbeitende ihre Eindrücke zur weiteren Verbesserung der zukünftigen Fahrzeuge an das Projektteam weitergeben. Ausblick Für das kommende Jahr rechnet die Gesellschaft in ihrer Wirtschaftsplanung mit einem positiven Ergebnis in Höhe von + 1,3 Mio. €. Durch die weiterhin bestehende unsichere geopolitische Lage in der Ukraine, die andauernd gestörten Lieferketten und die sich daraus ableitende Inflation auf bisher unerwartet hohem Niveau, ist auch die AVG als systemrelevantes Unternehmen von den Auswirkungen hieraus massiv betroffen. Ebenso werden die aktuellen Entwicklungen auf den Strombeschaffungsmärkten sowie die aktuellen Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst signifikante Auswirkungen haben, denen durch Konsolidierungsmaßnahmen wie z. B. das Projekt „Härtere Radreifen“ oder die Optimierung von Beschaffungsprozessen durch Zentraleinkauf nur teilweise begegnet werden kann. Die Gesellschaft ist bei der Erbringung der ÖPNV-Leistungen in mehrere Verkehrsverbünde eingebunden. Die Verkehrsleistungen erbringt die AVG im Auftrag verschiedener Aufgabenträger auf der Grundlage von Verkehrsverträgen. Nach intensiven Vertragsverhandlungen wurde am 27. Juli 2022 die Zukunft des Karlsruher Modells und damit einhergehend der Bestand von mehr als tausend Arbeitsplätzen gesichert. Die AVG konnte zusammen mit den Aufgabenträgern den neuen Verkehrsvertrag Netz 7a Los 1 mit einer Laufzeit bis zum Jahr 2037 unterzeichnen. Mit der Unterzeichnung dieses neuen Verkehrsvertrags wurde die AVG damit beauftragt für 15 weitere Jahre die Verkehrsleistungen auf den Stadtbahnlinien in der Region zu erbringen. Mitte des vergangenen Jahres war das Neun-Euro-Tickert ein echter Verkaufsschlager und ermöglichte der AVG sich als leistungsfähiger und zuverlässiger Partner im ÖPNV zu präsentieren. Bundesweit entdeckten Millionen 58 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | AVG Bürger*innen das attraktive Nahverkehrsangebot für sich und sorgten auch im AVG-Verkehrsgebiet vor allem an den Wochenenden für volle Busse und Bahnen. Im Jahr 2023 werden als weitere Maßnahmen zur Erreichung der Ziele der Verkehrswende das bundesweit nutzbare Deutschlandticket zum Preis von 49 Euro/Monat und das in Baden-Württemberg gültige Landesweite Jugendticket eingeführt. Risiken Als Folge der demografischen Entwicklung in Deutschland ist mittelfristig mit sinkenden Zahlen von Schülerinnen und Schülern und damit verbundenen geringeren Einnahmen aus der Schülerbeförderung zu rechnen. Schon in den Vorjahren wurde ein deutliches Absinken der Verkaufszahlen der ScoolCard im Karlsruher Verkehrsverbund registriert. Mit der Einführung des preisgünstigeren Landesweiten Jugendtickets wird dieses Ticket an die Stelle der ScoolCard treten. Ebenso wird die Einführung des Deutschlandtickets durch den gegenüber den bisherigen klassischen Monatsabonnements günstigeren Tarif zu Einnahmerückgängen führen. Die Gegenfinanzierung der erwarteten Einnahmerückgänge ist bislang für beide Sachverhalte nur bis 2025 durch entsprechende Zusagen der Aufgabenträger verbindlich gesichert. Deutschlandweit ist eine drohende finanzielle Belastung durch massive Preissteigerungen, die nicht nur auf den Energiesektor beschränkt ist, zu erkennen. Ursachen, wie der immer noch anhaltende Ukraine-Krieg, der aktuelle Umbau der deutschen Energielandschaft hin zu erneuerbaren Energien verstärken den Preisanstieg. Klimaschutz und Nachhaltigkeit In 2011 erfolgte die Umstellung auf Öko-Strom für den Stadtbahnbetrieb sowie Büros und Betriebshöfe. Im Berichtsjahr wurde das Thema Nachhaltigkeit seitens der Stabsstelle Integriertes Managementsystem vorangetrieben. Die AVG sieht sich in der Verantwortung stets die technischen und organisatorischen Markttrends zu beobachten und das Unternehmen zeitgemäß und marktgerecht zu führen. Um die externen Anforderungen zu verstehen, wird jährlich das Umfeld (den Kontext) des Unternehmens analysiert und eine sogenannte Stakeholder-Analyse durchgeführt. Die AVG beteiligten sich aktiv am Klimaschutzkonzept der Stadt Karlsruhe. Sie bekennen sich ausdrücklich zu ihrer gesellschaftlichen Verantwortung im System einer kommunalen Daseinsvorsorge. Dies gilt sowohl ökonomisch und ökologisch als auch sozial. Die Geschäftsleitung bekennt sich somit zur Nachhaltigkeit als strategisches Ziel des Unternehmens. AVG | Stadtkämmerei | 59 Kurzbilanz 2022 in € Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2019 bis 2023 in T€ 2019 2020 2021 2022 Plan 2022 1) Plan 2023 1) 1. Umsatzerlöse +219.581 +220.487 +228.904 +239.403 +249.275 +262.102 2. Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen +4.879 -5.111 +166 +3.149 +0 +0 3. Andere aktivierte Eigenleistungen +1.159 +1.148 +1.531 +1.632 +1.486 +1.533 4. Sonstige betriebliche Erträge +18.566 +30.669 +30.493 +6.093 +3.750 +4.052 5. Materialaufwand -136.198 -140.271 -132.904 -129.473 -145.112 -144.355 6. Personalaufwand -61.092 -66.716 -69.795 -66.383 -75.114 -73.898 7. Abschreibungen -10.799 -11.669 -18.920 -19.563 -18.732 -16.232 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -26.265 -18.429 -21.759 -23.238 -22.156 -23.713 9. Erträge aus Beteiligungen, sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +567 +305 +672 +301 +452 +320 10. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -4.350 -7.998 -8.126 -7.029 -7.841 -8.258 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -689 +0 +0 +0 +0 +0 12. Ergebnis nach Steuern +5.359 +2.415 +10.261 +4.891 -13.991 +1.550 13. Sonstige Steuern -138 -126 -177 -229 -192 -210 14. Aufwendungen aus Gewinnabführung 2) -5.221 -2.290 -10.084 -4.662 +14.183 -1.340 15. Jahresüberschuss/- fehlbetrag +0 +0 +0 +0 +0 +0 16. Ergebnisvortrag aus dem Vorjahr +0 +0 +0 +0 +0 +0 17. Bilanzgewinn +0 +0 +0 +0 +0 +0 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“, eine förmliche Fortschreibung des Planes erfolgte nicht. 2) Ab dem Jahr 2018 wird der Gewinn der Gesellschaft an die KVVH GmbH abgeführt. Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 1.508.654 374.002.715 490.351 4.461.243 100.371.347 48.695.084 78.532 529.707.926 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Bilanzgewinn Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 7.000.000 28.249.235 29.326.019 0 64.275.254 152.327.928 312.232.918 571.826 529.707.926 60 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | AVG Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2019 2020 2021 2022 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 72,7 67,1 74,1 71,0 2. Umlaufintensität (in %) 27,2 32,9 25,9 29,0 3. Investitionen (in T€) 58.920 72.238 57.067 30.416 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 15,7 12,1 12,4 12,2 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 21,6 18,1 16,7 17,2 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) +2,1 +0,9 +3,9 +1,9 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) +8,1 +3,5 +15,6 +7,2 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +2,3 +1,9 +3,5 +2,2 4. Kostendeckung (in %) 101,9 100,8 103,7 102,1 5. Cash-Flow (in T€) 5.1 vor Ertragsteuern 16.487 13.959 29.004 25.124 5.2 nach Ertragsteuern 16.020 13.959 29.004 24.225 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 25,5 27,2 27,7 26,7 2. Personalaufwand je Mitarbeitenden (in €) 64.579 67.801 70.146 67.094 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. TTK | Stadtkämmerei | 61 5. TransportTechnologie-Consult Karlsruhe GmbH (TTK) Kontaktdaten Gerwigstraße 53, 76131 Karlsruhe Telefon: 0721 62503-0 Fax: 0721 62503-33 info@ttk.de www.ttk.de Gründung 30. Juni 1996 Unternehmensgegenstand Beratung und Planung im Verkehrswesen mit ingenieurwissenschaftlichen und betriebswirtschaftlichen Methoden unter Verwendung DV-gestützter Verfahren (GV in der Fassung vom 28. Juli 2017). Geschäftsführung Christian Höglmeier Dr. Ing. Rainer Schwarzmann Gesellschafter Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH PTV Planung Transport Consult GmbH Anteile Stammkapital 49 % = 51 % = 49.000,00 € 51.000,00 € 100 % = 100.000,00 € Gesellschafterversammlung Thomas Ferrero, Ilona Lange (PTV) Dr. Alexander Pischon, Christian Höglmeier (AVG) Beteiligungen (mindestens 25 %) Anteile am Stammkapital Bahn.Elektro.Planung GmbH (B.E.P) 49% = 49.000,00 € Wichtige Verträge Mietvertrag mit Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH vom 23.10.2020 Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge der Gesellschafterversammlung 2) 2) 2) 2) 2) 1) Aufgrund der fehlenden Mehrheitsbeteiligung der Stadt Karlsruhe wird auf eine Veröffentlichung der Geschäftsführergehälter verzichtet. 2) Keine Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss wird nicht geprüft. Eine Prüfungspflicht besteht weder aus handelsrechtlicher noch aus kommunalrechtlicher Sicht. 62 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | TTK Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2019 2020 2021 2022 Beschäftigte 4) 37 41 47 51 Beamte 4) - - - - Gesamtbelegschaft 37 41 47 51 Auszubildende - - - - 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt Karlsruhe abgeordneten Beschäftigten Leistungszahlen 2019 bis 2022 2019 2020 2021 2022 1. Betriebsleistung pro Mitarbeiter (in T€) 110 107 105 126 2. Auftragssumme (in T€) 1) 3.500 4.800 7.100 5.600 3. Auslandsanteil am Erlös (in %) 2) 33 39 51 54 1) Zum Ende des jeweiligen Geschäftsjahres 2) Rohertrag Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2022 Das Ergebnis 2022 liegt bei +119 T€ und somit im Vergleich zu 2021um 9 T€ höher. 2022 brachte eine erhebliche Steigerung des Umsatzes mit sich. Zum einen aus weiterwachsender Aktivität, insbesondere im Bereich Mobilitätplanung und zum anderen aus dem Abschluss des Projektes Schönbuchbahn, das erhebliche Sondereffekte hatte. Trotzdem war es schwierig, befriedigende Erträge aus dem großen Auftragsbestand zu generieren. Einer der Hauptgründe liegt im Bereich Infrastruktur, der sich mit den klassischen Ingenieuraufgaben bei Planung, Entwurf und Ausführung insbesondere von Bahninfrastruktur beschäftigt. Hier war die Effizienz bei hohen Personalkosten nicht ausreichend, da sich die Rekrutierung von Personal zunehmend schwierig gestaltet. Der Mangel an Fachkräften ist eklatant und es gelang nicht im erforderlichen Umfang, die Stellen mit erfahrenem und ausreichend kompetenten Personal zu besetzen. Im Tätigkeitsfeld Mobilitätsplanung konnte der Umfang der Projekte, insbesondere in Frankreich, weiter gesteigert werden und ein überdurchschnittliches Ergebnis erreicht werden, das die Schwierigkeiten im Bereich Infrastruktur zum Teil wieder ausglich, so dass insgesamt ein positives Ergebnis erzielt werden konnte. Hervorzuheben ist auch in 2022 die fruchtbare Zusammenarbeit mit den Gesellschaftern, die sich in einer langen Reihe von Projekten äußert, die mit der PTV und der AVG als Partner durchgeführt wurden. Dabei sind die Projekte zur Vorbereitung einer Straßenbahn in Jerusalem und einer Stadtbahn von Haifa nach Nazareth besonders hervorzuheben. Insgesamt sind die Auftragseingänge 2022 gegenüber dem Vorjahr deutlich geringer. Um weitere Schwierigkeiten wegen Überlastung des Personalstamms zu vermeiden, wurde die Akquisition im Bereich Infrastruktur eingeschränkt. Trotzdem stand am Beginn des neuen Jahres noch ein großer Arbeitsvorrat zur Verfügung. TTK | Stadtkämmerei | 63 Diagramm: Entwicklung des Auftragsbestandes 2012 bis 2022 (in T€) Ausblick Der bestehende Auftragsbestand ist immer noch relativ komfortabel und ermöglicht eine gewisse Konsolidierung sowohl beim Personal als auch bei der Optimierung der inneren Prozesse im Hinblick auf höhere Effizienz des Einsatzes des vorhandenen Personals. Dazu ist auch die Einführung eines Controllingsystems geplant, dass die Steuerung verbessern hilft. Angesichts der anhaltend guten Lage im Bereich Mobilitätsplanung ist die TTK zuversichtlich, ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2023 zu erreichen. Die TTK geht weiterhin davon aus, dass der Markt für ÖPNV- und SPNV-Projekte bestehen bleibt, da die unmittelbare Abhängigkeit von kommunalen Mitteln eher gering ist: Ein großer Teil der Projekte wird aus für die nächsten Jahre fest definierten Fördermitteln des Bundes und der Länder finanziert. Allerdings dürfte sich die Konkurrenzsituation verschärfen und es wird auch weiterhin daran gearbeitet, sich sowohl in den Tätigkeitsfeldern als auch den Märkten Deutschland und Frankreich weiter zu entwickeln und den Erfolg durch einen höheren Marktanteil zu sichern. Risiken In erster Linie Unwägbarkeiten der weiteren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sowie die Rekrutierung von qualifizierten, erfahrenen Mitarbeitern, um ausreichend Kapazitäten für eine effiziente und qualitätsvolle Bearbeitung zu schaffen. Der Fachkräftemangel ist derzeit das größte Risiko für die Geschäftsentwicklung. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Die TTK versteht sich aufgrund ihres Tätigkeitsfeldes als Förderer des Öffentlichen Nahverkehrs und damit unmittelbar dem Klimaschutz verbunden. Im Hinblick darauf legt die TTK besonderen Wert auf die Prüfung des eigenen Verhaltens und die Förderung umweltgerechter Verkehrsmittelnutzung. Dazu wurde in 2020 ein Nachhaltigkeitskonzept in einer ersten Fassung aufgesetzt und in 2021 fortgeschrieben, das Handlungsrichtlinien zu Dienstreisen und Fahrzeugnutzung genauso wie zum Umgang mit Energieverbrauch und der Beschaffung von Arbeitsmaterialien enthält. Darin ist auch die Förderung der Nutzung des Fahrrads und des ÖPNV bei den Mitarbeitenden geregelt. In 2021 wurde anlässlich des Firmenjubiläums ein Unternehmenswald gepflanzt. In 2022 galt der Einsparung von Energie ein besonderes Augenmerk. 2.300 2.000 2.500 2.600 3.500 7.100 5.600 -500 500 1.500 2.500 3.500 4.500 5.500 6.500 7.500 20122013201420152016201720182019202020212022 64 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | TTK Kurzbilanz 2022 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 28.000 142.000 50.000 1.358.000 1.413.000 495.000 62.000 3.548.000 A. B. C. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Gewinnrücklagen Gewinnvortrag Jahresüberschuss Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten 100.000 200.000 1.033.000 119.000 1.452.000 396.000 1.700.000 3.548.000 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2019 bis 2022 in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Umsatzerlöse +4.490 +4.080 +4.112 +7.345 2. Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -458 +191 +920 -856 3. Sonstige betriebliche Erträge +83 +79 +65 +68 4. Materialaufwand -475 -421 -560 -1.599 5. Personalaufwand -2.553 -2.935 -3.348 -3.718 6. Abschreibungen -60 -62 -115 -78 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -671 -658 -915 -982 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +0 +0 +0 +0 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen +0 +0 -3 -1 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -110 -78 -46 -60 11. Ergebnis nach Steuern +246 +194 +110 +119 12. Sonstige Steuern +0 +0 +0 +0 13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +111 +194 +110 +119 TTK | Stadtkämmerei | 65 Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2019 2020 2021 2022 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 4,4 5,6 6,2 6,2 2. Umlaufintensität (in %) 94,3 91,7 91,9 92,1 3. Investitionen (in T€) 50 129 160 59 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 40,7 39,6 34,7 40,9 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 918,3 707,6 557,3 659,4 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) +6,1 +4,5 +2,2 +1,8 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) +20,9 +14,1 +8,3 +8,2 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +8,5 +5,7 +2,9 +3,4 4. Kostendeckung (in %) 107,2 104,7 101,8 101,7 5. Cash-Flow (in T€) 5.1 vor Ertragsteuern +416 +337 +274 +256 5.2 nach Ertragsteuern +306 +256 +225 +197 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 67,9 72,0 67,8 58,3 2. Personalaufwand je Mitarbeitenden (in €) 69.010 71.581 71.229 72.903 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. 66 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | B.E.P. 6. Bahn.Elektro.Planung. GmbH (B.E.P.) Kontaktdaten Gerwigstraße 53, 76131 Karlsruhe Telefon: 0721 62503-0 Fax: 0721 62503-33 info@bep.gmbh www.bep.gmbh Gründung 11.08.2020 Unternehmensgegenstand Die elektrotechnische Beratung und Planung im Verkehrswesen mit ingenieurwissenschaftlichen und betriebswirtschaftlichen Methoden. Die Aufrechterhaltung und Erweiterung der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur, insbesondere der städtischen Verkehrsgesellschaften der Stadt Karlsruhe, stehen dabei im Vordergrund. Geschäftsführung Robert Jäkel (ab 09.06.2021) Christian Höglmeier (bis 09.06.2021) Bernd Bleck Gesellschafter Transport-Technologie Consult Karlsruhe GmbH BMC BLIC Holding & Management Consultants GmbH Anteile Stammkapital 49 % = 51 % = 49.000,00 € 51.000,00 € 100 % = 100.000,00 € Gesellschafterversammlung BMC BLIC TTK Beteiligungen (mindestens 25 %) Entfällt Wichtige Verträge Entfällt Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2019 3) 2020 2021 2022 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung - - 1) 1) 2. Gesamtbezüge der Gesellschafterversammlung 2) - - 2) 2) 1) Aufgrund der fehlenden Mehrheitsbeteiligung der Stadt Karlsruhe wird auf eine Veröffentlichung der Geschäftsführergehälter verzichtet. 2) Keine Aufwandsentschädigungen 3) Die Gesellschaft wurde am 11. August 2020 gegründet. Abschlussprüfer Der Jahresabschluss wird nicht geprüft. Eine Prüfungspflicht besteht weder aus handelsrechtlicher noch aus kommunalrechtlicher Sicht. B.E.P. | Stadtkämmerei | 67 Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2019 2) 2020 2021 2022 Beschäftigte - 0,2 1,0 1,0 Beamte - 0 0 0 Gesamtbelegschaft - 0,2 1,0 1,0 Auszubildende - - - - 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Die Gesellschaft wurde erst 2020 gegründet Leistungszahlen 2019 bis 2022 2019 2020 2021 2022 1. Betriebsleistung pro Mitarbeiter (in T€) 0 31 121 2. Auftragssumme (in T€) 1) 0 30 167 3. Auslandsanteil am Erlös (in %) 2) 0 0 0 1) Zum Ende des jeweiligen Geschäftsjahres 2) Rohertrag Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2022 sowie Ausblick Der Auftragseingang konnte im Geschäftsjahr 2022 konsolidiert werden. Leider stellte sich das Marktumfeld – auch wegen der glücklicherweise zum Jahresende abflauenden Corona-Situation - herausfordernd dar, weswegen es im Jahr 2022 nicht gelang, geeignetes Personal zu rekrutieren. Für das Jahr 2023 liegt das Hauptaugenmerk der Gesellschaft auf der Personalrekrutierung. In der Bilanz wird ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von 104.069,04 € ausgewiesen. Die beiden Gesellschafter haben der Gesellschaft Darlehen gewährt, die am Bilanzstichtag in Höhe von 202.676,99 € valutieren. Über diese Darlehen haben die Gesellschafter gegenüber der Gesellschaft zur Abdeckung der buchtechnischen Überschuldung den Rangrücktritt erklärt. Risiken Das Hauptrisiko der Gesellschaft besteht weiterhin darin, kein qualifiziertes Personal rekrutieren zu können. Kurzbilanz 2022 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0 10.391 0 53.600 13.943 41.691 104.069 223.694 A. B. C. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Verlustvortrag Jahresfehlbetrag Nicht gedeckter Fehlbetrag Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Sonstige Rückstellungen Verbindlichkeiten 100.000 -128.597 -75.472 104.069 0 10.050 213.644 223.694 68 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | B.E.P. Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2019 bis 2022 in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Umsatzerlöse - +0 +2 +62 2. Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen - +0 +14 +59 3. Sonstige betriebliche Erträge - +0 +0 +26 4. Materialaufwand - +0 -7 -18 5. Personalaufwand - +0 -89 -163 6. Abschreibungen - +0 -1 -2 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen - -12 -35 -37 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge - +0 +0 +0 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen - +0 -1 -2 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - +0 +0 +0 11. Ergebnis nach Steuern - -12 -117 -75 12. Sonstige Steuern - +0 +0 +0 13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag - -12 -117 -75 Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2019 2020 2021 2022 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) - 0,0 10,1 4,6 2. Umlaufintensität (in %) - 100,0 63,6 48,8 3. Investitionen (in T€) - 0,0 12,2 2 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) - 100,0 0 0,0 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) - 0,0 0 0,0 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) - 0,0 -759,7 -62,3 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) - -13,0 - - 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) - -13,0 -107,2 -32,8 4. Kostendeckung (in %) - 0,0 11,6 54,4 5. Cash-Flow (in T€) - 5.1 vor Ertragsteuern - -12 -111 -63 5.2 nach Ertragsteuern - -12 -111 -63 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) - - 67,4 73,3 2. Personalaufwand je Mitarbeitenden (in €) - - 58.664 108.198 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. SWK | Stadtkämmerei | 69 7. Stadtwerke Karlsruhe GmbH Kontaktdaten Stadtwerke Karlsruhe GmbH, Daxlander Straße 72, 76185 Karlsruhe Telefon: 0721 599-0 Fax: 0721 599-896 postbox@stadtwerke-karlsruhe.de www.stadtwerke-karlsruhe.de Gründung 1. Juni 1997 Unternehmensgegenstand Sichere, wirtschaftliche und umweltschonende Versorgung der Bevölkerung und der Wirtschaft mit Energie, Trinkwasser, Telekommunikationsdienstleistungen und die Durchführung der Straßenbeleuchtung (GV vom 23. Juni 2021) Geschäftsführung Michael Homann (Vorsitzender) Dr. Olaf Heil (bis 31.12:2022) Gesellschafter KVVH GmbH EnBW Kommunale Beteiligungen GmbH Anteile Stammkapital 80 % = 20 % = 100 % = 93.428.400 € 23.357.100 € 116.785.500 € Aufsichtsrat 14 Mitglieder, davon 9 Vertreter der Anteilseigner und 5 Vertreter der Arbeitnehmer EB Gabriele Luczak-Schwarz (Vorsitz) Steffen Ringwald (stellv. Vorsitz) Nicole Amberger Martina Ganz (bis 24.05.2022) Dirk Gümpel Prof. Dr. Matthias Maier (bis 24.05.2022) Markus Schneider Jürgen Stein Udo Unger Thomas Vogel (ab 25.05.2022) Christian Zeisluft (ab 25.05.2022) StR Christina Bischoff StR Max Braun StR Dr. Clemens Cremer StR Dr. Anton Huber StR Dr. Thomas Müller StR Dr. Paul Schmidt Beteiligungen (mindestens 25 %) Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH Stadtwerke Karlsruhe Kommunale Dienste GmbH SWK-Regenerativ-Verwaltungs-GmbH SWK-NOVATEC GmbH EOS Windenergie GmbH & Co. KG BES – Badische Energie-Servicegesellschaft mbH, Karlsruhe KEK – Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH KES – Karlsruher Energieservice GmbH Onshore Bündelgesellschaft 2 GmbH Stadtwerke Rastatt Service GmbH TelemaxX Telekommunikation GmbH Windpark Bad Camberg GmbH & Co. KG Zweckverband für die Wasserversorgung des Hügellandes zwischen Alb und Pfinz, KA Anteile am Stamm-/ Kommanditkapital 100,00 % = 100,00 % = 100,00 % = 100,00 % = 100,00 % = 66,00 % = 50,00 % = 50,00 % = 50,00 % = 50,00 % = 42,05 % = 33,33 % = 33,87 % = 100.000,00 € 25.000,00 € 25.600,00 € 25.000,00 € 4.000.000,00 € 66.000,00 € 12.500,00 € 50.000,00 € 15.000,00 € 50.000,00 € 840.900,00 € 50,00 € 879.778,44 € Wichtige Verträge Ergebnisabführungsvertrag (Organschaftsvertrag) mit der KVVH GmbH. Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag mit der Stadtwerke Netzservice GmbH. Anlässlich der Gründung der SKD (Stadtwerke Karlsruhe Kommunale Dienste GmbH) im Geschäftsjahr 2021 wurde der Gewinnabführungsvertrag mit einer Änderungsvereinbarung vom 22. Juli 2021 angepasst. Konzessionsvertrag mit der Stadt Karlsruhe. Mit Vertrag vom 15. Dezember 2006 wurde das gesamte Strom- und Gasverteilnetz an die Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH verpachtet. Dieser Vertrag wurde zum 31. Dezember 2013 beendet und durch einen neu abgeschlossenen Pachtvertrag vom 12. Dezember 2013 mit Wirkung ab 1. Januar 2014 ersetzt. 70 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | SWK Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 21 21 21 24 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2022 wurde von der Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Stuttgart geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2019 2020 2021 2022 Arbeiter 4) 221 220 207 150 Beschäftigte 4) 509 512 509 506 Beamte 4) 2 2 2 2 Gesamtbelegschaft 732 734 718 658 Auszubildende 67 62 55 53 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt Karlsruhe abgeordneten Beschäftigten und Beamten Leistungszahlen Stadtwerke Karlsruhe GmbH 2019 bis 2022 Verkäufe außerhalb des Stadtgebietes: 2019 2020 2021 2022 1. Stromversorgung (Verkauf in MWh) Tarifkunden 453.644 435.030 437.110 424.134 Sondervertragskunden 1.819.229 1.462.362 1.178.212 869.901 Zusammen (nutzbare Abgabe) 2.272.873 1.897.392 1.615.322 1.294.035 2. Erdgasversorgung 1) (Verkauf in MWh) Tarifkunden 1.099.523 1.112.760 1.261.855 1.013.601 Sondervertragskunden 457.197 536.827 610.109 324.183 Zusammen (nutzbare Abgabe) 1.556.720 1.649.587 1.871.964 1.337.784 3. Wasserversorgung (Verkauf in Mio. m 3 ) 23,6 24,3 23,0 23,2 4. Fernwärmeversorgung 1) (Verkauf in MWh) 744.806 708.026 868.520 750.233 5. Erwirtschaftete Konzessionsabgabe (in T€) Strom 10.408 10.422 10.459 10.284 Erdgas 1.108 1.046 1.119 1.068 Wasser 5.831 6.033 6.035 6.117 Fernwärme 5.066 5.069 5.973 6.900 Zusammen 22.413 22.570 23.586 24.369 SWK | Stadtkämmerei | 71 Verkäufe innerhalb des Stadtgebietes: 2019 2020 2021 2022 1. Stromversorgung 1) (Verkauf in MWh) Tarifkunden 400.316 389.678 387.187 374.131 Sondervertragskunden 534.390 445.955 423.006 374.847 Zusammen (nutzbare Abgabe) 934.706 835.633 810.193 748.978 2. Erdgasversorgung 1) (Verkauf in MWh) Tarifkunden 870.749 829.820 931.054 768.440 Sondervertragskunden 477.319 530.168 580.682 298.011 Zusammen (nutzbare Abgabe) 1.348.068 1.359.987 1.511.736 1.066.451 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2022 Im Geschäftsjahr 2022 haben die Stadtwerke einen Gewinn vor Ertragsteuer und Gewinnabführung in Höhe von insgesamt 16,3 Mio. € erwirtschaftet und liegen damit unter dem Vorjahresergebnis von 22,0 Mio. €. Nach Abzug der Ertragsteuer ergibt sich ein Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung in Höhe von 10,6 Mio. €, was einem Ergebnisrückgang im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 Mio. € entspricht. Im ausgewiesenen Ergebnis ist ein Gewinnausgleich der Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH in Höhe von 0,2 Mio. € (Vorjahr: minus 4,3 Mio. €) sowie die erfolgte Übernahme eines Fehlbetrages aus der Beteiligung an der SWK-NOVATEC GmbH in Höhe von 0,4 Mio. € (Vorjahr: minus 0,5 Mio. €) enthalten. Die Ergebnisabführungen der Tochtergesellschaften werden im Rahmen bestehender Gewinnabführungsverträge mit der Stadtwerke Karlsruhe GmbH durchgeführt. Die Ertragsteuer beläuft sich im Berichtsjahr auf insgesamt 5,7 Mio. € und liegt damit um 2,2 Mio. € unter der Steuerbelastung des Vorjahres. Der Temperaturverlauf im Berichtsjahr war im Vergleich zu den vergangenen Jahren und insbesondere gegenüber 2021 deutlich milder. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Durchschnittstemperatur um 1,9 °C auf 13,6 °C an. Dieser Anstieg erstreckte sich über das ganze Jahr, nur in zwei Monaten lag die Temperatur in 2022 unter den Werten des jeweiligen Vorjahresmonats. Dies spiegelt sich auch bei der Betrachtung der maßgeblichen Gradtage wider, die im Wirtschaftsjahr 2022 bei 2.774 Gradtagen lagen und sich damit um rund 20 Prozent unter dem Niveau des langjährigen Mittels mit 3.478 Gradtagen bewegten. Im Vorjahresvergleich war auch ein deutlicher Rückgang um 15 Prozent, bzw. 489 Gradtagen zu verzeichnen. Dies ist auf die höheren Durchschnittstemperaturen gegenüber dem Vorjahr zurückzuführen. Aufgrund des im Vergleich zu den vergangenen Jahren milderen Witterungsverlaufs in 2022 entwickelten sich die Absatzmengen der temperaturabhängigen Sparten Erdgas und Fernwärme deutlich nach unten. Neben dem Temperatureffekt führten insbesondere preisbedingte Kundeneinsparungen im letzten Quartal zu rückläufigen Mengenabsätzen. Der Erdgasabsatz bei den Tarif- und Heizgasmengen lag im Berichtsjahr bei 1.026 GWh und damit deutlich unter dem Vorjahresabsatz von 1.304 GWh (minus 21,3 Prozent). Bei der Fernwärme war ebenfalls ein großer Absatzrückgang von 859 GWh auf 743 GWh (minus 13,5 Prozent) zu verzeichnen. Die um die Energiesteuer bereinigten Umsatzerlöse der Stadtwerke Karlsruhe GmbH erhöhten sich im Berichtsjahr um 52,1 Mio. € und belaufen sich damit auf insgesamt 756,7 Mio. €. Dieser deutliche Anstieg der Umsatzerlöse der Stadtwerke Karlsruhe GmbH ist im Wesentlichen auf die Erlösentwicklung infolge der steigenden Endkundenpreise zurückzuführen. Dieser Effekt überstieg deutlich die Erlöseinbußen, welche sich aufgrund der gesunkenen Absatzmengen in den Sparten Strom, Gas und Fernwärme ergeben haben. Der Materialaufwand entwickelt sich im Berichtsjahr analog der Umsatzerlöse und steigt um 83,6 Mio. € auf insgesamt 625,8 Mio. € an. Hauptursachen des Aufwandsanstiegs sind die höheren Beschaffungskosten, die sich aus gestiegenen Börsennotierungen ergeben. Des Weiteren wurden gegenüber 2021 die Aufwendungen der Konzessionsabgabe von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in den Materialaufwand umgegliedert. Dies ergibt eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 24,4 Mio. €. 72 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | SWK Ausblick Für das Wirtschaftsjahr 2023 erwartet die Stadtwerke Karlsruhe GmbH ein Ergebnis vor Ertragsteuer und Ergebnisabführung in Höhe von 19,6 Mio. €. In der Ergebnisprognose für das Jahr 2023 wurden einerseits die erwarteten tariflich bedingten Aufwandssteigerungen im Personalbereich berücksichtigt, als auch die weitere Umsetzung konsequenter Kosteneinsparungen sowie eine marktorientierte Preispolitik. Darüber hinaus wurden die grundsätzlichen Planungsansätze hinsichtlich deren Eintrittswahrscheinlichkeit ausgewogen berücksichtigt. Der Wirtschaftsplan wurde in Zeiten der Energiekrise und daraus folgernd sehr volatiler Energiemärkte erstellt. Daher unterliegt dieser zahlreicher Unsicherheiten hinsichtlich seiner Annahmen. Die SWK ist bestrebt, ihre Marktposition über eine marktorientierte Preisgestaltung zu behaupten. Kostenseitig stehen fortlaufende Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und eine Optimierung der spartenübergreifenden Organisation sowie einer vorausschauenden Beschaffungsstrategie für Energie im Vordergrund. Risiken Im Berichtsjahr hatten vor allem die Ukraine-Krise und ihre Folgen weitreichende Auswirkungen auf die Energiewirtschaft. Dies wirkt sich auf die Planungssicherheit und auf die Erreichung der wirtschaftlichen Ziele aus. Durch die enormen Preissteigerungen und Volatilität auf dem Energiemarkt steigt die Gefahr von Firmeninsolvenzen, Forderungsausfällen und Kundenverlusten. Eine strategische Beschaffungsplanung ist daher wichtiger denn je. Gleichzeitig sieht die Stadtwerke Karlsruhe GmbH aber auch ein zunehmendes Chancenpotenzial, in wachsenden und neuen Märkten als Energiepartner mit gezielten Vertriebsaktivitäten Kunden zu gewinnen. Zunehmend gefordert sind nachhaltige Lösungen für die Versorgung mit Strom und Wärme, die passgenau und skalierbar sind. Die Auswirkungen auf die Stadtwerke Karlsruhe GmbH sind vielfältig. So bedeuten insbesondere die gestiegenen Beschaffungspreise für Strom und Gas ein enormes finanzielles Risikopotential. So werden deutlich mehr liquide Mittel, sowohl für den Energieeinkauf, aber auch für höhere Sicherheitsbeträge, die bei Börsengeschäften hinterlegt werden müssen, benötigt. Auch Preissteigerungen können nur bedingt und meist auch nur zeitlich versetzt an Kunden weitergegeben werden. Zudem gewinnt das Ausfallrisiko eines Handelspartners immer mehr an Bedeutung, da in diesem Fall bereits beschaffte Energiemengen erneut und unter Umständen zu deutlich höheren Preisen beschafft werden müssen. Die Stadtwerke Karlsruhe GmbH wirkt mit einer strukturierten und möglichst risikoaversen Beschaffung diesem Risiko entgegen. Das Risikomanagementsystem des Energiehandels erfasst daher zeitnah das Marktpreis- und Kontrahentenausfallrisiko und überwacht kontinuierlich die Einhaltung der Limite. Der stadtwerkeeigene Kundenservice bietet dabei die Chance, für die Kunden ein verlässlicher Ansprechpartner zu sein und damit die Wechselrate zu begrenzen. Auch für die Bereitstellung der Fernwärme stellen hohe Strom- und Erdgaspreise ein Risiko dar. Einen großen Teil der Fernwärme bezieht die Stadtwerke Karlsruhe GmbH aus den Abwärme-Auskopplungen der MiRO und Stora Enso sowie über das Rheinhafendampfkraftwerk. Es besteht zum einen ein Risiko bei Ausfall der Anlagen bzw. der entsprechenden Verbindungsleitungen. Zum anderen hätte auch der wirtschaftliche Stillstand der Fremderzeugungsanlagen negative Folgen. Als Energieversorger wird das Ergebnis zudem auch stark von den Witterungsverhältnissen während der Heizperiode beeinflusst. Der Temperaturverlauf hat direkten Einfluss auf den Gas- und Fernwärmeabsatz. Im Falle nachhaltig milderer Winter werden sich die Ergebnisse aus dem Verkauf von Heizenergien deutlich verringern. SWK | Stadtkämmerei | 73 Klimaschutz und Nachhaltigkeit Die Stadtwerke Karlsruhe stehen mit Engagement und Kompetenz für eine zukunftsfähige Energie- und Trinkwasserversorgung der Stadt Karlsruhe und der Umlandgemeinden. Sie verstehen sich als vertrauensvoller Energiepartner der Kundinnen und Kunden. Das verpflichtet das Unternehmen in besonderem Maße zur Garantie der Versorgungssicherheit ebenso wie zum Umwelt- und Klimaschutz. Mit Umsatzerlösen in Höhe von über 700 Millionen Euro und Investitionen von jährlich rund 50 Millionen Euro trägt der Stadtwerke-Konzern maßgeblich zur Wirtschaftskraft von Karlsruhe bei. Über 50.000 Kundinnen und Kunden heizen mit Erdgas, über 40.000 mit Fernwärme, die zu über 90 Prozent aus Abwärme und Kraft-Wärme-Kopplung stammt. Über 140.000 Stromkundinnen und -kunden können sich auf die Stadtwerke als zuverlässigen Energieversorger verlassen. Das Trinkwasser für über 400.000 Kundinnen und Kunden in der Region ist von bester Qualität und ein erfrischender Durstlöscher. Verschiedene Dienstleistungen und Angebote sind vielversprechende neue Geschäftsfelder. Investitionen in erneuerbare Energien und der Ausbau der Fernwärme sind Karlsruher Beiträge zur Energiewende. Die Stadtwerke verfolgen in ihrer Unternehmensstrategie vier sogenannte Schlüsselziele. „Ergebnis sichern und ausbauen“, „Kundenloyalität stärken“, „Mitarbeiterengagement steigern“ und „Klimaneutralität anstreben“. Dabei bindet das Thema „Nachhaltigkeit“ alle Ziele zusammen und stellt die Entscheidungen auf den Prüfstand, ob sie zukunftsfähig sind. Von der Betrachtung der Lieferketten, der Kreislaufwirtschaft bis hin zu Investitions- und Finanzentscheidungen. Unter der Devise „Gemeinsam durch die Energiekrise – Karlsruhe steht zusammen“, rifen die Stadtwerke Karlsruhe gemeinsam mit der Stadt Karlsruhe den „EnergiePaktKA“ ins Leben. Diese Energieeinspar-Offensive steht für den Schulterschluss mit den Menschen und Unternehmen in Karlsruhe und mit weiteren Städten und Stadtwerken in der Region. Ziel war, im Rahmen der Heizperiode Oktober 2022 bis April 2023 alle Kräfte zu bündeln, um gemeinsam Energie einzusparen. Die Karlsruher Bürger*innen haben im Rahmen der Heizperiode dieses Ziel nicht nur erreicht, sondern mit 27% übererfüllt. Gemeinsam mit den relevanten Akteuren der Stadt Karlsruhe, den 60 Partnerbetrieben des Verbandes der Klimaschutz-Unternehmen und mit den Kundinnen und Kunden wollen die Stadtwerke den Klimawandel konsequent bekämpfen, Treibhausgasemissionen reduzieren, Plastikmüll wo möglich vermeiden und die Artenvielfalt steigern, um dem Insektensterben ernsthaft entgegenzutreten. Nach wie vor sind die im Jahr 2021 verabschiedeten ambitionierte Klimaziele gültig. Das Ziel der Klimaneutralität soll im Jahr 2040 innerhalb Karlsruhes erreicht werden. Gleichzeitig unterstützen auch die Stadtwerke aktiv das Klimaschutzkonzept der Stadt Karlsruhe. Auch die Stadt Karlsruhe möchte spätestens 2040 klimaneutral sein. Wichtige zum Teil auch langfristige Projekte im Rahmen der Klimazielerreichung sind die CO 2 -freie Fernwärme 2040 und der deutliche Ausbau der Fernwärme. Beides sind herausragende Bestandteile der lokalen Wärmewende. Der Ausbau der Photovoltaik z.B. mit dem 100-Dächerprogramm zusammen mit der Volkswohnung ist in Umsetzung und insgesamt soll die von den Stadtwerken installierte oder initiierte PV- Leistung bis 2030 gegenüber 2020 verzehnfacht werden. Als eines der größten Stadtwerke in Deutschland sehen sich die Stadtwerke Karlsruhe in der gesellschaftlichen Verpflichtung, die Energiewende, vor allem lokal in Karlsruhe auch die Wärmewende, voranzutreiben. Die Stadtwerke Karlsruhe sind auch dank ihrer über 27-jährigen EMAS-Zertifizierung auf einem guten Weg und haben in den letzten Jahren mehr als 490 Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen angeschoben. Der beschleunigte Wandel in der Energiewirtschaft durch technologische Innovationen, Digitalisierung und Ausbau der erneuerbaren Energien beschäftigt die Stadtwerke Karlsruhe bereits seit vielen Jahren und beeinflusst sehr stark auch die aktuellen und zukünftigen Unternehmensprozesse. Die neue Zielsetzung der Stadtwerke hin zur Klimaneutralität werden die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit weiter in den Vordergrund stellen. Eine Herausforderung wird sein, Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit, Umweltfreundlichkeit und Energieunabhängigkeit in Einklang zu bringen. Auch die Abkehr von fossilen Energieträgern stellt eine große Herausforderung dar. 74 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | SWK Mehr zum Thema Klimaschutz und Nachhaltigkeit findet sich in der Umwelterklärung 2022 unter https://www.stadtwerke-karlsruhe.de/swk/kundenservice/infomaterial/umwelt-klima.php. Die Umwelterklärung 2022 erhielt im Oktober 2022 den Umweltmanagement-Preis 2022 der länderübergreifend vom österreichischen Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie und deutschen Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz in Salzburg verliehen wurde. Mehr hierzu unter: https://www.stadtwerke- karlsruhe.de/de/presse/meldungen/2022/20221710a.php?highlight=umweltmanagement-preis. Kurzbilanz 2022 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Wertpapiere Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei der Stadt Karlsruhe Rechnungsabgrenzungsposten 20.659.510 525.573.848 44.243.042 13.245.882 148.396.295 15.338.700 14.653.858 15.881.408 797.992.543 A. B. C. D. E. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnvortrag Jahresüberschuss Buchmäßiges Eigenkapital Empfangene Ertragszuschüsse Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 116.785.500 82.983.996 624 0 199.770.120 62.068.691 60.210.525 475.009.363 933.844 797.992.543 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2019 bis 2023 in T€ 2019 2020 2021 2022 Plan 2022 1) Plan 2023 1) 1. Umsatzerlöse +860.327 +726.378 +704.639 +756.717 +887.652 +1.274.091 2. Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen +3.143 +2.263 -5.083 +27 +0 +0 3. Andere aktivierte Eigenleistungen +1.166 +1.244 +1.152 +1.388 +1.512 +1.220 4. Sonstige betriebliche Erträge +12.709 +12.218 +13.920 +2.982 +11.494 +11.824 5. Materialaufwand -710.035 -562.604 -542.262 -625.813 -667.634 -1.047.233 6. Personalaufwand -59.704 -62.115 -61.490 -56.797 -96.706 -100.119 7. Abschreibungen 2) -34.539 -35.316 -37.121 -39.716 -43.656 -44.622 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -43.233 -48.528 -42.249 -17.947 -56.872 -68.950 9. Erträge aus Beteiligungen +2.580 +1.820 +1.816 +1.385 +1.024 +796 10. Erträge aus Gewinnabführung +2.620 +0 +0 +176 +0 +0 11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3) +1.317 +205 +147 +423 +238 +359 12. Ergebnis aus Verlustübernahme Netzgesellschaft -861 -4.548 -4.751 -434 +0 +0 13. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -7.885 -7.122 -6.325 -5.765 -6.563 -7.352 14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -8.036 -7.497 -7.861 -5.658 -9.648 -6.696 15. Ergebnis nach Steuern +19.569 +16.398 +14.532 +10.968 +20.841 +13.318 16. Sonstige Steuern -323 -328 -418 -348 -399 -404 17. Abgeführte Gewinne Ergebnisabführungsvertrag -19.246 -16.070 -14.114 -10.620 -20.442 -12.914 18. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +0 +0 +0 +0 +0 +0 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“, eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) einschließlich Abschreibungen auf Finanzanlagen. 3) einschließlich Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens. SWK | Stadtkämmerei | 75 Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2019 2020 2021 2022 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 77,3 81,5 76,4 71,8 2. Umlaufintensität (in %) 22,4 18,2 23,5 26,0 3. Investitionen (in Mio. €) 79,8 59,8 47,3 42,1 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 27,5 29,1 28,0 27,1 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 35,6 35,7 36,7 37,8 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) +2,2 +2,2 +2,0 +1,4 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) +10,4 +8,4 +7,2 +5,3 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +3,8 +3,3 +2,7 +2,1 4. Kostendeckung (in %) 100,5 101,4 102,1 101,4 5. Cash-Flow (in T€) 5.1 vor Ertragsteuern +61,373 +59.074 +58.891 +54.638 5.2 nach Ertragsteuern +53.337 +51.577 +51.030 +48.980 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 7,0 8,7 8,9 7,6 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 81.563 84.625 85.641 86.318 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. 76 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | SWK Netzservice 8. Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH Kontaktdaten Daxlander Straße 72, 76185 Karlsruhe Telefon: 0721 599-0 Fax: 0721 599-4109 netze@stadtwerke-karlsruhe.de Gründung 30. Januar 2007 Unternehmensgegenstand Netzbetreiber gemäß dem Gesetz über die Elektrizitäts- und Gasversorgung (Energiewirtschaftsgesetz – EnWG), insbesondere der Betrieb, die Unterhaltung und der Ausbau des Elektrizitäts- und des Gasversorgungsnetzes der Stadtwerke Karlsruhe GmbH sowie die Erfüllung von Verteilungsaufgaben. Ferner ist Gegenstand des Unternehmens der Betrieb, die Unterhaltung und der Ausbau von Trinkwassernetzen sowie der Bau von Fernwärmenetzen. Eingeschlossen ist die Wahrnehmung aller dazugehörigen Aufgaben und Dienstleistungen (GV vom 13. Dezember 2013). Geschäftsführung Stephan Bornhöft Gesellschafter Stadtwerke Karlsruhe GmbH Anteile Stammkapital 100 % = 100.000 € Aufsichtsrat In der Gesellschaft ist kein Aufsichtsrat vorgesehen. Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag mit der Stadtwerke Karlsruhe GmbH vom 2. Oktober 2014. Durch Vertrag vom 15. Dezember 2006 mit der Stadtwerke Karlsruhe GmbH wurde das gesamte Strom- und Gasverteilnetz einschließlich Messstellen gepachtet. Dieser Vertrag wurde zum 31. Dezember 2013 beendet und durch einen neu abgeschlossenen Vertrag vom 12. Dezember 2013 mit Wirkung ab 1. Januar 2014 ersetzt. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge der Gesellschafterversammlung 2) - - - - 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2022 wurde von der Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. Leistungszahlen 2019 bis 2022 2019 2020 2021 2022 1. Netznutzung durch SWK-Vertrieb (in MWh) 2.282.774 2.215.645 2.338.993 1.836.214 2. Netznutzung durch Dritte (in MWh) 1.170.867 1.159.331 1.280.275 1.221.258 SWK Netzservice | Stadtkämmerei | 77 Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2019 2020 2021 2022 Arbeiter 4) 204 212 223 223 Beschäftigte 4) 209 207 210 209 Beamte 4) - - - - Gesamtbelegschaft 413 419 433 432 Auszubildende 36 35 39 41 1) Umgerechnete Vollkraftstellen. 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte. 4) Einschließlich der von der Stadt Karlsruhe abgeordneten Beschäftigten. Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2022 In Summe erwirtschaftete die SWKN Erträge in Höhe von 239,5 Mio. €. Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um rund 29 Mio. €. Die im Berichtsjahr vereinnahmten Erlöse aus Netzentgelten belaufen sich auf 104,0 Mio. € und liegen damit um rund 0,9 Mio. € unter den aktuell ansetzbaren Erlösobergrenzen (EOG) für das Strom- und Erdgasnetz. Beim Erdgasnetz wurde die genehmigte Erlösobergrenze unterschritten. Dies lag an einem deutlichen Rückgang der Durchleitungsmengen zum einen aufgrund der milden Witterung in der Heizperiode, zum anderen aufgrund der generellen Einsparbemühungen der Verbraucher in der Energiekrise. Dies hatte zur Folge, dass ein Teil des positiven Saldos auf dem Regulierungskonto, der aus Mehreinnahmen aus Vorjahren stammt, aufgelöst werden konnte und so einen positiven Ergebniseffekt hatte. Eine ebenfalls ergebnisverbessernde Wirkung hatte die Auflösung der im Vorjahr gebildeten Rückstellung auf dem Regulierungskonto für durch die Landesregulierungsbehörde nachträglich nicht anerkannte Kosten aus Vorjahren. Hier wurde die Entscheidung erfreulicherweise zugunsten der SWKN teilweise revidiert. Beim Stromnetz konnte dagegen die Erlösobergrenze leicht übertroffen werden. Aus diesem Grund musste im Berichtsjahr eine Rückstellung in Höhe von rund 0,7 Mio. € gebildet werden. Per Saldo ergibt sich für die SWKN ein positives Jahresergebnis in Höhe von 0,2 Mio. € (Vorjahr: Verlust in Höhe von 4,3 Mio. €). Ausblick Im Wirtschaftsjahr 2023 rechnet die SWKN mit einem negativen Gesamtergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von 2,4 Mio. €. Risiken Im Berichtsjahr hatten vor allem der Krieg in der Ukraine und seine Folgen weitreichende Auswirkungen auf die Energiewirtschaft. Die SWKN ist hier in der Verantwortung, sich auf mögliche Engpässe in der Gas- und Stromversorgung vorzubereiten. Hierzu wurde eine Task Force geschaffen, um auf die Herausforderungen reagieren und das bestehende finanzielle Risiko minimieren zu können. Als unmittelbare Folgen der Energiekrise werden ebenso das Risiko von Insolvenzen von Lieferanten und Kunden sowie damit einhergehende Forderungsausfälle gesehen. Einen weiteren starken Einfluss auf das Ergebnis der SWKN haben die Witterungsverhältnisse während der Heizperiode. Die Temperatureinflüsse wirken sich direkt auf die vereinnahmten Netznutzungsentgelte bei der 78 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | SWK Netzservice Gasverteilung aus. Bei milderen Temperaturen in der Heizperiode liegen die Absatzmengen unter Umständen unter den Planmengen, die der Kalkulation der Netznutzungsentgelte zugrunde gelegt wurden. Des Weiteren wird die Risikosituation maßgeblich durch die regulatorischen Vorgaben aus dem Energiewirtschaftsgesetz und hier speziell der Anreizregulierungsverordnung bestimmt. Die Anforderungen der Energiewende und das Ziel der CO²-Neutralität bilden ebenfalls ein zentrales strategisches Thema. Die steigende Anzahl an dezentralen Erzeugungsanlagen und die wachsende Ladeinfrastruktur für Elektromobilität führen zu einer deutlich veränderten und stark volatilen Lastsituation im Stromnetz. Daraus entsteht das Risiko von lokalen Netzengpässen im Bestandsnetz. Auch der Fachkräftemangel, gerade im technischen Bereich, wird inzwischen als größeres Risiko für die Zukunft gesehen. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Der Wandel in der Energiewirtschaft und im Netzbetrieb durch technologische Entwicklungen, Digitalisierung, durch regulative Vorgaben und durch die Energie- und Wärmewende beschäftigt die SWKN bereits seit vielen Jahren und beeinflusst sehr stark die heutigen und zukünftigen Unternehmensprozesse. Dabei spielen Klimaschutz und Nachhaltigkeit neben Themen wie Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und diskriminierungsfreier Netzzugang eine wesentliche Rolle im Handeln der SWKN. Bezüglich der eigenen Klimaziele hat auch die SWKN das Ziel der Klimaneutralität im Kontext des Karlsruher Klimaschutzkonzeptes fest im Blick. Bis 2030 sollen 71 % weniger CO2-Emissionen in den Scopes 1 und 2 (eigene Emissionen) ausgestoßen werden und bis 2040 will man treibhausgasneutral sein. Daneben bleiben aber auch Themen wie Artenschutz, Biodiversität und die Vermeidung von Plastikmüll auf der Agenda ganz oben. Viele umweltrelevante und CO2-mindernde Maßnahmen im Zusammenhang mit der Erneuerung der Nieder-, Mittel- und Hochspannungsnetze finden sich in den jährlichen Umwelt- und Energieprogramme der SWKN. Hier ist das Ziel, die physikalisch bedingten Stromnetzverluste sukzessive zu reduzieren. Sobald Regulatorik und Gesetzgebung es zulassen, werden auch die verbleibenden Stromnetzverluste durch Ökostrom gedeckt. Aktuell gibt es in diesem Zusammenhang noch große Hemmnisse. Erfolgreich umgesetzt wurde der Rollout des Workforce-Managements, das Prozessabläufe vereinfacht, mobiles Arbeiten gefestigt, den Start aus der Fläche standardisiert und Fahrten so optimiert hat, dass sie umweltfreundlicher wurden. Jährlich lassen sich die Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH im Rahmen der EMAS, ISO 14001 und ISO 50001 Normen durch unabhängige Gutachter validieren bzw. zertifizieren. Mehr zum Thema Klimaschutz und Nachhaltigkeit findet sich in der Umwelterklärung 2022 unter https://www.netzservice-swka.de/netze/Aktuelles/meldungen/20220811.php. SWK Netzservice | Stadtkämmerei | 79 Kurzbilanz 2022 in € AKTIVA PASSIVA A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Guthaben bei der Stadt Karlsruhe und bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 1.652.070 4.092.586 0 49.929.285 10.385.551 819 43.851 66.104.162 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Jahresüberschuss Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 100.000 22.000.000 0 22.100.000 11.518.730 32.485.432 0 66.104.162 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2019 bis 2023 in T€ 2019 2020 2021 2022 Plan 2022 1) Plan 2023 1) 1. Umsatzerlöse +208.959 +197.252 +203.153 +226.342 +201.291 +206.190 2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -6.290 +2.817 +7.126 +12.805 +0 +0 3. Andere aktivierte Eigenleistungen +297 +149 +98 +39 +123 +104 4. Sonstige betriebliche Erträge +395 +289 +183 +302 +103 +85 5. Materialaufwand -149.671 -152.169 -160.589 -197.188 -147.559 -153.215 6. Personalaufwand -32.837 -34.212 -36.339 -35.559 -37.048 -38.499 7. Abschreibungen -3.354 -3.231 -3.526 -3.692 -4.587 -3.049 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -14.526 -14.630 -14.128 -2.450 -14.220 -13.446 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +138 +55 +179 +134 +175 +82 10. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -457 -420 -372 -481 -316 -572 11 Aufwendungen aus der Gewinnabführung. -2.621 +0 +0 -176 +0 +0 12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +0 +0 +0 +0 +0 +0 13. Ergebnis nach Steuern +33 -4.100 -4.215 +76 -2.038 -2.320 14. Sonstige Steuern -33 -71 -71 -76 -72 -72 15. Erträge aus Verlustübernahme +0 +4.171 +4.286 +0 +2.110 +2.392 16. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +0 +0 +0 +0 +0 +0 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“ (das heißt nicht fortgeschrieben) 80 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | SWK Netzservice Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2019 2020 2021 2022 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 12,7 15,5 13,9 8,7 2. Umlaufintensität (in %) 87,3 84,4 86,0 91,2 3. Investitionen (in T€) 4.269 3.532 3.648 2.403 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 42,6 49,8 43,6 33,4 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 335,2 320,8 312,9 384,7 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) 1,3 -2,1 -2,1 +0,1 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) 11,9 -18,9 -19,4 +0,8 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) 5,9 -8,5 -7,7 +1,0 4. Kostendeckung (in %) 104,0 96,3 94,5 +94,5 5. Cash Flow (in T€) 5.769 -803 -401 +3571 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 16,3 16,7 16,9 14,9 2. Personalaufwand je Mitarbeitenden (in €) 79.508 81.650 83.923 82.312 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. Stadtwerke Karlsruhe Kommunale Dienste GmbH (SKD) | Stadtkämmerei | 81 9. Stadtwerke Karlsruhe Kommunale Dienste GmbH (SKD) Kontaktdaten c/o Stadtwerke Karlsruhe GmbH, Daxlander Straße 72, 76185 Karlsruhe Telefon: 0721 599-0 Fax: 0721 599-896 postbox@stadtwerke-karlsruhe.de www.stadtwerke-karlsruhe.de Gründung 23. Juni 2021 Unternehmensgegenstand Leistungen im Bereich der Straßenbeleuchtung und damit zusammenhängende Aufgaben sowie Leistungen im Bereich der Telekommunikation. Umfasst sind insbesondere Planung, Errichtung, Betrieb, Instandhaltung, Erneuerung, Änderung und Erweiterung von Beleuchtungs- und Telekommunikationseinrichtungen und – netzen einschließlich sämtlicher damit in Zusammenhang stehender Dienstleistungen und artverwandter Tätigkeiten. Geschäftsführung Dr. Olaf Heil (bis 31.12.2022) Andreas Hallwachs (ab 01.01.2023) Gesellschafter Stadtwerke Karlsruhe GmbH Anteile Stammkapital 100 % = 25.600 € Aufsichtsrat In der Gesellschaft ist kein Aufsichtsrat vorgesehen. Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2020 2021 2022 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge der Gesellschafterversammlung 2) 2) 2) 1) Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2022 wurde von der Baker Tilly GmbH & Co.KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Stuttgart geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 2019 2020 2021 2022 Arbeiter 4) - - - 47 Beschäftigte 4) - - - 13 Beamte 4) - - - - Gesamtbelegschaft - - - 60 Auszubildende - - - - 1) Umgerechnete Vollkraftstellen. 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte. 4) Einschließlich der von der Stadt Karlsruhe abgeordneten Beschäftigten. 82 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | Stadtwerke Karlsruhe Kommunale Dienste GmbH (SKD) Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2022 Die Gesellschaft erzielte im ersten operativen Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss in Höhe von 127 T€ (vor Steuern). Dieser resultiert im Wesentlichen mit 72 T€ (vor Steuern) aus dem Bereich Straßenbeleuchtung sowie mit 24 T€ (vor Steuern) aus dem Bereich Telekommunikation. Weitere 31 T€ (vor Steuern) resultieren aus dem sonstigen Geschäft mit anderen Vertragspartnern in den Bereichen Straßenbeleuchtung und weiteren Dienstleistungen (Medientechnik, Tetrafunk etc.) im Bereich Telekommunikation. Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2022 beträgt 23 T€ (Vj. Jahresfehlbetrag in Höhe von 4 T€). Ausblick Aufgrund des vertraglichen Konzeptes einer jährlichen kostenbasierten Abrechnung der für die Stadt Karlsruhe erbrachten Leistungen zuzüglich eines umsatzabhängigen Gewinnaufschlags geht die SKD von einer stabilen wirtschaftlichen Entwicklung aus. Chancen sieht die Gesellschaft in der Ausweitung ihres Geschäftsbetriebs sowohl im Bereich der Beleuchtung, als auch im Bereich der Telekommunikation. Hier werden durch die Geschäftsführung insbesondere im Bereich der digitalen Kommunikationsmedien erhebliche Entwicklungspotentiale gesehen. Risiken Zur Sicherstellung effizienter und qualifizierter Abläufe bedient sich die SKD auf Basis von verschiedenen Dienstleistungsverträgen der Mitarbeiter*innen der Stadtwerke Karlsruhe GmbH sowie der Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Das für Karlsruhe bestehende Klimaschutzkonzept wird im Hinblick auf eine komplette Umrüstung der öffentlichen Straßenbeleuchtung auf LED bis 2030 konsequent umgesetzt. Ältere Lampen und Leuchten mit nicht mehr zeitgemäßer Lichtausbeute werden sukzessive substituiert. Der Anteil an LED (Lampen und Leuchten) konnte bis zum Ende des Jahres 2022 auf etwa 68 Prozent gesteigert werden (Ende 2021: Circa 59 Prozent). Aktuell beträgt der LED-Anteil der öffentlichen Straßenbeleuchtung in Karlsruhe etwa 74 Prozent (Mai 2023). Neben der konsequenten Fortführung der Sanierung von Lampen und Leuchten im Zuge des Klimaschutz- konzeptes hin zu LED-basierten Lösungen erfolgt eine nachhaltige und ganzheitliche Betrachtungsweise bei der Erneuerungs- und Neubauplanung von Beleuchtungsanlagen. Dahingehend werden nicht nur Lampen und Leuchten, sondern vor allem auch Masten und Kabel mit entsprechend aufgebrauchtem Abnutzungsvorrat vorzugsweise ressourcenschonend im Rahmen koordinierter Baumaßnahmen erneuert. Die öffentliche Straßenbeleuchtung stellt einen wichtigen Bestandteil der Daseinsvorsorge dar. Deshalb achtet die Fachabteilung Straßenbeleuchtung besonders darauf, diese im Auftrag der Stadt sicher, stabil, langlebig und nachhaltend zu betreiben. Kurzbilanz 2022 in € Aktiva Passiva A. B. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 0 418.311 0 813.711 1.262.207 ___629.398 3.123.627 0 A. B. C. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Jahresfehlbetrag Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten 25.000 -3.507 23.243 44.736 1.802.410 1.276.481 3.123.627 Stadtwerke Karlsruhe Kommunale Dienste GmbH (SKD) | Stadtkämmerei | 83 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2021 bis 2023 in T€ 2021 1) 2022 Plan 2022 2) Plan 2023 3) 1. Umsatzerlöse +0 +9.297 +6.586 +8.727 2. Bestandsveränderungen +814 +0 3. Sonstige betriebliche Erträge +0 +23 +699 +2.405 4. Materialaufwand +0 -4.563 -1.446 -4.855 5. Personalaufwand +0 -4.636 -4.576 -5.204 6. Abschreibungen +0 -107 -250 -203 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4 -691 -920 -732 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +0 +1 +0 +0 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen +0 -11 +0 -4 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +0 -93 -28 -37 11. Ergebnis nach Steuern -4 +34 +65 +97 12. Sonstige Steuern +0 -11 +0 -11 13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -4 +23 +65 +86 1) Die Gesellschaft wurde erst zum 23. Juni 2021 gegründet. 2) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 3) Gemäß förmlicher Fortschreibung Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2020 1) 2021 2022 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 0,0 13,4 2. Umlaufintensität (in %) 100,0 86,6 3. Investitionen (in T€) 0,0 0,3 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 92,0 1,4 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) - 10,7 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) - +0,2 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) - 16,3 +52,0 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) -15,0 +1,1 4. Kostendeckung (in %) 0,0 101,4 5. Cash-Flow nach Ertragsteuern (in T€) 0 268 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) - 46,4 2. Personalaufwand je Mitarbeitende (in €) - 77.264 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. 1) Die Gesellschaft wurde erst zum 23. Juni 2021 gegründet. 84 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | SWK-Regenerativ-Verwaltungs-GmbH 10. SWK-Regenerativ-Verwaltungs-GmbH Kontaktdaten c/o Stadtwerke Karlsruhe GmbH, Daxlander Straße 72, 76185 Karlsruhe Telefon: 0721 599-0 Fax: 0721 599-896 postbox@stadtwerke-karlsruhe.de www.stadtwerke-karlsruhe.de Gründung 24. August 2005 Unternehmensgegenstand Beteiligung an und die Verwaltung von anderen Unternehmen als deren persönlich haftende geschäftsführende Gesellschafterin, insbesondere von Projektgesellschaften, deren Gegenstand das Erstellen und Betreiben von Kraftanlagen im Bereich regenerativer Energien ist. Geschäftsführung Jürgen Schmidt Susanne Greschner Gesellschafter Stadtwerke Karlsruhe GmbH Anteile Stammkapital 100 % = 25.600 € Aufsichtsrat In der Gesellschaft ist kein Aufsichtsrat vorgesehen. Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge der Gesellschafterversammlung 2) 2) 2) 2) 1) Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2022 wurde von der Baker Tilly GmbH & Co.KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Stuttgart geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2022 Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2022 die in ihrem Gesellschaftsvertrag vorgesehene wirtschaftliche Betätigung durchgeführt. Im Geschäftsjahr 2022 wurde auf Grund des unveränderten Geschäftsumfangs ein Jahresüberschuss in Höhe von 2 T€ (Vj. 1 T€) erwirtschaftet. Die Gesellschaft ist unbeschränkt haftende Gesellschafterin – ohne Kapitaleinlage - der SWK-Regenerativ-GmbH & Co. KG – Solarpark I, der SWK-Regenerativ-GmbH & Co. KG – Solarpark Zwei, der SWK-Regenerativ-GmbH & Co. KG - Solarpark III und der EOS Windenergie GmbH & Co. KG. Als Komplementärin übernimmt sie deren Geschäftsführung, die Vertretung und die Verwaltung und erhält hierfür eine jährliche Vergütung. Hierbei SWK-Regenerativ-Verwaltungs-GmbH | Stadtkämmerei | 85 bedient sie sich zur Sicherstellung effizienter und qualifizierter Abläufe Mitarbeiter der Stadtwerke Karlsruhe GmbH. Ausblick Die Gesellschaft wird die Geschäftsführungstätigkeiten für die vier beschriebenen Kommanditgesellschaften auch im kommenden Geschäftsjahr weiter durchführen und geht für das Geschäftsjahr 2023 von einem Jahresüberschuss in Höhe von 1 T€ aus. Risiken Risiken der Gesellschaft sind mögliche Inanspruchnahmen aus der unbeschränkten Haftung. Derartige oder andere potenziell bestandsgefährdende Risiken sind zum heutigen Zeitpunkt nicht erkennbar. Aufgrund der überschaubaren gesellschaftsrechtlichen Strukturen der zu betreuenden Kommanditgesellschaften sowie des geringen Geschäftsumfangs bestehen keine wesentlichen, bestandsgefährdenden Risiken aus der Geschäftstätigkeit der SWK-Regenerativ-Verwaltungs-GmbH. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Die SWK-Regenerativ-Verwaltungs-GmbH übernimmt die Verwaltung von drei Solarparks mit einer Nennleistung von insgesamt 2,7 MW, die in 2022 rd. 2.731 MWh eingespeist haben. Hinzu kommt die Verwaltung eines Windparks mit einer Nennleistung von 9,2 MW, der in 2022 rd. 15.904 MWh eingespeist hat. Kurzbilanz 2022 in € Aktiva Passiva A. B. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 0 0 0 6.072 54.789 60.861 0 A. B. C. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Gewinnvortrag Jahresüberschuss Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten 25.600 22.090 2.407 50.097 2.469 8.295 60.861 86 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | SWK-Regenerativ-Verwaltungs-GmbH Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2019 bis 2023 in T€ 2019 2020 2021 2022 Plan 2022 1) Plan 2023 1) 1. Umsatzerlöse +38,5 +38.8 +37,3 +38,2 +39,0 +38,0 2. Sonstige betriebliche Erträge +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 3. Personalaufwand +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 4. Materialaufwand +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 5. Abschreibungen +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -35,5 -36.4 -35,9 -35,4 -37,0 -36,5 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -0,5 -0,4 -0,2 -0,4 -0,5 -0,2 10. Ergebnis nach Steuern +2,5 +2,0 +1,2 +2,4 +1,5 +1,3 11. Sonstige Steuern +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +2,5 +2,0 +1,2 +2,4 +1,5 +1,3 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2019 2020 2021 2022 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 0 0 0 0 2. Umlaufintensität (in %) 100,0 100,0 100 100,0 3. Investitionen (in T€) 0 0 0 0 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 84,1 84,0 84,4 82,3 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) - - - - III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) +6,5 +5,2 +3,2 +6,3 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) +5,6 +4,3 +2,5 +4,8 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +4,7 +3,6 +2,1 +4,0 4. Kostendeckung (in %) 108,3 106,5 103,8 108,1 5. Cash-Flow nach Ertragsteuern (in T€) +2 +2 +1 +2 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) - - - - 2. Personalaufwand je Mitarbeitende (in €) - - - - Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. SWK-Regenerativ GmbH & Co. KG – Solarpark I | Stadtkämmerei | 87 11. SWK-Regenerativ GmbH & Co. KG – Solarpark I Kontaktdaten c/o Stadtwerke Karlsruhe GmbH, Daxlander Straße 72, 76185 Karlsruhe Telefon: 0721 599-0 Fax: 0721 599-896 postbox@stadtwerke-karlsruhe.de www.stadtwerke-karlsruhe.de Gründung 2. Dezember 2005 Unternehmensgegenstand Errichtung und Betrieb von Gemeinschaftsanlagen zur Nutzung regenerativer Energieträger, insbesondere Photovoltaikanlagen. (GV in der Fassung vom 3. November 2005) Geschäftsführung Die Geschäftsführung liegt bei der SWK- Regenerativ-Verwaltungs-GmbH als persönlich haftende Gesellschafterin (Komplementärin). Diese ist am Kapital der SWK-Regenerativ-GmbH & Co.KG – Solarpark I nicht beteiligt und handelt durch ihre Geschäftsführer Jürgen Schmidt und Susanne Greschner Gesellschafter Stadt Karlsruhe Stadtwerke Karlsruhe GmbH Weitere Kommanditisten Anteile Kommanditkapital 26,15 % = 14,33 % = 59,52 % = 500.000 € 274.000 € 1.138.000 € 100,00 % = 1.912.000 € Hiervon wurden in 2022 weitere rund 9% an die Kommanditisten zurückgewährt. Der Beteiligungswert der Stadt Karlsruhe beträgt zum 31.12.2022 44.064,41 €. Das Haftkapital wurde jedoch nicht reduziert Aufsichtsrat In der Gesellschaft ist kein Aufsichtsrat vorgesehen. Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Geschäftsbesorgungsvertrag zwischen der SWK-Regenerativ-Verwaltungs-GmbH und der SWK-Regenerativ GmbH & Co. KG – Solarpark I Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge der Gesellschafterversammlung 2) 2) 2) 2) 1) Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss wird nicht geprüft. Eine Prüfungspflicht besteht weder aus handelsrechtlicher noch aus kommunalrechtlicher Sicht. Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. 88 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | SWK-Regenerativ GmbH & Co. KG – Solarpark I Wichtigste Zahlungsströme zwischen der Kommanditistin Stadt Karlsruhe und der Gesellschaft aus Sicht der Kommanditistin Stadt Karlsruhe in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Gewinnausschüttung +45 +6 +19 +22 2. Rückfluss Kommanditanteil +0 +44 +41 +48 +45 +50 +60 +70 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2022 Der Solarpark I erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2022 Einspeisevergütungen in Höhe von 382 T€ (Vorjahr: 387 T€). Die gesamte Stromerzeugung des Solarparks in 2022 lag bei 818.000 kWh (Vorjahr: 816.158 kWh). Die Gesellschaft konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 einen Jahresüberschuss in Höhe von rund 168 T€ (Vorjahr: 183 T€) ausweisen. Risiken Keine. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Der Anlagenpark hat eine Gesamtnennleistung in Höhe von 808,5 kW und erzeugte in 2022 818 MWh. Kurzbilanz 2022 in € AKTIVA PASSIVA A. B. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 0 520.161 0 30.653 244.466 795.280 A. B. C. Eigenkapital Kommanditkapital Variables Kapital Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten 1.912.000 -1.189.069 722.931 56.430 15.919 795.280 SWK-Regenerativ GmbH & Co. KG – Solarpark I | Stadtkämmerei | 89 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2019 bis 2023 in T€ 2019 2020 2021 2022 Plan 2022 1) Plan 2023 1) 1. Umsatzerlöse/Erlöse aus Einspeisung +404 +401 +387 +382 +385 +385 2. Sonstige betriebliche Erträge +4 +7 +40 +4 +3 +3 3. Materialaufwand -24 -33 -31 -15 -35 -35 4. Personalaufwand +0 +0 +0 +0 -0 -0 5. Abschreibungen -141 -142 -139 -134 -135 -135 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -43 -46 -44 -41 -39 -39 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +0 +0 +0 +0 +0 +0 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -7 -5 -2 -1 -2 -2 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -26 -24 -28 -27 -24 -24 10. Ergebnis nach Steuern +167 +158 +183 +168 +153 +153 11. Sonstige Steuern +0 +0 +0 +0 +0 +0 12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +167 +158 +183 +168 +153 +153 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2019 2020 2021 2022 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 76,2 +77,2 69,7 65,4 2. Umlaufintensität (in %) 23,8 +22,8 30,3 34,6 3. Investitionen (in T€) 0 +25 0 0 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 72,6 +81,2 87,6 90,9 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 95,2 +105,2 125,7 139,0 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) +41,3 +39,5 +47,3 +44,0 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) 18,5 +18,2 +22,3 +23,2 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) 14,0 +15,2 +19,7 +21,2 4. Kostendeckung (in %) 188,0 177,9 179,6 200,1 5. Cash-Flow (in T€) 5.1 vor Ertragsteuern +334 +324 +351 +329 5.2 nach Ertragsteuern +308 +300 +322 +302 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) - - - 2. Personalaufwand je Mitarbeitenden (in €) - - - Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. 90 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | SWK-NOVATEC GmbH 12. SWK-NOVATEC GmbH Kontaktdaten Daxlander Straße 72, 76185 Karlsruhe Telefon: 0721 599-0 Fax: 0721 599-896 postbox@stadtwerke-karlsruhe.de Gründung 22. Juni 2009 Unternehmensgegenstand Planung, Realisierung und Betrieb von Wärmeerzeugungs- und Wärmeversorgungsanlagen auf Basis innovativer Versorgungskonzepte im Bereich regenerativer Energien und die Erbringung der damit zusammenhängenden Dienstleistungen (GV vom 13. Juli 2016). Geschäftsführung Andreas Hallwachs Gesellschafter Stadtwerke Karlsruhe GmbH Anteile Stammkapital 100 % = 25.000 € Aufsichtsrat In der Gesellschaft ist kein Aufsichtsrat vorgesehen. Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Geschäftsbesorgungsvertrag mit der Stadtwerke Karlsruhe GmbH. Gewinnabführungsvertrag mit der Stadtwerke Karlsruhe GmbH vom 28.11.2018 (mit Wirkung zum 01.01.2019) Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge der Gesellschafterversammlung 2) - - - - 1) Keine gesonderte Vergütung. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2022 wurde von der Baker Tilly GmbH & Co.KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Stuttgart geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) Die Gesellschaft beschäftigt zum 31.12.2022 insgesamt 4 Mitarbeitende. Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2022 Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr einen Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme in Höhe von 433 T€ (Vj. 465 T€). Die Ergebnisverbesserung gegenüber dem Vorjahr (32 T€) beruht im Wesentlichen auf gestiegenen Umsatzerlösen (+107 T€) auf Grund eines Kooperationsvertrages zu Innovationsprojekten mit regionalen Energieversorgern sowie gesunkenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen (-32 T€ / reduzierte Verwaltungskostenbeiträgen gegenüber der Gesellschafterin Stadtwerke Karlsruhe GmbH auf Grund geringerer Inanspruchnahme von administrativen Dienstleistungen). Gegenläufig erhöhten sich die Materialaufwendungen SWK-NOVATEC GmbH | Stadtkämmerei | 91 (+ 24 T€) auf Grund von bezogenen Fremdleistungen sowie die Personalaufwendungen (+ 85 T€) auf Grund der Erhöhung des Mitarbeiterstamms. Ausblick Die Gesellschaft bringt sich aktiv in aktuelle Projekte der SWK ein und unterstützt diese. In 2023 werden die bereits initiierten Themen „Assetmanagement mit Drohnen“, „Power Purchase Agreements“, „CO2- Management“ und „Ladekarte“ weiter ausgearbeitet. Im Bereich Assetmanagement wird an einem kooperativen Konzept im Bereich Photovoltaikanlagenbefliegung gearbeitet. Ziel ist es, einen Dienstleistungs- und Wissenstransfer zu generieren. Power Purchase Agreements umfassen langfristige (Öko-)Stromverträge für Großkunden, die einen konkreten Bezug zur stromproduzierenden Anlage herstellen. Das Thema CO2- Management (CO2 Emissionen messen, reduzieren & kompensieren) soll als Dienstleistung für kleine und mittlere Unternehmen aufgebaut werden und ist als sogenanntes Transformationskonzept auch förderfähig durch Bundesmittel. Das Produkt Ladekarte dient als Kundenbindungsmittel für Stromkunden mit Elektroauto. Diesen Kunden wird die Möglichkeit angeboten, ihr Auto im öffentlichen Raum zu einem festen Tarif (über eine Ladekarte oder Lade-App) aufzuladen. Um den Übergang der Produktinnovationen in den operativen Vertrieb bei den Stadtwerken Karlsruhe oder anderen Kooperationspartnern zu vereinfachen, wird die SWK-NOVATEC in 2023 ein strukturiertes Produktmanagement für neu entwickelte Produkte aufbauen. Dies umfasst alle Tätigkeiten von der Marktanalyse über Produktentwicklung, Produkteinführung und Produktbetreuung über den gesamten Lebenszyklus. Risiken Aufgrund der überschaubaren gesellschaftsrechtlichen Struktur sowie des geringen Geschäftsumfangs bestehen keine bestandsgefährdenden Risiken aus der Geschäftstätigkeit der SWK-NOVATEC GmbH. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Die Gesellschaft entwickelt innovative Technologien, Produkte und Dienstleistungen für die SWK. Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind starke Innovationstreiber und beeinflussen die Projekte der Gesellschaft maßgeblich. Aktuelle Projekte wie die Produktentwicklung von effizienten Beleuchtungslösungen sind Beispiele für die resultierende Ressourcenschonung und der daraus entstehenden Nachhaltigkeit für die Stadt Karlsruhe. In Sachen Klimaschutz ist die NOVATEC im Bereich CO2 Management derzeit sehr engagiert. So wird die Umsetzung von Produkten und Dienstleistungen für Großkunden, die ihren CO2 Fußabdruck messen und reduzieren wollen, geprüft. Ziel ist es, die SWK als vertrauenswürdigen Ansprechpartner für Nachhaltigkeitsthemen zu etablieren und somit eine grünere Zukunft zu gestalten. Kurzbilanz 2022 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 0 567 0 483.555 0 0 0 484.122 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 25.000 6.610 452.512 0 484.122 92 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | SWK-NOVATEC GmbH Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2019 bis 2022 in T€ 2019 2020 2021 2022 Plan 2022 1) Plan 2023 1) 1. Umsatzerlöse +170 +179 +213 +320 +0 +300 2. Sonstige betriebliche Erträge +0 +0 +0 +0 +0 +0 3. Materialaufwand -3 -25 -255 -279 -150 -300 4. Personalaufwand -486 -239 -182 -267 -319 -326 5. Abschreibungen -3 -3 -3 -2 +0 +0 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -538 -301 -244 -212 -301 -300 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +0 +16 +8 +9 +0 +0 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3 -3 -2 -2 +0 +0 9.. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +2 +0 +0 +0 +0 +0 10. Ergebnis nach Steuern -861 -377 -465 -433 -770 -626 11. Sonstige Steuern +0 +0 +0 +0 +0 +0 12. Erträge aus Verlustübernahme 2) +861 +376 +465 +433 +770 +626 13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +0 +0 +0 +0 +0 +0 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Ab 01.01.2019 Gewinnabführungsvertrag mit Stadtwerke Karlsruhe GmbH. Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2019 2020 2021 2022 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 1,1 1,2 0,4 0,1 2. Umlaufintensität (in %) 98,9 98,8 99,6 99,9 3. Investitionen (in T€) 0 0 0 0 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 2,9 6,5 4,7 5,2 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 273,2 526,3 1.129,7 4.409,2 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) -503,8 -211,2 -218,5 -135,3 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) -3.443,9 -1.509,2 -1.863,1 -1.731,9 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) -98,5 -97,5 -86,8 -88,9 4. Kostendeckung (in %) 16,5 31,2 31,1 41,9 5. Cash-Flow (in T€) 5.1 vor Ertragsteuern -857,6 -374,3 -463,2 -430,8 5.2 nach Ertragsteuern -857,6 -374,3 -463,2 -430,8 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 47,0 41,7 26,5 35,0 2. Personalaufwand je Mitarbeitenden (in €) 69.391 59.650 60.667 66.778 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. EOS Windenergie GmbH & Co. KG | Stadtkämmerei | 93 13. EOS Windenergie GmbH & Co. KG Kontaktdaten Daxlander Straße 72, 76185 Karlsruhe Telefon: 0721 599-0 Fax: 0721 599-896 postbox@stadtwerke-karlsruhe.de Gründung Gesellschaftsvertrag vom 16. April 2009, Beteiligung der Stadtwerke Karlsruhe GmbH mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01.01.2018. Unternehmensgegenstand Betrieb eines Windparks sowie die Erzeugung und Vermarktung von Energie am Standort Riedelberg II in Rheinland-Pfalz. Geschäftsführung Die Geschäftsführung wird durch Komplementärin SWK-Regenerativ- Verwaltungs-GmbH ausgeübt. Diese ist am Kapital der EOS Windenergie GmbH & Co. KG nicht beteiligt und handelt durch ihre Geschäftsführung Kommanditisten Stadtwerke Karlsruhe GmbH Anteil Kommanditkapital 4 Mio. € Aufsichtsrat In der Gesellschaft ist kein Aufsichtsrat vorgesehen. Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge der Gesellschafterversammlung 2) 2) 2) 2) 1) Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2022 wurde von der Baker Tilly GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Stuttgart geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2022 Die EOS schließt das Geschäftsjahr mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 1.136 T€ (Vj. 209 T€) ab. Der Ergebnisanstieg gegenüber dem Vorjahr um 927 T€ ist sowohl auf die Erhöhung der Einspeisemengen wie auch insbesondere dem enormen preisbedingten Anstieg der Erträge aus der Windeinspeisung zurückzuführen. Letztere Entwicklung wurde mit Wirkung der Erlösabschöpfung im Rahmen des Strompreisbremsengesetzes zum 1. Dezember 2022 deutlich eingeschränkt. 94 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | EOS Windenergie GmbH & Co. KG Ausblick Für das Geschäftsjahr 2023 rechnet die EOS mit einer deutlichen Verringerung des Ergebnisses durch geringere Einspeiseerlöse aufgrund der ganzjährigen Umsetzung der Erlösabschöpfung. Risiken Risiken der Gesellschaft können aus dem Betrieb der Windkraftanlagen resultieren. Der Betrieb selbst ist durch einen langfristigen Betriebsführungsvertrag weitgehend gesichert. Ein weiteres Risiko resultiert aus einer Unterschreitung der erwarteten Windleistung. Bestandsgefährdende Risiken sind zum heutigen Zeitpunkt nicht erkennbar. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Der Windpark umfasst vier Windkraftanlagen mit je 2,3 MW, die in 2022 insgesamt Strom in Höhe von 15,904 GWh erzeugt haben. Kurzbilanz 2022 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 19.739 8.095.077 332.839 3.113.481 125.533 11.686.669 A. B. C. Eigenkapital Kapitalanteile Kommanditisten Verlustvortrag Jahresüberschuss Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten 3.995.200 182.015 1.136.379 5.313.594 313.397 6.059.678 11.686.669 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2019 bis 2023 in T€ 2019 2020 2021 2022 Plan 2022 3) Plan 2023 3) 1. Umsatzerlöse +1.606 +1.828 +1.596 +2.570 +1.548 +1.548 2. Sonstige betriebliche Erträge +66 +36 +2 +141 +0 +0 3. Materialaufwand -201 -259 -269 -324 -270 -303 4. Personalaufwand +0 +0 +0 +0 +0 +0 5. Abschreibungen 2) -763 -763 -763 -763 -763 -763 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -169 -173 -164 -201 -178 -182 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +0 +0 +0 +0 +0 +0 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -237 -215 -193 -172 -172 -150 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +0 -22 +0 -114 -9 -0 10. Ergebnis nach Steuern +302 +432 +209 +1.136 +156 +150 11. Sonstige Steuern +0 +0 +0 +0 +0 +0 12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +302 +432 +209 +1.136 +156 +150 1) Die Nutzungsdauer der Windkraftanalagen wurde im Jahr 2018 von 16 Jahren auf 20 Jahre verlängert. 2) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. EOS Windenergie GmbH & Co. KG | Stadtkämmerei | 95 Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2019 2020 2021 2022 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 88,6 84,4 81,4 69,4 2. Umlaufintensität (in %) 10,3 14,3 17,6 29,5 3. Investitionen (in T€) 0,0 6,0 0,0 0,0 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 30,1 34,8 38,3 45,5 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 34,0 41,2 47,1 65,5 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) +18,8 +23,6 +13,1 +44,2 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) +8,5 +10,9 +5,0 +21,4 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +4,6 +5,7 +3,7 +11,2 4. Kostendeckung (in %) 117,2 129,6 114,9 316,7 5. Cash-Flow nach Ertragsteuern (in T€) +1.064,3 +1.195,0 +971,7 +1.899,6 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) - - - - 2. Personalaufwand je Mitarbeitenden (in €) - - - - 1) Beteiligung der Stadtwerke Karlsruhe GmbH mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01.01.2018. Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. 96 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | Stadtwerke Rastatt Service 14. Stadtwerke Rastatt Service GmbH Kontaktdaten Markgrafenstraße 7, 76437 Rastatt Gründung Gesellschaftsvertag vom 12.12.2000 Beteiligung der Stadtwerke Karlsruhe GmbH zum 1. Januar 2018 (vorm. Star. Energiewerke GmbH & Co. KG). Unternehmensgegenstand Erbringung von Energiedienstleistungen an Kunden aus hocheffizienten und somit klimaschonenden Energieerzeugungsanlagen, sowie das Contracting dieser Anlagen. Geschäftsführung Volker Bunte Jürgen Disqué Gesellschafter Stadtwerke Rastatt GmbH Stadtwerke Karlsruhe GmbH Anteile Stammkapital 50 % = 50.000 € 50 % = 50.000 € Aufsichtsrat In der Gesellschaft ist kein Aufsichtsrat vorhanden. Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung - 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge der Gesellschafterversammlung 2) 2) 2) 2) 1) Aufgrund der fehlenden Mehrheitsbeteiligung der Stadt Karlsruhe wird auf eine Veröffentlichung der Geschäftsführergehälter verzichtet. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2022 wurde von Follner & Wild Treuhand Rastatt Wirtschaftsprüfungs GmbH geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) Im Geschäftsjahr 2022 waren durchschnittlich 1,0 Arbeitnehmer im Unternehmen beschäftigt. Leistungszahlen 2019 bis 2022 2019 2020 2021 2022 1. Wärmeverkäufe (in T€) 2 83 2) 198 2. Wärmeverkäufe (in kWh) 14.617 793.683 2) 1.642.190 1) Gesellschaftsvertag vom 12.12.2000 Beteiligung der Stadtwerke Karlsruhe GmbH zum 1. Januar 2018 (vorm. Star. Energiewerke GmbH & Co. KG). 2) Zahlen lagen bis Redaktionsschluss nicht vor. Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2022 Die Gesellschaft schloss das Geschäftsjahr 2022 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 19,1 T€ ab. Die Erlöse ergeben sich aus der Energielieferung an Kunden, die Aufwände im Wesentlichen aus Energiebezug, Personalkosten und sonstigen betrieblichen Aufwendungen, wie Kosten für Marketing, Buchhaltung und Prüfungsaufwand. Stadtwerke Rastatt Service | Stadtkämmerei | 97 Ausblick Neben der Energielieferung aus dezentralen Energieanlagen sowie dem Betrieb dieser Anlagen im abgelaufenen Geschäftsjahr gilt es die Dienstleistungen jetzt weiter auszubauen. Die Pandemie spielte im Berichtsjahr keine wesentliche Rolle mehr, allerdings haben sich mit den Verwerfungen des energiewirtschaftlichen Umfelds neue Schwierigkeiten ergeben: So ist bei den Eigentümern von Gebäuden mit Blick auf den Einsatz von Erdgas eine große Unsicherheit zu spüren. Das inzwischen deutlich veränderte Zinsniveau belastet die Kalkulation von Contracting-Lösungen und wirft die Frage auf, ob Angebote mit Vertragslaufzeiten von 15 Jahren und mehr ohne zeitsynchrone Zinsbindung noch kalkulierbar und damit vertretbar sind. Die Nachfrage nach Photovoltaikanwendungen und Wärmepumpen ist explodiert, so dass die Marktpartner mit der Nachfrage nicht mehr Schritt halten. Auf der Gegenseite verbessert sich die technische Realisierbarkeit von Mieterstromlösungen aufgrund von Vereinfachungen im Messstellenbetriebsgesetz und im Energiewirtschaftsgesetz. Risiken Die Risiken des operativen Geschäftsbetriebs sind grundsätzlich gering. Die Energiebeschaffungs- und Energielieferverträge sind risikoavers fixiert. Im Berichtsjahr hat der Bezug von Erdgas allerdings insofern unerwartete Risiken mit sich gebracht, als zeitweise erhebliche Preissteigerungen innerhalb des laufenden Gasbezugsvertrags zu befürchten waren. Diese haben sich in Form der Gasspeicherumlage schlussendlich nur in geringem Umfang eingestellt. Auch eine Gasmangellage war nicht mehr völlig auszuschließen. Diese Risiken haben sich allerdings bis heute nicht realisiert und sind auch für die nahe Zukunft weniger wahrscheinlich geworden. Die Diversifizierung des Kundenportfolios und die Fokussierung auf Wohngebäude dämpfen das Risiko von Forderungsausfällen; die gesetzlichen Preisbremsen für Erdgas und Wärme leisten hier einen Beitrag. Die bestehenden Anlagen sind insofern homogen, als keine Einzelanlage dominant für das gesamte Anlagevermögen oder für das Gesamtergebnis ist. Der Betrieb der Energieanlagen ist durch angemessene Versicherungen und Verträge ausreichend abgesichert. Die Gesellschaft bedient sich zur Sicherstellung effizienter und qualifizierter Abläufe der Mitarbeitenden der Stadtwerke Rastatt GmbH und der Stadtwerke Karlsruhe GmbH. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Die SRS hat den Zweck Energiedienstleistungen bei B2C- und B2B-Kunden aus hocheffizienten und klimaschonenden Energieerzeugungsanlagen zu erbringen, diese Anlagen zu bauen und zu betreiben. Dabei wird das lokale Handwerk als Marktpartner eingesetzt. Alle Heizungsanlagen erfüllen das EWärmeG Baden- Württemberg, immer mehr zum Einsatz gebracht werden Wärmepumpen und Hybrid-Heizungsanlagen. Auf der Seite der Stromerzeugung bietet die SRS Photovoltaik-Anlagen mit Batteriespeicher an, auch in Systemkombination mit Ladeinfrastruktur und Wärmepumpenanlagen. Eine Erweiterung des Portfolios mit Mieterstrom ist vorgesehen. Zum Portfolio gehört auch Ladeinfrastruktur für Gewerbebetriebe und Mehrfamilienhäuser der Wohnungswirtschaft, für die auch ein eigenes Konzept erstellt wird. Bisher wurden 27 Heizungs- und 26 PV-Anlagen generiert, davon 12 mit Batteriespeicher. Hinzu kommen 17 Aufträge rund um Ladeinfrastruktur. Die CO2-Einsparung durch die Anlagen beträgt jährlich rd. 444 Tonnen pro Jahr. 98 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | Stadtwerke Rastatt Service Kurzbilanz 2022 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 0 557.443 0 15.053 80.275 149.533 0 802.304 A. B. C. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Gewinnvortrag Bilanzverlust Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten 100.000 -57.460 42.540 8.033 751.731 802.304 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2019 bis 2023 in T€ 2019 2020 2021 2022 Plan 2022 Plan 2023 1. Umsatzerlöse/Erlöse aus Einspeisung +2,9 +99,6 +256,8 +868,9 +409,4 +1.290,2 2. Sonstige betriebliche Erträge +0,0 +5,2 +2,0 +42,5 +0,0 +0,0 3. Materialaufwand -0,8 -92,7 -202,5 -779,0 -264,2 -1.176,7 4. Personalaufwand +0,0 +0,0 +0,0 -31,9 -36,5 -0,0 5. Abschreibungen -1,6 -13,7 -25,5 -33,5 -43,2 -47,2 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -24,5 -23,2 -39,6 -39,1 -18,7 -27,7 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -0,1 -3,9 -8,8 -8,8 -8,8 -35,4 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 10. Ergebnis nach Steuern -24,1 -28,7 -17,6 +19,1 -17,3 +3,2 11. Sonstige Steuern +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -24,1 -28,7 -17,6 +19,1 -17,3 +3,2 Stadtwerke Rastatt Service | Stadtkämmerei | 99 Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2019 2020 2021 2022 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 32,9 39,9 42,8 69,5 2. Umlaufintensität (in %) 67,10 60,0 57,2 30,5 3. Investitionen (in T€) 56,9 248,9 77,2 273,5 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 42,10 6,3 3,3 5,3 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 127,70 15,8 7,7 7,6 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) -841,9 -28,8 -6,8 +2,2 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) -34,1 -68,4 -72,0 +45,0 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) -14,3 -3,7 -1,2 +3,5 4. Kostendeckung (in %) 10,6 74,6 96,0 98,3 5. Cash-Flow (in T€) 5.1 vor Ertragsteuern -22,5 -15,0 +8,0 +44,7 5.2 nach Ertragsteuern -22,5 -15,0 +8,0 +44,7 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) - - - 3,6 2. Personalaufwand je Mitarbeitende (in €) - - - 31.919 1) Beteiligung der Stadtwerke Karlsruhe GmbH zum 1. Januar 2018 (vorm. Star. Energiewerke GmbH & Co. KG). Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. 100 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | BES 15. BES – Badische Energie-Servicegesellschaft mbH Kontaktdaten BES – Badische Energie-Servicegesellschaft mbH Daxlander Str. 72 76185 Karlsruhe Gründung 13.07.2016 Unternehmensgegenstand Energielieferung aus klimaschonenden Energieerzeugungsanlagen. Geschäftsführung Enno W. Steffens (ab 01.01.2022) Jürgen Disqué (ab 14.04.2023) Gesellschafter Stadtwerke Karlsruhe GmbH Hoepfner Bräu Friedrich Hoepfner Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG Anteile Stammkapital 66 % 34 % = 66.000 € = 34.000 € Aufsichtsrat Die Gesellschaft hat keinen Aufsichtsrat. Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge keine Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge der Gesellschafterversammlung 2) 2) 2) 2) 1) Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. 2) Aufwandsentschädigungen. Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2021 wurde von der Baker Tilly GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Stuttgart geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. Leistungszahlen 2019 bis 2022 2019 2020 2021 2022 1) 1. Wärmeverkäufe (in T€) 80,6 116,8 106,6 109,8 2. Wärmeverkäufe (in kWh) 1.103.000 1.332.000 1.099.000 915,48 1) Vorläufige Zahlen BES | Stadtkämmerei | 101 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2022 Die Gesellschaft liefert grüne Energie aus lokaler Erzeugung für Wohnviertel, gemischte Quartiere und Industrieanlagen. Hierzu entwickelt die Gesellschaft für Kunden der Immobilienwirtschaft und Industriebetriebe innovative und klimafreundliche Lösungen. Die Gesellschaft übernimmt die Planung, Realisierung und den Betrieb von Energieerzeugungs- und Energieversorgungsanlagen, um daraus grüne Energie wie Wärme und Strom zu verkaufen. Ausblick Neben der Energielieferung aus dezentralen Energieanlagen sowie dem Betrieb dieser Anlagen gilt es die Dienstleistungen weiter auszubauen. So gilt es neben der Betriebs- und Assetrolle zunehmend das Zusammenspiel von verschiedenen Erzeugungsanlagen und Kunden in unterschiedlichen Arealen und Quartieren voranzutreiben. Die vertrieblichen Chancen sind vielversprechend für weiteres Wachstum. Durch ein Gesellschafterdarlehen verfügt die Gesellschaft über die notwendigen Finanzmittel für weitere Investitionen. Risiken Die Gesellschaft bedient sich zur Sicherstellung effizienter und qualifizierter Abläufe der Mitarbeiter der Stadtwerke Karlsruhe GmbH. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Die Gesellschaft wurde mit dem Zweck gegründet, grüne Energie lokal zu erzeugen und direkt vor Ort zu vertreiben. Somit trägt die Gesellschaft allein schon mit der Umsetzung der verschiedenen Projekte ihren Teil zum Klimaschutz und Nachhaltigkeit bei. Darüber hinaus wird ein starker Fokus auf den Fortschritt der Digitalisierung gelegt. Kurzbilanz 2022 in € 1) Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 968.050 300 7.750 120.089 170.364 0 1.266.553 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Bilanzverlust Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 100.000 20.614 - 49.515 71.099 12.900 1.182.554 0 1.266.553 1) Vorläufige Zahlen 102 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | BES Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2019 bis 2023 in T€ 1) 2019 2020 2021 2022 3) Plan 2022 2) Plan 2023 3) 1. Umsatzerlöse +339,0 +417,8 +443,6 +316,4 +728,6 2. Sonstige betriebliche Erträge +0,4 +0,0 +2,2 +181,9 +151,1 3. Materialaufwand -277,6 -287,0 -326,9 -233,5 -529,1 4. Personalaufwand +0,0 +0,0 -3,6 -120,6 -176 5. Abschreibungen -19,8 -74,3 -88,8 -84,6 -67,3 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -20,0 -35,8 -75,4 -85,9 -52,7 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen +0,0 -6,1 -19,9 -18,4 -41,9 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -6,3 -4,5 -4,8 -4,6 -3,6 10. Ergebnis nach Steuern +15,7 +10,1 -73,6 -49,5 +9,1 11. Sonstige Steuern +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 +0,0 12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +15,7 +10,1 -73,6 -49,5 +9,1 13. Verlustvortrag/ Gewinnvortrag -1,7 +14,0 +24,1 +0,0 - 14. Bilanzgewinn/Bilanzverlust +14,0 +24,1 -49,5 -49,5 +9,1 1) Vorläufige Zahlen 2) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 3) Zahlen liegen nicht vor Bilanz- und sonstige Kennzahlen 1) 2019 2020 2021 2022 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 49,7 75,5 76,4 77,1 2. Umlaufintensität (in %) 50,3 24,5 23,6 22,9 3. Investitionen (in T€) 513,0 467,0 0 0 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 11,4 10,5 4,8 5,6 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 23,0 14,0 6,3 7,3 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) +4,6 +2,4 -16,6 -15,7 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) +13,8 +8,2 -145,8 -69,6 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +3,1 +5,7 -5,1 -2,4 4. Kostendeckung (in %) 106,8 103,6 86,2 58,2 5. Cash-Flow (in T€) 5.1 vor Ertragsteuern 42,0 89,0 20 35 5.2 nach Ertragsteuern 36,0 85,0 15 35 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 0,0 0,0 0,7 22,2 2. Personalaufwand je Mitarbeitenden (in €) 0,0 0,0 0,0 120.557 1) Errechnung anhand vorläufiger Zahlen. Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. Onshore | Stadtkämmerei | 103 16. Onshore Bündelgesellschaft 2 GmbH Kontaktdaten Daxlander Straße 72, 76185 Karlsruhe Telefon: 0721 599-0 Fax: 0721 599-896 Gründung 8. Mai 2014 Unternehmensgegenstand Halten von Beteiligungen an Gesellschaften, die Onshore-Windparks in Deutschland betreiben, insbesondere einer Beteiligung an der EnBW Onshore Portfolio GmbH mit Sitz in Stuttgart. Geschäftsführung Mario Dürr Jürgen Schmidt Gesellschafter Stadtwerke Karlsruhe GmbH NEV Erneuerbare Energien GmbH Anteile Stammkapital 50 % = 50 % = 15.000,00 € 15.000,00 € 100 % = 30.000,00 € Aufsichtsrat In der Gesellschaft ist kein Aufsichtsrat vorgesehen. Beteiligungen (mindestens 25 %) EnBW Onshore Portfolio GmbH (Anteil am Stammkapital: 16,66 %). Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge der Gesellschafterversammlung 2) 2) 2) 2) 1) Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. 2) Aufwandsentschädigungen. Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2022 wurde von der Baker Tilly GmbH & Co.KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Niederlassung Stuttgart, geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2022 Die wirtschaftliche Entwicklung der BG2 wird geprägt durch ihre Beteiligung an der EOP. Im Geschäftsjahr 2022 erfolgten wiederum neben Kapitalauskehrungen auch Gewinnausschüttungen durch die EOP. Damit konnten im Berichtsjahr Beteiligungserträge in Höhe von 580 T€ (Vj. 743 T€) erzielt werden. Die Gesellschaft schließt das Geschäftsjahr mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 554 T€ (Vj. 718 T€) ab. Dieser Jahresüberschuss resultiert insbesondere aus den Beteiligungserträgen, denen sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von rd. 26 T€ (Vj. 25 T€) gegenüberstehen, die sich im Wesentlichen aus den Verwaltungskosten für die Geschäftsbesorgung durch die SWK, den Kosten für die Gestellung der Geschäftsführung sowie den Prüfungskosten zusammensetzen. 104 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | Onshore Ausblick Für das Geschäftsjahr 2023 rechnet die Gesellschaft mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 1.962 T€. Dieser enthält die anteilige Gewinnausschüttung für das durch die EOP prognostizierte Ergebnis für das Geschäftsjahr 2022 (16,66 % des Gewinns 2022 der EOP von 12.605 T€ ergibt rd. 2.100 T€). Den Beteiligungserträgen stehen Gesamtaufwendungen in Höhe von rd. 26 T€ sowie Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von rd. 112 T€ gegenüber. Risiken Risiken der Gesellschaft können aus der Entwicklung der Beteiligungsgesellschaft EOP resultieren. Derartige oder andere potenzielle bestandsgefährdende Risiken sind zum heutigen Zeitpunkt nicht erkennbar. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Die OBG ist an einem Anlagenportfolio mit 17 Windparks beteiligt, die eine Gesamtnennleistung in Höhe von 156 MW besitzen. Diese haben in 2022 Strom in Höhe von 240,3 GWh erzeugt. Kurzbilanz 2022 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Flüssige Mittel Rechnungsabgrenzungsposten 0 0 15.338.320 0 214.641 233.212 0 15.786.173 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Jahresüberschuss Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 30.000 15.164.357 553.904 15.748.261 3.682 34.230 0 15.786.173 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2019 bis 2023 in T€ 2019 2020 2021 2022 Plan 2022 1) Plan 2023 1) 1. Umsatzerlöse +0 +0 +0 +0 +0 +0 2. Sonstige betriebliche Erträge +0 +0 +0 +0 +0 +0 3. Materialaufwand +0 +0 +0 +0 +0 +0 4. Abschreibungen +0 +0 +0 +0 +0 +0 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen -24 -25 -25 -25 -26 -26 6. Erträge aus Beteiligungen +480 +1.072 +743 +580 +480 +2.100 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen +0 +0 +0 +0 +0 +0 8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +0 +0 +0 -1 -1 -112 9. Ergebnis nach Steuern +456 +1.047 +718 +554 +453 +1.962 10. Sonstige Steuern +0 +0 +0 +0 +0 +0 11. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +456 +1.047 +718 +554 +453 +1.962 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. Onshore | Stadtkämmerei | 105 Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2019 2020 2021 2022 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 99,2 97,8 97,3 97,2 2. Umlaufintensität (in %) 0,8 2,2 2,7 2,8 3. Investitionen (in T€) 0,0 0 0 0 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 100,0 100,0 100,0 9,8 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 100,8 102,3 102,7 102,7 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) - - - - 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) 2,0 5,1 3,8 3,5 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) 2,0 5,1 3,8 3,5 4. Kostendeckung (in %) - - - - 5. Cash-Flow (in T€) 5.1 vor Ertragsteuern 456 1.047 718 +555 5.2 nach Ertragsteuern 456 1.047 718 +554 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) - - - - 2. Personalaufwand je Mitarbeitenden (in €) - - - - Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. 106 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | TelemaxX 17. TelemaxX Telekommunikation GmbH Kontaktdaten Amalienbadstraße 41 (Bau 61), 76227 Karlsruhe Telefon: 0721 13088-0 Fax: 0721 13088-77 www.telemaxx.de Gründung 5. Februar 1999 Unternehmensgegenstand Planen, Errichten, Betreiben und Vermarkten eines vor allem in der Technologie Region Karlsruhe gelegenen Übertragungsnetzes sowie Angebot und Vermarktung von Telekommunikationsdienstleistungen. Geschäftsführung Raphael Bächle Rainer Müller Gesellschafter Stadtwerke Karlsruhe GmbH Stadt/Stadtwerke Baden-Baden Stadtwerke Rastatt GmbH Energie- und Wasserversorgung Bruchsal GmbH Stadtwerke Ettlingen GmbH Stadtwerke Bretten GmbH Stadt/Stadtwerke Gaggenau Stadtwerke Bühl GmbH Stadt Stutensee Anteile Stammkapital 42,0 % = 9,1 % = 9,1 % = 8,0 % = 8,0 % = 6,8 % = 6,8 % = 5,7 % = 4,5 % = 840.900 € 181.800 € 181.800 € 159.100 € 159.100 € 136.350 € 136.350 € 113.700 € 90.900 € 100,0 % = 2.000.000 € Aufsichtsrat In der Gesellschaft ist kein Aufsichtsrat vorgesehen. Beteiligungen (mindestens 25 %) Breitbandkabel Landkreis Karlsruhe GmbH Anteile am Stammkapital 49 % = 49.000 € Wichtige Verträge Die Gesellschafter haben einen Konsortialvertrag geschlossen, der die Planung, den Aufbau, die Errichtung und den Betrieb eines Telekommunikationsnetzes vor allem in der Technologie Region Karlsruhe, die Vermarktung von Telekommunikationsinfrastruktur der Gesellschafter sowie das Entwickeln und Vermarkten von Telekommunikationsdienstleistungen aller Art zum Ziel der Zusammenarbeit hat. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge der Gesellschafterversammlung 2) 7 6 7 7 1) Aufgrund der fehlenden Mehrheitsbeteiligung der Stadt Karlsruhe wird auf eine Veröffentlichung der Geschäftsführergehälter verzichtet. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2022 wurde von MENOLD BEZLER Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Frankfurt am Main geprüft. TelemaxX | Stadtkämmerei | 107 Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2019 2020 2021 2022 Arbeiter 4) 0 0 0 0 Beschäftigte 4) 94 108 122 135 Beamte 4) 0 0 0 0 Gesamtbelegschaft 94 108 122 135 Auszubildende 28 26 21 18 1) Umgerechnete Vollkraftstellen. 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte. 4) Einschließlich der von der Stadt Karlsruhe abgeordneten Beschäftigten. Leistungszahlen 2019 bis 2022 2019 2020 2021 2022 1. Erlöse aus Telekommunikation (in T€) 24.574 25.606 26.550 27.577 2. Erlöse aus Vermietung von Datenleitungen (in T€) 9.561 9.345 9.409 9.167 3. Anzahl der Kunden 1.185 1.190 1.082 1015 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2022 Die TelemaxX Telekommunikation GmbH hat durch eine solide Unternehmenspolitik auch in 2022 die erfolgreiche Entwicklung fortsetzen und die gute Marktposition weiter festigen können. In 2022 wurde ein Ergebnis i.H.v. 1,6 Mio. € erzielt Der Umsatz der Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr 2022 um ca. 2,2 % verbessert. Der Geschäftsbetrieb konnte im gesamten Geschäftsjahr trotz des Ukrainekonfliktes und der pandemiebedingten Einschränkungen gewährleistet werden. Diese stabile Umsatzentwicklung basiert auf einem breiten Produktportfolio, das dem Kunden alle IT- Dienstleistungen „aus einer Hand“ bieten kann. Insbesondere durch die Vermarktung von Rechenzentrums- flächen können auch die anderen Produktbereiche profitieren, da im Rahmen von Rechenzentren regelmäßig weitere IT-Dienstleistungen nachgefragt werden. Die Vermarktung gestaltete sich aufgrund der konjunkturellen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung vor dem Hintergrund des Ukrainekriegs und der Pandemie weiterhin schwierig, da die Zurückhaltung in der Investitionsbereitschaft bei potenziellen Kunden weiterhin deutlich spürbar war. 108 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | TelemaxX Diagramm: Erlöse Telekommunikation 2012 bis 2022 (in T€) Diagramm: Entwicklung der Kundenzahlen 2012 bis 2022 Ausblick Die künftige Entwicklung des Unternehmens wird durch die Geschäftsführung trotz der aktuellen Entwicklung in der Ukraine weiterhin vorsichtig optimistisch eingeschätzt. Das Produktportfolio besteht aus den Bereichen Telekommunikationsdienstleistungen, Rechenzentrumsdiensten und sonstigen IT-Services. Ziel der Gesellschaft ist es, den Auftragseingang im Jahr 2023 weiter zu steigern und den Umsatz, bereinigt um Sondereffekte im Bereich Energie, um ca. 9% zu verbessern. Es wird im Geschäftsjahr 2023 mit einem Ergebnis von 2,1 Mio. € geplant. Die Geschäftspolitik der TelemaxX Telekommunikation GmbH ist auf Wachstum ausgerichtet, sowohl hinsichtlich der Umsatzentwicklung, als auch in der Breite des Produktportfolios. Hier liegt der Fokus auf Produkten im Bereich Cloud und Managed Services. Mit dieser strategischen Ausrichtung sollen die Umsätze in diesen Bereichen in den nächsten fünf Jahren signifikant gesteigert werden. 15.736 18.162 20.017 23.850 26.550 27.577 0 5.000 10.000 15.000 20.000 25.000 30.000 20122013201420152016201720182019202020212022 Jahr 1.253 1.225 1.185 1.015 0 200 400 600 800 1.000 1.200 1.400 1.600 20122013201420152016201720182019202020212022 Jahr TelemaxX | Stadtkämmerei | 109 Risiken Durch die Entwicklung und ständige Verbesserung eines Risikomanagementsystems ist die Gesellschaft in der Lage, mögliche Risiken in den verschiedensten Bereichen frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu agieren. Die volkswirtschaftlichen Risiken sind deutlich gestiegen. Die Auswirkungen aufgrund der Corona-Pandemie sind weiterhin deutlich spürbar, insbesondere in den gestörten Lieferketten und den damit verbundenen deutlich längeren Lieferzeiten. Die Entwicklung in der Ukraine beeinflusst darüber hinaus die konjunkturelle Entwicklung in starkem Maße und birgt weitere Risiken, insbesondere bei der Entwicklung auf den Rohstoffmärkten und den hohen Inflationsraten. Als Dienstleister, Betreiber und Anbieter von ITK-Produkten arbeitet die Gesellschaft mit unterschiedlichen Lieferanten für technische Komponenten (z.B. Hardware, Software, Übertragungstechnik) zusammen. Im Beschaffungsbereich ist aufgrund von gestörten globalen Lieferketten weiterhin mit längeren Lieferzeiten zu rechnen. Hierdurch könnte es zu Verzögerungen bei laufenden oder neuen Projekten kommen, was wiederum negative Effekte auf die geplante Umsatzentwicklung hätte. Den Risiken im Beschaffungsbereich begegnet das Unternehmen mit geeigneten Vorsorgemaßnahmen. Als Betreiber von mehreren Hochleistungsrechenzentren sind die Energiepreise vor dem Hintergrund der politischen Entwicklung zu den erneuerbaren Energien ein wesentlicher Einflussfaktor. Darüber hinaus werden die Marktmechanismen an den Rohstoffmärkten durch den Krieg in der Ukraine und massiven Versorgungsengpässen weitgehend außer Kraft gesetzt. Politische Entscheidungen, die zu höheren Energiepreisen führen, könnten darüber hinaus die Umsatz- und Kostenentwicklung der TelemaxX Telekommunikation GmbH negativ beeinflussen. Der allgemeine Preisrückgang in der Telekommunikationsbranche wird sich auch weiterhin fortsetzen. Die großen Telekommunikationsunternehmen investieren verstärkt in Glasfaserausbau, um eigene Produkte zu vermarkten, was auch die Wettbewerbssituation in der Technologieregion Karlsruhe verschärft, insbesondere im Bereich der kleinen und mittelgroßen Kunden. Produkte und technologischer Fortschritt fördern den Preisrückgang und erhöhen damit den Konkurrenzdruck. Die Abhängigkeit von Großkunden hat sich zwar reduziert, stellt aber auch weiterhin ein beträchtliches Risiko dar. In diesem Kundensegment besteht zudem das Risiko von Unternehmenskonsolidierungen, die die Kundenabhängigkeit und damit den Preisdruck weiter erhöhen könnten. Darüber hinaus werden viele bestehende Kundenverträge neu verhandelt und angepasst. Die Nachfrage nach höheren Bandbreiten gleicht diese negativen Effekte bisher weitgehend aus. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Die Gesellschaft investiert stetig in technische Anlagen im Bereich Rechenzentrum, um die Energieeffizienz kontinuierlich zu verbessern. Weiterhin werden bei Bauprojekten die Möglichkeiten der Nutzung regenerativer Energien (z.B. Photovoltaikanlagen) geprüft und die Ausrichtung des Fuhrparks wird sukzessive auf elektrische Antriebe erfolgen. Kurzbilanz 2022 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 562.690 44.280.410 49.000 241.338 3.028.859 8.816.262 808.873 57.787.432 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Bilanzgewinn Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 2.000000 27.827.871 29.827.871 2.482.165 24.106.590 1.370.806 57.787.432 110 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | TelemaxX Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2019 bis 2023 in T€ 2019 2020 2021 2022 Plan 2022 1) Plan 2023 1) 1. Umsatzerlöse +34.136 +34.951 +35.959 +36.744 +40.728 +45.613 2. Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen +0 +0 +0 +0 +0 +0 3. Sonstige betriebliche Erträge +895 +725 +1.051 +834 +823 +750 4. Materialaufwand -11.009 -11.632 -12.024 -12.031 -13.190 -17.958 5. Personalaufwand -8.043 -8.767 -10.124 -10.894 -11.927 -12.699 6. Abschreibungen -5.555 -5.622 -5.761 -6.007 -6.150 -5.972 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.577 -5.075 -5.342 -5.830 -6.638 -6.479 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +15 +4 +1 +3 +0 +0 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -193 -136 -158 -156 -165 -148 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.902 -1.392 -1.201 -994 -1.149 -1.026 11. Ergebnis nach Steuern +3.766 +3.056 +2.401 +1.669 +2.332 +2.082 12. Sonstige Steuern -37 -37 -37 -37 +0 +0 13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +3.729 +3.019 +2.364 +1.632 +2.332 +2.082 14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr +27.015 +27.014 +27.012 +27.012 +27.013 +27.013 15. Gewinnausschüttung -1.870 -1.510 -1.182 -816 -1.166 -1.041 16. Bilanzgewinn +28.874 +28.522 +28.194 +27.828 +28.179 +28.054 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2019 2020 2021 2022 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 81,3 77,3 83,9 77,7 2. Umlaufintensität (in %) 17,7 21,5 16,1 22,3 3. Investitionen (in T€) 4.812 10.627 6.428 5.318 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 62,8 52,5 55,6 51,6 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 77,2 67,9 66,2 66,4 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) +10,9 +8,6 +6,6 +4,4 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) +12,1 +9,9 +7,8 +5,5 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +8,0 +5,4 +4,6 +3,1 4. Kostendeckung (in %) 116,1 111,8 107,5 105,1 5. Cash-Flow (in T€) 5.1 vor Ertragsteuern +11.186 +10.033 +9.326 +8.633 5.2 nach Ertragsteuern +9.284 +8.641 +8,125 +7.639 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 27,3 28,0 30,3 31,2 2. Personalaufwand je Mitarbeitenden (in €) 85.568 81.175 82.986 87.858 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. Windpark Bad Camberg | Stadtkämmerei | 111 18. Windpark Bad Camberg GmbH & Co. KG Kontaktdaten Kleinoberfeld 5, 76135 Karlsruhe Telefon: 0721 986810 Fax: 0721 9868188 Gründung 26. Juni 2013 Unternehmensgegenstand Entwicklung, Realisierung und Betrieb eines Windparks sowie die Erzeugung und Vermarktung von Energie am Standort Bad Camberg in Hessen. Geschäftsführung Die Geschäftsführung wird durch Komplementärin EMG – EnergieManagement Verwaltungs- gesellschaft mbH ausgeübt. Gesellschafter Stadtwerke Karlsruhe GmbH ESWE Versorgungs AG Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG Anteile Stammkapital 33,33 % = 33,33 % = 33,33 % = 50,00 € 50,00 € 50,00 € 100,00 % = 150,00 € Aufsichtsrat In der Gesellschaft ist kein Aufsichtsrat vorgesehen. Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Gestattungsvertrag zur Errichtung und zum Betrieb von Windenergieanlagen. Werkliefervertrag über die Lieferung von drei Windkraftanlagen einschließlich Errichtung und Inbetriebnahme. Wartungsvertrag über die Wartung der Windkraftanlagen. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge der Gesellschafterversammlung 2) 2) 2) 2) 1) Aufgrund der fehlenden Mehrheitsbeteiligung der Stadt Karlsruhe wird auf eine Veröffentlichung der Geschäftsführergehälter verzichtet. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2022 wurde von der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2022 Das Geschäftsjahr 2022 schließt aufgrund höherer Umsatzerlöse mit einem über den Erwartungen liegenden Jahresüberschuss in Höhe von 839 T€ ab. Die Umsatzerlöse aus dem Stromverkauf liegen aufgrund der stark gestiegenen Strompreise mit 2.217 T€ weit über den Planwerten (1.325 T€). Die hohen Strompreise im Jahr 2022 resultieren aus der Energiekrise, welche sich in Folge des Kriegs in der Ukraine in Deutschland und Europa eingestellt hat. 112 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | Windpark Bad Camberg Ausblick Die zukünftige Ertragslage hängt unmittelbar von dem tatsächlich am Standort der Windenergieanlagen zu verzeichnenden Windaufkommen und der daraus resultierenden Erzeugungsmenge an regenerativem Strom ab. Sofern die gemäß Windgutachten prognostizierten Erträge erzielt werden, wird sich die Gesellschaft zukünftig wirtschaftlich solide entwickeln. Die Gesellschaft wird auch im Jahr 2023 ausschließlich mit dem Betrieb der bestehenden Windenergieanlagen und mithin der regenerativen Stromerzeugung tätig sein. Risiken Das Eintreten des erwartenden Windaufkommens stellt das größte Risiko dar. Alles in allem trägt die Gesellschaft derzeit, soweit ersichtlich, keine bestandsgefährdenden und sonstige Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz und Ertragslage. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Der Windpark umfasst drei Windkraftanlagen mit je 2,4 MW, die in 2022 insgesamt Strom in Höhe von 13,3 GWh erzeugt haben. Kurzbilanz 2022 in € Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2019 bis 2023 in T€ 2019 2020 2021 2022 Plan 2022 Plan 2023 1. Umsatzerlöse +1.317 +1.358 +1.198 +2.217 +1.325 +1.325 2. Sonstige betriebliche Erträge +72 +7 +3 +5 +0 +0 3. Materialaufwand -266 -243 -300 -278 -304 -267 4. Abschreibungen -809 -809 -809 -809 -809 -809 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen -153 -153 -151 -156 -119 -168 6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +0 +2 +0 +0 +0 +0 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -176 -163 -151 -140 -137 -124 8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +0 +0 +0 +0 +0 +0 9. Ergebnis nach Steuern -15 -1 -210 +839 -44 -43 10. Sonstige Steuern +0 0 +0 +0 +0 +0 11. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -15 -1 -210 +839 -44 -43 Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 7.819.274 421.800 243.535 1.463.005 0 9.947.614 A. B. C. D. Eigenkapital Kapitalanteile der Kommanditisten Kapitalrücklagen Verlustkonten der Kommanditisten Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 150 3.990.000 -490.733 3.499.417 305.043 6.143.154 0 9.947.614 Windpark Bad Camberg | Stadtkämmerei | 113 Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2019 2020 2021 2022 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 97,0 90,4 93,4 82,8 2. Umlaufintensität (in %) 3,0 5,6 6,6 17,2 3. Investitionen (in T€) 50 0 0 0 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 26,1 27,5 27,5 35,2 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 26,9 30,4 29,4 42,5 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) -1,2 -0,1 -17,6 +37,9 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) -0,5 -0,1 -7,9 +24,0 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +1,5 +1,7 -0,7 +11,9 4. Kostendeckung (in %) 93,7 99,2 84,9 160,4 5. Cash-Flow (in T€) 5.1 vor Ertragsteuern +794 +808 +599 +1.648 5.2 nach Ertragsteuern +794 +808 +599 +1.648 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) - - - - 2. Personalaufwand je Mitarbeitenden (in €) - - - - Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. 114 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | KVV 19. Karlsruher Verkehrsverbund GmbH (KVV) Kontaktdaten Tullastraße 71, 76131 Karlsruhe Telefon: 0721 6107-0 Fax: 0721 6107-7159 info@kvv.karlsruhe.de www.kvv.de Gründung 29. Juli 1994 Unternehmensgegenstand Die Gesellschaft dient den Zwecken des öffentlichen Personennahverkehrs. Sie wurde gegründet, um die Wettbewerbsfähigkeit des öffentlichen Personennahverkehrs in der Region Karlsruhe vor allem durch die Einführung von einheitlichen Tarifen (Verbundtarif) für alle öffentlichen Verkehrsmittel und die Abstimmung der Fahrpläne der verschiedenen Verkehrsunternehmen zu verbessern (GV in der Fassung vom 14. Dezember 1998). Geschäftsführung Dr. Alexander Pischon Gesellschafter Stadt Karlsruhe Landkreis Karlsruhe Landkreis Germersheim Landkreis Rastatt Stadt Baden-Baden Landkreis Südliche Weinstraße Stadt Landau Anteile Stammkapital 52 % = 20 % = 8 % = 8 % = 8 % = 2 % = 2 % = 33.233,97 € 12.782,30 € 5.112,92 € 5.112,92 € 5.112,92 € 1.278,23 € 1.278,23 € 100 % = 63.911,49 € Aufsichtsrat 28 Mitglieder, davon 10 Vertretende der Stadt Karlsruhe, 5 Vertretende des Landkreises Karlsruhe, je 3 Vertretende der Landkreise Germersheim und Rastatt sowie der Stadt Baden-Baden, je ein Vertretender des Landkreises Südliche Weinstraße und der Stadt Landau und je ein Vertretender der Länder Baden- Württemberg und Rheinland-Pfalz. OB Dr. Frank Mentrup (Vorsitz) LR Dr. Fritz Brechtel (stellv. Vorsitz) LR Dr. Christoph Schnaudigel (stellv. Vorsitz) Gerd Hickmann OB Thomas Hirsch StR Johannes Honné LR Dr. Christian Dusch BM Tony Löffler StR Sven Maier StR Bettina Meier-Augenstein OB Margret Mergen (bis 09.06.2022) StR Yvette Melchien (bis 31.01.2022) LR Dietmar Seefeldt BM Robert Wein Tim Wirth StR Lukas Bimmerle Andreas Zimmermann StR Friedemann Kalmbach StR Aljoscha Löffler KR Karl-Heinz Hagenmeier OB Cornelia Petzold-Schick KR Carina Baumgärtner-Huber KR Reiner Dehmelt StR Cornelia von Loga Dr. Fabrice Gireaud BM Dr. Dennis Nitsche KR Thorsten Rheude Fritz Engbarth-Schuff (bis 31.03.2022) StR David Herrmanns (ab 01.02.2022) OB Dietmar Späth (ab 10.06.2022) Ingmar Streese (ab 01.07.2022) Wichtige Verträge Vereinbarung zwischen den Landkreisen Karlsruhe und Rastatt, den Städten Karlsruhe und Baden-Baden sowie der Karlsruher Verkehrsverbund GmbH über die Verwendung der Mittel zum Ausgleich der Verbundtarife und der kooperationsbedingten Lasten der Verbünde (Verbundförderung). Die neue Vereinbarung trat 2021 in Kraft. Ergänzende Vereinbarung zum KVV-Gesellschaftsvertrag über die Finanzierung der Verbundorganisation sowie der verbundbedingten Lasten des KVV zwischen dem KVV und der Stadt Karlsruhe, der Stadt Baden-Baden, den Landkreisen Karlsruhe, Germersheim und Südliche Weinstraße sowie der Stadt Landau vom 15. November 2013. Sie regelt die Zuwendungen des Landes Baden-Württemberg bis zum 31. Dezember 2018. Diese Vereinbarung wurde für die Jahre 2019 und 2020 für zwei weitere Jahre auf Basis der bestehenden Regeln verlängert und anschließend für die Jahre 2021 und 2022 neu gefasst. Für das Land Rheinland-Pfalz wird die Vereinbarung vom 1. Januar 1996 derzeit jährlich prolongiert KVV | Stadtkämmerei | 115 Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 13 16 16 16 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2022 wurde von der HWS INTEGRAL-TREUHAND AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2019 2020 2021 2022 Arbeiter 4) - - - - Beschäftigte 4) 36 43 47 46 Beamte 4) - - - - Gesamtbelegschaft 36 43 47 46 Auszubildende - - - - 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt Karlsruhe abgeordneten Beschäftigten Leistungszahlen 2019 bis 2022 2019 2020 2021 2022 1. Zahl der Fahrgäste im Verbundgebiet (in Mio.) 166,7 100,5 93,6 125,8 2. Tarifeinnahmen im Verbundgebiet (in Mio. €) – ohne Schwerbehinderte und ohne Abgeltung Schüler nach § 45 a PBfG 151,4 121,2 110,7 104,8 3. Tarifeinnahmen je Fahrgast (in €) 0,91 1,21 1,18 0,83 Finanzielles Engagement der Mitgesellschafterin Stadt Karlsruhe 2019 bis 2022 in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Verlustabdeckung (Anteil Stadt Karlsruhe) 2.219 2.623 2.650 2.550 2. Tarifausgleich für KVV/VRN-Übergangsregelung 182 160 137 101 3. Kostentragung „Verbundbedingte Lasten“ durch Stadt Karlsruhe 1.636 1.636 1.636 1.636 Zusammen 4.037 4.419 4.423 4.287 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2022 Gegenüber dem Vorjahr gingen die im Rahmen der Verbundabrechnung an die Verkehrsunternehmen des Verbunds zu verteilenden Fahrgeldeinnahmen nochmals um 5,9 Mio. € bzw. 5,33 % auf insgesamt 104,8 Mio. € (Vorjahr: 110,7 Mio. €) zurück. Das Fahrgastergebnis des Jahres 2022 ist von zwei Faktoren geprägt: Zum einen von den Nachwirkungen der Corona-Pandemie. Die Nachfrage hat sich zu Jahresbeginn wieder deutlich erhöht, blieb aber auch weiterhin hinter den Werten des Jahres 2019, dem letzten regulären Jahr vor der Pandemie zurück. Grund hierfür dürfte 116 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | KVV die Etablierung des „Home-Office“ Modellen sein. Neben der Nachfrage, blieb auch die Ausnutzung der Zeitkarten weiterhin hinter den Werten in einem „Normaljahr“ zurück. Als weitere Besonderheit des Jahres 2022 ist das bundesweit gültige „9-Euro-Ticket“ anzusehen. Im Zeitraum vom Juni bis August 2022 konnte dieses Monatsticket an allen ÖPNV-Verkaufsstellen in Deutschland zum Preis von 9 Euro gekauft werden und wurde im gesamten Nahverkehr in Deutschland anerkannt. Die Bundesregierung wollte damit ein Anreiz zum Umstieg auf den klimaschonenden ÖPNV und zur Einsparung von Kraftstoffen setzen. Die dadurch entstehenden Mindereinnahmen wurden durch Bundesmittel ausgeglichen. Für die Ermittlung der in den Verbund einbrechenden, also nicht von Unternehmen im KVV verkauften, aber hier zur Fahrt genutzten 9-Euro-Tickets hat der VDV entsprechende Rechenvorschläge auf Basis der im KVV verkauften Tickets bereitgestellt. Insgesamt nutzten in 2022 im KVV 125,8 Mio. Fahrgäste den ÖPNV. Das Fahrgastniveau des Jahres 2019 konnte aber trotzdem nur zu rund 75% wieder erreicht werden. Diagramm: Entwicklung der Fahrgastzahlen und der Defizite 2012 bis 2022 (in Mio.) Mit rund -4,7 Mio. € liegt das Ergebnis nach Steuern auch im Jahr 2022 unter dem prognostizierten Plan von - 6,0 Mio. €. Seit 2011 werden die Fahrgelder auf der Grundlage der Ergebnisse der Fahrgasterhebung, die im Auftrag des KVV 2008 und 2009 im Verbundgebiet durchgeführt wurde, zugeschieden. Darauf haben sich die Gesellschafter des KVV im Jahr 2010 verständigt. Ein neues Einnahmeaufteilungsverfahren wurde bereits im Jahr 2017 erarbeitet, welches nach einer neuen Verkehrserhebung aller Verbundverkehre zur Anwendung kommen soll. Im August 2021 wurde eine durchschnittliche Tariferhöhung von 3,78% umgesetzt. Zum 01.08.2022 erfolgte dann eine weitere Tariferhöhung um durchschnittlich 2,34%. 178,0 172,0 166,7 125,8 -1,98 -2,42-2,41 -2,92 -3,35 -4,87 -4,91 -4,73 -50,0 0,0 50,0 100,0 150,0 200,0 20122013201420152016201720182019202020212022 Jahr Fahrgäste Ergebnis KVV | Stadtkämmerei | 117 Diagramm: Entwicklung der Fahrgeldeinnahmen 2012 bis 2022 (in Mio. €) Auch im Jahr 2022 erhielt der KVV als Ausgleich für die verbundbedingten Lasten sowie für die Verbundorganisation Zuschüsse von den Ländern Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Die EU-Verordnung 1370 zwingt die Bundesländer und die Verkehrsverbünde dazu, die Verbundförderung neu zu gestalten. Mit den Landkreisen Karlsruhe und Rastatt sowie den Städten Baden-Baden und Karlsruhe hat der KVV daraufhin im Jahr 2021 eine Finanzierungsvereinbarung abgeschlossen. Neben dem klassischen ÖPNV hat das Angebot an Mobilitätsdienstleistungen wie Car- oder Bikesharing in den letzten Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. Vor allem junge Menschen entscheiden heute flexibel, welches Mobilitätsangebot spontan zu ihren Bedürfnissen passt. Diese inter- und multimodale Nutzung von Verkehrsmitteln wird weiter zunehmen. Das Projekt regiomove greift diesen Umstand auf, indem es die Angebote der einzelnen Mobilitätsanbieter vernetzt und über eine gemeinsame Plattform den Kund*innen aus einer Hand anbietet. Das Projekt regiomove schafft die organisatorischen, technischen und infrastrukturellen Grundlagen für den Aufbau und den zukünftigen Betrieb eines inter- und multimodalen Mobilitätsverbundes für alle Bürger*innen im KVV und im Gebiet der TechnologieRegion Karlsruhe. Nachdem in 2021 die KVV.Luftlinie und KVV.homezone in die App kvv.regiomove aufgenommen wurden, konnte in 2022 kurzfristig der digitale Vertrieb des 9-Euro-Tickets in den Sommermonaten, der E-Tretroller- Anbieter VOI und die Bikeboxen der Firma Kienzler integriert werden. Begonnen wurde in 2022 zudem mit der Integration von MyShuttle und der Verknüpfung mit der Ortenauplattform. Die Fertigstellung der regiomove-Ports konnte in 2022 erreicht werden. In Zusammenarbeit mit dem Regionalverband Mittlerer Oberrhein sollen in 2023 weitere Partnerkommunen für den Portbau gewonnen werden. Auch das Projekt Home Zone, in dessen Rahmen deutschlandweit erstmalig ein innovativer E-Tarif entwickelt wurde, trägt diesem Umstand Rechnung. Kund*innen können sich erstmalig ihren individuellen Mobilitätsradius auf dem Smartphone, unabhängig von Wabengrenzen, festlegen und in dieser Home Zone den ÖPNV unbegrenzt nutzen. Parallel zur Entwicklung der KVV.homezone wurde in 2021 als zweites Projekt im KVV ein verbundweiter Luftlinientarif, die KVV.Luftlinie eingeführt. Ausblick Im Jahr 2023 rechnet die Gesellschaft mit einem negativen Ergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit in Höhe von rund 6,11 Mio. €, welches durch Zuschüsse der Gesellschafter nach § 5 des Gesellschaftsvertrages abzudecken ist. 126,0 133,0 139,0 144,0 146,5 151,4 110,7 0,0 20,0 40,0 60,0 80,0 100,0 120,0 140,0 160,0 20122013201420152016201720182019202020212022 Jahr 118 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | KVV Nach Entfall des klassischen Ausgleichsverfahrens nach § 45a PBefG in Baden-Württemberg in 2018 überstellt das Land diese Finanzmittel im Rahmen des ÖPNV-Gesetzes an die kommunalen Aufgabenträger (Stadt- und Landkreise). Von dort werden diese im Rahmen von „Allgemeinen Vorschriften“ bzw. öffentlichen Dienstleistungsaufträgen an die Unternehmen ausgekehrt. In einer weiteren Stufe dieser ÖPNV-Finanzreform wurden diese Mittel ab dem Jahr 2021 aufgestockt und die bisher festgeschriebenen Zuscheidungsbeträge an die Aufgabenträger auf ein parameterbezogenes Schlüsselverfahren umgestellt. Hierdurch haben sich Veränderungen bei den Zuscheidungsbeträgen ergeben. Minderungen gegenüber den bisherigen Beträgen werden während einer Übergangsfrist bis zum Jahr 2026 ausgeglichen. In den Jahren 2027 und 2028 wird dieser Sicherungsmechanismus um je ein Drittel abgeschmolzen, so dass ab dem Jahr 2029 vollumfänglich die rechnerischen Schlüssel angewandt werden Risiken Politische Entscheidungen (wie z.B. ein landesweites Jugendticket und ein Deutschlandticket) könnten zum Rückgang der Tarifeinnahmen und damit möglicherweise zu einer erheblichen finanziellen Mehrbelastung der kommunalen Aufgabenträger beitragen. Zudem führt die durch den Ukraine-Krieg induzierte Energiepreisentwicklung neben den Fahrgeldausfällen zu steigenden Defiziten bei den Aufgabenträgern, was zu einer Abbestellung von Verkehren führen könnte. Die EU-Verordnung 1370 bedingt einen höheren Wettbewerb und steigert damit bei den Verkehrsunternehmen die Bereitschaft, durch immer risikoreichere Kalkulationen im geschaffenen Wettbewerb zu bestehen. Die risikoreicheren Kalkulationen erhöhen das Risiko von Insolvenz. Auch die durch die Energiepreisentwicklung gestiegenen Betriebskosten sowie die sich weiterhin auf niedrigem Niveau befindlichen Fahrgastzahlen und die damit einhergehenden geringeren Fahrgeldeinnahmen verstärken dieses Risiko. Ebenso ist im Laufe des Geschäftsjahres 2022 weiterhin ein Anstieg der Inflation zu beobachten. Sollte sich dies nicht als kurzfristiges Ereignis darstellen, würde dieser Effekt das Risiko der Insolvenz erhöhen. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Für eine zukunftsfähige und nachhaltige Stadtentwicklung ist sowohl der geringe Flächenbedarf des öffentlichen Personennahverkehr als auch der schonende Umgang mit Umweltressourcen, der durch wesentlich weniger Schadstoffausstoß gegenüber dem motorisierten Individualverkehr erreicht wird, von Bedeutung. Vom KVV initiierte Projekte wie kvv.regiomove, kvv.homezone, MyShuttle oder KVV.nextbike sollen dazu beitragen den öffentlichen Personennahverkehr noch attraktiver zu gestalten und dem multimodalen Verhalten der Fahrgäste gerecht zu werden. Regiomove ermöglicht beispielsweise, durch die Vernetzung vieler Mobilitätsangebote auf einer einzigen Plattform die Attraktivität dieser Angebote zu steigern und damit letztendlich auch zum Klimaschutz in der Region beizutragen. In 2022 wurden auch die regiomove-Ports fertiggestellt. Bei diesen Ports handelt es sich um Stationen, an denen die verschiedenen Mobilitätsangebote, die bereits über die regiomove-App digital verknüpfbar waren, auch physisch gebündelt sind, sodass man hier unkompliziert zwischen den verschiedenen Angeboten und deren Anbietern wechseln kann. Auch Tarifprodukte wie die kvv.homezone oder der Luflinientarif verfolgen das Ziel den ÖPNV langfristig für die Kund*innen attraktiver zu gestalten. Des Weiteren trägt die Gesellschaft durch den Einsatz leistungsfähiger Bahnen und Busse im Verbundgebiet, welche sich auf dem neuesten Stand der Technik befinden, dem Gedanken des Klimaschutzes und der Nachhaltigkeit Rechnung. Auch der Betrieb des „Testfelds Autonomes Fahren“ durch den KVV und die zugehörigen Forschungsprojekte tragen letztendlich zur Weiterentwicklung des ÖPNV und in Folge dessen zum Klimaschutz bei. KVV | Stadtkämmerei | 119 Kurzbilanz 2022 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand Rechnungsabgrenzungsposten 1.929.971 372.459 0 36.763.400 2.473 114.871 39.183.174 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Jahresüberschuss/-fehlbetrag Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 63.911 0 63.911 942.432 34.580.975 3.595.856 39.183.174 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2019 bis 2023 in T€ 2019 2020 2021 2022 Plan 2022 1) Plan 2023 1) 1. Umsatzerlöse 2) +4.776 +4.667 +5.381 +5.718 +5.794 6.344 2. Sonstige betriebliche Erträge +12.020 +11.502 +10.559 +12.247 +12.263 11.394 3. Personalaufwand -3.554 -3.921 -4.242 -4.308 -4.873 -5.003 4. Abschreibungen -77 -117 -527 -710 -526 -678 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen -17.363 -17.104 -16.217 -17.783 -18.697 -18.254 6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +88 +108 +128 +142 +60 +100 7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -7 + 0 +0 -37 -10 -10 8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +0 +0 +0 +0 +0 +0 9. Ergebnis nach Steuern -4.117 -4.865 -4.918 -4.731 -5.989 -6.107 10. Sonstige Steuern -4 -1 +0 +0 +0 +0 11. Erträge aus Verlustübernahme Gesellschafter (§5 Gesellschaftsvertrag) +4.121 +4.866 +4.918 +4.731 +5.989 +6.107 12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +0 +0 +0 +0 +0 +0 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Die Vertriebskosten werden brutto verbucht, das heißt als Umsatzerlöse und als Aufwendungen aus Vertriebskostenübernahme (AVG/VBK/BBL). 120 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | KVV Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2019 2020 2021 2022 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 1,1 6,4 7,0 5,9 2. Umlaufintensität (in %) 98,8 93,5 93,0 93,8 3. Investitionen (in T€) 398 1.729 1.199 291 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 0,2 0,2 0,2 0,2 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 14,6 3,1 2,3 2,8 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) -86,3 -104,3 -91,4 -82,7 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) -6.448 -7.613 -7.695 -7.403 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) -9,9 -15,2 -12,6 -12,0 4. Kostendeckung (in %) 22,7 22,1 25,6 25,0 5. Cash-Flow (in T€) -4.044 -4.749 -4.380 -4.004 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 16,9 18,5 20,2 18,9 2. Personalaufwand je Mitarbeitenden (in €) 98.723 91.181 90.244 93.649 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. Baden Airpark | Stadtkämmerei | 121 20. Baden Airpark Beteiligungsgesellschaft mbH Kontaktdaten Victoria Boulevard A 106, 77836 Rheinmünster Telefon: 07229 66-2125 Fax: 07229 66-2309 Amt11@Landkreis-Rastatt.de Gründung 20. März 2001 Unternehmensgegenstand Beteiligung von Kommunen, Landkreisen und sonstigen öffentlichen Körperschaften sowie ggf. Privaten aus der Region an der als Tochtergesellschaft der Flughafen Stuttgart GmbH gegründeten Baden Airpark Erwerbs GmbH heute Baden Airpark GmbH (GV in der Fassung vom 11. Juli 2007). Geschäftsführung Dieter Au (bis 09.01.2023) Thomas Eibl (ab 09.01.2023) Gesellschafter Stadt Karlsruhe Stadt Baden-Baden Landkreis Karlsruhe Landkreis Rastatt Stadt Bühl Gemeinde Hügelsheim Gemeinde Rheinmünster Stadt Rheinau Anteile Stammkapital 43,90 % = 15,55 % = 12,65 % = 12,65 % = 4,27 % = 4,88 % = 4,88 % = 1,22 % = 14.400 € 5.100 € 4.150 € 4.150 € 1.400 € 1.600 € 1.600 € 400 € 100,00 % = 32.800 € Aufsichtsrat In der Gesellschaft ist kein Aufsichtsrat vorgesehen. Beteiligungen (mindestens 25 %) Baden Airpark GmbH (BAG) Anteile am Stammkapital 34,17 % = 8,559 Mio. € Wichtige Verträge Die zwischen dem Land Baden-Württemberg, der Flughafen Stuttgart GmbH und der Baden Airpark Beteiligungsgesellschaft mbH am 22. Dezember 2015 unterzeichnete Fortführungsvereinbarung ergänzt die Rahmenvereinbarung vom 30. Juli 2003. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2020 2021 2022 2023 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge der Gesellschafterversammlung 2) 2) 2) 2) 1) Aufgrund der fehlenden Mehrheitsbeteiligung der Stadt Karlsruhe wird auf eine Veröffentlichung der Geschäftsführergehälter verzichtet 2) Die Mitglieder der Gesellschafterversammlung erhalten keine Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2022 wurde von der Residenz Treuhand Dr. Eichhorn, Oberle und Partner GmbH geprüft. 122 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | Baden Airpark Finanzielles Engagement der Gesellschafterin Stadt Karlsruhe 2019 bis 2022 in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Erhöhung der Kapitalrücklage 0 0 0 0 2. Corona Hilfe 75 0 3. Verwaltungskostenumlage 12 12 12 12 Zusammen 12 12 87 12 Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2019 2020 2021 2022 Beschäftigte 3) 0,0 0,0 0,0 0,0 Beamte 3) 0,0 0,0 0,0 0,0 Gesamtbelegschaft 0,0 0,0 0,0 0,0 Auszubildende - - - - 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte Leistungszahlen Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden (FKB) 2019 2020 2021 2022 1. Flugbewegungen 36.088 30.441 36.894 37.464 2. Passagiere 1.346.750 401.153 618.687 1.315.525 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2022 Die wirtschaftliche Entwicklung der Baden Airpark Beteiligungsgesellschaft mbH (BTG) ist an die Entwicklung der Baden Airpark GmbH (BAG) gekoppelt. Der Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden (FKB) war im Jahr 2022 für 1.315.525 Passagiere Partner für Privat- und Geschäftsreisen. Zusätzlich zu den Nachwirkungen der Pandemie stellten die Auswirkungen des Ukrainekriegs die BAG im Jahr 2022 vor Herausforderungen. Die kriegerische Auseinandersetzung erzeugte Energie- und Rohstoffmängel, was zum einen zu einem Preisschock bei den Beschaffungskosten führte, zum anderen wiederrum die Inflation im Laufe des Jahres befeuerte. Die Geschäftstätigkeit aller luftfahrtaffinen Unternehmen erholte sich aufgrund steigender Nachfrage im internationalen Urlaubs- und Individualverkehr auf ca. 72% der vorpandemischen Lage. Insgesamt weist die BAG ein positives Betriebsergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und sonstigen Steuern (EBITDA) in Höhe von 1.419 T€ (Vorjahr: 1.273 T€). Insgesamt weist die Gesellschaft aufgrund hoher Abschreibungen auf den Beteiligungswert einen Jahresfehlbetrag von 1,8 Mio. € aus. Ausblick Der Baden Airpark rechnet mit ca. 1,2 Millionen Passagieren in 2023 und somit 90% des Vorkrisenniveaus. Durch die von den Airlines angekündigte Erhöhung der am FKB stationierten Flugzeuge und einer entsprechenden Auslastung könnten sogar bis zu 1,5 Millionen Passagiere erwartet werden. Das Unternehmen rechnet in 2023 mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 2,57 Mio. € nach Abschreibungen, Zinsen und sonstigen Steuern. Baden Airpark | Stadtkämmerei | 123 Diagramm: Entwicklung der Passagierzahlen 2012 bis 2022 Risiken Die Entwicklung der BTG ist an die Entwicklung des Baden Airparks (BAG) gekoppelt. Auch in Zukunft wird der internationale Luftverkehr den unterschiedlichsten wirtschaftlichen und politischen Risiken ausgesetzt sein. Die Entwicklung des Reiseverhaltens wird weiterhin durch Nachwirkungen der COVID-19-Pandemie geprägt sein. Hinzu kommen seit Februar 2022 der Ukrainekrieg und die damit zusammenhängende Verknappung von Ressourcen. Diese Einflussfaktoren können jedoch nicht abschließend bewertet werden. Die derzeitigen hohen bilanziellen Verluste der BAG führen dazu, dass die BTG den Wert ihrer entsprechenden Beteiligung auch weiter abschreiben wird. Erst ab dem Jahr 2025 wird ein Passagieraufkommen erwartet, welches ein nachhaltiges positives operatives Ergebnis, ohne Sondereffekte aus Grundstücksverkäufen, ermöglicht. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Der Baden Airpark will die technischen Anforderungen eines modernen zivilen Flughafenbetriebs und Sicherung von Umwelt, Klima und Natur miteinander in Einklang bringen. Hierzu existiert ein Nachhaltigkeitskonzept mit zahlreichen Einzelmaßnahmen in den Bereichen Ökologie, Energie, Fluglärmminderung und Mobilität. Die im europäischen „Green Deal“ anvisierten Klimaziele stehen vorrangig im Fokus. Der Flughafen soll im Einklang mit allen örtlichen Flughäfen spätestens 2050 klimaneutral sein. Kurzbilanz 2022 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 0 682 32.420.554 0 48.414 0 34.469.650 A. B. C. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklagen Bilanzverlust Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten 32.800 46.424.539 -14.003.985 32.453.354 9.293 7.003 34.469.650 1.299.291 1.073.911 997.013 1.113.952 1.249.322 1.346.750 401.153 618.687 1.315.525 0 200.000 400.000 600.000 800.000 1.000.000 1.200.000 1.400.000 1.600.000 20122013201420152016201720182019202020212022 Jahr 124 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | Baden Airpark Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2019 bis 2023 in T€ 2019 2020 2021 2022 Plan 2022 1) Plan 2023 1) 1. Umsatzerlöse +0 +0 +0 +0 +0 +0 2. Sonstige betriebliche Erträge +30 +27 +201 +28 +28 +28 3. Materialaufwand +0 +0 +0 +0 +0 +0 4. Personalaufwand -12 -12 -12 -12 -12 -12 5. Abschreibungen -1.912 -8.421 -1.883 -1.788 -3.120 -2.570 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -18 -15 -189 -16 -16 -16 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +0 +0 +0 +0 +0 +0 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen +0 +0 +0 +0 +0 +0 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +0 +0 +0 +0 +0 +0 10. Ergebnis nach Steuern -1.912 -8.421 -1.883 -1.788 -3.120 -2.570 11. Sonstige Steuern +0 +0 +0 +0 +0 +0 12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -1.912 -8.421 -1.883 -1.788 -3.120 -2.570 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Vorläufige Zahlen Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2019 2020 2021 2022 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 99,9 99,9 99,9 99,9 2. Umlaufintensität (in %) 0,1 0,1 0,1 0,1 3. Investitionen (in T€) 0 0 0 0 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 99,9 100,0 100,0 99,9 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 100,1 100,1 100,1 100,1 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) - - - - 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) -4,3 -23,3 -5,5 -5,5 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +0,0 +0,0 +0,0 +0 4. Kostendeckung (in %) - - - - 5. Cash-Flow (in T€) +0 +0 +0 +0 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 0,6 0,1 0,6 0,7 2. Personalaufwand je Mitarbeitenden (in €) 5.993 5.967 5.975 5.923 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. Baden Airpark | Stadtkämmerei | 125 Wohnungswesen und Stadtentwicklung 126 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | VOWO 21. Volkswohnung GmbH Kontaktdaten Ettlinger-Tor-Platz 2, 76137 Karlsruhe Telefon: 0721 3506-0 Fax: 0721 3506-100 info@volkswohnung.de www.volkswohnung.de Gründung 26. Juni 1922 Unternehmensgegenstand Versorgung breiter Schichten der Bevölkerung mit Wohnraum. Dazu gehört auch die Versorgung einkommensschwacher Bevölkerungskreise. Die Gesellschaft errichtet und bewirtschaftet in eigenem Namen Wohnungen in allen Rechts- und Nutzungsformen. Sie kann auch die Errichtung solcher Wohnungen betreuen und fremde Wohnungen verwalten. In Erfüllung ihres öffentlichen Zwecks kann sie ebenfalls andere Bauten errichten, betreuen, bewirtschaften oder verwalten, soweit diese wohnungswirtschaftlich, städtebaulich oder infrastrukturell bedingt sind oder der Wirtschaftsförderung dienen. Sie kann auch Träger von Erschließungs- und Sanierungsmaßnahmen sein (GV in der Fassung vom 21. Dezember 2021). Geschäftsführung Stefan Storz Gesellschafter Stadt Karlsruhe Anteile Stammkapital 100 % = 37.000.000 € Aufsichtsrat Besteht aus 6 bis höchstens 11 stimmberechtigten Mitgliedern. BM Daniel Fluhrer (Vorsitz) StR Michael Borner (stellv. Vorsitz) Antoine Durand Marc Bernhard Rudolf Bürgel StR Dr. Clemens Cremer Margot Döring StR Dr. Anton Huber StR Karl-Heinz Jooß StR Bettina Meier-Augenstein StR Tilman Pfannkuch Alfons Schuler (nicht stimmberechtigtes Mitglied) Beteiligungen (mindestens 25 %) Volkswohnung Service GmbH Volkswohnung Bauträger GmbH Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH KES – Karlsruher Energieservice GmbH Wohnbau Wörth a. Rh. GmbH Anteile am Stammkapital 100,0 % = 100,0 % = 60,0 % = 50,0 % = 50,0 % = 1.100.000,00 € 1.000.000,00 € 300.000,00 € 50.000,00 € 2.600.000,00 € Wichtige Verträge Mit der Volkswohnung Service GmbH und der Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH wurden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge (Organschaftsverträge) geschlossen. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 17 19 19 18 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2022 wurde von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG AG, Niederlassung Karlsruhe, geprüft. VOWO | Stadtkämmerei | 127 Wichtigste Zahlungsströme zwischen Stadt Karlsruhe und Volkswohnung-Konzern in den Jahren 2019 bis 2022 aus Sicht Stadt Karlsruhe in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Ausschüttung an Stadt Karlsruhe +6.081 2. Zuschuss aus dem Karlsruher Wohnraumförderungsprogramm -154 -598 -726 -4.351 3. Zuschuss SSP (Soziale Stadt Programm) -10 -95 -160 +0 Zusammen -164 -693 -886 +1.730 Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2019 2020 2021 2022 Arbeiter 4) - - - - Beschäftigte 4) 171 185 185 187 Beamte 4) - - - - Gesamtbelegschaft 171 185 185 187 Auszubildende 9 10 8 9 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten Leistungszahlen 2019 bis 2022 2019 2020 2021 2022 1. Zahl der Mietinteressenten (Wartepool) 8.769 9.932 10.265 10.855 2. Bestand an eigenen Objekten Mietwohnungen 13.258 13.302 13.292 13.364 Gewerbe 213 221 214 225 Garagen, Tiefgaragen und Abstellplätze 4.728 4.927 5.147 5.291 sonstige Mietverhältnisse 95 97 91 91 eigengenutzte Einheiten 48 47 44 0 Zusammen 18.342 18.594 18.788 18.971 3. Bautätigkeit eigene Objekte (fertiggestellt) Mietwohnungen 159 44 24 77 Gewerbe 1 9 0 0 Garagen, Tiefgaragen und Abstellplätze 221 110 0 77 Zusammen 381 163 24 156 4. Verwaltete Objekte Dritter Miet- und Eigentumswohnungen 14 22 22 23 Gewerbe 60 60 60 60 Garagen, Tiefgaragen und Abstellplätze 142 142 142 142 sonstige Mietverhältnisse 10 10 9 9 Zusammen 226 234 233 234 5. Eigentumswohnungen im Bau 21 75 117 117 verkauft 16 2 8 0 zum Verkauf angeboten 17 2 9 1 Mietkauf 0 0 0 0 Noch nicht verkauft 1 0 1 1 128 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | VOWO Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2022 Im Geschäftsjahr 2022 konnte ein Jahresüberschuss in Höhe von 5,9 Mio. € erzielt werden. Hierfür ist vor allem das operative Geschäft verantwortlich. Für den Jahresüberschuss des Vorjahres in Höhe von 17,5 Mio. € waren dagegen vor allem die betrieblichen Erträge aufgrund des Verkaufs der Beteiligung an der Entwicklungsgesellschaft Cité mbH und von Objekten des Anlagevermögens verantwortlich. Die Umsatzerlöse der Gesellschaft sind hauptsächlich durch die Hausbewirtschaftung geprägt, diese machen im Jahr 2022 insgesamt 91,23 % aller Umsatzerlöse aus; sie stiegen im Vergleich zum Vorjahr vor allem aufgrund der Vermietung neu erstellter Objekte, Mietanpassungen im Zuge von Mieterwechseln und gestiegenen Abrechnungsergebnissen aus Betriebs- und Heizkostenabrechnungen an. Die Abnahme der Bestandsveränderungen ist vor allem auf den Verkauf der Grundstücke mit fertigen Bauten zurückzuführen. Gegenläufig dazu stiegen die Bestandserhöhungen der abzurechnenden Heizkosten, die mit gestiegenen Kosten einhergehen. Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen nicht-zahlungswirksame Wertaufholungen im Zusammenhang mit dem Ankauf von Grundstücken sowie Zuschüsse. Die Reduktion ist im Wesentlichen auf die im Vorjahr enthaltenen Erträge aus dem Verkauf der Anteile an der Entwicklungsgesellschaft Cité mbH, Baden- Baden sowie aus Verkäufen des Anlagevermögens zurückzuführen. Die Aufwendungen für bezogenen Lieferungen und Leistungen beinhalten die Aufwendungen für Hausbewirtschaftung, für Verkaufsgrundstücke sowie Aufwendungen für andere Lieferungen und Leistungen. Neben den neuen Objekten im Bestand sind die deutlich angestiegenen Betriebs- und Heizkosten sowie die gestiegenen Aufwendungen für Verkaufsgrundstücke ursächlich für den höheren Wert. Die gestiegene Investitionsfähigkeit führt zu einer Erhöhung der Abschreibungen sowie der Zinsaufwendungen. Im Jahr 2022 wurden insgesamt 77 neue Mietwohnungen fertiggestellt. Bis Ende 2024 ist die Fertigstellung von rund 763 neuen Wohneinheiten geplant. Diagramm: Ergebnisentwicklungen 2012 bis 2022 (in Mio. €) Neben dem konsequenten Engagement in innovative Konzepte zur Energieeinsparung und -effizienz sowie zum Umweltschutz zählt die kontinuierliche Modernisierung des Bestandes nach wie vor zu den Hauptaufgaben der Volkswohnung GmbH. 4,9 4,7 5,5 6,86,8 9,6 16,4 14,8 13,0 17,5 5,9 0,0 2,0 4,0 6,0 8,0 10,0 12,0 14,0 16,0 18,0 20,0 20122013201420152016201720182019202020212022 Jahr VOWO | Stadtkämmerei | 129 Ausblick Für das Geschäftsjahr 2023 wird ein Jahresüberschuss von rund 4,2 Mio. € erwartet. Die Jahresplanung für 2023 sieht Investitionen aus der Bautätigkeit in Höhe von rd. 181,3 Mio. € vor. Darin enthalten sind 100,7 Mio. € für Neubauvorhaben, rund 50 Mio. € für Modernisierungen sowie 30,6 Mio. € für weitere bauliche Maßnahmen wie beispielsweise Erschließungen. Die geplanten Instandhaltungskosten betragen zusätzlich ca. 22,7 Mio. €. Neben der Bewirtschaftung des Bestands wird das Jahr 2023 auch von den begonnenen Neubauprojekten in Daxlanden, Oberreut, Rheinstetten und Stutensee geprägt werden. Die Entwicklung des Unternehmens wird für das Jahr 2023 insgesamt stabil gesehen. Risiken Aus dem aktuellen Ukraine-Krieg und den Folgen der Corona-Pandemie ist weiterhin mit Risiken für die Geschäftsentwicklung und den zukünftigen Geschäftsverlauf des Unternehmens zu rechnen. Neben den drastisch gestiegenen Energiepreisen könnte zudem der Ukraine-Krieg zu Versorgungsengpässen und zusätzlich steigenden Energiekosten führen. Ferner besteht ein Risiko in der Unterbrechung von Lieferketten mit Auswirkungen auf bestehende und geplante Bauprojekte. Infolgedessen können sich die Risiken aus der Verzögerung bei der Durchführung von Instandhaltungs-, Modernisierungs- und Baumaßnahmen verbunden mit dem Risiko von Kostensteigerungen und der Verzögerung von geplanten Einnahmen verstärken. Darüber hinaus ist mit einem Anstieg der Mietausfälle, mit krisenbedingten Einschränkungen der eigenen operativen Prozesse sowie ggf. mit verschlechterten Finanzierungsbedingungen zu rechnen. Die Geschäftsführung beobachtet laufend die weitere Entwicklung zur Identifikation der damit verbundenen Risiken und reagiert bedarfsweise unter Zugrundelegung des Risikomanagementsystems des Unternehmens mit angemessenen Maßnahmen. Trotz dieser Risiken optimiert die Volkswohnung verstärkt ihr Bestandsportfolio, um auch zukünftig als Immobilienspezialist der Region ein breites Leistungsspektrum anbieten zu können. Auch in diesem Geschäftsjahr übertrifft die Nachfrage nach Mietwohnungen erneut das Angebot, sodass davon ausgegangen werden kann, dass neu geschaffener Wohnraum auch in Zukunft eine zuverlässige Einnahmequelle darstellen wird. Nach Einschätzung der Geschäftsführung existieren keine bestandsgefährdenden Risiken. Aufgrund der vorhandenen Potenziale in der Volkswohnung GmbH werden die Chancen höher bewertet als die aufgeführten Risiken. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Eine nachhaltige Unternehmensausrichtung ist in der Volkswohnung tief verwurzelt. Die Vereinbarkeit von Ökonomie und Gesellschaft findet sich in deren Unternehmensauftrag. Die Ökologie bildet die Grundlage des Daseins und ihr Schutz ist daher für das Unternehmen alternativlos. Neben der kontinuierlichen Modernisierung des Bestandes zählt auch das konsequente Engagement in innovative Konzepte zur Energieeinsparung und Energieeffizienz, sowie der Umweltschutz zu den Hauptaufgaben der Volkswohnung. Im Jahr 2022 wurden 39,7 Mio. € in Modernisierung und Instandhaltung investiert. 130 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | VOWO Kurzbilanz 2022 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Zum Verkauf bestimmte Grundstücke und andere Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Flüssige Mittel Rechnungsabgrenzungsposten 379.397 814.795.151 24.198.274 52.989.063 12.386.918 34.935.093 239.869 939.923.765 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Gewinnrücklage Jahresüberschuss Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 37.000.000 204.733.873 5.911.016 247.644.889 19.355.308 650.793.722 22.129.846 939.923.765 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2019 bis 2023 in T€ 2019 2020 2021 2022 Plan 2022 1) Plan 2023 1) 1. Umsatzerlöse +106.176 +116.993 +108.793 +106.297 +116.710 +113.260 2. Erhöhung/Verminderung des Bestandes an zum Verkauf bestimmten Grundstücken mit unfertigen Bauten sowie unfertigen Leistungen +4.105 -6.494 +11.890 +9.219 +12.800 +21.070 3. Andere aktivierte Eigenleistungen +171 +183 +157 +553 +680 +730 4. Sonstige betriebliche Erträge +4.324 +2.429 +12.798 +7.004 +4.710 +4.640 5. Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen 2) -62.030 -61.691 -76.067 -81.928 -84.270 -89.350 6. Personalaufwand -12.704 -13.466 -14.029 -14.706 -14.970 -16.090 7. Abschreibungen -16.190 -16.692 -16.209 -19.637 -17.200 -17.340 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.138 -4.756 -6.540 -6.857 -9.570 -7.970 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3) +4.439 +3.459 +2.775 +2.936 +2.070 +5.050 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -7.860 -7.047 -5.974 -7.147 -6.320 -9.790 11. Aufwand aus Ergebnisabführungsverträgen mit verbundenen Unternehmen +0 +0 +0 +0 +0 +0 12. Steuern vom Einkommen und Ertrag 2) -1.328 +63 -122 -70 +0 +0 13. Ergebnis nach Steuern +14.965 +12.981 +17.472 +5.939 +4.640 +4.210 14. sonstige Steuern 2) -119 -23 -1 -28 -10 -10 15. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +14.846 +12.958 +17.471 +5.911 +4.630 +4.200 16. Einstellung in Gewinnrücklagen -14.846 -12.958 -17.471 -5.911 -4.630 -4.200 17. Bilanzgewinn +0 +0 +0 +0 +0 +0 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Die Grundsteuer wird unter den Aufwendungen für bezogene Leistungen ausgewiesen, da auf Mieter umlegbar. 3) Einschließlich Erträge aus Gewinnabführungsverträgen, aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens. VOWO | Stadtkämmerei | 131 Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2019 2020 2021 2022 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 86,4 86,0 85,2 89,3 2. Umlaufintensität (in %) 13,6 14,0 14,8 10,7 3. Investitionen (in T€) 60.119 44.443 92.349 188.393 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 28,7 29,5 30,0 26,3 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 33,2 34,3 35,2 29,5 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) +14,0 +11,1 +16,1 +5,1 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) +6,8 +5,6 +7,0 +2,4 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +3,0 +2,5 +2,8 +1,4 4. Kostendeckung (in %) +103,3 +112,9 +91,6 +89,5 5. Cash-Flow (in T€) 5.1 vor Ertragsteuern +36.228 +32.649 +33.402 +28.118 5.2 nach Ertragsteuern +32.426 +29.809 +33.280 +28.048 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 12,4 13,0 11,8 11,3 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 74.291 72.789 75.831 78.641 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. Nachrichtlich: Volkswohnung – Konzernabschluss 2022 Kurzbilanz 2022 in € Aktiva Passiva A. B. C D Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Zum Verkauf bestimmte Grundstücke und andere Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Flüssige Mittel Rechnungsabgrenzungsposten Aktive latente Steuern 379.397 821.539.961 17.880.528 60.205.892 9.630.733 37.196.517 242.317 2.669.517 949.744.862 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Gewinnrücklagen Konzernjahresüberschuss Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 37.000.000 203.985.116 6.247.869 200.000 247.432.985 27.581.744 652.462.982 22.267.151 949.744.862 132 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | VOWO Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2019 bis 2022 in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Umsatzerlöse +121.331 +123.427 +115.648 +121.583 2. Erhöhung/Verminderung des Bestandes an zum Verkauf bestimmten Grundstücken mit unfertigen Bauten sowie unfertigen Leistungen -3.375 -8.311 +10.147 +8.969 3. Andere aktivierte Eigenleistungen +237 +238 +189 +586 4. Sonstige betriebliche Erträge +5.837 +4.989 +11.631 +7.735 5. Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen -58.607 -55.991 -70.474 -77.455 6. Personalaufwand -16.389 -17.443 -17.846 -18.497 7. Abschreibungen 1) -17.642 -18.098 -17.539 -20.877 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.871 -5.190 -6.949 -7.139 9. Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen +1.249 +921 +432 +789 10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +363 +225 +205 +369 11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -8.276 -7.183 -6.088 -7.188 12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.329 +2.619 -212 +129 13. Ergebnis nach Steuern +18.528 +20.203 +19.144 +9.004 14. Sonstige Steuern -2.543 -2.873 -2.795 -2.756 15. Konzernüberschuss/-fehlbetrag +15.985 +17.330 +16.349 +6.248 1) Einschließlich Abschreibungen auf Finanzanlagen VOWO Service | Stadtkämmerei | 133 22. Volkswohnung Service GmbH Kontaktdaten Ettlinger-Tor-Platz 2, 76137 Karlsruhe Telefon: 0721 3506-0 Fax: 0721 3506-100 Info@volkswohnung.de www.volkswohnung.de Gründung 20. Dezember 1989 Unternehmensgegenstand Die Gesellschaft übernimmt Bau- und Versorgungsaufgaben im Interesse der Volkswohnung GmbH wie auch Aufgaben mit öffentlichem Zweck in wohnungswirtschaftlicher, städtebaulicher oder infrastruktureller Hinsicht sowie im Interesse der Wirtschaftsförderung. Sie ist zu allen Maßnahmen und Geschäften berechtigt, durch die der Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar gefördert werden kann (GV in der Fassung vom 21. Dezember 2021) Geschäftsführung Stefan Storz Gesellschafter Volkswohnung GmbH Anteile Stammkapital 100 % = 1.100.000 € Aufsichtsrat Aufsichtsrat besteht aus dem Aufsichtsrat der Volkswohnung GmbH BM Daniel Fluhrer (Vorsitz) StR Michael Borner (stellv. Vorsitz) Antoine Durand Marc Bernhard Rudolf Bürgel StR Dr. Clemens Cremer Margot Döring StR Karl-Heinz Joos StR Bettina Meier-Augenstein StR Tilman Pfannkuch StR Dr. Anton Huber Alfons Schuler (nicht stimmberechtigtes Mitglied) Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der Volkswohnung GmbH. Darüber hinaus erledigt die Volkswohnung GmbH alle bei der Volkswohnung Service GmbH anfallenden Aufgaben auf der Grundlage eines entgeltlichen Geschäftsbesorgungsvertrages. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 2) 2) 2) 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Der Aufsichtsrat besteht aus dem Aufsichtsrat der Muttergesellschaft Volkswohnung GmbH. Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2022 wurde von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG AG, Niederlassung Karlsruhe, geprüft. 134 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | VOWO Service Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2019 2020 2021 2022 Arbeiter 4) 51 55 55 56 Beschäftigte 4) 8 11 10 7 Beamte 4) - - - - Gesamtbelegschaft 59 66 65 63 Auszubildende - - - - 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten Bei der Durchführung ihrer Bauvorhaben wird die Gesellschaft von der Volkswohnung GmbH technisch und kaufmännisch betreut. Des Weiteren erledigt die Muttergesellschaft alle anfallenden Verwaltungsarbeiten wie zum Beispiel Personalwesen und Buchführung. Leistungszahlen 2019 bis 2022 2019 2020 2021 2022 1. Bestand an eigenen Objekten Mietwohnungen 96 96 97 97 Gewerbe 44 44 44 44 Garagen, TG und Abstellplätze 110 110 106 149 sonstige Mietverhältnisse 7 7 6 6 eigengenutzte Einheiten 1 1 1 1 Zusammen 258 258 254 297 2. Verwaltete Objekte Verwaltete Wohnungen 1.408 1.365 1.341 1.203 Verwaltete Garagen, TG und Abstellplätze 1.140 1.140 1.136 975 Verwaltete Gewerbeeinheiten 40 40 32 33 Zusammen 2.588 2.545 2.509 2.211 3. Geschäftsfeld Wärmemessdienst angeschlossene Einheiten 11.508 11.587 11.677 11.785 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2022 Das im Geschäftsjahr erreichte Ergebnis vor Abführung liegt bei 2,4 Mio. € und damit auf Vorjahresniveau. Die Geschäftsentwicklung verlief insgesamt positiv. Die Ertragslage ist gut. VOWO Service | Stadtkämmerei | 135 Diagramm: Ergebnisentwicklungen 2012 bis 2022 (in Mio. €) Ausblick Da die Volkswohnung Service GmbH einen Großteil ihres Immobilienportfolios an die Gesellschafterin generalvermietet hat und den überwiegenden Teil ihrer Tätigkeiten ebenfalls für die Volkswohnung GmbH erbringt, waren die Auswirkungen durch die Corona-Pandemie und den Ukraine-Krieg im Jahr 2022 auf die Geschäftstätigkeit nur leicht spürbar. Bei Fortbestehen der Beeinträchtigungen kann es gegebenenfalls zu Abweichungen bei einzelnen Kennzahlen kommen. Der verabschiedete Wirtschaftsplan sieht für das Geschäftsjahr 2023 eine Gesamtleistung von 14.000 T€ vor. Dem stehen Aufwendungen in Höhe von 11.540 T€ gegenüber. Es wird ein abzuführendes Ergebnis von 2.460 T€ prognostiziert. Risiken Aus dem Ukraine Krieg ist mit Risiken für die Geschäftsentwicklung und den zukünftigen Geschäftsverlauf des Unternehmens zu rechnen. Es bestehen Risiken aus der Verzögerung bei der Durchführung von Instandhaltungs-, Modernisierungs- und Baumaßnahmen verbunden mit dem Risiko von Kostensteigerungen und der Verzögerung von geplanten Einnahmen. Mit einem Anstieg der Mietausfälle, mit krisenbedingten Einschränkungen der eigenen operativen Prozesse sowie ggf. mit verschlechterten Finanzierungsbedingungen zu rechnen. Die Geschäftsführung beobachtet laufend die weitere Entwicklung zur Identifikation der damit verbundenen Risiken und reagiert bedarfsweise unter Zugrundelegung des Risikomanagementsystems des Unternehmens mit angemessenen Maßnahmen. Nach Einschätzung der Geschäftsführung existieren keine bestandsgefährdenden Risiken. Weitere wirtschaftliche und finanzielle Risiken, die die künftige Entwicklung des Unternehmens bzw. die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage nachhaltig beeinträchtigen oder gefährden könnten, sind nicht erkennbar. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Das Unternehmen ist in die Aktivitäten der Volkswohnung GmbH eingebunden. 1,0 1,7 1,1 1,0 1,4 1,2 0,5 2,2 2,7 2,42,4 0,0 0,5 1,0 1,5 2,0 2,5 3,0 20122013201420152016201720182019202020212022 Jahr 136 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | VOWO Service Kurzbilanz 2022 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Zum Verkauf bestimmte Grundstücke und andere Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Flüssige Mittel Rechnungsabgrenzungsposten 0 15.199.337 524.625 587.203 2.572.360 627.071 2.448 19.513.044 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Gewinnrücklage Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 1.100.000 0 1.100.000 1.008.285 17.267.450 137.305 19.513.044 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2019 bis 2023 in T€ 2019 2020 2021 2022 Plan 2022 1) Plan 2023 1) 1. Umsatzerlöse +12.698 +13.037 +12.776 +12.653 +13.750 +13.880 2. Erhöhung/Verminderung des Bestandes an unfertigen Leistungen +12 +73 -76 +136 +10 +60 3. Andere aktivierte Eigenleistungen +61 +49 +22 +18 +50 +50 4. Sonstige betriebliche Erträge +100 +792 +231 +176 +0 +10 5. Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen -5.226 -5.582 -4.988 -5.242 -6.180 -6.090 6. Personalaufwand -3.686 -3.977 -3.817 -3.791 -4.030 -3.820 7. Abschreibungen -1.334 -1.288 -1.311 -1.221 -1.300 -1.250 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -257 -320 -316 -259 -380 -280 9. Zinserträge +24 +21 +21 +12 +20 0 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -145 -113 -103 -91 -100 -80 11. Ergebnis nach Steuern +2.247 +2.692 +2.439 +2.391 +1.840 +2.500 12. sonstige Steuern -35 -41 -37 -40 -40 -40 13. Aufwendungen aus Gewinnabführung -2.212 -2.651 -2.402 -2.351 -1.800 -2.460 14. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +0 +0 +0 +0 +0 +0 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. VOWO Service | Stadtkämmerei | 137 Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2019 2020 2021 2022 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 82,9 81,5 82,6 80,6 2. Umlaufintensität (in %) 17,0 18,5 17,3 19,4 3. Investitionen (in T€) 1.028 818 679 1.023 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 5,1 5,2 5,7 5,6 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 6,1 6,4 6,9 7,0 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) +17,5 +20,3 +18,8 +18,6 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) +201,1 +241,0 +218,3 +213,7 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +10,9 +13,0 +12,9 +12,5 4. Kostendeckung (in %) 118,9 115,2 120,8 118,9 5. Cash-Flow (in T€) +3.507 +3.981 +3.415 +3.550 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 34,5 35,1 36,1 35,6 2. Personalaufwand je Mitarbeitende (in €) 62.468 60.265 58.729 60.169 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. 138 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | KGK 23. Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH Kontaktdaten c/o Volkswohnung GmbH Ettlinger-Tor-Platz 2, 76137 Karlsruhe Telefon: 0721 3506-0 Fax: 0721 3506-100 info@volkswohnung.de www.volkswohnung.de Gründung 16. Juni 1999 Unternehmensgegenstand Hauptaufgabe ist die Durchführung der Konversion von Liegenschaften, insbesondere im Raum Karlsruhe, durch Erwerb, Neuordnung und Verwertung, um eine Wohnraumversorgung für breite Schichten der Bevölkerung sicherzustellen. Die Gesellschaft unterstützt kommunal und regional die Städtebaupolitik und Maßnahmen der Infrastruktur und Wirtschaftsförderung und übernimmt städtebauliche Entwicklungs-, Erschließungs- und Sanierungsmaßnahmen. (GV in der Fassung vom 17. März 1999) Geschäftsführung Stefan Storz Gesellschafter Volkswohnung GmbH Sparkasse Karlsruhe Ettlingen Stadt Karlsruhe Anteile Stammkapital 60 % = 30 % = 10 % = 300.000 € 150.000 € 50.000 € 100 % = 500.000 € Aufsichtsrat 9 stimmberechtigte Mitglieder BM Daniel Fluhrer (Vorsitz) StR Dr. Anton Huber (stellv. Vorsitz) StR Dr. Clemens Cremer Antoine Durand Margot Döring Marc Sesemann Thomas Schroff StR Bettina Meier-Augenstein StR Karl-Heinz Jooß Beteiligungen (mindestens 25 %): Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag (Organschaftsvertrag) mit der Volkswohnung GmbH. Darüber hinaus erledigt die Volkswohnung GmbH alle bei der KGK anfallenden Aufgaben auf der Grundlage eines entgeltlichen Geschäftsbesorgungsvertrages. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 3 3 3 4 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2022 wurde von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG AG, Niederlassung Karlsruhe, geprüft. KGK | Stadtkämmerei | 139 Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2022 Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf nahmen im Vergleich zum Vorjahr ab, da der Umfang der verkauften Grundstücke sich im Vergleich zum Vorjahr reduzierte. Im Jahr 2022 wurde ein Baugrundstück „Am Sandberg“ in Knielingen ertragswirksam übergeben, während im Vorjahr zwei Verkäufe der Baugrundstücke „Am Sandberg“ in Knielingen stattfanden. 2021 wechselte zusätzlich noch im Gewerbegebiet Kirchfeld-Nord in Neureut ein Gewerbegrundstück den Eigentümer. Die Aufwendungen für Verkaufsgrundstücke erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr durch die gestiegenen Aufwendungen für abzuführende Mehrerlöse für den Verkauf vom Baugrundstück „Am Sandberg“ in Knielingen, sowie durch die Zuführung zu Rückstellungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen nahmen im Jahr 2022 ab; dies ist vor allem auf die Abnahme der Aufwendungen, die mit dem im aktuellen Wirtschaftsjahr verkauften Grundstücken des Anlagevermögens zusammenhängen sowie rückläufige Aufwendungen für Rechtsberatungs-, Gerichts- und Anwaltskosten zurückzuführen. Der Jahresüberschuss betrug 276 T€ vor Gewinnabführung. Ausblick Der Tätigkeitsschwerpunkt der Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH (KGK) wird 2023 auf dem Vertrieb der verbleibenden zwei Gewerbeflächen in Neureut sowie der verbliebenen sechs Wohnbaugrundstücke „Am Sandberg“ in Knielingen liegen. Für das Jahr 2023 wird mit einem Jahresergebnis vor Gewinnabführung von 2.460 T€ gerechnet. Risiken Nach Einschätzung der Geschäftsführung existieren keine bestandsgefährdenden Risiken. Aufgrund der vorhandenen Potenziale im Unternehmen werden die Chancen höher bewertet als die Risiken. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Das Unternehmen ist in die Aktivitäten der Volkswohnung GmbH eingebunden. 140 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | KGK Kurzbilanz 2022 in € Aktiva Passiva A. B. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Zum Verkauf bestimmte Grundstücke und andere Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Flüssige Mittel 0 0 273.934 6.629.626 1.555 1.614.357 8.519.472 A. B. C. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Gewinnrücklage buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten 500.000 0 500.000 7.213.909 805.563 8.519.472 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2019 bis 2023 in T€ 2019 2020 2021 2022 Plan 2022 1) Plan 2023 1) 1. Umsatzerlöse +11.150 +2.293 +2.414 +1.566 +3.880 +7.630 2. Erhöhung/Verminderung des Bestandes an unfertigen Leistungen -7.492 -1.890 -1.668 -979 +0 +490 3. Sonstige betriebliche Erträge +1.422 +771 +67 +893 +0 +0 4. Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen -2.349 -352 -510 -1.210 -3.630 -5.540 5. Personalaufwand +0 +0 +0 +0 +0 +0 6. Abschreibungen -19 -19 -19 -19 +0 +0 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -518 -146 -130 -62 -120 -110 8. Zinsen und ähnliche Erträge 2) +62 +13 +10 +110 +0 +0 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -328 -69 -67 -11 +0 +0 10. Ergebnis nach Steuern +1.928 +601 +97 +287 +130 +2.470 11. Steuern -36 -29 +46 -11 -10 -10 12. Abzuführender Überschuss -1.892 -572 -143 -276 -120 -2.460 13. Jahresabschluss/-fehlbetrag +0 +0 +0 +0 +0 +0 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Einschließlich Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens KGK | Stadtkämmerei | 141 Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2019 2020 2021 2022 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 12,4 16,7 12,5 3,2 2. Umlaufintensität (in %) 87,6 83,3 87,5 96,8 3. Investitionen (in T€) 0 0 0 0 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 2,7 4,6 4,9 5,9 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) - - - - III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) +17,0 +24,9 +5,9 +17,7 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) +387,4 +114,3 +28,7 +55,3 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +11,9 +5,9 +2,0 +3,4 4. Kostendeckung (in %) 346,9 373,3 355,8 119,3 5. Cash-Flow (in T€) 5.1 vor Ertragsteuern +1.885 +433 -6 +1.091 5.2 nach Ertragsteuern +1.884 +431 -8 +1.089 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) - - - - 2. Personalaufwand je Mitarbeitenden (in €) - - - - Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. 142 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | VOWO Bauträger 24. Volkswohnung Bauträger GmbH Kontaktdaten c/o Volkswohnung GmbH Ettlinger-Tor-Platz 2, 76137 Karlsruhe Telefon: 0721 3506-0 Fax: 0721 3506-100 info@volkswohnung.de info@volkswohnung.de Gründung 27. Oktober 1994 Unternehmensgegenstand Aufgabe der Gesellschaft ist eine sozial verantwortbare Wohnraumversorgung für breite Schichten der Bevölkerung sicherzustellen. Weiterhin unterstützt sie die kommunale und regionale Städtebaupolitik. Dazu gehören auch Infrastrukturmaßnahmen, städtebauliche Entwicklungs-, Erschließungs- und Sanierungsmaßnahmen. (GV in der Fassung vom 21. Dezember 2021) Geschäftsführung Stefan Storz Gesellschafter Volkswohnung GmbH Anteile Stammkapital 100 % = 1.000.000 € Aufsichtsrat Aufsichtsrat besteht aus dem Aufsichtsrat der Volkswohnung GmbH BM Daniel Fluhrer (Vorsitz) StR Michael Borner (stellv. Vorsitz) Antoine Durand Marc Bernhard Rudolf Bürgel StR Dr. Clemens Cremer Margot Döring StR Karl-Heinz Joos StR Bettina Meier-Augenstein StR Tilman Pfannkuch StR Dr. Anton Huber Alfons Schuler (nicht stimmberechtigtes Mitglied) Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Die Volkswohnung GmbH erledigt alle bei der Volkswohnung Bauträger GmbH anfallenden Aufgaben auf der Grundlage eines entgeltlichen Geschäftsbesorgungsvertrages. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 2) 2) 2) 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aus Aufsichtsrat besteht aus dem Aufsichtsrat der Muttergesellschaft Volkswohnung GmbH. Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2022 wurde von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG AG, Niederlassung Karlsruhe, geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. VOWO Bauträger | Stadtkämmerei | 143 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2022 Seit dem Geschäftsjahr 2012 ruht die operative Geschäftstätigkeit der Gesellschaft. Ausblick Die Gesellschaft verfügt, zumindest für die nächsten zwei Jahre, über eine ausreichende Ausstattung an Liquidität und Eigenkapital. Risiken Keine. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Das Unternehmen ist in die Aktivitäten der Volkswohnung GmbH eingebunden. Kurzbilanz 2022 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Zum Verkauf bestimmte Grundstücke und andere Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Flüssige Mittel Rechnungsabgrenzungsposten 0 0 0 0 0 0 19.997 0 19.997 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Bilanzverlust Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 1.000.0000 -984.662 15.338 4.238 421 0 19.997 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2019 bis 2023 in T€ 2019 2020 2021 2022 Plan 2022 1) Plan 2023 1) 1. Umsatzerlöse +0 +0 +0 +0 +0 +0 2. Veränderung des Bestandes an unfertigen Leistungen +0 +0 +0 +0 +0 +0 3. Sonstige betriebliche Erträge +0 +0 +0 +0 +0 +0 4. Aufwendungen für Verkaufsgrundstücke +0 +0 +0 +0 +0 +0 5. Aufwendungen für Hausbewirtschaftung +0 +0 +0 +0 +0 +0 6. Abschreibungen +0 +0 +0 +0 +0 +0 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -10 -7 -6 +8 -7 -7 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +0 +0 +0 +0 +0 +0 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen +0 +0 +0 +0 +0 +0 10. Ergebnis nach Steuern -10 -7 -6 -8 -7 -7 11. Sonstige Steuern +0 +0 +0 +0 +0 +0 12. Jahresabschluss/-fehlbetrag -10 -7 -6 -8 -7 -7 13. Verlust-/Gewinnvortrag -952 -964 -971 -977 -977 -985 14. Bilanzgewinn/-Verlust -962 -971 -977 -985 -984 -992 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 144 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | VOWO Bauträger Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2019 2020 2021 2022 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) - - - - 2. Umlaufintensität (in %) 100 100 100 100 3. Investitionen (in T€) 0 0 0 0 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 80,2 86,3 82,6 76,7 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) - - - - III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) - - - - 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) -34,3 -24,7 -25,5 -49,8 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) -27,5 -21,3 -21,1 -38,2 4. Kostendeckung (in %) - - - - 5. Cash-Flow (in T€) -12 -7 -6 -8 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) - - - - 2. Personalaufwand je Mitarbeitenden (in €) - - - - Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. Wohnbau Wörth | Stadtkämmerei | 145 25. Wohnbau Wörth a. Rh. GmbH Kontaktdaten Hanns-Martin-Schleyer-Straße 4, 76744 Wörth am Rhein Telefon: 0721 9226-0 Fax: 0721 9226-55 info@wohnbauwoerth.de www.wohnbauwoerth.de Gründung 17. Mai 1963 Unternehmensgegenstand Die Bereitstellung von Wohnraum für breite Bevölkerungsschichten zu wirtschaftlich vertretbaren Bedingungen unter Berücksichtigung der Interessen der Gesellschafter ist Aufgabe der Gesellschaft. (GV in der Fassung vom 22. Oktober 2019). Geschäftsführung Petra Pfeiffer Gesellschafter Volkswohnung GmbH Stadt Wörth Anteile Stammkapital 50,00 % = 50,00 % = 2.600.000 € 2.600.000 € 100,00 % = 5.200.000 € Aufsichtsrat Vier Mitglieder, davon zwei vom Gesellschafter Volkswohnung GmbH sowie zwei vom Gesellschafter Stadt Wörth. . Stefan Storz (Vorsitz) BM Dr. Dennis Nitsche (stellv. Vorsitz) Mario Rösner Tobias Simon Beteiligungen (mindestens 25 %): Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Im Rahmen eines Geschäftsbesorgungsvertrages nimmt die Volkswohnung GmbH kaufmännische und technische Betreuungsaufgaben für die Gesellschaft wahr. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 2) 2) 2) 1) Aufgrund der fehlenden Mehrheitsbeteiligung der Stadt Karlsruhe wird auf eine Veröffentlichung der Geschäftsführergehälter verzichtet. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2022 wurde von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG AG, Niederlassung Karlsruhe, geprüft. 146 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | Wohnbau Wörth Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2019 2020 2021 2022 Arbeiter 4) 8,0 8,0 11,0 8,0 Beschäftigte 4) 8,0 9,0 9,5 9,5 Gesamtbelegschaft 16,0 17,0 20,5 17,5 Auszubildende - 1,0 1,0 11,0111111,0 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten. Leistungszahlen 2019 bis 2022 2019 2020 2021 2022 1. Bestand an eigenen Objekten Mietwohnungen 827 827 854 854 Gewerbeeinheiten 13 13 14 14 Garagen, TG und Abstellplätze 516 516 516 560 sonstige Mietverhältnisse 7 7 7 6 eigengenutzte Einheiten 14 15 15 14 Zusammen 1.377 1.378 1.406 1.448 2. Verwaltete Objekte Dritter Miet- und Eigentumswohnungen 123 107 107 67 Gewerbeeinheiten 7 7 7 7 Garagen, Tiefgaragen und Abstellplätze 190 190 174 164 sonstige Mietverhältnisse 0 0 0 0 Zusammen 320 304 288 238 3. Eigentumswohnungen im Bau 0 0 0 0 Verkauft 25 2 0 0 zum Verkauf angeboten 0 0 0 0 Mietkauf 0 0 0 0 Noch nicht verkauft 0 0 0 0 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2022 Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2022 einen Jahresüberschuss von rund 1,5 Mio. € (2021: 0,9 Mio. €). Die Umsatzerlöse sind mit rd. 7,7 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr (6,9 Mio. €) durch Mehrerlöse aus den Neubauten aber auch durch die umgesetzten Mieterhöhungen nach Mietspiegel deutlich um ca. 12% angestiegen. Zu Beginn das Jahres 2022 wurde die Planung des Neubaus Tullastraße gestartet. Aufgrund der aktuellen Situation mit stark gestiegen Zinsen und Baukosten und den Unsicherheiten der Lieferketten wird die Planung zunächst nur bis zur Baugenehmigung erfolgen. Aktuell sind zwei öffentlich geförderte Mehrfamilienhäuser mit 22 (Mozartstraße) bzw. 24 Wohnungen (N7 Keltenstraße) im Bau. Die Fertigstellung ist für Mitte bzw. Ende 2023 geplant. Das Haus N 7 in der Keltenstraße wird dabei als Energieeffizienzhaus 55 errichtet. Die Investitionssumme liegt bei insgesamt ca. 9,5 Mio. €. Hierfür wurden Förderdarlehen und Tilgungszuschüsse der ISB Bank Rheinland-Pfalz sowie ein Investitionszuschuss der Wohnbau Wörth | Stadtkämmerei | 147 KFW Bank in Anspruch genommen. Durch die neue Einstufung der Stadt Wörth in eine höhere Förderstufe, war die Realisierung der Keltenstraße wirtschaftlich überhaupt möglich. Mit der Errichtung des letzten Neubaus in der Keltenstraße wird dann auch die dortige Quartiersentwicklung abgeschlossen. Diagramm: Ergebnisentwicklungen 2012 bis 2022 (in Mio. €) Ausblick Die Gesellschaft wird in den kommenden Jahren zwar weitere Modernisierungsmaßnahmen durchführen, aber Neubauten nur dann realisieren, wenn es die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zulassen. Die Umsatzerlöse aus der Hausbewirtschaftung werden 2023 durch den Zugang der Neubauten deutlich steigen. Die Instandhaltungskosten 2023 berücksichtigen die zu erwartenden Preissteigerungen. Die Personalkosten wurden leicht angepasst. Die Zinsaufwendungen steigen 2023 deutlich und werden in den Folgejahren durch Neuvalutierungen und Anschlussfinanzierungen weiter planmäßig ansteigen. Soweit die geplanten Neubauten wirtschaftlich jedoch nicht realisierbar sind, reduzieren sich sowohl die Abschreibungen als auch die Zinsaufwendungen. Die Gewinnerwartung 2023 liegt mit 1,0 Mio. € in einem üblicherweise zu erwartendem Bereich. In den weiteren Jahren sind Überschüsse zwischen 0,5 und 1,0 Mio. € geplant. Die Unternehmensentwicklung ist stabil und kann durch angepasstes Vorgehen auch in den Folgejahren auf einem guten Niveau gesichert werden. Im Jahr 2023 sind für Modernisierungen 7,8 Mio. € und für Neubauten 6,5 Mio. € an Investitionen geplant. Risiken Die gute Vermietungssituation mit geringen Mietausfallquoten und das gestiegene Mietniveau, die hohe Nachfrage nach Wohnraum und die ordnungsgemäße Instandhaltung der Objekte sichern die Erträge der Wohnbau Wörth a. Rh. GmbH. Durch die enormen Preissteigerungen am Bau, den gestiegenen Finanzierungskosten müssen zukünftige Projekte auf den wirtschaftlichen Prüfstand gestellt und verschoben oder gar aufgegeben werden. Sicher realisierbar sind die geplanten energetischen Modernisierungsmaßnahmen im Bestand, da hier durch hohe staatliche Förderung die Machbarkeit noch gegeben ist. 0,9 0,80,80,8 1,0 1,6 0,7 1,4 1,0 0,9 1,5 0,0 0,2 0,4 0,6 0,8 1,0 1,2 1,4 1,6 1,8 20122013201420152016201720182019202020212022 Jahr 148 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | Wohnbau Wörth Die stark gestiegenen Energiekosten und auch der sonstige Preisanstieg der Lebenshaltungskosten belasten die Mieter überdurchschnittlich, auch wenn durch die staatlichen Subventionen eine gewisse Entlastung besteht. Die sich hieraus ergebenden Risiken werden als „mittel“ für die Gesellschaft eingestuft. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Die Wohnbau Wörth unterstützt aktiv die Verfolgung der Ziele in den Bereichen Nachhaltigkeit und Klimapolitik. Neben der energieeffizienten Errichtung der Neubauten, legt die Wohnbau Wörth dabei insbesondere auch den Fokus auf die nachhaltige und ressourcenschonende Sanierung der Bestandsgebäude. Die Ausschreibung für zwei große Maßnahmen in Außenanlagen mit Renaturierung einer großen Brachfläche wurde 2022 abgeschlossen und die Aufträge vergeben. Mit der Renaturierung trägt die Wohnbau aktiv zur Verbesserung des Mikroklimas und des Wohnumfeldes bei. Kurzbilanz 2022 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Zum Verkauf bestimmte Grundstücke und andere Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Flüssige Mittel Rechnungsabgrenzungsposten 0 51.895.199 0 2.249.459 142.071 3.120.705 5.891 57.413.325 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Gewinnrücklagen Gewinnvortrag Jahresüberschuss Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 5.200.000 9.484.429 6.340.653 1.477.030 22.502.112 917.851 33.985.113 8.249 57.413.325 Wohnbau Wörth | Stadtkämmerei | 149 Gewinn und Verlustrechnungen der Jahre 2019 bis 2023 in T€ 2019 2020 2021 2022 Plan 2022 ) Plan 2023 1) 1. Umsatzerlöse +13.565 +7.349 +6.884 +7.742 +7.710 +8.124 2. Erhöhung/Verminderung des Bestandes an unfertigen Leistungen -2.700 -508 +18 +106 +100 +194 3. Andere aktivierte Eigenleistungen +31 +98 +133 +118 +130 +138 4. Sonstige betriebliche Erträge +74 +58 +114 +153 +60 +82 5. Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen -6.733 -3.203 -3.179 -3.415 -3.510 -3.836 6. Personalaufwand -1.083 -1.131 -1.236 -1.189 -1.320 -1.370 7. Abschreibungen -1.115 -1.118 -1.172 -1.310 -1.280 -1.389 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -300 -229 -283 -377 -340 -358 9. Zinserträge +1 +0 +0 +0 +0 +0 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -337 -329 -372 -349 -340 -483 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +0 +0 +0 +0 +0 +0 12. Ergebnis nach Steuern +1.403 +987 +907 +1.478 +1.210 +1.010 13. Sonstige Steuern -1 -1 -1 -1 +0 -1 14. Jahresüberschuss/fehlbetrag +1.402 +986 +906 +1,477 +1.210 +1.010 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes, erfolgte nicht. Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2019 2020 2021 2022 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 84,6 89,8 91,5 90,4 2. Umlaufintensität (in %) 15,4 10,2 8,5 9,6 3. Investitionen (in T€) 5.207 5.515 8.542 5.062 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 40,2 41,7 38,9 39,2 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 47,5 46,4 42,5 43,4 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) +10,3 +13,4 +13,2 +19,1 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) +7,3 +4,9 +4,3 +6,6 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +3,7 +2,7 +2,4 +3,2 4. Kostendeckung (in %) 141,8 122,2 110,3 116,6 5. Cash-Flow (in T€) 5.1 vor Ertragsteuern +2.508 +2.104 +2.078 +2.787 5.2 nach Ertragsteuern +2.508 +2.104 +2.078 +2.787 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 11,3 18,8 19,8 17,9 2. Personalaufwand je Mitarbeitende (in €) 72.187 66.535 60.300 67.956 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. 150 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | KES 26. KES – Karlsruher Energieservice GmbH Kontaktdaten c/o Stadtwerke Karlsruhe GmbH, Daxlander Straße 72, 76185 Karlsruhe Telefon: 0721 599-0 Fax: 0721 599-896 postbox@stadtwerke-karlsruhe.de www.stadtwerke-karlsruhe.de Gründung 4. Juli 2003 Unternehmensgegenstand Die Bereitstellung von Wärme und Kälte, insbesondere für die Liegenschaften der Volkswohnung GmbH. Hierzu kann die Gesellschaft alle technischen Einrichtungen errichten und betreiben, die der Erzeugung und Lieferung von Wärme und Kälte dienen. Die Gesellschaft kann für die Gesellschafter und deren Gesellschaften sowie die Stadt Karlsruhe weitere energienahe Dienstleistungen wie beispielsweise die Verbrauchsablesung und Abrechnung von Energie, Wasser und Abwasser übernehmen (GV vom 19. Mai 2003). Geschäftsführung Dr. Manuel Rink Stefan Storz Gesellschafter Stadtwerke Karlsruhe GmbH Volkswohnung GmbH Anteile Stammkapital 50 % = 50 % = 50.000 € 50.000 € 100 % = 100.000 € Aufsichtsrat Die Gesellschaft hat keinen Aufsichtsrat. Beteiligungen (mindestens 25 %): Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Geschäftsbesorgungsvertrag mit der Stadtwerke Karlsruhe GmbH (seit 16. Januar 2015) Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 2) 2) 2) 1) Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfung Der Jahresabschluss 2022 wurde von der Baker Tilly GmbH & Co.KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Niederlassung Stuttgart geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr kein eigenes Personal beschäftigt. KES | Stadtkämmerei | 151 Leistungszahlen 2019 bis 2022 2019 2020 2021 2022 1. Nahwärmenetze Nahwärmenetze gesamt 8 8 8 9 Nahwärmenetze im Eigentum der KES 8 8 8 9 Nahwärmenetze im Eigentum der VoWo 0 0 0 0 Angeschlossene Einheiten (Hausanschlüsse) 980 980 980 962 2. Angeschlossene Hausanschlüsse je Nahwärmenetz Neureut 403 403 403 403 Rintheim 38 38 38 38 Knielingen 290 290 290 290 Edelbergstraße 31 31 31 31 Heidenstückersiedlung 16 16 16 16 Lindenallee 4 4 4 5 Oberreut 26 26 26 26 Smiley West 152 152 152 152 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2022 Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss in Höhe von 300 T€ (Vorjahr: 157 T€). Am 1. September 2018 hat die KES gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) und der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg das Forschungs- und Entwicklungsprojekt „Smartes Quartier KA- Durlach“ (Lohn-Lissen) mit dem Ziel begonnen, das Volkswohnungsareals in Karlsruhe Durlach mit überwiegend vor Ort erzeugter Wärme und Strom zu versorgen. Im Jahr 2022 wurde mit der Inbetriebnahme und Optimierung der Einzelbausteine begonnen. Da die in einem Mehrfamilienhaus eingesetzte Wärmepumpe (WP) noch zu hohe Schallemissionen verursacht, soll im Jahr 2023 eine Nachrüstung erfolgen. Die in den übrigen Anlagenteilen gemachten Betriebserfahrungen sind bisher zufriedenstellend. Es wird angestrebt in einem Folgeprojekt den Optimierungszeitraum auszuweiten und zusätzliche Fragestellungen zur Akzeptanz und Hemmnissen zu bearbeiten. Seit 2019 hat die KES damit begonnen, geeignete Dächer der Volkswohnung mit Photovoltaik-Anlagen auszustatten. Der in den PV-Anlagen erzeugte Strom soll als Mieterstrom vermarktet und zum Eigenverbrauch genutzt werden. Bis zum Ende 2022 wurden nahezu 100 Dächer der Volkswohnung mit PV-Anlagen ausgestattet. Dazu wurde mit den Stadtwerken je ein Dienstleistungsvertrag zu Planung/Bau sowie zur Betriebsführung/Wartung der neuen PV-Anlagen geschlossen. Zur Umsetzung des Mieterstromprojektes erfolgt in 2023 der Vermarktungsrollout. Ausblick Die Gesellschaft rechnet im kommenden Geschäftsjahr 2023 mit einem Ergebnis in Höhe von 100 T€. Risiken Es werden Versorgungsanlagen mit moderner Leittechnik betrieben. Dabei reduzieren regelmäßige Wartungen und Erneuerungsmaßnahmen das Risiko von Havarien und störungsbedingten Ausfällen. Dennoch können aus möglichen Versorgungsunterbrechungen und Anlagenschäden Risiken entstehen, die durch entsprechende Vorsorgemaßnahmen minimiert werden. Im Zuge der FFVAV (Fernwärme- oder Fernkälte-Verbrauchserfassungs- und Abrechnungsverordnung) muss zudem die Abrechnung an die neuen Vorgaben angepasst werden. 152 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | KES Die Auswirkungen der geopolitischen Situation auf die Energiepreise und damit auf die Beschaffungspreise wird die Gesellschaft soweit wie möglich an ihre Kunden weiterreichen. Größere Risiken für die KES sind derzeit nicht absehbar. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Die KES wird gemeinsam mit ihren Gesellschafterinnen weiter an der Energiewende arbeiten. Der Ausbau mit umweltschonender Fernwärme vorwiegend aus industrieller Abwärme wird fortgeführt. Das Projekt PV-Rollout wird den Photovoltaikausbau in Karlsruhe beschleunigen. Hier erhalten die Mieter der Volkswohnung die Möglichkeit, sich durch die Teilnahme am KES-Tarif „daheimSonnenStrom“ aktiv an der Energiewende zu beteiligen. Bis Ende 2022 wurden fast 100 Anlagen mit etwa 2000 kWp erstellt. Auch im Laufe der Jahre 2023 und 2024 werden weitere Dächer der Volkswohnung – sowohl im Bestand als auch bei Neubauten - mit PV-Anlagen ausgestattet. Das Ziel insgesamt 100 Dächer mit PV-Anlagen zu belegen, ist mittlerweile erreicht und das Programm wird fortgesetzt. In der Ersinger Straße in Durlach hat die Gesellschaft gemeinsam mit der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, dem Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) sowie den Partnern Volkswohnung und Stadtwerke ein innovatives, umweltfreundliches Energiekonzept für ein Wohnquartier, bestehend aus fünf Bestands- Mehrfamilienhäusern, umgesetzt. Das F&E-Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi). Ziel ist eine fünfzigprozentige Reduzierung der CO2-Emissionen. Die Anlagen in der Ersingerstraße sind seit dem 01.01.2022 in Betrieb. Die ersten vorläufigen Ergebnisse zeigen ein positives Bild. Der Probebetrieb endet mit der Heizperiode 2022/2023. Um die Ergebnisse auf andere Liegenschaften übertragen zu können, wurde ein Folgeförderantrag beim PtJ gestellt. Kurzbilanz 2022 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Flüssige Mittel Rechnungsabgrenzungsposten 0 3.306.468 0 0 509.764 1.033.907 1.010 4.851.149 A. B. C. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklagen Verlustvortrag Jahresüberschuss Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten 100.000 1.000.000 847.329 __299.646 2.246.975 136.879 2.467.295 4.851.149 KES | Stadtkämmerei | 153 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2019 bis 2023 in T€ 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2019 2020 2021 2022 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 40,8 40,7 59,6 68,2 2. Umlaufintensität (in %) 59,1 59,2 40,4 31,8 3. Investitionen (in T€) 122 203 1.653 589 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 33,0 41,2 37,3 46,3 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 80,9 101,2 62,5 68,0 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) +4,5 +8,9 +4,4 +7,7 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) +10,0 +17,1 +8,1 +13,3 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +3,9 +7,6 +3,5 +6,7 4. Kostendeckung (in %) 104,7 109,7 104,5 108,5 5. Cash-Flow (in T€) +416 +576 +464 +697 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) - - - - 2. Personalaufwand je Mitarbeitende (in €) - - - - Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. 2019 2020 2021 2022 Plan 2022 1) Plan 2023 1) 1. Umsatzerlöse +3.296 +3.430 +3.564 +3.902 +3.650 +4.560 2. Sonstige betriebliche Erträge 0 +2 +2 +5 0 +0 3. Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen -2.606 -2.582 -2816 -2.861 -2.700 -3.670 4. Abschreibungen -267 -271 -307 -397 -380 -400 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen -224 -229 -239 -304 -290 -310 6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +0 +0 +0 +0 +0 +0 7. Erträge aus Verlustübernahme +0 +0 +0 +0 +0 +0 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -29 -27 -26 -24 -40 -40 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +0 +0 +0 -12 +0 +0 10. Ergebnis nach Steuern +170 +323 +178 +309 +240 +140 11. Sonstige Steuern -21 -18 -21 -9 -40 -40 12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +149 +305 +157 +300 +200 +100 154 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | KFG 27. Karlsruher Fächer GmbH Kontaktdaten Karlsruher Fächer GmbH Zähringerstraße 72, 76133 Karlsruhe Telefon: 0721 133-2401 Fax: 0721 133-2409 kfg@karlsruhe.de Gründung 15. Dezember 2004 Neufassung Gesellschaftsvertrag mit Namensänderung, zuvor Ständehaus Bauträger und Verw. GmbH, eingetragen ins Handelsregister am 18. Februar 2005. Unternehmensgegenstand Unter anderem Planung, Errichtung und Modernisierung kommunaler und sonstiger öffentlicher Einrichtungen mit und ohne privatwirtschaftliche Randnutzungen auf eigene und fremde Rechnung im Stadtgebiet Karlsruhe, Verwaltung und Betrieb solcher Einrichtungen, Übernahme der persönlichen Haftung und der Geschäftsführung bei Personengesellschaften, Projektmanagement, Organisation und Moderation von Projekten, die im öffentlichen Interesse liegen. In Erfüllung ihres öffentlichen Zwecks die Verwaltung eigener und fremder Grundstücke und baulicher Anlagen (GV in der Fassung vom 21. Januar 2016). Geschäftsführung Klaus Lehmann Gesellschafter Stadt Karlsruhe Karlsruher Fächer GmbH mit eigenen Anteilen Anteile Stammkapital 71,8 % = 28,2 % = 270.000 € 106.000 € 100,0 % = 376.000 € Aufsichtsrat 6 bis höchstens 13 Mitglieder BM Daniel Fluhrer (Vorsitz) StR Christine Weber (stellv. Vorsitz) StR Christina Bischoff StR Annette Böringer StR Lüppo Cramer StR Thorsten Ehlgötz StR Mathilde Göttel StR Thorsten Frewer StR Tom Høyem StR Irene Moser StR Dirk Müller StR Oliver Schnell StR Michael Zeh Beteiligungen (mindestens 25 %): Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Mietverträge mit der Stadt Karlsruhe zum Ständehaus, Rathauserweiterung und Teilen des Technischen Rathauses. Mietvertrag mit dem Stadtjugendausschuss zum Jubez. Pachtvertrag mit der Stadt Karlsruhe über die Verpachtung des Grund und Bodens - Anwesen Fritz-Erler-Straße 7 - 11. Mietvertrag mit der Stadt Karlsruhe über die Vermietung der städtischen Grundstücke westlich der Brauerstraße zur Errichtung und zum Betrieb einer Tiefgarage. Pachtvertrag mit der Stadt Karlsruhe über die Verpachtung der Hauptbahnhof-Garage. Verwalterverträge mit der Stadt Karlsruhe über die kaufmännische und technische Verwaltung der Liegenschaften Greschbachstraße 1, 3b, 3c, Schwarzwaldstraße 78 und 78a bzw. dem Eigenbetrieb Gewerbeflächen über die kaufmännische und technische Verwaltung der Liegenschaften An der Tagweide 5/ Pfizerstraße 1, An der Tagweide 23 sowie Am Mühlburger Bahnhof 10. KFG | Stadtkämmerei | 155 Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 2,0 2,5 3,0 3,0 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfung Der Jahresabschluss 2022 wurde vom Rechnungsprüfungsamt der Stadt Karlsruhe geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2019 2020 2021 2022 Beschäftigte 4) 15,7 18,9 17,8 19,19 Beamte 4) 1,6 1,6 0,8 0,8 Nebenberuflich Tätige 4) 5,3 5,6 7,1 4,2 Gesamtbelegschaft 22,6 26,1 25,7 24,14 Auszubildende - - - - 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich geringfügig Beschäftigte, studentische Hilfskräfte sowie von der Stadt abgeordnete Beschäftigte/Beamte Finanzielles Engagement 2019 - 2022 Stadt Karlsruhe in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Sacheinlagen 1) 2) 2.528 0 0 532 Zusammen 2.528 1) 0 0 532 1) Einbringung der städtischen Miteigentumsanteile am Objekt „Jubez“ (2.449 T€) und Einbringung Betriebsvorrichtung Bühnentechnik beim Kammertheater (79 T€). Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2022 Das Unternehmen konnte in 2022 ein Ergebnis von 825 T€ erzielen. Die bundesweiten Maßnahmen zur Eingrenzung der Corona-Pandemie waren bis 19. März 2022 befristet. Seit dem 3. April 2022 gab es keine Kontaktbeschränkungen mehr. Dem Großteil der gewerblichen Mieter*innen war es durch den Wegfall der Einschränkungen im laufenden Jahr 2022 wieder möglich, ihre vertraglich geschuldeten Mieten zu leisten. Darüber hinaus konnte mit einer Vielzahl an Mieter*innen Stundungsvereinbarungen geschlossen werden. Diese regeln die Rückzahlung der gestundeten Beträge der Jahre 2020 und 2021. Im Bereich der Vermietungen rund um das Technische Rathaus wurden im 4. Quartal 2022, im Vorfeld der anstehenden umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen durch die Gebäudeeigentümerin Stadt Karlsruhe bzw. durch die Gesellschaft, die bestehenden Mietverhältnisse in der Zähringerstraße sowie das Mietverhältnis Ecke Karl-Friedrich- Straße/Kaiserstraße (ehemaliges Kaffeehaus), beendet. Darüber hinaus endete das Mietverhältnis Ecke Kaiserstraße/Lammstraße. Im Objekt Fritz-Erler-Straße endete zum 31.10.2022 ebenfalls das Mietverhältnis mit einer langjährigen Mieterin. Die PKW-Garagen sind mit Wegfall der Corona Maßnahmen im Vergleich zu den Jahren 2020 und 2021 allesamt besser ausgelastet. Die Umrüstung der Parkhaustechnik hin zu schrankenlosen Parkhäusern in Verbindung mit einem größeren Digitalisierungsgrad bei der Nutzung und Bezahlung konnte im Jahr 2022 fertiggestellt werden 156 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | KFG Die Erlöse aus der treuhänderischen Verwaltung der Objekte An der Tagweide 5, An der Tagweide 23, der Pfizerstraße 1, Am Mühlburger Bahnhof 10 sowie für die Objekte in der Greschbach- und Schwarzwaldstraße konnten, im Vergleich zum Vorjahr, leicht gesteigert werden. Zum 01.01.2022 wurde das Objekt „Theaterhaus“ in der Kaiserallee 11d in die Gesellschaft eingebracht. Die mit den dort verorteten Theatern bestehenden Mietverträge haben allesamt weiterhin Bestand. Die Alte Feuerwache in der Ritterstraße 48 soll zum „Haus des Bevölkerungsschutzes“ umgenutzt werden. Hierfür wurden im Jahr 2022, in Abstimmung mit den zukünftigen Nutzer*innen, die planerischen Rahmenbedingungen geschaffen. Die Stadt Karlsruhe hat im Bundesprogramm "Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren" des Bundes- Bauministeriums eine Interessensbekundung mit einem Fördervolumen von rund 4,2 Mio. Euro erfolgreich eingereicht. Ziel des Projekts ist die aktive Einflussnahme auf die Entwicklung der Karlsruher Innenstadt zur Etablierung multifunktionaler und resilienter Strukturen. Hierfür sollen in einzelnen bislang stark einzelhandelsgeprägten City-Quartieren spezifische komplementäre Nutzungsbausteine unter Beteiligung der Quartiersakteure etabliert werden. Die Gesellschaft übernimmt dabei im Auftrag der Gesellschafterin die vorübergehende Anmietung von leerstehenden Räumlichkeiten in den City-Quartieren „Östliche Kaiserstraße“ und „Zentrale Kaiserstraße“, die Herrichtung der angemieteten Räumlichkeiten sowie die technische und kaufmännische Betreuung der dazugehörigen Mietverhältnisse. Im ersten Bauabschnitt der Umbau- und Sanierungsmaßnahmen um den Spiel- und Aktionspark im Otto- Dullenkopf-Park konnte Ende des Jahres zunächst das Verwaltungsgebäude durch den künftigen Nutzer (Stadtjugendausschuss e.V.) bezogen werden. Die Planungen für den zweiten Bauabschnitt – der Erhalt der zugehörigen RVS-Hallen – wurden weitergeführt. Ausblick Die Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen am und im Technischen Rathaus, u. a. in der Zähringerstraße und in der Mieteinheit Ecke Karl-Friedrich-Straße/Kaiserstraße (ehemaliges Kaffeehaus), haben im Frühjahr 2023 begonnen. Das leerstehende Mietobjekt in der Fritz-Erler-Straße 7-11 wird zum Mai 2023 neu vermietet. Im Rathaus Erweiterungsbau endet im Sommer 2023 das Mietverhältnis über das Untergeschoss. Das Unternehmen rechnet für das Jahr 2023 mit einem Überschuss in Höhe von 90 T€. Risiken Insgesamt ist damit zu rechnen, dass sich die Auswirkungen in Folge des Ukrainekriegs grundsätzlich weiterhin auf alle Beteiligten des Wirtschaftslebens auswirken werden. Die steigende Inflation und der somit steigende Verbraucherpreisindex führt bei vielen Mietverhältnissen zu einer Anpassung der Mindestmiete, häufig im unteren zweistelligen Prozentbereich. Hieraus ergeben sich steigende Mieteinnahmen bei der Gesellschaft. Es bleibt abzuwarten, ob die gewerblichen Mieter*innen wirtschaftlich in der Lage sind, diese Mieterhöhungen auch vollumfänglich zu leisten. Die Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen am und im Technischen Rathaus, u. a. in der Zähringerstraße und in der Mieteinheit des ehem. Kaffeehauses, die beginnenden Belagsarbeiten in der Kaiserstraße sowie der Abbruch des Peek&Cloppenbug- Gebäudes werden bei den verbleibenden Mieter*innen im Technischen Rathaus ebenfalls zu Einschränkungen führen, einhergehend mit Umsatzrückgängen. Die weiterhin seigenden Baupreise wirken sich ggf. nachteilig auf die Wirtschaftlichkeit der verschiedenen Bau-/ Umbauprojekte (u. a. Sanierung ehem. Kaffeehaus, Haus des Bevölkerungsschutzes) aus. Die Projekte bedürfen einer konsequenten Kostenverfolgung, um rechtzeitig auf die Marktentwicklungen reagieren zu können. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Die Gesellschaft bezieht ausschließlich NaturStrom (100% Ökostrom) der Stadtwerke Karlsruhe GmbH. KFG | Stadtkämmerei | 157 Kurzbilanz 2022 in € Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2019 bis 2023 in T€ 2019 2020 2021 2022 2) Plan 2022 1) Plan 2023 1) 1. Umsatzerlöse +6.339 +6.304 +6.410 +7.151 +6.526 +8.880 2. Aktivierte Eigenleistungen +10 +31 +102 +145 +300 +200 3. Sonstige betriebliche Erträge +169 +80 +94 +266 +68 +80 4. Materialaufwand -2.041 -1.767 -1.824 -2.102 -1.809 -1.790 5. Personalaufwand -1.442 -1.417 -1.562 -1.774 -1.727 -1.880 6. Abschreibungen -705 -752 -711 -713 -730 -790 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.119 -1.729 -1.486 -1.548 -1.960 -4.280 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +13 +15 +17 +21 +16 +20 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -146 -142 -138 -136 -135 -190 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -304 -160 -234 -381 -128 -40 11. Ergebnis nach Steuern +773 +463 +668 +928 +421 +210 12. Sonstige Steuern -99 -99 -98 -103 -110 -120 13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +674 +364 +570 +825 +311 +90 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Vorläufige Angaben Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Flüssige Mittel Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 11 20.448.931 0 4.755.126 1.856.014 153.388 27.213.470 A. B. C. D. Eigenkapital Eingefordertes Kapital (ohne eigene Anteile) Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Gewinnvortrag Jahresüberschuss Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 270.000 7.949.313 91.400 6.138.882 825.397 15.274.992 622.155 11.316.270 53 27.213.470 158 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | KFG Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2019 2020 2021 1) 2022 1) I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 77,3 79,7 76,2 75,1 2. Umlaufintensität (in %) 20,3 20,7 22,8 24,3 3. Investitionen (in T€) 406 3.353 462 2.283 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 39,3 47,9 52,1 56,1 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 50,8 60,1 68,4 74,7 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) +10,6 +5,4 +8,9 +11,5 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) +8,5 +3,1 +4,4 +5,4 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +4,0 +2,1 +2,9 +3,5 4. Kostendeckung (in %) 114,2 106,1 110,2 112,1 5. Cash-Flow (in T€) 5.1 vor Ertragsteuern +1.783 +1.329 +1.613 +2.022 5.2 nach Ertragsteuern +1.379 +1.081 +1.280 +1.539 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 26,0 24,0 27,5 27,8 2. Personalaufwand je Mitarbeitenden (in €) 63.815 54.130 60.891 73.500 1) Vorläufige Angaben Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. KFE | Stadtkämmerei | 159 28. Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs-KG Kontaktdaten Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs KG Zähringerstraße 72, 76133 Karlsruhe Telefon: 0721 133-2401 Fax: 0721 133-2409 kfg@karlsruhe.de Gründung 5. August 2005 Unternehmensgegenstand Der Besitz, der Erwerb, die Verwaltung und die Verwertung von bebautem und unbebautem Grundvermögen zum Zwecke der Stadtentwicklung auf der Gemarkung der Stadt Karlsruhe (GV vom 15. Dezember 2015). Geschäftsführung Karlsruher Fächer GmbH als persönlich haftende Gesellschafterin. Diese handelt durch ihren Geschäftsführer Klaus Lehmann. Gesellschafter Gesellschafter sind die Stadt Karlsruhe als Kommanditistin und die Karlsruher Fächer GmbH als Komplementärin. Diese ist am Kapital nicht beteiligt. Anteile am Haftkapital 100 % = 4.000.000 € Aufsichtsrat 6 bis höchstens 13 Mitglieder BM Daniel Fluhrer (Vorsitz) StR Christine Weber (stellv. Vorsitz) StR Christina Bischoff StR Annette Böringer StR Lüppo Cramer StR Thorsten Ehlgötz StR Mathilde Göttel StR Thorsten Frewer StR Tom Høyem StR Irene Moser StR Dirk Müller StR Oliver Schnell StR Michael Zeh Beratend: Vertreter Verein „Ausgeschlachtet e.V.“ Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Einbringungsvertrag vom 26. Juli 2005, mit dem die Stadt Karlsruhe in Erfüllung ihrer Einlageverpflichtung als Kommanditistin im Einzelnen bezeichnete Grundstücke in die Gesellschaft eingebracht hat. Vertrag mit der Stadt Karlsruhe über den Verkauf der öffentlichen Flächen vom 29. November 2010. Dienstvereinbarung zwischen der Stadt, der KFG und der KFE über Personaldienstleistungen vom 30.10.2005/09.11.2005 sowie Dienstüberlassungsvertrag zwischen der Stadt und der KFG vom 25.10.2005 (Personalgestellung) Vertrag vom 16.04.2008 zur Aufhebung des Erbbaurechts der Fleischerei + Gastronomie Service Nordbaden eE (FGS) Mietverträge bezüglich Tollhaus (7. August 2009) und Substage (10. Oktober 2008). Kaufvertrag Grundstück AS 51 „Vollack-Gebäude“ vom 18. Dezember 2015/4. Oktober 2016. Kaufvertrag „ROTAG-Areal“, Hardeckstraße 2a, 76185 Karlsruhe vom 09.01.2020 Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 2,0 2,5 3,0 3,0 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aufwandsentschädigungen 160 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | KFE Abschlussprüfung Der Jahresabschluss 2022 wurde vom Rechnungsprüfungsamt der Stadt Karlsruhe geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2019 5) 2020 2021 2022 Beschäftigte 4) 8,72 11,75 10,17 10,64 Beamte 4) 0,35 0,4 0,25 0,25 Nebenberuflich Tätige 4) 2,91 6,4 1,60 3,3 Gesamtbelegschaft 11,98 18,55 12,02 14,19 Auszubildende - - - - 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich geringfügig Beschäftigte, studentische Hilfskräfte sowie von der Stadt abgeordnete Beschäftigte/Beamte. 5) Die KFE beschäftigt seit 01.01.2019 kein eigenes Personal mehr. Die Mitarbeitenden der KFG erledigen auch Aufgaben der KFE. Die Aufteilung des Personals auf die KFE erfolgt prozentual und stellt sich, wie vorstehend dargestellt, dar. Finanzielles Engagement 2019 2020 2021 2022 1. Aufstockung Kapitalrücklage 0 0 8.745 0 Zusammen 0) 0 8.745 0 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2022 Das Unternehmen erzielte in 2022 ein Ergebnis von 675 T€. Die Folgen der Corona-Pandemie haben sich im Jahr 2022 nicht mehr bzw. nur noch in Einzelfälle mit untergeordneten wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Ertragslage der Gesellschaft ausgewirkt. Die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen in Folge des Ukrainekriegs, die massiv steigenden Energiekosten und die hohe Inflation haben sich im laufenden Jahr 2022 nicht oder nur sehr gering auf die Mieter*innen der Gesellschaft und somit auf die Erlössituation der Gesellschaft ausgewirkt. Die Neuvermietung der Flächen im Neubau AS57 lief schleppender, als ursprünglich angenommen. Die Firmen waren vor dem Hintergrund der letzten beiden Pandemiejahre und der damit einhergehenden steigenden Homeoffice Quote bei der Anmietung von zusätzlichen Flächen zurückhaltender bei Neuanmietungen. Bis Ende des Jahres 2022 konnten jedoch alle Flächen vermietet werden. Die Fertigstellung des zweiten Bauabschnittes des Gebäudekomplexes Kesselhaus/ Schweineschlachthaus (AS01) zum sogenannten „Haus der Produktionen“ wurde im Jahr 2022 weitergeführt. Eine Mieterin im Objekt Alter Schlachthof 51 Flächen hat vom ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch gemacht. Das Sonderkündigungsrecht ist verbunden mit einer Abstandszahlung. Die Einmalzahlung ist im Geschäftsjahr 2022 zu buchen, obwohl die Rückgabe der Flächen erst im Sommer 2023 erfolgt. Diese Einmalzahlung wirkt sich deutlich verbessernd auf das Ergebnis der Gesellschaft im Jahr 2022 aus. Die Mieterin der Schlachthof-Gaststätte (AS 07) hat zum 31. Dezember 2022 gekündigt. Im Mai 2022 fand mit Vertreter*innen der Gremien, der Verwaltung, Verbänden, Interessenvertreter*innen, potenziellen Nutzergruppen sowie der Bürgerschaft ein Leitbildworkshop auf dem Areal der Alten Tabakfabrik statt. Ziel war es, eine Konzeption zu entwickeln, die auf die Gegebenheiten des Ortes zugeschnitten ist und wirtschaftlich tragfähig ist. Teilflächen der Alten Tabakfabrik sind derzeit weiterhin entgeltlich an den Voreigentümer vermietet. KFE | Stadtkämmerei | 161 Ausblick Die Fertigstellung des zweiten Bauabschnittes des Gebäudekomplexes Kesselhaus/ Schweineschlachthaus (AS01) zum sogenannten „Haus der Produktionen“ ist im Jahr 2023 geplant. Die Neuvermietung für die Schlachthof-Gaststätte (AS 07) ist bis Ende des 2. Quartals 2023 geplant. Die Bestandsaufnahmen auf dem Gelände der Alten Tabakfabrik schreitet weiter voran. Auf Grundlage der im Mai letzten Jahres stattgefundenen Leitbildwerkstatt für die Alte Tabakfabrik wurde seitens der KFE von 19.-20. Januar 2023 eine städtebauliche Planungswerkstatt auf dem Areal veranstaltet. Ziel war es, räumliche Ideen für den weiteren Planungs- und Transformationsprozess herauszuarbeiten und in einem Strukturplan zusammenzufassen. Das Unternehmen plant in 2023 mit einem Ergebnis von -150 T€. Risiken Insgesamt ist damit zu rechnen, dass sich die Auswirkungen in Folge des Ukrainekriegs weiterhin auf alle Beteiligten des Wirtschaftslebens auswirken werden. Es bleib abzuwarten, in wieweit sich diese Folgen konkret auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Mieter*innen der Gesellschaft auswirken werden. Es ist mit Stundungen zu rechnen. Die steigende Inflation und der somit steigende Verbraucherpreisindex führt bei vielen Mietverhältnissen zu einer Anpassung der Mindestmiete, häufig im unteren zweistelligen Prozentbereich. Hieraus ergeben sich steigende Mieteinnahmen bei der Gesellschaft. Praktisch bleibt, auch vor dem Hintergrund der vorstehend aufgeführten Einschränkungen, abzuwarten, ob die gewerblichen Mieter*innen wirtschaftlich in Lage sind, diese Mieterhöhungen auch zu leisten. Die Teilrückgabe von Flächen im Objekt Alter Schlachthof 51 macht eine Neuvermietung erforderlich. Es ist davon auszugehen, dass das ursprüngliche Mietniveau nicht gehalten werden kann. Die Neuvermietung wird aller Voraussicht nach zu geringeren Konditionen erfolgen. Dies ist in der vereinbarten Abstandszahlung mit eingepreist. Im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit etwaiger Neubauvorhaben ist davon ausgehen, dass das derzeitig vorhandene moderate Mietniveau auf dem Areal des Alten Schlachthofes nicht dauerhaft zu halten sein wird. Die steigenden Herstellungskosten in Verbindung mit dem zu erwartenden Zinsanstieg erfordern zur Refinanzierung der Projekte höhere Mieterträge. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Die Gesellschaft bezieht ausschließlich NaturStrom (100% Ökostrom) der Stadtwerke Karlsruhe GmbH. Die Bestandsgebäude auf dem Areal des Alten Schlachthof werden nicht klimatisiert vermietet. Bei den Neubauten sind lediglich die Besprechungsräume klimatisiert. Die Gebäude AS33 und AS57 nutzen zur Temperaturregulierung die sog. thermische Bauteilaktivierung (Geothermie). Kurzbilanz 2022 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Flüssige Mittel sowie Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 12 65.523.203 1.244.605 705.908 2.933 67.476.661 A. B. C. D. Eigenkapital Kommanditkapital Rücklagen Verlustvortrag Jahresüberschuss Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 4.000.000 8.745.000 -1.067.943 675.145 12.352.201 78.239 54.820.013 226.208 67.476.661 162 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | KFE Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2019 bis 2023 in T€ 2019 2020 2021 2022 2) Plan 2022 1) Plan 2023 1) 1. Umsatzerlöse +3.717 +3.925 +4.045 +4.670 +4.221 +5.000 2. Aktivierte Eigenleistungen +242 +297 +171 +141 +215 +190 3. Sonstige betriebliche Erträge +117 +71 +32 +962 +45 +970 4. Materialaufwand -550 -485 -521 -602 -538 -720 5. Personalaufwand -695 -858 -812 -893 -960 -1.040 6. Abschreibungen -1.549 -1.674 -1.695 -1.921 -2.031 -1.980 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -528 -631 -636 -621 -772 -1.610 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +0 +0 +0 +0 +0 +0 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -916 -1.045 -1.054 -951 -957 -960 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +0 +0 +0 +0 +0 +0 11. Ergebnis nach Steuern -163 -398 -468 +786 +15 -150 12. Sonstige Steuern -57 -70 -88 -110 -85 -90 13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -220 -468 -556 +675 -71 -240 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Vorläufige Angaben Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2019 1) 2020 2021 1) 2022 1) I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 99,1 99,1 98,8 97,1 2. Umlaufintensität (in %) 0,9 0,9 1,2 2,9 3. Investitionen (in T€) 8.983 10.510 4.488 1.590 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 7,2 5,5 17,5 18,3 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 7,3 5,5 17,7 18,9 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) -5,9 -12,5 -13,2 +14,0 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) -5,6 -14,1 -4,8 +5,5 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +1,3 +0,9 +0,7 +2,4 4. Kostendeckung (in %) 86,5 82,1 87,8 94,4 5. Cash-Flow (in T€) +1.329 +1.196 +1.139 +2.596 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 16,2 17,9 16,9 17,5 2. Personalaufwand je Mitarbeitenden (in €) 58.030 46.185 67.528 62.956 1) Vorläufige Angaben Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. Gesundheit, Soziales und Umwelt 164 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | Klinikum 29. Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH Kontaktdaten Moltkestraße 90, 76187 Karlsruhe Telefon: 0721 974-0 Fax: 0721 974-1009 geschaeftsfuehrung@klinikum-karlsruhe.de www.klinikum-karlsruhe.com Gründung 1. Januar 1994 (Umwandlungserklärung vom 9. Juni 1994) Unternehmensgegenstand Errichtung, Verwaltung und Betrieb des Städtischen Klinikums als Krankenhaus der Maximalversorgung mit Einrichtungen für eine hochdifferenzierte Diagnostik und Therapie einschließlich der organisatorisch und wirtschaftlich mit ihm verbundenen Einrichtungen und Nebenbetriebe sowie von Ausbildungs- und Fortbildungsmaßnahmen (GV in der Fassung vom 8. Juni 2010). Geschäftsführung Prof. Dr. med. Michael Geißler Dipl.-Betriebswirt Markus Heming Gesellschafter Stadt Karlsruhe Anteile Stammkapital 100 % = 26 Mio. € Aufsichtsrat 14 Mitglieder (Oberbürgermeister oder ein/e von ihm beauftragte/r Beigeordnete/r + 10 Mitglieder des Gemeinderats + 3 vom Betriebsrat benannte Mitglieder). BM Bettina Lisbach (Vorsitz) StR Tilman Pfannkuch (1. stellv. Vorsitz) StR Verena Anlauf (2. stellv. Vorsitz) StR Rebecca Ansin StR Karin Binder StR Ellen Fenrich StR Christine Großmann StR Thomas H. Hock StR Niko Riebel StR Sibel Uysal StR Karin Wiedemann (bis 30.09.2022) StR Karsten Lamprecht (ab 01.10.2022) Thomas Förster (Betriebsrat) Marek Hintsches (Betriebsrat) Dr. Ferdinand Kosch (Betriebsrat)) Beteiligungen (mindestens 25 %) Karlsruher Versorgungsdienste im Sozial- und Gesundheitswesen GmbH (KVD) MVZ – Medizinisches Versorgungszentrum am Städtischen Klinikum Karlsruhe GmbH Anteile am Stammkapital 100 % = 100 % = 25.000,00 € 25.000,00 € Wichtige Verträge Mit den leitenden Ärztinnen und Ärzten bestehen besondere Vereinbarungen über den Umfang der Nebentätigkeit, die zu leistenden Abgaben und deren Abrechnung. Mit dem Ministerium für Wissenschaft und Kunst besteht ein Vertrag über die Beteiligung des Klinikums als Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Freiburg. Mit der KVD wurden sechs Verträge geschlossen (u. a. Vertrag über die Dienstleistung für Gebäudereinigung, Personalüberlassungsvertrag). Außerdem besteht ein Beherrschungsvertrag. Mit dem zum 1. April 2006 gegründeten MVZ wurden drei Verträge geschlossen (u.a. Vereinbarung über die Erbringung von ärztlichen Leistungen durch das MVZ sowie einen Vertrag über die Beteiligung der Ärztinnen und Ärzte an den Honoraranteilen der KV-Erlöse des MVZ). Die jährlich abzuschließende Budget- und Entgeltvereinbarung (Laufzeit 1 Jahr) wurde noch nicht abgeschlossen. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 25,4 29,6 30 25 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aufwandsentschädigungen Klinikum | Stadtkämmerei | 165 Abschlussprüfung Der Jahresabschluss 2022 wurde von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft HRB Treuhand GmbH, Neu-Isenburg, geprüft. Finanzielles Engagement des Gesellschafters Stadt Karlsruhe von 2019 bis 2022 in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Verlustabdeckung 0 8.851 19.500 29.600 2. Verlustabdeckung Vorjahr (Rest) 278 3. Sanierungsfonds 3.500 3.500 3.500 2.000 4. Energiezentrale Darlehen (zinslos) -10.000 0 0 0 5. Liquiditätsdarlehen aus 2013 Darlehen (zinslos) 1) -10.000 0 0 6. Investitionszuschüsse für Neubaumaßnahmen 35.000 20.000 20.000 17.120 7. Infrastrukturverzehrzuschuss (Ausgleich erfolgswirksame Abschreibungen) 3.957 4.086 0 0 Zusammen 32.457 26.437 43.000 48.998 1) Im Jahr 2013 wurde ein Liquiditätsdarlehen von 10 Mio. € gewährt. Dieses Darlehen wurde im Jahr 2020 in einen Zuschuss für die Neubau- maßnahmen umgewandelt. Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2019 2020 2021 2022 Beschäftigte 4) 3.132 3.212 3.304 3.360 Beamte 4) 11 9 9 7 Gesamtbelegschaft 3.143 3.143 3.313 3.367 Sonstiges Personal 5) 308 324 318 319 Gesamtbelegschaft laut Prüfungsbericht 3.451 3.467 3.631 3.686 1) Umgerechnete Vollkraftstellen. 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte. 4) einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten/Beamten. 5) Bundesfreiwilligendienst sowie Auszubildende (ohne Pflegebereich). Leistungszahlen 2019 bis 2022 2019 2020 2021 2022 1. Auslastung der aufgestellten Betten (in %) 84,4 75,9 82,1 81,4 2. Zahl der behandelten Patienten (stationär) 61.148 52.559 49.979 52.407 davon Krankenhausentgeltbereich 57.813 49.471 49.140 49.132 davon Bundespflegesatzverordnungsbereich 3.335 3.088 3.296 3.275 3. Durchschnittliche Verweildauer pro Patient*in (Tage) 6,95 6,80 6,76 7,00 davon Krankenhausentgeltbereich 6,01 5,68 5,46 5,45 davon Bundespflegesatzverordnungsbereich 23,31 23,57 22,28 21,81 4. Belegungstage 425.129 357.159 338.074 339.344 davon Krankenhausentgeltbereich 347.400 284.374 271.203 267.931 davon Bundespflegesatzverordnungsbereich 77.729 72.785 73.433 71.413 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2022 Die Gesellschaft weist als Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2022 ein Defizit von ca. 29,9 Mio. € aus. 166 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | Klinikum Die Erlöse aus Krankenhausleistungen stiegen um 7,5 % bzw. ca. 23 Mio. €. Der Basisfallwert veränderte sich um 2,3 % auf 3.837,42 € (Vj.: 3.750,42 €) zum Vorjahr. Das entspricht einem Erlösvolumen von ca. 4 Mio. €. Im DRG-Bereich wurden 690 Case-Mix-Punkte mit LEA (Landeserstaufnahmeeinrichtung) bzw. 1,4% weniger als im Vorjahr erbracht. Das entspricht einem Erlösrückgang von ca. 2,6 Mio. €. Zusätzlich steht dem coronabedingten Erlösrückgang ein anzurechnender Ausgleichsbetrag nach § 21 Abs.1 und 1a KHG aus der Freihaltung von Kapazitäten in der Coronakrise in Höhe von ca. 17,97 Mio. € gegenüber. Zusätzlich erfolgte eine einmalige finanzielle Landeshilfe 3.0 für Krankenhäuser mit 7,38 Mio. €. Darüber hinaus belastet die Energiekrise und der allgemeine Preisanstieg das Klinikergebnis in 2022 in besonderem Maße. Ein maßgeblicher Grund für die aktuellen wirtschaftlichen Probleme sind die Fallzahlrückgänge infolge der Corona-Pandemie und die damit zusammenhängenden Einschränkungen des Regelbetriebs. Durch die Infektionswellen im Herbst und Winter in den vergangenen beiden Jahren mussten viele Behandlungen abgesagt werden. Zusätzlich bringt die unerwartet hohe Kostenexplosion, die durch den Ukrainekrieg mit den bekannten Folgen ausgelöst wurde, die Krankenhäuser nach zwei Jahren Corona-Pandemie in eine besonders schwierige Situation. Während Unternehmen am freien Markt ihre Mehrkosten über höhere Preise refinanzieren können oder notfalls Teilproduktionen einstellen, sind diese Optionen den Krankenhäusern verschlossen. Ausblick und Risiken Für die Maximalversorger gilt, dass sie besondere Aufwendungen schultern müssen, denen keine ausreichende Finanzierung gegenübersteht: ▪ Sie haben einen hohen Anteil sog. Extremkostenfälle mit komplexen Krankheitsfällen zu verkraften, denen keine adäquate Finanzierung gegenübersteht. ▪ Die umfassende Notfallversorgung in allen Disziplinen verursacht hohe Vorhaltungskosten. Des Weiteren schultern Häuser in dieser Größe einen überproportionalen hohen Anteil der medizinischen Weiterbildung und sind Innovationsführer bei der Etablierung neuer medizinischer Behandlungsverfahren oder medizinischer Produkte, die nicht oder erst erheblich zeitlich verzögert von den Kostenträgern finanziert werden Der erste Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr 2023 zeigt, dass weiterhin vor allem Großkrankenhäuser in einer misslichen Lage sind. Sollte, aus welchen Gründen auch immer, die Auslastung hinter den Erwartungen zurückbleiben oder nur das Leistungsniveau von 2019 erreichen, ergibt sich eine Finanzierungslücke. -7,9 -3,5 -2,1 -1,5 -1,7 -7,5 -3,7 -2,9 -8,9 -19,8 -29,9 -35,0 -30,0 -25,0 -20,0 -15,0 -10,0 -5,0 0,0 20122013201420152016201720182019202020212022 Jahr Ergebnisentwicklung 2012 bis 2022 in Mio.€ Klinikum | Stadtkämmerei | 167 Mit der negativen Entwicklung der Jahresergebnisse wird das Eigenkapital aufgezehrt. Aus diesem Grund wurde eine schuldrechtliche Erklärung des Trägers für den Wirtschaftsprüfer im Rahmen der Erteilung des uneingeschränkten Bestätigungsvermerkes schon für das Geschäftsjahr 2019 notwendig, um eine drohende Zahlungsunfähigkeit des Klinikums auszuschließen. Mit dieser Erklärung (Patronatserklärung) durch die Stadt Karlsruhe wird die uneingeschränkte Zahlungsfähigkeit des Klinikums bestätigt. Das Klinikum nutzt seine Einflussmöglichkeiten auf Bund und Land z. B. über die Krankenhausgesellschaften oder andere Verbände, um auf die Probleme in der Krankenhausfinanzierung aufmerksam zu machen. Ebenso sind auch die Aufsichtsratsvorsitzende oder Mitglieder des Aufsichtsrats über verschiedene Wege aktiv. Ein weiteres Risiko stellt die immer schwieriger werdende Personalgewinnung dar. Das Unternehmen rechnet in 2023 mit einem Jahresfehlbetrag von 26.191 T€ (Planansatz). Klimaschutz und Nachhaltigkeit In der „Qualitätspolitik und strategische Qualitätsziele im SKK“ sind die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit verankert. Das Klinikum verpflichtet sich zu einer kontinuierlichen Verbesserung seiner Umweltleistungen. Die begrenzten Ressourcen - insbesondere Energie – sollen möglichst schonend, sparsam und umweltbewusst eingesetzt werden. Das Städtische Klinikum hat in 2016 das europäische Umweltmanagementsystem EMAS eingeführt. Auf dieser Grundlage erfolgt jährlich eine Überprüfung durch einen externen Umweltgutachter. Er bewertet, ob die durch das Unternehmen gesetzten Umweltziele eingehalten bzw. umgesetzt werden. Um das Thema breit in die Beschäftigtenstruktur zu tragen, wurden Mitarbeitende zusätzlich zu Umweltbeauftragten geschult. Einige Ziele, die seither umgesetzt wurden: ▪ Seit Januar 2022 bezieht das Klinikum Öko-Strom mit dem Zertifikat „o.k.-Power“ ▪ Reduzierung von CO 2 -Emissionen im Bereich der Gebäude (z. B. Austausch von Fenstern, Umstellung der Beleuchtung auf LED, Dämmung von Dächern) ▪ Reduzierung von CO 2 -Emissionen im Bereich des Fuhrparks (z. B. Beschaffung bzw. Leasing von 10 Elektro-Dienstfahrzeugen für die Pflege, Installation von Ladeinfrastruktur für den öffentlichen und für den Dienstbereich, Beschaffung von 5 Lastenrädern) ▪ Umgang mit Gefahrstoffen optimieren Darüber hinaus sind weitere Maßnahmen in der Umsetzungsplanung. 168 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | Klinikum Kurzbilanz 2022 Aktiva Passiva A. B. C. D. E. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Ausgleichsposten nach dem KHG Rechnungsabgrenzungsposten Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 4.038.728 413.060.523 102.476 14.256.351 139.128.025 59.122 1.201.991 1.311.805 515.966 573.674.987 A. B. C. D. E. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklagen Gewinnrücklagen Verlustvortrag Jahresfehlbetrag Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag Buchmäßiges Eigenkapital Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens Rückstellungen Verbindlichkeiten einschließlich Ausgleichsposten aus Darlehensförderung Rechnungsabgrenzungsposten 26.000.000 45.802.466 5.408.596 -47.855.042 -29.871.986 515.966 0 365.486.788 71.959.698 135.874.990 353.511 573.674.987 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2019 bis 2023 in T€ 2019 2020 2021 2022 Plan 2022 1) Plan 2023 1) 1. Umsatzerlöse +365.777 +380.917 +390.768 +412.434 +418.767 +419.761 2. Sonstige betriebliche Erträge +5.499 +7.206 +7.694 +10.019 +7.742 +7.939 3. Veränderungen des Bestands an unfertigen Leistungen +1.742 -1.623 +870 +192 +0 -153 4. Andere aktivierte Eigenleistungen +854 +413 +479 +131 +412 +413 5. Zuweisungen und Zuschüsse öffentliche Hand +7.650 +7.792 +3.747 +2.165 +2.866 +2.866 6. Materialaufwand -86.469 -89.202 -94.616 -107.759 -99.723 -105.647 7. Personalaufwand -254.964 -268.356 -280.907 -294.610 -292.705 -306.355 8. Sonder- und Ausgleichsposten n.d. KHG +15.092 +16.035 +17.328 +28.315 +28.985 +29.709 9. Abschreibungen -19.149 -20.298 -21.565 -31.480 -33.275 -34.107 10. Sonstige betriebliche Aufwendungen -38.051 -40.764 -42.761 -48.301 -39.122 -39.754 11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2) +116 +78 +26 +31 +109 +0 12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -973 -1.042 -826 -1.054 -1.195 -847 13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +4 +10 +2 +62 -297 +1 14. Ergebnis nach Steuern -2.872 -8.834 -19.761 -29.855 -7.436 -26.174 15. Sonstige Steuern -18 -17 -17 -17 -20 -17 16. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -2.890 -8.851 -19.778 -29.872 -7.456 -26.191 1) Aktueller, vom Beschlussgremium genehmigter fortgeschriebener Wirtschaftsplan 2) Einschließlich Erträge aus Wertpapieren und sonstigen Ausleihungen des Finanzanlagevermögens. Klinikum | Stadtkämmerei | 169 Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2019 2020 2021 2022 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 66,6 74,9 73,3 72,7 2. Umlaufintensität (in %) 33,1 24,8 26,4 26,7 3. Investitionen (in T€) 67.908 81.514 53.652 22.826 II. Finanzlage 1. 1. Eigenkapitalquote inkl. Ausgleichsposten (in %) 5,6 3,8 1,4 -0,3 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 8,5 5,1 2,0 -0,4 3. Anlagendeckungsgrad incl. Sonderposten (in %) 92,3 91,4 89,5 87,5 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) -0,7 -2,0 -4,6 -6,2 2. Eigenkapitalrentabilität inkl. Ausgleichsposten (in %) -10,2 -40,9 -235,4 -1.738,8 3. Gesamtkapitalrentabilität inkl. Ausgleichsposten (in %) -0,4 -1,4 -3,3 -5,0 4.Kostendeckung (in %) 99,3 98,0 95,6 94,2 5.Cash-Flow (in T€) -30.563 11.503 -23.497 -21.542 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 63,8 63,9 62,4 57,5 2. Personalaufwand je Mitarbeitenden (in €) 73.887 75.697 77.374 79.928 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. 170 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | Klinikum Nachrichtlich: Klinikum – Konzernabschluss 2022 Kurzbilanz 2022 in € Aktiva Passiva A. B. C. E. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 4.150.283 413.342.591 52.476 14.296.772 139.721.979 94.334 1.321.492 625.790 573.605.717 A. C. D. E. F. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklagen Gewinnrücklagen Verlustvortrag Jahresfehlbetrag Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag Buchmäßiges Eigenkapital Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens Rückstellungen Verbindlichkeiten einschließlich Ausgleichsposten aus Darlehensförderung Rechnungsabgrenzungsposten 26.000.000 45.018.527 5.408.596 -47.278.811 -29.820.346 46.244 625.790 0 365.486.788 72.036.599 135.728.819 353.511 573.605.717 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2019 bis 2022 in T€ 1) 2019 2020 2021 2022 1. Umsatzerlöse +364.056 +379.861 +389.090 +412.451 2. Sonstige betriebliche Erträge +5.531 +7.437 +8.836 +10.065 3. Veränderungen des Bestands an unfertigen Leistungen +1.742 -1.623 +870 +192 4. Andere aktivierte Eigenleistungen +854 +413 +479 +131 5. Zuweisungen und Zuschüsse öffentliche Hand +7.650 +7.792 +3.747 +2.164 7. Materialaufwand -78.606 -80.866 -85.582 -99.146 6. Personalaufwand -260.426 -274.754 -288.686 -302.566 8. Sonder- und Ausgleichsposten n.d. KHG +15.012 +15.961 +17.251 +28.252 9. Abschreibungen -19.184 -20.389 -21.667 -31.589 10. Sonstige betriebliche Aufwendungen -38.510 -41.170 -43.246 -48.771 11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2) +118 +75 +21 +27 12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -973 -1.042 -826 -1.054 13. Steuern vom Einkommen und Ertrag -45 -5 -30 +42 14. Ergebnis nach Steuern -2.781 -8.774 -19.743 -29.802 15. Sonstige Steuern -18 -18 -18 -18 16. Konzernüberschuss/-fehlbetrag (+/-) -2.799 -8.792 19.761 -29.820 1) Konsolidierter Abschluss auf Grundlage der Krankenhausbuchführungsverordnung. 2) Einschließlich Erträge aus Wertpapieren und sonstigen Ausleihungen des Finanzanlagevermögens. KVD | Stadtkämmerei | 171 30. Karlsruher Versorgungsdienste im Sozial- und Gesundheitswesen GmbH (KVD) Kontaktdaten Karlsruher Versorgungsdienste im Sozial- und Gesundheitswesen GmbH (KVD) c/o Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH Moltkestraße 90, 76187 Karlsruhe Telefon: 0721 974-1235, Fax: 0721 974-1282 kvd-geschaeftsfuehrung@klinikum-karlsruhe.de www.klinikum-karlsruhe.com Gründung 14. April 2003 Unternehmensgegenstand Erbringung von Servicedienstleistungen im Gesundheitswesen im Bereich der Wirtschafts- und Versorgungsdienste, insbesondere Reinigung, Wäscherei und Küche. Das Unternehmen arbeitet vorrangig für die Städt. Klinikum gGmbH und für die Stadt Karlsruhe sowie deren Gesellschaften und Stiftungen (GV in der Fassung vom 20. März 2003). Geschäftsführung Markus Heming Birga Pagel Gesellschafter Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH Anteile Stammkapital 100 % = 25.000 € Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat besteht aus dem Aufsichtsrat des Städtischen Klinikums. BM Bettina Lisbach (Vorsitz) StR Tilman Pfannkuch (1. stellv. Vorsitz) StR Verena Anlauf (2. stellv. Vorsitz) StR Rebecca Ansin StR Karin Binder StR Ellen Fenrich StR Christine Großmann StR Thomas H. Hock StR Niko Riebel StR Sibel Uysal StR Karin Wiedemann (bis 30.09.2022) StR Karsten Lamprecht (ab 01.10.2022) Thomas Förster (Betriebsrat) Marek Hintsches (Betriebsrat) Dr. Ferdinand Kosch (Betriebsrat) Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Vertrag über die Durchführung der Gebäudeinnenreinigung zwischen KVD und Klinikum. Organschaftsvertrag vom 18. August 2004 zwischen KVD und Klinikum. Für die von der KVD genutzten Räume sowie für die vom Klinikum der KVD überlassenen Reinigungsgeräte sind Mietverträge abgeschlossen. Für die Durchführung der Aufgabe der gesamten Reinigung im Klinikum hat das Klinikum die dort beschäftigten Mitarbeitenden im Reinigungsdienst und die Hauswirtschaftsleiterinnen der KVD überlassen. Hierfür wurde ein Personalüberlassungsvertrag abgeschlossen. Die Personalangelegenheiten der KVD werden vom Klinikum verwaltet. Hierfür wurde ein Dienstleistungsvertrag abgeschlossen. Ab 1. Juni 2004 übernahm die KVD die Wohnheimverwaltung der klinikeigenen Wohnheime. Hierzu wurde zwischen der KVD und dem Klinikum ein Vertrag für Wohnheimverwaltung abgeschlossen. Am 1. April 2005 übernahm die KVD den Gardinenservice für das Klinikum. Hierzu wurde ein Vertrag „Dienstleistung Gardinenservice“ abgeschlossen Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 2) 2) 2) 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aufsichtsrat besteht aus dem Aufsichtsrat der Muttergesellschaft Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH. Es erfolgt daher keine gesonderte Vergütung. 172 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | KVD Abschlussprüfung Der Jahresabschluss 2022 wurde von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft HRB Treuhand GmbH, Neu-Isenburg, geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2019 2020 2021 2022 Beschäftigte 4) 145,55 156,44 178,80 165,44 Beamte 4) - - - Gesamtbelegschaft 145,55 156,44 178,80 165,44 Auszubildende -- ------2,00- 2,00 2,00 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten. Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2022 Der Geschäftsverlauf des Geschäftsjahrs 2022 war stark geprägt durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Die stationäre Patientenbelegung war deutlich reduziert. Dies führte dazu, dass bestimmte Stationen und Funktionsbereiche nicht mehr genutzt wurden und hier entsprechend keine Reinigung benötigt wurde. Andererseits forderten verstärkte Hygieneanforderungen in bestimmten Bereichen auch einen höheren Personalaufwand beim Reinigungspersonal. In der Summe konnten die erforderlichen Reinigungsleistungen mit weniger Personal erbracht werden. Durch die verzögerte Nachbesetzung freigewordener Stellen wurden die eingesetzten Vollkräfte reduziert und so an den Bedarf angepasst. Dies führte gegenüber der ursprünglichen Wirtschaftsplanung zu einem erheblich geringeren Personalaufwand und in gleichem Maß zu deutlich geringeren Umsatzerlösen. Innerhalb des laufenden Jahres gab es keine wesentlichen Anpassungen der Reinigungsdienstleistung aufgrund von Nutzungsänderungen oder der Übernahme von Reinigungsleistungen (vorher Fremdreinigung) in die Eigenreinigung. Das Unternehmen erzielte ein Ergebnis von 45 T€. Ausblick Im Rahmen der natürlichen Personalfluktuation wird es in 2023 einen Zuwachs an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der KVD und eine Abnahme der von der Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH überlassenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geben. Im Jahr 2023 wird in der Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH gegenüber 2022 mit höheren Patientenzahlen und einer höheren Auslastung gerechnet. Entsprechend werden auch die Anforderungen an die Reinigungsleistung steigen. Gegenüber 2022 wird sich in 2023 dadurch der Personalbedarf um ca. 25 Vollkräfte erhöhen. Zusätzlich ist die weitere Übernahme der Glasreinigung und der campusweiten Moppaufbereitung geplant. Die Reinigungsorganisation der Karlsruher Versorgungsdienste wird sich an Veränderungen im Klinikum Karlsruhe in gewohnter Weise mit ihren Dienstleistungen anpassen. Gemäß Lohntarifvertrag ist in besonderen Infektionsbereichen weiterhin die Lohngruppe 2 des Gebäudereinigerhandwerks vorzusehen. Die KVD rechnet auch für das Geschäftsjahr 2023 mit einem positiven Ergebnis. KVD | Stadtkämmerei | 173 Risiken Das wirtschaftliche Risiko der KVD hat sich gegenüber der Gründungssituation nicht verändert. Bestandsgefährdende Risiken sind durch die enge Bindung an die Muttergesellschaft nicht erkennbar. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Siehe Maßnahmen Klimaschutz und Nachhaltigkeit Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH. Kurzbilanz 2022 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 7.559 275.217 0 40.421 514.600 26.894 9.687 874.378 A. B. C. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Gewinnvortrag Jahresüberschuss Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten einschließlich Ausgleichsposten aus Darlehensförderung 25.000 414.090 45.366 484.456 156.715 233.207 874.378 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2019 bis 2023 in T€ 2019 2020 2021 2022 Plan 2022 1) Plan 2023 1) 1. Umsatzerlöse +9.321 +9.476 +9.219 +8.714 +9.926 +10.031 2. Sonstige betriebliche Erträge +32 +81 +72 +38 +38 +73 3. Materialaufwand -3.620 -3.210 -2.090 -1.552 -1.735 -1.400 4. Personalaufwand -4.456 -5.106 -6.066 -6.134 -6.994 -7.451 5. Abschreibungen -18 -26 -38 -45 -44 -44 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.106 -1.141 -1.049 -953 -1.168 -1.141 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +1 +2 +1 +1 +1 +1 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1 +0 +0 +0 +0 +0 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -49 -15 -33 -21 -7 -22 10. Ergebnis nach Steuern +104 +61 +16 +45 +17 +48 11. Sonstige Steuern +0 +0 +0 +0 +0 +0 12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +104 +61 +16 +45 +17 +48 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“ eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 174 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | KVD Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2019 2020 2021 2022 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 8,0 13,9 25.3 32,3 2. Umlaufintensität (in %) 92,0 84,9 74,0 66,6 3. Investitionen (in T€) 28 75 135 114 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 42,9 50,4 52,0 55,4 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 535,2 362,3 205,5 171,3 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) +1,1 +0,6 +0,2 +0,5 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) +28,7 +14,4 +3,7 +9,4 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +12,4 +7,3 +1,9 +5,2 4. Kostendeckung (in %) 101,3 101,3 99,7 100,3 5. Cash-Flow (in T€) a) vor Ertragssteuern +172 +101 +87 +112 b) nach Ertragssteuern +123 +86 +54 +91 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 48,4 53,8 65,6 70,6 2. Personalaufwand je Mitarbeitenden (in €) 30.619 32.638 33.927 37.079 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. MVZ | Stadtkämmerei | 175 31. MVZ – Medizinisches Versorgungszentrum am Städtischen Klinikum Karlsruhe GmbH Kontaktdaten MVZ – Medizinisches Versorgungszentrum am Städtischen Klinikum Karlsruhe GmbH c/o Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH Moltkestraße 90, 76187 Karlsruhe Telefon: 0721 974-1001 Fax: 0721 974-1009 www.klinikum-karlsruhe.com Gründung 1. April 2006 Unternehmensgegenstand Der Betrieb eines Medizinischen Versorgungszentrums im Sinne des § 95 SGB V, insbesondere im Rahmen der vertragsärztlichen sowie der sonstigen ärztlichen Tätigkeiten (GV in der Fassung vom 10. Dezember 2008). Geschäftsführung Prof. Dr. Michael Geißler Dipl.-Betriebswirt Markus Heming Rechtsanwältin Saskia Morakis (bis 31.01.2022) Gesellschafter Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH Anteile Stammkapital 100 % = 25.000 € Aufsichtsrat 14 Mitglieder (Oberbürgermeister oder ein/e von ihm beauftragte/r Beigeordnete/r + 10 Mitglieder des Gemeinderats + 3 vom Betriebsrat bestimmte Mitglieder). BM Bettina Lisbach (Vorsitz) StR Tilman Pfannkuch (1. stellv. Vorsitz) StR Verena Anlauf (2. stellv. Vorsitz) StR Rebecca Ansin StR Karin Binder StR Ellen Fenrich StR Christine Großmann StR Thomas H. Hock StR Niko Riebel StR Sibel Uysal StR Karin Wiedemann (bis 30.09.2022) StR Karsten Lamprecht (ab 01.10.2022) Thomas Förster (Betriebsrat) Marek Hintsches (Betriebsrat) Dr. Ferdinand Kosch (Betriebsrat) Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Beherrschungsvertrag vom 25. Januar 2006 zwischen MVZ und Klinikum. Nutzungsvertrag über die Bereitstellung von Personal, Räumen, Einrichtungen und Material des Klinikums. Vereinbarung über die Erbringung von ärztlichen Leistungen durch das MVZ. Vertrag über die Beteiligung der Ärztinnen und Ärzte an den Honoraranteilen der KV-Erlöse des MVZ in den Gebieten Nuklear-, Labor-, Transfusionsmedizin, Mikrobiologie, Strahlentherapie, Pathologie, hausärztliche Praxis und Angiologie Zahn-, Mund-, Kieferheilkunde (ZMK) seit 01.10.2020 mit den Tätigkeitsschwerpunkten Zahnärztliche Chirurgie, Parodontologie und Implantologie Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 2) 2) 2) 1) Die Geschäftsführung bekam keine Bezüge vom MVZ. 2) Aufsichtsrat wird identisch mit dem Aufsichtsrat der Muttergesellschaft Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH gebildet. Es erfolgt daher keine gesonderte Vergütung. Abschlussprüfung Der Jahresabschluss 2022 wurde von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft HRB Treuhand GmbH, Neu-Isenburg, geprüft. 176 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | MVZ Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2019 2020 2021 2022 Beschäftigte 4) 7,94 10,82 13,99 14,66 Beamte 4) - - - - Gesamtbelegschaft 7,94 10,82 13,99 14,66 Auszubildende - - - - 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten/Beamten. Leistungszahlen 2019 bis 2022 2019 2020 2021 2022 Umsatzzahlen MVZ in T€ 7.786 7.022 10.189 9.483 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2022 Die Gesellschaft weist im Geschäftsjahr 2022 einen Jahresüberschuss in Höhe von 30 T€ (VJ: 27 T€) aus. Die Umsatzerlöse im Berichtszeitraum liegen bei 9.483 T € (VJ: 10.189 T€) und beinhalten Erlöse aus ambulanter ärztlicher Behandlung. Diagramm: Umsatzentwicklung 2012 bis 2022 Die Gesellschaft bietet ein umfassendes Spektrum ambulanter Leistungen an. Mit dieser Leistungskombination gelingt es ein umfassendes sektorenübergreifendes Versorgungsangebot auf hoher Qualität zur Verfügung zu stellen. Die breite Akzeptanz für das ambulante Angebot spiegelt sich in weiterhin steigenden Patientenkontakten im Medizinischen Versorgungszentrum wider. 2022 wurden über 63.000 ambulante Patientenkontakte im Medizinischen Versorgungszentrum verzeichnet. Am 24.11.2021 hat das MVZ sein Angebot für Bürger*innen und Mitarbeitende für Corona-Erstimpfungen, Abschlussimpfungen und Auffrischimpfungen gestartet. Bis zum Ende der Impfleistungen im 4. Quartal 2022 wurden über 6.900 Impfdosen verabreicht. Die Lage der Gesellschaft darf als stabil bezeichnet werden. 3.518 4.341 4.531 6.251 7.636 7.786 10.189 9.483 0 2.000 4.000 6.000 8.000 10.000 12.000 20122013201420152016201720182019202020212022 Euro Jahr MVZ | Stadtkämmerei | 177 Ausblick und Risiken Die Corona-Pandemie hatte den Praxisbetrieb im MVZ auch im Jahr 2022 stark beeinflusst. Termine für elektive Behandlungen mussten ausgesetzt werden, darüber hinaus haben Patient*innen ihrerseits aus Angst vor einer Ansteckung Routine- und Kontrolltermine storniert. Zudem gab es Personalausfälle und Zuweisungen blieben aus. Hierdurch entstanden zahlungswirksame Verluste, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft im Jahr 2022 beeinflussten. Für die kommenden Jahre wird die Corona-Pandemie voraussichtlich keine Auswirkungen mehr haben. Das Unternehmen rechnet daher für 2023 mit einem Jahresergebnis von 28 T€. Die Gesellschaft rechnet den Großteil der erbrachten Leistungen gegenüber der Kassenärztlichen Vereinigung ab. Diese Abrechnung wird durch die gesetzlichen Vorgaben des SGB V bestimmt, wobei weiterhin starke Einschränkungen durch Budgetierungen und Bedarfsplanungsrichtlinien gelten. Aufgrund des Kostendrucks im Gesundheitswesen kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Vergütung für erbrachte Sachleistungen und ärztliche Leistungen künftig sinken wird. Diese mögliche Entwicklung kann durch das Unternehmen nicht beeinflusst werden und stellt somit ein Ertragsrisiko dar. Ein weiteres Risiko sieht die Geschäftsführung im anhaltenden Fachkräftemangel. Dies kann zu Verzögerungen bei der Nachbesetzung von vakanten Stellen führen und damit Planabweichungen verursachen. Durch den ergänzenden Erwerb von Vertragsarztsitzen in den kommenden Jahren könnte das Leistungsangebot des MVZ erweitert werden. Durch die Nutzung von Synergieeffekten und Optimierungsmaßnahmen sollen Abläufe in der Abrechnung und die Leistungsdokumentation verbessert werden. Im MVZ-Fachbereich Strahlentherapie wird hierzu 2023 ein neues Management- und Abrechnungssystem implementiert. Bestandsgefährdende Risiken und Entwicklungen des Medizinischen Versorgungszentrums sind der Geschäftsführung nicht bekannt. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Siehe Maßnahmen Klimaschutz und Nachhaltigkeit Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH. Kurzbilanz 2022 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 103.996 6.850 0 0 910.281 8.317 0 1.029.444 A. B. C. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Gewinnvortrag Jahresüberschuss Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten 25.000 602.943 29.766 657.709 18.300 353.435 1.029.444 178 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | MVZ Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2019 bis 2023 in T€ 2019 2020 2021 2022 Plan 2022 1) Plan 2023 1) 1. Umsatzerlöse +7.786 +7.022 +10.188 +9.483 +10.312 +9.007 2. Sonstige betriebliche Erträge +6 +169 +1.095 +10 +168 +77 3. Materialaufwand -5.926 -5.030 -8.588 -6.736 -7.727 -5.929 4. Personalaufwand -1.317 -1.611 -2.008 -2.137 -2.024 -2.411 5. Abschreibungen -16 -65 -64 -64 -65 -63 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -520 -456 -589 -520 -625 -650 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +1 +1 +1 +1 +1 +1 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen +0 -6 -7 -7 +0 -6 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +0 +0 +0 +0 +0 +0 10. Ergebnis nach Steuern +14 +24 +27 +30 +40 +28 11. Sonstige Steuern +0 +0 +0 +0 +0 +0 12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +14 +24 +27 +30 +40 +28 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“ eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2019 2020 2021 2022 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 21.2 23,7 10,4 10,8 2. Umlaufintensität (in %) 78,8 76,3 86,6 89,2 3. Investitionen (in T€) 320 0 0 0 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 40,4 59,7 37,3 63,9 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 190,1 251,6 358,7 593,4 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) +0,2 +0,3 +0,3 +0,3 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) +2,4 +4,0 +4,3 +4,5 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +1,0 +3,0 +2,0 +3,5 4. Kostendeckung (in %) 100,1 98,0 90,5 100,2 5. Cash-Flow (in T€) 30 89 91 94 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 16,9 22,5 17,8 22,6 2. Personalaufwand je Mitarbeitende (in €) 165.869 148.928 143.556 145.796 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. afka | Stadtkämmerei | 179 32. Arbeitsförderung Karlsruhe gGmbH (afka) Kontaktdaten Daimlerstraße 8, 76185 Karlsruhe Telefon: 0721 97246-0 Fax: 0721 755160 info@af-ka.de Gründung 5. Juli 1988 Unternehmensgegenstand Die vorübergehende Beschäftigung und Betreuung von sozial benachteiligten, insbesondere jungen Menschen mit dem Ziel, ihre Vermittlungsfähigkeit auf dem freien Arbeitsmarkt zu erhöhen oder sie für eine Ausbildung zu befähigen (GV in der Fassung vom 8. September 2020). Geschäftsführung Ariane Neumann Gesellschafter Stadt Karlsruhe Anteile Stammkapital 100 % = 52.000 € Aufsichtsrat BM Martin Lenz (Vorsitz) StRin Dr. Iris Sardarabady (stellv. Vorsitz, ab 22.06.2022) StRin Karin Binder Stefan Glause Daniel Gräber Dietmar Heiden StRin Yvette Melchien StR Dr. Thomas Müller StR Niko Riebel StRin Leonie Wolf Beratende Mitglieder Brigitte Dorwarth-Walter, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer Karlsruhe Frau Wencke Kirchner, Geschäftsbereichsleiterin Aus- und Weiterbildung Herr Andreas Reifsteck, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft der Region Karlsruhe Herr Daniel Stutzmann, Betriebsratsvorsitzender bis 31.05.2022 Frau Meike Durm, Betriebsratsvorsitzende ab 01.06.2022 Beteiligung (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 2,9 4,0 3,2 3,2 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfung Der Jahresabschluss 2022 wurde vom Rechnungsprüfungsamt der Stadt Karlsruhe geprüft. 180 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | afka Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 4) 5) 2019 2020 2021 2022 Beschäftigte 1,77 1,77 1,77 1,32 Beamte 3,00 3,00 3,00 1,92 Gesamtbelegschaft 4,77 4,77 4,77 3,24 Auszubildende - - - 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten/Beamten 5) Ohne geförderte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Leistungszahlen 2019 bis 2022 2019 2020 2021 2022 1. Zahl der Arbeitsplätze a) Ungefördert sozialversicherungspflichtig 20,63 22,25 21,67 21,17 b) Gefördert sozialversicherungspflichtig (ABM u. a.) 53,13 60,09 57,49 64,67 c) Zusatzjobs (Mehraufwandsentschädigung) 15,58 14,83 12,16 11,75 d) Sonderprogramm „Beschäftigungsförderung Stadt KA“ 85,53 90,08 82,33 90,75 Gesamtzahl (Summe a bis d) 174,87 186,25 173,65 188,34 2. Bei Clearingstelle vorsprechende Personen a) Erstgespräche 19 20 20 21 b) Beratungsgespräche 511 486 417 310 3. Vermittlungsquote (1. Arbeitsmarkt in %) aus AFB-Zeitverträgen 37,5 35,29 36,84 11,1 aus AFB-Zusatzjobs 0 7,69 20,00 3,9 Finanzielles Engagement des Gesellschafters Stadt Karlsruhe und sonstiger öffentlicher Kassen 2019 bis 2022 in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Stadt Karlsruhe Pauschaler Zuschuss 1) 1.615 1.615 1.615 1.615 Zuschuss Beschäftigungs- und Ausbildungsinitiative ( BAI) 199 199 199 199 Beschäftigungsförderung Stadt Karlsruhe 127 131 146 157 Freiwillige Zuwendungen im Rahmen der Sozial- und Jugendhilfe 2) 668 916 979 1.029 Verlustabdeckung - - - 46 Stadt Karlsruhe zusammen 2.608 2.861 2.939 3.046 2. Agentur für Arbeit 3) 650 676 588 583 3. Sonstige Stellen (wie EU) 275 318 468 427 Gesamt 3.533 3.855 3.995 4.056 1) Inklusive Zuschuss für arbeitstherapeutischer Montagebetrieb Hertzstraße 12 2) Findet nur teilweise Eingang in Gewinn- und Verlustrechnung (GuV), inkl. Schulsozialarbeit, AV-Dualbegleitung etc. 3) Findet nur teilweise Eingang in Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) afka | Stadtkämmerei | 181 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2022 Zur Beurteilung der geförderten Beschäftigung sind die Daten des Arbeitsmarktes im Stadtkreis Karlsruhe und insbesondere die Daten zur Grundsicherung für Arbeitssuchende nach SGB II (Hartz IV) wichtig, da die afka- Beschäftigungsangebote zu 95 % von SGB II-Kunden in Anspruch genommen werden. Durch die Corona-Pandemie fiel die Arbeitslosenquote im Stadtkreis Karlsruhe von 4,8 % im Jahresdurchschnitt 2021 auf 4,2 % im Jahresdurchschnitt 2022. Die Arbeitslosenzahlen reduzierten sich von 8.128 Personen im Jahresdurchschnitt 2021 auf 7.152 Personen im Jahresdurchschnitt 2022 um 12 % (= 976 Personen). Im Rechtskreis SGB II war mit 4.466 Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt 2022 gegenüber dem Vorjahr mit 4.724 Arbeitslosen eine Reduzierung um 258 Personen (= 5,5 %) zu verzeichnen. Seit Bestehen der afka wird das gesamte Maßnahmenangebot jedes Jahr mindestens zu 80 % mit öffentlichen Mitteln bezuschusst. Das Jahr 2022 wurde mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von rund 45 T€ abgeschlossen. Ausblick Größter Zuschussgeber ist die Stadt Karlsruhe, deren Betriebskostenzuschuss in Höhe von 1.814 T€ im Jahr 2023 rund 40 % der wirtschaftlichen Gesamtleistung ausmachen wird. Die afka erwartet, aufgrund bereits bewilligter Maßnahmen und Projekte, im Jahr 2023 mehr als 660 T€ Fördermittel der Bundesagentur für Arbeit zu vereinnahmen. Hierzu zählen die Coachingmaßnahme „BESTÄRKEN“, 23 bereits bewilligte Zeitverträge, die über das Teilhabechancengesetz gefördert werden, und 15 Arbeitsgelegenheiten nach § 16 d SGB II. Die Trägerpauschalen für Arbeitsgelegenheiten nach § 16 d SGB II mit bis zu 190 Euro pro Platz und Monat decken die tatsächlichen Aufwendungen für Anleitungspersonal, sozialpädagogische Betreuung und Zusatzkosten für die Arbeitssicherheit nicht. Auch im Jahr 2023 wird die afka Fördermittel des Landes Baden-Württemberg und Fördermittel aus dem Europäischen Sozialfonds akquirieren und rechnet mit rd. 427 T€ zur Kofinanzierung der Projekte „Bleib dran plus“, „Durante“, „PIAzA“, „Wegweiser in Arbeit“ sowie zur Kofinanzierung der ESF-Geschäftsstelle. Zu Jahresbeginn neu hinzugekommen ist das Projekt „match and win“. Im Bereich Schulsozialarbeit werden die vorhandenen Angebote an den elf Berufsschulen fortgeführt. Hier sind die Personalkostenerstattungen durch die Stadt Karlsruhe sichergestellt. Weitere wichtige Einnahmeposten sind die Kostenersätze der Werkstätten. Allerdings ist durch die schwächer werdenden Teilnehmenden und die derzeit unbesetzten Stellen unklar, welche Aufträge angenommen werden können. Größter Block auf der Ausgabenseite bleibt auch 2023 der Personalaufwand mit rd. 4.245 T€, der voraussichtlich ca. 90 % des wirtschaftlichen Umsatzes ausmacht. Das Unternehmen rechnet in 2023 mit einem Ergebnis von - 529 T€. Risiken Für die afka stellt es immer ein Risiko dar, wenn Fördermittel wegbrechen. Trotz der Vielzahl an bereits bewilligten Projekten und Förderzusagen für Zeitverträge im Jahr 2023 befürchtet die afka wegen der anstehenden Tarifverhandlungen erhebliche Mehrkosten. Die Kostenersätze der Werkstätten sind schwer zu kalkulieren, da viele Teilnehmende aufgrund vielfältiger gesundheitlicher Einschränkungen zu den Risikogruppen zählen und nur bedingt einsatz- und arbeitsfähig sind. Aus diesem Grund ist auch die Nachbesetzung frei gewordener Teilnehmer*innenplätze aktuell schwierig. 182 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | afka Ein weiteres Risiko ist die Akquise von Fachpersonal insbesondere im handwerklichen Bereich. Sollte es nicht gelingen, geeignetes qualifiziertes Anleitungspersonal für die Werkstätten zu bekommen, ist mit Einnahmeverlusten bei den Werkstatterlösen und bei den Fördermitteln zu rechnen. Klimaschutz und Nachhaltigkeit In Kooperation mit der städtischen KEK - Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH führt die afka regelmäßig Energieaudits durch und setzt die Anregungen und Hinweise, soweit finanziell möglich, um. Nachhaltigkeit fördert die afka insbesondere in ihren Gewerken Bär29, Schneiderei und Fahrradwerkstatt. Die afka betreibt ein Second-Hand-Möbelladen Bär29, der Möbelspenden abholt, diese aufbereitet und nach Verkauf im Stadtgebiet auch wieder ausliefert. Außerdem werden gespendete Kleidung und die Produkte aus den anderen Gewerken verkauft. In der Schneiderei werden gespendete Stoffe wie alte Bettwäsche, Vorhänge u. v. m. zu verschiedenen Produkten weiterverarbeitet: Handtaschen, Tortenbehälter, Topflappen oder Kinderturnsäckchen werden je nach Fähigkeiten der Teilnehmenden hergestellt. Die Fahrradwerkstatt nimmt seit Jahren gespendete Fahrräder an. Entweder werden sie direkt gebracht oder sie werden bei Wohnungsgesellschaften und Wohnungseigentümergemeinschaften auf Anforderung abgeholt. Aus „drei mach‘ eins“ ist das Motto. Im Rahmen der Beschäftigungsprojekte werden die alten Fahrräder auseinandergebaut. Entweder können sie wiederaufbereitet und dann verkauft werden oder sie werden fachgerecht nach Materialien getrennt und entsorgt. Kurzbilanz 2022 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 19.423 67.559 15.405 1.368.317 51.420 15.690 1.537.814 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Gewinnrücklage Bilanzverlust Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 52.000 836.824 -46.462 843.858 160.536 534.915 0 1.537.814 afka | Stadtkämmerei | 183 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2019 bis 2023 in T€ 2019 2020 2021 2022 Plan 2022 1) Plan 2023 1) 1. Umsatzerlöse Pauschaler Zuschuss Stadt Karlsruhe 2) +1.814 +1.814 +1.814 +1.814 +1.723 +1.774 Beschäftigungsförderung Stadt Karlsruhe +126 +131 +146 +157 +124 +139 Zuschüsse Agentur für Arbeit +505 +580 +542 +583 +564 +660 Zuschüsse Land Baden-Württemberg +145 +164 +172 +270 +216 +141 Zuschüsse Europäischer Sozialfond +112 +129 +256 +158 +83 +129 Kostenersatz Werkstätten +496 +476 +475 +476 +477 +439 Sonstige Zuschüsse u. a. Schulsozialarbeit +495 +712 +827 +1.029 +980 +1.254 Gesamt +3.693 +4.012 +4.232 +4.487 +4.167 +4.536 2. Sonstige betriebliche Erträge +16 +17 +39 +43 +15 +26 3. Materialaufwand -119 -120 -129 -114 -112 -121 4. Personalaufwand -3.029 -3.470 -3.549 -3.712 -3.932 -4.245 5. Abschreibungen -34 -54 -27 -42 -34 -30 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -574 -576 -642 -713 -606 -699 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +8 +7 +6 +5 +4 +4 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen +0 +0 +0 +0 +0 +0 9. Ergebnis nach Steuern -41 -190 -69 -46 -498 -529 10. Sonstige Steuern +0 +0 +0 +0 +0 +0 11. Jahresabschluss/-fehlbetrag -41 -190 -69 -46 -498 -529 12. Rücklageneinstellung(-)/-entnahme(+) +41 +190 +69 2) +498 +529 13. Bilanzgewinn +0 +0 +0 +0 +0 +0 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht 2) Ausgleich des Defizits erfolgt über Verlustabdeckung der Stadt Karlsruhe Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2019 2020 2021 2022 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 5,6 4,2 5,9 5,7 2. Umlaufintensität (in %) 88,7 90,4 89,2 94,3 3. Investitionen (in T€) 30 31 49 41 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 72,3 59,7 59,3 54,8 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 1.280,9 1.434,8 1.003,6 968,4 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) -1,1 -4,7 -1,6 -1,0 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) -3,6 -19,8 -7,8 -5,5 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) -2,6 -11,8 -4,6 -3,0 4. Kostendeckung (in %) 101,3 94,8 97,2 97,8 5. Cash-Flow (in T€) -6,9 -135,7 -42,4 -5,8 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 83,1 82,1 81,5 80,9 2. Personalaufwand je Mitarbeitende (in €) 1) 52.316 53.513 57.000 54.662 1) Unter Berücksichtigung der gefördert sozialversicherungspflichtigen Mitarbeitenden. Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. 184 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | KEK 33. KEK – Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH Kontaktdaten Hebelstraße 15, 76133 Karlsruhe Telefon: 0721 48088-0 Fax: 0721 48088-19 info@kek-karlsruhe.de www.kek-karlsruhe.de Gründung 3. Juni 2009 Unternehmensgegenstand Förderung von Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen (GV vom 12. Mai 2009). Geschäftsführung Dirk Vogeley Gesellschafter Stadt Karlsruhe Stadtwerke Karlsruhe GmbH Anteile Stammkapital 50 % = 50 % = 12.500 € 12.500 € 100 % = 25.000 € Aufsichtsrat In der Gesellschaft ist kein Aufsichtsrat vorgesehen. Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Geschäftsbesorgungsvertrag mit der Stadtwerke Karlsruhe GmbH vom 1. Juni 2009 Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge der Gesellschafterversammlung 2) 2) 2) 2) 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aufwandsentschädigungen Finanzielles Engagement der Mitgesellschafterin Stadt Karlsruhe 2019 bis 2022 in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Betriebsmittelzuschuss Stadt Karlsruhe 250 300 235 250 2. Zuschuss Stadt Karlsruhe (Projekt Stromsparpartner) 79 79 79 79 3. Zuschuss Stadt Karlsruhe (Projekt Kühlgerätetausch) 60 60 60 60 4. Zuschuss Stadt Karlsruhe (Projektfonds) - - 150 138 Zusammen 389 439 524 527 Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2022 wurde von der Baker Tilly GmbH & Co.KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Niederlassung Stuttgart geprüft. KEK | Stadtkämmerei | 185 Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2019 2020 2021 2022 Beschäftigte 4) 13,9 13,9 17,1 22,0 Beamte 4) - - - - Gesamtbelegschaft 13,9 13,9 17,1 22,0 Auszubildende - - - - 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte. 4) Einschließlich der von der Stadt Karlsruhe abgeordneten Beschäftigten. Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2022 Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2022 einen Jahresüberschuss in Höhe von 239 T€ (Vj. 132 T€) erzielt und damit eine positive Planabweichung zum geplanten Jahresüberschuss des Wirtschaftsplans 2022 (15 T€) in Höhe von 224 T€. Das Ergebnis resultiert erlösseitig im Wesentlichen aus den um 569 T€ gestiegenen Umsatzerlösen aus Projekttätigkeiten, den erhaltenen Grundzuschüssen der beiden Gesellschafterinnen Stadt Karlsruhe sowie Stadtwerke Karlsruhe GmbH in Höhe von 454 T€ (Vj. T€ 440) sowie aus Zuschüssen für Projekte in Höhe von 74 T€ (Vj. 74 T€). Die Materialkosten sind gegenüber dem Vorjahr um 204 T€ auf 380 T€ sowie projektbedingt die Personalkosten um 379 T€ auf 1.665 T€ gestiegen. Darüber hinaus erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (323 T€; Vj. 258 T€), während sich gegenläufig die Abschreibungen (29 T€; Vj. 58 T€) verringerten. Die Entwick- lung des Material- und Personalaufwands folgt im Wesentlichen der projektbedingt gestiegenen Entwicklung der Umsatzerlöse sowie der sonstigen betrieblichen Erträge. Ausblick Die KEK erwartet im kommenden Geschäftsjahr 2023 ein positives Jahresergebnis in Höhe von 24 T€. Dabei verfolgt die Gesellschaft das Ziel, die erwirtschafteten Finanzierungsüberschüsse in Klimaschutzprojekte zu reinvestieren. Gleichzeitig haben die Gesellschafter ihre Bereitschaft erklärt, der KEK im Rahmen der Haushalts- und Budgetplanung der Stadt projektbezogene Finanzmittel zur Verfügung zu stellen, die die KEK in die Lage versetzt, künftige Eigenanteile von Förderprojekten im gemeinwirtschaftlichen Bereich abzudecken und den Aufgabenschwerpunkt weiterhin auf Projekte des Zweckbetriebes zu legen. Die Finanzierung der Gesellschaft ist bei Aufrechterhaltung der Grundzuschüsse in dem von der Gesellschafterversammlung beschlossenen Rahmen sowie durch Zusicherung projektbezogener Zuschüsse gesichert. Corona-bedingte Einschränkungen der persönlichen Kontakte haben sich nur noch in geringem Umfang auf die Projekte der KEK ausgewirkt. Die durch die Energiepreiskrise stark erhöhte Nachfrage nach Präsenzveranstaltungen und Vor-Ort-Beratungen konnte durch andere Beratungsformate (Telefon, Online, stationäre Beratungen) weitgehend aufgefangen werden. Risiken Der Fortbestand der Gesellschaft hängt mittel- und langfristig davon ab, dass die beiden Gesellschafterinnen Stadt Karlsruhe und Stadtwerke Karlsruhe GmbH in ausreichendem Umfang Kapital für Umwelt- und klimaschutzrelevanten Projekten zur Verfügung stellen. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Zweck der Gesellschaft ist die Förderung von Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen. Insbesondere sollen der Verbrauch von Energie reduziert, die Energieeffizienz gesteigert und der Einsatz regenerativer Energien gefördert werden. Im Sinne des Gesellschaftszwecks initiiert, fördert, operiert und beteiligt sich die Gesellschaft 186 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | KEK insbesondere auf den Gebieten Netzwerkbildung und –betreuung, Realisierung von Pilotprojekten, kompetente Vermittlung von Know-How, Beratung, Konzeptentwicklung, Transfer von Wissenschaft zur Praxis sowie Bewusstseinsbildung durch Informations- und Öffentlichkeitsarbeit. Die Gesellschaft betreibt seit 2011 ein freiwilliges Umweltmanagementsystem nach der europäischen EMAS- Verordnung. UMS und Umweltbericht werden jährlich von einem Umweltgutachter validiert und verifiziert. Der Umweltbericht steht öffentlich zur Verfügung: http://www.kek-karlsruhe.de/ueber-uns/umweltmanagement. Kurzbilanz 2022 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 0 48.164 0 198.298 138.125 548.434 14.566 947.587 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Gewinnvortrag Jahresüberschuss Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 25.000 254.552 238.983 518.535 352.926 76.126 0 947.587 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2019 bis 2023 in T€ 2019 2020 2021 2022 Plan 2022 1) Plan 2023 1) 1. Umsatzerlöse +666 +754 +1.380 +1.949 +1.189 +1.601 2. Bestandserhöhung an fertigen Erzeugnissen -50 -39 +5 +142 +86 -59 3. Sonstige betriebliche Erträge +528 +579 +533 +528 +1.100 +1.166 4. Materialaufwand -127 -107 -176 -380 -370 -361 5. Personalaufwand -877 -917 -1.286 -1.665 -1.698 -1.951 6. Abschreibungen -16 -28 -58 -28 -30 -30 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -197 -200 -258 -323 -262 -342 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +0 +0 +0 +19 +0 +0 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -5 -5 -6 -1 +0 +0 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2 -1 -1 -1 +0 +0 11. Ergebnis nach Steuern -80 +36 +133 +240 +15 +24 12. Sonstige Steuern -1 -1 -1 -1 +0 +0 13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -81 +35 +132 +239 +15 +24 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. KEK | Stadtkämmerei | 187 Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2019 2020 2021 2022 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 11,7 10,7 7,4 5,1 2. Umlaufintensität (in %) 84,1 87,1 89,4 93,4 3. Investitionen (in T€) 4 40 56 36 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 42,1 36,8 50,9 54,7 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 360,5 342,9 686,2 1.076,6 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) -12,2 +4,6 +9,5 +12,3 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) -71,8 +23,6 +47,1 +46,1 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) -28,4 +10 +25,1 +25,4 4. Kostendeckung (in %) 54,4 59,9 77,3 81,3 5. Cash-Flow (in T€) -65 +63 +190 +269 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 71,7 72,8 72,0 69,4 2. Personalaufwand je Mitarbeitende (in €) 63.125 65.965 75.420 75.671 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. 188 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | KEK Wirtschaft, Freizeit und Sport 190 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | KMK 34. Karlsruher Messe- und Kongress GmbH Kontaktdaten Festplatz 9, 76137 Karlsruhe Fax: 0721 3720-2116 Telefon: 0721 3720-0 info@kmkg.de www.messe-karlsruhe.de Gründung 27. September 1950 Unternehmensgegenstand Durchführung von Messen, Ausstellungen, Kongressen, Tagungen, Versammlungen, Kundgebungen sowie kulturellen, sportlichen, unterhaltenden und sonstigen Veranstaltungen. Vermietung und Verpachtung städtischer Hallen. Betrieb der Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co.KG. Geschäftsführung Britta Wirtz Gesellschafter Stadt Karlsruhe Anteile Stammkapital 100 % = 3,1 Mio. € Aufsichtsrat EB Gabriele Luczak-Schwarz (Vorsitz) StR Thorsten Ehlgötz (stellv. Vorsitz bis 30.6.22) StR Renate Rastätter (stellv. Vorsitz ab 01.7.22) Bernd Belschner Sonja Döring StR Detlef Hofmann Prof. Dr. Jürgen Morlok StR Christine Weber Jan Wettach StR Michael Zeh LR Dr. Christoph Schnaudigel Beteiligungen (mindestens 25 %) Messe Karlsruhe GmbH Anteile Stammkapital 100 % = 130.000 € Wichtige Verträge Pachtvertrag mit der Stadt Karlsruhe über die Tiefgarage am Festplatz. Pachtvertrag mit der Stadt Karlsruhe über die städtischen Hallen am Festplatz. Facility Management-Vertrag mit der Volkswohnung Bauträger- und Verwaltungs-GmbH (jetzt: Volkswohnung Service GmbH). Personalgestellungsvertrag mit der Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co.KG. Mietvertrag mit der Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG über die Anmietung der Messe auf 29 Jahre. Bewirtschaftungsvertrag mit der GAULS Catering GmbH & Co. KG über die Erbringung von Gastronomieleistungen für sämtliche ausgewiesenen Innen- und Außenstandorte. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 16 16 16 17 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfung Der Jahresabschluss 2022 wurde von Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Niederlassung Karlsruhe, geprüft. KMK | Stadtkämmerei | 191 Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 2019 2020 2021 2022 Angestellte/Beschäftigte 136,2 140,4 143,8 149,9 Beamte 1) 0,0 0,0 0,0 0,0 Gesamtbelegschaft 2) 136,2 140,4 143,8 149,9 Davon aktive Mitarbeiter 132,1 135,2 136,9 139,6 Davon passive Mitarbeiter 3) 4,1 5,2 6,9 10,3 Nicht voll beschäftigtes Garderobenpersonal 3,0 3,0 3,0 2,0 Auszubildende 14,0 15,0 12,0 19,0 1) Einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten. 2) In 2018 sind hierin 38 Teilzeitbeschäftigte enthalten. In den Vorjahren waren dies 33 (2017), 26 (2016) 3) Altersteilzeit, Elternzeit, Erziehungsurlaub, Beurlaubte Finanzielles Engagement der Stadt Karlsruhe von 2019 bis 2022 in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Verlustausgleich/Budget 11.047 14.758 19.268 11.584 2. Abdeckung Verlustvortrag 0 0 0 0 3. Weitere Veranstaltungszuschüsse 0 0 0 0 Zusammen 11.047 14.758 19.268 11.584 Leistungszahlen 2019 bis 2022 2019 2020 2021 2022 1. Zahl der Veranstaltungen Eigenveranstaltungen 13 4 5 12 Gastveranstaltungen 233 132 163 196 Zusammen 249 136 168 208 2. Anzahl der Besucher und Teilnehmer Regional 249.393 112.304 412.420 152.767 Überregional 481.548 105.394 105.763 262.580 Zusammen 793.814 217.698 518.183 415.347 3. Anzahl der Aussteller Inland 7.692 1.952 1.608 4.139 Ausland 643 287 218 749 Zusammen 7.921 2.239 1.826 4.888 4. Saalbelegungen (Belegungstage) 3.713 1.851 2.177 2.839 5. Umschlagshäufigkeit am Standort Neue Messe 13,94 4,31 5,79 9,69 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2022 Die Gesellschaft weist für das Geschäftsjahr 2022 ein Jahresergebnis von -11,6 Mio. € aus. Davon entfallen auf die Standorte Messe und Festplatz -11,0 Mio. € bzw. -0,6 Mio. €. Nach wiederholten Verbotsverfügungen im ersten Quartal 2022 erfolgte ab dem zweiten Quartal 2022 eine Wiederbelebung des Veranstaltungsgeschehens. Mit der Errichtung einer umfangreichen Infrastruktur in der dm- arena zur Unterbringung von Geflüchteten leistete die Gesellschaft zu Jahresbeginn erneut gesellschaftlich relevante Aufgaben in Krisenzeiten. Durch die erfolgreiche Umsetzung des Sommerfahrplans, der Vielzahl an durchgeführten Messen, dem sich erholenden Kongressgeschäft sowie infolge der Durchführung der 192 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | KMK 11.Vollversammlung des ökumenischen Rats wurde nach dem Jahr 2019 der zweithöchste Umsatz seit Bestehen der Gesellschaft erreicht. Diagramm: Entwicklung der Jahresfehlbeträge 2013 bis 2022 in Mio. € Hohe Fixkosten aus dem Mietvertragsverhältnis mit der Neuen Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG (NMK) sowie weitere Instandhaltungsverträge belasten weiterhin das Ergebnis der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH. Besonders die vertragliche Verpflichtung zur Übernahme der Instandhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen für die Messe sowie die Umsetzung von Maßnahmen zur Gewährleistung der Betriebs- und Veranstaltungssicherheit bedingen zukünftige Vorsorge für erhöhten Finanzbedarf. Ausblick Der im November 2022 durch den Aufsichtsrat genehmigte Wirtschaftsplan 2023 geht von einer weiteren Durchführung des Sommerfahrplans auch im Jahr 2023 aus. Die Stabilisierung des Bestandsportfolios, ergänzt um digitale Angebote, sind zentrale Handlungsschwerpunkte. Die Gestellungskosten insgesamt für die Veranstaltungen sind gegenüber dem Vor-Corona Niveau massiv gestiegen und belasten damit die Deckungsbeiträge. Mehraufwendungen für Energie führen zu einer zusätzlichen Ergebnisbelastung und damit zu einem geplanten Jahresfehlbetrag von 18,5 Mio. € für das Jahr 2023. Mit nachhaltigen Gegensteuerungsmaßnahmen wie z. B. einem striktem Kostenmanagement stemmt sich die Geschäftsführung gegen diese Ergebnisentwicklung. Infolge der positiven Stimmung am Markt, der im Vorjahr gebildete Drohverlustrückstellung, den positiven Preiseffekten beim Neuabschluss des Vertrags über die Beschaffung des geplanten Ökostromkontigents und der angepassten Ausgabenpolitik geht die Gesellschaft derzeit davon aus, dass der Wirtschaftsplan 2023 eingehalten werden kann. Risiken Die anhaltend hohe Inflation und der damit verbundene Kostendruck, der Fachkräftemangel in Verbindung mit einem umkämpften Arbeitnehmermarkt bei überdurchschnittlichen Tarifabschlüssen werden sich weiterhin auf die Geschäftstätigkeit auswirken. Um auf Dauer ein attraktiver Veranstaltungsort zu sein, hat der Aufsichts- und Gemeinderat bereits vor rund acht Jahren ein Modernisierungskonzept für die Stadthalle (Eigentümerin Stadt Karlsruhe) beschlossen. Mit der Sanierung wurde im Juli 2017 begonnen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt geht die Gesellschaft gemäß aktuellem -12,9 -11,2 -11,4 -10,2 -11,2 -12,0 -11,0 -20,8 -13,2 -11,6 -25,0 -20,0 -15,0 -10,0 -5,0 0,0 2013201420152016201720182019202020212022 Jahr KMK | Stadtkämmerei | 193 Bauzeitenplan mit einer Nutzung der Stadthalle mit zunächst nichtöffentlichen Formaten im ersten Halbjahr 2025 und sodann öffentlichen Formaten bis zum Jahrsende 2025 aus. Im Jahr 2026 wird erstmals mit einem ganzjährigen Veranstaltungsbetrieb geplant. Zu den weiteren wesentlichen Risiken zählen Folgeinvestitionen am Standort Messe sowie die Bereitstellung zeitgemäßer Infrastrukturen als Voraussetzung für die Durchführung wirtschaftlicher und für den Standort imagefördernder Veranstaltungen. Hinzu kommen ferner allgemeine Marktrisiken mit potenzieller Auswirkung auf das Portfolio. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Die Messe Karlsruhe hat sich der Nachhaltigkeit verpflichtet. Es wurde eine Nachhaltigkeitsvision und -strategie entwickelt, die die Führungsrunde und der Aufsichtsrat mit hoher Priorität beschlossen haben. Dabei bilden UN- Nachhaltigkeitsziele die Grundlage für die Nachhaltigkeitsstrategie der Messe Karlsruhe, welche ökologische, ökonomische und soziale Dimensionen umfassen. Die drei Handlungsfelder der Messe Karlsruhe „Nachhaltige Durchführung und Entwicklung von Veranstaltungen“, „Nachhaltige Gebäude und Infrastruktur“ und „Nachhaltiges Unternehmensmanagement/Verwaltungshandeln“ wurden in der Unternehmensstrategie verankert und mit dem Aufsichtsrat diskutiert. Nachhaltigkeit wird derzeit sowohl in die Unternehmenskultur als auch in die Unternehmens- und Strategieprozesse implementiert. Zudem führt die Messe Karlsruhe das Umweltmanagementsystem EMAS ein. In diesem Rahmen werden umweltrelevante Prozesse (z. B. Umstellung des Abfallmanagementsystems mit Einführung einer Wertstofftonne, Erstellung eines Gefahrstoffkatasters) dokumentiert, Ziele und Ergebnisse gemonitort. Kurzbilanz 2022 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 1.021.265 4.720.957 152.250 118.807 25.790.857 101.203 46.769 31.952.108 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Jahresfehlbetrag Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 3.100.000 20.451.675 -11.584.368 11.967.307 17.097.248 2.849.053 38.500 31.952.108 194 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | KMK Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2019 bis 2023 in T€ 2019 2020 2021 2022 1) Plan 2022 1) Plan 2023 1) 1. Umsatzerlöse +38.666 +17.444 +19.528 +36.789 +33.449 +37.777 2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen +31 -301 -115 +103 +0 +0 3. Sonstige betriebliche Erträge +1.339 +1.889 +7.006 +2.474 +1.485 +993 4. Aufwendungen für bezogene Leistungen -26.318 -17.102 -15.028 -25.360 -22.876 -25.616 5. Personalaufwand -11.005 -10.346 -11.124 -12.566 -13.293 -14.193 6. Abschreibungen -2.451 -2.211 -2.122 -1.351 -1.818 -1.731 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -11.442 -10.299 -11.461 -11.855 -11.792 -15.899 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +142 +142 +86 +187 +137 +130 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -8 -8 -7 -5 +0 +0 10. Ergebnis nach Steuern 11.047 -20.789 -13.237 -11.584 -14.708 -18.539 11. Sonstige Steuern +0 +0 +0 +0 +0 +0 12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -11.047 -20.789 -13.237 -11.584 -14.708 -18.539 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2019 2020 2021 2022 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 23,5 33,7 18,3 18,4 2. Umlaufintensität (in %) 76,5 66,3 81,7 81,6 3. Investitionen (in T€) 1.016 1.524 1.545 1.208 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 40,1 14,0 31,1 37,5 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 170,8 41,6 170,2 203,0 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) -28,6 -119,2 -67,8 -31,5 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) -88,3 -752,5 -128,3 -96,8 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) -35,4 -105,6 -39,9 -36,2 4. Kostendeckung (in %) 75,5 43,7 49,1 71,9 5. Cash-Flow (in T€) -8.586 -18.573 -11.115 -10.235 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 21,5 25,9 28,0 24,6 2. Personalaufwand je Mitarbeitende (in €) 80.808 73.686 77.375 83.811 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. Messe | Stadtkämmerei | 195 35. Messe Karlsruhe GmbH Kontaktdaten c/o Karlsruher Messe- und Kongress GmbH Festplatz 9, 76137 Karlsruhe Telefon: 0721 3720-0 Fax: 0721 3720-2116 info@kmkg.de www.messe-karlsruhe.de Gründung 31. Juli 1996 Unternehmensgegenstand Persönlich haftende Gesellschafterin (Komplementärin) der Kommanditgesellschaft Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG (NMK). In dieser Funktion übt sie die Geschäfte der NMK aus (GV in der Fassung vom 20. November 2001). Geschäftsführung Britta Wirtz Gesellschafter Karlsruher Messe- und Kongress GmbH Anteile Stammkapital 100 % = 130.000 € Aufsichtsrat Die Gesellschaft hat keinen Aufsichtsrat. Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft ist alleinige Komplementärin (ohne Einlage) der Neuen Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge der Gesellschafterversammlung 2) 2) 2) 2) 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfung Der Jahresabschluss 2022 wurde von Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Karlsruhe geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2022 Die Messe Karlsruhe GmbH ist Komplementärin der Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG. Sie übt keine operative Geschäftstätigkeit aus, sondern führt die Geschäfte der Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG. Für die Übernahme der Aufgaben bei der Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG erhält die Gesellschaft eine Vergütung. Für die Gestellung von Personal der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH an die Messe Karlsruhe GmbH zur Erledigung ihrer Aufgaben hat die Messe Karlsruhe GmbH Personalkostenersatz zu leisten. Ausblick Erträge sowie Aufwendungen werden in den Folgejahren auf gleichem Niveau erwartet. 196 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | Messe Risiken Aufgrund des ausschließlichen Gesellschaftszwecks der persönlich haftenden Gesellschafterin (Komplementärin) der Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG, ist die Messe Karlsruhe GmbH von der Entwicklung der Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG abhängig. Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht zu erkennen. Kurzbilanz 2022 in € Aktiva Passiva A. B. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 0 0 0 157.672 0 157.672 A. B. C. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Gewinnvortrag Jahresüberschuss Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten 130.000 20.977 71 151.048 4.200 2.424 157.672 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2019 bis 2023 in T€ 2019 2020 2021 2022 1) Plan 2022 1) Plan 2023 1) 1. Umsatzerlöse +0 +0 +0 +0 +0 0 2. Sonstige betriebliche Erträge +15 +15 +15 +16 +16 +16 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen -16 -16 -16 -17 -17 -17 4. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +1 +1 +1 +1 +1 +1 5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen +0 +0 +0 +0 +0 +0 6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +0 +0 +0 +0 +0 +0 7. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +0 +0 +0 +0 +0 +0 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan”; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2019 2020 2021 2022 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 0,0 0,0 0,0 0,0 2. Umlaufintensität (in %) 100,0 100,0 100,0 100 3. Investitionen (in T€) 0 0 0 0 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 95,8 96,3 96,0 95,8 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) - - - - III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) - - - - 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) +0,1 +0,1 +0,0 +0,0 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +0,1 +0,1 +0,0 +0,0 4. Kostendeckung (in %) - - - - 5. Cash-Flow (in T€) +0 +0 +0 +0 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) - - - - 2. Personalaufwand je Mitarbeitende (in €) - - - - Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. 197 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | NMK 36. Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG Kontaktdaten Festplatz 9, 76137 Karlsruhe Telefon: 0721 3720-0 Fax: 0721 3720-2106 info@kmkg.de www.messe-karlsruhe.de Gründung 31. Juli 2000 Unternehmensgegenstand Erarbeitung der Planung, Projektentwicklung, Finanzierung und Realisierung der Neuen Messe Karlsruhe auf dem Gelände des ehemaligen Verkehrslandeplatzes Karlsruhe-Forchheim zum Zwecke der anschließenden Vermietung an eine Messebetriebsgesellschaft. Geschäftsführung Die Geschäftsführung liegt bei der Messe Karlsruhe GmbH als persönlich haftende Gesellschafterin. Diese ist am Kapital der NMK nicht beteiligt und handelt durch ihre Geschäftsführung. Gesellschafter Stadt Karlsruhe Landkreis Karlsruhe Anteile Stamm-/ und Kommanditkapital 71,48 % = 28,52 % = 59,586 Mio. € 23,775 Mio. € 100,00 % = 83,361 Mio. € Gesellschafterversammlung OB Dr. Frank Mentrup (Vorsitz) Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Erbbaurechtsvertrag mit der Stadt Rheinstetten über das zu bebauende Grundstück (Laufzeit 99 Jahre). Mietvertrag mit der KMK über die Anmietung der Neuen Messe auf 29 Jahre. Personalgestellungsvertrag mit der Karlsruhe Messe und Kongress GmbH. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge der Gesellschafterversammlung 2) 2) 2) 2) 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfung Der Jahresabschluss 2022 wurde von Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Karlsruhe geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. 198 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | NMK Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2022 Die Gesellschaft schließt 2022 mit einem Jahresergebnis von -1.852 T€ (Vorjahr: -2.753 T€) ab. Wie in den Vorjahren bestand im Geschäftsjahr 2022 der Geschäftszweck in der Vermietung der Gebäude und Außenanlagen an die Karlsruher Messe- und Kongress GmbH. In diesem Zusammenhang wurde zu Jahresbeginn die umfangreiche Infrastruktur für die Übernahme gesellschaftlich relevanter Aufgaben in Krisenzeiten zur Verfügung gestellt. Zusätzlich befasste sich die Gesellschaft mit der Beseitigung von nach der Fertigstellung der Neuen Messe aufgetretenen Mängeln, der Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen und mit der Durchführung von Ertüchtigungs- und Ersatzmaßnahmen sowie Erweiterungsinvestitionen. Daneben erfolgte durch die Fa. Drees & Sommer eine neue baufachliche Bestandsanalyse für die Baukonstruktion und der technischen Anlagen sowie die damit verbundene Aktualisierung des Gutachtens für 15 Folgejahre. Nach der europaweiten Ausschreibung der ersten zentralen Gewerke für die Ertüchtigung der Multifunktionsfläche Ost wurden die Ausführungsleistungen schriftlich beauftragt. Es sind keine Verfahren mehr anhängig, an denen die Gesellschaft als Beklagte beteiligt ist. Ausblick Das Ergebnis für 2023 wird mit -1.096 T€ geplant. Zur Sicherung der bisher getätigten Investitionen führen nach fast 20 Jahren Messebetrieb notwendig gewordene Ersatzbeschaffungen zu hohen Ausgaben. Weitere Einflussfaktoren bleiben die hohen Abschreibungsbeträge für das Bestandsgebäude sowie die laufenden Aufwendungen für die Behebung von Baumängeln wegen unterlassener Maßnahmen beim Neubau. Insbesondere die bis zu einem endgültigen Gerichtsurteil nicht weiter aufschiebbaren Instandhaltungsarbeiten aus Baumängeln, wie zum Beispiel die Sanierung der Glasfugen, belasten das Ergebnis. Weitere Aufwendungen entstehen durch die geplanten Investitionen in die zukunftsorientierte Weiterentwicklung des Messegeländes, ergänzt um den Aspekt der energetischen Optimierung und der Umstellung auf eine nachhaltige Energieversorgung. Risiken Ziel ist es, den gut erhaltenen Gebäudezustand zu sichern und die Betriebsfähigkeit und die Betriebssicherheit der Messehallen des Messegeländes zu gewährleisten. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Die Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG hat sich klimafreundliches und nachhaltiges Handeln zum Ziel gesetzt. Die Gesellschaft setzt sich verstärkt für die energetische Optimierung des Geländes und die Umstellung auf eine nachhaltige Energie -und Wärmeversorgung ein. Bei Ausschreibungen wird Nachhaltigkeit als wesentliches Kriterium berücksichtigt. Die Stromerzeugung mittels Photovoltaik, die Konkretisierung der technischen Realisierung der Wärmeversorgung durch Grundwasser unter Nutzung der vorhandenen Brunneninfrastruktur sowie die Prüfung von Alternativen bezüglich der Umstellung von Erdgaswärmeerzeugung sind zentrale Handlungsschwerpunkte. Ergänzend hierzu werden weitere Untersuchungen zur Umsetzung von Photovoltaik vorgenommen. Zur Potenzialanalyse von Windkraft werden Messungen geplant. NMK | Stadtkämmerei | 199 Kurzbilanz 2022 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 61.796.896 1.173.073 1.228.441 0 64.198.410 A. B. C. D. E. Eigenkapital Kommanditkapital Variables Kapital Buchmäßiges Eigenkapital Sonderposten für Investitionszuschüsse Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 83.361.028 -39.880.604 43.480.424 9.610.618 2.570.000 8.537.368 0 64.198.410 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2019 bis 2023 in T€ 2019 2020 2021 2022 Plan 2022 1) Plan 2023 1) 1. Umsatzerlöse +4.247 +4.247 +4.247 +4.247 +4.247 +4.247 2. Sonstige betriebliche Erträge +1.805 +1.960 +4.259 +3.002 +3.643 +2.334 3. Abschreibungen -4.524 -4.524 -4.524 -4.490 -4.785 -2.411 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.695 -3.718 -6.183 -4.179 -4.620 -2.307 5. Zinsen und ähnliche Erträge +404 +31 +27 +15 +5 +15 6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -295 -266 -226 -95 -205 -429 7. Steuern von Einkommen und vom Ertrag +0 +0 +0 +0 +0 +0 8. Ergebnis nach Steuern -1.058 -2.270 -2.400 -1.500 -1.715 -1.449 9. Sonstige Steuern -353 -353 -353 -353 -353 -353 10. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -1.411 -2.623 -2.753 -1.852 -2.068 -1.096 11. Belastung variables Kapital Gesellschafter -31.241 -32.652 -35.275 -38.028 -38.028 -39.880 12. Variables Kapital -31.241 -32.652 -35.275 -39.880 -40.096 -40.976 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 200 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | NMK Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2019 2020 2021 2022 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 93,5 91,9 93,3 96,3 2. Umlaufintensität (in %) 6,5 8,1 6,7 3,7 3. Investitionen (in T€) 42 226 923 1.088 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 64,9 64,3 64,9 67,7 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 69,4 69,9 69,5 70,4 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) -33,2 -61,8 -64,8 -43,6 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) -2,8 -5,5 -6,1 -4,3 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) -1,4 -3,1 -3,6 -2,7 4. Kostendeckung (in %) 54,0 47,9 37,6 46,6 5. Cash-Flow (in T€) 5.1 vor Ertragsteuern +3.122 +1.901 +1.771 +2.638 5.2 nach Ertragsteuern +3.112 +1.901 +1.771 +2.638 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) - - - - 2. Personalaufwand je Mitarbeitende (in €) - - - - Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. KME | Stadtkämmerei | 201 37. KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH Kontaktdaten Alter Schlachthof 11b 76131 Karlsruhe Telefon: 0721 782045-0 Fax: 0721 782045-999 info@karlsruhe-event.de www.karlsruhe-event.de Gründung Die Gesellschaft ist entstanden infolge der Ausgliederung des Geschäftsbereichs „Das Fest“ aus dem Vermögen des Vereins „Stadtjugendausschuss e. V.“ nach Maßgabe des Spaltungsplans vom 16. Dezember 2009 und des Versammlungsbeschlusses vom 21. Januar 2010. Unternehmensgegenstand Die KME ist verantwortlich für die Konzeption, Vorbereitung, Durchführung und Weiterentwicklung von Marketing- und Eventaktivitäten, die im städtischen Interesse und im Rahmen der strategischen Gesamtaufstellung der Stadt Karlsruhe erforderlich sind. Vorrangiges Ziel ist die Steigerung des Bekanntheitsgrads der Stadt Karlsruhe sowie die Förderung ihres identitätsstiftenden Profils nach innen und außen. Weiterhin fördert die Gesellschaft den gesellschaftlichen Zusammenhalt, den interkulturellen Austausch sowie die Vernetzung lokaler, regionaler, nationaler und internationaler Partner (Gesellschaftsvertrag in der Fassung vom 03.06.2022). Geschäftsführung Martin Wacker Gesellschafter Stadt Karlsruhe Stadtjugendausschuss e. V. Anteile Stammkapital 95 % = 5 % = 475.000 € 25.000 € 100 % = 500.000 € Aufsichtsrat Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 10. Januar 2018 wurde ein Aufsichtsrat gebildet. OB Dr. Frank Mentrup (Vorsitz) StRin Renate Rastätter (stellv. Vorsitz, bis 30.06.2022) StR Detlef Hofmann (stellv. Vorsitz, ab 01.07.2022) StRin Christine Weber StRin Jorinda Fahringer StR Benjamin Bauer StRin Dr. Rahsan Dogan StRin Sibel Uysal StRin Irene Moser StR Thomas H. Hock Susane Trauth Jörg Lesser StRin Ellen Fenrich StR Lukas Bimmerle Marco Dawid Beteiligungen (mindestens 25 %): Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. 202 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | KME Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge der Gesellschafterversammlung/Aufsichtsrat 3) 4 3 3 4 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfung Der Jahresabschluss 2022 wird vom Rechnungsprüfungsamt der Stadt Karlsruhe geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3 ) 2019 6) 2020 2021 2022 Arbeiter 4) 0,00 0,00 0,00 0,00 Angestellte 4) 21,75 24,00 24,75 26,25 Beamte 4) 1,00 1,00 1,00 1,00 Gesamtbelegschaft 22,75 25,00 25,75 27,25 Auszubildende 3,00 2,75 0,25 1,00 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten Finanzielles Engagement der Stadt Karlsruhe von 2019 bis 2022 in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Verlustausgleich 0 0 0 0 2. Erhöhung Stammkapitalanteil 0 0 0 0 3. Konsumtive Zuschüsse 1) 3.396 3.612 3.982 4.964 4. Investive Zuschüsse 0 0 0 0 Zusammen 3.396 3.612 3.982 4.964 1) 2019 inkl. Zuschuss für die Abwicklung „Böllerfreier Schlossplatz (Silvester)“ i. H. v. 18.000 €. KME | Stadtkämmerei | 203 Leistungszahlen 2019 bis 2022 2019 2020 1) 2021 1) 2022 1. Besucherzahlen DAS FEST (inkl. DAS Vor-FEST) 246.000 - - 260.000 INIT INDOOR MEETING 5.000 5.000 0 1.000 SCHLOSSLICHTSPIELE 316.000 - o. A. 250.000 2) STADTWERKE EISZEIT 75.000 - 60.000 55.000 2) 2. Marketing Nutzer www.karlsruhe-erleben.de gesamt 408.000 438.000 460.000 560.000 Seitenaufrufe gesamt 1.346.000 1.516.000 1.469.000 1.558.000 Anzahl Follower gesamt 3) 145.000 o. A. 179.600 194.300 4) Reichweite (Personen, die Beitrag gesehen haben) o. A. o. A. 2.144.500 2.787.000 4) 3. Besucherfrequenz Innenstadt Flächenzählung Marktplatz 5) : FEST der SINNE STADTFEST KARLSRUHE Zählstelle Kaiserstraße Mitte 6) : FEST der SINNE STADTFEST KARLSRUHE keine Zählung + 50 % + 145 % keine Zählung keine Zählung keine Zählung + 10 % + 57 % + 29 % + 88 % + 40 % + 37 % + 114 % + 130 % 1) Aufgrund der Coronapandemie fanden im Jahr 2020 und 2021 die Veranstaltungen nicht oder eingeschränkt statt. 2) kürzere Laufzeit der Veranstaltung als in den Vorjahren 3) kumulierte Anzahl Follower aller von der KME verantworteten Social-Media-Kanäle (Facebook / Instagram) 4) Stand April 2023 5) Die prozentualen Werte beziffern die Steigerung der Besucherfrequenz auf dem Marktplatz durch die Veranstaltung im Vergleich zur durchschnittlichen Frequenz pro Woche. 6) Die prozentualen Werte beziffern die Steigerung der Besucherfrequenz in der Kaiserstraße während des Veranstaltungswochenendes im Vergleich zur durchschnittlichen Frequenz am Wochenende. Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2022 Die Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr 2022 u. a. aufgrund der Marktbelebung im Veranstaltungsbereich bei gleichzeitig erhöhten Eintrittspreisen für DAS FEST 2022 und gestiegenen Sponsoring-Erlösen sowie durch Nutzung von Einsparpotentialen im Aufwandsbereich insgesamt einen Jahresüberschuss in Höhe von rd. 37 T€ erwirtschaften. Das Geschäftsjahr 2022 war nach der globalen Coronapandemie wieder ein vollständiges Marketing- und Eventjahr und die KME schuf dafür Anlässe des Begegnens und des gemeinsamen Kulturerlebens. Das gesamte Veranstaltungsportfolio mit den Höhepunkten INIT INDOOR MEETING, Vor-FEST und DAS FEST, SCHLOSSLICHTSPIELE Light Festival. FEST der SINNE und Stadtfest Karlsruhe u.v.m. konnte umgesetzt werden. Die einsetzende Energiekrise sorgte für eine Veränderung zur WINTERZEIT, bei der eine Rollschuh- die Eisbahn ersetzte. Zudem wurde die Weihnachtsbeleuchtung in Umfang und Beleuchtungsdauer reduziert. Die bahnfreie Kaiserstraße wurde in diesem Jahr für temporäre Projekte und Veranstaltungen im Rahmen von „Bahn frei“ genutzt. Die einzelnen Projekte betrafen die Bereiche Kultur, Musik, Sport, mobile Möblierung und Begrünung bis hin zu Kunstinstallationen und Bemalung. Der Bereich Marketing setzte sämtliche Vermarktungsaktivitäten und Sponsoringtätigkeiten um. Daneben wurden weitere – veranstaltungsunabhängige – Projekte konzipiert und begleitet. Als nunmehr integrale Aufgabe der KME hat der Bereich Citymarketing neben den oben bereits beschriebenen Innenstadtveranstaltungen weitere Projekte im Jahr 2022 umgesetzt. Hervorzuheben sind hier auf die Innenstadt bezogene Marketingkampagnen (z.B. Advent) sowie die Betreuung des Webportals karlsruhe-erleben.de. Innerhalb des Förderprogramms „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ (ZIZ) erhält Karlsruhe Bundesfördermittel für das Projekt „Citytransformation“, welches insbesondere die Entwicklung innerstädtische Quartiere zum Inhalt hat. Die KME ist hierbei wesentlicher Kooperationspartner und übernimmt die operativen Kommunikationsmaßnahmen. Erste Maßnahmen wurden 2022 realisiert. 204 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | KME Ausblick Für die Veranstaltungsbranche sowie auch für die KME ist mit Eintritt der Energiekrise ein weiteres wichtiges Element zur Durchführung der eigenen Aufgaben und Veranstaltungen betroffen. Mit den bereits begonnenen Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsmaßnahmen insbesondere bei DAS FEST, SCHLOSSLICHTSPIELE und Stadtwerke WINTERZEIT verfügt die KME über ein Fundament, welches weiter ausgebaut werden soll und wird. Die Betonung und Beachtung dieser Aspekte nimmt zudem einen deutlich wichtigeren Stellenwert bei der Sponsoren- und Partnerakquise ein. Die Mehrzahl der Unternehmen investiert und engagiert sich nur bei Projekten, die besonderen Wert auf nachhaltige Aspekte legen. Geboten durch die finanziellen Entwicklungen, die Preissteigerungen allerorten bei gleichzeitigem Einspardruck aufweisen, muss sich die KME nach wie vor und weiterhin auf ihr Kerngeschäft und damit auf die unternehmerischen Stärken fokussieren. Risiken Die für das Jahr 2022 bereits vollzogenen Einsparungen der KME werden durch den aktuellen Prozess der Haushaltssicherung ab 2024/2025 mit noch weiteren Sparmaßnahmen zu ergänzen sein. Es besteht das Risiko, dass die Zuschüsse gekürzt werden und einige Projekte nicht umsetzbar sind. Parallel dazu ist anhand der derzeitigen Verhandlungen der Tarifvertragsparteien davon auszugehen, dass die tariflichen Vergütungen steigen werden. Die größere – monetäre – Wertschätzung und auch die Attraktivitätssteigerung als Arbeitgeber müssen noch stärker in den Fokus rücken, um die Suche und das Halten der Fachkräfte zu stärken. Zugleich birgt dies jedoch eine Kostensteigerung, die zu tragen ist. Weiterhin besteht nach wie vor das Risiko, von Unwetter- und / oder Gefährdungsereignissen betroffen zu sein. Auch Pandemien müssen nun als Risikofaktor genannt werden, die unmittelbar Auswirkungen auf Großveranstaltungen haben. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Für die KME sind die Aspekte Klimaschutz und Nachhaltigkeit von besonderer Bedeutung. Die Gesellschaft orientiert sich dabei an den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen. Die Verantwortung der KME für Nachhaltigkeit ist wörtlich in die KME-Strategie verankert. Weiterhin sind Offenheit, Toleranz und nachhaltiges Denken Basis des Handelns der KME. Mit besonderer Relevanz werden bei der KME zahlreiche Maßnahmen der Nachhaltigkeit verfolgt. So gibt es bei DAS FEST spezielle Konzepte für die Bereiche Müll, Pfand, Anreise, verwendete Materialien im Aufbau (wie beispielsweise Beschilderung), Printmedien, Einsatz lokaler Firmen, Umweltschutz der Anlage, Absprachen mit Sponsoren / Werbedarstellung der Sponsoren und im Bereich der gastronomischen Angebote. DAS FEST bezieht darüber hinaus über die Stadtwerke Karlsruhe aus Wasserkraft gewonnenen Naturstrom. Der Einsatz von fossilen Brennstoffen wird auf das Notwendigste begrenzt. Gleiches gilt bei den SCHLOSSLICHTSPIELEN, die darüber hinaus durch den gezielten Einsatz von Stromzählern ermitteln, in welchen Bereichen wie viel Strom benötigt wird, um dann gezielt Maßnahmen vornehmen zu können. Darüber hinaus wurde bei der KME im Geschäftsjahr 2022 verstärkt der Einsatz von Printprodukten kritisch hinterfragt und in Summe sowie bei Auflagen und Formatgrößen reduziert. Besucher*innen der KME-Veranstaltungen wird empfohlen mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Fahrrad anzureisen. Für die eigenen Mitarbeitenden bietet die KME seit September 2022 die Möglichkeit eines JobRadleasings an. KME | Stadtkämmerei | 205 Kurzbilanz 2022 Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 17.206 247.865 0 17.675 782.346 895.149 127.045 2.087.286 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Bilanzgewinn Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 500.000 9.656 509.656 681.972 777.960 117.698 2.087.286 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2019 bis 2023 in T€ 2019 2020 2021 2022 1) Plan 2022 Plan 2023 2) 1. Umsatzerlöse +6.297 +1.423 +1.411 +5.299 +4.329 +5.370 2. Bestandsveränderungen -13 +103 -110 +0 +0 +0 3. Sonstige betriebliche Erträge +3.773 +3.883 +4.565 +5.657 +5.341 +5.721 4. Materialaufwand -7.069 -2.936 -2.798 -7.292 -6.836 -7.736 5. Personalaufwand -1.897 -1.753 2) -1.981 -2.254 2) -1.985 -2.140 6. Abschreibungen -106 -90 -114 -125 -95 -110 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -893 -618 -884 -1.177 -754 -1.105 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +1 +3 +2 +7 +0 +0 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -13 -5 -87 -78 +0 +0 10. Ergebnis nach Steuern +79 +10 +4 +37 +0 +0 11. Sonstige Steuern +0 +0 +0 +0 +0 +0 12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +79 +10 +4 +37 +0 +0 13. Verlustvortrag -120 -41 -31 -27 14. Bilanzgewinn/-verlust -41 -31 -27 +10 +0 +0 1) vorbehaltlich der verbindlichen Prüfung und Feststellung des Jahresabschlusses 2022 2) inkl. Aushilfen und projektbezogen Beschäftigten (sind in den Planwerten unter Materialaufwand enthalten) 206 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | KME Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2019 2020 2021 2022 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 19,0 19,3 17,4 12,7 2. Umlaufintensität (in %) 77,4 76,5 80,0 81,2 3. Investitionen (in T€) 52 42 54 89 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 21,3 25,0 27,2 24,4 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 112,2 129,4 156,6 192,3 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) +1,3 +0,7 +0,3 +0,7 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) +17,2 +2,0 +0,9 +7,2 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +3,7 +0,5 +0,3 +1,8 4. Kostendeckung (in %) 63,2 26,4 24,4 48,9 5. Cash-Flow (in T€) nach Ertragssteuern +185 +99 +118 +162 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 1) 16,9 32,3 34,1 18,6 2. Personalaufwand je Mitarbeitende (in €) 1) 73.922 69.737 76.478 73.908 1) Bei der Berechnung der Kennzahlen wurden die Aushilfslöhne nicht berücksichtigt. Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. KTG | Stadtkämmerei | 207 38. KTG Karlsruhe Tourismus GmbH Kontaktdaten Kaiserstraße 72-74, 76133 Karlsruhe Telefon: 0721 602997-580 Fax: 0721 602997-900 pascal.rastetter@karlsruhe-tourismus.de www.karlsruhe-erleben.de Gründung Die Gesellschaft wurde durch Abspaltung des Geschäftsbereiches Tourismus von der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH gegründet. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 4. Juni 2014. Unternehmensgegenstand Konzeption, Organisation und Abwicklung des Karlsruher Tourismus einschließlich Hotelvermittlung und Betrieb von touristischen Informationsstellen (GV in der Fassung vom 2. Mai 2016). Geschäftsführung Pascal Rastetter (ab 01.01.2022) Gesellschafter Stadt Karlsruhe Anteile Stammkapital 100 % = 25.000 € Aufsichtsrat EB Gabriele Luczak-Schwarz (Vorsitz), StR Detlef Hofmann (stellv. Vorsitz) StR Benjamin Bauer StR Lukas Bimmerle StR Dr. Rahsan Dogan StR Ellen Fenrich StR Thorsten Frewer StR Thomas H. Hock Jörg Lesser StR Irene Moser StR Renate Rastätter Susanne Trauth StR Sibel Uysal StR Christine Weber Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates oder der entsprechenden Organe des Unternehmens in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 5 7 5 4 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. Abschlussprüfung Der Jahresabschluss 2022 wurde vom Rechnungsprüfungsamt der Stadt Karlsruhe geprüft. 208 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | KTG Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2019 2020 2021 2022 Angestellte 4) 21,33 22,95 21,92 22,4 Beamte 4) - - - - Gesamtbelegschaft 21,33 22,95 21,92 22,4 Auszubildende, Volontäre 5,0 7,0 7,0 7,0 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten Finanzielles Engagement der Stadt Karlsruhe von 2019 bis 2022 in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Betriebskostenzuschuss 2.904 3.092 3.275 3.082 2. Projektzuschuss Auslandsmarktbearbeitung 52 45 55 0 Zusammen 2.956 3.137 3.330 3.082 Leistungszahlen 2019 bis 2022 2019 2020 2021 2022 1. Anzahl der Gästeankünfte 655.007 299.611 294.653 516.545 davon Ausland 144.249 46.897 45.645 100.790 2. Anzahl der Übernachtungen 1.149.181 559.658 574.666 950.006 davon Ausland 267.736 81.384 84.389 190.046 3. Verweildauer pro Gast in Tagen 1,75 1,9 2,0 1,8 davon Ausland 1,86 1,7 1,8 1,9 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2022 Die Gesellschaft schließt das Geschäftsjahr 2022 mit einem ausgeglichenen Ergebnis ab. Der positive Geschäftsverlauf (u. a. deutlicher Anstieg der Provisionserlöse durch das Hotelkontingentgeschäft im Rahmen der Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen 2022) führen zu deutlich höheren Erlösen. Daraus resultierend benötigte die KTG einen um 250 T€ geringeren Betriebskostenzuschuss. Große Auswirkungen auf die Tourismusbranche hatten die politischen und gesellschaftlichen Einschränkungen des öffentlichen Lebens zwischen Frühjahr 2020 und Sommer 2022 auf Grund der Corona-Pandemie, die noch weit in das Jahr 2022 spürbar waren. Wenngleich die Einschränkungen seit Ende Mai 2021 aufgehoben wurden, haben sich Gästeankünfte und Übernachtungszahlen nur zögerlich erholt. Neben den direkten Folgen der Pandemie (massiver Rückgang von Ankünften und Übernachtungen) kämpften die Betriebe darüber hinaus mit den Folgen des Ukraine-Krieges, der Energiekrise sowie dem übermäßigen Fachkräftemangel. Dennoch erholte sich die Branche langsam. Die Beherbergungsbetriebe in Deutschland verzeichneten laut Statistischem Bundesamt 2022 450,8 Mio. Gästeübernachtungen. Dies entspricht einer Steigerung von 45,3 % gegenüber dem Vorjahr, aber noch immer 9,1% weniger als im Vorkrisenjahr 2019. Die Zahl der Übernachtungsgäste aus dem Ausland war mit 68,1 Mio. mehr als doppelt so hoch wie 2021. Obwohl die weltweiten Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den internationalen Tourismus in Deutschland weiter abgenommen haben, konnten die Zahlen von vor der Pandemie noch nicht wieder erreicht werden. In Baden-Württemberg stiegen die Gästeankünfte auf rund 20,2 Millionen (+68,1%) und auch die Übernachtungen stiegen um 46,7% auf rd. auf rund 52,3 Millionen. Der Anteil der ausländischen Gästeankünfte ist auch hier um 126,4% im Vergleich zum Vorjahr gestiegen auf rund 4,3 Mio. KTG | Stadtkämmerei | 209 In Hinblick auf Karlsruhe bedeutet dies, dass in Summe 516.545 Gästeankünfte und 950.006 Übernachtungen zu verzeichnen sind. Einen leichten Rückgang gab es bei der durchschnittlichen Verweildauer pro Gast. Dies ist auf den steigenden Anteil an Businessreisenden sowie den Wegfall der Reisebeschränkungen zu internationalen Reisezielen zurückzuführen. Die Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen wurden 2022 wieder auf die Quellmärkte im Inland sowie im europäischen Ausland ausgerichtet. Ausblick Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind in allen Bereichen des öffentlichen Lebens, so auch in Tourismus- und Freizeitwirtschaft noch immer spürbar. Aufbruchsstimmung zeigt sich vor allem mit Blick auf die ungebrochene Reiselust, das wieder Erstarken der Kultur- und Veranstaltungsbranche sowie die für 2023 geplanten Neueröffnungen von Hotel- und Gastronomiebetrieben. Die Tourismuszahlen sowie die Gespräche mit den Partner*innen vor Ort zeigen eine leichte Verschiebung vom Schwerpunkt Businessreisen hin zu freizeitorientierten, touristischen Reisen (B2C), erkennbar an der besseren Auslastung an den bisher schwächeren Wochenenden. Es ist davon auszugehen, dass das Städtereisesegment im Vergleich zu den Vorjahren und aufbauend auf 2022 mit weiteren Zuwächsen rechnen kann. Das geplante touristische Themenjahr „Karlsruhe. Schon probiert?“ mit der Michelin Sterneverleihung und dem Titel „Michelin Host City“ zielt auf eine hohe Medienreichweite und Steigerung des Bekanntheitsgrades von Karlsruhe im nationalen und internationalen Markt ab. Es ist durch die imagefördernde Kampagne mit steigenden Gästezahlen zu rechnen. Die Situation in der Ukraine und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft trüben jedoch die optimistische Grundstimmung deutlich. Hinzu kommen Energie- und Klimakrise verbunden mit deutlich eingeschränkten Ausgaben für den Bereich Reisen. Es bleibt bei einer schwer planbaren Ausgangssituation für das Geschäftsjahr 2023. Im überregionalen Segment profitiert die KTG von den Marketingkampagnen des Städtekreises der Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg und der Deutschen Zentrale für Tourismus. Zeitgleich liegt das Hauptaugenmerk auf digitalen Angeboten zur Unterstützung von touristischen Leistungsträgern und Partner*innen. Risiken Der Fortbestand der Gesellschaft hängt mittel- und langfristig davon ab, dass die Gesellschafterin Stadt Karlsruhe unter den Bedingungen des Haushaltssicherungsprozesses in ausreichendem Umfang Kapital zur Verfügung stellt. Durch den aktuellen Prozess der Haushaltssicherung ab 2024/2025 mit noch weiteren Sparmaßnahmen besteht das Risiko, dass der operative Handlungsspielraum zur touristischen Entwicklung und Vermarktung von Karlsruhe nur noch in stark reduziertem Umfang möglich wäre. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Seit April 2021 ist die Stadt Karlsruhe mit ihren Höhenstadtteile Grünwettersbach, Palmbach, Stupferich, Hohenwettersbach und Durlach Mitglied im Naturpark Schwarzwald Mitte / Nord e. V. In enger Zusammenarbeit mit den betroffenen Ortsteilen sowie den Fachdienststellen unter Federführung des Forstamts wird ein Konzept für die aktive Mitgliedschaft entwickelt. Die KTG unterstützt diesen Prozess unter dem Aspekt der nachhaltigen touristischen Destinationsentwicklung. 210 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | KTG Die KTG engagiert sich aktiv im IQ-Thema „Grüne Stadt Karlsruhe“ und schafft hier auch entsprechende Angebote. So ist die NaturRADtour Karlsruhe ein Produkt, mit dem Gäste und Einheimische Stadt und Naturschutz aktiv erleben können. Das vom Aufsichtsrat beauftragte Nachhaltigkeitskonzept für die KTG befindet sich derzeit in der Entwicklung. Hierfür lässt die Gesellschaft die Stadt Karlsruhe als nachhaltige Destination mit dem TourCert-Siegel, das auf EMAS und ISO-Standards basiert und zeitgleich die Einbindung der touristischen Leistungsträger vorsieht, zertifizieren. Ziel ist es, das Zertifikat „Nachhaltiges Reiseziel“ zu tragen Kurzbilanz 2022 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 87.760 324.837 1 20.631 481.228 80.842 112.102 1.107.401 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Bilanzgewinn Kapitalrücklage Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Sonstige Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 25.000 6.489 250.000 281.489 248.355 410.094 141.532 25.931 1.107.401 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2019 bis 2023 in T€ 2019 2020 2021 2023 Plan 2022 1) Plan 2023 1) 1. Umsatzerlöse +3.795 3.603 +3.793 +4.099 +4.010 +4.244 2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -19 -13 +4 +6 +0 +0 3. Sonstige betriebliche Erträge +78 +25 +58 +25 +5 +5 4. Materialaufwand -111 -50 -65 -133 -70 -67 5. Personalaufwand -1.594 -1.701 -1.903 -1.957 -2.086 -2.200 6. Abschreibungen -68 -121 -124 -130 -101 -98 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.073 -1.741 -1.752 -1.874 -1.786 -1.828 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +0 0 +1 +1 +0 0 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -0 -0 -0 -0 -0 0 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +1 +1 -12 -25 -0 0 11. Ergebnis nach Steuern +9 +2 +0 +0 -28 -56 12. Sonstige Steuern -0 0 +0 +0 +0 +0 13. Jahresüberschuss/ -fehlbetrag +8 +2 +0 +0 -28 -56 14. Gewinn-/Verlustvortrag -4 +4 +6 +6 - - 15. Bilanzgewinn/-verlust -4 +4 +6 +6 -28 -56 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan”; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. KTG | Stadtkämmerei | 211 Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2019 2020 2021 2022 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 22,1 55,9 59,7 37,3 2. Umlaufintensität (in %) 74,3 33,7 33,6 52,6 3. Investitionen (in T€) 341 89 171 109 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 14,6 40,7 38,7 25,4 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 66,1 72,8 64,9 68,2 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) +0,2 +0,1 +0,0 +0,0 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) +2,9 +0,7 +0,0 +0,1 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +0,4 +0,3 +0,0 +0,0 4. Kostendeckung (in %) 98,7 99,7 98,7 100,1 5. Cash-Flow (in T€) 5.1 vor Ertragsteuern +75,7 +122,4 +136,1 +154,5 5.2 nach Ertragsteuern +76,2 +123,4 +123,7 +129,9 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 41,4 47,1 49,5 47,8 2. Personalaufwand je Mitarbeitende (in €) 74.740 74.120 86.830 87.383 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. 212 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | Stadtmarketing 39. Stadtmarketing Karlsruhe GmbH i. L. Kontaktdaten Kaiserstraße 72 – 74, 76133 Karlsruhe Telefon: 0721 602997-502 Fax: 0721 602997-900 Gründung 17. Dezember 2001 Unternehmensgegenstand Erarbeitung von Strategien und Konzepten zur Positionierung und Erhöhung des Bekanntheitsgrades für Karlsruhe, zur Förderung ihres identitätsstiftenden Profils einschließlich deren Umsetzung. Sie kann im Einzelfall eigene Veranstaltungen oder Veranstaltungen im Auftrage Dritter durchführen (GV in der Fassung vom 28. März 2011). Liquidator/ Liquidatorin Ab 01.01.2020 Carola Reich (Liquidatorin) Gesellschafter Stadt Karlsruhe Stadtmarketing Karlsruhe GmbH mit eigenen Anteilen Anteile Stammkapital rund 40,4 % = rund 59,6 % = 300.500 € 442.500 € 100 % = 743.000 € Aufsichtsrat 13 Mitglieder OB Dr. Frank Mentrup (Vorsitz) StR Lukas Bimmerle StR Dr. Rahsan Dogan StR Ellen Fenrich StR Thorsten Frewer StR Thomas H. Hock StR Detlef Hofmann Jörg Lesser StR Irene Moser StR Renate Rastätter Susanne Trauth StR Sibel Uysal StR Christine Weber Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge keine Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2019 3) 2020 3) 2021 3) 2022 3) 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 0 0 0 0 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aufwandsentschädigungen 3) Die Gesellschaft befindet sich in der Liquidation Abschlussprüfung Da sich die Gesellschaft seit dem 01.01.2018 in Liquidation befindet, wird zumindest bis zur Aufstellung der endgültigen Liquidationsabschlussbilanz auf eine Prüfung von Seiten des Rechnungsprüfungsamtes verzichtet. Stadtmarketing | Stadtkämmerei | 213 Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2019 5) 2020 5) 2021 5) 2022 5) Angestellte/Beschäftigte 4) 0 0 0 0 Beamte 4) 0 0 0 0 Gesamtbelegschaft 0 0 0 0 Auszubildende - - - - 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten 5) Die Gesellschaft befindet sich in der Liquidation Finanzielles Engagement der Stadt Karlsruhe von 2019 bis 2022 in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Grund- und Projektzuschüsse Stadt Karlsruhe 0 0 0 0 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2022 Zum 01.01.2018 wurden sämtliche operativen Tätigkeiten der Stadtmarketing GmbH an die KTG Karlsruhe Tourismus GmbH, KEG Karlsruhe Event GmbH (seit 2018 KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH) sowie an die Stadt Karlsruhe übertragen. Die Gesellschaft befindet sich in der Liquidation und ist daher operativ nicht mehr tätig. Die Löschung der Gesellschaft wurde beim Handelsregister angemeldet. Die Schlussbilanz wird zum 30.06.2022 erstellt. Das Finanzamt hat gegen die Eintragung der Löschung Bedenken erhoben und gibt die Eintragung der Löschung erst frei, wenn die Steuererklärungen zum 30.06.2022 dort vorliegen. Dies ist erst im Jahr 2023 möglich. Ausblick Die Betriebsprüfung für die Jahre 2010 - 2015 durch das Finanzamt Karlsruhe-Stadt ist abgeschlossen, die Bescheide für die Jahre 2016 und 2017 wurden unter dem Vorbehalt der Nachprüfung erlassen. Es wird erwartet, dass das Finanzamt die Eintragung der Löschung im Handelsregister nach Prüfung der Steuererklärungen zum 30.06.2022 freigibt. Damit wäre die Gesellschaft beendet und das noch vorhandene Kapital kann an die Gesellschafterin Stadt Karlsruhe ausbezahlt werden. Chancen und Risiken Aus dem laufenden Geschäftsbetrieb können sich keine Chancen und Risiken mehr ergeben. Eine Nachprüfung des Finanzamtes des Jahres 2017 bzw. die Prüfung der Steuerbescheide zum 30.06.2022 könnte theoretisch eine geänderte Steuerfestsetzung ergeben. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Entfällt mangels operativer Tätigkeit. 214 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | Stadtmarketing Kurzbilanz 2022 in € (vorläufig) Aktiva Passiva A. B. Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 1.307.285 8.771 0 1.316.056 A. B. C. Eigenkapital Ausgegebenes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Verlustvortrag Jahresüberschuss Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten 300.500 1.223.750 1.700 220.110 407 1.306.247 9.456 353 1.316.056 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2019 bis 2023 in T€ 2019 4) 2020 4) 2021 2022 Plan 2022 2) Plan 2023 2) 1. Umsatzerlöse +0 +0 +0 +0 - - 2. Bestandsveränderung an unfertigen Arbeiten +0 +0 +0 +0 - - 3. Sonstige betriebliche Erträge +232 +0 +0 +4 - - 4. Materialaufwand +0 +0 +0 +0 - - 5. Personalaufwand -10 -5 -5 -5 - - 6. Abschreibungen +0 +0 +0 +0 - - 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -32 -9 -7 -5 - - 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +230 +7 +10 +6 - - 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1 +0 +0 +0 - - 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -129 +0 +0 +0 - - 11. Ergebnis nach Steuern +289 -7 -2 +0 - - 12. Sonstige Steuern +854 +0 +0 +0 - - 13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +1.144 -7 -2 +0 - - 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“ (das heißt nicht fortgeschrieben). 2) Es liegt kein Wirtschaftsplan vor. 3) Vorläufige Angaben. Die Gesellschaft befindet sich in Liquidation. Stadtmarketing | Stadtkämmerei | 215 Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2019 2020 1) 2021 1) 2022 1) I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 0,0 0,0 0,0 0,0 2. Umlaufintensität (in %) 100,0 100,0 100,0 100,0 3. Investitionen (in T€) 0 0 0 0 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 92,5 98,6 98,5 99,3 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) - - - - III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) - - - - 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) +86,9 -0,6 -0,2 0,0 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +80,5 -0,6 -0,2 0,0 4. Kostendeckung (in %) 0,0 0,0 0,0 0,0 5. Cash-Flow (in T€) 5.1 nach Ertragsteuern 1.144 -7 -2 0 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) - - - - 2. Personalaufwand je Mitarbeitenden (in €) - - - - 1) Vorläufige Angaben. Die Gesellschaft befindet sich in Liquidation. Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. 216 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | KBG 40. KBG – Karlsruher Bädergesellschaft mbH Kontaktdaten Hermann-Veit-Straße 7, 76135 Karlsruhe Telefon: 0721 133-5200 Fax: 0721 133-5248 info@baeder.karlsruhe.de Gründung 17. April 2002 Unternehmensgegenstand Gegenstand der Gesellschaft ist die Planung, die Errichtung und der Betrieb von Hallen- und Freibädern und sonstigen kommunalen Infrastruktureinrichtungen in Karlsruhe (GV vom 05.November 2020). Geschäftsführung Oliver Sternagel Gesellschafter Stadt Karlsruhe (ab 01.01.2021) Anteile Stammkapital 100 % = 3,2 Mio. € Aufsichtsrat BM Martin Lenz (Vorsitz) StR Detlef Hofmann (stellv. Vorsitz) StR Verena Anlauf StR Max Braun StR Elke Ernemann StR Ellen Fenrich StR Thorsten Frewer StR Mathilde Göttel StR Christine Großmann StR Karl-Heinz Jooß StR Friedemann Kalmbach StR Karsten Lamprecht (ab 01.10.2022) StR Sven Maier StR Irene Moser StR Niko Riebel StR Karin Wiedemann (bis 30.09.2022) Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Erbbaurechtsvertrag mit der Stadt Karlsruhe. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 2 3 4 5 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2022 wurde von der Baker Tilly GmbH & Co.KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Niederlassung Stuttgart geprüft. Leistungszahlen 2019 bis 2022 2019 2020 2021 2022 1. Zahl der Gesamtbesucher 479.350 192.354 247.913 464.782 2. Durchschnittlicher Eintrittserlös pro Besucher (in Euro) 15,26 15,96 17,00 17,76 KBG | Stadtkämmerei | 217 Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2019 2020 2021 2022 Beschäftigte 4) 54 52 57 49 Beamte 4) - - - - Gesamtbelegschaft 54 52 57 49 Auszubildende 1 1 0 1 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten und Beamten Finanzielles Engagement der Gesellschafterin Stadt Karlsruhe 2019 bis 2022 in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Verlustausgleich 1) 1) 3.133 2.336 2. Kaufpreiszahlung 1) 1) 3.450 0 3. Aufstockung Kapitalrücklage 1) 1) 3.000 4.000 Gesamt 1) 1) 9.583 6.336 1) Zum 01.01.2021 erfolgte die Ausgründung aus der KVVH GmbH Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2022 An insgesamt 359 Öffnungstagen besuchten 464.782 Gäste (2021: 247.913 Gäste an 209 Öffnungstagen) das Europabad. Der Besucherschnitt pro Tag erhöhte sich von 1.186 Besucher im Vorjahr auf nun mehr 1.295 Besucher. Dies entspricht bezogen auf die Gesamtbesucherzahlen einem Zuwachs von 9,19 %. Im wirtschaftlich ertragreichen Saunabetrieb erreichten die Besucherzahlen noch nicht die Besucherzahlen aus dem Vor-Corona- Jahr 2019 (2022: 94.762 Besucher; 2019: 113.494 Besucher). Im Jahr 2022 erfolgten erstmals im Europabad Karlsruhe zwei Tariferhöhungen (zum 2. Mai 2022 und zum 1. November 2022) aufgrund der enorm gestiegenen Preise auf dem Energiemarkt und dem Anstieg der Aufwendungen für Betriebsmittel (Chemikalienverbrauch, Treibstoffe, Fremdmaterial und Lohnkosten bei der Vergabe von Leistungen). Der Campingplatz, weitere operative Tätigkeit der KBG, war vom 25. Februar 2022 bis einschließlich 7. November 2022 geöffnet. Er bot Platz für 90 Wohnwagen bzw. Wohnmobile (keine Dauercamper) und 25 Zeltplätze. Es fanden 17.514 Übernachtungen (Erwachsene, Kinder) statt. Im Juni 2022 wurde der Campinglatz mit 2 neuen Mobile Homes ausgestattet; weitere 2 Mobile Homes folgten im November 2022. Diese Mobile Homes werden im Kalenderjahr 2023 an Gäste vermietet. Ebenso steht das Tiny House, das vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) geplant und in Kooperation mit der Stadt Karlsruhe sowie der Friedrich- Weinbrenner-Gewerbeschule, Freiburg (FWG) und dem Kompetenzzentrum der Bauwirtschaft (KOMZET Bau) umgesetzt wurde, voraussichtlich zur Vermietung im Jahr 2023 zur Verfügung. Die Aufenthaltsdauer auf dem Campingplatz in Durlach beträgt im Durchschnitt 2 bis 3 Tage. Dies entspricht der Priorisierung als Durchgangscampingplatz. Weiterhin wurden auf dem Campingplatz Durlach zwei von der Volkswohnung kostenfrei zur Verfügung gestellte Container aufgestellt. Diese wurden im Innenbereich hergerichtet und erhielten einen bunten Außenanstrich. Sie dienen nun den Gästen als Aufenthaltsraum bei schlechtem Wetter und als Spielzimmer für die Kinder. Der Campingplatz verfügt aktuell über 90 Stellplätze mit Stromanschluss und 20 Stellplätze ohne Stromanschluss, etwa 50 Zeltplätze, 2 große Gruppenplätze, die sowohl als Stellplätze als auch als Zeltplätze genutzt werden können, 1 Tiny House und 4 Mobile Homes. 218 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | KBG Gegenüber dem Vorjahr ergab sich eine Steigerung der Umsatzerlöse um 3.220 T€ von 3.871 T€ auf 7.091 T€ (davon 293 T€ aus dem Campingplatz). Die Gesellschaft weist einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 2.336 T€ (Vj. 3.133 T€) aus und liegt damit um 1.442 T€ (Vj. 1.661 T€) unter dem bei der Planerstellung erwarteten Verlust. Betrachtet man nur die rein operativen Zahlen (EBITDA – ohne AfA, Zins und Steuern) mindert sich der operative Verlust des Vorjahres um 635 T€ von 766 T€ auf 131 T€ (operativer Verlust). Diagramm: Entwicklung der Zahl der Gesamtbesucher 2012 - 2022 Ausblick Die grundsätzlich positive Entwicklung der KBG ist die Folge einer angemessenen und transparenten Tarifgestaltung in Verbindung mit einer permanenten Ausweitung der Angebote und den stetigen Verbesserungen der Aufenthaltsqualität im Europabad. Mit knapp einer halben Million Besucher im Jahr hat das Europabad Karlsruhe eine Besucherzahl erreicht, die sich nur sehr schwer steigern lässt. Das Ziel ist es, die Aufenthaltsdauer der Gäste weiter zu erhöhen. Um dies zu realisieren, muss zukünftig durch weitere Verbesserungen (Investitionen) des Angebots, sowohl im Bade-, im Sauna- als auch im SPA-Bereich, eine dauerhafte Kundenbindung geschaffen werden. Das bisherige Kassensystem ist komplett in die Jahre gekommen (Hard- und Software) und wird vom bisherigen Kassensystemhersteller auch nicht mehr unterstützt. Aufgrund dieser Tatsache wird im Kalenderjahr 2023 eine fast 3-wöchige Revision im September 2023 stattfinden. In dieser Zeit wird das neue Kassensystem in Betrieb genommen. Weiter ist es unabdingbar, eine Trinkwassersanierung inkl. teilweiser Erneuerung von Spülwasserleitungen (wurde vom Gesundheitsamt angemahnt und gefordert) und der Erneuerung der Gebäudeleittechnik durchzuführen. Ebenso werden in dieser Zeit alle anfallenden Revisionsarbeiten (Wartungen, Reparaturen) durchgeführt, so dass die längere Revisionszeit vollumfänglich genutzt werden kann. Der Campingplatz in Durlach soll sich zukünftig zu einem Ganzjahrescampingplatz entwickeln. In der Planung ist die Erweiterung des Platzes um ein neues Empfangsgebäude und um eine kleine Gastronomie. Ziel ist es ebenfalls, die Nähe zum Turmbergbad zu nutzen und durch verschiedene Aktionen mit anderen Kooperationspartnern die Gäste zu einem längeren Aufenthalt zu animieren. 468.572 486.124 468.133 464.755 192.354 247.913 464782 0 100.000 200.000 300.000 400.000 500.000 600.000 20122013201420152016201720182019202020212022 Jahr KBG | Stadtkämmerei | 219 Die KBG geht davon aus, dass im Geschäftsjahr 2023 mit 4.827 T€ ein schlechteres Ergebnis als im Jahr 2022 erreicht wird. Im Februar 2023 erfolgte eine weitere Kapitalerhöhung durch die Stadt Karlsruhe in Höhe von 1 Mio. €. Risiken In der Gesamtschau spielt derzeit vor allem die Energiepreisentwicklung eine wesentliche Rolle bei der Bewertung einer potentiellen Bedrohungslage für die Freizeitbäder und Thermen. Aber auch der angespannte Personalmarkt zeigt Auswirkungen. Die KBG - Karlsruher Bädergesellschaft mbH muss zukünftig durch weitere Verbesserungen ihres Angebots dauerhaft Kundenbindung schaffen. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Um den Beitrag zur Nachhaltigkeit weiter zu erhöhen, hat sich die KBG entschieden, auf Printmedien wie Flyer und verschiedene Plakate zu verzichten und stattdessen digitale Medien wie E-Mail, soziale Medien und die eigene Website zu nutzen. Dadurch kann der Papier- und Energieverbrauch minimiert werden. Um den Energieverbrauch weiter zu reduzieren, wurden folgende Energiesparmaßnahmen im Europabad in Karlsruhe umgesetzt: ▪ Absenkung der Beckentemperaturen zwischen 0,5 und 1 Grad ▪ Absenkung der Saunatemperaturen um 5 Grad. Diese Maßnahmen zeigen, dass die KBG aktiv dazu beiträgt, den Energieverbrauch zu reduzieren, um somit zur Nachhaltigkeit und Umweltschonung beizutragen. Diagramm: Entwicklung des (prognostizierten) EBITDA 2012 bis 2022 -23 +114 +207 -2.729 -766 -131 -3.000 -2.500 -2.000 -1.500 -1.000 -500 0 500 20122013201420152016201720182019202020212022 in T Euro Jahr 220 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | KBG Kurzbilanz 2022 in € Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2019 bis 2023 in T€ 2019 2020 2021 2022 Plan 2022 1) Plan 2023 1) 1. Umsatzerlöse +6.143 +2.926 +3.871 +7.091 +5.189 +6.848 2. Sonstige betriebliche Erträge +28 +37 +808 +20 +25 +27 3. Personalaufwand -2.318 -2.046 -2.251 -2.789 -2.659 -2.942 4. Materialaufwand -2.938 -2.939 -2.402 -3.546 -2.970 -5.530 5. Abschreibungen -1.855 -1.894 -1.927 -1.922 -1.990 -1.990 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -918 -711 -797 -910 -966 -920 7. Erträge aus Beteiligungen +5 +4 +5 +3 +5 +5 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +19 +22 +14 +3 +5 +5 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -406 -369 -365 -194 -320 -230 10. Ergebnis nach Steuern -2.240 -4.970 -3.044 -2.244 -3.681 -4.727 11. Sonstige Steuern -88 -88 -89 -92 -97 -100 12. Erträge aus Verlustübernahme 2) +2.328 +5.058 - - - - 13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +0 +0 -3.133 -2.336 -3.778 -4.827 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“ (das heißt nicht fortgeschrieben). 2) Verlustausgleich erfolgt über die KVVH GmbH. Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 35.445 18.990.437 55.101 119.362 567.308 2.939.713 13.435 22.720.801 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Jahresgewinn/-verlust Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 3.200.000 8.444.000 - 2.336.258 9.307.742 228.068 12.795.734 389.257 22.720.801 KBG | Stadtkämmerei | 221 Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2019 2020 2021 2022 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 78,9 80,1 97,4 84,0 2. Umlaufintensität (in %) 21,1 19,9 2,5 16,0 3. Investitionen (in T€) 290 476 413 561 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 45,4 12,6 27,9 41,0 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 57,5 15,7 28,7 48,8 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) -37,9 -172,9 -80,9 -32,9 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) -17,3 -146,6 -53,5 -25,1 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) -6,5 -17,1 -13,2 -9,4 4. Kostendeckung (in %) 72,1 36,4 49,4 75,0 5. Cash-Flow (in T€) -473 -3.164 -1.205 -414 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 35,4 34,4 35,6 36,7 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 75.447 53.165 48.908 70.883 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. 222 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | Fächerbad 41. Fächerbad Karlsruhe GmbH Kontaktdaten Am Sportpark 1, 76131 Karlsruhe Telefon: 0721 96701-0 Fax: 0721 96701-70 faecherbad@ka-baeder.de www.ka-faecherbad.de Gründung 20. Januar 2009 Neufassung Gesellschaftsvertrag mit Namensänderung, zuvor Sportpark Karlsruhe-Nordost GmbH Unternehmensgegenstand Betrieb des Fächerbades in Karlsruhe (GV vom 25. September 2014). Geschäftsführung Oliver Sternagel Gesellschafter Stadt Karlsruhe Anteile Stammkapital 100 % = 62.500 € Aufsichtsrat BM Martin Lenz (Vorsitz) StR Detlef Hofmann (stellv. Vorsitz) StR Verena Anlauf StR Max Braun StR Elke Ernemann StR Ellen Fenrich StR Thorsten Frewer StR Mathilde Göttel StR Christine Großmann StR Karl-Heinz Jooß StR Friedemann Kalmbach StR Karsten Lamprecht (ab 01.10.2022) StR Sven Maier StR Irene Moser StR Niko Riebel StR Karin Wiedemann (bis 30.09.2022) Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Erbbaurechtsvertrag vom 29.November 2017 mit der Stadt Karlsruhe. Geschäftsbesorgungsvertrag vom 13. November 2008 mit der Stadtwerke Karlsruhe GmbH. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 3 3 3 5 1) Aus Gründen der Gleichbehandlung wird auf eine Veröffentlichung verzichtet, da nicht alle Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer städtischer Gesellschaften mit der Veröffentlichung ihrer Bezüge einverstanden sind. 2) Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfer Der Jahresabschluss 2022 wurde von der Baker Tilly GmbH & Co.KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Niederlassung Stuttgart geprüft. Fächerbad | Stadtkämmerei | 223 Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2019 2020 2021 2022 Beschäftigte 34 33 35 34 Beamte 0 0 0 0 Gesamtbelegschaft 34 33 35 34 Auszubildende 0 0 0 0 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte Leistungszahlen 2019 bis 2022 2019 2020 2021 2022 1. Besucherzahlen 1.1 Badbesuche (Einzel-, Mehrfach- und Zeitkarten) 215.995 105.232 98.158 182.103 1.2 Sport (Schule, Verein, Gruppen) 114.278 55.540 55.358 91.458 1.3 Badbesuche mit Sauna 46.461 24.028 18.032 15.853 1.4 Freier Eintritt (Kinder unter 4 Jahre) 10.988 6.822 6.308 8.061 Zusammen 387.722 191.622 177.856 297.475 2. Durchschnittlicher Eintrittserlös pro Besucher (in €) 4,82 6,31 6,16 5,89 Finanzielles Engagement der Gesellschafterin Stadt Karlsruhe 2019 bis 2022 in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Erwerb Stammkapital 0 0 0 0 2. Aufstockung Kapitalrücklage 10.000 0 0 0 3. Zuschüsse 3.1 Sportfördermittel 309 209 259 338 3.2 Verlustausgleich 3.196 3.360 2.811 3.386 Gesamt 13.505 3.569 3.070 3.724 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2022 An insgesamt 364 Öffnungstagen besuchten 297.475 Gäste das Fächerbad (2021: 177.856 Gäste an 213 Öffnungstagen). Der Besucherschnitt pro Tag verringerte sich von 835 Besucher im Vorjahr auf nunmehr 817 Besucher. Dies entspricht einem Minus von 2,16 %. Im wirtschaftlich ertragreichen Saunabetrieb betrug die Minderung der Besucherzahlen 12,09 % (2022: 15.853 Besucher, 2021: 18.032 Besucher) aufgrund des Umbaus des Saunaaußenbereiches. Im Jahr 2022 erfolgten erstmals im Fächerbad Karlsruhe zwei Tariferhöhungen (zum 2. Mai 2022 und zum 1. November 2022) aufgrund der enorm gestiegenen Preise auf dem Energiemarkt und dem Anstieg der Aufwendungen für Betriebsmittel (Chemikalienverbrauch, Treibstoffe, Fremdmaterial und Lohnkosten bei der Vergabe von Leistungen). Themenschwerpunkte im Geschäftsjahr 2022 der Fächerbad Karlsruhe GmbH bildete die allgemeine Situation rund um die Energiekriese und um den Personalmangel. 224 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | Fächerbad Diagramm: Entwicklung der Besucherzahlen 2012 bis 2022 Gegenüber dem Vorjahr ergab sich eine Steigerung der Umsatzerlöse um 609 T€ von 1.113 T€ auf 1.722 T€. Die Gesellschaft weist einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 3.386 T€ (Vj. 2.811 T€) aus und liegt damit um 170 T€ (Vj. 936 T€) unter dem bei der Planerstellung erwarteten Verlust. Die Abweichung gegenüber dem Wirtschaftsplan 2022 resultiert aus der Tatsache, dass es im Jahr 2022 zwei Preiserhöhungen gab und dass die Preissteigerung beim Abschluss des neuen Stromvertrages nicht so extrem ausgefallen ist wie geplant. Die Gesellschaft hat es durch ihr wirtschaftliches Handeln geschafft, den prognostizierten Verlust des Wirtschaftsplans für das Jahr 2022 zu verbessern. Betrachtet man nur die rein operativen Zahlen (EBITDA – ohne AfA, Zins und Steuern) erhöht sich der operative Verlust des Vorjahres um 596 T€ von -1.535 T€ auf -2.131 T€ (operativer Verlust). Die Materialaufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 505 T€ von 897 T€ im Vorjahr auf 1.402 T€ erhöht. Diese Erhöhung entstand im Wesentlichen aufgrund der sehr stark gestiegenen Preise auf dem Energiemarkt, dem ebenso starken Anstieg der Kosten für Verbrauchsmittel (Chemikalien) und aufgrund der gestiegenen Kosten (Material, Personal) bei der Vergabe von Fremdleistungen. Die Personalaufwendungen stiegen um 35 % von 1.516 T€ im Vorjahr auf 2.040 T€. Im Jahr 2021 war von Jahresbeginn an bis Ende Mai ein Großteil des Personals in Kurzarbeit (aufgrund der Corona-Pandemie). Ausblick Mit Ende des zweiten Bauabschnittes wurde die Entwicklung des Fächerbades hin zu einem modernen und zukunftsfähigen Schwerpunktbad für Sport abgeschlossen. Der Saunaumbau wird im Jahre 2023 abgeschlossen und durch die Textilsauna ein neues Kundensegment angesprochen. Die Fächerbad Karlsruhe GmbH wird weiterhin durch entsprechende Angebote an ihre Kunden ihre Position als Sportbad in Karlsruhe stärken und die Auslastung durch Schulen und Vereine weiterhin erhöhen. Für die Folgejahre verbleiben als kostenintensive Aufgaben die Sanierung des Daches in der Hauptschwimmhalle. Die Fächerbad Karlsruhe GmbH geht davon aus, dass im Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresfehlbetrag von 4.233 T€ ein um 847 T€ schlechteres Ergebnis gegenüber dem vorliegenden Jahresergebnis erreicht wird. Dieser Jahresverlust 2023 wird durch eine Entnahme aus der Kapitalrücklage ausgeglichen. Die Gesellschaft geht für das Geschäftsjahr 2023 wieder von steigenden Besucherzahlen aus. Die Liquidität und damit die Zahlungs- fähigkeit der Gesellschaft ist über das Cashpoolkonto mit der Stadt Karlsruhe gesichert. 338.959 327.892 329.966 191.622 297.475 0 50.000 100.000 150.000 200.000 250.000 300.000 350.000 400.000 450.000 20122013201420152016201720182019202020212022 Jahr Fächerbad | Stadtkämmerei | 225 Risiken In der Gesamtschau spielt derzeit vor allem die Energiepreisentwicklung eine wesentliche Rolle bei der Bewertung einer potentiellen Bedrohungslage für die Freizeitbäder und Thermen. Aber auch der angespannte Personalmarkt zeigt Auswirkungen. Die im Geschäftsjahr 2019 abgeschlossene Entwicklung des Fächerbades zum Kombibad, die Veränderung der Eintrittspreise im Jahr 2022 und der Umbau des gesamten Saunabereiches (setzt sich noch im Jahr 2023 fort) bietet die langfristige Voraussetzung, den Anstieg der Besuchszahlen im öffentlichen Bade- und Saunabetrieb fortzusetzen und durch entsprechende Angebote neue Besuchergruppen zu gewinnen. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Das Fächerbad hat durch die umfangreichen Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen in den letzten Jahren eine führende Position im Bereich Energieeffizienz und Umweltschonung eingenommen. Modernste Technologien wie hocheffiziente Umwälzpumpen, geregelte RLT-Anlagen mit Frequenzumrichtern und Wärmerückgewinnung wurden eingesetzt. Auch bei der Errichtung der neuen Saunas wurden die neuesten energieeffizienten Technologien eingesetzt, um den Energieverbrauch zu minimieren. Das Fächerbad zeigt damit, dass es auf dem neuesten Stand der Technik sein und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Umweltschonung leisten kann. Um den Beitrag zur Nachhaltigkeit weiter zu erhöhen, hat sich das Fächerbad entschieden, auf Printmedien wie Flyer und Plakate zu verzichten und stattdessen digitale Medien wie E-Mail, soziale Medien und die eigene Website zu nutzen. Dadurch kann der Papier- und Energieverbrauch reduziert werden, und der ökologische Fußabdruck des Fächerbads wird minimiert. Das Fächerbad setzt damit ein wichtiges Zeichen für Umweltschutz und Nachhaltigkeit und beweist, dass im digitalen Zeitalter auf Printmedien verzichtet werden kann. Während des Winters wurde das Außenbecken außer Betrieb genommen, um den Energieverbrauch weiter zu reduzieren. Zudem wurden die Beckentemperaturen in einigen Becken um 0,5 Grad Celsius abgesenkt, um noch mehr Energie zu sparen. Diese Maßnahmen zeigen, dass das Fächerbad aktiv dazu beiträgt, den Energieverbrauch zu reduzieren und somit zur Nachhaltigkeit und Umweltschonung beizutragen. Diagramm: Entwicklungen der (prognostizierten) EBITDA 2012 bis 2022 199 110 50 -1.048 -1.735 -2.019 -1.554 -2.131 -2.500 -2.000 -1.500 -1.000 -500 0 500 20122013201420152016201720182019202020212022 in T Euro Jahr 226 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | Fächerbad Kurzbilanz 2022 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 253 19.336.627 0 74.550 449.041 26.929 9.107 19.896.507 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Verlustvortrag Jahresfehlbetrag Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 62.500 14.736.000 -2.070.491 -3.386.410 9.341.599 248.677 10.158.810 147.421 19.896.507 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2019 bis 2023 in T€ 2019 2020 2021 2022 ) Plan 2022 1) Plan 2023 1) 1. Umsatzerlöse +1.867 +1.129 +1.113 +1.722 +1.680 +2.100 2. Sonstige betriebliche Erträge 2) +51 +51 +211 +51 +30 +40 3. Materialaufwand -1.271 -1.027 -897 -1.402 -1.085 -1.880 4. Personalaufwand -1.968 -1.790 -1.516 -2.040 -2.110 -2.173 5. Abschreibungen -1.163 -1.145 -1.104 -1.075 -1.350 -1.550 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -469 -382 -445 -463 -488 -590 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +13 +26 +24 +8 +20 +10 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -246 -212 -195 -177 -240 -260 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +0 +0 +0 +0 +0 +0 10. Ergebnis nach Steuern -3.186 -3.350 -2.809 -3.376 -3.543 -4.223 11. Sonstige Steuern -10 -10 -2 -10 -13 -10 12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -3.196 -3.360 -2.811 -3.386 -3.556 -4.233 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. Fächerbad | Stadtkämmerei | 227 Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2019 2020 2021 2022 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 77,6 78,2 84,9 97,2 2. Umlaufintensität (in %) 22,4 21,8 15,0 2,8 3. Investitionen (in T€) 544 89 510 2.996 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 49,1 51,7 48,4 47,0 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 63,3 66,1 56,9 48,3 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) -171,2 -297,7 -252,7 -196,6 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) -26,4 -28,1 -28,4 -36,3 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) -11,9 -13,6 -12,8 -16,1 4. Kostendeckung (in %) 36,4 24,7 26,8 33,3 5. Cash-Flow (in T€) -2.032 -2.215 -1.706 -2.314 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 38,4 39,2 36,5 39,5 2. Personalaufwand je Mitarbeitenden (in €) 57.887 54.278 43.310 59.987 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. 228 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | KSBG 42. Karlsruher Sportstätten-Betriebs-GmbH Kontaktdaten Hermann-Veit-Straße 7, 76135 Karlsruhe Telefon: 0721 811016 Fax: 0721 133-5209 ksbg@karlsruhe.de www.europahalle.de Gründung 1975 Unternehmensgegenstand An- und Vermietung sowie Bau, bauliche Erweiterung von Anlagen und Einrichtungen in Sportstätten, Betrieb und Vermarktung von Sportstätten bzw. deren Einrichtungen sowie Förderung des Sports und Durchführung von Veranstaltungen (GV in der Fassung vom 20. November 2001). Geschäftsführung Britta Wirtz Gesellschafter Stadt Karlsruhe Frau Constanze Jopke Herr EBM a.D. Siegfried König Herr Peter Mayer Herr Ralph-Jürgen Grotz Anteile Stammkapital 48 % = 13 % = 13 % = 13 % = 13 % = 14.400,00 € 3.900,00 € 3.900,00 € 3.900,00 € 3.900,00 € 100 % = 30.000,00 € hiervon insgesamt ca.50 % (15.000,02 €) einbezahlt Gesellschafterversammlung EB Gabriele Luczak-Schwarz (Vorsitz) Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Gesellschaft hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Mietvertrag mit der Stadt Karlsruhe vom 23. April 1975 über die Anmietung diverser Sportstätten (städtische Turn- und Sporthallen) in der Fassung des vierten Nachtragsvertrages vom 13. April /28. April 1994. Abschlussprüfung Der Jahresabschluss 2022 wird vom Rechnungsprüfungsamt der Stadt Karlsruhe geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2019 2020 2021 2022 Beschäftigte 4) 1,85 1,85 1,85 1,85 Beamte 4) - - - - Gesamtbelegschaft 1,85 1,85 1,85 1,85 Auszubildende - - - - 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten/Beamte. KSBG | Stadtkämmerei | 229 Leistungszahlen 2019 bis 2022 2019 2020 2021 2022 1. Anzahl der Veranstaltungen Europahalle 25 14 7 0 2. Veranstaltungstage Europahalle 24 14 7 0 3. Anzahl der Besucher Europahalle (2018 und 2019 inkl. Teilnehmer Marathon) 47.300 7.400 0 0 4. Anzahl der gepachteten Sportstätten 86 86 87 87 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2022 Die Gesellschaft weist für das Geschäftsjahr 2022 nach aktuellem Stand einen Jahresüberschuss in Höhe von 40 T€ aus. Die Ergebnisverbesserung gegenüber der Planung 2022 resultiert insbesondere aus den höheren Mieteinnahmen im Bereich der Sporthallen- und Stadionvermietung, da sich die Belegung der Sportstätten schrittweise an das Vor-Corona-Niveau annähert. Ausblick In der aktuellen Ergebnisvorausschau für 2023 rechnet die KSBG mit einer geringfügigen Verbesserung gegenüber dem Wirtschaftsplan um 6 T€ (Jahresüberschuss Ursprungsplanung 4 T€). Dieses Ergebnis ist jedoch nur möglich, wenn eine ganzjährige Vermietung der Sportstätten erfolgt. Geplant sind die Basketballspiele der PSK Lions in der 2. BB-Bundesliga in der Pro A Herren, die Basketballspiele des KIT SC, die Basketball- Jugendspieltage des PSK sowie die Spiele der Volleyball-Herrenmannschaft des SSC in der 2. Bundesliga. Risiken Die Einnahmensituation nach der Sanierung der Europahalle wird maßgeblich durch das perspektivisch vorhandene Veranstaltungsportfolio beeinflusst. Die Veranstaltungsbelegung ist abhängig von der jeweiligen Ligazugehörigkeit der Basketballmannschaften des PSK und des KIT SC, der Entwicklung im Bereich der anderen Ballsportarten sowie der Durchführung von Leichtathletikveranstaltungen, Turnwettkämpfen und sonstigen Sportveranstaltungen in der Europahalle und der Lina-Radke-Halle. Die Bereitstellung zeitgemäßer Infrastrukturen in den 87 gepachteten Sportstätten ist Voraussetzung für die Durchführung von Vereinssport und Veranstaltungen. Es bestehen Mietausfallrisiken durch die Sperrung von Sporthallen wegen der dadurch notwendigen Sanierungszeiträume. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Die Gesellschaft wendet in ihrer Funktion als Vermieter der städtischen Sportstätten die städtischen Richtlinien an. Beim Bau und der Sanierung der städtischen Sportstätten werden von den städtischen Dienststellen die Grundsätze des Klimaschutzes und der Nachhaltigkeit der Stadt Karlsruhe berücksichtigt. Beim Neubau der Lina-Radke-Halle wurden die Leitlinien für Energieeffizienz und nachhaltiges Bauen der Stadt Karlsruhe umgesetzt. Das Gebäude entspricht dem energetischen Standard der Passivhausbauweise. Auf der Dachfläche wurde eine Photovoltaikanlage installiert, die Lüftungsanlage läuft mit Wärmerückgewinnung, das komplette Gebäude wurde mit LED-Beleuchtung ausgerüstet und die Halle wird über einen Fernwärmeanschluss versorgt. Im Bereich Catering wurden alle Möglichkeiten für den Einsatz von Mehrweggeschirr geschaffen. Bei der Sanierung der Europahalle wird in der Halle und im Karl-Benz-Saal die Beleuchtung in eine effiziente Beleuchtung in LED-Technik getauscht. Die Beheizung in der Aufwärmhalle wurde auf energieeffizientere Deckenstrahlplatten umgestellt. In der Haupthalle wird die Sheddach Verglasung in eine Zwei-Scheiben- Isolierverglasung umgewandelt. Die vorhandenen Lüftungsanlagen in der Halle und der Süderweiterung werden erneuert und gemäß der RLT-Richtlinie mit Wärmerückgewinnungsanlagen versehen. Insgesamt ist hier mit einem größeren Einsparpotential zu rechnen. Aufgrund von andauernden Undichtigkeiten wird auch das Dach 230 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | KSBG der Wandelhalle, einschließlich der Fassaden im Osten und Westen erneuert. Es ist ein Trapezblech mit großen Oberlichtern aus Drei-Scheiben-Isolierverglasung mit vermindertem Gesamtenergiedurchlassgrad (Sonnenschutzverglasung)geplant, die auch als RWA dienen. Dieser Austausch wird auch eine große Verbesserung hinsichtlich des sommerlichen Wärmeschutzes mit sich bringen. Der Gastronomiepächter der Europahalle ist verpflichtet, bei der Abgabe von Speisen und Getränken Mehrweggeschirr zu verwenden. Ebenso hat er die Belange des Umweltschutzes und der Müllvermeidung besonders zu berücksichtigen. Kurzbilanz 2022 (vorläufig) in € Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2019 bis 2023 in T€ 2019 2020 2021 2022 Plan 2022 2) Plan 2023 2) 1. Umsatzerlöse +699 +421 +409 +620 +570 +594 2. Sonstige betriebliche Erträge +8 +184 +191 +7 +0 +0 3. Materialaufwand und Aufwand bezogene Leistungen -381 -350 -329 -345 -319 -323 4. Personalaufwand -169 -169 -176 -167 -169 -173 5. Abschreibungen -1 -2 -2 -2 -3 -5 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -64 -46 -59 -55 -75 -87 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +0 +0 +0 +0 +0 +0 8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -33 -6 -7 -18 -1 -2 9. Ergebnis nach Steuern +59 +31 +27 +40 +3 +4 10. sonstige Steuern +0 +0 +0 +0 +0 +0 11. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +59 +31 +27 +40 +3 +4 1) Vorläufige Angaben 2) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 38 9.814 52.025 1.019.817 16.456 1.098.150 A. B. C. D. Eigenkapital Eingefordertes Kapital Gewinnrücklage Jahresüberschuss Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 15.000 857.610 39.723 912.333 68.945 115.825 1.047 1.098.150 KSBG | Stadtkämmerei | 231 Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2019 2020 2021 2022 1) I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 1,8 1,3 1,1 0,9 2. Umlaufintensität (in %) 98,2 98,7 98,9 99,1 3. Investitionen (in T€) 11,0 0 0 0 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 80,3 73,7 80,2 83,1 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 4.545,4 5.876,3 7.273,6 9.260,4 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) +8,5 +7,4 +6,6 +6,4 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) +7,2 +3,7 +3,1 +4,4 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +5,8 +2,7 +2,5 +3,6 4. Kostendeckung (in %) 113,5 +74,1 +72,2 +108,9 5. Cash-Flow (in T€) 5.1 vor Ertragsteuern +93 +40 +37 +60 5.2 nach Ertragsteuern +60 +33 +29 +42 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 27,4 29,8 31 29,3 2. Personalaufwand je Mitarbeitenden (in €) 2) 68.009 69.902 72.223 74.187 1) Vorläufige Angaben 2) Es werden nur Dauerarbeitsverhältnisse berücksichtigt. Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. 232 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | TechnologieRegion 43. TechnologieRegion Karlsruhe GmbH Kontaktdaten Emmy-Noether-Str. 11, 76131 Karlsruhe Telefon: 0721 40244-712 Fax: 0721 40244-718 jochen.ehlgoetz@technologieregion-karlsruhe.de Gründung 7. April 2017 Unternehmensgegenstand Die Förderung und Weiterentwicklung der Wirtschafts-, Wissenschafts-, Innovations- und Technologieregion Karlsruhe durch intensive Zusammenarbeit aller Gesellschafter und Gesellschaftergruppen untereinander. Die Gesellschaft kann alle Geschäfte betreiben, die dem Geschäftszweck unmittelbar oder mittelbar zu dienen geeignet sind. Geschäftsführung Jochen Ehlgötz Gesellschafter Stadt Karlsruhe 31 weitere Gesellschafter aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Hand Anteile am Haftkapital 3,125 % = 1.200 € Aufsichtsrat Dr. Frank Mentrup (Vorsitzender) Michael Gutjahr (stellv. Vorsitzender) Walter Bantleon Dr. Fritz Brechtel Dr. Christian Dusch Christof Florus Wolfgang Grenke Heinz Hanen Prof. Dr. Thomas Hirth Dr. Andreas Krobjilowski Margret Mergen (bis 09.06.2022); Dietmar Späth (ab 10.06.2022) Martin Wolff Beteiligungen (mindestens 25 %) keine Wichtige Verträge UITP-Karlsruhe Mobility Innovation Partnership (Kooperationsvertrag) Welcome Center der TRK - Kooperationsvereinbarung mit dem Badischen Staatstheater) Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung 1) 1) 1) 1) 2. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates 2) 2) 2) 2) 1) Aufgrund der fehlenden Mehrheitsbeteiligung der Stadt Karlsruhe wird auf eine Veröffentlichung der Geschäftsführergehälter verzichtet. 2) Die Mitglieder des Aufsichtsrats bekommen keine Aufwandsentschädigungen Abschlussprüfung Der Jahresabschluss 2022 wurde vom Rechnungsprüfungsamt Stadt Karlsruhe geprüft. Finanzielles Engagement der Gesellschafterin Stadt Karlsruhe von 2019 bis 2022 in T€ 2019 2020 2021 2022 Kapitalaufstockung/Anteilserwerb 0 0 0 0 Gesellschafterdarlehen (verzinslich) 0 0 0 0 TechnologieRegion | Stadtkämmerei | 233 Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2019 2020 2021 2022 Beschäftigte 4) 5,50 6,20 8,30 8,90 Beamte 4) 0,00 0,00 0,00 0,00 Nebenberuflich Tätige 4) 0,00 0,00 0,00 0,00 Gesamtbelegschaft 5,50 6,20 8,30 8,90 Auszubildende 0,00 0,00 0,00 0,00 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten. Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2022 Die TechnologieRegion Karlsruhe GmbH (TRK GmbH) fokussiert seit 2017 als regionaler, bundeslandübergreifender Standortvermarkter die Themen Energie, Mobilität und Digitalisierung. Bei Kooperationsprojekten agiert sie als Plattform, übernimmt die Steuerung unterschiedlicher Akteure, trägt zur Co- Finanzierung bei und macht die Ergebnisse im nationalen und internationalen Umfeld sichtbar. Durch diese strategische Verbindung von Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kammern und öffentlicher Hand werden Pilotprojekte vorbereitet und umgesetzt. Zudem steht über das Welcome Center der TRK die internationale Fachkräftegewinnung im Fokus. Darüber hinaus wurde das Geschäftsfeld Bioökonomie neu erschlossen. Die TRK GmbH konnte im Jahr 2022 wichtige Meilensteine erreichen. Hierzu zählen u.a. ▪ der weiterer Aufbau des neuen strategischen Themenfelds Bioökonomie durch - Bearbeitung des baden-württembergischen Förderprojekts Pflanzenbasierte Fasern für regionale Wertschöpfungsketten sowie der Bewilligung des zugehörigen Nachfolgeprojekts Pflanzenbasierte Fasern für regionale Wertschöpfungsketten – Skalierung der biobasierten Bauwirtschaft, - Bewilligung des baden-württembergischen Förderprojekts Bioökonomiestrategie für die TechnologieRegion Karlsruhe – RE2source sowie - die Aufnahme der TechnologieRegion Karlsruhe als Beispielregion für industrielle Bioökonomie durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz. ▪ die Bewilligung des baden-württembergischen Förderprojekts H2iPort KA Mod mit dem Ziel die Rheinhäfen Karlsruhe zum Import-Hub für grünen Wasserstoff auszubauen. ▪ die Bewilligung des RegioWIN 2030-Leuchtturmprojekts RegioKArgoTramTrain mit einem Fördervolumen von mehr als 3,9 Mio. Euro und die Auszeichnung des RegioWIN 2030-Leuchtturmprojekts LastMileCityLab mit „Innovationspreis Reallabor 2022“ durch das durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz. ▪ der weitere Ausbau und die verstärkte Positionierung im internationalen Kontext durch - die Etablierung des Mobilitätscluster Karlsruhe Mobility Lab, - die Einbindung in europäische Projekte (z. B. TetRRIS) u. a. durch Delegationsreisen nach Brüssel und Tampere sowie - die Vertragsverlängerung der Kooperation mit dem Weltverband für das öffentliche Verkehrswesen (UITP) samt Weiterbetrieb des UITP Regional Training Centre Karlsruhe. ▪ die Etablierung der Veranstaltungsreihe Transformation der regionalen Automobilwirtschaft in Kooperation mit dem an und der Stadt Rastatt. Ausblick Die TechnologieRegion Karlsruhe setzt weiterhin auf ihre Schwerpunkthemen Energie, Mobilität und Digitalisierung sowie den weiteren Ausbau der Standortvermarktung der Region im nationalen wie internationalen Umfeld. Hinzu kommt als neuer Themenschwerpunkt die „Bioökonomie“, um eine regionale Rohstoffwende weg von fossilen Ausgangsstoffen hin zu regenerativen Rohstoffen zu ermöglichen. Hier strebt die TRK an, bundesweite Modellregion zu werden. Die TRK wird ihre Aktivitäten insbesondere im Hinblick auf die Zukunftstechnologie Wasserstoff weiter intensivieren. 234 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | TechnologieRegion Geothermie als wichtiger Baustein der Wärmewende in Verbindung mit der CO2-freien Gewinnung von Lithium als unverzichtbarer Bestandteil einer regionalen Wertschöpfungskette „Elektromobilität“ wird wichtiges Thema der Positionierung der Region sein – nicht zuletzt im Hinblick auf die Transformation der regionalen Automobil- und ihrer Zuliefererindustrie. Das Welcome Center für internationale Fachkräfte und Unternehmen soll weiter ausgebaut und dessen Aktivitäten noch stärker in die Region aber auch nach Indien ausgedehnt werden. Risiken Die Auswirkungen durch Inflation, Lieferkettenunterbrechungen, steigende finanzielle Belastungen der Kommunen etc. kann zu einem verminderten Engagement von Partnern in Projekten oder Beteiligungen führen und sind in ihren Folgen für die Arbeit der TRK GmbH nicht abzusehen. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Mit der Verabschiedung der Regionalen Entwicklungsstrategie TechnologieRegion Karlsruhe 2030 und insbesondere der Energiestrategie der TechnologieRegion Karlsruhe „Smart Energy – TRK Mission 1.5 Grad“ wurde für die Region festgelegt, dass die klimapolitischen Ziele der Pariser Klimaschutzkonferenz 2015 auf regionaler Ebene erreicht werden sollen, die TRK durch ihr Handeln zur Erreichung dieser Ziele zum Vorbild für nachhaltiges Wirtschaften und die Gestaltung von Energiesystemen wird und ihren Bürgerinnen und Bürgern eine lebenswerte und attraktive Umwelt bietet. Konkret umgesetzt werden die genannten Vorgaben u.a. durch Projekte in den Bereichen: - Bioökonomie/Kreislaufwirtschaft - Positionierung der TRK zur Geothermie - Grüner Wasserstoff - Mitwirkung im Leuchtturmprojekt regioKArgoTramTrain in Karlsruhe und der Region zur Entlastung der Innenstädte von fossil betriebenen Lieferfahrzeugen Mitwirkung im Leuchtturmprojekt LastMileCityLab in Bruchsal zum CO2-freien Güterverkehr auf der letzten und vorletzten Meile Kurzbilanz 2022 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Schecks, Kassenbestand, Flüssige Mittel sowie Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 3 29.172 0 153.745 496.551 4.105 683.576 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Verlustvortrag Jahresfehlbetrag Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 38.400 560.408 -85.183 31.582 545.207 22.297 116.072 0 683.576 TechnologieRegion | Stadtkämmerei | 235 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2019 bis 2023 in T€ 2019 2020 2021 2022 Plan 2022 1)2) Plan 2023 1)2) 1. Umsatzerlöse +1.374 +982 +996 +1.520 +948 +975 2. Grundstückerlöse +0 +0 +0 +0 +0 +0 3. Aktivierte Eigenleistungen +0 +0 +0 +0 +0 +0 4. Sonstige betriebliche Erträge +156 +297 +149 +21 +645 +828 5. Materialaufwand -250 -238 -304 -380 -151 -184 6. Personalaufwand -451 -581 -558 -559 -581 -645 7. Abschreibungen -44 -46 -44 -30 -15 -15 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -626 -278 -255 -618 -811 -833 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +0 +0 +0 +0 +0 +0 10. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen +0 +0 +0 +0 +0 +0 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +0 +0 +0 +0 +0 +0 12. Ergebnis nach Steuern -78 +136 -15 -46 +35 +74 13. Sonstige Steuern +46 +8 +12 +78 +0 +0 14. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -32 +144 -3 +32 +35 +74 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan“; eine förmliche Fortschreibung des Wirtschaftsplanes erfolgte nicht. 2) Die Unterscheidung in Materialaufwand und sonstigem betrieblichen Aufwand beruht auf einer überschlägigen Schätzung. Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2019 2020 2021 2022 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 31,1 14,8 8,5 4,3 2. Umlaufintensität (in %) 68,9 85,2 91,5 95,7 3. Investitionen (in T€) 45 40 52 30 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 88,2 86,0 83,2 80,2 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 283,7 579,6 984,4 1.868,7 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) -2,8 +14,7 -0,3 +2,1 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) -8,6 +28,2 -0,7 +5,8 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) -7,6 +24,2 -0,6 +4,6 4. Kostendeckung (in %) 82,9 94,1 85,8 95,7 5. Cash-Flow (in T€) 13 190 40 62 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 32,9 55,7 48,0 35,2 2. Personalaufwand je Mitarbeitenden (in €) 82.019 86.751 67.184 62.901 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. 236 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | TechnologieRegion 237 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | TechnologieRegion IV. Rechtlich selbstständige Stiftungen 238 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | ZKM 1. ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe Kontaktdaten Lorenzstraße 19, 76135 Karlsruhe Telefon: 0721 8100-0 Fax: 0721 8100-1139 info@zkm.de www.zkm.de Gründung 1989 als Stiftung des öffentlichen Rechts Stiftungszweck Zwecke der Stiftung einschließlich ihrer Betriebe gewerblicher Art sind die Förderung von Wissenschaft und Forschung, Bildung sowie von Kunst und Kultur. Die Stiftung einschließlich ihrer Betriebe gewerblicher Art hat die Aufgabe, als Einrichtung der Forschung, der Kulturvermittlung und der Weiterbildung eine umfassende Auseinandersetzung mit Kunst und Medien sowie Medientechnologie, insbesondere in den Bereichen Bild, Musik, Sprache und Verbindungen unter ihnen, zum Beispiel Performance, Objekt und Architektur, zu ermöglichen. Vorstand Künstlerisch-wissenschaftliches Vorstandsmitglied: Prof. Dr. h.c. mult. Peter Weibel Geschäftsführendes Vorstandsmitglied: Dr. Helga Huskamp Stifter Land Baden-Württemberg Stadt Karlsruhe Stiftungskapital 50 % = 50 % = 127.822,97 € 127.822,97 € 100 % = 255.645,94 € Stiftungsrat (stimmberechtigte Mitglieder) OB Dr. Frank Mentrup (Vorsitz) Staatssekretärin Petra Olschowski (stellv. Vorsitz bis Mitte 2022) Arne Braun (stellv. Vorsitz ab Mitte 2022) Dr. Klaus Heilgeist StR Renate Rastätter MR Reiner Ilg MR Martin Neumaier Beratende Mitglieder StR Elke Ernemann, StR Tom Høyem Michael Salbeck MdL Alexander Salomon MdL Stefanie Seemann MdL Dr. Alexander Becker MdL Martin Rivoir Prof. Dr. Manfred Popp Dominika Szope Kuratorium Prof. Dr. Manfred Popp (Vorsitz) Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Stiftung hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Mietvertrag vom 20. November 1997 mit der Stadt Karlsruhe über die Anmietung der Lichthöfe 1,2, 6 bis 9 und des Glaswürfels des ehemaligen IWKA-Hallenbaus in der Fassung vom 11./16. Oktober 2007. Mietvertrag über die Anmietung der ehemaligen G.Braun-Halle, die vom ZKM als Außenlager genutzt wird Stromliefervertrag mit der E.Vita GmbH in Stuttgart Betreibervertrag über den technischen Betrieb des Hallenbaus mit dem Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft der Stadt Karlsruhe ZKM | Stadtkämmerei | 239 Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2019 2020 2021 2022 Beschäftigte/Angestellte 89 90 93 100 Beamte 2 3 2 2 Gesamtbelegschaft 91 93 95 102 Volontäre 14 12 14 12 Sonstiges Personal (Praktikanten und Hilfskräfte) 39 41 38 38 Auszubildende 4 2 2 1 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Volontäre, Auszubildende, FSJ-Stellen, Praktikanten und Aushilfskräfte Leistungszahlen 2019 bis 2022 2019 2020 2021 2022 1. Anzahl der Besucher (virtuelle Besucher über digitale Angebote) 258.690 69.908 (122.536) 3 52.658 (8.510) 3 179.299 (1.573) 3 2. Zuschuss pro Besucher (in €) (virtuelle Besucher über digitale Angebote) 66 245 (89) 331 (285) 101 (100) 3. Finanzierung (in %) Eigenfinanzierungsquote 1) 5,34 3,10 3,50 5,43 Drittmittelfinanzierungsquote 2) 8,34 3,92 8,98 7,45 4. Zahl der Veranstaltungen Ausstellungen 9 4 6 10 Vorträge/Symposien 31 52 68 39 Musikveranstaltungen 12 8 10 19 Gruppenführungen 1283 470 475 693 Sonstiges 90 36 44 78 Zusammen 1.425 570 603 839 1) Verhältnis Umsatzerlöse – Summe der Aufwendungen 2) Verhältnis Zuwendungen Dritter – Summe der Aufwendungen 3) Art der Ermittlung der digitalen Besucher hat sich verändert, Rückgang der digitalen Angebot durch veränderte Coronasituation Finanzielles Engagement der Stifter in den Jahren von 2019 bis 2022 in T€ 1) 2019 2020 2021 2022 1. Land Baden-Württemberg 8.499 8.549 8.740 9.054 2. Stadt Karlsruhe 8.499 8.549 8.740 9.054 Zusammen 16.998 17.098 17.480 18.108 1) In den Zuwendungen nicht berücksichtigt sind die zusätzlichen Mittel für den sogenannten Baukorridor. Hierfür stehen jährlich pro Stifter 350 T€ zur Verfügung. Der Abruf der Mittel erfolgt bedarfsgerecht, nicht abgerufene Mittel werden auf das Folgejahr vorgetragen. Geschäftsverlauf 2022 Seit dem Frühjahr 2022 hat das ZKM in Hinblick auf Veranstaltungen, Ausstellungen und Konzerte trotz anhaltender Corona-Pandemie zunehmend wieder an Normalität gewinnen können. Über den Sommer gab es eine hohe Anzahl an Corona-Erkrankungen in der Mitarbeiterschaft, die aber alle über eine kollegiale Zusammenarbeit aufgefangen werden konnten. Mit dem Krieg in der Ukraine hat sich im kuratorischen Bereich kurzfristig ein Solidarity Team gebildet, um als ZKM die Aufnahme ukrainischer und russischer Künstler*innen und Kurator*innen als Stipendiat*innen zu ermöglichen. Die ursprünglich auf 6 Monate angelegte Hilfe konnte dank der finanziellen Unterstützung des Goethe-Instituts bis zum Ende des Jahres verlängert werden. Die Stipendiat*innen haben auch über das Jahresende hinaus die Möglichkeit, am ZKM zu arbeiten. Das Programm 240 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | ZKM des ZKM war über den Sommer und Herbst 2022 sehr vielseitig und umfangreich. Das Ausstellungsprogramm umfasst dabei auch einige Ausstellungen, die eigentlich für das Jahr 2021 geplant gewesen waren und wegen Corona nicht stattfinden konnten. Somit ergab sich eine enge Taktung an Eröffnungen, wobei jede Ausstellung aber sehr gut von den Besuchenden angenommen wird. In finanzieller Hinsicht hat sich das gesamte Jahr 2022 grundsätzlich besser entwickelt als erwartet. Insbesondere die Umsatzerlöse konnten dank gestiegener Besucherzahlen und Fremdveranstaltungen im Vergleich zum ursprünglichen Ansatz deutlich gesteigert werden. Der Jahresverlust resultiert im Wesentlichen aus der erstmaligen Rückstellungsbildung für Überstunden und Resturlaub. Diagramm: Entwicklung der Besucherzahlen 2012 bis 2022 (ohne Schlosslichtspiele) Ausblick Auf das 4. Quartal folgt mit Beginn des Jahres 2023 die Abschlussphase von Peter Weibels Zeit als künstlerisch- wissenschaftlicher Leiter des ZKM. Somit liegt im ersten Quartal des Jahres 2023 der Fokus auf den Vorbereitungen der großen Abschiedsausstellung von Peter Weibel Renaissance 3.0. Ein Basislager für neue Allianzen von Kunst und Wissenschaft im 21. Jahrhundert (25.03.2023 – 07.01.2024) sowie des begleitenden Symposiums zu Wissenschaft und Kunst. Zuvor werden im Januar und Februar die zwei kleineren Ausstellungen Analivia Cordeiro. From Body to Code (28.01.2023 – 07.05.2023) und the intelligent.museum is around the corner (08.02.2023 – 04.06.2023) eröffnet. Besonders hervor zu heben ist auch die Übergabe des William Forsythe Archive an das ZKM, verbunden mit einem Gesprächsabend zwischen dem renommierten Choreographen und Peter Weibel im Februar. International ist das ZKM mit den Ausstellungen respectively, Peter Weibel. Art as an Act of Cognition im National Museum of Modern and Contemporary Art, Seoul (03.02.2023 – 14.05.2023) und in Indien mit Critical Zones. In Search of a Common Ground on Tour. Leider konnte Peter Weibel die Eröffnung seiner Abschiedsausstellung nicht mehr erleben. Er verstarb am 1. März 2023 nach kurzer, schwerer Krankheit. 210.360 258.690 179.299 69.908 0 50.000 100.000 150.000 200.000 250.000 300.000 20122013201420152016201720182019202020212022 Jahr ZKM | Stadtkämmerei | 241 Risiken Das Risiko einer möglichen Kürzung der Grundfinanzierung von Stadt und Land in den künftigen Jahren, bleibt weiterhin bestehen. Hinzu kommen Risiken aus den finanziellen Folgen des Ukraine-Kriegs und damit verbundene Preissteigerungen und der Lieferkettenproblematik in allen Bereichen. Ein weiteres Problem stellen die steigenden Energiepreise dar, die das ZKM bereits jetzt schon bei der Fernwärme betrifft. Ab dem Jahr 2024 schlagen die gestiegenen Stromkosten aufgrund der aktuellen Preise mit Mehrkosten von knapp 600.000 € zu Buche, wobei diese Berechnung davon ausgeht, dass auch in 2024 die Preisbremse der Bundesregierung greift. All die genannten Aspekte führen dazu, dass die verfügbaren Programmittel ab 2024 deutlich schrumpfen, so dass drastische Einschnitte im Programm notwendig sein werden. Ausbleibende Drittmitteleinnahmen sowie ein Besucherrückgang und rückläufige Vermietungen stellen ein weiteres Risiko dar. Weiter steigende Gebäudekosten sowohl im Betrieb als auch in der Bauunterhaltung, die über die Grundfinanzierungsmittel nicht ausgeglichen werden. Sollten die Mittel von Stadt und Land für den sogenannten Baukorridor nicht aufgestockt werden, könnten auch dadurch zusätzliche Risiken für den Haushalt des ZKM verbunden sein. Klimaschutz und Nachhaltigkeit In enger Abstimmung mit dem Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft der Stadt Karlsruhe (HGW) hat das ZKM ab Sommer 2022 zahlreiche Maßnahmen zur Energieeinsparung in den Bereichen Heizung, Lüftungsanlagen, Klimatisierung und Stromversorgung umgesetzt. Ein Vergleich des 2. Halbjahres 2021 mit dem 2. Halbjahr 2022 zeigt, dass durch die Maßnahmen, auf den gesamten Hallenbau gerechnet, rund 18 % Strom eingespart werden konnte, was ca. 420.000 kWh Strom entspricht. Für das Jahr 2023 plant das ZKM eine erste Klimabilanz für das Vor-Corona-Jahr 2019 zu erstellen. Davon ausgehend werden dann weitere Maßnahmen im Sinne von Green Culture unternommen. Zudem ist das ZKM in der AG Green Culture der Landeskultureinrichtungen vertreten und hat an dem Leitfaden Green Culture mitgewirkt. Das denkmalgeschützte Gebäude befindet sich im Eigentum der Stadt Karlsruhe. Vorläufige Kurzbilanz 2022 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Kunstwerke Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Sonstige Forderungen Kassenbestand, Forderungen gegenüber der Stadt Karlsruhe Rechnungsabgrenzungsposten 376 1.137.225 16.976.411 0 184.511 163.028 13.971 2.171.321 115.529 20.762.372 A. B. C. D. E. F. Eigenkapital Stiftungsstock Zuführung durch Schenkungen Gewinnvortrag Vorjahre Rücklagen Jahresfehlbetrag Buchmäßiges Eigenkapital Erhaltene Anzahlungen Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt Verbindlichkeiten aus L + L Rückstellungen Rechnungsabgrenzungsposten 255.646 3.767.505 14.220.530 880.662 -548.000 18.576.343 0 1.688 941.676 882.126 360.539 20.762.372 242 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | ZKM Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2019 bis 2023 in T€ 2019 2020 2021 2022 1) Plan 2022 2) Plan 2023 2) 1. Umsatzerlöse +1.263 +646 +825 +1.292 +760 +1.035 2. Bestandveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen +2 +104 +15 +0 +0 +0 3. Sonstige Zuwendungen Dritter +19.484 +18.398 +20.019 +21.592 +20.041 +20.359 4. Sonstige betriebliche Erträge +336 +675 +379 +342 +350 +350 5. Personalaufwand -7.470 -7.807 -8.173 -9.510 -8.450 -8.913 6. Aufwendungen für bezogene Leistungen -9.565 -7.295 -10.394 -10.249 -8.600 -10.725 7. Abschreibungen -581 -536 -1.273 -660 -700 -550 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.421 -3.453 -1.311 -3.362 -3.305 -1.349 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +8 +11 +12 +15 +4 +8 10. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -5 -3 -6 -8 -4 -6 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3 +0 +0 +0 +0 +0 12. Ergebnis nach Steuern +51 +740 +93 -548 +96 +209 13. Sonstige Steuern +0 +0 +0 +0 +0 +0 14. Neutraler Ertrag 3) +0 +0 +0 +0 +0 +0 15. Neutraler Aufwand 3) +0 +0 +0 +0 +0 +0 16. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 4) +51 +740 +93 -548 +96 +209 1) Vorläufige Angaben 2) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan” (das heißt nicht fortgeschrieben) 3) Nach den neuen Bilanzierungsrichtlinien sind die neutralen Aufwendungen und Erträge unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge zu subsumieren. Dies wurde bei den Abschlusszahlen ab 2016 berücksichtigt 4) Der Jahresüberschuss wird zusammen mit den Abschreibungen zur Deckung des Liquiditätsbedarfs für die vorgesehenen Investitionen benötigt. Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2019 2020 2021 2022 1) I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 86,3 85,4 80,1 87,2 2. Umlaufintensität (in %) 13,7 14,6 19,9 12,8 3. Investitionen (in T€) 607 983 1.136 716 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 89,6 88,9 84,4 90,4 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 103,8 104,0 105,3 103,6 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) +4,0 +114,5 +13,0 -42,4 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) +0,3 +4,1 +0,5 -2,9 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +0,3 +3,6 +0,4 -2,6 4. Kostendeckung (in %) 6,0 3,4 3,4 5,4 5. Cash Flow (in T€) 632 1.276 1.366 112 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 35,5 40,9 38,6 40,0 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 50.470 52.750 54.852 62.157 2) 1) Vorläufige Angaben 2) Bedingt durch die erstmalige Rückstellung von Überstunden und Resturlaub weicht diese Kennzahl im Vergleich zu den Vorjahren deutlich ab. Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. Heimstiftung | Stadtkämmerei | 243 2. Heimstiftung Karlsruhe Kontaktdaten Karlstraße 54, 76133 Karlsruhe Telefon: 0721 133-5437 Fax: 0721 133-5109 www.heimstiftung-karlsruhe.de Gründung 17. August 1994 Stiftungszweck Zweck der Stiftung ist die Errichtung und der Betrieb von Kinder- und Jugendheimen, Alten- und Pflegeheimen, betreuten Seniorenwohnungen sowie stationären, teilstationären und ambulanten Einrichtungen der Sozialhilfe und der Jugendhilfe. Zu den Einrichtungen der Jugendhilfe zählt auch eine private staatlich anerkannte Schule (Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit dem Förderschwerpunkt soziale und emotionale Entwicklung). Die Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ (§§ 51ff) der Abgabenordnung (Stiftungssatzung vom 27. Juli 2010). Vorstand BM Martin Lenz (als ständiger Vertreter des Oberbürgermeisters) Stifter Stadt Karlsruhe Stiftungskapital ca. 6,2 Mio. € Stiftungsrat (stimmberechtigte Mitglieder) BM Martin Lenz (Vorsitz) StR Dr. Thomas Müller (stellv. Vorsitz bis 30.06.2022) StR Michael Borner (stellv. Vorsitz ab 01.07.2022) StR Verena Anlauf StR Rebecca Ansin StR Yvette Melchien StR Niko Riebel StR Karin Wiedemann (bis 30.09.2022) StR Karsten Lamprecht (ab 01.10.2022) StR Jürgen Wenzel Beratende Mitglieder: Alexandra Ries Karina Langeneckert Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Stiftung hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge - Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2019 2020 2021 2022 Beschäftigte 4) 304,3 311,2 322,5 328,3 Beamte 4) 5) 16,3 16,8 12,8 13,7 Gesamtbelegschaft 320,6 328,0 335,3 342,0 Auszubildende 27,3 33,0 32,0 37,0 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten/Beamte 5) Einschließlich vom Land Baden-Württemberg abgeordneter Lehrerinnen und Lehrer an der Augartenschule 244 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | Heimstiftung Leistungszahlen 2019 bis 2022 in Prozent Auslastung der Einrichtungen 2019 2020 2021 2022 1. Pflege und Wohnen Alte Mälzerei Betreutes Wohnen 91,44 92,00 88,00 100,00 Pflegeheim 93,81 98,00 97,00 96,00 2. Seniorenzentrum Parkschlössle Betreutes Wohnen 85,42 91,00 95,00 90,00 Pflegeheim 96,26 97,00 98,00 96,00 3. Sybelcentrum Vollstationäre Gruppen 81,50 77,00 88,00 82,00 Tagesgruppen 92,85 98,00 106,00 103,00 Plätze im betreuten Wohnen 100,00 82,00 90,00 88,00 4. Wohnen Leben Perspektiven 95,20 97,00 91,00 95,00 5. Seniorenresidenz am Wetterbach 81,53 79,00 80,00 88,00 Finanzielles Engagement der Stadt Karlsruhe in den Jahren 2019 bis 2022 in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Investitionszuschüsse (Sybelcentrum) 570 1.083 3.850 7.261 2. Sonstige Zuschüsse (u.a. Augartenschule/ Fundraising-Zuschuss) 5 15 - - 3. Zuschuss Schulkoordination 60 60 60 60 Zusammen 635 1.158 3.910 7.321 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2022 Im Geschäftsjahr 2022 ergab ein Fehlbetrag in Höhe von 469 T€. 2022 war in der Heimstiftung Karlsruhe weiterhin Corona prägend. Hinzu kamen der Krieg in der Ukraine mit seinen Auswirkungen und der immer spürbarer werdende Fachkräftemangel. Diagramm: Entwicklung der Ergebnisse 2012 bis 2022 (in T€) -374 451 -147 -178 241 -35 85 61 -469 -600 -400 -200 0 200 400 600 20122013201420152016201720182019202020212022 Jahr Heimstiftung | Stadtkämmerei | 245 Die Angliederung der Seniorenresidenz am Wetterbach an Pflege und Wohnen Alte Mälzerei bewährte sich, auch wenn zeitweise die Unterstützung durch Leasing-Kräfte notwendig war. Die Belegung stabilisierte sich auf einem höheren Niveau als die Jahre zuvor. Erst im Herbst erholte sich auch die personelle Situation wieder. Die Einrichtung Pflege und Wohnen Alte Mälzerei verzeichnet im Berichtsjahr einen Fehlbetrag. Das Ergebnis beinhaltet die dazugehörigen Einrichtungen des „Betreuten Wohnens“. Die Einrichtung war im Jahr 2022 trotz Corona und Auswirkungen des Ukrainekriegs mit 97 % (2021 96 %) sehr gut ausgelastet. Das Hausgemeinschaftsmodell in Pflege und Wohnen Alten Mälzerei wird weiterhin gut angenommen In der Seniorenresidenz am Wetterbach wurde die Planung des seit langem vorgesehenen Umbaus fortgesetzt. Ein Gutachten des TÜV und eines zum Brandschutz wurden erstellt und zeigten notwendige Maßnahmen, die noch vor dem Umbau zu tätigen sind. Die Gutachten führten zu ungeplanten Kosten, aber auch zu neuen Erkenntnissen über die Gebäudestruktur, die für die weiteren Umbauplanungen hilfreich sind. Im Seniorenzentrum Parkschlössle wurde weiterhin eine sehr gute Belegung erzielt. Personell gab es Veränderung in den Eingruppierungen, was zu höheren Ausgaben führte. Damit konnte wichtiges Personal gehalten werden. Die neue Lichtrufanlage wurde wie geplant eingebaut. Das Sybelcentrum schloss 2022 mit einem negativen Ergebnis. In den Kinder- und Jugendhilfen musste Anfang des Jahres für das gesamte Jahr die Inobhutnahmegruppe Noah 2 (für Jungen) wegen Personalmangels geschlossen werden. In den beiden anderen Gruppen Haus Noah (koedukative Gruppe) und MIKA (Mädchengruppe) wurden mit dem Einverständnis des KVJS die Platzzahlen erhöht, so dass statt 21 Plätzen lediglich 18 Plätze angeboten werden konnten. Diese waren recht gut belegt, insbesondere da im Laufe des Jahres die Zahl der unbegleiteten minderjährigen Ausländer*innen wieder zunahm. Sämtliche anfallenden Kosten für die Umsetzung der Corona-Schutzmaßnahmen (Tests, Masken, Desinfektionsmittel, etc.) waren wie in den vergangenen Jahren für die Kinder und Jugendlichen im Sybelcentrum nicht refinanziert. In der Tagespflege am Klosterweg fiel ab Juli die Beschränkung der Platzzahl wegen der Abstandsregelung weg und ebenso wie im gesamten Bereich von Pflege und Wohnen die Corona-Ausgleichszahlung. Das Angebot lief durchweg, aber mit schwankender Besucher*innenzahl. Das Berichtsjahr im Bereich der Tagespflege am Klosterweg wurde mit einem Fehlbetrag abgeschlossen. Die Tagespflege am Klosterweg konnte aufgrund der Hygiene- und Schutzverordnungen bis 30.06.2022 nur eine eingeschränkte Anzahl an Gästen aufnehmen. Bis dahin konnten die dadurch bedingten Ertragsausfälle durch die Corona-Hilfen aufgefangen werden. In der mobilen Pflege Fidelitas blieb die Situation stabil. Das Angebot wurde uneingeschränkt angefragt und angenommen. Der ambulante Dienst schließt mit einem positiven Ergebnis. Die Angebote der mobilen Pflege Fidelitas wurden in 2022 gut nachgefragt. Bei Wohnen Leben Perspektiven fand in der Wohngruppe Weitblick eine Platzreduzierung statt, nachdem es keine Ausnahmegenehmigung mehr für ein Zimmer gab, das zu wenig Quadratmeter hat. Damit hat die Wohngruppe Weitblick seit letzten Herbst noch 9 Plätze, die Wohngruppe Passagehof unverändert 10 Plätze. Beide Gruppen sind gut belegt. Innerhalb der Stiftungsverwaltung bedeutete die Bildung eines Haustechnik-Pools eine große Herausforderung. Mit diesem über den Einrichtungen stehenden Mitarbeiter*innen-Pool soll die haustechnische Versorgung aller Bereiche der Heimstiftung Karlsruhe gewährleistet werden. Denn bisher waren die Seniorenresidenz am Wetterbach und die Stiftungsverwaltung haustechnisch nicht ausgestattet und mussten häufig Handwerker von außen auch für kleinere Arbeiten beauftragen. Ausblick Das Jahr 2023 wird nach ein herausforderndes Jahr. Eine hohe Inflation, die für das gesamte Jahr prognostiziert wird, dementsprechend hohe Kosten (Lebensmittel, Energie, Transport), aber auch der Fachkräftemangel werden dieses Jahr prägen. Hinzu kommen Herausforderungen im Bereich der Gebäudewirtschaft/Instandhaltung: - der im November 2022 im Stiftungsrat beschlossene und im Februar 2023 umgesetzte Kauf der 2 Gebäude in der Augartenstraße 75 - der Umbau der Seniorenresidenz am Wetterbach 246 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | Heimstiftung - der Umbau des Gebäudes am Klosterweg nach dem Auszug des Sybelcentrum - notwendige Instandhaltungsmaßnahmen im Parkschlössle (Erneuerung der Böden in 2 weiteren Wohnbereichen). Risiken Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland bleibt auch 2023 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine, der damit verbundenen Inflation und den Energiepreiserhöhungen und Material- und Lieferengpässen, den massiv steigenden Preisen beispielsweise für Nahrungsmittel. Das wird sich auch auf den laufenden Betrieb in allen Bereichen der Heimstiftung Karlsruhe weiter auswirken. Der Fachkräftemangel ist da, und es bleibt offen, ob ausreichend Personal in allen Bereichen eingesetzt werden kann. Mit Blick auf die geplanten neuen Angebote in Wolfartsweier und im Klosterweg 1b muss über das gesamte Jahr Personal gesucht und Personalentwicklung (Leitungsstellen besetzen, u.a.) umgesetzt werden. Das geht über die verhandelten Personalschlüssel hinaus und bedeutet erhöhte Aufwendungen für das Personal. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Am Parkschlössle schreitet die Umsetzung der Solaranlage weiter voran. Bei der mobilen Pflege Fidelitas wurde der Ladestützpunkt auf dem Gelände Klosterweg errichtet und die ersten Bestellungen von E-Fahrzeugen sind erfolgt. Eine weitere Lademöglichkeit ist auf dem Gelände des Sybelcentrums im Rahmender Sanierung geplant. Vorläufige Kurzbilanz 2022 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 135.464 36.093.773 21.411 91.622 6.179.888 271.936 14.143 42.808.237 A. B. C. D. E. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Gewinnrücklage Verlustvortrag Jahresfehlbetrag Buchmäßiges Eigenkapital Sonderposten Fördermittel für Investitionen Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 6.219.919 1.163 -1.743.530 -468.858 4.008.694 5.876.359 1.449.996 31.473.188 0 42.808.237 Heimstiftung | Stadtkämmerei | 247 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2019 bis 2023 in T€ 2019 2020 2021 2022 1) Plan 2022 2) Plan 2023 2) 1. Erträge aus allg. Pflegeleistungen +10.029 +10.596 +12.050 +12.352 +11.715 +12.512 2. Erträge aus Unterkunft und Verpflegung +2.774 +2.870 +2.925 +2.998 +2.948 +2.948 3. Erträge aus Weiterberechnung von Investitionskosten +1.584 +2.006 +1.965 +1.925 +1.981 +1.975 4. Zuweisungen und Zuschüsse zu Betriebskosten +1.809 +2.549 +1.943 +1.843 +1.958 +1.931 5 Sonstige betriebliche Erträge +10.648 +12.105 +11.522 +11.001 +11.598 +11.502 = Summe der Erlöse und Erträge +26.844 +30.126 +30.405 +30.119 +30.200 +38.868 6. Materialaufwand -4.094 -4.981 -4.143 -4.239 -3.622 -5.257 7. Personalaufwand -19.550 -20.635 -21.736 -22.408 -22.071 -21.887 8. Steuern, Abgaben, Versicherungen -119 -83 -121 -133 -136 -96 9. Sachaufwendungen für Nebenbetriebe -25 -11 -11 -16 -11 -12 10. Mieten, Pacht und Leasing -1.190 -1.994 -2.273 -2.232 -2.106 -2.018 = Zwischenergebnis I +1.866 +2.422 +2.121 +1.090 +2.254 +1.598 11. Erträge aus Auflösung von Sonderposten +376 478 +440 +1.203 +429 +459 12. Aufwendungen für Zuführung zu Sonderposten -570 -905 -328 -195 -735 -215 13. Abschreibungen -1.088 -1.205 -1.290 -1.296 -1.212 -1.266 14. Aufwendungen für Instandsetzungen -714 -486 -734 -879 -557 -545 = Zwischenergebnis II -130 +304 +209 -76 +179 +31 15. Zinsen und ähnliche Erträge +13 +13 +17 +18 +15 +17 16. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -251 -232 -165 -157 -188 -133 = Zinssaldo -238 -219 -148 -138 -173 -117 17. Ergebnis nach Steuern -368 +85 + 61 -469 +6 -85 1/8 Außerordentliche Erträge/Aufwendungen +0 +0 +0 +0 +0 +0 19. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -368 +85 +61 -469 +6 -85 1) Vorläufige Angaben 2) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan” (das heißt nicht fortgeschrieben V Vorläufige Angaben 248 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | Heimstiftung Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2019 2020 2021 2022 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 85,2 84,4 84,2 84,7 2. Umlaufintensität (in %) 15,0 15,6 18,8 15,3 3. Investitionen (in T€) 2.222 1.406 4.636 6.626 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 14,0 14,2 12,7 9,4 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 16,6 16,8 15,1 11,1 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) -1,3 +0,3 +0,2 -1,6 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) -8,5 +1,9 +1,4 -11,7 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) -1,5 +1,0 +2,2 -3,2 4. Kostendeckung (in %) 98,7 98,7 100,1 94,7 5. Cash Flow (in T€) +805 +1.223 +1.458 +876 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 73,3 67,6 71,6 70,4 2. Personalaufwand je Mitarbeitender (in €) 60.979 62.529 67.402 68.261 1) Vorläufige Angaben Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. Wirtschaftsstiftung | Stadtkämmerei | 249 3. Wirtschaftsstiftung Südwest Kontaktdaten Zähringer Straße 65 a, 76133 Karlsruhe Telefon: 0721 133-7330 Fax: 0721 133-7339 info@wirtschaftsstiftung.de www.wirtschaftsstiftung.de Gründung 19. Dezember 2000 Stiftungszweck Förderung der Volks- und Berufsbildung der Allgemeinheit im Wirtschaftsraum Südwest (Stiftungssatzung vom 14. Dezember 2011). Vorstand Michael Kaiser (Vorsitz) Marc Sesemann Andreas Lorenz (bis September 2022) Andreas Thorwarth (ab Oktober 2022) Dr. Olaf Sauer Gesellschafter Stadt Karlsruhe Sparkasse Karlsruhe Volksbank pur eG Stiftungskapital 98 % = 1 % = 1 % = 99.960 € 1.020 € 1.020 € 100 % = 102.000 € Stiftungskuratorium OB Dr. Frank Mentrup Michael Huber (Vorstandsvorsitzender Sparkasse Karlsruhe) Matthias Hümpfner (Vorstandsvorsitzender Volksbank pur eG) Beteiligungen (mindestens 25 %) An der Gesellschaft für Beratungen und Beteiligungen mbH (GfBB) ist die Stiftung mit nominal 64.500 € (10 %) beteiligt. Die übrigen Anteile halten Sparkasse Karlsruhe und Volksbank pur eG mit jeweils 290.250 € (45 %). Abschlussprüfung Die Bestellung eines Abschlussprüfers ist nach § 9 Abs. 3 Stiftungsgesetz Baden-Württemberg nicht zwingend notwendig und daher nicht erfolgt. Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2019 2020 2021 2022 Arbeiter 4) - - - - Angestellte 4) 3,0 2,2 0,75 0,7 Beamte 4) - 0,6 0,0 0,0 Gesamtbelegschaft 3,0 2,8 0,75 0,7 Auszubildende - - - 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte 4) Einschließlich der von der Stadt abgeordneten Beschäftigten/Beamten. 250 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | Wirtschaftsstiftung Finanzielles Engagement der Stadt Karlsruhe 2019 bis 2022 in T€ 2019 2020 2021 2022 Betriebsmittelzuschuss 60 60 60 60 Zuschuss für die Kontaktstelle Frau und Beruf 90 60 35 0 Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2022 Aufgabe der Wirtschaftsstiftung Südwest ist gemäß der Stiftungssatzung die Förderung des Grundwissens zur erfolgreichen Führung und Finanzierung kleinerer und mittelgroßer Unternehmen im Wirtschaftsraum Südwest. Sie wird insbesondere auf dem Gebiert der Volks- und Berufsbildung tätig. Mit Beschluss der Umwandlung der Stiftung in eine Verbrauchsstiftung durch die zuständigen Gremien werden seit 1. Januar 2017 jährlich zehn Prozent des Stiftungskapitals abgeschmolzen und fließen in Bildungsprojekte. So hat die Wirtschaftsstiftung Südwest 2022 zum 15. Mal einen Schulwettbewerb zur Berufsorientierung ausgeschrieben und fünf innovative Projekte von Schülerinnen und Schülern ausgezeichnet. Unterstützt wurden ferner u. a. der Intensiv-Zusatzunterricht an der Karlsruher Werner-von-Siemens-Schule zur Erreichung des Haupt- oder Werkrealschulabschlusses, Sozialkompetenztrainings zum Erlernen von Strategien für einen konfliktfreien Schulalltag an der Karlsruher Werner-von-Siemens-Schule, die kunsttherapeutische Förderung in internationalen Vorbereitungsklassen an der Pestalozzi-Schule in Karlsruhe-Durlach, am Markgrafen Gymnasium Durlach und an der Gutenbergschule Karlsruhe zur schnelleren Integration von Schülerinnen und Schülern. Außerdem hält die Wirtschaftsstiftung Südwest eine zehnprozentige Beteiligung an der GfBB Gesellschaft für Beratungen und Beteiligungen mbH, die 2022 Zuschüsse für Beratungen von kleinen und mittelständischen Unternehmen organisierte, die Innovationen von Geschäftsmodellen unter Einbezug von Digitalisierung und Nachhaltigkeit zum Inhalt hatten. Ausblick Auch im Jahr 2023 werden seitens der Wirtschaftsstiftung Südwest erneut 25.500 € in beschlossene Bildungsprojekte fließen. Entsprechend des Gesellschafterbeschlusses vom 5. Dezember 2022 wurde zum 31. Dezember 2022 die Liquidation der Gesellschaft für Beratungen und Beteiligungen mbH (GfBB) angemeldet. Risiken Laut der Stiftung liegen derzeit keine Risiken vor. Vorläufige Kurzbilanz 2022 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 1 2 70.510 0 153.759 331 224.603 A. B. C. D. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Gewinnrücklagen Bilanzgewinn Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 102.000 124.611 - 7.675 218.936 3.340 2.327 0 224.603 Wirtschaftsstiftung | Stadtkämmerei | 251 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2019 bis 2022 in T€ 2019 2020 2021 2022 2) 1. Umsatzerlöse 1) +326 +239 +25 +60 2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen +0 +0 +0 +0 3. Sonstige betriebliche Erträge +0 +0 +0 +0 4. Personalaufwand -226 -219 -51 -54 5. Abschreibungen -3 -2 -1 0 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -85 -88 -42 -49 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge +1 +3 +1 +1 8. Erträge aus Beteiligungen +2 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +0 +0 +0 +0 10. Ergebnis nach Steuern +13 -66 -68 -40 11. Sonstige Steuern +0 +0 +0 +0 12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +13 -66 -68 -40 13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr +80 +108 +60 +14 14. Entnahme Stiftungskapital +25 +25 +25 +25 15. Entnahme aus Gewinnrücklagen +0 +0 +0 +0 16. Einstellung in Gewinnrücklagen -10 -7 -3 -7 17. Bilanzgewinn +108 +60 +14 -8 1) Hierin enthalten ist der Betriebsmittelzuschuss der Stadt Karlsruhe. 2) Vorläufige Angaben Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2019 2020 2021 2022 1) I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 14,9 15,3 22,4 31,4 2. Umlaufintensität (in %) 85,1 84,7 76,9 68,5 3. Investitionen (in T€) 0 0 0 0 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 78,1 69,8 82,3 97,5 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 524,9 454,8 367,2 310,5 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) +3,9 +24,8 +54,6 -66,6 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) +3,2 +18,2 +5,3 -18,3 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +2,5 +12,7 +4,3 -17,8 4. Kostendeckung (in %) +118,3 +77,7 +38,6 58,3 5. Cash Flow (in T€) +15 +61 +15 -40 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 68,2 71,0 78,2 52,6 2. Personalaufwand je Mitarbeitenden (in €) 62.552 78.115 67.640 77.371 1) Vorläufige Angaben Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. 252 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | Centre Culturel 4. Stiftung Centre Culturel Franco-Allemand Karlsruhe Kontaktdaten Karlstraße 52-54, 76133 Karlsruhe Telefon: 0721 16038-0 Fax: 0721 16038-29 info@ccfa-ka.de www.ccfa-ka.de Gründung 23. Januar 2002 Stiftungszweck Die Vertiefung der deutsch-französischen Beziehungen, die Verbreitung der französischen Sprache und Kultur in Karlsruhe und die Herstellung und Pflege der Beziehungen und des Austauschs zwischen französischen und deutschen Wissenschaftlern, Künstlern, Wirtschaftsleuten sowie in den sonstigen Bereichen der Gesellschaft (Stiftungsurkunde vom 23. Januar 2002). Vorständin Marlene Rigler Stifter Republik Frankreich Stadt Karlsruhe Stiftungskapital 50 % = 50 % = 12.800 € 12.800 € 100 % = 25.600 € Stiftungsrat Dr. Albert Käuflein, Bürgermeister der Stadt Karlsruhe (Vorsitz) Cyril Blondel, Kulturgesandter der franz. Botschaft in Berlin (stellv. Vorsitz) Dominika Szope, Leiterin des Kulturamtes der Stadt Karlsruhe Peter Dangelmaier, Abteilungsleiter Vorstandssekretariat der Sparkasse Karlsruhe Fabrice Marchetti, Werksleiter Michelin Karlsruhe Gael de Maisonneuve, Generalkonsul der Republik Frankreich in Stuttgart Matthias Wolf, Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg vertreten durch Steffen Straube-Kögler, Referat 21 Beteiligungen (mindestens 25 %) Die Stiftung hält keine entsprechenden Beteiligungen. Wichtige Verträge Mietvertrag mit Dr. Raulin über die Räumlichkeiten in der Karlstrasse 52-54. Kein Mietvertrag mit der Stadt mehr seit 2022. Abschlussprüfung Der Jahresabschluss 2022 wird vom Rechnungsprüfungsamt der Stadt Karlsruhe geprüft. Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2019 2020 2021 2022 Angestellte/Beschäftigte 3,9 4,2 3,2 2,8 Beamte - - - - Gesamtbelegschaft 3,9 4,2 3,2 2,8 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub oder Mutterschutz befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte Centre Culturel | Stadtkämmerei | 253 Finanzielles Engagement der Stadt Karlsruhe in den Jahren 2019 bis 2022 in T€ 2019 2020 2021 2022 1. Betriebsmittelzuschuss Stadt Karlsruhe 1) 194 194 194 197 2. Projektzuschüsse 8 26 10 14 3. Sonderzuschuss Stadt Karlsruhe Corona 0 0 28 0 4.Sonderzuschuss Stadt Karlsruhe für doppelte Miete aufgrund des Umzugs 0 0 0 13 5. Sonderzuschuss Stadt Karlsruhe Umzug in die Karlstr. 52-54 0 0 0 30 6.Sonderzuschuss Stadt Karlsruhe für Steuernachzahlungen 2012-2017 13 0 0 Zusammen 215 220 232 254 1) Betriebsmittelzuschuss stellt nur die Infrastruktur wie Miete und Personalkosten für die Direktorin und die stellvertretende Leiterin sicher. Leistungszahlen 2019 bis 2022 2019 2020 2021 2022 1. Sprachkurse 75 113 153 165 2. DELF-Prüfungen 777 634 910 1.403 3. Bibliothek 1) 101 87 158 170 4. Ausstellungen 6 4 6 3 5. Konzerte 0 0 1 4 6. Vorträge, Lesungen 9 0 10 13 7. Theater 2 0 1 0 8. Film 3 0 2 2 9. Diverse Veranstaltungen 6 7 6 52 Zusammen 979 845 1.247 1.812 1) Ausleihungen (keine Anmeldung mehr notwendig, gegen Pfand kann jeder ausleihen). Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2022 In 2022 konnte die Stiftung in neue Räumlichkeiten zentral im Stadtzentrum von Karlsruhe umziehen. Seit Juni gelang es, mit finanzieller Unterstützung von Stadt, Land und Sparkasse Karlsruhe, die ehemaligen Räume einer Bank zu Kurs- und Veranstaltungsräumen umzugestalten. Die offizielle Eröffnung am neuen Standort folgte am 30.09.2022. Seither finden vor allem Publikumsveranstaltungen wie Lesungen, Kinoabende aber auch Ausstellungen und Yoga in der zentralen Halle der neuen Räume statt. Ausblick Ins Jahr 2023 startet die Stiftung mit einer erhöhten Subvention des Landes, die besonders für junges Publikum aufgewendet werden soll. Dementsprechend wurde eine sehr erfolgreiche Aktionswoche in Schulen (Februar 2023) sowie eine Abschlussgala vorbereitet. Weitere Höhepunkte 2023 wird die Woche der Frankophonie mit zwei Veranstaltungen sowie die Fête de la musique vor dem Eingang der Stiftung sein. Risiken Budgetkürzungen der beiden Gesellschafterinnen stellen das Hauptrisiko dar. 254 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | Centre Culturel Klimaschutz und Nachhaltigkeit Verzicht auf Plastikflaschen stiftungsintern und bei Veranstaltungen. Sparsame Verwendung von Papier- Ressourcen zugunsten virtueller Dokumentspeicherung. Druck auf Recyclingpapier und mittels lokaler Dienstleister (Reduktion des CO-Ausstoßes durch Transportwege). Jahresabschlüsse in den Jahren von 2019 bis 2023 in T€ Das Rechnungswesen erfolgt durch eine Einnahmen-/Überschussrechnung. Eine Bilanz mit Gewinn- und Verlustrechnung ist daher nicht zu erstellen. 2019 1) 2020 2) 2021 2022 Plan 2022 Plan 2023 1. Übertrag liquide Mittel Vorjahr +11 +17 +39 +27 +27 +51 2. Kurse, Prüfungsgebühren +124 +110 +114 +155 +120 +130 3. Mitgliedsbeiträge +2 +2 +1 +1 +1 +2 4. Zuschüsse (allgemein) +256 +269 +288 +324 +302 +326 5. Allgemeine Spenden +0 +0 +0 +0 +0 +0 6. Projektzuschüsse +37 +91 +37 +59 +27 +45 7. Sonstiges +2 +1 +1 +4 +33 +2 8. Zinserträge +0 +0 +5 +0 +1 +0 Gesamteinnahmen +432 +490 +485 +570 +511 +556 9. Personalausgaben (inkl. Aushilfen) -191 -194 -213 -190 -212 -248 10. Sachausgaben lfd. Betrieb -188 -191 -201 -287 -268 247 11. Ausgaben für Projekte -36 -66 -44 -42 -30 -60 Gesamtausgaben -415 -451 -458 -519 -510 -555 Ergebnis +17 +39 +27 +51 +1 +1 1) In der Abrechnung 2019 wurden die Personalkosten i. H. von 18.000 € für Dezember 2019 nicht an die Stadt erstattet. Das führt dazu, dass diese 2020 erstattet werden. Dies verzerrt sowohl die Personalkosten 2019 als auch 2020. Bei vollständiger Rückzahlung wären 209 T€ angefallen. Dass die Personalkosten 2020 bei gleichem Personal wie 2019 höher liegen, liegt daran, dass 2020 erstmals alle Mitarbeiterinnen aus der Elternzeit zurückgekehrt sind (eine Mitarbeiterin allerdings vorläufig in Teilzeit) und die Gehälter über das ganze Jahr bezahlt werden. Somit ergibt sich ein Defizit von -1 T€. Im Vergleich zu 2018 bedeutet dies eine Verschlechterung von -5T€. 2) In der Abrechnung 2020 fehlen Dozentenhonorare in Höhe von -14 T€ , -1 T€ für ein Projekt sowie nicht bezahlte Rechnungen in Höhe von 7 T€ Weiterhin fehlen in der Abrechnung der Personalkostenersatz für November und Dezember 2020 von 37 T€. Hingegen mussten Projekte, die für 2020 geplant waren, aufgrund der Corona-Pandemie ins nächste Jahr verschoben werden, teilweise wurden Gelder für Projekte 2021 bereits im Dezember 2020 bewilligt und ausbezahlt. Der Saldo beträgt 30 T€. Unter Hinzurechnung dieser Ausgaben und Einnahmen zum Geschäftsjahr 2020 sowie nach Abzug o.g. Zuschüsse von 30T€ für 2021 hätte sich deshalb ein Defizit von -36 T€ ergeben. Dieses bereinigte Ergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr (-1T€) um 35 T€ verschlechtert. Bei der Einnahmen-/Überschussrechnung werden die Einnahmen und Ausgaben nicht periodengerecht, sondern nach dem Zufluss- und Abflussprinzip den einzelnen Geschäftsjahren zugeordnet. Genaue Aussagen zur Beurteilung der wirtschaftlichen Verhältnisse werden dadurch erschwert. Majolika | Stadtkämmerei | 255 5. Majolika-Stiftung für Kunst- und Kulturförderung Karlsruhe Kontaktdaten Geschäftsstelle, Rathaus am Marktplatz, 76124 Karlsruhe Telefon: 0721 133-2023 Fax: 0721 133-95-2023 www.majolika-stiftung.de Gründung 15. August 2011 Stiftungszweck Zweck der Stiftung ist die Förderung von Kunst und Kultur. Der Stiftungszweck wird insbesondere verwirklicht durch die Betreuung freischaffender Künstler bei der Herstellung von Kunstkeramiken sowie durch die Bewahrung historischer keramischer Produktionsverfahren, historischer Formen und Glasuren. Die Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung (Stiftungssatzung vom 15. August 2011). Vorstand Klaus Lindemann Stifter Stadt Karlsruhe Land Baden-Württemberg Sparkasse Karlsruhe, Volksbank Karlsruhe, Unternehmen und Privatpersonen mit insgesamt Summe Stiftungskapital 50.000 € 50.000 € 186.100 € 286.100 € Stiftungsrat Klaus-Dieter Rohlfs (Vorsitz) Professor Edgar Bohn (stellv. Vorsitz) Wolfram Jäger Rigo Fay Dr. Gottfried Greschner Volker Fink Dr. Albert Käuflein, Bürgermeister Eberhard Oehler Andreas Lorenz Beteiligungen (mindestens 25 %) keine Abschlussprüfung Der Jahresabschluss 2022 wird von Treuhand Südwest GmbH, Karlsruhe geprüft. Finanzielles Engagement der Stadt Karlsruhe 2019 bis 2022 in T€ 2019 2020 2021 2022 Zuschuss 300 300 225 75 Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) Die Stiftung hat im Berichtsjahr kein eigenes Personal beschäftigt. 256 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | Majolika Geschäftsverlauf und Aufgabenerfüllung 2022 Auch auf die Arbeit der Majolika-Stiftung hatte die Corona-Pandemie starke Auswirkungen. Alle geplanten Veranstaltungen, auch der traditionelle Empfang auf der „art Karlsruhe“, der immer ein wichtiger Treffpunkt war und die unmittelbare Begegnung der Keramik-Künstlerinnen und -Künstlern mit dem Publikum ermöglichte, konnte nicht stattfinden. Das Gleiche gilt für das beliebte Benefizkonzert des Polizeimusikkorps Karlsruhe im Innenhof der Majolika. Die Stiftung nutzte die Zeit, um ihre Bilddateien über die Kunst-am-Bau-Arbeiten der Majolika Manufaktur zu aktualisieren und zu optimieren, Kontakte zu keramikaffinen Institutionen auf dem digitalen Wege zu pflegen und auszubauen. Erfreulich war allerdings, dass die Verleihung des Carl-Laemmle- Preises in Laupheim als Präsenzveranstaltung stattfinden konnte. Preisträgerin war die Produzentin Dr. Gabriele Sperl. Sie erhielt das in der Karlsruher Majolika gefertigte Lämmle als Keramik-Figur. Ausblick Nach dem Verkauf der Manufaktur an die Gröner Group kann die Stiftung sich auf ihre in der Satzung verankerten Kernaufgaben konzentrieren. Dazu gehört die Förderung von Kunst und Kultur, insbesondere die Vergabe eines Majolika-Keramik-Preises, die Förderung von jungen Keramik-Künstlerinnen und -Künstlern, die Durchführung von Vortragsreihen und Werkstatt-Gesprächen. Auch wird die Stiftung die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit mit dem neuen Eigentümer der Manufaktur ausloten. Risiken keine Kurzbilanz 2022 in € vorläufig Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 2 51.857 0 0 407.033 0 458.892 2 A. B. C. D. Eigenkapital Stiftungskapital Rücklagen Mittelvortrag Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 286.100 50.423 121.060 457.583 1.309 0 0 458.892 Majolika | Stadtkämmerei | 257 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2019 bis 2023 (in T€) 2019 2020 2021 1) 2022 2) Plan 2023 2) 1. Ideeller Bereich Einnahmen +53,4 +46,2 +29,4 +37 Ausgaben -44,8 -17,6 -24,8 -14 Ergebnis +8,6 +28,6 +4,6 +23 2. Vermögensverwaltung Einnahmen +0,1 +0,1 +0,1 +50 Ausgaben -3,1 -2,5 -1,8 -0 Ergebnis -3,0 -2,4 -1,7 +50 3. Sonstige Geschäftsbetriebe Einnahmen +2,9 0,0 0,0 0 Ausgaben -0,9 0,0 0,0 0 Ergebnis +2,0 0,0 0,0 0 4. Stiftungsergebnis +7,6 +26,1 +2,9 +73 5. Mittelvortrag aus Vorjahr +23,5 +25,6 +47,1 +50 6. Einstellung in Rücklagen -5,5 -4,6 -2,9 -8 7. Entnahme von Rücklagen +0,0 +0,0 0,0 0,0 8. Mittelvortrag +25,6 +47,1 +47,1 +115 1) Vorläufige Angaben 2) Die Stiftung erstellt keinen Wirtschaftsplan. Majolika | Stadtkämmerei | 258 259 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2017 | Majolika V. Eigenbetriebe 260 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | Eigenbetrieb Fußballstadion im Wildpark 1. Eigenbetrieb Fußballstadion im Wildpark Kontaktdaten Kaiserstraße 99, 76133 Karlsruhe Telefon: 0721 133-2801 Fax: 0721 133-2809 eibs@karlsruhe.de Gründung 1. April 2017 Eigenbetriebszweck Bau, Betrieb und Finanzierung des Fußballstadions im Wildpark und seiner Außenflächen sowie der Infrastruktur. Betriebsleitung Werner Merkel (bis 31.12.2022) Caroline Streiling (ab 01.01.2023) Stammkapital 100.000 € Betriebsausschuss OB Dr. Frank Mentrup (Vorsitz) Herr BM Daniel Fluhrer (Vorsitz) StR Lukas Bimmerle StR Christina Bischoff StR Michael Borner StR Max Braun StR Jorinda Fahringer StR Ellen Fenrich StR Detlef Hofmann StR Anton Huber StR Karl-Heinz Jooß StR Friedemann Kalmbach StR Aljoscha Löffler StR Sven Maier StR Dirk Müller StR Sibel Uysal Beteiligungen (mindestens 25 %) keine Wichtige Verträge ▪ Mietvertrag Wildparkstadion vom 30.08.1993 und 8. Zusatzvereinbarung vom 16.11.2016 mit dem KSC ▪ Geschäftsbesorgungsvertrag mit der KASIG ▪ Diverse Beraterverträge zum Vollumbau ▪ Vertrag zum Vollumbau des Stadions im Wildpark mit dem Totalunternehmer ZECH Sports GmbH (vormals BAM Sports GmbH) vom 19.11.2018 ▪ Namensgeber- und Werbevertrag mit der BBBank Karlsruhe eG vom 14.06.2021 Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) 1) 2) 3) 2019 2020 2021 2022 Beschäftigte/Angestellte 8,46 10,00 10,00 12,00 Beamte 1,00 1,00 1,00 1,00 Gesamtbelegschaft 9,46 11,00 11,00 13,00 Nachrichtlich Sonstiges Personal - - - - Auszubildende - - - - 1) Umgerechnete Vollkraftstellen 2) Ohne Beurlaubte und ohne im Erziehungsurlaub befindliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3) Ohne Auszubildende, Praktikanten und Aushilfskräfte Abschlussprüfung Der Jahresabschluss 2022 wurde vom Rechnungsprüfungsamt der Stadt Karlsruhe geprüft. Eigenbetrieb Fußballstadion im Wildpark | Stadtkämmerei | 261 Finanzielles Engagement der Stadt Karlsruhe in den Jahren von 2019 bis 2022 in T€ 2019 2020 2021 2022 Überstellung Eigenkapital (inkl. Stammkapital) 5.000 5.000 - - Verlustausgleich / Betriebskostenzuschuss 4.000 2.436 2.575 1.796 Einzahlung TBA für Infrastrukturmaßnahmen innerhalb der FLB 4.950 - - 3.082 Sacheinlagen 800 378 - - Zusammen 14.750 7.814 2.575 4.878 Geschäftsverlauf 2022 und Ausblick Anfang des Jahres lag der Fokus insbesondere auf den Baumaßnahmen an und unter der Nordtribüne inklusive der Herstellung der dortigen Funktionsgebäude, wie Kioske, Sanitäranlagen und Technikräume. Der Rohbau der Nordtribüne sowie das Einheben der Ränge und die Montage des Tribünendaches erfolgte aus Platzgründen in zwei Etappen beziehungsweise zwei Teilstücken. Die Nordtribüne konnte nach erfolgreicher Absolvierung der behördlichen Prüfungen am 24. Juli 2022 bei einem Heimspiel des Karlsruher SC erstmals für den Probebetrieb geöffnet werden. Im Jahr 2022 und noch verstärkter seit Abschluss der Arbeiten an der Nordtribüne liegt das größte Augenmerk der Baumaßnahmen auf der Westtribüne. Der Rohbau konnte im Frühjahr und die Zuschauerränge daran anschließend weitestgehend abgeschlossen werden. Nach Beendigung der Fassadenarbeiten und Abbau des Gerüsts an der Westtribüne hat diese nun von außen betrachtet nahezu ihr finales Aussehen erreicht. Nach Abschluss der Rohbauarbeiten am künftigen Hauptgebäude liegt das Hauptaugenmerk auf dem Innenausbau. Der zeitintensive Ausbauaufwand begründet sich durch die räumliche Dimension des Gebäudes, welches neben Business- und Logenbereichen auch die zukünftige Geschäftsstelle des Karlsruher Sportclubs beheimaten wird. Die Innenausbaumaßnahmen des Karlsruher SC laufen simultan mit den Arbeiten des beauftragten Totalunternehmers. Deshalb wurde die Abstimmung zwischen allen drei Beteiligten – Stadt, Totalunternehmer und Pächter – noch weiter intensiviert, damit der Innenausbau reibungslos vonstattengehen kann. Im Lückenschluss Nord-West und Süd West neben den Bauarbeiten an Nord- und Westtribüne nehmen seit vergangenem Jahr die Maßnahmen an den beiden noch ausstehenden Kurvenbereichen Süd-West und Nord- West die Zeit der Arbeitenden in Anspruch. Rasant vorwärts ging es zunächst beim Lückenschluss Nord-West: Nach Abbau des dortigen provisorischen Flutlichtmastes, konnten relativ rasch die letzten Betonfertigteile eingehoben und das Dach geschlossen werden. Der Rohbau in der Süd-West-Kurve gewann seit Herbst 2022 ebenfalls schnell an Höhe. Ende des Jahres konnte dort der letzte, provisorische Flutlichtmast abgebaut und die dortigen Fertigbetonteile samt Zuschauerrängen eingehoben werden. Somit war nun der gesamte Rohbau des Stadionrunds komplett geschlossen. Im Anschluss wurden in der Süd-West-Kurve mit der Installation der Y-Stützen und der Montage der Dachausleger begonnen. Auch am Stadionumfeld laufen seit Beginn des Vollumbaus im Wildpark umfangreiche Maßnahmen. So wurde unter anderem der Birkenparkplatz ab Herbst 2021 bis Frühjahr 2022 komplett saniert und neue Park- und Fahrradabstellplätze hergestellt. Das neue Stadion wurde am 19. Juli 2023 mit einem Spiel gegen den FC Liverpool offiziell eröffnet werden. Risiken Grundsätzlich ist bei jedem Bauprojekt dieser Größenordnung von allgemeinen Kostensteigerungen und Unwägbarkeiten im Baubereich auszugehen, etwa vom negativen Einfluss widriger Witterungsbedingungen auf den Bauablauf, wie durch extreme Kälte, Starkregen oder Sturm. Nach der Ergänzungsvereinbarung vom Mai 2022 werden die aktuellen Gesamtkosten für den Vollumbau rund 155 Millionen Euro betragen. 262 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | Eigenbetrieb Fußballstadion im Wildpark Klimaschutz und Nachhaltigkeit Es ist vorgesehen, künftige Anlagen zur Beleuchtung der öffentlichen Wege im Bereich des Stadions so zu errichten und zu betreiben, dass schädliche Umwelteinwirkungen durch Licht nach dem Stand der Technik vermieden oder zumindest auf ein Mindestmaß beschränkt werden. Das Beleuchtungsniveau soll möglichst auf die Mindestvorgaben der aktuell gültigen Norm für die Straßenbeleuchtung beschränkt bleiben. Durch die Verwendung moderner, hocheffizienter LED-Leuchten kann somit der Stromverbrauch auf ein notwendiges Minimum reduziert werden. Im Fall des Bezuges von Öko-Strom, wäre somit ein weitestgehend CO2-neutraler Betrieb der öffentlichen Straßenbeleuchtung möglich. Es besteht für den Warmbau ein Dämmkonzept zur Einsparung von Wärmeenergie sowie eine Montage einer 500 m² große Photovoltaikanlage. Die stadioneigene PV-Anlage wird durch weitere Anlagen auf städtischen Gebäuden ergänzt. Die Energieeinsparverordnung (EnEV) wird eingehalten und in Bereichen unterschritten. Die einzubauende Lüftungsanlage wird mit einer Wärmerückgewinnung versehen. Im Hauptgebäude wird eine Sonnenschutzverglasung verbaut, um eine unnötige Aufheizung der dahinterliegenden Räume zu vermeiden. Für die Spielfeldbewässerung wird das Regenwasser genutzt. Für die Reduzierung des Wasserverbrauchs werden in Teilbereichen wasserlose Urinale geliefert und verbaut. Kurzbilanz 2022 in € Aktiva Passiva A. B. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 1.690 127.974.095 0 42.140.665 360 54.316 170.171.126 A. B. C. D. Eigenkapital Stammkapital Allgemeine Rücklage Verlust aus Vorjahren Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 100.000 35.325.707 0 35.425.707 219.401 134.513.581 12.437 170.171.126 Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2019 bis 2023 in T€ 2019 2020 2021 2022 Plan 2022 Plan 2023 1) 1. Umsatzerlöse +307 +283 +226 +576 + 315 +2.036 2. Andere aktivierte Eigenleistungen +184 +249 +297 +342 + 355 +354 3. Sonstige betriebliche Erträge +1 +2.418 +2.642 +1.902 + 3.011 +6.309 4. Materialaufwand -340 -366 -421 -485 - 546 -916 5. Personalaufwand -678 -795 -784 -970 - 1.127 -1.087 6. Abschreibungen -507 -540 -1.169 -1.594 - 1.594 -4.178 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.296 - 1.343 -1.358 -360 - 536 -770 8. Zinsen und ähnliche Erträge +10 +93 +567 +589 + 399 +12 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1 +0 +0 +0 - 237 -1.736 10. Ergebnis nach Steuern -7.320 +0 +0 +0 +40 +24 11. Sonstige Steuern +0 +0 +0 +0 - 40 -24 12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -7.320 +0 +0 +0 + 0 +0 1) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan” (das heißt nicht fortgeschrieben) Eigenbetrieb Fußballstadion im Wildpark | Stadtkämmerei | 263 Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2019 2020 2021 2022 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 85,6 78,9 66,7 75,2 2. Umlaufintensität (in %) 14,4 21 33,3 24,8 3. Investitionen (in T€) 12.720 30.590 29.5168 49.103 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 91,6 48,8 26,8 24,8 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 107,1 61,9 40,2 27,7 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) -2.893,7 -33,0 -251,5 -102,2 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) -37,4 -27,4 -1,8 -1,7 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) -34,2 -13,4 -0,5 -0,3 4. Kostendeckung (in %) 4 9,2 6,2 16,9 5. Cash-Flow (in T€) -6.621 446 602 1.813 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 8,8 25,8 21,3 53,5 2. Personalaufwand je Mitarbeitenden (in €) 71.656 72.244 70.893 74.642 Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert. 264 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | Eigenbetrieb Gewerbeflächen 2. Eigenbetrieb Gewerbeflächen Kontaktdaten Karl-Friedrich-Straße 10, 76133 Karlsruhe Telefon: 0721 133-2000 Fax: 0721 133- 2009 Gründung 1. Dezember 2020 Eigenbetriebszweck Städtebauliche Bevorratung von Gewerbe- und Industriegrundstücken innerhalb des Stadtgebiets von Karlsruhe. Betriebsleitung Torsten Dollinger Stammkapital 2.000.000 € Gremien Der Eigenbetrieb verfügt über keinen eigenen Betriebsausschuss Notwendige Gemeinderatsbeschlüsse werden im Hauptausschuss vorberaten Beteiligungen (mindestens 25 %) keine Wichtige Verträge ▪ Treuhandvertrag mit der Karlsruher Fächer GmbH vom 23.05.2022. ▪ Verwaltervertrag mit der Karlsruher Fächer GmbH vom 23.05.2022. ▪ Pachtvertrag mit der Stadtwerke Karlsruhe GmbH vom 05.01.2023/16.01.2023 bezüglich der Dachflächen der sog. Hegele-Hallen Personalentwicklung (durchschnittlich Beschäftigte) Der Eigenbetrieb beschäftigt kein eigenes Personal Abschlussprüfung Der Jahresabschluss 2022 wird vom Rechnungsprüfungsamt der Stadt Karlsruhe geprüft. Finanzielles Engagement der Stadt Karlsruhe in den Jahren von 2019 bis 2022 in T€ 2019 2020 1) 2021 2022 Überstellung Eigenkapital - 2.000 - - Zusammen - 2.000 - - 1) Der Eigenbetrieb wurde zum 1. Dezember 2020 gegründet. Geschäftsverlauf 2022 Für das Geschäftsjahr 2022 wird mit einem Jahresüberschuss in Höhe des Planansatzes in Höhe von 1,6 Mio. € gerechnet. Im Jahr 2022 hat der Eigenbetrieb Gewerbeflächen ein Gewerbegrundstück am Rheinhafen (Wikinger Straße 10) im Rahmen eines Vorkaufsrechts zu einem Kaufpreis von 3,3 Mio. € erworben. Die Übergabe des Grundstückes erfolgt im Jahr 2023, da der bisherige Mieter das Grundstück noch bis Ende des Jahres nutzt. Eigenbetrieb Gewerbeflächen | Stadtkämmerei | 265 Die Vermietungssituation in den beiden anderen Liegenschaften (Pfizer-Areal, Zschernitz) ist zufriedenstellend. Lediglich das Haus E und die Kantine auf dem Pfizer-Areal sind aktuell nicht vermietet. Ausblick Die Betriebsleitung hat den Anfang 2023 übergebenen Komplex Wikinger Straße 10 ab Mai 2023 wieder vermietet. Der Mietvertrag mit einem Karlsruher Unternehmen läuft über die Dauer von fünf Jahren. Über die langfristige Nutzung soll noch entschieden werden. Auf dem Pfizer-Areal sollen das Haus E und die Kantine mittels eines Maklerbüros zeitnah vermietet werden. Für das Geschäftsjahr 2023 rechnet der Eigebetrieb mit einem positiven Ergebnis in Höhe von voraussichtlich ca. 1,2 Mio. €. Auch in der mittelfristigen Erfolgsrechnung wird mit positiven Ergebnissen in ähnlicher Höhe gerechnet. Risiken Die Ergebnisentwicklung hängt im Wesentlichen von der Vermietungssituation und der Bonität der Mieter ab. Aufgrund der vorliegenden Informationen rechnet die Eigenbetriebsleitung nicht mit größeren Leerständen oder Mietausfällen über einen längeren Zeitraum für die bestehenden Grundstücke. Klimaschutz und Nachhaltigkeit Der Eigenbetrieb hat das Dach des Logistik-Gebäudes vermietet, so dass dort Photovoltaikanlagen installiert werden können. Sollte dies der Fall sein, könnten hierdurch weitere Erträge erzielt werden und ein Betrag zur Energiewende und zum Klimaschutz geleistet werden. Des Weiteren wird im Jahr 2023 die Beleuchtung auf dem Pfizer Areal durch LED Lampen ausgetauscht werden. Kurzbilanz 2022 in € 1) Aktiva Passiva A. B. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.535 140.714.016 0 2.858.263 13.663.973 157.237.787 A. B. C. D. Eigenkapital Stammkapital Gewinnvortrag Jahresüberschuss Buchmäßiges Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Passive Rechnungsabgrenzung 2.000.000 2.343.419 1.552.845 5.896.264 1.053.649 150.019.805 268.069 157.237.787 1) Vorläufige Zahlen 266 | Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 | Eigenbetrieb Gewerbeflächen Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2020 bis 2023 in T€ 3) 2020 1) 2021 2022 3) Plan 2022 2) Plan 2023 2) 1. Umsatzerlöse +715 +9.520 +9.285 +9.285 +8.908 2. Andere aktivierte Eigenleistungen +0 +0 +0 +0 +0 3. Sonstige betriebliche Erträge +147 +0 +0 +0 +0 4. Materialaufwand +0 -0 -2.435 -2.435 -420 5. Personalaufwand +0 -11 -13 -13 +0 6. Abschreibungen -259 -3.244 -3.270 -3.270 -3.330 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -385 -2.827 -892 -892 -2.741 8. Zinsen und ähnliche Erträge +0 +72 +20 +20 +30 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -5 -110 -166 -166 -403 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -60 -982 -759 -759 -613 11. Ergebnis nach Steuern +153 +2.418 +1.770 +1.770 +1.431 12. Sonstige Steuern -17 -211 -217 -217 -226 13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag +136 +2.207 +1.553 +1.553 +1.205 1) Der Eigenbetrieb wurde zum 1. Dezember 2020 gegründet. 2) Vom Beschlussgremium genehmigter „Urplan” (das heißt nicht fortgeschrieben) 3) vorläufige Zahlen Bilanz- und sonstige Kennzahlen 2020 1) 2021 2022 I. Vermögenslage 1. Anlagenintensität (in %) 97,5 90,2 89,5 2. Umlaufintensität (in %) 2,5 9,8 10,5 3. Investitionen (in T€) 139.461 4.500 500 II. Finanzlage 1. Eigenkapitalquote (in %) 1,5 2,3 2,3 2. Anlagendeckungsgrad I (in %) 1,5 2,5 2,5 III. Ertragslage 1. Umsatzrentabilität (in %) +19,1 +17,0 +16,7 2. Eigenkapitalrentabilität (in %) +6,4 +40,6 +43,7 3. Gesamtkapitalrentabilität (in %) +0,1 +1,2 +1,1 4. Kostendeckung (in %) 107,3 133,6 132,8 5. Cash-Flow (in T€) 5.1 vor Ertragsteuern +691 +5.600 +6.852 5.2 nach Ertragsteuern +631 +4.886 +6.094 IV. Personal 1. Personalkostenintensität (in %) 0,0 0,2 0,3 2. Personalaufwand je Mitarbeitende (in €) - - - 1) Der Eigenbetrieb wurde zum 1. Dezember 2020 gegründet. Anmerkung: Die wichtigsten Bilanzkennzahlen werden auf Seite 31 erläutert.

  • Protokoll GR TOP 14
    Extrahierter Text

    Niederschrift 54. Plenarsitzung des Gemeinderates 19. September 2023, 15:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus am Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 15. Punkt 14 der Tagesordnung: Beteiligung der Stadt Karlsruhe an rechtlich selbständigen wirtschaftlichen Unternehmen, Eigenbetrieben und Stiftungen; Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 Vorlage: 2023/0679 Beschluss: Der Gemeinderat nimmt - nach Vorberatung im Hauptausschuss – von dem Beteiligungs- bericht 2022 Kenntnis. Abstimmungsergebnis: Kenntnisnahme, keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 14 zur Behandlung auf und verweist auf die er- folgte Vorberatung im Hauptausschuss am 12. September 2023. Stadträtin Böringer (FDP): Herr Oberbürgermeister, Sie gestatten einige Anmerkungen zu diesem Beteiligungsbericht für das Geschäftsjahr 2022. In der Überschrift der Vorlage lesen wir, Beteiligungen der Stadt Karlsruhe an rechtlich selbständigen wirtschaftlichen Unter- nehmen. Schauen wir in diesen Bericht, den wir vor uns liegen haben, so finden wir zwar rechtlich Selbständige, aber bei vielen im übertragenen Sinne keine wirtschaftlichen Unter- nehmen. Es ist doch bedauerlich, dass man sich hier über eine Null fast noch freuen muss. Natürlich stecken in diesen Zahlen auch Investitionen, aber leider scheinen diese nicht im- mer nachhaltig zu wirken. Wir danken zunächst dem zuständigen Amt der Stadtkämmerei für den vorgelegten Be- richt. Hierin ersehen wir viel Arbeit und Genauigkeit. Das ist aber jetzt nicht nur eine Fleiß- arbeit, sondern auch nach der Gemeindeordnung eine zu erfüllende Aufgabe. Gerade die Gemeindeordnung, wenn Sie gestatten, muss uns Wegweiser sein, wenn wir durch diesen Bericht gehen. So heißt es in der Gemeindeordnung in § 102 Abs. 3, ich zitiere, wirtschaft- liche Unternehmen in der Gemeinde sind so zu führen, dass der öffentliche Zweck erfüllt – 2 – wird. Sie sollen einen Ertrag für den Haushalt der Gemeinde erwerben. Das ist zwar eine Soll-Vorschrift, Frau Erste Bürgermeisterin weiß das. Leider sind wir in diesen Fällen aber weit davon entfernt. Ich denke hier an umfangreiche Transfermittel aus dem Haushalt, aber gerade bei der Volkswohnung, mein Lieblingsthema, die eigentlich das Kapital selbst benötigt, um zu bauen und Wohnungen zu schaffen, da wollen wir nun in die Tasche grei- fen. Weiter heißt es in der Gemeindeordnung auszugsweise, die Gemeinde darf ein Unter- nehmen in der Rechtsform des privaten Rechts nur errichten, wenn die Haftung der Ge- meinde auf einen ihrer Leistungsfähigkeit angemessenen Betrag begrenzt ist. Bei der der- zeitigen Haushaltslage und dem vorgelegten Bericht fällt es schwer zu glauben, dass dieser Grundsatz noch immer bei allen Gesellschaften erfüllt ist. Wir als FDP-Fraktion appellieren an die Verantwortlichen, genau hinzuschauen. Größerer Schaden muss von den Unternehmen, aber auch von der Stadt Karlsruhe abgewendet wer- den. Ich komme zum Schluss. Unwirtschaftliches Gebaren darf nicht Grundlage für Mehr- belastungen und Kürzungen der Leistungen bei den Bürgerinnen und Bürgern sein. Ich be- danke mich für die Aufmerksamkeit. Stadtrat Dr. Cremer (GRÜNE): Eigentlich hatte ich nicht vor, zu diesem Punkt zu sprechen. Ich möchte ganz kurz ein paar Bemerkungen dazu machen. Das hörte sich jetzt zum Teil, was meine Vorrednerin gesagt hat, nach einer Kritik an, dass hier unwirtschaftlich gehan- delt würde. Dem möchte ich entgegentreten. Diese städtischen Unternehmen erfüllen Auf- gaben, die wir ihnen übertragen haben, unter der Maßgabe, die wir mit Rahmenbedingun- gen ausgestattet haben. Dadurch ist es so, dass nicht alle diese Unternehmen einen positi- ven wirtschaftlichen Abschluss erzielen können. Das ist natürlich für den städtischen Haus- halt eine Belastung. Damit müssen wir umgehen, und das ist schwierig. Aber es sind nun unsere politischen Entscheidungen, die wir getroffen haben, die dazu führen, dass die Dinge an der Stelle sind, wie sie sind, und es ist nicht ein Ausdruck schlechten wirtschaftli- chen Handelns in diesen städtischen Beteiligungen. Das ist mir ganz wichtig zu betonen. Die Verantwortlichen, die eben angesprochen worden sind, sind wir, und das sind unsere Entscheidungen, dass wir einen guten ÖPNV haben wollen. Es sind unsere Entscheidungen, dass wir ein städtisches Klinikum haben wollen, das eine gute Versorgung macht, die dazu führen, dass unter den gegebenen Rahmenbedingungen, die wir nicht alle steuern, große Verluste bei diesen Wirtschaftsunternehmen anfallen, die getragen werden müssen. Wenn wir eine Ebene höher schauen, das Land schreibt auch den Nahverkehr aus, weil er allein nicht tragfähig wäre. Auch das sind wesentliche Infrastrukturen, die wir als öffentliche Hand bereitstellen, damit wir zukunftsfähig unsere Gesellschaft gestalten können. Deswegen halte ich eine Diskussion des Beteiligungsberichtes für politische Ziele als völlig ungeeignet. Das müssen wir jeweils bei jedem sachpolitischen Ding einzeln entscheiden und nicht über den Beteiligungsbericht diskutieren. Stadtrat Dr. Schmidt (AfD): Es ist nicht so, dass wir als Gemeinderat diese Defizite alleine zu verantworten haben. Man muss darauf hinweisen, dass Bund und Land auch einiges dazu beitragen, dass diese Defizite immer größer werden. Wenn wir uns beispielsweise das 49- Euro-Ticket anschauen, das vorher auf der Tagesordnung stand, ohne dass dazu gespro- chen wurde, das hat sehr dazu beigetragen, dass das Defizit der Verkehrsbetriebe, was 100 Millionen pro Jahr beträgt und damit sehr beträchtlich ist, noch weiter angestiegen ist. – 3 – Es geht nicht nur um Dinge, die wir entscheiden, sondern hauptsächlich um Randbedin- gungen, die der Bund und teilweise auch das Land schafft, die dann dazu führen, dass un- sere eigenen Betriebe sehr stark defizitär sind und wir als Kommune nachher schauen müs- sen, wo wir dieses Geld wieder herkriegen. Der Vorsitzende: Ich stelle fest, Sie haben die Vorlage alle zur Kenntnis genommen. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten – 9. Oktober 2023