Audit European Energy Award
| Vorlage: | 2023/0613 |
|---|---|
| Art: | Informationsvorlage |
| Datum: | 26.05.2023 |
| Letzte Änderung: | 18.03.2026 |
| Unter Leitung von: | Umwelt- und Arbeitsschutz |
| Erwähnte Stadtteile: | Durlach, Oberreut, Waldstadt, Weiherfeld-Dammerstock |
Beratungen
- Ausschuss für Umwelt und Gesundheit (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 04.07.2023
Rolle: Kenntnisnahme
Ergebnis: Kenntnisnahme
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Extrahierter Text
Version 3.0 eea-Bericht externes Re-Audit Stadt Karlsruhe 2023 Stand: 27.03.2023 Zusammenfassung Seite 2 eea-Bericht externes Re-Audit 2023; Stadt Karlsruhe Inhaltsverzeichnis 1. Zusammenfassung 3 Grundsätze / Leitbild der Energiepolitik der Gemeinde / Stadt 3 Herausragende Leistungen in den letzten 4 Jahren 3 Wichtige geplante Projekte in den nächsten 4 Jahren 4 Stärken 4 Optimierungspotenziale 5 2. Ausgangslage / Situationsanalyse 6 Allgemeine Einführung 6 Energie- und klimaschutzrelevante relevante Kennzahlen im Jahr 2022 6 3. Projektorganisation 14 Energieteamleitung 14 Wichtige Termine in 2022 / 2023 14 Projektdokumentation 14 4. Energie- und klimapolitisches eea-Profil 15 Erzielte Punkte 15 Jährliche Entwicklung 16 5. Erläuterungen zu den einzelnen Maßnahmenbereichen 18 Entwicklungsplanung, Raumordnung (Punkte in 80,2%) 18 Kommunale Gebäude, Anlagen (Punkte in 63,7%) 19 Versorgung, Entsorgung (Punkte in 70,0%) 20 Mobilität (Punkte in 85,1%) 21 Interne Organisation (Punkte in 72,4%) 22 Kommunikation, Kooperation (Punkte in 83,3%) 23 6. Ausblick 24 Anhang: Anhang 1: Der European Energy Award Anhang 2: Energie- und klimarelevante Kennzahlen und Kennzahlen zur qualitativen Beurtei- lung (Indikatoren) Zusammenfassung eea-Bericht externes Re-Audit 2023; Stadt Karlsruhe Seite 3 1. Zusammenfassung Anzahl erreichte Punkte von möglichen Punkten 386 / 496 Erreichte Prozentpunkte 77,8% Beschluss aktuelles Energiepolitisches Arbeitsprogramm 28.04.2020 Grundsätze / Leitbild der Energiepolitik der Gemeinde / Stadt Der Gemeinderat der Stadt Karlsruhe hat am 28. April 2020 mit großer Mehrheit das Klimaschutzkonzept 2030 verabschiedet und weitreichen-de Grundsatzbeschlüsse dazu gefasst. In Anpassung an die neuen, gesetzlich verankerten Klimaschutzziele des Landes- -Baden-Württemberg hat der Gemeinderat zudem in seiner Sitzung vom 14. Dezember 2021 beschlossen, die CO2-Emissionen in der Weise abzusenken, dass eine Klimaneut- ralität in Karlsruhe bereits bis zum Jahr 2040 erreicht wird. Daraus ergibt sich folgende Beschlusslage: Bis zum Jahre 2030 sollen die CO2-Emissionen im Stadtgebiet um mindestens 58% bezogen auf den Stand von 2010 abgesenkt werden. Klimaneutralität im Jahr 2040 mit Zielwert von unter 0,5 t CO2 pro Kopf und Jahr. Die Stadtverwaltung soll spätestens bis zum Jahre 2040 klimaneutral sein. Herausragende Leistungen in den letzten 4 Jahren Beschreibung der Projekte im Monitorbericht zum Klimaschutzkonzept 2030 • Projekt 1: Roadmap für eine Transformation (Defossilisierung) der Wärmeversorgung (A.1.2) • Projekt 2: Nachhaltigkeitsorientierte Produktgestaltung der Stadtwerke (A.1.3) • Projekt 3: Weiterer Ausbau und Verdichtung des Fernwärmenetzes (A.2.1) • Projekt 4: Abwärme aus der Industrie (A.3.5) • Projekt 5: Photovoltaik- Beratungsoffensive (A.4.1) • Projekt 6: Ausrollung von Mieterstromprojekten mit der Wohnungswirtschaft (A.4.5) • Projekt 7: Strategie und Grundsatzentscheid für eine klimaschutzgerechte Bauleitplanung (B.1.1) • Projekt 8: Anpassung der Vorgaben beim Verkauf städtischer Grundstücke (B.1.3) • Projekt 9: Modernisierungsbündnis mit Wohnungsbauakteuren (B.2.1) • Projekt 10: Ausweitung der Energiequartier-Initiative (B.2.2) • Projekt 11: Volkswohnung als wichtiger Klimaschutzakteur bei der Bestandssanierung (B.2.6) • Projekt 12: Klimaallianz mit Karlsruher Unternehmen (C.2.1) • Projekt 13: Karlsruhe Modellkommune für eine nachhaltige Verkehrswende (D.1.1) • Projekt 14: Weitere Unterstützung des Carsharings (D. 1.5) • Projekt 15: Realisierung einer Citylogistik (D.1.6) • Projekt 16: Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs (D.2.x) • Projekt 17: Ausbau der Elektromobilität (D.3.x) • Projekt 18: Forcierung des Umbaus zur Fahrradstadt (D.4.1) • Projekt 19: Langfristiges Sanierungskonzept für städt. Gebäude (E.1.2) • Projekt 20: Komplette Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED (E.1.6) • Projekt 21: Klimafreundliche Beschaffung – Fokus Green IT (E.1.9) • Projekt 22: Neuausrichtung der energie- und klimaschutzbezogenen Erstberatung (Beratungs- zentrum) (E.2.1) • Projekt 23: Weiterentwicklung der kommunalen Förderprogrammatik – KlimaBonus Karlsruhe (E.2.2) • Projekt 24: Neuausrichtung der Klimaschutzkampagne Karlsruhe (E.3.2) Zusammenfassung Seite 4 eea-Bericht externes Re-Audit 2023; Stadt Karlsruhe Wichtige geplante Projekte in den nächsten 4 Jahren Beschreibung der Projekte im Monitorbericht zum Klimaschutzkonzept 2030 (Maßnahmenziffer) • Projekt 1: Energieleitplan (A.1.1) • Projekt 2: Weiterer Ausbau und Verdichtung des Fernwärmenetzes (A.2.1) • Projekt 3: Großwärmepumpe zur Optimierung des Fernwärmenetzes (A.2.3) • Projekt 4: Nutzung der Tiefengeothermie (A.2.4) • Projekt 5: Realisierung von Nahwärmesystemen und dezentralen Wärmespeichern (A.3.1) • Projekt 6: Biomasse: Konsequentere Ausnutzung bestehender Potenziale (A.3.3) • Projekt 7: Kontrolle und Vollzug energetischer Standards (B.1.5) • Projekt 8: Modernisierungsbündnis mit Wohnungsbauakteuren (B.2.1) • Projekt 9: Konstruktive Kooperation Denkmalschutz & Energie (B.2.5) • Projekt 10: Volkswohnung als wichtiger Klimaschutzakteur bei der Bestandssanierung – Sa- nierungsstrategie (B.2.6) • Projekt 11: Klimamanagement für den Bereich Wirtschaft (C.1.1) • Projekt 12: Energiekonzepte Gewerbegebiete (C.2.5) • Projekt 13: Regulation MIV-Einfuhr im Innenstadtbereich (D:1.2) • Projekt 14: Stellplatzschlüssel reduzieren im privaten Bereich (D.1.4) • Projekt 15: Realisierung einer Citylogistik nach Abschluss der Kombilösung (D.1.6) • Projekt 16: Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs (D.2.x) • Projekt 17: Ausbau der Elektromobilität (D.3.x) • Projekt 18: Regionalradwege (D.4.2) • Projekt 19: Klimaneutrale Stadtverwaltung 2040 (E.1.1) • Projekt 20: Ausbau Photovoltaik auf städt. Gebäuden (E.1.3) • Projekt 21: Kantinen und Schulverpflegung - Erhöhung des Bioanteils (E.1.8) • Projekt 22: Schaffung einer übergreifenden Finanzierungsmöglichkeit (Fondsmodell) (E.2.3) • Projekt 23: Klimaschutzpakt mit Karlsruher Hochschulen (E.3.4) Stärken Stichpunktartige Auflistung der Stärken • Klimastrategie: Bis zum Jahre 2030 sollen die CO2-Emissionen im Stadtgebiet um mindestens 58% bezogen auf den Stand von 2010 abgesenkt werden. Klimaneutralität im Jahr 2040 mit Zielwert von unter 0,5 t CO2 pro Kopf und Jahr. Die Stadtverwal-tung soll spätestens bis zum Jahre 2040 klimaneutral sein. • Klimaschutz- und Energiekonzept: Das Klimaschutzkonzept 2030 umfasst einen Katalog mit 75 Maßnahmen zum Klimaschutz in fünf Bereichen. Die Maßnahmen stellen den Fahrplan zur Klimaneutralität 2040 der Stadt Karlsruhe mit dem Zwischenziel 2030 dar. • Bilanz, Indikatorensysteme: Monitoring über ein online-Tool mit Berichterstattung über den Umsetzungsstand der Maßnahmen. • Evaluation von Klimawandeleffekten: In der Klimaanpassungsstrategie 2021 werden für jedes der 16 Handlungsfelder die wichtigsten Herausforderungen, Handlungsansätze und Maßnah- men derzeit und mit Blick in die Zukunft skizziert. • Mobilitäts- und Verkehrsplanung: Die Stadt Karlsruhe ist Initiator von einer Vielzahl von städti- schen Projekten zum Thema Mobilität und auch an vielen regionalen und überregionalen Mo- bilitätsprojekten beteiligt. • Standards für Bau und Bewirtschaftung öffentlicher Gebäude: Städtische Leitlinie Energieeffi- zienz und nachhaltiges Bauen. • Sanierungsplanung / -konzept: Deutliche Steigerung grundhafter Modernisierungen städti- scher Gebäude mit dem Ziel der Klimaneutralität. • Erneuerbare Energie Wärme: Hoher Anteil an Fernwärme mit großem Anteil industrieller Ab- wärme. Zusammenfassung eea-Bericht externes Re-Audit 2023; Stadt Karlsruhe Seite 5 • Erneuerbare Energie Elektrizität: Bezug des kompletten Strombedarfs der Stadtverwaltung als Ökostrom. • CO2- und Treibhausgasemissionen: Reduktion der CO2-Emissionen von 2017 – 2020 durch- schnittlich 5,2%/a. • Optimierungspotenziale Stichpunktartige Beschreibung der Optimierungspotenziale • Beratung zu Energie und Klimaschutz im Bauverfahren: Das Bauordnungsamt gibt keine ge- sonderten Informationen an Bauwillige. Beispiel 2 • Bestandsaufnahme, Analyse: Energieberichte für die letzten Jahre noch nicht fertiggestellt. • Beispielhafter Neubau / beispielhafte Sanierung: Fehlen entsprechender Beispiele (neue Be- wertung). • Energieeffizienz Wärme: Noch geringe Auswirkung der Sanierungsbemühungen auf Kennzah- len. Erfassungsgrad kann noch gesteigert werden. • Energieeffizienz Elektrizität: Noch geringe Auswirkung der Sanierungsbemühungen auf Kenn- zahlen. Erfassungsgrad kann noch gesteigert werden. • Ausgangslage / Situationsanalyse Seite 6 eea-Bericht externes Re-Audit 2023; Stadt Karlsruhe 2. Ausgangslage / Situationsanalyse Allgemeine Einführung Karlsruhe ist mit 306.502 Einwohnern nach der Landeshauptstadt Stuttgart und Mannheim die drittgrößte Stadt des Landes Baden-Württemberg und nimmt Platz 21 unter den größten deutschen Städten ein. Sie ist Verwaltungssitz des Regierungsbezirks Karlsruhe und des Landkreises Karlsruhe und bildet selbst einen Stadtkreis. Die Stadt ist Teil des Verdichtungsraums Karlsruhe/Pforzheim, zu dem auch einige Gemeinden des Landkreises Karlsruhe, die Stadt Pforzheim sowie Teile des Enzkreises gehören. Innerhalb der Region Mittlerer Oberrhein bildet Karlsruhe eines der 14 Oberzentren Baden-Württembergs, die nach dem Landesentwicklungsplan 2002 ausgewiesen sind. Das Stadtgebiet von Karlsruhe ist in 27 Stadtteile unterteilt, die sich weiter in Stadtviertel, früher zum Teil auch als Stadtbezirke bezeichnet, gliedern. Die acht inneren Stadtteile sind in der folgenden Karte in Rottönen markiert, die 19 äußeren Stadtteile in Grün- und Gelbtönen. Abgesehen von Oberreut, der Waldstadt und Weiherfeld-Dammerstock, drei Neubausiedlungen des 20. Jahrhunderts, gehen die äußeren Stadtteile auf ehemals selbständige Städte und Dörfer zurück, die deutlich älter als Karlsruhe selbst sind. Als relativ junger Stadt fehlt der Karlsruher Kernstadt das historische Bild vieler anderer Städte. Die Innenstadt nördlich der heutigen Kaiserstraße wurde in den Jahren nach der Stadtgründung 1715 geplant als Planhauptstadt (von Baden-Durlach) angelegt. Zahlreiche Behörden und Forschungseinrichtungen mit überregionaler Bedeutung sind in Karlsru- he angesiedelt. Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist die älteste und größte von insge- samt neun Hochschulen in Karlsruhe. Die beiden Rheinhäfen und die zweitgrößten Raffinerie Deutschlands stehen als große Infrastruktureinrichtungen einer ansonsten vorwiegend mittelstän- disch geprägten Wirtschaft gegenüber. In Karlsruhe gibt es 20 Grundschulen, 12 Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren und 12 Realschulen sowie 11 allgemeinbildende Gymnasien, 3 berufliche Gymnasien und 5 Gymnasien in freier Trägerschaft. Als „Residenz des Rechts“ ist Karlsruhe nicht nur der Sitz des Bundesgerichtshofs und des Gene- ralbundesanwalts, sondern auch Standort des Bundesverfassungsgerichts. Karlsruhe ist mit einer Jahresmitteltemperatur von 11,0 Grad Celsius eine der wärmsten Städte Deutschlands und mit einer durchschnittlichen jährlichen Sonnenscheindauer von 1805 Stunden auch eine der sonnigsten. Mit 21,4 Hitzetagen und 68,0 Sommertagen pro Jahr (Durchschnitte der Referenzperiode 1981–2010) weist Karlsruhe in beiden Kategorien den jeweils höchsten Wert aller deutschen Wetterstationen aus. Karlsruhe bietet mit seiner Lage in der flachen Rheinebene gute Voraussetzungen zum Fahrradfah- ren. Der Karlsruher Karl Drais erfand mit der Laufmaschine den Vorläufer des heutigen Fahrrads. Karlsruhe ist Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden- Württemberg (AGFK-BW) und erhielt 2011 aufgrund der Erfolge in der Fahrradförderung als eine der ersten drei Städte in Baden-Württemberg die Landesauszeichnung „Fahrradfreundliche Kom- mune“. Energie- und klimaschutzrelevante relevante Kennzahlen im Jahr 2022 Ausgangslage / Situationsanalyse eea-Bericht externes Re-Audit 2023; Stadt Karlsruhe Seite 7 Indikator 1: Emissionen CO2 Gesamt [t] Indikator 2: Verbrauch Endenergie Gesamt [MWh] Indikator 3: Verbrauch Endenergie total / Einwohner [MWh/EW] Ausgangslage / Situationsanalyse Seite 8 eea-Bericht externes Re-Audit 2023; Stadt Karlsruhe Indikator 4: Gesamtverbrauch Strom für gesamte öffentliche Beleuchtung [MWh] Indikator 5: Verbrauch Wasser pro Fläche kommunale Gebäude [Liter/m2] Indikator 6: Verbrauch Strom Strassenbeleuchtung pro km [MWh/km] Ausgangslage / Situationsanalyse eea-Bericht externes Re-Audit 2023; Stadt Karlsruhe Seite 9 Indikator 7: Verbrauch Wärme pro Fläche kommunale Gebäude [kWh/m2] Indikator 8: Emissionen CO2-Äquivalente pro Fläche kommunale Gebäude [t/m2] Indikator 9: Verbrauch Strom pro Fläche kommunale Gebäude [kWh/m2] Ausgangslage / Situationsanalyse Seite 10 eea-Bericht externes Re-Audit 2023; Stadt Karlsruhe Indikator 10: Anteil Produktion erneuerbarer Strom am gesamtem Stromverbrauch [%] Indikator 11: Anteil Wärme erneuerbar an Wärmeverbrauch gesamt [%] Indikator 12: Spezifischer Verbrauch Strom Wasserversorgung [kWh/m3] Ausgangslage / Situationsanalyse eea-Bericht externes Re-Audit 2023; Stadt Karlsruhe Seite 11 Indikator 13: Anteil gelabelter Ökostrom am gesamtem Stromverbrauch [%] Indikator 14: Anteil Car Sharing Nutzer/1000 EW Indikator 15: Modal-Split, MIV [%] Ausgangslage / Situationsanalyse Seite 12 eea-Bericht externes Re-Audit 2023; Stadt Karlsruhe Indikator 16: Modal-Split, ÖPNV [%] Indikator 17: Modal-Split, NMIV [%] Indikator 18: Fahrradweglänge/1000 EW Ausgangslage / Situationsanalyse eea-Bericht externes Re-Audit 2023; Stadt Karlsruhe Seite 13 Indikator 19: Fahrgäste ÖPNV pro 1000 EW Indikator 20: 6.5.3 Finanzielle Förderung Projektorganisation Seite 14 eea-Bericht externes Re-Audit 2023; Stadt Karlsruhe 3. Projektorganisation Energieteamleitung Energieteamleiter/in Dr. Jergentz, Stefan (Umwelt- und Arbeitsschutz - FB Klima) Weitere Mitglieder des Energieteams finden Sie in Angang 2. Wichtige Termine in 2022 / 2023 Monatlich Workshop Umsetzungsgruppe Klimaschutzkonzept 2030 06.09.2022 Treffen Energieteamleiter/Berater 07.12.2022 Treffen Energieteamleiter/Berater 26.01.2023 Externes (Re-)Audit 16.02.2023 Treffen Energieteamleiter/Berater 24.03.2023 Externes Audit Projektdokumentation Eine ausführliche Projektdokumentation liefert der Monitoringberich zum Klimaschutzkonzept 2030. Hier werden alle klimaschutzrelevanten Maßnahmen und Aktionen skizziert und ausgewertet. Energie- und klimapolitisches eea-Profil eea-Bericht externes Re-Audit 2023; Stadt Karlsruhe Seite 15 4. Energie- und klimapolitisches eea-Profil Erzielte Punkte Anzahl maximale Punkte 500 Anzahl mögliche Punkte 496 Anzahl erreichte Punkte 386 Erreichte Prozent 77,8% Für den eea / eea gold notwendige Punkte 50,0% / 75,0% Die Anzahl der möglichen Punkte ist von der maximalen Punktzahl 500 um 4 Punkte reduziert wor- den. Dies ist im Wesentlichen auf den Ausgleich von Nachteilen im direkten Vergleich gegenüber kleineren Kommunen, auf fehlende Potenziale und andere Gründe zurückzuführen. Bei welchen Einzelmaßnahmen Punktereduzierungen (sogenannte Abwertungen) vorgenommen wurden, ist im Maßnahmenkatalog ersichtlich. Insgesamt wurden 379 Punkte erreicht und damit 76,4 % der möglichen Punkte. Stärken und Schwä- chen der verschiedenen Bereiche zeigen die folgenden Grafiken und die nachfolgende Tabelle. Deutlich werden an dieser Darstellung bereits die Stärken im Bereich „Mobilität“, aber auch in den Bereichen „Entwicklungsplanung, Raumordnung“, „Kommunikation, Kooperation“, die über den für den Gold-Award geforderten 75 % liegen. Die größten Potenziale liegen im Bereich „Kommunale Energie- und klimapolitisches eea-Profil Seite 16 eea-Bericht externes Re-Audit 2023; Stadt Karlsruhe Gebäude, Anlagen“. Dementsprechend sollte dieser Bereich bei den geplanten Maßnahmen beson- ders berücksichtigt werden, da hier noch große Einspareffekte zu erzielen sind. Folgende Tabelle zeigt die konkrete Verteilung der einzelnen Punkte auf die verschiedenen Maß- nahmenpakete. Jährliche Entwicklung Prozentpunkte externes Zertifizierungsaudit 2014 70,1% Prozentpunkte externes Zertifizierungsaudit 2018 75,5% Prozentpunkte externes Zertifizierungsaudit 2022/23 77,8% Maßnahmenmaximalmöglich PunktePunktePunkte% 1Entwicklungsplanung, Raumordnung84,082,064,678,73% 1.1Konzepte, Strategie32,032,030,896,13% 1.2Kommunale Entwicklungsplanung20,020,018,090,00% 1.3Verpflichtung von Grundstückseigentümern20,018,012,468,89% 1.4Baugenehmigung, -kontrolle12,012,03,428,33% 2Kommunale Gebäude, Anlagen76,076,045,559,92% 2.1Energie- und Wassermanagement26,026,018,169,62% 2.2Zielwerte für Energie, Effizienz und Klimawirkung40,040,021,654,00% 2.3Besondere Maßnahmen10,010,05,858,40% 3Versorgung, Entsorgung104,0102,069,968,49% 3.1Unternehmensstrategie, Versorgungsstrategie10,010,010,0100,00% 3.2Produkte, Tarife, Kundeninformation18,018,016,088,89% 3.3Lokale Energieproduktion auf dem Stadt- / Gemeindegebiet34,034,017,150,18% 3.4Energieeffizienz Wasserversorgung8,08,06,783,75% 3.5Energieeffizienz Abwasserreinigung18,016,05,936,88% 3.6Energie aus Abfall16,016,014,288,75% 4Mobilität96,096,079,883,08% 4.1Mobilität in der Verwaltung8,08,05,163,50% 4.2Verkehrsberuhigung und Parkieren28,028,022,881,36% 4.3Nicht motorisierte Mobilität26,026,020,277,69% 4.4Öffentlicher Verkehr20,020,019,798,50% 4.5Mobilitätsmarketing14,014,012,085,71% 5Interne Organisation44,044,040,491,82% 5.1Interne Strukturen12,012,012,0100,00% 5.2Interne Prozesse24,024,020,485,00% 5.3Finanzen8,08,08,0100,00% 6Kommunikation, Kooperation96,096,085,989,48% 6.1Kommunikation8,08,06,885,00% 6.2Kommunikation und Kooperation mit Behörden16,016,014,791,88% 6.3Kooperation und Kommunikation mit Wirtschaft, Gewerbe, Industrie 24,024,018,878,33% 6.4Kommunikation und Kooperation mit Einwohner:innen und lokalen Multiplikatoren 24,024,022,694,17% 6.5Unterstützung privater Aktivitäten24,024,023,095,83% Gesamt500,0496,0386,077,83% effektiv Energie- und klimapolitisches eea-Profil eea-Bericht externes Re-Audit 2023; Stadt Karlsruhe Seite 17 Nr. Titel eea 2023 (aktuell) eea 2018 Unterschied 1 Entwicklungsplanung, Raumordnung 78,7% 70,1% +8,6% 2 Kommunale Gebäude, Anlagen 59,9% 55,6% +4,3% 3 Versorgung, Entsorgung 68,5% 77,3% -8,8% 4 Mobilität 83,1% 83,6% -0,5% 5 Interne Organisation 91,8% 74,5% +17,3% 6 Kommunikation, Kooperation 89,5% 85,3% +4,2% Total 77,8% 75,5% +2,3% Der Vergleich mit dem vorangegangenen Audit zeigt eine ambivalente Entwicklung der einzelnen Bereiche. Vielfach sind die unterschiedlichen Punkte aber auch auf den Wechsel auf die neue Be- wertungsmatrix 2022 zurückzuführen. 78% 89% 92% 83% 68% 60% 79% 75% 85% 75% 84% 77% 56% 70% 0%20%40%60%80%100% Gesamt Kommunikation, Kooperation Interne Organisation Mobilität Versorgung, Entsorgung Kommunale Gebäude, Anlagen Entwicklungsplanung, Raumordnung Vergleich Audit 2018 mit Audit 2022 Audit 2018 Audit 2022/23 Erläuterungen zu den einzelnen Maßnahmenbereichen Seite 18 eea-Bericht externes Re-Audit 2023; Stadt Karlsruhe 5. Erläuterungen zu den einzelnen Maßnahmenbereichen Die Stärken und Optimierungspotenziale wie auch die besonderen Aktivitäten und Projekte in den einzelnen Maßnahmenbereichen werden im Folgenden ausführlicher beschrieben. Entwicklungsplanung, Raumordnung (Punkte in 78,7%) Die Stadt Karlsruhe stellt mit ihrer kommunalen Entwicklungsplanung wichtige Weichen für mehr Klimaschutz und Energieeffizienz. Das Klimaschutzkonzept 2030 ist einen laufenden Monitoring un- terworfen. 28% 69% 90% 96% 25% 53% 75% 93% 0%20%40%60%80%100%120% Baugenehmigung, -kontrolle Verpflichtung von Grundstückseigentümern Kommunale Entwicklungsplanung Konzepte, Strategie Bereich 1: Entqwicklungsplanung, Raumordnung Audit 2018 Audit 2022/23 Erläuterungen zu den einzelnen Maßnahmenbereichen eea-Bericht externes Re-Audit 2023; Stadt Karlsruhe Seite 19 Kommunale Gebäude, Anlagen (Punkte in 59,9%) Trotz umfangreicher Maßnahmen wie die Leitlinien der Energieeffizienz und der Bezug von 100% Ökostrom für kommunale Gebäude weisen die Gebäude der Stadt Karlsruhe im Vergleich hohe Verbräuche von Strom und Wärme auf. Durch die hohe Anzahl von Eigenbetrieben ist zudem die Datenerfassung erschwert. Die Ausdehnung auf alle städtischen Liegenschaften des Sanierungs- konzeptes würde weitere Effizienzpotenziale erschließen. 58% 54% 70% 56% 44% 71% 0%10%20%30%40%50%60%70%80% Besondere Maßnahmen Zielwerte für Energie, Effizienz und Klimawirkung Energie- und Wassermanagement Bereich 2: Kommunale Gebäude, Anlagen Audit 2018 Audit 2022/23 Erläuterungen zu den einzelnen Maßnahmenbereichen Seite 20 eea-Bericht externes Re-Audit 2023; Stadt Karlsruhe Versorgung, Entsorgung (Punkte in 68,5%) Die Stadtwerke Karlsruhe als 90% Tochter der Stadt stellt ihre ökologische und nachhaltige Aus- richtung durch die jährliche Umwelterklärung in den Vordergrund. Mit ihrem Umweltbericht zeigen die Stadtwerke in transparenter Weise ihr Engagement für Klimaschutz und die Verfolgung ambitio- nierter Ziele auf. Neben dem Betrieb des städtischen Fernwärmenetzes, bei dem industrielle Abwärme aus einer Raf- finerie und eines Papierwerks genutzt, wird, ist auch die Produktion von Ökostrom sehr hoch. Durch die Umsetzung des Abfallkonzeptes aus dem Jahr 2014 kann die Stadt auch bei der Abfallent- sorgung beim eea punkten. 89% 37% 84% 50% 89% 100% 89% 51% 88% 68% 86% 94% 0%20%40%60%80%100%120% Energie aus Abfall Energieeffizienz Abwasserreinigung Energieeffizienz Wasserversorgung Lokale Energieproduktion auf dem Stadt- / Gemeindegebiet Produkte, Tarife, Kundeninformation Unternehmensstrategie, Versorgungsstrategie Bereich 3: Versorgung, Entsorgung Audit 2018 Audit 2022/23 Erläuterungen zu den einzelnen Maßnahmenbereichen eea-Bericht externes Re-Audit 2023; Stadt Karlsruhe Seite 21 Mobilität (Punkte in 83,1%) Karlsruhe gilt nicht nur als eine der besten Fahrradstädte in Deutschland. Die Stadt weist zudem auch die dichteste Carsharing-Rate auf. Punkte lässt die Stadt allerdings beim städtischen Fuhr- park liegen. Der öffentliche Nah-verkehr in Karlsruhe und die Angebote für kombinierte Mobilität sind vorbildlich. 86% 99% 78% 81% 64% 86% 100% 80% 80% 65% 0%20%40%60%80%100%120% Mobilitätsmarketing Öffentlicher Verkehr Nicht motorisierte Mobilität Verkehrsberuhigung und Parkieren Mobilität in der Verwaltung Bereich 4: Mobilität Audit 2018 Audit 2022/23 Erläuterungen zu den einzelnen Maßnahmenbereichen Seite 22 eea-Bericht externes Re-Audit 2023; Stadt Karlsruhe Interne Organisation (Punkte in 91,8%) Klimaschutz ist in der öffentlichen Verwaltung der Stadt Karlsruhe vorbildlich organisiert. Der Fach- bereich Klima im Amt für Umwelt- und Arbeitsschutz weist eine hohe Zahl von besetzten Planstellen auf. Strukturen und Verantwortlichkeiten sind klar definiert. Mit dem Klimaschutzbeirat Auch die Weiterbildung zum Thema Klimaschutz und die finanzielle Unterstützung für energiepoliti- sche Arbeit der Stadtverwaltung sind in Karlsruhe vorbildlich. Der eea-Prozess wird flankierend zur Fortschreibung des Klimaschutzkonzeptes durchgeführt. Aus diesem Grund werden die strukturellen Vorgaben des eea nicht vollständig umgesetzt. Dies könnte zukünftig noch besser integriert werden. 100% 85% 100% 100% 67% 73% 0%20%40%60%80%100%120% Finanzen Interne Prozesse Interne Strukturen Bereich 5: Interne Organisation Audit 2018 Audit 2022/23 Erläuterungen zu den einzelnen Maßnahmenbereichen eea-Bericht externes Re-Audit 2023; Stadt Karlsruhe Seite 23 Kommunikation, Kooperation (Punkte in 89,5%) Im Wesentlichen werden alle relevanten Akteure in die Umsetzung der Klimaschutzziele in der Stadt Karlsruhe eingebunden. Als Zentrum der Technologieregion Karlsruhe profitiert die Stadt dabei von der großen Anzahl an Institutionen in Karlsruhe. Mit der Kampagne „Grüne Stadt“ bündelt Karlsruhe viele Klimaschutzaktionen in der öffentlichen Wahrnehmung. Mit KARLA betreibt die Stadt in Zusammenarbeit mit dem KIT ein Reallabor und verfolgt das Ziel, nachhaltigen Klimaschutz modellhaft in Karlsruhe zu erforschen, umzusetzen und langfristig zu si- chern. 96% 94% 78% 92% 85% 94% 90% 81% 78% 75% 0%20%40%60%80%100%120% Unterstützung privater Aktivitäten Kommunikation und Kooperation mit Einwohner:innen und lokalen Multiplikatoren Kooperation und Kommunikation mit Wirtschaft, Gewerbe, Industrie Kommunikation und Kooperation mit Behörden Kommunikation Bereich 6: Kommunikation, Kooperation Audit 2018 Audit 2022/23 Ausblick Seite 24 eea-Bericht externes Re-Audit 2023; Stadt Karlsruhe 6. Ausblick Die Stadt Karlsruhe stellt regelmäßig die vielen Klimaschutzaktivitäten der Stadt mit dem Monitoring- und Fortschrittsbericht dar. Die Durchführung des eea und die damit verbundene Bewertung der verschiedenen Schwerpunkte zeigt das gute Abschneiden der Stadt in den meisten Handlungsfel- dern. Allein die Handlungsfelder „Kommunale Gebäude, Anlagen“ sowie „Versorgung, Entsorgung“ wer- den nach den Bewertungskriterien des eea etwas weniger gut bewertet. Im Bereich „Kommunale Gebäude, Anlagen“ können die vergleichsweise niedrigen Kennzahlen in den Punkten „Energieeffizienz Gebäude Wärme“ und „Energieeffizienz Gebäude Strom nicht mit kurzfristigen Maßnahmen verbessert werden. Langfristig sollte darauf hingewirkt werden, dass Strom und Wärme in den kommunalen Gebäuden besser ausgenutzt werden. Das Ziel der klimaneutralen Kommunalverwaltung sollte mit einem langfristigen Sanierungskonzept für die kommunalen Gebäude, das die sukzessive Umsetzung der wichtigsten Maßnahmen ein- schließt, unterfüttert werden. Im Bereich „Versorgung, Entsorgung“ bieten Maßnahmen zur Erhöhung des Anteils Erneuerbarer Energien für Wärme und Strom und bei der Abwasserbeseitigung weiteres Verbesserungspotenzial. Anhang eea-Bericht externes Re-Audit 2023; Stadt Karlsruhe Anhang 1: Der European Energy Award Anhang eea-Bericht externes Re-Audit 2023; Stadt Karlsruhe Der European Energy Award ▪ Der European Energy Award steht für eine Kommune (Landkreis, Stadt oder Gemeinde), die – in Abhängigkeit ihrer Möglichkeiten – überdurchschnittliche Anstrengungen in der kommunalen Energie- und Klimaschutzpolitik unternimmt. ▪ Mit dem eea verbunden ist die Implementierung eines strukturierten und moderierten Prozesses mit einer definierten Trägerschaft, Vorschriften zur Erteilung, Kontrolle und Entzug des Awards sowie einem Maßnahmenkatalog zur Bewertung der Leistungen. ▪ Mit dem eea werden Maßnahmen erarbeitet, initiiert und umgesetzt, die dazu beitragen, dass weniger Energie benötigt wird und erneuerbare Energieträger vermehrt genutzt und nicht erneu- erbare Ressourcen effizient eingesetzt werden. Dies ist sowohl energiepolitisch sinnvoll, spart aber auch langfristig Kosten, die für andere Aktivitäten eingesetzt werden können. ▪ Eine Kommune, die mit dem European Energy Award ausgezeichnet wurde, erfüllt – unter der Voraussetzung, dass sämtliche gesetzliche Auflagen eingehalten werden – die Anforderungen der ISO 14000 im energierelevanten Bereich. ▪ Landkreise, Städte und Gemeinden engagieren sich heute in einer Vielzahl von kommunalen Netzwerken. Mit dem Award werden diese Absichtserklärungen in eine nachhaltige Energiepoli- tik überführt. ▪ Angelehnt an Qualitätsmanagementsysteme aus der Wirtschaft, wie z.B. Total Quality Manage- ment TQM, ist der European Energy Award ein prozessorientiertes Verfahren, in welchem Schritt für Schritt die Verwaltungsprozesse und die Partizipation der Bevölkerung (Kundenorientierung) weiter verbessert werden. ▪ Aufgrund der klaren Zielsetzungen, der detaillierten Erhebung von Leistungsindikatoren, deren Quantifizierung und einem strukturierten Controlling- und Berichtswesen fügt sich der European Energy Award optimal in eine moderne Verwaltungsführung ein. Anhang eea-Bericht externes Re-Audit 2023; Stadt Karlsruhe Übersicht über die einzelnen Maßnahmenbereiche Maßnahmenbereich 1: Entwicklungsplanung / Raumordnung Der Bereich Entwicklungsplanung und Raumordnung umfasst alle Maßnahmen, die eine Kommune in ihrem ureigenen Zuständigkeitsbereich, der kommunalen Entwicklungsplanung ergreifen kann, um die entscheidenden Weichen für eine bessere Energieeffizienz zu stellen und damit den Klima- schutz zu forcieren. Die Maßnahmen reichen von einem energie- und klimapolitischen Leitbild mit Absenkpfad über eine Festlegung im Bereich der Bauleitplanung, von städtebaulichen Wettbewerben, verbindlichen Instru- menten beim Grundstücks(ver-)kauf, der Baubewilligung bis hin zur Energieberatung von Bauinte- ressenten. Maßnahmenbereich 2: Kommunale Gebäude und Anlagen In diesem Bereich können die Kommunen direkte Einspareffekte für den kommunalen Haushalt durch die wirtschaftliche Reduzierung von Betriebskosten ihres eigenen Gebäudebestandes erzie- len. Die Maßnahmen reichen von der Bestandsaufnahme über das Energiecontrolling und -management bis hin zu Hausmeisterschulungen und speziellen Maßnahmen im Bereich der Stra- ßenbeleuchtung. Maßnahmenbereich 3: Versorgung, Entsorgung Der gesamte Bereich Ver- und Entsorgung wird in enger Kooperation mit kommunalen Energie-, Abfall- und Wasserbetrieben oder auch mit überregionalen Energieversorgern entwickelt. Partner- schaften im Sinne von Public-Private-Partnerships zur Organisation und Finanzierung der Maßnah- men entstehen gerade in diesen Bereichen. Die Maßnahmen reichen von der Optimierung der Energielieferverträge, der Verwendung von Ökostrom, der Tarifstruktur, Nah- und Fernwärmeversorgung, der Nutzung erneuerbarer Energien, der Nutzung von Abwärme aus Abfall und Abwasser bis hin zur Regenwasserbewirtschaftung. Maßnahmenbereich 4: Mobilität In diesem Bereich werden kommunale Rahmenbedingungen und Angebote vorgestellt, welche Bür- ger ermutigen, verstärkt auf energiesparende und schadstoffarme oder -freie Verkehrsträger umzu- steigen. Es geht also um Maßnahmen, die zur verstärkten Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel, des Fahrrads und von Fußwegen führen. Die Maßnahmen reichen von Informationskampagnen und -veranstaltungen, der Verbesserung der Fuß- und Radwegenetze und des ÖPNV-Angebotes sowie der Planung von Schnittstellen zwischen den verschiedenen Verkehrsträgern bis hin zur Parkraumbewirtschaftung, Temporeduzierung und Gestaltung des öffentlichen Raumes bis hin zum Mobilitätsverhalten der öffentlichen Verwaltung einschließlich des kommunalen Fuhrparks. Anhang eea-Bericht externes Re-Audit 2023; Stadt Karlsruhe Maßnahmenbereich 5: Interne Organisation Die Kommune kann im Bereich ihrer internen Organisation und Abläufe dafür sorgen, dass das Energiethema gemäß dem energie- und klimapolitischen Leitbild von allen Akteuren gemeinsam verantwortet und vorangebracht wird. Hierzu gehört die Bereitstellung personeller Ressourcen, die Umsetzung eines Aktivitätenprogramms, Weiterbildungsmaßnahmen, das Beschaffungswesen aber auch die Entwicklung und Anwendung innovativer Finanzierungsinstrumente zur Umsetzung von Maßnahmen. Maßnahmenbereich 6: Kommunikation, Kooperation Dieser Maßnahmenbereich fasst im Wesentlichen Aktivitäten zusammen, die auf das Verbrauchs- verhalten Dritter abzielen, z.B. von privaten Haushalten, Universitäten, Forschungseinrichtungen, Schulen, Gewerbetreibenden, Wohnungsbaugesellschaften u.a.. Hierzu gehören Informationsaktivitäten, angefangen bei Pressearbeit, Broschüren und Veranstal- tungen bis hin zur Etablierung von Energie-Tischen mit energie- und klimapolitisch relevanten und interessierten Akteuren. Dazu zählen auch Projekte in Schulen, die Einrichtung von Informations- und Beratungsstellen, die Durchführung von Wettbewerben und das Auflegen kommunaler Förder- programme. Auch zählen zu diesem Bereich alle Aktivitäten, die die Kommunen über ihre Stadt- und Gemeinde- grenze hinweg im Sinne eines interkommunalen Erfahrungsaustausches in gemeinsamen Projekten mit anderen Kommunen umsetzt. Punktesystem Die Bewertung der Energie- und Klimaschutzpolitik der Städte / Gemeinden erfolgt auf Basis eines Punktesystems. Die grundsätzliche Verteilung der Punkte auf die Maßnahmenbereiche zeigt die nachfolgende Grafik. Anhang eea-Bericht externes Re-Audit 2023; Stadt Karlsruhe Zertifizierungsschritte des European Energy Award Die Prozess- und Zertifizierungsschritte des European Energy Award zeigt die folgende Grafik. Anhang eea-Bericht externes Re-Audit 2023; Stadt Karlsruhe Anhang 2: Energie- und klimarelevante Kennzahlen zur qualitativen Beurteilung Anhang eea-Bericht externes Re-Audit 2023; Stadt Karlsruhe Maßnahmenmaximalmöglich PunktePunktePunkte% 1Entwicklungsplanung, Raumordnung84,082,064,678,73% 1.1Konzepte, Strategie32,032,030,896,13% 1.1.1Klimastrategie auf Stadt- / Gemeindeebene, Energieperspektiven 6,06,06,0100,00% 1.1.2Klimaschutz- und Energiekonzept6,06,05,286,00% 1.1.3Bilanz, Indikatorensysteme10,010,010,0100,00% 1.1.4Evaluation von Klimawandeleffekten6,06,06,0100,00% 1.1.5Abfallkonzept4,04,03,690,00% 1.2Kommunale Entwicklungsplanung20,020,018,090,00% 1.2.1Kommunale Energieplanung10,010,09,595,00% 1.2.2Mobilitäts- und Verkehrsplanung10,010,08,585,00% 1.3Verpflichtung von Grundstückseigentümern20,018,012,468,89% 1.3.1Grundstückseigentümerverbindliche Instrumente10,08,06,480,00% 1.3.2Innovative, nachhaltige städtische und ländliche Entwicklung10,010,06,060,00% 1.4Baugenehmigung, -kontrolle12,012,03,428,33% 1.4.1Prüfung Baugenehmigung und Bauausführung8,08,01,620,00% 1.4.2Beratung zu Energie und Klimaschutz im Bauverfahren4,04,01,845,00% 2Kommunale Gebäude, Anlagen76,076,045,559,92% 2.1Energie- und Wassermanagement26,026,018,169,62% 2.1.1Standards für Bau und Bewirtschaftung öffentlicher Gebäude4,04,03,690,00% 2.1.2Bestandsaufnahme, Analyse6,06,04,880,00% 2.1.3Controlling, Betriebsoptimierung6,06,05,490,00% 2.1.4Sanierungsplanung / -konzept6,06,03,965,00% 2.1.5Beispielhafter Neubau / beispielhafte Sanierung4,04,00,410,00% 2.2Zielwerte für Energie, Effizienz und Klimawirkung40,040,021,654,00% 2.2.1Erneuerbare Energie Wärme8,08,07,290,00% 2.2.2Erneuerbare Energie Elektrizität8,08,08,0100,00% 2.2.3Energieeffizienz Wärme8,08,00,00,00% 2.2.4Energieeffizienz Elektrizität8,08,00,67,00% 2.2.5CO2- und Treibhausgasemissionen8,08,05,873,00% 2.3Besondere Maßnahmen10,010,05,858,40% 2.3.1Öffentliche Beleuchtung6,06,04,880,00% 2.3.2Wassereffizienz4,04,01,026,00% 3Versorgung, Entsorgung104,0102,069,968,49% 3.1Unternehmensstrategie, Versorgungsstrategie10,010,010,0100,00% 3.1.1Unternehmensstrategie der Energieversorger6,06,06,0100,00% 3.1.2Finanzierung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien4,04,04,0100,00% 3.2Produkte, Tarife, Kundeninformation18,018,016,088,89% 3.2.1Produktpalette und Serviceangebot6,06,04,880,00% 3.2.2Verkauf von Strom aus erneuerbaren Quellen auf dem Stadt- / Gemeindegebiet 8,08,08,0100,00% 3.2.3Beeinflussung des Kundenverhaltens und -verbrauchs4,04,03,280,00% effektiv Anhang eea-Bericht externes Re-Audit 2023; Stadt Karlsruhe Maßnahmenmaximalmöglich PunktePunktePunkte% 3.3Lokale Energieproduktion auf dem Stadt- / Gemeindegebiet34,034,017,150,18% 3.3.1Abwärme Industrie6,06,04,575,00% 3.3.2Wärme und Kälte aus erneuerbaren Energiequellen auf dem Stadt- / Gemeindegebiet 10,010,03,737,00% 3.3.3Elektrizität aus erneuerbaren Energiequellen auf dem Stadt- / Gemeindegebiet 8,08,02,632,00% 3.3.4Kraft-Wärme-Kopplung und Abwärme / Kälte aus Kraftwerken zur Wärme- und Stromproduktion auf dem Gemeindegebiet 10,010,06,363,00% 3.4Energieeffizienz Wasserversorgung8,08,06,783,75% 3.4.1Analyse und Bestandsaufnahme Energieeffizienz der Wasserversorgung 6,06,05,185,00% 3.4.2Effizienter Wasserverbrauch2,02,01,680,00% 3.5Energieeffizienz Abwasserreinigung18,016,05,936,88% 3.5.1Analyse und Bestandsaufnahme Energieeffizienz Abwasserreinigung 6,06,01,220,00% 3.5.2Externe Abwärmenutzung4,02,01,155,00% 3.5.3Klärgasnutzung4,04,00,615,00% 3.5.4Regenwasserbewirtschaftung4,04,03,075,00% 3.6Energie aus Abfall16,016,014,288,75% 3.6.1Energetische Nutzung von Abfällen8,08,08,0100,00% 3.6.2Energetische Nutzung von Bioabfällen4,04,03,485,00% 3.6.3Energetische Nutzung von Deponiegas4,04,02,870,00% 4Mobilität96,096,079,883,08% 4.1Mobilität in der Verwaltung8,08,05,163,50% 4.1.1Unterstützung bewusster Mobilität in der Verwaltung4,04,02,460,00% 4.1.2Kommunale Fahrzeuge4,04,02,767,00% 4.2Verkehrsberuhigung und Parkieren28,028,022,881,36% 4.2.1Parkraumbewirtschaftung8,08,05,670,00% 4.2.2Hauptachsen6,06,04,778,00% 4.2.3Temporeduktion und Aufwertung öffentlicher Räume10,010,09,595,00% 4.2.4Städtische Versorgungssysteme4,04,03,075,00% 4.3Nicht motorisierte Mobilität26,026,020,277,69% 4.3.1Fußwegenetz, Beschilderung10,010,08,080,00% 4.3.2Radwegenetz, Beschilderung10,010,08,080,00% 4.3.3Abstellanlagen6,06,04,270,00% 4.4Öffentlicher Verkehr20,020,019,798,50% 4.4.1Qualität des ÖPNV-Angebots10,010,010,0100,00% 4.4.2Vortritt ÖPNV4,04,04,0100,00% 4.4.3Kombinierte Mobilität6,06,05,795,00% 4.5Mobilitätsmarketing14,014,012,085,71% 4.5.1Mobilitätsmarketing in der Stadt / Gemeinde8,08,07,290,00% 4.5.2Beispielhafte Mobilitätsstandards6,06,04,880,00% effektiv Anhang eea-Bericht externes Re-Audit 2023; Stadt Karlsruhe Maßnahmenmaximalmöglich PunktePunktePunkte% 5Interne Organisation44,044,040,491,82% 5.1Interne Strukturen12,012,012,0100,00% 5.1.1Personalressourcen, Organisation8,08,08,0100,00% 5.1.2Gremium4,04,04,0100,00% 5.2Interne Prozesse24,024,020,485,00% 5.2.1Einbezug des Personals (der Verwaltungsmitarbeitende)2,02,01,260,00% 5.2.2Erfolgskontrolle und jährliche Planung10,010,09,090,00% 5.2.3Weiterbildung6,06,04,270,00% 5.2.4Beschaffungswesen6,06,06,0100,00% 5.3Finanzen8,08,08,0100,00% 5.3.1Budget für energiepolitische Stadt- / Gemeindearbeit8,08,08,0100,00% 6Kommunikation, Kooperation96,096,085,989,48% 6.1Kommunikation8,08,06,885,00% 6.1.1Konzept für Kommunikation und Kooperation4,04,03,690,00% 6.1.2Vorbildwirkung, Corporate Identity4,04,03,280,00% 6.2Kommunikation und Kooperation mit Behörden16,016,014,791,88% 6.2.1Institutionen im Wohnungsbau6,06,04,880,00% 6.2.2Andere Städte / Gemeinden und Regionen6,06,06,0100,00% 6.2.3Regionale und nationale Behörden2,02,01,995,00% 6.2.4Universitäten und Forschungseinrichtungen2,02,02,0100,00% 6.3Kooperation und Kommunikation mit Wirtschaft, Gewerbe, Industrie 24,024,018,878,33% 6.3.1Energieeffizienzprogramme in und mit Wirtschaft, Gewerbe, Industrie, Dienstleistung 10,010,09,090,00% 6.3.2Professionelle Investoren und Hausbesitzer6,06,04,270,00% 6.3.3Lokale, nachhaltige Wirtschaftsentwicklung4,04,02,870,00% 6.3.4Forst- und Landwirtschaft4,04,02,870,00% 6.4Kommunikation und Kooperation mit Einwohner:innen und lokalen Multiplikatoren 24,024,022,694,17% 6.4.1Arbeitsgruppen, Partizipation6,06,06,0100,00% 6.4.2Konsumenten, Mieter10,010,010,0100,00% 6.4.3Schulen, Kindergärten4,04,02,665,00% 6.4.4Multiplikatoren (NROs, Religionsgemeinschaften, Vereine)4,04,04,0100,00% 6.5Unterstützung privater Aktivitäten24,024,023,095,83% 6.5.1Beratungsstelle Energie, Mobilität, Ökologie10,010,010,0100,00% 6.5.2Leuchtturmprojekt4,04,04,0100,00% 6.5.3Finanzielle Förderung10,010,09,090,00% Gesamt500,0496,0386,077,83% effektiv
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Informationsvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Audit European Energy Award Vorlage Nr.: 2023/0613 Verantwortlich: Dez. 5 Dienststelle: UA Beratungsfolge dieser Vorlage Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis AUG 04.07.2023 2 X Information (Kurzfassung) Seit 2008 beteiligt sich die Stadt Karlsruhe aktiv am European Energy Award (EEA) und wurde Ende März 2023 erneut einem externen Audit zur Rezertifizierung unterzogen. Mit 77,8 Punkten erreichte die Stadt Karlsruhe das Gold-Niveau. Die Gold Zertifizierung kann nun im nächsten Audit als Gold-Audit angestrebt werden. Die Preisverleihung fand auf dem landesweiten kommunalen Klimakongress in Karlsruhe am 17. Mai 2023 statt. Finanzielle Auswirkungen Ja ☒ Nein ☐ ☐ Investition ☒ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: ca. 8000 Euro für Gold-Zertifizierung Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☒ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☒ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☐ Ja ☒ Korridorthema: Grüne Stadt Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) Nein ☒ Ja ☐ durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☐ Ja ☒ abgestimmt mit KEK, SWK – 2 – Ergänzende Erläuterungen Ende März 2023 konnte die Stadt Karlsruhe das externe Audit zum European Energy Award (EEA) zum vierten Mal erfolgreich abschließen. Mit dem EEA werden Maßnahmen erarbeitet, initiiert und umgesetzt, die dazu beitragen, dass weniger Energie benötigt wird und erneuerbare Energieträger vermehrt genutzt und nicht erneuerbare Ressourcen effizient eingesetzt werden. Dies ist energiepolitisch sinnvoll, spart aber auch langfristig Kosten, die für andere Aktivitäten eingesetzt werden können. Eine Kommune, die mit dem European Energy Award ausgezeichnet wurde, erfüllt – unter der Voraussetzung, dass sämtliche gesetzliche Auflagen eingehalten werden – die Anforderungen der ISO 14000 im energierelevanten Bereich. Seit 2008 nimmt die Stadt alle vier Jahre an dem europaweiten Programm zur externen Bewertung der Klimaschutzaktivitäten von Kommunen teil. In diesem Jahr konnte das bisher beste Ergebnis mit 77,8% Punkten erreicht werden und zeigt den kontinuierlichen Verbesserungsprozess über die Jahre der Teilnahme am EEA auf. Insgesamt werden durch das Auditierungsschema 80 Maßnahmen zum Klimaschutz aus sechs Bereichen von der Entwicklungsplanung über kommunale Gebäude, Ver- und Entsorgung, Kommunikation, Mobilität bis hin zur internen Organisation bewertet. Zusätzlich fließen Daten aus 14 Indikatoren in die Bewertung ein, die die Entwicklung der Klimaschutzaktivitäten seit 2008 dokumentieren. Mit der diesjährigen Auditierung gab es somit auch eine externe Bewertung des Klimaschutzkonzeptes 2030, das vom Gemeinderat 2020 verabschiedet wurde. Deutliche Stärken sieht das Audit in den Bereichen Mobilität, Entwicklungsplanung, Kommunikation und Kooperation. Diese Bereiche liegen über den 75%, die für ein Gold-Audit nötig sind. Hier konnte die Stadt Karlsruhe mit zahlreichen guten Konzepten und Aktivitäten im Mobilitätsbereich punkten. Auch das Klimaschutzkonzept 2030 und die angestrebte Klimaneutralität 2040 für Stadt und Verwaltung sowie die aktuelle Erarbeitung der Energieleitplanung wurden als positive Planungsinstrumente bewertet. Die schon seit 2009 etablierte Klimakampagne mit einem neuen Onlineauftritt wurde im Bereich der Kommunikation der Klimaschutzaktivitäten hervorgehoben. Der größte Zuwachs zum letzten Audit 2018 mit rund 17 Prozentpunkten wurde im Bereich „interne Organisation“ erreicht. Hier überzeugte die Stadt mit den Stellenkontingenten für den Klimaschutz, die im Zuge des Klimaschutzkonzeptes 2030 in der Verwaltung geschaffen wurden und auch dem eigenen Haushaltsbudget, das für Klimaschutzmaßnahmen zur Verfügung steht. Organisatorisch wurde mit dem Fachbereich Klima im Umwelt- und Arbeitsschutz eine eigene Abteilung für Klimaschutz und Klimaanpassung eingerichtet. Die größten Verbesserungspotenziale liegen im Bereich der kommunalen Gebäude und Anlagen. Hier empfiehlt das Audit, dass die geplanten Maßnahmen in diesem Bereich besonders berücksichtigt und vorangetrieben werden, da hier noch große Einspareffekte zu erzielen sind. Mit der aktuell erreichten Punktzahl von 77,8% ist es nun auch für die Stadt Karlsruhe möglich, eine Gold-Zertifizierung beim European Energy Award im Frühjahr 2024 anzustreben, für die mindestens 75% der Punkte nötig sind. Das Label European Energy Award wurde auf dem Klimakongress in Karlsruhe am 17. Mai verliehen. Auf dem Kongress wurden 40 Landkreise und Städte in Baden-Württemberg ausgezeichnet. Der Auditbericht ist als Anlage beigefügt.
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Extrahierter Text
European Energy Award Audit 2023 Dr. Stefan Jergentz, Umwelt- und Arbeitsschutz Das Programm EEA 29.06.2023© Stadt Karlsruhe | Umwelt- und Arbeitsschutz2 •Programm für umsetzungsorientierte Energie-und Klimaschutzpolitik in Kommunen. •Prozessorientiert als Umwelt- und Energiemanagementsystem •Ziel ist es, Energieeinsparung und die effiziente Nutzung von Energie in der Kommune zu unterstützen und den Einsatz regenerativer Energien zu steigern. •Ist -Analyse und Bewertung des Standes der energie-und klimapolitischen Arbeiten •Ermittelt eigene Stärken und Schwächen. •Auf Basis dieser Erkenntnisse werden weitere Maßnahmen identifiziert, geplant und umgesetzt. Maßnahmenkatalog in 6 Bereichen 29.06.2023© Stadt Karlsruhe | Umwelt- und Arbeitsschutz3 Grundlage des European Energy Award ist ein umfassender Maßnahmen- katalog mit ca. 80 Einzelmaßnahmen in sechs kommunalen Handlungsfeldern, und 20 Indikatoren: •Entwicklungsplanung, Raumordnung •Kommunale Gebäude und Anlagen •Versorgung, Entsorgung •Mobilität •Interne Organisation •Kommunikation, Kooperation European Energy Award in Zahlen 29.06.2023© Stadt Karlsruhe | Umwelt- und Arbeitsschutz4 2007 Beschluss Teilnahme der Stadt Karlsruhe, alle 4 Jahre – externes Audit Entwicklung in Karlsruhe: Es gibt drei Stufen der Bewertung: 1.Partner (ohne Auszeichnung), <50% 2.Partner mit Auszeichnung, >50% <75% 3.Partner mit Gold Auszeichnung >75% Beim Gold-Audit wird ein zusätzlicher internationaler Auditor/in hinzugezogen 70,1% 2014 75,5% 2018 77,8% 2022/23 29.06.2023© Stadt Karlsruhe | Umwelt- und Arbeitsschutz5 Positive Audit-Bewertung 29.06.20236 Ziel Klimaneutralität: CO 2 -Reduktionsziel 2030 min. 58% ggü. 2010. Klimaneutralität 2040, Zielwert von unter 0,5 t CO 2 pro Kopf und Jahr. Klimaneutrale Stadtverwaltung bis 2040 Das Klimaschutzkonzept 2030: umfasst einen Katalog mit 75 Maßnahmen zum Klimaschutz in fünf Bereichen. Die Maßnahmen stellen den Fahrplan zur Klimaneutralität 2040 der Stadt Karlsruhe mit dem Zwischenziel 2030 dar. Bilanz, Indikatorensysteme: zukünftigesMonitoring über ein online-Tool mit Berichterstattung über den Umsetzungsstand der Maßnahmen. Mobilitäts- und Verkehrsplanung: Die Stadt Karlsruhe ist Initiator von einer Vielzahl von städtischen Projekten zum Thema Mobilität und auch an vielen regionalen und überregionalen Mobilitätsprojekten beteiligt. © Stadt Karlsruhe | Umwelt- und Arbeitsschutz Positive Audit-Bewertung 29.06.20237 Standards für Bau und Bewirtschaftung öffentlicher Gebäude: Städtische Leitlinie Energieeffizienz und nachhaltiges Bauen. Sanierungsplanung / -konzept: Deutliche Steigerung grundhafterModernisierungen städtischer Gebäude mit dem Ziel der Klimaneutralität. Erneuerbare Energie Wärme: Hoher Anteil an Fernwärme mit großem Anteil industrieller Abwärme. Erneuerbare Energie Elektrizität: Bezug des kompletten Strombedarfs der Stadtverwaltung als Ökostrom. CO 2 - und Treibhausgasemissionen: Reduktion der CO 2 -Emissionen von 2017 – 2020 durch-schnittlich 5,2%/a. © Stadt Karlsruhe | Umwelt- und Arbeitsschutz 29.06.2023© Stadt Karlsruhe | Umwelt- und Arbeitsschutz8 EEA Verleihung in Karlsruhe 41 Kommunen 11 mit Gold Auszeichnung In Baden-Württemberg nehmen 152 Kommunen an dem Programm teil Verleihung am 17 Mai 2023 Klimakongress Karlsruhe 29.06.2023© Stadt Karlsruhe | Umwelt- und Arbeitsschutz9 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Stefan.jergentz@ua.karlsruhe.de