IQ-Monitoringbericht 2023

Vorlage: 2023/0529
Art: Informationsvorlage
Datum: 12.05.2023
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Stabsstelle Verwaltungs- und Managemententwicklung
Erwähnte Stadtteile: Daxlanden, Oberreut

Beratungen

  • Hauptausschuss (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 20.06.2023

    TOP: 1

    Rolle: Kenntnisnahme

    Ergebnis: Kenntnisnahme

Zusätzliche Dateien

  • Informationsvorlage
    Extrahierter Text

    Informationsvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2023/0529 Verantwortlich: Dez. 1 Dienststelle: Stabsstelle VME IQ-Monitoringbericht 2023 Beratungsfolge dieser Vorlage Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Hauptausschuss 20.06.2023 1 x Kentnisnahme Information (Kurzfassung) Der Hauptausschuss nimmt das Monitoring der Korridorthemen der IQ-Arbeitsweise zur Kenntnis. Finanzielle Auswirkungen Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen | Erträge (Zuschüsse und Ähnliches) Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatorischen Kosten abzüglich Folgeerträge und Folgeeinsparungen) Ja ☐ Nein ☒ Haushaltsmittel sind dauerhaft im Budget vorhanden Ja ☒ Nein ☐ Die Finanzierung wird auf Dauer wie folgt sichergestellt und ist in den ergänzenden Erläuterungen auszuführen: ☐ Durch Wegfall bestehender Aufgaben (Aufgabenkritik) ☐ Umschichtungen innerhalb des Dezernates ☐ Der Gemeinderat beschließt die Maßnahme im gesamtstädtischen Interesse und stimmt einer Etatisierung in den Folgejahren zu. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☒ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☐ Ja ☒ Korridorthema: alle Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) Nein ☒ Ja ☐ durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Ergänzende Erläuterungen IQ-Arbeitsweise IQ steht für „innovativ“ und „quervernetzt“. Durch das Zusammenspiel von agilen Arbeitsmethoden und strategischer Vernetzung über Fach- und Hierarchiegrenzen hinweg werden Synergien geschaffen und neue Potenziale erschlossen: Mit kreativen Lösungsansätzen, verkürzten Kommunikationswegen sowie der ressortübergreifenden Bündelung von Expertisen schafft die IQ-Arbeitsweise adäquate Voraussetzungen, um zentrale Projekte noch zügiger und erfolgreicher zu realisieren. Gleichzeitig steigt die Entscheidungs- und Prozessqualität, auch dank der frühzeitigen, ganzheitlichen Einbindung relevanter Zielgruppen sowie möglichst vieler Interessierter aus der Bürgerschaft. Korridorthemen und Leitprojekte Die Stadtverwaltung Karlsruhe hat daher parallel zur bereits existierenden Dezernatsstruktur eine themenorientierte, ressortübergreifende Querstruktur geschaffen, in deren Zentrum sechs bedeutende Korridorthemen stehen: (1) Zukunft Innenstadt, (2) Moderne Verwaltung, (3) Soziale Stadt, (4) Wirtschafts- und Wissenschaftsstadt, (5) Grüne Stadt sowie (6) Mobilität. In jedem der sechs Themenfelder existieren innerhalb der Stadtverwaltung eine Vielzahl von Vorhaben. Von diesen wurden in einem Priorisierungsprozess Leitprojekte ausgewählt, die herausragende Chancen und Potenziale für die Stadt- und Verwaltungsentwicklung bieten. Sowohl die Korridorthemen als auch die Leitprojekte folgen vorab vereinbarten Zielen und Strategien. Gremieneinbindung Bei Initiierung von neuen Leitprojekten sowie im Projektverlauf ist der Gemeinderat insbesondere über seine Gremien eingebunden. Die Leitprojekte und Korridorthemen sind Bestandteil der Haushaltsplanung und bilden sich im Haushalt der Stadt Karlsruhe ab. Monitoring Der vorliegende Monitoringbericht gibt die Projektfortschritte für den Zeitraum März 2022 bis März 2023 wieder. Er betrachtet die Implementierung und Entwicklung der IQ-Arbeitsweise, der Korridorthemen und ihrer Leitprojekte und gibt einen Ausblick auf die Entwicklung. Beschluss: Antrag an den Hauptausschuss Der Hauptausschuss nimmt das Monitoring der Korridorthemen, ihrer Leitprojekte sowie der IQ- Arbeitsweise zur Kenntnis.

  • Anlage IQ-Monitoringbericht
    Extrahierter Text

    Der Monitoringbericht ist in drei Teile gegliedert: 1. Innovativ und quervernetzt: „New Work" bei der Stadtverwaltung Karlsruhe – Ziele, Ansatzpunkte und Nutzen ......................................................................................................................................................... 2 1.1. IQ-Arbeitsweise: Einführung ................................................................................................................. 2 1.2. Ziele, Ansatzpunkte und Nutzen auf einen Blick ................................................................................... 2 1.3. Rollen und Funktionen innerhalb der IQ-Arbeitsweise ........................................................................... 4 2. Sachstände aus den Korridorthemen und Leitprojekten ............................................................................ 5 2.1. Zukunft Innenstadt ................................................................................................................................... 5 2.2. Moderne Verwaltung ............................................................................................................................. 10 2.3. Soziale Stadt ........................................................................................................................................... 14 2.4. Wirtschafts- und Wissenschaftsstadt ....................................................................................................... 17 2.5. Grüne Stadt ............................................................................................................................................ 21 2.6. Mobilität ................................................................................................................................................ 26 3. Die IQ-Arbeitsweise: Außenwirkung und Ausblick .................................................................................. 29 3.1. Verwaltungsinnovation aus Karlsruhe ................................................................................................. 29 3.2. Ausblick .............................................................................................................................................. 29 Stadt Karlsruhe Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung Monitoring Der IQ-Arbeitsweise Der Bericht betrachtet die innovationsförderliche und quervernetzte Arbeitsweise (IQ-Arbeitsweise) und die damit verbundenen Korridorthemen und Leitprojekte. Betrachtungszeitraum: März 2022 – März 2023 2 | Monitoring der IQ-Arbeitsweise 1. Innovativ und quervernetzt: „New Work" bei der Stadtverwaltung Karlsruhe – Ziele, Ansatzpunkte und Nutzen 1.1. IQ-Arbeitsweise: Einführung Digitalisierung, die demografische Entwicklung, ein sich veränderndes Klima und vielfältige globale Herausforderungen haben tiefgreifende Auswirkungen auf das gesamte gesellschaftliche Leben. Dabei stellen sich die Veränderungen so komplex und dynamisch dar, dass für kommunale Entscheidungen und Weichenstellungen erweiterte Denkansätze wie auch Handlungsweisen gefragt sind. Nicht zuletzt, um im Sinne der Wettbewerbsfähigkeit die Position Karlsruhes als nachhaltig agierende Metropole mit hoher Lebensqualität und als attraktiven Standort für Forschung und Unternehmen weiter zu stärken. Im Jahr 2017 hat die Stadtverwaltung Karlsruhe daher ergänzend zur existierenden Dezernatsstruktur eine themenorientierte, ressortübergreifende Querstruktur geschaffen, in deren Zentrum sechs für die zukunftsorientierte Entwicklung Karlsruhes zentrale Themenfelder – sogenannte IQ-Korridorthemen - stehen: ▪ Zukunft Innenstadt ▪ Moderne Verwaltung ▪ Soziale Stadt ▪ Wirtschafts- und Wissenschaftsstadt ▪ Grüne Stadt ▪ Mobilität Die IQ-Strategie und -Arbeitsweise ist ein Steuerungsinstrument. Sie kommt in der Stadt Karlsruhe bei komplexen und prioritären Projekten und Zukunftsaufgaben zum Einsatz. Das Ziel ist, durch frühzeitige Quervernetzung und Einbindung der breiten Expertise aus Verwaltung und Stadtgesellschaft die Prozess-, Entscheidungs- und Umsetzungsqualität zu verbessern: Eine umsetzungsorientierte, hierarchiearme Arbeitsweise, Ziel- und Rollenklarheit sowie ein iteratives Vorgehen, lernende Prozesse und eine begleitende Kommunikation sind dabei zentrale Erfolgsfaktoren. 1.2. Ziele, Ansatzpunkte und Nutzen auf einen Blick Rund fünf Jahre Erfahrung und Lernprozess zeigen: Die Klarheit von Zielen, Strategien und Rollen, der Raum für Mitwirkung, kreative Ideen und innovative Arbeitsmethoden sowie zielgruppengerechte Kommunikation und passgenaues Marketing entscheiden als Schlüsselelemente über das Gelingen. 3 | Monitoring der IQ-Arbeitsweise Ziele des IQ ▪ Fokussierte, zügige, ressourcenschonende und insbesondere qualitativ bessere Bewältigung hochkomplexer, priorisierter Aufgabenstellungen. ▪ Gestaltender Umgang der Verwaltung mit einem volatilen, hochdynamischen, mehrdeutigen gesellschaftlichen Umfeld, in dem Entwicklungen nur schwer vorhersehbar und Prozesse nur bedingt planbar sind. ▪ Sichtbarkeit prioritärer strategischer Themen der Stadtverwaltung herstellen. Ansatzpunkte und Nutzen des IQ ▪ Frühzeitige Vernetzung bei komplexen Aufgaben über Fach- und Hierarchiegrenzen hinweg. --> Dadurch: Zeit- und Aufwandsersparnis, da aufwändiges Nachsteuern entfällt. ▪ Einbinden einer breiten Expertise und von Menschen mit unterschiedlicher Sichtweise. --> Dadurch: Allgemein tragfähigere, klügere, konsensualere Lösungen. ▪ Unmittelbare Anbindung der Macherinnen und Macher bedeutsamer Themen an Bürgermeisterinnen und Bürgermeister. --> Dadurch: zeitnahe Abstimmung und rasches Einleiten einer Umsetzung möglich. ▪ Bürgerschaft bzw. Mitarbeiterschaft sind in einem verlässlichen Rahmen zum Mitgestalten eingeladen. --> Dadurch: Stärkung des Engagements und der Identifikation mit unserer Stadt. ▪ Hierarchiearme Bearbeitung der Themen, z.B. durch stark eigenverantwortliche Arbeitsgruppen samt definierter Rollen und Entscheidungsspielräume, unterstützt durch agile Methoden. --> Dadurch: Hohe Innovationskraft sowie zügiger Arbeitsfortschritt und Umsetzung, da aufwendige und langwierige „Dienstwege“ entfallen oder auf ein Minimum reduziert sind. (siehe Kirklies 2023, Vierling 2022; weitere Studien sprechen von 8-14% Kostenersparnis durch agiles Arbeiten). ▪ Transparenz und Abstimmung zu den quervernetzen Themen innerhalb der Verwaltung, sowie gemeinsame Koordination gebündelter Ressourcen. --> Dadurch: Schaffen von Synergien und Ressourcenersparnis ( ▪ Gemeinsam koordinierte Kommunikation der Verwaltungsspitze bei ihren Korridorthemen. --> Dadurch: Sichtbarwerden der Dezernentinnen und Dezernenten mit ihren Arbeitserfolgen als Teil eines Ganzen. Auch entsteht ein erkennbares Narrativ der Stadt Karlsruhe als zukunftsgerechte Stadt. ▪ IQ als Prozess: Die IQ-Arbeitsweise ist ein lernender Prozess. Regelmäßige Evaluation und Feedback durch VME und auf Leitprojektebene ist der Ausgangspunkt dafür. --> Dadurch: kontinuierliche Anpassung an Erfordernisse der Stadtgesellschaft und ihrer Verwaltung. Zusammenfassung Durch das Zusammenspiel von agilen Arbeitsmethoden und einer intelligenten Vernetzung über Fach- und Hierarchiegrenzen hinweg, werden Synergien geschaffen und neue Potenziale erschlossen: Mit kreativen Lösungsansätzen, verkürzten Kommunikationswegen sowie der Bündelung von interner wie externer Fachexpertise schafft die IQ-Arbeitsweise adäquate Voraussetzungen, um bedeutsame Projekte und Aufgaben zügiger zu realisieren. Gleichzeitig 4 | Monitoring der IQ-Arbeitsweise steigt die Entscheidungs- und Prozessqualität, auch dank der frühzeitigen, ganzheitlichen Einbindung relevanter Zielgruppen und Interessierter aus der Bürgerschaft. Eine abgestimmte und regelmäßige Außen- und Innenkommunikation begleitet das Ganze. Die IQ Arbeitsweise liefert der Stadtverwaltung Karlsruhe damit eine Grundlage für die Optimierung ihrer Handlungsfähigkeit, Effektivität, Mitarbeiteridentifikation und Außenwirkung. Die Stadtgesellschaft profitiert von einer zügigen, nachvollziehbaren und bürgernahen Umsetzung sowie Möglichkeiten der Mitgestaltung. 1.3. Rollen und Funktionen innerhalb der IQ-Arbeitsweise Verantwortliche/r Dezernent/in: Er/Sie steht einem der sechs Korridorthemen vor; verantwortet dieses inhaltlich und in der Innen- und Außenkommunikation. Korridorbeauftragte/r: Er/Sie unterstützt den/die verantwortliche/n Bürgermeister/in; insbesondere bei der Gesamtkoordination innerhalb des Korridorthemas. Leitprojektverantwortliche/r: Diese haben die Federführung der jeweiligen Projekte inne und berichten unmittelbar dem/der jeweils verantwortlichen Dezernenten/in. IQ-Lenkungskreis: Unter dem Vorsitz der persönlichen Referentin des Oberbürgermeisters werden hier die Aktivitäten zwischen den einzelnen Korridorthemen abgestimmt und die kontinuierliche Verbesserung der IQ-Arbeitsweise vorangetrieben. Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung: Diese forciert und koordiniert die strategische, inhaltliche und methodische Umsetzung und Weiterentwicklung der IQ- Arbeitsweise sowie die einzelnen Korridorthemen und ihre Leitprojekte. IQ-Netzwerk: Unter Federführung der Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) tauschen sich hier die Korridorbeauftragten und Leitprojektverantwortlichen regelmäßig zu ihren Leitprojekten aus und entwickeln Vorschläge, um das Verwaltungshandeln kontinuierlich weiterzuentwickeln. Durch Transparenz sind so Synergien und gegenseitiges Lernen möglich. Rolle der gemeinderätlichen Gremien: Bei Initiierung von neuen Leitprojekten sowie im Projektverlauf ist der Gemeinderat insbesondere über seine Gremien eingebunden. Die Leitprojekte und Korridorthemen sind Bestandteil der Haushaltsplanung und bilden sich im Haushalt der Stadt Karlsruhe ab. 5 | Monitoring der IQ-Arbeitsweise 2. Sachstände aus den Korridorthemen und Leitprojekten 2.1. Zukunft Innenstadt 1. Allgemeine Informationen zum Korridorthema Verantwortlicher Dezernent: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup Korridorbeauftragte: Ulrike Höltzel Ziele: ▪ Die Innenstadt mit Schloss, Fächergrundriss und Plätzen ist Identifikationspunkt und Visitenkarte der Stadt – vom Mühlburger Tor bis Durlacher Tor, Schlossgarten bis Stadtgarten. ▪ Mit ihrer einzigartigen Vielfalt und Qualität präsentiert sich die Innenstadt als unverwechselbarer, internationaler, attraktiver Ort für Leben und Erleben, Einkaufen und Begegnung. Leitprojekt Leitprojektverantwortliche / Leitprojektverantwortlicher Status / Aktuelle GR-Beteiligung Aktionsplan City 2020-2026 Dr. Andrea Hammer (AfSta) / Alexander Zug (Wifö) / Andreas Mangold (Bundesförderung, AfSta) Aktionsplan City 2020-2026 wird weiterverfolgt, ein substantieller Teil der Maßnahmen ist zudem im vom BMWSB geförderten Projekt „City-Transformation“ (Bundesförderprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“) enthalten und wird damit maßgeblich aus Bundesmitteln finanziert. 21. September 2022: Erhalt des Förderbescheids für „City-Transformation“ (Gesamtvolumen: 4,6 Mio. €, Projektlaufzeit: bis 31. August 2025) 25. Oktober 2022: Freigabe des städtischen Eigenanteils von rund 600.000 Euro durch den Gemeinderat Neuer Titel: Sanierungsgebiete Innenstadt Sybille Rosenberg (StplA) Wird fortgeführt Förmliche Festlegung Innenstadt Ost durch GR 20.03.2018 Sanierungsbeirat durch GR Beschluss 22.01.2019 Sitzungen des Sanierungsbeirates 19.02.2019 04.03.2020 16.03.2021 23.03.2022 6 | Monitoring der IQ-Arbeitsweise Aufnahme Sanierungsgebiet Kaiserstraße-West in das Landessanierungsprogramm (LSP) im Juni 2022 Förmliche Festlegung des Sanierungsgebiets durch Gemeinderatsbeschluss am 25.10.2022 Sanierungsauftaktveranstaltung am 08.02.2023 Öffentlicher Raum und Mobilität der Innenstadt (ÖRMI) Verena Wagner (bis 23. Nov 2022)/ Oriana Kraemer (StplA) Der Bericht ist mit der Beschlussfassung im GR, Dez. 2022 abgeschlossen. Nachbereitung und Folgeprojekte laufen weiter. Vorgehen zur Ausschreibung PlanA 23.10.2019 Beschlussfassung zum Auslobungstext im GR 21.01.2020 Zustimmung zur Beauftragung PlanA 17.06.2020 Sachstand zur Kenntnis PlanA 24.02.2021 09.07.21 Zukunftswerkstatt 16.09.21 Fraktionenworkshop 11.10.21 Expertenkolloquium 07.04.2022 PlanA, 12.04.22 HA 2.6.2022 PlanA Berichtsentwurf 23.5. – 31. Oktober Reallabore Passagehof und Karlstraße 23.11.2022 öffentliche Abschlussveranstaltung 21.12. GR-Beschluss Nov 22 – Mai 23 Auswertung Reallabore My City. My Place Dominik Stengel (StJA) Wird fortgesetzt Empfehlung zur Durchführung als Leitprojekt bei „Zukunft Innenstadt“ im SozA 08.07.2020 Etatisierung im HH 21 durch GR 2. Resümee zum Korridorthema 2.1 Sachstand, Erfolge, Lernerfahrungen Vor dem Hintergrund knapper werdender Ressourcen und begrenzter Kapazitäten bei den technischen Ämtern wurde eine erneute Priorisierung der Maßnahmen und Abstimmung zwischen den Leitprojekten vorgenommen. Auch die Organisation wurde nach Durchführung einer Retrospektive angepasst. Die AG Innenstadt rückt damit als zentrales Abstimmungs- und Entscheidungsgremium in den Mittelpunkt. Die Steuerungsgruppe setzt – abgeleitet aus den Beschlüssen der gemeinderätlichen Gremien – den strategischen Rahmen und führt Informationen aus den Leitprojekten und den Teams zusammen. Die Strategieziele innerhalb des Korridorthema wurden durch die Steuerungsgruppe aktualisiert. Unter Leitung des Presse- und Informationsamtes wurde die Gründung eines Teams Kommunikation initiiert. 7 | Monitoring der IQ-Arbeitsweise Aktionsplan City 2020-2026 Der Fokus des Leitprojekts „Aktionsplan City 2020-2026“ lag im Betrachtungszeitraum auf dessen Umsetzung und Weiterentwicklung. Große Teile der vorgesehenen Maßnahmen konnten, ergänzt durch weitere sich aus der Fördersystematik ergebende Maßnahmen, über das Projekt „City-Transformation“ im Bundesförderprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ platziert werden. In der City konnten basierend auf dem Gutachten „Quartiersprofilierung“ (2021) – einer im Aktionsplan 2020-2026 verankerten Maßnahme – vier Innenstadt-Quartiere in der Förderung berücksichtigt werden: Östliche Kaiserstraße, Zentrale Kaiserstraße, Marktplatz sowie Wald-, Karl-, Herren-, Erbprinzenstraße. Trotz der relativ späten Förderzusage im September 2022 konnten bereits zahlreiche Maßnahmen über das Projekt „City-Transformation“ umgesetzt werden, unter anderem die Beschaffung von Stühlen und Schirmen für den Marktplatz, ein Gutachten zu den touristischen Weiterentwicklungspotentialen des Marktplatzes, eine BID-Beratung für die Eigentümer am Europaplatz sowie die Installation einer Effektbeleuchtung am Kronenplatz (mehr unter: https://www.karlsruhe.de/mobilitaet-stadtbild/stadtentwicklung/city-transformation). Auch Maßnahmen des Aktionsplans City 2020-2026, die nicht über das Projekt „City- Transformation“ abgewickelt werden, wurden umgesetzt. Hierzu zählt beispielsweise die erstmalige Einrichtung des Pyramidenmarkts in 2022. Sanierungsgebiete Innenstadt Da die Rahmenbedingungen die Umsetzung einer zentralen Stadtbibliothek auf dem Kronenplatz nicht ermöglichen, wird in 2023 ein Nutzungs- und ggf. Umgestaltungskonzept für den gesamten Kronenplatz unter Einbindung der angrenzenden Nutzungen (u.a. jubez, „Ponte Rosso“) sowie der geplanten ZIZ-Maßnahme „Lernen und Bildung“ im Bürgerdialog erarbeitet. Die Akzeptanz der flexiblen Sitzmöbel mit dem Begleitgrün ist sehr hoch. Die Möblierung fügt sich gut in den Kontext der angrenzenden Nutzungen, die ebenfalls auf eine junge Klientel abzielt, ein. Die Eigentümerin des Gebäudekomplexes Markgräfliches Palais am Rondellplatz hat vereinbarungsgemäß einen Realisierungswettbewerb durchgeführt. Das erste Preisträgerkonzept von Staab Architekten aus Berlin soll umgesetzt werden. Das Konzept sieht eine Nutzungsmischung (Bankfiliale PSD Bank, Gastronomie, Wohnen) vor, die zur Belebung der zentralen Stadtachse via triumphalis beitragen wird. Durch die geplante Ausbildung der historischen Baufluchten und der damit verbundenen Anpassung des Straßenquerschnitts in der Karl-Friedrichstraße (Verbreiterung Gehweg) sowie der geplanten Gartengestaltung werden zudem stadträumlich Akzente gesetzt, die zur Inwertsetzung des besonderen Stadtgrundrisses beitragen. Die stadträumlichen Rahmenbedingungen zur Entwicklung des Postgiroareals sind geklärt. Der Eigentümer ist verpflichtet, ein Wettbewerbsverfahren durchzuführen. Für die Konkretisierung der Vorplanung zur Umgestaltung der östlichen Kaiserstraße zwischen Berliner Platz und Durlacher Tor sowie der notwendigen weiteren Planungs- und Umsetzungsschritte hat der Gemeinderat die Zustimmung erteilt. Angestrebt wird die Umsetzung des Straßenumbaus ab 2027. ÖRMI Der Fokus bei ÖRMI lag 2022 auf der Planung, Durchführung und Reflektion der Reallabore sowie der Fertigstellung und Präsentation des Abschlussberichts. Die Reallabore wurden erfolgreich durchgeführt. Das Testen, Lernen und Anpassen im Echtbetrieb, insbesondere im Reallabor Karlstraße, war für die Verwaltung eine große Herausforderung, die in einem internen Review aufgearbeitet wurde. Die Reallabore wurden als Planungsinstrument im 8 | Monitoring der IQ-Arbeitsweise Allgemeinen trotz einiger Kritik positiv von der Öffentlichkeit aufgenommen und schafften einen neuen Zugang und Raum für öffentliche Debatte zu den ÖRMI-Zukunftsthemen. Hilfreich waren die Reallabore auch für die Entwicklung der Folgeplanungen, inklusive Finanzierungsakquise (Spende Passagenhof) und deren glaubhafte Begründung vor der Politik. MyCity.MyPlace MyCity.MyPlace. arbeitet derzeit mit fünf Themengruppen, in denen die teilnehmenden Jugendlichen (14-27 Jahre) an ihren Ideen und Bedarfen für eine zukunftsfähige Innenstadt arbeiten. Die Themen, unter anderem (Rad-)Verkehr, gesellschaftliche Pluralität und Jugendkultur, entspringen den vielfältigen Lebenswelten der Jugendlichen. Die Projektstelle ist seit Mitte März 2022 neu besetzt. Seither wurden verschiedene Veranstaltungen und Workshops unter Beteiligung der Zielgruppe im Innenstadtraum durchgeführt (z.B. Schulprojekte, Workshop während des Reallabors in der Karlstraße). 2.2 Ausblick Im April 2023 begann der Umbau der Kaiserstraße. Von großer Bedeutung wird sein, diesen Stadtumbau mit den Leitprojekten erfolgreich zu vernetzen. Aktuell ist der Transformationsprozess in der Karlsruher Innenstadt anhand von Leerständen und privaten Bauvorhaben deutlich ablesbar. Diesem durch die Corona-Pandemie noch deutlich verschärften und beschleunigten Veränderungsprozess müssen die Projekte innerhalb des Korridorthemas Zukunft Innenstadt Rechnung tragen: Aktionsplan City 2020-2026 Mit Blick nach vorne wird der Fokus auf der termingerechten Umsetzung der im Projekt „City- Transformation“ vorgesehenen Maßnahmen liegen. Diese zahlen in weiten Teilen direkt und indirekt auf den Aktionsplan City 2020-2026 ein und erweitern zusätzlich das Maßnahmenprogramm zur Entwicklung einer multifunktionalen und resilienten Innenstadt. Konkret sollen im Frühjahr 2023 ein innerstädtisches Quartiersmanagement und ein Quartiersmarketing aufgesetzt werden. Für die Quartiersakteurinnen und -akteure werden Verfügungsfonds und die Dienstleistung einer/s Quartiersarchitektin/en eingerichtet. Zusätzlich wird die Stadt in der Kaiserstraße vermehrt in Anmietungsmodelle zur Aktivierung von Leerständen einsteigen. Flankiert werden die Maßnahmen durch zahlreiche weitere Einzelprojekte. Sanierungsgebiete Innenstadt Zur strategischen und langfristigen Sicherung der Sanierungsziele ist die aktive Ausübung des Vorkaufrechts von besonderer Bedeutung. Zur Umsetzung der geplanten Einzelprojekte ist die Bereitstellung der kommunalen Haushaltsmittel und der personellen Ressourcen erforderlich. Das Sanierungsgebiet Kaiserstraße-West ist im Landessanierungsprogramm (LSP) des Landes Baden-Württemberg mit einer Anschubfinanzierung von 4,8 Mio. Euro aufgenommen. So können bisher wegen des Baus der Kombilösung zurückgestellte öffentliche Maßnahmen in der westlichen Innenstadt umgesetzt werden. Dazu zählen der Umbau der Fußgängerzone in der Kaiserstraße sowie der Umbau des Europaplatzes. Zudem sollen u.a. weitere Maßnahmen wie der anstehende Umbau des Technischen Rathauses, der Umbau der westlichen Kaiserstraße zwischen Europaplatz und Kaiserplatz, die Neugestaltung des Friedrichsplatzes und die mögliche Erweiterung der Stadtbibliothek im Zuge der Neuordnung „Forum St. Stephan“ umgesetzt werden. 9 | Monitoring der IQ-Arbeitsweise ÖRMI Die Bürogemeinschaft um Gehl hat im November mit der öffentlichen Abschlussveranstaltung 2022 ihre Arbeit abgeschlossen, der Bericht wurde im Dezember 2022 vom Gemeinderat beschlossen. Die ÖRMI-Folgeprojekte „Weiterentwicklung Passagenhof“ und „Nördliche Karlstraße“ sollen auf Basis der teilweise noch fertigzustellenden Evaluation im Gemeinderat beschlossen werden (Februar 2022 Passagenhof; voraussichtlich im Mai 2023 Karlstr). Wichtig ist nun die Priorisierung und Aufbereitung der der ÖRMI Maßnahmen, deren Zuteilung und sukzessive Umsetzung durch die Verwaltung. MyCity.MyPlace. Die Jugendlichen werden unter Begleitung der Projektstelle an der Umsetzung ihrer Idee weiterarbeiten. Auch in der Karlsruher Jugendkonferenz 2023 werden verschiedene MyCity.MyPlace. Themengruppen ihre Zukunftsthemen für die Innenstadt einbringen. Des Weiteren wird MyCity.MyPlace. mit vielfältigen Angeboten in der Lebenswelt der Jugendlichen präsent sein, um möglichst viele Jugendliche zu erreichen. Hierdurch können sich weitere Jugendliche an dem Projekt beteiligen und ihre Innenstadt der Zukunft mitgestalten. Eines der größeren Jahresziele ist die Organisation des Jugend.Kultur.Festivals am 17. Juni 2023 auf dem Kronenplatz. An der Planung und Umsetzung werden Jugendliche maßgeblich beteiligt. Die Veranstaltung geht auf einen Vorschlag der Karlsruher Jugendkonferenz 2022 zurück und soll verschiedenen Jugendkulturen eine Plattform in der Innenstadt geben. Zusätzlich haben Jugendliche bei dieser Veranstaltung die Möglichkeit ihre Visionen zur Karlsruher Innenstadt einzubringen. Die Umsetzung der Veranstaltung wird von vielfältigen Kooperationspartnerinnen und -partner unterstützt. Im Spätjahr 2023 plant die Projektstelle einen Workshop-Tag mit dem Titel »Zukunft – junge Innenstadt«, der sich an alle Karlsruher Jugendliche wendet. Perspektivisch sollte die Einbindung von Jugendlichen in das Thema Innenstadtentwicklung weiterhin gestärkt werden. 10 | Monitoring der IQ-Arbeitsweise 2.2. Moderne Verwaltung 1. Allgemeine Informationen zum Korridorthema Verantwortlicher Dezernent: Bürgermeister Dr. Albert Käuflein Korridorbeauftragter: Frank Jösel Ziele: ▪ Die Stadtverwaltung ist verlässliche Partnerin für alle und bringt sich aktiv in die Stadtgesellschaft ein. ▪ Die Stadtverwaltung arbeitet engagiert mit einem hohen Anspruch an ihre Professionalität. Leitprojekt Leitprojektverantwortliche / Leitprojektverantwortlicher Status / Aktuelle GR-Beteiligung Internetplattform karlsruhe.de – Weiterentwicklung und Modernisierung Markus Losert / Ann-Christin Heeger (bis Sept. 2021) / Julia Specht (Oktober 2021 bis Februar 2023) (alle IT) und Helga Riedel (PIA) Nachdem letzte Nacharbeiten aus dem Projektumfang durch die Agentur im Februar 2023 erledigt und diese abgenommen wurden, ist das Projekt nun abgeschlossen. Geschäftsprozessmanagement – Schlanke Prozesse mit digitaler Unterstützung Wolfgang Jung / Peter Bauer (POA) Die Digitalisierung der Stadt- verwaltung ist eine Dauer- aufgabe und ist inzwischen gut in der Linie beim Amt für IT und Digitalisierung, sowie beim Personal- und Organisationsamt verortet. Das Projekt kann deshalb als abgeschlossen betrachtet werden. Neukonzeption Verwaltungsflächen Ulrich Marx / Katrin Fritz (HGW) Wegen wegfallender personeller Kapazitäten musste das Projekt zum Jahreswechsel 22/23 vorzeitig beendet werden. 2. Resümee zum Korridorthema 2.1 Sachstand, Erfolge, Lernerfahrungen Alle drei in der Übersicht genannten Projekte zum Korridorthema „Moderne Verwaltung“ konnten/mussten Ende 2022 (bzw. Anfang 2023) abgeschlossen/beendet werden. Im Folgenden finden Sie zu jedem Projekt einen kurzen „Abschlussbericht“, auch mit Hinweisen dazu, wie die Themen weiterbearbeitet werden. 11 | Monitoring der IQ-Arbeitsweise Internetplattform karlsruhe.de – Weiterentwicklung und Modernisierung Der Relaunch von karlsruhe.de konnte im Jahr 2022 (weitestgehend) erfolgreich abgeschlossen werden. Die Veröffentlichung der neuen städtischen Webseite erfolgte am 8. Juli 2022. Die mit dem Relaunch verbundenen Ziele, wie z.B. eine moderne Gestaltung und ein modernes Design der einzelnen Seitentypen, überarbeitete und neu strukturierte Inhalte, neue Funktionen wie Smartcontent, Chronologie, Kontaktformulare sowie ein neues Navigationsmenü konnten vollständig erreicht werden. Zusätzlich wurden Seiten und Inhalte in Leichter Sprache eingebunden. Der Pressespiegel zum Relaunch-Pressetermin am 8. Juli 2022 fiel äußerst positiv aus. Aus Zeitgründen konnten einige Aufgaben von der Agentur ressourcenmangel (rsm) erst nach dem Launch angegangen werden. Die Nacharbeiten wurden im ersten Quartal 2023 abgeschlossen. Geschäftsprozessmanagement – Schlanke Prozesse mit digitaler Unterstützung Die Digitalisierung der Prozesse ist ein wesentlicher Schlüssel für eine moderne Verwaltung. Zu Projektbeginn standen papiergebundene und digitale Verfahren/Arbeitsweisen heterogen nebeneinander. Für effizientes Arbeiten und Home-Office sind digitale Zugriffe auf Akten und elektronische Workflows unerlässlich. Das IQ-Projekt „Geschäftsprozessmanagement – schlanke Prozesse mit digitaler Unterstützung“ ging 2017 direkt zum Beginn des stadtweiten IQ-Prozesses an den Start. Die Zielausrichtung des Projektes war nach innen in die Stadtverwaltung gerichtet und hat den Übergang zu digitaler Prozessbearbeitung unterstützt, indem Konzepte entwickelt sowie Pilotprojekte initiiert und begleitet wurden. Dach, Netzwerk und Treiber für die internen Digitalisierungsprojekte: Netzwerktreffen mit den Leitungen der Projekte E-Posteingang, E-Rechnung, E-Vergabe, E-Akten, E-Workflows, E- Gebäudeakten wurden initiiert. Schnittstellen zwischen den Digitalisierungsprojekten wurden besprochen und optimiert. Digitalstrategie: Die gesamtstädtische Digitalstrategie wurde 2021 entwickelt. In den Strategieprozess waren bis zu 500 Mitarbeitende der Stadtverwaltung eingebunden. Der nächste Schritt wird sein, jährlich aus der Digitalstrategie die Digitale Agenda (operativer Fahrplan) abzuleiten. Strukturelle und personelle Voraussetzungen für digitales Lernen: Digitale Lernangebote im Intranet wurden in den zurückliegenden Jahren ausgebaut. Die digitale Lernplattform wird in Kürze ausgeschrieben. Die Implementierung der Plattform soll 2023/2024 erfolgen. Im Oktober 2019 ging in der Ettlingerstraße 27 das neue IT-Trainingszentrum in Betrieb. Es stehen damit nun drei modern ausgestattete IT-Seminarräume zur Verfügung. Ein Digitaltrainer wurde eingestellt. DCA- Beratende für den digitalen Wandel in den Dienststellen: In acht Pilotdienststellen wurden Digital Change Advisor ausgebildet, die als Expertinnen und Experten die Amtsleitungen unterstützen und die Digitalisierung in den Dienststellen vorantreiben. Es geht weniger um technische Betreuung, als vielmehr um den kulturellen Wandel. Die Idee hierzu lieferte eine Initiative des Landes Baden-Württemberg zur Ausbildung von Digitallotsen. Die Ausbildung wird im Jahr 2023 für zehn weitere Dienststellen fortgesetzt. Scan-Dienstanweisung und Schriftgut-Dienstanweisung: Eine Scan-Dienstanweisung ist erstellt und die Schriftgut-Dienstanweisung aus dem Jahr 2005 ist in eine Anweisung für ein 12 | Monitoring der IQ-Arbeitsweise digitales Dokumenten- und Vorgangsmanagement überführt. Die Regelungen werden in einer neuen Dienstanweisung zusammengeführt; diese wird in 2023 zur Anwendung kommen. Umsetzung digitaler Workflows und E-Posteingang: Der Workflow „E-Umlauf“ in enaio wurde entwickelt und wird nun stadtweit ausgerollt. Weitere E-Workflows wie z.B. der Überführung der ehemaligen BTB-Anwendung aus Lotus Notes in enaio sind in Arbeit. Das Projekt E-Posteingang wurde in mehreren Dienststellen pilotiert und soll nun stadtweit ausgerollt werden. Neukonzeption Verwaltungsflächen Der Teilaspekt Immobilienstrategie (Eigentum statt Miete) im IQ-Leitprojekt Neukonzeption Verwaltungsflächen resultierte in einer Definition von zukünftigen Standorten der Verwaltung. Primäres Zentrum soll der Bereich Marktplatz rund um das historische Rathaus als politische Zentrale bleiben. Hinzukommen sollen nach jetzigem Stand mittelfristig eine Ergänzung im Nahbereich am Ettlinger Tor sowie langfristig ein neuer Standort für die Sozial- und Jugendbehörde im Süden, beim Hauptbahnhof. Die im Westen gelegenen Dienststellen an der Kaiserallee, inklusive der anstehenden Generalmodernisierung des Rathaus West, arrondieren das Gesamtbild in seiner geklärten Form mit drei konzentrierten Schwerpunkten. Grundlegender Bestandteil dieser Überlegungen ist die Zusammenführung von Dienststellen sowie eine synergetische, gemeinschaftliche Verortung mit themenverwandten Ämtern. Hier greift der zweite Teil des Leitprojekts mit der Entwicklung von neuen Formen der Zusammenarbeit und räumlichen Konzepten, die diese unterstützen. Ein geplantes und fertig entwickeltes Reallabor für Testgruppen konnte trotz hohem Interesse in der Stadtverwaltung leider nicht umgesetzt werden, da hierfür keine finanziellen Mittel zur Verfügung standen. Vertreten durch das Leitprojekt hat sich die Stadt Karlsruhe im nationalen Kontext mit einer aktiven Rolle zum Thema zukunftsfähige Arbeitswelten etabliert und mit anderen Kommunen vernetzt. 2.2 Ausblick Internetplattform karlsruhe.de – Weiterentwicklung und Modernisierung Als nächstes großes Arbeitspaket steht die Übersetzung hoch gewichteter Inhalte und Seiten auf Englisch und Französisch an. Bereits seit einiger Zeit werden die Übersetzungen Stück für Stück durch die zuständigen Redakteurinnen und Redakteure sowie der Abteilung Digitale Kommunikation des PIA angegangen. Für die technische Administration ist das IT-Amt verantwortlich, für alle redaktionellen Fragen das PIA. Geschäftsprozessmanagement – Schlanke Prozesse mit digitaler Unterstützung Die Digitalisierung der Stadtverwaltung ist eine Daueraufgabe und ist inzwischen gut in der Linie u.a. beim Amt für IT und Digitalisierung, sowie beim Personal- und Organisationsamt verortet. Die oben beschriebenen Aufgaben und begonnen Pilotprojekte sollen nun unter den vorhandenen Rahmenbedingungen sukzessive auf alle Dienststellen ausgerollt werden. Die Zeitpläne stehen allerdings in Abhängigkeit mit den vorhandenen personellen und finanziellen Ressourcen und mit der Zurverfügungstellung technischer Lösungen durch unser Rechenzentrum Komm.One. Neukonzeption Verwaltungsflächen 13 | Monitoring der IQ-Arbeitsweise Die Umsetzung der im Leitprojekt Neukonzeption Verwaltungsflächen definierte Immobilienstrategie ist Gegenstand der zukünftigen Planungen und Entwicklungen in diesem Bereich. Eine Realisierung insgesamt oder von Teilprojekten steht in den kommenden Jahren an. Bei der dabei anstehenden Belegungs- und Objektplanung zukünftiger Liegenschaften können die Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem Leitprojekt unmittelbar mit einfließen. Dies gilt auch für die bedarfsgerechte Anpassung von vorhandenen Flächen. Obwohl bzw. weil das eigentliche Reallabor nicht umgesetzt wurde, hat sich das Leitprojekt intensiv an der Entwicklung und Umsetzung des Projekts „New Work HGW“ beteiligt. Hier wurde der bereits über ein Jahr laufende Prozess mit strukturiert und aktiv begleitet. Aktuell werden die Veränderungen von Räumen und Zusammenarbeitsweisen final umgesetzt und das HGW kann mit seinen Mitarbeitenden als Pilot für die Stadtverwaltung auch im Sinn des Leitprojektes gelten und wirken. Das Leitprojekt hat in seinem Verlauf den Willen der Stadtverwaltung, sich mit dem Wandel der Arbeitswelt auseinanderzusetzen, manifestiert und die verschiedenen Facetten des Themas beleuchtet und begleitend kommuniziert. Es wurde in der Belegschaft mit großem Interesse verfolgt. Es steht zu hoffen, dass die Erkenntnis, dass Veränderung die Möglichkeit zu aktiver Gestaltung bietet, sich mit entsprechenden politischen Entscheidungen kombiniert, diese Chance zu nutzen. Nur so kann es gelingen, dass das Arbeiten in der Verwaltung der Stadt Karlsruhe in Zukunft an Attraktivität und Effektivität gewinnt. Neue Leitprojekte Aktuell sind neue Leitprojekte der Modernen Verwaltung in Vorbereitung. Diese sollen wie üblich dann den jeweiligen gemeinderätlichen Gremien vorgestellt werden. 14 | Monitoring der IQ-Arbeitsweise 2.3. Soziale Stadt 1. Allgemeine Informationen zum Korridorthema Verantwortlicher Dezernent: Bürgermeister Dr. Martin Lenz Korridorbeauftragter: Faris Abbas Ziele: ▪ Moderne und zukunftsfähige Schulen ▪ Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger Leitprojekt Leitprojektverantwortliche / Leitprojektverantwortlicher Status / Aktuelle GR-Beteiligung Bunte Stadt – Lernorte für kulturelle Vielfalt und Demokratie Ulrike Settelmeyer (KA) Wird fortgeführt Beraten im KultA am 27.10.2022 Durchgängige Sprachbildung Miriam Dennighaus (BfI) Wird fortgeführt Beraten im MigrB am 08.03.2022 Soziale Quartiersentwicklung Christian Fulda (SJB) Wird fortgeführt Beraten im SozA am 16.11.2022 und am 05.12.2022, beraten im HA am 06.12.2022 beraten im GR am 24.01.2023 Bildungscampus Eva Bochnitschek (KONS) Wird fortgeführt Beraten im VR KONS am 14.12.2022 2. Resümee zum Korridorthema 2.1 Sachstand, Erfolge, Lernerfahrungen Bunte Stadt Die Bunte Stadt hat gezeigt, dass Vernetzungen bestehender Stadtteilstrukturen mit externen Kooperationspartnerinnen und -partnern städtischen Dienststellen und Kultureinrichtungen, eine eigene und langfristige Dynamik entwickeln. Einige der angestoßenen Projekte werden selbständig im Stadtteil weitergeführt, das Ökumenische Gemeindezentrum bemüht sich mit Unterstützung der Bunten Stadt um die Anerkennung zu einem städtischen Bürgerzentrum. Die Bunte Stadt setzt auf an vorhandenen Strukturen, sie nutzt vorhandene Räume und bezieht die Akteurinnen und Akteure im Stadtteil in alle Aktionen und Projekte ein. So gelingt es, die unterschiedlichsten Gruppierungen zu erreichen und zur Teilnahme zu motivieren. Durchgängige Sprachbildung 15 | Monitoring der IQ-Arbeitsweise Die Maßnahmen wurden durch die Pandemie, die veränderten Tätigkeitsschwerpunkte des Büros für Integration aufgrund der Folgen des Ukrainekriegs und eine halbjährige Vakanz der Stelle der Bildungskoordination zeitweilig eingestellt. Bedingt durch die Tatsache, dass Karlsruhe 2022 aufnehmende Kommune für Geflüchtete aus der Ukraine geworden ist, ist der Bedarf an Sprachbildung im Kindergarten- und Schulalter massiv gestiegen. Die Durchgängige Sprachbildung ist die essentielle Basis für die Gestaltung der Übergänge im formalen und non-formalen Bildungsbereich. Dies wird aufgrund der oben genannten aktuellen Rahmenbedingungen entsprechend fokussiert und Schwerpunktbereiche gebildet. Soziale Quartiersentwicklung Ziel der Sozialen Quartiersentwicklung ist es, durch Vernetzungs- und Förderstrukturen die Teilhabe aller Menschen im Sozialraum zu fördern. Zur Förderung der haupt- und ehrenamtlichen Arbeit in den Stadtteilen wurden in einem partizipativen Prozess mit Bürgervereinen, Trägern und weiteren zivilgesellschaftlichen Akteuren vier Fördermodule erarbeitet: ▪ Förderung von Stadtteilhäusern ▪ Förderung der Quartiersarbeit der Träger ▪ Förderung von Projekten in den Stadtteilen ▪ Unterstützung durch Beratung, Vernetzung und Fortbildung Eine Umsetzung wird aufgrund der Haushaltssicherung mit bestehenden Ressourcen, durch die Nutzung von Drittmitteln und durch Umschichtung von Haushaltsmitteln erfolgen. Der Vorschlag, die Quartiersarbeit der Träger durch Einsparungen an andere Stelle zu ermöglichen und zudem auf ausgewählte Stadtteile zu konzentrieren, wurde politisch kontrovers diskutiert und wird ebenso weiter beraten wie die Ausgestaltung der Förderung von Stadtteilhäusern. Bildungscampus Am 20.10.2022 hatte der Bildungscampus West mit einem Pressetermin seinen offiziellen Start, die Website www.bildungscampus-karlsruhe.de ist seither online. Die Arbeitsgruppe Bildungscampus mit Mitgliedern der drei Häuser (ibz, vhs und KONS) führen erfolgreich gemeinsame Veranstaltungen durch und präsentieren sich im Mai 2023 auf der Hausmesse im Rathaus. Im Zuge der Projektarbeit ist in der Arbeitsgruppe die Erkenntnis gereift, dass die Attraktivität des Projektes Bildungscampus entscheidend von einer gemeinsam gedachten und zielgruppenspezifisch orientierten Gestaltung der Außenfläche des Dragonerareals abhängt. Bislang drehten sich die gemeinsamen Bemühungen hauptsächlich um inhaltliche Schnittmengen. Nun soll der Bildungscampus den Karlsruher Bürgerinnen und Bürger als Ort der Begegnung auch räumlich und gestalterisch die Möglichkeit bieten, sich gerne dort aufzuhalten. 16 | Monitoring der IQ-Arbeitsweise 2.2 Ausblick Bunte Stadt Die Bunte Stadt wird den Stadtteilentwicklungsprozess Daxlanden ab Frühjahr 2023 mitbegleiten und durch kulturelle Belebung zum Gelingen des Prozesses beitragen. Hierbei sind die in Oberreut gemachten Erfahrungen eine wertvolle Grundlage des Handelns. Geplant sind kulturelle Projekte und Maßnahmen gemeinsam mit den Akteurinnen und Akteuren vor Ort. Dies sind unter anderem das Familienzentrum, das Quartiersmanagement, die Stadtteilkoordination, der Bürgerverein, der Verein für Jugendhilfe und das Jugendhaus West. Besondere Beachtung soll dabei der Siedlung Nussbaumweg erhalten, die sehr isoliert ist und deren Bewohnerinnen und Bewohnern in hohem Maße stigmatisiert sind. Durchgängige Sprachbildung Angepasst an die veränderten Bedarfe wurden die Inhalte neu aufgestellt. ▪ die Umsetzung des Rechtsanspruches auf Ganztag in der Grundschule ab dem Schuljahr 2026/27 in Zusammenarbeit und enger Abstimmung mit dem Schul- und Sportamt ▪ die damit verbundene aktuell notwendige Konzentration der Durchgängigen Sprachbildung auf den Bereich Übergang Kita-Grundschule ▪ Weiteres Vorgehen im Bereich der frühkindlichen Sprachförderung in Abhängigkeit von dem von Bund und Ländern noch zu treffenden Festlegung bzgl. der Weiterführung oder Einstellung des Programms der Sprach-Kitas ab Mitte 2023 ▪ Mitarbeit in Stadtteilentwicklungsprozessen, derzeit in Daxlanden. Grundlage ist die weitere Vernetzung und bedarfsorientierte Zusammenarbeit innerhalb der Verwaltung sowie mit Externen anknüpfend an die im Rahmen der Durchgängen Sprachbildung bereits gelegten Grundsteine. Soziale Quartiersentwicklung Der Gemeinderat hat die Fördermodule der Sozialen Quartiersentwicklung am 24. Januar 2023 grundsätzlich beschlossen. Gleichzeitig wurde die Verwaltung beauftragt, die in der politischen Diskussion angemerkten Änderungen zusammen mit Vertreterinnen und Vertreter der Fraktionen im Begleitgremium zu diskutieren und einzuarbeiten. Das Ergebnis der gemeinsamen Überarbeitung soll im Sommer zur erneuten Beschlussfassung vorlegt werden. Bildungscampus 2023 hat das Projekt zwei Schwerpunkte. Die Arbeitsgruppe wird das inhaltliche Angebot weiter ausbauen und zusätzlich zur Veranstaltungsreihe: “Länder. Leute. Leckereien“ weitere Veranstaltungen anbieten. Im Gespräch sind ein partizipatives Format eines Campus-Cafés unter Einbezug von Anwohnern sowie ein Song-Writing Angebot für Jugendliche und junge Erwachsene. Zum anderen ist es dringend erforderlich, die Außengestaltung des Areals im Sinne des Campus(er)lebens weiter voranzutreiben und ein Gesamtkonzept für das Areal zu erarbeiten. Eine Musik-Kita im Hof, die ihr Profil durch grundständige pädagogische Angebote der Bildungscampuspartner bereichern könnte ist in der Überlegung. 17 | Monitoring der IQ-Arbeitsweise 2.4. Wirtschafts- und Wissenschaftsstadt 1. Allgemeine Informationen zum Korridorthema Verantwortliche Dezernentin: Gabriele Luczak-Schwarz Korridorbeauftragte: Sabine Rapp I Kerstin Rudolph Ziel: ▪ Karlsruhe als innovativer und international geprägter Standort mit hoher Lebensqualität, der neue Entwicklungen in der Wirtschaft und Wissenschaft aktiv fördert, nutzt und kommuniziert. Leitprojekt Leitprojektverantwortliche / Leitprojektverantwortlicher Status / Aktuelle GR-Beteiligung Entwicklungsquartier Hauptbahnhof Süd Andrea Scholz (Wifö) Wird fortgeführt Regelmäßige Sachstandsberichte im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, zuletzt am 08.12.2022, erneut am 26.04.2023 Innenentwicklung und Flächen Bernhard Eldracher (LA) Wird fortgeführt Regelmäßige Sachstandsberichte im Umlegungsausschuss, zuletzt am 16.02.2023, sowie im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, zuletzt am 30.03.2022, erneut am 26.04.2023 Ausbau Kongressstandort Britta Wirtz (KMK) Wird fortgeführt Regelmäßige schriftliche Informationen und Sitzungen des gemeinderätlichen Begleitgremiums „Modernisierung Stadthalle“, letzte Sitzung am 11.11.2022, nächste Sitzung vorgesehen am 22.06.2023, Sachstandsbericht im Ausschuss für Wirtschaftsförderung zuletzt am 30.03.2022, erneut am 26.04.2023 karlsruhe.digital Carolin Engel (Wifö) Wird fortgeführt Regelmäßige Sachstandsberichte im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, zuletzt am 30.03. und 13.10.2022, erneut am 26.04.2023, zugleich Jahresbericht Aktionsprogramm Handwerk Hubert Hartmann (Wifö) Wird fortgeführt Regelmäßige Sachstandsberichte im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, zuletzt am 30.03.2022, erneut am 26.04.2023 18 | Monitoring der IQ-Arbeitsweise 2. Resümee zum Korridorthema 2.1 Sachstand, Erfolge, Lernerfahrungen Die Leitprojekte wurden auf der Grundlage von Zielvereinbarungen vorangetrieben. Vermehrt standen wieder Präsenzformate im Fokus, kombiniert mit digitalen und hybriden Ansätzen. Mit der Kommunikationskampagne „Ort der Möglichkeiten“ konnten weitere Zukunftsorte verstärkt sichtbar gemacht werden, wie bei der Bunten Nacht der Digitalisierung oder dem #SmartProductionPark. In einem Film, der in den Sozialen Medien abrufbar ist, werden die Leitprojekte näher vorgestellt. Außerdem wird mit einer Straßenbahnbeklebung – gemeinsam mit dem Korridorthema Zukunft Innenstadt – für die Wirtschafts- und Wissenschaftsstadt geworben. Entwicklungsquartier Hauptbahnhof Süd 2022 stand im Entwicklungsquartier Hauptbahnhof Süd die Bebauung der Schwarzwaldstraße 81/81a (Westgrundstück) mit dem sogenannten „Schwarzwaldtrio“ (Hochhaus, niedriger Querriegel, denkmalgeschütztes ehemaliges Wohnhaus) im Mittelpunkt. Um den Kaufvertrag mit dem Investor Kreer aus Köln finalisieren zu können, sind weitere Gespräche, insbesondere mit den Nachbarn, notwendig. Danach kann der Kaufvertrag geschlossen und mit der Bebauung begonnen werden. Seit Herbst 2022 wird der südliche Bahnhofsvorplatz zu einem attraktiven und modernen Eingangstor der Stadt umgestaltet. Vor allem die Lage der Stellplätze, die Beleuchtung und zwei große Baumquartiere mit Sitzbänken stehen im Fokus. Innenentwicklung und Flächen Quartier Lohfeld: 2022 wurden die Bauanträge für den Neubaukomplex Vonovia genehmigt und die notwendige Straßenbenennung nach Netanel Weil beschlossen. Quartier westlich der Erzberger Straße – Zukunft Nord: 2022 wurden die Abbrucharbeiten bis auf wenige notwendige Gebäude (u.a. Nahversorgungsmarkt) beendet. Im November 2022 erfolgte der Satzungsbeschluss des Bebauungsplanes „Westlich der Erzbergerstraße zwischen New-York-Straße und Lilienthalstraße“, welcher Grundlage für die weitere Entwicklung dieses innovativen Stadtquartiers ist. Weiterhin gilt es, bestehende Gewerbegebiete fortzuentwickeln. Hierzu wurde ein ämterübergreifendes Team (Wifö, StPlA, LA, UA) gebildet. Zur Ermittlung von Flächenpotentialen wurden Steckbriefe zu allen Gewerbegebieten in Karlsruhe erstellt und geeignete Gebiete für Revitalisierungsprozesse definiert. Ausbau Kongressstandort Die Messe Karlsruhe arbeitet konsequent an der strategischen Weiterentwicklung und marktorientierten Umsetzung von Kongress-, Messe- und Kulturformaten. Im Fokus stand weiterhin die Modernisierung der Stadthalle, die für die Karlsruherinnen und Karlsruher und den Kongressstandort immens wichtig ist. Die Themen zur Nachhaltigkeit – hybride Versorgung des Gebäudes mit Geothermie und PV-Anlage mit Gründach – sind seit der Neuvergabe der Leistungen für die Technische Ausrüstung ein Schwerpunkt im Rahmen des Gesamtprojekts. Im März 2022 fand eine Begehung der Baustelle durch das gemeinderätliche Begleitgremium statt. Das Projekt liegt im Kosten- und Zeitrahmen, der im Dezember 2021 durch den Gemeinderat gesetzt wurde. Auf dem Festplatz konnte der Medienwürfel im Jahr 2022 in Betrieb genommen werden. 19 | Monitoring der IQ-Arbeitsweise karlsruhe.digital Bei der Bunten Nacht der Digitalisierung 2022 machten 80 Partnerinnen und Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Kultur und deren 260 Programmpunkte Digitalisierung für 4.500 Besucherinnen und Besucher sicht- und erlebbar (zudem 1.500 App- und 23.400 Websiteaufrufe). Auf 13 Fachkräftemessen wurden überregional Interessierte erreicht und deutlich mehr Gespräche und Aufnahmen in den Bewerberinnen- und Bewerber- Pool als im Vorjahr verzeichnet. Hinzu kamen fünf Recruitainment-Events wie das Afterwork in der Stadtmitte. Exemplarische Ergebnisse der Arbeitskreise: „Minimal Carbon Internet“ (AK Kultur), das künstlerisch den Ressourcenverbrauch des Internets thematisiert, Messestände auf LEARNTEC (AK Bildung) sowie Smart City Expo World Congress (AK Smart City). Im Oktober 2022 wurde der #SmartProductionPark eröffnet. Aktionsprogramm Handwerk Strategiefeld „Nachwuchsgewinnung“: Die craft.ROADSHOW wurde auch 2022 digital bespielt und bei der Bunten Nacht der Digitalisierung präsentiert. Präsenzveranstaltungen an Schulen waren nicht möglich. Die Seite www.craftroadshow.de und die App wurden aktualisiert. Die Website wurde 2022 1.506 Mal (Ende 2021: 885) aufgerufen, die App 3.258 Mal (Ende 2021: 200) heruntergeladen. Die Steigerungen sind Ergebnisse der Kommunikationsstrategie mit Blick auf die allgemeinbildenden Schulen. Strategiefeld „Gründungen fördern“: Die Wirtschaftsförderung wurde beauftragt, auf Grundlage der Empfehlungen der Bedarfsanalyse für ein Gründerzentrum für das Handwerk und produzierendes Gewerbe Standortanalysen durchzuführen und ein konkretes Betreiber- und Finanzierungskonzept zu erarbeiten. 2.2 Ausblick Die Leitprojekte, die auf mindestens sechs Jahre ausgerichtet sind, sind in unterschiedlichen Umsetzungsphasen und werden, auch aufgrund pandemiebedingter Verzögerungen, mindestens bis Ende 2024 Schwerpunkte des Korridorthemas sein. Die Kampagne „Ort der Möglichkeiten“ wird weiterhin begleitend eingesetzt. Alle fünf Leitprojekte des IQ- Korridorthemas Wirtschafts- und Wissenschaftsstadt waren bei der Hausmesse im Mai 2023 vertreten. Entwicklungsquartier Hauptbahnhof Süd Im ersten Halbjahr 2023 wird die schriftliche Fixierung des Verkaufs des Westgrundstücks an den Investor Kreer angestrebt, um die vertragliche Grundlage für den Bau des „Schwarzwaldtrios“ zu schaffen. Der voraussichtlich im Jahr 2023 fertig gestellte südliche Bahnhofsvorplatz sowie eine Aufwertung des jetzigen Fernbusterminals (Antrag aus dem Gemeinderat) werden nicht nur für eine optische Bereicherung sorgen, sondern eine bessere Aufenthaltsqualität schaffen und für eine stärkere Belebung hinter dem Hauptbahnhof durch Reisende und Bürgerinnen und Bürger sorgen. Das Quartier Hauptbahnhof Süd besitzt weitere Entwicklungspotenziale und kann künftig Richtung Osten und Norden wachsen. Geplant sind zusätzliche Ansiedlungen, um den starken Wirtschaftsstandort zu sichern und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Innenentwicklung und Flächen Quartier Lohfeld: Nachdem bis Februar 2023 in den bestehenden Gebäuden mit allen Mietern Folgelösungen gefunden wurden, können diese 2023 entmietet und geräumt werden. Auf 20 | Monitoring der IQ-Arbeitsweise Grund der aktuellen finanziellen Gesamtlage geht Vonovia jedoch derzeit nicht von einem Baubeginn 2023 aus. Quartier westlich der Erzberger Straße – Zukunft Nord: 2023 werden in einem ersten Teilumlegungsplan die im nördlichen Gebiet liegenden Baugrundstücke gebildet. Gleichzeitig wird das Gebiet infrastrukturell erschlossen, so dass die Entwicklung 2023 voranschreiten wird. Für die Revitalisierung von Gewerbegebieten werden Erfahrungen im Gewerbegebiet „Roßweid“ gesammelt. Hierfür sollen Schlüsselakteurinnen und -akteure insbesondere mit größeren Flächenpotentialen aktiviert und mittels derer Handlungsmöglichkeiten und Synergien für das Gebiet analysiert werden. Ausbau Kongressstandort Die Stadthallenmodernisierung ist wesentliche Voraussetzung, um den Kongress- und Veranstaltungsstandort zu stärken. Sie wird auch in 2023 Schwerpunkt sein (geplante bauliche Fertigstellung: Ende 2024; Eröffnung nach Anlaufphase mit Probeläufen vss. 2. HJ 2025). Das Kommunikationskonzept wird umgesetzt. Auf karlsruhe.de begleitet die Stadt das Baustellentagebuch, das auf messe-karlsruhe.de gestartet ist. Ergänzend gibt es eine sog. Dossierseite auf karlsruhe.de. Die geplante Gesamtbetrachtung des Festplatzes erfolgt schrittweise. Die Sanierung der Festplatzoberfläche musste aus finanziellen Gründen zurückgestellt werden. Der regelmäßige Austausch mit der Hotellerie wird in 2023 fortgesetzt. karlsruhe.digital 2023 soll das Zukunftsbild von karlsruhe.digital geschärft werden. Die Fokusthemen Kommunikation, IT-Fachkräftegewinnung und Stärkung des Konsortiums werden weiter vorangetrieben. Das Programm umfasst: Teilnahme an rund 20 Fachkräftemessen/Recruitainment-Events, überregionale Positionierung Karlsruhes als Digitalstandort und Smart City beim Städtetag, Smart City Panels etc., Kommunikation und Marketing auf eigenem Blog, über Website und Social Media (inkl. Mastodon) sowie gemeinsame Bewerbung mit IT-Amt und weiteren Akteuren um den 1. Public Leadership Award. Am 13. Oktober 2023 bietet das dritte InnovationFestival @karlsruhe.digital den besten digitalen Innovationen aus Karlsruhe und der Region im ZKM die große Bühne; gemeinsame Abschlussfeier mit der KIT Science Week geplant. Aktionsprogramm Handwerk Auf Grundlage der Ergebnisse der Analysen zum Gründerzentrum für das Handwerk und produzierendes Gewerbe soll der Gemeinderat 2023 eine Grundsatzentscheidung zum weiteren Vorgehen treffen. In Folge wären erforderliche Maßnahmen zur Projektumsetzung zu erarbeiten. 2023 findet die craft.ROADSHOW an fünf allgemeinbildenden Schulen in Karlsruhe statt. Sie hat sich zu einem Best-Practice-Beispiel für die Nachwuchsgewinnung im Handwerk entwickelt und zwischenzeitlich Interesse auf Landes- und Bundesebene geweckt. Zudem fanden erste Sondierungsgespräche in Indien statt, um auf diesem Wege Nachwuchskräfte zu gewinnen. Gemeinsam mit Handwerkskammer Karlsruhe, IHK Karlsruhe und Kreishandwerkerschaft Region Karlsruhe ist ein innovatives Format für Studienabbrecher/Studienzweiflerinnen und -zweifler geplant, um diese für das Handwerk zu erreichen. 21 | Monitoring der IQ-Arbeitsweise 2.5. Grüne Stadt 1. Allgemeine Informationen zum Korridorthema Verantwortliche Dezernentin: Bürgermeisterin Bettina Lisbach Korridorbeauftragte: Bettina Baumann Ziele: ▪ Lebensqualität und eine grüne, gesundheitsfördernde Umgebung für zukünftige Generationen werden erhalten. ▪ Klimaneutralität, Schutz natürlicher Ressourcen sowie umwelt- und sozialgerechter Konsum bestimmen das städtische Handeln. ▪ Flexibilität, Widerstands- und Regenerationsfähigkeit garantieren eine nachhaltige Stadtentwicklung. ▪ Der gemeinsame Einsatz für eine grüne Stadt ist in der Bevölkerung verankert. Leitprojekt Leitprojektverantwortliche / Leitprojektverantwortlicher Status / Aktuelle GR-Beteiligung Klimaneutrales Karlsruhe Dr. Stefan Jergentz / Katharina Reinholz (Umweltamt) Wird fortgeführt Erstellung und Abstimmung des Energieleitplans als strategisches Instrument für die zukünftige Gestaltung einer klimaneutralen Energieversorgung für Karlsruhe. Einführung eines Bilanzierungstools zur Berechnung der Treibhausgasemissionen der Ämter. Treffen der Arbeitskreise Beschaffung, Mobilität und Gebäude. Teilnahme am Wettbewerb Leitstern Energieeffizienz Baden-Württemberg 2022. Machbarkeitsstudie „Herstellung von Pflanzenkohle in Karlsruhe“, Pyrolyseanlage und Terra Preta Herstellung und Nutzung. Start der Klimaallianz mit Karlsruher Unternehmen am 14.11.2022. Weiterführung der Klimaschutzkampagne, Ausbau der Webplattform Klima.Karlsruhe.de mit Klimablog und Tatenbank. Treffen des Klimaschutzbeirates mit Vorstellung des Monitoringberichtes Klimaschutz 2022. GR-Beschlüsse und Vorlagen werden kontinuierlich, z.T. mit Einzelmaßnahmen durch die Dienststellen eingebracht. 22 | Monitoring der IQ-Arbeitsweise Stadt im Klimawandel Dr. Julia Hackenbruch (UA) / Dr. Stefan Wilhelm (FA) Wird fortgeführt Die 2020 vom Gemeinderat beschlossene Waldanpassungsstrategie und Wiederherstellung der Waldökosysteme wird laufend umgesetzt. Das Teilprojekt Hitzeaktionsplan ist gestartet. Ab Februar 2023 finden Workshops und Expertengespräche statt. Stadt der Biologischen Vielfalt Katherina Fies (UA)) Wird fortgeführt Die Verabschiedung des Biodiversitätskonzeptes im GR erfolgte am 14.12.2021. Eine Umsetzungs-/Finanzplanung für 2024/2025 wurde erstellt. Parallel läuft die Öffentlichkeitsarbeit zum Biodiversitätskonzept durch: - Vorstellung in den Ortschaftsratssitzungen und Bürgervereinen - Presseartikel zu biodiversitätsfördernden und - schädigenden Maßnahmen - Runder Tisch Streuobstwiesen - Artenschutztag u. a. Veranstaltungen - Exkursion bei der KIT Frühlingsakademie Sachstandsbericht geplant für 2. Quartal 2023 Urbanes Grün Susanne Frisch / Hans-Volker Müller / Angelika Elsener / Julia Werdermann (Gartenbauamt) Wird fortgeführt Sachstandsberichte in den Gremien erfolgen für die Teilprojekte anlassbezogen seit 2020. Bebauungsplan „Grünordnung und Klimaanpassung in der Innenstadt“ (Grünsatzung), Innenstadt West und Ost steht vor dem Satzungsbeschluss Ende Januar 2023: Ausschreibung der Leistungen für die Naturnahe Mahd 2024-2025. 2. Resümee zum Korridorthema 2.1 Sachstand, Erfolge, Lernerfahrungen Klimaneutrales Karlsruhe Im Leitprojekt „Klimaneutrales Karlsruhe“ stand im letzten Jahr u. a. die Erstellung des Energieleitplans im Fokus. Er bildet ein strategisches Instrument für die Planung der zukünftigen Energieversorgung Karlsruhes bis zum Ziel der Klimaneutralität der Stadt im Jahre 2040. Weiter wird die Bilanzierung der Treibhausgasemissionen stadtintern für das Projekt „Klimaneutrale Verwaltung 2040“ und für den gesamtstädtischen Bereich neu ausgerichtet. 23 | Monitoring der IQ-Arbeitsweise Im Bereich der Verwaltung wurde die Software „klimaktiv“ eingeführt und die Anwendung mit Schulungen begleitet. Die Treibhausgasbilanzierung der Stadt und das Monitoring zur Umsetzung der Klimaschutzmaßnahmen sollen zukünftig transparent auf Webseiten abgebildet werden. Die Einführung einer entsprechenden Software wurde ausgeschrieben. Als neues Netzwerk startete die Klimaallianz mit Karlsruher Unternehmen, die mit einer Selbstverpflichtung das Ziel der Klimaneutralität der Stadt übernehmen und mit ambitionierten Maßnahmen zum Klimaschutz vor Ort beitragen wollen. Die Klimakampagne der Stadt „KA° - Wir machen Klima“ wird mit der Onlineplattform weiter sichtbar. Als neue Bestandteile des Portals gingen der Klimablog und die Tatenbank online. Stadt im Klimawandel Die Stadt Karlsruhe hat die Förderzusage zur Erstellung eines Hitzeaktionsplans im Rahmen des vom Bund geförderten Projekts "Verbund – DAS: Anwendung der Handlungs- empfehlungen für die Erstellung von Hitzeaktionsplänen in der kommunalen Praxis" für 2,5 Jahre erhalten und erhält im Projektzeitraum 102.000 Euro als Personalmittel. Die Projektstelle für den Hitzeaktionsplan wurde zum 1. Februar 2023 besetzt. Das Projekt hat am 1. November 2022 begonnen und wird zusammen mit der Landeshauptstadt Düsseldorf und dem Deutschen Institut für Urbanistik als Projektpartner durchgeführt. In der Klimaanpassungsstrategie für den Wald wird mit verschiedenen Maßnahmen kontinuierlich daran gearbeitet, die vielfältigen Waldökosysteme zu erhalten, wieder- herzustellen oder in einen naturnäheren Zustand zu bringen und so langfristig zu stabilisieren. Stadt der Biologischen Vielfalt Das Biodiversitätskonzept der Stadt Karlsruhe wurde am 14.12.2021 im Gemeinderat beschlossen und die Planung der Umsetzung sowie notwendiger Ressourcen für die kommenden Jahre erarbeitet. Dazu wurden Fachgespräche geführt und Kostenschätzungen eingeholt von Gartenbauamt, Umwelt- und Arbeitsschutz, Tiefbauamt, Forstamt und Liegenschaftsamt. Über die Möglichkeiten der Umsetzung ist im Rahmen der Haushaltsplanung 2024/2025 zu entscheiden. Die Umsetzungen weiterer struktureller Maßnahmen der Wissensvermittlung, Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit (gemäß Kapitel 8.3 des Biodiversitätskonzeptes) werden aus dem Budget der Fachdienststellen abgedeckt und bedürfen keiner zusätzlichen Haushaltsmittel. Die Umsetzung soll in diesem Jahr erfolgen. Die Federführung hierfür übernimmt das Umweltamt (UA): a. Handreichung für Planungsbüros und Vorhabenträger als Biodiversitäts-Check mit Vorgaben b. Ausbau der Informationen auf den Websites Naturkompass und Meine Grüne Stadt c. Handreichung und Informationsveranstaltungen für extensives Grünland, Streuobstwiesen und naturnahes Gärtnern auf privaten Flächen d. Aktionstage, Ausstellungen, themenbezogene Flurschauen zur Biodiversität in Karlsruhe e. Berücksichtigung der Biodiversität in Pachtverträgen f. Intensivierung der Zusammenarbeit der Feldhüter (hauptamtlicher Naturschutz) und UA im Außenbereich sowie Intensivierung der Zusammenarbeit aller Fachdienststellen (Runde Tische) zum Thema Biodiversität in Karlsruhe Urbanes Grün: Grüne Nordspange: Erarbeitet ist eine Aufgabenmatrix mit den Themen Landnutzung, Biotopentwicklung, Landschaftserleben, Durchgängigkeit für Fuß- und Radverkehr. Auf Basis räumlicher Betrachtungen wurden geeignete Ansätze für Rad- und Fußwegverbindungen ermittelt. 24 | Monitoring der IQ-Arbeitsweise Bürgerschaftliches Engagement: Die Programme werden gut angenommen und stark nachgefragt, Hinweistafeln an Patenbäumen und Urban Gardening Standorten machen das Projekt sichtbar, die Unterstützung der Aktiven ist zeitaufwändig, aber wichtig. Die Vernetzung von Ehrenamtlichen wird gefördert, Beratungsangebote werden gut angenommen. Auf einem Grundstück am Karlsruher Ostring entsteht auf Initiative des Gartenbauamtes derzeit ein großer neuer Gemeinschaftsgarten. Naturnahe Mahd: Die vorgesehenen Maßnahmen zur extensiven Mahd wurden in weiteren 46 ha städtischer Grünflächen umgesetzt und eine Erfolgskontrolle durchgeführt. Grünsatzung: Der Bebauungsplan ist im Verfahren, die Trägerbeteiligungen wurden durchgeführt, der Auslegungsbeschlussbeschluss wird derzeit vorbereitet. Kommunikation, Beteiligungsangebote und Projektunterstützung Als ein zentrales Anliegen im Korridorthema „Grüne Stadt“ wird die Beteiligung der Bürger- schaft – fokussiert auf die Inhalte und Zielsetzungen der Leitprojekte – fortgeführt, wobei stets auch aktuelle Themenschwerpunkte des lokalen bürgerschaftlichen Engagements mit aufgegriffen werden. So diente ein Netzwerktreffen für die im Klimaschutz aktiven Gruppen im Frühjahr 2022 zur Information und Einladung zur Beteiligung an der Klimakampagne „KA° - Wir machen Klima“. Neben der Klimakommunikation nahm das Jahrestreffen der Begleitgruppe im Juli den Themenkomplex einer nachhaltigen Ernährung mit eigenen Beiträgen der Initiativen in den Fokus. Bei dem vom UA in Kooperation mit KMK, KEK und fokus.energie organisierten ersten Karlsruher Energie- und Klimafestival im September 2022 nahmen zahlreiche Initiativen die Einladung zur Vorstellung ihrer Arbeit und Angebote mit eigenem Info-Stand, Workshop oder Bühnenbeitrag an. 2.2 Ausblick Klimaneutrales Karlsruhe Aus der Potenzialanalyse des Energieleitplans ergeben sich neue Perspektiven im Bereich der Wärmeplanung, wie Nahwärmenetze in den Quartieren und der weitere Ausbau der Fernwärme. Auch können die konkreten Einsparpotenziale an Treibhausgasen durch lokale Maßnahmen genauer beziffert werden. Zusammen mit einem erweiterten Monitoringbericht für das Jahr 2023 lässt sich ein umfassenderes Bild auf dem Pfad zur Klimaneutralität erzeugen. Alle Klimaschutzmaßnahmen des Klimaschutzkonzeptes 2030 werden durch das Monitoring einer detaillierteren Bewertung unterzogen, was dazu führen kann, dass neue Maßnahmen generiert und bisherige Maßnahmen kritisch auf ihre Erfolgsaussichten geprüft werden. Stadt im Klimawandel Ziel des Hitzeaktionsplans ist es, konkrete Maßnahmen für den Sommer vor und während Hitzeperioden festzuschreiben, Zuständigkeiten innerhalb der Stadtverwaltung zu definieren und externe Akteure einzubinden. Die Projektaktivitäten mit Workshops und Experten- gesprächen starteten im Februar 2023. Stadt der Biologischen Vielfalt Die Umsetzung des Biodiversitätskonzeptes erfolgt im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel. Parallel wurde ein Antrag auf Förderung eines Biodiversitätsmanager/in beim Bundesprogramm „Förderung der biologischen Vielfalt“ gestellt, um eine frühzeitige Umsetzung zu gewährleisten und den städtischen Haushalt zu entlasten. 25 | Monitoring der IQ-Arbeitsweise Urbanes Grün Grüne Nordspange: In 2023 sind die Überlegungen weiter zu verfeinern und mit den Projektbeteiligten abzustimmen. Bürgerschaftliches Engagement: Die Verstetigung des Patenprogrammes und des Urban Gardening wird angestrebt. Naturnahe Mahd: Die Leistungen wurden mit Anpassungen des Mahdkonzeptes an die Ergebnisse der Evaluation für die Jahre 2024 und 2025 neu ausgeschrieben. Entsprechendes gilt für die Erfolgskontrolle. Grünsatzung: Geplant sind die Eröffnung weiterer Verfahren der Ebene 1 (textliche Festsetzungen) für die angrenzenden Stadtteile. Weitere Verfahren der Ebene 2 (zeichnerische Festsetzungen) zur Sicherung von „Grüninseln“ sind in Vorbereitung. Das Forschungsprojekt des Bundes „GreenGrownership“ zur Aktivierung von Eigentümerinnen und Eigentümer für „Mehr Grün“ auf privaten Flächen soll die Umsetzung unterstützen (Projektlaufzeit 10/2021- 10/2024). 26 | Monitoring der IQ-Arbeitsweise 2.6. Mobilität 1. Allgemeine Informationen zum Korridorthema Verantwortlicher Dezernent: Bürgermeister Daniel Fluhrer Korridorbeauftragte: Cornelia Orthmann Ziele: ▪ Mobilitätsbedürfnisse und Lebensqualität in Einklang bringen – auch in Interaktion mit der Region ▪ Mobilität mit nachhaltig innovativen Verkehrskonzepten und Mobilitätsoptionen Leitprojekt Leitprojektverantwortliche / Leitprojektverantwortlicher Status / Aktuelle GR-Beteiligung Nachhaltiger mobiler Stadtteil - Zukunft Nord Brigitte Stummer (StPlA) Der Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan wurde am 15.11.2022 durch den Gemeinderat gefasst. „Zukunft Nord“ dient als Modell für ein autoarmes Quartier. Das Ziel war aufzuzeigen, wie durch integrierte Stadt- und Verkehrsplanung attraktive und gesunde Lebensräume mit umweltfreundlichen Mobilitätsformen geschaffen werden. Es konnte mit dem Satzungsbeschluss zum Abschluss gebracht werden. Nun erfolgt die Umsetzung der Planung. Fahrradstadt Karlsruhe Johannes Schell (StPlA) Der Gemeinderat hat am 19.10.2021 das „Karlsruher Programm für Aktive Mobilität“ sowie weitere Einzelmaßnahmen beschlossen. Diese werden als Daueraufgabe nun sukzessive weiterverfolgt. Dachmarke Mobilität Reiner Reeg (TBA) Die Einbettung im Rahmen des Relaunchs von „karlsruhe.de“ konnte erfolgreich vorgenommen werden. Aktuell erfolgt die Transformation zur Verstetigung der Prozesse, damit der Erfolg des Projekts dauerhaft gesichert werden kann. Nachhaltiges Parkraumkonzept und -management Birke Bronner (StPlA) Das neue Projekt „Nachhaltiges Parkraumkonzept und -management“ wurde am 03.02.2022 im Planungsausschuss beraten und mehrheitlich befürwortet. Zwischenzeitlich konnte verwaltungsintern die Frage der finanziellen wie der personellen Ressourcen geklärt und das Projekt auf dieser Basis präzisiert werden. Eine neuerliche Vorstellung im Planungsausschuss ist am 30.03.23 erfolgt. Die Umsetzung soll zeitnah erfolgen. 27 | Monitoring der IQ-Arbeitsweise 2. Resümee zum Korridorthema 2.1 Sachstand, Erfolge, Lernerfahrungen Bei den Leitprojekten des Korridorthemas Mobilität konnten in 2022 wichtige Meilensteine erreicht werden. In der Folge steht nun die Umsetzung des Erreichten bzw. die Transformation in Regelprozesse an. Nachhaltiger mobiler Stadtteil - Zukunft Nord Für „Zukunft Nord“ konnte mit dem Satzungsbeschluss des Bebauungsplans im November 2022 die Planung zum Abschluss gebracht werden. Für die nun anstehende Umsetzung der entwickelten autoarmen Planung wurde als erster Schritt im Umlegungsausschuss der Aufstellungsbeschluss nach § 66 BauGB gefasst. Im Dialog mit den Eigentümern wird das Ziel weiterverfolgt. Fahrradstadt Karlsruhe Bei der „Fahrradstadt“ steht die Umsetzung des aus dem Bicycle Policy Audit (BYPAD) hervorgegangene „Karlsruher Programms für Aktive Mobilität“ als Zukunftsaufgabe im Fokus. Die anspruchsvoll definierten Ziele werden – ähnlich dem vorangegangenen 20-Punkte- Programm – eine längere Zeitspanne für ihre Erreichung benötigen und in einem iterativen Prozess evaluiert und fortentwickelt werden müssen. Dachmarke Mobilität Um die „Dachmarke Mobilität“ als Marke dauerhaft zu verorten und sinnvoll fortzuschreiben, werden aktuell Regelprozesse und die dafür notwendigen Ressourcen definiert und etabliert. Nachhaltiges Parkraumkonzept und -management Trotz der aktuellen Haushaltslage konnte für das Projekt „Nachhaltiges Parkraumkonzept und -management“ die Ressourcenfrage geklärt werden und auf dieser Grundlage das Projektdesign nochmals präzisiert werden. Die Umsetzung kann somit nach Vorstellung im Planungsausschuss am 30.03.2023 beginnen. Das Ziel des Korridorthemas ist es, „Mobilitätsbedürfnisse und Lebensqualität in der Stadt Karlsruhe in Einklang zu bringen. Darunter verstehen wir, nachhaltige Formen einer umweltverträglichen Mobilität mit innovativen Verkehrskonzepten und Mobilitätsoptionen weiterzuentwickeln und diese im Zusammenspiel mit der Nutzung und Gestaltung des öffentlichen Raums sukzessive zu harmonisieren – in Karlsruhe sowie in Interaktion mit der Region.“ Um das Ziel des Korridorthemas Mobilität zu erreichen, ist häufig die Inanspruchnahme und Fortentwicklung des öffentlichen Raums erforderlich. Die Gestaltung dieses öffentlichen Raums ist damit insbesondere der Dreh- und Angelpunkt, mit dem eine Harmonisierung der Mobilitätsbedürfnisse und der Lebensqualität bewirkt werden kann. Dessen Veränderung benötigt aber mitunter formale Verfahren, welche auf Grund ihrer rechtlichen Rahmenbedingungen meist nicht innerhalb von zwei Jahren entwickelt und abgeschlossen werden können. Damit dauern die Teilschritte zur Zielerreichung i.d.R. länger als bei IQ Projekten beabsichtigt. 28 | Monitoring der IQ-Arbeitsweise 2.2 Ausblick Nach vorliegendem Sachstand soll das Korridorthema Mobilität reflektiert und weiterentwickelt werden. Die Verwaltung wird die Gemeinderätinnen und -räte in geeigneter Weise mit einbeziehen. 29 | Monitoring der IQ-Arbeitsweise 3. Die IQ-Arbeitsweise: Außenwirkung und Ausblick 3.1. Verwaltungsinnovation aus Karlsruhe Die IQ-Arbeitsweise erfährt als innovativer Ansatz von Verwaltungsarbeit weiterhin viel Aufmerksamkeit. Im Intranet finden Sie eine Liste der entsprechenden Veröffentlichungen und Presseberichte (https://intranet.karlsruhe.de/cocoon/portal/portallink?doctype=Navknoten&id=1973). Bundesweit nehmen verschiedene Verwaltungsebenen die langjährigen Erfahrungen aus Karlsruhe (IQ-Prozessstart 2014) mit in ihre Weiterentwicklungen auf. Hervorzuheben ist hier die Bundesakademie für Fortbildung in ihrer Entwicklungsfunktion für die Einrichtungen und Verwaltungseinheiten des Bundes, wie zum Beispiel die Bundestagsverwaltung. Auch Verbände und Träger öffentlicher Belange wie z.B. die Deutsche Rentenversicherung Mitteldeutschland, Komm.ONE, die Berufsgenossenschaft Holz und Metall, Transferagentur Großstädte der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung usw. nutzen die Erfahrungen zu einer umsetzungsorientierten, agilen Arbeitsweise und Transformation aus Karlsruhe und stehen im Kontakt mit der Karlsruher Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME). Darüber hinaus findet ein Austausch mit Städten und Kreisen wie z.B. Heidelberg, Ulm, Köln oder der Region Hannover statt. Zudem ist die Stadt Karlsruhe über ihre Stabsstelle VME mit Forschungseinrichtungen und Hochschulen in regem Austausch; das Ergebnis ist die regelmäßige Beteiligung und Einbindung in Forschungsvorhaben zum Thema der Verwaltungstransformation. 3.2. Ausblick Anpassung: Dem Begriff „Leitprojekt“ soll der Begriff „Zukunftsaufgabe“ zur Seite gestellt werden, um der Tatsache Rechnung zu tragen, dass nicht alle im IQ bearbeiteten Aufgaben zwingend einer Projektlogik (mit Projektmanagement, ggf. Projektstellen) folgen, sondern eben auch ganz bewusst aus dem Portfolio der Bestandsaufnahmen entnommen sein können. Durch die Bearbeitung in der IQ-Struktur profitieren so auch prioritäre und komplexe (Bestands)Aufgaben von den Vorteilen. Im IQ Kontext wird daher zukünftig von „Leitprojekten u. Zukunftsaufgaben“ gesprochen. Erreichtes nutzen: Im IQ auslaufende Leitprojekte und Aufgaben können – wenn inhaltlich passend und gewünscht – als „korrespondierende Projekte/Aufgaben“ an erweiterten IQ- Netzwerktreffen teilnehmen und so weiter von den Vernetzungsvorteilen der IQ-Arbeitsweise profitieren. Synergien mit dem ISEK: Die IQ-Themen lassen sich gut bei einer etwaigen Neuauflage des ISEK einbeziehen. Durch thematische Verknüpfung und Verschränkung lassen sich Synergien schaffen: Der ISEK schafft durch seinen breiten thematischen Ansatz ein Gesamtbild der Stadtentwicklung, in dem sich die IQ-Themen gut verorten können. Die IQ-Arbeitsweise und Struktur wiederum können den ISEK-Prozess selbst unterstützen sowie im Nachgang als Steuerungs- und Koordinationsinstrument bei der konkreten Umsetzung etwaiger ISEK- Themen durch die Stadt Karlsruhe dienen.

  • Protokoll Sitzungseröffnung und TOP 1 HA_20.06.2023
    Extrahierter Text

    Niederschrift 41. Sitzung Hauptausschuss 20. Juni 2023, 16:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus Marktplatz Vorsitz: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 1. Sitzungseröffnung und Punkt 1 der Tagesordnung: IQ-Monitoringbericht 2023 Vorlage: 2023/0529 Beschluss: Kenntnisnahme von der Stellungnahme der Verwaltung Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Der Vorsitzende eröffnet die Sitzung, begrüßt die Anwesenden und teilt die Namen der ent- schuldigten Stadträt*innen und Bürgermeister mit. Anschließend ruft er Tagesordnungs- punkt 1 zur Behandlung auf: Man habe sich vorgenommen, prioritäre Aufgaben und Projekte zielgruppengerechter, inno- vativer, zügiger und ressourcensparender zu realisieren. Mit dem Gremium habe man sich darauf verständigt, einen regelmäßigen Monitoringbericht vorzulegen. Für den Zeitraum März 2022 bis März 2023 liege er jetzt vor, schaffe Transparenz und diene auch intern als Controllinginstrument für die Arbeitsweise IQ. In den vergangenen sechs Jahren konnten 10 Leitprojekte abgeschlossen werden, 23 laufende Leitprojekte gebe es noch. Stadträtin Fahringer (GRÜNE) führt aus, der IQ-Prozess erfordere, vernetzt zu denken. An- fangs scheine jedes Projekt als zeitliche und personelle Herausforderung. Es zahle sich jedoch aus, weil die Projekte besser würden. Diese Arbeitsweise sorge für mehr Transparenz und zahlreiche Verbesserungen in der Verwaltung. Die Projekte seien erfolgreich, was man an vielen Beispielen sehe. Den Bericht nehme man gerne zur Kenntnis. Stadtrat Hofmann (CDU) stellt fest, dass die IQ-Vernetzung kein Allheilmittel sei. Es gebe ei- nige Projekte, bei denen es nicht funktioniere. Grund hierfür sei, dass sich im Verlauf eines Projektes herausstelle, dass die Zuständigkeiten doch andere seien oder Schwerpunkte an- ders gesetzt werden müssen. Dann könne ein IQ-Projekt sehr lähmend sein, was man in – 2 – vielen Projekten gesehen habe, beispielsweise wenn es um Verlagerungsprojekte, um bauli- che Strukturen gehe. Er schlage vor, vielleicht in der Klausurtagung nochmals genauer darauf einzugehen, wie man im Vorfeld das Eine oder andere zielgenauer streuen könne, um das Projekt schneller zum Abschluss bringen zu können. Stadträtin Melchien (SPD) begrüßt den vorliegenden Bericht. Die IQ-Arbeitsweise sei nicht dazu geeignet, sämtliche Herausforderungen und Probleme zu retten. Man sehe durchaus eine substantielle Verbesserung in der Bearbeitung von Projekten. Unabhängig davon, wann man sich mit ISEK wieder beschäftige, könne man vieles hier gut nutzen, sowohl methodisch als auch inhaltlich. Stadtrat Kalmbach (FW|FÜR) stellt fest, die neue Arbeitsweise sei quer. Als Gemeinderat sei man noch gar nicht passend dazu aufgestellt. Man erhalte jetzt einen Bericht, was Transpa- renz herstelle. Man müsse aber in diesem Querprozess mit dabei sein. Der Vorsitzende entgegnet, das würde bedeuten, dass man ein eigenes Ausschusswesen für quervernetzte Projekte starte. Das sei nicht hilfreich. Es gehe darum, eine dezernats- und ämterüberschreitende Zusammenarbeit anders zu organisieren. Das sei weder inhaltlich noch von der Zielsetzung etwas Neues. Es gebe weiter ein federführendes Dezernat und ein feder- führendes Amt. Dieses müsse die Gesamtergebnisse dann in den entsprechenden Fachaus- schüssen präsentieren. Es gehe um eine Arbeitsweise und nicht um eine neue Zielsetzung, weshalb es eine Veränderung des operativen Geschäfts der Verwaltung intern sei und weni- ger etwas, was die Gemeinderatsarbeit unmittelbar berühre. Bei den Projekten, bei denen es nicht funktioniere, handle es sich nicht um IQ-Projekte. Rich- tig sei, dass der IQ-Prozess nichts nutze, wenn die Verantwortlichkeiten nicht geklärt seien. Wenn diese jedoch geklärt seien, sei man schneller und vor allen Dingen besser vernetzt. Zum Teil sei es sehr anstrengend, bis die Erfolge spürbar seien. Insgesamt seien die Techni- ken im Sinne der Zielsetzung durchaus interessant und vor allem auch qualitätsvoller. Man müsse jetzt an zwei Dingen arbeiten. Man müsse die Exklusivität der IQ-Arbeitsweise im Kontext bestimmter Themen aufheben und diese IQ-Arbeitsweise auch in andere Prozesse der Verwaltung integrieren. Und man müsse die damit verbundenen Personalausstattungen für IQ-Themen in die normale Personalorganisation überführen. Darüber werde man berich- ten. Nachdem keine weiteren Wortmeldungen vorliegen, stellt er Kenntnisnahme der Vorlage fest. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt – Ratsangelegenheiten – 30. Juni 2023