Förderung des regionalen Hospiz- und Palliativnetzwerkes für den Stadt- und Landkreis Karlsruhe - Einrichtung und Bezuschussung einer gemeinsamen Stelle zur Netzwerkkoordination
| Vorlage: | 2023/0517 |
|---|---|
| Art: | Informationsvorlage |
| Datum: | 10.05.2023 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Friedhofs- und Bestattungsamt |
| Erwähnte Stadtteile: | Neureut |
Beratungen
- Ausschuss für öffentliche Einrichtungen (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 30.06.2023
Rolle: Kenntnisnahme
Ergebnis: Kenntnisnahme
Zusätzliche Dateien
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Informationsvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2023/0517 Verantwortlich: Dez. 5 Dienststelle: FBA Förderung des regionalen Hospiz- und Palliativnetzwerkes für den Stadt- und Landkreis Karlsruhe - Einrichtung und Bezuschussung einer gemeinsamen Stelle zur Netzwerkkoordination Beratungsfolge dieser Vorlage Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Ausschuss für öffentliche Einrichtungen 30.06.2023 3 x Information (Kurzfassung) Die Verwaltung informiert den Ausschuss für öffentliche Einrichtungen hierüber, dass die Stadt Karlsruhe aus Spendenmitteln des Friedhofs- und Bestattungsamts aus dem Verkaufserlös von Edelmetallen aus dem Krematoriumsbetrieb die Einrichtung einer Stelle zur gemeinsamen Netzwerkkoordination des Hospiz- und Palliativnetzwerkes Arista GgmbH und des Hospizes in Karlsruhe mit einem Betrag von je 10.000 Euro für die Jahre 2024 und 2025 bezuschusst. Finanzielle Auswirkungen Ja ☒ Nein ☐ ☐ Investition ☒ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: 10.000,00€ Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☐ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☒ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☒ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☒ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☒ Ja ☐ Korridorthema: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) Nein ☒ Ja ☐ durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Ergänzende Erläuterungen Das Diakonische Werk Karlsruhe und das Hospiz- und Palliativnetzwerkes Arista GgmbH beantragen für eine neu einzurichtende Netzwerkkoordinationsstelle für den Stadt- und Landkreis Karlsruhe einen jährlichen Zuschuss zu den Personal- und Sachkosten in Höhe von 10.000 Euro. Die Sozialregion Karlsruhe ist in hospizlich-palliativer Hinsicht eng verzahnt. Deshalb soll die Netzwerkkoordination gemeinschaftlich erfolgen. Ziel ist es, die Versorgung für Schwerstkranke und Sterbende sowie deren An- und Zugehörige zu optimieren. Innerhalb von zwei Jahren sollen Strukturen geschaffen werden, die von den Netzwerkpartnern anschließend selbständig weitergeführt werden können. Die Netzwerkkoordinationsstelle soll neben dem Zuschuss der Stadt Karlsruhe auch vom Landkreis Karlsruhe in gleicher Höhe finanziert werden. Der Verband der Kranken- und Pflegekassen wird die kommunalen Zuschüsse bis zu einer Maximalhöhe von 30.000 Euro verdoppeln. Der Antrag für eine Förderung durch die Kranken- und Pflegekassen für 2024 und 2025 muss bis Ende September 2023 zusammen mit einer Kofinanzierungszusage in gleicher Höhe durch die Stadt Karlsruhe und den Landkreis Karlsruhe für ein gemeinsames Netzwerk bei den Kassen vorliegen. Die weitere Finanzierung der vorgesehenen Netzwerkkoordinationsstelle erfolgt durch Zuschüsse der Hospizstiftung Landkreis- und Stadtkreis Karlsruhe sowie durch den Förderverein Hospiz des Landkreises und Stadtkreises Karlsruhe. Ebenso werden in die Finanzierung Mitgliedsbeiträge und Spenden eingebracht. Die Gesamtkosten für dieses Projekt belaufen sich auf 109.814,00 Euro für die Jahre 2024 und 2025. Auf den in der Anlage (Anlage 1) beigefügten Finanzierungsplan für die Koordinationsstelle regionaler Hospiz- und Palliativnetzwerke wird verwiesen. Ebenso beigefügt ist das „Konzept eines regionalen Hospiz- und Palliativnetzes für Stadt und Landkreis Karlsruhe“ (Anlage 2). Die Finanzierung des Zuschusses erfolgt durch zweckgebundene Spendenmittel des Friedhofs- und Bestattungsamts aus dem Verkaufserlös von Edelmetallen aus dem Krematoriumsbetrieb. Die Unterstützung wird für zwei Jahre gewährt und ist bei einer eventuellen Weitergewährung zwingend von einer Evaluierung abhängig. Finanzierungsplan Projektdauer: 2 Jahre (2024 und 2025) Einnahmen pro Jahr 2024 2025 AOK Baden Württemberg 20.000,00 Euro 20.000,00 Euro Pro Landkreis 10.000,00 Euro 10.000,00 Euro Pro Stadtkreis 10.000,00 Euro 10.000,00 Euro Fördermittel 7.000,00 Euro 7.000,00 Euro Mitgliedsbeiträge 700,00 Euro 700,00 Euro Einnahmen gesamt für ein Jahr: 47.700,00 Euro Ausgaben pro Jahr 2024 2025 Personalkosten 35.910,00 Euro 38.304,00 Euro Sachkosten 8.000,00 Euro 8.000,00 Euro Overheadkosten 1.000,00 Euro 1.000,00 Euro Fahrtkosten (geschätzt) 800,00 Euro 800,00 Euro Budget f. Öffentlichkeitsarbeit 5.000,00 Euro 5.000,00 Euro Budget f. Veranstaltungen 3.000,00 Euro 3.000,00 Euro Ausgaben gesamt: 53.710,00 Euro 56.104,00 Euro Gesamtprojekt: 109.814,00 Euro
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Koordinationsstelle regionaler Hospiz- und Palliativnetzwerke Finanzierungsplan Projekdauer: 2 Jahre2024 und 2025 1. EINNAHMENPRO JAHR 20242025Gesamtprojekt 1.1.10.000,00 € 20.000,00 € 20.000,00 € 40.000,00 € 1.2 pro Landkreis 1 Stelle*10.000,00 € 10.000,00 € 10.000,00 € 20.000,00 € 1.3 pro Stadtkreis1 Stelle*10.000,00 € 10.000,00 € 10.000,00 € 20.000,00 € 40.000,00 € 40.000,00 € 80.000,00 € Förderung: Hospizstiftung LK & Stadt KA**2.000,00 € 2.000,00 € 4.000,00 € Förderverein Hospiz LK & Stadt KA**5.000,00 € 5.000,00 € 10.000,00 € 7.000,00 € 7.000,00 € 14.000,00 € Mitgliedsbeiträge/Spenden700,00 € 700,00 € 1.400,00 € Einnahmem gesamt47.700,00 € 47.700,00 € 95.400,00 € 2. AUSGABEN PRO JAHR 2.1 Personalkosten > 0,5 VS 28.500,00 € 30.400,00 € 58.900,00 € AG-Anteil 26% 7.410,00 € 7.904,00 € 15.314,00 € 35.910,00 € 38.304,00 € 74.214,00 € 2.2Sachkostenpauschal 8.000,00 € 8.000,00 € 16.000,00 € 2.4 Overheadkostenpauschal 1.000,00 € 1.000,00 € 2.000,00 € 2.5 Fahrtkosten(geschätzt)800,00 € 800,00 € 1.600,00 € 2.6Budget für Öffentlichkeitsarbeit**5.000,00 € 5.000,00 € 10.000,00 € 2.7Budget für Veranstaltungen, Referenten usw. ** 3.000,00 € 3.000,00 € 6.000,00 € 17.800,00 € 17.800,00 € 35.600,00 € Gesamtausgaben 109.814,00 € Voraussichtliche Unterdeckung14.414,00 €- *Der Begriff "Stelle" ist nicht mit einem bestimmten Umfang eine (% ualer Anteil einer VS) hinterlegt ** g , p gGmbH. 1 Die Höhe der max. Förderung der Kassen 15.000 € /Jahr: Sie wird nur bewilligt, wenn der Zuschuss des Kommulalen Trägers in der gleichen Höhe ist, ansonsten erfolgt die Förderung analog. Anträge an den Förderverein Hospiz LK und Stadt KA e.V. und die Hospizstiftung wird gestellt. AOK Baden-Württbg. 1 je Kommunale Einheit* /Jahr Hospiz- /Palliativnetzwerk Arista gGmbH / Hfm Runder Tisch Hospiz am 14.03,2023Finanzierungsplan (1 Seite)
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Hospiz in Karlsruhe, Karlstr. 56, 76133 Karlsruhe, Tel.: 0721 203 97-170 Ihre Spende macht unsere Arbeit möglich: IBAN DE03 6605 0101 0108 2061 37 Träger: Konzept eines regionalen Hospiz- und Palliativnetzes für Stadt und Landkreis Karlsruhe PRÄAMBEL Hospizlich-palliative Versorgung lebt von Vernetzung. Die Komplexität der Anforderungen und Bedürfnisse schwerstkranker und sterbender Menschen einschließlich ihrer An- und Zugehörigen stellt eine große Herausforderung an das gegliederte Versorgungssystem dar. In der Sozialregion Karlsruhe arbeiten die Akteurinnen und Akteure dieses Arbeitsfeldes bereits in losen Verbünden zusammen. Mit der Einrichtung einer Vernetzungsstelle sollen die Versorgungskontinuität und Versorgungsqualität gesichert und professionalisiert werden. Die Stadt und der Landkreis Karlsruhe sind in ihrer Versorgungsstruktur so verzahnt, dass eine gemeinsame Netzwerkkoordination angestrebt wird. Sie verbindet die Interessen der Betroffenen jeden Alters, agiert also auch im pädiatrischen Kontext. Auf der Basis des Gesetzes zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung im §39d SGB V entsteht ein definiertes Netzwerk, das dafür sorgt, dass die Versorgung Schwerkranker, Sterbender und Zugehöriger rechtzeitig, kontinuierlich und untereinander abgestimmt erfolgt. Die Installation des Netzwerks ist nach zwei Jahren abgeschlossen, so dass es in Eigenverantwortung der Kooperierenden fortgeführt wird. DIE STAKEHOLDER IM SOZIALRAUM HOSPIZVERSORGUNG Es gibt zwei stationäre Hospize, die das Hospiz- und Palliativnetzwerk Arista gemeinnützige GmbH betreibt. Beide stehen im Landkreis Karlsruhe, in Ettlingen (Arista Süd) und Bruchsal (Arista Nord). Insgesamt stehen damit 20 Plätze für schwerstkranke und sterbende Menschen zur Verfügung. In Stadt und Landkreis ist die Versorgung mit ambulanten Hospizdiensten flächendeckend gesichert. Sie sitzen in • Karlsruhe • Ettlingen • Rheinstetten • Malsch • Albtal (Waldbronn-Marxzell-Karlsbad) • Pfinztal • Bretten • Bruchsal (ökumenisch) und • Bruchsal (IGSL). Es bestehen intensive Kontakte von Karlsruhe auf die andere Rheinseite nach Rheinland-Pfalz. Der ambulante Kinderhospizdienst ist für Stadt und Landkreis zuständig und hat seinen Sitz in Karlsruhe. PALLIATIVVERSORGUNG Es gibt drei Palliativstationen, zwei in der Stadt Karlsruhe und eine im Brettener Krankenhaus. Christine Ettwein-Friehs Seite 2 Die SAP-Versorgung für Erwachsene wird von drei Teams wahrgenommen, zwei vom Hospiz- und Palliativnetzwerk Arista gGmbH getragen, eines vom Onkologischen Schwerpunkt Karlsruhe. Im Städtischen Klinikum Karlsruhe gibt es ein pädiatrisches SAPV-Team für Kinder und Jugendliche. Allgemeine ambulante Palliativversorgung Das Netz von Hausärzt*innen und Pflegediensten ist im Sozialraum noch recht eng geknüpft. Der Qualitätszirkel Palliativmedizin der Kassenärztlichen Vereinigung repräsentiert die Kompetenzen in diesem Bereich. Stationäre Pflegeeinrichtungen arbeiten mit den Diensten der hospizlich-palliativen Versorgung zusammen. Besonders deutlich wird das im Programm „Abschieds- weise“, das Hospiz in Karlsruhe seit 10 Jahren mit der Hälfte aller Karlsruher Pflegeeinrichtungen durchführt. Auch an anderen Stellen im Landkreis Karlsruhe gibt es enge Kontakte zwischen Pflegeeinrichtungen und den ambulanten Hospizangeboten. DARÜBER HINAUS Das Hospiztelefon der Netzwerk Arista gGmbH nimmt die Aufgaben einer niedrigschwelligen Informations-, und Clearingstelle wahr. In der ambulanten Ethikberatung arbeiten verschiedene Repräsentant*innen der o. g. Organisationen mit. VORHANDENE VERNETZUNGEN Der Runde Tisch „Hospizliche und Palliative Versorgung Karlsruhe“ verfolgt seit 2012 die Absicht, die Stakeholder zusammenzubringen und sich bei größeren Projekten miteinander abzustimmen. Die Dekane der beiden christlichen Kirchen und die Vorsitzenden ihrer Wohlfahrtsverbände bilden den Lenkungskreis und laden zu den Treffen ein. Die Teilnehmenden kommen überwiegend aus der Stadt Karlsruhe, nur die Hospiz- und Palliativnetzwerk gGmbH Arista und die Sozialdezernentin sind aus dem Landkreis vertreten. Der Kinderhospizdienst organisiert jährlich in Zusammenarbeit mit der Karlsruher Kinderklinik den pädiatrischen Runden Tisch, an dem Beratungsstellen, der Soziale Dienst der AOK und weitere pädiatrische Zentren teilnehmen. Die ambulanten Hospizdienste für Erwachsene treffen sich in regionalen Koordinator*innen-Versammlungen, die der HPV BW oder die Landesverbände der Diakonie und Caritas organisieren. In allen diesen Formaten geschieht die Verbesserung der Zusammenarbeit informell, sie wird nicht ausdrücklich thematisiert. Das Städtische Klinikum Karlsruhe bietet mehrfach im Jahr ein Netzwerktreffen mit Fallseminar an, in dem beispielhaft die Zusammenarbeit besprochen werden kann. Ausgehend von diesen bestehenden Erfahrungen und Grundstrukturen strebt Hospiz in Karlsruhe in Zusammenarbeit mit der Hospiz- und Palliativnetzwerk Arista gGmbH die Einrichtung des regionalen Hospiz- und Palliativnetzwerks Karlsruhe an. Damit sollen die vorhandenen Strukturen stabilisiert und weiterentwickelt werden, um Christine Ettwein-Friehs Seite 3 Betroffenen besser helfen zu können. Im Sinne des §39d SGB V werden die folgenden Ziele und Konzeptbausteine verfolgt: ZIELE DER REGIONALEN NETZWERKKOORDINATION Die bestehenden Versorgungsstrukturen werden zu stabilen und verbindlich zusammenarbeitenden Kooperationen weiterentwickelt. Dazu werden mit den Stakeholdern Kooperationsvereinbarungen geschlossen und Vernetzungsformate gepflegt, erweitert oder neu geschaffen. Es entsteht ein Internet-Auftritt, der alle Beteiligten abbildet, einfachen Zugang für Kranke, An- und Zugehörige sowie Interessierte ermöglicht und eine interne Austauschplattform bietet. Professionelle und freiwillige Akteur*innen der Hospiz- und Palliativversorgung bündeln ihre Kompetenzen und erleben sich als ergänzend. Dazu werden gemeinsame Veranstaltungen wie z. B. in der Veranstaltungsreihe „Zu guter Letzt – Leben!“ durchgeführt. Die Professionalisierung steigert die Qualität des Versorgungskonzeptes im Sinne einer ganzheitlichen Sorge für die Betroffenen. Dazu wird die Aufmerksamkeit auf Fallseminare und ähnliche Fortbildungsformate gelenkt und die Beteiligung daran gesteigert. Die Bekanntheit der hospizlichen und palliativen Versorgung steigt in Stadt und Landkreis Karlsruhe. Dafür werden öffentlichkeitswirksame Maßnahmen getroffen. FINANZIERUNG Zur Erreichung der Ziele werden die Mittel der Stadt, des Landkreises und der Pflegekassen eingesetzt. Davon werden Personal- und Sachkosten bestritten. Der Förderverein Hospiz und die Träger von Hospiz in Karlsruhe bringen Eigenmittel ein. NETZWERKKOORDINATOR*IN Hospiz in Karlsruhe stellt eine*n Mitarbeitende*n ein, die*der fachlich geeignet ist, über Wissen über die Strukturen und Prozesse des Gesundheitswesens, vor allem der hospizlich-palliativen Versorgung verfügt, Kenntnisse der regionalen Strukturen hat oder bereit ist, sie zu erwerben und Erfahrung mit Netzwerkarbeit gesammelt hat. Darüber hinaus sind soziale, kommunikative, organisatorische und mediale Kompetenzen erforderlich. Der Umfang der Stelle bemisst sich nach den vorhandenen finanziellen Mitteln. Darüber gibt der Finanzplan Auskunft. MAßNAHMEN Neben den bei den Zielen aufgeführten Maßnahmen • Kooperationsvereinbarungen entwickeln und schließen • Einrichtung einer niedrigschwellig erreichbaren Homepage • Vernetzungsformate pflegen, erweitern und neu entwickeln • Gemeinsame Veranstaltungen planen und durchführen • Fallseminare u ä. Fortbildungsformate bewerben, Inanspruchnahme steigern • Öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen planen und durchführen Christine Ettwein-Friehs Seite 4 stellt die kontinuierliche Erweiterung des Netzwerks eine permanente Aufgabe dar. Pflegedienste, Haus- und Fachärzte, Beratungsstellen, Apotheken, Sanitätshäuser sind nur einige der Bausteine, die eine ganzheitliche Versorgung in den Blick nehmen muss. Das bedeutet: Aufgaben des Netzwerks im Förderzeitraum 1. Unterstützung der Kooperation der Mitglieder des regionalen Hospiz- und Palliativnetzwerkes und Abstimmung und Koordination ihrer Aktivitäten im Bereich der Hospiz- und Palliativversorgung, 2. Information der Öffentlichkeit über die Tätigkeiten und Versorgungsangebote der Mitglieder des regionalen Hospiz- und Palliativnetzwerkes in enger Abstimmung mit weiteren informierenden Stellen auf Kommunal- und Landesebene, 3. Initiierung, Koordinierung und Vermittlung von interdisziplinären Fort- und Weiterbildungsangeboten zur Hospiz- und Palliativversorgung sowie Organisation und Durchführung von Schulungen zur Netzwerktätigkeit, soweit dies zur Erreichung eines gemeinsamen Verständnisses für die Zusammenarbeit im Netzwerk erforderlich ist, 4. Organisation regelmäßiger Treffen der Mitglieder des regionalen Hospiz- und Palliativnetzwerkes zur stetigen bedarfsgerechten Weiterentwicklung der Netzwerkstrukturen und zur gezielten Weiterentwicklung der Versorgungsangebote entsprechend dem regionalen Bedarf, 5. Unterstützung von Kooperationen der Mitglieder des regionalen Hospiz- und Palliativnetzwerkers mit anderen Beratungs- und Betreuungsangeboten wie Pflegestützpunkten, lokalen Demenznetzwerken, Einrichtungen der Altenhilfe sowie kommunalen Behörden und kirchlichen Einrichtungen, 6. Ermöglichung eines regelmäßigen Erfahrungsaustausches mit anderen koordinierenden Personen und Einrichtungen auf Kommunal- und Landesebene. DAUER Zum Anschub des Projektes wird ein Zeitraum von zwei Jahren nach Bewilligung durch die Kranken- und Pflegekassen vorausgesetzt. In diesem Zeitraum ist der grundlegende Aufbau des Netzwerks abgeschlossen. VERLAUF Nach der Konzept-Finalisierung und der Erstellung des Finanzplans wird der Antrag auf Förderung an die Stadt und den Landkreis Karlsruhe gestellt. Zur Durchführung der weiteren Vorbereitung wird eine Honorarstelle geschaffen, die durch Mittel des Fördervereins Hospiz finanziert wird. Die ersten Kooperationsvereinbarungen werden mit mindestens einem Vertreter der Netzwerkkomponenten 1. Pflegedienste, 2. Stationäre Pflegeeinrichtungen, 3. Ärztinnen und Ärzte, 4. Krankenhäuser, 5. Ambulante (Kinder-)Hospizdienste (§ 39a Abs. 2 SGB V), 6. Stationäre (Kinder-)Hospize, 7. SAPV-Teams und SAPV-Teams für Kinder und Jugendliche geschlossen. Nach der Mittelzusage von Stadt und Landkreis wird der Antrag an den federführenden Verband der Kranken- und Pflegekassen gerichtet. Nach Eingang eines Bewilligungsbescheides wird die Projektstelle Netzwerkkoordination eingerichtet und ein Projektverlaufsplan erstellt, der die Meilensteine und die Priorisierung der Maßnahmen aufzeigt. Karlsruhe, 03.04.2023 / C. Ettwein-Friehs und H. Hofmeister
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Niederschrift Sitzung Ausschuss für öffentliche Einrichtungen 30.06.2023, 16:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus Marktplatz Vorsitzende: Bürgermeisterin Bettina Lisbach . Punkt 3 der Tagesordnung: Förderung des regionalen Hospiz- und Palliativnetzwerkes für den Stadt- und Landkreis Karlsruhe - Einrichtung und Bezuschussung einer gemeinsamen Stelle zur Netzwerkkoordination Vorlage: 2023/0517 Die Vorsitzende, Frau BM Lisbach, begrüßt Frau Ettwein-Friehs (Hospiz in Karlsruhe), trägt TOP 3 vor und bittet die anwesenden Mitglieder um Wortmeldungen. Herr Stadtrat Thomas H. Hock (FDP) erkundigt sich nach dem Stand der Einrichtung eines Hospizes im Stadtkreis Karlsruhe. Frau BM Lisbach informiert, dass nach Fertigstellung des Neubaus Arista Nord in Bruchsal im Weiteren auch ein stationäres Hospiz in Trägerschaft von Arista in Karlsruhe errichtet werden soll. Derzeit werden Gespräche hinsichtlich eines möglichen Standortes in Neureut- Kirchfeld oder an alternativen Standorten geführt. Über den weiteren Verlauf wird Frau BM Lisbach informieren. Nachdem es keine weiteren Wortmeldungen gibt, ist die Beratung zu TOP 3 abgeschlos- sen. Schriftführer: Daniel Stindl Hauptamt – Ratsangelegenheiten –