Vorhabenbezogener Bebauungsplan Insterburger Straße 13 / Neubau Kindertagesstätte und Wohngebäude

Vorlage: 2023/0482
Art: Beschlussvorlage
Datum: 08.05.2023
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Stadtplanungsamt
Erwähnte Stadtteile: Waldstadt

Beratungen

  • Planungsausschuss (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 06.07.2023

    TOP: 3

    Rolle: Kenntnisnahme

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • Kurzpraesentation
    Extrahierter Text

    KITA UND WOHNEN Karlsruhe Waldstadt Insterburger Straße Skizze Wettbewerbsbeitrag VERÄNDERUNG ZU WETTBEWERB Gebäudekontur ALT Gebäudekontur NEU Gebäude West wird um ein ganzes Stockwerk reduziert -> Minimierung um ca. 3 Meter. Kita-Sockel wird eingerückt, schließt nun mit der gleichen Ebene ab wie die Wohnungen. Das Gebäude Ensemble wurde um 2 Meter in Richtung Insterburger Straße verschoben, um mehr Abstand zum Nachbarn im Norden zu haben. A bst and A l t 14, 1m A bs tand N eu 16 m Neue großzügige Fensteröffnungen zur Insterburger Straße Gebäudekontur ALT Gebäudekontur NEU Die Fuge zwischen den zwei Gebäuden wurde deutlich freier und durchlässiger gestaltet um das Ensemble leichter wirken zu lassen. Neue großzügige Fensteröffnungen zur Insterburger Straße VERÄNDERUNG ZU WETTBEWERB +10,30 m +13,60 m +15,70 m +19,10 m +17,65 m +14,91 m +12,90 m +6,35 m +9,00 m +4,20 m Insterburger Str. 128,78 First 129,10 First 126,76 First 2 M e te r SD V SD IV LAGEPLAN 16 Meter Vogelperspektive Abstand und Geschossigkeit Fahrradstellplatz 25 Spielgeräte Hochbeete mit Kräutergarten Sandkiste mit Beschattung Sandkiste mit Beschattung durch Segeln Mülleinhausung KiTa Spiel- und Klettergeräte Spielplatz Wohnen KiTaWohnen Gruppenraum U3 44,1 (40) Intensivraum U3 23,4 (20) Sanitär U3 22,2 (15) Intensivraum 23,4 (20) Gruppenraum 44,4 (40) Intensivraum 19,3 (20) Gruppenraum 43,2 (40) Büro KiTa Leitung 19,3 (15) Personalraum 50,8 (40) WC 4,9 Intensivraum 27,0 (20) Intensivraum 19,3 (20) Gruppenraum 44,1 (40) Gruppenraum 44,4 (40) Multifunktionaler Raum 15,6 (15) Verkehrfläche 213,4 (125) Stiefel- schuhschleuse Kita - Vorzone Personalarbeitsraum 27,0 (20) E ingang 8,6 Materialraum 15,9 (12,5 + 12,5) WC Bar 7,4 (5) Notausgang Wohnen Grünzone Schlafraum U3 18,2 (15) Lagerküche 7,7 (15) WC H 3,3 (5) WC D 3,5 (5) Bistrobereich 76,3 (55 + 20) Kinderwagen 15,0 (15) Garderobe 25 x 45cm Garderobe 25 x 45cm Garderobe 25 x 45cm Mehrzweckraum 85,5 (80) Stuhllager 12,3 (10) Geräte 7,5 (8) HWR 3,7 (5) Küche 25,3 (25) Schlafraum 18,8 (15) Schlafraum 14,9 (15) Sanitär 42,7 (25 + 25) A A B B TG-Zufahrt 5,50 m Bauverbotzone Bauverbotzone Bauverbotzone GRUNDRISS EG K I TA Wet tb ewe r b + Eine 5-gruppige KiTa bringt Mehrwert für die Waldstadt 16 Meter Reduktion Geschossigkeit und Vergrößerung Abstand zum nordwestlichen Nachbargebäude Fussweg am nördlichen Grundstücksrand GRUNDRISS REGELGESCHOSS WOHNEN NEU + Familien- und altersgerechtes Wohnen + Bezahlbarer Wohnraum + Innenhof von 6 auf 7,50m verbreitert + Vertikalerschliessung im rechten Zeilenbau Innenhof KiTa Hochbeete Sitze Hochbeete AAAA BBBBCCCC Innenhof KiTa 1234567 12131415161718 23242526272829 37383940414243 19202122 30313233343536 444546 barrierefrei47 barrierefrei 810119 Lager Hausmeister 17 Technikraum KiTa 12 Technikraum 13 Technikraum 16 LadestationLadestation PLAN 0376214 9 OST Grundstücksgrenze innerhalb der flexiblen Grundstruktur möglich. Optional 1- und 5 Zimmer Wohnungen. KiTa Erschließung 4-Zimmer Wohnung12 2-Zimmer Wohnung12 3-Zimmer Wohnung20 1.0 G 2.0 G 3.0 G 4.0 G 2-Zimmer Wohnung3 3-Zimmer Wohnung5 4-Zimmer Wohnung3 2-Zimmer Wohnung3 3-Zimmer Wohnung5 4-Zimmer Wohnung3 2-Zimmer Wohnung3 3-Zimmer Wohnung5 4-Zimmer Wohnung3 2-Zimmer Wohnung3 3-Zimmer Wohnung5 4-Zimmer Wohnung3 vom halböffentlichen, gemeinschaftlichen Innenhof zum privaten Frei die gleichen vielfältigen und hohen Wohnqualitäten und zudem den Charakter von Erdgeschosswohnungen mit direktem und differenzier tem Außenbezug. Zum Nachbarschaftshof hin sind Entree und Essen platziert, zur Gartenseite das ruhigere Wohnen. Küche und Bäder als dienende Funktionen befinden sich in einer zen tralen Installationszonen mit der geringsten Belichtung. Je nach Woh nungsgröße und -typ können verschiedene Badkonfigurationen reali Die Zimmer sind in Ihrer Größe gleichwertig und zum Nachbarschafts hof oder Garten orientiert. Innen haben sie ausreichend Abstand und Privatheit zum Laubengang über einen vorgeschalteten, großzügigen Luftraum, außen besteht direkter Zugang zur Balkonzone. Diese ist über zwei unterschiedliche Tiefen, Bodenbeläge sowie Brüstungsaus bildungen analog zur inneren Wohnungsorganisation in zwei Bereiche gegliedert: einen Wohn- und einen Pflanzbalkon. Es entstehen erneut unterschiedliche Außenraumqualitäten sowie ein spannendes Wech selspiel in der Fassade. Raster TragstrukturBrandschutzkonzept 3,00 3,003,0012,0012,0012,00 3,00 Zimmer Zimmer 3,60 3,60 3,60 Alle Wohnbereiche mit Zugang zu gemeinschaftlichem und privatem Außenraum Balkone privat halböffentlicher offener Treppenraum Treppenraum Balkone privat Wohnen / Essen 36,6 Zimmer 1 12,5 Bad 5,3 Balkon 15,8 (50% 7,9) Wohnen / Essen 38,3 Zimmer 2 11,9 Bad 5,4 Balkon 15,8 (50% 7,9) Zimmer 1 11,9 Wohnen / Essen 38,3 Zimmer 3 11,9 Bad 5,4 Balkon 15,8 (50% 7,9) Zimmer 2 11,9 Zimmer 1 12,5 2 Zi. - Whg 62,3 m² inkl. Balkon 3 Zi. - Whg 75,4m² inkl. Balkon 4 Zi. - Whg 87,9 m² inkl. Balkon 3,003,603,003,003,60 3,0012,003,00 Vorplatz Vorplatz Vorplatz 5,002,005,00 Standard-BadHWR / Abstell + Bad Bad + WCgroßes Duschbad Küche + HWR / AbstellKüche + WC Wohnen / Essen 36,6 Zimmer 1 12,5 Bad 5,3 Balkon 15,8 (50% 7,9) Wohnen / Essen 38,3 Zimmer 2 11,9 Bad 5,4 Balkon 15,8 (50% 7,9) Zimmer 1 11,9 Wohnen / Essen 38,3 Zimmer 3 11,9 Bad 5,4 Balkon 15,8 (50% 7,9) Zimmer 2 11,9 Zimmer 1 12,5 2 Zi. - Whg 62,3 m² inkl. Balkon 3 Zi. - Whg 75,4m² inkl. Balkon 4 Zi. - Whg 87,9 m² inkl. Balkon 3,00 3,60 3,00 3,00 3,60 3,0012,003,00 Vorplatz Vorplatz Vorplatz 5,002,005,00 Standard-BadHWR / Abstell + Bad Bad + WCgroßes Duschbad Küche + HWR / AbstellKüche + WC Wohnen / Essen 36,6 Zimmer 1 12,5 Bad 5,3 Balkon 15,8 (50% 7,9) Wohnen / Essen 38,3 Zimmer 2 11,9 Bad 5,4 Balkon 15,8 (50% 7,9) Zimmer 1 11,9 Wohnen / Essen 38,3 Zimmer 3 11,9 Bad 5,4 Balkon 15,8 (50% 7,9) Zimmer 2 11,9 Zimmer 1 12,5 2 Zi. - Whg 62,3 m² inkl. Balkon 3 Zi. - Whg 75,4m² inkl. Balkon 4 Zi. - Whg 87,9 m² inkl. Balkon 3,003,603,003,003,60 3,0012,003,00 Vorplatz Vorplatz Vorplatz 5,002,005,00 Standard-BadHWR / Abstell + Bad Bad + WCgroßes Duschbad Küche + HWR / AbstellKüche + WC Kräuterbeet Pflanztröge Fahrräder Schuhregal Wohnbalkon Betonstein Pflanzbalkon Gitterrost + Trö g e Trennung Rankelement PUFFER zU NACHBAR- SCHAFTSHOF Optionale Sanitär- und Küchenkonfigurationen BALKONE PR I VAT Luftraum Innenhof KiTa Hochbeete Sitze Hochbeete AAAA BBBBCCCC Innenhof KiTa 1234567 12131415161718 23242526272829 37383940414243 19202122 30313233343536 444546 barrierefrei47 barrierefrei 810119 Lager Hausmeister 17 Technikraum KiTa 12 Technikraum 13 Technikraum 16 LadestationLadestation OST Grundstücksgrenze WOHNUNGSTYPEN 1:10 0 innerhalb der flexiblen Grundstruktur möglich. Optional 1- und 5 Zimmer Wohnungen. KiTa Erschließung 4-Zimmer Wohnung12 2-Zimmer Wohnung12 3-Zimmer Wohnung20 1.0 G 2.0 G 3.0 G 4.0 G 2-Zimmer Wohnung3 3-Zimmer Wohnung5 4-Zimmer Wohnung3 2-Zimmer Wohnung3 3-Zimmer Wohnung5 4-Zimmer Wohnung3 2-Zimmer Wohnung3 3-Zimmer Wohnung5 4-Zimmer Wohnung3 2-Zimmer Wohnung3 3-Zimmer Wohnung5 4-Zimmer Wohnung3 vom halböffentlichen, gemeinschaftlichen Innenhof zum privaten Frei die gleichen vielfältigen und hohen Wohnqualitäten und zudem den Charakter von Erdgeschosswohnungen mit direktem und differenzier tem Außenbezug. Zum Nachbarschaftshof hin sind Entree und Essen platziert, zur Gartenseite das ruhigere Wohnen. Küche und Bäder als dienende Funktionen befinden sich in einer zen tralen Installationszonen mit der geringsten Belichtung. Je nach Woh nungsgröße und -typ können verschiedene Badkonfigurationen reali Die Zimmer sind in Ihrer Größe gleichwertig und zum Nachbarschafts hof oder Garten orientiert. Innen haben sie ausreichend Abstand und Privatheit zum Laubengang über einen vorgeschalteten, großzügigen Luftraum, außen besteht direkter Zugang zur Balkonzone. Diese ist über zwei unterschiedliche Tiefen, Bodenbeläge sowie Brüstungsaus bildungen analog zur inneren Wohnungsorganisation in zwei Bereiche gegliedert: einen Wohn- und einen Pflanzbalkon. Es entstehen erneut unterschiedliche Außenraumqualitäten sowie ein spannendes Wech selspiel in der Fassade. Raster TragstrukturBrandschutzkonzept 3,00 3,003,0012,0012,0012,00 3,00 Zimmer Zimmer 3,60 3,60 3,60 Alle Wohnbereiche mit Zugang zu gemeinschaftlichem und privatem Außenraum Balkone privat halböffentlicher offener Treppenraum Treppenraum Balkone privat Wohnen / Essen 36,6 Zimmer 1 12,5 Bad 5,3 Balkon 15,8 (50% 7,9) Wohnen / Essen 38,3 Zimmer 2 11,9 Bad 5,4 Balkon 15,8 (50% 7,9) Zimmer 1 11,9 Wohnen / Essen 38,3 Zimmer 3 11,9 Bad 5,4 Balkon 15,8 (50% 7,9) Zimmer 2 11,9 Zimmer 1 12,5 2 Zi. - Whg 62,3 m² inkl. Balkon 3 Zi. - Whg 75,4m² inkl. Balkon 4 Zi. - Whg 87,9 m² inkl. Balkon 3,003,603,003,003,60 3,0012,003,00 Vorplatz Vorplatz Vorplatz 5,002,005,00 Standard-BadHWR / Abstell + Bad Bad + WCgroßes Duschbad Küche + HWR / AbstellKüche + WC Wohnen / Essen 36,6 Zimmer 1 12,5 Bad 5,3 Balkon 15,8 (50% 7,9) Wohnen / Essen 38,3 Zimmer 2 11,9 Bad 5,4 Balkon 15,8 (50% 7,9) Zimmer 1 11,9 Wohnen / Essen 38,3 Zimmer 3 11,9 Bad 5,4 Balkon 15,8 (50% 7,9) Zimmer 2 11,9 Zimmer 1 12,5 2 Zi. - Whg 62,3 m² inkl. Balkon 3 Zi. - Whg 75,4m² inkl. Balkon 4 Zi. - Whg 87,9 m² inkl. Balkon 3,00 3,60 3,00 3,00 3,60 3,0012,003,00 Vorplatz Vorplatz Vorplatz 5,002,005,00 Standard-BadHWR / Abstell + Bad Bad + WCgroßes Duschbad Küche + HWR / AbstellKüche + WC Wohnen / Essen 36,6 Zimmer 1 12,5 Bad 5,3 Balkon 15,8 (50% 7,9) Wohnen / Essen 38,3 Zimmer 2 11,9 Bad 5,4 Balkon 15,8 (50% 7,9) Zimmer 1 11,9 Wohnen / Essen 38,3 Zimmer 3 11,9 Bad 5,4 Balkon 15,8 (50% 7,9) Zimmer 2 11,9 Zimmer 1 12,5 2 Zi. - Whg 62,3 m² inkl. Balkon 3 Zi. - Whg 75,4m² inkl. Balkon 4 Zi. - Whg 87,9 m² inkl. Balkon 3,003,603,003,003,60 3,0012,003,00 Vorplatz Vorplatz Vorplatz 5,002,005,00 Standard-BadHWR / Abstell + Bad Bad + WCgroßes Duschbad Küche + HWR / AbstellKüche + WC Pflanztröge Wohnbalkon Pflanzbalkon Trö g e Rankelement Optionale Sanitär- und Küchenkonfigurationen Luftraum WOHNUNGSTYPEN REDUKTION DER WOHNFLÄCHE Innenhof KiTa WettbewerbUmplanung 5 Geschosse Anzahl2-zi. Whg.12 3-zi. Whg.20 4-zi. Whg.12 Anzahl Gesamt44 Wfl. Gesamt3310 m² 4/5 Geschosse Anzahl2-zi. Whg.4 3-zi. Whg.19 4-zi. Whg.12 Anzahl Gesamt35 Wfl. Gesamt2758 m² Wohnen Wohnen Wohnen Wohnen Wohnen Wohnen Wohnen Kindertagesstätte Fernwärme Regenwasserversickerung Mulde, ggfs. Zisterne PV-Anlage: Ost / West Ausrichtung PV-Anlage: Ost / West Ausrichtung Solarthermie: ~ 50 m² Warmwasserbereitung: Hybrid KiTa Querlüftung KiTa Querlüftung Wohnungen Querlüftung Wohnungen Querlüftung Kindertagesstätte E-Mobilität Netzabgabe Bepflanzung auf allen Geschossen Kreislaufdenken Maximierung Anteil Baustoffe aus nachwachsenden Rohstoffen Gutes Mikroklima Rückbaubarkeit sortenrein, durch klare Tragstruktur Nutzungsstapelung Minimierung der Versiegelten Fläche Minimierung Energiebedarfs durch optimiertes A/V Verhältnis Wohnen Wohnen Wohnen Wohnen Wohnen KindertagesstätteKindertagesstätte Gutes soziales Umfeld durch klar definierte Gemeinschaftsbereiche Tiefgarage Hohe Wohnqualität durch naturnahes Wohnen in privaten und haöböffentlichen Freibereichen Mobilitätskonzept: Fahrrad-Abstellplätze vor der Wohnung E-Mobilität in der Tiefgarage 1,5040,501,50 1,501,5012,001,801,207,501,201,8012,001,501,50 +4,20 m +0,30 m +7,10 m +10,00 m +12,90 m -2,60 m +17,65 m 1.OG EG 2.OG 3.OG 4.OG OK Dach TG +14,91 m OK Dach QUERSCHNITT ENERGIEKONZEPT NACHHALTIGKEITSKONZEPT Offene, einladende Südfassaden und durchlässige Kommunikationszone im Zwischenbereich Vielen Dank!

  • Informationsvorlage
    Extrahierter Text

    Informationsvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2023/0482 Verantwortlich Dez. 6 Dienststelle: StplA Vorhabenbezogener Bebauungsplan Insterburger Straße 13 / Neubau Kindertagesstätte und Wohngebäude Beratungsfolge dieser Vorlage Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Planungsausschuss 06.07.2023 3 X Information (Kurzfassung) Auf Grundlage der vorliegenden Planung empfiehlt der Planungsausschuss der Verwaltung mit der Durchführung des Bebauungsplanverfahrens und einen Durchführungsvertrag mit dem Investor aufzusetzen. Finanzielle Auswirkungen Ja ☐ Nein ☒ ☐ Investition ☒ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☐ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☐ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☒ geringfügig ☒ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☒ Ja ☐ Korridorthema: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) Nein ☒ Ja ☐ durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Ergänzende Erläuterungen Anlass Das Grundstück Insterburger Straße 13 (Flurstück 71463) ist im Eigentum der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau (Vorhabenträger). Diese möchte am ehemaligen Standort der Evangelischen Emmausgemeinde neuen Wohnraum schaffen, nachdem die dreigruppige Kindertagesstätte (Kita) mit Gemeindezentrum an dem Standort aufgegeben und inzwischen rückgebaut wurde. Planungsziel ist der Neubau eines zweizeiligen Baukörpers mit gemeinsamem Innenhof, der eine fünfgruppige Kita und 35 neue Wohnungen umfasst. Neben der Schaffung von Kindergartenplätzen stehen familien- und altersgerechtes Wohnen sowie bezahlbarer Wohnraum im Fokus, mit dem Ziel, einen Mehrwert für das Quartier zu erbringen. Der Wohnungsmix setzt sich aus 2-, 3- und 4-Zimmerwohnungen zusammen. Etwa 30% der Wohnungen werden im preisgedämpften Segment angesiedelt sein. Mieterin und Betreiberin der Kindertagesstätte wird die Evangelische Kirche in Karlsruhe. Der Planungsausschuss wurde in der Sitzung am 12. März 2020 über das geplante Vorhaben im Vorgriff auf die durchzuführende Mehrfachbeauftragung informiert. Städtebauliche Situation Das Grundstück befindet sich im Stadtteil Waldstadt, im Nordosten von Karlsruhe zwischen der Kolberger und Insterburger Straße. Im Norden grenzt eine zweigeschossige Reihenhausbebauung und im Osten eine drei- bis viergeschossige Zeilenbebauung an. Die Erschließung erfolgt über die Insterburger Straße und überörtlich über die Theodor-Heuss-Allee / L604. Luftbild mit Kataster Stadtplanausschnitt Planungsrecht Der aktuell gültige Flächennutzungsplan stellt eine Wohnbaufläche dar. Das Grundstück Insterburger Straße 13 befindet sich im Geltungsbereich des qualifizierten Bebauungsplans Nr. 333, Waldstadt- Waldlage II B - rechtskräftig seit dem 03. März 1967. Es darf max. zweigeschossig gebaut werden mit einer GRZ von 0,4 und einer GFZ von 0,7. Der 2015 verabschiedete Rahmenplan Waldstadt-Waldlage sieht in diesem Bereich ein Entwicklungspotenzial für eine fünfgeschossige Bebauung. Bei Umstrukturierungen sind Mehrwerte für die Waldstadt zu schaffen. Es soll den Aspekten „Barrierefreiheit“ und „altersgerechtes Wohnen“ besondere Bedeutung zukommen. Bei der Planung von neuen Wohngebäuden soll eine sozial gerechte Mischung angestrebt werden. – 3 – Ausschnitt aus dem Bebauungsplan Nr. 333 Ausschnitt aus dem Rahmenplan Waldstadt- Waldlage Um die geplante fünfgruppige Kindertagesstätte mit Wohnnutzung zu ermöglichen, ist neues Planrecht in Form eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans erforderlich. Das Karlsruher Innenentwicklungskonzept (KAI) ist anzuwenden. Planungshistorie Die Stiftung Schönau betreibt seit Anfang 2019 als Grundstückseigentümer und Investor die Weiterentwicklung des Standorts in der Insterburger Straße 13. Um eine optimale Bebauung des Grundstücks im Kontext der Waldstadt zu erreichen, wurde im Vorfeld eine Machbarkeitsstudie bei der ProKiBa GmbH beauftragt, um die städtebaulichen Rahmenbedingungen mit dem Stadtplanungsamt zu klären. Die in den Probeentwürfen gezeigte durchgängige 5-Geschossigkeit wurde durch die Verwaltung als grundsätzlich konform zu den Vorgaben des städtebaulichen Rahmenplans Waldstadt-Waldlage eingestuft. Die darauf basierende Mehrfachbeauftragung mit sieben teilnehmenden Planerteams aus Holzbauunternehmen und Architekturbüros wurde im März 2022 juriert. Mit deutlicher Mehrheit (Stimmverhältnis 8:1) wurde der Entwurf des Planungsteams andOFFICE mit Sohm Holzbautechnik auf den 1. Rang gesetzt und eine entsprechende Vergabeempfehlung zur Weiterbeauftragung ausgesprochen. Perspektiv Südwest von der Insterburger Straße, Entwurf 1.Rang von andOFFICE Lageplan, Entwurf 1.Rang von andOFFICE Der 1. Rang ist im Nachgang der Jurierung durch den Bürgerverein und Anwohner u.a. aufgrund der Dichte / hohen Ausnutzung kritisiert worden. In enger Abstimmung mit der Verwaltung, dem Bürgerverein Waldstadt und unter Beteiligung der Öffentlichkeit wurde der Entwurf des 1. Ranges überarbeitet, mit dem Ziel, einen für alle Beteiligten zufriedenstellenden Kompromiss zu finden. – 4 – Einbindung der Öffentlichkeit Dem Vorhabenträger war es von Anfang an ein Anliegen, die Entscheidungsprozesse transparent zu gestalten und alle Interessen einzubeziehen: 2020 • Im Oktober 2020 wurde das Vorhaben im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Bürgervereins Waldstadt durch Vertreter der Stiftung Schönau und der Prokiba GmbH als Projektsteuerer öffentlich vorgestellt. • In die Vorbereitung und Erstellung der Auslobung der Mehrfachbeauftragung waren u.a. auch die Evangelische Emmausgemeinde als auch der Bürgerverein Waldstadt eingebunden. Der grundlegende Hinweis auf eine Berücksichtigung der (niedrigeren) Umgebungsbebauung wurde in der Auslobung beschrieben und bildete damit auch eine der Grundlagen für die Jurierung der Beiträge. 03/2022 • An der Jurierung der Mehrfachbeauftragung am 25. März 2022 nahmen unter anderem zwei geladene Vertreter des Bürgervereins, sowie der Pfarrer und ein Gemeindemitglied aus der Ev. Emmausgemeinde teil. 03/2022 • Alle sieben Arbeiten der Mehrfachbeauftragung wurden im Gemeindezentrum vom 30. März-10. April 2022 öffentlich zugänglich ausgestellt. 05/2022 • Am 09. Mai 2022 fand ein Pressetermin mit Einladung der Öffentlichkeit statt, in dem die Stiftung Schönau sowie Vertreter des Architekturbüros andOFFICE den Planungsstand der Mehrfachbeauftragung sowie das weitere Vorgehen vorstellten. Die Einladung wurde zahlreich angenommen. Während der Diskussion und ergänzend über einen Fragebogen gab es sowohl im Termin, als auch im Anschluss daran die Möglichkeit für Anwohner*innen und Interessierte, ihr Feedback abgeben. 05/2022 • Am 16. Mai 2022 wurde das Vorhaben erneut in der Jahreshauptversammlung des Bürgervereins Waldstadt durch die ProKiBa GmbH vorgestellt. Anregungen der Anwohner*innen und Bürger*innen der Waldstadt aus beiden Veranstaltungen wurden gesammelt und zusammen mit Hinweisen der Verwaltung in die Überarbeitung der Planung einbezogen. • In zahlreichen Abstimmungsterminen, vier davon mit dem Bürgerverein, zuletzt auch unter Einbeziehung eines Vertreters der neu gegründeten Bürgerinitiative „Evangelisches Gemeindezentrum Insterburger Str. 13“, wurden die erfolgten Umplanungsschritte vorgestellt und gemeinsam diskutiert. 11/2022 • Am 10. November 2022 wurde der überarbeitete Planungsstand erneut der Öffentlichkeit vorgestellt, ergänzend wurde eine Grundstücksbegehung angeboten. Die Rückmeldungen der Besucher*innen fielen insgesamt deutlich positiver aus als beim 1. Öffentlichkeitstermin. 04/2023 • Die Ergebnisse aus daraus resultierenden weiteren Untersuchungen wurden in einem erneuten Termin mit der Verwaltung am 27. April 2023 dem Bürgerverein und des BI-Vertreters präsentiert und erläutert. Trotz zahlreicher Bemühungen und bereits eingegangener Kompromisse, u.a. Reduzierungen der Geschossigkeit und Baumasse, konnte auch in diesem vierten Termin mit dem Bürgerverein kein endgültiger Konsens erzielt werden. – 5 – Der Bürgerverein Waldstadt sieht das Gebäude als zu hoch an und möchte eine Reduzierung der Baukörper auf maximal 15 Meter Höhe und in Richtung Reihenhäusern auf eine maximale Bauhöhe von ca. 12 Meter, was bedeutet, dass beide Zeilen um ein zusätzliches Geschoss zu reduzieren wären (statt 5+4 Geschosse nur 4+3 Geschosse). Da aus Sicht des Bürgervereins es sich nicht nur um 4 bis 5 Geschosse handelt, sondern durch das höhere Kita-Sockelgeschoss um ca. 4,5 bzw. 5,5 Geschosse. Am 3. Mai 2023 hat die Mitgliederversammlung des Bürgervereins dies einstimmig beschlossen. Dieser Beschluss wurde von den anwesenden Mitgliedern des Gemeinderates mitgetragen. Folgende Anpassungen wurden im Zuge der Überarbeitung vorgenommen: • Reduzierung der Geschossigkeit der westlichen Zeile von fünf auf vier Geschosse • Verschieben des gesamten Gebäudes nach Süden um ca. 2 m, • Vertikalerschließung Treppe und Aufzug werden von der mittigen Laubengangzone in die östliche Zeile verlegt, • Reduzierung der Tiefe der Überdachung Balkone und Laubengang im jeweils obersten Geschoß, • Breite des Innenhofs Kita und Luftraum von 6,00 auf 7,50 m erhöht, • Gestalterisches Auflösen des durchgängigen Sockels EG (KiTa) und Verzicht auf den seitlichen Überstand des Sockels, • Entwurfliche Überarbeitung der Südfassade (Straßenfassade), Ergänzen von Fenstern. Änderungen zum Wettbewerb, Perspektiv Südwest von der Insterburger Straße – 6 – Änderungen zum Wettbewerb, Perspektiv Süd von der Insterburger Straße Als Ergebnis der Abstimmungsgespräche sowie der Anregungen aus der Bürgerschaft wurden durch das Büro andOFFICE über die oben genannten Anpassungen hinaus mehrere Verschattungsstudien angefertigt. Die Studien zeigen, dass die nördlich angrenzende Reihenhauszeile im Winter vormittags weniger Licht als zuvor erhalten wird; zu den übrigen Zeiten ist nur eine sehr geringfügige Verschlechterung gegenüber der bisherigen Situation zu erwarten. Eine vollständige Übernahme der Anregungen im Hinblick auf eine noch stärkere Reduktion der Geschossigkeit auf drei und vier Geschosse wurde geprüft; allerdings sowohl aus städtebaulicher als auch aus wirtschaftlicher Sicht verworfen. Die Einschätzung des Investors und der Planer, dass die Schaffung von neuem Wohnraum demgegenüber vorrangig zu beurteilen ist, wird durch das Stadtplanungsamt geteilt. Die Stiftung Schönau als Investor des Vorhabens unterliegt als 100%iger Bestandshalter wirtschaftlichen Zwängen, die bei der Beurteilung des Planungsvorhabens gegenüber Anwohnern und Bürgerverein/Bürgerinitiative (BI) zu anderen Einschätzungen führen können. Die Stiftung Schönau bemüht sich in einem längeren Prozess um die Herstellung einer Planungssicherheit; dies bei erheblichen Entwicklungskosten. Der Vorhabenträger hat bereits im Vorgriff zum Bebauungsplanverfahren in einem umfassenden Beteiligungsprozess beteiligt, informiert, Anregungen und Bedenken in der Planung überprüft und weitestgehend mit planerischen Anpassungen reagiert. Aus Sicht der Verwaltung bildet der nun vorliegende überarbeite Entwurf einen Planungsstand, der als Grundlage für den Bebauungsplanung herangezogen werden kann. Der Wunsch des Bürgervereins / BI, den westlichen Baukörper um ein weiteres Geschoss zu reduzieren, steht in keinem Verhältnis zum Verlust der dadurch entfallenden Wohnflächen und ist aus städtebaulicher Sicht nicht begründbar. Die weitere Beteiligung der Anwohner*innen ist über das formale Bebauungsplanverfahren gewährleistet. Darüber hinaus hat der Vorhabenträger zugesagt, die Anwohnervertreter*innen in angemessener Weise über den Projektfortgang zu informieren. – 7 – Auswirkung Reduzierung der Geschosse: • Die Wohnfläche lag zum Planungsstand der Mehrfachbeauftragung bei 3.310 m². Die östliche Zeile und westliche Zeile hatten 5 Geschosse. • Die Wohnfläche liegt zum aktuellen Planungsstand bei 2.758 m². Durch die Umplanung der westlichen Zeile von 5 auf 4 Geschosse ergibt sich eine Wohnflächenreduktion von ca. 552 m². Die östliche Zeile hat weiterhin 5 Geschosse. • Durch weitere Umplanungen beispielsweise der westlichen Zeile auf 3 Geschosse, würde die Wohnbaufläche bei 2.381 m² liegen und es würde eine Wohnflächenreduktion von ca. 929 m² entstehen. Die östliche Zeile würde weiterhin 5 Geschossen habe. • Bei einer Umplanung der westlichen Zeile auf 3 Geschosse und der östlichen Zeile auf 4 Geschosse würde die Wohnbaufläche bei 1.966 m² liegen und es würde eine Wohnflächenreduktion von ca. 1.344 m² entstehen. Perspektiv Südwest von der Insterburger Straße, Überarbeitung durch andOFFICE Lageplan, Überarbeitung durch andOFFICE CO2-Relevanz Durch die Umsetzung der Planung entstehen zusätzliche CO2-Emissionen. Im Bebauungsplan und dem dazugehörigen Durchführungsvertrag sollen Maßnahmen für das Vorhaben vorgesehen werden, um dem zusätzlichen CO2-Ausstoß entgegenzuwirken (z.B. durch Nutzung erneuerbarer Energien wie Photovoltaikanlage, hohe Effizienz). Weiteres Vorgehen Das notwendige Baurecht soll über die Durchführung eines Bebauungsplanverfahrens (vorhabenbezogener Bebauungsplan) geschaffen werden. Die Kosten hierfür sind seitens des Vorhabenträgers zu tragen. Auf Grundlage der überarbeiteten Planung der Mehrfachbeauftragung soll nun der Einstieg in das Bebauungsplanverfahren erfolgen. Es ist beabsichtigt, das Bebauungsplanverfahren im beschleunigten Verfahren nach § 13a BauGB durchzuführen. Es ist beabsichtigt die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 1 BauGB in Form einer Bürgerversammlung durchzuführen. Während der Offenlage nach dem Auslegungsbeschluss wird der Bürgerschaft erneut die Möglichkeit geboten werden, sich zur Planung zu äußern. Aufgrund der Schaffung eines neuen höherwertigen Planungsrechts in Bezug auf die Wohnnutzung ist das Vorhaben KAI-pflichtig. Die Grundzustimmung des Vorhabenträgers liegt bereits vor. Beschluss: Auf Grundlage der vorliegenden Planung empfiehlt der Planungsausschuss die Verwaltung mit der Durchführung des Bebauungsplanverfahrens und einen Durchführungsvertrag mit dem Investor aufzusetzen.