Raum für Kultur: Nachnutzung der bisherigen Räumlichkeiten des Badischen Konservatoriums

Vorlage: 2023/0432
Art: Antrag
Datum: 19.04.2023
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 16.05.2023

    TOP: 18

    Rolle: Kenntnisnahme

    Ergebnis: verwiesen in Fachausschuss

  • Bauausschuss (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 15.06.2023

    TOP: 1

    Rolle: Behandlung

    Ergebnis: vorberaten ohne Änderungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 18.07.2023

    TOP: 30

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: Kenntnisnahme

Zusätzliche Dateien

  • Antrag
    Extrahierter Text

    Antrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier SPD-Gemeinderatsfraktion Eingang: 18.04.2023 Vorlage Nr.: 2023/0432 Raum für Kultur: Nachnutzung der bisherigen Räumlichkeiten des Badischen Konservatoriums Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 16.05.2023 18 X Bauausschuss 15.06.2023 1 x Gemeinderat 18.07.2023 30 x Die Verwaltung stellt dar, 1. Die Verwaltung stellt dar, welche Überlegungen für die Gebäude in der Kaiserallee 11c und Jahnstraße 20 nach dem Auszug des Badischen Konservatoriums bestehen. Der jeweiligen Realisierungszeitraum wird aufgezeigt. 2. Die Verwaltung prüft, ob sich das Gebäude in der Kaiserallee 11c für eine Erweiterung des Theaterhauses grundsätzlich eignet. Begründung/Einordnung: Bezogen auf die städtischen Gebäude des bisherigen Badischen Konservatoriums ist es für die SPD- Fraktion wichtig, eine bestmögliche Nutzung für die Karlsruher Bevölkerung zu finden. Da der Umzug bereits in ca. einem Jahr erfolgen wird, sollte die Entscheidung über eine Weiternutzung zeitnah getroffen werden, um Leerstand und damit verbundene Kosten bzw. nicht genutzte Potentiale zu verhindern. Das Theaterhaus hat erheblichen räumlichen Bedarf, um den Betrieb weiterhin gewährleisten zu können. Gleichzeitig fehlen Erweiterungsperspektiven direkt am vorhandenen Standort. Um das Theaterhaus attraktiv zu halten, bräuchte es nicht nur für Gäste beispielsweise mehr Toiletten oder eine Garderobe, sondern auch für die interne Arbeit, bspw. Proben oder Lagerung, mehr Platz als vorhanden. Der Umzug des Badischen Konservatoriums schafft freien Raum in unmittelbarer Nähe zum Theaterhaus und das Gebäude in der Kaiserallee 11c würde sich als Erweiterung ideal eignen. Außerdem sind die exponierte Lage inmitten der Nottingham-Anlage und die gute Erreichbarkeit optimale Voraussetzungen für eine Anschlussnutzung dieser Immobilie als Erweiterung für das Theaterhaus. Gerade an diesem Standort erscheint eine öffentliche Nutzung geboten. Unterzeichnet von: Yvette Melchien Elke Ernemann Dr. Anton Huber

  • Stellungnahme Antrag
    Extrahierter Text

    Stellungnahme zum Antrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2023/0432 Verantwortlich: Dez. 6 Dienststelle: Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft Raum für Kultur: Nachnutzung der bisherigen Räumlichkeiten des Badischen Konservatoriums Antrag: SPD Gremium Termin TOP ö nö Bauausschuss 15.06.2023 1 x Gemeinderat 18.07.2023 30 x Kurzfassung Für die vom Badischen Konservatorium genutzten Gebäude Kaiserallee 11c und Jahnstraße 20 gibt es keinen städtischen Bedarf an einer Nachnutzung. Das Gebäude Kaiserallee 11c ist auch nicht als Erweiterungsfläche für das Theaterhaus geeignet. Die Verwaltung empfiehlt daher, nach dem Auszug des Badischen Konservatoriums beide Immobilien einer Verwertung auf dem Immobilienmarkt zuzuführen. Der Ausschuss nimmt dies zur Kenntnis und stimmt dem zu. Finanzielle Auswirkungen Ja ☒ Nein ☐ ☐ Investition ☐ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☐ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☒ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☒ Ja ☐ Korridorthema: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) Nein ☒ Ja ☐ durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Ergänzende Erläuterungen Die Gebäude Kaiserallee 11c und Jahnstraße 20 werden derzeit noch vom Badischen Konservatorium genutzt. Das Badische Konservatorium wird in die Kaiserallee 12d umziehen. Die Fertigstellung und der Umzug in das neue Domizil soll aus heutiger Sicht im August 2024 erfolgen. Eine Nachnutzung und Verwertung der Immobilien stehen in enger Abhängigkeit mit der Fertigstellung der zukünftigen Räumlichkeiten des Badischen Konservatoriums. 1. Die Verwaltung stellt dar, welche Überlegungen für die Gebäude in der Kaiserallee 11c und Jahnstraße 20 nach dem Auszug des Badischen Konservatoriums bestehen. Der jeweiligen Realisierungszeitraum wird aufgezeigt. Für beide Objekte besteht an einer städtischen Nutzung kein Bedarf. Die Gebäude eignen sich von ihrer Struktur her auch nicht in erster Linie zur Verwaltungs- und Büronutzung. Hinzu kommt, dass durch Alter, intensiver Nutzung, fehlender Barrierefreiheit und auch aus energetischen Gründen ein erheblicher Renovierungsbedarf besteht. Um eine Nachnutzung zu realisieren, wäre ein Umbau und eine umfassende Sanierung der Gebäude erforderlich. Die dafür entstehenden hohen Kosten sind bei der derzeitigen Haushaltslage nicht zu finanzieren und lassen auch eine wirtschaftliche Gebäudenutzung nicht erwarten. Entsprechend der städtischen Immobilienstrategie sollen die beiden nicht betriebsnotwendigen Gebäude daher nach Freiwerden einer Verwertung am Immobilienmarkt zugeführt werden. Für die Kaiserallee 11c hat sich schon länger eine gemeinnützige Stiftung als Interessent gemeldet, mit der Gespräche zur Bestellung eines Erbbaurechts geführt werden. Die Interessentin möchte das Gebäude für studentisches Wohnen aus- und umbauen. Diese Nutzung wurde auch bereits im Rahmen einer Bauvoranfrage verifiziert. Die weiteren Verhandlungen hängen vom Zeitpunkt der Verfügbarkeit des Gebäudes ab. Nachdem dieser Zeitpunkt jetzt absehbar ist, können die Gespräche weitergeführt und der Verkauf des Gebäudes bzw. die Bestellung des Erbbaurechts an dem Grundstück soweit vorbereitet werden, dass dies zeitnah nach Umzug des Badischen Konservatoriums vollzogen und das Gebäude übergeben werden kann. Bezüglich des Objekts „Jahnstraße 20“ bestand sowohl aufgrund der räumlichen Nähe zu Bestandsimmobilien des Landes als auch aufgrund inhaltlich-thematischer Zusammenhänge Kontakt mit dem Land Baden-Württemberg. Das Objekt steht derzeit allerdings nicht mehr im unmittelbaren Fokus des Landes. Sofern das Land tatsächlich kein Interesse mehr an der Immobilie hat, wird auf dem Immobilienmarkt ein geeigneter Käufer gesucht. Ziel ist ein zeitnaher Verkauf nach Freiwerden des Gebäudes, um einen längeren Leerstand zu vermeiden. 2. Die Verwaltung prüft, ob sich das Gebäude in der Kaiserallee 11c für eine Erweiterung des Theaterhauses grundsätzlich eignet. Das Gebäude Kaiserallee 11c ist aufgrund seiner Struktur und Raumaufteilung wenig geeignet, die Raumprobleme des Theaterhauses dauerhaft zu lösen. Hinzu kommt auch die räumliche Entfernung zum Theaterhaus, wodurch sich keine Synergieeffekte (zum Beispiel gemeinsame Nutzung von Räumlichkeiten, wie Foyer, Toilettenanlagen etc.) ergeben. Wie oben bereits beschrieben, wäre zudem eine umfassende Sanierung und bauliche Anpassung des Gebäudes erforderlich, was kostenintensiv ist. Für eine Erweiterung des Theaterhauses wäre daher die Errichtung eines Erweiterungsbaus die bessere und zweckmäßigere Lösung. Als dringend wird jedoch die Bereitstellung von zusätzlicher Lagerfläche für das Theaterhaus angesehen. Sollten sich die Kellerräume des Gebäudes Kaiserallee 11c für Lagerzwecke der Theater eignen und sollte sich dies mit der geplanten zukünftigen Nutzung des Gebäudes vereinbaren lassen, so wäre die Anmietung von Kellerräumen grundsätzlich denkbar. Die Verwaltung wird dies prüfen und bei der Verwertung des Objektes gegebenenfalls berücksichtigen.

  • Protokoll GR TOP 18
    Extrahierter Text

    Niederschrift 50. Plenarsitzung des Gemeinderates 16. Mai 2023, 15:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus am Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 19. Punkt 18 der Tagesordnung: Raum für Kultur: Nachnutzung der bisherigen Räumlichkeiten des Badischen Konservatoriums Antrag: SPD Vorlage: 2023/0432 Beschluss: Beratung im Bauausschuss am 15. Juni 2023, öffentlich Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 18 auf und teilt mit, der Antrag werde ohne Aussprache in den Bauausschuss verwiesen. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten – 19. Mai 2023

  • Protokoll GR TOP 30
    Extrahierter Text

    Niederschrift 52. Plenarsitzung des Gemeinderates 18. Juli 2023, 15:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus am Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 31. Punkt 30 der Tagesordnung: Raum für Kultur: Nachnutzung der bisherigen Räumlichkeiten des Badischen Konservatoriums Antrag: SPD Vorlage: 2023/0432 Punkt 30.1 der Tagesordnung: Raum für Kultur: Nachnutzung der bisherigen Räumlichkei- ten des Badischen Konservatoriums Ergänzungsantrag: SPD Vorlage: 2023/0432/1 Beschluss: Kenntnisnahme von den Stellungnahmen der Verwaltung Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 30 zur Behandlung auf und verweist auf die er- folgte Vorberatung im Bauausschuss am 15. Juni 2023; verwiesen aus der Gemeinderatssit- zung vom 16. Mai 2023. Stadtrat Dr. Huber (SPD): Wenn mich vor ein paar Jahren jemand gefragt hätte, was das größte Problem der Karlsruher Kommunalpolitik ist, hätte ich gesagt, das ist der Flächen- mangel. Mittlerweile hat sich das ein bisschen gewandelt. Es ist nicht nur, dass wir wenig Flächen und wenig Räume haben, sondern wir haben auch mittlerweile leider wenig Geld. Der Vorteil des Geldmangels ist, dass man die Haushaltslage wieder verbessern kann. Da arbeiten wir gerade mit Hochdruck dran. Der Flächenmangel ist aber etwas, was uns mit Sicherheit auch in Zukunft begleiten wird. Deswegen hat sich dieser Antrag für uns nahezu aufgedrängt, als wir gemerkt haben, dass das Badische Konservatorium, dieses Gebäude, frei wird, denn es ist eine wunderbare Idee. In der Mitte ist die Nottingham-Anlage, auf der einen Seite das Theaterhaus, wo wir wissen, dass es aus allen Nähten platzt, und auf der anderen Seite dieses wunderbare Gebäude, das dann durch die Nottingham-Anlage – 2 – verbunden werden könnte. So war zumindest unsere Idee. Deswegen haben wir diesen Antrag formuliert mit der Bitte, zu prüfen, ob dieses Gebäude sich eignen würde. Jetzt haben wir die Antwort der Stadtverwaltung bekommen, die im ersten Moment etwas enttäuschend ist für uns als Antragsteller, die darlegt, dass die Sanierung des Gebäudes dringend notwendig ist, die darlegt, dass auch das Raumprogramm so, wie es jetzt exis- tiert, nicht wirklich geeignet ist für eine Theaterhaus-Erweiterung oder zumindest sehr schwierig ist. Wir haben trotzdem einige positive Dinge in der Stellungnahme finden kön- nen. Einmal ist es, glaube ich, sehr positiv, dass die Stadtverwaltung dargelegt hat, dass sie bereit ist, auch zu prüfen, ob die Kellerräume zumindest als Lagerräume genutzt werden können. Sie hat auch dargelegt, dass die Weiternutzung dieses Gebäudes als studentisches Wohnen sicherlich auch etwas ist, was dem Gemeinwohl sehr gut hilft. Aber nichtsdestot- rotz ist es natürlich für uns trotzdem etwas unbefriedigend, weil wir in unseren Köpfen schon diese wunderbare Lösung mit dem Theaterhaus dort hatten. Für uns ist es wichtig, jetzt im Nachgang zu diesem Antrag, wo wir an der Stelle leider der Verwaltung natürlich folgen müssen, trotzdem noch mal ganz klar zu sagen, dass, wenn sich an der Situation in diesem Gebäude etwas ändert, wir doch noch einmal mit dem Gemeinderat ins Gespräch kommen können. Denn vielleicht ergibt sich doch noch eine Chance. Denn für uns ist klar, dass wir uns Leerstand überhaupt nicht leisten können und es auch wirklich nicht wollen, und dass wir dann händeringend nach einer Lösung suchen müssen, wo auch der Gemein- derat dann daran beteiligt wird. Wir haben einen kleinen Änderungsantrag gestellt zu unserem eigenen Antrag. Das ist nicht besonders typisch, aber das war ein bisschen aus der Not heraus geboren. Wir haben nämlich auch noch ein anderes Gebäude identifiziert, das sich an der Anlage befindet. Das ist ein bisschen ein geheimnisvolles Gebäude. Leider hat sich das Geheimnis nicht so ganz gelüftet. Die Stellungnahme der Stadtwerke ist etwas knapp. Sie sagt zwar sehr klar, das ist ein Betriebsgebäude der Stadtwerke, das kommt nicht infrage. Uns würde es aber schon ein bisschen interessieren, was für ein Betriebsgebäude es ist. Denn es ist jetzt kein Stan- dardwerk, sonst gäbe es das überall in der Stadt. Uns würde schon ein bisschen interessie- ren, was ist da drin, was ist die Perspektive des Gebäudes, muss das denn noch so groß sein, gibt es nicht Alternativen dazu. Das wären Dinge, die uns interessieren. Vielleicht fra- gen wir das einfach noch einmal im Nachhinein ab. Der Vorsitzende: Ich würde zwei Dinge noch kurz zwischenschalten. Zum einen die Frage, was ist es genau, können wir auch nicht beantworten, würden wir aber klären, und dann können Sie noch einmal neu überlegen. Zweitens, die Stiftung, die das studentische Woh- nen dort realisieren wollte, ist uns letzte Woche abgesprungen, obwohl wir mit denen seit vier Jahren unterwegs sind. Und ich sage Ihnen zu, dass, wenn jetzt neue Ideen kommen, dass wir das mit Ihnen diskutieren. Nur Theaterhaus macht an der Stelle aus unserer Sicht auch inhaltlich keinen Sinn. Aber das kann man natürlich auch noch vertiefen. Stadträtin Rastätter (GRÜNE): Wir begrüßen den Antrag der SPD, damit einfach das Thema jetzt aktuell wird. Es ist ein drängendes Thema, denn das Theaterhaus, die drei freien Thea- tereinrichtungen brauchen eine Perspektive. Auch wenn sie wissen, dass nicht in relativ kurzer Zeit eine Lösung entsteht. Aber es ist dort wirklich das Gefühl, keinerlei Perspektiven zu haben. Das ist schon ein deprimierender Sachverhalt für drei Einrichtungen, die sich sehr engagieren und die auch wirklich tolle Programme, tolles Theater machen. Wir hatten vor vier Jahren schon eine intensive Debatte über eine Zukunftslösung. Damals wurde vor – 3 – allem auch die Forderung gestellt, ob man nicht erweitern könnte, etwas in die Nottin- gham-Anlage hinein. Es wurde sogar von allen Fraktionen dann gemeinsam ein Prüfauftrag erteilt an das HGW. Aber bis heute haben wir nichts davon gehört. Also insofern würden wir darum bitten, zumal in der Stellungnahme der Stadtverwaltung steht, dass eine Erwei- terung des Bestandes die beste Lösung wäre, dass das tatsächlich noch einmal geprüft wird. Das Zweite ist, dass damals gesagt wurde, die beste Lösung oder die zweitbeste Lösung wäre, dass ein Theater praktisch herausgenommen wird und eine eigene Spielstätte be- kommt. Das bringt uns darauf, auch noch einmal zu prüfen, ob nicht das KONS dafür ge- eignet wäre. Sie sagen einfach, das KONS-Gebäude wäre nicht geeignet, aber das hat den Ordensteinsaal, da ist ein Saal drin. Da sind Räume drin, die auch genutzt werden können. Das heißt, wir wollen schon, dass das noch einmal genau angeschaut wird, was in diesem KONS möglich ist. Denn die Theater selber sagen, es geht nicht nur um die Kulissen und Lagerstätten, sondern es geht auch darum, dass wir das für Theater nutzen. Wir bitten des- halb darum, dass jetzt erstens diese Frage der Erweiterung am eigenen Standort noch ei- mal geprüft wird beziehungsweise überhaupt geprüft wird und dann im Kulturausschuss berichtet wird. Und dass zweitens auch geprüft und besprochen wird, was es finanziell be- deuten würde, welche Langzeitperspektive es gibt. Denn wenn ich Sie richtig verstanden habe, Herr Oberbürgermeister, gibt es keinerlei Perspektive in absehbarer Zeit für das KONS-Gebäude. Bevor wir einfach Leerstand auf Jahre hinaus haben, ist es besser, wir prü- fen jetzt noch einmal ernsthaft, ob nicht tatsächlich auch eine Lösung dort bestehen könnte für das Theaterhaus. Die sehen das jedenfalls als Möglichkeit, dort tatsächlich Thea- ter zu machen. Stadtrat Hofmann (CDU): Die Kollegin Rastätter hat, glaube ich, vor allem in der Historie schon einiges aufgearbeitet. Deswegen sind wir auch wirklich der SPD dankbar, dass sie dieses Thema wieder aufgegriffen hat. Denn sie hat vollkommen zu Recht gesagt, wir ha- ben in der Vergangenheit mehrfach uns darum bemüht und insbesondere auch die Proble- matik des ganzen Theaterhauses angesprochen. Wir waren alle vor Ort, und da ist es schon schade, dass wir wirklich noch keine zufriedenstellende Antwort bekommen haben. Denn wenn eine, ich glaube, fast einstimmige Mehrheit im Gemeinderat doch so darauf drängt und es dann so lange dauert, dann würde ich mir schon wünschen, dass das Ganze etwas schneller geht. Von daher würde ich wirklich auch noch einmal darum bitten, ähnlich wie es die Kollegin gerade gesagt hat, dass wir entsprechend zügig Antworten bekommen. Bezüglich der Gebäude, die hier angesprochen sind, denke ich mal, ist das, was in der Ant- wort steht, wirklich richtig. Ich kenne beide Gebäude auch ganz gut, und ich halte sie auch für ungeeignet für einen Theaterbetrieb. Sie hätten so stark umgebaut werden müssen, nicht nur die Barrierefreiheit, sondern allein die Kleinräumlichkeit dort, wenn man von dem großen Raum in der Kaiserallee 11 absieht, der oben ist, der als Konzertraum genutzt wurde. Aber der Rest ist wirklich zu klein und passt da definitiv auch nicht. Also die Ge- bäude waren vielleicht nicht passend, aber das Thema war sehr gut, und ich hoffe, dass wir hier wirklich schnellstmöglich Antwort kriegen. Denn gerade beim Theaterhaus, das wissen wir auch, brennt es wirklich vorne und hinten. Da brauchen wir dringend Lösungen, wie es dort auch perspektivisch weitergehen kann. Stadtrat Cramer (KAL/Die PARTEI): Meine Fraktion ist auch für die Untersuchung oder für den Weg, eine neue Perspektive zu gehen. Wir sind nicht festgelegt in irgendeine – 4 – Richtung, aber ich denke, es gibt natürlich gerade im Kultur- und Kunstbereich doch einen großen Bedarf, gerade von kleinen Initiativen oder von Einzelkünstlern, die Räumlichkeiten suchen. Von daher sollte man auch in diese Richtung gehen. Es gibt zwei Sätze in der Stellungnahme zum Antrag, eine Verwertung auf dem Immobili- enmarkt und mit dem Ziel, ein zeitnaher Verkauf. Also das werden wir auf jeden Fall nicht mittragen. Ich dachte auch, dass wir davon abgekommen sind, dass wir eigene Immobilien auf den freien Markt geben. Ich dachte, dass es höchstens irgendwelche Ausnahmen sind, es wurde uns immer wieder mal etwas vorgelegt, und wir haben dann auch so entschie- den. Aber in dem Fall sehen wir die Notwendigkeit absolut nicht, dass wir das auf den freien Markt geben. Das werden wir in Zukunft, wenn das wirklich, was ich nicht hoffe, einmal zur Abstimmung kommen wird, auf keinen Fall mitgehen. Stadträtin Böringer (FDP): Das Theaterhaus benötigt dringend Lagerräume, Proberäume, Verwaltungsbüros oder Besprechungsräume. Wir hegen Sympathie für diese beiden An- träge, aber gleichzeitig drängt sich uns eine Frage auf, die hat Frau Rastätter schon ange- deutet. Erhöhen wir dann den Beteiligten des Theaterhauses auch den institutionellen Zu- schuss? Der Antrag lässt eigentlich offen, wie wird mit einer Miete umgegangen und sollen die Theater dann eine Immobilie zu einer ortsüblichen Miete bekommen und dann eventu- ell noch Kosten für Um- und Einbauten selber tragen? Das wäre ein bisschen, glaube ich, ein Trojanisches Pferd. Dann wäre in dessen Bauch der Insolvenzverwalter. Es ist bedauer- lich eigentlich, dass der Anbau scheinbar nicht realisiert werden soll. Mir macht etwas Mut eine Aussage in der Stellungnahme der Verwaltung. Da möchte ich zitieren. Da heißt es, für eine Erweiterung des Theaterhauses wäre daher die Errichtung ei- nes Erweiterungsbaus die bessere und zweckmäßigere Lösung. Und jetzt, wenn die Ver- waltung zu dieser Einsicht gekommen ist, lieber Herr Oberbürgermeister, hoffen wir auf Ih- ren persönlichen Einsatz in dieser Sache. Es kann nicht sein, dass der Erweiterungsbau heute ein Gegenargument für solche anderen Nutzungen ist und morgen nicht realisierbar erscheint. Also wir setzen hier ganz deutlich auf Synergien zwischen Kultur, Bauen und Fi- nanzen auf der Bürgermeisterbank. Ich weiß nicht, wie wir mit den Anträgen jetzt umgehen sollen. Sind die jetzt für Sie erle- digt? Sollten Sie sie aufrechterhalten, dann werden wir sie aus den oben genannten Grün- den heute ablehnen. Der Vorsitzende: Das waren jetzt alle Wortmeldungen, die wir aufgenommen haben. Ich möchte noch Folgendes deutlich machen. Der Anbau wäre sicherlich die zweckmäßi- gere Lösung, das steht da richtig drin. Nur wir müssen in diesen Grünstreifen reingehen und das wird rechtlich ganz schwierig und ganz heikel. Meines Wissens haben wir das auch untersucht. Wenn Sie das Ergebnis nicht kennen, müssen wir das nachliefern. Aber wir haben es dann verworfen, weil es ein Eingriff dort auch in die Frischluftschneise ist, und das können Sie aus unserer Sicht vergessen. Zweckmäßiger wäre es natürlich für das Thea- ter, als wenn man jetzt die andere Hütte saniert. Was mich ein bisschen erstaunt, ist, wie locker Sie mit möglichen Sanierungen und Bereitstellungen von Kapazitäten für das Thea- terhaus ausgehen. Ich habe irgendwie den Eindruck, die finanzielle Lage ist Ihnen nicht be- kannt. Ich sehe im Moment überhaupt keine Möglichkeiten, weder einen Anbau an das Theaterhaus zu finanzieren noch irgendein anderes Gebäude für das Theaterhaus – 5 – umzupfriemeln. Wir kriegen nicht mal das Prinz-Max-Palais irgendwie saniert, und da ha- ben wir eine ganz andere Dringlichkeit. Das mag zwar von der finanziellen Kategorie noch eine Nummer größer sein, aber ich sage, von der Verantwortlichkeit ist es mindestens be- deutsamer als das, was wir jetzt mit diesen Hütten haben. Insofern müssen wir mit Ihnen irgendwann in der Tat darüber reden, wenn wir jetzt keine städtische Nutzung finden, die sich von selbst finanziert, und die sehe ich im Moment nicht, was wir dann mit diesen irgendwann leer werdenden Gebäuden machen. Für das eine Gebäude des Badischen Konservatoriums hatte sich das Land interessiert. Das wäre eine coole Sache gewesen. Die wollten da die Kunstakademie, die nebendran ist, erwei- tern, haben im Moment das wieder zurückgezogen, weil sie sagen, sie schaffen sich gene- rell keine zusätzlichen Gebäude mehr an. Das ist im Koalitionsvertrag der Landesregierung so hinterlegt. Wir haben irgendwann bei der Dragoner-Kaserne darüber gesprochen, dass dadurch zwei Gebäude frei werden, die man dann wirtschaftlich verwerten kann und des- wegen diese Dragoner-Kaserne für so viel Geld umgebaut wird. Und jetzt wird hier locker gesagt, es gibt sicher noch ein paar Künstler, die brauchen ein paar Räume. Wenn die die dann zahlen können, gerne. Aber ich sehe die Künstler nicht, die das können. Und ich sehe ehrlich gesagt auch nicht, wie wir im Moment dem Theaterhaus helfen sollen. Sorry, wo sollen wir das hernehmen? Ich sehe eher die Option, dass man irgendwann darüber reden muss, inwieweit kann auch das Theater, was im Theaterhaus ist, vielleicht die Bühnen un- seres Badischen Staatstheaters für das eine oder andere mitnutzen. Wir haben extra die Konzeption so entwickelt, dass das auch nach außen möglich ist oder wo auch immer. Aber ich habe doch große Zweifel, so groß die Sympathien dafür wären und es wäre auch ein bisschen auf der Karlsruher Linie der vergangenen Jahrzehnte, immer jeder Institution noch ein Gebäude hinzustellen und dann noch die Miete zu subventionieren. Aber dafür haben wir im Moment weder das Gebäude noch hätten wir erst einmal die Sanierungskos- ten überhaupt. Also beide Gebäude müssten Sie erheblich umbauen. Sanieren ist gar nicht ausreichend. Sie müssten die im Grunde wahrscheinlich komplett entkernen und was völlig Neues reinbauen. Das dürfte dann auch über den Kosten eines Neubaus liegen, schätze ich mal. Also meine Zusage, so würden wir verbleiben, wir prüfen das noch einmal, insbesondere auch Ihren Aspekt, Frau Rastätter. Und alles, was wir mit den Gebäuden an Ideensamm- lung haben, diskutieren wir, bevor irgendwas passiert, mit Ihnen in den entsprechenden Ausschüssen. Dann gucken wir, wie wir damit umgehen. Ich wollte hier nur ein bisschen die Erwartung dämpfen, dass wir mal eben so locker alles machen können. Das sehe ich im Moment nicht. Okay, dann können wir auf die Abstimmung verzichten. Wir werden diese Aufträge auf- nehmen und Ihnen auch noch genau sagen, was die Stadtwerke da drin haben. Ich kenne den Begriff Trafohaus, aber ich weiß nicht, ob das sich auf das Gebäude bezieht. Ist es, sagt die Frau Melchien, okay, die kennt das. Gut, dann ist da ein Trafo drin. Sie kriegen es Schwarz-auf-Weiß. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten – 3. August 2023