Finanzielle Förderung von Projekten, Verlängerung von Projekten (PIAzA)

Vorlage: 2023/0165
Art: Beschlussvorlage
Datum: 13.02.2023
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Büro für Integration
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Migrationsbeirat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 08.03.2023

    TOP: 5

    Rolle: Beratung

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • Beschlussvorlage
    Extrahierter Text

    Beschlussvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: Verantwortlich: Dez. 3 Dienststelle: BfI Finanzielle Förderung von Projekten, Verlängerung von Projekten (PIAzA) Beratungsfolge dieser Vorlage Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Migrationsbeirat 08.03.2023 5 x Beschlussantrag Der Migrationsbeirat nimmt die Vorlage zustimmend zur Kenntnis und empfiehlt für 2023 und 2024 die finanzielle Förderung des Projekts PIAzA – Perspektiven durch Integration in Ausbildung für zugewanderte Ausländer aus Mitteln des Integrations- und Flüchtlingsfonds. Die Finanzierung in 2024 erfolgt vorbehaltlich der Bereitstellung von Mitteln für den Integrations- und Flüchtlingsfonds im Doppelhaushalt 2024/25 (freiwillige Aufgabe) durch den Gemeinderat im Rahmen der Haushaltsberatungen. Finanzielle Auswirkungen Ja ☒ Nein ☐ ☐ Investition ☒ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: 27.400 € Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: 2023: 13.700 € 2024: 13.700 € Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☒ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☒ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☐ Ja ☒ Korridorthema: Soziale Stadt Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) Nein ☒ Ja ☐ durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Das Projekt PIAzA der Arbeitsförderung Karlsruhe gGmbH (afka) startete am 1. Januar 2020. Das Projekt wird vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau (WM) mit circa 66 Prozent der Projektkosten gefördert. Die Kofinanzierung hat die Stadt übernommen. Ein Teil der Projektkosten wird vom Projektträger als Eigenmittel eingebracht. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau hat den Förderzeitraum bis Ende 2024 verlängert und die Förderung genehmigt. PIAzA richtet sich an junge Geflüchtete sowie Zugewanderte aus EU- und Drittstaaten, die gute Chancen auf Vermittlung in Ausbildung haben. Es werden circa 30 Teilnehmende begleitet und unterstützt. Ziel ist die Integration geeigneter junger Menschen in Ausbildung durch die Betreuung eines „Kümmerers“, als eine Art Case-Manger, in drei Schritten: 1. Vorauswahl geeigneter Jugendlicher 2. Kompetenzanalyse 3. Vermittlung in Ausbildung und Praktika mit anschließender Betreuung von Azubi und Arbeitgeber Neben der erfolgreichen Vermittlung in Ausbildung, liegt der Fokus auch auf der Klärung der individuellen (ausländer-)rechtlichen Situation der Teilnehmenden. PIAzA unterstützt sowohl die Jugendlichen als auch potentielle Ausbildungsbetriebe bei diesem schwierigen Verfahren, damit Ausbildungsverhältnisse nicht schon im Vorfeld scheitern. Erfahrungsbericht der afka Im Jahr 2021 wurden 41 Teilnehmende aus 15 Ländern im Projekt begleitet. Trotz der schwierigen Bedingungen durch die Corona-Pandemie konnten 17 Jugendliche in Ausbildung vermittelt werden, 8 Teilnehmende (TN) wurden bei ihrem Weg in eine weiterführende Schule bzw. Berufsschule unterstützt sowie 4 TN, die sich in einer Vorbereitungsmaßnahme auf eine Ausbildung befanden (Einstiegsqualifzierung, Berufspraktisches Jahr). Kosten- und Finanzierungsplan PIAzA 2023/2024: Kosten Personalkosten 142.200 Euro Sachkosten 12.000 Euro Summe 154.200 Euro Finanzierung Zuschuss WM 102.000 Euro (66% der Projektkosten) Eigenmittel Träger 24.800 Euro (16% der Projektkosten) Zuschuss Stadt Karlsruhe 27.400 Euro (18% der Projektkosten) Stellungnahme des Büros für Integration Das Büro für Integration empfiehlt die Fortsetzung der Förderung für zwei weitere Jahre. Die Integration von jungen Zugewanderten in den deutschen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt ist ein wichtiger Schritt zu einer nachhaltigen gesellschaftlichen Integration. Die erfolgreiche Vermittlung junger Zugewanderter in Ausbildung bedarf dabei der Unterstützung sowohl auf Seiten der Zugewanderten als auch auf Arbeitgeberseite. Sprachbarrieren, kulturelle Unterschiede, unzureichende Informationen über Anforderungen an Azubis, fehlende Vorerfahrungen etc. machen ein behutsames und individuelles Vorgehen auf beiden Seiten erforderlich. Die Unterstützung von Arbeitgebern bei der Einstellung von Zugewanderten ist dabei ein entscheidender Faktor des Projektes, damit Ausbildungsverhältnisse nicht schon im Vorfeld, aufgrund der unzähligen Hürden, scheitern. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und des Fachkräftemangels, ergeben sich gerade für kleine und mittelständische Unternehmen durch die Einstellung von Zugewanderten wichtige Aspekte zur Zukunftssicherung.