Kultur im Bürgersaal
| Vorlage: | 2023/0140 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 06.02.2023 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Ortsverwaltung Grötzingen |
| Erwähnte Stadtteile: | Grötzingen |
Beratungen
- Ortschaftsrat Grötzingen (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 15.02.2023
Rolle: Entscheidung
Ergebnis: einstimmig zugestimmt
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
Beschlussvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2023/0140 Verantwortlich: Dez. 1 Dienststelle: OV Grö. Kultur im Bürgersaal Beratungsfolge dieser Vorlage Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Fraktionsvorsitzenden-Ausschuss 08.02.2023 1 x Ortschaftsrat 15.02.2023 6 x Beschlussantrag (Kurzfassung) Der Ortschaftsrat stimmt dem Konzept „Kultur im Bürgersaal“ zu und stellt damit einen öffentlichen Raum für die Präsentation von Ausstellungen im Zusammenhang mit der historischen Künstlerkolonie Grötzingen dauerhaft zur Verfügung. Finanzielle Auswirkungen Ja ☒ Nein ☐ ☐ Investition ☒ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: 2.000 Euro jährlich Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: 2.000 Euro Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☒ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☒ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☒ Ja ☐ Korridorthema: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) Nein ☒ Ja ☐ durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Ergänzende Erläuterungen Im Rahmen des Stadtteilkulturkonzeptes wurde als übergeordnete Herausforderung die Sicherung von Räumen für Kultur und Begegnung als eine zentrale Fragestellung an der Schnittstelle zwischen Sozial- und Kulturpolitik identifiziert. „Ohne Frage ist gerade die bildende Kunst, die in der öffentlichen Wahrnehmung mit dem Kulturstadtteil Grötzingen in Verbindung gebracht wird. Die Landschaftsmalklassen der Großherzoglich Badischen Kunstakademie suchten das idyllische Dorf gegen Ende des 19. Jahrhunderts gerne für Studien auf und so ließen sich in der Folge 1889“ mehrere Künstlerinnen und Künstler im Schloss Augustenburg nieder und gründeten die Grötzinger Malerkolonie. Aufgrund dieser ist der Stadtteil Karlsruhe-Grötzingen Mitglied in euroArt – dem Verbund der europäischen Künstlerkolonien (vgl. Stadtteilkulturkonzept, S. 64). „Grötzingen formuliert, abgestützt auf den Eingemeindungsvertrag von 1974, einen Anspruch auf die Präsenz des eigenen kulturellen Erbes vor Ort, verfügt aber über keine geeigneten eigenen (...) Präsentationsmöglichkeiten“ (ebenda S. 48). Bei Herausgabe des Stadtteilkulturkonzeptes gab es mehrere öffentliche Räume, die nicht für kulturelle Zwecke zur Verfügung standen. Inzwischen hat sich das Kunstfachwerk N6 in der Niddastraße als Galerie für zeitgenössische Kunst sowie Ausstellungsmöglichkeiten der Künstlerinnen und Künstler, die in Grötzingen wohnen, etabliert. Der Bürgersaal im historischen Rathaus steht als Ausstellungsraum nun ebenso seit 2019 zur Verfügung. In diesem werden als kleine Auswahl jeweils zwei Werke aller Mitglieder der Grötzinger Malerkolonie präsentiert. Als Herausforderung im Stadtteilkulturkonzept beim Handlungsfeld „Kulturelles Erbe“ wurde formuliert, dass die beweglichen Kulturgüter für den Stadtteil präsent gehalten werden. Eine Strategie ist hier, Präsentationsmöglichkeiten vor Ort zu schaffen. Da dies durch den Bürgersaal möglich ist, sollte es auch ein Konzept für eine geeignete Präsentation des vielfältigen kulturellen Erbes geben – auch wenn der Saal noch nicht allen technischen Anforderungen genügt. Ebenso könnten hier Gemälde aus anderen Künstlerkolonien in Europa gezeigt werden, um die Verbundenheit zu stärken. Weiterhin sind auch andere kulturelle Veranstaltungen denkbar, die einen Bezug zum kulturellen Erbe Grötzingens herstellen. Folgendes modulares Konzept (erarbeitet und mit freundlicher Genehmigung zur Verfügung gestellt von Simone M. Dietz, M.A.) ist vorstellbar: • „Zu Gast im Bürgersaal - Arbeiten aus Depots, Archiven, Sammlungen“ o Präsentation eines Werks auf einer Staffelei o einmal monatlich / einmal im Quartal o.ä. o fester Tag und feste Uhrzeit: donnerstags / freitags um 17 Uhr, mittwochs um 19 Uhr, sonntags um 11 Uhr o Vortrag / Geschichten zum „Gast“, Beziehung zu den Arbeiten im Bürgersaal o sinnvolles Konzept für ein ganzes Jahr • Regelmäßige Veranstaltungen mittwochs abends: „Kultur im Rathaus“ o Lesungen, Konzerte, Vorträge o einmal im Quartal / zweimal im Jahr o sinnvolles Konzept für ein ganzes Jahr, ggf. auch in Kombination mit dem Konzept des „Gasts im Bürgersaal“ – 3 – • Alle 2 bis 3 Jahre Sonderausstellung mit nur einzelnen Bildwechseln, aber anderer Thematik o zwei Öffnungstage: Sonntag, Mittwoch o thematisch passende Veranstaltungen o Kooperation mit den anderen Ausstellern (N6, Heimatfreunde, andere Kultureinrichtungen der Stadt Karlsruhe) o rechtzeitige Neuplanung Das Kulturamt der Stadt Karlsruhe sieht seit Beginn des Jahres jährlich 2.000 Euro für Ausstellungen und Veranstaltungen speziell zu diesen Themen der historischen Künstlerkolonie im Bürgersaal vor. Sofern höhere Kosten anfallen, müssen diese durch Mittel der Karl-Martin-Graff-Stiftung oder Sponsoren beziehungsweise auch Eintrittsgelder erzielt werden.