Medienbus durch Fernleihsystem ersetzen
| Vorlage: | 2023/0077/1 |
|---|---|
| Art: | Änderungs-/Ergänzungsantrag |
| Datum: | 24.03.2023 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Kulturamt |
| Erwähnte Stadtteile: | Beiertheim-Bulach, Daxlanden, Durlach, Grötzingen, Grünwettersbach, Grünwinkel, Hohenwettersbach, Mühlburg, Neureut, Nordstadt, Oberreut, Palmbach, Rintheim, Rüppurr, Stupferich, Waldstadt, Weiherfeld-Dammerstock |
Beratungen
- Kulturausschuss (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 21.06.2023
Rolle: Behandlung
Ergebnis: Kenntnisnahme
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
Änderungsantrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier CDU-Gemeinderatsfraktion Eingang: 23.03.2023 Vorlage Nr.: 2023/0077/1 Medienbus durch Fernleihsystem ersetzen Änderungsantrag: CDU Gremium Termin TOP ö nö Kulturausschuss 21.06.2023 x Die CDU-Gemeinderatsfraktion Karlsruhe beantragt: 1. Die Stadtverwaltung fasst in einem Bericht Zugriffszahlen und Angaben über das Nutzerverhalten städtischer Bibliotheksangebote und insbesondere des Medienbusses zusammen. 2. Die Stadtverwaltung prüft, ob in denjenigen Stadtteilen, die bisher vom Medienbus angefahren werden, durch die Kooperationen mit Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen Entleih- und Rückgabestellen eingerichtet werden können. Sachverhalt/Begründung Ohne adäquaten Ersatz sehen wir eine Abschaffung des Medienbusses kritisch, da er als traditionsreiche Karlsruher Institution dazu beitragen kann, sowohl die Lesefähigkeit als auch die Neugier von Kindern und Jugendlichen zu fördern. Es kann daher nicht in unserem Interesse sein, dass diese (jungen) Karlsruherinnen und Karlsruher in ihrer bisherigen Nutzung von Büchern und anderen Medien eingeschränkt werden. Schließlich gibt es in ihrem direkten Wohnumfeld keine eigene Stadtteilbibliothek, auf die sie ausweichen können. Unabhängig davon müssen wir uns vor dem Hintergrund der desaströsen Haushaltslage und der Aussage der Stadtverwaltung (Stellungnahme zu Vorlage-Nr. 2019/1297), dass spätestens im Jahr 2025 ohnehin ein komplett neuer Bus samt Infrastruktur angeschafft werden müsste, die Frage stellen, wie zeitgemäß das Angebot des Medienbusses noch ist. Daher bitten wir die Stadtverwaltung bis zur nächsten Kulturausschusssitzung um einen Bericht, aus dem sowohl Zugriffszahlen als auch Angaben über das Nutzerverhalten hervorgehen: zu wie vielen Ausleihen kam es in den zurückliegenden Jahren beim Medienbus im Vergleich zu den Stadtteilbibliotheken und der Stadtbibliothek? Gibt es Unterschiede zwischen den angefahrenen Stadtteilen? Wie viele Medien werden in den Leihstellen heute noch spontan entliehen, ohne dass sie über die „Onleihe“ bereits digital vorbestellt worden sind? Wie viele physische Medien werden heute noch im Vergleich zu digitalen Medien ausgeliehen? Schlägt sich der Trend zur Digitalisierung auch im Nutzerverhalten nieder? Darüber hinaus beantragen wir die Prüfung, ob und wie in den Stadtteilen, die bisher vom Medienbus angefahren werden, eine Ausleihe etabliert werden kann, die ganz äquivalent zum bestehenden städtischen Fernleihsystem funktioniert. Denn bereits heute bietet die Stadtbibliothek ihren Nutzerinnen und Nutzern an, Medien aus den Stadtteilbibliotheken in die Zentrale und umgekehrt zu liefern, um ihnen die Ausleihe zu erleichtern. Wir wollen diesen Service auf die Stadtteile ohne – 2 – Stadtteilbibliothek ausweiten und regen daher an, dass hier Entleih- und Rückgabestellen geschaffen werden, indem die Stadtverwaltung Kooperationen mit Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen (zum Beispiel Rathaus Stupferich, Rathaus Hohenwettersbach) vor Ort eingeht. Hierbei muss es sich nicht um eigene Stadtteilbibliotheken handeln, sondern lediglich um eine zentrale Stelle pro Stadtteil, an die vorbestellte Medien geliefert und zurückgegeben werden könnten. Von einer Ausweitung des Fernleihsystems auf Stadtteile ohne eigene Stadtteilbibliothek versprechen wir uns einen adäquaten Ersatz, der die Lesefähigkeit und Neugier von Kindern und Jugendlichen in gleicher Weise wie der Medienbus fördern kann. Unterzeichnet von: Stadtrat Detlef Hofmann Stadträtin Bettina Meier-Augenstein Stadtrat Tilman Pfannkuch Stadtrat Dr. Thomas Müller
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Stellungnahme zum Antrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2023/0077/1 Verantwortlich: Dez. 2 Dienststelle: Kulturamt Medienbus durch Fernleihsystem ersetzen Änderungsantrag: CDU Gremium Termin TOP ö nö Kulturausschuss 21.06.2023 4.1 x Kurzfassung Anhand der Nutzungszahlen der Stadtbibliothek wird dargestellt, dass Entleihungen nur mit geringem Anteil über gezielte Bestellungen im städtischen Leihverkehr oder über Vormerkungen getätigt werden. Auch im Medienbus wird überwiegend aufgrund von Anregungen durch das mitgeführte Literatur- und Medienangebot ausgeliehen. Durch Kooperationen mit anderen öffentlichen Einrichtungen wäre es unter bestimmten Bedingungen möglich, Entleih- und Rückgabestellen einzurichten. Ein städtisches Fernleihsystem kann den Medienbus jedoch nicht in adäquater Weise ersetzen. Es wäre aber ein Angebot an die Bürgerinnen und Bürger zur individuellen Medienversorgung. Finanzielle Auswirkungen Ja ☐ Nein ☒ ☐ Investition ☐ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☐ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☒ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☒ Ja ☐ Korridorthema: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) Nein ☒ Ja ☐ durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Ergänzende Erläuterungen Zu Punkt 1: Der Bibliotheksbetrieb stand im langen Zeitraum von März 2020 bis April 2022 ganz im Zeichen der Corona-Pandemie beziehungsweise der damit verbundenen einschränkenden Vorgaben. Um den Vergleich zwischen Medienbus und Stadtteilbibliotheken realistisch darstellen zu können, wurden deswegen die Statistikzahlen der Jahre 2015 bis 2019 zugrunde gelegt und der Mittelwert berechnet ohne Berücksichtigung der Corona-Jahre. Entleihungen insgesamt 2015 – 2019 Entleihungen Durchschnittliches Jahresergebnis Medienbus 328.943 65.789 Stadtteilbib. Mühlburg 250.659 50.132 Stadtteilbib. Grötzingen 262.066 52.412 Stadtteilbib. Neureut 479.067 95.813 Stadtteilbib. Waldstadt 641.850 128.370 Stadtteilbib. Durlach 601.217 120.243 Zentralbibliothek 3.028.961 605.792 Jugendbibliothek 1.795.994 359.199 *Die Stadtteilbibliotheken Mühlburg und Grötzingen haben im Laufe des Jahres 2019 jeweils einen attraktiven Neubau mit mehr Fläche und moderner Konzeption erhalten. Wenige Monate nach den Neueröffnungen wurden die Bibliotheken Corona bedingt geschlossen bzw. der Zugang eingeschränkt. Trotz Auflagen zeigte sich im Jahr 2022 bereits ein Zuwachs an Nutzungen; es ist davon auszugehen, dass die Wachstumsrate an beiden Standorten weiter nach oben geht. Medienbus: Die Zahl der Entleihungen an den einzelnen Stationen wird durch das Statistikprogramm nicht exakt erfasst. Aus dem Jahresergebnis kann jedoch der prozentuale Anteil der Nutzung an den Haltestellen ermittelt und umgerechnet werden. Dadurch ergibt sich folgende durchschnittliche Nutzung: Durchschnittliche Jahresausleihe Prozentualer Anteil Stupferich 3487 5,3% Hohenwettersbach 5526 8,4% Beiertheim 3750 5,7% Grünwinkel 3553 5,4% Rheinstrandsiedlung 1382 2,1% Daxlanden 5724 8,7% Nordstadt 3148 4,8% Rintheim 4794 7,2% Rüppurr – 2 Haltestellen 7566 11,5% Grünwettersbach 3750 5,7% Palmbach 3487 5,3% Binsenschlauchsiedlung 7040 10,7% Weiherfeld 7039 10,7% Oberreut 2303 3,5% Bulach 2500 3,8% Bürostandort Markgrafenstraße 779 1,2% – 3 – Die durch den Medienbus angefahrenen Stadtteile zeigen unterschiedlich starke Nutzungen. Die geringste Nachfrage besteht an der Haltestelle Rheinstrandsiedlung mit jährlich etwa 1.380 Entleihungen. Die stärkste Nachfrage kommt aus Rüppurr, wo der Bus an zwei Stationen hält, um die Menschen im Stadtteil mit Medien zu versorgen bei durchschnittlich 7.500 Entleihungen im Jahr. Die Haltestelle Rheinstrandsiedlung steht aufgrund der geringen Nutzung auf dem Prüfstand. Im Kontext von Veränderungen in den Stadtteilen wurden bereits in der Vergangenheit wenig nachgefragte Haltestellen geschlossen und andere neu eingerichtet. Zur Frage nach der Art der Mediennutzung: sowohl in den Bibliotheken als auch an den Ausleihstellen des Medienbusses suchen die Menschen „ihre“ Bücher spontan am Regal heraus. Gemäß ihres Informationsbedarfs, ihrer Lern- oder Unterhaltungsinteressen suchen sie die Bereiche in der Bibliothek auf, die ihre Themen abbilden. Dort lassen sie sich dann durch die aktuell in den Regalen vorhandene Auswahl inspirieren. Sie lesen Klappentexte oder Inhaltsangaben oder überfliegen einige Seiten im Buch, um sich dann für oder gegen das Ausleihen zu entscheiden. Parallel dazu gibt es auch Nutzer*innen, die ganz konkret nach einzelnen Buchtiteln, nach Autorinnen und Autoren oder bestimmten Ausgaben suchen. Der allergrößte Teil der Entleihungen erfolgt jedoch spontan aufgrund von Anregungen, die die Menschen vor Ort erhalten. So wurden zum Beispiel im letzten Jahr in der Stadtbibliothek insgesamt etwa 1,2 Millionen analoge Medien entliehen, wovon aber nur etwa 6.000 durch gezielte Bestellungen über den internen Leihverkehr von einer Ausleihstelle oder Bibliothek an eine andere geordert wurden. Bezogen auf die Gesamtausleihe an physischen Medien werden jährlich weniger als ein Prozent an Medien aufgrund von konkreten Bestellungen zwischen den Bibliotheken verschickt. Über die „Onleihe“ können keine gedruckten Bücher oder physische Medien vorbestellt werden. Die Onleihe ist die Bezeichnung für das digitale Gesamtangebot an E-Books, E-Audios und E-Papers. Die Onleihe wird von den Kundinnen und Kunden der Stadtbibliothek direkt und ortsunabhängig genutzt, indem aus dem digitalen Gesamtangebot die gewünschten Medien auf den eigenen E-Book-Reader oder andere persönliche Endgeräte geladen werden. Daneben gibt es den Service der Vorbestellungen, der genutzt wird, um aktuell ausgeliehene Medien individuell zu reservieren. Dazu müssen die gewünschten Medien am Online-Katalog OPAC recherchiert und mit einer Vormerkung versehen werden. Sobald das vorgemerkte Medium in der Bibliothek zurückgegeben wird, kann es dort mit dem Bibliotheksausweis abgeholt werden. Im Jahr 2022 wurden 42.320 Vormerkungen getätigt, was einem Anteil von 3,5% an der Gesamtausleihe an physischen Medien entspricht. Zum Vergleich: im ersten Quartal dieses Jahres lag der Anteil an Vorbestellungen bei 3,8% der Entleihungen. Die Beispiele zeigen, dass der allergrößte Teil der Medienentleihungen vor Ort durch Anschauung am Regal angeregt wird. Digitale Medien: Die Entleihungen von E-Medien haben über viele Jahre deutliche Steigerungen erfahren. Vor der Pandemie lag der Anteil der digitalen Medienausleihe bei 13,7% der Gesamtausleihe (227.412 ME von insgesamt 1,7 Millionen ME). Im teilweise noch durch Corona-Auflagen bestimmten Jahr 2022 erfuhr die Ausleihe von E-Medien einen Höchststand mit einem Anteil von 21% an der Gesamtnutzung (322.247 ME bei einer Gesamtzahl von 1.541.873 Medienentleihungen). Nach Einschätzung der Stadtbibliothek war dies ein prozentualer Spitzenwert, der in Relation zur Gesamtnutzung wieder zurückgehen wird. Für das aktuelle Betriebsjahr erwartet die Stadtbibliothek aufgrund der Erfahrungen des ersten Quartals eine E-Medien-Ausleihe auf dem hohen Niveau des Vorjahres, jedoch mit einer Zunahme der physischen Entleihungen. Deshalb wird mit einem Einpendeln der digitalen Ausleihe auf etwa 15% der Gesamtausleihe gerechnet. Das verstärkte Interesse am „echten Buch“ und an Medien zum Anfassen ist in den Bibliotheken täglich zu beobachten. Der Trend zur Digitalisierung wird von den Menschen alltagstauglich und pragmatisch angewandt. Das Nutzungsverhalten ist multimedial, indem zum Beispiel Sachbücher und Thriller als E- Books für den Urlaub ausgeliehen werden, für zu Hause oder das Lernen die Printausgabe bevorzugt wird. Die Lust am Haptischen ist ungebrochen hoch und besonders bei Kindern essentiell. – 4 – Die Einstellung des Medienbusses ist eine Maßnahme aus Haushaltssicherung Teil 1 (HHS1/ siehe Informationsvorlage der GR-Sitzung vom 20.12.2022) und würde ab dem Haushaltsjahr 2024 zu einer Einsparung von 78.570 € führen. Zu Punkt 2: Das genannte Leihsystem zwischen den städtischen Bibliotheken funktioniert ausschließlich mit der Bibliothekssoftware der Stadtbibliothek und setzt notwendige Infrastruktur sowie personelle Betreuung voraus. Das Verleihen zwischen den Einrichtungen funktioniert nur, wenn die Ausleihstelle dem EDV-System der Stadtbibliothek angeschlossen ist. Bestellte Medien werden als Transit verbucht und bei Ankunft in der Abholbibliothek als angekommen registriert. Erst wenn der Nutzer/die Nutzerin das Buch tatsächlich entleiht, wird es auf sein oder ihr Konto gebucht. Damit wird gewährleistet, dass alle Medien korrekt und unter Wahrung des Datenschutzes außer Haus transportiert werden. Sowohl bei der abgebenden Bibliothek als auch bei der ankommenden Ausleihbibliothek wird Personal benötigt, das die Medien entsprechend auf den Weg bringt bzw. als angekommen registriert. Aufgrund der großen Menge an Medien, die jährlich ausgeliehen wird, ist eine korrekte und nachvollziehbare Verschickung unerlässlich. Zusätzlich muss für die Nutzer*innen die Möglichkeit der Rückgabe der Medien am Ausleihort sichergestellt sein. Bei einem Ersatz der Haltestellen des Medienbusses durch entsprechend viele stationäre Ausleih- und Rückgabestellen wären jeweils räumliche Fläche, die technische Infrastruktur sowie insbesondere personelle Betreuung und Beratung erforderlich. Da Bücher und andere Medien in einem Fernleihsystem insgesamt länger unterwegs sind, stehen sie anderen Nutzer*innen über einen entsprechend längeren Zeitraum nicht zur Verfügung. In diesem Kontext müssten die Ausleihmodalitäten neu festgelegt werden. Neben der technischen Ausstattung werden für das Leihsystem eine Fahrerstelle sowie ein städtisches Fahrzeug zur Dauernutzung benötigt. Auch wenn das Entleih- und Rückgabesystem organisatorisch funktionieren könnte, wird es jedoch kein äquivalenter Ersatz für den Medienbus sein, der als rollende Bibliothek viele Angebote mitbringt und emotional begeistert. Das Fernleihsystem setzt dagegen immer die gezielte Suche am Online- Katalog voraus. Wie oben beschrieben, suchen und finden Menschen ihre Bücher und Medien aber durch Anschauung und direkt am Regal. Die wichtige Möglichkeit, sich durch ein sicht- und greifbares Angebot inspirieren zu lassen, wäre nicht gegeben. Insbesondere für Kinder ist dies aber ein wichtiger Faktor im Rahmen der Leseförderung und Leselust. Antragsgemäß hat die Stadtbibliothek erste Kontakte aufgenommen, um mögliche Kooperationen mit Schulen und Rathäusern zu eruieren. Mehrheitlich haben sich die Verantwortlichen dieser Institutionen positiv dazu geäußert, dass der Medienbus nicht ersatzlos wegfallen soll und machten ihre Bereitschaft deutlich, an einer Lösung mitzuarbeiten. Im Rathaus Grünwettersbach sieht man die Möglichkeit, einen Schrank für den Medienverleih bzw. das Leihsystem aufzustellen. In Stupferich gibt es eventuell räumliche Möglichkeiten im Gemeindehaus in Rathausnähe. In Hohenwettersbach hat man keine räumlichen Kapazitäten frei. Alle Verantwortlichen in Rathäusern und Schulen machten deutlich, dass sie für einen dauerhaften Ausleihbetrieb keine personellen Kapazitäten zur Verfügung stellen können. Aus den Schulen wurde mitgeteilt, dass der Schutzraum Schule den dortigen Kindern vorbehalten ist und eine öffentliche Verleihstelle dort nicht realisiert werden kann. Dennoch ist man bereit, im Rahmen des Möglichen zu kooperieren. Insgesamt besteht viel Bereitschaft zur Beteiligung und Mitarbeit, um mögliche alternative Konzepte zu finden. Fazit Ein städtisches Fernleihsystem kann den Medienbus nicht in adäquater Weise ersetzen. Es wäre jedoch ein Angebot an die Bürgerinnen und Bürger zur sehr individuellen und gezielten Medienversorgung, wobei davon auszugehen ist, dass diese Art der Versorgung weniger Menschen ansprechen wird als bisher. An der HHS1-Maßnahme „Einstellung des Medienbusses“ möchte die Verwaltung festhalten.