Baumaßnahme Neugestaltung Kaiserstraße

Vorlage: 2022/2305/2
Art: Änderungs-/Ergänzungsantrag
Datum: 14.12.2022
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Tiefbauamt
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 20.12.2022

    TOP: 9.8

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: einstimmig zugestimmt

Zusätzliche Dateien

  • Änderungs-/Ergänzungsantrag
    Extrahierter Text

    Ergänzungsantrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier CDU-Gemeinderatsfraktion Eingang: 13.12.2022 Vorlage Nr.: 2022/2305/2 Baumaßnahme Neugestaltung Kaiserstraße Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 20.12.2022 9.8 x Die CDU-Gemeinderatsfraktion Karlsruhe beantragt: 1. Um die Ausbreitung künftiger Baumkrankheiten bestmöglich zu unterbinden, wird in Abwechslung zu den Zürgelbäumen in der Kaiserstraße eine weitere Art aus der Reihe der sogenannten Zukunftsbäume gepflanzt. 2. Bei der Auswahl der zusätzlichen Baumart in der Kaiserstraße bezieht die Stadtverwaltung die Empfehlungen des Karlsruher Forschungsprojektes „GrüneLunge“ ein und stellt die Ergebnisse dem Planungsausschuss vor. Sachverhalt/Begründung Bei der sachlichen Diskussion in der Hauptausschusssitzung vom 6. Dezember 2022 wurde deutlich, dass die Platanen in der Kaiserstraße erhaltenswert sind, aber aufgrund der notwendig gewordenen Kanal- und Tiefbauarbeiten in der Fußgängerzone gefällt werden müssen. Unter der Erdoberfläche befinden sich Versorgungsleitungen, die zwischen fünfzig und einhundert Jahre alt sind und im Zuge der Baumaßnahmen in der Kriegsstraße ausgetauscht werden müssen. Ein gleichzeitiger Erhalt der ohnehin vom Massaria-Pilz befallenen Platanen ist nicht möglich, da die Standsicherheit der Bäume und infolgedessen auch die Verkehrssicherheit in der Fußgängerzone während der Baumaßnahmen aber auch in Zukunft nicht gewährleistet werden kann. Insbesondere wurde darauf hingewiesen, dass die Schädigungen des Wurzelbereichs durch die unabdingbaren Leistungsarbeiten zu schwerwiegenden Schädigungen führen würden und somit die verbliebene Lebensdauer der Bäume voraussichtlich maximal 5 bis 10 Jahre wäre. Wir setzen uns dafür ein, dass die Kaiserstraße für die kommenden Jahrzehnte zukunftsfest gemacht wird. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die Widerstands- und Anpassungsfähigkeit der Zürgelbäume, die gemäß der bisherigen Planung ohne Unterbrechung anderer Baumarten eingepflanzt werden sollen. Dies birgt jedoch das Risiko künftiger Baumkrankheiten und widerspricht dem Grundprinzip der Forst- und Phytopathologie. Daher beantragen wir, dass in Abwechslung zu den Zürgelbäumen in der Kaiserstraße eine weitere Art aus der Reihe der sogenannten Zukunftsbäume gepflanzt wird. Zudem sollte bei der Auswahl der zusätzlichen Baumart das Karlsruher Forschungsprojekt „GrüneLunge“ einbezogen werden, weil sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bereits umfassend mit den Bäumen im Karlsruher Stadtgebiet und ihrer Zukunftsfähigkeit im Angesicht des Klimawandels beschäftigt haben. Die Ergebnisse ihrer Auswahl sollen schließlich dem Planungsausschuss vorgelegt werden. Unterzeichnet von: Detlef Hofmann Tilman Pfannkuch Sven Maier

  • Stn_Antrag_CDU
    Extrahierter Text

    Stellungnahme zum Ergänzungsantrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier CDU-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: 2022/2305/2 Verantwortlich: Dez. 6 Dienststelle: TBA Baumaßnahme Neugestaltung Kaiserstraße Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 20.12.2022 9.8 x Kurzfassung Die Stadtverwaltung prüft, welche ergänzenden Zukunftsbaumarten neben dem vorgesehenen Zürgelbaum geeignet sein könnten und welche weitere geeignete Baumart, in welcher Anordnung gepflanzt werden sollte. Dieses Abstimmungserfordernis ist für den Baubeginn des ersten Bauabschnitts nicht zeitkritisch und ist daher noch im nächsten Jahr möglich. Die Ergebnisse des Forschungsprojekts „Grüne Lunge“ werden einbezogen, ebenso wie die Erkenntnisse weiterer Forschungsprojekte zur Verwendung zukunftsfähiger Baumarten. Die Ergebnisse werden im Planungsausschuss und im Ausschuss für Umwelt und Gesundheit vorgestellt. Die Verwaltung empfiehlt, den Antrag anzunehmen. Finanzielle Auswirkungen Ja ☒ Nein ☐ ☒ Investition ☐ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: Geringfügige Kostenanpassung durch Veränderung des Baumkonzeptes. Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☒ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☐ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☐ Ja ☒ Korridorthema: Zukunft Innenstadt Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) Nein ☒ Ja ☐ durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Ergänzende Erläuterungen 1. Um die Ausbreitung künftiger Baumkrankheiten bestmöglich zu unterbinden, wird in Abwechslung zu den Zürgelbäumen in der Kaiserstraße eine weitere Art aus der Reihe der sogenannten Zukunftsbäume gepflanzt. Ein Mix an unterschiedlichen Baumarten für die Kaiserstraße ist durchaus denkbar. Diese Baumarten sollen mit dem Zürgelbaum harmonieren und in das erarbeitete Konzept der 86 Neupflanzungen zu integrieren sein. Die Verwaltung wird unter Berücksichtigung der in der Vorberatung im Hauptausschuss angesprochenen Aspekte gemeinsam mit dem Gewinner des Wettbewerbs (Büro Mettler) abstimmen, welche ergänzenden Zukunftsbaumarten geeignet sein könnten und welche weitere geeignete Baumart, in welcher Anordnung gepflanzt werden sollte. 2. Bei der Auswahl der zusätzlichen Baumart in der Kaiserstraße bezieht die Stadtverwaltung die Empfehlungen des Karlsruher Forschungsprojektes „Grüne Lunge“ ein und stellt die Ergebnisse dem Planungsausschuss vor. Die Ergebnisse des Forschungsprojekts „Grüne Lunge“ werden einbezogen, ebenso wie die Erkenntnisse weiterer Forschungsprojekte zur Verwendung zukunftsfähiger Baumarten. Die Ergebnisse werden im Planungsausschuss und im Ausschuss für Umwelt und Gesundheit vorgestellt. Der Klimawandel ist in vollem Gange. Ehemals als resistent geltende Baumarten (wie z.B. die Platane) sind aufgrund des trockenen und heißen Klimas mittlerweile anfällig für Schädlings- und Pilzbefall. Bei der Neupflanzung von Baumreihen und Alleen liegt zukünftig das Augenmerk auf einem Baumartenmix, um zu vermeiden, dass ganze Baumreihen bei einem erheblichen Schädlingsbefall absterben und zu großen Lücken im Baumbestand führen. Ziel des Baumartenmixes ist es, neben der Klimaresilienz auch eine optisch ansprechende Gestaltung durch die Baumpflanzungen zu erreichen. Die ausgewählten Baumarten sollten idealerweise folgende Kriterien erfüllen: 1. Die Baumart muss eine sogenannte „Zukunftsbaumart“ sein. 2. Die Baumart muss widerstandsfähig gegen Schädlinge sein. 3. Die Wuchsform muss in den Straßenraum der Kaiserstraße passen (nicht zu groß, nicht zu klein). 4. Es muss ein Leittrieb vorhanden sein, das heißt, der Stamm muss gradwüchsig sein und das Lichtraumprofil (Kronenansatz in 4,50 m Höhe) muss gut entwickelbar sein. 5. Der Baum muss eine kompakte Krone bilden. 6. Es darf keine invasive Baumart sein.

  • Abstimmungsergebnis TOP 9 CDU
    Extrahierter Text