Humboldt-Gymnasium: Verlängerung des Schulversuchs G9 um fünf weitere Schuljahre
| Vorlage: | 2022/2134 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 12.10.2022 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Schul- und Sportamt |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
Beratungen
Zusätzliche Dateien
-
Extrahierter Text
Beschlussvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2022/2134 Verantwortlich: Dez. 3 Dienststelle: SuS Humboldt-Gymnasium: Verlängerung des Schulversuchs G9 um fünf weitere Schuljahre Beratungsfolge dieser Vorlage Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Schulbeirat 07.12.2022 2 X vorberaten Gemeinderat 20.12.2022 23 X Beschlussantrag Der Gemeinderat beschließt nach Vorberatung im Schulbeirat, gemäß § 30 in Verbindung mit § 22 Schulgesetz Baden-Württemberg die Verlängerung des Schulversuchs G9 um fünf weitere Schuljahre zu beantragen, sodass die Aufnahme von Schüler*innen in Klasse 5 bis einschließlich zum Schuljahr 2032/33 möglich ist. Finanzielle Auswirkungen Ja ☐ Nein ☒ ☐ Investition ☐ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☐ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☐ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☒ Ja ☐ Korridorthema: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) Nein ☒ Ja ☐ durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Ergänzende Erläuterungen Das Humboldt-Gymnasium nimmt seit dem Schuljahr 2013/14 am Schulversuch „Zwei Geschwindig- keiten zum Abitur am allgemeinbildenden Gymnasium“ (kurz: Schulversuch G9) teil. Der Schulversuch war ursprünglich auf sieben Jahre befristet und wurde im Jahr 2017 bereits auf wei- tere fünf Jahre bis zum Schuljahr 2024/25 verlängert. Die Landesregierung hat nun ein weiteres Mal die Option auf Verlängerung des Schulversuchs um fünf Schuljahre eröffnet. Dadurch wäre die Auf- nahme von Schüler*innen in Klasse 5 bis einschließlich zum Schuljahr 2032/33 möglich. Das Humboldt-Gymnasium hat sein Interesse an einer weiteren Verlängerung des Schulversuchs be- kundet; die Gremienbeschlüsse der Schule liegen noch nicht vor. Für den Antrag ist ein Schulträgerbe- schluss erforderlich. Da die Antragsfrist des Landes bereits im März 2023 endet, ist ein Gemeinderats- beschluss vorbehaltlich der Zustimmung von Gesamtlehrerkonferenz und Schulkonferenz erforderlich. Die Verwaltung empfiehlt, die Verlängerung des Schulversuchs zu beantragen. Beschluss: Der Gemeinderat beschließt nach Vorberatung im Schulbeirat, gemäß § 30 in Verbindung mit § 22 Schulgesetz Baden-Württemberg die Verlängerung des Schulversuchs G9 um fünf weitere Schuljahre zu beantragen, sodass die Aufnahme von Schüler*innen in Klasse 5 bis einschließlich zum Schuljahr 2032/33 möglich ist.
-
Extrahierter Text
-
Extrahierter Text
Niederschrift 45. Plenarsitzung des Gemeinderates 20. Dezember 2022, 15:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus am Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 25. Punkt 23 der Tagesordnung: Humboldt-Gymnasium: Verlängerung des Schulversuchs G9 um fünf weitere Schuljahre Vorlage: 2022/2134 Beschluss: Der Gemeinderat beschließt nach Vorberatung im Schulbeirat, gemäß § 30 in Verbindung mit § 22 Schulgesetz Baden-Württemberg die Verlängerung des Schulversuchs G9 um fünf weitere Schuljahre zu beantragen, sodass die Aufnahme von Schüler*innen in Klasse 5 bis einschließlich zum Schuljahr 2032/33 möglich ist. Abstimmungsergebnis: Einstimmige Zustimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 23 zur Behandlung auf. Stadtrat Dr. Schmidt (AfD): Ich will es kurz machen. Wir begrüßen es sehr, dass im Hum- boldt-Gymnasium der Schulversuch verlängert wird, aber wir sagen auch ein Gymnasium ist zu wenig. Wir brauchen deutlich mehr G9-Gymnasien in Karlsruhe. Es entspricht dem Wunsch vieler Eltern. Ich selber war auch betroffen, als ich meine Kinder am Gymnasium angemeldet habe. Ich hätte sie gerne am Humboldt-Gymnasium angemeldet, aber es ging nicht, weil es einfach überlaufen ist als einziges G9-Gymnasium. Und natürlich müssen sie dort auch zuerst mal das direkte Umfeld von dieser Schule berücksichtigen und können nicht aus dem ganzen Stadtgebiet noch alle aufnehmen, die gerne G9 machen. Aber das zeigt doch nur, dass wir weitere G9-Schulen brauchen und deswegen nehme ich jetzt diese Gelegenheit wahr um zu appellieren, dass weitere G9-Gymnasien eingerichtet werden in Karlsruhe. Stadtrat Bauer (GRÜNE): Seufz. Es ist ja schon irgendwie verständlich, was Sie hier machen, dass Sie Ihr politisches Geltungsbedürfnis zu Tage tragen indem Sie ein landespolitisches Thema nämlich die Grundsatzfrage nach der Sinnhaftigkeit von einem 9- oder 8-jährigen – 2 – Gymnasium hier auffahren, wo es eigentlich nur um einen formalen Beschluss für einen G9 Schulversuch geht, den die Schule selbst beantragen kann oder in dem Fall nur ihre Verlän- gerung. Das ist jetzt, Herr Schmidt, so eine Art bildungspolitisches Atomkraftwerk mit dem Sie hier durch den Ratssaal reiten im Endeffekt. Ich habe fast schon ein ganz kleines biss- chen Verständnis, ein bisschen Sympathie mit dem Versuch, den Sie hier wagen, mehr G9 zu fordern, weil G9 bedeutet unterm Strich auch, dass es mehr Stunden und somit auch mehr Unterrichtszeit für so wichtige Fächer wie Geschichte oder politische Bildung gibt und wenn ich mir Ihre Redebeiträge in diesem Ratssaal, die immer mal wieder schwanken zwi- schen populistisch und menschenverachtend, mal rassistisch mal faschistoid, so anhöre, dann ist es auch durchaus bitter nötig. Trotzdem.... Der Vorsitzende: Herr Bauer, ich würde Sie bitten sich zu mäßigen. Stadtrat Bauer (GRÜNE): Da braucht man nichts zu mäßigen, das spricht für sich. Trotzdem bleibt es dabei, die Debatte über die Sinnhaftigkeit von G9 oder G8 wird auf Landesebene geführt und die Entscheidung über die Fortsetzung des Schulversuchs die liegt in besonde- rem Maße bei den Gremien wo sie hingehört, nämlich bei den schulischen. Deswegen wer- den wir zustimmen. Stadtrat Dr. Schmidt (AfD): Ich kann den Redebeitrag nicht nachvollziehen. Inhaltlich wird mir beigesprungen aber gleichzeitig werden wir beschimpft. Herr Bauer, ich gebe Ihnen jetzt Gelegenheit sich zu entschuldigen für das was Sie gerade an Wertung über uns aus- geschüttet haben oder Sie tragen die Konsequenzen. Stadtrat HØyem (FDP): Ich wollte nur einen unpopulären Satz sagen: Wir stimmen dem zu, weil ich in Deutschland bin. Aber Deutschland ist das einzige Land in der Welt, das G9 hat. Es gibt kein anderes. In allen anderen Ländern macht man Abitur nach zwölf Jahren und nicht nach 13 Jahren. Das gebe ich nur zu bedenken, aber wir stimmen zu. Der Vorsitzende: Damit kommen wir zur Abstimmung und bitte um Ihr Votum - Das ist eine einstimmige Zustimmung. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten – 22. Dezember 2022