Sanierung des denkmalgeschützten Restaurantgebäudes im Rheinstrandbad/Park Rappenwört: Dialog aller Beteiligten
| Vorlage: | 2022/1073 |
|---|---|
| Art: | Antrag |
| Datum: | 06.10.2022 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Bäderbetriebe |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
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Extrahierter Text
Antrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier GRÜNE-Gemeinderatsfraktion Eingang: 27.09.2022 Vorlage Nr.: 2022/1073 Sanierung des denkmalgeschützten Restaurantgebäudes im Rheinstrandbad/Park Rappenwört: Dialog aller Beteiligten Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 25.10.2022 34 X Bäderausschuss 23.11.2022 x 1. Das Restaurant im Rheinstrandbad / Park Rappenwört soll so saniert werden, dass es wieder gastronomisch genutzt werden kann. 2. Um dies zu bewirken, organisiert die Verwaltung einen Dialog aller an der Sanierung beteiligten Ämter und Dienststellen. Zusätzlich sollten externe baugeschichtliche Expert*innen eingeladen werden. 3. Ziel dieses Dialogs soll es sein, durch einen Austausch, in dem flexible Ideen und Kompromisse im Vordergrund stehen, einen Weg für eine wirtschaftlich darstellbare Sanierung des Restaurantgebäudes aufzuzeigen, sodass das Gebäude nicht ungenutzt bleibt. Der Restaurantbetrieb in dem 1929 erbauten Gebäude wurde 2015 beendet. Seitdem stellt sich der zentrale Bau als eine unansehnliche Baustelle dar. Das Restaurantgebäude ist in städtischem Besitz, das Bäderamt ist dafür zuständig Probleme sind u.a. die teure Fundament-Sanierung und zu hohe Kosten für interessierte Pächter*innen oder Käufer*innen, den Vorgaben des Denkmalschutzes im Innenbereich zu folgen. Die Bäderbetriebe und die untere Denkmalschutzbehörde hatten diesbezüglich Gespräche, die – nach unserem Wissen – bis jetzt noch nicht zu einer Lösung führten. Wenn kein Kompromiss gefunden wird, müsste die Stadt in jedem Fall die notwendigen Kosten für eine Stabilisierung und den Unterhalt des denkmalgeschützten Gebäudes zahlen. Das Gebäude würde inmitten der Gesamtanlage Rappenwört allerdings ungenutzt leer stehen bleiben. Das reine Erhalten einer Gebäudehülle entspricht jedoch nicht einem ganzheitlich verstandenen Denkmalschutz, der die ursprüngliche Funktion eines Gebäudes mit betrachtet. Nochmals geprüft werden könnte, ob alternative sparsamere Wege bei der Fundamentsanierung zu einer Übereinkunft führen, sodass die Verwaltung mehr Gestaltungsspielraum im Rahmen der genehmigten Gelder hat. Dies gilt ebenso bei den Umbauten zugunsten eines Cafés oder Restaurants, das auch wirtschaftlich betrieben werden kann. Alle Seiten haben sicherlich berechtigte Ansprüche. Es ist aus unserer Sicht – und im Sinn der städtebaulichen und historischen Bedeutung der Anlage – erforderlich, dass das Gebäude wieder in seiner ursprünglichen Funktion als Gastronomie für Rappenwört nutzbar ist. Ob dies ein Restaurant- oder eher Cafébetrieb sein sollte, wäre ebenfalls Gegenstand der Überlegungen. Wir möchten erreichen, dass durch pragmatische Vereinbarungen zwischen Bäderbetrieb und Denkmalschutz das Gebäude so saniert wird, dass es wirtschaftlich darstellbar verpachtet werden kann. Städtebaulich interessant an der Gesamtanlage Rappenwört sind sowohl die 1929 in der Weimarer Republik errichteten, dem Bauhaus nachempfundenen, Gebäude, wie vor allem auch die Idee, die Begründung/Sachverhalt – 2 – hinter der Anlage steht: Die Idee eines Volksparks entsprach in den zwanziger Jahren einer vollkommen neuen und demokratischen Vorstellung der Bedeutung von Volksgesundheit, von Bewegungsmöglichkeiten und Freizeitgesellschaft. Auch Menschen aus ärmeren Bevölkerungsschichten sollten sich erholen und Urlaub machen können. Mit diesen demokratischen Vorstellungen war Karlsruhe Wegbereiterin in Deutschland. Der Volkspark Rappenwört ist in einer Linie z. B. mit dem Strandseebad Wannsee in Berlin und der Volksparkbewegung der Weimarer Republik zu sehen. Neben Baudenkmalen adeliger Herrscher*innen, sind auch solche Bauzeugen einer demokratischen gesellschaftlichen Neuausrichtung erhaltenswert. Es war schon ein Fehler, als die Ruine des Ständehauses abgerissen wurde. Für die Bevölkerung, insbesondere des Karlsruher Westens, hat Rappenwört bis heute zu allen Jahreszeiten eine hohe Bedeutung – sowohl als größtes Freibad Karlsruhes als auch ganzjährig als Parkgelände: Dort können Kinder toben, Roller fahren, Ältere sonnen sich bei der ersten Frühjahrssonne. Das Freibad und der Park gehören zu den stärksten Besuchermagneten in Karlsruhe mit rund 200.000 Besucher*innen in warmen Jahren. Das Restaurant Rappenwört als zentrales Teil des Ensembles wird von der Bevölkerung vermisst, u.a. auch z.B. als Schutz bei schlechtem Wetter. Karlsruhe hätte die Möglichkeit, das 100jährige Bestehen dieses besonderen Bades und Volksparks im Jahr 2029 mit einem großen Fest zu gestalten und öffentlich deutlich zu machen, wie fortschrittlich die Karlsruher Verwaltung unter dem Baubürgermeister Hermann Schneider und Julius Finter als Oberbürgermeister in den 1920erJahren war. Dazu sollte dann auch wieder eine Gastronomie im architektonischen Zentrum der Anlage gehören Unterzeichnet von: Verena Anlauf Michael Borner Thorsten Frewer Christine Großmann Aljoscha Löffler Niko Riebel Renate Rastätter
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Extrahierter Text
Stellungnahme zum Antrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier GRÜNE-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: Verantwortlich: Dez. 3 Dienststelle: BB Sanierung des denkmalgeschützten Restaurantgebäudes im Rheinstrandbad/Park Rappenwört: Dialog aller Beteiligten Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 25.10.2022 x Bäderausschuss 23.11.2022 3 x Kurzfassung Die Sanierung des denkmalgeschützten Restaurantgebäudes im Rheinstrandbad Rappenwört und Ertüchtigung zum Gastronomischen Betrieb soll unter Betrachtung alternativer, kostengünstigerer Möglichkeiten im Dialog zwischen städtischen Ämtern, des Denkmalschutzes und Baugeschichtlicher Fachexperten*innen vor Weiterführung der bautechnischen Entscheidungen, insbesondere bezüglich der Sanierung der Fundamente, neu beraten werden. Finanzielle Auswirkungen Ja ☐ Nein ☒ ☐ Investition ☐ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☐ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☐ Ja ☒ positiv ☐ negativ ☒ geringfügig ☒ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☒ Ja ☐ Korridorthema: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) Nein ☒ Ja ☐ durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Ergänzende Erläuterungen Zu 1: Das Restaurant im Rheinstrandbad / Park Rappenwört soll so saniert werden, dass es wieder gastronomisch genutzt werden kann. Stand heute wird die Fundamentierung und die Gebäudehülle saniert. Im Anschluss wird im Erdgeschoß Küchentechnik eingebaut und Nebenräume hergerichtet, um einen Verkauf gastronomischer Produkte nach außen zu ermöglichen. Gasträume innerhalb des Gebäudes sowie der komplette Innenausbau des Obergeschosses entfallen aus Kostengründen. Daher können Speisen und Getränke nur außerhalb des Gebäudes konsumiert werden. Eine Nutzung des Gebäudes ist eingeschränkt wieder möglich, wenn auch nicht in der ursprünglichen Form. Zu 2: Um dies zu bewirken, organisiert die Verwaltung einen Dialog aller an der Sanierung beteiligten Ämter und Dienststellen. Zusätzlich sollten externe baugeschichtliche Expert*innen eingeladen werden. Der Zentrale Juristische Dienst organisiert zurzeit einen Ortstermin mit dem Regierungspräsidium, dem Gebietsreferenten für Denkmalschutz, dem Stadtkonservator sowie den Planern. Abgeklärt werden soll die Möglichkeit, auf die bisherigen strengen Auflagen des Denkmalschutzes hinsichtlich Fundamentsanierung in den beiden folgenden Bauabschnitten zu modifizieren. Zu einem externen baugeschichtlichen Experten wurde Kontakt aufgenommen. Der Ausschuss wird über die Gesprächsergebnisse informiert. Zu 3: Ziel dieses Dialogs soll es sein, durch einen Austausch, in dem flexible Ideen und Kompromisse im Vordergrund stehen, einen Weg für eine wirtschaftlich darstellbare Sanierung des Restaurantgebäudes aufzuzeigen, so dass das Gebäude nicht ungenutzt bleibt. Siehe auch Punkt 2. Ziel ist die Sanierung des Fundamentes, der Gebäudehülle sowie Einbau der Heizungs- und Lüftungstechnik sowie Sanitärräume, um, wie unter 1. beschrieben, eine Gastronomieversorgung außer Haus zu ermöglichen. Es besteht ein Interesse eines Unternehmens, das Gebäude zu erwerben und den Restaurantbetrieb selbst durchzuführen. Die Bäderbetriebe sind diesbezüglich in Verhandlungen. Der Ausschuss wird über die Gesprächsergebnisse informiert.
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Niederschrift 43. Plenarsitzung des Gemeinderates 25. Oktober 2022, 15:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus am Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 33. Punkt 34 der Tagesordnung: Sanierung des denkmalgeschützten Restaurantgebäudes im Rheinstrandbad/Park Rappenwört: Dialog aller Beteiligten Antrag: GRÜNE Vorlage: 2022/1073 Beschluss: Beratung im Bäderausschuss am 23. November 2022, öffentlich Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 34 auf und teilt mit, der Antrag werde ohne Aussprache in den Bäderausschuss verwiesen. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten – 28. Oktober 2022