Musikproberäume in Karlsruhe: Schaffung von 30 Übungs- und Proberäumen in der ehemaligen Molkereizentrale Südwest in Mühlburg (Kulturzentrum West)

Vorlage: 2022/1041
Art: Beschlussvorlage
Datum: 06.09.2022
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Kulturamt
Erwähnte Stadtteile: Beiertheim-Bulach, Mühlburg, Nordstadt

Beratungen

  • Hauptausschuss (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 20.09.2022

    TOP: 5

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: einstimmig zugestimmt

Zusätzliche Dateien

  • Beschlussvorlage
    Extrahierter Text

    Beschlussvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2022/1041 Verantwortlich: Dez. 2 Dienststelle: Kulturamt Musikproberäume in Karlsruhe: Schaffung von 30 Übungs- und Proberäumen in der ehemaligen Molkereizentrale Südwest in Mühlburg (Kulturzentrum West) Beratungsfolge dieser Vorlage Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Hauptausschuss 20.09.2022 5 X zugestimmt Beschlussantrag (Kurzfassung) Der Hauptausschuss beschließt, zur Schaffung und Einrichtung von 30 Übungs- und Proberäumen für Musiker*innen in der ehemaligen Molkereizentrale Südwest in Mühlburg dem als Mieter, Betreiber und Bauherr des neuen Kulturzentrums West fungierenden Bandprojekt Karlsruhe e. V. einen einmaligen städtischen Baukostenzuschuss in Höhe von 300.000 Euro zu gewähren. Die Finanzierung soll ausnahmsweise und analog zum Vorgehen beim Kulturzentrum Schauenburgstraße / Panorama e. V. aus nicht in Anspruch genommenen Restmitteln des städtischen Corona-Hilfsfonds aufgebracht werden. Die laufenden Betriebskosten wird das Bandprojekt selbst erwirtschaften und tragen. Sollte diese Annahme nicht zutreffen, ist eine zusätzliche Mittelbereitstellung und damit die Ausweitung der freiwilligen Leistungen durch die Stadt im Sinne der vom Regierungspräsidium Karlsruhe auferlegten Haushaltssicherung nicht möglich. Die Bereitstellung von Finanzmitteln kann daher nur innerhalb des Kulturbudgets und damit bei gleichzeitiger Einsparung bei den weiteren bereits vorhandenen kulturellen Themen erfolgen. Finanzielle Auswirkungen Ja ☒ Nein ☐ ☒ Investition ☐ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: ca. 360.000 Euro abzüglich 60.000 Euro Eigenleistungen durch das Bandprojekt = 300.000 Euro Finanzierungsbedarf Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: keine (laufende Betriebskosten werden durch das Bandprojekt selbst erwirtschaftet und getragen) Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☐ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☒ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☒ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☒ Ja ☐ Korridorthema: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) Nein ☒ Ja ☐ durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Ergänzende Erläuterungen Wichtige Bedeutung kultureller Räume, Proberäume als „Graswurzelförderung“ für das kulturelle und musikalische Leben: Das Kulturkonzept 2025 verweist im Handlungsfeld „Stadt: Raum für Kultur“ auf die essenziell wichtige Bedeutung der Verfügbarkeit kultureller Räume als Voraussetzung für das kulturelle Leben, die kulturelle Lebendigkeit und Vielfalt der Stadt. Die Basis einer vielfältigen und lebendigen Musikszene ist eine ausreichende Anzahl an bezahlbaren Proberäumen in einem einigermaßen ordentlichen Zustand. Deren Bereitstellung bedeutet eine Form von „Graswurzelförderung“ für das kulturelle und musikalische Leben in der Stadt, die sich auf Dauer auch in der Attraktivität und im positiven Image der Stadt bemerkbar macht. Dabei ist auch zu beachten, dass gerade im Bereich der Rock- und Popmusik neben den professionellen Akteur*innen vor allem Amateur- und semi- professionelle Bands und musikalische Projekte aktiv sind und Räume brauchen. Ein hoher Anteil jugendlicher und junger Erwachsener zeichnet die Szene aus; er ist auf gut erreichbare und bezahlbare Proberäume besonders angewiesen. Aktuelle Situation: Seit Jahren herrscht jedoch Mangel. Im städtisch geförderten Bereich konnte zwar ein Grundbestand an Proberäumen in den letzten Jahren relativ konstant gehalten werden, beispielsweise durch den an den Substage e. V. per Erbbaurecht übertragenen Bunker Rheinhafenstraße und durch Proberäume in Kulturzentren wie dem Tempel, auf dem Alten Schlachthof oder in Jugendzentren. Hinzu kommen die neu geschaffenen Musikproberäume im neuen Kulturzentrum P8 in der Schauenburgstraße 5 in Bulach. Dort sind darüber hinaus auch Atelierräume für bildende Künstler*innen und Räume für kulturelle Initiativen entstanden. Ein großer Anteil von Proberäumen auf dem freien Immobilienmarkt ist jedoch durch Entwicklungs- projekte einer Immobilien- und Projektentwicklungsfirma bedroht oder bereits weggefallen. Dies löst laut einer Umfrage der IG Musiker:innen in der Musiker*innen-Szene in den kommenden Jahren einen Ersatzbedarf von rund 100 Proberäumen für insgesamt circa 500 Musiker*innen aus. In diesen Zahlen enthalten sind die 20 Bands des Bandprojekt Karlsruhe e. V., die Ende Juni 2022 ihre Räume auf dem C-Areal verloren haben. Die Verwaltung hat in Gesprächen mit der Entwicklungsgesellschaft erfolglos auf die Schaffung von Ersatz- oder Übergangslösungen seitens der Gesellschaft gedrängt. Lediglich in der Gablonzer Straße 11 zeichnet sich ab, dass trotz Baumaßnahmen die dortigen 15 Proberäume erhalten bleiben. Und bei einigen Entwicklungsprojekten ist ein späterer Baubeginn als ursprünglich geplant angekündigt. Das PopNetz Karlsruhe als Vernetzungsinstanz im Rahmen des landesweiten Regionalnetzwerkes rund um die Popakademie Baden-Württemberg hat zusammen mit der IG Musiker:innen und dem Bandprojekt im Frühjahr den „Proberaumnotstand“ ausgerufen und mit städtischer Unterstützung eine Proberaum-Kampagne gestartet. Bei einem Runden Tisch zur Proberaumsituation auf Einladung des PopNetzes am 31. Mai 2022 wurde berichtet, dass dem PopNetz aufgrund der Proberaum- Kampagne lediglich sechs Proberäume (hauptsächlich im Umland) aus dem privaten Bereich gemeldet wurden. Einige darüber hinaus angebotene größere Objekte waren nicht ohne Weiteres nutzbar, zum Beispiel wegen toxischer Altlasten, wegen des Bauzustandes oder überzogener Preisvorstellungen. Es berichteten außerdem zahlreiche Vertreter*innen aus der Musikszene, wie außerordentlich schwer es ist, in Karlsruhe einen Musikproberaum zu finden. Erschließung neuer Räume: In den letzten Monaten haben das Kulturamt und das von der Räumung seiner bisherigen Räume betroffene Bandprojekt Karlsruhe e. V. mehrere Immobilien im Stadtgebiet überprüft, sind Hinweisen und Meldungen nachgegangen und haben verschiedene Objekte besichtigt. Mindeststandards zu Qualität, Nutzbarkeit und Lage wurden definiert. So sollen die Räume trocken, belüftbar und beheizbar sein. Sicherheit und Verschließbarkeit sind ebenso wichtig wie Toiletten. Außerdem sollten ein ÖPNV-Anschluss, Fahrrad- und PKW-Stellplätze vorhanden sein. Eine Störung von Nachbarn muss – 3 – ausgeschlossen, die baurechtliche Genehmigungsfähigkeit gegeben sein. Eine Bündelung mehrerer Einheiten macht aus wirtschaftlicher, aber auch kultureller Sicht Sinn. Ehemalige Molkereizentrale Südwest in Mühlburg bietet kurzfristige Chance zur Schaffung von 30 Übungs- und Proberäumen Aus diesen Untersuchungen ergab sich, dass in den Kühl- und Lagerräumen in der ehemaligen Molkereizentrale Südwest in Mühlburg eine relativ kurzfristige Option zur Schaffung neuer Proberäume besteht. Hier können in einem ersten Bauabschnitt auf ca. 700 qm in circa 12 Monaten 14 Musik-Übungsräume in den vorhandenen Kühlräumen im Untergeschoss der ehemaligen Molkereizentrale Südwest entstehen. In einem weiteren Bauabschnitt (Bauzeit insgesamt 18 Monate) können weitere 16 Übungsräume in den benachbarten Untergeschossen geschaffen und eingerichtet werden. Insgesamt können somit an diesem Standort in zwei Bauabschnitten 30 Proberäume in relativ kurzfristiger Zeit erstellt werden. Die vorhandenen Räume sind in einem guten Zustand. Fluchtwege sind vorhanden. In den ursprünglichen Kühlräumen ist sowohl eine sehr gute brandtechnische, thermische wie auch insbesondere schalltechnische Isolierung gegeben. Die Schallemission nach außen ist minimal. Das benachbarte Wohngebiet wird nicht beeinträchtigt. Dies hat gleichermaßen Auswirkung auf die Raumheizung, die nachhaltig und CO2-neutral über Wärmepumpe und Wärmerückgewinnung mit Luftwärmetauscher erfolgen soll. Die Energieversorgung wird autark über eine eigene Photovoltaik- Anlage erfolgen. Die Ausbaukosten für die Photovoltaik-Anlage werden durch Eigenkapital und Eigenleistung des Bandprojekts sowie Beteiligung des Eigentümers und ein KfW-Darlehen finanziert. Die elektrotechnische Installation und Belüftung inklusive Installation müssen komplett neu erstellt werden. Sanitär- und Toilettenanlagen müssen neu eingebaut werden. Weiter besteht die Möglichkeit, Veranstaltungsräume zu realisieren. Der Eigentümer zeigt Interesse an einer entsprechenden kulturellen Entwicklung und würde die Ausbaukosten übernehmen. Durch die geplante und vom Eigentümer finanzierte zusätzliche verkehrliche Erschließung über die Westseite (Neureuter Straße) mit neuen Eingängen und Treppenhäusern und zusätzlichen PKW- und Fahrradstellplätzen auf der Westseite sollen keine zusätzlichen Belastungen für das benachbarte Wohngebiet entstehen. Die Anbindung über die Zufahrt des Gewerbegebiets von Süden bleibt bestehen, um das Wohngebiet über die Zufahrt Nordost nicht zusätzlich zu beaufschlagen. Neues Kulturzentrum West: Das Bandprojekt Karlsruhe e. V. als Mieter, Betreiber und Bauherr Die im Gewerbegebiet zwischen Keplerstraße und Neureuter Straße liegende Immobilie steht im Eigentum der AAAA-Hotelwelt GmbH. Das Bandprojekt Karlsruhe e. V. soll langfristiger Mieter werden (mindestens 10 – 15-jährige Vertragslaufzeit mit Verlängerungsoption). Das Bandprojekt musste seine selbst für Proberaumzwecke umgebauten Räume in der Nordstadt in der Mainestraße Ende Juni aufgrund der Entwicklungsprojekte auf dem C-Areal aufgeben. Um das Know-how und die Erfahrungen des Bandprojekts aus 17 Jahren Vereinstätigkeit unter dem Vorsitzenden Klaus Bluck (von Beruf Ingenieur) wie auch die Eigenleistungen bei Bau- und Planungsleistungen einbringen zu können, soll der Umbau über diesen Verein laufen, der auch, unterstützt durch weitere Organisationen, wie dieKunstBasis Karlsruhe, Betreiber des neuen Kulturzentrums West werden soll. Kosten und Finanzierung Das Bandprojekt hat Umbaukosten von 360.000 Euro für die Schaffung von circa 30 Proberäumen (zusammen circa 1.200 Quadratmeter) ermittelt. Darin stecken Kosten für den Grundausbau, Fenster, Türen, Fluchtwege und Sicherheit, Elektrotechnik. Näheres dazu siehe in der Anlage „Zusammenfassung Nutzungskonzept (mit Ergänzungen Herstellungs- und Betriebskosten Kulturzentrum West“ auf Seite 4. Nach Abzug der Eigenleistungen durch das Bandprojekt in Höhe von 60.000 Euro bleibt ein einmaliger Finanzierungsbedarf von 300.000 Euro. Ein Betrag in dieser Größenordnung steht innerhalb des regulären Kulturetats nicht zur Verfügung. – 4 – Angesichts der Dringlichkeit des Proberaumbedarfs, bedingt durch den aktuellen Wegfall zahlreicher Proberäume, empfiehlt die Verwaltung, die Finanzierung ausnahmsweise und analog zum Vorgehen beim Kulturzentrum Schauenburgstraße / Panorama e. V. aus den nicht in Anspruch genommenen Restmitteln des städtischen Corona-Hilfsfonds zu ermöglichen. Dieser Notlagen-Hilfsfonds soll städtisch geförderte Karlsruher Kulturinstitutionen durch die Corona- Krise bringen. In dieser Zeit hat durch den Wegfall der Live-Auftritte und Musikveranstaltungen in besonderem Maße aber auch die freie Musiker*innen-Szene gelitten. Der unverschuldete Verlust der Proberäume bedeutet für sie eine weitere Verschärfung der Notlage. Eine städtische Hilfe zur Schaffung von Proberaum-Infrastruktur würde nicht nur einem einzelnen Projekt helfen, sie wäre auch eine Entlastung für die gesamte Musiker*innen-Szene und würde den aktuellen Karlsruher Proberaumnotstand entschärfen. Die laufenden Betriebskosten wird das Bandprojekt aus Mieterträgen und Erträgen aus Veranstaltungen sowie auch durch ergänzende Einwerbung von Drittmitteln (z. B. Spenden und Sponsoring) selbst erwirtschaften und tragen, d. h. es entstehen keine jährlichen Folgekosten bei der Stadt. Sollte diese Annahme nicht zutreffen, ist eine zusätzliche Mittelbereitstellung und damit die Ausweitung der freiwilligen Leistungen durch die Stadt im Sinne der vom Regierungspräsidium Karlsruhe auferlegten Haushaltssicherung nicht möglich. Die Bereitstellung von Finanzmitteln kann daher nur innerhalb des Kulturbudgets und damit bei gleichzeitiger Einsparung bei den weiteren bereits vorhandenen kulturellen Themen erfolgen. Weitere Informationen können der beigefügten Anlage „Zusammenfassung Nutzungskonzept mit Ergänzungen Herstellungs- und Betriebskosten Kulturzentrum West“ entnommen werden. Beschluss: Antrag an den Hauptausschuss Der Hauptausschuss beschließt, zur Schaffung und Einrichtung von 30 Übungs- und Proberäumen für Musiker*innen in der ehemaligen Molkereizentrale Südwest in Mühlburg dem als Mieter, Betreiber und Bauherr des neuen Kulturzentrums West fungierenden Bandprojekt Karlsruhe e. V. einen einmaligen städtischen Baukostenzuschuss in Höhe von 300.000 Euro zu gewähren. Die Finanzierung soll ausnahmsweise und analog zum Vorgehen beim Kulturzentrum Schauenburgstraße / Panorama e. V. aus nicht in Anspruch genommenen Restmitteln des städtischen Corona-Hilfsfonds aufgebracht werden. Die laufenden Betriebskosten wird das Bandprojekt selbst erwirtschaften und tragen. Sollte diese Annahme nicht zutreffen, ist eine zusätzliche Mittelbereitstellung und damit die Ausweitung der freiwilligen Leistungen durch die Stadt im Sinne der vom Regierungspräsidium Karlsruhe auferlegten Haushaltssicherung nicht möglich. Die Bereitstellung von Finanzmitteln kann daher nur innerhalb des Kulturbudgets und damit bei gleichzeitiger Einsparung bei den weiteren bereits vorhandenen kulturellen Themen erfolgen.

  • Extrahierter Text

    Zusammenfassung Nutzung Kulturzentrum West1 Zusammenfassung Nutzungskonzept (mit Ergänzungen Herstellungs- und Betriebskosten) Kulturzentrum West ehem. Molkereizentrale Südwest Keplerstraße 45 / Neureuterstraße 10 76185 Karlsruhe erstellt von dieKunstBasis Karlsruhe und Bandprojekt Karlsruhe e.V. 25.7.2022, 18.8.2022 (C) dieKunstBasis Karlsruhe und Bandprojekt Karlsruhe e.V. Zusammenfassung Nutzung Kulturzentrum West2 Neues Kulturzentrum West Nutzung als Kulturräume für Kunst- und Musikschaffende. Für alle Kunstschaffenden (professionellen, Semi- und Hobbykünstler) Lehrende, Initiativen, Vereine und Musikschulen. Ergänzende Jugendarbeit und Musikbildung sowie Unterstützung schulischer Musikbildung. Veranstaltungsräume für verschiedene Nutzungen wie Konzerte, Bühnenkunst, Tanz, Ausstellungen und Gruppen mit größerem Raumbedarf. Lage Gewerbegebiet Keplerstr.45 / Neureuterstr.10, 76185 Karlsruhe, Flurstück Nr. 8470, Bebauungsplan 754. Eigentümerin AAAA-Hotelwelt GmbH Kübler Karlsruhe, GF Siegfried Weber. Betreiber der Kultureinrichtung Betreiber des Kulturzentrum West wird das Bandprojekt Karlsruhe e.V. unterstützt durch weitere Organisationen wie dieKunstBasis. Dauer der Nutzung Die kulturelle Nutzung ist auf Dauer ausgelegt. Die Eigentümerin unterstützt eine langfristige Nutzung und beteiligt sich mit eigenen Investitionen. Es ist eine min. 10-15 jährige Vertragslaufzeit mit Verlängerungsoption beabsichtigt. Nutzung der Räume Es entstehen Räume verschiedener Art und Größe als Übungs- und Proberäume, Ateliers und Studios für Einzel- und Gruppennutzung, Schulungs- und Seminarräume sowie Veranstaltungsfläche mit Bühne. Die Nutzung der Übungsräume erfolgt im Schwerpunkt als Dauervermietung an Bands, Gruppen, Einzelkünstler und Organisationen. Veranstaltungsräume in Eigennutzung und Einzelvermietung an Veranstalter. Qualität der Räume Durch die bestehende Gebäudestruktur können hochwertige Übungsräume entstehen welche besonders eine gleichzeitige Nutzung benachbarter Räume ermöglicht. Das neue Raumkonzept des Bandprojekt stellt den qualifizierten technischen Ausbau sicher. Standard sind dabei beheiz- und belüftbare Räume, neue WC Anlagen. Reserveflächen, späterer Ausbau In den vorhandenen Gebäuden können weitere Flächen mit kulturellen Nutzungen ausgebaut werden. Hierzu steht evtl. das Obergeschoss in Gebäude 1 mit ca. 2x700qm auf Westseite zur Verfügung. Erschließung, Andienung, Zugang Die Erschließung erfolgt über neue Zufahrten und Zugänge von Westseite (Neureuterstr.). Es werden neue Eingänge und notwendige Treppenhäuser am Gebäude entstehen. Einflüsse auf das benachbarte Wohngebiet bestehen somit nicht. Zufahrten und Stellplätze PKW-Stellplätze sind auf dem Areal in ausreichender Weise vorhanden. Durch die neue Erschließung mit Ein- und Ausfahrt werden auf Westseite weitere PKW-Stellplätze und Fahrradstellplätze geschaffen. Die Anbindung über die Zufahrt des Gewerbegebietes von Süd (B) bleibt bestehen. Die Zufahrten Nord (C und E) werden für die neue Erschießung nicht genutzt, das Wohngebiet somit nicht zusätzlich beaufschlagt. dieKunstBasis Karlsruhe und Bandprojekt Karlsruhe e.V. Zusammenfassung Nutzung Kulturzentrum West3 ÖPNV-Anbindung Bei Künstlern ist die ÖPNV Nutzung und alternativer Verkehrsmittel eher ausgeprägt. Der Transport von Instrumentarium durch die Dauerbelegung eher gering, somit und insbesondere ist die ÖPNV Nutzung intensiver. Die ÖPNV Anbindung an diesem Standort ist fußläufig mit 2 Linien in der Siemensallee Linie 1+2 und Rheinstraße mit Linie 5 sehr gut angebunden. Erfüllung technischer Standards Gesetzliche und technische Anforderungen werden bauseitig erfüllt. Es wird eine neue Elektro- und Sanitärtechnik, sowie Heiz- und Belüftungssysteme eingebaut. Emissionen Durch den ursprünglichen Bau als Kühlräume ist sowohl eine sehr gute brandtechnische, thermische wie auch insbesondere schalltechnische Isolierung gegeben. Die Schallemission nach außen ist minimal und weit unterhalb der gesetzl. Werte. In Richtung des Wohngebiet ist eine Schallemission, wegen der Gebäudelage, so gut wie ausgeschlossen. Weitere Emissionen gibt es nicht. Energetisch nachhaltig und CO2 neutral Die benötigte Energie wird komplett über eine eigene PV mit Energiespeicher und Rückspeisung erzeugt. Die gute Isolierung der Räume hat auch gleichermaßen Auswirkung auf die Raumheizung welche CO2-neutral über Wärmepumpe und Wärmerückgewinnung mit Luftwärmetauscher erfolgen wird. Ausbaukosten, Erstellungsdauer •Ausbau der Nutzräume 1200qm in 2 Bauabschnitten damit realisierbar ca. 30 Übungsräume plus Infrastruktur für ca. 35 Bands, Dauer 12-18 Monate, -Ausbaukosten 360.000 Euro, Eigenleistung Bandprojekt 60.000 Euro. •Veranstaltungsräume plus räumliche Anbindung und Infrastruktur -Ausbau und Kostenträger durch Eigentümerin. •Außenerschließung der Gebäude Westseite, Parkplatz und Anschluss. -Ausbau und Kostenträger durch Eigentümerin. •Energieversorgung autark, eigene PV Anlage für Verbrauch Heizung und Lüftung 100kWp/a, 90-95.000kWh/a -Ausbaukosten 150.000 Euro durch Eigenkapital und Eigenleistung des Bandprojekt, Beteiligung Eigentümerin, KfW-Darlehen Betriebskosten laufende Miet-, Betriebs-und Personalkosten werden durch den laufenden Betrieb, Veranstaltungen bzw die ehrenamtliche Struktur selbst erwirtschaftet und getragen. 18.8.2022 KB dieKunstBasis Karlsruhe und Bandprojekt Karlsruhe e.V. Zusammenfassung Nutzung Kulturzentrum West4 Herstellungskosten (Stand Preise 6/2022) Titel GewerkGesamt Euro Grundausbau Nutzräume14+16163.000 € Ausbau Fenster, Türen22+3845.800 € Fluchtwege, Sicherheit150mtr34.400 € Sanitär + Toiletten 8+218.300 € Elektrotechnik Verteiler neu31.200 € WRG, Heizung, WTTechnik neu900qm42.700 € Planung, GebührenTechnik26.000 € Gesamt Summe361.400 € Bauabschnitt A West700qm ges.14 Übungsr.192.000 € Bauabschnitt B Ost500qm ges.16 Übungsr.169.400 € Kostenrechnung, lfd.Betriebskosten Titel monatlichjährlich Mietzahlungen (Bruttofl.) 1)700+500qm6.400 €76.800 € Personalkosten, Fremdkosten 2.800 €33.600 € Wartung, Technik, Reinigung 940 €11.280 € Grundsteuer, Versicherung267 €3.200 € Energieaufwand240 €2.880 € Gebühren Müll, Wasser140 €1.680 € Rücklagen120 €1.440 € Lfd. Betriebskosten10.907 €130.880 € Mietertrag Raumvermietung (Nettofläche) 890qm8.010 €96.120 € Ertrag Veranstaltungen25 x 700,-€17.500 € Deckung 2) -17.260 € 1) bei Vollausbau 2) ohne Berücksichtigung von Abschreibung, Spenden und Sponsoring Energiekosten TitelGesamt Euro Herstellungskosten PV Anlage100kWp/a150.000 € Ertrag /a 3)13Ct/kWh9.000 € Eigenverbrauch /a 3)33Ct/kWh2.880 € Ertrag / Zukauf Energie /a6.120 € 3) Energiepreise 5/2022 4.8.2022 KB dieKunstBasis Karlsruhe und Bandprojekt Karlsruhe e.V. Zusammenfassung Nutzung Kulturzentrum West5 Lageplan: (ergänzt 18.8.2022) 1) Ausbau der Übungs- und Proberäume mit Infrastruktur und neuem Zugang Z1 2) Ausbau der Veranstaltungsfläche mit Infrastruktur und neuem Zugang Z2 ZP) neue Ein- und Ausfahrt für Parkplatz und Erschließung Neureuterstr. A, B, C, D, E) bestehende Zufahrten dieKunstBasis Karlsruhe und Bandprojekt Karlsruhe e.V.

  • Anlage 2: Antrag auf Genehmigung von Mehraufwendungen
    Extrahierter Text

  • Protokoll TOP 5 HA_20_09_2022
    Extrahierter Text

    Niederschrift 32. Sitzung Hauptausschuss 20. September 2022, 16:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus Marktplatz Vorsitz: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 5. Punkt 5 der Tagesordnung: Musikproberäume in Karlsruhe: Schaffung von 30 Übungs- und Proberäumen in der ehemaligen Molkereizentrale Südwest in Mühlburg (Kulturzentrum West) Vorlage: 2022/1041 Beschluss: Der Hauptausschuss beschließt, zur Schaffung und Einrichtung von 30 Übungs- und Probe- räumen für Musiker*innen in der ehemaligen Molkereizentrale Südwest in Mühlburg dem als Mieter, Betreiber und Bauherr des neuen Kulturzentrums West fungierenden Bandprojekt Karlsruhe e. V. einen einmaligen städtischen Baukostenzuschuss in Höhe von 300.000 Euro zu gewähren. Die Finanzierung soll ausnahmsweise und analog zum Vorgehen beim Kultur- zentrum Schauenburgstraße / Panorama e. V. aus nicht in Anspruch genommenen Restmit- teln des städtischen Corona-Hilfsfonds aufgebracht werden. Die laufenden Betriebskosten wird das Bandprojekt selbst erwirtschaften und tragen. Sollte diese Annahme nicht zutreffen, ist eine zusätzliche Mittelbereitstellung und damit die Ausweitung der freiwilligen Leistungen durch die Stadt im Sinne der vom Regierungspräsi- dium Karlsruhe auferlegten Haushaltssicherung nicht möglich. Die Bereitstellung von Finanz- mitteln kann daher nur innerhalb des Kulturbudgets und damit bei gleichzeitiger Einsparung bei den weiteren bereits vorhandenen kulturellen Themen erfolgen. Abstimmungsergebnis: Einstimmig zugestimmt Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 5 zur Behandlung auf. Stadträtin Fahringer (GRÜNE) begrüßt das Bandprojekt. Man sei überzeugt, dass sorgsam mit dem Geld umgegangen werde. – 2 – Stadträtin Dr. Dogan (CDU) merkt an, die CDU-Fraktion begleite dieses Projekt mit großem Interesse. Man hoffe, dass das Problem, vor welchem viele Musiker des C-Areals stünden, gelöst werden könne. In der Sommerpause habe man das Objekt begehen können. Es ge- linge, das Projekt im Rahmen des Kulturetats zu lösen, so dass keine Zusatzkosten entstün- den. Man sei gespannt auf die weitere Entwicklung. Stadträtin Ernemann (SPD) zeigt sich begeistert, dass sich innerhalb kürzester Zeit diese Möglichkeit ergeben habe. Bei der Molkereizentrale habe man zu 70 % Idealbedingungen. Zuversichtlich sei sie, dass man den noch ungeklärten Rest auch hinbekomme, auch mit dem Engagement des Kulturamtes. Was die Finanzierung angehe, sei ihre Fraktion damit einverstanden, dass es aus den nicht verbrauchten Geldern des Corona-Topfes genommen werde. Alles Weitere müsse man im Auge behalten. Stadtrat Hock (FDP) meint, es sei eine tolle Sache, jedoch müsse man weiter am Ball bleiben. Es kämen noch große Aufgaben in dem Bereich auf die Stadt zu. Der Vorsitzende bedankt sich beim Kulturamt für die sehr kurzfriste Lösung. Man sei als Stadt jedoch nicht für alle Infrastrukturen der Kultur zuständig. Trotzdem sei man bereit, auf den Wunsch aus dem Gemeinderat einzugehen. Das Bereitstellen von Proberäumen habe jedoch mit Daseinsvorsorge nichts zu tun. Dennoch sei man froh über die gefundene Lö- sung. Stadtrat Cramer (KAL/Die PARTEI) stellt fest, das Besondere an der Situation sei, dass die Be- troffenen selber und ein Immobilienbesitzer zusammen etwas auf den Weg brächten. Das Konzept beinhalte, dass keine weiteren Gelder von der Stadt erwartet würden. Jetzt gehe es um eine einmalige Anschubfinanzierung. Der Vorsitzende lässt, nachdem keine weiteren Wortmeldungen vorliegen, über die Vorlage abstimmen und stellt einstimmige Zustimmung fest. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt – Ratsangelegenheiten – 4. Oktober 2022