Zukunftsplanungen für den Stadtteilfriedhof Palmbach

Vorlage: 2022/0946
Art: Antrag
Datum: 18.08.2022
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Ortsverwaltung Wettersbach
Erwähnte Stadtteile: Grünwettersbach, Palmbach, Stupferich

Beratungen

  • Ortschaftsrat Wettersbach (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 13.09.2022

    TOP: 3

    Rolle: Kenntnisnahme

    Ergebnis: erledigt durch Stellungnahme der Verwaltung

Zusätzliche Dateien

  • TOP 3:_Antrag CDU-FW_Zukunftsplanungen Stadtteilfriedhof Palmbach
    Extrahierter Text

    Antrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier CDU/FW-Ortschaftsratsfraktion Wettersbach Vorlage Nr.: 2022/0946 Verantwortlich: Dienststelle: Zukunftsplanungen für den Stadtteilfriedhof Palmbach Gremium Termin TOP ö nö Ortschaftsrat Wettersbach 13.09.2022 3 x Der Ortschaftsrat Wettersbach möge folgenden Antrag beschließen: „Die Ortsverwaltung Wettersbach wird in Zusammenarbeit mit dem Friedhofs- und Bestattungsamt beauftragt, folgende Planungen am Friedhof Palmbach einzuleiten a) erweitertes Angebot von Bestattungsformen bspw. Friedpark, Baumbestattungen, Wiesenbestattungen, anonyme Bestattungen, Kolumbarien. b) die Überplanung des Friedhofs und die Neugestaltung der Freiflächen c) Erhalt und Gestaltung des alten Waldenserfriedhofes (alter Teil)“ Begründung: Auf dem Friedhof Palmbach ist in den letzten Jahren zu erkennen, dass größere Flächen nach Ablauf der Ruhefrist der Grabstätten frei werden. Gleichzeitig nimmt der Bedarf an Urnengräbern weiter zu, so dass ein weiterer Bedarf an Urnengräbern besteht und sich trotzdem freien Flächen ungeordnet vergrößern. Das Angebot an gärtnerisch gestalteten Urnengräbern ist gegeben, entspricht jedoch nicht mehr dem heute üblichen Angebot. Die Erfahrung und ein Blick in die Nachbarstadtteile und Nachbargemeinden zeigt, dass sich die Bestattungskultur ändert und immer mehr alternative Bestattungsformen nachgefragt werden. Von Angehörigen wird auch in Palmbach nach naturnahen Grabarten, wie Wiesengräber oder der Beisetzungsmöglichkeit an Bäumen sowie wenig pflegeintensive Grabstätten gefragt. Nach unserer Einschätzung stehen hierzu genügend Flächen zur Verfügung. In benachbarten Orten besteht die Möglichkeit, Grabstätten nach Ablauf des Nutzungsrechtes weiter zu pflegen, bis ein anderer Bedarf für die Fläche besteht. Wenn von den Angehörigen gewünscht, muss das Grab nicht mehr sofort abgeräumt werden. Wir bitten um Prüfung, ob dies auch bei uns möglich ist. Wir schlagen eine Erarbeitung eines Gestaltungskonzeptes für den gesamten Friedhof vor, um diesen nach dem aktuellen Bedarf neu zu gestalten. Dabei könnte der große freie Grünbereich einen parkähnlichen Charakter mit Aufenthaltsqualität erhalten. Wichtig ist uns auch die Gestaltung des alten Waldenserfriedhofes (alter Teil), dieser wurde bereits bei der Ortsgründung im Jahre 1702 dort angelegt. Heute gibt es dort nur noch wenige Grabstätten. Bei der Sitzung des Ortschaftsrates am 12.02.2019, bei der die neuen Bestattungsarten für den Friedhof Grünwettersbach vorgestellt wurden, wurde dem Ortschaftsrat mitgeteilt, dass es auch für den Stadtteilfriedhof Palmbach bereits Vorplanungen gibt, um auch dort neue Bestattungsarten anzubieten. unterzeichnet von: Roland Jourdan, Fraktionsvorsitzender – 2 – Beispiele: Bild 1: Gärtnergepflegte Urnengräber in Palmbach Bild 2 bis 4: Gärtnergepflegte Urnengräber in Karlsbad – 3 – – 4 – Beispiel Karlsbad: Baum- und Wiesengräber, kombiniert mit Einheiten von kleinen Kolumbarien Freie Rasenfläche Friedhof Palmbach (oberer Teil): – 5 – Hier entstehen neue Freiflächen durch abgeräumte Grabstätten: Alter Friedhofsteil in Palmbach:

  • TOP 3:_STN CDU-FW_Zukunftsplanungen Stadtteilfriedhof Palmbach
    Extrahierter Text

    Stellungnahme zum Antrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier CDU/FW-Ortschaftsratsfraktion Wettersbach Vorlage Nr.: 2022/0946 Verantwortlich: Dez. 5 Dienststelle: FBA Zukunftsplanungen für den Stadtteilfriedhof Palmbach Gremium Termin TOP ö nö Ortschaftsrat Wettersbach 13.09.2022 3 x Kurzfassung Die Friedhofsverwaltung schlägt vor, eine gemeinsame Begehung mit Ortsverwaltung und Ortschaftsrat innerhalb der nächsten Monate vorzusehen und dabei die grundsätzlichen Planungsmöglichkeiten zur Friedhofsentwicklung für den Stadtteil Palmbach zu erörtern. Finanzielle Auswirkungen Ja ☐ Nein ☒ ☐ Investition ☐ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☐ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☒ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☒ Ja ☐ Korridorthema: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) Nein ☒ Ja ☐ durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Ergänzende Erläuterungen Derzeit ermittelt das Friedhofs- und Bestattungsamt (FBA) in Zusammenarbeit mit der Ortsverwaltung Wettersbach den Bedarf an verschiedenen Beisetzungs- und Grabarten für den Friedhof Palmbach in den nächsten 20 Jahren. Aufgrund der Erfahrung auf verschiedenen Friedhöfen der Stadt, insbesondere den Friedhöfen Grünwettersbach und Stupferich, kann vorab bereits eine Nachfrage nach naturnahen Bestattungsformen, wie beispielsweise Grabstätten an Bäumen mit einfachen gärtnerischen Gestaltungen sowie von Wiesengräbern prognostiziert werden. Die Nachfrage nach anonymen Bestattungsformen sowie Kolumbarien ist auf den Friedhöfen der Höhenstadtteile eher gering. Die Verwaltung empfiehlt, von einem solchen Angebot auf kleineren Friedhöfen der Stadt, Abstand zu nehmen, um nicht dem Gedanken der Anonymität Vorschub zu leisten. Für den Bau und die Unterhaltung von Kolumbarienanlagen sind Investitionen und Unterhaltsaufwendungen erforderlich, auf die mit alternativen Angeboten, wie den gärtnergepflegten Grabfeldern, verzichtet werden kann. Anonyme Gräber und Urnennischen stehen darüber hinaus auf dem Hauptfriedhof zur Verfügung und können insofern auch von der Karlsruher Bevölkerung generell in Anspruch genommen werden. Die Verwaltung unterstützt die Intention, den alten Waldenserfriedhof (alter Teil des Friedhofs) durch geeignete Maßnahmen zu erhalten. Solange kein anderer Bedarf für die Flächen besteht, kann ein temporäres Überlassen von Grabstätten zur Pflege durch die bisherigen Nutzer*innen eine Möglichkeit sein. Hier sind im Einzelfall praktikable Lösungen zu prüfen. Bei der Entwicklung der oben beschriebenen Angebote ist eine Überplanung des gesamten Friedhofs erforderlich, da bisher belegte und zunehmend freie Bereiche mit befestigten Wegen und Einfassungen versehen sind. Insofern sind einige dieser Anlagen im Hinblick auf die naturnahe Entwicklung des Friedhofs zurückzubauen. Die bisher noch nicht belegten Flächen des zentral gelegenen Feldes auf dem Friedhof Palmbach sind einer grundsätzlichen Neuplanung zu unterziehen. Das FBA schlägt deshalb vor, bei einer gemeinsamen Begehung mit Ortsverwaltung und Ortschaftsrat die grundsätzlichen Planungsmöglichkeiten gemeinsam zu erörtern.