Aktueller Stand der Umsetzung des Streuobstwiesenkonzepts und künftiger Handlungsbedarf

Vorlage: 2022/0821
Art: Antrag
Datum: 13.09.2022
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Liegenschaftsamt
Erwähnte Stadtteile: Grötzingen, Hohenwettersbach

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 27.09.2022

    TOP: 31

    Rolle: Kenntnisnahme

    Ergebnis: verwiesen in Fachausschuss

  • Ausschuss für Umwelt und Gesundheit (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 22.11.2022

    TOP: 4

    Rolle: Beratung

    Ergebnis: vertagt

  • Ausschuss für Umwelt und Gesundheit (öffentlich)

    Datum: 25.01.2023

    TOP: 7

    Rolle: Beratung

    Ergebnis: Kenntnisnahme

Zusätzliche Dateien

  • Antrag
    Extrahierter Text

    Antrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier GRÜNE-Gemeinderatsfraktion Eingang: 19.07.2022 Vorlage Nr.: 2022/0821 Aktueller Stand der Umsetzung des Streuobstwiesenkkonzepts und künftiger Handlungsbedarf Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 27.09.2022 31 X Ausschuss für Umwelt und Gesundheit 22.11.2022 4 x 1. Die Stadtverwaltung erstellt einen Bericht über den aktuellen Stand der Umsetzung des Streuobstwiesenkonzepts. 2. Sie berücksichtigt dabei den aktuellen Handlungsbedarf, wie er im ersten Sachstandsbericht vom 29. April 2020 dargestellt wurde, und stellt Ideen und Lösungsansätze dafür vor. 3. Sie berichtet, welchen Stellenwert Streuobstwiesen im Biodiversitätskonzept haben, und welche Maßnahmen sich daraus ergeben. Streuobstwiesen gehören zu den ökologisch wertvollsten Kulturlandschaften. Sie tragen in herausragender Weise zur Biodiversität bei und liefern wertvolles und gesundes regionales Obst für die Bevölkerung. In den vergangenen Jahrzehnten ging ihr Bestand auf dramatische Weise durch Flächeninanspruchnahme für Wohnbebauung und Infrastrukturmaßnahmen zurück. Im Biodiversitätsgesetz Baden-Württemberg wurden deshalb Streuobstwiesen unter Schutz gestellt. In Karlsruhe wurde ein umfassendes Streuobstwiesenkonzept am 28. Februar 2018 im Ausschuss für Umwelt und Gesundheit vorgestellt und begrüßt. Es ist die Grundlage für alle erforderlichen Maßnahmen zum langfristigen Erhalt sowie seiner Qualitätsentwicklung. Der erste Sachstandsbericht über seine Umsetzung wurde am 29. April 2020 im Umweltausschuss vorgestellt. Erfreulicherweise konnten viele Maßnahmen bereits umgesetzt oder eingeleitet werden. Dazu gehören u. a. der Abschluss der Erhebung des städtischen Obstbaumkatasters und seine kontinuierliche Pflege, die verstärkte Berücksichtigung von Kirsch- und Birnenbäumen bei Nachpflanzungen, die Optimierung der Pflegeschnittzyklen sowie die Optimierung der Wiesenbewirtschaftung (Streifenmahd). Auch die Öffentlichkeitsarbeit und die Aktionen sind gut angelaufen. Es wurden auch Probleme und Herausforderungen genannt. Dazu gehören u. a.: - personelle Engpässe bei erforderlichen Pflegemaßnahmen, wie Bewässerung der Jungbäume mit notwendigen Nährstoffen - die Prüfung, ob die Stadt aufgrund des Sortenmangels auf dem Markt selbst Bäume veredeln oder mit regionalen Baumschulen dabei enger kooperieren kann - weitere Möglichkeiten zu schaffen, um das gesamte Obst der Streuobstwiesen zu nutzen und ggf. zu vermarkten Begründung/Sachverhalt – 2 – - der Ausbau der Vermittlung von Patenschaften für die Pflege und Ernte von städtischen und privaten Flächen - das Ziel, Streuobstwiesen ins Biodiversitätskonzept aufzunehmen. Das Interesse der Stadtgesellschaft an der Natur und gesunden Lebensmitteln hat insbesondere während der Zeit der Corona-Pandemie deutlich zugenommen. Mit den Streuobstwiesen gibt es eine Fülle von gesunden Obstarten direkt vor der Haustür. Ein positives Beispiel ist die „Streuobstbörse Wettersbach“, die vom Umwelt- und Arbeitsschutz initiiert wurde und auf andere Stadtteile ausgeweitet werden sollte. Unterzeichnet von: Renate Rastätter Christine Weber Christina Bischoff Aljoscha Löffler Christine Großmann

  • Protokoll GR TOP 31
    Extrahierter Text

    Niederschrift 42. Plenarsitzung des Gemeinderates 27. September 2022, 15:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus am Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 26. Punkt 31 der Tagesordnung: Aktueller Stand der Umsetzung des Streuobstwiesenkonzepts und künftiger Handlungsbedarf Antrag: GRÜNE Vorlage: 2022/0821 Beschluss: Beratung im Ausschuss für Umwelt und Gesundheit am 22. November 2022, öffentlich Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 31 auf und teilt mit, der Antrag werde ohne Aussprache in den Ausschuss für Umwelt und Gesundheit verwiesen. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten – 10. Oktober 2022

  • Stellungnahme Antrag
    Extrahierter Text

    Stellungnahme zum Antrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2022/0821 Verantwortlich: Dez. 6 Dienststelle: Liegenschaftsamt Aktueller Stand der Umsetzung des Streuobstwiesenkonzepts und künftiger Handlungsbedarf Antrag: GRÜNE Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 27.09.2022 31 x Ausschuss für Umwelt und Gesundheit 25.01.2023 7 x Kurzfassung Wie im Antrag bereits hervorgehoben, gehören Streuobstwiesen zu den ökologisch wertvollsten Kulturlandschaften in Mitteleuropa und liefern gesundes, regionales Obst für die Bevölkerung. Der Ausschuss für Umwelt und Gesundheit nimmt den aktuellen Sachstand der Umsetzung des Streuobstwiesenkonzeptes und zukünftigen Handlungsbedarf zur Kenntnis. Finanzielle Auswirkungen Ja ☐ Nein ☒ ☐ Investition ☐ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☐ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz („nein“, da lediglich Bericht über Sachstand) Nein ☒ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☒ Ja ☐ Korridorthema: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) Nein ☒ Ja ☐ durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Ergänzende Erläuterungen Das Karlsruher Streuobstwiesenkonzept ist Grundlage für das strategische Vorgehen in der Bewirtschaftung der städtischen Flächen, sowie für die Unterstützung privater Streuobstbewirtschafter/innen. Das Konzept besteht aus den am 1. Oktober 2015 durch den Ausschuss für Umwelt und Gesundheit befürworteten „Leitlinien für die Streuobstbewirtschaftung in Karlsruhe“ und dem zweiten Analysen- und Maßnahmenteil, welcher dem AUG am 28. Februar 2018 vorgestellt wurde. Der folgende Sachstand erläutert die Entwicklungen seit 2018. Von den im Konzept 2018 geforderten und von den Grünen beantragten zwei weiteren Stellen, wurden 1,5 Stellen im Doppelhaushalt 2019/2020 genehmigt. Dadurch kann die inzwischen notwendig gewordene Bewässerung der Jungbäume verbessert werden. Die Zahl der Nachpflanzungen konnte angehoben werden. Der Erhalt der städtischen Streuobstbestände ist nach wie vor gefährdet. Zu den großen Herausforderungen gehören neben den ungünstigen, klimatischen Veränderungen (Klimawandel), der gänzlich fehlende mittelalte Baumbestand (zeitliche Pflanzlücke), sowie die zunehmende Verbreitung von Schwächeparasiten. Diese nehmen in den letzten Jahren in besorgniserregendem Maße zu und führen zum Absterben der Bäume. Eine intensivere Betreuung ist erforderlich. Neu entwickelt und zusätzlich richtungsweisend für das Streuobstwiesenkonzept ist das zeitgleich vorliegende Biodiversitätskonzept der Stadt Karlsruhe. Die Extensivierung der Wiesenmahd soll weiterverfolgt werden. Hierzu sind zusätzliches Personal und die Schaffung neuer Infrastrukturen erforderlich. In der folgenden Übersicht werden der aktuelle Sachstand und zukünftige Handlungsbedarf des Streuobstwiesenkonzeptes anhand der aus dem Konzept von 2018 hervorgehenden Maßnahmen M 1 – M 9 für die städtischen Streuobstwiesen und Mp 1 – Mp 9 für die privaten Streuobstflächen im Stadtkreis erläutert. M 1 Kontinuierliche Optimierung des Datenbestandes • Erhebung Einzelbaumaufnahme erfolgreich abgeschlossen • Fortlaufende Aktualisierung und Datenpflege durch LA etabliert • Problem: schlecht verfügbare mobile Daten im Außenbereich M 2 Fördermaßnahme Hochstammobstbäume: Es sollen zukünftig ausschließlich Hochstammobstbäume gepflanzt werden. • vollständig umgesetzt. M 3 Erhaltung der Obstartenvielfalt: Zur Erhaltung der Obstartenvielfalt sollen zukünftig wieder verstärkt Kirsch- und Birnbäume gesetzt werden. • Etablierung Birne und Kirsche fortlaufend • Beschränkungen: schlechte Verfügbarkeit Pflanzware, Schlechte Verwertungsmöglichkeiten Kirsche und Birne, schlechte Transport- und Lagerfähigkeit Kirsche und Birne • 2022: Pflanzung von 24 widerstandsfähigen Birnbäumen • 2023: Pflanzung 50 widerstandsfähiger, landschaftsprägenden Mostbirnen M 4 Steigerung der Nachpflanzungen: Die Anzahl der jährlichen Nachpflanzungen soll weiterhin gesteigert werden. • jährliche Pflanzung auf 100 Jungbäumen gesteigert o möglichst regionale, robuste, alte Sorten – 3 – M 5 Optimierung der Jungbaumpflege Die Jungbaumpflege soll kontinuierlich vorangetrieben werden. • Anwuchsquote Jungbäume verbessert o zusätzliche Stellenprozente für die Jungbaumbewässerung (bzw. -pflege) o Schulung der Mitarbeitenden in Jungbaumpflege und Artenschutz M 6 Gezielte Förderung regionaler Sorten: Der Genpool an alten, vor allem regionalen Obstsorten im städtischen Bestand soll nach und nach erweitert werden. Das entsprechend Versuchsprojekt zur Veredelung alter, regionaler Sorten ist bereits angelaufen. • Intensivierung Kontakte zu Baumschulen (Umkreis 150 km) • Sortenvielfalt erhöht, alte Regionalsorten, wenn möglich, bevorzugt M 7 Optimierung der Pflegeschnittzyklen: Die Schnittzyklen sollen sukzessive nach dem Ampelsystem erhoben und so strukturierter koordiniert werden. • Pflegeschnittzyklen verbessert o Fortbildung der Mitarbeitenden, bessere Effizienz beim Schnitt M 8 Förderung von gemeinnützigen Einrichtungen: Das Vergabesystem des städtischen Obstes soll überarbeitet werden. Dabei sollen soziale Einrichtungen in besonderem Maße berücksichtigt werden. • Ausbaulimit Obstbaumpatenschaften erreicht M 9 Ausreifung des Wiesenpflegesystems: Das Wiesenpflegesystem (Anlegen eines schmalen, gemulchten Baumstreifens in Verbindung mit einer traditionellen Heumahd auf der restlichen Fläche) soll weiter ausgetestet und vorangetrieben werden. • Belassen Wiesenstreifen in Baumreihe, auf geeigneten Flächen (UA Absprache) • Belassen Altgrasstreifen, wo möglich (UA Absprache) Die Maßnahmen Mp 1 – Mp 9 wurden im Streuobstkonzept für private Flächen anvisiert. Mp 1 Vertiefung der Zusammenarbeit mit der Streuobstinitiative des Stadt- und Landkreises Karlsruhe e.V., inklusive gemeinsame Entwicklung der Plattform zur Vermittlung von Pflege und Ernte bei privaten Grundstücken, seitens der Stadt mit Schwerpunkt auf Flächen im Karlsruher Stadtgebiet. • Stadt Karlsruhe offiziell Mitglied der Streuobstinitiative des Stadt- und Landkreises Karlsruhe e. V. (Beschluss Hauptausschuss 2021) • Grundstücksbörse Streuobstinitiative inzwischen regelmäßig von Karlsruher/innen genutzt (https://streuobstinitiative.de/grundstuecksboerse/) – 4 – Mp 2 Längerfristige Unterstützung der Grötzinger Streuobstpflegeinitiative, insbesondere in Hinblick auf die Akquirierung von Fördermitteln (z.B. Erstellung eines Beweidungskonzeptes) • Enge Zusammenarbeit OV Grötzingen und Streuobstpflegeinitiative Grötzingen • Aktive Unterstützung der Initiative inzwischen auch über Liegenschaftsamt • erfolgreicher erster Grötzinger Streuobsttag Initiative Juni 2022: o von Ortsverwaltung mit großem Engagement organisatorisch mitgetragen o vom Liegenschaftsamt durch fachliche Beiträge aktiv unterstützt • 2022 fand erster Streuobstwiesen Wettbewerb in Grötzingen statt o organisatorisch über die Ortsverwaltung Grötzingen getragen o fachliche Begleitung durch Liegenschaftsamt • Grötzinger Beweidungskonzept konnte erstellt und im Zeitraum von einem guten Jahr umgesetzt werden Mp 3 Publik machen des „Grötzinger Modells“ in anderen Stadtteilen, mit dem Ziel der Übertragung. • aktive Gruppe von Streuobstbewirtschafter/innen in Hohenwettersbach o setzten sich u. a. für Steinkauzschutz ein o Unterstützung durch Liegenschaftsamt, Ortsverwaltung Hohenwettersbach, NABU und Offene Jugendwerkstätten Mp 4 Aktive Beratung von und Information von Eigentümer/innen. Um den Kontakt zu privaten Streuobstwiesenbewirtschafter/innen zu intensivieren, sollen in einem ersten Schritt Schnittkurse in den Höhenstadtteilen angeboten werden. Dort gibt es laut einer Erhebung von 2017 die meisten privaten Streuobstwiesenbesitzer/innen. So soll ein entsprechendes Netzwerk generiert werden, im Rahmen dessen nachfrageabhängig ein Sommerschnittkurs, ein Veredelungskurs, Sammeltransporte zur Kelterei ins Kraichtal, ein Maschinenring, Schnittgutsammelaktionen u.ä. initiiert werden können. • „Raus-auf die Wiese!“-Schnittkurse o Schnittkurse für private Streuobstwiesenbewirtschafter/innen und Interessierte o etabliert seit 2018, erste Kurse in Bergdörfern und Grötzingen o hohe Nachfrage o Seit 2021 personelle Engpässe Liegenschaftsamt, Durchführung eingeschränkt o Informationen an Netzwerk über Rundschreiben o Sensen- und Dengelkurse im Sommer 2021, Wunsch aus Netzwerk o Ausweitung Kursangebote mit jetzigen Personalstand nicht möglich (Obst- und Gartenbauberatung eine Teilzeitstelle, ergänzende Stelle erforderlich) Mp 5 Ansprechen und Einbinden von Vereinen, Initiativen und Schulen zum Beispiel über Patenschaften. Der Kontakt zu bestehenden Inhabern von Baumpatenschaften (Schulen, Kindergärten, Vereine, gemeinnützige Einrichtungen) soll in den nächsten Jahren intensiviert werden. • Intensivierung Kontakt Einrichtungen Corona- und personalbedingt erschwert • Organisierte Saftpressaktionen personalbedingt eingestellt • Verleih Saftpressen Liegenschaftsamt wieder regelmäßig (Corona-bedingter Einbruch) – 5 – Mp 6 Entwicklung einer Öffentlichkeitskampagne, in der regionale Veranstaltungen zum Thema Streuobst gebündelt vermittelt werden, um weitere aufgeschlossene Bevölkerungskreise zu erreichen. Auch bereits vorhandene Angebote (Schnittkurse, Fachberatung, Pflanzaktionen, Streuobstinitiative Stadt- und Landkreis Karlsruhe e.V., Obst- und Gartenbauvereine, Patenschaften usw.) sollen so noch breiter kommuniziert werden. • Starke Öffentlichkeitsarbeit in Kooperation mit ZKM • Streuobstwiesen als Teil der Sonderausstellung „Critcal Zones“ (23.05. - 09.01.2022) • Gewinnung neuer Zielgruppen für Streuobstpflege • Künstlerische Auseinandersetzung Streuobstwiese Künstler Stéphane Verlet-Bottéro o Visualisierung ökologischer Fußabdruck Ausstellung o Künstlerischer Ausgleich ZKM: 5 Jahre Pacht und Pflege einer Streuobstwiese o Fachliche Begleitung Obst- und Gartenbauberatung Liegenschaftsamt: Schnittkurse, Pflanzkurs, Sensenkurs, Balkenmäherkurse, Saftpressaktion o Involvierung lokaler Akteure, Chance auf Langfristigkeit der Pflege: Bulacher Bürgerverein (Schnittkurs, Bürgerbrunch auf Wiese), Apfelernte Kita Paul Gerhardt (Obstbaumpatenschaft), Nutzung der Wiese Imker, Bewässerung Jungbäume Gartennachbar Mp 7 Gutschrift der Pflegemaßnahmen im Ökokonto, sofern es möglich ist und die Anforderungen der Ökokontoverordnung erfüllt sind. • Anrechnung Ökopunkte betrifft nur Einzelflächen • Neuanlage von Streuobstwiesen generiert z. B. Ökopunkte, Prüfung auf geeignete Flächen und auf Gewährleistung Pflege beschränkt auf Einzelfälle Mp 8 Ausweitung der Förderung der privaten Wiesenpflege in Streuobstbeständen nach der Landschaftspflegerichtlinie. • Bezuschussung Streuobstwiesenpflege über LPR, wo naturschutzfachlich sinnvoll Mp 9 Ausweitung von Projekten mit Integrationsaspekten, wie sie mit dem Streuobstpädagogische Angebot für Flüchtlinge oder den Ernteaktionen im Rahmen der beruflichen Wiedereingliederung bereits durchgeführt werden. In Baden-Württemberg gibt es bereits eine Reihe weiterer guter Beispiele für die interkulturelle Naturschutzpraxis. • Ausweitung Corona-bedingt nicht umsetzbar • Exkursion für geflohene Mütter mit Kindern aus Ukraine (LA, OV GRÖ, Naturfreunde GRÖ) Beschluss: Wie im Antrag bereits hervorgehoben, gehören Streuobstwiesen zu den ökologisch wertvollsten Kulturlandschaften in Mitteleuropa und liefern gesundes, regionales Obst für die Bevölkerung. Der Ausschuss für Umwelt und Gesundheit nimmt den aktuellen Sachstand der Umsetzung des Streuobstwiesenkonzeptes und zukünftigen Handlungsbedarf zur Kenntnis.